Kr. 178 Der «tfjmr Anzeiger erscheint tikqkch, außer Sonntags, - Beilagen: otermal ivöchentlrch O^»erFMm^e vd tütier; zwemrol wöchencl.Kreis- dlottOktt» Kreis Sietzen (DvoStag und Freilag): zweimal monarl Lanü- mttffch«Mche Zeilfrageu Fenckprech - Einschlüsse: lürdieSehristleilunallL Bertag,Geschäir4ftetteo1 Adresse iür Drahtnachricht«: rkyeiger Sichen. 'Aimatymt von Anzeigen für dee Taqesnuininar bis zum Abend vorher. Erstes ölatt lob. Jahrgang Vienstag, 1- August MS General-Anzeiger für Oberhefjen Not^Ei-enck «n* vertag 6er VrShj'schen Lnw.Guch- ttftft Steindryckerei B. Lange. Schristleftmrg. Seschäftssrette n«d Druckerei: Schulstr. 7. Sezu gborer- inonatl. 90 Vf., vierte l- jährl. Mk. 2.65-. durch Abhvle- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk. 2.45 viertel« jahrl. ausschl. Bestellg. Zeilerrprets: lokccklbPs., ausw. 20 Pf. — fxnjpt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R. Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen, Ein Ausruf des Kaisers. Grotz«4 Kauptauartier. 31. Juli. (Amtlich.) Wcstlicher Kriegsschauplatz. Die englischen Unternehmungen bei Pozisres und Longueval erstreckten sich bis in den gestrigen Tag Eie leiteten einen neuen, großen englisch-französischen Angriff ein. der zwischen Longueval und der Somme am Morgen unter Einsatz von mindestens sechs Divisionen einheitlich erfolgte. während er zwischen Poziöres und Longueval tagsüber durch unser Sperrfeuer nicdergehalten wurde und erst' abends in Einzclangriffcn mit ebenfalls sehr starken Kräften zur Durchführung kam. U e b e r a l l i st d e r F e i n d u n- ter schtve rste n blutigen Vertu ft en abgemiesen worden, keinen Fuß Boden hat er gewonnen. Wo es zu Nahkörnvftn kam. sind sie dank dem schneidigen Dravsgehen bayrischer und sächsischer Reservetrupven. sowie tapferer Schleswig-Holsteiner zu unseren Gunsten entschieden. Zwölf Offiziere, siebenhundertneunund- sechzig Mann des Gegners wurden gefangen genommen, dreizehn Maschinengewehr? erbeutet. Südlich der Somme Artillerickämpfe. In der Gegend von Prunay (Champagne) brach ein schwächerer französischer Angriff in unserem Feuer zu- ftwrmeu. Oeftlich der Maas verstärkte sich das Artilleriefeucr mehrfach zu größerer Heftigkeit: südwestlich des Werkes Thimrmont fanden kleine Handgranarenkämvfe statt. Sin feindlicher Fliegeraugrift auf Eonflans wurde mtt Ferner auf Pont a Mousson beantwortet. Ein auf Müllheim in Baden angesetztes französisches Flugzeugge- schmader wurde bei Nenenburg a. Mein von unseren Fokkern gestellt, in der Flucht geschlagenund verfolgt. D«s feindliche Führerflugzeug wurde nordwestlich von Mühlhausen zum Absturz gebracht. Leutnant Hochndorf setzte nördlich von Bapanme den elften. Leutnant Dintgens östlich von Pcronne den zwölften Gegner außer Gefecht. Je ein ftanzofischer Doppeldecker ist westlich von Pont ä Mousson und südlich von Thiaucourt (dieser durch Abwehrfeuer) abgefchoften. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Beiderseits von FriedrichftÄt wurden russische Aufklärungsabteilungen abgemiesen. Angriffe gegen unsere Ka- rmlstellung westlich von Logischin und bei Nobel (am Stru- mie«. südwestlich von Pinsk) sind gescheitert. Die gegen die Heeresgruppe deSGeneralS von Liusi»gen fortgesetzten starken Anstürme der russischen Truppenmasftn sind auch gestern siegreich abgewehrr worden. Sie haben dem Angreiferwiederumdie größten Verluste eingetragen. Den Hauptdruck legte der Feind auf die Abschnitte beiderseits der Bahn Koroel-Sarny, zwischen Witoniez und der Turya, südlich der Turya und beiderseits der Liva. Gin gM vorbereiteter Gegenangriff warf den Feind, der bei Zarocze (südlich von Stobychwa) vorgedrungen, wieder zurück. Soweit bisher festgestellt, wurden gestern e in tau - sendachthundertneunundachtzigRussen (dar- uuter neun Offiziere) gefangen genommen. Unsere Fliegergeschwader haben während der letzten Kampftage dem Gegner durch Angriffe auf Untertunftsorte, marschierende und biwakierende Truppen, sowie die rückwärtige« Verbindungen erheblichen Schaden zugefügt. In Fortsetzung der Angriffe im Abschnitt nordwestlich und westlich von Buezacz gelang es den Russen, an einzelnen Stellen in die vorderste Verteidigungslinie cinzudringen. Sie sind zurückgeworfen. AlleAngriffesindsiegreichab- gewehrt. Balkan-Kriegsschauplatz Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. Es sind männliche, entschlossene und schöne Worte, die der Kaiser bei der Vollendung des zlveiten Kriegsjahres an das deutsche Volk gerichtet hat, sie sind würdig des erhabenen Geistes, der die Führung auch beim weiteren Fortgang des Krieges behalten muß, und sie treffen das Große und Ganze, das alle Deutschen zusammenhält. Warum hat der Kaiser mit keinem Worte die Meinungsstreitigkeiten berührt, die um die Person und Ziele seines Kanzlers geführt worden sind? Die Antwort ist leicht zu finden: weil Herr v. Beth- mann Hollweg der Mann seines Vertrauens geblieben ist und weil der Aufruf offenbar in vollem Einverständnis mit dem Kanzler abgefaßt worden ist. Wie der Kaffer beim Mrsbrnch des Krieges das Losungswort gefunden hat: Ich Kegne keine Parteien mehr, so hat er uns setzt ohne große Worte wissen lassen, daß er sich durch kein vorzeitiges Fe stiegen auf ganz bestimmte Pläne beirren lassen will und nicht auf Forderungen der Alldeutschen, noch weniger auf Einflüsterungen von Flaumachern hört. Wir vernehmen aber aus dem Aufrufe das, was wir uns in der letzten Zeit oster auch aus des Kanzlers ?.Nund gewünscht hätten: der Si e g e s w i l l e in der Führung des Reiches ist unerschüttert geblieben. Es ist, nach dem Wortlaut des Aufrufes, nichts abgeflaut an den ursprünglichen Vorsätzen. So hoffen wir, daß, wenn die Stunde ruft, unsere Regierung ihrer großen Ausgabe gerecht lverden wird. Haute kann man sie weder loben noch tadeln, denn die Daten werden allein gewertet und diese Taten sind noch nicht aus dem „sicheren Winkel des Herzens" unserer obersten Führung' hcrvor- getreten. Der Kaiser hat jetzt um neues und erneutes Vertrauen geworben, und es wird niemand zögern wollen, seinem Rufe und seiner Aufforderung zu folgen. Das Wort „Vertrauen" hat er nicht einmal ausgesprochen. Er