Nr. (70 Der « Achmer Hszech-r erscv^Mt täqüch, «cher Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich OictzcnerZamilierrblStler; zweimal möchentl.Xreir- vlatlsSrd«« Nreis Kietzen (Dienstag und Freilag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschluffe: sürdieSchrittleitung112 Verlag,GeschäftsstelleS1 Adreffe iur Drahlnach- richten: Anzeiger Giehen. Amitchme von Anzeige» lür dte TageSnummer bis zum Abend vorher. Erstes Blatt (66. Jahrgang Samstag, 22. Juli (9(6 Hotartons^rud uaO Verlag der vrghl'schcn Unio.vuch- und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung. Seschästrftelle und Druckerei- §chulstr.7 A e z n q 6»«r e; Z: monatl. 90 Pf., Vierteljahr!. Mk. 2.65. durch Abhole- u. Zweigstellen inoitatl. 80 Pf.: durch diePost Mk.2.^5 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., atlSiv. 20 Pf. — Haupt- schriitleiter: Aug. Goetz. Verautlvortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und übt richtssaal: Fr. R. Zenz für den Auzeigentell: H Beck, fnintlirf) tu Gießen Der feindliche hauptschlag aus beiden der Somme gescheitert. WTB.) GrvtzeS Hauptauartier, 21. Juli (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Der gestern gemeldete englische Angriff in der Gegend von Fromelles am 19. Juli ist. wie sich herausgestellt hat. von zwei starken Divisionen geführt worden. Die tapfere banrische Division, auf deren einen Frontabschnitt er stieß zählte mehr als zweitausend Leichen des Fe i n- d^es im Vorgclände und hat bisher vicrhundertein- u n dacht zig G c f a n g e n e, darunter zehn Offiziere, sowie sechzehn Maschinengewehre abgeliefert. Auf beiden Ufern der Somme holten die Feinde gestern, wie erwartet wurde, zu einem S a n p t s ch l a g e aus. Er ist gescheitert. Die Angriffe wurden nach kräftiger Vorbereitung auf einer Front von nahezu 40 Kilo- Metern von südlich Pozieres bis westlich Pcrmandovillcrs in zamretchen Wellen angesetzt. Mehr als siebzehn Divisionen mit über zweihunderttaufend Mann nahmen daran teil. Das kärgliche Ergebnis für den Gegner ist. dag me erste Linie einer deutschen Division in etwa drei Kilometer Breite südlich von Hardecourt aus dem vor- denken in den 800 Meter dahinter liegenden nächsten Graben gedrückt wurde und daß feindliche Abteilungen in das vorspnngende Wäldchen nordwestlich von VermandovillerS erndrangen. Auf der gesamten übrigen Front zerschellten die wütenden Angriffe an der todesmutigen Pflichttreue unterer gruppen unter autzerordentlichenPer- L2r1£5 * ^ jL r ?* f nde. Auch der im Grabenkrieg überraschende Einsatz cnglischerReitereizu Pferde konnte d«an nuhts ändern. Es find bisher fiebzehnOffiziere um» ruuD zwolfhuud lungsstellen nach Bedarf und schließlich die Koinmunalverbände. !Die Landeszentralbehörden der Bundesstaaten können nach Bedarf für einzelne Teile ihrer Bezirke Bezirksverteilun gsstellen errichten. Die Reichsstelle für Speisefette ist ganz ähnlich aufgebant und zusammengesetzt wie die Reichsgetterdestelle oder die Reichsfleisch-- stekle. Tie Verwaltmrgsabteilung hat die Kopfration des Speise- fettverbrauchs festzusetzen und einen Verteilungsplan für die Ablieferung von den Konnmmalverbänden und dre Zuweisung an sie aufzustellen. Zur praktischen Durchführung der Versorgung werden zunächst die in Molareren hergestellten Speisefette für den Kommunalverband, in dem die Molkerei liegt, beschlagnahmt. Als Molkerei gilt dabei jeder Betrieb, in dem tägliche mehr als 50 Liter Milch im Durchschnitt verarbeitet