M. 159 IwMez Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gjetzener ^amttienblatter" werden dem »Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kretsblatt für den Kreis Siegen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen 5eit> fragen" .^scheinen monatlich zweimal. General-Anzeiger für Gbrrheffen Montag, l». Zul! | 9(6 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jcheir ktnwersuäts - Blich- und Stemoruckerei. R. L an g-e Gießen. Schriftlettung,Geschäftsstelle u.Druckerer: Schul» slraße?. Geschäitsstelle n.Verlag:e^-^ö1,Schrift- leitung: 'Adresse für Drahtnachrichten.- Ailzeiger Gießen. f) EineamlÄcheLrkimungüberdieKnegzzrele Berlin, 8. Juli. (WTB) 'Die „Norddeutsche Allgenre ine Zeitung" sch-reibt: In einer Betrachtung über die Stimmung des Volkes schreibt die „Kweuzzeitung", die Regierung habe versäumt, dem Volke die (großen Ziele zu zeigen. — Der Vorwurf ist alt, so alt, daß es uns Wunder ninrmt, daß er noch int Volke lebendig sein soll. Ist er wirtlich berechtigt? Der innere Sinn dieses großen Kampfes ist die Verteidigung des deutschen Volkes, seiner FrellM und Zukunft. Das deutsche Volk in seiner Gesamtheit wird die tiefe Bedeutung dieses Sinnes, dre in den Kundgebungen Seiner Majestät des Kaisers und in der: Reden des Reichskanzlers immer wieder hervorgehoben worden ist, gerade jetzt, da an allen Fronten wütende Kampfe toben, lebendiger als je empfinden. Ist dies kein Ziel, groß genug, alle zu einigen und innerlich zu beseelen'? Man hat es vielfach so darstellen wollen, als sei dies Ziel doch ein reiti negatives. Wer aber nicht über die Redert des Reichskanzlers hinweggehen will, namentlich über seine Reden vonl 19. August 1915 und dom 9. Dezember 1915 sowie dom 5. April 1916, in denen er früher wiederholt An gedeutetes so ausführlich als möglich darlegte, wird zugeben müssen, daß die Regierung jedenfalls die Verteidigung nicht iin negativen ^inne, sondern in hdchft positivem Sinne der Behauptung, Sicherung und Stärkung der deutschen Zukunftsstellung in der Welt auffaßt. Wenn die Einsallsrare in das Herz Deutschlands fremdem Einfluß entzogen, wenn Rußland hinter die Flüsse zurück- geworsen wird, die als kürzere Grenze Deutschland besseren Schutz geben, wenn die wirtschaftliche Entfaltung Deutsch- larcks in der ganzen Welt gesichert sein soll, ist das kein großes Ziel? Sind die Kanzlerreden, in denen solche Forderungen erhoben werden, das „lähmende Schweigen", aus dem die „Deutsche Tageszeitung" „Sorge und Zweifel erwachsen sieht"? Liege es in der Natur der Sache und in der Pflicht der politischen Leitung, iu einem solchen Kriege einer Koalitian gegen die andere, dre Aufstellung konkreter Frieden sbedingungen und den Zeitpunkt ihrer Bekamt turachung nicht abhängig zu machen von Stimmungen und Gefühlen, sondern lediglich von klarer realpolitischer Erwägung? Wir haben es immer für einen bedauerlichen Fehler gehalten, daß die Kreise, die im Spätherbst des Jahres 1914 und im'Früchahr 1915 die Zeit für gekonimeu erach- • teten, große Euoberungsziele aufzustcllen, dies ohne Fühlung mit der Regierung und ohne Zttictsicht auf die politische und militärische Lage getagt haben. Da die Politik die Kunst des Väögttchen ist, 'konnte die Regierung diesen Weg nicht betreten und mußte die Angriffe, die deswegen im Laufe des vergangenen Jahres gegen sie gerichün wurden, auf sich nehmen. Die Behauptung des Deutschen Reiches gegen eine Welt von Feinden, die Sicherung seiner Zukunft, die Freiheit nach West und Ost bleibt deshalb doch als Aufgabe so groß unb gewaltig, daß wir unsere inneren Kräfte nicht schon durch voreiligen Streit über die Grenzen oes Möglichen und Nützlichen bei den Friedensverhandluu- gen zersplittern dürfen. Anegshriefe m$ dem Westes. ÄBSt KRferm KriegsberrchtrrAattrr. fBnfettt&äoter Ncshdruck, and* auszugsweise, perfcejeO Das Offensivgebiet in der Picardie. Gr. Hauptguartier, im Juli. Die Fvontftvecke, welche die Engländer und Franzosen sich zu rhver gemeinsamen