Id. 152 Zweites Blatt Erscheint Sglich mit A«S»ah»n« btS Sonntags. Die „Eichener FamMenblStter" werden dem ^Lnzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „UkeftdUttl für den Urelr Eictzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seil- fT«$«w" erscheinen monatlich zweimal. tbb. Jahrgang General-Anzeiger für Gberhejjen Zamstag, \. Juli IM Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchea Universität? - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schrfftleitung,Geschäftsstelle u.Druckerei: Schuld straße 7. Geschäftsstelle u.Berlag: Schritt» leitung: e=as*ll2. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. * Die Seeschlacht vor dem Skagerrai am 3Z. Mai—)uni Mtb auf Grmrd amtlichen Materials, II. Die Tagschlacht. 5 Uhr 49 nachmittags wird Vv-n uns auf etwa 13 000 Meter mft der schweren Artillerie im lausenden Gefecht das Feuer auf die feindliche Linie eröffnet, die sofort lebhaft antwortet. Die Luft erzittert unter den sich schnell folgenden Salven aus schwerstem Solcher. Auf deutscher Seite sind 44—30,5 und 28-Zentimetcr Geschütze, ans eitglischer 48—34,3 und 30,5-Zen ti nretter - OKs chütze in voller Tätigkeit. Nach etiva 15 Minuten des Feuerkampfes, also kurz nach tt Uhr, erfolgt auf dem Schlußschisf der englischen Linie, dem Schlachtkreuzer „Indefatigable", durch einen schweren Artillerie-Treffer verursacht, eine getvalttge Explosion. Eine schmerze Qualnnoolke, die wohl 100 ?Neter Höhe erreicht, ^schießt hinnnelwärts, hüllt das Schiff ein und als sie sich nach V 4 Stunde verzieht, ist der Platz leer. Dieser Ausfall bringt eure fühlbare Entlastung. Auch bei uns treten natürlich Treffer ein. Tic stählernen Körper erzittern unter der Wucht der Schläge. Unter Führung der 1. Offiziere beginnt im Schisfsinnern der harte Kampf .gegen die Verwüstungen der schwereir C^eschivsse und der nachdrän- genden Elenrente, Feuer und Wasser, die gegen Freund und Feind Uind wütend, ihre vernichtenden Kräfte entfesseln. Mancher Brave ;fbrft mit zerschmetterten Gliedern in ewigen Schlaf. Für die Ver- !wmcheten gibt cs keinen sicheren Platz. Ter Arzt steht wie jeder Kämpfer im feindlichen Feuer. Albes arbeitet mit höchster Kräftc- >«ftpannwtg, der Offizier, der Mann am Geschütz, der schweißüber- Hrömte Hetzer vor den Feuern. Draußen schlagen schwere Salven, ^wasthlche breite Wassersäulen austürmend, oft so dickft neben dem 'Schaffe ein, daß die berabstürzenden Wassermassen auf das Teck 'niederdonnern. Schwirrend sausen dichte Splitterschwärme über "Deck durch die Llufbauten. Mächtige Stichflammen zischen L>heiü> aus den Sprcngwolken der Riesengeschosse, alles was sie ltreffen, zerschmelzeich urrd verkohlend. , ^ . , Etwa 6 Uhr 20 nachmittags schließt an das feindliche Schlacht- skrenzergeschwader. bei dom sich unsere Feuerwirkung bereits be- smerkbar inacht, ans Nordwest als wertvolle Unterstützung eine Tioi- lston von 5'Schiffen der neuesten mit 38-Zentimeter-Geschützen bewaffneten schnellen Linienschiffen der Oneen-Elisabeth-Klasse heran. Machdem sie einige Salven aus ilpen gewaltigen Geschützen gegen -unsere kleinen Zkreuzer, die noch rückwärts der Panzerkreuzer stehen, mus etwa 24 000 Meter eirtsandt haben, schwenkt das Feuer der nun hinzutretenden 40—38-Zentrmeter-Geschütze auf unsere Panzer- jkkeuzer. Um die jetzt beim Feinde eintrecknde erhebliche Ueberlegen- Iheit nach Möglichkeit auszngleichen, brechen 6 Uhr 20 unsere Tor Ipedobootsflottüleu znm Dorpedoangriss aus die feindliche Linie vor cms der heraus sich ihnen ettva 15 bis 20 modernsia große Zer- lstörer der d»-Klasse entgegenwersen. Die vorstürmenden Maffcn nähern eimrnder bis aus 1000 Meter. Im Vorbei! ausen b>mmt es zum Artillerielamps, in den von unserer Seite auch der kleine Kreuzer Regensburg cffkgrefft. Zwei unserer Boote werden infolge von Artiklerietreffern bewegungsunfähig. Ihre Besatzungen 'lintnen von anderen Booten unserer Flottillen mitten rm wchd- licheu Feuer ausgt-nommen werden. Ein feindlicher Zerstörer finft ttrfolge von Artillerietreffern. Ein anderer wird durch Torpedo- schuß" unserer Boote vernichtet. Zwei wertere Zerstörer, Nestor Nvmad. BSrsben mir schiceren BetfchÄngungon am dem Kampfplätze zurück und werden später durch Schiffe und Torpedoboote -unseres Gros nach Rettung aller Ueberlebenden vernichtet. Nach -der Entwicklung dieses Teftkampsos ereignet sich aus dem dritten feindlichen Schlachtkreuzer*) von der Spitze der Queen Mary, ca« furchtbare Explosion, lieber der dunklen, von roten Flammen durchzuckten Wolke sieht man die Masten des Schisses nach imreu zusammensinken. Noch ehe der -Qualm verweht, hat sich das Meer über dem zerschmetterten Riesenleib geschlossen. Leichen, Wrack- teile