m. \l2 Der Gtetz«er Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen! viermal wöcher.tlich AiehenerHomi ktenbkälter. zweimal wöcl)eiut.r(rei§- hUäfntonKmsGitfrn (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitsragen Fenffprech - Anschlüße: iürbie Schr^tleioz.iaÜ>emVkratie hält an der prinzipielle: -r k ung all er An n c xionen sowie jeder politischen uit wirft chaMrchen Vergewaltigung eines Voltes von irgendeiner Seite denn diese würden nur weitere .Kriege in der Zukunft zur Folg haben. Die Sozialdemokratie erklärt, daß die Verteidigum unseres ^andes,die Sicherung seiner politischen Unversehrt heit und wirft chaftlr che n Enttoicklungssreil-eit das cinzia Kriegs ziel sem müsse. ... fordern die sozialistischen Parteien aller Länder au, bes Friedens zu wirken, damit der fürchterlichen Menschenmorden endlich Einhalt getan wird." Die Herren haben es sich mit ihren Wünschen leich gemacht: gerade die „wirtschaftliche Entwickluugssreiheit Deutjchlands wird Forderungen stellen, die deii 'bisher, aei vrinzkpieNen Anschauungen der Sozialdemokratie entgegen laufeii. ^m „Tag" hat Pros. Hans Delbrück einen Aufsai erscheinen lassen, in dem der Gedanke ausgesprochen wird um die Anbahnung des Friedens zu erleichtern, sei es. zweck unserer Gegner vor den anderen durcl milde Bedingungen zu bevorzugen, und er schlägt vor, da, wir Frankreich und Englaiid ohne wesentliche Kosten durch kommen lassen sollten, da Frankreich sich hinreichend selbs geschwächt habe und gegen England die beste Garantie in dei Unterseebooten vorhanden sei. Man solle sich also vornehin Ah an den Osten halten, um dem Reiche die erforderlicher Entschädigungen zu verschaffen. Der Gedanke ist nicht neu es hat seine zwei Seiten, auch eine schädliche, es auszip- sprechen, daß wir England und Frankreich ganz schonen wollten. Glücklicherweise darf dies nicht als die Absicht der deutschen Regierung angesprochen werden. Wir glauben indessen auch, daß es Zeit wäre, über unsere Hiele uns öffentlich etwas klarer zu werden und daß die „Boss. Ztg." mit ihrem Vorschläge nicht unrecht hat. Sie schreibt unter anderem; „Wir müssen jetzt mehr noch als früher mit der Möglichkeit rechnen, daß bei unseren Feinden eine Stimmung entsteht, die den Znsannnenhang zwischen ihnen lockert und ihnen die Endlosigkeit und Aussichtslosigkeit weiteren Kämpfens vor Augen ftihrt. Dieser Ausblick wird für unsere Gegner um so entmutigender sein, je mehr sie sich davon überzeugen, daß die Mittelmächte entschlossen und fähig sind, weiter zu kämpfen, wenn es notwendig wäre. Und um so eher wird bei ihnen die Neigung aufkeimen, Friedensbedingnngen anzunehmen, die Don uns verständig und Aug formuliert sind." Zum Begriff der Annexionen hält die „Voss. Ztg." der Sozialdemokratie vor, daß er allmählich zu einem gefährlichen Schlagwort geworden sei: „Wir können uns auch für die Zukunft nicht darauf verfassen, daß die Verwerflichkeit natioiialor Haßpolitik eingesehen lvird. Wir müssen uns auf alle Fälle gegen jede Wiederholung von Uebersällen schützen, und daher müssen Zvir es denjenigen, denen die Aufgabe des militärischen Schuhes unserer Unversehrtheit zuf'ällt, völlig überlassen, welche Grenzen sie äts Garantie für die Möglichkeit wirksamen Schutzes fordern. Wir sind überzeugt, daß auch die Sozialdemokratie dahingehende Forderungen, die iiach bedächtiger Erwägung von den Führern unseres Heeres und unserer Marine ausgestellt werden, nicht als Annexionen bezeichnen wird, denen inan sich prinzipiell widersetzeu kann." Das Blatt stellt die Parole aus: Entweder Land oder Geld! Für unsere Schadenersatzansprüche hätten wir wertvollen Psandbesitz rn den von uns besetzten feindlichen Ländern. Zu dem Kapitel voil der wirtschaftlichen Entwicklungsfähigkeit Deiitschlands hält die „Voss. Ztg." mit sehr wir- kungsvotlen Sätzen der Sozialdemokratie das Interesse gerade auch der Arbeiter vor: Wenn keine Fabriken mehr gebaut und neu ausgerüstet, keine Kredite mehr gegeben werden können, so schwindet die deutsche Konkurrenzfähigkeit, und dann ftnden die deutscher Arbeiter keine Beschäftigung. Die Sozialpr.litik muß aushören, und wir müssen mit den Schrecken einer wirtschaftlichen Verwüstung rechnen. An einer vernünftigen Steuerpolitik in der Zukunft, die auch das Kapital schont, sind die deutschen Arbeiter genau so interessiert wie die deutschen Kapitalisten. Man kann grundsätzlich Annexionen ablehnen und wird sie als äußerstes, wenn auch ungewolltes Mittel der Wirtschaft- Ti ch e n Sanierung doch annehmen müssen. Gerade dom Standpunkt der sozialdemokratischen Geschichtsauffassung wird inan den nnrtschastlichen Urgrund des Kampfes Englands gegen Deutschland nicht verkennen dürfen. Es kommt für uns vor allem daraus an, nach dem Kriege die Konkurrenzfähigkeit gerade England gegenüber ausrecht zu erhalten, und wir müssen daher alle Mittel auswenden. uni mit einer nwglichst geringen Schuldenlast aus diesem Kriege hervorzugeben. Nicht sür die Eroberung fremder Länder will der Arbeiter in den Schützengräben sein Blut vergießen. Aber er wird sich dafür bedanken, einen Frieden zu schließen, der das deutsche Erwerbsleben in Fesseln schlägt und ihm zum Dank sür seine Zähigkeit und seine Tapferkeit die Arbeitslosigkeit beschert. Diese Gedanken haben bekanntlich einzelne Führer der Sozialdemokratie selbst offen ausgesprochen und als richtig hrngestellt. Das alte „Prinzip" von der Ablehnung aller Annexionen wird wohl nur pietätvoll als altes Erbstück der Partei vorläufig noch mitgesührt. Der vsterreichisch-uttgarische Tagesbericht. Wien, 24. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 24. Juli 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Auf den Höben iwrdlich des Prislop-SattelS und bei Lobaczewka in W o l h n n i e n wurden russische Angriffe abgeschlagen. In O st g a l i z i e n südlich des Dnjestr wurde das Annühern feindlicher Abteilungen durch Artilleriefener vereitelt. Nördlich des Dnjestr vollftibrtcn unsere Vortruppen mit Erfolg nächtliche Ueberfülle. Italienischer Kriegsschauplatz. Gegen unsere Stellungen südlich des Val Sugana und jene im Raume von Paneveggio und Pellcgrino fetzte der Feind feine heftigen Angriffe ohne jeden Erfolg fort Zn den Morgenstunden gingen mehrere italienische Bataillone von E. Maora entlang des Grenztammes zweimal zum Angriff vor. Jedesmal mußte der Gegner unter den schwersten Verlusten zurnckflüchten. Im Gebiete des Rlonte Zebio scheiterten im Laufe des Vormittags vier Vorstöße. Nachmittags wiederholten die Italiener noch zweimal den Vorstoß gegen den Nordftügel unserer Front: sie nmrden wieder uiitcr den Nrößten Verlusten zurückgeschlagen. Auf den Höhen nördlich und südlich von Paneveggio wurden drei Angriffe abgemie- scn. Während der Nacht brachen noch je ein Angriff gegen Fcdaja und die Höhen südlich Pellegrüno im Feuer zusammen. An der Kärntner und Jsonzoftont keine Ereignisse twn Betanq Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Generatstabs v. Höfer, Fetdmarschallentnam. EreignissezurSee. ^ - Ein Seeflugzeuggeschwader hat heute nacht die militärischen Objekte von San Giorgio die Nogara. Gorgo—Mon- falcone sehr wirkungsvoll mit schweren, leichten und Brandbomben belegt. Mehrere starke Brände wurden beobachtet. Trotz heftigster Beschießung kehrten alle Flugzeuge unversehrt zurück. Flo ttenkommando. Der Kaiser im Osten. Berlin, 24. Juli. (WTB. Amtlich.) Der Kaiser hat sich vom westlichen aus den östlichen Kriegsschauplatz begeben. In seiner Begleitung befindet sich der Eber des Gencralstabes des Feldheeres. Die parlamentarische Kontrolle in Frankreich. Paris, 24. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Die Kammer besprach heute die Vorschläge über die parlamentarische Kontrolle der Armee. Nach einer kurzen Rede Briands nahm die Kammer einen Vorschlag des Vorsitzenden des Heeresausschusses der Kammer an, alle Vorschläge diesem Ausschuß zu überweisen. Englands Kriegsausgaben. London, 24. