m. m Erster Blatt * 166 . Jahrgang T*r QWjuttx Aazecher echchenrt täqüch, außer oownta^. - Beilagen: v-iermal wocbentlich «etzeaerFamMeirblütteri zweimal rvöchenll.Nreir- dlattfRrLen Ureis Siehe» (Dienstag und Fr eitag).- zweimal monatl. Land- p>ivtsch«M1che Seitsraae« Ferchprech - Anschlüße: üstdieSchri>tleitungl12 Vsrlag.Geschaitsftelleöl Adresse ü'ir Drahtnach- richten: Anzeiger Siehe«. Annahme von Anzeige« _ , T v ^ ^ ^ j, w ^ für die Tagesnumrner „ . „ . . ^ * & f f * b,3 ,um Abend vorher. Bototfo«»rtm p»d Verlag der vrühl'schen llnio.-Süch- und Steindrückerei 8. Lanze. Schristleitvng. Geschäftsstelle und Druckerei- Schnlftr.r. Montag, r. August W6 General-Anzeiger für Oberhessen $ c * u g ö 0 r c t > monatl. 90 W., viertel- jä'hrl. Mk. 2.65. durch Abhole- u. Zweigsteken montttl. 80 Pf.; durch die Post Mk. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestach. Zeilenpreis: lokal 15Pf., ausw. 20 Pf. — Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- richtssaal: Fr.R.Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen Ein türkischer A /m MTB.) Grobes Hauptquartier. 5. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. jP** nachträglich bekannt wird, haben sich die gestern berichteten Kämpfe nördlich der Somme auf breiterer Front und gegen starke englische Kräfte abgespielt. Sie dauerten Mvr Teil tagsüber noch an. Die im Abschnitt von nördlich Ovttlers bis zum Foureaux-Walde vorbrechendcn Engländer sind unter grohen Verlusten für sie. an einzelnen Stellen nach hartnäckigem Nahkampf zurückgewiesen. Neue Kämpfe sind heute bei Pozieres im Gange. Ein französischer Teit- vorstov wurde nachmittags südlich von Maurepas abgeschlagen. Fm Aisne-Gebiet machte der Feind zahlreiche Pa- trourllenunternehmungen, die überall erfolglos blieben. Rechts der Maas wurden bei unseren gestrigen Gegen- ^Elmnffen im Abschnitt von Fleurp vierhundertundachtund- fechzig Gefangene von vier verschiedenen Divisionen cin- gkdracht. In der Gegend des Werkes Thiaumonr entwickelten sich von neuem erbitterte Kämpfe. Im Somme-Gebiet wurden zwei feindliche Doppeldecker im Luftkaurpf abgeschossen. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Uedergaugsversuche der Russen über die Düna bei Dweteu wurden vereitelt. Die Zahl der bei Rudka-Mirpnska eingebrachten Ge sangenen ist auf fünfhunderteinundsechzig gestiegen. Am Sereth nordwestlich von Zalosce wurden mehrfache feindliche Angriffe abgewiesen; bei Ratyscze über den Sereth vorgcdrungene russische Abteilungen mutzten einem Gegenstoß wieder weichen; bei Niedzygorp und Czystopady hält sich der Gegner lwch auf dem Südufer. aus Aegypten. ©ng&mbä »Entschlossenheit" zum Siez ist erne Sach« dre, wie aus dem Telegramm des englischen Königs riL'S" 1 ! verbündeten Monarchen hervorgeht, vorläufig ,?vMbla,ene L>timmungsmache hinauSläust. Ebenso dieEngländer ja seinerzeit auch zumSiege nnl w Dardanellen gewesen, und Herr Asquith hatte auch enaiir^ el Amara einmal gesagt, daß dürt die ungetrübt ständen. Die wüsten Schimpf- »Staatsmannes", der die deutsche Diplomatie ttnd fti /? 1 -t” be t deutschen L>eeres mit Schmutz bewirft, u »u übergehen und seine sonstigen Auszählungen bauv eindrucksvoll wie das Zählen bis drei über- Erieasldas rednerische Stemmeisen an der fand ^^nfSr da/'»gedruckt wo er dafür eine schmale Ritze ichwer rL i hebende Gewicht wird sich wohl als zu beweisen Un,ere Feldgrauen werden es chm näher trüaen^'n cLf-T 1 unserer Devensivkraft und der „nicht M?uden Schwächung und Er,chöpfung" Deutschlands be- “v* .STcao^ten z,eht dem Londoner Kabinett an wltter^wl, 1 f me r ®nes«fctern ein schweres militärisches Ge- damlt ^ ' und unsere osmanischen Verbündeten beweisen beider Arbeit Ne noch unverwüstlich an allen Fronten Mir ^ ^ ^ die Bernde niedcrringen zu Helsen. 'm Innern Deut,chlands haben alles zu ver- Krieasmii^e?^" b ^Ä^H 3 c 6 en, Bon zunehmender »u sprechen Bront drs Feldmrarschalleutnants Erzherzog Karl. - In den erfolgreichen Karpathenkämpfen wurden bisher dre i Hundertunbfünfundzwanzig Russen gefangen genommen und zwei Geschütze erbeutet. Balkan-Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Oberste Heeresleitung. Hanptguartier, 6. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. .Die Kämpfe bei Pozieres dauerten an. Abends scheiter ten semduche Tnlangriffe am Foureauxwalde und hart nord lrch der Somme. Im Maasgebiet, besonders rechts des Flusses, ent- wickettedie Artillerie starke Tätigkeit. Um das ehemalige L^rk TMaumont fanden erbitterte Jnfanteriekämpfc statt. Die (befangenenzahl im Fleuryabschnitt ist auf sechzehn Offtzrere, fünfhundertsechsundsiebzig Mann gestiegen. Am Eyapltrcwalde machten wir gestern weitere Fortschritte. Hier .unverwundeten Gefangenen drei Offiziere, zwei hundertsledenurckizwanzig Mann in unsere Hand gefallen. ^tordostlrch von Bermelles, ln den Argonnen uod auf {KL 1 roiT Erfolg gesprengt. Feind- nche Patrouillen sind an mehreren Stellen abgcwiesen. Z'Mk Unternehmungen sind bei Craonelles und auf der Eombreshohe gegluckt. - Abwehrfeuer wurde ein feindliches Flugzeug ^rdlich von Fromelles, im Lustkampf eines nordwestlich Vapaume abgeschossen. Oeftlicher Sriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. 3owcie liche Sercthnfer gewonnen. ' Front des Feldmarschalleutnants Erzherzog Karl. öeä Generals Grafen von Bothmer fanden Vorfeldkampfc ohne besondere Bedeutung statt ^ Die Erfolge der deutschen Truppen in den Karvathen wurden erweitert. K'ÄSffiSffivS ^ H9C ? rt ^ r ^leselben Vorbehalte, die wir am Samstag äußerten, indem sie u. a. schreibt: >71 Aus!chuß „extreme Forderungen" ebenso wie lar- Vazmsmus-ablchnen und bekämpfen wollte, so mußte we? seui^sich Wibcrsprnch wecken. Auch nnm Ifn?? m ^ cr r ^ >cr ^cn Extremen auf der e -?J' ?och aus der anderen &z\tz ge dort mird firfi 'n- i’n*lrim a p 3en 8 ° 6 Politik bcr „mittleren Linie" auch tm Kriege ohne werteres das richtige trifft- er wird firfi exm f ragen, ob die „mittlere ^inie" F er selbst ernguhalten geneigt t ft. nicht doch etwas ganz anderes fein ^nte als dw rnätle>e Linie, die ihm E nnd^r Decke ftamrf 9 L?rn b - lDlr v 11 0 b -^ Bedenken erheben, ob ein iff 9 • IN der Oeftentlichkeit überhaupt möglich öffentliche Aussprache über die Kriegsziele nicht fnl»!? Unb /ch^luen auch- wirklich nicht möglich ist Doch 1°'!$}^ mQ c b er allen Zweifeln an der praktischen Durchführ- und Tuagwerte emes solchen Programms immerhin den -Dulen anerkennen, der Nicht nur den Extremen auf der einen Setze sondem auch dem Extrem auf der anderen £r rotimZ pazrftmschen Seite, eine Absage erteilte" m ^ Volksztg." ist der Ansicht, daß dem noch mehr Gefahr droht von der pazi- Sonne, die chm m den Rücken brennt, als von t ^ a, S rn ^ er „Annexionisten", die ihm ins An- geftcht wehen. Das Blatt schreibt nämlich: ^Ngen. daß das andere Extrem unserer Laae und »ir unsere Zukunft noch iel abteäSr ift d ^ krl^lchcurr und zuwrüen sogar AieA...fröstelt 1 < 2 ^ ? r J ,un P „larmoy/rnter" Pazifismus auf- tteten, oder als robuster Pazifismus als Konselmenz eines doktrinären internationalen Prinzips, welches deni nationalen Schwung der tl U \ ^^ä?^nsck,einlich hat man von ge- juiHcn Gerten gehofft, daß der Deutsche Nationalausschuß vor- RLt das „faeS i ocr auBertten Krregspatter" gerichtet fern werde, als eine §nlfs- »-.den Reichs^nzler zur Verteidiqnu g '^gegen bie r geschaffen morZ iänntc mit^L ^ eaMrte L ^ ihm auch ernst sein , mit der anderen Front, mrt der Front gegen ^ J^öcitfl e fe6tc Extrem, gegen jene Richtung, welche ^ ?nt> jede ..Annexion" oder sagem wir /Ze der feindlichen RLochtgrenzen ablehnt, und offen "** c erdrücke Mehrheit des deutschen Volkes sehnsüchtig iigch einem Frieden verlangt, der uns nur die bis sichert und wrs das WckterWen ermög- Ä ^ zurzeit so bedauerlich Und so verderblich wre solche Aeußerimgen, welche doch nur Miseren Feinderi ein Finger- Mg ,mn können daß sie nur zähe die ,,realen Sicherungen" ?u- m*bS toS&g? b-r Reichskanzler «.strebt, um schließ. „ P^ksztg." stellt fest, leider hätten mehrere „NatnmalansschnfseK" nicht so gesprochen.