und wenige sich an ihnen festklammernde lieber lebende, die in .einer spateren Phase des Kampfes von unseren Torpedobooten ausgenommen werden, bezeichnen die Stätte. *) Anmerkung: Zwischen unserem Panzer kveitz er mch dem eng- llrjchen Schlachttreuzer, battle-crniser, besteht kein Unterschied. Tic ^Bezeichnungen sind lediglich dem Sprachgebrauch entsprechend verschieden gewählt. Um diese Zeit wird unser Linienschiffsgros, bestehend aus drei Geschwadern, in südlicher Richtung nördlichen Kürs steuernd gesichtet. Tic feindlichen schnellen Verbände drehen daraus nach Norden ab. Unsere Panzerkreuzer setzen sich, aus nördlichen Kurs einschwenkend, vor die Spitze des Gros. Damit ist nach etwa einstündigem Kampfe der erste Gefechtsabschnitt, die Kreuzerschlacht, abgeschlossen. Er endet trotz zeitweiliger erdrückender Ueberlcgenheit des Gegners — 6 Schlachtkreuzer und 5 schnelle Linienschiffe gegen 5 Panzerkreuzer — mit der Vernichtung von zwei englischen Schlachtkreuzern und von 4 der modernsten Zerstörer gegenüber dem Verluste von zwei unserer Torpedoboote, deren Besatzungen von uns gerettet werden, erheblich zu unseren Gunsten. Unterdessen ist es etwa 7 Uhr nachmittags geworden. Der Flottenchef übertrimmt von da ab unmittelbar auch die taktische Führung. Es beginnt der zweite Gefechtsabschnitt. Ter Gegner, der, von Norden gerechnet, in der Reihenfolge: Kleine Kreuzer mit Zerstörern, Schachtkreuzergeschwader, Queen Elizabeth-Division, mit hoher Fahtt vor der ihm scharf nachdrängenden deutschen Flotte nordwärts steuert, versucht im weiteren Verlaufe des Gefechts, sich in flachem Bogen vor unsere Suche zu ziehen. Unsere Panzeickreuzer bleiben da der in einem an Hesttqlftft zunehmenden Feuerkampfe, besonders mit der Queen Elizabeth- Division, mit der auch die an der Stütze marschierenden Linren- schiffsdivisionen unseres Gros, kurz vor 7 Uhr beginnend, ein bisweilen abreißendes Feuergesecht auf große Entfernungen führen. Die erste Aurllärnngsgruppe und die etwas vorgeschobenen Kleinen Kreuzer mit den Flottillen stoßen etwa in die Mitte des Bogens in der allgemeinen Richtung auf das abziehende Schach tkreuzerge- sckiwadcr vor, das sich allmählich in der Ferne verliert und. soweit beobachet. sich, wohl infolge bereits erlittener erheblicher Beschädi- gtmgen, später nicht mehr am Kanche beteiligt hat. Bereits in dieser Phase der Schlacht macht sich die zunehmende Unsichtigkeit, besonders nach Norden und Nordosten hin, unangenehm fühlbar. Ter Betoeg-ung des Feindes folgend, drehen zmsere Linienschiffsverbände von nortmvrdwestlichen Kursen allmählich aus yftird und Nordiwrdost. Während die eben geschilderte Gefechtslage noch als im inneren Zusammenhänge mit dem ersten Gefechtsabschnitt stehend gewissermaßen als dessen Folgen anzn sehen ist, leiten die sich nun etiva 7,50 Uhr entwickelnden Gefechtshandlungen bereits zum dritten Gesechtsabschnrtte, dem „Kamps mit der vollzählig versammelten englffchen Hauptstreffmacht" über. Aus Stadt und Land. Gießen, 1. Juli 1916. Der Juli. „Schön und gewaltig ist der Juli," so feiert Heinrich Seidel in einer seiner Prosadichtungen diesen Monat, „das fft der wahre Sommermonat, der das Korn reist und einen Segen von köstlichen Gemüsen ausschüttet. Da ist es schön, um die Mittagshttze in den weiten Kornfeldern, lvenn die Glut der Sonne über all dem/ reichen Segen brütet und sich nur zuweilen leffe wie im Traum das weite Meer der Aehren flüsternd regt." Mehr noch, als in früheren Jahren hoffen wir, daß die sprichwörtliche Juliglut dnsmal nicht vergeblich auf sich warten lassen tvird. In den meisten Gegenden unseres Vaterlandes beginnt in diesem Monat die Ernte inte* für diese ist den Landlenten eine recht große Hitze sehr erwünscht „Im Juli großer Sonnenbrand, ist gut für alle Leut' und Land!' lautet ein alter deutscher Spruch. Auch den Obstzüchtern und Wein-' bauern ist eine große Hitze in diesem Monat recht willkommen, denn sie sagen: „Nur in der Juliglut nürd Obst und Wein dir gut." Erfahrungsgemäß fällt ja auch die heißeste Zeit des Jahres in d:e Tage vom 10. Juli bis zum 10. August. Das Wetter pflegt nt dieser Zeit nicht nur warm, sondern auch beständig zu sein: für Mittel- und Nordeuropa haben die Durchschnittsberechnungen der Meteorologen 12 sogen. Sommertage ergeben, die eine Tages-- temperatur von mindestens 25 Grad Celsius im Schatten aufweisen ... Der Juli und der August sind die einzigen Monate des Jahres, die ihren Namen sterblichen dldenschen zu Ehren tragen. Ursprünglich hieß der Juli bei den alten Römern der Quinctilis (der fünfte Mrmatb durch die Kalenderreform des C. Julius Cäsar wurde er der siebente Monat des Jahres und erhielt ai§ Geburtsmonat Cäsars diesem