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. A s q n i t h legte eine Kreditforderung über 450 Millionen Pfund Sterling vor, womit die Kriegskredite seit dem Beginn des Krieges 2832 Millionen Pfund Sterling betragen. Die Erhöhung der täglichen Kriegskosten auf 0 0 50000 Pfund Sterling sei im wesentlichen aus die Ausgaben für Armee, Flotte und Munition zurückzuführen. Die Ausgaben für die Flotte hielten sich aus der früheren Höhe und eine beträchtliche Erhöhung sei in der nächsten Zukunft nicht zu erwarten. Die Ausgaben für die Armee hätten ihren Höhepunkt im November 1915 erreicht, würden aber im Juli 1916 wohl noch höher steigen und diesen Stand in der nächsten Zukunft beibehalten, wenn nicht eine große Veränderung in der Politik DoucjcKommen würde. Die Ausgaben für Munition hatten einen Höhcpurtft erreicht und würden vielleicht noch 'hoher steigen. Tie Darlehen an die Verbündeten und Dominions betrügen im täglichen Durchschnitt 132 000 Pfund Sterling und vom 1. April bis 22. Juli 157 Millionen Pfund Sterl Dev englische Bericht. London, 23. Juli. (WTB.) Amtlich wird gemeldet: Bericht des Generals Haig: Die Schlacht slanrmtc heute längs der ganzen deutschen Front von Pozieres bis G u i l l e m v n t wieder auf urrd erreichte einen Grad äußerster Heftigkeit. In einem heftigen Gefecht kam es bei dem Dorfe Pozieres, wo die Deutschen mit vielen Maschinen- gewchreir verzweifelten Widerstand teilten. Es ist noch kein entscheidender > Erfolg gemeteet. Heute sriih eroberten wir ganz Longueval zurück, aber der Feind gewann den Nordwestteil des Dorfes abcnnals. In ähnlicher Weise wechselte der Dorffaum von Guillemoirt zweimal den Besitzer. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 23. Juli. (WTB.) Bettcht des Hauv/-« guartiers: An der Jrakfrvnt griff im Euphratabschnitt einer uitr* rer Mcmilore heftig zwei feindliche Mvniwre an und rief auf erne!^ eine Fcuersbrunst hervor. Unsere Freiwilligen gaben vom Uier aus Feuer und töteten einige Mpnn der Besatzung. Die seindlrck)en Monitarc mußten den Rückzug antreten. * An der persischen Front im Abschnitt von .^ermanschap ist die Lage unverändert, llnsere Abteiluirgen und FreiwiUigen vertrieben durch kraftvolle Angriffe russische Streitkräste in der Gegend von Bane gegen Osten. Unsere Trirpyen stießen 35 Kilometer östlich von Revanduz 8 Kilometer diesseits der Grenze auf russische Naästntten, nahmen sie unter ein heftiges Feuer und brachten ihnen ernstliche Verluste bei. Um die Flucht zu erleichtern, warf der Feind ans der Straße Bekleidungsstücke, Munition und andere Dinge fort. Vom Kaukasus und den mlderen Fronten keine wichtige Meldung. Der Kreuzer „M i d ill i" traf am 22. Juli südlich Seba st o - pol auf starke feindliche Seestteitkräftc. Da man der „Midilli" den Weg abzuschneiden versuchte, nmßte sic sich vier Stunden lang aus einen K a nt v f gegen ein neues russisches Lrchip vom Tvp „Kaiserin Marie" und vier Torpedobootszerstörer. ebensaUs neuer Bauart, einlassen. Trotz des Angriffs und trotzdem die feindlichen Schisse unaufhörlich Verstärkungen herbeiriefen, durchbrach die „Midilli" dank der GeschicMchkeit ihres Führers die feindliche Einkreisung und k e h r 1e unversehrt zurück, -lus Griechenland. Bern, 24. Juli. (WTB.> Der „Tentps" betuchtet aus Athen: Der griechische Kriegs m i n i ft e r hat den General Moschopulos ans Salonik nach Athen berufen, um mit ihm 5ie militärische Lage in Mazedonien zu beraten. Der Seekrieg. Die deutschen Handelsunterseeboote. Berlin. 24. Juli. «Priv. Tel., Der „Berliner Lokaianz" bringt eine bisher unbestäkigte Meldung der ..Basier O^rchttcisten" aus London, dcrzusolge ein zweites deutsches Handels- ll B o o r im Long Island Sund, o st l i ch v o n N e w B r» r k a n - g c k o m in c n sein soll. Das Unterseeboot sei im Dock van Bridgeport ^Eonncctieut) verankert. Ferner läßt sich der' „Berliner Lokalanz." arrs dem Haag to- riästen: „D^ily Clwonicle" meldet aus New Port: am 20. Juli bei Tagesanbruch- war die „Deutschland" oenä^vunden. Bran konnte vom User nicht feststelten, oo lediglich die Bftrsten und das Periskop niedergeholl nmrden oder ob des U-Bvaft bereits a1>gegan« gen war. Man berichtet, daß dre Krregsictmfe der Entente 50 Meilen vor dem Hafen Netze auslegen. Berlin, 25. Juli Wad] einer Meldung des „Berttner Lokalanz." aus freut Haag inserieren die Agenten der Ozea.n- lSchiffahrtsgesellschaft, der das Handels-U-Boot ^Deutschland^ gehört, wie die ..Wirreles-Presse" meldet, daß^man Kabinen für die Reise nach Nord- und Süd- Amerika auf dem U-Boot mieten könne. Der Preis der Kabinen für eine Reife von Amerika mich Europa betragt 2000 Dollars. Wie die „Wirrei es-Preß" weiter meldet, werden noch 3 0 Handels -U-Boote, zum Teil von größerem Umfange, bald vollendet sein. London, 24. Juli. WTB.) Die „Times" meldet aus Washington: Die Alliierten baden wegen der „Deutschland" nicht protestiert, aber der cngli'ckze und französische Botschafter weisen die Regierung beständig auf Verlegenheiten hin, die den Vereinigten Slaateit erwachsen, wenn sie die „Deutschland" als ein Handelsschiff anerkennen. * London, 24. Juli. >WTB. Lloyds meÜ>et aus Tyne- mouth vom 22. Juli: Das dänische ^Motorfahrzeug „Semsoc" Würbe von einem deutschen Tauchboot mit Granaten beschossen und voll Wasser in den Tyne geschleppt. Die Mannschaft wurde genett« Das nonvegische Segelschiff, „B a m s" und die schwedischen Segelschiffe „J uno" und ,^J d'a" sind, wie berichtet wird, in Brmrd gesteckt und g e f u n f e n. (Die Meldung ist schon der Fassung nackt mit Vorbehalt aufznuehmen. Die Dampfer werden sicherlich Bannware an Bord gehabt haben. D. Red. Kopenhagen. 24. Juli . (WTB.) Der dänische /Dampfer „Citc" wurde mit roher Vapiernrasse gestern im Sund von einem deutschen Kriegschiss aufgebracht und südwärts geführt Deutsche Torpedoboote nahe der Themsemündung im Gefecht. Berlin. 24. Juli. (WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 22. zum 23.Juli unternahmen deutsche Torpedoboote von Flandern aus einen Vorstoß dis nahe der Tbemsemündung. ohne dort feindliche Scestrcitkräste anzutrcfsen. Auf der Rückkehr stießen sic am 23. Juli morgens auf m e h r e r e e n g l i s ch c k l e i n e K r e u z e r der Aurora- Klasse und Torpedobootszerstörer. Es entspann sich ein k u r z c s A r t i l l c r i e g e f c ch t. im Verlaufe dessen Treffer- wirkung auf die Gegner erzielt wurde. Unsere Torpedoboote sind unbeschädigt in ihren Stützpunkt zurückgekehrt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Uriegsbriese aus dem Osten. Telegramm unseres zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Dir Lage im wolhynischen Kampfgebiet. K o w e l, am 22. Juli 1916. Am 24. Juni sah ich die tapferen niedersächsischen Regimenter. , die 'mit ihrem aufopfernden und heldenmütigen Stoß die von Südwesten gegen Kowel prallenden Russen zurückgeworfen und ansgehalten hatten, im schweren Kamps die Linie vor Zubilno-Caturoy erreichen Schnfteriger wurde das Gelände, zäher der Widerstand der Muffen, tue immer neue Divisionen in den Aampnauin warfen. -Das Hauptziel, den russischen Stoß im Gegenstoß abzufangen, war verreicht —. auch der Angriffskraft deutscher Truppen sind Grenzen gezogen. Inzwischen begannen die russischen Angriffe gegen die Hindenburgfront. — Der groß angelegte mit unerhörten Opfern dnrchgetülwte Versuch der russischen Heeresleitung, überall die Truppen an der deutschen Ostttcmt durch eine in diesen^ Stile bisher nicht gekannten Beschäitignngsossensive an ihre Stellungen zu nageln —, es kamen die Angriffe, die Baranowitschi gleichzeitig mit Kowel e^wingen sollten. In diesen drei Wochen machte die freutfche Heerführung von der Fläche Gebrauch.: es begannen Bewegungen. die die Front in Wolhynien gleich einem Gummiband znrückzogen und v^rprallten, wie es der erste Druck der Lage gerade erfordern Aus Gelände kam es nickss an. der wolhynische Sumpf ist wertlos. Es kam — nur —e noch fräs grauen* volle Schlachtfeld voller toter und sterbender Pferde und niedergesunkener Kosaken und Husaren. In noch größerem Maßstabe Nürüden diesmal zwei Kavalleriefripifronen, die Trrrnsamur-Ko- i'akendivisiön und eine kombinierte Division bei Gubin geopfert. Die beiden Divisionen brausten mit großer Tapferkeit heran, sie wurden von den Maschinengewehren einfach niedergenräht. Hunderte von herrenlosen Pferden rasten über das Schlachtfeld. Die beiden Kavalleriedivisionsstäbe fanden wohl zunächst die Ueberbleibsel ihrer zersprengten Regimenter überhaupt nicht und hatten Mühe, die Reste in deu nächstten Tagen zu sammeln. Die russische.Meldung, daß dieses tapfere aber sinnlose Unternehmen tausende von Gefangenen gebracht hätte, hatte