166. Jahrgang Donnerstag, 27. Zv!i M mv.-Such- mb $(cm6rü4trd H. Lange. 5chrMcittmz, Sefchästsstell^ mb Druckerei. LchMr. 7. c \ n o 6 o r e c 5: mcmatl. 90 Pf., Vierteljahr!. 'Dtf. 2.65; durch '.'lbhole- il ZryeigÜellen moimtL 80 Pf.; durch dre Post Mt.2.4öoiertel- jal>rl. auLschl. Bestell^ Zeilewss^ecS: lokallöPf^ ausw. 20 Pf. — Hsupt- ichriflleiter: ?'lug. Goetz. Verantwortlich für den polnischen Teil und das Feuilleton: Arrg. (Äoeg; für Stadt und Land, Vernnstlst-es und Ge« richtssaal: Fc.R.Zeni; für den An^rgerNe.ü: H. Deck, sänittrch m Dießen, (WTB.) Großes Hauptquartier, 26. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Am Kanal Comines — Apern wurde die große englische B a st i o n durch eine deutsche Sprengung mit ihrer Besatzung vernichtet. Nördlich der Somme halten sich nach heftigem Kampf die Engländer in Poziöres. weiter östlich am Foureaur- Waw. mrd dei Longueval wurden kleinere feindliche Vor- stötze abgennesen, am Trones-Wäldchen Angriffsabsichten er- kaLUt und durch Feuer vereitelt. Südlich der Somme hielten rmr südwestlich des Gehöftes La Maisonette in der Nacht zum 25. Juli gewonnenen Boden gegen französische Wicdererobe- rungsvcrsuche. Südlich von Estrees fanden gestern noch lebhaft dcahgefechte statt. Auf der Höhe La Fille morte (Argonnen) besetzten die Frrurzsstn einen von ihnen gesprengten Trichter, wurden aber bald darauf durch eine deutsche Gegenmine verschüttet. Links der Maas machten unsere Truppen an der HS h< 30 4 kleinere Fortschritte. Rechts des FlusseS war während der Nacht Artillcriekampf in der Gegend des Werkes Thiaumont. An vielen Stellen der Front wurden feindliche Patrouillen abgcwiesen. * Zwei feindliche Flugzeuge wurden nördlich der Somme m nuferen Linien durch Infanterie- und Maschinen- gewchrfeurr, eins nach Luftkampf brennend in Gegend von LuntzvMe zum Absturz gebracht. Am 24. Juli wurde durch Volltreffer der Abwehr- geützrtze ein französischer Doppeldecker in Rich- ' üwg der Feste S o u v i l l e abgeschossen. Oe stlicher Kriegsschauplatz. ' H^etres^ruppi: des Gcneralfeldmarschalls von Hindenburg. WeWEch von Riga drangen Erkruldmigsabteilungeu in ruffische Vorstellungen ein und zerstörten sie. Feindliche Patrouille« z«^en vielfach größere Tätigkeit. .Unsere Flieger brachten durch Bombenabwurf und Muichrneugewehrfeuer feindliche Trupventransportzüge auf der Strecke Dünaburg—Po lock und östlich von Minsk zum Halten. Heeresgruppe dcs'Generalfcldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Abends und nachts richteten die Russen Angriffe, in «denen drei Divisionen festgestellt wurden, gegen die Front östlich und südöstlich von Gorodischtsche. Sie und. wie alle früheren u n t e r f ch w e r st e n V e r l u st e n f n r d e n G e g- n-er gescheitert. An einer Stelle wurde der Feind im Gegenstoß geworfen. Er ließ hier einen Offizier, achtzig Mann und ein Maschinengewehr in unserer .Hand. Deutsche Flugzeuggeschwader warfen ausgiebig und erfolgreich Bomben auf die mit Transporten belegten Bahnhöfe Pogorjelzy und Rorodzieja, sowie in ihrer Nähe lagernde Truppen. HeeresgruppedesGeneralsvonLinfingen. Nordwestlich von Luck hatten Unternehmungen feindlicher Erkundungsabteilungen keinen Erfolg. Nordöstlich vonBerefteezko wurden stärkere russische Angriffe abgewiesen, teils durch Feuer, teils durch Gegenstoß. wobei hundert Gefangene und zwei Maschinengewehre einqebracht wurden. Armee dcsGenerals Grafen von Bothmer. Oestlich des Koropiec-Abschnittes fanden kleinere Gefechte vorgeschobener Abteilungen statt. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. Berlin, den 26. Juli. (WTB. Amtlich.) Eines unserer U-Boote halte am 20. Juli vor dem englischen Flvtten- stützpnnkt Seapa Flow auf den Orkney-Inseln ein englisches Grotzkampflinienschiff mit Torpedos angegriffen und zwei Treffer erzielt. B c r l i n . den 26. Juli. (WTB. Amtlich.) Eines unserer Seefluggeschwader hat am 25- Juli abends die russische Flugstation Z e r e I auf Oesel angegriffen und mit Bomben belegt, die Flugzeughallen und zuni Starten bereit- stehende russische Flugzeuge wurden getroffen. Trotz Beschießung durch feindliche Torpedoboote und Kampfflugzeuge konnte der Angriff planmäßig durchgeftHrr werden. Alle Flieger sind zum Stützpunkt znrückgekchrt. ...* * * Wir haben die Prüfung einer großen allgemeinen Offensive unserer Feinde ausgeholten, und jeder neue Tag erhöht das Gewicht dieser Tatsache. Die Gegner können sich nur emes Erfolges in der Bukowina rühmen, und auch hier hat ffch seit längerer Zeiterwiesen, daß diese Ereigniffe sich für die Russen nicht zu einem größeren Siege ausweiten können. Die russischen Verluste sind so außerordentlich hoch, ihre verwegenen Kraftaufwendungeu gegen unsere weiten Fronten im Osten sind derart nutzlos geblieben, daß ein Slegesgedanke in dem Moskowiterreiche auch nicht mit dem kleinsten Flämmchen aufleuchten kann. Was haben wir von neuen Aufgeboten der Engländer zu erwarten? Können sie den Krieg verlängern, nachdem unsere übrigen Gegner so übermäßig zur Ader gelassen sind, daß ihnen ohne Englands Hilfe der Mut zum Durchhalten wohl schon geschwunden wäre? Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß England nicht geneigt sein wird, auf dieDauer ein Hauptträger militärischer Lasten zu bleiben, und wir haben gestern einem Gewährsmann des Berliner „Lokal-Anz." entnommen, daß die Stimmung in London recht gedrückt sei. Auch die Eröffnungen der britischen Regierung im Unterhause klangen, bei allem Lob für die Unternehmung in Flandern und Frankreich, nicht derart, als hätte man in England das feste Vertrauen, noch aus lange Zeit hinaus neue Kraftaufwendungeu fortzusetzen. In militärischen Kreisen spricht man dem englischen Heere gerade keine glänzende Zukunft zu. So schreibt Major Moraht im „B. Tgbl.": „Es ist noch zu früh, die Größe der englischen Verluste an der Somme zahlenmäßig seststellen zu wollen. Aber wir dürfen doch schon mit Sicherheit behaupten, daß sie „außerordentlich schwer" sich gestaltet haben. Es geht nur eine Stimme durch die englische Darstellung der Kämpfe: die deutschen Maschinengewehre sind die Sicheln. unter deren Schnitt die englischen Aehrei^ fallen. Was England aus Gallivoli erlebte, scheint schon erreicht oder überholt zu sein. Rußland konnte noch größere Verluste nach Jahresfrist ersetzen. Wir zweifeln daran, daß England hierzu imstande ist. Schon