Ar. \ 1 \ £et Sietzeucr Ävzeiger erscheint täglich, außer Lcmnlags. - Beilagen: viermal wöchentlich HietzeoerZamNiendlatteri ziveilnat wochentt.Ureis- dlatlfSr den Ureis Siehe» (Dienstag und Freitag): zioennal monatl. Laad- o-ürtschastüche Zeitsragen Fernjprech - Anschlüsse: 'ürdieSchrütlei1urigI12 Verlag,Gftchältsstelledl Adresse 'nr Drahtnach- richten: AHzeigerGietzen. Amia^me von Anzeige« iür die TageLnummer !-is zum Abend vorher. Erstes Blatt M. Zahrgang Montag, 24. ZuN (W RstLÜsusdnur und Verlag der vrühl'schen Umo.vuch- Md äteinörüÄerei R. Lange. 5chrrstieituna, Geschäftsstelle und Druckerei: §chu!str.7. Bezugspreis: monatl. 90 Ps., oiertel- jäyrl. Mk. 2.65'. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch diePost Rck.2.15 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausio. 20 Pf. — Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr.R.Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen, U3 wertere eng! (WTB.) Großes Hauptquartier. 22. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz Im S 0 m m e g e b i ? t haben unsere Gegner nach ihrer verlustreichen Niederlage des vorhergehenden Tages gestern auf größere einheitliche Angriffe verzichten müssen. Einzelne Teilvorstöße find mühelos abgewiesen oder schon im Entstehen unterdrückt worden. Bei Säuberung eines Englündernestes im Foureaur-Wäldchcn mach ten wir einige Dutzend Gefangene und erbeuteten neun Maschinengewehre. Die lebhaften Artilleriekampse wurden mir Unterbrechungen fortgesetzt. Nordlick von Massiges (Champagne) blieb heute in der Frühe ein französischer Angriff auf schmaler Front ohne Erfolg. Beiderseits der Maas steigerte sich die Artillerielätig- keit zeitweise zu größerer Heftigkeit. Gestern früh und heute nacht scheiterten feindliche Angriffe im Frontabschnitt von Fleury. Eine unserer Patrouillen nahm in der französischen Stellung nordöstlich von St. Die vierzehn Mann gefangen. * Der Flugdienst war Tag und Nacht beiderseits sehr tätig. Mehrfache feindliche Bombenangriffe haben nur geringen militärischen Schaden augerichtet, teilweise aber unter der Bevölkerung gefordert, so in Laon, wo eine Fron schwer verletzt und drei .Ander getötet wurden. Unsere 'Gegner verloren sieben Flugzeuge im Luft- kampf und zwar vier südlich von Bapaume und se eines südöstlich von Arrris,*westlich von Combles und bei Rohe. Leutnant Wintgens har seinen zehnten und elften. Leutnant Höhndorf seinen zehnten Gegner außer Gefecht gesetzt. Seine Majestät der Kaiser hat seiner Anerkennung für die Leistung des Oberleutnants Freiherrn von Althaus, der bei Rone Sieger über einen französischen Doppeldecker blieb, durch Verleihung des Ordens Pour le Merite Ausdruck verliehen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Beiderseits der Straße E k a u—K e k k a u trotzten bran- denburgifche Regimenter weiter den starken russischen Massenangriffen, die am Nachmittag wieder ausgenommen und bis spät in die Nacht fortgcführt wurden; sie sind sämtlich unter den schwersten Verlusten für den Feind zusammengebrochen. Von der übrigen Front sind Ereignisse besonderer Bedeutung nicht zu berichten. Balkan-Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Oberste Heeresleitung. (WTB.) Großes Hauptquartier. 23. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen dem Meere und der Ancre haben in einzelnen Abschnitten lebhaftere Feuerkämpfe stattgefunden: in der Gegend von Richebourg ist eine stärkere feindliche Erkundungsabteilung abgewiesen worden. Zwischen Ancre und Somme kam es nach tagsüber gesteigerter Artillerietätigkeit abends und nachts erneut zu Jn- fanteriekämpfen an der Front Thicpval-Guillcmont. Die hier angesetzten cnglischen Angriffc blieben trotz rücksichtslosen Einsatzes an Menschen erfolglos, bei und westlich von Pozieres. am Foureaur-Wäldchen und am Westrandc von Longucval führten sie zu heftigen Nahkämpfen.. Zwischen Guillcmonl mw der Sonnne wurden Angriffsversuche des Gegners bereits in den Ausgangsgräben durch Sperrfeuer erstickt. Südlich derSomme folgten dem zeitweise sehr starken, von uns in gleicher Weise erwiderten Feuer nur vereinzelt französische Vorstöße, die mißlangen. Es sind über hundert Gefangene eingebracht, darunter einige Offiziere. Im Maasgebiet Artilleriekämpfe von mehrfach großer Stärke. Oestlich des Flusses wurden im Abschnitte von Fleurp feindliche Handgranatentrupps. im Bergwalde (nördlich der Feste Tavannes» Erkundungsabteilungen abgewiesen. Südlich von Damloup gewannen wir in Richtung des Gehöftes Dicourt Gelände, machten Gefangene und Beute. Die Stadt Mülheim in Baden und in der Höhe gelegene Dörfer wurden gestern von einem französischen Geschwader mit Bomben belegt. Wir haben zwei der feindlichen Flugzeuge im Luftkampfc abgeschossen und den Angriff sofort mitschweremFeueraufdieStadtBcl- fortbeantwortet. Oestlicher Kriegsschauplatz. Südöstlich von Riga wurde spät abends ein feind- ltcher Angriff im Sperrfeuer zum Scheitern gebracht. Uebergangsversuchc der Russen über den Styr bei Za- hatka (südwestlich von Berestcczko) wurden durch deutsche Batterien verhindert. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Mms Oberste Heeresleitung. Nach den großen Känrpsen am Donnerstag haben die Gegner erst am. Samstag sich wieder zu neuen Angriffen aufzuraffen vermocht, die aber sämtlich von unseren Truppen erfolgreich abgeschlagen worden sind. Besonders im englischen Kampfabschnitt Thiepval-Guillemont wurde trotz rücksichtslosen Einsatzes an Menschen von General Haig absolut nichts erreicht. Südlich von Guillemont bis zur Somme, also in dem Abschnitt, wo die französischen Angriffe zunächst einige Erfolge erzielt hatten, waren ebenfalls neue Angriffe vorbereitet. Aber während sie auf dein nördlichen Abschnitt wenigstens stellenweise, so bei Pozisres und am Westrand von Longueval, zu erbitterten, wenn auch vergeblichen Nahkämpfen gediehen, vermochte der Gegner südlich von Guillemont seine Sturinkolonnen nicht einmal aus den Gräben herauszubringen, da jeder Versuch dazu schon durch unser Sperrfeuer erstickt wurde. Bei Verdun ist dagegen der deutsche Angriff wieder ein Stück fortgeschritten, und zwar südlich von Damloup in der Richtung des Gehöftes Dicourt, nordöstlich der Batteriestellung von La Lausee. / Auf der L st front haben sich die großen russischen Stürme ebenfalls gebrochen, und die Brussilowsche Offensive erreicht nicht, was sie mir lautem Munde angekündigt hatte. In der südlichen Bukowina haben sich Einzeltämpse. entwickelt: der Angriff Kuropatkins im Norden hat Linden^ bürg feinen Augenblick zum Wanken gebracht. 