®r. Db Drittes Ägttch mft AaSnahme bei Ss«ntagS. Die „öltfccntr KauÄiendlatter" werden dem »Lszeigeck' viermal wöchentlich beigelegt, daZ ..Lrelsblatt für den Xretr Sietzen" zweimal wöchentlich. Me „Landwirtschaftlichen Zeit- ftagen" erscheinen monatlich zweimal. VM 1H6. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffeu 5am§tag, 29. Iuli chsü Rotationsdruck imd Verlag der Brühl'fchea Universttäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lang e, Gießen. Schrijtleitung, Geschäftsstelle u.Druckerei: Schul» straße?. Geschäftsstelle u.Verlag:^^51, Schrift» leitung: ^K112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Geschichtstafel der beiden ersten Ariegsjahre. , (Wichtigste Begebenheiten.) ' 1 Westtichcr Kriegsschauplatz. ^ ' 1914. 3. August. Kriegserklärung von FraEceich; Einmarsch in Belgien. 7. August. EirrnahrNe von Lüttich. 3, August. Siegreiches Gefecht bei Mülhausen i. Elf.; diese Stadt vorn Feinde befreit. 11..August. Siegreiches Gefecht bei Lagarde, die Frunzosen auf Lunevilte zurückgewdrfen. 19^ August. Deutsche Siege bei Altkrrch (lvesllich Mülhausen) und- Weiler (nordwestlich Schlettstadt). Damit ivird Mülhausen zunt zweiten Mal vom Feinde befreit und im Oberelsaß die trrt wesentlichen heute noch bestehende .Kcrmvflinre hergestellt. T9. August. Vor Nankur wird eine französische Kavalleriedivisicm entscheidend geschlagen. 20. August. Schlacht bei Saarburg. Die sechste deutsche Armee (Kronprinz von Bayern) wirft die Franzosen aus Deutsch- Lothringen wert über' die französische Grenze zurück. 20. August. Brüssel und Gent von den Deutschen besetzt. 23. Äugust. Schlacht bei Longwy: Sieg der Armee des Deutschen Kronprinzen. 24. Äürgust. Deutscher Siog bei Neufchabeau (4. Armee). 25. August. Einnahme von Namur. s28. August. Einnahme deS St^rrforts Manonviller. tzk^August. Große Erfolge aus der ganzen Westfront: es siegen: Armee Muck bei Combos, Bülow bei St. Quentin, .Hausen an der Aisne, Herzog von Württemberg und der deutsche Kronprinz an der.Maas. 2>September. Die franEsthe Regierung flicht nach Bordeaux. , 4 September. Höhepunkt des deutschen Vormarsches in Frankreich. b/<^S?ptember. Schlacht an der Marne, deren weitere Folgen den deutschen Rückzug bis zur Aisne veranlassen, uM einen französischen llmhehuugsverjuch zu vereiteln. -^September. «-Einnahme von Maubeuge; 45000 Gefangene, viel Kriegsmaterial. k^^September. «Erneute deutsche Angriffe nach dem Rückzug von der.Marne; Erstürmung des Schlosses Brimont bei Reims, 2500 Gefangene. 9:i3ftx>6er. Einnahme von Antwerpen. 14. Oktober. Besetzung mm Lille. 20>—34. Oktober Heftige Kämpfe im Mev-Ab schnitt. «UL, stöovember. Einnahme von Dixmuiden. Iff —23. November. Andauernde Kämpfe im Bstr-Abschnitt: der Endersolg für die Deutschen bleibt nur deshalb aus, wer! die Engländer eine künstliche lleberschwemmung verursachen. ).?. Dezember. Der französische Generalissimus Josfrc bestehlt (als Entlastung für die kurz vorher von Deutschen und Oester- rerchern schwer geschlagenen Russen) den ersten Durchbruchsoersuch. Er ist noch vor Jahresschluß Verlustteich abgescÄagen. 1915. %2j^-14^amiar bei Soissons. Die Franzosen verlieren das rechte Aisne-Ufer (etwa 30—40 Quadratkilometer) 5000 Gegangene, 20 000 Mann bluttge Verluste, 35 Geschütze, viele Revolverkanoneu, Maschinengewehre und sonsttges KriegS- gerüt. Februar -— März Winterschlacht in der Champagne' gleichzeitig ztvefter französischer Durchbriichsversuch. Von 6 Armeekorps unternommen zur Eittlastung der in Masuren vernichtend geschlagenen Russen. Die Franzosen erreichen nur sttichweiscn Geläudegeunnn, verlieren 3 000 Gefangene und erleäden 40000 Mann blutige Verluste. 10.—13. Marz. Schlacht bei Neuvo-Chapelle. Dritter Durchbrüchsversuch im Westen, unternommerr von de:: Engländern, um 1 auch ihrerseits eine Militärische Leistung in d:e Wagschale werfen zu können. Erfolg: Ervberuug des genannte:: Dorfes ! Englische Verluste 20 000 Mann, Deutsche ein knappes Fünftel. 3—28. Aprü. Vierter Durchbruch^iersuch im Westen: unternommen zwischen Maas urtb Mosel. Ebenfalls völlig mißlungen. 9.—30. Mai. Lorettv-Schlacht: bei Arras und La Bassee. Fünfter Durchbrucbsversuch im Westen. Unter großen Opstwn der Feinde mißlungen. Juni, Juli, August. Nur kleinere Kämpfe, bei denen die Deuffchen meist Angreifer sind, teilweise nicht unbedeutenden Gelände- gewinn erzielen und zusammen über 20 000 Gefangene umchen. 22.-24. September. Artilleristische Vorbereitung zu dem großen Durchbruchsversuch in der Champagne (dem sechsten im Liften überhaupt). 25.-27. September. Die drei Hauptschlachttage der Champagne Schlacht. 4—6.Oktober. Zweite Angriffswelle der Champagne-Schlacht 13—14. Oktober. Dritte AngrifsswelL der Champagne-Schlacht. 23. —30. Oktober. Letztes Ausflackern der französtschen AstgriM- » tätigfeit. Gesamt-Ergebnis der Herbstfchlacht in der Champagne: Uwvedeutender Geländegewinn der Franzosen, viel davon schon in den späwren Phasen des Kampfes zurückae- wonnen. Französische Verluste 4—.500000 Manu, Deutsche ein Fünftel bis ein Viertel dieser Zahl. November und Dezember. Nur unbedeuterMe Kämpfe 1916. Januar und erste Hälfte Februar nur Kämpfe von minderer Be deutung. 22. Februar. Erster Tag des Jnßanterie-Angrrffs auf Verdun. 3 000 Gefangene. 25. Februar. Feste Douaumcmt genommen. 11. März Die Zahl der um Verdun gemachten Gefangenen ist aus 430 Offiziere und 26 000 Mann gestiegen. Beute: 189 Geschütze, darunter 41 schwere, 232 Mrschinenyewchre mü> viel anderes Kriegsmaterial. 6. Juni. Erstürmung der Feste Vaux. 9. Juni. Bedeutende Erfolge östlich der Maas-. Ein Füdwerl genonvm-m und viel Gelände gewonnen. Die Gesamtzahl der im Maasgeüret .gemachten Geasugenen ist auf annähernd 50 000 gestiegen. 1. Juli. An der Somnie beginnt nach emwöchentkcher Artillerie- vorberntnng auf einer Breite von 30—40 Kilometern der ftanzösiich-englische Durchbruchsversuch. Die Frauzosen erziele:: iu den erster: Tagen Mäßigen, bic Engländer nur ver- - schwindend geringen Geländegewinn, beiderseits Mft ungeheurer: Opfern erkauft. 8. Juli. Besorchers blutiger Tag im Westen: bit französisch-englische Offensive auf allen Punkten zum Stehen gebracht. Vor 'öer^m haben bic Franzosen auch nach Ansetzen der Genera loffenftve cm der Somme fcmnfei Vorteile erzielen formen. 20. Juli. Zum zwecken Male setzen die Feinde zu einer General- ofwnftve^an. Sie erfüllt ihren Ziveck noch sch-r viel weniger, wie drejenige vom 1. Juli: Der Geländcgewinn ist rvinzig, die Opfer ungeheuer. Deutsche Gegenstöße, bei denen mcht weniger als 68 MaschinenMwehre erbeutet werden, bringen dazu noch den größten Teil des z eckweise aufgegebenen Geländes zurück. .Fester dann je stecht die lebende deutsche Mauer zu B egimn des dritter: Kriegsjahwes! 2. Russischer Kriegs s^u««latz. 1914. 1. August. Kriegserklärung an Rußland. 3. August. Deutsche Vortruppcn besetzen Wexandrowo, Kalisch und Tschenstochow. 17. August. Siegreiche Gefechte der Deutschen bei Stallupönen und Mlawa. 24. August. Die Russen besetzen Jnsterbirrg. 23. — 25. August. Oesterreichischer Sieg bei Krasnck. 26.—29. August. Schlacht bei Tannenbcrg. 6. September. Die Oesterreicher räumen Lemberg und im Anschluß daran weite Gebiete Galiziens und der Bukowina 8—11. September. Schlacht bei Goldap-Angerbury-Gerdanen. Zweiter Sieg Hindenburgs in Ostpreußen, der erstmalig die Räumung der Provinz durch die Ruft«: bis auf einen kleinen Strich herbeiftthrt. 13. Oktober. Entsatz der vm: den Russen ein geschlossenen Festung Przenchst.^ Die Deutschen beginnen ihre:: ersten Bormarsch auf Warschau, und die Oesterreicher auf Jwangorod (im Sude:: WestpolenA) sowie zur Rückeroberung LemberyS 28. Oftober. Beginn des takttsck>en Rückzugs der Deutschen und Oesterreichcr aus Westpolen. 11. November. Przenchst zum zwecken Male von den Russen ein- geschlossen. 11. November. Beginn einer zweiten allgemeinen deutschen und österreichischen Offensive auf der ganzen Linie von Westgalizien bis nordöstlich Lodz. 14. —20. dNovember. Siegreiche deutsche Olefechte bei Wlocklawek. 20,-30. November. Siegreiche deutsche Gefecht in der Gegend von Lodz Und Lowcksch. 6. Dezember. Zwecke Besetzung von Lodz drrrch die Deutschen 11. Dezember. Oesterveichffcher Sieg bei Limanowo; russischer Vormarsch auf Krakau gescheitert. 1915. Januar. Vorbereitungen zu neuen Unternehmungen 7.—15. Februar. Wrnterschlacht in Maftn:en. O Ostpreußen zum zweiten Male, und dieses Mal endgültig und völlig vom Feinde befreit. 18. Kbruar. Tschernowitsch Arm zweiten Male von den Ruffen Urrückevobert. 18.—22. Aöärz. Russischer Raubeiufall iu den Nordo-ft-Zipsel Ostpreußens; Memel Me: Tage in russischem Besitz. 1. —18. April. Letzte DerzweiftungKangrrffe der Russen ans der Karpathenfront gescheitert. 27. April. Beginn des deirtsche:: Einmarsches in Kurlmck». 2. —14. Mai. Schlacht bei Gorlice-Tarnow (Dunajek-Dnochbruch). 6. Mai. Besetzung von Libau durch die Deuffchen. 3. Jüni. Rückeroberung von Przemysl durch dcuffche Truppen. 22. Juni. Rückeroberimg von Lencherg. 4. Juli. Ztvecke Schlacht bei Krasntk: Rückzug der Russen auch in diesem Fwntabschuitt. 12. Juli. Beginn einer zweiten Offensive Hindenburgs in Kurland, am 14. wird SchaNben zum Mecken Male und endgültig besetzt. 