denselben Wert wie die russische Meldung von der Einnahme von Pinsk. Der Angriff der deutschösterreichisch-ungarischen Gruppe erreicht schließlich die Gegend von Michcnlowka. Inzwischen hatten die Russen, denM ja die ausgezeichneten! Eisenbaimknoteripunkte Rowno—Szarny—Suninez zur Verfügung stehen, neue Kräfte über Rown-o gegen den vorfpringenden ^Styr- bogeu herangesührt. Ihr Hauptangrifs richtete sich aus die Strecke zwischen Kolki und Gruciatyn, gleichzeftig gegen. Kosttuchno wka, um den Bogen von zwei Seiten einzudrückwl. Am 5. Juli begann an beiden Stellen der russische Angriff mit großer Wucht. Im Anfang wurden die russischen Sturmkolonnen unter sehr schweren Verlusten abgeschlagen, als aber immer neue Massen gegen die Linie geworfen wurden, gelang der Einbruchs westlich Kolki. Durch den Entsatz deutscher Truppen wurde ein weiteres Vordringen aber angehalten. Nördlich .Kosttnchnowka wurden die Angriffe dank frer „aufopfernden" Tapferkeit der polnischen Legion, die der Heeresbericht hervovhebt, wiederholt abgeschlagen. Am 6. Juli mußten auch die Polen dem dNaffendruck nachgeben. Jetzt kam der Mgenblick. da man von der in langer Arbeit ausgebauten Stockad-Linie Gebrauch nlachte. Man wollte Blut und Truppen in diesem Zeitpunkt übergroßen Druckes sparen, die ganze Linie, auch die seit dental. Juli überhaupt nicht angegriffenen Teile, wurde hinter den Ltvchod zurückgeschwenkt. eine Bewegung, dü fast unbehelligt durchgeiübrl wurde. Gleichzeitig wurde auch im Süden bte Linu in flachen Bogen gezogen, die keine vor- sprpigenfre Nase mchr bot (bei Werben-, jo daß auch ber Bereszcko eine große Front im Raume hinter der Lipo, erreicht wurde — Die Russen gaben nach dem Durchbruch der Türkei lauen bei Kolki ihrer Kavallerie Anweisungen, die das Vorhandensein der ausgebauten verdrahteten ^toäwdstellung nicht zu kennen schienen. Nicht so tollkühn wie ihre Anweisungen war ihr ?dichrücken. das vorsichtig und zögernd erfolgte, so daß ihnen keinerlei Vkaterial.' in di' Hände siel. Ein trostloses Stück Sumpftand, dessen Dörfer schon in den Kämpfen im vorigen Herbst in Flammen aufgegangen waren, blieb ihr Gewinn. Als die Russen gegen die Stochod-Stellung, deren Ausbau sie zu verblüffen schien — vor führten, war ber Stochod selbst noch kein Hindernis, ein schmales Gewässer, das man M Fuß durchschreiten konnte. Inzwischen nach einer Woche, die fast jeden Tag wolkenbruchartige Regengüsse brachte, ist das ganze wolhynische Flußsystem hoch angeschwollen. Das Sumpfgelnet hat wieder seinen eigentlichen Charakter bekommen. Alle Angriffe gegen die neue Linie hatten keinen Erfolg. Der schnelle Durchstoß aus Kowel, den die.Russen als Erfolg ihrer letzten schweren Opfer erhofften, steht an der Stochod-Stellung, und südwestlich Luck wurde am 19. Juli die Linie in die günstige Lage Terszkaowiec—Julfzavow wieder vorgeschoben. Rolf Brandt, .Kriegsberichterstatter. Au§ dem Reiche. B e r l i n , 24. Juli. (WTB. Amtlich.) In Anerkennung der Belastung, die durch hohe Frühkartoffelpreise für die minder bemittelte Be vH l k e r u n g leicht entstehen kann, hat sich das Reich bereit erklärt, den Gemeinden, die diese Kartoffeln den Minderbemittelten und Kriegsangehörigen zum Kleinhandelspreise von 9 Pfg. für das Pfund zugänglich machen, ein Drittel des sich hieraus ergebenden Schadens zu erstatten, falls die übrigen beiden Drittel von den Bundesstaaten und Gemeinden zu gleichen Anteilen getragen werden. Berlin, 24. Juli. (WTB) In einer am 22. Juli im Hotel Adlon in Berlin veranstalteten Versammlung,, an der erste Firmen des Handels und der' Industrie tetlnahmen, wurde ein Handelsauskunstsverb and ins Leben gerufen. Der Verband bezweckt die Erteilung von Kreditaus- künften, sowie Informationen banfrelswirtschaftlicher Art aus gemeinnütziger Grundlage an seine Mitglieder, die sich aus Kreisen der Finanzwirtschiast, des Handels, der Industrie, der Schisfahrt, des Bergbaues und der Landwirtschaft zusammensetzen. Präsident des Verbandes ist der Wirtliche Legationsrat Dr. Gerlich, Hauptsitz des Handels- Auskunftsverbandes (H.-A.-B.) zunächst Hamburg, Levantehaus. Dresden, 24. Juli. (WTB.) Die „Dresd. Nachr." melden: Der Reichstagsabgeordnete und Hauptschristleiter der „Deutschen Tageszeitung" Tr. Oertel ist gestern abend in Spechtshausen bei Tharandt an einem Herzschlag plötzlich 1 ßrftorben. Dr. Oertel hat ein Alter von 60, Jahren erreicht. Geboren am 27. März 1856 in Großdölzig bei Leipzig, evangelisch-lutherisch. kam er aus dem Lehrberuf in die politische Journalistik. Bon 1880 bis 1894 wirkte er als Oberlehrer am Realgvinnasium in Leipzig, um 1894 die Schriftleitung der agrarischen Deutschen Tageszeitung in Berlin zu übernehmen. Durch viele Flugschriften suchte er dem konservativen Gedanken als Weltanschauung.und der Landwirtschaft auch in der politischen Vertretung unseres Volkes erhöhtes Gewicht zu verschaffen. Im Reichstag vertrat er anfangs den 2. sächsischen Wahlkreis Freiberg, später Nams- lau-Brieg in Schlesien Aus Stadt rind Land. Gießen. 25. Juli 1916. Ausgabe von Seife. Die A u s s ü h r u n g s b e ft i m m u n g e it zur Verordnung über Den Verkehr mit Setfc, S eisenpulver und anderen fetthaltigen Woschmitteln enthalten u. a. folgende wi tätige Bestimm'.mgen: _ Feinseife und Seifen Pulver müssen auf den Stücken bezw aus den Packungen den Ausdruck K.-A.-S eise lind, K.--A.--S eisen- Pulver tragen. Der Ausdruck ist vom Hersteller vor der Weitergabe anznbringen. Die an eme Person in einem Monat abgegebene Menge darf 50 Gramm Feinseife Toiletteieiie. Kernseife und Rasierseise sowie 250 Gramm Seisenvulver nicht übersteigen. Bei Feinseifen, die vom Hersteller in Umhüllungen in Verkehr gebracht werden mit Ausnahme bf* K.-A.-Seife, ist das unter Einschluß der Umhüllung festgestellte Gewicht maßgebend. Bleibt der Beziug einer Person in einem Monat unter der zugelassenen Höchstmenge, so wächst der M inderbeirag der Höchstmenge des nächsten Monats nicht zu. Dagegen ist der Boransbezug für zwei Monate gestattet. Dü Abgabe von Schmierseife ist verboten. Die Abgabe von Feinseife und Seisenpulver darf nur. gegeu Ablieierung des für den lausenden oder nächstfolgenden Monat gültigen, das abzugebende Waschmittel bezeichnenden Abschnitts der von der zuständigen Ortsbehörde auszugebenden S e i f c it f a r t e erfolgen. Diese gilt an allen Orten des Reiches. Auf Antrag werden für Aerzte usw., Krankenhäuser. ie bis zu vier Zusatzseisenkartetl, für Grubenarbeiter, vor dem' Feuer oder mit der Kohlenbe- schästigung ständig beschäftigt« Arbeiter und für Schornsteinfeger je bis zu zwei Zusatz seifenkarten und für .Kruder bis 18 Monaten je eine Ziffatzscifenkarte ausgegeben. Bei Abgabe im Kleinhandel an den Selbswerbraucher dürfen die Preise in P a ck u n g oder lose bei K.-A.-S eise für ein Stück von 50 Okamnt 20 Pfennige, von 100 Gramm 40 Pfennige und bei K-A.-S e i s e n pu l v e r für je 250 Gramm 30 Pfennige nicht überschreiten, wobei geringere Mengen Seifen- pulver entsprechend geringer zu berechnen sind. Borstehchde Preist sind .Höchstpreist ftn Sinne des Gesetzes. Diese Bestimmungen treten am 1. August in Kraft nrit der Maßgabe, daß im August ^an Stelle der 250 Gramm Seifenpulver die gleiche Menge Schmierseife abgegeben werden darf. (WTB.) m ** Amtliche Personalnachrichten. Der Groß- Herzog hat am 22. Juli den Staatsanwälten am Landgericht der Provinz Rheinl>esstn Karl Sch uh mann, zurzeit im Felde, Ro- lbert La nz und Dr. Maximilian M ü n zen ber ger, zurzeit im Felde, den Rang eines Landgerichisrats verliehen. — Der Groß- Herzog hat am 22. Juli dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Oppenhetm Hermann von Bechtold. dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß-Gerau Dr. Franz Bittet, zurzeit im Felde, dem Amtsrichler bei dem Amtsgericht Langen Wilhelm Jockel und dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Ortenderg Hermann A l l w o hn den Charakter als Amtsgerichtsrat erteilt. ** (Hießen er Freilichtbühne. Den ersten blau- überwölbten Soinmersonntag hatte die Freilichtbühne benutzt, um mit der zweiten' Einstudierung dieses Jahres hervorzutteten. Das Programm kündigte an: UnterBrü- dern, Lustspiel in einem Aufzug von Paul Heyse, uaifr Der grüne Domino, Lustspiel in einem Aufzuge von Theodor Körner. Unter Brüdern ist ein