'Ser Berner „Bund" stellt über die strategische Lage in seiner Sonntagsnummer folgende Betrachtungen an: Hat die Offensive Brussylows durch das erfolgreiche Vertreiben . der .Flügel mit doppelter Zange in das Gefüge der Vertcidigimgssront gegriffen und so zu einer Konkaven Gestaltung der russischen Front genährt, so ist im Westen unter räumlich viel bescheideneren Verhältnissen, aber bei nicht weniger intensiver Kampfhaudlnng eine andersgeartete Gestaltung der Angriffsfront erfolgt, indem dort durch Bortreiben des Z e u trum s und Zurückbleiben der Flügel eine konvexe Angriffsfront zustande kam. Muß im Osten die Zentrumsgruppc Bölml-Ermolli und Bothm'er durch Gegenstöße gegen die inneren Flanken der russischen Angriffsflügel zu wirken suchen, die ihr mit Umfassung drohen, so sind die Deutschen im Westen mrn in der Lage, den Gegendruck konzentrisch wirken zu lassen. Tic mächtige Artillerievorbereitung, die sich am 17. Jull wieder abzuzeichnen begann, dauert in riesenhafter Steigerung fort. Im großen ganzen ist die französisch-englische Offensive lumte noch nicht über eine Festigung der bis zum 17. Juli erzielten taktischen Erfolge hinausgelangt: das strategische Ergebnis bleibt mehr als fraglich. Selbst ein Durchbruch zwischen Po.ihres und Guillemont würde vernmtlich nur ein weiteres .Heraustreiben des Zentrums bedeuten^und die zu rück hängenden Flügel, den französischen in der Gegend Soyccourt. den englischen in der Gegend Thiepval, unter stärkeren Druck stellet: und vielleicht sogar einen breiter und allgemeiner^ gurkenden konzentrischen ^Gegenangriff aus lösen, als er jetzt bei Longueval geübt wird. Das strategische Interesse hastet daher am Raume Chaulnes. Auf beiden Seiten fließen fortgesetzt Verstärkungen zu. Im Raume Verdun führt die Artillerie das Wort und sind Veränderungen seit dem 17. Juli nicht mehr nachweisbar' geworden. An den anderen Frontabschnitten sind, abgesehen von der stärkeren Aktion von Fromelles, keine größeren Kämpfe in die Erscheinung getreten. * . * Herr Sasonow, der Künder großer russischer Ziele, die sich nicht haben verwirklichen lassen, der ironische Beschöni- ger russischer Niederlagen, hat sich verhältnismäßig lange in seinem Amte halten können. Andere im Rate des Zaren, Heerführer und Kriegsminifter, sind gegangen und „gegangen worden", aber er, dessen Name ein Programm bedeutete, da er sich nun einmal zum Träger der allslawischen Politik gemacht hatte, überdauerte in seinem Amte den großen Abbau, den Hindenburg und Mackensen am westlichen Rußland Vornahmen. Warum geht er jetzt? .Gesundheitsrücksichten werden uns angegeben, aber an derlei glaubt man nur halb. Hat Rußland trotz seiner noch im Gange gebliebenen allgemeinen Offensive doch schon zu der großen Wende in seiner Politik sich entschlossen, zu der es durch das Ergebnis dieses Krieges getrieben wird? Bor wenigen Wochen ist der neue russisch-japanische Vertrag abgeschlossen worden, dessen öffentlich bekannter Teil wie ein Schutz- und Trutzbündnis sich ausnimmt. Aber Rußland hat gegeben, und Japan hat genommen. Japan arbeitet unablässig daran, seine Vormacht im östlichen Asien sicherzustellen Es ergreift im wesentlichen Besitz von China, erweitert seinen Handel, baut Eisenbahnen, y*tb der russische Säbel liefert die nötige Ueberwachung. Niemand darf Japan angreifen, lveirn es diese Ziele verwirklicht, und es scheint, als ob es diesen Vertrag von dem Petersburger Kabinett, das in tausend Nöten steht, sich erzwungen habe. Die in den Geheimakten stehenden russischen Zugeständnisse sind dann vielleicht eine Gegenleistung für die Lieferung japanischer Munition und für die Zufuhr vieler anderer notwendiger Dinge, deren Mangel das russische Reich in Verlegenheit gebracht haben. In London und Paris hat man dem Vertrage zugestimmt, weil es keine andere Lösung gab, weil Rußland muß, auch wenn es nicht will, und weil der kleine, gelbe Erpresser' seine Wünsche nicht aufschieben wollte. Das Maß Sasonows war voll. Sein Name lag wie ein Schatten auf Rußland. Ob die Sonne des alten Boris Wladimirowitsch Stürmer an der Westgrcnze iwch eine Kriegssaat reisen lassen kann? Wir glauben nicht: aber vielleicht leuchtet sie einem beschleunigten Frieden entgegen. Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien. 22. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart; 22. Juli 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Von gestern auf heute keine Aenderung. In der Bukowina blieben die Anstrengungen des Feindes, sich des Berges Cap ul zu bemächtigen, abermals erfolglos. Die vom Gegner vorübergehend besetzte Höhe Ma- gura bei Tatarow wurde durch unsere Truppen zurück- g ew 0 nuc n. Im Raume von Obertyn entwickeln feindliche Er- lundungsabteilungen erhöhte Tätigkeit. Bei Barysz vertrieb ein Honved-Jagdtommando einen mit Maschinengewehren ausgerüsteten russischen Hauptposten. Die neuen Stellungen südwestlich von Bcrcsteczko sind bezogen. Der stellenweise nachdrängende Gegner wurde abgcwiesen. Westlich von Luck und am Stochod nichts von Belang. Italienischer Kriegsschauplatz. Mehrere Abschnitte der Tiroler West- und Ostfront standen gestern unter lebhaftem feindlichem Geschützfeuer. Auf den Höhen westlich der Posina nahmen unsere Truppen einen Beobachtungspunkt in Besitz und wiesen einen starken italienischen Gegenangriff ab. Im Vorfelde der Befestigungen von Panevcggie wurden Angriffe einzelner italienischer Bataillone abgewiesen. Südlich des Rolle-Passes gelang cs dem Feinde, einen zu Beobachtungszwecken vorgeschobenen Stützpunkt zu nehmen. An der Jsonzo-Front stellenweise lebhafter Artillerie knmpf. Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der unteren Vojusa Geplänkel. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r. Feldmarsch alleutnant. Wien. 23. Juli. (WTB. Nichtamtlich ) Amtlich wird verlautbarti 23.Juli 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Südöstlich von Tatarow durch einen starken russischen Vorstoß bedrohe, nahmen wir die auf der Magora kämpfenden Truppen gegen den Karpathen-Hauptkamm zurück. Sonst bei unveränderter Lage nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Nach einigen Tagen einer den Verhältnissen entsprechenden Ruhe kam cs gestern an der Front südlich des Val S u g a n a wieder zu sehr heftigen Kämpfen. Durch andauerndes Artilleriefeuer äußerster Stärke unterstützt, griffen die Italiener an mehreren Stellen wiederholt an. Sie wurden überall unter den schwersten Verlusten zurückgeschta- gen. Das Jägerbataillon Nr. 7 und Teile des Infanterie- Regiments Nr. 17. gegen deren Stellungen sich der Hauptansturm des Findes richtete, zeichneten sich in diesen Kämpfen ganz besonders aus. Auch im Raume von Pancveggio nahmen die Kämpfe an Ausdehnung zu. Der Angriff einer italienischen Brigade gegen die Höhen südwestlich von Pancveggio wurde blutig abgenftescn. Auf den Höhen nördlich des Ortes scheiterte gleichzeitig der Vorstoß eines feindlichen Bataillons. Abschnitte unserer Tiroler Front, in denen gestern nicht gekämpft wurde, standen zumeist unter heftigem feindlichen Geschützfeuer. An der Jsonzo-Front wurde der Monte San Michele stark beschossen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer. Feldmarichalleutnant. * . * Der Rücktritt Sasonows. Petersburg, 23. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphenagentur. Ministerpräsident Minister des Innern Stürmer ist znm Minister des Auswärtigen ernannt worden und behält den Vorsitz im Ministerrat. Justizminister CH wo stow wurde zum Minister des Innern, der ehemalige Minister des Innern Makarow zum Justizminister ernannt. Dein Minister des Auswärtigen Sasonow wurde der Rücktritt in Genehmigung seines Gesuches bewilligt. Berlin, 24. Juli. Zun: Rücktritt Sasonows sagt die „Vossische Zeitung": Was der letzte Anstoß zu Sasono^ws Kaltstellung war, wird erst noch aufgeklärt werden müssen. Wieder verschwindet einer jener Männer, au deren Person sich die Abnrachungen zwischen imseren Gegnern knüpfen. Das „Berliner Tageblatt" schreibt: Sasonow hat sein Amt faft_6 Jckhre bekleidet und schien gerade in jüngster Zeit fest int Sattel zu sitzen. So kommt die Nachricht rwn seinem Rücktritt überraschend. Mer das russisch-japanische A b k 0 m in e n sei für Ruß- land ein ungeheuer 0 p f e r r e i d; r r V e r t r a g, der Japan mit einem Schlage die Vormacht in Ostasien sichere. Das Verhältnis zu Schweden habe sich neuerdings durch die lieber- griffe der russischen Flotte sehr zugespitzt und über die Behandlung Rumäniens sei man in russischen leitenden Kreisen schwerlich einer Meinung. Petersburg, 23. Juli. WTB Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegrarwenagentur In einem an Safonoro gerichteten Erlaß bebt der ft a t s c r den Eifer tzervor, mit dem der Minister den Weisungen des Kaisers, die oon der Gerechtigkeit und Ehre des Vaterlandes geleitet seien, gefolgt sei und sagt, er bedauere, daß der Gesundheitszustand den Minister zwinge, sein« Entlassung zu nehmen. Der türkische Bericht. Konstantinvpel, 22. Juli. (WTB.) Amtlicher Bericht. An der Jrakfronr kerne Veränderung. Tie andauernde Ditze, besonders im Abschnitt von Fellahie, beeinträchtigte die beiderseitige Tätigkeit. Im Schatten bttrng die Temperatur gestern 47 Grad. An der persischer! Front hat sich im Abschnitt von Kermanschah nichts ereignet. Wir stellten fest, daß die Russen, die unsere Wteilungen östlich von Sumnah angriffen, schwere Verluste erlitten und eine Menge von Verwunde teil auf ihrem -Rückzüge Mitnahmen. In der Gegend von Bane kämpfen unsere Truppen erfolgreich mit den Russen. Airgriffe unserer Truppen gegen die seit einiger Zeit in Rewanduz kräftig verschanztest russischen Truppen waren von Erfolg gekrönt. Tie Russen mußten sich in Unordnung nach Osteil zurückziehen und ließen in Rewanduz eine große Menge von Ausrüstungsgegenständen und Lebensmitteln zurück. Außerdem sind die Rückzugsstraßen des Feindes mit aller Art von Ausriistungsstücken, Munition und sonstigen militärischen Gegenständen bedeckt. Unsere Truppen verfolgen energisch den Feind und haben gegenwärtig 20 Kilometer östlich von Rewanduz mit ihm Fühlung. An der Ka u ka s us fr o n t wurden die vom Feinde um den Preis schwerer "Verluste gegeii unseren Mschnitt im Zentrum gerichteteu dauernden Angriffe durch die aufeinander folgenden! und geordneten Gegenangriffe unserer Truppen zum Hatten gebracht, ohne daß durch) die russischen Angriffe unsere Gcsamtlaga an dieser Front beeinträchtigt ivurde. Am 7. Juli türkischer Zeitrechnung griff ein feindliches Flugzeug ynm Ivetten Male ein Hospital auf Gallipoli an, b Meldung des Reuter- schcn Bureaus. Das Staatsdepartement hat den amerikanischen Botschafter in London, Page, beauftragt, sich darüber zu informieren, welche amerikanischen Finnen auf Grund des Gesetzes über den Handel mit dem Feinde auf die britische Liste gesetzt wurden, und welche Gründe darüber maßgebend nxireu. Der schritt wurde im Anschluß an das nichtsormellc Erfnchen um Aufklärungen, das gestern an die britische Botschaft in Waflstngton gerichtet worden ist, unternommen. London, 22. Juli. (WTB.' .,Tailv Telegraph" meldet aus New Park vom 19. Juli: Tic Blätter beschäftigen sich lebhaft mtt der Ijeute veröffentlichten schwarzen Liste von amerikanischen Firmen. Das hiesige Publikum ist an ein solches Verfahren nicht gewöhnt und der amerikanische Handelt fhrchtct, daß die amerikanischen Interessen leiden würden. Man erwartet, daß Wilson eine kräftige Protestnote nach London sendet, wie es die öffentliche Meinung' New Ports verlangt. Ter Washingtoner Korrespondent der „Nein Pork Tribüne" schreibt, man besorge schwere Folgen von dem Eingriff 'in den amerikanischen Handelsverkehr. Firmen, die bedeutende Handelsbeziehungen zu England und den Verbündeten haben, würden den Verkehr mit Firmen auf der schwarzen Liste umgeben aus Furcht, selbst daraus gefetzt zu werden. Die britischen Maßregeln würden nur daraus 'hinauslaufen, den gesamten auswärtigen Handel der deutschen und österreichischen Firmen in den Vereinigten Staaten zu vernichten, vielleicht auch ihr ganzes inländisches Geschäft. Tie „Times" meldet ans Washington vom 19 Juli: Die Regierung wird die Bewegung, die wegen Veröffentlichung der schwarzen Liste entstanden ist, in Anbetracht der heiklen innerpolitischen Lage vielleicht nicht außer acht lassen können. ) Die englischen Zeitungen. London, 22 Juli. In Birmingham und Wolver- Hampton verdoppeln die Zeitungen vom nächsten Montag ab ihre Preise infolge der hohen Papierpreise. Die Heimfahrt der „Deutschland". London, 22. Juli. WTB Die „Times" berichtet aus Washington vom 19.' Juli: Die Rückladung der „T e u ts ch l a n d" besteht nach deutschen Angaben aus 100 Tonnen Nickel. 300 Tonnen G u m m i, sowie gewissen Mengen ft upfer und Schwefelsäure. Herr Prüfst von der „Deutschland" wird hier bleiben, um über den Bau ähnlicher Unterseeboote zu verhandeln London, 22. Juli. Der Senat hat die Marin evorlage angenommen, die ein Bauprogramm für 3 Jächve vor siebt, darunter 4 Dreadnoughts und 4 Schlachtkreuzer, die sofort gebmtt werden sollen Dieses Gesetz erfordert an Ausgaben urr das erste Jahr 31.3 880000» Dollars, was um 45 800 000 Dollars mehr ist, als das von dem Repräsentanteuhause angenommene Gesetz vorgesehen hatte. Dom bulgarischen Parlament. Sofia. 22. Juli. (WTBO.Die Sob ran i e hat mit beträchtlicher Mehrheit den ersten Paragraphen des Budgets angenommen. Außer den Regierungspatteien stimmten dafür die Nationalvartei. die durch die Rede ihres Führers Toborow der Lage eine entscheidende Wendung gab, sowie ferner einige Anhänger .Genadiews, Agrarier und Demokraten. Andere Anhänger der demn>- kratischen Partei gaben der weitverbreiteten Mißstimmung über die Haltung der- Führer Malinow und Liaptfchew wegen deren Fernbleibens von der Abstinrnmng Ausdruck. Die Abslünmung wird als ein großer Erfolg für die Regierung arrgesehen, da sie noch nie eine so große Mehrheit erzrelte. Der Seekrieg.. Eine Verletzung der schwedischen Neutralität gegen Rußland. ^ Stockholm, 22. Juli. (WTD. Nichtamtlich.) Mrldimg des Schwedischen Telegraphen-Bureans. Die vier deutschen Frachtdampfer „Malaga". Carr". „G reichen Mül ler" und „Kette" wurden „Astonbladet" zufolge in dm letzten dtacht beim Eingänge zum Hafen von L U l e a m schwedischem Hoheitsgebiet von zwei russischen Zerstörern^ verfolgt und zum Stoppen aufgefordert. Das schwedische Torpedoboot „Virgo" steuerte dann in voller Fahrt geqeir die russischen Fahrzeuge, die sogleich um- kehrterr und gegen ^-üden entflohen. Die „Virgo" verfolgte, fertig zur Arbett, die fliehenden russischen Schiffe. Dis deutschen Dampfer liefen irachtS 1 Uhr im Hafen von Lulea ein. Stockholm. 22. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Schwedischen Telegraphen-Bureaus. Die schwedische Regierung hat ihren Gesandten in Petersburg beauftragt, bei der russischen Regierung gegen die Verletzung ihrer Neutralität in der Malagw-Virgo-Angelegenheit Einspruch zu erheben. Schwede»! und die Unterseeboote. Stockholm, 23Jzuli. (WTB. NichtMivtlüb.) W.ic „Svenska Telegrammbyran" mitteilt, hat die schwedische Regierung das seü dem 20. Dezember 1912 bestehened Verbot für fremde Unterseeboote, in schwedischen Geivässern zu fahren oder Aufentlmlt zu nehmen, durch eine am 28. Juli in .Kraft ttetenoe amtliche Bekamrtmachung eraänzt. Tie Verfügung lautet nunmehr: Unterseeboote, die zum Gebrauch im Kriege ausgerüstet sind und ßinev fremden Macht gehören, dürfen auf die Gefahr hin, ohne vorherige Warnung mtt Waffengewalt angegriffen zu werden, nicht in schwedischen Hoheitsgewäfsern innerhalb dreier nautischer Minuten (Seemeilen) vom Lan.de oder von der schwedischen Küste zu äußerst vorgelagerten Klippen in seln, die nicht stets vmn Meere, überspült siud, fahren, oder sich auch aufhalten. Ausgenommen, davon ist die Fahrsttaße durch den Oeresuud zHuschen der Breiten- parallele durch den Leuchtturm Viken, 56 Grad 8,7 Minuten nördlich und der Breitenparallelc durch den Leuchtturm Klagshamm, 55 Grad 31,2 Minuten südlich. Ist ein Unterseeboot genötigt, infolge schiveren Wetters oder Seeschadens in das verbotene Gebiet einzulaufen, so soll das obige Verbot keine Geltung haben, vorausgesetzt, daß das Boot in Ueberwasserlage gehalten wird imd feine Nationalflagge und das incernatwnale Signal gehißt hat, das die Ursache seines Verweilens angibt Wenn diese Ursache aufhört, soll das .Boot das verbotene Gebiet sobald als möglich verlassen. Eine weuere amtliche Bekauutinachung besagt, daß im Zu--' jamruenteng mit einer neuerlichen Betauurmachung die schwedischen Marinemannschaften, insbesondere^ die ^ur Wahrung den Neutralität bestimmten Wachen, an gewissen Küstenstreckeii demnächst verstärkt werden sollen Eine andere Bekanntmachung beftimmt, daß es fremden Lufk^ fahrzeugen bis auf tveüeres verboten ist, schwedisches Gebiet zu überfliegen, mit Ausnahme eines gewissen Teiles des Oeresunds> Tiefe Verordimng tritt sofort in Kraft. Algier, 22. Juli. (WTB.) Der Dampfer „Cettot" ist in der Nacht zu.m Donnerstag torpedrert worden. Die Besatzung wurde gerettet. London, 22. Juli (WTB.) Lloyds meldet aus 'Algier vom 22 Jult: Der britische Dampfer „Wolf" wurde von einem Unterseeboot v er senkt. Die Mamrschaft ist gerettet. Die Verlängerung der Landtagsmandatc. 23. Juli Vom Grosth. Staatsmiuisterium ist den veideii ^tandekamnlern soeben ein Gefetzetttwurs zugegangen, ul? E. obernialigc Verlängerung der Laudtagsmandale betritt. Die Vorlage genntrnt aber insofern eine ganz besondere Bedeutung, als sie nicht nur die Verlängerung der im Jahre 1914 abgelaufenen Mandate bezweckt, sondern auch bestimmt, daß die Dauer der anderen Hälfte der Landtagsmandatc, die im .Herbst 1917 gesetzmäßig ab gelaufen Pt, um weitere drei Jabre verlängert werderL wU- Artikel 1 des Gesetzeutwurss bestinmtt, daß die nach Art. 61, u . ^ Gesetzes über die Landstande in den Jahreii 1914, und 1916 oder in der ersten Hälfte 1917 erforderlickien Wah- leu der Abgeordneten der Zweiten Kammer auf die zweite Hälfte des Wahres 1917 verschoben werden. Im zweiten Absatz des Art 1 wurden du näheren Bestimmungen über die erforderliche Abände- rung des Art. 68 des cnvähnten Gesetzes getrofsän und der dritte Absatz bestimmt alsdami: Tie Tauer des Mandats der auf Grund der ordentlichen Erireuerungswahlen im Jahre 1911 für 6 Jahre gewählten Abgeordneten Wirdum drei Jahreverlängert Wer an dü Stelle eines vor Ablauf seiner Mandatszeit atlsge- Ichiedenen Abgeordneten gewählt lmrd, gilt für den Rest dieser verlängerten Mandatsdauer gewählt. — Zur Begründung der Vorlage wird u. a. ausgepuhtt: Tie Gründe, die zu einer Verschiebung der Landtagswahlen in der. Gesetzen vom 18. Dezeinber 1914 und 3 November- 1915 gerührt haben, lwsteyen noch fort, da das Ende dev Krieges noch nicht abznsehen ist. Es ist deshalb ange- zelgt, die Wahlen, che firr die zweite Hälfte dieses Jahres vorgesehen waren, auf die zspeite Hälfte des Jahres 1917 zu ver- Ichrebew -Pie ^auer des Mandats der wrf Grund der ordentlichen ErneuerungÄvaUen im. Jahre 1908 gewählteii Abgeordneten wurde damit rm ganzen um 3 .Jahre, also von 6 auf' 9 Jahre, verlangers iverden. ta eine Einigrmg der politischen Parteien über Sif '^lrhrmig des Besitzstandes hinsichtlich der bisher erledigten Mandate nicht erzielt werden konnte, ist auck) ein weüerer Auf- schub der Ersatzwahlen zur Aufrechterdalttmg des Burgfriedens geboten. Wenn dre im Jahre 1914 trotioendigen Erneuerungs- walsten nunmehr auf die zweite öntfte 5c§' Jahres 1917 t>er- MOben würden mit ihnen die Erneuerurigswahlen für filmm™*??? 10 ^ 1 ? u - r G äavähltcul ?lbgeordneten zu- sammentieNen ^.as Zusammentteffen der genannteti bawen Er- neuerungswaüen wurde mithin zu einer vollständigen Neubildung % i uK-SrS die nach Art. 61 des Gesetzes vom 3. Juni kb S hd L m -l ^ Füll enter Auflösung beschränkt ist. Wü ^orichrpt^des Att I, II .^nannten Gesetzes bervorgehr,' lolt in dei Regel aoer die Kaminer alle drei Jahre nur zur Halite •L l f e s, U 'T bCT ?’ antmer vorzubeugetl, sieht der Entwurf voi, ,ue -bauer des Mandats, der 1911 auf 6 Jahre gewählten Abgeordueleri um 3 Jahre zu verlängern, so daß die ordeittlichen ^9-)0 \ iir dlbgeordneten erst im Jahre 19-0 stattzuNiiden haben, pw', Maßnahme enchprtcht mich gegen- l T- i 9 P. 8 gewählten Abgeordneten insofern der K'U^keit als hierdurch che im Jahre 1911 für 6 Jahre genühlten übgeordiieteu \n ihrer Mandatsdauer den rm Jalwe 1908 maMtpH gleichm-neNt werd«i " Wir Inhalten irns vor aut chesen hier von der Regierung nrit Billigkeitsgründen mottviarken Vorschlag noch naher zurücktzukommen. Der F-ührradsti'Nwel. Abqcordneteii Ulrich und Adelung Huben in der Zwetteii Kanmter boantrugt. die Kammer wplle lichchließen, Großh^ Regierung KU erhuchen, Maßnahmen zu treffen, wodurch dw Radfahrer, che durch das Verbot der Benriizuna der Fahrräder getroffen sind, von der ZMunq des Fcchrrad- ftemvels befreit inerden. «r c schule uiti) die neue Sommerzeit. c, ^ekanitten Antrag des Abgeordneten Ko rell- ^ngelheim vom 25. Mai hat die Großh. Regierung fvl- gendc Antwort erteilt: ^ ' 'E von Anbcgrnn der Ueberzeugung nicht ver- schlosfen, daß dem gegen den Winter um zwei Stunden fiuher gelegten Schulbeginn Bedenken entgegen- stehen. Wenn imr gleichwohl an der Anordnung glauben fest- VLi£.H en ' ^ l€ tztther für Beginn und Schluß der Unterrichtssturlden gelteiiden Zertbefttmmungon mich während der fogenanuteii -ommerzeit unveräirdett in Kraft bleiben nmfsem dies im Hinblick aiif das von dem Reichskanzler ge- Ete efmawn VcrsEn. frte Wirkungen d«B^. et b^^deti während der Sommernionate abzuschsvächen aufzuheben, mtt