^ wie es notwendig «-wesen wäre, um Wärme, und Entschlossen ^lt, mcht „fröstelnde^ olxr „larmoyante" Pazifismu^- Stimmnug zu erzeiligen, und sie fügt hinzu: „Wir müssen Mts daher unsift Urteil über den „Nationalausschuß" im ganzen auch weiterhin Vorbehalten." Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Balkan -Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. o ^err Asgurth der englische Ministerpräsident, hat am Jahrestag der .Kriegserklärung Englands wieder einmal enre Rede gehalten, mit der er der erfolglosen und verschleppten großen Offensive, gegen Deutschland etwas nafa geholfen hat. Wir Eben dieses Rededokument iiachstehend wieder, werl wir äberreugt sind, daß die deutschen Leser davor: eher etwas Heiterkeit als Traurigkeit davontragen n,rlvE^.'?«dlu-,ust MTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart. 5. August 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Die in den Karpathen kämpfenden Streitkrüfte der Heeresfront des Erzherzogs Karl haben auch gestern Raum gewonnen. Es wurden 325 Russen gefangen genommen, zwei Geschütze erbeutet. Die Kämpfe dehnten sich bis in dic ttzegcnd von Delatyn aus. x.e- £ 0 . rÖro :[ (l ,L* vonZa 1 0 f St — cm Südflügel der Front des Gencralfeldmarschalls von Hindenburg — ist es dem Feinch> an einigen Stellen gelungen, die Sereth-Medernng zu überschreiten. Er wurde geworfen. Nur an cinenr Punkte ist »er Gegenangriff unserer Truppen erst im Gange. Weiter nördlich keine Ereignisse von Belang. Italienischer Kriegsschauplay. Im südlichen Teile der Hochfläche von Dobcrdo kam e» gestern zu heftigen Kämpfen. Das feindliche Artillcriefcuer, das schon in den letzten «rwl V 1 - zugcnommcn hatte, setzte im Abschnitte Monte de, Sc, Bu„—Monfalconc-Rücken um lO Nhr vor- mtttags mit größter Heftigkeit ein. Nach ununterbrochen an- yaltendem vlerstündigen Massenfeuer begannen um 2 Uhr nachmittags Die italienischen Jnfanterieangriffe. Die ersten ^l'gners. aus seinen Deckungen vopzugchcn. $?ll € K ten a l l öcr ^cfflichen Wirkung der braven Arttllerie ^rotzdem gelang es den, Feinde, im Laufe des Nachmittags 5rv»,!?s er * n Punkten in unsere Stellungen einzudringen. °? r Eapseren Haltung unserer Infanterie wurde er ftdoch ,m Nahkampf überall wieder hinausgeworfen. so daß um 7 Uhr abends die ganze alte Stel- lung wieder ,n unserem Besitz war. Um diese Zeit ließ das Geschutzfcuer nach und flaute bis zum Einbruch der Dunkelheit volllg ab. Mindestens sieben italienische Regimenter waren an diesem mißlungenen Angriff beteiligt. 230 Mann gefangen, zwei Maschinengewehre er- FrtHt 1 «; drordtett der Hochfläche und der Görzer Brücken- ropf standen tagsüber gleichfalls unter Gefchützfeuer. s Stt -Pf- n *fj x u,li) öu ^ öent Plocken wurde der Vorstoß von dre, italienischen Kompagnien, an der Tiroler Ostfront ml» ^ 0 Nff einer Brigade gegen die Höhen nördlich von Pancveggio blutig abgewiesen. Bomben^ mtQn Mmtn Bassano erfolgreich rnft Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarfchalleutnant. „ . W'«n. 6. August. lWTB. Nichtamtlich.) Amtlich wirft verlautban: 6. August 1916. ^ Russischer Kriegsschauplatz. Frontdes Feldmarschalleutnants Erzherzog Karl. öe5 Eapul scheiterten zahlreiche russtschr Angriffe, östlich von Fablonica und Tariarow schreiten die oste,reichlich-ungarischen und deutschen Tnippen trotz heftiger Ge geilwehr des Feindes vorwärts. Die Armee des Grnewl- obersten von Kovetz wehrte südwestlich von Delatin starke rusNiche Vorstotze av. Weiter nördlich keine besonderen Er- Front des Gencralfeldmarschalls von Hindenburg. Bei Zalosze wird auf den Wefchängen des Serechtalrs ^rolttert und wechselooll gekämpft. Die verbündeten Truppen des Generals ,vatl> haben in den nunmehr siegreich ab- geschlagenen Känipfen bei Zarerze südlich von Stolmchwa vier rus,ische Offtziere, 300 Mann und fünf Maschineu- gewehre eingebracht. Italienischer Kriegsschauplatz. An der Jsonzofront hielt das starke Arlilteriefeuer gegen den Gorzer Brückenkopf und die Hochfläche von Do- berdo mit unverminderter Heftigkeit an. Vereinzelte Vorstötze gegen unsere «tellungen östlich von Redipuqlia und bei Selz wurden abgewiese». Unter der gestrigen Beschietzung hatte die >«tadt Gorz stark zu leiden. Das Spital der Barmherzigen Vruder wurde durch Volltreffer zerstört, mehrere Personen wurden getötet. An der Tiroler Ostfront stehen unsere Höhen- steUungen im Raume bei Panevrggio andauernd unter heftigem Geschützfeuer. Einzelne Vorstöße italienischer Batail- ume scheiterten unter den schwersten Feiiwverlusten. Südlich dev Val ^ugana brachte ein kurzer Vorstoß eigener Abteilungen i Offiziere, 76 Italiener und 5 Maschinengewehre ein. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarfchalteutnanr. EreignissczurSee. Am 5. d. M. nachmittags fuhr rin van Südwcst kommen- des feindliches L u f t s ch i f f in großer Höhr gegen die Insel Llsta. In der Nahe der Insel fiel es brennend in die See und sank. Eine Torpevoflottille. welche, gleich zur Stelle war konnte nur mehr einige Trümmer desselben, darunter Ne,tt der Ballonhülle und einen Rettungsschlauch, bergen Trotz langen Suchens konnte von der Besatzung niemand gefulwen und gerettet werden. F l o t t c n k o m m a n tz s. * ♦ ' Die Kämpfe in Aeghpten. ? lWTB.) Meldung des Reutersche« Bureaus. Amtliche Meldung. Der folgende Bericht wurde am 4. August um 11 Uhr abends von dem Oberkommandierenden in Aegypten veröffentlicht: Seit Mitternacht vom 3. auf den 4. August griffen die Türken in einer Stärke von 14 000 Mmm unsere Stel lungen ba Romani, östlich von Port Said, in einer Front bis zu acht Merlen an. Die Lage war bei Einbruch der Dämme- rung am A. August folgende: Die Türken hatten gegen nnsery benötigten Stellungen nichts ausgerichtet. Auch an der südlichen A-Untrc, wo 400 biS 500 Ost'fangenc gemacht wurden, entwickelte sich der Kampf zu unseren Gunsten. Die Kriegsschiise leisteten von der Bucht von Tma aus wettvollen Befttand. Zur Zeit der Abien^ düng des Berichts ist der Kmupf noch rm Gange« Dcr türkische Bericht. Ka n st a n 1 1 n o p c l, 5. Aug. (WTB. dtichtamtlich.) Amtlicher- Bericht vom 22. Juli 1332 (türkischer Zeitrechnung). An der Irak front unü in Persien, an der russischen Front kein Ereignis. Ka u k q ) u v fr o n t: Auf dem rechten Flügel griffen unsere vorgeschobenen Abteilungen der: iFeind an, der sich auf die beseitigte Linie auf den beherrschenden Höhen südlich Bitlis zurückgezogen hatte und beseht« die Gräben der ersten Linie des Feindes. Russische Truppen, die südlich M u s ch lagerten, wurden ebenfalls aus ihren Stellungen vertrieben und nach Norden zurückgedrängt. Im Laufe dieses Kampfes nahmen wir zwei Offiziere, darunter einen Kom- pagnieführer :md 40 Soldaten gefangen. Im Abschnitt von Ok- n o t t faiiden nur Scharmützel statt. Im Zentrum wurden Teil- angriffr des Feindes gegen unsere Stellungen westlich von Erzrnv- jan und Gmnüschkhane durch unser Feuer aufgehalten. Im Küsten- abschnitt des linken Flügels keine Tätigkeit. A e g y p t i s ch e 'F r o n 1: Von den Gewässern von Muhamedic aus beschossen zwei feindliche Kriegsschiffe von neuem erfolglos die Dattelhaine von Ogratina. Oestlich von'Katia wurde ein feindliches Flugzeug, das über Bir Hassana ungefähr 27 Kilometer südöstlich von Jbne erschien, durch unser Feuer vertrieben. Drei feindliche Flieger, die erfolglos Bomben auf unsere Truppen bei Katta warfen, wurden durch Angriff unserer Flug-zeuge, die zuni Kampf mit ihnen aufgestiegen waren, und ferner durch das Feuer unserer Abwehrkarwnen vertrieben. Keinerlei Veränderung an den übrigen Fronten. K o n st a n t i n o p c l, 