tM aber, was besser ist, seine eigene feste Zuversicht bekundet, nicht, daß überall blindlings die Wünsche und Ansichten zum Schweigen kommen, sondern die feste Zuversicht, die ihn nie verlassen habe, daß Deutschland siegen werde. Darum kann, so erklärt er, dem Volke nichts seihe Entschlossenheit und Ausdauer erschüttern. Und stark, stolz, metallisch klingen die Schlußworte, die von der- Zukunft unseres Reiches sprechen. Schwache Kriegsziele lassen sich in solche Aussprüche nicht hinerndeirten. Auch in seinem. Erlaß an Heer und Flotte komm! dieselbe Zuversicht des Kaisers zum Ausdruck, und es ist, als sei der Satz auch drohend gegen den Feind gerichtet: Wir werden in diesem EnffcheidungSkampfe auch im dritten Kriegsjahre die alten bleiben! Ein frohes Zu.tra.nen auf deutsches Glück erhöht die Herzlichkeit der kaiserlichen Botschaften. die dem Volke, das nach des Reichskanzlers Wort heiße Liebe verdient, innige Dankbarkeit für alle bisherigen Leistungen bezeugen. „Aus Deutschlands Fluren lohnt Gottes Gnade des Landmanns Fleiß mit reicherer Frucht als wir zu hoffen wagten." Die neuesten Scklachtenberichte aus West und aus Ost sind günstig, und das drifte Kriegsjahr hält uns bei seinem Beginn die Verheißung eines glücllühen Friedens vor. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 31. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verüwtdart: 31 J'lli 1916. Lusfischer Kriegsschauplatz Auf den Höhen östlich von K i r l i B a t a wurde in der vorletzten Nacht durch Truppen der Armee Pflanzer-Baltin ein russischer Vorstoß abgeschlagen. In Südo st- Galizien verlief der Tag verhältnismäßig ruhig. Im Westen und Nordwesten van Buczacz setzte der Feind seine Angriffe nach wie vor mit größter Zähigkeit fort. Hs wurde mich gestern erbittert mW hartnäckig gekämpft. Die verbündeten Truppen haben alle Stellungen behauptet. UmnitteLar westlich von Brody scheiterten mehrere nüchttiche Angriffe des Gegners. Auch in Wolhynien opferte der Feind gestern wieder ungezählte Tausende von Kämpfern ohne jeden Erfolg Do immer er anstürmte (bei Zwiniacze. westlich und nordwestlich von Suck und zu beiden Seiten der von Sarny nach Kowel führenden Bahn), überall brachen seme Sturmkolonncn zusammen. Südlich von Stobychwa. wo er vorübergehend auf dem linken Stochoduftr Fuß faßte, wurde er wieder zurückgelrieben. Die in Wolhynien kämpfenden verbündeten Truppen haben gestern mehrere russische Offiziere und 20 00 Mann gefangen genommen und drei Maschinengewehre erbeutet. Italienischer Kriegsschauplatz. In den Dolomiten wurde gestern im Gebiete der Tofauen der Angriff mehrerer Alpini-BatailLone bluttg abgewiesen. 135 Italiener, darunter 9 Offiziere, wurden gefangen. zwei Afaschine^ewehre erbuttet. An der I s o n z o > F r o n t unterhielt die feindliche Artillerie ein heftiges Feuer gegen den Tolmeiner und Görzer Brückenkopf, sowie gegen unsere Stellungen am Monte San Michele. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. j Erlasse des Kaisers. «n das Volk. Berlin. 31. Juli. (WTB Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser hat an den Reichskanzler folgenden Erlaß gerichtet: „Zum zweiten Male kehrt der Dag nsteder, an dem mich die Feinde zwangen. Deutschlands Söhne zu den Waffen zu rufen, ujnt die Ehre icnb den Bestand des Reiches zu schützen. Zwei Jahre beispiellosen Heldenmutes in Taten und Leiden hat das deutsche Volk d-urchmchjen, Heer und Flotte haben un Verein mit den neuen und tapferen Bundesgenossen in Angriff und -)lbwehr den höchsten Ruhm erworben Viele Tausende unserer Brüder haben ihre Treue gegen das Vaterland nrit ihrem Blute besiegelt. In West und Ost begegnen unsere heldemwüitrgon Feldarauan m unerschütterlicher Festigkeit dem gewaltigen Ansturm des Gegners. Unsere junge Motto hat am ruh nrnchchk n Dage von Skagerrak der englischen Armada einen harten Schlag versetzt. Leuchtend stehen mir die Taten nie ermüdenden Opfermutes und treuer Kameradschaft an der Front vor Augen. Aber auch daheim ist Heldentum: Bei Mann und Frau, bei jung und alt, bei allen, die Trauer und Sorge still und tapfer tragen, die ordnen helfen, um die Leiden des Krieges zu mildern, in der Arbeit derer, die Tag und Nacht unermüdlich schaffen, um unsere kämpfenden Brüder im Schützengraben unb auf der See mit allem notwendigen Rüstzeug zu versorgen. Die Hoffnung der Feinde, uns in der Herstellung von Kriegsmitteln zu überflügeln, wird ebenso zuschanden werden, wie ihr Plan, durch Hunger zu erAvin- gen, was ihr Schwert nicht erreichen kann. Auf DeutschLcmds Fluren lohnt Gottes Gnade des Landmanns Fleiß mit reicherer Frucht, als wir zu hoffen wagen. Süd und Mrrd wetteifern darin, die rechten Wege für eine brüderliche Verteilung von Nahrung und anderem Lcbensbedarf zu finden. Allen, die draußen und daheim für Volk und Heimat kämpfen und streiten, ihnen allen gilt mein heißer Dank. Noch liegt Schweres vor uns. Zwar regt sich nach den furchtbaren Stürmen zweier Kriegsjahre die Sehnsucht nach dem Sonnenschein des Friedens in jedem menschlichen Herzen. Aber der Krieg dauert fort, weil die Losung der feindlichen Machthaber auch heute noch Deutschlands Vernichtung ist. Auf unsere Feinde allein fallt die Schuld des weiteren" Blutvergießens. Niemals hat mich die feste Zuversicht verlassen, daß Deutschland trotz der lieber za hl seiner Gegner unbezwingbar ist, und jeder Tag befestigt sic aufs neue. Das deutsche Volk weiß, daß es um sein Dasein geht. Es kennt seine Kraft und vertraut aus Gottes Hilfe. Darum kann nichts seine Entschlossenheit und Ausdauer erschüttern. Wir iverden diesen Kampf zu einem Ende führen, das unser Reick vor ernem neuen Ueberfall schützt und der friedlichen Arbeit deutschen Geistes und deutscher Hände für alle Zukunft ein freies Feld sichert Frei, sicher und stark wollen nur wohnen unter den Böllern des Erdballs. Dieses Recht soll und wird uns inerwcmd rauben. Ich beauftrage Sw, diesen Erlaß zur öffentlichen Kenntnis zu bringen. Großes Hauptguartrer, den 31. Jllli 1916. Wilhelm I. L. An Heer und Flotte. Berlin, 31. Juli. Se. Mas. der Kaiser hat die nach- folgende Kundgebung erlassen: An die deutsche Wehrmacht zu Lande und zur See! Kcmieraden' DaS