kleines heumttoses Bühnenwerkcben, gewichtslos und anspruchslos Ein Mädchen, das unter der Vormundschaft von drei Brüdern steht, einem mathematischen, einem naturwissenschastlichen und einem geistlichen Vormund, versteht es, mit ihrem Mutter- Nfttz die l)od)flm , i]en Vormünder nach ihrem Witten zu dirigieren Clara, die gezwungen weroen soll, ihrem Heimlichen Verlobten zu entsagen, zwingt die Brüder durch geschicktes Ausspielen des Einen beim Andern, das Ntündel um ihrer eigenen Liebesseligkeit willen zu bitten, den Mann zu nehmen, den sie ihm vorenthalten wollten Da Clara auch das erreicht hat, ist sie klug genug, ihr Spiel nicht weiter zu treiben, das mit dreifacher Verlobung schon genug Verwirrung in den Herzen und .Köpfen ihrer Familienmitglieder angerichtet hat. Die Rolle'der Elara führte mit natürlicher Frische und glücklichem Temperament Agnes Vetters durch, wobei ihr An matte S ie vers als anmutigeCouftne Toni behilflich war. Bon den drei Brüdern war Karl Rotteck voll unverwüstlichen Humors, Karl Höcker voll unwiderstehlicher Komik in seiner weltfremden Heiligkeit, Ludwig Krämer voll mathematischer Trockenheit. Heinz Schmidt entledigte sich der Rolle des Regierungsbauinspektors Winzer mit gutem Geschick. Der grüne Domino von Theodor Körner ist inhaltlich als bekannt vorauszusetzen. Des kleinen Rokokoschäfersvieles hatten sich die Damen Theresa Mulch und Elsa Kutzner angenommen. Sie wurden beide dem Charakter des Vorspieles vollkommen gerecht, zumal Frl. Kutzner in der Verkleidung als junger Herr. Jedenfalls hatte die Freilichtbühne mit den beiden Werkchen, für die wiederum Karl R o t t e ck als verantwortlicher Spielleiter zeichnete, einen großen Beifallserfolg, der wohl die Veranlassung sein wird, die Aufführung in den nächsten Tagen zu wiederholen. Näheres mird noch bekannt- gegeben werden. ** Die Vers or gung mit Frühkar toffeln Ti Versorgung der Einwohner der Stadt Gießen mtt Frühkartoffeln ist folgenden Händlern überttagen: 1. Hankel, Neuen-Bäne Nr. 7. 2. Lob sack, Hinter der West-Anlage Nr. 5, 3. Ro s e n b a u m, Emanuel, Walltorsttaßc Nr. 73, 4. Rumpf, Zozelsaaffe. 5. Weisel, Sonnensttaßc Nr. 6. An'jeder Karkoffel-Verkaufsstelle sind die jeweils geltenden Verkaufspreise durch Aushang sichtlich zu machen. Die Kar- koffelhändler sind verpflichtet, Kartoffeln, soweit Vorrat vorhanden ist, gegen Vorlage der Brvtmarkenausweis- karte und Barzahlung abzugeben. Es dürfen wöchentlich nicht mehr als 7 Pfund für deu Kops abgegeben werden. Die abgegebene Menge ist auf der Karte unter Angabe des Datums einzutragen. ** Gut Deutsch bei den Eisenbahnern. Die preußisch-hessischen Eisenbahndirektionen haben allen ihren unterstellten Dienststellen ein Berdeutsä-ungsheft des Allgemeinen deutschen Sprachvereins zum Gebrauch im dienstlichen Verkehr überwiesen. In der dazu ergangenen Verfügung wird die Vermeidung der vielen bisher üblichen „Eisenbahn-Fremdwörter" untersagt und die Anwendung deutscher Wort formen nach dem Berdeutschungsheft angeordnet " Ausstellung für Kriegsbeschädigtenfürsorge. Die von dem'Kreis- und Ortsausschuß für die Kriegs- beschädlgtensürsorge int Gewerbehause veranstaltere Ausstellung voll Werkstänenarbeiten und UnterrichtS-Ergebnisten wurde bis setzt von über 100 Personen besucht. Auch der Verkauf war recht destiedigend. Die Ausstellung ist in den letzten Tagen dnrch inehrere, namentlich knnstgewerbliche Arbeiten bereichert worden Ta sie voraussichtlich nur noch diese Woche geöffnet sein wird, ist ein Besuch dringend zu empfehlen. ** Entarkungserscheinungen des Ro ggeuS. Der Landwirtschaftliche Verein ftlr die Provinz Oberhesien schreibt uns: Es ist in diesem Jahre aus folgende Weffe die Beobachttinq zu machen, daß der Roggen an sehr vielen Stellen stark in seinen Formen zurückgegangen ist. Kleine verkrüppelte Aehrcn trelen an sehr vielen Stellen in großem Umfange aus. Da die Hochhaltung unserer Rogqenetträge im Interesse der BvlkSernährung un bedingt notwendig ist, so wird allen Landwirten, deren Roggen diese Entattungserscheinungen zeigt, dringend ans Herz gelegt, sich neues Saatgut von bcwähtten Sotten zu beschaffen, z. B. Petkuser, Alt-Palcschkener-Stauten-Roggen, Heines-Zeelän- der und Psälzer-Landroggen, das wohl ans den hessischen Saat - baustellen erhältlich ist. Dott, wo es den Landwirten nicht nwglich ist, guten Saatroggen zu beschaffen, ist der Landwirtschaftliche Verein für die Provinz Oberheffen bereit, die Beschaffung zu übernehmen. ** Butterpapier nicht mitwicgen? Die Geringfügigkeit der Fettmenge, die den Verbrauchern jetzt mrr noch gewährt ist, imb die vielen Klagen, daß das schwere Einwickelpapler in gar keinem Verhältnis mehr zu der gelieferten geringen Butter- inenge steht, haben dein Magistrat Berlin Veranlaffung zu der Verordnung gegeben, daß Speisefett nur noch nach Nettogsrnckt verkauft werden darf. Die Besttminung lautet: „Die durch Be kanntniachung der Biitterversorgungsstellc Gvoß-Berlin sestgesetziet! Wochenmengen an Speisefetten smd im Kleinhandel nach Nettogewicht abzugeben. Vergütungen für Ber Pak- fiutfl >Einwickelpapier und dergleichen> sind unzulässig. Zuwiderhandlungen werden mtt Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mark bestraft." ** Sieben Mark für den Zentner Brennesseln zahlt die Gemeinnützige Nesselsaser-Verwettungs-Esefellschast m b. H. Berlin W. 66, die aui Veranlaffung des Kriegsnunisteriums gebildet worden ist. Die Stengel müssen von den Blättern befreit und sorgfälltig getrocknet sein. Da die Sammlung der Stengel zur Vermehrung unserer Faserstoffe dienen soll, so liegt die weitgehende Unterstützung der genannten Gesellschaft im pater ländischen Interesse. Die abgetrennten Blätter bilden ein gutes Viehfutter. ''Schutz der Ringelnatter. Die schon gezeichnete Ringelnatter, die sich um diese Zeit vielfach zeigt, wird von vielen Leuten für die giftige Kreuzotter gehalten. Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß Ringelnattern sehr nützliche Tiere sind und viel Ungeziefer vertilgen. Kreuzottern haben sich, soviel bekannt ist, in den letzten Jahren in der nächsten Umgegend nicht gezeigt. * Protestfri'st für Wechsel in Elsaß- Lothringen. Nachdem der Bundesrat durch Bekanntmachung vom 13. Juli bestimmt hat. daß die Protesffrist für Wechsel, die in Elfaß-Lothringen zahlbar sind, frühestens mit dein 31. Oktober 1916 statt mit dem 31. Juli 1916 abläust, ist die Postordnung vom 20. März 1900 entsprechend geändett worden Danach werden die P o st p r o t e st a u f t r ä q c mit Wechseln, die in diesem Gebiete zahlbar find und deren Zahlungstag in die Zeit vom 30. Juli 1914 bis einschließlich 28. Oktober 1916 fällt, am 31. Oktober. 1916 nochmals zur Zahlung vorgezeigt werden **Da§ heutige Kr cisblatt enthält Bekanntmachungen über Hafer aus der Ernte 1916, über die Festsetzungen der Höchstpreise sürKartoffelu und die P r e i s st e l l u n g für deu Weiterverkauf, Oelgeiviunung aus Walnußkernen. Vermittlung von Rapssaatgut an die Landwirte der Provinz Ober besten, Verkehr mit Web-, Wirk- und Strickwaren sür die bürgerliche Bevölkerimg, Anbau und Düngungsversuche mit Raps, Wiuter- weizeu und Wintergerste, Fernyaltung unzuverlässiger Personen vom Handel und Gesuche von Larrdwirten um Ueber>veisung von Mannschaften zur Hilfeleistung in der Landwirtschaft. " Die D i e b s e u ch e n . i n beiden Hessen. Nach der Statistik vom 15. Juli ist die Maul- und Klauenseuche im Regierungsbezirk Kassel völlig erloschen. Im 8ieqiertlngsbezirk Wies- baden yerrscht sie nur noch in einer Gemeinde in acht Gebösten. Auch daß Großherzogtum Hessen ist jetzt völlig von dieser Seuche befreit. Die Schweineseuche herrsch! dagegen im Regierungsbezirk Kassel noch in 58 Geholten, meldbe sich aus 39 Gemeinden in elf Kreisen verteilen. Im Grobherzogtum Hessen herrscht dir Schweme- seuchc m den Proviuzeu Ober Hessen und Starkenburg in 2b Gehöften, welche sich auf 9 Gemeinden in drei Kreisen verteilen. Provinz Rheinhessen ist seuchenfre». Landkreis Gietzen n Allendors a. d Lda.. 24. Juli. Die Bolkssperche für tu Gefangenen ergab tner 215 Mark — Dem Wehrmaun Heinrich Mas'. Nnteromzier im Jnf.