Nr. 182 Der Gietzener erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SktzenerZarrülievblätteri zweimal wöcheiul.Nreir- olstt fttrden Ureis Giehen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Land» «ktfchaslliche Zcitfragen Ferrrsprech - Anschlüsse: sürdieSchristleilungI12 Berlag.Geschäitsstelleol Adresse fftr Drahtnachrichten: Anzeiger Giessen. Annahme von Anzeigen sür die Tagesnummer bis zum Abend vorher, t—— Erstes Blatt 166. Jahrgang Samstag, 5. August 1916 General-Anzeiger sür Oberhessen Bezugspreis, monatl. 90 Bf., viertel- jährl. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pi.: durch diePosl Mk.2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf.. ausw. 20 Pf. — Haupt schristleiter: Aug. Eoetz. Verantwortlich für der politischen Teil und da^ Feuilleton: Aug. Goetz', für Stadt und Land Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R.Zenz: Rotationsörud nflö Verlag der vrühi'schen Uinv.-Such- uni, Steindruüerei N. Lange. Schristleitnng. Seschästsstelle und Druckerei: Schulstr. 7. v Beck, sämtlich IN Gießer heftige Nampse bei Zleury und Chiaumsnt. (WTD.) Trotzes Hauptyuartier. 4. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Der Arttllcriekampf erreichte iwrduch des Ancrebaches wieder große Stärke. Er wurde Mischen Ancre und Somme mit unverminderter Deftigkeit fortgesetzt. Kräftige feindliche Angriffe sind nördlich von Ovillers, südwestlich von Guille- Nwnt und nördlich des Gehöftes Monacu abgewiesen. — Südlich der Somme scheiterte nachts ein Angriff des Gegners bei Barleux. Den Fran^sen gelang cs gestern abend, sich in den Befitz unserer Stellungen am Dorf Fleury und südlich des Werkes Thiaumont zu setzen. Unsere henke morgen einsetzcn- den Gegenangriffe brachten uns wieder in den vollen Besitz des Dorfes Fleury und der Gräben nordöstlich dieses Ortes. Feindliche Angriffe nordwestlich des Werkes Thiaumont und gegen unsere Stellungen am Chapitre- und Bcrgwalde wurden gestern cibend unter großen Verlusten des Feindes abgewiesen. Die Lage ist jetzt wieder so, wie sie vor dem mit überaus starken Kräften geführten französischen Angriff war. * Leutnant Mulzer setzte im Luftkampfc bei Lens seinen neunten. Leutnant Frankl vorgestern bei Beaumetz seinen sechsten Gegner außer Gefecht. Ferner wurde ein feindlicher Doppeldecker gestern bei Peronne, zwei weitere, wie nachträglich gemeldet ist. am 1. August südwestlich von Arras und bei Lihons von unseren Fliegern abgeschossen. Durch Abwehrfeuer wurde je ein feindliches Flugzeug bei Derles- au-Bois (südwestlich von Arras) und bei Namur heruntergeholt. letzteres aus einem Geschwader,' das Namur mit geringem Sachschaden angegriffen hatte. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Nordwestlich von Postawy zwangen wir durch Feuer den Feind zur Aufgabe vorgeschobener Gräben und wiesen in de^ Gegend von Spiagla (zwischen Naroez- und Wieszniew- See) Vorstöße gegen unsere Feldwachstellungcn ab. Am Scrwetsch (östlich von Gorodischtschc) und an der Schtschara (südöstlich von Baranowitschi) lebhafte Hand- granatenangriffe. .Bei Lubieszow scheiterten abermals starke feindliche Angriffe. Im Abschnitt Sitowicze—Wielick entspannen sich hefttge Kümpfe, in deren Verlauf der Gegner in das Dorf Rudka-Mirynska und die anschließenden Linien eindrang. Im Gegenangriff gewannen deutsche und österreichisch-ungg- rische Bataillone, sowie Teile der polnischen Legion den verlorenen Boden restlos zurück. Sie machten dreihunderteinundsechzig Gefangene, erbeuteten mehrere Maschinengewehre und wiesen erneute russische Angriffe glatt ab. Weiter südlich, sowie bei Ostrow und in der Gegend östlich von Swiniuchy kamen feindliche Unternehmungen in unserem Feuer nicht über die ersten Ansätze hinaus. Front des Feldmarschalls Erzherzog Karl. Bei der Armee des Generals Grafen von Bothmer keine besonderen Ereignisse. In den Karpathen in Gegend des Kopilas gewannen deutsche Truppen Boden. Balkan-Kriegsschauplatz. Vor den Stellungen südlich von Bitolj fanden für die bulgarischen Vorposten erfolgreiche Gefechte mit serbischen Abteilungen statt. Ober st e Heeresleitung. Die Stimmungen und Verstimmungen in Sachen der Kriegsziele wuchern noch immer weiter, und die Versammlungen des „Nationalausschusses" haben in den Blättern der Rechten und der Alldeutschen heftige Gegnerschaft gefunden. Wir haben uns für die Versammlungen aus zwei Gründen nicht erwärmen können. Einmal weil uns die Form solcher Agitation in den jetzigen Zeitläuften nicht recht ge- sällt, dann aber auch) aus einem Grund, der in der Sache selbst liegt. Wir wissen alle, daß die Kriegsziele in letzter ^inre nach unseren Erfolgen auf den Kriegsschauplätzen bemessen werden müssen. Könnten wir hoffen, daß das Kriegsglück uns im reichsten Maße begünstigt, so würden wohl viele, die heute unter der Fahne des „Nationalausschusses" sw he n, sich selber froh zu den Kriegszielen der sechs großen !Wrrtschaftsverbände bekennende ja bekanntlich von Haus aus in keiner Weise unter alldeutschem Einfluß stehen. Nur weil wir nicht wissen können, ob die militärische Zage und die .Kriegsdauer nach irgendwelchen Richtungen Mäßigung vorschreiben werden, will man sich liicht jenem bestimmten -Plan" verschreiben, besonders nicht allzu laut öffentlich für ihn Propaganda machen. Aber der Nationalausschuß geht emer ähnlichen, vielleicht noch bedenklicheren Gefahr entgegen als die großen Wirtschaftsverbände. Auch von ihm muß man voraussetzen, daß er über die Aussichten der Kriegslage nicht mehr weiß als andere Sterbliche. Wenn er sich daun aber in die mittlere Linie zwischen „Annexionisten .Alldeutsche usw.) und Flaumacher stellt, steht er auf keinem festen Boden, sondern höchstens in einer Flug- rrch tun g, die von einer u e b e r w a ch ii tt g der kommen- den Ereignisse und einer Anpassung an die spätere Kriegslage geführt werden mußte. Wenn er in diesem Sinne lernen und studieren will, tut er recht. -Aber es stecken in den Bestrebungen des „Nationalansschnsses" doch wohl auch „Grundsätze" anderer Art. Die „mittlere Linie" ist kein goldener Mittelweg, wenn dein deutschen Michel die alte Neigung erweckt wird, groß im Kämpfen, dann aber klein, bescheiden, ungeschickt in der Ansmnnznng seiner kriegerischen Erfolge zu sein. Wer beim Fried-ensschlnß dem nationalen Egoismus Schranken setzen will, die nicht in der Notwendigkeit der Lage, sondern nur in den Forderungen unpolitischer oder kosmopolitischer Samariter begründet sind, der vertritt einen verkehrten Standpunkt, auch wenn er ans der mittleren Linie steht und dem nationalen Erfordernis etwas abhandeln möchte. Festigkeit, Willensstärke, das