Ar. \X9 Der Hnjdtet täglich, cutfser Stz««tvgS. - s6e\lm$tn: viermal wöchentlich ^rehe«erKm»G teifblöHer; zweimal wöchentl.Areis- bkcttf^r^R NreüSiehen (Dienstag und Freitag).- ziveimal monatl. Land- wirchchdstliche Zeitfraaen Feripprech - Anschlüße: Weine SchristleitungH2 Verlag,Geschäftsstelleöl Adresse iür Drahrnach- richten: KtzeiqerSietze». A«nahme von Anzeiger für dre Tagesnumnrer bis zum Abend vorher. Erster Blatt M. Jahrgang Mittwoch, 2. August M Bezugspreis: inonatl. 90 Bi., oiertel- sahrl. Mk. 2.6b. durch Abhslo- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mt. 2.45 viertel- jährl. ansschl. Bestellq. Zeilenpreis: Lokal 15Pf., ausiv. 20 Pf. — Haupt- schriftleiter: Aug. Goeg. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz: für Stadt und Land. Vermischtes und Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz mb vertag der Srüh^chen Unw.-vuch- und Steinöruüerei R. Lmr-e. Schrtstleitvng. Sejchäftsfterie und Druckerei: Schürfte. 7 . Beck^mü^M^ßen' «eneral-Anzelger Heue Zeppelin-Angriffe auf England. Erneute vergebliche Angriffe der Feinde. MTB.) Großes HLuptynartier. 1. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nördlich Per Somme haben räumlich begrenzte, aber erbitterte Kümpfe als Nachrvelrcn der großen Angriffe am 30. Juli stattgefunden. Westlich des Foureaur-Waldes auf schmaler Front cingedrungene Engländer sind hinausgeworfen. Ein in acht Wellen vorgetragener feindlicher Angriff inder Gegend Maurcpas i st g l a t t a b g e w i e s e n. Nördlich der Somme am Abend vorbrechende Franzosen sind nach erbittertem Kampfe au dem Gehöft Akormcu restlos zurückgeschlagen. Südlich der Somme lebhafte beiderseitige Artillerietätigkeit. ebenso auch rechts der Aftras, besorrders nu Abschnitte von Thianmont— Fleurv und östlich davon. Hier wurden gestern früh Vor- stütze feindlicher Handgranatentrupps a b g c wi e f e n. Durch umfangreiche Sprengung zerstörten wir die französische Stellung nördlich von Flirep in einer Ausdehnung von etwa 260 Metern. Unsere mrchstotzenden Patrouillen machten einige Gefangene. Unternehmungen feindlicher Ertundungsabteilnngen sind westlich von La Bassse, nördlich von Huttuch, südlich von Loos imd südöstlich von Aeims gescheitert. rnfolge des langsamen Fortschreitens der Offensive vollkommen Zeit gehabt, hinter unserer jetzigen vordersten Linie die Stellungen wieder anzulegen, die uns vor ihr verloren gegangen sind. Um diese Angaben in das rechte Licht zu rucken, wird noch angeführt, datz der erste Monat der Kämpfe im Maasgebiet bei Verdun uns einen mehr als doppelt so großen Geländegewinn mit einem Verluste von etwa 60 000 Mann gebracht hat. während die Franzosen dort in der gleichen Zeit mindestens 100 000 Mann einbützten. Oberste Heeresleitung. * , ,, d e rlin, I.Aug. (WTB. Arutlich.) Mehrere Marine- lllftschlffgeschwader haben in der Nacht vom 31. Juli zum 1. August London und die östlichen Grafschaften Englands erfolgreich angegriffen und dabei Küstenwerke, Abwrhr- batterien sowie militärisch wichtige Industrieanlagen aus- gleblg mit sichtbarem Erfolge mit Bomben belegt. Alle Lust- jchiffc silld trotz heftiger Beschießung, die schon auf dem Anmarsch durch Seestreitkräfte einsetzte, unbeschädigt zurückgekehrt. Der Ehef des Adnnralstabs der Marine. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 1. August. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart.- 1. August 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Die Kämpfe bei M o l o d y l o w nordwestlich von Ko- wmea endeten für den Feind auch gestern völlig ergebnislos. Lerne Angriffe scheiterten. Bei Buczaez flaute die Gefcchtstätigkeit am Mittag etwas ab. Ein bei W e l e s n i o w angesetzter Nachtangriff der Russen wurde glatt abgewiesen. Auch nordwestlich und westlrch von Luck ließ der Gegner, offenbar durch seine außergewöhnlich hohen Verluste gezwungen, eine Pause in sturen Angriffen eintreten. Dagegen setzte er nördlich der obersten Turya, vor dem Stochod-Knie bei Kaszowka und nördlich der von Sarny nach Kowel führenden Bahn seine Anstürme in unverminderter Heftigkeit fort. Er wurde überall, zum Teil schon durch Feuer, zum Teil im Nahkampf, zuruckgeworfen. An der Nordostfront südlich des Pripjet wurde!' im L"li insgesamt 90 russische Offiziere, 18 000 Mann und i0 Maschinengewehre cingebracht. Durch BombermSvmrt auf Werstiea, Belgisch-Comines und andere Orte hinter unserer Front ist unbedeutender militärischer Schaden angerichtet. ES sind zahlreiche Opfer unter der Bevölkerung verursacht. Fe ein feindliches Flugzeug ist gestern und am 30. Juli durch Abwehrfeuer innerhalb unserer Linien im Somme- nbiet, ein weiteres gestern im Luftkampf bei Lihons abgeschossen. Oestlicher Krieysschauplatz. (Bim einzeln gegen Wulva (am Orsinskykanal) vorgehende russische .Kompagnie wurde durch Vorstotz deutscher Abteilungen ve r n i ch 1 e t. Westlich von Logischin sind in den gestern berichteten Kämpfen über siebzig Gefangene ein- gevracht. Verschärfter Artitteriekampf beiderseits des Nobel- Sees. Der Angriff eines feindlichen Bataillons wurde östlich des Sees blutig abgewiesen. Gegen die Stochod - Front erschöpfen sich die Russen in ergebnislosen Angriffen. Dreimal wurden sie bei und nördlich von Smolary drrrch Feuer zur Umkehr gezwungen, bei Porst (nordöstlich der Bahn Kowel—Rowno) wurden sie i m Gegenstoß geworfen, zwischen Witoniez und .Astelin stürmten sie bis zu sechs Malen vergeblich an. Um den Besitz einzelner Gräben bei Witoniez wird hartnäckig gekämpft. Es wurden fünf Offiziere, über zweihundert Mann gefangen genommen. Südlich der Turya Patrouillen- und Handgranaten kämpft. Die Truppen des Generals von Linfingen haben im Juli siebzig Offiziere, zehn raus end- neu «hundert achtuudneunzigManngefangen genommen und dreiundsünfzig Maschinengewehre erbeutet. Bei der Armee des Generals Grafen von Bo 1hmer brach Sn feindlicher Vorstoß südwestlich von Burkanow im Sperrfeuer zusammen. Am Koropiec-Abschnitt westlich vom Buczaez rege Gefechtstatigkeit. Größere feindliche Angriffe sind hier gestern nicht erfolgt. In den letzten Kämpfen ftnd zwei Hundertei nu nd siebzig Russen gefangen genommen worden. Balkan-Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Nachdem seit Beginn der englisch-französischen Offen- ttve mr ^ommegebiet — in England „The great sweep“, lluf Deutsch „Das große Auskehren" genannt — nunmehr nt! Monat verflossen ist. währenddessen nach den früheren Ankündigungen unserer Gegner die Entscheidung unter allen Umständen erkämpft werden sollte, lohnt es sich, kurz zu prüfen, was von ihnen tatsächlich erreicht worden ist. Zwar haben sie auf einer Strecke von etwa achtundzwnnzig Kilometern eine Einbuchtung der deutschen Front von durchschnittlich vier Kilometern Tiefe erreicht, aber sie werden nach ihren Erfahrungen vom 20., 22., 24., 26. und 30. Juli selbst nicht behaupten wollen, daß die deutsche Lime deshalb an irgend einer Stelle auch nur erschüttert sei. „Dieser Erfolg" hat die Engländer nach sehr vorsichtiger Schätzung mindestens 23 0 0 00 Mann gekostet. Für die Schätzung der französischen Verluste stehen uns in die sein Falle keine sicheren Grundlaaen zu Gebote- sie werden aber, da die Franzosen die Hauptarbeit zu leisten hatten, trotz deren größeker Gewandtheit im Kampfe auch stark sein. Der G e s a m t v c r l u st unserer Gegner wird a * f 0 ll u f etwa 350 000 Mann belaufen pwhrend der unsrigc, so beklagenswert er bleibt, zahlenmäßig hiermit überhaupt nicht zu vergleichen ist. Dabei haben wir qtioeii im ganzen oeuycyen Reiche, tu größeren StcLten, Versammlungen jtottgefimben, in benm Redner des „Deutschen Nationalausschnsses" über die beiden abgeltrufenen Kriegsjahre sprachen arw ihre Meiii-ung und Mahnung für die koinmercden Tage cnrseinandersetzten. So hat in unserer hessischen Residenz der Abg. Amtsgerichts rat Lohmaurn gesprochen, in ^.liainz der Abu-. Molthtcrn sowie der bekannte s oz: aldemokratrsSchriftsteller Anton Fjendrich, der die bemerkenswerte und wahre Ansicht äußerte, Deutschland, als das Land der Seelenliebe, habe etwas mehr wie die andern, was Mut zum Durchhalten gibt, nämlich die Anlage, alles von innen zu betrachten, als ein innerliches Volk. Und derselbe Redner richtete darum scharfe Arrklagen gegen die Schwätzer, die oftmals unsere Stimmung gefährden. In Berlin sprach Professor v. Hcrvmick, in Frankfurt a. M. der Abg. v. Paper. Wir in dxn kleineren Städten haben uns Nicht des ,^8orzugs^ erfrent, einer Massenversammlung wieder einmal ^ns Antlitz M sehen und.