Kr. M Samtes Bldt \66. Jahrgang Lftch«nl täglich nnt Ausnahme des So^tttugS. De iK^rurpfnoc dass Wissenürmj den endlichen Sieg stellt. Die Zahl verliert ihren. Wert, derWille Äeibt, ein heiligerSi,eg- Wille, der sich in diesem hohen Sommer in unerhörter Grütze zeigt. Die Kämpfe bei Baranowitschi, die seit zwei Tagen stille geworden sind, gehören ^u dein großen Tagen dieser Zeit. Das schlesische Landweftrkorps war in diesen Wochen eine Mauer gegen übermächtigen Anprall. Wenn die Rusftn mehr als örtliche,: Erfolg gegen die deutsche Front erkämpfen :vollten, mutzten sic sich den: Zwange der strategischen Bahnen fugen. WQna einmal lvar ein Ziel, das jede deutsche AusladungÄttöglichkeil auf weitem Umkreis nahin, Ziel, dem in der Märzoffensive eine Hekatombe geöffnet wurde. Baranowitschi ein zweites, das den deutschen Ausgangspunkt bis Bialystock zurückverlegt hätte. ' > Am 13. Juni begann das Artillcriefeuer auf die deutschen Gräben 'westlich Kraschin. Es waren Anzeichen für den russischen Angriff gewesen, die üblichen: Wabengräben, erhöhte Flicgertätig- keit, Patrouillen, Überläufer. In der Nacht vom 12. zum 13. Juni kamen die letzten Vorbereitungen, grotze Umgruppierungen, die den Angriff überraschend machen sollten. Auffdem Mschnitt von Kilometer wurde ein volles Korps, das Grenadierkorps, angesetzt. Drei Divisionen standen dahinter in Reserve. 'Von Woykoritsch: bis Masse stürmte die erste Grenadier- division, von Masse bis nördlich Kraschin die zweite. Um 5 Uhr nw-rgens setzte die ArMlerie ein, steigerte sich bald. Auf dem Nordabschnitt, also etwa 2 Kilometer Front, fielen an diesen Tagen 40-000 Schutz. Um 7 Uhr etwa begann die Infanterie vorzugehen. Die Russen traten, überall ztvei Regimenter in einer Tiefe von acht Gliedern für das Regiment, zum Sturn, an. Als sie beim Verlassen der Gräben unter die Häm in er der deutschen Artillerie kamen, verwirrten sich die Reihen, ballten sich, und in einer Tiefe von über 30 Gliedern stürzten die Angreifer an manchen Stellen vor. Die.Borpostenfteltungen konnterr unter diesem Anprall nutzt gehalten werden: der Sumpftzügel 194 südlich des Koldytschavo-Sees nördlich von Torschizy wurde besetzt: an einem Punkt wurde die deutsche Stellung genommen Man wutzte mit dem Erfolg nichts anzufangen, da warf der Gegenstotz der erbitterten Scklesier die Erugedrungenen wieder zurück. Was nicht siel, wurde sg e fangen genonnnen. Das Resultat dieses Sturmes lätzt sich heute ziemlich genau feststellen: 140 Offiziere und 10000 Mann hatte das Gvenadier- korps bei diesem Angriff verloren. Hinter der rufsffchen Front storchen die Rekruten beveit, um das völlig erledigte Gremünerkorps aufzufüllen. * Die Wirkung des Tages war die, tnch zunächst Ruhe eintrat. Erst Ende Juni begannen die neuen Stürme, .diesmal auf der ganzen Linie von Zirin bis östlich Baranowitschi. In diesen Kämpfen, die vom 2. bis 8 . Jicki ununterbrochen tobten, waren diesmal die Fronten östlich Gorodischtsche und östlich Baranowitschi die Hammervunkte der russischen Angriffe. Unter schweren Verlusten gelang cs den Russen, bei Gorodischtsche Vorteile zu erringen, an dem günstigen Punkt erzielte,: sic 800 Meter Bodengewrnn. Bor den Stellungen der Schlesier bei Baranowitschi brachen alle ihre Angriffe zusammen. Am 2. Jul: um 4 Uhr