innner habe ich darauf hingewicsen. daß das englische Wehrgesetz keine unerschöpfliche Quelle darstcllt und nur gerade dazu ausreichc, so viel Nachersatz zu liefern, als England bei seiner zweijährigen schleppenden Kriegsüh--- rung nötig hatte. Da die indische Rekrutierung nicht mehr ergiebig sleeßt und Ms vielen Gründen nur noch für Mesopotamien, Aegypten sowie Saloniki im beschränkten Umfange in Betracht kommt, da Kanada nur noch Unerhebliches leisten kann, und Australien/ noch weniger, so ist aus dem englischen Angriffskrieg, der die Entscheidung bringen sollte, tatsächlich ein „Ermattungskrieg geworden. Abernichtsüruns,sondernfürEngl.and." So erscheint uns die heutige Zeit wirklich nicht danach! cnigetan, trüben Gedanken nachzühängen, uard jener Aufruf Berliner Universitätsprofessoren, den wir nachstehend wiedergeben, leidet unseres Erachtens an dem kleinen Fehler, daß ec die allgenreine Kriegsmüdigkeit, die bei. uns herrsche, zu dick und schwarz unterstreicht. Unsere Feinde draußen'werden die Aufrufe gleichfalls lesen und sie sollen sich täuschen, wenn sie glauben, oer deutsche Mut und Wille sei nur noch ein flackerndes Flänrmchen. So haben es die Berliner Gelehrten auch nicht gemeint. Sie wollen dem Volke einen neuen Ansporn geben, wollen die Gedanken^ losen, die zu Hause in ihrer Friedensmuße es sich, leicht machen, vom beschleunigten Ende des Krieges zu reden und zu schreiben, auf die Verantwortung Hinweisen, die jetzt jeder übernehmen muß, der Stimmung macht. Auch in der Besprechung unserer Kriegsziele nruß die Gefahr gemieden werden, dem Feinde die Ansicht beizubringen, als wollte Deutschland gerade jetzt noch rechtzeitig einen anständigen Frieden sich sichern, bevor die Lage sich vielleicht zu unfern llngunsten änderte. Die augenblickliche Kriegslage richtig zu erkennen und einzuschätzen, ist gar nicht so einfach und erfordert mehr als die Vergegenwärtigung des Momentbildes, das aus unseren amtlichen Tagesberichten und denen unserer Verbündeten sich ergibt. Auch Freiherr v. Zedlitz stellt dies in einer Polemik mit dem Mg. Fuhrmann fest; selbstverständlich könne unter Kriegslage „nur die Gesamtheit der Erfahrungen und Wahrnehmungen in dem bald zwei Jahre währenden Weltkriege verstanden werden, ein schließlich der Ausblicke, welche sich daraus auf die Lage beim Friedensschluß ergeben". In die Rechnung müsse ohne Zweifel die sachgemäße, allein von der Rücksicht auf unfern Sickgl diktierte Anwendung aller unserer Krieysmittel eingestellt werden. Das ist richtig, erfordert aber beim Volke und auch bei den Abgeordneten viel Geduld Und Ruhe. Denn es ist viel Unberechenbares rait im Spiele, und das voreilige Plänemachen ist vom Uebeh wie «wir schon einmal ausgeführt haben. Was die deutsche Sta-atslenkung dem Volke sagen kann, sollte sic freükich tun und daß fie etwas mehr tun und saaen könnte, irm die mancherlei Ungewißheiten und Zweifel abzrrfthneiden. ist auch heute noch unsere Ansicht. Der Abg. Fchr. v. Zedlitz «acht bei der Nachprüfung der deutschen Kriegszrele folgenden benrervenswerten Vorschlag: „Für die Beurteilung der Kriegslage und der daraus auf die Kriegsziele sich ergebenden Nutzanwendung gibt es für das deutsche Volk sicher keine größere 2ürwritLt als den Generalfeld-« m.arschaN Hindenburg. Ich zweifle nicht, daß, menn patriotische Männer rm Interesse vaterländischer Pflichterfüllung srck cm ihn wende«, er ihnen seine Auffassung nicht vorenthalten wird. Uns scheint, daß hier dem Feldmarschall etwas zu viel zugemutet wird. Wohl wird er bester als sonst jemand in der Lage sei», die Aussichten unserer weiteren Kriegführung abzuschätzen, aber er wird es vermutlich aüLhnen, seine Ansichten dein Volke oder dessen Vertretern vorzulegen, solange er annehmen muß, der Reichskanzler und sein kaiserlicher Herr Hütten das nächste Aur^t auf seine Kenntnis und Erfahrung. Er wird die Einheitlichkeit unserer KrreMhrAwg zu hoch halten, als daß er auf eigene Faust Politik macht. Vielleicht hat der kluge freikonservative Parteimann dies ebenfalls bedacht und sich innerlich erheitert an dem Frage- und Antwortspiel, das ja bei der beiderseitig geübten Vorsicht nicht zum Schaden für das Reich ausschlagen würde. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 26. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart. 26. Juli 1916. Russisch erKriegsschauplatz. ^^l-dwestlich von Rociszcze versuchte ErkundungSvor stoße wwie südlich von Lobaczewka gefichrte russische Angriff/ mißlangen völlig. 100 Mann und 2 Maschinengewehre blieben in unseren Händen. Südlich von Leszniow nahmen wir un/erc Trupven vor überlegenem feindlichen Druck hinter den Bolducka-Abschnitt zurück. Sehr heftige, durch starkes Arttllenefeuer vorbereitete russische Angriffe beiderseits der Buhn nächst Radziwillow brachte dem Feinde nach wechfel- ^?llew für ihn äußerst verlustreichen Kämpfen nur unwesentliche Vorteile. An den übrigen Fronten nichts von Bedeutung. , Italienischer Kriegsschauplatz. öen schweren Verlusten in den letzten Kämpfen südlich der Val Sugana unterließen die Italiener jeden weiteren Angriff. Unsere Stellungen standen jedoch noch andauernd unter feindlichem Geschützfcuer. Am 24. dieses ver^ wr der Feind vor einem Abschnitt dieser Front allein 1200 dis 1300 Tote und Verwundete, dir er nun zu bergen rm Begriffe ist. An allen übrigen Fronten ist die Lage unverändert. Es kam in einigen Abschnitten zu hefttgeren Geschützkampfen. S ü d ö st licher Kriegsschauplatz. An der Vojusa Artillerickämpfe. Der Stellvertreter des Ehefs des Generaistabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Ein Zeppelin über den TLlandSinfeln. Berlin, 26. Juli. (WTB. Amtllch.) Eines unserer M a r l n e l u f t s ch i f f c hat am 25. Juli einen Angriff auk bz n Haupt st ützpunkt der russischen und englischen U-Boote in Mariehamm ausgeführt und die dortigen Hafenanlagen mit 700 Kilogramm Sprengbomben mit gutem Erfolg bcworfe!