sind die Elemente, die in der jetzigen Zeit vorzugsweise gepflegt werden müßten. Der „Nationalausschuß" würde als Kampsvrganisation nicht nützlich und ruhmvoll wirken, denn er kann wohl einen gesunden Gedanken, aber kein bestimmtes Ziel, kein positives Programm verfolgen. Frhr. v. Zedlitz-Neukirch, der kürzlich den großen Wirtschaftsverbänden eine Revision ihrer ursprünglichen Kriegsziele angeraten hat, stellt in der „Post" folgende Betrachtungen über die Richtlinien an, die man den Verhandlungen des „Nationalansschnsses" habe entnehmen können: Wenn in bezug aus die Sicherung nach Osten die in den Reden hervorgetretene Auffassung sich durchweg mit der unserer gesamten Bevölkerung deckt, so lassen sich aus den minder klaren Aeußerungen unserer Sicherung nach Westen doch! auch einige feste Punkte herausschälen. Exzellenz von Harnack hat das in dieser Richtung in erster Linie in Betracht kommende belgische Problem rein negativ gekennzeichnet. Er führte aus, daß Belgien keine englische Satrapie werden dürfe und daß ebenso aus dem europäischen Festlande ein Klveites Irland zu vermeiden sei. Versucht man diese Kennzeichnung mit positivem Inhalt zu erfüllen, so kommt man zu folgenden Schlußfolgerungen: Soll Belgien keine britische Satrapie werden, so muß es der britischen Macht- und Einflußsphäre entzogen werden. Das kann wirksam sicher nicht ander- gesa-ehen, als daß Belgien, soweit dies zu diesem Zweck erforderlich, der deutschen Macht und dem deutschen Einflüsse unterworfen wird. Darüber, wie weit die deutsche Macht über Belgien auszudehnen sein wird, kann man verschiedener Meinung sein. Hier ist auch zwilchen dem Wünschenswerten, und den: Notwendigen sicher ein gewisser Spielraum: aber darüber wird man nicht zweifelhaft sein können, daß der Harnacksche Ausspruch, Belgien dürfe keine englische Satrapie werden, zur unerläßlichen Konsequenz der Einordnung dieses Staates in die deutsche Machtsphäre hat. Daß es sich dabei nicht um rein vertragliche Sickerungen handeln kann, hat der Reichskanzler selbst auf das bündigste erklärt, indem er das Wort von den „realen Garantien für unsere Sicherheit" prägte. Wenn man unter der Voraussetzung einer solchen Einordnung Belgiens in die deutsche Einflußsphäre das Wort Harnacks weiter ausdehnt, daß auf dem europäischen Festlande kein zweites Irland entstehen dürfe, so würde man zu dem Schlüsse gelangen, daß mlan diesem Gedanken gerecht wird, wenn Belgien beim Friedensschluß das Maß staatlicher Bewegungsfreiheit und Souveränität behält, das mit seiner Einordnung in die deutsche Machtsphäre vereinbar ist. Belgien würde dann, um an England anzu- knüpfen, im vollsten Sinne das erhalten, was man „Homerule" für Irland nennt und eä : würde demzufolge das Entstehen eines Irlands im Harnackschen Sinne nicht zu befürchten sein. Uebersetzt mJart daher die Harnacksche Negative ins Positive, so gelangt man ganz zweifellos zu dem Schlosse, daß Deutschlands Mächtsphäre über Belgien so ausgedehnt werden müsse, daß Englands Einwirkung völlig ausgeschlossen werden kann,, daß aber im übrigen Belgien möglichst fteie staatliche Bewegung erhalten soll. Ob dieses Kriegsziel richtig gesteckt ist, soll hier nicht untersucht werden: für jetzt kommt es wesentlich daraus an, die von dem „National-Ausschuß" vertretenen Richtlinien unserer Kriegsziel- politik nach Westen aus der etlvas nebelhaften Gestalt, in der sie in den Reden erscheinen, zu voller Klarheit heraus- zuarberten." * . * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 4. August. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart i 4. August 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Westlich der oberen M o l d a w a und am Czarny Czere- mos am rechten Flügel der unter dem Oberbefehl des Feld- marschalleutnants Erzherzog Karl Franz Joses gebildeten Heeresfront entwickeln sich neue, für die verbündeten Trupen günstig verlaufende Kämpfe. An der Mitte und am linken Flügel der Heeresfront des Erzherzogs keine besonderen Begebenheiten. Bei Palosce griff der Feind unsere Stellungen an. Er wurde abgeschlagen; die Kämpfe dauern fort. Bei der Armee des Generalobersten von Tersztyanszky schlug unsere Kavallerie im Bajonettkampf einen Angriff zurück. Einer unserer Flieger hat in diesem Raum vorgestern einen feindlichen Farman-Doppcldecker abgeschossen. Westlich von Kaszowka am Stochod brach gestern vormittag ein starker russischer Angriff zusammen. Nachmittags gelang es dem Feinde durch erneute Vorstöße, bei Rudka in unsere Linien einzudringen. Herbeieilende deutsche und österreichisch-ungarische Bataillone und Teile der polnischen Legion warfen die Russen des Abends vollends zurück. Südlich der Dahn Sarny—Kowel wehrten die Truppen des Generals Fach einen starken russischen Angriff ab. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. In mehreren Abschnitten der Jsonzofront entwickelte die feindliche Artillerie gestern eine lebhafte Tätigkeit. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts von Belang. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der türkische Bericht. Ko n sta n t i no pel, 4 Aug. (WTB.) Amtlicher Bericht vom 21. Juli (türkische Zeitrechnung). An der I r a? f r o n t und im Mschnitt von Felahie keine Aenderung der Lage. Eine unserer Freiwitligen-Wtestnn-gen fügte dein Feinde in einem Treffen, das zwischen ihr und einer schwachen Abteilung des Gegners stattfand, Berlnste zu und erbeutete Gespanne und Vieh. — In Persien wurde der Feind in einen Kamxst, den unsere Truppen den Russen am! 16. Juli abends in der Gegend des Ottes Bukan liefetten, gezwungen, sich nach Norden zuruckzuziehen. Er ließ 200 Tote am Kampfplatz zurück. Wir erobevken drei Maschinengewehre in gutem Zustand mit allem Zubehör, eine Menge Munition, Gewehre unt> Vieh. Kaukasus front: In den Abschnitten von Bitlis und Musch keine Veränderung. Ein Angriff, den.die Russen gegen, einen Teil unserer Stellungen im Abschnitt von Okrwtt, etwa 80 Kilometer südlich! von Erzerum, unternahmen, wurde zum Stehen gebracht und von unseren Streitkräften zurückgewiesen. An den anderen Frontabschnitten im allgemeinen Ruhe. (sin russisches Torpedoboot beschoß Treboli Kires und ungeschützte Orte an der Küste. Einige Häuser wurden zerstört, sechs Einwohner getötet oder verwundet. An der ägyptischen Front fanden in der Umgebung von Katia fortgesetzt Scharmützel statt. Am 19. Juli beschoß ein feindliches Kriegsschiff auf der Höhe von Muhamedre eine Stunde lang ergebnislos die Tattelwälder von Hut-el-Nedjot und Ogratyna. Oestlich von Katta wurde ein Kriegsschiff durch Bombenabwürfe von ernem unserer Flugzeuge gezwungen, das Feuer cinzustellen und sich zu entfernen. Don den anderen Fronten ist keine wichttge Nachricht ein gelaufen. Ein englischer Bericht aus Aegypten. London, 4. August. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reu- tersche Bureau meldet amtlich: Der Kommandierende in Ae^hpten meldet: Am Morgen des 3. August griffen zwei feindliche Aeroplane Schiffe aus dem See Timsa und die Stadt Jsmaila an. Es wurden zahlreiche Bomben ab- worfen, aber kein Schaden angerichtet. Am 2. August zwang einer unserer Aeroplane bei Salrnania einen Aviatikapparat zum Niedergehen und beschädigte ihn. Der bulgarische Bericht. Sofia, 4. August. (WTB.> Amtlicher Bericht vom 2. Aug. Es wird keine Veränderung von der mazedonischen Front gemeldet. Nach den in unserem Bericht vom 27. Juli erwähnten Kämpfen hat sich nichts Erwähnenswertes ereignet, außer dem all- täglichen schwachen Artillerieseuer und unbedeutenden Patrouillen-, zuftkmmen stoßen. Die Verluste des Feindes an Toten in - den Gefechten am 25. und 27. Juli sind zweimal so groß, als die in unserem letzten Bericht angegebenen. Unter den Toten würden vier Offiziere festgestellt. Wir Erbeuteten ein Maschinen-, gewehr und eine große Anzahl französischer Gewehre. Malta, 4. dlug. (WTB.l Meldung des Reuterschen Bureaus. Ter italienische Postdampfer ,Letimbno" (2210 Tonnend ist von einem U-Boot versenkt worden. 28 Ueberlebende sind hier angekommen. Sie erklärten, daß der „Letimbno" mit einer Besatzimg von 50 Mann imd 113 Passagieren auf der Reise von Syrakus -nach Benghasi begriffen war, als das U-Boot zuerst einen Warnungsschuß löste, und darauf das Schiff unter fortwährendem Feuern verfolgte. Das U-Boot holte den Dampfer ein, der Rettungsboote anssetzte. Innerhalb einer halben Stunde wurde die Beschießung fortgesetzt. Man glaubt, daß die Insassen ertrunken oder durch Granatfeuer getötet worden sind. Wie verlautet, sind zwei Boote in Syrakus angekommen. Die wirtschaftliche Ausnutzung der Türkei. Berlin, 5. Aug. In einer Unterredung, über welche der „Bert. Lokalanz." berichtet, Hut ein türkischer Staatsmann geäußert: Es kann uns und unseren Verbündeten an nichts fehlen, wenn man die ausgedehnten fruchtbaren Ländereien und die Bodenschätze der Türkei wirklich ausnützt. Die Erzeugung von Getreide, Baumwolle und Zucker, um nur diese zu nennen, famt gewaltig ausgedehnt werden. Die Lustschiffangriffe aus England. London, 3. Aug. (WTB.) Amtlicher Bericht. In der Nacht vom 2. zum 3. August erschienen einige feindlich Luftschiffe' über den östlichen und südöstlichen Grafschaften. Die ersten Be- ' richte hierüber liefen gegen Mitternacht ein. Nach diesen Berichten - chcinen es nicht weniger als seckus Luftschiffe gewesen zu sein, die, bei bc.it Angriff aus die Grafschaften Norfolk, Suffolk und EsscZ mehr oder minder gleichzeittg beteiligt waren. Der Angriff dauerte ungefähr IV 2 Stunden. s )JHt Ausnahme eines Punktes drangen die Luftschiffe nicht sehr weit in daS Innere des Landes, sondern R- 'gnügten sich mit dem Abivurf weniger Bomben auf weit mtSein- anderliegend^ Ortschaften, hauptsächlich in der Nähe der See. Einige Bontben fielen, wie berichtet wird, in die Soe. An einem Punkto traten die Abwehrgeschütze in Tättgkeit. Mer das dort beftndliche Luftschiff erttkam. In Verbindung mit diesem Angriff sttebte ein Lull schiss der Küste von Ke nt zu. Aus den Meldungen vieler Beobachter gelst hervor, daß ein zweites dem ersten Luftschiff folgte. Die Zahl der bei diesem Angriff abgeworsenen Bomben läßt diese Behaupt tung ganz wahrscheinlich ersckwinen. Tie Mwehrgesckuitze ttaten in Tätigkeit. Ein oder zwei Treffer gegen daS erste Luftschiff ivurden beobachtet. Einschließlich der Bomben, die man aus die See fallen sah, wird bis jetzt im ganzen von 80 Bomben berichtet. Der äuge richtete Gesanrtschaden ist erstaunlich gering. Wenn Pferde wurden getötet, drei Pferde verletzt. Ein militärisches Ziel des Angrisi^ ist nicht ersichtlich. Berlin, 4. August. (WTB. Nichtamtlich.) In Ergänzung der amtlickwn Meldurtg über deit Angriff unserer Marinen lultschifse auf England am 2. pnd 3. August ersah-l mt mir nwfj nachstchenbe SinMkhe i t«: In darwich wurdet in zweimaligem Angriff die im Lasen liegenden Seestreilkräste, ferner die Werst und die Bahnanlagen ausgiebig mit Bomben be- legt. In der Gvaffchast Norfolk wurden die Industrieanlagen und Scheinwerferbatterien von Norwich und Wrndetton erfolg reich angegriffen. Ferner galt ein Angriff Lowe st oft, in dessen N2he eine größere Fabrikanlage infolge Bombenwurfes unter immer neuousbrechenden Feuererfcheinicngen in Brand gefetzt wurde. Ueber die feindliche Gegenwirkung ist zu bemerken, daß «ruf dem Hinmarsch über den Hoofden plötzlich ein ans einer Dol kenschicht hervustretendes feindliches Wasserflugzeug dreimal eines unserer Marineluftschiffe anzugreisen versuchte. Das feindliche Flugzeug wurde jedoch jedesmal durch Maschinen gewelw- feuer zum A bbrelycn veranlaßt und verschoand dann in westlicher 'Richtung. Auch vor Darmmckh traf eines unserer Luftschiffe auf einen englischen Wafferflieger, der ebenfalls in die Flucht geschlagen wurde. Die Verschleierung der englischen Goldbewegung London, 4. Aug. ^WTB.) Die Bank von Eng land hat die bisher täglich veröffenl lichten Angaben über die Goldbewegung eingestellt. Dazu bemerkt die „Voss. Ztg : Aus den bisherigen Vewfferrtliclplngen über die Gotdeingange unb Ausgänge 'konnte nran die Goldrnenge errechnen, die, ohne im Wochenausweis der Bank von England sichtbar zu werden, ins Ausland abgeflossen war. Wenn die Bank von England jetzt plötzlich es für nötig hält, diese Bewegung den Blicken der Oeffeutlichkeit zu entziehen, so ist der Schluß erlaubt, ^daß stch die Goldabgänige, die wohl in der Hauptsache von , New Bork stammen, neuerdings in sehr unbequemer Weise verschlechtert haben. Es ist erinnerlich, daß schon der Lon doner Diskontsatz in der Hauptsache als von New York abhängig betrachtet wird, und daß der Bankausweis der vorigen Woche (die dieswöckftgen Ziffern liegen hier noch nicht vor) trotz des Golvabffussos eine Zunahnre zeigte. Ver- nrutlich wird England zur Befriedigrmg der amerikanischen Ansprüche und auch zur Verbesserung der Wechselkurse in den «ruderen neutralen Ländern von seinem Bundesgenossen neue große Osoldab gaben zur Weiterverseirdung fordern. Die Beobachtung dieser Bewegung wird künftig sehr erschwert sein. Immerhin wird es im Zusammenhang damit interessant fern, den neuerdings bei der Bank von Fr^rnk- oeich mngeft'ihrten Posten „Gold im Ausland" in seiner Be wegung zu bedachten. England und die holländischen Fischer. Berlin, 4. STug. (WTB. Amtlich.) Folgender Befehl \)t auf einem durch ein deutsches U-Boot versenkten englischen Vorpofteuboot aufgefunden worden: Geheim! Narr.Admirals Office. Veterhad, 5. 