begann das Arttlleriespkl gegen Gorodischtsche, um */25 Uhr auf dem Mschnitt östlich vor Baranowitschi. Vor dem zerschossenen Torfe Girewo springt auf einer .Halbinsel im Schtschara-Smnpf der Tarowo-Hügel aus der deutschen Stellung heraus. Dicht vor ihm liegt das Suinpftal der Schtschara, und auch im Süden dehnt sich Sumpfslachc an seinen Sandhängen: drüben auf dein östlichen Ufer der Schtschara überragen die flachen Sandkuppen einer stärkeren Hügelreihe weithin Tal und Darowo- Berg. Dort ist die russische Hauptstellung, vonldort sieht die russische Artilleriebeobachtung in die deutschen Stellungen. Es ist der Punkt, der wohl am nächsten zu Baranowitschi liegt, autzerdem. Am 3. Juli brach. nach 20 windigem Feuer die Welle des russischen Angriffes gegen diese Höhe vor, in einer Mulde an ihrer Stirnseite konnten sich die russischen Sturmkolonnen sammeln. Es gelang, in den Nordteil der Höhenstellung einzudringen. Etwa 400 Mann setzten sich fest, holten auch ein Maschinengewehr heran. Sofort aber setzte ein Gegenstotz ein, mit Handgranaten arbeitete man sich so von der Seite heran. Die deutsck>e Artillerie legte die eisernen Vorhänge des Sperrfeuers hinter das Grabenstiick. 230 Manu wurden gefangen genommen das Maschinengewehr wurde erbeutet. Tie russischen Angriffswellen^vor Labusch und bei Sarjctsche an der Eisenbahnbrücke über die Schtschara drangen nicht bis an das Hindernis. Oestlich Gorodischtsche kam es zu Nahkämpscn. An: 3. Juli hämmerte die russische Artillerie in regclmätzigcm Wirkungsschietzen auf die Linien, an, 4. Juli nahm das Ar- tilleriefeuer zu, und mittags lag starkes Trommelfeuer auf dem .Hügel von Tarowo. Nachmittags um 3 Uhr begannen dann von neuem Jnsanterieangriffc auf die gesamte Front, in dichten Kolonnen, oft wieder 16 Glieder tief, griffen die Russen an. Zu dem Dröhnen der Geschütze kam der Donner eines mächtigen Juligewitters. Jede Sicht erstickte unter den Regcnvorhängen. Um 6 Uhr war der Tarowo-Berg in den Händen der Russen. Tie deutsche Artillerie legte Feuer auf die Kuppq, die von Granaten zerpflügt war und nun fast ihre Gestalt verlor. Um 1 i4 Uhr morgens wurde die Artillerie noch Verstärkt, und es setzte der Gegenstotz an, der die Stellung ,nieder aufrollte. In dein unsicheren, grauen Morgenlicht kam es zu schweren: Kamps. Tie Russen batten beim Sturm einen Leutnant und ein paar Mann gefangen, in ein Fuchsloch gestoßen und Handgranaten nachgcworfen. Tie Granaten waren an der Türstirn vorzeitig geplatzt. Tie noch Lebenden stürzten jetzt au^ der dunklen Hölle, ihre Waffe waren die großen Taschenmesser, dre sie behalten hatten. Es war ein blutiger Morgen in dcm zerschossenen Graben. Zwe: junge 18 jährige, schmächtige Burschen waren j>ci ihrem Maschinengewehr geblieben, als die Russen eindrangen. Lie hatten noch 600 Schutz. So oft die Russen versuchten, sich ihrem Unter- slland mit Handgranaten zu nähern, begannen sie zu feuern. Bald wurde das Gewehr zu heiß. Wasser war nicht da. Sie halfen sich mit der Flüssigkeit, die jeder Mensch bei sich hat, und feuerten weiter. Feuerten auch noch ein paar Schuß, als ihre Befreier kamen, in die fliehenden Russen hinein. Tann versagte das Gewehr. „Aber wir konnten nichts dafür. Herr Major," das war alles, was sie sagten, als sie ihr Gewehr zur Reparatur