werden. Trotz der Beschlagnahme bleibt die Rücklieferung von Butter au die Milchlieferer sowie die Verwendung von .Butter in der eigenen Wirtschaft, sofern die Molkerei ein landwirtschaftlicher Nebenbetrieb ist, erlaubt. Die Reichsstelle kann jedoch, falls dies nöttg ist, die Mengen der Rücklieferung soNüe des Selbstvcrbrauchs beschränken. — Außerdem können Kommunal verbände, soweit dies zur Deckung ihres Bedarfs erforderlich ist, mit Genehmigung der zuständigen Verteilungsstelle ohne Beeinträchtigung des eigenen Bedarfs der Herstellung die käufliche Ueberlassung der in ihrem Bezirke vorhandenen, nicht in Molkereien hergestellten Speisefette an die von ihnen bestimmten Stellen oder Personen verlangen und können verbieten, daß diese Speisefette anderweftig abgesetzt werden. Dadurch kann der An - und Verkauf von Butter durch Händler, die nicht vom Kommunal verband zugelaffen sind, verhindert werden; auch wird hierdurch die sogenannte „93auenifriitter" her allgemeinen Verkehrsregelung unterworfen. Weiter können die Kommuiralverbände die Herstellung von Butter in landwirtschaftlichen Betrieben, aus denen die Milch oder die Sahne an Molkereien zu liefern ist, untersagen und dadurch verhindern, daß Buttermengen der allgemeinen Versorgungsregelung entzogen werden. Schließlich können HaltervonKühen — wiederum unbeschadet ihres eigenen Bedarfs — soweit es zur Sicherung des Bedarfs an Milch und Fett für die Gesamtbevölkerung erforderlich ist, angehalten werden, Milch an Molkereien oder andere Stellen zu liefern; auch kann die Entrahmung der Milch und die Lieferung des Rahms angeordnet werden. Tie Anordnung geht, wenn die liefernde und die empfangende Stelle im gleichen Kommunalverband liegen, von dettl letzteren, sonst von der Reichsstelle aus. Die Vorschrift ist von erheblicher Bedeutung für die Milchversorgung der Städte. Die Verbrausregelung liegt in den Händen der Kommunalverbände, die laufend ihre Ueberfchüsse an die Verteilungsstellen abzuliefern haben. Die Preisregelung erfolgt nach den gleichen Grundsätzen wie bisher. Die Tätigkeit und die Befugnisse des Kriegsausschusses ft'rr pflanzliche und tierische Fette und Oele bleiben, abgesehen von der Verteilung, welche aus die Reichsstelle übergeht, unberührt. Auch auf ausländisches Schweineschmalz und Auslands butter beziehen sich die Beschlagnahme- und Ablieserungsvorschriften der vorliegenden Verordnung nicht. Für die Regelung der Versorgung mit Auslandsbutter kann der Reichskanzler besondere Bestimmungen erlassen. Dem Reichskanzler bleibt auch Vorbehalten, die Bewirtschaftung von Milch und Käse der Reichsstelle für Speisefette zu übertragen und den Verkehr mit diesen^ Erzeugnissen zu regeln. Die Hauptbeftimmungen der neuen Verordnung (Beschlagnahme, Ablieferung der Ueberfchüsse) treten mit dem 12. August, rn übrigen sofort in Kraft. Die Regelung des Papierverbrauchs. Berlin, 21. Juli. (WTB. Amtlich.) Die Verordnung des Reichskanzlers vom 16. Juli 1916 unterstellt auch den Verbrauch von anderem als maschinenglattem und holzhaltigem Papier ftir Druckwerke aller Art, Aäusikalien. Zeitungen, Zeitschriften und sonstigen periodisch erscheinenden Druckschriften der Ueberrvachung der KttegÄvirtschastsstelle für das deutsche Zeitungsgcwerbe. Ein- g-esührt ist vor allem eine mehrfache Anzeigepflicht; sic erstreckt sich aus den Verbrauch in den Jahren 1913, 1914, 1915 und im ersten Halbjahr 1916, bei periodisch erscheinenden Druckschriften auch .aus 'den Seitenumfang