7. 1916. L-agalorder. T^e Abteilung hat am Donnerstag morgen anstatt Freitag nach Aberdeen zalrückznkchren. Vorläufig sollen keine holl ändischen Fischerfahrzeu ge mehr nach Peterheab angebracht werden. ^ gez.: C. H. S impson, Rear Admiral. An Lt«tt. C. Asquith, R. D. R. H. Mi. T. „Onward". Aus diesem Geheimbefchl folgt, daß die englische Re- Mernng Befehl gegeben hat, ajle holländischen Ft scher fa h rze ug e, deren man habhaft werden konnte, nach England einzubringen. Es war der englischen Regie- rnng also gleichgültig, ob gegen die einzelnen eingebrachten Frschersahrzeuge ein Verdacht vorlag, der die Aufbringung gerechtfertigt hätte oder nicht. Es kam ihr offenbar allein darauf an, durch eine nackte Vergewaltigung Mittel in die Hand zu bekommen, um die beabsichtigte Erpressung gegenüber der holländischen Regierung gegen die holländische Fischerei dnrchdrücken zu können. Zur Heimfahrt der „Deutschland". Berlin, 5. Aug. Nach einer Meldung der „Voss. Ztg " aus Kopenhagen bot die dlbftchrt des Handelstauchbootes „Deutschland" aus Paltimore ein seltenes Schmrspiet. Es machte eine Rundfahrt durch den Hafen, imrgeben von Dampfern mit Journalisten, Photographerr rmd Ftlmoperateuren. Zum Mschied sang die Mannschaft auf Deck „Deutschland, Deutschland über alles" und das mnerrkanische Nationallied. Die amerikanischen Zeitungen bringen lange Artikel voll Sympathie für die kühne Besatzung. Laut „Berl. Lokalanz." berichtet die ftanzöfische Presse nach Erzählungen des Schleppdmnpsers „Temmins": ähwe rer See nwgen hatterr die englischen Moborbvote sich be- rerts zurückgezogen, als die „Deutschland" am Mend die Krrgrnrakaps verließ. Auch die feindlick>en Kriegsschiffe rreuzrn ^chtachtkreuzern in einem hinhaltenden Gefechr gegen Schlach tschiff e gerechtfertigt geweffn sei, kann nich. als richtig angesehen werden, da die militärische Lage kcine enrscheidende Schlacht erwrderte. Es m 8nn Grund vorhanden. zu glauben, daß die Deutschen die Absicht hatten, ihre Flotte in einem enlscheidenven Kampff zogen emen üb«rloglmen Feino aufs Spiel zu setzen. Dagegen besteht Grund, zu glauben, oaß die Teutsä-en wußten, was sie wollten. Eine verrrunstige BernmtungM. daß sie ihre Abrichten ausiübrten, näm lrch Englands Schlachtkreuzer rn eine Falle zu locken und sie zu vernichten, ehe sie von der Hauptmacht unterstützt wurden. Kopenhagen, 3. August MTB.) „National Tidende" mvlder: Die Gefahren für die d -i ni s ch e n Dampfer, die Kohlen nach dem Mttclmt'er e-desötdtrn. sind noch immer nicht geringer geworden. Der dänische Tampier „Kat Holm", der inu Kohlen von Newport nach Düalta unterwegs »vor. wurde, wie ein Telegramm des Kapitäns aus 'Amtellaria an die Reederei berichtet, bei Kvp Bon in der Nahe von Tunis von einein deut- ichen Tmichboot versenkt. Die Bemtzung ist gerettet. London. 4. '»lug. ;WTB Ltövds meldet: Der Englische Dampfer „Hei g hing ton". der itolienyche Dampfer ,Lerim- dro", das italienyche Segeljcknsf „Rosarrna", sowie die norwegischen Fischcrsahrzeuge „Einar" und „Erling" sind vcr- e n kt worden. London, 3. .Aug. -WTBd Lloyds meldet: Ter englische Kampier „Britaiinic" <2240 Donnen der Eocker Linie ivurde von einem Tauck dovt versenkt. Der englisch.' Segler „M a r - a r c t S u t t o n" wurde ebenfalls versenkt. London, 4 Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds- mel det, daß der italienische'Danrpfer „Citta Messina versenkt worden ist, ferner, daß oer britisck^ Schooner G r a d w e l l", der japanische Dampfer „C o h i n a M a r.u' irnd die Barke „F f' vor London Versenkt wurden Der dänische Dampfer „Katholm" ist wahrscheinlich gesunken. Die russischen Schulden in Frankreich. > Bern, l. Anguss (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Sondermeldung des „Tcmps" aus Pelersburg erklärte der Flnanziinnnter Bark, daß die zwischen chm und Ribot actroffenenBereinbarun gen Rußland bis zum Eriegscudc Kredit für die von ihm in Frankreich qcmachten Materialbcstellungen und zur Bezahlung der Zinsen für alle von Rußland bis heute mit Frankreich vorgeuommenen i5manzoperatlonen sicherte. Zwei italienische Nnterseeboote untergegangcn. Rom. 4. August. cWTB.) Meldung der Agcnzia Stefanr unserer Unterseeboote, die vor längerer Zeii mwrmueu mit anderen zu einer Unternebnrung an den feindlichen Mlten ansgewbre.i waren, sind nicht mit den anderen zu ihren stutzWniUm zurückgekehrt. Man nuls; sie als verloren betrachten. Der Verkauf von Tänisch-Wcstindien. Washington, 4. Slug. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterfchen Bureaus. Staatssekretär Lansina nnd der dam,che Gesandte .Konstantin Brun haben den u'lterzcichnct,' kraft dessen die Bereinigten Staaten Danlsch-Wcsttndicn für 24 Millionen Dollar erwerben. Der §eekrieg. Ei» Amerikaner über die Seeschlacht am Skagerrak. Z»rk 3. Aug (WTB.) Funkspruck vom Vertreter des WTB. Der Bericht des Kapitäns William Sims von der Marine der Vereinigten Staaten iiber die Seeschlacht am Skagerrak ist vom tzauptanss-ttuß sür Mcrri-ueangel^Fenhoiteu veröffentlicht worderi. ^ J aqt ' baö bine gut zusnmmmgcsetzte Flotte über Schlachtkreuzer verfügeri muße, nne Nvttvendigkeit die man schon lwr der Seeschlacht im Zusanmienh.rng nnt dern amliika ui scheu Hotteirprogronrnr vertreten hrbe. In seiner Besprechung der Se-- ichiacht l)ebt Sims die Möglichkeit der Entwicklung gewisser ivesent- lrcher Grundzüge in den Berichten über die Schlacht aus militäri- oie deutsche Uriegswirtschaft. Berlin, 4. Aug. Die „Norddeutsche Allgem. Zeitung" gibt in ihrer wirtschastspolitischen Wochenschau einen Ueberblick über die wirtschaftliche Bilanz Deutschlaiids ani^ Beginne des dritten Kriegsjahres. Aus den zahlreichen Festltellungen, mit denen der Nachweis der unerschütterteu und unerschütterlichen S t a u d f c st i g k e i t der d e u t s ch e u Kriegswirtschaft geführt?vird, sei folgendes erwähnt: -pie gute Ernte, die zu erwarren steht, verbürgt eine völlige und MlSrcick>cude Deckung des pslanzlick)en Ernährungsbcdar'c' der deutjcheii Bevölkerung: mich firr die Förderung der Piehwirt- schast wird aus ihrem ckrttage mehr aufgeweudet werden können als bisher. Tie Erhaltung der l^ruirdlageu unserer Viehbestände v^d durcki die weitgehende planmäßige Berbrauchsbeschränkung ge rchert. -lau diese sowie die übrigen Einschränkungen aus dem 6)e uete der Ernähnmg weder zu wirklich dringender Not noch zu ge undheitlichen Schlwigungen geführt l)aben, ergibt sich einmal aus der bisher auffallend geringen Frequenz der Massen pcisungen, die jetzt in zahlrächm Städl^n eingeiichtn wer r ' r J 1 ??