zu Ehren den 9^amen Julius. Sein Nachfolger Augustus benannte den folgenden Monat, den alten Sextilis (den sechsten Monat) nach sich als Augustus, damit aber erreichten^die Neubezeichnungen ihr Ende. So kommt es, daß die Atonale September bis Dezember Namen führen, die der altrömischen Benennung vor der Kalenderreform Cäsars entsprechen, die also mcht, wie ihre Namfen besagen, den 7. bis 10„ sondern den 9. bis 12. Monat des Jahres bezeichnen. Auffällig ist es. daß bei den Monats- nanren Juni, der, wie bekarrnt, nach der römischen Göttin Juno so benannt worden ist, und Juli die lateinische Endung „ns" hinweg- gesallen ist. Bekanntlich schrieb man aber früher diese beiden Monatsnamen noch ttef bis in das vorige Jahrhundert hinein Junp und Jüly. Dieses y am Ende der beiden Monatsnanren ist hervor, gegangen aus der lateinischen Form der Datierung, die beispielsweise im Mittelalter lautete: tertio die mensis Juln (das heißt wörtlich: am dritten Tage des Julischen Monats).^ Hieraus ersieht man deutlich, daß man bei uns von den lateinischen Formen Junii und Juliti über Jurry und Julp zu den heittigen Schreibungen Juni und Juli gelangt ist. Zur Zucker- und Saccharinfreigabe. Die in der Presse inaner wieder auftauchenden Klagen über Zuckermangel und die zu geringe Freigabe von Saccharin veranlassen das KriegserTiaheungsamI zu nachstehenden Erläuterungen 3 Die Tatsache, daß ein erheblicher Zuckerinangel zurzeit besteht, läßt sich leider nicht aus der Welt schaffen. Die Ursachen liegen nickt in einem vernrirrderten Anbau gegen bk Friedenszeit oder gar. wü' es auch schon behauptet worden ist, in einer Ausfuhr von Zucher. sondern sind lrtüglich dem Umstande MMschrelben, daß durch den allgernetnen NalymngSmittelmangeL eine bedeutend stärkere Heranziehung des Zuckers z-nr menschlichen und tierischen Nahrung erfolgt ist, als dies fv-nst der Fall war. Inzwischen ist es aber durch die verhältnismäßig günstigen Fntteraussichten dieses Jabres möglich geworden, einen großen Teil der für Futterzwecke zurückgestellten Rohznckerncengen den Raffinerien Arzufuhren und sie so der mensckflichen Ernährung nutzbar zu machen. Es konnten hierzu z. B. noch 600 000 Zentner mrs der Betriebszeit 4914/15 heran gezogen werden. Die Wirkung dieser Maßregeln kommt ja auch schon deckmrch zum Ausdrzrck, daß sowohl den Privathaus- lmltungen, rvic auch den Obstkonservenfabriken recht erhebliche Mengen Zucker zv Ern machzwecken überwiesen worden sind. Was nun die erweiterte Freigabe von Saccharin betrifft, so ist schon einmal darauf hinqewiesen worden, daß bei allgenwiner Freigabe des Saccharins auch für den Haushalt die dringende Befürchtung besteht, daß das Saccharin auch dort ver- Erstrebtes und Erlebtes.*) kr. Unter diesem Titel hat Ernst von Possart, der lguch uns Gießenern wohlbekannte, berühmte Charatterdarstellev -und Generalintendant der Münchener Hosbühnen, den ersten Teü 'seiner Dckenserinnerungcm herausgegeben, ein sehr anziehendes . Buch , vlckch an lebensvollen Einzelzügen, von einem klugen Mann Lrus warmem Herzen mit gewandter Feder geschrieben. Man wird an die Lebenserinnerungen eines Schauspielers ,nicht leicht ohne Vorurteil l>erangehen. Tie Vermutung liegt nahe, paß Äe Selbstdarsbellung hier zur Setbstbespiegelung ruerboi möchte. 'Wer von Possart weiß oder zu wissen glaubt, dem mag sich solche Vermutung besonders auft>rängcn. Aber wenn auch Poffatt selbst einmal mit liebenswürdiger Ironie von sich als „Seiner Eitelkeit .Herr E. P." redet und damit einen vielleicht nicht unrrckitigen Tatbestand zum Ausdruck bringt, so ist doch diese Eitelkeit keineswegs ein beh-errscheiü)er Zug in dem Bilde, das er von sich und seinen Bestrebungen entwirft. Er tritt vielmehr ganz zurück — rund sichettich nicht durch Mache, sondern mit psychologischer Echtheft — gegenüber anderen, menschlich wertvollen und persönlich .gewinnenden Zügen. Unter diesen Zügen scheint mir der bedeuksamste die große Dankbarkeit zu sein, mit der Possart seiner Lebensführuug urrd der Personen gedenkt, die daraus von mehr oder weniger eirt- scheidendem Einfluß gewesen sind. Sehe ich von dem selbstverständlichen, aber doch- liebevoll betonten PietLtsverliälttfts zu den Eltern, besonders zur Mutter, ab, so zeigt sich diese Tankbarkeft schon gegenüber dem Inhaber der Berliner Buchhandlung Kaiser, bei dem Pvssart, mel/r dem Wmrsch der Eltern als dem eigenen Triebe folgend, inehrere, für seine geistige Ausbildung nicht verlorene Jahre als Lehrling verbrackfte. Sie zeigt sich gegenüber dem Bruder seines Prinzipals, dem Hofschanspieler Wülzelm Kaiser, der ihm, ohne Wissen der Eltern, in der ErkOtntnis, daß ftc dem jungen Menschen etwas Außerordentliches stecke, an den