zweite Jahr des Weltkrieges ist vvllendtt. Es war, wü das erste, für Teuffchlarids Waffen ein RuhmeSjahr! Aul allen Fronten habt Ihr dem Feinde neue, schwere Schlage versetzt^ Ob er niedergekmnpft der Wucht Eueres Angriffs nnch oder ob er. durch fremde, aus älter Wett zusammengerosste und erpreßte Hilfe verstärkt. Euch den Preis der bisherigen Siege wieder zu entreißen suchte: Ihr habt Euch ihm stets stberlegeii gezeigt. Auch da. wo Englands Gewaltherrschaft unbestritten inar, aus den freien Wogen der Sec, habt Ihr siegreich gegen erdriickende Uebermacht gejochten. Die Anerkenrrmig Erreres Kaisers und die stolze Ü$f- Minderung der danGaren Heimat sind Euch für diese Taten unerschütterlicher Treue, kühnen Wagemutes urrd zäher Tapferkeit gewiß. Wie das ?lndenken an die gefallenen Helden, so wird auch Euer Ruhm bis in die fernsten Zeiten marken Was die Wehrmacht vor dem Feinde an Lorbeeren pflückte, trotz Not und Gefahr stets hochgemut, tmal ihr das stolzeste Los des Soldaten beschert mar, ist unzerttennliä) verknüpft mit der hingebungsvollen und unermüdlichen Llrbeit des HeimatheereS. Immer frische Kräfte hat es den fechtenden Truppen zugefühtt. immer wieder das Swwert geschärft, das Deutschlands Zrrpersicht und dex Feinde Schrecken ist. Auch dem Heimath^er gebührt Mein und des Vaterlandes Tank! Noch aber sind die Macht und der Wille des Feindes nicht gebrochen. In schwerem Streite müssen wir werterrckigen um die Sicherheit unserer Lieben, um des Vaterlaiides Ehre und für die Größe des Reiches. Wir werden in diesem Entichei- s ch e i d U n g s k a nr p s e, gleichviel ob der' Feind ihn mit Waffengewalt oder mit kalt berechnerckcr Tücke führt, auch im dritten Kriegsiahr die alten bleiben. Der Geist der Pflichttreue ge>nii das Vaterland und der unbeugsame Wille zun: Siege durchdringen heute, imc am ersten Tage des Krieges, Wehrniacht mtb Heimat. Mit Gottes giiädüge? Hille, dessen bin Ich gewiß, werden Eure zukünftigen Taten d< vergangenen und der gegenwänigen würdig sein! Großes Hauptquartier, den .'ll. Juli 1916. Wilhelm I. R. Ein Dank an die Arbeiter in der Heimat. An den Reichskanzler. Berlin. 1. Mg. > WT B. Amtticv. > D as A rmeeoerord-« nungsblatt veröffentlicht nachstehenden allerhöchsten D a n ke r l a ß: ..lieber der unauslöschlichen Dankespftickt gelfeii unsere todesmutigen Käutpfer drmißen, werde ich und wird ganz Deutschland iriemals derer vergessen, die in der Heimat in treuer Pflickn ersüllung rastlos tätig waren und tätig sind, alle Streitmittel in vorbildttcliar Vollkommenheit zu schaffen, die Heer und Marine zur Ersülllmg ihrer gewaltt.-reii Mrsgaben Tag für Tag gebrauä>en. Ich beauftrage Sie. merneii uiid deS VaterlairdeS besonderen Danl allen denen Mi.szusprechen. die in nimnier ruhender Geistesarber oder an der Werkbank, anr Schmredeseuer oder im tiefen Sämär ihr Bestes stttgeben. mn unsere Rüstung stabil,an und undnrch. dringlich zu erhalten Gleicher Dank gebülnl auch den tapfer nr Frauen, die den, Gebote der Stunde gelwrcheird, zu ihreli m dieser Zeit wahrlich nicht leiäuen Fraueirpftichten geni auch dce hatte Männerarbeit aus sich nalpnen. Sie alle dürfen mit Recht das stolze Bewußtsein in sich tragen, ch- tung aussprechendem schwarzen Ltsten sei von Volk und Regierung mit schmerzlicher Ueberraschung ausgenommen worden. Sie scheine der Regierung eine Politik willkürlichen Einmischens in den neutralcat Handel darzustellen^ wogegen in ents chieden - sten Ausdrücken zu protestieren ihre Pflicht sei. .Der Ilmfang und die Wirkung dieser Politik ersä-eine außerordentlich. Nach Demselben Grundsatz kömaten Amerikaner in den Vereinigten Staaten einer ähnlichen Bestrafung unterworfen tverden wie einheimische geschäftliche Uatteratehmungen, falls es sich nur ergebe, daß fie mit einem ihrer eigenear Landsleute Handel trieben, dessen Namen auf der Liste stehe. Die Regiermtg der Vereiuigteaa Staaten erlaube sich, die englische Regierung daran zru erinnern, daß die Bürger der Vereinigten Staaten durchaus innerhalb ihrer Rechte blieben, wenn sie versuchten, mit bcr Bevölkerung oder den Regierungen einer der Kriegsühven'- däu Nationen Handel zu treiben. Sie seien dabei nur festbestimmten internationalen Abmachungen und Vereinbarungen unterworfen. welche die englische ^Regierung, avie es der Regierung der Bereinigten Staateta scheint, zaa 'leicht genomnaeN uard zu .lKuftg mißachtet habe. Die EinfüHrurag der schavarizert Liften sckftebe diese GesetzbestimTmotg beiseite, sie verurteile ohne vorherige Anklage taub von vornherein. Es stehe gattz offenbar ausjer aller 'Frage, daß die mnerikanische Regierung sich nicht bei. solchen Methoden gegeat ihre eigenen Bürger beruhigen könne. Tie englische Regierung köame von ihr nicht eraocrtten, daß sie darin eirawillige, die Namen ihrer Bürger ataf eine derartige Liste gesetzt zu sehen, ohtte die Aufmerksmarkeit der eaagltschen Regiermag in ernstester Form oaaf die vielen bedenklichen Folgen für die neutralen Rechte urtd neutralen Beziehunden zaa lenken, welche ein derartiges Vorgehen notweatdigeraverse nach sich ziehen anüsse. Die mnerikanische Regien mg hoffe uatd glaaabe, daß die englische Regieramg in einer naturgeanäßen Beansprnchung durch die einzelnen dringenden Gegenstände ohate die volle Er- kemttnis und nurncherlei uneravünscyte und nicht Wünschenswerte Ergebnisse gehandelt habe, die eintreten Eömalen. Der englische Botschafter übergab der Regierung heute eilte formelle schriftliche Versicherung, avelche besagt, daß eine Firnra nicht der schavarzera Liste unterworseaa sei, avenn eraviefen sei, daß sie nicht eine Agentur der deutschen Regierung sei oder Geld rmch Deutschland seitde. Der Seekrieg. London, 31. Juli. (WTB. Ntchtamtlich.) Lloyds meldet: Der italienische Dampfer ,/D a n d o l o" (4977 Tonnen) ist versenkt worden. London, 31.Juli. mm. Nichtamtlich.) Lloyds meldet, daß der britische Dampfer „CI a u. b i b" und die norwegische Goelette „Mars" versenkt worden sind. Ans un& Casad. Gießen, 1. August 1916. Kreiskomrtee für Rotes Kreuz und Kriegshitfe. An das Kreiskomitee sind in der Zeit vom 11. Mai 1916 bis 10. Jiaali 1916 aus folgenden Geiaceiudeu des-Kreises