Lommerofsensive ausgesucht haben, liegt in breiterer Ausdehnung den beiden Städtchen Baupaume und Pe- wnne gegenüber. Unsere Front, wie sie sich seit Anfang, des Stellungskrieges herausgebildet hat, schneidet dort in verhältnismäßig kurzelN Verlaus die Grenze von vier Departements, nämlich Pas de Calais, Somme, Oise und Aisne. Sieht man aber von diesen ganz künstlich durch die französische Revolution geschaffenen Verwaltungsbezirken ab, so bildet die Landschaft ihrem Wesen und ihrer Geschichte nach eine deutlich erkennbare Einheit: fast alle die Ortschaften., wo jetzt der Kampf brennt, liegen in der alten Pieardie. Es ist dies eines der wohlhabendsten und landschaftlich lieblichsten Gebiete Frankreichs. Zwar ist die Bildung des -Geländes verhältnismäßig eintönig : eine flache Bodenwelle schiebt sich hinter die andere. Aber diese gleichförmigen Hügel sind mit -reichen Weiden und sehr fleißig bestellten Feldern überzogen. Kleine Laubwaldstücke sind zahlreich cingestreut, einsame Herrensitze, umgeben von weiten Parken, wechseln ab mit malerischen Ortschaften. Auf den Aeckern gedeiht Getreide, Hans, Flachs: große Flächen sind dem Anbau von Zuckerrüben und Oelfrüchten gewidmet, unter denen die Rübsen und ein fetter Mohn die hauptsächlichsten sind. Dabei wird der größere Teck der geologischen Oberfläche außer von einem Dckuviallös von Schichten der oberen Kreide gebildet,. welche der von der Lausechampagne ganz ähnlich ist. Merkwürdigerweise gckt dre Pieardie als ein trockener Laud- strich, obwohl die Zahl der Niederschläge, welche der Wind von der nahen Meerstraße von Ealcus herübertreibt, groß ist, und eine erheblich^ Zähl von Flößen das Gebiet durchgueren. Diese bilden tief eingeschnittene, sehr breite sumpfige Schilfniederungen, in denen es von Mücken wunm/At unib die int Frieden das Dorado der Enten- jäger waren. Im Bewegungskriege hat die oft kilometerbreite Sump (Niederung der Somme unfern Pionieren beim Bau der Kriegsbrücken manches Kopfzerbrechen verursacht. Tie Nebenflüsse der Somme, die deren Bild im kleinen wiederholen, zeichnen sich zum Teil durch seltsame Nanien aus. Es gibt da eine Allemange, eine Germaine, eine Cologne usw. Tie Amboise bewahrt den Namen des keltischen Volksstammes, der Ambianer, die den Ruhm der gallischen Waffen bis nach Kleinasieu getragen und später Cäsar viel zu schassen gemacht haben. Dre jetzt in den Heeresberichten viel genannte Ancre ist ein unbedeutendes Gewässer, das sich olle Augenblicke zu größeren Teichen anstaut und in der Stadt Albert einen künstlichen Wassersall von etwa 10 Meter Höhe bildet, der zu den Sehenssvurdigleiten des Landes gehört. Die Ancre.war ehemals die Mittelader der Markgrafenschaft Ancre, die sich der aus Italien stammende Marsctzall Concini gegründet hatte, der als Gouverneur der Picardie sehr mächtig geworden war. Unter Ludwig XIII. gelang es seinen Feinden, den Sturz des Italieners herbeizusühren. Er wurde in Paris ermordet, seine Gattin nach dem guten Brauch der Zeit als Hexe verbannt, und um alle Erinnerungen an ihn zu tilgen, verlor die Stadt Ancre ihren Namen und erhielt nach ihrem neuen Lehninhabcr die Bezeichnung Albert. Westlich der Ancre fließt die Hallue in die Somme, an deren Usern bei Pont-Noyelle am 23. Dezember 1870 die Schlacht der Manteuselschen Truppen gegen die Nordarmee Faidherbes stattgesunden hat. Tie Picardie gehört zu den dicht bevölkertsten Strichen des geburtenarmen Frankreich — denn während ckn Durchschnitt tu Frcurkreich auf einem Quadratkilometer 72 Menschen wohnen, sind es in der Pieardie 89. also 17 über das Normale. Aber auch hier geht in Tors und Stadt die Einwohnerzahl ständig zurück, und immer weitere Fläschen des guten Ackerlandes verwandeln sich in Weiden. In den Städten sind ziemlich viele lextckindustrielle Betriebe, wo die im Lande angebauten Spinn- und Webestosie verarbeitet werden. Tie Bauern haben eine Nebeneinnahnie durch die in den Flußgebieten stellenu-eise mächtig anstehenden Dorf- schichten, deren