^ Trotz heftiger Beschießung ist das Luftschiff unbeschädigt in seinen Flughafen zurück gekchrr. Lin Aufruf Berliner Aniversttätrprofeffare». Berlin, 26. Juli. Die Berliner Universitätsvrofesso- ren v. Gierte, Kahl, Ed. Meyer, D. Schäfer, Seeberg. Ad. Wagner und v. .Wilamowitz-Möllendorf veröfteutlichen folgenden Aufruf: An unser Volk? Ein zweites Kriegsjnhr nähert sich seülem Ende. Es hat unseres Waffen noch reichere Erfolge gebracht als das erste. Umere Tapferen buten ihre Brust den Gegnern. Ties in Feindesland im Vercknj mrt den Bundesgenossen haben sie den Weg nach Konstantmopel frei- gemacht, den Balkan für die Mittelmächte gewonnen. Unsere junge Flotte hat sich in offenem Kampfe den gefürchteten Herren der Meere nicht nur gewachsen, sondern überlegen gezeigt. Und dow stnd honnungssreudiger Stolz, wie er uns lange erfüllte, und die Erkenntnis der Notwendigkeit weiteren Ausharrens und Kämpsens nicht mehr herrschende Stimmung des Tages. Die Erwartung eines nahen Friedens bewegt weite Kreise. Wir waren von jeher, seit Jahrhunderten, eur Friedensvolk. Wenn unser Reich nicht zustande kommen konnte ohne vorbereitende Kriege, so lag das im Gana der Geschichte, wie das Geschick sie uns auferlegte. Nachdem das Deutfche Rerch kchworden war, hat es nichts gewollt als den Frieden, Raum für ehrliche Arbeit, die allein im Frieden gedeihen kann. Es fai nicht haben sollen, wa^ es suchte. Rachsucht, Ländergür. Erwerbsnmd der Nachbarn haben ihm die Waffen in die Hand gc^ zwungen. sich selbst und das verbündete Nachbarreich zu retten t>cm der geplanten Verstümmelung und Zerstückelung. Auch seitdem wir kämpfen, haben wir keinen anderen Gedanken gehabt, als daß wir ringen um einen ehrenvollen Frieden. Wir haben das Schwert nicht in die Hand genommen, um zu erobern. ?cun wir cs haben ziehen müssen, lvollen. können und dürfen wir es nicht in die Scheide stecken, ohne einen Frieden gesichert zu haben, den auch die Feiude zu halten gezwungen sind Der ist aber nicht zu erlangen ohne Mehrü.ng unserer Macht. Ausdehnung des Bereiches, in deni unser Wille über Krieg und Frieden entscheidet.' Dazu bedarf cs sicherer Bürgschaften, „realer Garantien^ Dariibcr ist bei allen Deutschen irur eine Metming. Unsere Gegner sind noch nicht bereit, uiis solche Bürgschaften znzugeftehen. Sie gebeii ihren Msichten nicht mehr so schroffen Ausdruck wie zu Anfang. Sie haben sie aber ,üchl aufgeaebcn. sie wollen nach wie vor, daß wir machtlos lvcrden, und rcchtürtigen das fortgesetzt mit der niedetträchtiqen Verlcuuiduug, daß wir nach der Unterdrückung oller Völker. Rach Weltberrschail feen. Sre stuö nicht friedbereit, so km men muh wir nicht von Fri^l en reden. Der Krieg lodert, ungeheure Opfer fordert er fortgesetzt. Es gkbt kaum noch etne Familie, in die Schmerz, Trauer und Sorge nicht ihren (sinzug hiellLli. Sollte all das umsonst dargedrachr. ertragen, gelitten sein? Sollten wir wünschen können, all dem ein Ende zu machen mit der gewissem Aussicht, in wenigen Jabrer abermals und dann in schwierigerer Lage als ietzt um unser Dasein kämpfen zu müssen? Unsere Feinde rechnen mit der Not, in die sie uns durch Msperrung versetzen kömren. Sollten wir der lleinen Entbchiiingen wegen, die uns der 'Tag auferlegt. unsere Zullmst in Frage stellen küruien, füllten das tun, obgleich wir Silier sind? Wir verdieiicn nicht cüt Volk zu heißen und ein Reich »u haben, wenn es so wäre. So /vollen wir denn „durcheilten", unverzagt und unerschütterlich durchhalten uwh sieaen lveck mode» , ) Jmr lirtö nicht selber Feind beim. AuÄegen von Minen und in dcn Angristen l“Ä' , /L b,efc 'i «fl« «OoSffetH, ütfofetn sw ihm flalten, dcn Wachtschifsen au^mondym 3>ic ®tenße der Aachtstation DE werden am beiten durch Durch hie Kontrolle passierten . 000 -attbJ^d)iffc, ab(TCicf>c]i von den Kriegsschiffen und i Stlfskreurcrn, m den etzten sechs Senaten, von wclh>en 21 Zp.°rcndurch den .Aeind beschädich wurde». Die .Berlul e der K-mfahrterschiffe betragen daher weniger als I vom lorp. Um diese bemerkenswerte E,cherl>eit ftlr die Äandelsschifsahr, berbeimwbre^'ind mer Prozent der Wachtschriic nesnnken. toobei u. Ostiziere und Aoannschasten umtamen. Keine Ziffern kannten nachdrücklicher die Opfer bekräftigen, die von der Bemannung gebracht wurden, und die verhältnismäßige SicherlZeit die sie da- chrrch^mSand-l ihres Laiches verschasit habe,,. Ausechem bestand tzre Wirksamkeit der Wachttck^fse m emem Flankenschutz aller' »« und von der Armee in Frankreich Die l -äah. dreier Sch»ste und der beförderten Truppen ist bekannt Die Die Ernte. Berliii, 27 .Juli. In einem Artikel über das Erntewetter schreibt die „Boss. Ztg": Die Getreideernte hat vielfach begonnen und gewinnt täglich größeren Umfang, und es kommt nun alles darauf an, daß in den nächsten Wochen die langanhaltenden Regengüsse des Juni und Anfang Juli sich nicht wiederholen, um den reichen Himmels- segen, der uns auf den Feldern heranwächst, und uns wirtschaftlichen Sieg verheißt, trocken in die Scheunen zu bergen., .Hierzu sind nun aber die Aussichten zurzeit die deutbar besten. In ganz Europa steigt der Lustdruck, und da ohnehin die Luffdruckverteilung sehr günstig ist, scheint regwerische oder auch stürmische Witterung von längerer Dauer auf geraume Zeit ganz ausgeschlossen zu sein, soenn auch hier und da kurze Gewitterstörungen natürlich nicht ganz fehlen werden. Eine sozialdemokratische Warnung. Berlin, 26. Juli. Der P a r t e i v o r st a n b der Sozialdemokratie uno die General ko mnl is s i o n Gewerkschaften erlassen im „Vorwärts" einen Aufruf an die Arbeiter üird Arbeiterinnen, worin sie vor dem Treiben der im Dunkel der Anonymität ivirkenden Protest- und Generakstreikavostel nachdrücklich warnen. Es sei ja begreiflich, daß der Krieg mancherlei Mißmut und Unzufriedenheit cruslöse, aber es sei ulwerantwortlich, wenn diese Stimmung von einzelnen Leuten mißbraucht werde, in der Arbeiterschaft Haß und Mißtrauen gegen ihre Vertrauensleute zu säen und sie gewissenlos zu Streiks und Massen aktionen zu verleiten, für die die Partei und Gewerkschaften jede Verantwortung adlehnen. Ebenso müsse unter Hinweis auf die im Kriege geltenden Strafbesttmmungen vor unüberlegteij Handlungen gewarnt werden. Gerade jetzt, so sagt der Ausruf, wo an Viten Fronten unsere Hrüder im Wasseurock unter unsäglichen Opfern dem gewaltigen Ansturm der gegnerischen Masse-cheere standhalten müssen, wo ttrrz vor der Ernte die Lebensmittelversorgung die größten Schwierigkeiten bereite, müßte jegliche unbesonnene Aktion verhängnisvoll wirken Und vor allem die Arbeiterklasse selbst gm schwersten treffen. Mehr denn je nrüsse die einl)eit- liche Aktion der Arbeiterklasse außrecht erhalten werden. Lenfch, Mehring und Knigge. Der .Genosse Dr. Lensch, der lange Jahre gemeinsam mit Mehring die „Leipziger