28. Juli. We Hymne (!). Die Kellnerfftürzen herbei und setzen auf den Tisch der Bundesgenossen kleine seidei:e, Fähnchen, die mft dem Halbmond verziert sind, m:d die Schönen des Kaffees werfen freimdliche Blicke. Der Lärm in: Kaffee aöep verstummt sofort, sobald man hört, daß draußen Soldaten vorbei- inarschieren. Dann drängt sich alles an das Fenster. Schweigend ziehen die Soldaten zum Bahnhof, von dem aus es an die Front geht. Kommen sie aber an einen: dichtbefetzten Lokal vorbei, so müsftn fte auf Befehl plötzlich ein vaterländisches Sieb anstimmeu. Dieser befohlene Patriotismus (?) nracht mif den scharfblickenden „Neutralen" einen recht traurigen Eindruck. Ebenso besucht wie die Kaffees sind am Sonnüag die Berliner Kü:os. Senttmentale ^llmgeschichten, in denen junge Mädchen aus Liebesgram im Teiche den ^,od suchen^ werden gern gestchen, noch lieber aber der zum Lachen redende Film, der irge::d einen russischen General verspotteß, Me größte Begeffzerung aber herrscht, ivem: das „Neueste vom ^ttuegsschcnwlatz" vorgefüh-rt wird, 'öluf der loeißen Leinwand er- sche:nt zuerst der Riesenschl'und öftrer Kanone, die auf einem eng- mchen Pcmzen'cknff steht, dlber der dadurch hervorgerufene schlechte Eindruck^schwindet sogleich, dem: nun zeigt sich ecu Unterseeboot! und zaubert auf alle Gesichter ein tirdlich-frohes Lächeln. Mft Interesse, oh-ue lautes Mißbehagen zu äußer::, sehen die Berliner amy gern zu, ^wenn die Leinwand eine PanLe französischer Truppen vor Jvffve darstellt. Dochi merkt man deuffich, „:me ein Erschauern bmd) den ganzen Saal geht". Um Verzeihung, Herr Neuttaler, sollte es nicht etwa zufällig gerade — gezogen haben? m — Ein neues Museum in Aachen, lieber die Begründung eines neuen eigenarttger: Kunstmuseums in Aachen berichtet -ein eben erschienener lltt:strierter Katalog, den der Verlag ^ Wolfs in Leipzig herausgebracht hat. Ein junger kunstbeg.niterter Großindustrieller Erich Cüpper hat daS gesamte WerkWernhard Hoetgers erworben und es demnächst iu einem eigenen musealen Anbau an seftwm Aachmer Privathause zur Aufstellung bringen und den deuffchen Kmffffreunden dauer::d zugänglich machen. Der Bildhauer Bernhard Ho et g er. seil JÄjren Mitglied der grvßherzogliche:: Küvstlerkobmrie in Tarm- stadt, das von seiner Hand die großartige plastische Lücsgestoltt:ng des Platanenhaines auf der Mathilde:ch«öhe besitzt, gehört zu ieuen Persönlichkeiten in: künstlerischen DeuffMund, die an der Spitze der jungen Generation der kommenden Entwicklung vorgearbeitet haben. Er ist der Vorkämpfer einer aus dein! Gefühl hieraus ge* borenen :uuen Kmrsffvrm, die in bewußtem Gegensatz zu dem Jm- preffronisMus der letzten Vergangenheft für den Geist unserer Zeit einen eigenen „expressiven" Sttl sucht. Er hat im Vollbesitz semer reiche:: Ü^asttschen Mittet und eines neuen geläutertenFormeu- ideals, das sich unbeivußt wieder den großen 'StÄeppchen der Bergangenheft ::ahert, in zähem Ringen Werke unvergänglicher zeiten- loser Schönheit geschaffen, vor denen die jüngere Generation längst bewundernd Halt gemacht hat. Erst im Frühjahr dieses Jahres war ihn: gelegentlich einer umfassenden Ausstellung im Cassirerschen Kunusalon nn großer Erfolg beschieden, der mrttelbar auch den Enffchluß des tun ge:: Aachener Kunstfreundes beeinflußt hat, dem Werke Vvetgers ein eigenes Museum zu bereuen, das berufen ist auch m der Folge das bildhcncerffche Schassen des Meisters auf- zmrehmen. Es wird das erste rein plasttsche Museum stiu, das in Deuffchland entsteht, und als ein Quckl lebendigster Kraft für die Krim ft fruchtbar werden. Tenn .Hoetger gehört zu jenen Neu- sctwpfern, d:e :n mtuittver Leidenschaft den Geist unserer Tage erfaßt und künsllerisch umgedeutet haben. Er, der von Rodin in seiner Eittwicklung ausging, bat dem Steinblock jene auftagende Taternskraft neu vermittett, die künstlerisch die Sehnsucht unserer K:t w:e :n einem unendlichen Gesäß zusammenfaßt. Der Dichter Kan m:r EdschMid hat dem Katalog des Hoetger-Riuseums der ^gmMttmg Erich CüPper ein Kapftel über die Kunst des Bildhauers beigegeben, das der inneren Gemeinsanrkeft zweier Neu- ge,talter eirum überzeugenden AuÄnmck verleiht. Georg Biermann. der neu berufene Genernldirekwr der Kölner Kunst- vflege, hat m einem kurzen Vorwort der vrogrammaffschen Tat des : ungen Sammlers zngesttmmt, die als ein Dokument deuffchen „Barbarengeistes" in der Zeft des Weltkrieges erhöhte Beachtung verdient. schreibt UE aus E:eHoc:nek: Das ruffffche Solbad Cftcho- d:nek. -dos nahe an . der deutschen Grenze bei Thor:: und Alexandrowo liegt, bat m diesem Sommer, mitte:: in den Kriegs- wirren, erne fröhliche Auferstehung mtter deuffche:- Verwaltung gefeiert. Selbst das Kuiftheater des Bades, das in den letzten Jahren vor dem Kriege :ahrl:ch von 14 bis 15000 Ltzurgästen besucht war Ot mcht länger verschlossen geblieben. An: 22. Jnl: hat das Deutsche Theater aus Lodz seine. Vorstellungen lster eröffnet, die d:e Kurdireftion mft eurer nwnatlichcu Sichventtou von 2500 Mark witerftützt. Sudermanns „Heimat" mit ?ldele Hartwig als Magda ^mDete vor ausverkauften: Hause den Auftaft, den: u-uiere Werke Mderinmrns und eine Anzahl nwderner Schwanke folgen werden. Der jtürmffche Beifall, der laut wurde, zeigte, daß das l^periment, aus der Bühne, ans der früher nur Polnisch oder russisch gespielt ivottu'i: is>, deutsch Sckiauspieler zu Worte konimn: zu lasien, auf gutes Gelingen rechnen darf. E ^ Nr. UZ Der chirhener Anzeiger erscheint läqtich. außer Sonntags. - Beilagen: viermal roöcbentUch SiehenerZamilirnblätter; zweimal wöchenll.Nreis- blattfürden KreisSietzen (Dienstag und Freilag): zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitsraaen Fernjprech - Anschlüsse: iürdieSchristleituiigllL Verlag, Geschäftsstelleöl Adresse lür Dralirnach- r,chten: AnzeigerGiehen. Annahme von Anzeigen üir die Tagesnuunner bis zum Abend vorher. Erstes Blatt M. Jahrgang Montag, 3f. Juli (9*6 eneral-Anzeiger für Oberhessen S c t u q 4 9 r c t i ; monatl. 90 Pf., viertel- jäbrl. Mk. 3.65: durch Aohole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk.2.45 oiertel- lährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf. — Haupt- schristleiter: Aug. Goen. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feililleton: Aug. Goetz: für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R.Zeilz: Rotcfionsirutf und Verlag der Brühi'schen Univ.-Vuch- und Steindruüerei H. Lange. Schristleitung. Seschästsstelle und Druckerei: Schulftr. 1 Kit öen Anzeigenteil: H Beck, sämtlich in Gießen ra Heile schwere Kämpfe im Osten, deutscher Luftangriff aus die englische (WTB.) Großes Hauptquartier, 29. Juli. (Amtlich.) *Westlicher Kriegsschauplatz. Im Sommegebiet fanden lebhafte Artilleriekämpfe statt. In der Gegend von Poziöres scheiterten starke englische Angriffe, hart nördlich der Somme wurden Angriffsvcrsuche durch Feuer unterdrückt. Im Maasgebiet verlief der Tag ohne Jnfanterie- tätigkeit. Englisches Feuer auf Französisch-Comines verursachte Verluste unter der Bevölkerung und großen Sachschaden. indessen keinerlei militärischen. Ein feindliches Flugzeug wurde bei Roclincourt (nördlich von Arras) durch Volltreffer der Abwehrgeschütze ^eruntergeschossen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Geueralfeldmarschalls von H i u d e n b u r g. An der Front keine besonderen Ereignisse. Unsere Flieger griffen mehrfach mit Erfolg feindliche Truppentransporte und Bahnanlagen an. Heeresgruppe des Generalseldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Auch die gestern früh noch nicht abgeschlossenen Kämpfe an der Front Skrobowa—Wygoda sind völlig zu unseren Gunsten entschieden. Armee des Generals Grafen von Bothmer. Auch gestern haben russische, zum Teil starke Angriffe nordwestlich und westlich von Buczaczc keinerlei Erfolg gehabt. Balkan-Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Oberste Heeresleitung. Berlin. 29. Juli. (WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 28. zum 29. Juli hat ein M a r i n e l u f t s ch i f f g e - Schwader den mittleren Teil der englischen Ostküste angegriffen und dabei die Bahnanlagen von Lincoln, Industrie-Anlagen bei Norwich, die Flottenstützpunkte Grimsby und Jmmingham. sowie Vorpostenfahrzcuge vor dem Humber mit Bomben belegt. Ein Leuchtturm an der Humbermündung wurde vernichtet. Trotz Beschießung mit Brandgeschossen sind alle Luftschiffe unbeschädigt in ihre Heimathäfen zurückgekehrt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. An der Schwelle des dritten Kriegsjahres. HeeresgruppedesGencralsvonLin singen Die Russen haben ihre Angriffe gestern auch aus Teile des S t o ch o d - A b s ch n i t t e s und die Front nordwestlich von L u ck ausgedehnt. Ein nordwestlich von S o k u l an- gcsetzter starker Angriff wurde mit schweren Verlusten für den Feind abgewiesen. schwächere Vorstöße an anderen Stellen der Stochod-Front sind "ßenfalls gescheitert. Nordwestlich von Luck ist es dem Feinde nach mehrmaligem vergeblichen Anlauf gelungen, in unsere Linien in der Gegend von Trysten einzudringen und uns zu veranlassen, die hier bisher Koch vorwärts des Stochod gchlltenen Stellungen aufzugeben. Westlich von Luck ist.der russische Angriff durch unseren Gegenstoß zum Stehen gebracht morden. Bei Zwiniacze (östlich von Gorochow) wurde der Feind glatt abgewiesen. Ein russisches Flugzeug ist südlich von Perespa im Luftkampf abgeschossen. Armee des Generals Grafen von Bothmer. Mehrfach wiederholte russische Angriffe in der Gegend nordöstlich und südöstlich von Monasterzyskü brachen unter großen Verlusten für den Gegner zusammen. Balkan-Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Am 26. Juli sttirzte ein feindlicher Flieger aus Luft- kmnpf über dem Doiran-See ab. Ober st e Heeresleitung. (WTB.) Großes Hauptauartier, 30. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Das feindliche Feuer ist zwischen Ancrebach und Somme zu größter Heftigkeit gesteigert. Englische Teilangriffe bei PozisreS und Longueval blieben ergebnislos. Südlich der Somme und östlich der M a a s lebhafte Artilleriekümpfe. Bei La Chaladc (Westargonnen) setzte LeutnantBal- oamus seinen fünften Gegner im Luftkampf außer Gefecht, außerdem wurde je ein feindliches Flugzeua am Ostrande der Argonncn und östlich von Sennheim abgeschossen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Geueralfeldmarschalls von Hindenburg. Stärkere feindliche Patrouillen wurden durch Feuer am Überschreiten der Düna gehindert. Bahnanlagen an der mit Truppentransporten belegten Strecke Wilcjta-Molodcczno-Minsk, sowie von der Heeresgruppe des Geueralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern die Bahnhöfe Pogorjelzy und Horodzieja wurden erfolgreich mit Bombengelegt. — Am Abend brach ein russischer Angriff südlich skrobowa in unserem Feuer restlos zusammen. HecresgruppedcsGeneralsvonLinsingen. Die feindlichen Angriff- haben an Ausdehnung und Starke noch zuaenommen. Sie erstreckten sich mit Ausnahme eiwzelner Abschnitte auf die Front von S t o b y ch w a (am Stochoo nordöstlich von Kowel) bis westlich von Bereslcczko Sie sind unter ungeheuren Verlusten für den Angreifer meist im Sperrfeuer gescheitert. Nur an wenigen Stellen der großen Front ist es zum Nahkampf gekommen, cingedrungc- ner Feind wurde durch Gegenstoß wieder zurückgeworfen oder seinem Fortschrciten ein Ziel gesetzt. Nachts wurde die längst beabsichtigte Zurücknahme der Truppen aus dem nach Osten vorspringenden Swchodbogen nördlich der Bahn Kowel—Rowno auf die kurze Sehne ohne Störung durch den l Gegner durchgeführt. Es liegt in den schweren Kampftagen, in denen wir jetzt stehen, keine Aufmunterung, das heiße Antlitz der Weltgeschichte feierlich mit Siegesgewinde zu umkränzen. Zwei Jahre sind nur eine kurze Spanne Zeit, und Ungeheures har sich darin abgespielt. Wir wurden aus dem matten Gleichklang der Tage in einer, wilden Strubel von Gefahren gerissen, und wenn wir in der Heimat Sinnenden' einen Augenblick an der Schwelle des dritten Kriegsjahres Halt machen, so sind unsere Urteile noch umflort von übermächtigen Tageseindrücken, von der Anschauung des Ungewöhnlichen und von der Erinnerung an wahrhaft große Tage unseres Polkstnms, in denen es uns schien, als erfüllten sich die blühendsten Hoffnungen Her deutschen Geisteswelt. Wir sahen uns vor zwei Jahren dem' plötzlichen Uebcrfall feindlicher Welten ausgesetzt — und erlebten die großartigste Verwirklichung des Bismarck-Wortes: Wir Deutsche fürchten außer Gott nichts in der Welt. Der heutige Rückblick erfüllt uns mit dem Anblick unseres in fremde, ungewisse Tage hiuausmarschierenden Heeres. „Wir werden siegen, weil wir siegen müssen," das war die allgemeine Losung, und die Einigkeit im Denken, Glauben und Wollen war uns ein überwältigendes Erlebnis. Wie bnntbewegt und glanzvoll liegt das Bild des Kriegsausbruches heute vor uns! Je länger wir dabei verweilen, desto lebendiger regen sich unsere Seelenkräste zu einer stillen, starken Feier. Das Wort: „Wir werden siegen, weil wir siegen müssen" dringt noch lauter als damals stuf uns ein. Denn mit bebender Wehmut sehen wir in dem ausmcrrschierenden Heere die Tausende teurer Menschen, die der Heldentod dahingerafft hat, nicht der Heldentod, der uns aus den kalten Tagen der fernen Vergangenheit hart und rauh ins Auge schaut, sondern der Heldentod, der vom stärksten und freudigsten Gefühl der Pflicht, von Liebe und Treue umgeben war. Und heute? Es gilt noch harten Kampf, aber aus Gräbern, aus den Erlebnissen der zwei Jahre ruft es uns noch immer zu: Wir werden siegen, weil wir siegen müssen. Und es ist diesmal bereits ein stolzes Siegeswort. Denn wir hatten unsere deutsche Volkskraft nicht überschätzt. Große Taten liegen hinter uns, Siege, die dem deutschen Volkstum schon allein- für alle Zukunft einen Platz an der Sonne sichern werden. Wir müssen jedoch dafür sorgen, daß der errungene Besitz von Dauer bleiben wird. Wir müssen, denn der Feind rüstet immer noch aufs Neue, will sich von den Ereignissen der abgelausenen beiden Kriegsjahre noch nicht bekehren lassen. Kern wilder Eroberergeist leitet die deutschen Kämpfer. Aber neben ihnen schreitet ein neuer nationaler Stolz, ein neu erworbener Glaube an deutsche Zukunft und die sieghafte Ueberzengung, daß wir unüberwindlich sind, wenn wir einig bleiben, da der Vorsprung, den uns die beiden Kriegsjahre verschafft haben, eine Schildwehr auch gegen übermächtige Feinde uns bietet. Sie versuchen es mit chren letzten Kräften. Und sie sind noch nicht ganz am Ende mit ihren kühnen, eitlen Prophezeiungen, mit chren Besudelungen des deutschen Namens und der deutschen Kultur. Uns aber geleitet ein starker, edler Schutzgeist. Wir erleben an uns bte Verwirklichung der schönen Worte Kants, die lvohl, aus der ganzen Denk- und Betrachtungsweise dieses Großen heraus, für deutsches Wesen geprägt waren: „Der Krieg, wenn er mit Ordnung und Heiligachtung der bürgerlicher: Rechte geführt wird, hat etwas Erhabenes an sich und macht zugleich die Denkungsart des Volkes, das ihn aus diese Weise fuhrt, nur desto erhabener, je mehr Gefahren es aus gesetzt war und sich urutig darunter hat behaupten können." Das ist ein tröstliches und au eiferndes Geleitwort, wenn ivir nun an der Schwelle des dritten Krieasjahres stehen. Der Krieg hat für uns wirklich etwas Erhabenes gehabt, etwas, was dem Bolks'sinn. Seele und Willen, starke Flügel gab. Und wir haben unseren Schild rein erhalten; das I Gerede von deutscher Barbarei reicht nicht zu uns herauf. Unter schwersten Gefahren haben wir uns mutig behaupten können, uird wenn wir alles in allem nehmen, so zeigt uns ein Blick in die Gegenwart, daß Kant recht gehabt hat: die Denkungsart unseres Volkes ist erhabener geworden. Strenges Rechtsgefühl, in sichere Erkenntnis geformt, wie der Weise aus Königsberg uns lehrte, gibt uns die Richtschnur auf stürmischer Fahrt. Während England und Frankreich sich entrüstet gebärden über das Todesurteil gegen den englischen Kapitän, der ein deuffches Unterseeboot zu rammen versucht hat, zeichnen sie die „Heldin" von Loos, die fünf Deutsche ermordet hat, mit Orden aus. Wir stehen auf festen Grundsätzen, die in: Kriege hart, aber gerecht sind.. Erhabenheit das Dentens ist nichts Schwächliches, Biegsames und Rührsames, sondern etwas Ganzes und Großes in Gesinnung und Handlung, wie es Erfahrung und Erkenntnis mitgestaltet haben. Heber die neu entbrannten Schlachten an der Ostfront schreibt die „Köln. Volksztg.": Die Lage an der Ostfront erhält neuerdings ihr Gepräge durch schweren Kümpfe, die sich an der Front der Armee Linsingen [eit einigen Tagen entwickelt haben. Ter Raum dieser Armee er-- streckt sich von den Pripetsümpfen bis zur galizischen Grenze. Jöei Begum der russischen Offensive war es den Angreifern gelungen, die Front im Raume von Luck einzubeulen. Der Haupt- )toß richtete sich im weiteren Verlaus indes zunächst gegen die zwecke Einbruch stelle in der Bukowina. Seit geraumer Zeit sind aber nun wieder im wvlhynischen Gebiet die Kämpfe mit steigender Heftigkeit entbrannt. Das' nächste Ziel des russischen Angriffs ist der im Rücken der Armee Linsingen liegende Eisenbahn'knvten - Punkt Kowel. Oefckich von Kowel, in dem Winkel, der von den von Kvwet ausgehenden Eisenbahnlinien gebildet wird, macht der -stochod einen fast spitzwinkelig zulaufenden Bogen itod] Osten, -ue bisher dort noch stehenden Truppen der Mckteb machte befanden sich in einer schwer zu haltenden Lage, weil sie un Norden und Süden von den Russen flankiert wurden, Stze sind dahier, wie der deutsche Tagesbericht von Sonntag meldtt. in der Nacht zum Sonntag einer schon längst bestehenden Absickt entsprechend in eine leichter zu verteidigende Lime zu rückgenommen worden. Derartige Veränderungen in un serer Frontlinie sind von den deutschen Führern im Erlaufe des Krieges mehr wie einmal vorgenoimnen worden, und wir haben die Gründe dafür kennen und verstehen gelernt. Einen tatsächlichen Erfolg haben die mit starken Kräften von den Russen unternommenen Angriffe auf der Trant von Stobhchwa (am Stochod' bis Beresteczko (an der wolhnnisch-galizischen EKenze. 30 .Kilometer nördlich Brody> nickt gehabt. An den meisten Stellen wurde der Angriff schon im Spei-rseuer erstickt, und der Gegner, der seine Truppen in der gewohnten rücksichtslosen Weise einsetzte, hatte ungeheure Verluste zu verzeichnen. Au anderen Stellen wurd- der Feind durch Gegenstoß zurückgeworfen. Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 29. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 29. Juli 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Der Feind hat ggffern seine Angriffe im ausgedehnten Front-Abichnitt wieder ausgenommen. Südlich des Dnjestr wurde der russische Anprall vor unserer östlich von Tlu- macz verlaufenden zweiten Linie zum Stehen gebracht. 'Nordöstlich und südöstlich von Monasterzyska führte der Feind bei Tag und Nacht ununterbrochen seine Angriffskolonnen gegen die Stellungen der österreichisch-ungarischen und deutschen Truppen vor. Er wurde überall zurückgeschlagen. Das Vorfeld ist mit toten und schwerverwundeten Russen bedeckt. Ebenso scheiterten alle Versuche des Gegners, bei Zwiniacze durchzudringen. W e st l i ch von Luck gewannen die verbündeten Truppen einen beträchtlichen Teil des gestern aufgegebencn Geländes zurück. Zwischen der Turya und der von Rowno nach Kowel führenden Bahn wurden nach Abwehr inelwerer Anstürme die noch vor dem Stochod stehenden Verteidiger hinter den Fluß zurückgcuommen. Ein heute früh nordwrit lich von Sokul angesetzter russischer Massenstoß scheiterte un tcr großen feindlichen Verlusten. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Südwestlich von Pancvcggi wurde ein Nachtangriff abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der unteren Vojusa erhöhte Gefechtstätigkeit. Der Stellverttcter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnaut. Wien. 30. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wirk verlautbart: 30. Juli 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Die Schlachten in O st g a l iz i e n und in W o l h y n i e i dauern unvermindert heftig an. In Ostgalizien wurde namentlich bei Molodylow. nord westlich von Kolomoa, und im Westen und Nordwesten von AM-acz. erbittert Der Feind setzte seine Angriffe -LLg und Nacht über fort. Alle seine Angriffe scheiterten unter den schwersten Verlusten. Ebenso brachten ihm die zwischen Bereitrczko und Stobpchwa am Ltochod angesetzten Angriff trotz größten Menschenverbranchs keinerlei Erfolg. Meist gebot den gegnerischen Sturmkolonnen schon das Artillerie- und Jnfanteriefeuer der Verteidiger §>alt. Wo es den Russen, wie westlich von L u cf bei der Armee des Generalobersten von Tersztyanszky. vorübergehend gelang, in unsere Gräben einzudringcn, wurden sie im Gegenangriff geworfen. Dri Kaszomiea am Stochod wurde die Verteidigung nach Alnvehr mehrerer russischer Stöße in die Sehne des weit vorspringknden Stnchod'Bogens verlegt. Italienischer Kriegsschauplatz. Auf deu .Höhen südwestlich von Pancveggio wurde der .Angriff eines italienischen Bataillons abgewiesen. Sonst in einzelnen Frontabschnitten lebhaftere Geschütz- kämpft. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. * . * Deutsche rLrieazstakistik. Berlin- 29. Juli. - tung auf Baiburt — Mamachatun gegen unsere Stellungen unternommen wurden, führten unsere Truppen, indem sie sich in hintereinanderlügertdcrc Linien behaupteten. Gegenangriffe durch und machten einen geordneten Rückzug. Unsere Truppen auf dem linken Flügel, nördlich des Tschoruk und in der Küstengegend zogen die auf unseren Befehl freiwillig zurück, indem sie der Beilegung des Zentrums folgten. Jnfolg3>essen sind die Ortschaften B a i - b u r t, G ü m ü s ch k h ä m 'e und E r z i n d j a n in die Hände des Feindes gefallen. Die Forffchritte, welche die Russen nur unter blutigen Verlusten erreichten, können unsere allgenreine Lage an dieser Front nicht beeintt'ächtigen. Der allzusehr übertriebene Inhalt der russischen amtlichen Berichte über unseren Rückzug, der nur eine Notwendigkeit der Lage gewesen ist, sind ohne Begründung. Tie Russen versuchen unsere Bewegung als' Flucht darzustellcn, aber es' ist hervorzuheben, daß unsere Armee außer zwei Mantelli- Geschützen, die durch das feindliche Feuer zerstört worden waren, nichts im Sticke gelassen fiat. Die Mitnahme der gesamten Artillerie und des übrigen Materials beweisen die vollkommene Ordnung des Rückzuges, den unsere Armee aus bestimmten Er- wägrmgen ausgenommen hat. Während dieser Operationen machten wir bei mehreren Gegenangriffen in verschiedenen Mschnitten eine große Anzcchl Gefangener. Ter Verlust Erzindjans ist bedauerlich, aber da es eure offene Stadt ist, wird er keinen Einfluß auf unsere allgemeinen Operationen haben. Auf denk rechten Flügel in deu Abschnitten von Musch und Bitlis ist die Lage unverändert. Die von Zeit zu Zeit vom Feinde entwickelte Tätigkeit wird durch unsere Gegenbewegungen angehrlten. Tie russischen Strcitkräfte, denen es gelungen war, den Abschnitt von R e v a n d u z zu erreichen, wurden infolge mehrerer, für uns glücklicher Kämpfe von der Grenze verjagt. Bon den drei Armeen, die wir ans einer von Südpersien bis zum Schwarzen Meer sich erstreckenden Front aufgestellt haben, ist die des linken Flügels ein wenig znrückgebogen worden. Ties wurde von den Russen als ein großer Erfolg gemeldet. Dennoch rückt unsere Armee des rechten Flügels in Südpersien beständig vor, und die des Zentrums beherrscht vollkommen den Mschnitt von Asserbeidjan imd die westlichen Gegenden der genannten Landschaft. Tie nächsten Operationen, die in kurzer Zeit stattfinden-werden, werden beweisen, wie sehr die Russen sich mit der Verbreitung dieser Nachrichten von angeblich großen Erfolgen übereilt, und wie sehr sie sich in ihren Mitteilungen getäuscht haben. Der russische Bericht. Petersburg, 30. Juli. (WTB.) Amtlicher Bericht vom 29. Juli, nachmittags. Westfront: Am 28. Juli überflog ein Flugzeuggeschwader, bestehend ans 10 Flugzeugen, Barakowitsch und warf Bernden auf Bahnhofsanlagen und das rollende Material, wodurch mehrere Brände verursacht wurden. Ein feindlicher Albatros, der den Flecken Bndalaw (41 Kilometer östlich des Narocz-Sees) überflog, wurde nördlich des Niadziol-Sees von Leutnant Tomson, der einen Newport-Avparat steuerte, angegriffen und bis über den Flecken Kobylnik (8 Kilometer westlich des Niadziol-Sees) verfolgt, wo er in nordwestlicher Richtting verschwand. Tomson beschoß das Lager in der Nähe des feindlichen Flughafens Kobylnik mit Maschinen- gewehrfcuer und kehrte unversehrt in rmsere Linien zurück. Die Armee des G e n e r a l s B r n s s i l o w griff den Feind an und warf ihn auf der ganzen Linie von der Eisenbahn Kowel—Rozyszoze bis Brodv. Die Stadt B ro dy wurde genommen. Die Truppen des Generals L eslchitzki warfen in energischem Angriff den ~cini> in Richtung Sta.nis.ati südlich desDnj-estrs zurück: sie brachten efangene und Beute ein, die jedoch noch nicW gezählt ist. Eine, tapfere Division eingeborener kaukasischer Truppen eroberte Je- zierzany (10 Kilometer südöstlich von Tlumacz) an der Straße nach Tlumacz. Nach ergänzenden Meldungen stieg die Gesamtzahl der seit dem^28. Juli .gemachten Gefangenen auf 400 Offiziere und 20 000 Soldaten. Es wurden 55 Geschütze genommen, außerdem Maschinengewehre und größere Mengen Kriegsmaterial, die sich noch nicht übersehen lassen. K aufa sns: Unser Vorgehen ans Sivas und Charput dauert an. Wir machten einige Gefangene. Am 27.) Juli unternahmen die Türken ans der Richtung von Mossul einen Angriff gegen den rechten Flügels unserer Abteilung. Durch Gegenangriff unserer tapferen georgischen Schützen wurde der Feind geworfen. Er ging, Waffen und Munition im Stich lassend, in Unordnung zurück. _ Petersburg. 30. Juli. (WTB st Amtlicher Bericht vom 29. Juli abends. Westfront: Bei Hnlawiaze (4 Kilometer südlich der Bahn Darny—Kowel) am Stochod gingen unsere Truppen auf Floßbrücken mlf^das linke Ufer über und richteten sich dort sofort ein. Feindliche Flieger überflogen den Raum Logischin-Bahnhof Manie- wicze J26 Kilometer nordwestlich Ezartorysk) und warfen Bomben ab. Längs der Eisenbahn Kowel—Itozyszcse dauert das Borgeheir unserer Truppen an. Der Feind ist über den Stochodslnß zurück- geworsen. Im Raume südwestlich Luck überflogen zahlreiche feindliche Flugzeuge unsere Linien, warfen Bomben ab und beschossen unsere Truppen mit Maschinengewehren. Südlich des Tnjestr. sucht der von unseren Truppen in der Richtung ans Stanislau verfolgte Feind in vorher ausgebauten Stellnwpm .Halt zu machen. Die von unseren Truppen eingehenden Meldungen sind jedoch^ so spärlich, daß man nur ein annäherndes Brld gewinnen kann. Bis jetzt find an, von den Truppen des Generals Brnssilow vont 28. bis 29. Juli eingebrachten Geflurgenen gezählt: Zwei Generäle, mehr als 651 Offiziere, 32 000 Soldaten, darunter eine große Anzahl Deutsche, an Beute: 114 Geschütze, darunter schwere. Von dieser Zahl erbettteten die Trtippen des Generals Leschitzki 21 detitsche schwere Geschütze und 85 Maschntengewehre. Bei der Geiamtzahl der Gefangenen tmd der Beute ist ein Teil der von den Truppen des Generals Sackxrroiv wälirend der dreitägigen Kämpfe bei Brody gemachten Gefangenen und Beute eingerechnet: .dies sind 126 Ofiziere, 13 569 Soldaten, 9 Geschütze, 40 Maschinengewehre und an 15 000 Gewehre. Die Gesatntzahl der von den Truppen des Generals Sacharyto seit dem 16. Juli bis 28. Juli eingebrachten Gefangenen unb der Beute beträgt: 940 Offiziere, 39 152 Soldaten, 49 Geschütze, davon 17 schwere, 100 Maschinengewehre, 49 Bomben- und Minenwerser, 30 Bombenwagen und Artilleriemnnitionswagen, 58 Mascknnengewehrwagen und sechs Depots mit Artillerie- und Pioniermaterial. Kämpfe an der mazedonischen Front. 'Sofia, 29. Jüli. lWTB. Nichtamtlich!.) Meldung der bulgarischen Telegraphen-Agentur. Der bulgarische G^ueralstab teilt unter dem 27. Jicki mit: Längs der ganzett mazedonischen Front tägliches schwaches Geschützseuer und Patrouillengesechte, die für uns günstitz verlaufen. Mit Maschinengewehrnt ausgerüstete fernd- lick?e Bataillone versuchten, von einer Gebirgs^e.ibitzenbatterie unterstützt,- am 25. Juli unsere vorgeschobenen Ällckeilungen an der Front Bahovo-Sborfko (ungefähr 25 Kilometer nördlich Vodena! anzugreifcn. Mle Angriffe wurden mit großen Verluste für die feindlichen Bataillone abgeschlagen. Unsere Trttppen schritten sodann z'mn Gegenangriff und bemächtigten sich der feindlichen Schützengräben. Am 26. und 27. Juli versuchten mehrere Kompagnien der serbischen Schnmadia-Diviffon die Höhen nötvlich des Dorfes Pozar (ungefähr 25 Kilometer nordwestlich Bvdena) zu gewinnen und festznsetzen. Sie wurden jedoch dtrrch unseren vorzcitigett Gegenangriff in die Ebene z-urückgeworsen, nachdem sie bedeutende Verluste erlitten hatten. Unsere Trnppen haben 84 feindliche Leichen aufgelesen, darunter ein Hauptmatm. 3 Mann wurden gefangen genommen. Unsere Verluste sind ganz gering. zur Erschießung des englifcheu Kapitäns Fryatt. London, 30. Juli. lWTB. Mchtamtlich) Lord Grey richtete in einem Schreiben an den aMeriLmffchm Botschafter in London die Ansmerksamkeit des Botschafters auf Reuters Telegramm über die deutsche Meldung v»on der Erschießung des Kapitäns F r y a t t. Die englische Regierung könne nur schnwr glauben, daß — nactzdetn die deutsche Unterseebootflotte die Praxis angenommen habe, ^Vauffahrteischiffe ohne Warnung utrd ohne Rücksicht aus das Leben von Paffagrerm und zu versenken — der Kapitän eines Handelsschiffes, der die Maßregel crgriften har. ivelche die einzige Aussicht zu bieten sck>üne, nicht nitr das Schiss, sondern auch das )Leben aller an Bvrd^ zu retten, wegen dieser Tat mit Ueberlegung und kalMütig erschossen worden sein könnte. Wenn die deutsche Regierttng in der Tat im Falle eines britischen Untertanen, der sich m ihrer Gefangenschaft befand, ein derartiges Verbrechen begangen haben sollte, so sei es augenscheinlich, daß damit eine äußerst ernste Lage entstanden sei. Er, Lord Grey, sei daher im Namen 'der britischen Regierung zu der Bitte getrötigt, durch die Botschaft der Vereinigten Staatert in Berlin möchte eine dringliche Unteffuchitng darüber knwanstaltet werden, ob der Bericht in der Presse über die Erschießung des Kapitäns Fryatt wahr sei. Als Antwort 'daraitf sandte der amerikanische Botsckwfter in London eine Abschrift des Telegramms des amerikanischen Botschafters in Berlin, das Einzelhei^n be< züglich seiner Intervention in dieser Angelegenheit cntl)alle. Tie „Heldin von LooS^. London, 29. Juli. (WTB. Nichtanrtl.) „Daily Mail" meldet aus Paris: Die .Heroine von Loos, Emilie ne Moreau, die fünf Deutsche mit Bomben und Revolverschüssen erntordet hat, ist mit einem englischen urtd französischen Orden dekoriert worden. Die neueti Hnndelsunterseeboote. Berlin, 31. Juli. Wie die „Bossische Zeitung" mittetlk, liegt es nicht in der Absicht der Deutschen Ozean-Reederei G. m. b. H. für die neuen H a nd el su n t e r s e.e bo v t e Wären, Pakete oder Briese zur Beförderung anzunehmen. Der Seekrieg. L o n d o n , 28. Juli. (WTB.') Meldung des Reuterschei'r Bureaus. Die Mannschaften von acht durch ein deutsches Unterseeboot versenkten .Heringsfischerbooten wurden in Tynemouth gelandet. Berlin, 29. Juli. (Priv.