zurück- brachsten. Um V 28 Uhr morgens nxrr die Höhe wieder in unseren, Besitz. Sie sieht grauenvoll aus. Rdan weiß oft nicht, was graubraunes Sandboden ist, was graubraune russische Tote. Abends 6 Uhr lvnrden die gegenüberliegenden russischen Truppen durch -eine frische sibirische Division abgelöst. Am folgenden Tage war nur die Artillerie tätig, und die Sanitäter, die bei den Russen grotze Massengräber schaufelten. Am 8 . Juli kam wieder ein Höhepunkt der Angriffe aus-der ganzen Front. U,n 3 Uhr morgens versuchten die Russen ohne Artillerievorbereitung einen Ueber- fall aus Darowo, der abgewiesen wurde. Dann setzte mächtiges 'Feuer ein. Telle der deutschen Stellung tvurhen fast eingeebnet: da gleichzeitig Nebel aufkam, der in nicht hohen Schwaden über dem Boden lagerte, sprangen die Landwehrmänner, als der Massen- angrisf einsetzte, auf die Brustwehren und feuerten stehend in die dichten Kolonnen. Von 3 Uhr nachmittags an folgten sich die Angriffe. aus den Tarowo-Hügel, auf die Front nördlich Deron, auf die Schtscharaschleise bei Labusch, wo drei starke Wellen vorgingen, südlich der großen Scbtschara-Brücke. Alle Angriffe wurden abgewiesen, ebenso wie die Stürmje gegen Gorodischtsche und südlich Zirin. Aus dein offenen Gelände bei Tartszlizy häufen sich die russi- schen Leick)en, im! sumpfigen Schtschara-Tal vor den deutschen Stellungen schlägt die deutsche Artillerie in die Zurückflutcnden, die nicht schnell genug die Smüpfstrecke durcheilen können, furchtbare Verluste. Es ist ein Niedermähen der russische:: Kolonnen an diesen Taget, entlang der ganzen Front. Nachmittags tritt die Ruhe der Erschöpfung bei den Russen ein. Sie dauert bis heute cm. * ^ Verluste sind schwer zu schätzen Ms ich durch die Stellung, die zerschossene .Stellung, in der heldenmütiger Wille die zerstörten Gräben ersetzt l)atte, an: 10. ging, tvar an vielen Stellen der Leichengeruch fast unerträglich. Bon der Tavowo-Höhe aus sah mau die Toten wie Schwaden, reife Ernteschwaden im Tal liegen. Eine Offiziervcttronille war die Nacht bis zur Schtschara hinab-- gc stiegen. Der Leuttuntt sagte mir, sie hätten über Leichenhi^el klettern müssen. Eine Vorposvenstellung wurde in der gleichen Nacht wieder von uns besetzt, nran fand 160 tote Russen in dem' kleinen Fleckchen, in einem Birkenwäldchen dicht vor der Stellung lvurden an 200 Tote gezählt. Dies ist ein kleiner Ausschnitt der Front, die überall von Zirin bis Baranowitschi ein ähnliches Aussehen 'hat. Rußland zahlt seinen Blutanteil voll und ganz. * In der warmen Julisonne schlafen die Verteidiger. In der Vorstellung bei Tischeje schreiben sie alle. Jeden Augenblick können ja die eisernen Sperrgittcr niedergehen. Einer steht still aus eint Bild. Auf den: Tarowo-Hügel dämm«: sic vorsichtig, vorffchtrg an Schutt und zerschossenem Material. Drüben lteht der „Brüllaffe", die Schützengrabeiikanorve. Auf jede Bewegung folgt Schütz. Viele liegen lang aus dem Boden, blin^elu in die Sonne. „Wie geht's denn?" „Dan'ke, gutt. daß sc hegt nein schisse. Wer Han de Russen ordentlich gedroschen!" Die zerschossenen schwarzen Bäume, die mächtigen Eichen der Kirchhossstellung, die nur noch als zersplitterte Stümpfe ragen, sind mit seinen Goldlinicn der Frühsoune umwogen. Ter ferne Wald sieht dunkelgrüne Gräber. Der