-Regt. 186. wiirde die Hessische Talferkerlsntebaillc verliehen imb dem Bader nebst der- Mftteftuiig, dar. sein Sahn seit dem 2. Juli vermehr sei, von dem .Kvnrpagnft. ftldivebel wgc'midl. Dieser Tage mm schrieb der Kaufmann. Arnold Isen borg, Sohn des israst. Lehrers dahier, der deiu- selben Regiment anFeyörte und ebenfalls vermißt wurde, aus Su-ottrmid. daß er mit Wolf sich in englischer Gefangenschaft be- finde. — Johannes Lettner und Friedrich Bcnncr, zwei rn * einer Komvagnie dienende Brüder, wurden kürzlich an einem Tage gleichzeitig verlvmrdet. Konrad Mank, der im November 1915 in französische KricgSgesangensck)ast geriet, kam vor kurzen: aus Südsrankreich in ein Genesmrgsheim in der Schweiz. Kreis Büdingen. y. Borsdorf, 25. JuU Dem Landwirt Pfeffer- von hier, der nach der letzten K a r t o f s e l a u f n a h m e etwa 14 Zeittner mebr Kartdsseln besah, als ilM nach den gesetzlichen BestiiNmungen belassen weiden komtten. aber diese nicht freiwillig ab geben tvollte, wurde die genannte Menge enteignet. Nun ^erhielt er ftir den Doppelzentner statt 11,50 Mark :rur 6,40 Mark , und nmhte die Kartoffeln noch der ihm angegebenen Geincinde ' Kohden mit seinen: Fulwiverk bringen. Kreis Alsfeld. oL. Leusel. 25. Juli. Die L o l k s s p e n d e sür unsere Llrregs- und Zivilgesangencn in Feindesland ergab hier den schönen Betrag von 186 Mark. Kreis Lautcrbach. ri Sickendorf, 34. Juli. Tie vom „Gieß. Anz." vorcillg gebrachte Nachricht, dah die Großherzogin in der letzten Woche junser Lazarett besucht habe, entspricht leider nicht den Tatsachen. Der Besuch war wohl geplant, mußte aber eines kleinen Aulo- ßchadens »aegcn aufgegeben werden. Aus diesem (hrnnde muhte nufere Landessürstin auch ihren Aufenthalt in Lauterbach ans ein jMindestmah beschränken. ri. H o psmanmss eld, 24. Juli. Bei herrlichem Sommer- imatter fand lästern hier das von nah und fern gut besuchte Mi s s i o ns s e st des Dekanates Lanierbach statt. In der blnmen- geschmückten Kirche fand ein von ?Nissivnar Gscll geleiteter Aestgottrsdienst statt. Daraus imtrde in der Pfarrhosreite. die ^ren hergerichtet ist, eine Nachdersaiumlung gehalten. Hier hielten die Missimrare Gr oh und Gsell Ansprachen, die von Gesängen umrahmt waren. Voraus ging ein Begrün» ngswort des Orts geistlichen Pfarrers Ger ich. Gin Schlußwort des Dekans Müller von Lanterbach beendigte das Fest. Dah auch :n der Kriegszett die an manchem Orten leider mrterbtrebene Veraw- -sialümg solcher Feste möglich ist, hat der gute Besuch des Festes g.azeigt. Me Saminlimg ftir die Heidemntission brachte 145 Mark. ü. Moos-er-Grund, 25. Juli. Auswärtige i.Go- ithaer) Firmen senden ihre Reisenden hier von Laden zu Lätzen und l aif*f e u sämtliche Stoffe, S t o f f r e st e und andere Artikel aufkausen. Wäre es da im Interesse der kaufenden Landbevölkerung nicht dringend nötig, daß hier ein Halt! geboten würde. Kommen diese Artikel ans den Händen der Großhändler nneder aufs Dorf zurück, so sind die Preise sicher um 50—100 Prozent gestiegen. Kreis Schotten. 8a. Schotten, 24. Juli. Den: Feldwebel Julius L: pperl ' vom Kaiser-Franz-Regrment in Berlin wurde vom Kaper das Eiserne Kreuz verliehen. Kreis Friedberg. — Friedberg, 25. Juli. Ms Schreckmittel gib: die Polizei heute eine Reihe von Personen namentlich der Oesfenttichkeit begannt, t*e bei FeÜ»- und Gartendiebstählen oder beim Hamstern cm\ frischer Tat ertappt wurden. Unter den Hamsterern befindet fiel auch ein Frarcksirrter Lehrer a. D., der unter Vorspiegelung' falscher Tatsachen in mehreren Metzgerläden Fleisch- uird Wurst- waren ein gekauft und dieses Manöver schon mehrere Wochen hin durch mit Erfolg ausyeübt batte. Men Droben und Hamsterern wurden die Warendeschlagiiahmt Außerdem Samen sie zur Anzeige. oa. Fri edb erg, 25. Juli. Unterofftzier der Reserve Wilh. Hachenberger beim Armiert rngsbataillon 116, der im vorigen Jahre Nim Urttevofftzier befördert wurde, erhielt das Eiserne Kreuz.. oa. Friedberg, 25. Juli. Den Heldentod fürs Vaterland starb Hauptmann Paul Trapp Bei Ansbruch des Krieges m Äbessynien bei der deutschen Gesandtschaft gelang es ihm, necht- zeittg zirrückzuAornmen, um mit seinem Regiment an den Kämpfen in Frankreich teilzunehmen. Hier wurde er schwer verwundet. .Kaum wieder her gestellt, ging er aufs neue hinaus, icm am Kampfe teilznnehmen. In den schweren Kämpfen am Hartmamvs- Weiler Kopf errvarb er fich dmin zu dem Eiserr«n Kreuz 2. Klasse »unk- der Hessischen Tapferkeitsrnedaille auch das Eiserne Kreuz ! 1. Klasse. Kd. Bad-Nauh^rm. 25. Juki. Das siebente Sin- saniekonzertder Kurkapelle ftndet am Donnerstag, den 2 7. Juli statt. Solistin ist Fräulein Therese Funck (Altistin aus Berlin). Die Leitung hat König!. Professor Hans Winderstein. — Bee thvvens herrliche P asto r a l-S i n - .fonie, Mozarts reizende Ballettmusik aus „Les perits riens" .und Brahms' gervalttge „Madenftsche Festonverture" bilden ein interessantes und abwechslungsreiches Programm. — Als Solistin wird die Altistin Fräulein Therese Fnnck aus Berlin Mitwirken Tie junge Sängerin singt mit Orchesterbegleitung die Arie der Andromache aus dem Oratorium „Achilleus" von Max Bruch, sowie Lieder am Klavier > Kapellmeister Weversderg' von R ü ck - auf, Lewin, Philipp und Max von Schillings. Professor Hans Minder ft ein dirigiert. bz. Butzbach, 25. Juli. Dem Sergeant Barth von hier, im Res.-Ins.-Regt 116, wurde die Hessisckie Tapserkeitsdenkmünze verliehen Inhalier des Eiserneu Kreuzes ist er schon seit 1914. — Ertrunken ist am Samstag in dem Wasser an der Bogtschen Ziegelei der Arbeiter Jung von Kirch-Göns, der unerlaubter Weise 'dort badete. Jung ist verheiratet und Bater von mehreren Kinderst. oa. Nieder-Florstadt, 25.Juli. Der Musketier Wilhelm Merz von hier im Infanterie-Regiment Nr. 853, murtvc mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. oa. Schwalheim, 25. Juli Der bei dem Landtvirt Frihel beoienstete, aus Angenrod im Kreise Msseld gebürtige Knecht M eV er geriet heute früh beim Futterholeu unter die RDer des Wagens Der Verunglückst, dessen Bein jedenfalls gebrochen ist, ' wurde ins Friedberger Krankenhaus gebracht. ' Slarkenvurg und Rheinhesscn. ---M a : n z, 24. Juli. Der Polizei gelang es. einige der ans dem Alkertnmsmusenm gestohlenen ko sl baren Porzellan» f i g u r e n bei einem Altertumshändler in Wiesbaden zu entdecken. Als Dieb kommt in erster Linie ein Aufseher des Mnseurns in Frage, der am Samstag durch Selbstmord seinem Leben ein Ende machte. F.C. Worms, 24. Juli. Die dritte Kriegstüche wird hier am 25. Juli in Betrieb genommen, nachdem sich insolge des starken Besuches in den beiden bestehenden Kuchen die Inbetriebnahme einer weiteren Küche notwendig erwiesen hatte. Fc Aus dem Odenwald, 25. Juli. Die alten hessisckien Oelmühlen an der Bergstraße und im Odettwald kommen uüeder zur Geltung. Es wird schon ziemlich viel Oel von der diesjährigen Rapsernte geschlagen. .> Kreis Wetzlar. va. Naunheim, 24. Juli. Znn: besten der Rlieinifchen Misfior: wurde gestern in der vereinigten Kirchengemeinde Wald- ,girmes-Naunheim ein gut besuchtes Mi sfio ns fest abgehalteu. l Pfarrer Walter-.Hartenrod und Missionar Dassel-Neu-Guinea und 'Borneo waren als Festredner berufen. ra. Aus b e m U lmbachthal, 24. Juli. Die U l m b n ch-> talbahn (Stockhausen -Beilsteiu) geht ihrer Vollendung entgegen. ^ Das Tal besitzt allein etlvn " > Eiseu.sleingrul'enielder, dazu iin oberen Teil mächtige Ton- nnd Basaltlager. Die kurze Teilstrecke, ;bic wohl später bis Driedorf attsgebaul lvird, ist uor allem int c>pterejse der vielen Arbeiter zu begrüßen, die in den großen In- Qustriemerlen der Sladt Weglar und im Dilltal beschäftigt sind und jetzt den wetten Weg zu Fuß machen mitz>en. ' Hessen-Nassau. ra. Rodheim a. d. Bieber, 24. Juli. Zu Ehren des aus dem Anne scherdcnden Hauptlehrers Pb. Heh mann fand am Samstag morgen eine der Zett mstprechende würdige Abschieds- seier im ersten Schulsaale statt. Herr Hevmann, seit dem 1. April 1871 im Schulamt, wurde am 1. April 1911 zum Hauptlehrer ernannt nnd blickt auf eine 45jährige ersolgleiche Lehrertätigkeit zurück. = Frankfurt a. M., 24. Juli. Vom 19.