-Tek.) Die „B. Z." nreldet aus Rotterdam: Die englische Regierung gab einen großen schwedischen Dampfer,' der mit Rohstoffen für die schwedische Margarinefabrikation beladen war. cnrf das kräftige Drängen der schwedischen Regierung frei. Kopenhagen, 29. Juli. (WTB.) Der dänische Dampfer „V i d a r", auf der Reise von Kopenhagen nach Husi mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen, ist in der Nordsee von einem deutschen Kriegsschiff aufgebracht und zur Untersuchung nach Kuxhaven geführft worden. Aus dem Rüche. Berlin, 29. Juli. (WTB.) Wie der „Staatsanzeiger" mitteilt, ist dem Oberpräsidenten z. D., Präsidenten des Kriegsernährungsamtes Tortilowicz v. Batocki-Friebe in Berlin der Charakter als Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat Exzellenz verliehen worden. Aus Stakt unk £an$. Gießen, 31. Juli 1916. Briefmarken und Postkartengeber ab 1. August. Mit der Einfiihrung der neuen Postgebühren rnüssen auch die B r i e f m a r k e n - ll n d d i e P o st k a r t e n- Geber ben neuen Martenwerten angepaßt werden. Dies ist insofern schwierig, als den neuett Werten von 15 und 7l /2 Pfg. keine Einheitsnrünzen gegerrüberstehen und bei der Kürze der Zeit seit Festsetzung der neuen Gebühren urrd bei dem etnpsindlichen Mangel an Facharbeitern eine Aende- rung der Geber in der Richtung, daß sie auf den Eirrwurf je eines 10-Pfg.- und 5-Pfg.-Stückes Marken oder Karten verabfolgen, nicht angängig ist. Die Postvertoaltung Hai daher daran fasthalten müssen, daß die Geber auf ein 10-Pfg.-Stück ansprechen, und hat die Einrichtung so getroffen, daß aus den Einwurf eines 10 Pfg.-Stückes durch die bisherigen 5-Pfg.-Briestnarken-Geber je eine Freimarke zu 71/2 und zu 2y 2 Pfg. und durch die Postkarten-Geber eine Postkarte zu 71/2 Pfg. mit einer lose aufgeklebten 2i/r-Pfg- Brieftnarke verabfolgt werdett. Die auf der Postkarte aufgeklebte 21/2-Psg.-Briefmarke läßt sich leicht ab lösen: zu ihrer Verwendung bietet sich immer Gelegenheit. Die Aendernng der in Betracht kommenden Geber lvird mit tunlichster Beschleunigung dnrchgeführt. Die lO-Psg.-Äriefmartew-Geber werden nftverändert beibehalten, da 10-Pfg.-Marken auch künftig zum Freimachen von Warenproben, Gesclfttftspapie- ren und Drucksachen, deren Gebührensätze unverändert bleiben, sowie fiir über 20 Gramm schwere ^Briefe und für den Auslandsverkehr gebraucht werden. * ** Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog hat «m 29. Juli den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadl I, Amtsgerichts rat Fritz Schade, zurzeit im Felde, zunt Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Oberhessew ernannt. — Ernannt wurde: am 29. Juli 1916 der Aktuariats- assistent bei dem Amtsgericht Lampertheim, .Hermann Krebs, zum Aktuartatsassistenten bei dem Amtsg-ericht Remheim mft Wirkung vom 1. Oktober ds. Js. " Auszeichnung. Dem Rittmeister Dr. Walloth, sonst Vorstand des Gr. Eisenbahnbetriebsamts Gießen I, wurde durch atlerböchsle Kabinettsordre vom 10. Juli das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. ** Ein Gießener Flieger in der Türkei. Siegfried Meuser, Wasserflugmaat, hat vor einigen Tagen sein erstes Flugzeug abgeschoffen. Meuser war lvenige Zeit zuvor als dritter deutscher '-Flieger über Lemnos' und hat dort mit Erfolg Bomben abgeworfen, ivofür er zum Eisernen Kreuz 1. Masse vor geschlagen war. ** Kartoffeln aus der Ernte 1915 werden bis auf weiteres in der alten Gewerbeschule, Asterweg 25, Dienstags, Mittwochs, Freitags und Scnnstags zum Preise von 7 Pfg. für das Pfund gegen Ltbliefernng der Kartoffelmarken an Einwohner der Stadt Gießen, die weniger als 2600 Mk. Einkommen haben, abgegeben. Mheres siehe Anzeige. ** Bei der Goldankaufs stelle wurden heute von zwei Einlieserern die Erlöse für die eingelösren Goldsachen im Werte von zusatnmen 27.25 Mk. zugunsten des Roten Kreuzes in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt. ** Diebstahl. Vor etwa zwei Monaten tvurden aus einer hiesigen Maschinenfabrik zwei Leder-Treibriemen, wovon der eine 95 mm breit, 2,50 m lang, im Werte von 14 Mark und der andere 100 mm breit und 8,10 m lang äst, rm Werte von 48J Mk., entwendete Am beiden Riemen ist an verschiedenen Stellen die Firma „Chas. A. Schieren Company" eingepreßt. Sachdienliche Mitteilungeit nimmt die hiesige Kriutinalpolizei entgegen. ** Aehrenlese durch Schulkinder. Nach einer Mft- teilung des preußischen Unterrickfls Ministers hat die Aekrenlese durch SchuMuder rm Anschluß an die letzte Ernte, soweit zahlenmäßige Festttcllungen ersolgt sind, einen Geldwert vott 230 000 Mark ergeben, der zu einem großen Teil dent Bwtett Kpeuz und anderett tm'vltätigen Zwecken zugrsührt worden ist. Angesichts der volVwirtsckmsckichen und erzieplichen Bedeutung der Ächran- lese verdient sie, wie der Minister betont, auch iveiterhin Förderung. Aa£ Königlichen Regierungen sind daher cnvgewre,en ivor- den, auch für die neue Ernte das Erßvrdexliche zu peMgerr. Landkreis Gießen. ** Große n-Buseck, 31. Juli. Die Sammlung zugunsten der VolkSsvende für die deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen ergab hier die stattliche Summe von 662 Mark und wurde von den Hilfsschwestern und Helferinnen des hiesigen Aliee-Frauen- Bereius erhoben und dem Geschäitsführer der Gietzener Haupt- sarnmelstelle zugeführt. ga Grünberg, 31. Juli. Mit der Hessischen Tavierkeits- medaille wurde Wehrmann Georg Leister im Landw.-Jnf.-Rgt. Nr. 83 ausgezeichnet. e. S t e i n b a ch , 31. Jüli. Der als vermißt gemeldete Musketier Jakob Haas VIII. von hier besuchet sich laut Karte desselben vom 12. ds. Mts. in russischer Gefangenschaft imd zwar im Waldai-Bezirk Nowgorod. Es ergeht ihm! wohl. Mitgefangene ans hiesiger Gegend sind Büttner und Rosenbaum von Gießen. Landstnrmmann Karl Schäfer aus Mach ist in ein anderes Lager gekommen. Kreis Alsfeld. oz. Alsfeld, 31. Juli. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt nach zweijähriger Pflichterfüllung im Felde der Gefreite Werner Opel, Feld-Artillerie-Rgt. Nr. 25. 02 . R e i b e r t e n r o d. 31. Juli. Die H a u s f a m m l u n g stir die Kriegsgefangenen ergab in hiesiger Gemeinde den Betrag von 16 Mk. 50 Psg. Kreis Lauterbach. la. Lauterbach, 31. Juli. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt: Heinrich Schößler, Sandlofs, Musketier im akr. Jnf.° Negt. Nr. 116. — Tie Hessische Tapferkeits medaille erhielten: Artillerie-Gefreiter Konrad Kircher, Angersbach: Gefreiter Karl Hält, Landenhausen, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse; Gefreiter Johauues Kühl, Laudeuhauseu; Obermatrose Friedrich Hinkel. Schlitz. la. Altenschlirf, 31. Juli. Aus hiesiger Gemeinde sind bis jetzt fürs Vaterland gefallen: Georg S e e r t, Johannes Döll, Otto Johs. Boß, Otto Stock, Georg Hübner, Georg Ruppcl, Otto Rodemer, seinen Wunden erlegen Heinrich Schaub, vermißt Georg Rodemer. — Das Eiserne Kreuz erhielten: Emil Jost, Johannes Velde, August H i t g e r: die Hessische Tapserkeitsmedaille: Heinrich Schmttdt, Karl N i e - poth, Adolf S e ib e r t. ä. Gunzenau, 30. Juli. Am letzten Freitag verunglückte hier der 2anSrc>trt Str 0 tt schwer, indem ihin ein hoch beladener Heuwagen gegen die Brust rannte. Sein Zustand ist Bedeicken erregend. Da der Sobn des Verunglückten, dem daS Gut gehört, im Felde steht, so mußte der alte Alaun selbst mit Hand anlenen. la. Nie der-Moos, 31. Juli. In unserer Gemeinde sind bis jetzt gefallen: Gustav Bär, Christian Da hm er und Konrad Schmelz. Im Lazarett ist infolge Krankheit Heinrich S ch a a f gestorben. Verwundet wurden August Flach, Richard D e u ch c r t, Paul Heitzenröder 2., Heinrich D i e tz , Heinrich Schmelz, Heinrich Heitzenröder, Heinrich Rück, Andreas Ru v, Karl Schättel, Georg Seipel. la. Nösberts, 31. Juli. Vier Kriegsopfer hat unsere Gemeinde zu beklagen. Die Namen sind: Reservist Karl Schmitt, Landsturmrekrut Ernst N e u p c r 1, Land sturm r e krnt Konrad R n h l, Ersatzreservist Heinrich Rai'. —.Das Eiserne Kreuz erhielten: Kriegsfreiwilliger Gefr. Karl Essel: die Hessische Tapserkeits- medaille Wehrmann Heinrich Dahme r._ la. Stein furt, 31. Juli. Aus unserer Gemeinde sielen bisher: Emil Döll, Wilhelm H offmann und Karl Schmelz, letzterer war Inhaber der Hessischen Tapserkeitsmedaille. Ehrenzeichen wurden verliehen an: Heinrich Se sichert (Eisernes Kreuz zweiter Klasse und Hessische Tapserkeitsmedaille), Heinrich M c nes Chaos bildeten. Ter Führer Stöckel des Saalburgwagens und der Sckxffs- ner Georg 5) a r t u n g erlitten schwere äußere und innere Verletzungen, daß sie kaum mit dem Lcchen davonkommen dürften. Von den etwa 2 0 Fahrgästen, meistens verwundeten Feldgrauen, erlitten fast alle mehr oder minder schwere Verletzungen. Besonders schwere Brust- und Bauchguetschungen trug der Sanitätssoldat Hennenberger davon. Auch wurde ihm durch die Glassplitter das Gesicht erheblich zerschnitten. Eine Frau, die Zeuge des Zusammenstoßes war, erlitt einen Nervenchock. — Im Vorort Kirdorf geriet vorgestern abend beim Spielen der 31/2 jährige Sohn der Kriegerwitwe Tenfeld in eine Duirg- grube. Da der Unfall unbemerkt blieb, ertrank das Kind. Die Leiche wurde erst nach langem Suchen gesunden. = Höchst a. M., 29. Juli. Unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Dr. Jancke fand im Landratsamt eine Versammlung von Landwirten und Dreschmaschinenbesitzern statt, die sich mit der Dreschlohnsrage beschäftigte. Wie schon mitgeteilt, hatten sich die Landwirte geweigert, die von den Maschinenbesitzern! geforderten Dreschlohnerhöhungen zu zahlen. In der Versammlung kam folgende Einigung, die für die Landwirtschaft gerade jetzt von großer Wichtigkeit ist, zustande: Der Dreschlohn beträgt bei 14 Arbeit err: stündlich 12 Mk. Das Bindegarn liefern die