6. August. (WTB. Nichtamtlich.) Haupt- guartiersbericht vom 5. August. An der Irak front und in Persien an der russischen Front keine Veränderung. Von der Kaukasusfront liegen bisher keine Nachrichten über die Operationen des rechten Flügels vor. Im Zentrum erneuerten die Russen ihre Angriffe auch gestern gegen unsere Stellungen. die aus einer Linie liegen, die sich von dem Plinkt 22 Kilometer westlich Erzindjanu bis zu einem Punkt 14 Kilometer westlich von Kilkftt in annähernd nördlicher Richtung über eine Front von ungefähr 60 .Kilometer erstreckt. Der Kampf war in den verschiedenen Abschnitten erbittert. Unsere Truppen nahmen durch Bajonettangriffe einen Teil der SteUung wieder, in dem es dem Feinde gelungen war, Fuß zu fasseil. Auf dem linken Flügel kein wichtiges Ereignis. An der äghptischen Frvnt besetzten am 3. August mor- ■ gens unsere vorgeschobenen Truppen die Linie Elrabih-Katia-Abu- tcfle und schickten ihre Ausklärungskolonncn bis in die Gegend von Romani, 8 Kilometer nördlich von Katia, vor. Oestlich der Ortschaft Suez fand ein unbedeutender Z u s a m m e n st o ß zwischen einer unserer vorgeschobenen Mteilungen und einer feindlichen Kavallerieabteilung statt. Elrabih liegt 2 Kilometer nördlich von Katia und Abutelle, 5*/, Kilometer südwestlich von dieser Ortschaft. Von den übrigen Frortten ist nichts Neues zu melden. Eine türkisch-russische Auseinandersetzung. Konstantin opel, 6. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom 5. August. Am 2. August hat ein russischer Zerstörer T i ra b o l i, eine ganz unverteidigte Ortscliaft beschossen und ein Krankenhaus und 32 Häuser ohne jede militärische Eigenschaft zerstört. So antworten die Rüssen aus die merlschlichen Rücksichten, die unsere Flotte nimmt, um die feindliche Bevölkerung der kaukasischen Küste zu schonen. Als anr 17. Juli unsere Flotte ein russisches Schiff, das auf der Rhe.de bei Sotchi Srcha Buitkh vor Anker lag, versenken wollte, fürchtete man, die Geschosse könnten in der Stadt Schaden anrichten, verzichtete darauf, auf das Schiff zu schießen und versenkte es durch einen Torpedo. Ein ergänzender Bericht, der von dem Unter serboo^TvmniLmdanteu über das russische Schiff „Bigarrud" erstattet worden ist, das nach den Behauptungen der : Russen von uns versenkt worden sein soll, obwohl es ein Hospitalschift gewesen sei, besagt: Am 21. Juli, vornrttta-gs um 7 Uhr 55 Minuten habe ich auf einer Entfernung von 800 Meier westlich von Batum ein schwerbeladenes Schiff versenkt, das einen schlecht aufgemalten roten Streifen hatte, tief eingetaucht war und kein anderes sichtbares Abzeichen trug. Trotz dieser geringen Entfernung war kein Abzeichen zu bemerken, daß dieses Schiff ein Hospitalschiff war. Ich habe sodann in einer Entfernung von 2003 Meter ein ebensoschwer beladenes Schiff bemerkt, als es in den Golf von Surmens hineinfuhr. das an seinem Schornstein ein undeutliches kleines Kreuz trug, aber keines der vorgeschriebenen Zeichen hatte. Da ich erkannte, daß es zum Roten Kreuz gehörte, ließ ich es unbehelligt vorbei fahren. Wir hoffen, daß die russische Regierung ein- sehen wird, daß derartige Jirtümer vermieden werden können, wenn sie ihre Hofpitalschiffe mit den dem Haager Abkommen entsprechenden Abzeichen versehen ließe, und wenn sie ihnen vorschriebe, anstatt in einer WÄjfe, die Verdacht erregen muß, dicht an der Mste entlang, über das freie offene Meer zu fahren. Die Gefangenen von Kut-et-Amara. Konstantinopel, 6. 9Lug. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agentur Milli. Ter Sultan hat den muselmanischen Htnvuoffizieren, die in Kut el Amara gefangen genommen wurden, ierlaubt, ihre Waffen zu behalten, da die Offiziere gezwungen am Kampfe gegen das Khal ifat teiln ahmen. Die erwähnten. Offiziere wohnten den Feierlichkeiten des Bewamfestes bei. Sic wurden dem Sultan vor gestellt und nahmen an der Zeremonie des Handkusses teil. Die kaiserliche Sorge für sie machte den größten Eindruck auf die Offiziere, die ihre Dankbarkeit mit Tränen in den Augen ausdrückten. Die Engländer melden, daß sie in Kut el Ainara insgesamt 8790 Mann, darunter 600 Offiziere, verloren hätten. Gegenüber dieser Behauptung ist die Agentur Milli zu der Erklärung ermäch- ttgt, daß die Anzahl der von den Türken in Kut el Amara gemachten Gefangenen 12597 bettägt, darunter 615 Offiziere. Ans amtlicher Quelle erfährt die Agentur Milli, daß die Russen in den von ihnen besetzten Gebieten an der Küste des Schwarzen Meeres alle jungen Männer ermtvrdet und die Frauen in den Moscheen zusammengetrieben haben, um an ihnen nicht wiederzu gebende Handlungen zu begehen. Eine Rede öes englischen Ministerpräsidenten. Lond on, 5. Aug. (WTB.) An der Queenshall hielt A? g n i t h folgende Rede: Vor zwei Jahren ist Deutschland in der Woche, die dem Ausbruch des Krieges vorausging, dos Opfer einer doppelten Enttäuschung geworden. Deutschland war völlig sicher, daß wir, was immer wir auch als Protest tun oder sagen würden, niemals mit den Waffen in der Hand an die Seite Frankreichs und Rußlands treten würden. Ebenso sicher war man in Deutschland, daß das schwache und — wie es Deutschland schien — schutzlose Belgien mit Schmeichelwortcn yder Gewalt dazu gebracht werden würde, Deutschland das zu gewähren, was es am meisten brauchte, nämlich das Recht des Durchmarsches nach Frankreich. Das war ein Irrtum, und, wie es sich herausgestellt hat, ein sehr kostspieliger Irrtum, denn während zwei Jahre hat das britische Reich, die friedliebendste Familie von einem Gemeinwesen auf der Oberfläche «der zivilisierten Erde, 6 Millionen seiner Söhne ausgchoben, um sie ins Feld zu schicken, und hat damit Deutschlands Absichten zunichte gemacht. Noch niemals hat sich in das wirre stümperhafte Gebilde der deutschen Diplomatie ein so großer» Irrtum eingeschlichen und eine Auffassung, die für ihre Träger so verhängnisvoll gewesen ist. Als vor zwei Jahren der Handschuh hingeschleudert lvvrden war, hatten »vir sehr bald eingesehen, daß wrr Vor einer jenen, epochemachenden Enffcheidungen stehen würden, in denen der Kampf , nicht zwischen einem Staat und einem andern geführt wird, son- ' bcrn in denen es sich um einen Kampf zwischen verschiedenen und u n v e r s ö n l i ch e n Idealen handelt, zwischen den Mächten' einerseits, die für die Freiheit und Mannigfaltigkeit der Typen' und Organisationen und für einen ungehemmten Fortschritt der Menschheft cinstehen, und den Mächten, die notwendigerweise früher oder später alle Staatenumbrlldung und die Erneuerung der Welt unfruchtbar gemacht hätten. Ich möchte gerne besonders auf die ungetrübte Einigkeit der verlmnoeten Länder Frankreich, Rußland, Italien und uns selbst aufmerksam machen. Nichts war während des letzten Jahres bemerkenswerter, als der Erfolg, mft dem die Verbündeten eine gemeinsame Politik und einen ernhert- lichepr Plan suchten und befolgten. Ich bin froh, daß ich. in diesem Augenblick sagen kann, daß zwischen uns in allen Krregstragen! vollkommene Uebereinsttnrmung besteht. Es gibt kern besseres und prakttscheres Beispiel für diese unzweifelhafte Tatsache, als me gleichzeitige Offensive, die jetzt mit solcher Kraft und solchckm Erfolg an nicht weniger als drei Fronten betrieben wrrd. Um auf uns selbst zurückzukommen, halte ich es für das Glorreichste und Ermutigendste in der Ausstellung unserer neuen Armee, daß eine so riesige Zahl von Männern in jeder Lebenslage freiwillig Heim, Familienbande und Beruf aufgegeben hat, nur :m Dienste des Staates das Leben aufs Spiel zu setzen. Drese neuen Armeen, die während des letzten Monats auf dem blutgetränkten Felde der Picardie sich unsterbliche Lorbeeren errungen haben, sind das beste Denkmal, das Kit che n er sich hätte wünschen können. Ich habe von der Armee gesprochen. Was soll ich aber von unserer und unserer Verbündeten Dankesschuld an die