- und noch schlcrgendei — 1 au6 o^u it'ranfiKit?^ uno ^terblichkeitszipern der deutschen Zivilbevölkerung, die nu-driger lnd als im Frieden. — Die Verbreitung des Rahmens der lmrt- W.aMicheii Arbeit Deutschlands wird vor alleni durch tue Statistik der Entwicklung des A r b e i t s m a r k t e s und des Beschäftigungsgrades erwiesen. Tie Zahl der rvankenkossenveesickVerurlgpjlichti- gen wannlichen Beschäftigten ist vom Januar bis Juli um 2,1 v. H. gelttegen. .;01 industrielle Betriebe verschiedener Gewerbezweige, die Zahl der von ihnen beschäftigte Arbeiter dem Reichsarbeitoblatt Mitteilen, hatten im Juli 1916 einen um 17,6 v. H. größeren Ar- beiterstand als im Jnli 1915; der Zuwachs verteilt sich fast gleichmäßig auf männliche und weibliche Kräfte. Bei den Betrieben, icr die mich die Zahlen vpm< ßunr 1914 vorliegen, ergibt sich auck) dreieni Friedensmonat gegenüber ein Mehr'der beschas- N.^L^beiter von insgwamt 2,5 v. H. Von je 100 mann licken Mrtglvdern der Arbeitenlichverbände fft seft Monaten kaum eines arbeitslos. ^le Rohei'enproduktivn war im erstei, Halb- iahr 1916 um 17,5 m. H., die Flußstahlerzeugung um 25 v. H. großer als m der gleichen Vorjahrs Periode. Ter Einlagenzufltiß der deutschen Sparkassen tvar um annäbernd ein l«lbes ^Güterverkehrseinnahmen der prcnißl)ch-hesftschen ^»taatsbahnen libertresfen die der Friedens- parallelwoiiatc seit der Jahreswende um purckisckmütlich erwa 10 . .ocu tsch e Ausfuhr tvvr in den ersten 6 Monaten 25 D größer als im ersten .Valbiahr 1915, wobei d«e Ziffern deS zlveiten Quartals 1916 eine tarte ^iergerung gegen die des ersten auffneisen. Der Gvldiwrral der Reichs bank deckt «ohne Kassen- nnd Darlelmssckninc ben laut mit mehr als dem gesetzlichen Drittel, ivährend die Golddcckiuig der Bank von Frankreick> von 62 v. H. bei lckrieg^- ausbruch auf 26 bis 27, der Russischen Staatsbank von 98 auf nickst viel mdfr als 20 v. H. zurück.^egangen ist. Bon den bis- v>beir den Dulden steht linmittelbar bevor. ^harren, so schließt die „Norddeittsche Allgemeine Zeitung" i^s^^LMcken die Bierv-wl^ndsmäckte darauf, die Stand- sestigkvit ilnserer Kriegswirtschaft noch wefter auf die Probe zu Erch^diese Probe bestehn, wenn wir es aiick aus das ttettte beklagen, daß das Grauen dieses Krieges fortdauern muß. „Aus urchere Fernde allein fäNt die Schrckd des weiteren Vlntvergreßens. Aus dem Reiche. >D r e s d e n 4August. (WTB.) Heut e vornrittag ist der Staatssef^tar des Innern Stellvertreter des Reichskanzlers lner eingettoffen. Mit dem gleichen Zuge kam Ql Staat ssekretär imjfnrf)--manneantt v. Eapi-lle in B.'gleittlng des stellvertretenden Admtanten Korvettenkapitän Rayon an. Sie statteten bald damuf den amveseiiden StaatSministern Besuck>e ab. Uhr ^Muttsten wurde 1'ldunral v. Eavelle. um 1 Ulw 45 Minuten Staats,ekretär Dr. Hclfferich in N^vritzbarg vom König, dcrletztereni ba* Gwßkreuz des AlbrechtsordenS mit Goldenem Sttrn überreichte, in Audienz empfangen. Aus Stadt und €an&. Gießen. 5. August 1916. Sonntaqsqevanken. ^ cr l^ nb r c . onstlische Minister hat iw Unterhause n> nnrt, er hoffe binnen kurzem mitteilen zu können, daß ein Gesetz angenommen werden nrüsse, aus dem hervvraehen wurde, daß England sich rveigert, das deutsche Volk in der Gemeinschaft der Nationen zu dulden, bevor solche Misse tatm bestraft worden sind. Die Missetat hat in der'Voll strecknng eines deutschen kriegsgerichtlichen Urteils beitan. ^ A?Iand also droht, deutsche Richter für die Erfülluna ibrer Pflicht <„ Ausübung deutscher Relt,tspftege in, Kricac zur Rechenschaft zu ziehen. Aber diese kindische Drohuua wird durch die weitergehende überboten: das deutsche Volk imbn, U§ bCt ^bmeinschast der Nationeri ausgeschlossen .Wir sind begierig zu erfahren, wie selbst ein allmächtiges Albroii dies Ungeheuerliche mit dem Mittel eines fetzes zustande bringen will. Einz-elne Verbrecher kann man aus dem Verkehr der menschlichen Geselllckatt enkfernen FS gibt zu diesem krauvigen Zweck GefangTrisse, ZuLtlüiuser. Galgen. Aber selbst diese Mittel kömren unter Umständen versagen. Ter ddime und Geist Roger Easements wird weder durch den mißlungenen Versuch eines Meuchelmordes nock> durch den Boltzeg des richterlichen Todesurteils aus der Gemeinschaft seiner Nation entfernt werden körmen. Er wird da, wo man seine Lebensziele als dreeigenem fenart, über den sinnlichen Tod hinaus lebendig fortwirken zu Englands Schrecken und Irlands Segen. Aber ein Volk nicht mehr in der (^emeinlscbaft der Nanimen dulden?! Ich denke, über Leben und Sterben eines Volks entscheiden nicht menschliche Bosheit und Wahnwitz. Und ern lebendiges Volk wird marr in der (-emcinschaft der Nationen dulden müssen, nran mag es wollen oder nicht. Die Drohung schreckt uns nicht Sie ruft uns nur eindringlich auf, uns auf die Lebenskräfte unseres Volkes immer schärfer zu besinnen. Deutsche Geschichte weist uns auch hier den Weg. Mit Blu. utw Ersen fteilich ist unser Reich schmiedet und gekittet worden. Die Frucht dieser Eisensaat ernten wir heute. Unsere Wehr steht stark und fest gegen jeden Feind. Aber niemals doch haben wir gemeint, daß der Schutz des Lebens das Leben selbst sei. Langher vielmehr haben deutsche Staatsmänner gewußt, daß der Sturm des .Krieges, lvenn er dittch alle Herzen des Volkes braust, gerade das rechte Wetter ist zur Saat sür Friedenszeit. Fern, nahe der Grenze des zerschlagenen Staates, hat der Freiherr von Stein in den Iahreri bitterster Not die Reformen gedacht, die den Städten ihre Selbstverwaltung, denr Bauernstände Freiheit und fftecht schufen. Und während die Geschütze nock) un feindlichen Lande ihre donnernde Sprache führten, wrcrde zum inneren Bau des deutsck)en Reiches der feste Grund gelegt. Wie sollte es uns die Seele weiten, wenn wir diese Ueberlieserung: Friedensarbeit mitten im Krieg, fortleben sehen in unseren Tagem. 