freien Sonntagvormittagen ein strenger, aber gütiger und gerechter Lehrer rcnd Füller zu i'entcit schauspi-elerisclzen Idealen wurde. Sic zeigt sich weiter in der herzlichen Anerkennuirg der Berdieirste, die sich die Direktoren der Bühnen in Breslau, Bern, Hamburg (Stadttheaterl und München uni sein« Ausbildung erworben haben, denen allen irgendwie der Ruf vorairgegangen war, daß mft ihnen schlecht Mischen zu effen sei, und die sich aber bei näherer Bekannffchaft als ,F!ermuenscheit in rauher Schale" (wie es von dem verdienstvollen, aber groben Jnteudcurzrat Schmftt in Müncky:n heißt) entpuppten. Anck) die zahlreich emgestteuten, *) Erstrebtes und Erlebtes. Erinnesttugerr aus nreiner Bühnentätigkeit. Von Ernst von Possart. 326 Seften. Berlin 1916, Mittler mch Sohn. tefts mit leichten Streichen, tells mft breitem Pinsel gezeichneten Charakterbilder der Kollegen und Freunde (z. D. des nnt besonderer Liebe behandelten (^seneralmusiDrrektors Hermann Levi, des geborenen Gicßeners) sind Zeugnisse solcher Dankbarkeft. Und nicht zuletzt die Denknräler, dre Possart dem für das deutsche KunsUebcn epochemachenden Mäzenattmtum Herzog Georgs von Meiningen und König Ludwigs von Bayern errichtet. Dem schon vor Jahren gesondert veröffentlrchten Kapitel über „Tie Separatvorstellnngen vor König Ludwig II. 1864—1886" merkt man es fast in jeder Zeile an, ivre tief sich der Künstler dem Gönner der Kunst verpflichtet flchlt. Hier wird Possart geradezu zum Apologeten. Ob durckMls mit Rocht, mag man dahingestellt sein lassen. Wenn er die Auffassung von Charlotte Wolter, die bei diesen Vorstellungen den elektrischest Kontakt zwischen Künstler und Publikum vermißte, auf gekränkte Eitelkeit zurücksühren möchte, so dürfte ein Fragezeichen wohl erlarcht sein, und zwar unbeschadet Possarts eigener dluffassung: Denn für ibn sind diese Vorstellungen in ihrem äußerlichen Verlauf das W«il?evollste und Ungetrüb tste geblieben, tvas er als Darsteller während 50 jähriger Bühnentätigkeit miterlebt haben will. Es ist aber überhnirpt nicht meine Absicht, in ein« Erörterung darüber eftrzutreten, ob Poffarts Urteile über Personen und Zustände überall zu Recht bestehen. Daß er gerecht urteilen will, wird man schon nach dem G-y'agten gerne annehnwn. Daß er, was in seiner Erinnerung lebt, nach Möglichkeit objektiv rührig wiedergibt, dafür bürgt schon das erstcrnnltzche GkdüchETris, für das ci auch in der Bühncnwelt, die doch in dieser Beziehung besondere Ansprüche stellen muß, berühmt fft, und von dem der Leser viele ergötzliche und belehrende Proben finden tvird. Harrptzweck dieser Zeileu ist. zrrr Lektüre des trefflichen Buches anzuregen. Diesem Zweck soll auch der Mdruck einer bcr hübschesten Episoden dienen, den die Redaktion rmseoer „Familienblättett' in den beiden nächsten Nummern zai veranstalten gedenkt. Man tvird an dem geschickten, geradezu spannenden Ausbau erkennen, daß Possart nicht mrr ein liebenswürdiger, sorrdern anch ein guter Erzähler ist. und daß er die Mm st der Darftellang ebenso stcker mft der Feder beherrscht, wie mft Wort und Gebärde m — Die deutsche Literatur unter — serbischem Einfluß. Wer der Meinung war, daß die im Dienste der Der- kleinerimg Deutschlands und der Berhrmn»ekrrng der Alliierten sranzösischc Prcssephantasie im Abnehnnm bezsriffen sei, trärd sofort diesen Irrtum erkennen, wenn er von der neuesten toltmx geschichtlichen Entdeckimg französischen Geistes erfährt. Dt man durch die Auszählung angeblicher barbarischer Taten übeisättigt ist, wendet man sich in Frankreich nunmehr mft inn so größerer Einbftdungskraft der deutschen Literatur und Kunst .zu. dre z. T. als nichtig, z. T. als anderen Völkern entlehnt beMickZnet lverdcu. Die Entdeckung aber, die im ..Äaulois" durch Felicien Pascal zum besten gegeben nnrd. über trifft wohl alles, was die Fraw«sen in dieser Beziehung bisher zu leisten vermochten. Herr Pascal hat ämlich nicht mehr und nicht weniger herausgesunden, als daß die Irößen der deutschen Literatur durchaus nicht etwa selbständig arbeiteten, sondern sich in zalstreicüen Fällen ausländischer Must«: bedienten, und zwar — wie Herr Pascal trruniphiepurd ausruft — w!'tandeu htibe» Der Säirank ist geschmückt mft Sbcch's^«ares Biiste mrd enthält särntlick»' Bände der „Knighk Pirweial Edition of Sbakesl^re Diese besteht aics 100 Bänden und enkbält mebr als 13 000 '’ßi- bildungen, Kupfer- und Stahlstiche, darmtter,rlle Ivürnnten Bilder Shakespeares, die schönsten IItustraNauen zu seimm Dichtungen, surfte die Schauspieler, die seine Werft verkörpertest, alle in den Kostümen ihrer Zeft. Auch die Bilder der l^edeuteardsten Freunde. Liebhabt'r und Kritiker Shrkespeares sind nt dieser ^lusgabe ut