— ehrlich gesprochen, wir gmuben auch nichts versäunrt zu haben. Von altem, nms lvir über die genannten Vorträge in den Zeitungsberichten ge- lesen haben, hat uns die Eröffnung des Sozialdemokraten - btc wir kurz angedeutet haben, fast am besten ge- lallen. Er wandte sich gegen die Schwäher, also auch gegen das Bedurftns, durch äußere Mittel, Rednerpathos, eifernde Worte, die gewaltigen.Kriegserlebnissc des Volkes noch weiter aufzuruhren. Ist der Gedanke, solche gleichartigen Massenversammlungen in großer Stunde abzuhalten, so schön? Wir finden das nicht. Man wird zu sehr an Wahlen und Demcr- gogenrünste erinnert, wenn natürlich auch das, was die Herren des dtationalausschusses sagen, ganz und gar nichts Mit solchen Dingen zn tun hat. Mer man sollte aus die inrrerlichen Erlebnisse, die in der natürlichen Wärme des Tages reifen, nicht durch die Treibhausluft von Versanim- lungen wirken. Viel Neues ist, soweit wir seheii können, nicht vorgebracht worden, und Zensur und vaterländische Notwendigkeit schreiben es vor, daß jeder seine Zunge hüte, um mcht einen entzündlichen Gesprächsstoff zu berühren. Bestimmte Probleme können noch nicht zur Erörterung gestellt werden, und es führt uns nicht viel weiter, wenn in Darmstadt'der Abg. Lohmann die Freigabe der Besprechurig von Kriegszielen wünscht, während Herr v. Payer es für „unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit" erklärt, auf solche Erörterungen gegenwärtig zu verzichten. Was das neue, dritte, Kriegsjahr von uns fordert, ist in den kaiserlichen Erlassen cnrfs beste ausgesprochen worden. Daß auch bei unseren Verbündeten derselbe treue Geist des Durchhaltens herrscht, davon zeugt das heute ver- öffentlichte Handschreiben (siehe 2. Blatt) des bewunderungswürdigen greisen Herrschers der Donirninonarchre. Fn der „Nvridd. Allgem. Ztg " lasen wir einen Satz, der nach den Gedankeri des Michskanzlers gebildet worden sein inag; könnten wir, so hieß es da, das Rad der' Zeit znriiekdrehen, auf die Tage vor Kriegsausbruch, wer möchte da sagen, daß etwas von den Entschlüssen des Kaisers und seiner Regierung ungeschehen geblieben sei. Das toäre, so meint das amtliche Blatt, die glänzendste Rechtfertigung. Dieser Auffassung wird man znstimlnen müssen und um so freudiger zustimrnen, als die neuesten Ereignisse neue Proben starker deutscher Schlagkraft gegeben haben. Die Ziffern, die uns heute anrtlrch über die englisch-srmlzösische.Offensive gemacht worden sind, reden eine gewaltige Sprachls- auch der stärkste Versarnmlungsredner könnte nicht solche Wirkungen erreichen. Und unsere Zeppelinlnftschifte haben, mit neuen Erfahrungen und vielleicht mit vervoMonunneten Einrich^ tungen, ihre Angriffe gegen Englmrd wieder anfgenoinmen' Die „Nordd. Allgem. Ztg" hat recht: England, der Hauptfeiiid und Hauptschuldige, würde heute, siände es noch einnial, wie vor Mei Fahreu, vor der Entscheidung, sicher lich anders wählen. Es steht hnrte im Strirdel und kann gegenwärtig noch keinen Friedenswunsch anssprechen. Aber die deutsche Wehrkraft hofft ihm diese WnnMedanken mit jedem Tage meHr bnzubrrnMÜ. ^ratlenl»a,er uns südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts von Belang. Der Stellvertreter des Chefs des Generalftabs v. H ö f e r, Feldmarfchalleutnant. Der Zeppelin -lugriff auf Englckntz. Kristiania, 1. August. fP-riv.-Tel.) Reisend- aus Eng- Land berichten, daß durch den Arrgriff der L e p p e l i n 1 u ft H ) Q) 1 T je am 28. und 29. Juli sehr grDßer Schaden angerichtet wid viele Menschen getötet und r>erwnndet wurden. London, l. August. (WTB.^ ?)öeld«ung des RMtertcken Bureaus. Amtlich wird mitg et eilt: Eine Anzahl strnd. Ucher Lurtschirre passierte vor Mitternacht die Ostsüdostküste und ließ an der Mündinlg der Tlremse Bomben satten Der Angriff ilt nuxb im Gange. Eine andere amtliche Reutermeldimg lni'agt: Bei dem L u fk- a n g r r f s heilte nacht kreuzten die Luftschiffe offenbar in be- ttachtlicher Zahl einige Zeit, über Lincolnshire, Norfolk, Suffott, Eambrrdge, Essek, Kertt und Humtington uiild ließen wahllos bomben aus mifftärtsch belanglose Mäve fallen. (Die Originalde- pesche Pt hier verhimmelte An einer Stelle traten Abwehrgeschütze in Tätigkeit, wie man glaubt, unt gutem Erfolg. Einzelheiten fehlen. Der Postbienft zwischen Holland und England. ..., Blissingen, 1. Aug. (WTB. Nichtamtlich - Morgen fahrt kein P o jtd a nr p f e r nach England. Ueber die zir- kilnftige Regelung des Postdienstes sind noch kerne Beschlüsse gefaßt worden. Ein „altkeltischer Verband" in Frankreich. Bern, 31. Juli. In Frankreich ist, wie „Journal" meldet, ein a l l k e l t i s ch e r Verband gegkründet wor- den, der sich zum Ziel setzt, die natürlichen Grenzen Frankreichs eiidgultig mW unantastbar zu rnachen. Ferner Witt er auf/ln ewiges Bündnis zwischen Frankreich, England, Rußlmrd, Belgien, Serbien, Moirtenegro, Italien, Portugal und Japan hinwirken und zwischen' allen Nationen kelti- schon Ursprunges die Bande aller Art immer enger knüpfew Aus dem von deutschen Truppen besetzten französischen Gebiet. Berlin, 1. Augirst. (MDB. Nichtamtlich? Die „NorddeAk- che Allgemeine Zeitung" ichreibt unter der tteberschrift' Abschub von Einwohnern der besetzten Teile Frankreichs in andere Gegenden dieses Gebietes". Funkfprüche von Lyon ergehen sich seit einigen Tageii in Verleumdung«: der deiitichni Verwaltung, lveil sie eiirige ttunend Einwohner des Ge lnetes von Litte und der benachbarten Städte in andere Teile de^i brietzten (Rchetes fortschafsen ließ. Die deiitsche Verwaltung hat keruen Anwtt, zu verschweigen, daß sie viele Tausende srmrzösffch«- Emwohner beiderlei (schlechtes aus tarn großen Städten ins Franzolvch p-landern !oitschaffen ließ Sie 'beabsichtigt, es zu- irüiifttg ivoch loeitec zu tun. Daß dies iid-tig geworden ist, baden sich ^ r^ranzolen und ihre Verbündeten lediglich selbst zuzuschreiben: durch ihre votter-reelrtswrdrigeii Maßnahmen, um die Verpflegung Deutlchlands imd der von deutschen Truppeii besetzten Gebiete zu erschweren, haben sic es erreicttt, daß rveuigstens in den großen Stadt«: des besetzten Gebietes nalw der .stämw- lsront die ^erpffegung der Zivilbevolkerimg nicht mehr in dem Dcaßc hat sicher gestellt^ werde«! könlwn, wie die deutsche Verwaittlng cs «rach <7cwffse«ihaster Priffnng für uotwendig hält und «me dies auch nach den Bestinmniorgen des drittes Mschnitts der Landkiiegsortaiung Anlage des Haager Abkonl- inens vom 18. Oktober 1907 - ihre Pstiäu ist. Es bestand datar dre 2vahl, entweder die Zivilbevölkeriiüa dauernd im Zusdande der Untereruähriing zu belassen, die aus die Ta«uer säpoere Säwdi^ gangen dieser Bevölkerung erumrieu ließ, oder al>cr geeignete Maßnahmen dagegen zu treffen. Als zwecftuäßigster Weg ergab «ich -teile der Bevölkeriing aus den großen, tacch tanöttvnen und destarlb schwer zu ernähreuden Gebieten fortzuführen und in spttrLichea- bc.