Landwirte. Bezüglich der Sonntagskost der Dreschmaschincnarbeiter bleibt es beim bisherigen Gebrauch. In den Gemeinden, wo die Trcschmafchinen- besitzer die Sonntagskost ftßr die Arbeiter bisher stellten, übernehmen jetzt die Landwirte die Verköstigung gegen eine Vergütung von 1,50 Mk. für den Tag und Kops, die von den Maschinen- be sitze rnzu erstatten ist. Vorst elende Einigung hat Gültigkeit für das Main gebiet, soweit sich der Bereich der Vereinigten Landwirte vor: Frankfurt und Umgebung erstreckt. — Für die Provinz O b e r h^e s s e n erfolgt noch eine besondere Regelung. ke. Fulda, 31. Juli. Aul eigeilartige Weise tand der 26jäh° rige Invalide S ch m i 11 seinen Tod. Ter jlmge Mann war mit dem Packen seines Koffers beschäftigt. Hierbei wurde er von einem Krampfanfall betroffen und geriet mit dem Kopf in den Koffer. Der Deckel schlug zu und der Lilflose fai,d den Erstickungstod. X. Kassel, 30. Juli. Der hiesige Regierungspräsident hat ungeordnet, daß angesichts der Belebung, welche die KÜ-ein-i s i e d e l u n g s t ä t i g k c i l — namentlich auch infolge der Bewegung für Kriegerheimstätren — voraussichtlich nach dem Ziriege erfahren wird, den Kleinhäusern hinsichtlich der Bauordnungen Erleichterungen durch Gewährung von Dispensen und Ausnahmen m bestimmten Fällen zuteil werden sollen, soweit es unbeschadet der Standfestigkeit und Feuersicherhut zulässig erscheint. X V 0 in M a i n , 30. Juli. Bei dem Versuch, einen beim Kahissahren curf dem Main in der Nähe von Schweinsurt ins Wasser gestürzten und mit dem Tode ringenden 18jährigen jungen Manll zu reiten, ertrank der 45 Jahre alte Landsturmmann M e r k l e in. Der junge Mann konnte gerettet werden. Die Goldankausftelle ist morgen von 3 bis 5 Uhr geöffnet! vermischter. X BadBrückenau, 30. Juli. Durch eiu Großfeuer, das im Kamin des Braueveigebäudes ausbrach, ist die Bierbrauerei Jansen chtal vrrrnchtet warben. Bon den ausgestapelten Malz- und Gerstenvorräten konnten nur geringe Meugerr gerettet werden. Der Schaden, der allein an den Malz- und Gerstenvorraten durch den Brand verursacht worden ist, beläuft sich aus über 70 000 Mark. Bei den Löschungsarbeiten erlitt ein Feuerwehnnann, der Land- wirt Martftr von Schroda, lebensgefährlick>e Verletzungen. * Ehrlicher Kriegsgewinn. Bon eineni, der es durch seine Ehrlichkeft weitgebracht hat, erzäUt der neueste Band der ,,Bibliothek der Unterhalttmg und des Wissens" ülnion deutsche Verlagsgesellschast, Stuttgart). Auf seinen jährlichen Mufterungs- reisen kam Friedrich der Gtoße zu dein Amtmann Hahn nach Schlesien. Der König blieb bei seinem Beamten drei Tage und befahl, ehe er abreistc, man möge dem Amtmann alles bezahlen, was verzehrt worden war. Man sagte dem König, daß der lvohl- habende Amtmann es sich zur Ehre rechne, den Landesherrn bewirtet zu haben: er würde kein Geld nehnren. Ehe Friedrich abreiste, verlangte er den Beamten noch einmal zu sehen und sagte noch am Wagenschlag: „Ich danke Ihm für Seine Gastlichkeit. Ich will Ihm nichts anbicten: man sagt mir, Er nähinc nichts, weil Er reich sei. Ist bas wahr?" ,J!a Eure Majestät." „Wie ist er §n Seinem Geld gekommen?" fragte Friedrich und sah den Amtmann scharf an. „Majestät, ich habe imuun- um einen Groschen teurer eingekaust und alles um fünf Groschen billiger abgegeben als die andern." „Mache Er keine unzieinlichen Scherze: ich habe nicht Zeit mit Ihm zu spaßeri und verlange eure ehrliche Antwort, aber keine Narreirpossen zu hören." „Majestät, ich sage die lautere Wahrheit. Wenn das Getteide wohlseil war, bezahlte ich den Scheffel mit einem Groschen über dem Preis. Wenn es mehr galt, verlangte ich für das antgespeichertc Korn meist fünf Grchchen wemger, als man sonst in schlechten Zeften dafür verlan,fte. So habe ich mir mein Geld ehrlich erworben. In meinem Bezirk wird das jeder bezeugen." D«er König sagte gütig: „Er ist ein bmver Mann. Ich will Ihn. in den Adel stand erheben." Hahn bat den König, es nicht zu tun: seine guten Worte seien ihm Dank genug. Friedrich blieb abeU dabei. Un»verfit8ts»Nachr1«hte«. hl. Marb urg, '31. Juli. Zu DSkanm si'tr das mit dnn 15. Ottober beginnende neue, akademische Anttsjahr lmirden geivählt: In der Theologsschen Fakultät Prof. Heitmüller. in dep Jpristsscben Fäkultät Pwf. Wolfs, in der Medizinischen Fakultät Geh.-Rat Tue zeck, m der Philosophischen Fakultät Geh.-Rat Hansel. --- F r a n k f u r t a. M., 30. Juli Der Ordinarius für indogermanische Philologie an der hiesigen Universität, Professor Dr. Eduard Hermann, hat einen Ruf an die Universität (Böttingen erhalten und angenommen. Er beginnt dort seine Lehttätipkeit am 1. April 1917. — Aus dem Felde der Ehre an der Somme siel Privatdozent Dr. WilhelmlO h r von der hiesigen philosophischen Fakultät. Ter erst im 38. Lebeirsjahr stehende Gelehrte war geborener Wiener, sttidierte in Leipzig, Halle und Berlin. 1904 habilitierte cr sich als Privatdozent für mittlere und neuere Geschichte in Tübingen. Von 1907 1914 war er Leiter des Naiional Vereins. Bei der Gründung der hiesigen Universität habilitierte er sich wieder als Privatdozent für GeschichtsPhilosophie. Tr. Ohr bat eine Anzahl wertvoller Schriften lzerausgegeben, z. B.: Die Kaiserkrönung Karts' des Großen: Der karolingische Gottesdienst in Theorie und Praxis: Zur Eriwuerung des deutschen Studenttil- tums: Hat Deutschland eine liberale Zukunft: Politik und Moral, in politischen Kreisen ist'Ohr durch seine liberalen Kurse, in denen er Redner und Politiker wrssenschasrlich und polftisch schulte, rühmlich bekannt. Akit ihm sank eine hervorragende Zierde der Universität und ein Polftiker vornehmster Art ins frühe Grab. Frankfurt a. M., 30. Juli. Als Privatdozent für orthopädische Chirurgie am Friedrichsheim /chirurgisch-orthopädische Universitätsklinik habilitierte sich am Samstag Tr. Simon mit einer Antrittsvorlesung über „Orthopädische .Kribgschirnrgie"., An einer preußischen Universität ist diese Habilitation für Orthopädie der erste Fall. — An der medizinischen Fakultät habilitterte sich als Privatdozent Dr. Edgar Goldschmid für pathologische Anatomie und allgemeine Pathologie mit einer am Samstag gehaltenen Antrittsvorlesung über „Die Entwicklung der pathologischanatomischen Abbildung". Monatl. Ueberfichl der Todesfälle in der Stadt Sietzen. Monat Juni 1916. Einwohnerzahl: angenommen zn 33 100 (inkl. 1600 Mcurn Militär. SterblichkeitLziffer: 20,30°/^. Nach Abzug von 35 Ortsfremden: 7,61 °/ 00 . ES starben an Zus. Er- wachsene Kinder im 1. Leben», vom 2 US jahr re. »ab, Angeborener Lebensschwäche 1 (i) — 1(1) — Altersschwäche 5(4) 5(4) — — Folgen der Geburt 1(1) KD — — Diphtherie 2(1) — — 2(1) Kenchhuüen 1 — 1 — Lungentuberkulose 5(3) 4(3) — 1 Tuberkulose anderer Organe 5 (3) 3(1) — 2(2) Lnngenentzündckng Krankheilen der Kreislauf- 2 (1) 1 (1) 1 organe 7(5) 7(5) — — Gehirnschlag anderen Krankheiten des 1 1 Nervensystems anderen 5traickheiten der Ver^ 4(3) 3(2) 1 n> dauungSvrgave 2 2 — — Blinddarmemzündung 2 (2) 2 (2) — — Krarckheiten der Harnorgane 5 (3) 5(3) — — Krebs 6.3) 6(3) — — Vermrglückung 3(?) 2 (1) — 1 (i) anderen benannten Ursachen 4(3) 2 (2) 1 Mi) Summa: 56 (35) 44 (28) 4(1) 8 (6) Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krmlkheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Veröffentlichung des Großh. Kreisgesundheitsamts Gießen Dr. W a l g e r, Med.-Rat. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetreraussichten in Hessen am Dienstag, den 1. August 1916 - Ziemlich heiler und trocken, warm. Müller'sche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 31. Juli: 20* R. Letzte Nachrichten. Die deutsche Artitterie so stark wie zuvor. Amsterdam, 31. Juli. Der „Daily Mail"-Korresvondent im brittschen Hauptguartter berichtet über die So w meschlacht von der feindlichen Arttllerie, die „heute noch so stark sei wie zuvor" J,r seinem Bericht vom Donnerstag hob er hervor, daß die dentt'che Arttllerie zu gleicher Zeit drei verschiedene Sperrfeuer fallen ließ, während an gewissen anderen Stellen das Sperrfeuer verdoppelt wurde. „Daily Mail" sagt hierzu: Die brittsche Artillerie hat epo das Schlachtfeld nicht mehr nach eigenem Belieben in der Hand. Sie beftndet sich auf gleicher Basis mit dem Feinde. Die Wirkung des deutschen Luftangriffes auf Oeftl. London, 31. Juli. Bei dem deusschen Fliegerangriff auf die Insel -O e sel im Rigaischen Meerbusen am 25. Juli sind fast alle von England dorthin gelieferten Flugzeuge verbräunt. Zwei englische und ein russischer Flieger loircbcn getötet und neun schwer verletzt. Die Lage im Südosten. Berlin, 31. Juli. Der Bericht erstattet' des „Berliner Lokalanzeigers", Kirchlehner, berickstet aus dem Kriegspresse- quartier unterm 30. Juli: Die vom Kommarrdo des Kriegspresse- qnartters zur Llrmee Böhm Gnnoli entsandten Berichterstatter wurden durch den Armee-Generalstabschef Generalmajor Dr. Bar- dolff dem Führer der ruhmreichen Zenttumsarmee Bölyn Ermvli vor gestellt. Ter Generalstabschef bemerkte, es sei bedauerlich, daß in Zeiten kriegerffcher Hoch, pan nung zuweilen den Aeußerungeu. unverantwortlicher Personen mehr Glauben beigemessen werde, als sie verdienten. Es sei dem Stabe der Armee nicht unbekannt, daß auch über Lemberg allerlei Gerüchte tveft rückwärts im Hinter- lande erzählt wvrden seien. Es sei auch gegen die Grundsätze, die in der Armee Böhm Ermoli herrschen, datz wirkliche Gcsabrep nick»t verschwiegen würden. Man gehe ly er von dem Güxmken aus, dem schwergeprüften Volk in Galizien dürfen unter keinen Umständen neue unbegründete Sorgen mssgebürdet werden. Erforderten es milftärffche Rücksichten, würde man lieber um 14 Tage früher als l k Stunde zu spät die Gefahr ankündigen. Die Evakuierung von Brvdy habe bewiesen, daß das Armeekommando gebührend Rücksicht Mif das Wohl der Bevölkerung zu icehmen nnsse. Dies sei auch von der Presse gewürdigt worden. Die Presse könne ein übriges tun, wenn sie in sarlilicher und ruhiger Weise die öffentliche Meinung in solchim Zeiten stütze. Nachdem der Gerreralltabsick^ef noch einige Bemei- kungen über das Schicksal der galizischen .Hauptstadt gemacht hatte, äu^rte er sich nvck) über die russische Offensive im allgemeinen. Er versicherte, die Verluste der Russen seien ungeheuer, und nicht unerschöpflich seien die Hilfsquellen der Russen. Dürfte er uns Einsicht in das ihm sur Verfügung stehende Nachricirtenmaterial gewähren, in die erngettwssenen Meldun.gen jeder Art und die protokollierten Olussagen russisckwr Gefangener, so würden auch >wir die Ner siir den Ausgang belangte sein. Ob rechts, ob links auch ein Sttick Boden sreigegebcn nn'rtH', es müsse ittemvnd deswegen den Kops sirtken lassen. Dies sei die Ansicht des Stabes, sei die Ansicht der Truppen und möge . 