9ttuorieruierung im Imiern heißt das vornehmste Kriegsziel des Karr^lers. Hinweg — nicht nnt dem Streit der Meinungen und Parteien: er ge^ hört zum lebendigen Leben — aber hinweg mit dem blinden undeutschen unsitilicheri Mißtrauen, mit dem im riflenesi Vaterland ein ^taui> den andern und eine Partei die arrdere bisher zu behaudelri wagte. Der Tag, an dem vor jetzt zwei Jahren Sozialdemokraten die Kriegskredite bewilligten, der andre, an dem den deutschen Gewerkschaften der Darrk sür ihre segensreichen Dienste in schwerer Zeit ausgesprochen wurde, die Jahre, in denen wir nun alle gemeinsam gekämpft nnd geblutet, gesorgt und gelitten l>aberi, sie sollen im Krieg die unvergeßlichen und unzerstörbarst öftund- lagen für den Friedensbau der Zukurfft schaffen. Atis Vertrauet! rulst alles, schlechthin alle menschliche Gemetnschasr. ES ist die Seele der Einigkeit, die uns heute stark macht, cs soll die Seele der Arbeit iverden, die unsere Zukunft gestalten wird, lind dann, wenn wir in Berttauen einig sind und bleiben, wollen wir den sehen, der unser Volk in der Gemeinschaft der Nationen nicht wird dulden wollen. „Der im Htmmel wohnet, lacht; der Herr spottet ihrer." Eck. ** Amtliche Personalnachrichten. Am 29. Ittli D$. Is. nmrde der schreiöqehckff )ttrrl P e t e r m a n n zu Groß Gerau vom 1. Oktober dS. Is. ab m den Ruhestand vett'etzt. Für die Volksspende für die deutschen bgs - und Zivilgefangeneu gingen in der Ge. schastsstelle des Gteßener Anzeiaers ferner ein: Geburt^ tagsspende Ehr. L. .5.— Mk., Kurt Grünstein, z. Zt. im Westen 5.— Mk., Ungenannt 1.50 Mk., N N 8—Mk Th. Haubach, Moltkesttaße 50.— Mk., Ww Hüttenberger £— Mk., Frau Spieß 2.— Mk, Brackemann 50.- Mk Adam Bender 3.— Mk., insgesamt 864.— Mk. Die Sammlung tn unserer Geschäftsstelle ist damit geschlossen. ** Kartoffel-Versorgung. Es war der Stadt Gteßen mögltch, mehrere Eisenbahnwagen Frühkartoffeln unter dem derzeitigen Höchstpreis zu kaufen, die den de- kanntgegebenen hiesigen Kartosfelhändlern zu Verkauf über- wteseu werden. Der Preis stellt sich aus etwa 7,6 0 Mk. für den Zentner. Die genauen Preise werden an den Verkaufsstellen angeschlagen. Die Abgabe der Kartoffeln erfolgt gegenEintragungin eine bei den Verkäufern obltegende Liste, ohne Abgabe der Kartoffel- tn a r k e n. Es können Mengen bis zu einem Zeutner abgegeben werden: Mengen unter 30 Pfund werden nicht abgegeben. Der Verkauf begirrnt heute vormittag den 5. August. ** Die Verkaufs stunden für die Fleischer- geschafte in Gießen sind jetzt wie folgt festgesetzt: Montag, Mittswochs, Donnerstags und Samstags vormittags von 8—11 Uhr und Donnerstags und Samstags nachmtttags von 5—8 Uhr. ** Für Ausstelkung einer neuen Brotmarken- auswetskarlebei Verlust der alten ist die Gebühr cmi 50 Pfa. ** Die Erlaubnis zum Handet mit Lebens - und Vewrdnunq vom 24. Iran 1916 \ 2 . .>8N betrifft eine Bekanmmachung im Anzeigenteile unieres heungen Blattes, auf die wir besonders hmweisen. Förderung der Kaninchenzucht durch die P o st v e r w a l t u n g. Die Reichspostverwaltung bemüht sich durch Forderung der Kanmchenzucht der Fleischknappheit zu steuern, und bat zu diesem Zwecke den P o ft n n t e r b e a m t e n. dre sich eine Kaninchenzucht einrichten wollen, aus den UnterstüßunaS- nntteln der Oberpostdirektionen einmalige Beihilfen bewilligt. . Sammrlt P-tronrn ZSgrr wnt«, ^brtrn, k-im abge)choffenen oder unbrauchbar gewordenen Pattonen sott-.:-werten sondern ne an die oantmrIiielte des :Koten .Kreuze bei Büchfen- Augu,t. Dickorä in (»fteßcn, Schanzenstrvße zu schicken. Schrot Patronen, jede unbrauchbare und nicht mehr ladewlnge Hülse von Kugelvarronen. von Revolver--, Sebsckade- v'itolen- und Flobett-Paironen enthält wertvolles Metall. Man denke mcht, daß die Metallmenge der einzelnen Pattone nur gering andern bcdentt, me viel Patronen in Bttracht kommen, deren LKetallteile zusammen ein itmtticheS Gewicht haben. Auch in kletnlten Dingen muffen wir «ms Sammlung und Erhaltung unterer Vorräte bedacht sein. ** Lederkarten. Eine Bekanntmachung des Oberbüraer- meittcrs un heutigen Blatte verweist aui die Bekanntmachung Grotzh KrerSamtS Gießen vom 31. Juli 1916 im Kreisblatt vom 4. d. Mts. Landkreis Gießen. ^ 5, St“ U Li" Jb- brachte der ff-nn, über ^ S°vvel. Siet eine 3jfm, l'TmbfBtrmrdhrt Wrw Vavpe!, fiel beim Einmarsch der ^ ^Qw-Satfn. Stal Ltavel. und deute erhielten die Eltrr^ die Nachricht, da» der dritte L«hn. Mtak-tier ?rrichrich Han»el t^r rniolge einer ickuneren LnAgenerkranknnn ans F-rankreÄ >mch Erfurl gebracht wvrdcn war. dort im La^rett grftarbcn fei Tie ganze Gemeinde nrmmt herzig Anteil an dem großen Zchmern« der so «chtoer berwsgenen Fnmilie. Zwe, ioeileoe Dchne sZr >amtlte Happel ,md zmn Heereeoienttc ein gezogen, dex eine steht Wil^lm^Nr^NK E ® lt6elt ' bei anöete "" Znf.-Regt. ..SüifJc dx. Hungen, 5. Aug. Mil dem Eisernen Krcu- wurden ausgczcichnel Unterosfizier W. C ch u l tz e von hier und Friedrich Eberfohn von hier, Schütze bet der Maschinengewehrkompagnie des Jnf.-Regts. 117. e. S t e i n b a ch , 5. Aug. Heute nachmittag v e r st a r b plötzlich infolge Hirnschlages des 82jährige Auszügler Kirchenvorsteher Heinrich Gerhard H. dahier. Bor etwa 6 Wochen stürzte der Greis scholl einmal unvermittelt zusanrmen »md wurde besinnuugs- los in seine Wohnwlg getragen. ** S t e i il v a ch, 5. Aug. Der seit Kriegsbeginn im Felde stehende Sanita'lsgefreite Heinrich R e u s ch l i n g von hier wurde zum Unteroffizier befördert. *• Watzeilbörn, 5. dlug. Der Musketier K o l m e r, 12. Komp. Inf.-Regt. 116, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Kreis Büdingen. da. O b er- M o cksl a d t, 5. 'Aug. Das Eiserne Kreuz erhielt Fritz Klaus, die Hessische Topierkeitsmcdaille Flieger Wilh. M e u b und Landsturinmann Ed. Ai i cf c !. Kreis Friedbcrg. Hz. Butzbach, 5. Aug. In der letzten Gemeinde ratssitz ung wurde beschlossen: Tenr Bürgermeister lmvd es überlassen, eine Anzahl jnllger Männer el-renamtlich mit dem Feldschutz zu^beanf- tvagen. Das A e h r e n l e s e n ist verboten, so lange noch Frucht- Hansen aus den Aeckern stehen. Die Einfiihaumg eines Postscheckkontos für die Stadt wivdaltz nicht nottvendig erachtet, da die Stadt bereits ein »Sc! eckkonto bei einein hiesigen Geldinstitut besitzt. Für die Kontrolle beim Fruchtdreschen zur Feststellung der Ge- tveidenrenge wird der Bürgermeister ermächtigt, 2 Bert rauen s- leute, die diese Funktion gegen Bezahlung ausübeir sollen, anzustellen. Ein Gesuch wegen Mhllse von Kanalmiß Helligkeiten hat inzwischen seine Erledigung gefunden. Der gesamte Gemeinderat begab sich hieraus in unseren Stadtwald, den er unter Führung von Forstnieister Hossmann besichtigte, worauf dann der Wirtschaftsplan für das kommende Jahr genetznigt werden konnte. Kreis Wctzlar. ra. A tz b a ch , 5. Aug. Unteroffizier Ludwig F e i l i n g , Fuß- Art.°Batt. Nr. 650, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Wa. Oberndorf, 5. Aug. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet wurden die beiden Brüder Gefr. Bernhard Ambrosius, Fuß-Art.-Bat. Nr. 38, und Hermann Ambrosius, Nes.-Jnß-Regt. Nr. 25. d. Aus de-m Kreise Wetzvar, 5. AugUft. Für diese Wvche stehen dem KveiskommunalveÄand für die Zivilbevölkerung und die Gefangenenkoinnnrndos uirter 100 Mann an Schlachtvieh tztnr Be-rsügung:. 