in den gleichen Zeitabschnitten, ferner aus den Papierbestand am 1. August 1916. Mle diese Anzeigen sind bis zum 7. August 1916 der Kriegswittschaftsstelle aus Fragebogen, die von dieser Stelle anzufordern sind, zu erstatten. Ferner W regelmäßig der Verbrauch des letzten Monats jeweils bis zum 10. des folgenden Monats anzuzeigen, erstmalig ftir Juli bis zum 10. August. Tie Meldepslichtigen haben ihre Bücher so zu führen, daß Bezug, Verbrauch und Verwendungszweck des Papiers jederzeit nachgewiesen werden kann. Die Kriegswirtschaftsstelle darf Einsicht in die Bücher nehmen. Tie Verorvnung begrmidet ferner, ebenso wie es schon für maschinenglattes und holzhaltiges Trrcck- papier vorgeschriebeir ist, einen Vermittelungszwang zu Gunsten der Kttegswirtschaftsstelle; Bestellung und Abruf des Papiers, auch von solchem, das aus eigenen Fabriken bezogen wird, geht ausschließlich durch die Kttegswirtschaftsstelle. Der Versand des Purpurs cm die Besitzer ist der Kr iegsnnrtschastssteile binnen zwei Tagen anzuzeigen. Papier, das ursprünglich zu anderen Zwecken bestimmt war, darf zur Herstellung von Druckwerken usw. nur nach Anmeldung bei der Kriegswirtschaftsstelle verwendet werden, sie kann die käuftiche Ueberlassung von Papier, das .zur Herstellung von Druckwerken usw. geeignet ist, verlangen oder es, wenn die Ucber- lassung pickst freiwillig erfolgt, für sich enteignen lassen. Zur Tecftrng der Unkosten der Kriegswitt schaftsstelle ist von jeder Papierlieserung ab 27. Juli eine Gebühr (10 Pfennig für jede angefangene 100 Kilogramm) zu entrichten. lieber die Einzelheiten der Anmeldepflicht usw. gibt der Wottlaut der Verordnung Auskunft, die im Reichs gesetzblatt veröffentlicht ist. * Berlin, 22. Juli. Der „Täglichen Rundschau" zufolge hat das bischöfliche Ordinariat in Augsburg in einem Rundschreiben an die Geistlichen darauf hingewiesen, daß zwar die Landbevölkerung schon viel für die Versorgung der Städte ,'getan hat, daß aber doch noch entbehrliche Lebensmittel zurückgehalten oder zu überhohen Preisen verkauft werden. Die Geistlichkeit solle die Landbevölkerung auf das Unchristliche dieses Verhaltens Hinweisen und dagegen ankämpfen. Ans Stadt «nd Land. Gießen, 22. Juli 1916. SonnLagsgedanken. Dreifach gliedern wir den Lauf der Zeit. In weitem Grabe der Vergangenheit versinkt jedes Gestern. Nach unendlichen Fernen streckt sich die Zukunft aus. Zwischen beiden ein schmaler Strafen, nirgends festzuhalten, hebt die Gegenwart ihr flüchtiges Haupt empor. Es ist ein merkwürdiges Ding Um diese Gegenwart. In ihr allein schauen wir wirklich die Sonne, fühlen wir unmittelbar alles Glück und alles Leid des Lebens, regen und spannen sich an alle Kräfte des Willens. Und doch ist das Glück und Leid niemals bloß ein Uind des' Augenblicks- je tiefer es greift, um so mehr weiß es sich als das Werk und die Frucht der Vergangenheit. Und doch will alles Sinnen und Schaffen niemals dem Heute allein angehüren, es will in die Zukunft hinaus gestalten, sie erhöhen und bereichern, sich ihr einpflanzen, in ihr erst wirklich werden und ausreifen. Das ist Menschenart und Väenschenadel. Wir sind nicht Kinder des Tages. Wie sehr wir über die Frucht der Stunden klagen mögen, wir fühlen uns doch als' Herren dieser Zeit, wenn unser Auge fortwährend die noch ungxwtordene Zukunft sucht und hie Bausteine zu ihrem unendlichen Werk fortwährend herzu- trägt. Und uns ist diese Vergangenheit nicht vergangen, wenn dies Wunder des Gedächtnisses