Ausbeute zum Teck als Brennmaterial verfrachtet, zmn Teil aber auch an Ort und Stelle verbrannt rmrb, um die Asche als Düngemittel zu verkaufen. Eine merkwürdige alte Hausindustrie ist in einigen Dörfern die Anferttgung von Vorlegeschlösscrn, welche aus den von den großen Fabriken gestanzten Einzelteilen zusammcngentzt werden und einen erheblichen Ausfuhrartikel bilden. Tie Picarden, deren weiblicher Teil in einzelnen Orten noch die alte malerische Tracht beivahrt l)at, sind ein ftöhlick^es, arbeitsames Volk, das- seftre eigene merkwürdige Sprache redet, in der außer kelttschcn "Resten und englischen Lehnworten beträchtlich viele deutsche Bestandteile als Erbe der Völkerwanderungszeit erhalten geblieben sind. So hat das Picardische überall, wo das Französische ein „gu" daraus gemacht hat. das germanische ',w" bewahrt. Das Picardische sagt z. B. also nicht ,^uerre" für Krieg, sondern spricht „were" gleich dem deutschen „Wehre", aus dem „guerre" entstanden ist. Die Bevölkerung ist fast ausschließlich blond und blauäugig, und in den Eigennamen findet man viele, in denen oit Erinnerung an die germanische Abstammung sich bewahrt hat. Das Land ist reich an geschichtlichen Erinnerungen. Bei Verband steht man heute noch wohlerhalten ein befestigtes Lager und die Stellungen der Legionen Cäsars^ Von da ab führt eine von diesen römischen Soldaten gebaute Straße in der Richtung aus Amiens zu kerzeargrade von Osten nach Westen. An ihr liegen nebeneinander deutsche und französische Gräber aus den Jahren 1870 und 1914, und jetzt schneidet diese Sttaße bei Estrses einen der Brennpunkte der jetzigen Offensiv kämpse. — Wenn auch Peronne keine-Kathedrale von der überwältigenden Großartigkeit answeisen kann, wie. Amiens und Abbcville, sondern durch die Schönheit mancher picardischen Dorskirche beschämt wird, so !var das von seinen heute wertlosen Festungswerken umgebene Städtchen doch eine Schatzkammer von geschichtlichen Ueberlieserungen, an der die neuntägige Beschießung an der Jahreswende 1870/71 nicht viel zerstört hatte. Wohl erhalten ivar besonders das düstere, alte Schloß, in dem Herbert von Vermandois den König Kart den Einfältigen hat verhungern lassen und wo Ludivig XI. um sich aus der Gefangenschaft loszukausen. den schimpslick)e.n Vertrag mit Karl dem Kühnen Unterzeichnete. Pöronue lag so nahe hinter der'Front-, daß der Feind schon intmer hineinschießen konnte. Bei Beginn der Offensive haben die Verbündeten das Städtchen ausgiebig mit schweren Bomben belegt. Das in einem oberen Saale des Stadthauses untergcbrachte Museum, welches aus dem Vornrarsch als Lazarett gedient hatte, aber sorglich geschont worden ivar. umschloß eine Reihe von recht wertvollen germanischen Fundstücken aus der Völkerwanderungszeit, die auch für uns Deutsche sehr wichtig waren Nun wird Peronne wohl das Schicksal mit so mancher anderen Stadt teilen Müssen, die m den Brennpunkten heißer, langwährender Kämpfe liegen. Es wird wohl nicht viel von seinen schlichten alten Schönheiten übrig bleiben. An den Straßen der Picardie, wo noch manch altes cr>1einkreuz der Toten von Crecy gedenkt, werden in den Zwischenräumen der Soldatengräber von 1870 und 1914 wohl bald in unabsehbaren Reihen neue Hügel mit der Jahreszahl 1916 wachsen.-^ W. Scheuer mann, Kriegsberichterstatter. Amerika und Mexiko. Washington, 7. Juli. (WTB.s Meldung des Reu- terscben Bureaus. Die Vereinigten Stauten haben dem Vors cklag (5 arrauzas zugesttnrmt, die Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Ländern durch unmittelbare Verhandlungen zu beseitigen. Aus Stavt und Land. Gießen, 10. Juli 1916. ** Anzeigepflicht betreffs des Butter-» bezugs. Die Reichsverordnung über vorläufige Maßnahmen auf dem Gebiete der Fettverjprgung vom 8. Juni 1916 schreibt vor, daß in allen Gemeinden, in denen die Butter- abgabe durch die Bürgermeisterei geregelt ist, sämtliche in die Gemeinden eingehenden Buttermengen von den Beziehern (Privatleuten, Händlern, Anstalten, Gast- und