Himmel glänzt sehnsuchtsblau über Grauen und unerschütterliche Herzen. Rolf Brandt, Krieg-sberichterftatter. Zentrale für Mutterschutz und Säuglingsfürsorgr. rb. T a r m ft a d t, 16. Juli. T:c Großh. Zentrale für Mieterschutz:md Sängliugsfürsorge hielt an: Sanislag uachmittag in: Sitzungssaal des Rathauses ihre diesjährige Hauptversammlung ab, der auch die Frau Groß- herzogii: und zahlreiche Vertreter aus allen Landeschllen., Kreisbeamte, Aerzte u. a. beiwohnte,:. Ten Vorsitz fflhrte Minister Tr. Braun Evz„ der die Versammlung mit einer längeren Ansprache nnd Darlegung über die derzeitige Lage der Muttermund Säuglingsfürsorge im Grotzhcrzogtun: Hessen eröffnete. In den: R^aße, in den: sich ans den: Gebiete der Mutter- und Säuglingsfürsorge durch zielbewutztes Zu- und Eingreifen die vo-r- handenen Mißftände zu bessern begannen, wurde schon vor dem Kriege die Auffnerksainkeit der ärztlichen Fachkreise, rv-ia der breitst Oeffentlichkeit m:f 'die schweren Bedenken gelenkt, zu d«:en der Rückgang der Gebirrtenziffern in Deutschland, wie in allen Kulturstaaten Veranlassung gab. Es kann Tjeute nicht auf bk Frage nach den Gründen dieser Erscheinung und den Möglichketten einer Abhilfe näher eingegangen werden, es mutz genügen, heute hier ßeft- zustellen, daß die sich mit diesen Fragen beschäftigenden Schriften: und Aufsätze zahlreicher geworden sind, als drejenicfen über die uns zunächst und unmittelbar angehenden Dinge. Hierauf ging der Redner ain T>ie bundesstaatlichen Bestimmunge:: und die Behr- Viltowschen Anträge für das Einschreiten des Staates und des Reichs auf dem Gebiete der S.- und M.-Fürsorge ein. Vieles davon können wir in Hessen schon unser eigen nennen. Ms erreor Schritt von entscheidender Wichtigkeit begrüßen wir auch Nws nach lnehrjähriger inühsamer Vorarbeit im .Kapitel 53 des Staarsvoranschlags niedergelegt lourdc. Dort wurden 50 000 Mk., für die Fortführung der Mntterberatungsstellen mindestens 12000 Mark und rund 36 000 Mark für die Vergütung von 20 Kreis- pffegerinnen ar^esvrdert, u:ll) in einer nach einem Entwurf des Ass. Dr. Mclior von Geh. Rat Dr. Baiser in einer ausgezeichneten Dmkschrift begründet. Der Frnanzausschuß begrüßte einmütig den Uebergang der M.- und S.-Pflege in die Hände des Staates nnd beide Kammern bewilligten sofort zunächst 40 000 Mark, tvonttt aiub ein Kontrollrecht der Stände geschaffen nnd der spätere Ausbcv: der Pflegevorganffätion gesichert wurde. M:f dem Wege, der wrs bei Schaffung der Zentrale oorschwebtL^ sind wir dem Ziele, die S.- und M.-Fürsorge als unmittel* bare Staatsanfga be arterkannt zu sehen, nicht zum wenigsten unter den Eindrücken des gewaltigsten Krieges aller Zeiten ganz nahe gekommen. Noch nicht erreicht ist die Uebernahme der Ki 1 :d erkli n : k in Gießen auf den Staat, aber ihr Betrieb ist bereits auf ihn übergegangen, so daß :mr auch hier dem erstrebten »Ziel nahe sind. Dabei sind jetzt durch das neue Verhältnis zum Staat genaue Linien vorgezeichnet. Den Berickst über das OKschäftsjahr 1915/16 erstattete darnach Assessor Dr. Melchior. Er führte aus, daß die. Arbell der Zentrale in: Soinmer 1914 eine:: hocherfrenlichen Aufschwung nen, sollen diestn hierzu gegebenenfalls tagelang nicht ans den Augen verlieren. Sie müssen gegebenenfalls den: Unglück mit fester