Volkszeitung" leitete, sich'aber infolge des Krieges vom radikalen Sozialisten zu'einem ausgesprochenen „Reformer^' gewandelt und seine Anschauung kürzlich in einem Buche vertreten hat, wurde daraufhin von seinem alten Kollegen Mehring in einer eben nicht z-arten Weise angegriffen. Einer Antwort, die Dr. Lensch in einem offenen Briefe an Mehring gab, versagten, wie wir in der Tägl. Msch." lesen, sowohl der „Vorwärts" »nie die „Leipziger Volkszeitung" die Aufnahme. Dr. Lensch brachte seinen offenen Brief nunmehr in den „Leipziger Neuesten Nachrichten" zur Vervffeittlichung, die er gelneinsam mit Mehring lange Jahre besonders scharf be- iämpft hatte, die aber trotzdenr loyal gemi'g »varen, ihm sozusagen Waffensetjutz zu geivähren. Die „Leipziger Volks- zertung^' sieht sich darauf zu ihrem Kummer genötigt, den osserren Brief Dr. Lenschs doch abzudruckcn, um einer Entgegnung ihrer Redaktion wie einer „offenen Antwort" Mehrings die nötige Grundlage zu geben. Wir heberi aus der Auseinandersetzung nur hervor, daß Dr. Lensch Mehring vorw^rft, er habe sich während der gemeinsamen Tätigkeit bei der „Leipziger Bolkszeittrng" gern mit fremden, nämlich Lenschs, Federn schmücken lassen und selber viel weniger für die Zeitung gearbeitet, als die Oeffentlichteit annalM, ferner beschäftigt sich Lensch mit der außerordentlichen Eitelkeit Mehlrings. In seiirer Antwort wirst Mehring dem Genossen Lensch „unverbesserliche Faulheit" und „elvige Jntriguen" vor und spricht von seiner „kanailleusen" Natur. < * Berlin, 26. Juli. (WTB. Amtlich.) Durch die im Rerchsgesetzblatt \n dem amtlichen Teil des „Reichsänz" veröffentlichte Bekanntmachung betr. eine Aeuderung der Ansfilhrrln^bestimnftingen zu den Bekannttnachuilgen über Höchstpreise von Petroleum und die Verteilung der Petroleumbestände vonl 1. Mai 1916 (Reichsgesetzblatt S 350) vom 24. Juki 1916 wird der Verkauf vw n Petroleum zu Leuchtzwecken vom 21. August 1916 an wieder äe- stattet. Jnrsüibrigen bleibt esIbei der Amnelde- und Wgaben- vor r? T^ l 2 ^ l ^L i^^ilirn^G^'b^ ° n Me für Petro- und Liebe, die er bei allein Kameraden, nack, »men unb »ta? leuraoerteuung G.nt. d. H. geiwß, Der Grc-Kener Jugend aber, die von 1897—1914 8» vemrich Schwobcls Fußen saß, mag das Beispiel des Beraters ÖJÄÄT 3lad>CT ^Ellung gegenüber ** Kri c gi-a uäJt c H n n g. Im Jvhamieskonfirniandensaal veranstalten tm Qmntoner und cm Quartaner des hiesigen Gym- -naftums^an dm letzten drei Tagen eine KriegsausstelUmq. Die beiden rtteunde l-atten sich un Lause -des Kriegs eine seyr'schöne und ümpingreuhe oamnüung angelegt, die sie hür zum besten zum Verständnis. ^..Man sollte heute in Stadtkreisen nicht übersehen, mit wieviel Muhen und Sorgen unser Landvolk in dieser Kttegszeit zu kämpfen^ hat. Es hat sttne ganze Jungmannschaft bio aus den letzten Lohn des Hofes und den jüngsten Knecht dem Vaterland geweiht. Es, hat seine Gespanne zum Kriegsdienst hergegebm, hat I^nen Viehlland verringern. Nicht selten ausgeben müssen. Ost Ichien bei dem Mangel an Arbtttskräften, bei den tausendsältta aus»teigenden Schwierigkeiten des Betriebes die Möglichkeit zu scknranden, die httmatliche Sck-olle, die über alles geliebte, zn behaupten. dcur dem Heroiswus -unserer Landsrauen ist es in unzählige Fätt^ zu danken, daß der Betrieb wlftecht ettalteu imrrde Ob wohi eine im städtischen Berufsleben tätige Frau sick auch iiur eine annähernde Vorstellung davon machen kaim. »oelctc Sorgen welche Lasten, welche schwere Anspannung aller körperlichen Kraft von ihrer Mitschwester aüs dem Lande verlangt ivird, wewi diese neben der Versorgung ihrer mttst zahlrttchen Kindcrsthar Haus und Hof, Viebstall und Acker imstande halten muß mtb zu der ermüdenden körperliche Arbeit auch noch die organisatoristbe- Leitung des ganzen an Stelle des Mannes zu übernehmen gezwungen ist? Wer sttne Blicke wandern läßt in die Zukunft unteres deutschen Volkes nach dein Kriege, dem mirb nicht verborgen haben können, welche gewaltige Bedeutung dem Lande in dieser Zutunst zukommt. Auf der anderen Seite muß das Land auch die Schwierigkeiten bedenken, die sich in der Kttegszeit her Versorgung ton g rohen ^täbtcnjnil ihren Menschenmengen entgegen stellt, wo eben innerhalb der Städte die Selbstvefforgung des Verbraucher^ nur in ganz bescheidaieni Maß möglich ißt und selbst da noch in den Ansangcm der überhaupt geringen Mö-glichkttteu steckt. Tie Kultur- sorm unserer großcy Städte bedeutet für die Versorgung stets eine Erschwernis und für den Stadtbewohner eine wesentliche Vc»- teuerung bei der Bestie di gung des notwendigsten Lebensbedarss m einem Maß, das dein Landbewohner in der Form stemd ist und seme Verwunderung bei genauer Kenntnis Hervorrufen würde. Gegenstttiges Verstehen »vird am ersten gefördert durch die Kenntnis über die Schwierigrttteii, die auf beiden Sttten ihre ttLrrttamkat ausüben. Man werde nicht müde, in Stadt und Land auf gegenstttige Wünsche einzugehen und sie gerecht zu beuttttleii^ Las wirv sich das Wohl des Ganzen von so hohttn Nutzen sein, dannt auch schwer scheinende Zugeständnisse an die andere Seite rachttch aufgewogar werden. * L. U. Se. Königs. Hoheit der Großherzog hat dein Rektor unserer Landes Universität Professor Dr. Siev ers uird dem ftüheren Rektor Geh. Kirchenrat I). Eck das Allgemeine Ehrenzeichen für KLiegsverdienste tind dem Exrektor Geh. Medizinalrat Dr. Sommer das Militär- Sanitäts-Kreuz verliehen. ** Amtliche P-ersonalnachrichten. In den Ruhe- stand versetzt wurde am 22. Juü der Lehrer an der Volksschule zu Ofsaibach, Friedrich Jöst, aus 'sein Nachsuchen unter Aper- kemrung »emer langjährigen treuen Dienste vom 1. August 1916 . Da Grvßherzog hat am 26. Juli den Mtuariatsassistenten ba dem Amtsgericht Bingen Johann T«i x znm Aktuar bei dem Amtsgemcht .Herbstein ernannt. Auszeichnung. Dragoner Otto Klös wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. o ** Lehrer Schwübel gefallen! Der Tod ttß eine Lucke in die Rahen des Lehrerrntcs der Stadtknabeuschule. Frcuud yorques ncrirwes ^>rreven nach agener Bollkommenh.'it, höckHes Streben nach Vervollkommmmg der ihm anvertrauten Jugend der Men,chl)ett. Der Krieg ttß den Sechsnnddreißrgjächigeu aus »eurer Famrlrc, aus sttnem Wirkungskreise. Er »var noch einer der „alten" Lehrer, deren militärische Ausbildimgszttt vor l900 gelegen, nur zehn Wochen aedauett und jede BesördernngSmöglich- kert