finden. toeii£e! wird, ft» es sich Nicht nur um die Erzielung einer Süß- tmrkmrg oder Konierv:«r!n:g handelt, sondern daß durch zu allgemeinen und ver^tändniÄssen Gebrauch eine erhebliche Einbuße an 'NachZEten «ntrcteu röhrte, denn einen Nährwert hat Saccharrn ch-solut nrcht. trotzdem f>öt sich das Kriegsernährnngsamt zur ^rcrqab- von Satckaru: bis zu einem gennssen Umfange auch für c>en vausbalr cnt,chlpsen, allerdings in der sicheren Erwartung^ K lf , vaussrau eine loctie Auswahl der Fälle trifft, wo sie Archer- durch Saccharrn ersetzen will. Vor allen Dingen wird uu- tedmgt ^wartet Dar, L>acrhtrrrn unter keinen Umständen z. B. znm nutzen der Äintermttch gebraucht wird. . öffentliche Sitzung des Provrnzial- atlsschulies der Provinz Oberhessen findet am Samstag, den 8 . Juli 1916, vormittags 9 Uhr, im Sitzungssaal des ReglernngZgedäildes hier, statt. Auf der Tagesordnung sucht.' 1. Klage des Ortsarmenverbantes Paderborn gegen den Ortsarnrenverband Schlitz wegen Erstattung von Armenpflege- rosreii für den Former Paul Hcuttke aus Königsberg; 2. Klage tes Ortsarmenverbandes Bingen gegen den Landarmenverband Owfrn:, wegen Unterstützung des Aiurnst Friedrich Bruschle aus Hamm i. W.. 3. Klage des Ortsarmenverbantes Danzig gegen den Ortsarmenverband Friedberg, tvegen Unterstützung der Minna Schnierle von Eckart-liausen: 4. Gesinh des Levi Zimmermann in ^ba>S«rn»en um Erlaubnis zum Betrieb einer Scliankwirtschaft mrt Branntzneinausschank. *' Eine G a u ° V o r t u r n t r ft u n b e des Turngaues Hessen findet am Sonntag morgen von 9 Uhr ab in der Turnhalle der Oberrealfchuie statt. ** Besitzwechsel. Der säst 1000 gm große Eichmannsche Obst- und Gemüsegarten am Sand ging heute durch Kauf an den Kaufmann Robert Wietsche! und Frau über. ** Warnung vor.minderwertigen Kraftkoft- VräKaraten. In letzter Zeit werden in größerer Zahl Kraffkost- und Kraftnahrimgspräparate auf den Markt gebracht, die im Gegensatz zu chren Anpreisungen teilweise sehr minderwertig und noch daz« in vielen Fällen bis zu 250 Prozent überteirert find. Luch in der Bezeichnung mancher derartiger Fabrikate, wie z. B. als Kr^swurst, liegt der offensichtliche Versuch zur Täuschung des Publikums vor. Bei Ankauf derartiger Präparate eventuell in teureren Mengen einpfiehkt sich eine genaue Prüfung, im allgemeinen rst aber davor zu warnen. mrt ** ®* lt Verfahren zur H eutrv cknu n g. Pro- fesfar Brauer von der Technischen Hochschule in Karlsruhe teilt dcmiber- mtt: Um die Heuzöpfe herzustellen, zieht man das Gras Avemem Ltreisen von etwa 8—10 Schritt Länge und etwa zwei Schritt Breite mit einem ReÄen auf eine kleine Schwade zusam- m ‘^ x - Futter muß möglichst gleichmäßig auf der Scktzvade verteilt sein. Hierauf ergreift eine Person das eine Ende der Schwade und beginnt, das Futtrr mit der Haird zusammenzudrehen, während erne zweite Person rückwärts gehend das Gras immer an derjenigen Stelle zusanrmendr ückt, an welcher die Wirkung der Drehung eben benrerkbar wird. Dadurch entsteht ein Futterseil, das dirvch weiteres Drehen noch -etwas fester gemacht wird. Hierauf weiDeu die beiden Enden von der einat Person zusa nun engen om- nwm, während die andere Person die Mitte des Seiles erfaßt und durch entgegengesetzte Drehung die beiden Hälfte:: zusammenwickelt, soweit die ihnen innewohnende Spannung es bedingt. Es wird also fpsrnerettecknrisch gesprochen, zunächst Garn gesponnen und dieses hierauf gezrmrnt. Tie Enten des so entstehende:: Graszopfes werden am einfachsten durch Knüpfen zusammengehalten, können aber natürlich auch durch Bindfaden, Strohselle, Holzwollselle usw festgebunte:: werden. Diese Zöpfe haben eine beträchtliche Festigkeit und föraten ohne Schwierigkeiten und ohne daß sie ausgehen, leicht transportiert werden. Im Hofe werte:: dieselben dann in eurem luftigen Schote, auf dem .Heustock, oder in sonst einem verfügbaren Raume am besten auf Stegen gerecht und an der Decke aufgehÄrgt, wir dies z. D. mit Welschorn geschieht. Sie können natürlich auch an Droht oder Schnur iusw. aufgehänqt werten. Was Nir ihn am pvaktnchten ist, wird ja der Landwirt selbst heran s- finider:. Diese Zöpfe trocknen langsam, ohne sich zn erhitzen, nur muß -bafüt gesorgt rtwrteit, daß sie nickst zu dicht aufeinmrterhängen, damrt die Luft zwischend:rcch- streichen kmm, wodurch Schimmel- bll-dung verhindert wird. Z:rr Anfertigung dieser Heuzöpfe gehört natürlich etwas Urbuug. Der Bovtell, den jedoch die neue Methode bietet, liegt darin, daß bei ihrer AnwenLnmg es auch bei schlechtem Wetter nwgllch ist, das bereits gemähte Futter, das sonst beim Trocknen auf der Wiese minderwertig oder gar zu Futterzwecken ganz unbrauchbar werden würde, in guten: Zustande trocken zu