Speisewirtschaften. Bäckern und Konditoven uftv.) bei der Bürgermeisterei an gezeigt werden müssen. Es ist einerlei, ob die Butter durch die Post oder Eisenbahn, durch den Hersteller, durch Händler oder Butter- und Milchfrauen eingebracht, vom Bezieher abgeholt oder in irgend einer anderen Weise dem letzteren übermittelt wrrd. Anzeigepflichtig ist in jedem Fall der Bezieher. Diese eingehenden Butterineilgen finb dem Bezieher bei der Butterverteilung anzurechneu. Wenn die bezogene Butternrenge größer ist als die Meuge, die dein Bezieher bei der Verteilung zustäude, so ist ihm der Ueberscyuß zu belassen, weil sonst die Gefahr entsteht, daß der Bezieher kein Interesse daran hat, sich selbst weiterhin mit Butter zu versorgen und danii ebenfalls versorgt werden müßte. Soweit es den Großh. Bürgermcistereieit möglich ist, sollen sie daraus hinwttken, daß die Händler und Buttersrmten die im freien Verkehr gelassene Landbutter iu möglichst kleineii Mengen und demnach au möglichst viele Haushaltungen abgeben. Es liegt im dringenden Interesse der Eiwvohner der Bedarfs gemeinden, daß der Bezug lückenlos angezeigt wird. **Sch-ont die Felder und die Wiesen. Die Bevölkerung muß immer wieder daraus hingewiesen werden, auf Ausflügen die Felder mtb Wiesen nicht zu betreten. Selbst geringfügige Schädigungen bedeuten im ganzen eine wesentliche Beefti- Die Psychologie der feindlichen liriegsgesangenen. Ter hervorragende polnische Schriftsteller Vincent Rzy- molvski, der nach der Einnahme Warschaus durch die knutsche Ar- chee infolge einer Unbedachtsamkeit mit der neuen Staatsgewalt m Konftikt kam und einige Zeit in einem deutschen Gefangenenlager zubrmgen mußte, hat in einem zu Warschau gehaltenen Bortrag seine Eindrücke von seinen Mitgefmigeuen festgehalten mtb damit einen wertvollen Beitrag zur Psychologie unserer Femde geltefett, deren Wesensart sich in der (Gefangenschaft so klar oßenbart. Diese Anschauungen eines objettiveii Beurteilers, die in ernem markanten Ausschnitt das Völkergemisch der Entente und die gegensätzliche Stellung unserer Feinde zueinander beleuchten, werden in deutscher Uebersetzung im neuesten Heft des Grenz bc^en wieder gegeben. „Tie Gefangenenlager," sagt Rzy- mowski, „sind für den Beobachter, um so wertvoller, als sie ihm erlauben, in den Mittelpunkt der Elemente der Koalition hineinzugehen und gewisse Geheimnisse sh-res Baues zu erfassen, die erst unter ihren Trümmern zum Vorschein wmmen So lange der Bau steht, ist es schwer, seine schwache Stelle zu erforschen_ Tie von mir gesehenen Gefangenenlager, gleichsam erfüllt mit Kriegstrümmeru, mit Trümmern der Kbalitiou, bilden einen solchen schwachen Punkt, der unsichtbar und verborgen ist für das Auge im gemeinsamen Bau und zeigt, nach toelcher Seite hin der Bau der Koalitionsmackste seststeht, von welcher Seite aus er zu- lammenstürzen wird. . . . Keine europäisck)e Hauptstadt kann sich einer solchen Mannigfaltigkett 'bet Nationen, Stämme. Raffen und Abatten der Menschen rühmen, tvie das erste beste Gefangenenlager in -Deutschland. Der Russe neben dem Engländer, der Kanadier neben dem Tunguseu, der 'Australier, Franzose, Araber. Ire neben dem Mohren, der Tatar, Litauer, Pole, Jude, Ru- thene, Marokkaner: alle Hautfarben, alle Stufen der Zivilisation, alle geographischen Breiten, alle Religionen der Erde, lediglich durcki Sttenge zusammengehalten, geben sie sich in der deutschen Gesangenschast ein StelWicheftl. Erst im Gefangenenlager ]xeS)t man plastisch, mit loem die Zentral machte Krieg siihren: der ganzen Wose als der „Bourgeois", dem vor allem an seiner Begucm- lichkeck siegt. „Er behandelt alle Probleme nur mit dem Organ ße3 Feinschmeckers, Liebe, Literatur, Kunst, Politik. Nation. Staat. Geschichte — das alles würdigt er nur vom Standpurrkt ^attsems, der Bequemlichkeit und des ('Genusses. H^esa^- und Risiko sind aus dcni Budget seines Lebens gesttichen und aus das Gebiet des Sports und des Gesellschaftsspiels übertragen. Im