23 Rinder, 52 Schweine und 35 Kälber. Hiervon entfallen auf die Bürgernreistereien Aßlar: 4 Rinder, 6 Schwjchne. und 5 Kälber: Krofdorf: 3 Rinder, 6 Schweine und 3 KÄlber; Braunfels: 4 Rinder, 8 Schwellte und 5 Kälber; Mml: Ü Rind, 5 Schweine und 3 Kälber; Hohensolms: ein Rind, 1 Schwein und 2 Kälber: Rechtonbach: 1 Rind, drei, SMveine und 2 Kälber; Sch Walbach: 1 Rind, 5j Schweine und 3 Kälber; Wetzlar: 8 Rinder, 18 Schweine und 12 Kälber. — Die in der Zeit vorn 1. bis 7. IM ds. Js. im hiesigen Kreise veranstaltete Sammlung' zu Gunsten einer Volkssvende für die Deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen im Auslande, hat folgendes Ergebnis gehabt: Bürgermeisterei Aßlar 1336,35 Mk.. Kvvfdorf 1099,55 Mk., Braun fels 2050,35 Mk., Greisenstein 503,90 Mk., .Hohensolms 529,27 Mk., Rechtenbach 1016,75 Mk., Schössengrund 930,65 Mk. und die Stadt Wetzlar 4138,55 Mk.: zu- samtmeu 11605,37 Mk. Landrat und Borsitzender des Zweig- veveins vom Roten Kreuz Dr. Sartorius hat namens der- Vorstände des Zweigvereins Wetzlar vom Roten Kreuz, der Batcr- lchMschgn erinols sind die Leute um ihre Hoffnung betrogen. Also auch diesmal werden die Engländer nicht durchbrechen, um uns zu befreien?, ffagt man sich. Wann aber wird denn das geschehen? Wird es also in den dritten Kriegswinter hineingehen? Oder...? Oder wird man das Nutzlose des Wider stan des ein sehen und dem Deutschen die Hand zum Frieden bieten? Wie ein banger Truck lastet es aus dem Volke... vermischte». • Aus ©tolpmftnbe meldet der „Berliner Lokalanzeiger" ein schweres Unglück beim B a d e n in Weitenhagen: Bei der stürmischen See ist der dortige Pastor Kö pke, sein 12jähriger Sohn und das Kindersräulein, Fräulein Chemnitz, von einer schweren See fortgeriffen worden und ertrunken, nachdein die ^sran Pastorin und das jüngste Kind das Wasser bereits verlaßen hatten. __ Gerichtssaol. X. Hanau, 4. Aug. Eine größere Zahl von Geschäftsleuten aus dem GroßherzogOrM Hessen, der Provinz Hessen-Nassau und dem 5königreich Bayern hat der 58 Jtthre alte Techniker Heinrich Schmidt von Kassel dirrch den Verkauf >nnes' angeblich von ihm erfirndenen Vergvldungsversahrens geschiidigt- Das Verfahren sollte nach seinen Versicherungen die Anbringung von Goldschrift arlf Metall. , Glas, Sandstein usw. wesentlich vereinfachen. Für sein Geheimnis und für die' Uebersendung der nötigen Materialieir, die« natiirlich niemals bei ben Auftraggebern leintrafen, ließ er sich Beträge bis zu 25 Mark geben.. In fast allen Fällen ließen sich die Geschäftsleute durch das sichere Mftreten des Schwindlers zum Ankauf des Verfahrens verleiten, so arrch in Hianau, Wo er drei Inhaber von jgrößieren Firmen hinernlegte. Gestern mußte sich Schmidt, der schon mehr als 20 Jahre hinter Olefäugnis- und ZuchthmrsMauern zugebracht hat. erneut vor der hiesigen F-erienstrafkarumer verant Worten. Das Urteil gegen ihn lmttete wegen Betrugs im Rückfalle auf 1 Jahr 6 Monate Zuchthaus, 120 Mark Geldstrafe und 5 Jahrc Ehrverlust. Auf die Strafe rvurden 2 Monate der Untersuchungs- Haft angereckpret. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 6. August 1916 : Heiter, trocken, tagsüber warm. Letzte Nacherchten«. Die Krirgsziele des Großadmirals v. Tirpitz. Berlin, 5. Augifft. Großadnriral mm Tirpitz hat in Be^ antwortung eirres poetisclnm Gnlßes aus Koblenz folgende Antwort yesmM: St. Blasien. 28. Juli 1916. Herzlick>en Dairk ftir Ihr fteilndlickes Schreiben vorn 8. vorigen Vkonats und die poetischen Zeilen, die es begleitear. Möge das Verständnis in unserem Vaterlande zunehinen, daß sich Dcmtschland nur crhaltm und durctneyen kann, wenn wir aus diesein Kriege mit einer Stellung des Anglo- Anwrikanertums gegenüber hervorgehen. Wir erringen diese Strl- ltung, wenn nicht England, sondern wir die Vormacht von Flandern werdem Italien und Deutschland. 'i. Köln, 5. Aug. Der „Köln. Zig." zufolge behandelt der Seoolo das Verhältnis zwischen Italien und Deutschlmdd. Er wendet sich gegen die Auffassung, als beeinflußten die im Jahre 1887 mit Deutschland abgeschlossenen drei Verträge nickst die gegenwärtige Lage. Er führt dann aus, abgesehen davon bestehe ausreichend Grund zu einer Kriegserllärung an Deutschland. Man brauche nur arlf die Tatsachen hinzuweisen, daß Artillerie und Untersec- lmote, die von Deutschland l-erstammen, auch gegen Italien ark- gewendet würden. Die Heimfahrt der ^„Deutschland". Haag, 5. August. In Amsterdam ist eine Versicherung abgeschlossen in Höhe von 10 000 Gulden für die Rückkehr des Ü-Bootes Deutschland nach der Heimat. Die Prämie beträgt 30 Prozent. Köln, 5. August. Ucber die Fahrt der „Deutschla-nd"^ wird der „Kölnischen Zeitmrg" aus Baltinvore vom 2. August berichtet: Das amerikanische Kriegsschiff „North Carolina" begleitete die „Deutschland" bis außerhalb der anierikanffchen Dreimellenzone. Die „Deutschland" wird heute nachmittag den Ausgang der Clfesapcake-Bucht erreichen. Alle Bedingungen sind gegenlvärtig vorlzanden, die glückliche Durchfahrt durch die Sperrkette der austauerndcn seiüdlichen Schiffe zu sichern. Ein schwerer Nebel nwcht es unmöglich, auf eine Entfernung von zwei^ Meilen etwas zu erkenrien. Das niedrigliegende Täncifboot mit seinem seegrüneir Anstrich dürfte auf 100 Ellen Abstand selbst bei Sonnenuntergang nicht zu entdecken sein. Die Bewegung in der Bevölkerung ist viel größer als bei der Ankunst des Schiffes. Der schlichte Kapitän sowohl wie die stattliche Mannschaft, deren Leistungen hohes Lob ffnden, sind die Liebtirlge des Volkes geworden. EiU Geschwader, bestellend aus dem Kreuzer „North Carolina" und vier Zerstörern kreuzen zum Schutz der neutralen Zone vor dem Ausgang der Bucht. Dauptentscheidmig damit noch nicht gefallen, sondern nur verschoben worden. Einstellung der russischen Munitionstransporte nach Rumänien. Budapest, 5. Aug. Llus Bukarest wird gemeldet: Laut „Treptatea" hat die russische Regierung nach Freigabe von drei, E i s -e n b a h n z ü g e n m i t M u n i t i o ix bic weiteren Transporte plötzlich eingestellt. Tie russische Regierung hat der rumänischen mitgeteilt, daß weitere Lieferungen vorläufig unterbleiben müßten. Man führt diese Maßnahinen darauf zurück, daß Bratiann den Ententevertrerern auf jhc Verlangen, den Durchmarsch russischer Trrrppen wrrch rumänisckfes Gebiet zu gestatten, eine mibefriedigendo Antwort erteilt hat. — Tie .