Stirn und kühner Tat entgcgentretcn. JägbtominanboS _ sollen überdies die Kunst verstehen, nicht entdeckt und nicht ausgehoben zu werdm. Sic finden außerdem zur Zerstörung wichtiger Kunstbauten Verwendung. Für die Zerstörung der Eisenbahnen, Telegraphen, Briicken, feindlichen Depots, DLagazine sowie für besonders kühne Taten sind den Jagd- kommandos Prämien ausgesetzt, deren Größe entsprecherw der Wichtigkeit der durchgcsührten Arbeit bestimmt wird. Von weittragmd- ster Bedeutung erscheint bei den Jagdkommandos die Persönlichkeit des ersten Führers, der vornehnllich Kühnheit, Entschlossenheit Energie, Rdut, Initiative und Zähigkeit besitzen muß. Sonst ist der Mann nicht brauchbar. Er soll auicklverstehen, die Menschen nuszuforschen, muß selbst aber unergründlich sein. Weiterhin darf ihm die Fähigkeit nicht fehle::, sich in alle Lagen leicht zu finden. Dies ist getviß nicht gering cinzuschätzen. Er darf sich sodann von keiner Leidenschaft oder Gewohnheit bel>errschen lassen, hat ohne Verschonen zu strafen, soll :veder ärgerlich noch zornig werden. Seine Befehle müssen kurz und ohne alle Umschiveife bündig sein. Bei alledem mutz ihm eine väterliche Fürsorge für seine Untergebenen zu eigen sein. Genug, Jagdkonrmandos sind in: allgenreine:: als eine Elite- truppc anznsprcchen, die bei guter Leitung hervorragende Resultate zu erzielen vermag — Das L a chpr 0 grainm der Lenmatevial den: Feinde entgegen, höre:: und lesen, daß unsere Feinde ihre Hoffnung m:s den Zusammenbruch nnd ^chimmd des Menschenmaterials der Mittelmächte setzen, wissen, daß in: Gegentell mffer Mensche::mater:al noch) ans lange hllrans nickst erschöpft ist ustv. Ja, ivas mir die Wette! Mancher deutsche Blldungsphllister gebraucht bas Wort mit dem erhebenden Gefühl, daß er sich auf der stolzen Höhe lli hl -objektiver Wissenschaftlichkeit beffndct. Er merkt n:cht, w:e er sich :ro::ffiert, sich scltzer z:un „Mateuial" macht, zum Flen'chklumpen und zun: Kanonenfutter. Auch mtzt das Dort in unsere Zeit, die so glänzerw den Sieg des Geistes über die ONaterre offenbart, ivic die Fairst aufs Auge. Ueberlafsen wir doch diesen schönen Msdruck, der aus einer nwllcn wir hoffen — mm überwundenen Zeit stammt, unser:: Fellwen: Mtt ihre Sndan-- :tegcr, Gurkhas. Kirgisen und Kosaken ist er :tod: an: eheste:: anwendbar Für unsere Helden brou&m und ihren Heldengeist aber ff't >das Wort eine Beleidigung und Herab:vürdig:mg, :u:d der cntlmirbipt sich selbst, der es gedankenlos spricht oder schrellü. Wir haben die Ehrffrrcht wieder gelernt. Das Wort cnsckfc::- material" ist oh::e Ehrfurcht und gemein. Treiben wir ihn aus den Flegel! --- Frankfurt a. M. 17. Juli. Generalintendant Z-e:tz erwarb für die Spielzeit 1917.18 zur Uraufführung im Sck>ausp:el- hanö das fünsaktigc Drama „David" von 'Friedrich <5ebrcdj* Wandermnsemns nmfefer abgesehen werden, oerschvedew? Beratung^- stellen wurden geschlossen und am schwersten war, daß dre Zahl Kveisrrsle,iertnnen erheblich vermit^ert werden mirßte, an dereil Stelle in dankenswerter Weise freiwillige Hrliskräfte traten. Die f eMrale entschloß sich deshalb bereits nach ALl-ani des ersten, , riegswirtters, ihre Organisation zunächst in bescheidenem llnr- icrng wieder ansznbai^n Auch im vergangenen Jahre galt die Arbeit der Zentrale in erster Linie der Aufklärung der Bevölkerung, in deren Mittelpunkt naturgemäß die Stillpropaganda stand, da nach der Statistik die Sterblichkeit der künstlich ernährten Säuglinge um ein viclfacl^s größer ist, als die der gestillten .Kinder. Das nnchtigste Mittel der iZelehrung blieb nach wie vor die Beratung der Mütter durch die Aerzte in den Mütterberarungsstunden ^md der Schwestern bei ihren Hausbesuchen. 