britische Flotte sagen, die sich natürlich ebenso wie die Armee nach Waffengängen mit dem Feind auf offerier See sehnt. Der Feind geht dabei mit größter Vorsicht zu Werke. Es werden sich nur wenige Gelegenheften dazu bieten. (Hefterkett.) Seft dein glorreichen Siege vom 31. Mai, wie ihn der Kaiser nennt, traut sich die .deutsche Hochseeflotte oder was davon übrig ist, nicht, aus dem Hafen herauszukommen. (Hier ist die Originaldepesche sehr unklar.) Die Deutschen schrecken offenbar davor zurück, ihre glorreichen Erfahrungen zu wiederholen und nicht ohne Grund, denn noch einige solcher Siege würden nichts oder nur sehr wenig von der deuffchen Flotte übrig lassen. (Beifall.) Wenn es aber unseren Seeleuteii auch nur selten vergönnt ist, sich aus offener See in einem Kampf ruft dem Feinde zu messen, so dürseir wir doch nie vergessen, daß es die Flotte ist, die in unaufdringlicher Aller Weise Wacht hält und mit immer eherner Umklamnre- rung die Mackst der Deutschen wie ihre Widerstandskraft erschöpft und das Leben Deutschlands erdrosselt. In der ganzen Geschichte ist niemals ein so deutlicher Beweis von der alles überragenden Wichtigkeit und Beherrschung der See erbracht worden. Ter Feind befindet sich überall in der Defensive. (Beö- fall.) Auf keinem Kriegsschauplatz hat er die Initiative in der Hand oder versucht er, sie in der Hand zu behalten. .Es sind Anzeichen von beträchtlicher Schnxiche oder Erschöpfung vorhanden, dito kaum täuschen können. Die jüngsten Kampsmethoden des Feindes verraten meiner Meinung nach Ansätze einer verzweifelten Stimmung. Ich meine, da die Verrohung und wohlüberlegte Grausamkeit. (Beifall.) Tie belgische Zivilbevölkerung, die sich weigert, an der Haltung und Verbesserung der militärischen Stellmigen der in das Land eingedrungenen lftfterdrücker mft- zuarbeiten, wird buchstäblich als Sklaven behandelt. Die Schrecken der vor kurzer Zeit durchgeführten Deportierung eines großen Teiles der Zivilbevölkerung von Lille und anderen Städten des nördlichen Frankreichs, die nnttcrnächtiaen Ueberfälle auf Privatwohnungen und die massenhafte Entführung von Frauen und Kindern vereinigen sich zu einer Geschichte, die, wenn sie einmal vollständig niedergeschrieben sein wird, selbst für die schmutzigen Annalen der deutschen Armee noch ein Schandfleck sein tvird. (Beifall.» Wft können hier in England auch nicht die letzte, gegen uns selbst gerichtete Infamie vergessen, nämlich die Ermordung des Kapitäns Fr patt, die die ganze zivilisierte Welt entrüstet und chr Gewissen schändlich verletzt hat. Wir erwägen ini Verein mit unseren Verbündeten die geeigneten Methoden, die gegenüber diesen Abscheulichkeiten und ihrer: Urhebern angewendet werden '.sollen (Anhaltender Beifall) und gegen die Nation, die sie verzeiht und mit Beifall begrüßt. Vergessen wir aber nicht die Voraussetzung Au jedem derarttgen Schritt, wenn er wirklich Erfolg haben soll, nämlich die, daß wir den Krieg gewinnen. Das ist unser höchstes Ziel, dein wir alles unterordnen. Ich sagte, den Krieg zu gewinnen. Es ist, glaube ich, die einstimmige Ueberzeugung des Generali stabes der Verbündeten, daß unsere Aussichten auf den Sieg niemals so glänzend gewesen sind, wie jetzt, oder so vielversprechend. Alles, was unsere Verbündeten brauchen oder unsere Sache, ist die Zusammenfassung unserer Energie und, was uns in diesem Lande betrifft, die Fortdauer desselben alles umfassenden selbstlosen weitblickenden Patriottsmus, der Hunderttausende, ja Millionen unserer besten Arbeiter, Männer und Frauen veranlaßt hat, auf ihre Feiertage zu verzichten. (Beifall. ) Bonar Law unterstützte di-e von Ascmith der Versammlung Unterbreitete Resolution, die durch Zuruf cuiye- nonnnen wurde und sagte: Der Sieg, auf den wir ausgehen und den zu erringen wir fest entschlossen sind, wird überhaupt kein Sieg sein, wenn er nickst bedwten würde, daß sowohl für unsere Zeit, wie für die Zeit, die nach uns kommt, es unmöglich gemacht wird, daß ein Mann oder eine Gruppe von Männern die Welt in ein solches Elend stürmt, wie es uns heute umgibt. Wo ffnimer deutsche Truppen hintanwn, sind ihre Fußtapfen von Blut befleckt gewesen, und das Andenken, das sie zurückgelassen haben, schreit laut nach Sieg und Rache. (Beifall. Durch ihre Methoden und den Druck, den sie ausübten, haben die Deutschen mehr dazu beigetragen, das brittsche Reich zusammenzuschweißen, als Generationen unseres eigenen Volkes hätten tun können. * Anmerkung des WTB.: Ob die englischen Minister unter dem Galgen Casements und angesichts der Schlacht am Suezkanal Anlaß haben, mit ihren ftaatsmännischen Leistnn- en und kriegerischen Erfolgen so zufrieden zu sein, wie sie ich den Anschein geben, kann dahingestellt bleiben. Die Verhöhnung unserer'Diplomatie und unsrer Motte und die Die letzte Aussicht, der germanischen Mächte, b&J Mneq fcfl gewinnen, ist jetzt vorbei. Die Ausbildung und der -N.lU^unftrer neuen Armeen und der Fleiß unserer MunmonSarbever t^ven zusammen nttt den Anstrengungen unserer tapferen ^lln^ten die Niederlage unserer Feinde sicher gemacht. Der endgmtl>te Dreg mag früh oder spät kommen, aber soweit menfchliche Borausfian es wahrnehmen kann, kommt er mit dem grimmigen Schruft de» Schicksals in dem großen letzten Triumph. Das Tal des Elhde yar Anspruch auf einen Anteil an diesem Siege. Die Wirkung der Zcppelinluftfchiffe auf England. Berlin, 7. Aug. Nach Meldungen der „Vossischen Zeitung" von einem Londoner Gewährsmann über Amster> dam haben die letzten Zeppelinangriffe auf England dort eine derartig starke Erregung hervorgerufen, daff. die Regierung aus allen Grafschaften der Küste Eingaben um Schutzmaßregeln erhalten hat. Für die Admiralität waren die Zeppelinangriffe insofern eine Ueberrafchung, als die deutschen U-Boote die englischen Wachtschisfe fortwährend in Gefechte verwickelten und sie dadurch am Aufklärungsdienst verhinderten. Eine Verfolgung der Zeppeline durch Kriegsschiffe war wegen der Torpedogefahr nicht möglich. Zur Hinrichtung Casements. London, 4. August. (WTB.) In einem amtlichen Be^. richt, der nach der Hinrichtung Casements veröffentlicht -wurde, heißt es: Die Regierung ist nach dem Prozeß in den Besitz von Beweismitteln gekommen, das Casement eine Uebereinkunft mit der deutschen Regierung geschlossen hatte, welche ausdrücklich bestimmt hat, daß die irische Brigade, die Casement aus Gefangerien zu bilden versuchte, in Aegypten Verwendung finden sollte. Ueber die Hinrichtung schreibt das nationalistische „Freemans Journal" in Dublin: Die Dummheit dieser Entscheidung der Regierung ist so verblüsfend, daß man bei dem Gedanken zittert, daß das Geschick der Völker d>es Reiches in solchen Händen liegt. wüste Beschimpfung unseres Heeres macht an und für sich nicht den Einbruch als ob die ehrenwerten Herren ihrer Sache so sicher wären. Und Asguith hat schließlich selbst bemerket: z:: müjssen geglaubt, die Vovaussetzunig für aue Straf- ; _ ' _ _ W.. ktzba ' bewinne. Das ist sehr richtig, Herr Asguith, uiib deswegen maßregeln jgvgen Deiitschlcnvd sei, daß En-gland den Krieg gewinne. Das ist sehr richtig, Herr Asg ist die ganze Rede belarvgsloses Geschwätz. Englands „unentwegte Entschlossenheit". London, 4. August. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der K ö n i g hat an die souveränen Oberhäupter der alliierten Staaten folgendes Telegramm gerichtet: 'An diesem Tage, dem zweiten Jahrestaae des Beginnes des großen Kampfes, in den mein Land und seine tapferen Aluierten verwickelt sind, drängt es mich, Ihnen meine unentwegte Entschlossenheit zu übermitteln, den Krieg fortzusetzen, bis unsere vereinigten Anstrengungen die Ziele erreicht haben werden, für die wir gemeinsam zu den Waffen gegriffen haben. Ich bin überzeugt, daß Sie mit mir in dem Etttschluß übereinstimmen, daß die Opfer, die unsere tapferen Truppen großherzig gebracht haben, nvcht umsonst gebracht worden sein sollen und daß die Freiheiten, für die sie kämpfen, in vollem Umfange garantiert und sicher gestellt werden sollen. London, 5. Aug. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Anläßlich des zweiten Jahrestages der Kriegserklärung hat A s q u i t h folgende Botschaft cnt ferne Wähler gesandt: Wir treten in das dritte Kriegsjal)r mft stets wachsendem Erfolg in die Sache der Alliierten und mft der Entscklossen- heit, die durch jedes neue Beispiel deutscher Verachtung von Recht und Menschlichkeft bekräfttgt wird, weiter zu kämpfen, bis die Die Krisis an der Somme überwunden. B erlin, 7. August. Ueber die überwundene Krisis an bcv Somme meldet Kriegsberichterstatter Georg Quert auf Grund von Angaben einer maßgebend«: Persönlichkeit der Sommearmee der „Berliner Dolkszeitung" u. a.: Die Krisis ist u nbe-- dingt vorüber. Man kann nachgerade von einer Schwieng- keit insofern reden, als es bei der ungeheuren Front nicht mög-^ lich erschien, die Reserven so zu verteilen, daß stärke Stöße beliebig wo mit gleich starken Kräften angehaltei: werden konnten^ So konnte sich der gegnerische Stoß mit zehnfacher Ueberlegenheit einleiten. Den Alliierten begegnen jetzt absolut nnlftärijche Hindernisse, besonders die sumpffge Sommebrefte von etwa 500 Metern. Der ftanzösische Stoß führte an den Sommebogen, und die Arinee liegt jetzt direkt vor dem sumpffgen Gelände fest. Wir umfassen den feindlichen Bogen ebenso wie den der Eiigländer. Bei der heutigen Wafsenwirkung ist der Gegner in Winkelftellungen immerhin in einer taktisch außerordentlich nngünsttge:: Lage. Es ist sehr viel schwerer exentrisch zu ioirker: als konzentrisch. Warum die Feinde sich gerade dieses Geläiide herausgesucht haben, beantwortet der Gewährsmann mit 1>nn Hinweis, daß dort der Lot- piinkt der Alliierten ist. Sie reichen sich seit Verdun dort deft Arm und mußten, wenn sie gvoße Umklammerungen vornehmen wollten, diese Stellung wählen. Außerdem liegt hinter diesckr Mönt Amiens als natürliche Verkehrszentrace. Ein Fliegerersolg. Berlin, 5. August. (WTB. Amtlich.) Heute vormittag wurde in der Nähe der flandrischen Mste ein feindliches Kampfflugzeug durch eines unserer Seeslugzeuge nach längerer Verfolgung zum Kampfe gestellt, zum Absturz gebracht und vollständig vernichtet. Damit hat der Leutnant zur See, B o e n i s ch , das vierte feindliche Flugzeug von einem Seeflugzeug aus vernichtet. Er hat vor einigen Tagen einen weiteren Gegner durch Maschinenaewehrtrefser zur Notlandung dicht hinter der feindlichen Linie gezwungen Rußland und Japan. London, 4. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter- Kche Bureau erfährt, daß nach Abschluß des russisch^apa-- nischen Vertrages noch ein besonderes russisch- japanisches Abkommen zustande gekommen sei, in dem Rußland an Japan die südliche Hälfte der Eisenbahn Charbin-Changun verkaufte. Rußland erkennt in dem Abkommen auch die japanischen SchiffahrtL» rechte am Sungarifluß zwischen Kirin und Patuna an. Der verlauf der dänisch-westindischen Inseln. Kopenhagen, 5. Auy. (WTB. Nichtamtlich.) Mel^ düng des Mtzcrusckfen Bureaus: In der -geheimem Sitzung des Reichstages am Freitag teilte der Mrnisdor desAeiißern Scavenius mit, daß die Vereirngten Sbaaten den Borschlag gemacht hätten, ein llebereii:kommen aüzuschlietzen, durch das die dänisch-westindischem Inseln an die Bereinigten Staaten abgetreten werden und der dänische Gesandte iir Washington durch Beschluß des Staatsrats vom 1. AuMist ermächtigt worden sei, ein solches U-ebereinkommen äb-u-- schließen, jedoch so, daß die Vereirngten Staaten gleichzeitig die Erklärung abgeben, daß sie keinen Einspruch dagegen erheben werden, daß Dän-enrark seine politischen und kommerziellen Gerechtsame von der: dänischen Kolonier: Grönlands auf ganz Grönland artsdehrie und die Vereinigten Staaten außerdem eine Entschädigung von 25Mitlionen Dollars Gold zahlen. Der Vertrag entlMt im übrigen wesentlich dieselben Bestimmungen, wie der 1902 entworfeue Vertrag. Der Mirnster des Äußern gab eine näl-ere Darstellung der vorausgegangenen Verhandlungen nnd der bersch iedenen Gründe, die d:e Regierung belvogen Hütten, den amerikanischen Vorschlag anzunehmen. Die Unterzeichnung des Vertrages wird in den itächsten Tagen erwartet. Der Reichstag wird wahrschenckich in der nächsten Woche zu einer Sitzung einberufen werden, in der der Vorschlag zur Beschlußsassuttg uriterbreitet werder: wird. künmge Zivilisation auf den festen Grundlagen der Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Freiheft begründet ist. Lloyd George hat folgende Botschastl Mt den „Glasgow Herald" gesandt: Au- Stadt und Land. Gießen, 7. August 1916. Allgemeine Bestandsaufnahme am l. September 1916. Auf Antrag des Präsidentei: des Knegsernährungsamts hat der Stellvertreter des Reichskanzlers eine Verordnung über eine allgemeine Bestandscrüfnahrne erlassen. Als Termin ist der 1. September festgesetzt worden. Tie Aufnahme soll sich einerseits aus sämtliche privaten Haushaltungen erstrecken, andererseits auch die Bestände ermitteln, die sich itn Getocch>rsam der (öenieinden :md sonsttgen öffentlich rechtlichen Körperschaften best irden, ferner die Bestände der Anstaften aller Art, die Gewerbe- und Handelsbelriebe aller Art. In den Privathaushaltung er: mit weniger als 30 zu ver- pflegeiiden Haushaltungsmitgliedern beschränkl sich die Pflicht zur Anmeldung der vorhandenen Bvrrätr nur auf vier Warengruppen, nämlich i.erwaren (Schinken, Speck, Würste, Rauchfleisch, isch mrd andere FlLischdauerrparen), 2. Fstnfck'iÜonserven, reine ^ietid^o.gexöeu in Büchten, Dosen Glasen; nsw., 8. Fleischkorsterven mit Gemtüse und anderen Waren gemischt in Büchsen. Tosen, Gläsern usw., 4. Ei er, Während für die ganz großen .Hansbalbrnge;: mit 30 'und mehr Personen chnüe für die Gemeinden, öffentlich rechtlichen Körperschaften, Anstalten, Gewerbe- nnd Handelsbetriebe usw. für im ganzen 33 verschiedene Waren nnd Warengrnppen die am 1. September 1916 vorhandenen Vorräte anzmnieldcn sind. Tie Landeszentralbehörden können die Erhebrmg ans andere Gegenstände ansdehnen. Zur 2lnzeige verpflichtet sind diejenigen, welche die Vorräte iin Gewahrsam haben, gleichgültig ob sie ihnen gehören oder nicht. Außerdem sütd sämtliche H-aiuchalttmgsVorstände verpflichtet, wenn sie keine Vorräte der bezechnetm Afrt haben, eine entsprechende Fehlanzeige zn erstatten. Die Ausnahme soll in der Weise erfolgen, daß für jede Haushaltung eine Hanshaltungsliste, für Gemeinden, Anstalten, Gewerbe- und Handelsbetriebe usm. eiire besondere Oiste auAznsüllen ist. Die Ausführung der Erhebung liegt den Gemeindebehörden ob, sofern nicht die Landes-, Zentralbehörden etwas aiwercs bestinrmon. Diese haben auch die zur Ausführung der Erhebung erforderlichen Anordnungen zu erlassen. Um die Zuverlässigkeit und Richtigkeit der Angaben zu erreiche«, ist bestimmt, daß die damit beauftragten Personen befugt sind, sämtliche Räume, wo Vorräte zu vermuten sind, zu durchsuchen und die Bücher nachznprüfen. Ferner sind bei mangelnder Rechtzeitigkeit, Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben Strafen angedvvht. Vorräte, die verschwiegen wurde;:, können ein gezogen werden. Aiuch fahrlässig falsche Angaben sind unter Strafe gestellt. Tie Erhebung erfolgt gemeindeweise, die Lkngaben sinh auf An- zeigevordrucken ausrnfüllen, die durch die Landeszentralbehörde nach fest gejepten Vorlage;! her gestellt und gedruckt werden. Es sei der dieser Gelegenheit nochmals darauf hingewiesen, daß die Bestandaufnahme nicht den Zweck hat, als Unterlage für eine Beschlagnahme von Vorräten zu dienen. Es handelt sich lediglich um die Feststellung der vorhandenen Vorratsmengen, ein diesbezüglicher Hinweis findet sich auch auf den Formularen für die Erhebung in den Hofhaltungen. In