die beigefügten Bettäge an den Kceis'kasserechnae-r Kaust abgeliefett urw von diesem an den Landesverein vom Roten Kreuz -w Tarnr- stadt übernftesear worden: I. Durch Kirchen: 1. Amtcrod 50 Mk. II. Durch Ortsausschüsse und Zaveigvereine: 1! Langsdorf 30,24 Mark., 2. Hungen 410,00 Mk. III. Durch die Molkercigenosseusck>aft Hungen (eingeliefert von Kirchenrat.Hainer) 100 Mk. Ter Gesanar- bttrag der Vorsteher ad ansge führten Gaben beläuft sich aus 590,24 Mark. Unter Einreckrmng der bisher abgeliefetten Gaben ist hierrmch aus den Landgemeinden des Kreises bis jetzt der Betrag von 48 550,05 Mk. an den Landesverern vom Roten Kreuz aü- gefühtt worden. Weiter gingen seft dem 11. Mai 1916 ein $ur Weftergabe; A. An das BanthmS S. Bleichröder in Berlin für erblindete Krieger: 1. von der Molkerei-Genossenschaft Hungeta durch K^chen- rat Hainer 100 Mk. B. An die Mitteldeutsche Creditbank. Fu'iale Gießen, aus'.Konto des Kreiskonritees. 1. Von den Kirchen a) Holz- hcim 100 Mk., b) Dors-Gill 50 Mk. 2. Von bem 1 Ortsmasschaaß ütphe 50 Mk., 3. von der Spar- und Vvrschußkasse Kesselbach 100 Mk., 4. von der.Bürgermeisterei Beuern aus' einem Sühneversuch 30 Mk., 5. von Bürgermeister Schepp-Saasen 1 Mk., 6. von Lehrer Jakob-Ober-Bessingen 20 Mk., 7. von dem eva'ng. Pfarraant - sür die Gemeinde Qaaeckbvrn und Lauter 29,18 Mk., 8. von 1. Schulklasse in Lang-^wns 15 Mk., zusammen 395,18 Mk. C. An die Bank für Handel und Industrie, Niederlassung Gießen, aus Konw der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der -int Kriege Gefallenen: Von der Molkerei-Genossenschaft Hungen durch Kirchenrat Hainer 200 Mk. * ** Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog hat am 29. Juli den > Oberl ehr er ma der Oberrealschule 3-u Worms Professor Wilhekan V o l l h a r v t zum Oberlehrer an der Eleonorenschule zu Darmstadt mit Wirkung vom I. August dieses Jahres eraaanut. Jar den Ruhestand versetzt wurde der Maga- §inauffeher in dev Hessisch-Preußischen Eisenbahngnneinschaft .Rean- harv König zu Wornrs vvm^ 1. AtagUst d. I. an. A u s z e i ch n u n g. Dem Sergeanten d. Landw. Richard y e i l m a n n, Bureandiencr des städt. Elektrizatätswerkes zai Gießen,' bei einer Pionierkoinpagnie im Felde, wurde die Hessische Tapser- keitsanedaille verliehen. ** Amtsjubiläum!. Bautechniker Her inan n Köhler, Assistent des städttscheu Tiefbcuaamtes, begeht heute sein 25jähriges Arntsjubiläum. Aus diesem Grunde ging ihin vom Oberbürger-: meister ein äaaßerst anerkennendes Schreiben zu, in dem dem Jubilar der Dank der Stadtveravattaang für seine langjährigen aaas- gezeickmeten -Dienste übermittelt wird. Seirae Mitarbeiter hatten den Arbeitstisch festlich geschanückt amd brachten ihre Glückavünschi müardlich dar. Köhler, fefbft ein Gießener Kind, ist seinen Mitbürgern wohlbekannt, insbesoradere durch viele Anlagen, die er im Dieaijt der Stadt geschaffen hat. Mer auch im bürgerlichen Leben hat er bei jedean größeren Turar-, Gesangs- oder Fener- rvlehcses't die Festbauten und sonstigen Anlagen entworfen uard durchgeführt, so daß ihna viele Vereine für diese uneigennützige Arbeit Dank avissen. — Aau 1. August l. Js. sind es 25 Jahre, daß Friedrich B e ck e r ftar Schulhause. West-Anlage 43, als Sctzul- dieuer tätig ist. .In deaa ersten Jahren seiner Diearstzeft war er Schuldiener der Stadtmädch-enschaale. sodaarn einige Jahre ma dar. Bezirksschule und seit 1. Oktober 1915 an der Stadtknabem'chule. Während seiiaer ganzen Dienstzeit hat sich Becker durch Fleiß, Treue Pud Gesälligkeit die Zufriedenheit der Behörden, der Lehrer, Lehrerinnen und Schüler erworben. ** Hoch stpreise für Ob ft. Eine Bekanntnrachmrg des Großh. Miaaisteriruns des Jnarern besagt, daß die voan 4. Juli 1916 festgesetzten Höchstpreise his zum 10. August d. I. verläargert averden. ** D i e b st a h l. Arar 27. Juli 19P6 tvurde in hiesiger Stadt von einem RoNlawagen ein Kanton, gez. „W. L S. 1229", mit 15 Kilo Kornfranckkafsee eartwendä. Sachdienliche Mitteilungen averden von der hiesigen Kriminalpolizei.entgegen gen omaaaen. ' v I „ Zum H e rstell un gs verbot für Pralinees teilt das Kricgsernähriangsaant folgendes mit: Die Verordnung betrifft nur die Herstelluarg, nicht auch den Verkauf, für die Zukimft. Der Verarbeitung berefts vorliegender Halberzeugnisse steht nichts ^ Wege. Pralftaees im Sinne der Bekanaatmachamg sind raur solche mit Schokoladenbezug und Zuckersüllung, nicht «uck> Süßigkeiten mit Fruchtsülluug, Nußfüklung, Makronenfüllung, Likörfüllung >usw. Feraaer ist die Reichszuckerstelle eranächtigt worden, für bil - ligiere Ware bis zum Kleinhandelspreis von 5 Mark für ein halbes Kilo Ausnahmen zuzulassew Den Wünschen der Industrie ist daher uan der aveiteren Beschäftigung der Arbeiter tuifleu m weitem Umfange Recharuug gettagen worden. Auf der aaaderen Seite aber ist das Empfinden Wetter Volkskreise zu berücksichtiget (und es ist auch ein wirtschaftliches Gebot, iranerhalb der zur Herstellung von Schokoladen uud Süßigkeiten bestimanten Zuckermengen die Herstelliang reiner Luxuswaren auszuschließen aand den Zncker möglichst solchen Sachen zuzaawenden, die als Nahramgs- mittel oder ianmerhin als Bedarssgegenstaaad sür Feld imb Heimat! gelteaa fömaeat. ** Tie Eiseaabahn erhebt 8 und nicht 7i/s Pfg. Mit Rücksicht auf die heute, den 1. Äaagust, in Kraft tretende aaeare Postgebührenordnung ist von der Cisenbahnverwalttang folge:ades bestimmt avvrdm: Gemäß den altgeaneinen Vorschriften sind die Porto ko ft eia der Beaaachrichti guaagsschr eiben übea- dear Eingang von Eil- und Frachtgütern auf den Frachtbrieseaa uaad Bcaaach^ richtiguaagsschreibeaa anzugeben und bei Eftrlösuarg der Frachtbriefe von den Eaaipfängern eiuzuziehen. Da aber Telle eiaies Pfenaaigs'. nicht eiaabehalten werden Wanten, so sind, wenn das Porto nicht in Marken entrichtet wird, für 7Vo Psg. (— 8 Pfg.) einzuziehen. Werden indessen mehrere Postkarten vorgelegt, so ist nicht für jede Karte 8 Pfg. Porto zaa erheben, sondern die Saammie der Portobeträge arur einmal aus volle Pfennige abzurundeu. Z. B. 2 Postkarten -- 15 Pfg., 3 = 23 Pfg., 4 -- .30 Pfg., 5 = 38 Pfg., 6 = 45 Pfg. usw. ** Neue v--Zugivagen werden jetzt von