* I völkertc zu verlegen, wo sich eine sachgemäße Berteiümg der Ir trister erm»glirhen läßt tMernrct ist nleidjsecttg öte Absicht verwirklicht worden, den Gebeten mit geringerer Bevvlre- Tcrmgszahl in deren eigenstem Intereise die dort vor allem für die landwirtschaftlichen Arbeiten dringend notigen Arbeitskräfte zuzuführen. Die ganze Maßnahme ist also ausschließlich zum Wähle der feindlichen Bevolkermrq erfolgt, um die aßnahmen auszuglerchetr, die zu ihrem Schaden von den eigenen Landsleuten ergriften worden waren. Dänemark und der Friede. Kopenhagen, 1. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Für die WiedcnchersteNnng des Weltfriedens ließen heute vormittag im »ganzen Lande eine Viertelstunde lang die Kir- chenglocken ihre ehernen Stimmen erklinMN. Die mersten Kirchen waren für die Andächtigen geöffnet. Es ivnrden ^zcchlreiche Versammlungen abgehalten, in denen Tagesord- Jrmrgen für einen baldigen Frieden angenommen wurden. Au» dem englischen Unterhaus. London, 31. Juli. (WTB.) Unterhaus. Im Laufe der Erörterung der irischen Frage drückte Asguith nochmals die Hoffnung auf baldige Verständigung zwischen den Parteien aus. Es hcitten cü>er Vorkehrungen für die Uebergangsperiode getrofsm. -werden müssen. Unter den bestehenden Verhältnissen habeer Nicht -gedacht, daß es recht sein wArde, die militärischen Sttertkrafte in Irland wesentlich zu vermindern. die dort zum Schutze der Bevölkerung gegen mißleitete Handlungen unverantwortlicher Personen ausgestellt worden seien. Die große MHrhlrit des irischen Volkes 1er »Ins ins Herz loyal. Es sei notwendig, eine Zivilgewa.lt zu haben, die dem Parlament verantwortlich sei und der neue Chessekretär werde das unionistische Mitglied des Hauses, Ducke, sein, der em eifriger Befürworter des Ausgleichs mit Irland sei. Redmond erhob zwar Einwendungen gegen dre Wiederherstellung des alten irischen Regierungssystems mit einem mnonrsti- - scheu Staatssekretär, sagte ober, es würde niemals wieder einen! irischen Bürgerkrieg geben, und wenn die Zeit reif sein würde, würden alle Schwierigkeiten friedlich beigelegt und das Ziel eines vereinigten Irlands erreicht werden. In Beantwortung enrer Anfrage über die Möglichkeit von Verordnungen darüber, wie neutrale Fischereifahrzeuge, die in englischen Gewässern oder in Gewässern fischten, die unter dem Schutze der englischen Flotte ständen, ihren Fang aus c n g li- schenMärkten verkaufen sollten, erklärte Lord C e c i l, es seien Vereinbarungen getroffen worden, die den fremden Fischercifahr^ zeugen gestatteten, il-re Fänge von frischen 'Fischchr in gewiß eil Häfen des Vereinigteir Königreichs ans Land zu bringen. Weitere Maßnahmen in gleicher Richtung befänden sich noch im Zustand der Erwägung. Italien und England. Nom, 1. Aug. (WTB.) Meldung der Agenzia Stesani. Zwischen Italien und Großbritannien ist ein Vertrag abgeschlossen worden, der die Grundlagen für ein gemeinsames italienisch-englisches Vorgehen gegen die Se- ituffi fefttegt. Ruflische Truppen in Saloniki. Bern. 1. August. (WTB. Nichtamtlich' Nach einer Stesani- .Meldung soll am 31. Juli,in Saloniki die erste Abteilung russischer Truppen cmsgeschisft und von General Sarrail besichtigt worden sein. Au» Oftafrika. London, 31. Juli. (WTB. Amtliche Meldung.) Die Englätrder besetzten Dodona an der Zentralessenbahn in Dentsch-Ostasrika. Reuter fügt die Nachricht hinzu, Haß dmnit die Engländer an der Hauptverbindungslinie der Deutschen Fuß gefaßt haben. Engländerkultur in China. Amsterdam. 1. August. (WTB. Nichtamtlich.) .Nach dem „Allgenrcen Handelsblad" berichtet die „Morning Post" aus Schanghai, daß dort eine Bewegung eingclcitet worden sei, um das 'Denkzeichen für die mit dem Kanonenboot „Iltis" untergegangenen deutschen Seeleute zu entseruen. Die Firma Jardin Matheson u. Co., der der Grund, auf dem das Monument steht, gehört, erwägt, was in dieser Angelegenheit zu tun sei. Sonntag kam iß in Hankau zu ernsteren Unruhen. Ein großer Teil des treuen Ehrnesenviertels uno der angrenzenden deut schen Niederlassungen wurde verwüstet. Der Schaden beträgt mehrere Millionen. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 31.Juli. (WTB.) Das Hauptauar tier teil vnit: ^ An der Front im Irak und in Persien Lerne Veränderimg. Kaukasusfrvnt: Keine wichtige Kampfhandllmg. Eines ^unserer Flugzeuge wart mit Erfolg Bomben auf feindliche Lager und Parks. Ein über Ari Burnu erscheinendes feindliches Flugzeug wurde durch unser Geschützseuer vertrieben. Gin feindliches Schiff lies an der Küste einer der westlich Aü^lik grlegenrinl Inseln auf. An der ägyptischen Front lieferten die von unseren Truppen körpern vorgesandten Aufklärungsabteilungen den feindlichen Patrouillen erfolgreiche Gefechte. Nördlich Katia ffel ein vpn unserem Feuer beschädigtes feindliches Flugzeug auf das Meeresufer. Die Insassen flohen, nachdem sie ihr Flugzeug in Brand gesetzt hatten. Eine unserer Patrouillen verjagte in der . Nähe des abgeschossenen Flugzeuges eine Abteilung feindlicher Kavallerie, erbeutete ein dem Flu^eug abgenommenes Maschinen gewehr und anderes Material, Au den anderen Fronten keine Veränderung. Generalpostdirektion teilt mit: Die Paletpost oes däußcyen Dampfers ,,B o t n i a" wurde auf der Fahrt Island-Kopenhagen von den Englüirdern in Leith beschlagnahmt. A m st c r dam, 1. August. (WTB. Nichtamtlich.) Der Frs ch- dampfer „King James" ist von eurem U-Boot der s entr worden. Die Besatzung wurde gelandet. Der Fischdarnpsen ,A n d r o m e t a", der von einem Ib-Boot angegriffen wurde, vermochte zu entrinnen. ___ Der Seefrieg. Kriegsbriefe aus dem Westen. Von unserm Kriegsberichterstatter. ^Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verbotst Englische Angriffe. Großes Hauptquartier, im Juli 1916. Tie nachfolgenden Beobachtungen über das englische Angriffs- Verfahren in der großen Offensiv', chlacht an der ^mme begehen sich nur auf.einen Abschnitt, und zwar auf einen, der Femd keinen Schritt Boden gewonnen, hatS« stammen von^^rmpftw. dre nur das gesehen haben und schildernwas M hem engen Bezirke vor sich gegangen rst, in dem sre alle Harrde voll zu tun hatten, um die gewalttge Uebermacht abzuwehren. ^ ^ ^ Ein Teil unserer Sommekämpftr hat schon rn früheren Spachten mit den Engländern zu tun gehabt damals und jetzt vergleichen. Sre waren srch vom ersten Tage des eine Woche lang währenden Tvonrmelfeuers da^berklar, daß die Engländer viel mehr ArtMcrie, naEttlrch schwere brs zu den 38-Zentimeter-Schiffsgeschlltzen, als Mcher auch besser schossen. Nachdem sie sich einige vocher mtt Fliegern, die an der SonrMe .plötzlich rn me gesehener Zahl,,^. schienen, eingeschossen hatten, versuchten ffe rmt ^mem ungeheurer Fauerübersall aus allen Schlünden die deut) che v^^^am^un- linie einzuebnen. Dann betronrmvlten sie die folgelwen Tage rur- ^ zweite und dritte Stellung, beschaffen bei Nach außerdem die rückwärts gelegenen Quartwre^nd HAen alle An näherungswege imter eurem sormlrchn Sperrfeuer Erst am letzte i, bTm Tage vor dem Angriffe, bctrommelten ffe abermab die vordersten Gräben mit allen vorhandenen Batterien. Tas iebeu tägige Trommel teuer war sehr planvoll icherle ü.Ei ne Mz ahl Batterien richtete das Zerstörrmgsfeuer aus .besttmmtedetttsche Stellungen. Die Unterstände wurden dabei besonders aufs Korn genommen. Inzwischen aber stteuten andere Battetnen, dre offenbar nur diese Aufgabe hatten, unablässig reden Puntt der deutsche Stellungen, namentlich die Drahtverhmzone und Berbmdmigs- wege ab. Man war also nirgends und rn fernem .lngenblicke vor den englischen Granaten und Schrapnellen srcher. Der F^id hatte sich das Verfahren, unsere Grabenbesatzung cme ganze Bod)c: lang zu beunruhigen und ihre Widerstandskraft zu verinurbm, sehr Hub ch ausgÄiN In der Wirklichkeit aber stimntte das C^entt^ nicht, ivelches sich bei den gwßen KriegsDonserenzen der Allirerten auf dem Papier sicherlich sehr überzeugend ausgenommen hat. Tn den Feuerhagel hinein schickten dann die ^Af^der in un regelmäßigen Abständen, bei Tag und bei Nacht, Wolken von lustigen Gasen. Auch davon hatten sie sich verrmrtlich emen lvefent- licb anderen Erfolg versprochen, als, sie ^ Wahrheit erreich^^^ Trotz des Trommelfeuers verließen unff're Posten ihren Platz keinen Augenblick. Es war nur nörig, daß rm Unterstände i&tz ferne Gasmaske stets bereit hatte, um ffe rm WigenLlp des 6ftisalarm^ sofort anlegen zu können. Bn Tage sah man das Gas m dicken Schwaden ganz langsam und schwerfällig anVoMmen und konnte sich rechtzeitig schützen. Zuweilen , bl mb baZ Gas Mitten zwischen den Stellungen stehen, oft.aber geschah es, bte englischen Stellungen zurückorängte. Tas wurde dann unmer mtt besonderen Beifallsbezeugungen von unserer ^>erte begrüß. Zu^ weilen Tst das Gas auch in unsere Lrmen gegmrgen mü> hat sich in den Unterstanden lange übel bemerkbar gemacht. Eimge^Male ist es durch den Wind weit nach rückwärts in dm noch von rtran- zosen bewohnten Ortschasteri getrieben worden._ (kre Ortskomnmn- danten ließen dann eilig auch an die Zivilbevölkerung Gasmasken m-teilm, haben aber nicht verhindern «innen, dab E grouero Anzahl Erkrankungen erntrat. B-n unseren kanuneiwcn Tru ppen sind Erkrandmgen und Todesfälle nur ganz verernzelt vvrgekommm und waren in allen Fallen auf die Unvvrsichkg«nt der Betrogenen zurückzusühren, die trvh wiederholter Ernschärkung dre Gasmasken nicht angelegt hotten. „ . . . Für das scheinbare Wunder, das unsere Leute in den Graben die gewaltigste Beschießimg, die icmals Menschen auszuhalten hatten, mit so völlig nngebrvchener Widerstandskraft ertragen haben, wissen sie selber keine ErMrmng. Dm Ertm bebte unmtter- brvchen, die Luft in den Unterständen war verbrancht, auf den Strohschütten fühlte man dm Stöße der Granataunchlage, durch den ganzen Körper nnunterbrvck>en, smben Tage lmrg, wm der Schlafende in einer Schifsskabme das Stampfen der Maschinen spürt Aber wie dieser gewöhnte man sich schließlich Mm Tak die Unterstände, die während der langen Monate des <5>tMungs- krieges so viel saure Schweißtropfen gekostet hatten, glanzend hielten, und ihre Decken wiederholten Bolltteffern der .schloersttn Schiffsgeschütze widerstanden, gab ein befriediMides Geluhl der Sicherheit. Dar warme Essen kaw, trotz des Sperrfeuers -rege^ mäßig heran, und auch das war wichtig. Denn man wußte lmy in ununterbrochener Verbindimg mtt den hntter«i Stellungen aus denen rm schlimmsten Noffalle Hilft Vonnnen großer Gewugttrung wurde festgelbellt, daß dm TreffffchOchett der englischen Artillerie von ^Tag zu Tag, abnahm. Auch andere luuhileu (trde gelvachsen oaitaiux-ic, veganimrc wie ia|CiLC zu hmu> ment. Reih n weist zusammen gemüht i'anfen dm Engländer. Tie verhängnisvolle Ueberraschung war für sie so groß, daß viele ganz entgeistert stehen blieben und nicht mehr wußten,, ob sie vor- oder rückwärts sollten. Noch drängten die tiefgestaffelten Massen, der Hinteren die Zaudernden vorwärts. Dann begann eine Kopflose Verwirrung, einer suchte sich hinter dem anderen zu decken. Schließlich wendeten sich alle zu wilder Flucht, aber ehe der Rest den schützenden Graben erreichte, war die Mehrzahl von dorr deutschen Gesckwssen uiedergestreckt. Namentlich die Ataschinengewehre hatten furchtbare Ernte gehalten. Ein fast liniengrader Wall von Leichen bezeichnele die Stelle, wo . der englische Sturm in unserem Feuer zulammeugebWchen war. • Fünfmal versuchten die Engländer, jedesmal mit ftischen Trutze peu, an dieser Stelle den Angriff anss Neue in derselben Weise, nur daß die neuen Sturmlolormen nicht Mehr im gemütlichen. Schlenderschritt ankamen, sondern in langen Sprüngen das mit Leichen besäte Zwischengelände zu dnrchmessen versuchten. Aber sie fanden unsere Schützen jedesmal auf der Wacht, und keiner kam über den Leick-enwall lstnaus. Darm ließen sich die neuen Sturm- wellen trotz scharfer Befehle nicht mehr aus diese entsetzliche Schlachtbank vortreiben, tvo viele Hunderte ihrer Kameraden tot ot°Tj sterbend lagen. Die fünf iMassenstürme hatten! dem! Feind cm dieser.Stelle keinen Meter.Bodengewinn gebracht. Sofort nach jedem Angriff hatte man begonnen, die Stellungen wieder etwas auszubessern und die Granattrichter ju verbinden, so daß am rrächsten Morgen die Stellung schon wieder einige Festigkeit gewonnen hatte. Tie Engländer versuchten es von da ab hier nicht mel>r mit offenem Sturme, sondern bemühten sich, mit allerhand Kniffen sich der denffchen! Linie zu nähern. Sie hatten auch dannt nur vorübergehend Tell- erfvlge, die sie sehr bluttg bezahlten. Aber schon am ersten, schlimmsten Angriffstage stand bei unseren Verteidigern die Ueber- zeugmvg fest: Durch kommen ffe nicht! Der feste Wille: Die Engländer hüpfen uns nicht unterkriegen, denen wollen wir zeigen, was deu'tfche Infanterie ist, gab jedem Manne im Graben Riesenkräfte, die chn befähigten, tagelang fast ohne Schlaf abzmoechseln zwischen harter Schanzarbeit und heißem Verteidigungskampft, an.dem die Uebermacht zerschellte. W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. Beobachtungen hoben die Stimmung. Die englischen Patrouillen Berlin, I.Aug. ^Priv.-Tel.) Die „B. Z.a.M." mel del aus Christiania: Wie der in Norsgrund angekommene Kapitän des norwegischen Schiffes „Subra" berichtet tauchte am 22. Juli in der Nähe der „Subra", 30 Minuten von ihrem englischen Bestimmungshafen entfernt, ein de u t- sches Unterseeboot auf. In der Nähe der „Subra" befanden sich noch zwei norwegische und ein schwedffches Schiff Me vier wurden, da sie Konterbandeladung an Bord hatten, in Brand gesteckt, nachdem der Mannschaft Zeit zur Rettung gegeben worden war. » Pmuidcn, l.Aug. (WBT.) Der Kapitän eines ein- gelausenen Fischereiloggers berichtet, er habe sich in 54 Grad 16 Minuten Twrdlicher Breite, 1 Grad 25 Minuten östlicher Länge in einiger Entfernung von einem englischen Fischdamvfer befunden, der beim Fischen war. Zwei deutsche Tauchboote tauchten, als sie ihn bemerkten, kamen dicht bei ihm wieder an die Oberfläche und eröffneten 'das Feuer. Die Besatzung des Fischdampsers flüchtete in ein Boot, worauf der Dampfer nach kurzer Zeit zum Sinken gebracht wurde. Eines der Tauchboote nahm das Schiffsboot mit der Besatzung ins Schlepptau und brachte sie nach dem Logger „Marie Sch. 307, der die Besatzung aufnahm. Der ilcame des Fischdampfers war unleserlich. Kopenhagen, l.Aug. (WTB. Nichtamtlich.) „Ber- lingske Trdende" meldet aus Bergen: Der Dampfer oer Linie Bergen -Island ist von den Eng isgebracht und nach Leith geschleppt worden, wo Ladung, bestehend aus Fischen und Tran von ausgeladen werden muß. Infolge des andauern- clichen Auftretens der Engländer gegenüber den landfahct hat die Gesellschaft beschlossen, die > r a Ttl i Reykjav hen kvi l Schisser Führten nach Jslano vorlauftg einzustellen. — Dre dänische die in Zwischenräumen vorgingen. um den Erwlg des brsherrgen Trommelfeuers zu erkrrnden, berrahmen sich zremlrch schlapp- Man hatte den Eindruck, ohne sagen zu körrnen, woher, datz dre länder mit ihren Menschen nicht recht, heran wollten sondern versuchten, die Entscheidung nur mtt Geld und Materralauftvarw herbeizusühren, indem sie die tapftren Teutsckien nrrt einer Granatenmenge für einige Millionen Psmrd zu begraben per such Mw Freudig stimmte die Feststellung, daß dre Drahthmdernrsse den Hagel von Eisen und Feuer sehr gut überstanden. Wo Lücken gerissen wurden, beeilte man sich, diese twtz des Twmmelfeuers, sofort zu schließen. In den Nachtstunden wo das Feuer etn^s nachlreß. arbeitete alles fieberhaft an der Ausbessenmg der Drahthindernisse