ausge»chlo»sen halte. L>o mußte Lehrer Scbwvbel als Kriegslandlvehrmann von der Pike aus dienen. Und »vie er im Fcldü fernen Platz, anssüllte, das beweist sttn Aufrücken zum Gesttttzcn und Unterormier, zum Vrzeseldnwbel (wegen besonderer TavieMit Aus Studt und Land. Gießen, 27. Juli 1916. Der neue Post- und Telegraphen-Tarif. Vom 1. A u g u st 1 9 1 6 ab beträgt im inneren Verkehr des Rerchspostgebietes, im Verkehr mit Bayern und Württemberg, so'- 6c3 Roten Kreuzes und der Kinder-Fürsorge öffentlich zeigten Da konnte man den französischen Stahlhelm, Käppis, fremde ®e fchosie Gewehrkugeln und -Patronen, sogar ein Flicgerpseil, Granat,tücke und -splitter, drei- und vierkantige Bajonette, Notgelder und Kleidungsstücke bewundern,. Aber auch Bilder von unseren Heerführern, Zbriegspostkarten, ferner Bekanntmachungen in französischer, russischer und deutscher Sprache, dann noch Liller imd Kownoer Kriegszeitungen mit ihren humorvollen Flugblättern fehlten nicht. Als Prachtexemplar hing da soaar auch das rote Schild des Mobilmachungsbefehls vom 1. August. Eine Menge anderer ^.^shen waren noch zu sehen. Jeder Besucher mußte seinen frei-! imllrg geleisteten Beitrag mit seinem Namen in eine Liste eintragcn ^-rotzdem diese hochinteressante Ausstellung sehr wenig bekaniit war, kam doch ein überraschender Betrag von 45 Mark zusammen. 37 Mark wurden dem Roten Kreuz überwiesen. 8 Mark erhielt die >b:n.der-Fürsorge. Die große Aufopferung der beiden Jungens ist sehr zu loben Ein so hoher Betrag ist von ähnlichen Veranstaltun - gen doch noch nie erzielt worden. ** Warnung vor „Theigello" Der Agent F. nr Gießen hat seit einiger Zeit hier und auswärts eine Salatölersatz-Marke „Theigello" in den Handel ge bracht. Das Ersatzpräparat führt unter anderem die Bezeichnung: Verbürgt Ia Qualität. Begutachtet von deni staatlichen Untersuchungsamt für Oberhessen in Gießen. Eine Untersuchung des „Theigello" hat seitens des chem. Untersuchungsamtes für die Provinz Oberhessen nicht ftattgesunden, vielmehr hat F. den Namen des Untersuchungsamtes gröblich nlißbraucht. Wir warnen die Bevölkerung, sich durch die falschen Angaben zum Kaufe des Salatölersatzes „Theigello" verleiten zu lassen. (Sin Strafverfahren wegen Betrugs, übermäßiger Preissteigerung und Vergehens gegen das Nahrungsmittelgesetz ist eingeleitet. ** Fe ld d ieb stä h l e. Da in der letzten Zeit sich die Felddiebstähle in auffälliger Weise mehren, so erscheint es angebracht, darauf hinzuweisen, daß diese Vergehen in der jetzigen schweren Kriegszeit streng bestraft werden, besonders da es sich in den meisten Fällen darum handelt, daß der Verstohlene selbst sich ein kleines Feldstück mit vieler Mühe und erheblichen Unkosten bestellt hat und daher den Verlust doppelt schmerzlich empfindet. ** Studium der Aüsl ander an deutschen Hochschulen. Ter „Munch. Med. Wochmschr." zufolge hat kürzlich der Senat der Technischer: Hochschule zu Berlin zur Frage des Studiums ^der Ausländer an deutschen Hochschulen Stellung genommen. Danach würden auf deutschen Hochschulen nur die ^Angehörigen solcher Länder zuzulassen sein, die ihrerseits den in ihren Grenzen lebenden Deutschen nicht übelwollend begegnen, ihnen^den Gebrauch und die Pflege ihrer heimatliche:: Sprache 'Und Sitten sowie die Errichtung deutscher Schule:: erlauben. Um möglichst einheitliches Vorgehen zu erzielen, hat bk Technische Hoch- .schule ihre Vorschläge allen deutscher: Schwesteranstalten und Uni versitäten zur Aeußerung vorgclegt. ** Lederkarten. Nach den für die Abgabe von Bodenleder maßgebenden Bestimmungen Igben die Ledcrhändler und Roh- sloffgewssenschiasten die Einschreibrmgen der Schuhmacher aus Grund der LederLrrte in der Zeit vom 7. bist 2. August1916 cntgegenzunehmen. Die Formulare zu den Kunden-Einschreib.' lasten können von der Handwerkskammer zu Darmstadt, Saalbaustraße 60, bezogen werden. Es dürfen nur Einschreibungen von solchen Betrieben stattstnden, die das Schuhmacherlfandwerk e. Weiters ha in, 87. Juli. Dem Wachtmeister Kart rer, Inhaber der Hessischen Tapferkettsmedaille, wurde das Eperne Kreuz " **' " iRä,.. .. 2. Klaffe verliehen. Er steht Krieges im Felde bei den: Drag.-Rgt. 24. Kreis Büdingen. ba. Büdingen, 27. Juli. Kreisamtmann Wehner, Haupt mann und Bataillonsführer, erhielt vor Verdun das Eiserne Kreuz I. Klasse. .. ^ ^ st a d t, 26. Juli. Zu dem an dieser Stelle berichteten Gans edrebstahl bei dem Arbeiter Koch dahier, z. Zt. Landsturmmann, se: ergänzend nntgcteilt, daß die Diebe den Schließ- wrb mit den gestohlenen sechs Gänsen auf Station Obbornhofen- BeUcrshe:m als frisches Gemüse deklarkrten und an einen Deli- ratessenhapdler in Leipzig verfrachteten. Telegraphisch wi:rde nun! o:e Leipziger Kriminalpolizei informiert und ersucht, den Korb anzulralten, den Inhalt festzustellen und sich den Adressaten näher anzukhen. Wie sehr verdutzt svar aber der Empfänger, als er oen Korb :n Anweseicheit der Polizei öffnen mußte und statt Gemüse die ^erstädter Gänse zum Vorschein kamen. Sie wurden sofort Mw Preise von 120 Mark verkauft, die der Bestohlene erhielt. A):e xiebe und Absender entpuppten sich als zwei in Frankfurt wohnende „Lebemänner" ohne Einkommen. Nidda, 26. Juli. Der Matrose Alfred Jeudroszek brep aus eurem Kriegsschiff, erwarb sich in der siegreichen Seeschlacht äiii Skagerrak das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. ^ G:n großer Schwindler, der jüdische Zuschneider R. Hcrzberg, Frankfurt a. M trieb h:er se:n Unwesen. Er wurde durch ein von einer hiesigen Kriegerwitwe aufgegebenes Heiratsgesuch init dieser bekannt und Hellte ,ich als $r. SR. Walther, Oberleutnant im Feld w!« muin eai ." ie ” t °l vor. Seinen Zivilanzug hatte er im Eisen tS' 1 /mt. der Umform vertauscht. Um größeres Vertrauen ®|L ov sich selbst einen Feldpostbrief mit dem Namen einev höheren Offiziers als Absender, an seine Niddaer Adresse t J be: fernen sonntäglichen Abgängen allgemein aussiel, wurde Kon Lvf ?* liet *l ad) ,einem Ausweis befragt. Durch Ausreden 6 l)l m ^ °- m ?vdern Morgen war der Herr Leutnant verschwunden. Nach sofortiger Verständigung mit der Frankfurter im*Persönlichkeit in kürzester Frist festgestellt F? 5 crci *~ Utzt er hinter <-ck>lotz mrd Riegxl Erwähnt sei noch, bü|t ^t? Berg öcr ^ eirotet und bereits 8 Jahr Gefängnis ver V' ^2?