Geiangeneickager opfett er sogar die heilige Idee der „Revanche". Wahrend in der Pariser Presse unablässig der Ruf nach der Rückgabe Elsaß-Lothrnugens ettönt, weckt er unter den Orangenen nur em Achselzucken." Neben diesen beiden Aristokraten des Ge- sangeneulagers ist der Rust sc der „gevormre Proletarier, der arme Teufel, der aus Natur und Anlage in der demüttgen Haltung des Wieners gegenüber jeder Macht 'und jeher Wohllmbenhett dasteht. Arim er in der deutschcil Gefangenschaft mit seinen westlichen Bundesgenossen, deni Engländer oder Franzosen, zusammenttitt, begrüßt er sie ntsttnktiv als ferne Herren.' der Franzose oder Engländer ijt für den Russen vor allem „darin" (Herrst Der Stand der Gefangenschaft ruft in seinem Leben keine mvralisthen Er- fchütterungeu l-ervor: er fühlt sich — und er unter allen ganz allem —- nicht gcdemütigt durch die Gesänge imahme. Sein Nacken wurde nicht gebeagt, weil er sctpm vordem gebrocheu war." Mil einem vertteften Gefühl für sein Elend entsteht aber in dem russi- sckxen Gefangenen zugleich ein starker Haß gegen bfee reicheren Verbündeten. und nrü^uoch bittereren GMhleu' gedenken die Hindus, die Mohren vom Senegal, alle die unterjochten und zum Kriege getriebenen Söhne frencher Stamme ihrer Herren. » — Rasiaels „Sc lb sttbi ld-nis" — ein Fraucn- portr-ät! Das berühmle Raffaelbildnis der Czattoryski-Obckerie m Kvakou ist bekanntlich mit einer Anzahl anderer 5^auptstücü' dieser schönen Sammlung vor den drohenderi Kriegsstürmen nach Dresden ausgewandert: und während das ZLerk in .Krakau mrr selten von Forscher i Licjidi.ir wurde, ist es seck seiner llcber- ftedeluna iu die sächsiscl/s ' - strdl nun Gegenstände eifrigsten Studiums ouru) ei- :.uuuhi lor'cked geworden. Seit dem Sliche, den Paul Ponttus nach dem herrlichen Bckde verössenllicht hat, galt es allgemein als ein Selbstbildnis des Urbinaten, und Lavater, der Physiognomiker, ljat unter Bezug auf das Czar- toryski-Porttät sogar das Wort gesprochen, „es brauche ein solch Gesicht, um so zu malen." In neuerer Zeit hat man nun freilich dre Annahme, daß das Krakauer Bildnis des Meisters eigene Erscheinung wicdergebc, mehr und mehr verlassen und ljat das Porträt aur airderc Persönlichkeiten, besorrders aus Francesco Maria della Rvvere, den Neffen des Papstes Julius II., umschreiben ivollen. Indes weist einer unserer bewährtesten Rassael- Kenner Dr. Oskar Fischet im neuen Hefte des Jahrbuches der Königlichen Preußischen Kunstsammlungen daraufhin, daß das Czartorysri- Porträt weder dem Clmratter noch dem äußeren Aufzuge nach auf den Rovere paßl, der als Herzog von Ilrfmtn, Präfekt von Rom und Baimerhert der Kirche sich sicherlich nicht in der malerrschckarnevalistischen Ausmachimg hätte malen lassen. ' die das Bild zeigt. Die Lösung, die Fischet tvahrscheinlich macht, ilt recht überraschend und entbehrt selbst eines gewissen Humores nicht: er erklärt uämlrch das Bildnis für cm Frauenpotträt. Darauf weist vor allem die Haattracht der dargestellten Persönlichkeit hin, denn mit diesem bis auf die Büste fallenden Haar hat sich hundert Jahre vor dem Dreißigtahrsgen Kriege kein Mann gezeigt, rmd vollends erscheint das Haargekräusel iwm Scheitel jeitlick über die Schläfen nur bei einem toupierten .Kopse möglich. Dazu kommt das Weibliäx' der Gesamter! chemung, der Charakter der Hände, der zattcn Beivegungen. B^aubert von dem Reize eines iveiblichen Modells hat Raffael ihm ein Barrett aufs schöne, offene .Haar gedrückt, einen Pehnnaittel lose um die Schullern gelegt undsv serne Züge und Erscheinung sestgeiialten. Wer aber ivar dies Modell? Am diese Frage gärt Fischet unter Beibringung eines reichen Büderstoffcs die AnVvvrt, daß wir in dem Czattvryski-Bckdnifse die Züge der derühntten. fteckah halb mythischen Geliebten des Meisters, der Fvrnarina erkennen dürfeii, jener schönen Bäckerstockster von Trafkenere. dre emen so reinen und vollkommenen Typus rönnsckrcr Frauen schön ixut dar- gestellt zu haben scheint. Seit der llebersüLelung