ihre zahllosen Bilder sesthält in treuem Gemüt und in ihrem Lieben und Schaffen und Kämpfen die Wurzeln unseres eignen Lebens cm flucht und hütet. Das ist Menschenart und Menschenadel: die Vergangenheit halten wir in unserer Gegenwart fest, die Zukunft nehmen wir schaflend und hoffend voraus. Wer könnte diese Gegenwart des Krieges ertragen, wenn es anders wäre? Sie ist ein herrliches grausiges Heute. Aber mit all ihrer Last und Not, all ihrem Kampf und Sieg, ihrem Leid und Sterben, ist sie aus weiter deuflck)er Vergangenheit herausgeboren. Wir kämpfen' um Land und Reich. Aber in ihnen um das Erbe, das die Helden der Vergangenheit uns hinterließen; Mes, was deutscher Gedanke, deutsches ernstes Wahrheitssuchen, deutsche zarte Innigkeit und eisernes Pflichtgefühl an unvergänglichen Gütern des Geistes diesem Volk in heißem Mühen erworben, das hüten wir an all unfern Grenzen. Und alle Helden, die jemals auf deutscher Erde deutsches Schwert gefiihrt, kämpfen mit in den Reihen unserer Feldgrauen; sie alle, alle sind uns bleibende Gegenwart in dem ungeheuren Entscheidnngs- kampf um Deutschlands Gesch-ichte. Und wenn der Tag dann noch so schwer auf unserm Nacken lastet, diese Vergangenheit bürgt uns für die Zukunft, sie wollen wir hinüberretten zu kommenden Geschlechtern, sie verpflichtet uns zu Kampf und Opfer, sie läßt uns über alles Leid hinweg die Sonne der Zukunft suchen und ahnen. Nur dein kann, aber dein auch muß dieser Krieg und dies Heute zu einem unerträglichen Erlebnis werden, der den Reichtum und die Kraft, das Streben und Ringen, die Arbeit nnd den Erwerb einer langen, langen deutschen Geschichte nicht in ihm um sein Recht auf Dasein kmnpfen sieht, der aus dieser Vergangenheit nicht die unbesiegbare Hoffnung der Zukunft schöpft. EL> 4 Der Probedrusch. Das Kriegsernähruntzsamt hat die Absicht, die.ftn vorigen Jahre erfolgte Schätzung der ungedvoschenen Körnerernte in jedem einzelnen Bettiebe nicht wieder vorznnehmcn. Dieses Verfahren hat zu ganz falschen Ergebmssen geführt, weil eine richtige Schätzung der Körnermenge im Stroh auch dem sorgsamsten, gewissenhaftesten Landwitt nicht möglich ist. Andererseits muß durch eine Ernteschätzung das Kttegsernährungsantt und die Heeresverwaltung instand gesetzt werden, Bestimmungen über die Bcwitt- schaftung des Getreides zu treffen. Es muß von ihnen entschieden werden, wieviel Getreide für die menschliche Ernährung in Form von Brot, Graupen, Grützen ußv. zu verwenden ist, wieviel Getreide zur Versütterung frei bleibt, wieviel den Brauern belassen nrerden kann, wie das Ausmahlperhältnis sestzusetzen ist, wieviel Hafer für die ZivBfferde übrig bleibt und vieles andere mehr. Das kann man nur dann richtig regeln, wenn man einigermaßen weiß, was vorhanden ist. Jedermann kann selbst ermessen, wie weit- tragende Bedeutung diese Entschließungen haben und wie wich t i g daher jetzt im Kriege die Ernteschätzun-gen sind. Fehler bei einigen Schätzungen, gleichviel ob nach oben oder nach unten, führen leicht zu irrigen Maßnahmen — und diese fühlt das ganze Volk, der Verbraucher wie der Erzeuger. Schwere Mißgriffe infolge falscher Statistik können verhangniÄwlle Wirkungen für den Kriegsausgang haben. Zu den hierzu nötigen Maßnahmen, deren Bekanntmachung in nächster Zeit erfolgen wird, gehört auch ein fachgemäßer Probe- d r u s chi. Ein solcher hat nur dann Wett, wenn die sMchen genau feststehen. Es müssen daher rechtzeitig d-irrch zuverlässige Perionen einzelne Flächen