- von dem Zweigvc rein J teuKreuz am vergangenen Sonntag in — Eich, 27. Juli. AuS dem Rheine wurde die Leiche ^ . elues etwa 8 Atonate alten Knaben gelandet, der beide Beine ab- schon seit Beginn des | geschnitten waren. Kreis Wetzlar. IVVUJIWI WIVIVVV.H UL^VII, U'IV UUX» i/i UXLUJV t IJJI 1l U J Uv L L innerhalb des KammerbezrrLs (Großherzogtum Hessen, ausüben. Bis spätestens 14. August 1 9 16 sind die Kundeiilisten an die BezirMommissiou der Handwerkskammer zu Tarmstadt, Saal- bauftraße 60, in doppelter Ausfertigung einzureichen. Die L e d t r- karten werden nach, Fertigstelluirg an die einzelnen Bürger uieiswreiei: von der Bezirkskoinnnsfron der Handwerkskammer ein- gesandt nnd die Bürgernwistereien gleichzeitig ersucht, öffentlich bekanntzugeben, wann die Karten von den Schuhmachern in Emp fang genommen werden können. ** Das Schwei n des kleinen Mannes. Trotz mannigfacher Aufklärung find bei den Schweinehaltern noch in:mer Befürchtiingen lebendig, als ob ihnen ihre Tätigkeit und Mühe nicht für ihre eigene Lebensmittelversorgung zugute kämen. Das gibt d.ann Anlaß zu allerlei Befürchtungen und Klagen, die dann die weitere Folge haben, daß sich manche von der Aufzucht und .Haltung der gewohnten Tiere abhaltett lassen. Besonders bedenklich wäre es, tvenn durch solche unbegründeten Befürchtungen die Kleintierhalter, die sonst gewohnt waren, das eine oder andere Stück fürs den Hausbedarf der Familie zu halten, sich nun davon abschrecken ließen, auch ihrerseits sich veranlaßt sahen, wenn sie Fleisch odev i Fett bekommen wollen, an den allgenreinen Markt heranzutreten.' ,Dieser würde dadurch nur noch melxr verschärft werden und es könnte jeder Einzelne nur noch umso weniger bekommen. Derjenige, der also die Tierhaltung aufgibt, hat dadurch nicht nur selber nichts, sondern versteift durch sein Auftreten als Käufer die allgemeine Marktlage noch mehr, >va^ wiederum zur Folge hat, daß er selber umso weniger bekommt. Andererssfts sind alle Gerüchte fälsch, bk dahin gehen, als ob dem Züchter das für seine Eigenversorgung bestimmte Schwein abgenommen würde. Das Gegenteil ist richtig und imb ist ausdrücklich bestimmt worden. So haben, zuletzt noch am 28. Juni bk preußischen Minister für Handel m:d Gewerbe, sowie für Landwirtschaft, ausdrücklich angeordnet, daß selbst auch be: der Aufbringung der Schioeine für den Bedarf des Heeres, der Marine oder der Zivilbevölkeru>:g, diejenigen Schwerne nicht herangezogen werden solle::, die sich die Viehhalfer für den eigenen Bedarf mästen. .Es ist außerdem ausdrücklich bestimmt worden, daß die zur notwendigen Versorgung der Haushaltsangehörigen bestimmten Tiere dem Viehlmlter zu belassen sind Wenn andererseits Zählungen bei allen Viehhaltern stattgesunde,^ haben, so ist das aus dem ganz natürlichen Grunde zu erklären, daß zu^ einer planmäßigen Versorgung im ganzen, insbesondere wenn erne Reichs fleischkarte, möglich sein soll, ein genauer Ueber- bl:ck über den wirklichen Bestand an gegeiiwärtigen und künftigen Vorräten vorhanden sein muß. Es verabsäume darum keiner, dem cs möglich ist, sich sein gewohntes Schwein zu Hallen. Damit nutzt er srch und anderen. ** Städtischer Seefischrnarkt. Wegen verspäteten Eintreffens der Fische beginnt der Verlauf erst heute Donnerstag nachmittag 3 Uhr in den städti schen Marktlcmben. M Die Lindensamen reiten bald heran und das gibt uns Anlaß, darauf hinzuweisen, daß sie 58 Prozent fettes, feines Oel enthalten, also mehr als alle anderen delltschen Oelsamen. Es wäre zu wünschen, wenn allerwärts die Samen eingesainmelt würden. Bei dem bedeutenden Anbau des Baumes in Dentsch- land könnte eine Masse Lindensame:: zur Oelgewinnung heran- gebracht werden. ** Das heutige Kreisblatt enthält Bekanntmachunqe:: über die Regelung des Verkelws mit Web-, Wirk- imd Strickivaren für die bürgerliche Bevölkerung, über den Verbrauch von Eiern, über die Geltendmachung von Ansprüchen von Personen die im Auslmck) ihren Wohnsitz haben und Maßregln gegen die Maul- und Klauenseuche. Landkreis Gießen. c. Grün in gen, 27. Juli. Die Sammlung für die deutschen Kriegs- und Zivilgefangeiren ergab hier die Summe von 290 Mk. — Zurzeit wird die durch mrseren Ort führende Hauptstraße gewalzt. Tie schon seit Jahren verfahrene und durch die in 1913 erfolgte Anlage der Wasserleitung und Kanalisation noch Mehr verschlechterte Straße bedurfte auch dringend einer Wieder- herltellung. Nun kann der Landmann seine schwer beladenen Erntewagen sicher nach Hause fahren. — Gefreiter Adam Bender und Musketier Karl Euler, der schon seit 3/4 Jahren in einem Lazarett liegt, erhieltet das Eiserne Kreuz 2. Klasse. — Die Z w e t s ch e n b ä u m e , besonders die an den Kreisstraßen, ver sprechen eine noch nie dagewefene Ernte. — H u n g e n, 22. Juli. Hans Mette, früher hier in Stellung, beim 4. Bayr. Feld-Ar1.-Ngt. Augsburg, wurde mit dem Eisernen Kreo; ansqezefchneE ME,-» ©emeinb; 100 Mk' in der ÄfefiKiS 68,-30 Jltf., Wippenbach 29,20 Mk., zusammen 1901,13 Mk da noch zwer Gemeinden, Bellmuth und Schwickartshausen, aus sichen, durste der Betrag von mindestens 2 0 0 0 M a r k noch er- ISS- für unsere 4700 Seelen zählende:: Gemeinden F^kmrs. — Amtsrichter Allwohn, der Llmtsge^chts?ates^ Amtsgericht, erhielt den Titel eines Kreis Alsfeld. rn P Sn i?f ^bld' 27. Juli. Mit der Hessischen Tapferkeit (UhnSS iJir* roUtbe Ausgezeichnet Emil E ck st e i n, Sohn vor: Eckhard Eckstein, :m ^ußartlllerie-Regiment Nr. 13 oz. Ermenrod, 27. Juli. Das Eiserne Kreuz 2. Klaffe wurde verliehen dem Unteroffizier Karl Westrupp aus Ermenrod, z. Zt. der srner Besp.-Abt. in: Westei:. oz Groß. Fel da, 27. Juli. Ter Unteroffizier Melchior- Paulus :m Jnf.-Regt. 116, der im Noven:ber 1914 das Eiserne K:enz erhielt, wurde nun auch mit der Hessischen T a p s e r k e i t s Medaille ausgezeichnet. v ' 15 cv r T ?b er-Ohmen. 