Raffaels nach Rom kehren ihre Züge in mamrigfackZer Form in einer ganzen Reihe jpoii Bildern wieder. Das früheste Fornarma-Pvrträt er- kennt Fifchel in der berühmten Donna Velata des Palastes Pitti. und zum letzten Male, nicht vlmc, daß ihre Züge dre Zeichen der Entwickelung auftoeisen. crscheiitt sic aus eiuenl Straßburger Bilde. In der Mitte steht ihre Darstellung an! dem Gemälde der Czartorysii-Sammlung. das durch seine Wärme und seine Zartheit beredt bekundet, wie ttci Raffael von dem Reize seinen schönen Freundin erftlllt war, als er das Werk schuf. tr&dtfigimg der ©etreü»* infi> Rauhsuttererttte und der (Ertrage an anderen Früchten. Tie answacksende Jugeird mutz sich bewußt sein, daß es für sic eine ernste Pflicht ist, Saatfeld und Wiesen zuj schonen und dafür zu sorgen, daß auch andere keine Schäden au- richten. TaH solche Mahnung immer wieder ergehen muß, be- weist der Erlaß einer Festungskommandantur, der aus unberechtigtes Betreten von Wiesen und bestellten Feldern vor beendeter Ernte eine Gefängnisstrafe bis zu einem Jahr, bei Vortiegen mildernder tlnistünde geringere Haft oder Geldstrafe bis zu 1500 Mk. angesetzt hat. Es wird nicht notwendig sein, daß, solche Strafandrohungen überall erlassen tverden. Das deutsche Volk und die deutsche Jugend wird genügend Selbstzucht und hinreichendes Verständnis für die Bedeutung einer guten Ernte und der Einbringung lruch der letzten Fekdfrüchte l-aberr, hängt doch unser aller eigenstes Interesse wesentlich mit der möglichst schonsamen Behandlung unseres Erntesegens zusammen. Elternhaus und Lrckmle sollten, hier ein aufmerksames Auge und ein deurlrches mahnendes Wort svvechen; pädagogisch wäre es vielleicht klug, für die Jugend den Schutz der Saaten zur Ehrenpflicht zu machen, indem man sie damit betraut. Landkreis Gießen. 6. St e in b ach, 9. Juli. Musketier Louis Reuschling von hier, in einem aktiven Regiment an der Wesffront stehend, erlitt nach einer Mitteilung der Verbandsstation am 5. I. Mts. durch Granatsplitter eine Verwundung an der rechten Schulter. Kreis Schotten. d. R u p p e r t ? b u r g, 9. Juli. Dem Gefreiten H o r st beim Bonner Husaren-Regiment Nr. 7 wurde das Eiserne Kreuz verliehen ; mit der Tapserkeitsmedaille wurde er schon früher ausgezeichnet. Hessen-Nassau. r&. AuS Nassau, 9. Juli. Das Königl. Provinz,al-Schul- kollegium hat den diesjährigen Termin zur Abhaltung derRektoren- vrilfung aus den 16. Novernber festgesetzt. g . Eschwege a. d. Werra, 8. Juli. Ter Vor st and der Handwerkskammer für Hessen-Nassau hat auf einen Antrag des Vorstandes der gewerblichen Fortbildungsschule m Fulda beschlossen, denjenigen Lehrmeistern, die ihre Lehrlinge nicht zum regelmäßigen Besuche der Fortbildungsschule anhalten, die Entziehung der Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen anzudrohen, und weiter solche Lehrlinge von der Gesellenprüfung zu- lückzustellen, die im Zeugnis der Fortbildungsschule eine nicht befriedigende Zensur in Fleiß und Betragen haben oder deren Schulbesuch unregelmäßig war. g. Eschwege a. d. Werra, 8. Juli. In dem benachbarten M ü h l h a u s e n wurde ein Briefträger verhaftet, der auf dem Postamte daselbst seit Kriegsbeginn Hunderte von F e l d Postsendungen bestohlen hat. Durch Haussuchungen wurden bisher an Diebesgut u. a. ermittelt: 80 Pfund Wurst und Fleischwaren, 4000 Stück Zigarren, Tabak, Zigaretten, Pfeifen, Taschenlampen, Konserven, Liköre, Wäsche, Schokolade usw. Die Ehefrau wurde wegen Hehlerei verhaftet. — Frankfurt a. M., 9. Juli. Heute mittag \'A Uhr rannten Ecke Gärtnerweg und Leerbachstraße zwei Autos so heftig auf einander, daß die Insassen hiuausgeschieudert wurden. Vier Insassen wurden erheblich verwundet. Es wurde ihnen alsbald die erste ärztliche Hilfe in, Gärtnerweg geleistet. = Frankfurt a. M., 7. Juli. Der durch seine Fundstätten römischer Altertümer bekannte Vorort Niederursel feiert dieser Tage sein golk^nes „Preußenjubiläum" Niederursel hgt wohl die seltsamsten Grenzverhältuisse gehabt, die je ein Ott auszuwcisen batte. Schon im 15. Jahr^indert gehörte die eine rOtshälfte zu Frankfurt, die andere zu Solms-Rödelheim. 