allem Nachdruck entgegeuzittreten. Es inö^e Darlegung aber Nicht bedürfen, wie bei dem Einfluß oer Gestaltmig der täglichen -Lchittzeit auf das hmtslickx Leben ^vaterlegert des Schulbeginns dazu führeii muß, die n tsc! östlichen Vorteile zu vereiteln, welche die sogenannte Sommerzeit doch in erster Linw bezweckt. Von diesem' grnudiäräichen ^tairdpiiukt ares betrachtet, nwchten die schädlichen Wertungen der sogenannten ^ommerzett für die Schule als ein immerhue ertragliche^Kriegsobfer im Interesse der Gesamthea zu war- ^ J'W* umsomehr als in der- Zeit des HEommers, in der leiw Wirkungen am fühlbarsten sein lnrrben, die Ferien fallen Andererseits würden aus eöiem Späterlegen des Sckuldeainus Wenfalls Unzulcagttchkeiten eMstehen, so Ur die Katholiken wogen des doch, auch der Sommerzeit migepaßteu Frühgottesdienstes und für dre zahlreichen, vom Lan-d-e her die städtischeii Schulen be- suckenden Schüler wegen des Eisenbahnfahrplmls. Wir sind hier- nachher- Ansrcbt, daß ein abschließendes Urteil über die Wirkuno der >sommerze»t auch! für die Schule erst gefällt werden möchte' tvemi die Erfahrungen eines Sommers vorlieqen und die Frage Aorl-erimg steht ob die zunächst nur als Kriegsmaßnahme gedachte Anordmuig dauernde Geltung erhalten soll Die Mehrheit des Ausschusses konnte die von dei Recperung für ihren ablehnenden Standpunkt anaeriihrter Gnüude nicht ass triftig genug anerkennen, uir d. « Bedenken zu entkräften, welche besonders wegen dei infolge Einführung der neuen Soinnierzeit offensichtlick hervorgetrctenen ges-undheitlichen Schädiaunger der schiitpslichtigcn Jugend von berufenster Seite erhober worden sind. Pur ein Mitglied des Ausschusses billig« ^k^rk-ngnahme der Großhcrzvglichen Regieri.nq Til WelTrheit des Ausschusses beantragt dagegen chen Antrag des Abgeordneten Korell-Ingel heim anzunehmen. Aus Stadt r,„d Land. Gießen, 24. Juli 1916. Die rreuen Postgednhrcn bei 'Auslandsendungen. Aus Aiilaß dei Eiusährung dcr mit den Julandsgcbühren -.u erhebenden autzerordentlicheu Rcichsabgabc treten vom I.'August ab auch im Verkehr mit uachneheuden außerdeulfchcn Landern utch Gebietsteilen Gebührenärwerungen ein: . ■* '2. n f Kerker fettO 1 ' ’ flüftOl! Star im 11 ct ^beklebten om genannten ^eujianu uu un mnet-n beutjcQßU S Zuschlag ml gewissen Gruppen von Poftsendungen fl? cT dfi sabga d e wird amh im Berühr mit den Post- Generalgouve r n ement Warschau lrnb int p p <* n fl o bi e t des Oberbefehlshabers Ost, ferner »rief und Paketverkehr u a ch O c st e r r e i ch (e i n s ch l i e ß - ^ i e cli t e n fl c i n), Unga nt und dein Gencralgo u v e r- e n i L u b l i n sowie im Briefverkehr n a ch B os u i c u e g o w i n a erhoben. Bei Sendungen n a ch diesen Ländern Gebieten auf denen die Reichsabgabe nicht verrechnet ist, deren Gegenwart vom Empfänger eingezogeu. Z. B. wird nnen nach dem 1. August noch mit einer 10-Pfg.-Marke "riet einfachen Gewichts nach Oesterreich im Bestim- EMgslande vom Empfänger der Gegenwart der Reichsabgabe ei> | hoben Im Verkehr aus Oesterreich (einschließlich Liechtenstein), Ungarn, Bosnien Herzegowina und dem Generalgouvernement Lub- ’ ltn bleiben bis mit weiteres für voll sreigemachie Sendungen die f hjKherrgen Gebührensätze bestehen. Tie nach dem bisherigen Tarif u n g e ii ügen d freigemachten und die nicht freigemachten Sen- düngen der gleichen Herkunft werden in Deutschland außer mit bem fehl enden Porto nebst Zuscklagsporto auch mit der Reichs ab nabe belastet. . ^ ... ™ - - - g.aci- Luxemburg erhöht fick das Porto für Briefe (ern- schließlich Postauftrags- mrd Wertbriefe) um 5 Pfg., für Postkarten f J im Oi > Pfg. Das Porto für Pakete nach. Luxemburg bis 5 Kg. ^ beträgt künftig in der Nahzonc 45 Pfg. und in der Fernzone 70 Pfg. Für die Pakete über 5 Kg. bleiben die bisherigen Gebühren)atze in Kraft. Im G r e n z - B r i e f v e r ke h r - ren Gebührensätzen für die Anwohner T ä n c m a r f Portosätze um b ei- Dentschland um Briefverkehr zu ermäßig der Reichsgrenze — nach und den Niederlanden werden die jetzigen den Betrag der Reichsal>gabe crlsöht. Auch für die von Port eingehenden nicht freigemachtcn oder nach dem bis berigen Tarif ungenügend ireigcmachten Briefe nach den deutschen Grenzbezirken wird neben den bisher in solchen Fällen zu erhebenden Beträgen Idie Reichsabgabe in Deutschland nacherhoben Im Gtenz-Briefverkehr mit der Schweiz findet u ■" bet feit# eine Erhöhung des Portos — in 5 Pta. in der Schweiz um 5 Pfg. — statt. hinsichtlich der Gebühren für die Postsendungen nach dem Generalgouvernement Belgien ändert sich nichts. "Amtliche Personal Nachrichten. Der Groß- herzoa bat am 22. Juli den Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Butzbach Geh. Justizrat Heinr. Engel auf fein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langfährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 15. August 1916 in den Ruhestand verseht ünd ihm die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ^ t " Auszeichnungen. Ersatzreservist W. B o l z, Landwehr- Insanterie-Regiment Nr. 118, 12. Komp., Seher der Brnhl'schen Druckerei, erhielt das Eiserne Kreuz. — Dem Landwirtschastslehrer Dr Ludwig Spabr, Leutnant im Res.«Jnf.°Rgt. Nr. 80, wurde da-; Eiserne Krenz verliehen. — Vizeseldwebel Siegsried E d e l m u t h im 2. Bayerischen Jns.-Rgt. .Kronprinz", bereits Inhaber des bayerischen Verdienstkreuzes 3. Klasse mit Krone und Schwertern, wurde das Eherne Kreuz 2. Klasse verliehen. Er ist aus Beuern bei Gießen als Sohn des Gutkind Edelmuth gebürtig und zurzeit verwundet. _ c , o> ** Eine Sitznn g der Stadtverordnetcn-Ver ' am ml uv g ist auf Mittwoch, den 26. Juli 1916. nachmittags ! 5 Uhr anbcraumt. Auf der Tagesvtt>nung steht: l. Rechnungs i abschluß des Elektrizitätswerkes und .der Straßenbahii für 1914. ! 2 Rechnnngsabschlüsse des Gas- und Wasserloerks für 1914 3 Anfahrt von der Hammstraße zum Elektrizitätswerk. 4. Aende rung der Ortsbausatuing zum Bebauungsplan für das Geläirde östlich- der Marwirger Straße oberhalb des Wegs nach) dein neuen Frredbof ' Aenderung der Baufluchtlinie für die Ederstraße 6. Kriegsn>abrzeichen der Stadt Gießen 7. Zuschuß cm den Vcw- kehrsverein. 8. Ergänzung der Polrzeivervrdvung, dre Aufsicht . Kber dÄ- Hunde betreffend. 9. Grundsätze für den Erlaß von Schul geld Gr höheren und erweiterten Mädchenschul e.^ 10. (besuch des .Heinrich Baumann imi Genehmigung zum Schanttvirt)cksaftsbetricb im Haus Walltorstraße 33. ** )8on der Feuerwehr. Svnntag vormittag 9 Uhr 11 Min. wurde auf der Wache Os-wcckdsgarten Feuer gemeldet. Infolge eines Mißverständnisses fuhr die Wehr erst nach der Goethe-, dann nach der Ederstraße 21, wo in der Kucke des 3. Stockes ein kleiner Zirmnerbrand entstanden war. der durch die Hausbewohner gelöscht wurde. 