und der sehr verschütteten Gräben. Aber am mersftm stärkte die Widerstandskraft doch der Gedanke: es rst der Erzsernd der jetzt zur Eirlscheidung antteten muß. Winrn uns Deutsche eure Welt von anderen Feinden nicht hat stberwrnden können, der Engländer darf uns ganz gewiß nicht klein krregen! ^ . Am frühen Morgen des 1. Juli verlegte dre englische Arttllerre das seit 24 Stunden auf den vordersten Graben gerichtete Tronrmiel- feuer plötzlich mit einem Ruck nach rückwärts. Man wußte, jetzt handelt es ftzch vur um Minuten, dann sind sic da! Emsig wurde an einzelnen verschütteten Eingängen von Unterständen gearbeitet, denn jeder wollte dabei sein.. Aber erst, als die ersten englischen Sturmkolonnen den Graben verließen, kam der Befehl „Alle Leute aus Schützenstanü." „Gott sttaft England!" riefen mrsere Helden. Im Nu rvar jeder auf seinem Platze. Von Schützenständen war natürlich keine Rede mehr Ter vordere Graben roar so eingecbiret daß man kaum hin und wieder noch ein Stück Brustwehr erkannte Aber die Drahthindernisse waren wxf> da. und die Granattrichter boten Deckung, wo man solche suchte. Viele versckftnähten sie. Offiziere und Mannschaften standen frei und offen auf dem Rande der ehemaligen Gräben, dos Gewehr in der Hand, einen ordentlichen Hausen Patronen neben sich, brennend vor Begier, den Engländern einen En'psang zu bereiten, an den sie denvm sollten Es bot sich rauf ein Anblick dar, den keiner vergessen wird der ihn erlebt hat. Welle ans Welle in unerschöpflicher Zahl hinter einander, sprangen die khakigekben englischen Sturmkotonnen mit entern Ruck aus den Gräben Sie kamen gvntz gemächlick) daher, fast im Spaziergängertrvtt, denn ^sie glmrbten ja bestimtnt, in den tafcen vorderen deuKchen Gräben nur Leichen und im dritten einen nur noch schtvachen Mderstand zu finden. Man ließ sie bis aus kaum 100 Meter vor die DrahthMrdernisft lftran, dann kam der Befehl: „Ruhig zielen! JÄ>e Kugel einen Mann! Schnellfeuer!" Jeder schoß, rvas die Flinte hergab. Tie Maschinen^ gewehre, die plötzlich, tvie durch einen Zauberschlag, aus der zer Au» Stadt und Land. Gießen, 2. August ISIS. Kirchliche ErinnerungSfeieril zum zweiten Jahrestag des KriegSbeginncs. Das Gwßherzogliche Oberkcmsistorrmn hat ängeordnet, daß im Hinblick auf die Wiederkehr der Zeit des Kriegsausbruches der erste August-Sonntag in den evcnrgelischen Kirchen des Landes besonders ernst und feierlich begangen werde. Unter Genehmigung des Groß Herzogs ist angeordnet worden, daß an dem genannten Sonntag eine Landeskirchenkvllekte für die Kriegsbeschädigten erhoben wird. Ferner ist bestimmt worden, daß den Gemeinden des Laiches folgende Ansprache zur Kenntnis gebracht wird: Zum zweitenmal jährt sich in kurzer Frist der Ausbruch des grvßett Krieges. Wir gÄ>enken der Augusttage des Jahres 1914, die unser Volk äußerlich und innerlich in seinen Tiefen erschütterten. Wie diese Zeit all denen mrvergeßlich bleiben wird, die sie mit- erlebt, so wollen wir auch die jetzt na Hütchen Tage mit besonderem Ernst durchleben, und wir wissen uns toohl eins mit unseren Gemeinden, wenn wir anordnen, daß der effte August-Sonntag be- onders ernst und feierlich begangen werde. Gemeinsam iwttwt wir uns demütigen und beugen vor dem Herrn, gemeinsam wollen wir ihm danken für all das Große, das er seit jenen Tagen in chwerer Zeit an uns getan, gemeinsam ihn bitten, daß er auch ernerhin fteundlich über uns walten mrd endgültigen S4kg und Frieden uns scheuen ncöge. Zlvei Jahre schweren Ringens Mit übermächttgen Feinden! Unsere H«ere weit vorgedrungen in die eindlichen Lande! Was sie geleistet haben >tcnd gegenwärtig leisten in kühnem Ansturm utrd heldenhaftem Mcshalten übermächtigen Druckes, der Sieg, den unsere junge Flotte errungen im Kamft^ mit der gewalttgsten Seemacht der Welt — es zählt mit zu dem Grüßten, was die Geschichte kennt. Indes >anrh zwei Jahre blutigen Ringens! Viel Tausende gefallen, viel Tausende für ihr Leben geschädigt an Gesundheit littb Kraft, so viel Hoffnungetr zertrümmert. so viel Familien- und Lebensglück jählings vernichtet! Wie aber hat dies alles auf uns gewirkt? Hat unser Volk den Ernst und die Güte Gottes darin erkannt? Hat es den Bnßruf ver- nommen, den der Herr so eindringlich an uns richtet? Hat eine innere Erneuerung unseres Volkes sich vollzogen? Haben b«fl Vielen, die ihren Gott verloren zu haben schienen,^ ihn wieder o gefunden, wie wir dies glaubten erhosftn zu dürfen? Gewiß ind die zwei Iahte mit ihrenr Sieg und mit ihrem Leid an ehr vielen dal)eim und besonders draußen nicht spurlos vorübergegangen. doch ein Blick auf unser gesamtes Volk können wir diese Fragen nicht durchweg fteudig bejahen. — Unsere waffenfähigen Männer und Jünglinge stehen draußen im Felde. Sie käMpftn imter Gefahren, Mühseligkeiten uird Entbehnmgen aller Art, kainp^ cn für uns, und wir können 'und werden dies nie vergessen. Doch auch wir daheim haben zu käMpfen, zu sorgen und zu tragen, zuntal der Bernichtungsplan utrserer Feinde schwere wirtfthaftliche Nöte stir einen jeden unter uns mit sich gebracht hat. Utid viela bgen angesichts des herrschenden Mangels: Muß dies alles so ein. wie es gegenwärttg ist? Jst's recht, daß in ernster, schwerer Kriegszeit, da es sich um Sein oder Nichtsein unseres Volkes handelt, die einen sich auf Kosten der anderen bereick^etn, daß Vermögen erworben werden und damit anderen das Aushalten bitter schwer gemacht wird? Woran liegt es, daß die Anordnungen der Obrigkeit nicht immer das erreichen, was sie doch zum Besten unseres Volkes erreichen wollen? Gewiß sind solche Fragen wohl berechtigt, es wäre seltsam, tverm sie nicht die Herzen bewegten, aber es ist schwer, die rechte Antwort zu finden Daß menschLfthe. Fürsorge und Vorkehrung oft nicht das 6ftwollte erreicht, ist um so verständlicher, als es sich hier um Aufgaben handelt, die noch nie in solcher Größe und Schwere zu lösen »raren, lind wo ferner die Haupt-schuld an der uns'drückenden wirtschaftlicheti Lage zu suchen ist, wir könneits mit ^voller Sicherheit und Klarheit jetzt mcht erkennen, und darimc besck>eiden wir uns dabei, mit allem Nachdruck zu sagen: Wer gegeywärtig irgendwie dazu beiträgt, das zum Leben .Erforderliche zu verteuern, der versündigt sich an seinem Gott, versündigt sich an seinem Volk und Vaterland! Was im Frieden schon unrechit ist, wird im Krieg, wird in diesem! KriegczumBerbrechen! ^ , ' Darum mißachten und verkennen wir nicht den Bußrus, den Gott der Herr so ernst an uns alle ohne Unterschied richtet: ist doch jeder Krieg -/ auch ein siegreicher — mit all dem Schweren, das er zrr ttagen gibt, ein Gericht Gottes, das zur Buße führen soll. Großes ist imsercm Volk bisher, unter der Hilft des Herrn unseres Gottes, gelungen. Großes — 'draußen und daheim. Gerade die stille Arbeit, das Sorgetc daheim, dft Ovftrfteudigkeil: unserer Gemeinden nwllen nur nicht vergessen. Wir l>aben gezeigt, daß wir ein starkes Volk sind, und ein starkes Volk wollen wir bleiben, stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Danim weg mit allem Kleiirmut und mit aller Verzagtheit, tvo sie auct) immer sich regen wollen. Tragen wir mutig und stark, was es zu tragen gilt! Wir h.ibett den Krieg nicht gewollt, mit reinem Gewissen zogen mir das Schwert. Und darum können wir Herzen und Hände emporheben zu dem^ Herrn. Niriit aus „Rosse und Wagen" verlassen wir uns. sondern auf den „Namen des Herrn unseres Gottes!" Die Sauregurkenzeit. Die neuen sauren Girrken sind srinui aus dem Btarkte erfefvienett, und damit bat die Sauregurkenzeit wieder ihren Anfang genommen, aber fteilicl) nur die Sau regurken zeit im wirklicl-en und wörtlichen Sinne des Wortes, nicht aber in sericer übertragenen Bedeutung. In dieser ist das Wort läncift