9cach dem Rückgang durch den Krieg ist die Zahl der Beratungsstellen jetzt wieder auf 44 gestiegen Alleinstehende Soldatenfrauen haben besonders die iljtien gegebene Haus Hilfe während der ersten Tage des Wochenbetts dankbar empfunden. Eine notwendige Ergänzung der A u ße-n f ürf or g-e sind die bei den Anstalten, der Zentrale des E l e o n o r e n h e i m-Darmsbadt und die Universitäts-Kinderklinrk in Gießen, namentlich auch als Pflegeschulen für Schwestern, die dort in der Säuglings- und Äinderkrankenpslege praktisch und theoretisch ausgebildet werden, um sich nach zweijähriger Msbildun^zeit der 1914 ein- gesührten staatlichen Prüfung zu unterziehen. Die Kinder- llinik wird dauernd in Fühllmg mit der Zeittrale bleiben, auch nach der Verstaatlichung seit i>eni 1. April 1916. Durch dieses staatliche Eingre sen wurden auch Mittel frei, die nun für die Außenpflege verwendet werden können. Den Bericht über die Universitäts-Kinderklinik in Gießen erstattete der jüngst aus dem sßeld Kurückgekehrte Direktor Prvi. Tr. Koevpe. Danach) hat sich die Besuchszahl im wesentlichen auf der alten Höhe bewegt. Es wurden von Januar 1915—16 301 Kinder mit 7707 Verpflegungstagen verpflegt, wovon 174 aus Gießen, 79 aus dem übrigen Hessen und 86 aus den angrenzenden Länderrr, desonders^ Preußen, waren. Von 45 gestorbenen Kindern starben 5 bald muh der Aufnahme. Mit der Verstaatlichung des Betriebes fei eine stetige, ruhige Entwicklung möglich geworden und Hessen sei wieder als erster unter den Bundesstaaten vorangegangen durch Einführung^der staatlichen Prüfung für Säug- lingspslegeschwestern. Redner hoM, daß auch das spätere Hauptziel, die wissen!ck)astliche Forschung, erreicht werden wird. Die Pflegerinnen erhielten nicht nur mechanische Handgriffe beigebracht, i i i . . i n iina^jau sondern eine wissech chattleche Eisbildung, sie stillten lernen, als denkende Menschen zu handeln. Auch stüntliche Aerzte hätten sich) bei den Beratungsstellen vortrefflich bewährt. Eine besondere Anerkennung hatten die hessischen Einrichtungen dadurch erhalten, daß dre Kdnigl. sächsische Regierung einen Entwurf für Säuglings- fürforge traf, worin sie sich ganz an „die erprobten und bei nährten Einrichtungen Hessens" cm lehnt. Zum Schibuß wies der Redner nock) darauf hin, daß seht gerade 10 Jahre seit der vom Großherzog gegebenen Anregung für die Säuglingsfüriorge verflossen seien. Ueber das Eleonor eu hei m berichtete Herr Tr. S ch 1 i o v e. E rbettmtt, daß im Berichtsjahre 115 Kinder gegen 75 im Zahre vorher verpflegt wurden und das Heim zuletzt mit 30, durchschnittlich mit 24 Kindern befegt war. 21 Mütter wurden mir ihren Kindern ausgenommen: aus Kosten des Ele-onoreubundes wurden 37 Kinder verpflegt. Auch die Milchküche habe sehr segensreich gewirkt. Rach einem kurzen Bericht der -Oberin von Gorrv-on erfolgte die lleberweisrrng zweier Anftellüngsurkunden d u rch die Grvßherzogin. Ueber die R e ch mi ngsabla^e für 1915/16 und den Voranschlag für 1917 berichtete Assessor Dr. M clivr. Die Ausgaben betrugen 108 782 Mark, die Einnahmen 60 799 Mark", der Fehlbetrag von 47 982 Mark wird aus dem Konto „Patronat" gedeckt. Der Boranschlag für 1916/17 weist eine Einnahme von 81 400 Mark und eine Ausgabe von 106 610 Mark aus. Es folgten nun noch Mitteilungen der Zweigstellen. Med.