27.Juli. Der Musketier Schmidt III "s ^ Ibe Sum Gefreiten befördert und erhielt die tÄ Tapferkettsmedaille und das Eiserne Kreuz 2. Klasse. - E Landwehrmann Karl Rühl von hier, im 116. Landwehr- gezeichnet'' ^ m bCV ^ ejmen Tapferkeitsmedaille aus- 1Mn TÄ U n S r' b Ji m Ohnrtale, 27. Juli. Wenn das Ausbleiben von Kartosfeln auf manchen Aeckern - nicht auf allen - auf wird^ be l ? n ° nen "" vorigen Herbst zurückgeführt ^tr'N das nur bedrngt zu. Hiernach müßten dann alle zu L' . t 1 sollen auSbleiben Das ist aber nicht der Fall. Jin F^lde ltehen manche Aecker mit Kartoffeln tadellos, aus anderen sind ^trarnher ausgeblieben. Die Art der Bodenbestellung die TÜffp ^^n^und die Kartoffelsorte sind Faktoren, die bei der nassen Wetterbeschaffe,iliett mttsprechen. So hat sich bei der dies- ^hrrqen Bestellung der Kartoffelfelder das Kruppen der Aecker besser bewahrt als das Aufackern. " up. V o m v o r d e r e n V o g e l s b e r g, 27. Juli. Geqen- unserer Heimat wieder vereinzelt den Flachs auf dem tfelbe blühen. Nur schüchtern leuchtet seine blaue Blüte aus den anderen peldem hervor. Daß bei dem hohen Preise, der sur den rohen flachs bezahlt wird, sein Anbau nicht allgemein Nimmt eigentlich Wunder. Sicherlich spricht hierbei die Beschaffung des Lerns zur Ai.ssaat mit. In den Eifelgegenden Anb^u gesetzt. ® a ^ bau ^fördert, selbst Preise auf seinen Kreis Friedberg. Mp M berg, 26. Juli. Wie das KreiSamt mitteilt, haben d.e z:cha,:dlgen Behörden den A.itrag der Metzger auf E r h ö h u n q de r S Z w e : n e f l e : s ch p r e i s e vorläufig a b g e l e h n t. Doch ist eine Gleichstellung der ländlichen Metzgereien mit den städtischen m Aussicht genommen. . Bad-Nauheim., 27. Juli. An der Beisetzung des verstorbenen Tompsavrers Heinrich Erker, der irüber zehn -jahre in Bad-Nauheim wirkte und sich große Verdienste “ bet »omfatiuÄfircf*. ermen-b hrteiligtat^ bie Militär- und Zivilbehviben unserer Stabt sowie ^btreifce Einwohner Dw Trauerrede hielt Weihbischos Z o rnv on wn a u -Ji e L Sat3 £. uvt>c ""Eil der .Arche vor St. Antonius- Altar herzesetzt. — Die zum Besten der Deutschen Krieqer fnriorge ,sur unsere Verbündeten seitens der Gronh Kur- oerwattung mr heute augesetzten Veranstaltungen - Doppelkm- zert, p^"^!-.^>EErkau, usw — hatten einen außerordent- lt-h Mten Ersolg schon am Nachmittag hatten liebensimirdige lunge Damen mehrere tausend Rosen und Postkarten — 'EteS Ila A,^l ,e 5- en ~ ballst und dürste den, guter, Zweck eine sebr erhebliche Summe zugeführt tverden können. ^ « Bad-Nauheim. 27. 3uli. Die „Bad-Srandeimer M ttmg brachte dieser !Tage erne Nottz aus Br, bel. ,oouach Sart t IL U T c c ^ ^ 151 Öo ch>t preis angedvten iverden Tche Notrz hawi den Echolg. daß jetzt in der „Bad-Nau^m^ Zeitung" Herr Koch. Hot Hasselheck. mitteilt, was Vilbel könne er «ich. Tre neuen Kartoffeln kosten bei ihm, wie er auch im Anzeigenteil aniundigt, 9 Niark der Zentner Es ist di§ also wiederum ein Fall, daß ein Erzeuger den von Herrn BrtE Mgesetzten So-hstpreis unterbietet. Hoffentlich erwerktdas S§ff^Z allgemeine Nacheperung, denn man sieht, es' ist zu machen — Wetzlar, 27. Juli. Bor einigen Nächten wurde hier ein großer W e r t pa p: e r d i eb st a h l begar^cn, bei dein den Dkbe:: u. a. folgende Papiere in die Hände sielen: für 3600 Mk. Kriegsanleihepapiere, vier Lebensversicherungspolicen über 19 000 Mk eine Unsallsversicheningspolice iiber 40 000 Mk., vier Sparkassenbücher- der Städtischen Sparkasse Wetzlar, Anteilscheine von gemeinnützigen Genossrnschafte,:: ferner Uhren, goldene Uhrketten und andere Wertsachen. Hessen-Nassau. I M a r b u r g , 27. Juli. Unter dem Vorsitze des Königs. Landrats v. Loewensten: ist hier zi:r Bekämpfung d e s u n - anteren Ha,:dels eine Kommission gebildet worden, die be- '"6t ist, gegebenenfalls Eiitscheidungen über die Erte,l:mg unb Entziehung der Erlaubnis zun: Handel mit Lebens- und Futter- Mitteln, sowie zur Untersagung des Handels zu fällen. Als Bet- 'Ger sind bestimmt die Herren Laiidgerichtsrat Geh. Rat Klingen. b:el, Kailfmanir Tromm und 5iaufmann Arnemann. — Kassel, 26. Juli. Nachdem beim hiesigen Bürgermeister 41 r u im e r erst vor einer Woche eine zweifache Brandstiftung verübt wurde, ist jetzt ein größerer E i n b r u ch s d i e b st a h l bei ihm ausgeführt worden. Es liegt zweifellos ein Racheakt vor - Frankfurt a. M., 26. Juli. Das Ergebnis der Frankfurter Bolksspeiide für die d e u l s ch e n K r i e g s - u n d Z i v i l-. g e f a n qeneu beträgt rund 590 000 Mark. .... Hanau, 26. Juli. Bei der Station Laufach auf der Eifenbahnftrecke Würzburg—Frankfurt a. M. fuhr heute morgen e:n Gute rz il g :n d:c Flanke eines anderen. Menschen- leben kamen glücklicherweise nicht zu schaden: der Materialsckwden ist fedoch bedeutend. Ter Unfall hatte eine empfindliche Betriebsstörung z-irr Folge, so daß manche Züge umgeleitet werden mußten Niid erst m:t v:elitündiger Verspätung ans Ziel gelangten. Ter Betrieb ist wieder in vollem Umfange ausgenommen worden. X. Hanau, 26. Juli. Im Alter von 66 Jahren verschied rn ^.angerhuttc der Besitzer des von Arnimschen Eisenwerks „Ma r:enHütte" in Großauheim bei .Hanau und Mitbesitzer des Eisenwerks Tangerhütte, Hauptmann a. T. Kurt von Arnim, Ehren- ritter des Johannfterordeiis. ^ Tl o €T J^ e ^ )c aeö , 26. Juli. Eine aus dem Kreise Hochft vor: Landwirten fehr stark besuchte Versammlung lehnte die ^ordermug der L,reschmaschinenbesitzer auf Erhöhung der x r e) & ) a $i* als ungerechtfertigt ab. Die Ddaschinenbesitzer for- ^rn imter Hrnweis aus 1k Verteuerung der Maschinenöle und Kordeln eine Preiserhöhung gegen das Vorjahr. Zur Regelung der Angelegenheit wurde ein Ausschuß gebildet, der das Landratsamt zu Höchft als Vermittlerin anrufen will, e? * ~ c b e . r s s a, 27. Juli. Schwere Opfer bringt der Beterau Konrad A l l e n d o r f dem Kriege. Von sechs im Felde stehende,: wohnen starben bereits drei den Heldentod. Jetzt wird der vierte Sohn als vermißt gemeldet. — Jn Flörshain sielen alle vier Sohne der Familie Fröhlich. vermischtes. ,, * Wa tu m Feldmarsch all Haig siegen muß. Wenst schon die bisherigen Betrachtungen der Alliierten, aus denen sie die Schlußfolgerung ihres so sehnsüchtig erwarteten Sieges ziehen zu können glauben, häufig ein wenig kindlich anmuten, so muß man den Rekord in dieser Beziehung doch der folgenden Auslass imq der „Nouvelle Reviie" zuerkennen: Wer an einen: Erfolge der englisckfen Offensive zweifelt, schreibt das Blatt, möge erfahren, daß sogar der Name des englischen Oberbefehlshabers Sir Douglas Harg unabweislich auf einen Sieg hiudeutet. Aus den Anfangsbuchstaben des Namens, H-A-I-G, läßt sich nämlich der folgende gliickverheißende Satzbildei:: lle'U Arrive In Oermauv (auf deutsch: eu wird nach Deutschland kommen). Nun also wiffen die Alliierten, warum d:e englischen Trupven, aller Widerstandskraft der Deutschen zum Trotz, siegen muffen! Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher W et verdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 28. Juli ISIS Noch ziemlich heiter, trocken, ivarm. Müller'sche vadeanstatt. W a s s e r w ä r m e der Lahn an: 27. Juli: 16 ° R. Letzte Nachrichten. ©tarfeiOmrg unö Meinhessen. , Darmstadt, 27. Juli, Die 2, Kompagnie I Landsturm. Jnsanterie-Bataillon Tarn,nnd, XVIII,II überwier de,n °and!s aurschim iur die KriegsbelMdiglen-Fürsorge im Großherzoqtum Hessen e:ne Spende von 2000 Mark. a ••s.T?i irm cS