der. Eisenbahn- verwalttang in Verkehr gestellt. Eine mehrfache Federung der Wagenkasten gaavährleistet zugleich mit dena holaera Gewicht des' Wagens eineai sehr ruhigen Lauf. Um die Wirkaang der Sonnen-« strähleaa abzuschwächen, sind die Dächer aveiß gestrichen uaad-die Ventilationseinrichtungen verbessett worden. Außer der Knorr- schen Luftdruckbremse sind die Wagen aaoch anit der neuen'Schnell-- bähnbremse versehen, die düs Bremsen bei der höchsten Geschwindigkeit des Zuges verkürzt, wodurch Unglückssällcn vorgebengt wird. Die Beleuchtung der Abteile und Seitengänge geschieht elektrisch mit Batteriespeisung. Das Innere der Wagen hat eine gediegene Aaisstattung erhalten. ** K e i rr e A e h r e aa tu d e aa M aa n d n e h m e n ! Die Gewohnheit, zur Zeit der Getreideernte Getreidekörner in den Mtand zu nehnaeia aand zu kaueaa, ist gefährlich. Deiaa trockenen Getreide- hastet oft ein Pilz an, der Erreger der Strahlenpilzkrankheit, die einen reabt gefährlichen Verlaaaf nehmen kann. ** Die Hessische Laza r e t tzeitun g Nr. 25 enthält folgende Beittäge: Anekdoten von.Heinrich von Kleist, Das Kapital- abftndauagsgesetz, Voan Soldatengesaarg voaa Karl Werner, Fürsorge sür Kriegsteilnehauer, Bücherschau, Vom deutschen Ga'iste, Rätsel ' ecke. Die Gießener Beilage cuthält: Das avar der 'Tag, ara dem unr beten lerntear, Gedicht von Katrt Tietz, Von der Ruh der Seele txaia Gottfried Traub, Gaftangeaae Franzosen in Größen im Jahre 1670/71, vvatiTr. H. Berger, Arbeitsmarkt, Vernmndalen- Utrterricht. ** D i e Bekleidung für die b ü r g e r 1 i ch e B e v o l - kerung betrifft eine Bekanaatmachiaug im 1 Aaazeigeiateal unserer heutigeaa Blattes, auf di eavir besonders Hinweisen. ** Das heutige Kreisblatt enthält Bekannt- niachltngen über Druckpapier, über Berivenduiag von Saaß- stofs zalr Bierbereitung, .Aeaaderung der Postordnung, Bec- fiU- t)e< kehr tntt Gerste und Hafer aus der urcaie iyit>, all^emeuie Bestandsaufnahme der Web-, Wirk- und Strickwaren, einen Ausruf betr. Einbringen der Ernte und eine Bekanntmachung betr. Unterstützung geschädigter Arbeiter im kTabakgewerbe. ** Die neuen Po st zu schlage sind mit heute in Kraft getreten. Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß von nun om Anf.-Regt. 116 aus Gießen eines guten Besuchs und großen bz. Dreba ch a. H., 1. August. Stnd. Phil. Heinrich Eckert, Hetziger Kriegsinvalide, erhielt nachträglich für im >za!hre 1915 Ln den Kämpfen in den Karpathen bewiesene Tapserkert vor dem! Feind das Eiferne Kreuz. „ m ,, nt. Geiß-Nidda, 1. Aug. Dem Gefreiten Gustav B e l tz e r bei einer Reserve-Fuhrparkkolonne, wurde das KriegS-Ehrenzeichen verliehen. _ 4 Or«enberg. 1. Aug. Rudolf Hild von hier, bisher Eiserrbahnkompognie des Ostens, wurde zum Gefreiter in einer llnteroffrzier besoroert uno mtt der Hessischen Tapserkeitsmedaüle ausgezeichitet. )) Zwischen Wetterau und Vogelsberg, 1. Aug. Nachdem die Heuernte endlich unter Dach und Fach ist und ttotz des schlechten Wetters sowohl der Güte, als auch der Menge nach vorzüglich ausgefallen ist, konnte mit dem nunmehr eingetteteneq Sommerwcttcr sofott zur Fruchternte geschritten werden. Auch diese verspricht bei gutem Ernteweiter die besten Etträge sowohl hinsichtlich der Körner, die durch das kühle Wetter ausreifen konnten, wie selten in einem Jcchr, als auch hinsichtlich des Strohes, das überall eine sehr große Höhe erreicht hat. Stellenweise sind allerdings die Aecker so mit Wicken durchzogen, auch eine Folge des naßkalten Wetters, daß sie ganz grün erscheinen. Frühkartoffeln zeigen hier schlechten Behang, die Früchte sind noch sehr llein, Spätkartoffeln stehen bis jetzt schön. Auch die anderen Feldfrüchte zeigen eine* guten Stand. Dagegen laßt der Ertrag der Gajrtenfrüchte sehr viel zu wünschen übrig, Bohnen, die überall sehr reichlich angepflanzt worden waren, sind ttotz mehrmaligen Nachlegens infolge der Schneckenplage ganz verschwunden, ebenso-haben die Gurken stark gelitten. Unsere Borausfage wegen des Steinobstes ist ein- gettoffen, Zwetschen gibt es nur in wenigen Gemarkungen, Nüsse und Bittren fast garnicht, Aepsel nur strichweise besser als Mittel- ernte. Kreis Alsfeld. oz. Ermenrod, I.Aug. Am letzten Donnerstag ist hier unter großer Beteiligung und Anteilnahme der im Dienste des Vaterlandes gestorbene WehrnLmn Konrad Richter zu Grabe getragen worden Als Postbote war er, bei der Feldpostsammel- stelle Vdetz 3, auf einer Fahrt mit Feldpostsendungen nach den Argon nen und ist hierbei tödlich verunglückt. oz. Ke stri ch, 1. August. In diesen Tagen ist unser Kirchlein mit einem Harmonium beschenkt worden. Damit ist ein schon lange gehegter Wunsch unserer Gemeinde in Erfüllung gegangen. Neben einem ansehnlichen Bettag der Kivchenkasse Wrndhausen und einer Beisteuer der hiesigen GeTwmcke hat auch BlaronLn Schenck zu Schweiusberg, die in hiesiger Gemeinde große Güter und einen) Hof liegen hat, einen Beitrag gestiftet. 02 . Liederbach, 1. Aug. Dem Landmehrmann Adam Sofmann in der 11. Kompagnie des Landwehr-Jnfant.-Regts. Nr. 349, der vor einiger Zeit die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt, wurde nunmehr das Eiserne Kreuz verliehen. Kreis Schotten. — Sellnrod, 1. Aug. Bei der in hiesiger Gemeinde veranstalteten Sammlung für kriegSgefangene Deutsche im Ausland ging der ansehnliche Betrag von 120 Mark ein. ^ Ulrich stein, 1. Aug. Ter weit und breit bekannte Ulrichsteiner Jakobimarkt, im VolksMnnde der Jobbesmvt genannt, dauerte in diesem Jahre nur 2 Tage. Am ersten Tage des Marktes fand der Schweinenvcrrkt statt. Viele Ferkel und junge Schweine waren aufgettieben. Der tags darauf folgende Krämer- markt war ebenfalls ttotz der ernsten Kriegszeit und des guten Heuwetters gut besucht. Blieb doch in den Zeiten des Friedens niemand, selbst die ältesten Leute und kleinen Kinder nicht zu Hause. Mit Recht hat man auch den Ulrichsteiner Jakobimarkt als den Matkt des oberen Vvgelsberges genannt, denn, aus der weitesten Umgegend kamen die Leute, besonders aber die Jugend, auf Wagen angefahren. In diesem Jahre boten nur eine Anzahl Verkäufer imb Ausrufer ihre Waren feil. Unter diesen seien die Lauter- Pacher Torr- und Schuhwaren besonders zu