Hinsicht darauf ist es völlig zwecklos und bü>enklich. wenn Bvrratsbesitzer ans Angst vor einer Beschlagnahme ihre Vorräte verschwenden. Tresenigen Bevölkerungskreise, die nicht täglich oder wöchentlich ihren Bedarf decken können, müssen gewisse Vorratsbestände haben, und darum wäre es verfehlt, wenn sie sie jetzt in unbegründeter Besorgnis verschwenden würden. Tie angeordnete Bestandserhebung ist ein wichtiges Glied in der Kette der allgemeinen Versorgnngsmaßnahmen. Es wird daher auf die verständnisvolle und bereitwillige Mitwirkung aller Kreise unseres Volkes gerechnet werden kömwn. WTB. * ** Amt 1 r 'ch e Personalnachrichten. Ans Grund der Vereinbarung mit den Landständen (Drucksache 152i wurde dem Gchulamtsasviranten Wilhelm Wie s.en eck er aus Darmstadt am 1. August 1916 einstweilig eine Lehrerstelle mit Wirkung vom 16 September 1916 ab übertragen. — Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung des G r o ß h e r z o g s Philipp StaMm, Mdrtin K v st, Johann Schmitt, Wilhelm Beickhaus, Johann Kraut - k r ä m e r, sämtlich zu Buden heim und Jean D i e t h e r zu Geinsheim. Der Krankenträger Heinrich Ohr in erhielt vor Derdun das Eiserne In ** Auszeichnung einer Sanitätskompagnie Krcu z 2. Klasse. ** Falsche Nachri ch ten über Vermißte der Bevölkerung laufen zuweilen immer noch Gerüchte um Aber gewisse Kriegisgefangen-enlager auf französischem oder englischem Gebiet, aus denen crngieblich nicht geschrieben werden darf. In einer Reihe von Fällen, wo angeblich nach längerer Zeit eine Nachricht, daß der betreffende Vermißte lebe, an Verwandte ein gegangen ist, dann aber wieder tvei- tere Nachrichten ansblieben, ist schließlich die Vermißtenhilfe des Roten .Kreuzes^zu Rate gezogen worden. Bisher ist in allen.derartigen Fallen feshgeste-ltt worden, daß diese Meldungen den Tatsachen nicht entspreche;:. Es lag entweder eine Verwechselnng mit Leuten gleichen Namens vor, oder es war den Angehörigen eine sonstige irreführende Nachricht zugügcnrgen. Dauernde Schreibverbote für Kriegs- besanrgene rm feindlichen Ausland, soweit die Westfront rn Betracht kommt, bestehen nicht. Wenn nach längerer Aeit ein Vermißter weder in den Gefangenenlisten der feindlichen Staaten vorkommt, noch mit seinen Angehörigen in Driesverkehr getreten ist, so kann daraus mit aller Sicherheit geschlossen werden, daß sich der Betreffende überhaupt arübt in Gefangenschaft befindet. Auch in die Zeitungen sind hier und da falsche Nachrichten über .Kriegsgefangene gelangt, die angeblich nicht schreiben durften und sich dann vNtzlich ineldeten.. Es dürfte sich empfehlen, daß die Blätter derartige Nachrichten nicht aufnehmen, ohne vorher mit der Bermißtensuche bezw. Gefangenenhilfe des Roten Kreuzes in Beziehung getreten zn sein. Was Rn ß 1 an d anbetrifft, so durste auch dort in keinem .Kriegsgefangenenlager ein Schreibverbot bestehen. In Anbetracht der dortigen tzrnvollkommenen Postverhaltnisse kommt es allerdings öfter Vor, daß von Gefangenen lange Zeit keine Nachricht an die Angehörigen gelangte. Auch sind mehrfach Fälle zn beobachten gewesen, bei welchen erst nach vielen Monaten, mnndy* md erst nach Jahresfrist, die erste Nachricht des Gefangenen bei den Angehörigen eintraf. ** 70 Jahre Main-Weser-Bahn Am 6. August waren es 70 Jahre, daß der erste Spatenstich zum Bau oer Eisenbahn zwischen Frankfurt nnd .Kassel, der sog. Main- Weser-Bahn, geschah nnd zwar auf Großherzoglich hessischem Gebiete. Die Strecke Frankfurt —Friedberg konnte zuerst in Angriff gnrommen und auch am 30. Juni 1850 dem Betrieb übergeben werden. Ihr folgte am 25. August 1851 die Strecke Gießen —M arbürg, am 1. Dezember desselben Jahres die Strecke Fr:edberg — Butz- v a ch und als am 15. Mai 1852 auch die letzte, aber recht rnühevolle Strecke Butzb ach — Gießen fertig war, konnte an diesem Tage die iganze Linie dem Betriebe übergeben werden. Durch die politischen Wirren -des Jahres 1848 und die damit im Zusammenhang stehende schwierige Beschaffung des Baukapitals hatte sich der Ban der Bahn länger hingezogen w:e man dachte. ** Der Sammeleifer zugunsten des Roten Kreuzes soll fortan belohnt werden und zwar durch Verteilung einer eisernen Erinnerungs- imünzc, die von Herrn Professor August Gaul geschaffen nnd dem Roben Kreuz z-ur Verfügung gestellt worden ist. Die Schannrü;:ze zeigt auf der Vorderseite eine den: Sturm trotzende Eiche, auf der Mckseite einen Ring von Ameisen Nnd Bienen, sowie den Goetbeschen Vers: „Das Allerwindeste müßt ihr entdecken aus das Geschwindeste in allen Ecken." Für die Gewährung der Münze kommen nach dem Ermessen der Hessischen Zweig vereine vom stioten Kreuz Nnd des Alice-Faauenverems solche Spender in Betracht, die in Zukunft dem Roten Kreuz durch Sammeln von Gegenständen aller Art im Wert von mindestens 25 Mark Vorteile verschaffen oder 25 Mark und mehr an Geldbeträgen zufiihren. ''‘'Dom Kreiskomitee für Notes Kreuz u u b KriegShilfe wird uns mitgeleilt, daß dortselbst weitere Geldbeträge eingingen. Die Kreiskasse Gießen ist fortgesetzt zur Ent- peaenncchme von Gaben bereit. Von der Verband- und Krankenersrtschnngs- stelle des Roten Kreuzes am Bahnhof sind im Monat Juli 13 680 Mann erfrischt worden. Die Sanitätskolonne hat 816 Transporte ausgeführt, sowie in 200 sonstigen Fällen Hilfe geleistet. ** Na tü ralienl ieferu n gen bei Kaufabs chlüssen unzulässig. In zahlreichen Fällen ist Klage darüber erhoben, daß notwendige Bedarfsartikel der Landwirtschaft lTünger- mittel, Futtermittel usw.) nur im Austausch mit landwirtschaftlichen Produkten abgegeben werden. In vielen Fällen liegt bei solchem ^N.'lhren ein Umgehen der Höchstpreise vor, und es ist dann unzulässig und strafbar. AStr auch in- den übrigen Fällen kann eine derart:ge ^Erzwingung von Lieferungen nicht gebilligt werden, da s:e d:e üblick-e;: Absatzverhältnisse und damit die Versorgung stört. Derartige Forderungen von Natnralienlieferungen bei Kaufabschlüssen müssen den:gen:äß als unzulässig bezeichnet werden. Gegebenenfalls kann, soweit dies nach den ergangene;: Vorschriften möglich ist, mit Beschlagnahme nnd Enteignung gegen die Beteiligten vorgegangen werde;;. ** Bezug von Bindegarn.. Dreschmaschinenbesttzer und Dreschgenossenschaften, die noch nicht in; Besitz von Bindegarn sind, wollen sich unverzüglich an die Zentralgenossenschaft der Hessischen landwirtschaftlichen Konsumvereine in Darmstadt wenden. Dieselbe hat wieder einen Posten 1a Flachsbindegarn ca. 600 m aufs Kilo lfd. zur Verfügung. Bestellungen werden in der Reihenfolge ihres Einganges erledigt.' ** Das heutige Kreisblatt enthält folgende Bekanntmachungen von allgemeinem Interesse über die Einfuhr von Fohlen, den Verkehr mit Brotgetreide und Wintergerste zu Saatzwecken, über die Aufhebung des Kartoffelversütterungs- Verbotes, sowie das Verwiegen der ausgedroschenen Getreide- vorvate. Landkreis Gießen. w. A l l e n d o r f a. d. Lda., 7. Aug. L. lauf, der 18jährig al§ Kriegsfreiwilliger beim Jns.-Regt. 116 diente, seit November vorigen Jahres aber dem Jns.-Regt. 221 angehörl, erhielt das Eiserne Kreuz. Er ist der jüngste von vier dem Heere an- gehörigen Brüdern. Ettingshausen, 6. Aug. Musketier Karl G ö r n e r t im Jns.