— 28. August veranstaltet der Deutsche Mode band in Frankfurt eine Bio de - wache. In dieser soll, wie es in dem Ausruf heißt, um dem Ernst und den großen Forderungen unserer Zeit zu entsprechen. Vorbildliches an Ein fach heil und Ge schm ad in der Tamenmode gezeigt werden. — Hoffentlich zeigt diese ^chau wirkliche Muster von Geschmack und Einfachhett und nickst jene c.stietzlichen Ungetüme von Kleidern, die uns die sogenannte „deutsche" Mode vor Jahresfrist bescherte. — Erzhaüse n, 24. Jul'. Unter der Schwalbenbrut, die sich in einem hnesigen Nest benndet, i|t cm schneeweißes Schwälbchen, da§ bei den Ortsbewohnern den Flamen „F r i e d e n s s ch w a l b e" erholen hat. . = Kassel, 24. Juli. In (Hgänzung eines früheren Erlasses zur Bekärnpsm:g der Schundliteratur hat der stellv. kommandierende General des 11. Armeekorps neue schärsere Belttm- mungen gegeben. Jetzt wird die Verbreitung der in amtlichen Listen als Schundliteratur aufgeftihrten Bücher unter Strafe gestellt. Lluch solche Bücher, in denen oder aut 'denen sich unsittliche, unzüchftge oder anstößige Anzeigen befinden, fallen unler' 1>as ettvetterle Verbot, ferner solche Schriften, die, ohne "''g-rcn Linne sittlich oder religiös ärgerniserrcgend zu sein, bk ■'•uaiie. der Jugend vergiften, den Wagemut und den Freiheitsdrang der Jugend durch unwahre rind erlogene Schilderungen in fterbrech^nsche Bahnen lenken nnd lediglich aus Sinnenkitzel und Erregung des unreifen Gemüts ausgehen. 02 . B r e i t e n b a ch am Herzberg, 25. Jltti. Nunmehr bat der Krieg den vierten Kämpfer ans dem naben Gehau gefordert. Kaum drei Tage in der Front im Osten, starb infolge eines (srana!- schusses der 20jährige Andreas Gieß den Heldentod. — Wie iehr die Franzosen an die Uneinnehmbarkeil vori Verdun glauben, konnte man ans dem Munde eines gefangenen Franzmannes Horen, als man ihm sagte, daß Verdun bald iatle. „O, nir. Verdun Prussiens haben, o mx, wenn noch sechs Jahre Krieg Verdun m: fallen," rief er m voller Aufgeregtheit. ul. Limburg, 23. Juli. Heute nachmfttag hielt im Saale der „Mten Poch" der Nassauische Verband l a n d w i r t s ch a t l - sicher Genossenschaften seinen 28. ordentlichen Verbands- tag ab. Es waren über 100 Genossenschaften vertreten. Dem Verband gehören zurzeit 223 Genossenschafteu an. Das Kaffen- lvesen ist günstig, die Spareinlagen haben in erheblichem Maße zugenommen. An den Kriegsanleihen beteiligte sich der Verband mit 5 Millionen BLark. — In den Verbandsausschuß wurden wiedergewählt Deftu: B a l z e r - Eckelsharlsen, Beigeordneter Preis- .Hochheim a. M., Direktor Schäfer- Wiesbaden und Bürgermeister Schneider-Steinfischbach. In einem Vortrag behandelte hieraus Generalsekretär Brenning-Bcrlin die „Aufgaben der Genossenschaften während des .Krieges nnd die Arbeidm nach dein Kriege", lieber das Ergebnis der gesetzlichen Verwaltungs- revisionen sprach Berbandsrevisor Tr. Chelrus-Wiesbaden. ul. Limburg, 25. Juli. Zu der Deputation des Roten Kreuzes, die die Lager der Gefangenen in Rußland bereist, gehört auch die Lbenn des städtischen Krankenl^iuses i» Wiesbaden. Eftäsin v. ttsckül. Sie befindet sich nock) in Richland, bat^aber verschiedene hiesige Angehörige von fti Rußland gefangenen Soldaten lwiejlich über deren Ergeben benachrichtigt. — Der Marinestabsingenieur Josei Kilb, ein geborener Limburger, ist in Anerkennung hervorragender Leistungen während der Schlacht vor dem Skagerrak mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse ausgezeichnet worden. ch. Vom Mittelrhein, 24. Jnli. Ein Soldat, seine 17 Jahre alte Base und der Sobn eines Schifters fuhren von,' 9ftederspau^m7ch. Niederlahnsteiu. um dorr aus einem schifte verschiedene Sacken abzuholen. Sie unternahmen diese Fahrt in einem Nachen Aut der Riicksadrs versuchten sie ihren Nachen an das Anhangfckfts eines bergwärts fahrenden Dampfers anzsrhängen. um schneller voranzukommen. 'Dabei schlug derl Nacken aber um und die Insassen süirzten ins Wasser. Die beiden sungeu Männer vermochten sich >ii retten, das Mädchen aber, das in W^erspäh zu Besuch gewesen war, ist in den Wellen verschwundeli lmö ertrunken. Kreistag des Kreises Dormstadl. h. Dar ni fta di, 22. Juli. Der Kreistag des Kreises Darmstadt hielt heute vormittag im Sitzungssaale des Regiernngsgebäudes in der Neckarstvaße seine zweite Krie gsta g u n g ab. Vor Ei ntr itt in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende der inzwischen verstorbenen Mft- glieder Beigeordneter Heim- Ober-Ra7nstadt nnd Beigeordneter Witt mann - Darnfttadt. sowie des früheren Vorsitzenden des^ Kreistages, Regierungsrat Freiherr von Starck. Der erste Punkt der Tagesordnung betrifft die Vorlage des Verwaltungs-RechensäxiftÄ»erichkt^ des Kreisausschusses für 1914, sür die .Kreiskafte nnd die Kreisabdeckerftrsse. Die Rechnung ist von Rentner Schwab geprüft und sür richtig beftmden worden: sie wird von der Versanrnchung ohne Debatte genehmigt, desgleichen die Rechnungen sür das Jahr 1915. Es folgt darnach die Vorlage und Festsetzung des Voranschlags über Eirrnahmen und Ausgaben der Kreiskasse und der Kreisabdeckerkasse für 1916. Die Kreiskasse balanciert in Einnirbme und Ausgabe mit 778 942,81 Mark. Infolge erhölüer Ausgaben von etwa 4000 Mark mußten die Kreisumlagen erhöht iverden und zwar von 496 189 Mark aus 507 750 Mark., Stadw. Sam es schlägt vor, anstatt der Umlagenerhöhung die Fehlsumme von 11000 Mark aus dem Kap. 14 zu decken. Nach kurzer Debatte wird beschlossen, das Kamtel in der beantragten Höhe zu bewilligen. Für .Kreisunterstützungen waren in: Vorjahr 252 000 Mark aus- geworien: für 1916 werden 259 400 Mark angesviHert urw bewilligt. Der Voranschlag über die Einnahtne:: und Llusgaben der Kreis abdecke rei balanciert mft 32 136 Mark und wird ohne Debatte genehmigt. Llls Beihilfe des Kreises Darmstadt für die Ostpreußenhilfe wird ein Beitrag von rAOO Mark bewilligt, der aus den Einnahmeüberschüssen sür Olmverwertung im Jahre 1915 entnornmen werden soll. Stadt und Kreis Darmstadt haben einen Betrag von 10 000 Mark sür diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Die Uebernahme einer Bürgschaft und ferner die Veräußerung von Kreisgelände in der Gentarkung Weiterstadt werden genehmigt. Die Vollmacht des Vorsitzenden des Kreistages in der Lebensmittelversorgung wurde den ireuen Verhälmissen an- gepaßt und genehmigt^ desgleichen die Mldm:g von .Kommissionen für die Unterstützung von Familien in den Dienst ein- getretencr Mamrscttaftei: ebenwlls. Als Ersatz Mitglied des Kreis- Ausschusses an Stelle des verstorbenen Beigeordneten .Hein: wurde sür den Rest der Wahlzeit Bürgermeister R ü ck e r t - Ober Ran:stadt gewählt. Damft war die Tagesordnung erledigt und die Sitzung schloß um 12V» Uhr. William Ramsoq tz. London, 23. Juli. > WDB. > Ateldmig dos Reuterschen Bureaus. Der Naturforscher Sir William Ramsov ist ge- st o rb en Ramsav war schottischer Abkunst: tv wurde 1852 in (Glasgow geboren Als Student der Nttdizin an der dortigen Universität hörte er eifrig chemische Vorlesungen. Er unterbrach indessen seine Studien in E::gla:ch, um nach Tübingen zu gehen, wo er über zn»ei Jalxre blieb. Dam: kehrte er wieder nach England zurück und ividmete sich ganz der Cheunc. Er lvnrde Asftstent an der Anderson-Universität und begann zn>ei Jahre daraus l>ereits seine Lehrtätigkeit au der Universität Glasgow. Im Jahre 1883 imirde er mm Professor an der Universität Bristol ernaimt und im Jahre 1887 erhielt er die Professur sür Ehemu an der Londot:er Unroers:-'. tat. Ramsay wurde in der rutermttivnaleir .Geleehrtenwelt zuerst [ durch seine Veröffentlichungen seiner Entdeckungen über nnvet..', ure und niigeaiikic Elemente der Atmosphäre berühmt In G »nei schast mft Lord Ravleigh entoectte er das A r g o >: , da- w 1 f schwftckend kleinen engen in unserer Atmosphäre vorkomm' > keine chemischen Verbindungen eingeht. In letzter Zeit .'.reu .Hk. mit dem Studium des Radiums uns der Umwandlung der Metals befclnfttigt. „Gedenket der GeburtZtagsspende __ für'z Bote kreuz"? vermischtes. Dootsunglück auf der Spree Berlin, 24.Juli. (Priv.