  • t X 26 A" einem Rimdjchveiben an dk ft n P e cm ^ ^ ber BevöKerung umnittelbar m Beim-hvmig Kommen, fordert das Bürgermeisteramt ^e^^ auf, dem Urblikmn gegemiber sich stets eines gemäUgren, z u rüch die Gne!i«m ** i 'Ä£L bl ^ T(,wl rrnd niemals Me Gveiizen der Höflftch^rt zu überschreiten, selbst dann nicht wennder betreffende Besucher infolge der derzeckigxn Verhältnm'e m^^gun^raten sollte - Die m&mm Ä Der König von Bayern in Hamburg. Hamburg, 26. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Heute abend weilte der König von Bai, ern auf der Durchreise einige Stunden iu Haniburg. Die Ankunft erfolgte ki:rz vor 7 Uhr dk Weiterreise um 10 llhr. Das Abendessen nahm der König, knn Einladung des Senats folgend, im Rathause ein. Nach einer Begrüßungsrede des Bürgermeisters Tr. Schröder enviderte der König einige herzliche Worte. Nach den: Essen verweilte der König rn angeregtem Gesprack) mit den Herren, bis die Abreise erfolgte'. Die Lage im Westen. :. Köln, 27. Juli. Der Sonderberichterstatter der „Köln Ztg." int .Hauptquartier drahtet, daß bei der Bescksteßung des Bor - dun vorgelagerten Forts Tavannes bedeutende (Hploswnen in den Werken beobachtet wurden. In Frankreich herrscht eini? wachsende Enttäuschung über die bisherigen Erfolge der englischen Offensive. Wie in die Schweiz aus Paris kommende Reisende mitteilen, ist man entsetzt über die neuen rmerhörteu Blutopfer, welche diese Offensive von Frankreich fordert, über die Ueberfüllung der Lazarette mit Verwundeten im Vergleich zu der Gemngsügigkeit der in vierwöchenllick^em Kampfe errungenen Erfolge. Tie ftanzösische Presse tritt dieser Stimnmng entgegen mit dem Hinweis auf neue große englische Truppenmassen, dk unterwegs zur Front seien. Bemerkenswert ist die zunehnrende Betonung in den englischen Heeresberichten, daß es gelungen sei den deutschen Gegenstößen stand zu halten. Der übergeschnaypte „Matin". Bern, 27. Juli. Ein Leitartikel des ,Matin" handelt von der fiurchtbaren Rechnung, die Deutschland zu bezahlen haben werde, und schließt: Deutschland hat heute nicht mehr aenua Mann,chasten, um dk kommende Züchrigung von sich absuwenden Schon wüten die Vorboten von Aufruhr, vou denen man nirfu (*emm weiß, ob Einsicht oder Hunger sie hervvrgrrufen haben durckf die Vorstädte ferner Gvoßstädte. Tie Dwitschen müssen St’ Aßsie an dem unvermeidlichen Tag ihres Zusamnrenbruches cm-' Rechnung zu bezahlen haben werden. Es steht ifjncn frei an dk Lügen zu glauben, mit denen ihre Beherrscher sie täuschen Tk S^^tU 2 Ü>e üt1 . .7.^' , ■•>» Statt besonderer Anzeige. Aus dem Felde erhielt ich die traurige Mitteilung, daß mein lieber Mann Landwirtschaftslehrer Dr. Josef Franz, Unteroffizier d. L. Reserve-Reg. 118. am 19. Juli 1916 gefallen ist. 5413 In tiefem Schmerz: Mathilde Franz, geh. Barth. Großen-Buseck, 26. Juli 1916. Von Beileidsbezeugungen bitte ich abzusehen. In fremder Erde rnht mein Glück! Mein lieber Mann, kehrst niemals mehr zurück! Ich steh jetzt einsam und verlassen mit den Kindern, Bis wir uns einstens droben wiederfinden! Wiedersehen war seine einzige Hoffnung. Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß mein innigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seiner beiden Kinder, mein treuer Sohn, unser guter Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Krankenträger Philipp Horn Kes.-Infanterie-Regiment Nr. 116, 1. Kompagnie Inhaber des Sanitätskrenzes nach nahezu zweijähriger, treuester Pflichterfüllung im Dienste des Vaterlandes am 20. d. Mts. infolge am 1. JnJi erlittenen schweren Verwundungen im Kriegslazarett den Heldentod gestorben ist. Namens der tief trauernden Hinterbliebenen: Die tiefgebeugte Ehegattin Marie Luise Horn, geb. Stteate nebst beiden Kindern. ölrofc ist der Schmers der uns betroffen, Auf dich, den Gallen und Vater, dürfen mir nicht mehr hoffen. Du ruhst in fremder, kühler Erd', Kehrst niemals inehr zum heimischen Herd. Du kämostest in Feindeslandes An'n, Kannst drum nicht dein herzigcslSöhnlein mehr schau'n. Gottes Wille ist geschehen. Wir hoffen aus ein Wiederseh n. Tieferschüttert erhielt ich die schmerzliche Nachricht, datz mein heißgeliebter, unvergeßlicher Gatte, der lreusorgende Barer seines einzigen Söhnchens, unser guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager Musketier Wilhelm BeWser im Infanterie-Regiment 186, 2. Kompagnie im 32. Lebensjahre, am 16. Juli infolge eitles Brustschusses den Heldentod erlitten hat. In tiefem Schmerz: Anna Katharina Bcrghöscr, geb. Müller, nebst Kind. Familie Konrad Müller. * und alle Angehörigen. Gafe Ernst Ludwig Heute [4794 KÜNSTLER-KONZERT Papier-Bindfaden in allen Stärken, erstklassiges süddeutsches Fabrikat, Ia. gezwirnte Ware von grösster Haltbarkeit, gegen Nässe präpariert, w empfiehlt zum billigsten Tagespreis 2 Asterweg 53 Ludwig Lazarus Fcrnspraci. 503 Treis, den 26. Juli 1916 15409 Sonntag, den 30. 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Rech- ! nung bei Ge- , nossen .... j Darlehn aus ; Schuldschein . | Darlehn ans Hypotheken . ! Wertpapiere. - Noch nicht fällige Güter- kausgelder . . Nückständige Gütcrkauf u. Pachtgelder . i Nückständige Zinsen. . . . Wert des Ge- > schäftsmobili - ars nach Ab- schreibunavon 50 Jt . . . . Rückständ.aus vorig. Jahren Summe der Aktiva.... 15751.34 125184.74 3872 — 73575.— 35000.— 501.— 1158.— 1645.24 150 — 10556.98 in großer Auswahl, noch zu billigen Preisen A. Austerlitz * Gießen Telephon 285 , , Wal n handlnng Frankfurters}!-. II AngebotvonOriginal-AbfülIungen (Schloß abfüll ungen) der Großherzoglich Hessischen Weinbaudomäne selbst ersteigert am 26. Mai 1916. 4W , 1912er Oppenheimer GsUberg pro Flasche M. ZM 1912er Dieahetmer OnktaMuarees pro Flasche M. 2M Steinba-ch und Beuern, den 27. Juli 1916. 010944 Photogr. Apparate grösstes Lager in allen Preislagen sämtliche Bedarfs-Artikel stets vorrätig in der Central-Drogerie,Schulstr. 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