sctZon sageirhast geworden. Nor zwei Jahren brachte uns die Sauregurkenzeit den dlusormh bes gewaltigen Weltkrieges, des größten, den jemals unser Planet «erlebt hat, im vorigeil Jahre erlebten wir in dieser Zeit den Fall der russischen Festungen in Polen, und auch die diesjährige Saure- Mrkenzeit wird uns sicher wieder eine Reihe der wichtigsten und bedeutungsvollsten Ereignisse bescheren. Der Ausdruck Sauregurken- Feit, so schreibt uns ein Mitarbeiter, ist ohne Ztveisel im Geschäftsleben gebildet wmden und nicht etwa, wie manche meinen, tm Gasthausleben. „Saure Gurte ist auch Kompott", sagt man Noch heute in Berlin; mit diesem klassischen Ausspruch soll ein Berliner Gastwirt zuerst seine Mittagsgäste getröstet haben, die stch bei ihm darüber beklagt hatten, daß ihnen in der obstarmen Zeit des Sommers, die zwischen die Ernte des Frühobstes, dev Stachelbeeren, Kirschen, Erdbeeren usw. und des Spätobstes, der Birnen, Aepfel, Pflaumen usw. fällt, cm Stelle des Obstkompotts saure Gurken verabreicht wurden. Der Allsdruck „Sauregurkenzeitt «st aber sicher viel älter, als die hier erwähnte Berliner Redensart er entstammt der Leit, in der die saure Gurke zuerst als Handels artikel auf dem Markte erschienen ist. Tie große Hitze der Hochsommer tage legi natürlicherweise dem öffentlichen Leben und dem Erwerbsleben, damit also auch dem kaufmännischen Betrieb große Beschränkungen ans. Wer es sich irgend leisten kann, der entflieht aus der Stadt mit ihren sonnendurchglühten Straßen und Häusern in Gegenden, deren Lage im Gebirge, in einer Waldgegend oder an der See ihm einen kühleren A!ufenthalt bietet. Das Geschäftsleben wird dadurch in den Städten, besonders aber in den Großstädten auf das empfindlichste beeinträchtigt, da gerade die kaufkräftigsten Kreise der Kundschaft fehlen. Aber auch in den kleineren Städten Macht sich die sommerliche Stille in dieser Zeit geltend; hiev geschieht dies freilich! aus einem anderen Grunde. Die Landwirte sind derartig durch, die Erntearbeiten in Anspruch genommen, daß sei keine Zeit haben, nach der Stadt zu kommen. Schon im Mittel alter machte sich um diese Zeit eine sehr empfindliche Geschäftsstille bemerkbar. Tie Ursache lag hauptsächlich darin, daß zu Jakobi, am 25. Juli, das gesamte in Umlauf befindliche Güd eingezogen «wurde und durch neu geprägtes Geld ersetzt werden nrußte. Das älteste in Deutschlang geprägte Geld war der Pfennig, der eine Silbermünze darstellte, bei der schlechten Beschaffenheit dieser ersten Pfennige und bei den Gewichtseinbußen, die sie durch gewaltsame ^Beschädigungen. Anseilen usw. zu erleiden pflegten, hatten die Besitzer des alten Geldes erhebliche Verluste zu gewärtigen; man hielt also in der Zeit vor und unmittelbar nach Jakobi mit seinen Einkäufen zurück, bis der neue Münzfuß festgesetzt war und die greife dementsprechend bemessen werden konnten. Einige Wochen wach Jakobi entwickelte sich ein um so lebhafterer Geschäftsverkehr; die Märkte und Messen, die int Spätsommer und Frühherbst Kattfanden und zumeist mit dem Bartholomäustage (24. August) jbcgmtmm, erfreuten sich dann eines besonders starken Zuspruchs. ^Das Münzelend erreichte bald dadurch sein Ende, daß man zur «Prägung der sog. ewigen Pfennige schritt, die dem jährlichen Almtausch nicht unterlagen. Man-behielt aber auch nachher die Termine der Märkte und Messen bei. Dazu machten sich noch andere Umstände geltend, die der sommerlichen Geschäftsstille das Fortbestehen ermöglichten, ja dieses noch verstärkten. Wir können also die Sauregurkenzeit bis tief ins Mittelalter hinein verfolgen, wenn «auch der Name, den wir heute gebrauchen, damals noch nicht ge- Zrräyt tverden konnte, weil das ganze deutsche Mittelalter die saure Gurke überhaupt nicht kannte. Die Gurke und die Grrrkenkultuv selbst fand ja erst gegen Ende des Mittelalters von Osten her, von den slavischen Völkern, den Polen und Russen, bei uns Eingang zu denen sie aus Byzanz gelangt war. * ** Amtliche Persvnalnachrichten. Der Großhcrzog chat am 29. Juli dem zweiten Pfarrer Friedrich Karl Stotz zu Wabenhausen die erste evangelische Pfarrstelle daselbst und dem Pfarrer Hans Kietz zu Oppenheim die evangelische Pfarrstelle W Angersbach übertragen. — Der Großherzog hat dem Postsekretär Kaspar Reinhard in Darmstadt das Ritterkreuz 2. Kt ves Verdienstordens Philipps des Großmütigen in® dem 'Postagenten a. D. Johannes M ein in ger in Mittelgründau das M- /N'meinö Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" om Bande des Verdienstordens Phillips des Großmütigen verliehen. ** Personal Nachrichten der Eisenbahndirektion Mainz. Versetzt: Regierungsbaumeister Müller von Kreuznach -rach Mainz zur Eisenbahndirektion. Gestorben: Wagenausseher Monn, Alzey. * # Auszeichnung. Musketier Willy D o l z. 7. Komp. Res.-Jnf.-Regt. 254, erhielt das.Eiserne Kreuz 2. Klasse. — Dem Gefreiten Löb, Jniant.-Regt. Nr. 88, wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen. Das Eiserne Kreuz erhielt er bereits voriges Jahr in den Karpathen, als er seinen Haupt- wann aus russischer Gesangenschast befreite. Jakob Lob hat, 6 Söhne seit Anfang des Krieges im Felde stehen. ** Derletzte Fischmarkt beginnt amDon ners - ktag, den 3. August, vormittags 8 Uhr, in den Markt- Tauben mit dem Verkauf vcm besten frischsten Seefischen (Schellfisch, Cabliau., Schollen, Bratfisch, Neue Heringe und Salz fisch ohne Graten im Ausschnitt) zu Selbstkosten der jStadt. In der Zeit von jetzt bis Mitte September finden (wegen der warmen Witterung keine Fischmärkte statt. ** Stadtischer Eierverkauf. Wir verweisen aus hie Bekanntinachnng im heutigen Blatte. ** Seifen-Verbr auch s regelung. Auf die aUs- ASgebenen Seifenmarken der Stadt Gießen, die bis zum «30. September 1918 gültig sind, dürfen anstatt 100 Gramm peilt)eife und 500 Gramm Waschseife oder Seisenpnlv'er nur §0 Gramm Feinseife und 250 Gramm Waschseife oder Seifenpulver verabfolgt werden. Fm Monat August darf an Stelle der 250 Gramm Seisen- Hulver die gleiche Menge Schmierseife abgegeben werden. -Näheres siehe Bekarrntmachung. ** Kartoffeldiebstahl. In der Nacht zum 31. Juli chmrden in hiesiger Stadt aus einem verschlossenen Keller ttV 2 Zentner alte Kartoffeln entwendet. Mitteilungen über ,den Verbleib der Kartoffeln und des Diebes nimmt die Hiesige .Kriminalpolizei entgegen. ** Tie Beschlagriahme, Behandlung, Verwendung und Meldepflicht von rohen Häuten und Fellen (Eh. II. 111/7. 16. K. R. A.) sowie.Höchstpreise von Großviehhäuten, Kalbfellen und Roßhäuten (Ch. II. 700/7. 16. K. R. A.) betreffen zwei neue Bekanntmachungen!, die am 1. August 1916 in Kraft treten. Gleic^eitig werden die früheren Bekanntmachungen betreffend Beschlagnahnre von rohen Häuten und Fellen vom 10. 11. lst!5 und betreffend Höchstpreise von Großviehhänten und Kalbfellen vom 1. 12. 1915 aufgehoben. Wenn sich die neuen BeschlagnahmeanOrdnungen auch im wesentlichen auf den bisher geltenden Bekanntmachungen aufbauen, so enthalten sie doch auch eine Reihe neuer Bestimmungen, die für die betroffenen Kreise von Wichtigkeit sind. So bezieht -sich die neue Bekanntmachung nicht nur auf Großviehhäute und Kalbfelle, sondern auch auf Roßhäute (Ponyhäute) urid Fohlenfälle von einer bestimmten Länge an. Die Veräußerungserlaub!