9 Uhr 28 Min. rückte die Wache wieder ein. Bei' dieser Gelegeu- heit sei darauf aufmerksam gemacht, daß bei mündlichen oder telephonischen Feuermeldungen eine deut l i che Benachrichtigung der Wache imbedingt nötig ist, da bei ähnlich lautenden Stroßennahmen und undeud- licher Aussprache leicht verhängnisvolle Mißverständnisse entstehen Lmnen. Der Meldende darf sich also nicht damit begnügen, die Meldung rasch abzugeben und ebenso rasch von der Wache oder vom Telephon zu verschwinden, sondern er muß sich durch Rückfrage versichern, daß seine Mel- dung richtig verstanden ist: auch ist es besser, nicht erst zur Wache zu laufen und dort die Meldung abzugeben, sondern den der Brandstelle zunächst gelegenen Feuermelder abzu ziehen und dort die W e h r z u erwarten. ** Das heutige Kreisblatt enthält eine Bekanntmachung über Gerste ans der Ernte 1916, über den Verkehr mit Knochen, Rmderfüßen und Hornschläuchen und das Fernhalten un zuverlässiger Personen vom Handel. Landkreis Gießen. go. Grünberg, 24. Juli. Am 3. Jicki hat laut Mitteilung der Kompagnie der in Flensungen gekorene Musketter Heinrich Keller, Tambonr im Jnfanterie-Regt. 129, durch. Kopf- und Brustschuß den Heldentod gefunden. Er wurde mit 28 seiner Kameraden zusammen bestattet. — Leutnant Fritz Hille im Landwehr-Jnf.-Regt. 32, zurzeit verwundet, im Lazarett Rotes Kreuz in München, wurde am 12. Juli mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse ausgezeichnet. ep. Hungen, 23. Juli. Hans Mette, der früher bei Bürgermeister Fendt dahier in Stellung war und vorigen Sommer in das 4. bayerische Feld-Art.-Regt. in Augsburg eintrat, ist mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden. --- Röthges, 20. Juli. Wahrscheinlich als eine Folge des Krieges imtß das Vorkommen von Wildschweinen in unserer Gegend angesehen werden So hat eine Rotte dieser ochroarzkittcl in der Gemarkung Röthges im Kartoffelfeld und im Getreidefeld große Verwüstungen angerickstet Trotzdem auch im Wald die An Wesenheit dieses für hiesige Gegen d'seltenen Wildes fest gestellt werden konnte, ist es noch nicht gelungen, eines dieser Borstentiere zu erlegen. Auch aus anderen Orten der Uiugegend 'werden Verwüstun gen durch Wildschweine laut. Anfangs der 60 er Jahre trat zum letztenmal Schwarzwild in größeren Rotten in den benachbarte^ Laubacher Waldungen ans. Gegenwärtig ist eine Kommission damit beschäftigt, den schaden festzustellen. Stein heim bei Hungen, 24. Juli. Dent Pionier Wilh. Hofmann IÜ. von hier, bei der Pionier-Komp. Nr 286, wurde das Eiserne .Kreuz verliehen. Hofmann, im bürgerlichen Beruf Maurermeister, war bereits durch Granatsplitter verwundet steht bcretts wieder bei seinem Truppe,tteil. Kreis Büdingen. -- O r t e n b e r g , 23. Juli. Nach eingehenden Belehrun gen in den Schulen und warnren Empfehlungen in den Früh gottesdiensten fand heute in den Gemeinden Ortenberg, Bergheim, Bellmuth, Bobenhausen^ Eckartsborn, Efsolder back), 05elnhaar, Lißberg, Selters, Schwickartshausen, Usen born und Wippenbach eine umfassende H a u s s a m m l ü n g für die Volksspende zum Besten der deutschen Kriegs- und Zwtlge)augenen stau. Urets Alsfeld. 02 . 'Alsfeld, 24. Juli. Die Hessische Tapferkeits- m e d a i l l e wurde verliehen dem Ilnteroistzier Karl P l a n z im 8. Landiv.-Feld-Art.-Regi., Sohn von Will). Plauz, und dem Reservisten Philipp Ho rz im Res.-Feld-Art.-Regl. Nr. 35, Sohn von Johs. Horz dahier. ga. Merlau, 24. Juli. Musketier Karl Rühl, Sohn von Johannes' Rühl, starb in Galizien den .Heldentod fürs Vaterland. Kreis Lauterbach. la. Lauterbach . 24. Juli. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt Musketier Karl Bo pp, Bermuthshain, Leib-Kompagnie des Jnf.-Reats. Nr. 116. ü. Freie, n st sinau (Kreis Lauterbach), 24. Juli. Ten Heldentod fürs Vaterland starb in den letzten schweren Kämpfen der frühere Fahrer der Privatpost Grebenhain—Freiensteinau Lei- b o l d in lugendlichem Alter. Er stand seit Kriegsanfang im Felde. Mit ihm hat unsere Gemeinde dem Vaterland das 11. Opfer geben müssen. ' ^ , la. Gunzenau, 24. Juli. Auch unsere Gemeinde darr stolz auf eine Reihe ausgezeichneter Krieger blicken. Das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhielten: Wehrmann Johs. Greb 4., Ersatzrcscr- vist Heinrich Schmalbach: die Hessische Tapferkeitsmedaille: Unterossizier Karl Fehl 2 , Wehrmaim Karl Möller, Wehrmann Karl S t r o t t, Wchrmann Kanonier Heinrich Orth, Wehrmann Georg Schwarz. ü. Metzlos (Kreis Lauterbach', 24. Juli Unser früherer Lehrer Wilhelm Rausch aus dem nahen Bermuthshain stand als Kriegsfreilvilliger in einem Inf.-Regt. Beiden Kämpfen im füb^ westlichen Polen lvurde er leicht an beiden Füßen verwundet. Krach seiner Wiederherstellung nahm er an den Kämpfen im Argonner Walde teil. Hier wurde er zum 2. Male durch einen Granatsplitter schwer an der rechten Schulter verletzt^ Nachdem er längere Zett in den Lazaretten zu Trier und schloß Sickendorf bei Lauterbach zugebracht lsotte. konnte er als untauglich entlassen werden. Er verwaltet mm eine Lehrerstellc zu Maar bei Lauterbach. la. Rixfeld, 24. Juli. In hiesiger Gemeinde sind bis jetzt den Heldentod gestorben: Johannes Döll, Hermann Bernhard. Christian Luft, Georg Rahn. Johannes R ahn, Johannes Schaub, Ludwig Schaub, Friedrich B ä u s ch c r. — Vermißt: Ernst Buchhaupt. — Verunglückt: Johannes Bernhard: unter den Gestorbenen sind dreimal je zwei Brüder. la. Schlitz, 24. Juli. Ter Sommer mar kt war ziemlich gut besucht, aber Kurgäste des Bades Salzschlirf, die früher zu Hunderten zum Sommermarkt kamen, waren diesmal nur in gerin ger Zahl vertreten, was auch leicht begreiflich erscheint, da in der gegenwärtigen scksweren Kriegszett unsere schmucken Landmädel undf -Burschen in ihrer kleidsamen Track,t fehlen, die immer den Hauptanziehungspunkt für die Kurgäste bideten. Dessemmgeachtet dürften die vielen Stcmdkaufleute doch auf ihre Rechnung gekommen sein. Kreis Schotten. § Herchenhain, 24. Juli. Dem Musketier Emil Jost, in der 10. Kompagnie Infanterie-Regiment Nr. 172, wurde zu seinem Geburtstage, den er gerade in der Heimat auf Urlaub verleben konnte, von seiten seiner Kompagnie eine schöne Gratulation zuteil durch Beförderung zum Gefreiten. Kreis Friedberg. OL. F r i e d b e r g , 24. Juli. Dem Reservisten Heinrich Brück, Gehilfe beim Großh. Finanzamt Friedberg, der seit Kriegsbeginn auf den verschiedensten Kriegsschauplätzen gekämpft hat, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. = Friedberg, 22. Juli. Nock, schwerem Leiden verstarb im hiesigen Krankenlmuse der hessische Landtagsobgeorduetc Jo u tz. im Alter von 66 Jahren. Der Verstorbene war Abgeordneter des Wahlkreises Butzbach Münzenberg und seit 1896 8Nitglied des Landtages. Zunächst gehörte er der freisinnigen Partei an. dcurn schloß er sich dem hessischen Bauernbund an. In den letzten Jahren ge hörte Joutz eigenttrck) keiner Partsi au, da er es trotz seiner Bega bung nicht verstand, s'enrc oft sehr eigenartigen Ansichten und An träge mit dem nötigen Nachdruck zu vertreten. Ein schweres Leiden und schwierige wirtschaftliche Verhättnifse verdüsterten ihnt den Lebensabend. Der Verstorbene nxrr früher Bürgermeister von Butzbach. = Fr red borg, 23. Juli. Im nähen Schwalheim wurde der Ackerknecht Ludwig Meyer, als er sein durchgehendes Fuhrwerk crushalten wEe, überfahren und derart schwer verletzt, daß er dem lstesigen Kranken Ham e zugeführt rverden mzi.