„Epoea" meldet hierzu noch, daß der Staatssekretär des Kriegsministeriums, Jliescu, deffen Aus- landsreise bereits angekiindigt wurde, sich, mll einer besonderen! Mission nach Petersburg begeben wird, um die Mnnitivnsfrage endgültig zu regeln. Großfeuer. Ul. Limburg, 5. August. Gestern abend gegen 8 Uhr brach im Bresersclfen TampffäFelveik und Holzlager arn Blumenröderweg ein Brand aus, der in kicrzer Zeit außerordentlich rasch um s«h griff und sämtliche Gebäude des umsarrgreichen Lagers, die Fabrik- und Bureauräunre in Schickt imd Asche legte. Durch! den Herr- schenden Wind schlugen die haushohen Flammen auf die. H äuser- reihen der Wiesenstraße über. Bald stand auch der Dachstuhl rmd Oberstock des Zimmerrnannschen Hauses, Wiesenstraße 7, in Flammen und bramrtc vollständig ab. Durch die emsige Arbeit der FeuerUiehren von Limburg, Diez, Staffel, Eschhofeu, des Militärs und der Jugendwehr konnten die anderen gefährdeten Häuser gerettet werden. Tier Schaden ist ungeheuer, da große Vorräte av Liolz, Maschinen, Werkzeuge^c nsw. t>ernichtet wurden. » - _ Lcberrsquetle, sie gießet, ins Grüne rieselnd, die Perlen, Tauche die Schale ein, Knabe, Leben fließt dir vor dem Fuß. So lautet die von den Römern stammende Ueberschrift des oer heutigen Nummer beiliegenden Prospektes über den bcrühncken, dem gesegneten Boden .Hessens eillswingenden Schwalheimer Brunnen. Die Römer waren große Kenner aller der ^stsundheit dienenden Sachen, und so haben sie auch wohl bald herausgefnnden, daß das köstliche Wasser des Schwalheimer Brunnens nicht nur ein großes Labsal für Durstige, sondern auch eine wahre Jung- und Lebensguelle für alle Menschen iväre. 563§ fetefeiier großes Lager. [ 5306 a Edgar Bo rmann, Gisenwaren-, Haus- nnd Kücdenaeräte-Geschäft Tel. 165 . Gießen. Aenftadtll inl-feip in allen Größen (auch für ^ Ziegenbaltung» vorrätig und sofort lieferbar. [5321 M. Rvfenthal Liebigstraße 13. Leiterwagen in allen Größen wieder eingetroffen MsMiPtz.LoiWkrksrn, Bleichstraße 10. Tmstfrei CCTj, Trustfrei ' „Unsc j M ine“-Zlprette | Pfg. einschließlich Kriegsaufschlag Trotz Steuererhöhung | behalten unsere Zigaretten ihre , aiten anerkannten Qualitäten! * === Georg A. jcisraatzi Aktiengesellschaft, Zigarettenfabrik, Dresden-A. jjj Bürstenwaren TUrvorlagen Kämme Schwämme ufw. empfiehlt in bester Qualität Wilh. Leich tweis, Börstenfahrikalion u. Handlung. 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[ 01l08 6 Wir erhielten heute morgen die traurige Nachricht, dass unser heissgeliebter treuer und braver Sohn, unvergesslicher Bruder, Schwager, Onkel und treuer Freund Armierungssoldat Friedrich Happel Schreiber auf dem Generalkommando de« XVII. Armeekorps im Lazarett Erfurt, nach einer vierwöchentlichen schweren Krankheit, im 23. Lebensjahre gestorben ist. In tiefem Schmerz; Ludwig Happel, Polizeidiener und Frau Lina, geb.Wehrum Gefreiter Happel, z. Zt. in Garnison, und Familie Lina Happel Theodor Paul Happel, z. Zt. im Felde Frau Karl Happel Witwe und Kind Marie Schmidt Hansen, Giessen, 4. August 1916. [011124 Die Beerdigmng findet voraussichtlich Montag, 7. August, nachm. V*4 Uhr, in Hausen statt Tieferschüttert und ganz unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass mein innigstgeliebter j Mann, der treusorgende Vater seiner zwei Kinder, unser m |g Todes-Anzeige. unvergesslicher Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Hiermit allen "Verwandten und Bekannten die Onkel traurige Mitteilung, dass unser guter Vater ! Karl Henkelmann Gefreiter im Militär-Eisenbahn-Verfcehrsamt, AD t-§§ Heinrich Gerhard II. Militär-Eisenbahn-Direktion III infolge eines Gehirnschlages im 83. Lebensjahr plötzim 33. Lebensjahre nach 2 jähriger, treuer Pflichterfüllung im Festungslazarett gestorben ist. lich gestorben ist. In tiefem Schmerz: Die trauernd Hinterbliebenen. Frau Lina Hcnkelmann geb. Kreiling and Kinder I. d. IST.: Heinrich Gerhard VI. Familie Pli. Kreiling VI. Steinbach, 4. A.ugust 1916. Heuchelheim, den 0 . August 1916. 011128 Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Die Beerdigung findet Sonntag, den 6. .A.ugust, nachmittags S l / 2 TThr, statt. 5646 Die Beerdigung findet Sonntag mittag um 1 Uhr statt. Todes-Anzeige. Es hat dem Herrn über Leben und Tod gefallen, meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater und Grossvater, den Landwirt Eduard Beyer 1. durch einen sanften Tod von langem schweren Leiden zu erlösen. Um stille Teilnahme bittet im Namen der Hinterbliebenen: Katharine Beyer geb. Köhler. Freienseen, den 4. August 1916. B639 Besondere Anzeigen werden nicht versandt. •• i\ Todes-Anzeige. Am 3. August entschlief sanft nach langem schweren Leiden meine liebe Gattin, die treusorgende Mutter ihrer Kinder, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharine Rinn geb. Hof mann im 42. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Heinrich Rinn XVF. und Kinder. Heuchelheim, den 4. August 1916. Die Beerdigung findet Sonntag, den 6. August, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Wilhelmstraße 16, aus statt. 5636 Gafe Ernst Ludwig Samstag und Sonntag [4794 KÜNSTLER-KONZERT Sarg-Lager Halte stets ein größeres Lager von 137 =Narben™ in allen Preislagen Emil 8. Müller, SchillerstraOe 26. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheidcn und während der Krankheit meines lieben Mannes, sowie für die liebevolle Pflege der evangelischen Schwestern sagen innigsten Dank die tieftrauernden Hinterbliebenen: Llise Sommer Witwe, geb. Deibel, und Söhne. Gießen, den 5. August 1916. 5643 großßer30g ließe flnivevsitäts-fßiötiotßek ßßießen. Alle Benutzer mit Ausnahme der Studierenden haben die von ihnen vor dem 3. Juli 1916 entliehenen Bücher spätestens am 10. August zur Musterung einzuliefern. — Vom 12. August bis 21. Oktober ist die Bibliothek täglich von 9—1 Uhr geöffnet. Gießen, den 28. Juli 1916. S)ev ^voßßev^ogl.ßDireHtovßDv. SKaupt . Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres Sohnes und Bruders sagen wir allen auf diesem Wege herzlichen Dank. Die tieftrauernd Hinterbliebenen: Familie Philipp Walther II. Beuern, den 4. August 1916. 011090 / Cafe Amend Samstag und Sonntag Künstler - Konzert 4799 Statt jeder Besonderen t%n 3 eige Otto %üeissköpf und ff rau SYlali, ge6. SKanrt 3 eigen die (jeßurt einer Zocßter an Sftarmen, den 4. Sftugust 1916 SKemnastr. 19 ...» Schützengarten Wetzlar 2 grosse Militär-Konzerte ausgelOhrt von der Kapelle des II. E. B., I.-B. Nr. 88 (ans Bad Orb) unter Leitung des Kapellnfeisters Herrn W. Hofmann am Sonntag, den 6. August von nachmittags 4—7 Uhr und abends von 8Vs—11 Uhr. Eintritt 50 Pfg. IVIilitiLr ohne Abzeichen 30 Pfg. Bei ungünstiger Witterung im Saal. 5632 Es ladet ergebenst ein Hch. Berndt. 1 LICHT-SPfiEL-HAU S ♦ Bahnhofsiraße i Programm vom 5. bis 7. 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