-Rvt Dr. Rebel-Z"riedberg gab nähere Auskimft über die Tätigkeit der dortigen Beratungsstelle, wobei er feststellte, daß die Verhältnisse aut dem Lande doch nicht so ungünstig se-en, wie man vielfach annehme. — Kreisrat Geb Rat v. H a hn - Heppenl)eun gedachte der scheidenden vortrefflichen Schwester Emma Tauscha mit Dankesworten, denen sich, auch Exz. Braun anschloß. Sanitätsrat Dr. O p i tz-Gießen trat für möglichste Zentralisierung ein und warnte vor Zersplitterungen; die Kleinarbeit in der Säuglingsfürsorge sei die Hauptsache. Sanitätsrat Dr. Herzog- Mainz besprach die Einrichtungen det Stadt Mainz, die jetzt auch nahrhafte Ziegenmilch an die Säuglinge aügÄ« und zu diesem Zweck eine vorteilhafte Ziegenzucht aulege. Ueber eine Anzahl Sa tzungsänderungen berichtete noch Assistent Dr. Melior; sie wurden aus den Ausschnßanträgen aussprachelos angenommen. Bei den Ersatzwahlen zum Ausschuß wurden die fettherigen Ausschußuritglieder miebergewählt. Ho<3> e i ct^c it* — Frankfurt a. M , 17. Juli. Privatdozenr vr. Ubll. Ernst T e i ch m a tt n hielt heule an der Universität seine Antrittsvorlesung über .Glossinen und Trnvanosomen^. _ Märkte. fttcftcn, 18. Juli. Marktberich t. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfd. 1,90-0,00. Hühnereier das Stück 20 - 00 Pig. Käse das Stück 10-00 Pfg, Kasematte I Stück 3—0 Pfg^ Kartoffeln der Zentner 6,00 bis 0,00 Mark, Milch das Liter 30 Pfg.. Spinat 20—25 Pfg. das Pfd., Gclberüben 20 Pfg. das Päckchen, Rosenkohl 00—00 Pfg. das Pfd., rote Rüben 15 Pfg., Zwiebeln das Psund '*)—00 Pfg., Nüsse 100 Stück 00—OOJBfq., Blumenkohl 00—00 Pfennig, Sellerie 10-40 Pfennig das Stück, Kopfsalat 5—10 Pfg. das Stück, Kohlraben 10—15 Pig, Römisch Kohl 20 00 Pfg. das Päckchen, Lauch 5—10 Pfennw das Stück, Erbsen 30—00 Pfg. das Pfd-. Johannlsbeeren 33 Pfg. das Pfd. Stachelbeeren das Pfund -28 Pfg., Heidelbeeren 28 Pfg. das Pfund. — Marktzeit von 7 bis 1 Uhr. ße &> Fritz Nowack Fertig*© Bettbezüge Grösse 130/180 cm la. gestreift Satin .Mk. 6.-— 6.75 7.75 Iä. Damast ..Mk. 8.50 9.00 9.25 !la. Damast — F~--—— Abschnitte m Beits«s 1 :in assradi Oamast ZweiscMäfrige Grösse 160x180 cm la. gestreift Satin . Mk. 9 50 9.75 11 Mk. 10.50 11.50 K2 3.75 Meter für 1 Bezug 130x180 cm...Mk. 8.50 8.75 10.50 3.75 „ „1 Bezug 160x180 cm.Mk. 9.50 10.50 WeiSse Biberbetttäelucr Itlk. 6.— and 6.75 -====? == - DM" Farbig© ßiberbetttucber Mb. 5.75 5185a Grösste Auswahl in B©ttsatin s Bettdamast, weiss und bordo, Beiifcaiftune in allen Breiten, ülaschinist- Qv&uoh Irisch oom Seeplatz eintresfend: Sardellen V« Pfund 4 » Pfg. Oelsardinen Dose 50 -W) Pfg. Abschlag! 5209a Neve ZViebeln P^ 26 Pfg. I». Zitronen, 2 Stück 15 Pfg. In unserer Zentrale frisch eingetroffen: l Waggon Grüne dicke Bohnen 9B- Pfund 22 Psg. Zitro»en-Moft, M. 98 Pf.,M. 88 Pf. 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