ßte. — Nack» eruem Vortrag des -Obermeisters Wilhslm Kniest-Kassel über „Die Notwendigkeit des Zusammenschlusses im Handwerk' Jvurde heute unter reger Beteiligung eine Fachgruppe selbständiger Schreiner von Friedberg und Umgegend gegründet. Den Vorsitz über nahm H o ffchve i nermeister August M ö l l e r. bz. Butzbach, 24. Juli. Das Großh. Kreisamt hat für Gemüse folgende Richtpreise augesetzt: Wirsing das Mund 10 Mg-, Weißkraut 8 Pfg., Rotkraut 15 Pfg., oberirdischer Kohl rabi 10 Pfg., Blunkeukohl das Stück 30—60 Pfg., gelbe Rüben Karotten) das Pfund 10—12 Pfg., frisch Erbsen 16 Pfg., grüne Bohnen 35 Pfg., Znuebetn 24 Pfg., Kopfsalat das Stück 3 bis 5 Pfg., große Gurken je nach Größe das Stück 20—40 Pfg. Für den Verkauf vou inländiichen Landeiern werden bis auf weiteres folgende Preise festgesetzt: Gier im Einkauf auf dem Lande 22 Pfg., im Verkauf an die Verbraucher 24—25 Pfg in den Ladeugesckmften 26Pfg. Händler und Händlerinnen haben bei Nichteinhaltung dieser Preise die Gntzretzung der Ausweiskarle neben etwaiger anderer Bestrafung zu erwarten. Butzbach, 24. Juli. Gestern nachmittag gegen 2% Uhr ist der Gießereiarbeiter Wilhelm Jung von Kirchgöns beim Baden in der Lehmkaute der Firma Gebrüder Vogt dahier ertrunken nt. Nieder-Florstadt, 24. Juli. Der Musketier Wilhelm Merz von hier, der seil Februar 1915 im Felde steht, z. Zt. im Infanterie-Regiment Nr. 353, ivurde mit dem Eisernen K r e u ausgezeichnet. :: Pohl-GönS, 22. Juli. Der Gefreite Robert Arnold Sohn des Wagners Arnold, geriet, am Oberarm verwandet, bei den Kämpfen im Westen in englische Gefangenschaft und befindet sich, nach von ihm selbst heute hierher gelangter Mitteilung, in einem Gefangenenlager in Schottland. oa. Vilbel, 24. Juli. Dem Pionier-Gefreiten Gottfried Lehr bei einer Minenwerfer-Kompagnie wurde die Hessische Tapserkeits medaille verliehen. = Aus der Wetterau, 23. Juli. Die Heuernte ist be eichet. 0>roße Mengen hat der Bauersmann auf seinem Heuboden aufgestapelt. Die Güte des Heus ist aiich vorzüglich, wenn es auch teilweise in der Farbe verdorben ist. In iwrmalen Jahren pflegk der Landmann in der Zeit zwischen Heu- und Fruchternte etwa wie er sagt — auszuschnaufen. Heuer aber trifft es nicht zu. >tti folge der au haltenden schlechten Wittermrg haben sich die Arbeiten, sehr gehäuft. Mitten ins Heumachen fiel das Schneiden des Winterrapfcs, der sehr guten Ertrag liefert. Die neu heraus gegebene Bestimmung, daß jeder Erzeuger für seinen eigenen ltze brauch 60 Pfund schlagen darf, wird den noch Zögernden zum An bau ermuntern. Kaum war das letzte Heu eingebracht, mitunter auch mitten im Heumacher da reifte die Wintergerste heran und mußte geschnitten werden. Mcht nur, daß der Halm fast doppelt so groß ist. als vorjährig, auch der .Körnerertrag ist als gut zu de zeichnen. Wenn es mm die Somre noch lveiterhiu gut meint, wie die zwei Tage vorher, so werden auch die Sommergerste und das Korn schnittreif werden Soeben ist mcnr daran, die Dickivurz zu hacken, die sehr uukrautig sind. Gemüse zecht einen prächtigen Stand. Auch in den Gärten gedeiht es prächtig. Zwiebeln, Karotten und Erbsen liefern gute Erträge, mir die Gurken wollten ohne Sonnenschein nicht zur Blüte gelmigen. Allenthalben ist man mit dem Stützen der Obstbäume, besonders der Zwetschen beschäftigt Letztere stellen eine Ernch in Aussicht, wie seit Jahrcir nicht. Stürkcnburg und Rheinhessen. Offenbach, 23. Juli Gestern vormittag nelen zu»er Kruder beim Spielen in den Nicun und ertranken, ehe ihnen Hilfe gebracht werden konnte. Tic Leichen konnten noch nicht geborgen werden. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 24. Juli. Der Stadt Wetzlar waren für die abgelauiene Woche 8 Stück Rindvieh. 23 Schweine und 12 Kälber zugewiejen. - - Der Höchstpreis für Frühkartoffeln tm Klemyaudel ist für den Stadtbezirk Metzlar auf 11 Pfg- das Pfund festgejetzt. 24 Juli :0cu oeni Eisernen ätteuz i au D ragoner Willy Knebel. stlarde-Drag. Ge° Wa. Wetzlar, wurde ausgezeichnet: ^Wa. Aßlar, 24. Juli. Für das Vaterland ist gestorben Heiter Wilh. Fink, Res. Jnf-Rgt. 46. 8. Komp., früher un Res.- Juf.-Rgt Nr. 81, 10. Komp. . Wa. Bi s ki r ch c n , 24. Juli, Unteroffizier AuguN Web e r, Landwehr Ins.-Regt. Nr. 116, 7 Komp, erhielt das Kreui «Inhaber der Hessischen Tapserkeitsmedaille ist er dereu.' Wa. G r i e d c l b'a ch , 24. Juli. Ersatz-Res. Heinrich >1 o tt e r . 3. Garde-Regt. zu Fuß, 6 Komp, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet Wa. Münchholzhausen. 24. Juli. Mit dem Eisernen Kreuz II Kl. ausgezeichnet wurden: Grenadier Wilhelm Vogt. Reserve-Jns.-Rcgt. Nr. 262. 3. Komp. Wo. Schwalbach, 24. Juli. Das Eiserne Kreuz crhiett: Telegraphist Fritz Keßler, Fernsprech-Abt. Nr. 7. Hessen-Nassau. da. Gladenbach, 24. Juli. Im Osten erhielt der Erjatz^ Rejeroist Wilh. Happel, der süugste Sohn des ^chmiedemeisters K. Happel hier, das E i s e r n e K r e n z. ~ = Frankfurt a. M., 24 Juli. Von dein bei Dietesheim nntergegangcnen Kahn mit .5000 Zentnern rumänischer Bohnen ist der größte Teck, wie wir von beteiligter >Leite ermhren, gerettet worden Die Ladung wurde durch L-elbstgreiier aus dem Kühn gehoben und auf zwei Booten in den Frankfurter Osthafen gebracht. Etwa 1000 Zentner sind vollständig trocken, 2600 Zentner sind angenäßt und werden in den Dörröfen der hiesigen Brauereien getrocknet, sodaß sie als Viehfittter Verwendung finden können Ob der Rest verwcndungssähiig ist, wird die heute stattnnoende llntersuchung ergeben. Die Ladung war bei der „Allianz" veriiwert --- Frankfurt a. M., 23. Juli. Am^Samstag ttawn hieracht Zeitungsberichterstattcr aus Amerika. Schweden, Dänemark. Norwegeii, Rumänien usw. ein. Sie begaben sich nach einer Rund fahrt durch die Stadl an die Westfront. Aus dem Zweiggeick>äit von Latfcha in Sachsen ha useii stahlen T i^c b e zehn Speckseiten, sämtliche Eier, Wein, Zigarren und viele andere Gegenstände Um einen etwa auf die Spur gesetzten Polizeihund irre oi tübren, bestreuten die taktisch erfahrenen Diebe einen großen -perl ihres iebsweges mit Pfeffer. - Kassel, 23. Juli. Im Regierungsgebäude tagte am Samstag eckw große Konferenz, an der zahlreichie Vertreter des taatsmimsterrums, der Strombauverwalttingen und Beamte der Edertalsperre teilnahmcn. Es handelte sich um die iveitere Nutzbarmachung der Ede r t a l svc r r c für die elektrische Licht- und Krastversorgnng. Die Verhandlungen wurden von Geheimrat ^.r Huttenheim- Berlin geleitet und betrafen in erster Lrnie tue Versorgung des Stadt' und Landkreises Witzenhausen mit Licht und Kraft. Eine iveitere Verhandlung über den Ausbau der clektris'ckeii Ueberland-Zentralc findt't in etwa ^wei Wochen statt. fl. Hers seid a. d.. Fulda. 23. Julr. Auf dem Kali berqwerk Nippa bei .Heimboldshaufen wurde gestern der 10jährige Arbeiter Bein bei der Ausführung von Spreng arbeiten' durch einen zu früh abgefenerten svrcngfchnß getötet. Bein war verheiratet und h-interläßt eine Witwe mit sechs unmündigen Kindern. _ verninchter. Ein Bootsunglück auf der Spree. Berlin. 