neirnen. Fast keine der Frauen verläßt den sog. „Leutmattt", bevor sie sich ein Paar „Batschen", das sind Hausschuhe, für den kommenden Winter gekauft hat. = Aus dem oberen Bo gels bery, 1. Aug. Tie letzten 14 Tage haben die Heuernte anßerordentltch begünstigt, so daß jetzt fast überall mit dem Heu machen Schluß gemacht wird. Wohl war die erste Zeit sehr ungünstig, da wir hier selbit im Hochsommer die dicht auf der Erde lagernden Nebel bei schlechten Wttterungsverhältnissen niemals los werden. Faßt Man das Ergebnis der diesjährigen Heuernte nochmals zusammen, so kann man, daß man die doppelte Menge heimgefahren hat als im ver- daß es nicht nur gitt, sondern sogar sehr gut war. Uebcrall hört man, daß die doppelte Menge man heimgefahren hat als im verflossenen Jahre. Außerdem läßt das GruMmetgvas auf eine reiche Grummeternte schließen, so daß es dem Landwirt des Dogels- berges nicht bange wird, in dem kommenden Winter sein Vieh reichlich füttern zu können. In verschiedenen Dörfern findet man noch eine alte Sitte vor, Haß der hochbeladene Heuwagen mit grünen Aesten und Zweigen geschmückt wird, so daß dieser schon von weitem einen wunderschönen Anblick bietet. Kreis Friedberg. sc. Friedberg, 1. Aug. In den vergangenen Monat fiel die 120 jährige Wiederkehr des Tages, an dem ein heißes Treffen bei Fried derb stattfand. Der französische General Kleber mit den Divisionen Lefevre, Bonard und Colland drängte den Kaiserlichen Feldzeugmeister Wartensleben, der ein Detachement von 13 Bataillonen Infanterie und 21 Schwadronen befehligte, durch seine Uebermacht zurück. Das Gefecht, wodurch die Stadt' Friedberg schwer h«m- gesucht wurde, erstteckte sich bis in deren Straßen. Bad-Nan heim. I.Aug. Der als vermißt gemeldete Lehrer H. Wagner, Leutnant der Res., besindet sich in englischer Gefangenschaft. bz. Bad-Nauheim, 1. August. Krieasaus zci ch- nung. Gefreiter Hch. Lindemann im Landsturnr-Batailloch Darmstadt hat das Eiserne .Kreuz zweiter Klasse erhalten. — Die gleiche Auszeichnung wurde dem Kriegsfreiwilligen Gefreiten Karl Dewald im Königin-Augusta-Garde-Gren.-Regt. Nr. 4 zuteil. bz. Butzbach, 1. Aug. Dem Balmspediteur P. A. Fisch, zurzeit Kanonier- bei der schweren Fußartillerie im Westen, wurde nach achtmonatiger treuer Pflichterfüllung die Hessische Tapferkeitsdenkmünze verliehen. # Wo hnbach, 1. Aug. DaS Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier Lehrer Philipp Dt e tz l e r. Kreis Wetzlar. e. Launsbach, 1. Aug. Ter Gefreite Wilhelm Krombach im Res.-Jnf.-Regt. Nr. 324 erhielt am 21. Juli das Eiserne Kreuz 2. Klage. ia. Aus o e m K r e t ] e Wetzlar, 1. Aug. Die e i o e i tragen einen Segen von Früchten, wie inan das noch selten erlebt hat. Zum Glück ist zu der reichen Ernte im rechten Augen» blick gutes Erntewetter getreten, daß auch die Früchte rasch hintereinander zur Reife gelangen. Sämtliche Gelreidearten befriedigen in hohem Maße, besonders verspricht der Weizen überreiche Erträge. Die Kartoffeln zeigen eine üppige Entwickelung und, soweit bei den Frühkartoffeln festgestellt werden konnte, reichen Knollenbehang von vorzüglicher Qualität. Ebenso stehen sämtliche Gemüse- arten gut, über Raupenfraß war bisher noch nicht zu klagen. Weniger günstig sieht es mit dem Obst aus; die Birnenernte ist kaum in Betracht zu ziehen, Aepsel sieht man nur in besonderen Lagen. Zwetschen gibt es aber in Hülle und Fülle, daß die Aeste brechen unter ihrer Last. Hessen-Nassau. bl. K i r ch h a i n, 1. Aug. 41000 Zentner Kartoffeln hat der hiesige Konnnunalverband im letzten Erntejahr an die ver- sorgungsbedürftigeu Stadt- und Kreis-Kommunalverbände abgeführt. — Der Kornschnitt ist in unserer Gemarkung in jeder Beziehung erfolgreich im Gange. nl. Dehrn, 1. Aug. Beim Baden in der Lahn ertrank einer der Berliner Schuljungen, die jetzt so zahlreich bei Land- leuten in unserer Gegend untergebracht sind. = Schlüchtern, 1. Aug. Von 35 Kreisgemeinden er- heben 27 Ortschaften 200—300 Prozent Zuschläge zur Staats- einkommensteuer als direkte Geineindesteuern bei gleich hohen Zuschlägen zu den Realsteuern. Am höchsten sind die Gemeinden Eckardroth und Sterbfritz mit je 300 Prozent belastet. Sin holländischer Dampfer untergegangen. H aa g, 31. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Ein von dem Leuchtschiff Noordhinder erngettoffen.es drahtloses Telegramm besagt, daß der Dampfer „Königin Wilhelmina" (1964 B.-R.-T.) von der Dampffchiffahtts gesell schast Zeeland in der Umgegend des Leuchtschiffes auf eine M r nt e gelaufen ist. Nach einer späteren Nachricht ragt nur noch dias Achterschiff aus dem Wasser.^Dre Fahrgäste wurden in Retttngsbooten nach dem Leuchtschrff Noordhinder gebracht. Der Schlepper „Roode Zee", das Marrne- fahrzeug „Zeehond" und zwei Torpedoboote sind zur Hilfe geeilt. Vlissin gen, 31. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Der Dampfer „Königin Wilhelmina^h der den Pa s sa g i e rdr enst Vlissingen—London versieht, lief heute früh ungefähr um 6 Uyr auf eine Mine. Nachdem er einige Zeit getrieben war, sank er schließlüh. Es befanden sich 4 1 Fahrgäste und 6 0 Mann Bejahung an Bord. Tie Geretteten sind jetzt auf dem Le uchtt schiff Noordhinder, mit Ausnahme eines Rettungsbootes, das noch nicht angekommen ist. 26 Personen sind verwundet. _ Berlin, 1. August. Zum Untergang der Königin Wilhelmina" wird dem „Berliner Tageblatt" noch berichtet: Tie Katastrophe ereignete sich ungefähr an derselben Stelle, wo gerade vor einem halben Jahr die^ „Tubantia" unter grng. Das Leck war sehr llein, nrrd das Schiff stand noch fest, als affe pt die Rettungsboote üb er gegangen waren. Kein Passagier und kern Männ der Besatzung brauchte zurückgelassen zu werden. Der Versuch des Kapitäns, das Schiff noch einmal zu besteigen, gelang lervch nicht, da der Dampfer etwa V* Stunde nach Vollendung dos Rettungswerkes sehr schnell sank. ^ ^ 3 Haag, 31. Juli. (WTB. Mchtamtlich.) Ber dem pnsall des Dampfers „Königin Wilhelmina" wurden sieben Personen verwundet. Außerdem sind drei Heizer ums Leben gekommen. Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten m Hessen am Mittwoch den 2. August 1913 Heiter, trocken, recht warm. Letzte Nachrichten. Wechsel rm russischen Kriegsministerium? i. Köln. 1. Aug. Laut der „Köln. Ztg." melden d-ic „BaÄek fliachrichten" aus Petersburg: „Ruskoje Slowv" stellt einen Wechsel im Kriegsnrinisterium in 2bussicht, weil Generäl Schnwaiew wieder die Intendantur des Feldheeres übernehnan solle. Rußlands auswärtige Politik. i. Kopenhagen, 1. Aug. Nach der „Köln. Ztg." meldet dek „Djen", der russische Dumapräsident Rodzianko habe mit Stürmer eine längere Unterredung über die künftige Richtschnur der äußeren Politik gehabt. Nach der Unterredung empfing Rodzianko im Reichsdumagebäude eine Airzahl Pressevertreter und teilte ihnen mit, nach den Erllärungen Stürmers werde die auswärtige Politik Rußlands keine Aendcrmrg erfahren. Was aus dom^ Gebiete der auswärtigen Politik geschehe, könne nur mit Uebereinstrmunrng der Verbündeten unternommen werden. Dir französisch«' Jahresklasse 1888. Bern, 1. Aug. Nach einer Bekannttrachimg des französischen Kriegsministerrums werden die Angehörigen der Jahresklasse 18 88. die am 1. Analst einberufen werden, zur Ausfüllung der Mannschaften des AutomvbiLdienstes und zur Auffüllung des Arbeiterpersonals in den Kriegswerkstatten, ebenw zur Äblöfimg von Mannschaften des bewafcheten Heeresdicnsfes, die noch hinter der Front verwendet sind, dienen, um diese für den Frontdienst verfügbar zu machen. Der zweite Jahrestag des Kriegsausbruchs in England Kopenhagen. 1. August. „Politik^" berichtet aus London: Anläßlich des zweiten Jahrestages des Kriegsausbruches haben die nationalen pattiotischen Organisationen Vorbcret- bereitnngen gettoffen, um am 4. AucpNt im ganzen britischenReicheVersammlungen abzuhallen. Dt-r Pre- niierminister und der Kolonialsekretär haben die Pläne gebülrgt. Auf allen Versammlungen wird man Resolutionen annehmen, in denen der unbeugsame Wille, den Krieg fortzusetzen bis der Sieg errungen ist. zum Ausdruck gelarrgen soll, um damtt die Ideale der Freiheit und des Rechtes zu kennzeichnen, dlv die gemeinsame und heilige Sache der Alliietten inat. Dfe Versammlung in, London wird in der Guildhall statt>uwcn und Asquith und Bonar Law werden die Haupttedner fern. 2 Liebhaberbände zus. nur 24 - Das allwissende Buch im Krieg und Frieden, der Vertrauensmann einer jeden Familie ist: Meyers des allgemeinen (Dissens 100000 Artikel, 1612 Textsciten, 1220 Bilder, 177 Beilagen 2 Liebhaberbände zus. nur 24.— M. Postscheck-Konto 50728 FJn über alle Gebiete sichere Auskunft bereithaltendes Nachschlagewerk, wie „Meyers Handlexikon in 2 Bänden, ist schon in Friedenszeiten ein allerwärts beliebter Hausfreund. Der Krieg bringt nun aber tagtäglich soviel neuartige, außerhalb des Alltäglichen liegende Fragen in die Erörterung, daß es für einen Jeden, der mit Verständnis und Nutzen den großen Zeitereignissen folgen will, unerläßlich ist, einen Ratgeber zur Hand zu haben, der ihm auf allen Gebieten des allgemeinen Yv lssens übersichtlich und unparteiisch, schnell, kurz, wissenschaftlich genau, aber allgemein verständlich, Aufschluß gibt. Fragt man nach den Heeresbeständen und ihren Einteilungen aller Völker, uberrlotten, rlugwosen, Funkentelegraphie, Unterseeboote und Minen, Festungs- und Eisenbahnwesen, Munitionscrzeugung. chemischeTechnologie; will man wissen, wo die Orte und Gegenden, die nn\n liofTt /um ■Schauplatz weit- 1220 Abbildungen, 80 zum Teil farbigen Tafeln, 32 Landkarten mit 46 Nebenkarten, 35seibständigenTextbeilagen,30statistisciienUbersichten, historischer Ereignisse werden, liegen; will man sich unterrichten über das fragwürdige weiße und farbige Völkergemisch unserer Gegner, oder will man die Bewegungen der Armeen in nahen oder entfernteren Kriegsschauplätzen an Hand guter Karten verfolgen: oder will man Auskunft haben .Meyers Handlexikon“ ist in allem beschlagen und unentbehrlich für jeden Deutschen, wes Standes und Berufes er sei, in jedem Heim in Stadt und Land. Auch derheran- die unendlichen Zweige der Technik, für jeden Deutschen, wes Standes unc wachsenden wissensbegierigen Jugend ist er ein treuer Ratgeber. Zu beziehen durch die Akademische Bnchhandlung R. Max Lippold, Leipzig gegen bequeme Monatsrate von 2.— M. Bestellschein Ditteausschneidenu.ini 3 -Pf.-Umschlag cinsenden ' Unterzeichneter bestellt bei der Akademischen Buchhandlung R. Max f.lppold in Iielprljr RI, „Ifeycrs Handlexikon“ cies allgemeinen Wissens. 2 Bünde zusammen für nur Ä4.- 11. zahlbar monatlich 2.—M. ab Lieferung. Erfüllungsort Leipzig. Ort und Straße: . Name und Stand: In unser GenossenschastSregister wurde heute bei dem Landwirtschaftlichen Consumverein eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflichr in Langsdorf eingetragen: Der Lehrer Gottfried Leidich in Langsdorf ist aus dem Vorstand ausgeschieden und an seine Stelle der Borschußkasse- rechner Philipp Pauli II. daselbst in den Vorstand gewählt. Lich, den 28. Juli 1916. 553 *^ GroßhErAoglich es Amtsgerrcht. Vergehung mn Bönatbelten Die für die Erweiterung vcr W«Gerleitung in der Scheibengasse zu Beuern notwendigen Arbeiten und Lieferungen sollen im öffentlichen Wettbewerb vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten, Regierungsgeba^de, Landgraf-Philipp-Platz 3, Zimmer Nr. 20, auf. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind verschlossen und postfrei spätestens bis Dienstag, den 8. August l. I., vormittags 10 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt zum gleichen Termin in Gegenwart etwa erschienener Bewerber. Zuschlagsfrist: 14 Tage. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt vor» behalten. 5459 D Gießen, den 25. Juli 1916. Der Großh. Kreisbauinspektor: _ Hechler, Großh. Baurat. vergebuiig von Sauarbeiten Die für verschiedene Herstellungen im Pfarrhaus zu ALten-Buseck notwendigen Maurer-, Zimmer-, Dachdecker--, Spengler-, Schreiner-, Glaser- und Weißbinderarbeiten sollen im öffentlichen Wettbewerb vergeben werden. Der Voranschlag und Bedingungen liegen aus dem Amtszimmer des evangel. Pfarramtes zu Atteu-Buseck aus. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind verschlossen und postsrei spätestens bis Montag, den 7. 