bringen. Wenn natürlich gutes Wetter ist, so wild unm das Heu am raschesten und einfachsten noch dem alten Heittverbeverfahren gewinnen. Ob es sich iw Großbetrieb an- wenten läßt, ist außerdem auch fraglich, aber wir möchten trotz- tem allen Lantevirten, auch wem: es sich um große Flächen hantelt, empfehlen, einen Versuch zu machen und hoffen, daß die Erfahrungen, die mit dem neuen Verfahren gemacht werden, günstige sind. StarkenbArg und Rheinhrsftn. M. Offenbach a. M., 30. Juni. Die gestrige Stadt- v erordneten-Bersammlung bewilligte nach einem emp- fchlenden Bericht des Stadtv. Carl Ulrich eine Teuernngs- zulage für dre städtischen Beamten :md Arbeiter, deren Jahres- gchalt für Ledige 2400 Mk. und für Verheiratete 3000 Mk. nicht übersteigt. Sie umfaßt 1178 Perso-wen, erfordert rund 178 000 Mk und bewegt sch von rnvnatlich 6 Mk. für Ledige und 12 Mk für ' Verheiratete nach Maßgabe der Kinderzahl bis zu 32 Mk. (8 Kinder). Die Auszahlung beginnt am 1. Juli 1916. Man konnte sich 'im Ausschuß nicht entschließen, eine für alle Beamten geltende : Zulage zu bewilligen. Nach der hessischen Städtevrdnnng Art. 171 l bedarf es der Ermächtigung des Oberbürgermeisters zur Fortführung der Geschäfte auf Grund des alten VvranseUags über den 1. Juli hinaus, we:m der neue Voranschlag bis dahin iwch nicht zur Vorlage gebracht ist. Dieser Fall ist diesmal in Offenbach eingetreten. Dre StadweWrdnetenversamTNÜrng ertellt ihre Zustimmung ohne Widerspruch. Der Beitrllt der Stadt Offenbach zur Reichskleiderstelle erfolgt mät einem Kapital von 10000 Mk Die Voranschläge für die höheren Lehranstalten wurde:: ohne Ein- werckmngen gutgeheißen. Nach Erledigung ter Tagesordnung er- klärte die Verwaktung, daß die Verfovgmkg mit Kartoffeln zwar sehr schnsterige Gestalt angenommen hat, allein eine Befürchtung tes Mangels oder ter Not umsoweniger vorhanden sein könne als zum Ersatz einer möglichen Knappheit an Kartoffeln mit Brot Maisniehl mrd Grütze mW Teigwaren usw. geholfen werden könne. Grund zur Bemcruhigung sei daher ausgeschlossen. d. Niederkleen, 30. Juni. Bei ter am 27. d. M. stattgehabten Gemeinteratswcchl wurden gewÄstt in die erste Klasse Landwirt Frredruh Lwdw r g, in die ziveite Klaffe Landwirt Iv- ten«s E:sen Hardt II. und in d:e dritte Mchse Landrört te> Küfer Johannes Rühl IN. UnrverfitSts-N«-Kupfer bezahlt soorte::, Eer und Oppenheimer Schuhfabrik. Der Geldstand bleibt stusstg. £,ve Devisenpreise blieben frier :mverändert, obtvohl in Holland und der Schweiz die Preise sich zu unseren Nngunsten verschoben haben. Privatdiskontv 4 Prozent. Märkte. Gießen, 1. Juli. Marktbericht. Auf den: beutigen Moebenmarkt kostete: Butter das Pfund ,,99—0,00 Mk.- Hühner- eter das Stuck 20 Pfennig (vöchstpr.): Käse ll) Pfenuig. Kasematte 3 Prennig das Stück; Weliche 0,00—0,00 Mk.- Ochsenfleisch das Pfund 2,00-0,00Mk.. Kuhflei'ch 2,00-0.00 Mk das Pfund Rindfleisch das Pfund 2.00-0,00 Mk., Schweinefleisch das Pfund 1,80-0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfund 2,20-0,00 Mk. 9^'^bisch das Pfund 2,20-0,00 Mk.; Kartoffeln der Zentner 6,09 Mk.; Zwiebeln das Pfund 00-00 Mg.- Milch das Liter so Mg.: Misse 10» Mick P-o» Spinat 20-35 Mq. dal Dmnd, Kopfsalat 6-10 Pfg., Gelbe Rüben 15—20Pfa. das Päckchen 5 b:s 10 Pfennig das Stück, Sellerie 10-40 Pfennig, Spargel 00-00 Pfg. das Pfund, Römisch Kohl 20—00 Pfg. das Pfund. Erbsen 25-35 Pfg. das Pfund, Kohlraben 12-15 Pfq.. Pfg. Obst nicht vorhanden. — Marttzeit von'? vis 1 uyr. Kreis Wetzlar. d. Aus dem Kleebachtal, 30. Jwri. Als die lange Resenperiote vorüber war und warmes, twckeiws Wetter einfetzte, ist man auch hier rasch zur Heuernte geschritten. Ein Teil tes Heues wurde noch bei günstiger Witterung eingebracht, die Einbringung des übrigen wird sich durch die Regengüsse ter letzten Tage ettvas hiuausschieben. Eine Minderimg in der Güte durch das Regenwetter ist jctech^ vorläufig nicht zu befürchten. Wie überall, so rst auch h:er ter Ertrag bedeutend größer wie im Bor- jahve. Auch die Gelreidearten stehen recht gut. Roggen und Weizen sind tüchtig herangeivachsen und auch Gerste und Hafer stehen nicht zurück. Dre Kartoffeln sind überall, selbst auf minder- roerttgem Boden gut aufgegangen. Runkelrüben und Geniüse sind durch die zahlreichen Niederschläge schön anqewackffcn, Kohlrüben werten iroch gesetzt. Mtt ten: Klee ist man ebenfalls sehr zufrieden. Wehr als sonst hat man dieses Jahr Raps angebaut nrit dessen Abernttmg man )rch eben beschäftigt. Was das Obst anlangt, so kann nmn mit einer ertragreichen Zw etschen- fTTit e rechnen; Aepftl gibt es nur veveinzelt, ebenso Kirschen, dagegen sind die Johannis- und Stachelbeersträucher recht gut be- brnqen Kurz zusammengefaßt kann man sage::, daß die gesamdm Em^emEchten günstige sind und zu den schönsten Hoffnnnqe:t berechtigen. w Lä ^oDtzholzhausen, 30. Juni. Der Jäger Wllhelm ili'ÜFz 5? ^^m Jäger-Reg:ment zu Pferd im Osten, wurde ixxcqi verwunvet. Aivehliche Ncrehrkichten Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 2 . Juli, 2. nach Trinitatis. Gottesdienst. In der ZtadMrche. Vorm. 8 Uhr: Pfarrer Mahr. Zugleich Christeillehre ffir di« Neukonfirmierten au? der Matthäusqemeinde. Vorm. 9'/, Uhr: Pfarrer Schwabe Vorrn. 