23. Juli. WTB. Nichtamtlich In der Umgebung von Berlin l)at sich heute ans der Obers'pree ein schweres Unglück ereignet- Ein P er so n en d amp fer stieß mit einem Mit A n s,f l ü g l e r n dicht besetzten M o t o r bo o t z u - am men, von dessen Insassen mehrere ums Leben gekommen sind. Man spricht von 20 Toten, doch liegen noch keinerlei amtliche Nachrichten vor. Berlin, 24. Juli Die Morgenblätter bringen erschütternde Einzelheiten über das Bootsunglück aus dem Langen See bei Grünau, wobei der Dampfer „Hindenburg" der Reederei Nkbcking das Motorboot „A n na" quer d n r ch s ch n i t t, so daß das Boot augenblicklich sank und nur der Bug einige Zeit ans dem Wasser hervorragte. Das Motorboot faßte 50 Menschen und 'war voll besetzt. Die Mehrzahl der Fahrgäste waren Frauen und Kinder, die sich über die hier ziemlich breite Dahme hrnübersctzen lassen wollten. Der Führer des Motorbootes glaubte, an dem Dampfer noch vorüberkonrmen zu körnten, da gellten schauerliche Schreckensruse Sämtliche Insassen des Damps- bootes fielen ins Wasser. Es'ivar ein schreckliches jammerndes Durcheinander. Herbeieilende 9ttider- und Segelboote taten ibr Bestes. Jmmerhm dürften 20 Personen ihr Leben verloren bcrben. Wetteraussichten in Heiter, trocken, ivarm. Hessen am Dienstag, den 25. Juli 1916 Letzte Nachrichten. Deutsche Torpedoboote nahe der Themsemündung im Gefecht. Berlin, 24. Juli. (WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 22. zum 23. Juli unternahmen deutsche Torpedoboote von Flandern aus einen Vorstoß bis nahe der Themsemündung. ohne auf feindliche Seestreitkräfte zu treffen. Auf der Rückkehr stießen sie am 23. Juli morgens auf m c h r e r e e n g l i f ch e k l e i n e K r e u z c r der Aurora- Klasse und Torpedobootszerftörer. Es entspann sich ein k u r z c s A r t i l l c r i e g c f e ch t. im Verlauft dessen Trefftr- Wirkungen auf die Gegner erzielt wurden. Unsere Torpedo boote find unbeschädigt in ihren Stützpunkt zurückgekehrt. Der Chef des Admiralftabs der Marine. * Aus Riga. Kopenhagen, 24. Juli. ..Berlingske Ttdende" berichtet ans Paris: Der Korrespondent des „Journal" telegraphiert aus Riga, daß ungefähr zwei Drittel der Bevölkerung die Stadt verlassen haben. Riga biete einen traurigen Anblick, die Stadt ist aber ruhig Dic rumünifchc Lebrnsmitttlausfuhr. Bukarest, 24. Juli. Im Zusammenlsang mit der Weige- rimg, dic zur Zurückziehung des Abschlusses der Zenttalkommo'mm für Aprovifioniernng führte, nämlich die Ausfuhr von Mais und Hülsenfrüchten zu verbieten, Iwt die Zentral ko in miss wu für die Ausfuhr eine Reihe weiterer Maßregeln beschlossen, ^dre den Bestand für den inneren Bevori sicherstellen sollen. So ist u. a. beschloisen nwrdcn, daß dic für den inneren Bedarf festgesetzte lOprozcmttge Quote von dcw zur Ausfuhr gebrackcheu Ware abgezogen wird, sobald sich der verkaufende Landwirt darüber nicht ausweiseu kann, daß er die ernmhnte 40prozentige Quote lnreits abgeliesert bar Bisher sind von den verkauften 100 Waggons Mais etwas über 10 000 zur Ausfuhr getmrgt. Da nach Ar- ftkel 3 des Vertrages der -hmtralkommiffion für Ausfuhr mit den Vertretern der Zentral machte der Vertrag bis zum 30. September .1916 durchgeftihrt werden soll, so müßten durchschnittlich täglich 900 Waggons zur Ausfuhr gelangen, linker der Voraussetzung. daß die Regierung einem weiteren Epport in der Prcu'is keine Schavierigkeiteil bereitet, sind das Mengen, die die Bukarester Transportorganisation der I. E. 0). mit Leichtigkeit lwwaltigen könnte. Dos holländische VoltsvcrsorgungSlicfctz. Haag. 24. Juli. Der Entwurf des holländischen Bolksversorgungsgesetzes. der gestern vom Münster Posthume der Kommission vorgelegt wurde, enthält die Jugesländ- mssc der Regierung gegenüber den Forderungen der Gemeinden. Das Ministerium ist bereit, den Otz'ietzentwurf dabin abzuändcrn. daß für gimügende Vorräte an Lebensmitteln und Heiz materitt um nicht durch die Gemeinden, sondern durch die Regierung gewrgt werden soll. Auch werden billige Lebensmittel und Heizmaterialleit nicht nur iür die Minderbemttleiten, sondern auctz für alle Volks- freife zur Versügung gestellt werden -Ttic Oseineuiden sollen 25 Pro- z«u der für die'Verbilligung der Prerft riU-slel-tviden Kosten Lagen, Dasere so umigstgehebte und herzensgute Tochter, Schwester und Tante Marie Stein ist heute nach langem, schwerem mit grosser Geduld ertragenem Leiden sanft entschlafen. In tiefer Trauer: C. Stein u Frau Margarethe, ged. Lerres Minni Schwarz, geb, Stein u. Kinder Ella Retter, geb. Stein Emmy Steinl Unerwartet erhielten wir die tranrige Nachricht, da6s mein innigstgeliebter, hoffnungsvoller Junge, unser teurer Bruder Walter Koppe nach 17 monatlichen schweren Kämpfen im 22. Lebensjahre sein junges Leben opfern musste. Giessen (Bergstrasse 20), den 24. Juli 1916. [5334 hi tiefem Kummer: Frau Luise Koppe Max Koppe, Leutnant der Reserve abk. Offz. im Gef.-Lager Burg Lidda Koppe. Giessen (Schanzenstr. 16), den 22. Juli 19 1 6. 6332 Die Beerdigung findet statt Mittwoch, den 26. Juli, 4 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes. Beileidsbesuche dankend abgelehnt. Verkaufe morgen auf dem Markt! schnittfest. i:i 1 Mund Dosen 160 Pfg. Kostproben werden verabreicht. 010881] Adolf Niekmro. O OOODÄGGH Cießelltt-Haussraukll herein Oie volksspende für die kriegs- nnä zmlgefangenen JeutsUn. Für unsere Kriegsgefangenen gingen ein: Bei der Bant für Handel und Industrie: Pros. Trendelenburg und Frau 200 Mk., Frau H. Schudt Ww. 15 Mk., Frl. A. Langsdorf, Homberg 50 Mk., Dr. Leutert 100 Mk., Rentner Emmelius 100 Mk., Frl. M. Emmelius 10 Mk., Frl. Clara Emmelius 10 Mk.. K. Haberkorn 10 Mk., Geh. Pros. Or. Geppert 100 Mk., I. Dern Wwe. 20 Mk. Bei der Gewerbehank: A. N. 1000 Mk. Bei der Mitteldeutschen Creditbant: Pros. Hansen 20 Mk., Prof. Jesionek 20 Mk., Aug Dominik 3 Mk., Joh. Rinn 5 Mk., K. Becker II Der Vorstand des Vereins hat es übernommen für die Stadt Mehl abzuwiegen. Mitglieder die sich an der Arbeit beteiligen wollen, werden gebeten sich Montag nachmittag von 6 bis 8 Uhr oder Dienstag vorniitlag von 11 bis 12 Uhr in der Geschäftsstelle, Mäusburg 5 zu melden. Groffe Sendung Pflaumen angetommen. das Pfd. 21 Pfg. Verkauf Montac nachm, von 6 bis 8 Uhr. Die Vorsitzende. lontag 53380 Photogr. Apparate Schlosser Hilfsarbeiter für die Revision und Hilfsdreher werden jederzeit gegen hohen Lohn eingestellt [4977 H Schafsstaedt G. m. b. H. A°L7°vreher und Werkzeugschlosser bei gutem Lohn sofort gesucht. (EigeneKantine und Schlafsäle vorhanden .) Hcddernbeimer Knpfer- werk, Frankfurt a. M., Heddernheim. 5329hv ZNgerKlhrbmslhe gesucht b. freierKost u.Wohng. Schmall, Biergrohhandlg., Hessischer Hof. 15835 Zu sofort. Eintritt suche einen gewandten, ordentl. Zungen aus guter Fannlie als [ 51S0 Kellnerlehrling Käfter tuuss Hettlcr Reinrasf. Saaner Ziegen lamm zu verkaufen. 010883 Wiffmar Nr. 203. Silb.-Rammler, 10 Wochen, zu verk. I-ikochstr. 36. 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