-Tel.) Wie dem „Berl. Lokalanz." aus Grün au gemelkt wird, wurden die Opfer des gestrigen Bootsunglücks bei Grünau als Leichen geborgen. Dem „Berliner Tageblatt" zufolge wurden bis 1272 Uhr mittags bk reits 21 Leichen geborgen. Köpenik, 24. Juli. (WTB3 Wie bisher fest gestellt wurde, sind bei dcn: Unglück aus dem Langen See bei Grünau 16 Personen u m g e k o m m e n. Berlin, 25. Juli. Zu dem Boorsunglück bei Grünau melden die Blätter noch, daß bisher 21 Leichen geborgen und bis auf zwei von den Angehörigen erkannt sind. Es sind jedoch noch fünf bis sechs andere Personen als vermißt gemeldet. Gestern nachmittag fand an der Unsallstelle ein Lokalternftn statt, bei dein die Boots- katastrophe durch den Dampfer „Hftckenburg" und ein Polizei- Motorboot mft möglichster Genauigkeit dargestellt wurde. Im Anschluß an den Lokaltermin fand eine längere Vernehmung des Kapitäns des Danrpsers „tzindenburg" nnd einzelner Geretteter als Zeugen statt. Tie Vernehmung endete schließlich mit der Ver ha f tung des Kapitäns des Dampfers ,L)indenburg^'. * — Vom Hunsr n ck, 24. Juli 250 heimatlose Soldaten der Ostarmee erhielten auf Befehl des Generalfeldmarschalls von Hindenburg einen dreiwöchentlichen Erholungsurlaub, den sie in den verschiedensten Ortschaften des Hunsrück und des Nahelales verleben werden. . _■ ■ ■ ««w, Meteorologlsch e Beo bachtungen der Station Giche k. Juü 1916 • «u ^ &) -1 .2^ S Z » • ® E if Q> W JO I E —L ä' 0 e c e c-2 COxi Wetter 24. 2» 23,0 11.0 ' 53 7 I Sonnenscheu 24. 9" ““ l 18,0 11,8 76 — — 10 j Regen 25. 8* 1 - i 15,4 11,6 89 10 " Höchste Temperatur am 23. bis 24. Juli 19 lb Z- 23,4' 0. Niedrigste „ , 23. , 24. , 1916 + 11,1*0. Niederschlag 0,2 mm. Weneraussichten in Hessen am Mittwoch, den 26. Juli 1915 Wolkig bis heiter, meist trocken, Temperatur wenig geändert Müller'sche Badeanstatt. Wafjerwärrne der Lahn am 25. Juli 16° N. Letzte Nachrichten. Dir Schlacht an der Sonrme Genf, 25. J:cki. Die zwischen P o z i 6 r e s und G u i l l l e - ment eingekeilten Australier und Territormlc erhielten nach Pariser Berichten von der englischen Front gestern bei Sonne?!.- Untergang Verstärkungen für den stäachtkampf, der bezweckt, die .Haigs dortigen Streftkräften ungünstigen Gesamtverhaltnisse nach Möglichkeit zu verbessern. Angespornt von dem sranzöftsche?: General Foch und dein als Vermittler zwischen beiden Ottartteren dienenden Oieneral Fapolle, setzt Ha-ig trotz der namentlich bei Pozißres und Longueval erlittenen nngewölmlick) schweren Verluste 'seine Anstrengungen fort, in diesem oder jenem Frorttpmrkt einen taktisch wertvollen Geländcvorterl zu erringen, was bisher iftcht gelang. Die in den vorwöctngen HavaÄivten als vorübergehend angekmidigte unfteiwcklige Pause des ftanzösischen Somme unterntchniens nahm nach der Pariser Fachkrftik eine überraschende Ausdehnung. Deutschland und Ftalien. i. Köln, 25. JiuLi. Laut der „Köln. Ztg." legen sich die italienischen Blätter in den letzten Tagen, nachdem sie zuerst erregt die weitestgehenden Maßnahmen der Regierung gegen Deutschland verlangt hatten, eine auffallende Zurückhaltung auf und erwähnen die Beziehungen zu Deutschland mit keinem Worte mehr, nicht einmal die ,^Jdan Nationale" und der „Sevolo" kommen aus die Angälygenheft zurück. Der englische Gesandte im Haag ist beleidigt Rotterdam, 25. Juli. Der englische Gesandte Sir Allen Johnstone im Haag richtete am 23. Juli das folgende Schreiben an den Sekretär des holländischen Seemannsvereins Bolharing in Rotterdam: „Mein Herr! Ich bestätige den Empfang Ihrer telegravhischt'-n Meldung von gesderii wegen der von England gettoffenen Mastnähmen betreffend die liolländische Seeftschcrei und teile Ihnen mit, daß ich eine Abschrift davon meiner Regierung zugesandt habe. Wie Ihnen bekannt ist, wird diese Angelegenheit in London verhandelt, wo genügend aNredftierte Vertreter Ihrer Fischerei einv» getroffen sind, um Ihre ^Ansichten zu vertreten. Es würde deshalb keinen Zweck hoben, die verwickelte Angelegenheit hier zu erörtevii Ich muß aber gegen die Worte., in denen Ihre Depesche an mick verfaßt ist, ernsthaft Verwahrnng cinst'^n, weil Ausdrücke wie „willkürliche Araßnahmen" und „vcrsnchte grobe ReckstsVerletzung" nicht gebraucht werdet: sollten in einer Meldung an den akkreditierten Vertreter einer beftcnndeten Macht in diesem Laiche." Spanische U-Boote. Haag. 25. Juli. Der spanische Kreuzer „EstramadNra" ist nach Amerika gesandt worden, um dort ein U Boot als Ladung ein zu nehmen. In Sparrien selbst werden Unter-- seeboote für Rechnung der Regierung gebaut, so daß Spanien bald über 15 dieser Fahrzeuge verfügen wird. Wer? die drei noch fehlenden Buchstaben in nebenstehende Inschrift einsetzt und die fertige Inschrift mit dem anhängenden und ausgefüllten Gutschein an untenstehenden Verlag emsendet, erhalt, wenn die ergänzten Buchstaben die richtigen sind, umsonst das schöne und zu Herzen sprechende Biid «in* Kampfe treu seair Seife“ d ^"pkertiefdrucli und mit Prägerand ausgeführt, 50x60 cm groß. Nur die Löser des Hebus bekommen diesen schönen Wandschmuck, welcher für jedes deutsche.Haus eine bleibende Erinnerung an unsere große Zeit bildet, unter Ersatz der geringen Versandkosten umsonst. ** ö E ^TRACHT <3 BTM CHT eine junge Brie!- f taade. Verbands- 1 ring in den Zahlen zwischen 1—100, Farbe blau m. Binden. Hühnerfutter Schweinefutter Nachricht erbeten an Bleich-! empfiehlt LwiiriLekdavl». r»» strafte 6 . ;010895 j- Lollar. Sonntag, den 30. Juli, vormittags 10 Uhr, etöfmei btc Stenographengesellschaft Gabelsberger Lollar in der Schule einen " Wir allein sind berechtigt, dieses Bild abzugeben, 3 ... ,.9 a l ür ' Ihnen als Löser der Verlag ohne jede Verpflic htung umonst ein gutes dild liefert, spricht der Umstand, daß weit mehr als 10 000 Anerkennungsschreiben auf andere von uns herausgebrachte Bilder unaufgefordert bei uns eingegangen sind. Sämtliche Anerkennungsschreiben liegen im Original bei uns auf. Sie wollen uns die fertige Inschrift mit ausgefülltem Gutschein in genügend frankiertem Kuvert mit ihrer vollständigen Adresse sofort zugehen lassen. (Laut neuen I osttanfs müssen Briefe vom 1. August ab mit 15 Pfg. frankiert werden.) Wir teilen Ihnen dann unter Dnichsache im Briefumschläge mit, ob Sie richtig gelöst haben. Rückporto für diese Auskunft muß jeder Einsender seinem Schreiben beifügen. 5336 Senden Sie den Gutschein mit fertiger Inschrift sofort an den Verlag für Wort und Qmtscliem auf das Bild „Im Kampfe treu zur Seite“. Vor- und Zuname: — tank für Damen und Herren. Unterrichtsgeld 6 Mk. Anmeldungen an Herrn Hugo Hoos. W85 Wohnort: Strsge und Hausnummer: Poststation: - Bild, Dortmund, Nr. Ä 251, industriehaus. fNr. A251. MOWÄCK Dieser Gutschein hat nur für 8 Tage Gültigkeit. Rückpbrto beifügen. In Baieai ; äiSsiel wie Fi*ottie(t*-Bla&idl&S©§iet» s Frottier» Badetücher, Gersteiikora-Badetiichei 1 , ßade- Anztig® in allen Größen, Bade-!fofiag@n, Frottiersioff am Stück, Waschhandschuhe, Waschlappen sind noch reichliche Vorräte vorhanden. . Die Gemeinde Wißmar beabsichtigt die Auschaf- sung einer Gemein de- Biehwage. Offerten können bis zum 28-. Juli ds. Js. beim Gemeinde-Vorsteher ein- gereicht werden. 15202 Einige Kegel u. ein Lichtspielliaiis • Giessen, Jeden Dlcsstacj nud Smustag Prograiamwechsel. Bahabofstr. 34. Telephon 3877 Spielplan vom 25. bis inkl. 28. Jwli 1916: [5366a ‘Von, Deiawaren üto®r£&n@m Großes Wild-West-Drama in 3 Aktes mit tollen Reiter- kunststücken und hochinteressanten Büffeljagden. ¥*#rc Montreux s-sscsis Wiüüeiseü^e Malerisches Naturbild. Di® toll® Komtess Entzückendes Lustspiel in Z Akten, in der Hauptrolle Lisa Bötticher, der Stern der Berliner Theat et weit*. ...... Dazu das gute Beiprogramm. Ulli tAr nach dem Feldwebel abwärts zahlt werktags die IStUfte. Alicestraße 11 <*% M , Wohnung zu verm. 176 Näheres daselbst i. Stock. icfuiiöEif.Woliij-n.Sehlafslni., a.einzeln abzugeb.,z.vermiet. Schreibtisch,Tel.. elektr.Licht, ev.Klavie r. Ltedwstr.isr.l^ Ä. 6 - Ö Zimmer j in freier Lage, Nähe der Kliniken und des Bahnhofes, Warmwasserleilung u. Bad. elekrr. Licht für 1. Oktober evtl, früher zu verm. Näh. in der Gcscyäftsst. d. G. Anz. [ Ms - ö Zimmer | 9- Smottitraftc 16 vart. »um 1. Oktober 1916 zu vermieten. Näh. Babuboistr. 50 I. !'«" Herr sucht zum 1. Aug. mödl. Ziia. m. Gas ober eleltr. Licht. Schr. Ang. mit Preisangabe u. 01 0893 an den Gieft. A nz. LIlsmLivdsvüs krau sucht Stube mit Küche. Schrift!. Angebote u. 010901 an den Gietzener Anzeiger erbeten. Tüchtige 4 Zimmer tfinc 4 Zimmer WohUung, parterre, per 1. Oktober zu vermieten. ,'4869 Wilh. Plant, Mühlstrahe3. j 3 Zimmer iichiffenberge: was Ö 6 hübsche 3 - 2 iwi 2 Si rvahrnsg zu verm. Näh. LolmaanstrsSs 1.4. ,4219 Hübsche freund licheV/ohllmig, 3Zimmer mil Zubehör, vart., a. einzelne Person od. älteres Ehepaar zn vermieten. [4458 Näheres Hofmannstr. 14. 