1 ,^ der Glaube des Bottes sein. Geschichtstasel der beiden ersten llriegsiahre. (Wichtigste Begebenheiten.) -' , / (Schluß.) v f S. Italienischer Kriegsschauplatz. 1915 23. Mai. Kriegserklärung an Oesterreich, t^rbe Juni bis 5. Juli. Erste Jsonzo-Schlacht. 5. Juli. Ter italienische Panzerkreuzer Dmalfi wird durchs ein östcrretchyches Tauchboot versenkt. 18. Juli- Der Panzerkreuzer Giuseppe Garibaldi erleidet dos gleich« Schicksal. 18.-27. Juli. Zweite Jsonzo-Schlacht. 18. Oktober bis 10. November. Dritte Jsonzo-Schlacht. ^de November bis Ansang Tezember. Vierte Jsanzo-Leblacht. Mle cnese O/Hlachten verlausen völlig gleichmäßig ergebnislos und kosten den Italienern mindestens erne halbe Million Verluste, den Oesterreichern ganz unverhältnismäßig weniger. ^ 1916. 14. ^ötraior. Am Görzer Brückenkopf entreißen die Oesterreicher dm Italienern den Kirchenrücken bei Oslawffa und nehmen ihnen 1000 Gefangene ab. 25. Januar. Bei Oslawffa machen die Oesterreicher weitere 1200 Gefangene. 23.-24. Februar. Tie in Mbanien gelandeten Italiener werden vor Turazzo von den Oefterreichcrn entscheidend geschlagen. Anfang März. Fünfte Jsonzo-Schlackst: Ergebnis wie bei den früheren. 6. April. Kriegs minister Zupelli tritt zurück und wird durch General Marrone ersetzt. 15. Mai. Beginn des österreichischen Angriffs in Südtirol nach vorhergegangener Artillerie-Vorbereitung: zunächst 2500 Gefangene, 11 Maschineng ewe hre, 7 Geschütze. 30. Mai. Jü Süvtirol ist die Zahl der gefangenen Italiener auf 30 400 (darunter 700 Offiziere), der erbeuteten Geschütze auf 300 gestiegen. 10. Juni. Die schon seit längerer Zeit tief in italienisches Gebiet vorgedrungenen -Oesterreicher zählen 45 000 gefangene Italiener. 25. Juni. Mit Rücksicht auf die Ereignisse in Rußland brechen die -Oesterreicher ihre Offensive ab und nehmen zur Verkürzung ihrer Front und dadurch erreichter leichterer Verteidigungsfähigkeit ihre am weitesten vorgeschobenen Truppenteile zwischen __ Brenta und Etsch etwas zurück. Anfang Juli. Ziemlich gleichzeitig mit der französisch - englischen Generaloffensive beginnen auch die Italiener eine verstärkte Angriffstätigkeit: sie erzielen keinerlei Erfolge. 4. Kriegsschauplätze auf dem Balkan und in Asien. 1914. 1. November. Eintritt des Kriegszustandes zwischen der Türkei und unseken Feinden. 2. Dezember. Belgrad von den Oesterreichern genommen. 14. Tezember. Belgrad von den Oesterreichern wieder aufgegeben. 1915. 18. März. Erster See-Angriff auf die Dardanellen, dlbgeschlagen, zwei englische und ein srauzöfisches Linienschiff versenkt. 28. April. Einem englisch-französischen Landungskorps gelingt die Landung auf der Halbinsel Gollipoli. Mai. Im Lause des Monats werden in den Dardanellen die vier englischen Linienschiffe „Goliath", „Triumph"'. „Majestic" und „Ayauremtwn" versenkt. 16.—28. August. Höhepunkt der Kämpfe aus Gollipoli: alte Sturm- angriff'e der Engländer und Franzosen werden abgeschlagen. 5, September Türkische Patrouillen nähern sich dem SueMnal bis aus etwa 5 Kilometer. 19. September. Erstes Eingreifen deutscher Truppen gegen serbische ' iArtilleriefeuer in der Gegend von Semendria über die Donau hinüber). 21. September. Mobilmachung Bulgariens. 2. Oktober. Bei Saloniki landet trotz des griechischen Widersprt-lchies eine französisch-englische Truppen-Ab Heilung von zunächst ' 30000 Mann. 8. Oktober. Belgrad zum zweiten Male und endgültig genommen. 11. Oktober. Erste Kämpfe zwffchen Bulgaren und Serben. 18. —25. November. Bernichtungsschlacht gegen die Serben auf dem Amselfelde. 23.-26. November. Schlacht bei Ktesiphon. Die Engländer bei ihrem Vormarsch auf Bagdad entscheidend geschlagen und zur ' Flucht nach Kut-cl-Amara genötigt. 7. —11. Tezember. Die Bulgaren bringen den in Südmazedonien eingedrungenen Engländern und FrarMffen eine entscheidende Niederlage bei und zwingen sie zum fluchtartigen Rückzuge. 19. /20. Tezember. Flucht der Engländer und Franzosen von der Westküste Gallipolis (Ari-Burnu und Ana forta-Gruppe>. 1916. 8. Januar. Tic Engländer und Franzosen räumen nunmehr auch die Südspitze Gallipolis, so daß die ganze Halbinsel vom Feinde befreit ist. 16. Januar. Bedingungslose Unterwerffrng Montenegros. Es folgt das bekannte Ränkesviel des Königs, das an der tatsächlichen Entwickelung nichts ändert. 16. Februar. Tie Russen besetzen Erzerum im Kaukasus. 17. April. Tie Puffen besetzen Trapezunt. 29. April. Tie rn Kut-el-Amara eingeschlossenen Engländer (etwa 13 000 Mann) kapitulieren bedingungslos. 5. Ereignisse zur See. _ 1914. 28. August. -Seegefecht bei Helgoland. Gewaltige englische lieber- macht. Deutscherseits gesunken die kleinen Kreuzer „Ariadne", „Köln", „Mainz". Dü englische Flotte erleidet sckffvere Beschädigungen. 5. September. Der englische Kreuz.'r „Palhffndcr" an der Ostküste ^Englands durch ein deutsches Unterseeboot versenkt. 22. L>eptember. Kapitänleutnank Weddigen versenkt mit seinem ,,t 9" in der Nordsee die drei englischen Panzerkreuzer „Aboukir", „Hoguc" und „Crcffy". 1. November. Seeschlacht bei Santa Maria oder Coronet (Küste Chile). Strcikkräfte aus beiden Seiten etwa gleich. Das Geschwader des Admirals Gras v. Spee vernichtet die beioen englischen Panzerkreuzer „Good Hope" und „Manmoulh", wahrend die kleinen Kreuzer „Glasgow" und „Otronto" entkommen. 9. November. Ter kleine deutsche Kreuzer „Emden" beendet an den Kolosinseln seine Ruhmeslaufbahn. 8. Tezember. Schlacht an den Falklandsinseln. Von ungeheurer Uebermacht angegriffen gehen von dem Geschwader des Grafen v. Spce die großen Kreuzer „Scharnhorst" und „Gneisenau" und die kleinen Kreuzer „Nürnberg" und „Leipzig" ruhmvoll unter; nur die „Tresden" entkommt. . ~ 1915. 1. Januar. Das englische Linienschiff „Formidabte" wird im Kanal unweit Plymouth von einem deutschen Unterseeboot versenkt. 4. Februar. Ansage des verschärften U-Boot-Krieges; er beginnt etwa 14 Tage später; dauert einige Monate and kehrt etwa mit Beginn des Sommers unter dem diplomatischen Drucke Amerikas in die frühere mildernde Form zurück. 18. März. Vor den Tardanellen werden dte beiden englischen Linienschiffe „Ozean" und „Jrresistible" versenkt. (Ob durch türkische Artillerie oder deutsche U-Boote steht nicht völlig fest.) Ferner fanden ihren Untergang anläßlich der Kämpfe um die DardaneUen am: 13. Mai. Linienschiff „Goliath": 25. Mai. „Triumph", ebenfalls Linienschiff, beide durch Torpedo- 27. Mai. Tie Linienschiffe „Majestic" und „Agamenrnon", letzterer Verlust von der englischen Admiralität als Ballverlust allerdings nicht zugegeben. 7. Juli. Italienischer Panzerkreuzer „Amalsi". 18. Juli. Italienischer Panzerkreuzer „Giuseppe Garibaldi" durch österreichisch? Tauchboote versenkt. 28. Oktober. Ter englische Panzerkreuzer „Argyll" läuft aus eine Mine und sinkt. 30. Tezember. Ter englische Panzerkreuzer „Natal" erleidet das gleiche Schicksal. 1916. 10. Janüar. Tas englffche Linienschiff „King Edward VII" läuft aus eine feindliche Mine und sinkt. 8. Februar. Ein deutsches Unterseeboot versenkt an der syrischen Küste den französischen Kreuzer „Admiral Charner". 29. Februar. Ter deutsche. Hilfskreuzer „Greif" besteht in der Nordsee ein Gefecht mit drei englischen Kreuzern und einem 'Zerstörer; er vernichtet einen großen englischen Kreuzer von 15 000^Tonnen und sprengt sich dann selbst in die Lust. 4. März. S. M. S. „Möve" kehrt nach mehrmonatlichen Kreuzfahrten in den heinffschen Hafen zurück. Ter kühne Kreuzer hat zunächst die englische Blokade zu durchbrechen verstanden und dann im ganzen. 15 feindliche Fahrzeuge davon 13 englische) mit zusammen 54 000 Tonnen zum größeren Teil versenkt, zum kleineren in neutrale Häfen als Prisen geschickt. Ten von ihm gelegten Minen ist u. a. „King Edward VII" zum Opfer gefallen. 28. April. Tas englische Linienschiff „Rüssel" läuft aus eine Ntrne und sinkt. Mai. Unter dem Einslüß des verschärften U-Boot-Krieges (begonnen am 29. Februar, wieder gemildert Anfang Junff erreicht die Monatszahl der vernichteten feindlichen Handelsschiffe der Zahl nach 96, und der Tonnage nach 225 000 Tonnen. 31. Mai /1. Juni. Glänzender deutscher Seesieg am Skagerrak. Deutsche Verluste der Tonnage nach 60 000 Tonnen: englische von der feindlichen Admiralität zugegeben: 118 000 Donnen, wahrscheinlich aber das anderthalbfache. 