'August L. I., nachmittags 3V 2 Ahr ebendaselbst einzureichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt zum gleichen Termin in Gegenwart etwa erschienener Bewerber. Zuschlagfrist: 14 Tage. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. 5460p Gießen, den 25. Juli 1916. Der Großh. Kreisbauinspektor: Hechler, Großh. Baurat. Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gieße«. Bekleidung für die bmgerlicheBsvölkerung. Unter Hinweis auf die Bekanntmachung des Reichs kanzlers vom 10. Juni 1916 mache ich darauf aufmerksam, daß ab 1. August ds. Js. Web-, Wirk- und Strickwaren und die aus ihnen gefertigten Erzeugnisse vonGewerbetreibenden im Kleinhandel sowie im Althandel und in der Maßschneiderei grundsätzlich nur gegen Bezugsscheine an die Verbraucher veräußert werden dürfen. lÄewiffe Stoffe und Erzeugnisse sind von dem Karienzwang ausgerwmmen. Der Bezugsschein wird dem Verbraucher nur im Bedarfsfall und nur auf Antrag erteilt. Der Antragsteller muh die Notwendigkeit der Anschaffung auf Verlangen dartun. Von diesem Verlangen kann nach dem Ermessen der Behörde Abstand genommen werden, wean die Ber- mutung für die Notwendigkeit spricht. 55448 Antragstellern, die in den Gemarkungen Gießen und Schtffenberg ihren Wohnsitz haben, wird, nach vorgängiger Prüfung der Notwendigkeit der Anschaffung, der Bezugsschein von der städtischen Bekleidungsstelle im Stadthaus, Zimmer Nr. 16. gegen Vorzeigung der Brotausweiskarte ausgefertiat Der Bezugsschein ist nicht übertragbar. Er gibt kein Recht aus Lieferung der Ware, deren Bedarf bescheinigt ist. Vordruck für die Anträge auf Erteilung der Bezugsscheine, die von den Antragstellern selbst auS zufüllen sind, können bei allen in Frage kommenden Ge schäften und bei städt. BekletduugSstelle nach Bedarf entnommen werden Für die in Frage kommenden Geschäfte werden Be zugsschein-Bordrucke erstmals in der städtischen Bekler- dungsstette auf Antrag abgegeben. Weitere Bezugsschein- Vordrucke werden durch die Kgl.Hofbuchdruckerei J.S. Preuß, Berlin S. 14, Dresdenerstraße 14, gegen Erstattung der Kosten geliefert. Neber die Waren, die ohne Bezugsschein verkauft werde« dürfen, wird ein Verzeichnis in den nächsten Tagen ver öffentlicht. Gießen, den 31. Juli 1916. Der Oberbürgermeister. _ Emmelius, Beigeordneter. _ Die Auszahlung der Familiennnterstützungen tobte Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen fm 1.—15. August bezw. für Juli stndet statt: a) Reichsunterstützung. An diejenigen, deren Namen beginnen mit A—H Montag, den 31. Juli 1—8 Dienstag, den 1. August 8—2 Mittwoch, den 2. August b) Weitere Unterstützung (Mietszuschuß). An dieienigen, deren Namen beginnen mit: A—H Donnerstag, den 3. August 1—8 Freitag, den 4. August 8—2 Samstag, den 5. August e) An Vermieter, die Mietbeträge abbulen. Montag, den 7. August. Die Auszahlungen siitden von 8—1 Uhr vormittags im Stadthaus, Zimmer Nr. 7, statt. Die ttutcrstützungen dürfen nur an den vorge» na unten Tag en abgebolt werden. _ 5432 R zftädt. jtfrbeit$naefiu)eis giessen. Asterweg 9 . 15531 p Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 landw. Arbeiter, 10 Schlosser, 10 Dreher, 5 Former, 1 Uhrmacher, 3Schuhmacher, 1 Schreiner, 3Maschinen Schriftsetzer, 1 Stereotypeur, 2 Maurer, 3 Handlanger 1 Anstreicher, IKuttcher, 5 junge Fabrikarbeiter, 2Fabrik arbeiterinneu,! Hausburschc. 2 Arbeiter, ein Mädchen t n ein Schuhgeschäft, 1 Lauffranen, 2 Putzfrauen, 1 Wasch srau, 1 Dienstmädchen. 1 Kriegsbeschädigter als Fabrikdiener, 1 Kriegsbeschädigter als Zeichner. d. bec auswärtigen Arbeitgebern: 1 Dien stm aad, 30 Erdarbeiter, 10 Schlosser, 10 Schmiede, 10 Dreher,^0 Fraser, .> Kesselnieter, s> Schreiner, 2 Stuhl- bauet, 1 Sattler, 2 SinhlpZierer, 2 Küchenbnrschen. 1 Lauurau. 2 Dienstmädchen. ES inaien Arbeit . Mehrere landtvirrschaitttche Arberter, 1 Glaser, 1 Heizet 5 Fabrikarbeiter, 5 Arbeiter, 1 Köchin, 10 Putz- und Lauffranen, 1 Schlosser'ehrling, 2 Buchhalterinnen mehrere Kriegsbeschädigte, 1 Dienstmädchen. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres tnnigst geliebten Tüchterchens Arm« sagen wrr allen auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. p« Familie Anton Müller I. Lang-Gttns, den 31. Juli 1916. Statt jeder anderen Anzeige. Heute früh erlöste der Tod meinen lieben Mann, den Kaufmann Adolph Schmidt von seinem langen Leiden. In stiller Trauer: Marie Schmidt geb. Lange. Giessen (Schiffenberger Weg 8), zurzeit Verden (Aller), Grunestr. 16, 3 i. Juli 1916. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 2. August in Verden statt «« Ach gar zu schwer traf uns die Kunde, Die schrieb dein Kamerad. Sie ritz uns eine riefe Wunde, Die bleibt bis in das Grab. Doch Got: der Herr bestimmt uns schon In der Wiege das Geschick. Dein Bruder ging D'r schon voran, Vor l l /j Jahr Nun gingst auch Du dre gleiche Bahn. Auch die Geschwister trauern sehr Um die geliebten Brüder, Sie sehen sie mm nimmermehr Und leiden rvre die Eltern. Doch Gott der Herr, so heißt es ja, Verläßt dte Seinen nicht. Dies soll nun unser Trost auch sein Und unsere Zuversicht. Schwer betroffen wurden wir von der Nam rrcht, daß unser lieber Sohn und Bruder Heinrich Brück Garde Füsilier im Lehr-Jns.-Rcgt., 5. Komp am 5. Juli im 24. Lebensjahre infolge eines Koos schusses den Heldentod erlitten hat. In tiefer Trauer: Familie Wilhelm Brück. Oppenrod, den 28. Juli 1916. 5499 Wiedersehen war seine Hoffnung. Dte Gedächtnisfeier stndet Donnerstag, den 3. August mittags 12 Uhr in der Kirche zu Oppenrod statt. Im Kampfe fürs Vaterland starb unser lieber i. a. B. cand. forest. Älfred Bremer Leutnant d. R im kurhessischen Jäger-Bataillon 11 Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und der herzoglich sächsischen Tapferkeitsmedaille. Ehre seinem Andenken! 5403D] Die Landsmannschaft Darmstadtia! KiWMttill Sitte* hsD lltnppii. Wir empfehlen, Mittwoch früh etntreffend 15326 fst. frische Schellfische rmv Schollen. r, Grösstes Lager am Platte. Einige 1 ÖO Kensei am ILager in Guß-Stahlblech inoxidiert, emailliert und verzinkt in jeder Größe und Ausführung- liefert, äußerst billig* in jeder Menge 5S07 ft ”*™ 8 » 6 W. OUrbeck Nacht ^ Günstige Gelegenheit für Wiederverkäufer. 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