2 Zimmer } Znm Nachträgen v. Büclisrn junger Mann oder Fräulein gesucht. Schriftl. Angeb. mit Preisangabe pro Stunde u. 010899 an den Gietz. Anz. Hausdiener gesucht. [5365 Hotel Oroßherzog. 2Zlnmiec!eute sofort gesucht. Stundenlohn 50-55 Pfg. [5291 6 eorg .Schubecker. Zimmermeister, Gieften. Erdkaulerweg 20. Zur weiteren Ausbildung eines 15jährigen Jungen in der Sattlerei- oder Tapezierer- und Dekorateur- Branche wird eine Lehr- stelle, möglichst m. Familien- auschlutz gesucht. Der Junge hat bereits 1 Jahr gelernt in einer Reiseanikel-Fabrik. Schriftl. Angeb. u. 5226 an den Gietzener Anzeiger erb. zu kaufen gesucht. Kriegs beschädigtcn-Fürsorgc Gieften, Gcwerbebaus, Kirchstrafte 16. 5346 Leere Weinflaschen kaufe ich jedes Quantum. Espada. Wolkengasse37p., Postkarte genügt. [ 01090 ° Wer verkauft ß gebrauchte, gut erhaltene Slsxle LuLbsnhossu 8-9 Jahr. Zuerfr. in der Gefchft. d.G.Sl. .Aindermahrruegsmitte! ^ , .. Sämtliche Kiudormeble: wre Kufeke, Nestle, AtufflerS, Jnfantina, Kaisers cond. Milch, . c» ..Milchzucker, garantiert rein, den Vorschriften des deutschen Arzneibuches entsprechend. Mets frisch 1 da grötzter Absatz. Ferner Milchflaschen, Sauger (versch. Grützen), Ringsauger, Verbringe, Veklchenwurze!. Badethermometer, Badesalze. Wundpuder, Wundcreme. Verbaudswattc (Friedensaualität! Verbandsmull, sämtliche Binden empfiehlt 5147 a MediMal-Drogene zum Areuzpiatz Otto Winterhofs Fe rnsprecher 766 ._Kreuzplatt 9 . Konsumverein Giefien u.Ümgegend Am Donnerstag früh 5374 fst. frische Seefische AS aCessel; der Grütze ▲ er Menge J tzß '•‘“Id'-*» wusl ♦ Spezialgeschäft W.DürbeckNachf. | ♦Ein ♦ am Lager in Gutz- und Stalblech in jeder Grütze A und Ausführung liefert sofort in jeder Menge 5 zu äutzerst billigem Preis das d verkauft Konrad Börger, Rieder-Ohm en. 535 2 8 slhi>»eHühiiuii.Hilh!!l zu verk. Fraaäf. Sir. 72, 3. St. welche an exakte Arbeit ge- wöhnt ist. sofort gesucht. Freie Kost, Logis und Wäsche, F a m i li e n an sch lutz. Anf ang s» gehalt30;otk. monall. Jahresstellung. Schriftl. Angebote an Ij. Bück, Dillcnburg lNassan), Luftkurort, We.sch- «nd FsindtigsigeLLdätt. l' ^O 52351 Sch.2-2.-Wahn. z. verm. Gebt*. Weil, Neustadt 10. j V'erschiede ne Alieestratze 25 Schöne 15270 5 —K-Ziii»tier-WühWilg mit Gartenanteil, J. Stock, oreiswert per sofort oder 1. 10. zu vermieten. Zu erfragen im Hause II. Et. \ Mo bl. Zimmer] Pension Brandt Biegen Bäo e2 iBellevuejZim.m.u. ohneBer- oUcfl.t ledeZeitdauer. Elektr. Lich:, Bad. Tel. 1085. ^805 Zu sofort. Eintrtitsuche einen gewandten, ordentl. Zungen aus guter Familie als l 5130 Kelluerlehrlittg Kadcehans liettler. aei. r. cinioc ^ WU ?T VRM Stunden vormittags. [5350 twroß, Wetzlarer Weg 41. v»nngeS Mädchen für Küche und Hausarbeit sofort gesucht. Plockttrafte IZ I. [° 10867 Tüchtige Mädchen £um 1 . August gesucht. Nord-Anlage 31 I. [5311 Wärterin alsbald gesucht. Gehalt 300 Mark, freie Station, Dienstkleidung. 350 Mark im zweiten, 450Mark vom dritten Jahre ab, nach sechs Jahrell 1000 Mark Prämie. Kräftige gut beleumundete Mädchen über 18 Jahre wollen sich mit Zeugnissen melden. [ 5340 b Landes-Heil- und Pflege-Anstalt Giepen. Ich suche sofort ein lächliges M ii d c li e n welches gut melken und mit Vieh umgehen kann. Treude, 5362 Grüuenwald b.Grndtebrück. M K d ch e ii für halbe Tage gesucht. Frau Bock, Bahnhosstr. 34, Eingang S chnnzenür. s 536 -l LöVLr-6üai-!(o8tüm guterh., z.v. 2dvlnir.71. Ein Waggon mit 1929 qm 10 aus 11 mm Kisten-Bretter 3 bis 5 m lang, 10 bis 30 cm breit, meistbietend ab Bahnhof Gietzen zu verkaufen. Telegraphische Gebote an MoJEwerlce Bsngren bei Sigmaringen. ! 010001 HHP cHens cs üctie, ?rsdilii7vLMs7^Flüchtling ans Frankreich, ert. Zravz. Unterricht, oder sucht Halbtagsbeschäftigung als Vorleserin oder VrdMln im Lnroas etc. Geil. Angeb. erb. an Bertrarl v. Friesdorff, Pension BrantH, Neuen Baue 22. 1010834 Vak?Dreher und werkMgfchlosier bei gutem Lohn sofort geincht. lEigene.Kanftne und ^chlafmle vorhanden > Hrbdernheimer Zu frier werk, Frank furt a. M.. Hebdernlicim. 5329hv Üycr verkanft fern Haus e 0 . m i t G e s ch ä s t 0 d. s 0 n s t. g ü n st. Aiuvesen, hier od. Umg. ? An- gev. unk. 1'. 243 an liiLmbe Ä €0., Frankfnrt a. M. z. Weiterdefürderling. 15368 b Wirkausenund nehmen a n Zugunsten des Roten Kreuzes neben Altpapier auch verbr. Glühbirnen. l,lork n. Lederabfälle. Blechbüchsen,Flasch., ^vketalle, Linoleum. Gurnmi, letzterericdoch nuri. beschlag- nahmesr. Mengen, sowie alle sonstig. Gegenstände a. Woll- und Banmwollgespinsten. LihüanfssteUs k.8riegshe4azc ,Mansa". 6 ie 8 en, Wolken^ fl affe 27, Gcke Bahnhosstr. Tel. 557. Annahme nur noch in unserem Lager, 3ceustadt 57, Eingang neben 51ausnlann Bieter. 4496 Privatschulc Sexta — Oberprima) Aufnahme neuer Schüler jederzeit Gute Erfolge. Eiitjäferigen-, Prlmarcifc-, AMtuLriemteu- prüfung. Durch den Besuch der Unterstufe genügen Kinder unt. 14 Jahren der gesetzlichen Schulpflicht. (Minist. Verfügung vom 13. V. 14). Näheres durch 4:] Direktor Brackemann, Ludwigstr.70,Fernr 633 J LiljOolkMm! Am Freitag den 4. August 1 ^ 16 , dorm. 11 Uhr kommen in Gotten, Kreis Schotten, 29 Lammböckc aus den Stammschäfcreien zn Bobcnhauscn II u. Götzen zur Bersteigerung. Es bietet sich anfdieserBer- stcigerimg beste Gelegenheit zum Erwerbe von anerkannt guten Zuchttieren. Die Gcnieinde- und Gesellschafts-Schäfereien werden hiermrt z. Teilnahme freund- lichst eingeladeu. j4958D Gietzen. den 7. Juli 1916. Landwirtsdiastskammcr- Auoichutz für Oberhessen. Lokomotive« Feldbahugleife Muldenkipper gegen Kasse zu ksfrksn ges. (iobriidc!' Fitrthuiaviii, K a » « c 1 , Feldbahn- Srtdustr i e. [5309hv Eiü-oizweitiirileirsclipaiik gut erhalten, zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 5354 an den Gietz. Anz. Gut erhaltener gebrauchter Schreibtisch z. kauseugesuäst. Schriftl. Augcb. nur. 010892 an den Gietzener Anzeiger. Versteigerung. Mittwoch, 26. Juli lst! 6 , nachuiittags 2 Uhr, versteigere ich in dem Lokale Neustadt 58 dahier: 1 grotzen Laboraloriums- tisch mit Aufsatz, 1 Polstergarnitur, 1 Schrank. 1 Schreibtisch m.Tuchein läge. 1 Garderobeständer, eine Waschkommode mit Ätar- morplatte u. 1 Schränkchen, zwangsweise gegen Bar- zäh luug. ,5375 Gietzen, den 25. Juli 1916. Miiller. Gerichtsvollzieher. Blut frische "wöchentlich mehrere Sendungen,zum billigstenTagespreis cmvftehlr dre Hamburger Fischbdlg. von A. Koch Nachf., ^chulftratzc 10 . 010891 FZutz- und Seefische \ Damenfrisieren Shampoonieren — Kopfwäschen — mit neuestem Warmluf tstrom-Trocken app arat Frau Bernh. Dosch Neuen Baue 12, Ecke Weidengasse Damen-Frisiersalon separat Ankauf ron Wirrhaar. Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gietzen. Kartoffel-Versorgung. 1. Die Versorgung der Einwohner der Stadt Gietzen mit Frühkartoffeln ist folgenden Händlern übertragen: 1. Hankel, Neuen Däne Nr. 7, 2 . Löbsack, Hinter der West-Anlage Nr. 5, 3. Rasenbaum, Emanuel, Walltorstratze Nr. 73, 4. Rumps, Zozelsgasse, 5. Weisel, Sonnenstratze Nr. 6 . 2. An jeder Kartoffel-Verkaufssteüe sind die jewerlS geltenden Verkaufspreise durch Aushang einer von der Siratze aus stchlbaren Prelstafe! ersichtlich zu machen. 3. Die Kartoffelhändler sind verpflichtet, Kartoffeln, so- tveit Vorrat vorhanden lst, gegen Vorlage der Brolmarken- auswoiskarte und Barzahlung abzugeben. Es dürferi wöchentlich nicht mehr als 7 Pfund für den Kops abgegeben werden. Die abgegebene Menge ist auf der Karte unter Angabe des Datums einzurragen. (Wetzen, den 24. Juli 1916. 15361 B Der Oberbürgermeister. Keller. Die Fulirwerkswage vor dem Hause Frankfurter Stratzc 63 wird wegen vorznnehmenden Herstellunqs- arbeiten von Mittwoch, *>-'» ---- weiteres geiverrt. den 26. ds. MtS. ab bis auf _ [5360 B Stadt. Wohnungsnachweis Gietzen, Afterweg S. Es find zu vermieten: [5359B 1 herrschaftliche Wohnung von 7 Zimmern mit Zentralheizung. 1 herrschaftliche Wohnung von 7 Zimmern, 6 herrfchastliche Wohnungen von 6 Zimmern, 3 Wohnungen von 5 Zimmern, 7 Wohnungen von 4 Zimmern. 7 Wohnungen von 3 Zimurern. 1 Wohnung^ von 3 Zimmern mit oder ohne Laden. 5 Wohnungen von nebeneinanderliegend, 1 leeres Zimmer, 2 Stallrüume mit Burschenzimmer, 1 Wohnung von 2—3 Zimmern in Bellersheini. Zu mieten gesucht: 20 Wohnungen von 1—6 Zimmern. Kaufen Sie m jetzt noch sehr gutes Lager in schwarz u. farbig in den Preislagen Mk. 2.00, 1.50, 1.25, 0.95 Schulslraßc 5242a