abgemessen werden: es muß ferner veranlaßt we^en, daß das Getreide von ihnen getrennt gelagert und bald, womöglich aus der Hocke, gedroschen tvird. Wo das nicht tunlich ist, können Treschresultate von ganzen Feldern (Schlägen, deren Größe festste ht. verwendet werden, wenn sie ganz ausgedroschen ind. Für den Probedrusch sind weder besonders güte noch besonders schlechte Felder imh_ Probesläcl?en. vielmehr ioidje Flächen anszu- wählen, die möglichst dem Durchschnitt der Otte entsprechen. Eine größere Anzahl einzelner Truschergebnisse in derselben O^meinde mindert die Gefahr von Jrrtümern und steigert heu Wett der Erhebungen bedeutend. Auf gute Auswahl und genaue Durchführung kommt es aber nwft mehr an, als aus eine große Zahl der Erhebungen. Soweit Landwirtschaftslehrer oder sonstige mit der Technik der Probedrusche vcrttaute Personen verfügbar sind, ist deren Mitarbeit besonders erwünscht. Die so gewonnenen Eingaben müssen nachgeprüft werden; sodann ist auf Grund der für geeignet befundenen Angaben eine Zusammenstellung für den Kommunalverband zu fertigen, indem aus Grund der Angaben des Prvbe- drusches der Durchschnitt settrag der einzelnen Fcuchtatten für die Gemeiird«c und in deren Zusammenstellung für den Komnmnal- verband nach der Ernteftäche-Statistik unter Beachtung gewisser Abzüge erfaßt wird. Alsdann erfolgt die Aufftellung der geßrmrcn Schä tzun gs fta tisti k. Bei dem großen Interesse, das die Allgemeinheit und der Landwirt selbst an der Vermeidlmg erneuter Fehflchätzungen hat, richtet das K. E. A. schon jetzt an alle läridlichen Behöiden und Landwirte die Bitte, Probedrusche im Sinne des Vorstehenden sorgsam vorzubereiten, durchsuführen und das Ergebnis schriftlich festzulegen, damft cs nach Erlaß der bezüglichen amtlichen ATwrdnungen verwetttt werden kann. * " Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog hat am 19. Juli die von der Stadtverordneten-Versamm- lunq zu Friedberg getroffene Wiederwahl des Georg Falck zum unbesoldeten Beigeordneten der Stadt Friedberg aus die Dauer von 6 Jahren bestätigt. ** Auszeichnung. Dem Dr. S. Schaumberger, Sohn des KausmannS H. Schaumberger hier, zurzeit in einem Lazarett in Gent tätig, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. ß,. II. VaterländischerStudentenabend. Am Montag, den 2 4. Juli, abends 8 Uhr, findet für die Dozenten und Studierenden der Landesuniversität ein Vaterländischer Abend auf der Freilichtbühne statt. ** S a mm e l t die Kirschen st eine! Wer die Knappheit an Fetten und Oelen so unliebsam am eigenen Leibe verspürt wie wir alle, wird keine Fruchtkerne verloren gehen lassen. Zehn Kirschensteine geben reichlich Fett für die zu einer Händereinigung nötige Seffe, hundert Kirschensteine Oel für eine Portton Salat. Das Rote Kreuz und die Schulen sammeln die gut gewaschenen und getrockneten Steine der Kirschen, Apriwsen, Pflaumen und Zwetschen. Der Erlös der Sammlung fließt der Wohlfahrtspflege zu. Mso: nichts verkommen lassen! ** F l e i s ch v e r b r a u ch s r e g e l u n g. Auf die Fleisch- marken im Nennwert von 25 Gramm, gültig vom 24. bis 30. Juli (30. Woche), können 75 Grarnm Fleisck) oder Fleisch- und Wursttvaren abgegeben werden. Die DcehrzuteilLMg gilt nur für diese eine Woche. *■* Verlegung des LebensmittelamteS. Der außerordentlich lebhafte Venkehr, der in den mit der Bearbeitung der Angelegenheiten der Lebensmittekversorgung bettauten städtischen Dienststellen herrscht, veranlaßte die Staldtverwaltnng, iniicHause