- nis des beschlagnahmten inländischen Gefälles ist fast ganz iik^der bisherigen Weise geregelt. Nur sind für die Behandlung der «Häute und Felle bis zur Ablieferung an die Gerberei noch weitere Bestimmungen getroffen worden, deren Einhatttmg die VorauK- setzung für die erlaubte Verfügung über das beschlagnahmte Gefälle bildet. Diese Bestimmungen beziehen sich besonders auf die Art der Schlachtung und aus die Buchführung über das Gefälle. Ganz neu gegenüber dem bisherigen Zustande sind die eingehenden Vorschriften, die hinsichtlich der Behandlung der Häute und Felle nach Ablieferung an die O^erbereien getroffen sind. Die den Gerbereien gegebene Erlaubnis, die Häute und Felle zu Leder zu verlarbeiten und über die hergestellten Erzeugnisse zu verfügen!, ist an die Jnnel-altung sehr eingehender VorscLyttfien bezüglich der Verarbeitung der .Häute geknüpft. So wird den Gerbereien die Verarbeitung der Häute und Felle mit gestattet, wenn aus bestimmten Häuten bestimnite Ledersorten hergestellt werden. Das aus deni Auslande eingesührte Gcsälle ist, wie bisher, nicht von der Beschlagnahme betroffen. Es unterliegt nur der Meldepflicht Md LoüerbuchfühLmrg. Die neue Bekanntmachung betreffend Höstpreise weicht insofern von der bisherigen ab, als )it sich nicht nur ans Großviehäute und Kalbfelle, sondern auch auf Roß- häute (Ponyhäute) und Fohlenfelle erstreckt. Die Höchstpreise haben eine .Herabsetzung erfahren. Außerdem sind abweichend von den bisherigen Bestimmungen zwei verschiedene Höchstpreise festgesetzt worden. Der volle Höchstpreis wird von der Kriegsleder-Aktienge- sellschaft nur für diejenigen Häute und Felle bezahlt werden, die innerhalb der in der Bc«chlagnahmebekannttnachung vorgeschriebe- nen Zeit veräußert worden sind. Für diejenigen Häute und Felle aber, die nicht innerhalb dieser Zeit veräußert oder nicht vorschriftsmäßig eingearbeitet und deshalb nach den Beschlagnahme bestimmungen meldepflichtig geworden sind, ist ein niedrigerer Höchftpreis festgesetzt worden. Der Wottlaut beider Bekannt machungen ist im heutigen Kreisblatt abgedruckt und am Bürger meistereigebäude angeschlagen. ** De r Rhein-Mai nische Verband für Volk bildUnglunddas Soziale Mir se u m veranstalten Sonntags den 6. August 19156, vormittags 9Vs Uhr beginnend, im großen Höifaale, Frankfurt a. M., Nene Kräme 9, einen .Kursus über „Einführung in die Kenntnis und Verwettung der eßbaren Pilze Gleichzeittg soll eine Ansprache stattfinden über „Die Sicherung der Obsternte 1916". Die Veranstaltung schließt sich dem am Und 8. März 1914 stattgefundenen kriegswittschastlichen Lehr gang und der am 2. April 1916 stattgehabten Bortragsfolge über „Die Sicherung der Ernte 1916" an. ** OeNentliche Bücherhalle. Im Juli wurden 2 4 91 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1595, Zeitschriften 141, Jugendschriften 179. Literaturgeschichte 10, Gedichte und Dramen 49, Länder- und Völkerkunde 64 Kulturgeschichte 29, Geschichte undBioqraphien 142, Kunstgeschichte 21 Naturwissenschaft und Technologie 107, Heer- und Seewesen 23, L)aus- und Landwirtschaft 1b, Gesundheitslehre 20, Religion und Philosophie 41, Staats Wissenschaft 15, Sprachwiffenschast 12, Fremd sprachliches 28 Bände. Nach auswärts kamen 43 Bände. Landkreis Gießen. ga. Grünberg, 2. August. Musketier Julius Ritter ist in den Kämpfen in Galizien verwundet worden und bald darauf in einem Feldlazarett den Heldentod fürs Vaterland gestorben. — Unteroffizier Rudolf Zimmer würde am 27. Juli mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet. LJ Lang-Gons, 2. Aug. Von Musketier Karl B r ü ck e l, der seit Juni vermißt gemeldet wurde, kam heute die Nachricht, daß er in russischer Gefangenschaft sei. ga. Reinhardshain, 2. Aug. Leutnant Ludw. Dörr bei der Fliegerabteilung Nr. 8 wurde mit dem Eisernen Kreuz er st er Klasse ausgezeichnet. Er steht seit Kriegsbeginn im Felde. s. S t e. i n b a ch , 2. Aug. Kanonier Peter Becker, Sohn des Straßenwart Becker, der beim Res.-Feld-Art.-Regt. 21 im Westen steht, wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen. Kreis Büdingen. Xä. Bad Salzhausen. 2. Aug. Bis Ende Juli besuchten 9 21 K u r g ä st e unser Bad (1915 — 409); es wurden bis dahin 4959 Bäder abgegeben (1915 — 5232 einschl. an Verwundete). Am 1. August sind anwesend — 309 Kurgäste. Kreis Alsfeld. oz. Alsfeld, 2. August. Landwirtschaftslehrer Dr. Lung, z. Zt. Leutnant und Kvmpagnieführer, wurde nrit dem Eisernen Kreuz 1. Kl. ausgezeichnet. Das Eiserne Kreuz 2. .Kl. und die Hessische Tapserkeitsmedaille waren ihm bereits früher verliehen Worden. Kreis Lauterbach. Ia. Lauterbach, 2. Aug. Das Eiserne Kreuz erhielt Meldereiter Gefreiter Günther, Maar, im Reserve-Jnfanterie-Regi- ment Nr. 221. Kreis Schotten. ga. H v h e r o d s k o p f, 2. August. Man bittet im Interesse der Ferien ausflügler mitzuteilen, daß durch kreisamtliche Anordnung es dem Klubwirt auf dem Hoherodskopf bei Breungeshain verboten ist, Fleischspeisen irgendwelcher Art an Touristen, die nicht gleichzeitig Uebernachtungsgäste sind, zu verabreichen. Da Eier zu den Höchstpreisen von dem Klubwirt nicht erreichbar und Fabrikhand käse zurzeit recht mäßig sind. Muß der Tourist aus dem Rucksack leben oder mit der Verköstigung bis Hoch- waldhauscn warten. Wer also eine Tour nach dem Hoherodskopf machen 4vill, übernachte entweder im Klubhaus oder bringe die Lebensmittel nrit. Muse und heischten Milde für ihren Erzeuger. Aber das Gericht vermochte einen Notdiebstahl, der unverschuldete Not zur Voraussetzung gehabt hätte, nicht anzuerkennen, denn kein Mensch muß dichten. Es erkannte daher auf zwei Monate Gefängnis. --- Frankfurt a. M., 2. August. Die Zentrale für prr- vate Kriegs fürsorge vereinnahmte in den zwei Jahren ihrer Tätigkeit 8 085 660 Ml. und verausgabte davon 7 699 339 Mk Unter den Ausgaben stehen obenan: 4 490 204 Mk. für Unterstützungen von Kriegerangehörigen und Arbeitslosen, für Krankenkassenbeiträge und Besorgung von Lebensmitteln, 650 000 Mk. für Lazaretteinrichtungen, 465 232 Mk. für Erfrischungsstationen, 302 866 Mk. für von den Gebern besttnrmte Zwecke, 233 691 Mk. für Liebesgaben, 112 484 Mk. für Lazarettzüge, 100 000 Mk. für Arbeitslose, 50000 Mk. für das Nassauische Rote Kreuz, 38500 Mk. für „Bücher an die Front" usw. F. C. Gelnhausen, 2. Aug. Die hiesige Stadtverwaltunq hat nut den benachbarten Gutsbesitzern ein Abkommen dahin getroffen, daß sie durch ihre Gefangenen die Frühkartoffeln selbst ansinachen läßt und zum Verkant bringt. Die Kartoffelnot ist dadurch behoben. ch. Braubach, 1. Aug. Der Kapitän!eutnant Schwarz, der als Burgha u p 1 mann des auf der Marksburg eingerichteten In validenheims tätig sein wird, ist hier eingetragen. F. C. Aus der Rhön, 1. Aug. Der 70jährige Konrad Winterling in Reulbach wurde von einer Kuh mit den Hörnern angegriffen und so schwer verletzt, daß er unter qualvoller Leiden starb. F. C. Vom Rhein, 1. Aug. Die holländischen Schocker, fischer singen gestern in der Nähe von Oberlahnslein einen S a I ir irrt Gewichte von 21 Pfund. vermischte». Hamburg, 1. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Nachmittag- k enterte in der Nähe von Blankenese bei Meyersand ein vor acht jugendlichen Personen besetztes Segelboot. Trotz sofortige- Rettungsversuche konnte nur ein Knabe gerettet werden. Döche«L Aekxrflcht derTo-ersSIIe L i». Stadt Sichen, 27. Woche. Vom 2. bis 8. Juli 1916. Einwohner-ahl: angenommen |j 33100 (mkl. 1600 Mann Militär SterblichkeitSziffer 28,26*/,,. Nach Abzug von 10 Ortsfremden: 12,56°/^. ES starben an 8u|. Erwachsene Kmder tm r. Lebens- vom 2. dv jabr U. QaJr Angeborener Lebensschwäche 3(2) — 3(2) _ Altersschwäche 2(1) 2(1) an den Folgen der Geburt Kl) KD — — Keuchhusten 1 1 — Tuberkulose Krankheiten der Kreislauf- 2(1) 2(1) —- —• organe 1(1) Kl) — — Gehintschlag anderer, Krankheiten des 1 1 — — Nervensystems 2 (1) 2(1) — — Krebs anderen benannten Todes- 1 (1) KD — — Ursachen anderen Krankheiten der Der- 2(1) 2(1) — — dauungSorgane 2(1) 2(1) — — Summa: 18 (10) 14 (8) 4(2) - A n m.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankhett auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Veröffentlichung des Großh. Kreisgesundheitsamts Gießen Dr. W a l g e r, Med.