1714 wurden diese Tovvclbeschrechre an dem Cn durch besonderen Vertrag scstgelegt. Nur Kirche und Kirclchor blieben gemeiusckrasllick. Vor hundert Jahren kam der Solmssche Anteil an das Großherzogtum Hessen. Bis 4866 gehörte Niederursel halb zu Hessen, halb zu Frankfurt. In diesem Jahre rvurde es jedoch ganz zu Preußen emverlerbt. Aber es bildete dennoch bis 1898 zwei Gemeinden, eine hessische und erne Frankfurter, und hatte zwei Bürgermeister. Als 1897 die neue .Gememdeordnung in Kraft trat, beantragten die beiden Genuundeu beim ifiöiag von Preußen Die Verschme1»uug zu einer einheitlichen Gemeinde, die geneiMrigt und am l. April 1898 vollzogen wurde. Das in der Gemeinde früher obwaltende eigenartige Grenzverhältnis war oft Gegenstand l>eit erster und auch ernster Verwicklungen und Zwischenfälle. Zahlreiche „Grenzgeschich- ten" leben noch lfeute im Volksüiunde in unverminderter Frische. g. Fulda, 8. Juli. Ter hiesige Magistrat l>at unter Aufsicht des Schlachthof-Tirettors versuchsweise eine aus bestem Material bestehende Kriegswurst mit geringen Zutaten von Kartoffel mehl Herstellen lassen, die zum Preise von 80 Psg. für das Pfund verkauft wird. — In dem benachbarten Rhöndörfchen Schmalwasser verschied der Forstaufseher H o l z h e i m e r, der während seiner Dienstzeit nicht weniger als 373 Wildschweine erlegt hat. x. H e r s f e l d a. d. Fulda, 8.- Jul,. Das sechsjährige Kind der Familie Dl a „ n s stürzte in der elterlichen Wohnung in einen mit Wasser gefüllten Kübel und e r t r a n k. ra. Weil bürg, 8. Juli. Zwei Frauen ans dem bewach barten Niedershausen stahlen in einem hiesigen Goldwccrengeschäst ein Paar Ohrringe und eine Daurenuhrkette. Als die eine Diebin am Bahnhof nntersucht werden sollte, verschluckte sie kurzerhand die Kette. Der Beamte hatte den Vorgang jedoch bemerkt und so mußte sich die diebische Fr au, nachdem ein Arzt hm zugezogen war, einer unfreiwilligen Kur unterziehen, die die Kette wieder an das Tageslicht beförderte. ra. Langenaubach b. Dillcnburg, 7.Juli. Eine glückliche Gemeinde ist unser noch nicht tausend Eimvohner zählendes Dorf. Die der Gemeinde gehörigen Steinbrüche und Gruben liefern Kalk, Marmor. Eisen und Braunkohlen, für welche die Pächter hohe Pachtsummen zahlen, so daß, niemand Genreindeswwern zu zahlen hat. Aus den großen Waldungen erhält jeder Bürger freies Brennholz. Dazu wurde für jede Haushaltturg die elektrische Lichtanlage auf Kosten der Gemeinde eingerichtet. ul. Limburg, 8. Juli. Ter gestrige Sammeltag für die Deutschen Kriegs- und Zivilgesangenen erbrachte die Summe von annähernd 6000 Mark Tie Ergebnisse der Sammlung in den Landorten des Kreises sind darin nicht enthalten. fc. Aus dem Regierungsbezirk Wiesbaden, 7. Juli. Zur Hebung der Fischerei im diesseitigen Bezirke har der Fischereiverem für den Regierungsbezirk Wiesbaden kürzlich ansgestzt in den Rhein: 30 000 Stück Hechtbrut westlich deS Schiersteiner Hafens: in die Lahn: 2000 Stück einsömmerige Schteiensetzlinge zwischen Selters und Weilburg, 60 000 Stück Hcckitbrut zwischen Weilburg und Runkel; in den Main: 5000 Stück einsömmerige Karpfensetzlinge bei .Höchst sowie weitere 5000 Stück einsömmerige Karpfensetzlinge ebenda, 20000 Stück Hechtbrut frei Höchst in den Main und in die Nidda. Der Verein hat das Aussetzen von Regenbogenforellen und Zander schlingen aufgegeben, da schlechte Erfolge erzielt wurden und hat diesmal den Hecht bevorzugt. Die Hentralgenoffeuschaft der hessischen landmirrichasrlichen Konsumvereine c. G. m. b. H. hat soeben ihren 26. Geschastsberulst über das Jahr 1915 zum Versand gebracht. Infolge der Kriegsverordnungen wurde sie im verflossenen Jahr vor völlig neue 'Aufgaben gestellt. Tie freie .Handelstätigkeit hat wesentliche Einschränkung erfahren und der Verkehr mit einer Reihe von landwirtschaftlichen Bedarfsstoffen wurde