-Regt. 118, 7. Komp., Sohn des Heinrich Görnert 1., wurde mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet und zum Gefreiten befördert. ga. Grünberg, 6. Aug. Das Eiserne Kreuz erhielt am 3. August an der Düna vor Riga Gefreiter August Schlosser von hier, der den Krieg auch schon voi; Anfang au mitmacht. ga. Göbelnrod, 6. Aug. Christian Velten I. und Ellsabethe Velten geb. Böhmer feierten die Goldene Hochzeit. Der Jubilar, im 79. Lebensjahre, ist leidend, seine Ehefrau, in; 69.. noch sehr rüstig, so daß sie noch täglich mit zur Erntearbeit geht. u. Heuchelheim, 7. Aug. Gestern wurden hier die sterblichen Ueb eures te des Gefreiten K. Senf clmaun der Erde überleben. Der Verstorbene, der dem Militär-Eisenbahn-Verkehrsamt seit Anfang des Krieges zugeteilt war und in Ausübung seines Treustes tötlich.verunglückte, erlag seinen Verletzungen in einem Festnngslazarett irrt Westen. Ein grosec Leichenzug, an dem fick; der hiesige Kn eg erverein und der Gesangverein Liedertafel mit ihren Falpren geschlossen beteiligten, legte Zeugnis dafür ab, wie allgemein d:e Teilnahme der hiesigen Bevölkerung mit der schwer heimgesuch- ten Familie ist, fiel doch erst vor wenigen Wochen ein Bruder des Verstorbenen im Kampfe fürs Vaterland, während zwei Schwager sawn fast seit einem bezw. zivei Jahren als vermißt gelten. tt. Treis a. d. Lda., 7. Aug. Als 23. imserer Gemeinde starb am 31. Juli d. I. nach einer vor Berdiii; erhaltenen schweren Verwundung in einem Feldlazarett des Westens der Grenadier Heinr. Kas dahier in; 22. Lebensjahr. Nach 'Mitteilung der Lazarett- leitnng ist er auf dem Soldatensriedhof zu Mareq mit inilitärischen nnd kirchlichen Ehren vestattet worden. Kreis Vuoingen. Fc. Büdingen, 7. Aug. Ter Metzgerverband fü dei: diesseitigen Kreis gibt bekannt, daß fortgesetzt Klagen ein lausen, daß die Metzger das. in die Gemeinde;: zu liefernde Flcisc n:cht auspsunden itttb finmiaHii wollen, ia sogar das Auspfundc und das Einwickeln fid; besonders bezahlen lassen. Ties fc: al eine Uebcrschreitung der Höchstpreise anzusehen. Tie zurzeit gel tenden Kle;nHandelshöcksttpreise für Fleisch und Fleischwaren ver güteten das Auspfunden und Einwickeln bereits mit. Sollten sic die unberechtigten Forderungen durch die Metzger wiederholen, s wird der .Metzgerverband bei der Preisprüsungsstelle die Herab fttzang der .Kleinhandelshöchstpreise beantrage;: und außerdem Strafanträge stellen. ^ 7. Ana. Chemiker Dr. Davidsohn vo; Pier, bt^ner -8:zefcldwebel d. L. in einem Infanterie-Regiment io Osten, wurde zum Lentimnt d. L. befördert. - In den hiesige; Ohwtlübasattwerktm verunglückte der jugeirdliche Arbeiter W;lh Gvckscha von hier, er geriet infolge Unvorsichtig keil in da! Getrrebe der Trahtscilbahi;, die seine linke Ha:ü> erfaßte und ihn bm Fnger schwer verletzte. Kreis Alsfrld. oz. Altenburg, 6 Aug. Dem Füsilier Heinrich Buch bamnrer im I. Garde-Reserve-Regiment wurde die Hessisch Tapserkeitsmedaille verliehen. or. R e i m e n r o d, 6. Aug. Dem Ersatzreservisten Geor; N a um ann, Minenwerfer im Infanterie-Regiment Nr. 116, wurd bas Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. oz. Aell, 6. Aug. Den; Wehrmann Karl Müller II. Krankenträger im Infanterie-Regiment Nr. 116, wurde das Eisern! Kreuz 2. Klasse verliehen. Kreis Lauterbach. la. L a u t e r b a ch , 7. Ang. Das E i s e r n e Kreuz erhiel Heinrich Lust IX., Ilbeshausen, in; Fuß-Art.-Regt. 51, Jnhabei der Hessischen Tapferkeitsn;edallle. Kreis Friedberg. gw. Friedberg, 6. Aug. Die Handwerkskammer steUt zur^ zeck Erhebungen über den örtlichen, fachlichen Zusammen- schlutz der einzelnen Ha n d w e r ks z w e: g e innerhalk der Gewerbevereine an. Neben der Verwertung zu statistisck>er Zwecken wird dieses Material zur Weiterbcarbeitung der zu m mittelnden Heereslieferungen, die nach nnd nach immer weiterc Handwerkszweige erfassen werden, dringend benötigt. Auch die Ver Handlungen übe:' Fürsorgemaßnahmen für die aus dem Felde zu- rilckkehrenden Handwerker werden wirksam durch diese Angaben unterstützt. Ferner sollen diese Erhebungen die Unterlage zur Be- antworümg der zahlreich eingehenden Anfragen von Behörden wegen Verteilung von Rohmaterialien bieten. oa. Friedberg, 6. Aug. stnd. theol. Kurt Kleberaer von hier, Leutnant d. Res., erhielt die Hessische Tapferkeitsmedäille Das Eiserne Kre;iz besitzt er bereits. Fc. Bad-Nauheim, 6. August. Dem landwirtschaftlichen Sachverständigen des stellvertretenden Generalkommandos de^ 18. Armeekorps, Theodor B r e: d e n b a ch dahier, wurde in Anerkennung seiner Verdienste vom Großherzog das Zlpiegsehrenzeichen verliehen. Fc. Butzbach, 6. !Aügust. Der hiesige Kaninchenzuchtverein hat beschlossen, mit dem hiesigen Roten Kreuz und der Stadt eine Anzahl Kaninchen zur Zucht an bedürftige Kriegerffauen kostenlos zu verteilen. — Petterweil, 6. Aug. Der Hilfsarbeiter Wilh. Bässe wurde in der Frankfurter Eisenbahn-Betriebswerkstätte beim Aus- wechseln einer Lokomotivenachse z u T o d e g e d r ü ck t. Er hinter- läßl eine Witwe fünf Kindern. Kreis Wetzlar. d. Aus dem Kreise Wetzlar, 7. iAug. Ter Vorsitzende des Kreisausschiusses I>at eine Anordnung erlassen, wonach der Ausdrusch des Brotgetreides, des Hafers, der Oberste und der Mischfruchk bis zum l. N»vemder erfolgt sein muß. Getreide, das dis zu diesem Zeitpunkte nicht ausgedroschen ist, wird von der Gemeinde auf .Kosten des Erzeugers ausgedroschen werden. In begründeten Fällen können Ansnahmeik von den zuständigen Bürgermeistern bewilligt lverden. Das 21usdreschen darf nur unter Aussicht eines Polizeibeamteu erfolgen. Demgemäß haben die Getreidebesitzer spätestens 3 Tage vor Bemnn des Dreschens dem Gemeinde-Vorsteher Anzeige zu erstatte;;. Das ausgedrvscheue Getreide wird nach dem Ausdrusch auf einer von der Gemeinde zu stellenden Wage verwogen und darf, bevor dies geschehen ist, nicht abgefahre;: oder abgetragen werden. Tie Polizeibeamten sühi^n Treschbücher und tragen die Ergebnisse des Ausdrusches in diese ein; die Richtigkeit der Eintragung ist von dem Beamten und dem Getreidebesitzer zu bescheinige:!. Nach beendetem Ausdrusch werden die Treschbücher dem Kreisausschuß eingereicht. — Eine weitere Anordnung des Kreisausschusses verpflichtet die Besitzer von Milchkühe n, von jedem Stück Milchvieh wöchentlich mindestens ein Pfund Butter an die von den Bürgermeistereien eingerichteten B u t t e r s a m m e l st e 1 l e n abzugeben. Besitzer, die nur zwer Milchkühe haben, bleiben von der Abgabe frei, diejenigen, die m Zwei Milchkühe besitze;:, lioben aus den ganzen Milchvieh- Bestand Butter abzulieferu.. Für .Kühe, die regelmäßig zur Arbeit benutzt werden (Fahrkühe), ist. nur die Hälfte der vorbezeichneten Bcenge abzuliefern. Landwirte, die Frischmilch liefern, sind von rs. Ablichtung zur Abgabe von Butter befteit. Im übrigen php Ausnahmen zulässig, sofern es im einzelnen Falle die 23ei> yaltmsse erforderlich machen. Hessen-Nassau. — E r o n b e r g, 6. Ang. Weaen fahrlässiger Tötung wurdt der Jagdaiifseher W ö r z zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte im Winter den Maurer Schalk ans Falkenstein bei eine: Treibjagd aus Unvorsichtigkeit erschossen. ^ Kassel, 6. Aug. Aus hessischen PfarrHäusern nac fr Mitteilungen des^ Konsistoriums bis jetzt 68 Kmegs- teunehmer. Mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse wurden bisher 7, m:t dem der zweiten Klasse 1.33 seit Kriegsbeginn ausgezeichnet. g. Bon der Werra, 6. Ang. Tie Witwe Erbsmehl in dem porfe Dorrchors hatte die Angewohnheit, jede Nacht in i^em Lachlasz:mmer Licht zu brennen. Durch einen unglücklichen Zufall muß d:eses während der vergangenen Nacht umgefallen sein und das Bett in Brand gesetzt haben. Tie Frau wurde gestern ftüh als halbverkohlte Leich>e aufaefnndcn. AuS der Rhön, 7. 'Allg. Der 17jährige Landwirtssohn Clemens Drexler^aus dem Rhöndorfe Steinwand wiirde beim Arbeiten in einer Sandgrube durch einen plötzlich abstürzenden großen Sandstein erschlagen. veiemischtes. g. Berleburg i. Wests., 7. Ang. In dem benachbarten Dorfe P e r m e ck e schnitt ein dort im Somrneraufenthalt befindlicher Mann an? Köln in einen: Aiisall von Schwermut und Lebensl'iberdruß seiner sechsjährigen Tochter die Kehle durch ilnd machte dann selbst seinen: Lebe»; durch Erhängen ein Ende. Märkte. Ka. Schotten, 7. Aug. Ter Schottener Somniermarkt wird am 7. ;md 8. August l. Js. abgehalten. An: 'Montag, der 7. August findet P f e r d e - und Rindviehmarkt und am Dienstag, den 8. August Rindvieh- und Schwei nein ar kt statt. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 8. August 1916 : Wechselnd bewölkt, trocken, kühl. Letzte Nachrichten. Die Rückeroberung von Fleury. Genf, 7. Ang. Aus den ecgänze;ü>e;: französischen Berichten über b:e letzten Kämpfe bei F l e u r y - T h: a u m o n t geht hervor, daß die großangelegte Gegenoffensive General Nivells den deutschen Ring um Berdm: sprengen sollte, die mit getvaltigen Mitteln mit nach wochenlanger grünlicher Vorbereitung unternommen worden ,ei. Die Schlacht, die vorgestern um Fleurp tobte, war nach Schilderungen der Pariser Blätter eine de; blutigsten und fürchterlichsten des Ringens um Verdun. Am Freitag bei Tagesanbruch stürmten die deutschen Regimenter vor, um das Dorf ben Franzosen wieder Zu entreißen, während die de;rtsche Artillerie das Dorf und die umlegenden französischen Schützengräben u.tter wirksames Feuer genommen l-atte. Nachdem die Außenstellnngen in die .Hände der Angre:ser gefalle;; waren, gingen die Deutschen von Ost und West gl^chzeitig gegen Fleurp vor. Die Franzosen verteidigten sich änßertt harnräckig, mußten aber schließlich tveichen und das unter so schweren Opfern erstrittene Dorf iviedcr den Deutsche;! überlasten, d:e in ihrem Schwung sogar bis zu den: südlich von Fleurp gelegenen Bahnhof vorgestoßen waren. Rasch herbeigeeilte französische Reserven koirnten den Angreifer etwas znrückdräugen, der größte Teil des Dorfes blieb jedoch fest in den Händen der Deutschen. Pieverbandsoffensivk in Mazedonien? Amsterdam, 7. Aug. Wie ein 0>ewährsmann der „Boss:- scheu Zeitung" .aus London berichtet, erachtet man dort in eiu- gewechten Kreisen es für feststehend, idcrß die^alvnikiarmeein den näckstten Wochen -zur Offensive übergehen werde. In Saloniki find Lrvße MnnitionsMengen nngetroffen. Zahlreiches Lazavettmaterial und Ancknckanzen sind mttenvegs. General Sar- rail hält allerdings de;: Augenblick noch Mr wenig geeignet und hat nach Paris gemeldet, daß er erst das Ergebnis der griechische;: Wahlen abwarten möchte. Ioffre hat ihm jedoch mitgeteilt, daß nach dem Plan der Alliierten der Bormarsch m Mazedonien unverzüglich stattfiuden müsse. Es hänge vrel davon ab. dort die feindlichen^ Armee;: zu binden. Aus dem Telegrammwechsel mit General Sarrail geht hervor, daß der kürzlick) unternommene 2lu- griff der Serben nur ein Blust gewesen ist, um die Bulgavou glauben zu n;ache;i, daß die Offensive beginne. Sarrail verfügt über schlechtes Truppenmaterwl, da seine frischen Truppen fast alle gegen erschöpfte M>teilungen von anderen KriegssckmrrvIätzen ausgetauscht worden sind. Deshalb müßte er den Bormarsch imrne: ;wch hinausschieben. Auf Jofsres dringende ^knweisnwg hat er jetzt einen Kriegsrat aller Generale ernberisten, um zn entscheiden, ob ein allgemeiner Angriff möglich ist. Neue Unruhen in China. Gens, 7. Aiuglust. Lyoner Blätter veröffentlichen folgende Tepesche aus Tientsin: Beunruhigende Nachrichten treffen ein über Kämpf^, die sich in der Unrgebmrg von Kanton ab- wickelm Tansende von Flüchtling^en kommen in Hongkong an. Die Lage in Han kan ist sehr ernst. Die kirchlichen Denk'- und Dankfeiern zum zweiten Kriegsjuhrestage. Berlin, 7. Aug. In allen Gotteshäusern wurste gest-emr der zweite Jahrestag des Kriegsdeginns durch Denk- nnd Dankfejer:: unter großer Beteiligung der Bevötkernno begangen. Bekanntmachung für das kaufende Publikum Im Absatz 1 der am Samstag angekündigten bezugssoheinfreien Artikel handelt es sich um fertige .. Damen-, Mädchen- und Kinder-Konfektion (nicht „farbige“). J. Pfeffer, Marktplatz 6. Fluß-».Seefische I. M. Tchuihos Telephon 119. — Prompter Versand nach auslväns. I 01 Für Geflügel; Kürkettgriilse und .Hiihnerfutter irisch eingetrofsen und preis- wert bei [4871 -lugust Wallenfels Kolonialwaren-, Dclika- ressen- u. Tvcinvandlung. Telefon 262. Marktplatz 17. Allen Verwandten, ßreunben und Bekannten die traurige Nachricht, dast mein lieber, herzensguter Mann, der lreusorgende Vater seines Kindes, unser lieber Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Schriftsetzer im Altepvon 44 Jahren, nach langem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden am 6. August 1916, nachts 12‘/a Uhr, verschieden ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Anna Lehmann, geb. Roth Klara Lehman» Leo Wrsnevski, Bräutigam, Kiel Familie Hormarru, Gießen Familie Diener, Herrndvrs Familie Brfchvff, Dresden Wtv. Roth, Offenbach a. M. Giesten iSteinstr. 38), den 6. August 1916. 01114Ü Die Beerdigung stndet Dienstag, den 8. August nachm. 5'/- Uhr, vom neuen Friedhof aus statt. 1'ieferschüttert erhielt ich die traurige Nachricht, daß meiu lieber unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seiner zwei Kinder, mein guter Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Friedrich .Rück Unteroffizier im 6. Pommerschen Inf.-Regt 49 AM den Heldentod fürs “Vaterland gestorben ist In tiefer Trauer: Marie Rück, geb. Stark und Kinder. Gießen (Lieber Straße 59), Frankfurt, Nonnenroth und Lieh, den 7. August 1916. [011135 MilitärfreLer Schloff er oder Dreher u. Heizer gesucht. Auch Kriegsbeschädigte werden berücksichtigt. Gummifabrik. flirtetet gesucht. Stundeulohn 45 bis 50 Pfennig. 1 MiiJBfUi -Me nim, Wetzlar. . .iuBeviairifltc p 5 * ^Lebensrnittel Zvhnnam gesucht. R. Oppenheimer Soha, OeffentHdier Dortrag Befilffteucrgcfct? und kriegssteuergCsCtz Die Beerdigung von Friedrich Happel findet nicht beuteiondcrn morgen nachmittag um V,4 Uhr statt. Familie Happel, Polizeidiener, Hausen. Hausen, den 7. August 1916. 1011139 Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine herzensgute Mutter, unsere liebe Grotzmutter und Urgroßmutter Frau Anna Maria Lemp, gcb. Schomber tm Alter von 77 Jahren nach kurzem Krankenlager in die Ewigkeit abzurufen, was wir hiermit betrübt anzetgen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Sckomber und Familie. Gießen, den 7. August 1916. [011136 Die Beerdigung findet Dienstag 2V* Uhr vom neuen Friedhof aus statt. Bulleukauf. Die Gemeinde Daubringen kauft einen sprung- Hhigen Bogelsberger Zuchtbullen. Verkäufer wollen ihre Angebote an Unterzeichnete Bürgermeisterei gelangen lassen. Großh. Bürgermeisterei Daubringen in iftrer praktifdjen Anwendung öön Regierungsrat Buck — Düsseldorf am Donnerstag, 10. ftuguft, nachmittags 5 l k Uhr im Hotel „öroiherzog von Hessen" zu Sieben 5657D Walter. 5640 mmt Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 1010141 und Samstag eintreffend: Feinste Angel-Schellfische in drei Preislagen ff.Cabliarr ohneKopf Frische Aisch-Koteletts qox&uL blutsrische Ware in strammer Etspackung. Prima neue Volllieringe Rollmops, Bismarckhcringe, Bratheringe, Sardinen, Anchovis. Ostace-Delikateß-Heringe in kleinen Dosen zum Versand ins Feld geeignet. Gebrüder Bervux, Babnbofstraste 27. Fernsprecher 231. Versand nach auswärts rojrb prompt erledigt. fjierzu laben ein: Handelskammer villendurg, tzandelskammer rn'edverg, Handelskammer Wetzlar, Handelskammer öietzen, kaufmännischer Verein Sichen, Verein der Detaillifrcn zu Sichen Koch-Vorführung Die Kochlehrerin Frau U. »ivl aus Frankfurt a. M. wird am 8. und Augnst, nachmittags 4 Uhr im Saale des „Hotel Großherzog" einen Vortrag halten über sUm-telleHöch^Hacken und Erleichterunge« in der Küche i« jetziger Zeit. Unter anderem wird eine neue patent. Back- nnd Brotform vorgeführt, die auf offener Gasflamme, ohne Backofen in 30 Minuten vorzüglichen Kuchen, Fleischspeisen usw. bereitet, ebenso ein Apparat, der lediglich durch Zusntz gewöhnlicher Milch aus 7-t Pfund Butter = 1 / Pfund Butter bereitet, ohne daß diese au Wohlgeschmack verliert. Eintritt frei. "ME Kostproben. "TZE Baterländischer Fraueuverein wird noch besonders eingeladeu. L. Spies, Mittelweg 7. [011142 Kräftiger Fahrbursche bei hohem Lohn sofort gesucht. 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