5. Juni. Der englffche Panzerkreuzer .Hampshire" geht bei den Orkney-Inseln unter. Auf chm befand sich Lord Kitchener mit seinem Stabe. Gesa mtverluste der Engländer in den beiden ersten Kriegsjahren : a) Kriegsflotte: 600 000 Tonnen, hierbei sind allerdings nfftgerechnet einige Verluste, die von der englischen Admiralität ganz oder teilweise bestritten werden, z. B. „Audacious", „Tiger" und „Agamemnon". Aber abgesehen davon, daß diese Verluste so gut wie sicher sind, sind bestimmt auch noch weitere Verluste eingetteten, die in Deutschland nicht bekannt wurden. Die angegebene Zahl darf daher als Mindestgrenzc gelten. b) Handelsflotte: Insgesamt 2V» Millionen Tonnen. Uriegrbriese aus dem Westen. Telegramm unseres Kriegsberichterstatters. lUnbcrechligter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.! Gesteigerte Artillerietätigkeit der Verbündeten. Großes Hauptquartier, 29. Juli. Zwischen Tiepval und Maurepas, von wo die Engländer auf Bapamne zu drücken hoffen, haben sie heute ihre schon in den letzten Tagen sehr lebhafte Artillerictcttigkeit zu dauerndem Trommelfeuer gesteigert. Auf der Linie zwffchen Commecourt und Beaumont—Hamel, wo sie beim General- Zugriff am 1. Juli n-ack) Bavanme, dem ersten Ziele ihrer Offensive, durchstoßen wollten, haben sie inzwischen ebenfalls mit einer erneuten stärksten Beschießung unserer Linien begonnen. Starke Angriffe, die sie nordöstlich und nordwestlich von Pozieres unternahmen, blieben ebenso ohne den mindesten Erfolg, wie kleinere französische Angriffe bei der Monacoferme. Am siidlichen Teile ihrer Offensivfront, in der Linie zwischen Barleux und Estrees, haben auch die Franzosen wieder schweres Trommelfeuer gegen unsere Stellungen angesetzt. Die Engländer behaupten, uns aus dem Telville-Walde vertrieben zu haben. Das entspricht nicht den Tatsachen Der Delville-Wald ist wie bisher halb im Besitze der Engländer und halb im festen unserigen. Kronprinz Rupprecht bei den Fromellcskämpfern. Großes Hauptquartier, 29. Juli. Der tapferen bayerischen Division, die am 19. und 20. d. M. nördlich und westlich von Fromeltes den durch Trommelfeuer vorbereiteten Angriff mehr als doppelt überlegener englischer Divisionen glänzend abgeschlagen und dem Feinde über 500 Gefangene abgenommen hat, stattete Kronprinz Rupprecht von Bayern einen Besuch.in ihrem Frontabschnitt ab. Tie Abordnungen der beteiligten Regimenter waren im Viereck auf dem Rasenplatze eines alten Parkes aufgestellt. Der Kronprinz schritt, jeden Truppenteil begrüßend, die Reihen in der neuen Feldmarschalluniform ab und hielt folgende Ansprache: „Als ich am 19. Juli hörte, daß die Engländer hier angegriffen haben, da habe ich mir gleich gedacht, 's ist ganz recht, sie sollen nur kommen!" Der Kronprinz führte dann die zahlreichen Gefechte an, in denen sich die Division seit Kriegsbeginn ausgezeichnet hat, und fuhr fort: „Nun haben Sie wieder Großes geleistet, und vor allem ist es ehrenvoll für die Division, daß sie wiederum aus eigener Kraft den großen Angriff abgewiesen hat. Wir sind stolz auf unseren Erfolg und geben uns zugleich Gelübde, ferner auszuhalten zum Heile des ganzen Vaterlandes." Jubelnd nahmen die Truppen das vom Kronprinzen auf den Körny ausgebrachte Hoch auf, in dessen Namen er dem Divisionskommandeur eine hohe Auszeichnung überreichte, und ebenso stürmisch jubelnd das Hoch, welches der Divisionskommandeur im Namen seiner tapferen Streiter dankend auf unseren „Kronprinzen, den Feldmarschall Rupprecht", ausbrachte. Der Kronprinz ließ sich dann die für diese Schlacht mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichneten Mannschaften vorstellen und fragte jeden über Einzelheiten des Kampfes. Jeder mußte ihm erzählen, wofür er die Auszeichnung erhalten hatte. Ein Münchener sagte, er habe Stücker 500 Handgranaten in die Reihen der Mrg- länder geworfen. „Donnerwetter", lobte ihn der Kronprinz, „das ist aber eine tüchtige Leistung." Ein anderer hatte über 200 Handgranaten geworfen. „Haben sie auch gut ge- ttoffen?" — „Einen ganzen Haufen Hab' ich umgelegt." — „Ist recht!" antwortete der Kronprinz. Sehr belustigte ihn die urwüchsige Antwort eines Oberbayern, der sein Verdienst an der Abweisung der Uebermacht in die Worte kleidete : „Weil i grad dahin genga bin, wo die mehvan ^rmna san." Der Kronprinz nahm dann ans einem Platze der benachbarten französischen Ortschaft den Vorbeimarsch der Truppen ab und sprach sich im .Kreise der Offiziere, unter denen er im Stabsquartier einige Stunden vorweilte, in herzlicher Anerkennung «über den Herrlichen Geist der Truppe aus, den keine Uebermacht ins Wanken bringen kann. W. Scheuermanü, Kriegsberichter statter. Nirche *tnfc Schule. ü. Crainfeld, 30. Juli. Unter dem Vorsitze von Schul» rat A ndres fand hier am 27. ds. Mts. die zweite amtliche K riegs-Leh rerkvnfercn z für die Bezirke Herbstein und Nieder-Moos statt. Schulverwalter Stein mann - Hörgenau, ein Kriegsverletzter, sprach an Hand des Buches von Geh. Ober- schnlrat Block-Darmstadt „Schulsragen der Gegenwart" Wer die Einheitsschule. Leitende Gedanken tvaren: 1. Was ist und will die Einheitsschule? 2. Welche Gründe bringt Block vor g e g e n die Einheitsschule? Auf einer der nächsten .Konferenzen sollen auch die Ansichten der Freunde der Einheitsschule zur Geltung gebracht werden. Im zweiten'Teile der Konferenz wurde die Sammcl- arbeit (Brennessel, Papier, Obstkernc usw.) besprochen und orga- nisiett und die Lehrer der einzelnen Dörfer zu Berttancnsmännern ernannt. Ms Stapelplatz für die gesamnrelten Gegenstände wurde Herbstein für den Bezirk Herbstein und Grebenhain für den Bezirk Niedcr-Moos besttmntt. Schulrat Andres wußte auch die Lauen und Bequemen aufzuivecken und zur Arbeit heranzuziehen. Nicht sammeln, um zu verdienen, Gegenstände braucht das Vaterland! Wer sammelt, hilft das Dnrchhalten erleichtern ! Hier ist den Daheimgebliebenen ausreichend Gelegenheit geboten, dem Vaterlande seine Liebe zu beweisen. Denken wir nur an das, was unsere Feldgrauen draußen tun! Denken rvir vor allem an ihre einzig dastel-enden Leistungen im Monat Juli! Dann wird und darf keiner die Hände müßig in den Schoß legen. Bekanntmachung. Bis auf weiteres werden Kartoffeln aus der Ernte 1915 ln der alten Gewerbeschule, Asterweg 25 Diensiags I Mittwochs I vormittags von 9 bis 12 Uhr und Freitags ( nachmittags von 3 bis 6 Uhr Samstags | zum Preise von 7 Pfennig für das Pfund gegen Ab- lieferung der Kartoffelmarken an Einwobner der Stadt Gießen, die weniger als 2600 Mark Einkommen haben, abgegeben. Die S Staats Stcucrzcttcl sind vorzuzeigen. Gießen, den 29. Juli 1916. Ter Oberbürgermeister. I. B. E m m e l i u s, Beigeordneter. 5495 B 5 -Amer-Kohnunli Schottstraßc 10 pari, zum 1. Oktober 1916 zu vermieten. Näb. Bahnhofstr. 50 l. l"'« I 3 Zimmer | 3-Zira.-Wohr. m. allem Zabeb «. Veranda im 1. St. an! 1. Okt. oder später zn vermieten. 54161 HtcphanNfraüe 9. | 2 Zimmer 5U.2 ^immcr-2t | Möbl. Ziminer\ Pension Brandl Neuen Bäne22 iBellevue)Ziltt.m.u. ohneBer- vsieg.f.jedeZeitdauer. Elektr. Licht, Bad. Tel. 1085. 4805 Ein sach wühl. Zimmer z. vcrm. Marbnrger 3^.30 III. t""*” ( Li&clen u. dcrlT Schöner Heller \ Verschiedene | e CU nhmtnci 1 Zuverl. Fnhrknecht gef. i*' 11 2. SvieS, Mittelweg 7. 2 Monteure für elektr. Licht und Kraftanlagen, evtl, tüchtige Hilfsmonteure bei hohem Lohn für sofort nähe bei Gießen gesucht. Schriftliche Angebote mit Zeugnisabschriften erbeten an Lonls Roh6, z. Zt. Weilt)ura a . TL. [**> Energ., zuverl., nnlitärsreier Mann für sofort für den Polizei- dienst nach Wetzlar gesucht. Näheres NänahnrV 1611. Mehrere jüngere Wagner- ä Seiner-, sowie SeliMpeta sucht sofort aus Äagenbau. K. Oroßen-Bawoeck. '5486 ZulM, friftiflcr Bursche sofort gesucht. Bierhandinng Merlan, Ludwigstr. 26.1 :Arr Schreiuerlehrliug gegen Vergütung gesucht. H5498 Schiffenbcrger Weg 16. EinigeFrauen zum Frucktabmachen ges. sw. Frankfurter Straße 59. Wegen Erkrankung meines Hausmädchens suche ich für sof. guten Ersatz.Prau Geheimrat Krüger, Mberstr. 22. P 510 Gewissenhaftes, kinderliebes sür nachmittags gesucht. 1°"“* SelterSweg 2211. gesucht. Sonnenstraße 19. P 473 Ein älteres, zuverlässiges Mädchen ß vom Lande sür Haus- und Gartenarbeit gesucht für sofort oder später. PrauPSarrer Wagner, Benern bei Gießeu. Smjcrlöjf. fiinbcrmriödicn gesucht. 5477 Bismarckftraße 16 p. l. Suche sür meine 17jährige Tochter Beschäftigung im Haushalt, würde sich evtl, auch für Geschäft oderBureau eignen. Frau Bauunternehmer H&gert Wwe., Wetzlar. 15489 Sohn achtbarer Eltern, 14‘/ 2 Jahre, sucht Stellung als Volontär aus Bureau oder Kaffe. Schriftliche Angebote unter 011005 an den Gkeßener Anzeiger erbeten. Achtung! Verkaufe morgen Dienstag früh aus dem Brandplatz am „Botanischen Garten" eine große Sendung Mnmach- u. Salatgurkeu u. Bobneu. Billigste Preise. 1011014 .Frag Frosch. Mullg! Achtung! An die verehrten Einwohner von Gießen und Umgegend! Meiner nerebrlenKundschait zur Kenntnis, daß ich Dienstag aus d. Lindenplatz vrima frische kiniuach-uniiLlilatgurkeu und Eiumachbobnen zu verkaufen habe. Bestellung wird daselbst entgegengenoinmen. Philipp Best. Griesheim _bei Darmstadt, s^ 6 Stück reinrafstge schöne Hühner abzugeben. W ilsonstraße 2, 3. St. Gut erhaltener l 5491 W agen <4 sitz.) mit Patentachsen preis- wert zu verk. M. Bing, Lieb. Mehrere Morgen Korn am Sehikkendergerw. u-Badohnrg- KaltesteUe zu verk. Näheres Hernherger, Löberstr 3. [ oaou 100 Ctr. Prima Heu zu kaufen gesucht. [5501 C. W Nowack & Sohn Schanzen-Straße 3. Pgrtugiesischcr Unterricht gesucht. Schr. Angeb. unter 5494 an den Gießener Anz. Für Dienstag. 15. VIII. und ?vreitag. 18. VIII. wird zu einem Vortrag ein 5466ss Saal Versteigerung. Mittwoch, den 2. August lfd. IS., nachm. 3 Uhr. sollen im städt. Psandlokale. Scltcrswcg l I dahier, die wegen rückständiger Gc- meindesteucruud Kanalge- biihre» gepfändeten Gegenstände, Diöbel aller Art. Sofas, Schränke. Schreib tische, Vertikos, Sekretäre, Bilder, 2 Gasherde. 2Kaffen- schränke u. v. A. versteigert werden. [5429 H Gemmccker. Psandmeisler in günstiger Lage gesucht. Schrfftl. Angeb. mit Preisangabe erbeten uni. X. II. 862 an Lrniolk Masse, Kürndsrg. Fluß- u. Seefische Zunge Tauben K. Hüne rmund,Lö Weng. 18 Kouiuic von flufliDüriß zum Ankauf getrag. Herrenkleider, Stiefel, Wäsche, ZakngeHsse, Tressen, Bold- und Silbersachen n. s. w. Schriftliche Angebote unter 5488 an den Greß. Anzeiger. Bin Donnerstag am Platze. I. M. Schulhof Telephon 119. — Prompter Versand nach auswärts. I® 1 Leiterwagen in allen Größen wieder ein- getrosicn AustteiPh.LoiuuicMil, Bleichstraße 10. l^" Dienstag. 1.August 191« nachmittags 3V» Uhr, sollen im Darmstädter Ham Walltorsiraße 6 dahier,öffen lich zivangsweise gegen bc versteigert tverden: Hausniobilien aller Ar sowie eine Wäschemangc ferner ein Papierschrar u. dal. m. Saintonges. stellvertr. Gerichtsvollziehc Gießen. skB( Gieflensr-Hausfrauen-Verei Dienstag trifft Voraussicht!« eine große Sendung Bohnen "Mg ein. Abgabe an die Mitglied Dienstag, den 1. August vori von 10—12 Uhr. nachm, vi 5—7 Uhr. Preis 30 Psenn das Psund. !551 Honte iMontag) nachi von 6—8 Uhr ZtS*“ Refnoclandon 1 zum Einmachen. Die Borsitzende.