behördlich geregelt. Tie Erfahrungen zeigten, daß genossenschaftliche Unternehmungen beini Uebergang zur Kriegswirtschaft die scimellste Anpassungsfähigkeit zeigten, da die genossenschaftliche Belriebsform in ihren Grundzügen eine gemeinwirtschastliche ist. Ter Krieg hat deshalb auch die Tätigkeit der Zentralgenossenschast nickt lahm gelegt, sondern er hat sie vor neue, überaus wichtige Aufgaben gestellt und ihr erweiterte, vermehrte Arbeitsgebiets zugewiesen. Neben der Vermittlung von künstlichem Dünger, Sämereien. Kohlen und sonstigen landwirtschaftlichen Bedarfsstoffen, soweit sie in ihr früheres-^ Arbeitsgebiet fallen und nicht der Beschlagnahme unterliegen, hat die Zentralgrnossenfchatt in ihrer- Eigenschaft als. s ch.ä f t S ste l Lc che r L-a nda sv^ r lungsfkcll-e für Futtermrttel die Verteilung der Kl«e,, zuckerhaltigen Futtermittel und Kraftfuttermittel auf sämtliche Ge- ineinden des Großer zog tums darrchgeführt. Für den >bommuncil-, verband Tarmstadt (Abreise Darmstadt und Dreburg) führt sre deir Brorgetr ideaufkauf .und für die Kommunalverbanda! Tarmstadt, Dieburg und Lauterbach die A b l i e f e r u n g d e Hafers durch. Weiter besorgt sie den Aufkauf der^ Oe l-^ fruchte im Großherzogtum Hesseu und in der Provinz Starken-^ bürg und Rhcinhessen den Aufkauf der H ül se n früch te für bie; Zcntral-Eiukaufs-Gesellschaft. Neuerdings hat sie aucl) den. An-> kauf von Schlachtvieh übernommen und damit auch die Tätigkeit! der Viehhandelsverbändc wirksam unterstützt. ^er Wert der vermittelten Waren in. 191o bettägt' 10,2 Millionen gegen 1,8 Millionen in 1914. Davon entfallen 2.4 Millionen auf den Bezug von Dünger, Sämereien, Kohlen usw.,> 5.4 Millionen aus 'die Futtermittelverteilung und 2,4 Millionen! auf den Getreideumsatz. Der Gesamtumsatz beziffert sich aus 62 Millionen. Neu beigetrcten sind im Berichtsjahr 17 Genvssen- schasten und 2 größere Besitzer, so daß Ende 1915 von 148 Genossenschaften und Genossen 225 Geschäftsanteile mit einer Haftsumme von 112 500 Mark übernommen sind. Der R e i n g ew i n n in 1915 beträgt 103 047 Mark. Der Auffichtsrat beantragt folgende Verteilung: 1026 Mark als vierprozentige Dividende aus die voll einbezahlten Geschäftsanteile; 34 155 Mark als viervrozentige Warenrückvergütung aus die im freien Verkehr vermittelten Bcdarfsstoffe: 6000 Mark in den Reservefonds. 11000 Mark in die Betriebs rücklage; 14 000 Rrark in den Pensionsfonds und 30 000 Mark in die Sonderrücklage, sowie 6866 Mark als Vortrag auf neue Rechnung. Tie Generalversammlung findet Samstag, den 15. Juli zu Tarmstadt im Kaisersaal statt. fcncbtsfaal. = Re ndel, 7. Juli. Der hiesige lilchhändle r Philipp Fis ch-e r verweigerte einer Frankfurter ^Kundin die Weiterlieferung der Milch, obwohl die F-rau in die Kundenlffte eingetragen war. Aus behördliche Anordnung mußte! Fischer die Milchlieferung wieder aufnehmen.. Juden: verurteilte ihn das Frankfurter Schöffengericht zu 100 Mart Geldstrafe. In der Urteilsbegründung führte der Vorsitzende aus, daß es leider mehr solcher Händler gäbe, die die iÜot der Zeit benutzten, um in unverschämter Weise das Publikum ihre Macht fühlen zn lassen. Man könne es fast Mißhandlung des Publikums nennen. - Marburg, 7. Juli. Ein mit einem steifen Arm nach .Hause entlassener Invalide aus Treysa stand heute vor der Strafkammer unter der Beschuldigung, bei einem nachbarlichen Streit mit einer Tunggabel eingegriffen und einen Mann, der ein Holzbern hat, mißhandelt zu haben. Wahrend das erstinstanzliche Urteil aus 60 Mark gelautet hatte, erkannte das Landgericht heute ans 120 Mark Geldstrafe. Mete orologis che Beo bachtung en der Station Gießen. Juli Sa o ~ 'Z& «L* = .S 3 o 'Z ~G — -o = i-> *<3 ?i?j§ Wett« 1916 | H r c ÖV £*f ~ 'C N 5 do i| i CO Ä s-si 9. 3" 22.1 6.9 ! 35 0 Bew. Himmel 9.10”! — 16,8 114 1 77 — - 7 * tt '• 10.! 8 3s 16,0 10,7 79 _ 7 Klarer Himmel Höchste Temperatur am 8 . bis 9. Juli ISIS: -j- 21,9*0. Niedrigste „ . 8. . 6. . 19Jö: + 15,8*0. Niederschlag o& uua.