-Rat. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlichcr Wetterdienst, Gießen. Wetter aus sichten in Hessen am Tonnerstag, den 3. Aug. 1916 . Zunehmende Bewölkung, vorwiegend trocken. Keine Temperatur- Veränderung, Gewitterneigung. Kreis Friedberg. bnz. Bad-Nauheim, 2. Aug. Dem Landsturmmann Friedr. Wilh. M u t h wurde das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen. bz. Butzbach, 2. Aug. Am Sonntag nachmittag fanden Kinder im CrmvÄberger Wald oberhalb der „Kleinmühlc" im Gebüsch liegend 7 Sacke mit Frucht und Mehl, ^uackdem der Polizeibehörde zu CranZberg davon Mitteilung gemackst worden war, begab man sich zur Furrdstellc. Aber siehe da, inzwisck)cm waren schon zwei Säcke davon wieder verschwunden. Es konnten noch zwei Säcke Korn, zwei Säcke Mehl und ein Sack (Bdytot in Gewahrsam gebracht werden. =7 Vilbel, 1. Äug. In der hiesigen Schloßruine mit ihrer stimmungsvollen Umgebung plant der Ausschuß für Volksvorlesungen in Verbindung mit dem Rhein-Mainischen Verbandstheater eine Freilichtaufführung von Wildenbruchs Ritterdrama ^Die RabensteineriuE. Kreis Wetzlar. ke. Wetzlar, 1. Aug. Der 14jährige Karl Henrich aus Niederquembach wurde auf einem hiesigen Werke so schwer verletzt, daß er bald darauf starb. Wa. Wetzlar, 2. August. Mit dem Eisertren Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet wurden: Gefreiter Otto Gilbert, 3. Garde- Regt. zrr Giß, Unteroffizier Wllhelm Weller, Batl.-Tamb., Jnf.-Rey. Nr. 224, aus Garbenheim, und Landsturnv-Rekruit Ludwig Bamberger, Jnf.-Rog. Nr. 143, aus Garbenheim. — Der frühe« Kommandant des lnesigen Kriegsgefangenenlagers. Oberst Bötticher, wurde zum GenevÄmajor ernannt. Hessen-Nassau. () Marburg, 1. August. Der gesteigette Verkehr in diesem Sommersemester — und vielleicht auch das Regenwetter — hatten zur Folge, daß die Straßenbahn im Monat Juli allein 9430.40 Mk., gegen 7240.88 Mk. im Zeichen Monat des Vorjahres, einnahm. Die Gesamteinnahmen vom 1. April bis 31. Juli betrugen 34 129.20 Mk. gegen 28 082.14 Mk. in der gleichen Zeit im Vorjahr. Bemerkt sei, daß die Oberstadt-Linie seit Kriegsäns- bruch nicht mehr gefahren wird. — Die hiesigen Ziegenhal-» ter haben sich zu einer Ortsgruppe des Kreis-Ziegenzuchtvereins zusammengeschlossen. — Das Landratsamt ersucht die Bürgermeister, den Gerüchten, daß eine Erhöhung des Salzprei- s e s bevorstehe, cntgvgenzutteten. ha. Biedenkopf, 2. Aug. Der Schwester Clara von S ch m i s i n g - K e r s s e n b r o ck ist die österreichische Ehrenmedaille vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration verliehen worden. () Holzhauscn, 2. August. Einer der ältesten kuthessi- schen Lehrer, Kantor K. Bodenbender, hat iw Atter von 82 Jahren das Zeitliche gesegnet. Der Verblichene, der aus Hassenhausen stammt, hat viele Jahre die hiesige Schulstelle versehen. hl. Münchhausen, 2. Aug. Die hiesigen Schulkinder ammeltett zum Besten armer Kinder in der Stadt Marburg 225 Eier. Kz. Frankfurt a. M., 2. Aug. Es wird furchtbar viel gedichtet letzt. Gar graufanr reimen die Verseschmiede auf die Menschheit los. Auch ein Ausläufer hier, wie die „Kleine Presse" erzählt, hatte Krregsgedichte gemacht, die er für würdig hielt, der Mit- und Nachwelt zugüngjlich zu machen. Ta er keinen Verleger dafür fand, verlegte er sie selber. Der Druck aber kostete heillosis Geld und der Dichter geriet in ein finanzielles Ählaimnassel, das ihit verleitete, lange Finger im Eseschäft zu nvachen und für ettva 150 Mark Ware sortzuschteppeu. Nmt stand er vor dem Schöffengericht. Auf dem Tisch des' Hauses lagen die Kinder seiner Letzte Nachrichten. Tie „Deutschland^ auf der Rückreise. B a l t i m o r e, 2. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Rcuterschen Bureaus. Die „Deutschland" hat heute nachmittag ihre Mckrcise angetrcten. * Stürmer. i Köln, 2. August. Die „Köln. Ztg." meldet ans Kopenhagen:- Dem Moskauer „Rußkoje Slowo" zuß>lgc sichette sich Stürmer gleichzeittg damit, daß der bisl-erige Justtzminister Ch wo stow das Mnisterium des Innern übernahm mit neuen ausgedehnten Machtbefugnissen, die sich nicht nur auf die Bekämpfung der Lebeusmittelnot, sondern auch auf andere wichtige Fragen erstrecken. Diese neue Machtbefugnis erhält Stüruter seinen bisherigen Einfluß in allen Ministerien ohne Ausnahme. Der bisherige Inhaber des bisher von Stürmer nebenbei verwalteten! Ministeriums des Jnneru, Gras Bobrinski werde in einigen Tagen seinen Mschied nehmen. Russischer Durchmarsch durch Rumänien? Wien, 2. Aug. Das rumänische cntentefreundliche Blatt „Galatz" schreibt: Das Einvernehinen Runräuiens mit den Machten der Entente ist abgeschlossen. Brattanu hat sich definitiv geäußert: Vom 1. bis 15. August wird die rumänische Arnree mobilisiert werden. Die Vorbereitungen dazu sind schon seit langer Zeit getroffen. Rumänien wird aber an dem^ Weltkriege nicht aktiv teil- nehmen. Es wird nur nwbilisieren, unt feine Grenze zu r>cr- teidigen. Gleichzeitig wird die russische Armee'durch die Dobrudscha in Bulgarien einmarschieren. Diese Op?rattonen iverden zugleich mit der Offerffivc der Salonikiarm-ee beginnen. Rumänien wird eine Proklamation erlassen, in der es erklären wird, daß es 'niemanden gegenüber Angriffsvbsichten verfolgt, daß es aber, da Rußland die Durchführung der Besttmmurrgen des Bukarester Vertrages vom Jahre 1913 init den Waffen in der Hand betreibe, ich den russischen Wfichten mcht entgegenstellen könne, da cs selbst diesen Vertrag infolge seiner schwachen nttlitärischen Kraft den Großmäckiten gegenüber nicht durchführen könne. Budapest, 2. Aug. „Az Eft" berichtet aus Bukarest: Der König ist programmäßig wieder aus Bukarest abgcreist und mit ihm leitende Männer und führende Politiker, unter denen sich auch Marghilonuin befindet. Die Ruhe, die die Russophilen für einige Tage gestört halten, ist wiederherge«stellt. Der große Sturmlauf, der von Filipes c u u n d seinen Anhängern im Jnteresse der Entente eingelcitet war, ist zu- ammcngcbrochen, und l)ente bettachten die Anhänger der Entente den 14. August nicht mehr als jnten Tag, cm dem Rumänien nach ihrer Berechnung seine Mion hatte beginnen sollen. Die Russophilen selbst betrachten dieses Kapitel ihrer Agitation als ab- gesckstbssen und geben zu«, daß der Erfolg ansgeblieben ist. Der Audienz Take Joneseus beim König, die übrigens nur kurze Zeit dauerte, wird von den Anhängern dcw Entente selbst keine Bedeutung beigemessen. Joneseu selbst antwortete nach der Audienz auf Anfragen halb humoristiscli, halb erbittert: „Die Deutsck>en haben unS tvieder rttedergewälzt!" — Die Bukarester „Epoea" erklärt, der Staatssekretär des MiegeS, Jlieseu, werde demnächst in wichtiger Mission nach dem Auslande reisen. Gestern abend entschlief sanft nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser herzensguter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Johannes Sommer im 52. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Elise Sommer Ww. und Söhne, z. Zt. im Felde. Gießen (Ebelstraße 13), den 1. August 1916. [5560 Die Beerdigung findet Donnerstag, den 3. August, nachm. 4 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. Evangel. Arbeiterverein. Unseren Mitgliedern die traurige Mitteilung, das; unser Mitglied Herr Johannes Sommer gestorben ist. Der Vorstand. Die Beerdigung findet Donnerstag, nachmittags 4 Uhr, aus dem neuen Friedhof statt. L^D Wohnung zu vermieten. '4440 Lange, Neustadt 47. 7 Zimmer Zimmerwobnrmg mit all Zubehör, herrschaftlich eingerichtet zu vermieten. 21871 Ludwigstrafte 46. vantjagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, sowie für die zahlreichen Kranzspenden sagen wir herzlichen Dank. ^ Zamilie Georg Rinn. Henchelheim, den 1. 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