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. — Mittwoch, den 5. Juli, abends 8 Uhr: Kriegs bet stunde. Pfarrer Mahr. — Kommenden Sonntag, den 9. Juli, findet im Hauptgottesdienst Beicht« und heiliges Abendmahl fürMatthäus- :md "Markusqemeinde statt. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. — In der Zohanneskirche. Vorm. 8 Uhr: Pfarrer B ech to lsheimer. Zugleich Christenlehre für die Neukonfir- mierten aus der Lukasgemeinde. Vorm. 9^ Uhr: Professor v. S ch i a n. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Johamresgemeinde Pfarrer Adolph. Abends 8 Uhr im Johann«ssaal: Versammlung und Bibelbesprechung. Kirchberg. Sonntag, den 2. Juli, vorm. 10 Uhr. Vorm. 11 Uhr: Christenlehre für die iveibliche Jugend. — Mainzlar. Sonntag, 2. Juli, nachm. IV, Uhr. — Danbringeu. Mittwochs 5. Juli, abds. 9 1 /, Uhr: KriegSbetstnnde. Dekan G u ß m a n n. Geeiel-rsjaal. Ein ftttiger Prozeß. fl Matburg, 30. Jmri. Ein hiesiger Eiinvohner stand heute vor ter 'vtvarkammer unter der Beschuldigung, im Frühjahr v I | -- l - _u -_ jo i—sm "ffiat: MeteoryIoMebeobachtungen der Station Siehe«. tretenen Backverbots retoody mir bis auf etwa 12 Zentner Rest verbranchte, te: einem Einkaufspreis von 82 und 90 Mark den im*** halbjähriger La.vwnng an eine auswärtige Firma m 160 Mark den Znttner wetterverSanft zu haben. Mich Vernehmung einer Anzä^ Zeugen und Sachlterständigen, darunter auch ernes Vertreters einer .Hamburger Großhai:telssir:nQ, wurde ter Angeklagte wegen Ueberschrettung ter Bnntesratsverordnnng betreffend übermäßige Pveistreitereien, zn 2500 Mark Geldstrafe verurteilt. Der Staatsantvalt hatte das choppelw beantragt. Don einer damit in Zusammenhang stehenden Anllage wegen Betrugs wurde der Angellagte fteigesprochen. i&'i 1 £ „ 0*3 = H a ^ G - ? u W S> r: « ZK ZK -ZU s; z ttD JO - if *» : c >2 i M ©Pf» COrf» Wetter 30. 2” _ 18,7 1 85 53 9 30. 9” — 14,9 10,5 1 83 — _ 8 1. V b 13,8 9,2 78 0 Sonnenschein Höchste Teinperatur a>n 29. bis 30. Juni 1916: -s- 19,0'0.. Niedrigste „ . 29. , 30. . 1916: > 8,0'0. Niederschlag 1,5 mm. R\6RIK ANSICHT katholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag, d e n 1. I u l i: Nach«. 5 Uhr :md abds. 8 Uhr: Gelegercheil zur heil. Beichte. Sonntag, d e n 2. I u l i, 3. S o n n t a g n a ch P f i n g st e n. Vorm. 6V, Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte; 7 Uhr: Hl. Messe. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachm.'von 3—7 Uhr: Belstnnden vor misgesetztem Allerheiligsten. — Dienstag und Freitag, abends 8 1 /, Uhr, ist Kriegsbittandacht. — Freitag 6 Uhr ist Segensmesse. Diaspora-Gottesdienst am 2 . Juli: In Huuqeu 8 Uhr. In Laubach 10 Uhr. In Lich 9'/, Uhr. Zpielplan -es Srotzh. Rurhanscheaters 8ad-Nauheim. Sonntag, den 3. Juli: „Die selige Exzellenz." Montag, den 3. Juli: „Der Juxbaron." Dierrstag, den 4. Juli (Königl. Kur- cheater Bad Ems): Gastspiel von Mitgliedern tes Frankfurter Opernhauses: „Der Barbier von Sevilla." Mittwoch, den 5. Juli: „Der Bursche des Herri: Oberst." Freitag, deu 7. Juli: Gastspiel von Mitgliedern des Frankfurter Opernhauses: „Der Barbier von Sevilla." Samstag, deu 8. Juli (-Königl. Kurtheater Bad EmS)' Der Gatte des Fräuleins/ Sonntag, den 9. Juli: „Die schwebende Jungfrau." Börsen-Wochenbericht. = Frankfurt a. M., 30. Juni. Der Becbmer Börserwoostand hat nmrmehr die Grundsätze zur Erndämmuug der Wertpapierspe7ulation während des Krieges, die der Regierung als Grundlage für weitere Verhandlungen unterbreitet Porten fuib, bekannt gegeben Diese Grundsätze, die von tem Handelsminister als geeignete Basis für Verhandlungen Lur Vermeidung ter anaedrohten Umsatzftempel- GalemMsikuM {\iohicnuridst ück) 6 obt§(# (Goldmardsl ück). 5* gareifen. fVdaNI 3H45ÖÖJO 4 Ö6Ö101Z PfdSiüdc efavy^hlie&licfa Krie a saufschla a. 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Damen-westen Themlle Tücher Themlle-Schal; Seiden-Schals Sepretzle Samtschals plüschtiicher Schulteriragen Rrausen Seidene Rnüpstücher Seidene Halstücher wrlirn- und |j a TstÖdjCr d'wollene Waffel-Ropftücher häkeltücher Zephyr-Ropftücher Raschmir-Royftücher mit wollenen u. seidenen Zransen Rinder-Häubchen Batist-Häubchen Tüll-Häubchen Samt- und Tuch- Häubchen Südwester-Hüte Rnabeu- und herren- Mützcn herren-hemden Zlanell-Hemden Macco-Hemden Normal-Hemden Ober-Hemden Unterhosen Macco und Normal Hautjacken Macco und Normal Turner-Trikots Bade-Hosen Arbeiter-Hosen Buckskin-Hosen blaue Anzüge Drell-Anzüge weih unfarbig Waschblusen blaue Waschhofen blaue Eheviothosen Unterwams Rraaen Rrawatten Manschetten Vorhemden Schillerkragen Taschentücher Hosenträger Zocken Strümpfe Strickwolle Nähgarne Nähseide Druckknöpfe Schnur Kleine Knöpfe Rragenknöpfe Manschettenknöpse Perlmutknöpfe hornknöpfe Wascheknöpfe Schnur Lederschuhriemen Zwirnschuhriemen Gummiband Strumpfhalter Lederstrumpfbönder Seidene Bänder Srisierkämme Staubkämine Haarspangen haarpseile Haarnetze Nadeln Coilettescife paükordel Staubtücher Putztücher Zilzsohlen Waschlappen Notizbücher Briefpapier Vorhang-Ringe Rorsettschliesten .LIiegensänger Schuhcreme Erda! Wäsche-Buchstaben Besenlitze hsi» S 2 1 ® S ttil>ittsi»»I>tz werden die Mitglieder ergebenst eingcladen. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Vorlage der geprüften Rechnung nebst Bilanz und Gewinn und Vertustrechnung für 1915, sowie Erstattung des Rechenschaftsberichts. 3. Derteilungsvorschlag bezüglich des Reingewinns. 4. Bericht über die stattgefundene gesetzliche Revision. 5. Bericht über die Elisabeth - Kleinkinderschule für 1915. 6. Wahlen in den Vorstand und Aufsichtsrat. 7. Geländeerwerb und Bautätigkeit für die nächste Zeit. Gießen, am 23. Juni 1916. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Bau- geuossenschast des evangel. Arbeitervereins zu Gießen. Eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Dr. Krausmüller. NB. Die Rechnung für 1915 liegt acht Tage lang zur Einsicht der Genossen — Stephan- ftraße 17 H — offen. " 2 ?D E^rhöhun^ des EiinS<ömrneKsl durch Versicherung von Leibrente bei der Versicherung __ Preussischen Renten-Versicherungs-Anstatt. Sofort beginnende g! eichbleiben de Rente ffir Männer: oei mEintrittsalt.(Jah re): öu 1 55 | 60 | 65 1 70 j 7n jährlich °/ 0 der Einlage - R . , 7». 4S )8„ 44 9, r1? II,io« I4 flft6 118, l?0 Bei längerem Aufschub der Rentenzahlung wesentlich höhere Sätze. Für Frauen gelten besondere Tarife. Aktiva Ende 1915: 124 HilHone'n Mark. Tarife nud sonstige Auskunft durch Chr. Emil ll Derschow in Frankfurt a M. f Kaiserstr. 76. [I3id jj Pferdrmarkt . . ^ Frankfurt a. Main aus dem Gelände gegenüber dem Ostbahnhof, Emosangsgebäudc: [4800ss Mittwoch, 5. Juli 19 1 <>. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A. wuroe heute bezüglich der Firma I. Kann Söhne zu Gießen eingetragen: Moritz Kann Witwe, Sophie geb. Fleischer in Gießen ist mit Wirkung vom 1.Januar1916 aus der offenen Handelsgesellschaft ausgeschieden und diese somit erloschen. Siegmund Hammerschlag zu Gießen führt das Geschäft unter der seitherigen Firma und unter Uebernahme der Aktiven und Passiven als Einzelkausmann unverändert weiter. Gießen, den 26. Juni 1916. Großherzogliches Amtsg ericht. S aiu [3108 hampoomaren IKoofwasohon'l (Kopfwäschen) Mit dem neuesten elektrische« Warmluft« Trockenavvarat empfiehlt sich Hermann Flank U we. Lvezial ■ Damen • Frifter und Haar-tSeschäst Seliersweg 8. Bestandsausnahme von Karto^seln. Auf Anordnung Grotzh. Dstnisteriums ist eine nochmalige Ausnahme der Karkoffelvorräie ungeordnet, die am 3. Juli dS. Js. stattfinden soll. Die Vorräte werden diesmal nicht von denen, in deren Gewahrsam sie sich befinden, geschäht, sondern von den beaustragten Zählern, die sich von Aufbewahrungsraum zu Aufbewahrungsraum begeben, die Vorräte fest- nellen und in Berzeichnifie eintragen. Dabet ist nach etwa verborgenen Vorräten zu forschen. Bet der Bestandsaufnahme haben die Beaustragten den einzelnen Erzeugern und Verbrauchern einzuschärfen, batz fie zur menschlichen Ernährung geeignete Kartoffeln nicht verfuttern, nur die ihnen freigegebenen Mengen zum eigenen Gebrauch verwenden und die übrigen Kartoffeln nur an den Kommunalverband veräußern dürfen. Weiter sind dre Erzeuger darauf aufmerksam zu machen, das; sie ihre Vorräte sorgfältig aufzubewahren und vor Verderb zu schuhen haben. Wer die Angaben, zu der er verpflichtet ist, nicht rechrzettlg erstattet, oder wer wissentlich unvollständige oder unrichtige Angaben macht, wird mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 10009 Mark bestraft. Auch können die Vorräte, die verschwiegen sind, für dem Staat verfallen erklärt werden. 48A)R Gieffeu, den 30. Juni 1916. * Ter Oberbürgermeister. Keller. in jeder Masch6nweit« und Drahtstärke, sowie in jeder beliebigen Höhe 6:caß* stflckcUilriedisangaa ferfc. an Hch. Schön & Co. 00085 O. m. b. H. Zöpfe Haarunterlag. 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