Ost-Anlage M Räume ziu mieten, in denen das neugeschaffene Lebensrnittelärnt untergebracht wttd. Die Diensttäume des Lebensmittelamtes der Stadt Gießen befinden sich von Montag, den 24. Juli 1916 ab im Erdgeschoß des Harfles Ost-Anlage 39. In Arr- gelegenheiten der Mehl-, Brot-, Fleisch-, Kartoffel-, Butter-, Fett- und Zuckerversorgnna, sowie wegen Seifen- nnd Futternttttelversorgung wolle man sich an das genannte Amt wenden. Sprechstnnden: vormittags von 9—42 und nachmittags von 2—5 Uhr. Fernsprechanschlnß Nr. 2020. ** V om Feldb ergwe ttnrnen. Die vom Män- nerturnverein Gießen erttsandten 6 Zöglinge konnten sämtlich als Sieger zirrückkehren. Es errangen in der Ober-- stufe: Willi. Michel 61 Punkte, Otto Ruppel 55, Otto Köhler 55, Fritz Zimmer 36, in der Unterstufe: Jul. Gün ger i ch 65, Karl Ba l se r 56 Punkte. ** Auf der Gießen er Freilichtbühne wird morgen, Sonntag, den 23. Juli, „Unter Brüdern", Lustspiel von Paul Depje, darauf „Der gttlne Domino", Lustspiel von Theodor Körner, ge« geben. Der Anfang ist ans 4 Uhr festgesetzt. Mi^ß die Auttührung: wegen schlechten Wetters ausfallen. wird dies wie üblich bis spätestens eine Stunde vor Beginn der Aufführung durch Anschlag am Stadthcruse bekannt gegeben werden. ** Selbstversorger. Unternehmer lmchwrrflchaftlicher Bettiebe. die mit ihren Brotgetreide bezw. Mehlvorräten aus der Ernte 1916 mirrdestenS bis 1. Januar 1917 ansreichen uitb als Selbstversorger eingetragen werden wollen, werden in einer Bekanntmachung im heuttgen Blatte aufgesordett, alsbald einen diesbezüglichen Anttag auf dem Lebensmittelamte, Ost-Anlage 39, zu stellen. ** Die Verwendun g von Zucker zu LuxuS- Süßigkeiten ist vielfach -mit guten Gründen beonstandet worden. Allzuviel Zucker konnte dadurch nicht ntehr verloren gehen, da die Süßigkeiten- und Schokoladenindustrie schon seit denk Begnin dieses Jahres auf die Hälfte und sett einigen Wochen nur auf den vierten Teil ihrer früheren Verarbeitung gekürzt ist. Eirre Verordnung des Präsidenten des Kttegserrcährungsamtes verbiettt nun weiter die Vern^endung von Zucker zur gewerblichen Herstellung von Pralinen, Christbaum- imh Ostersachen, Fruchtpasten. Gelec- früchten, überzucketten Mandeln und Nußkernen, Schaumzuckerwaren und türkisck)ein! Honig. Gegen weilergehende Einschränkungen sprechen ernste Bedenken; jetzt schon können Arbeiter und Ar- beilettnnen nur mit Mühe beschäfttgt werden, zum größeren Teil dadurch, daß die Jndusttte sich besonders auf solche Waren verlegt, bei denen der Wert der Arbeit den des Stoffes überwiegt. Dazu kornmt die Rücksicht auf die vielen Kleinhandelsgeschaste. Me obengenannten Waren aber tverden ohne Schaden für den Verbraucher und, da dadurch Verarbeitungsftoffe für andere Zwecke frei werden, autch ftir die bei der Herstellung und dem Vertriebe Beschäftigten entbehrt werden. ** Doppelbestellung der Felder. Wie der Ktteg an unsere Volkskraft die größten Anforderungen stellt, so muß auch die deutsckie Erde geben, was irgend aus ihr l)erauszuholen ist, selbst auf die Gefahr hin, vottibergehend einen gewissen Raubbau zu treiben. Ein sehr wirksames Mittel zur Erhöhimg der Nahrungsmittel er zeuwmg lxrben wir drcrch den Zwischenfruchtbau an der 5)and. Sobald bei der jetzt einsetzenden Getteideernte das Korn in Sttegen steht, sollte auch schon der Schälpftug zwischen den Sttegen gehen, uin die Stoppeln für die noch anzubauende Nach- frucht zu brechen. Je eher und schneller die Staat in die Erde kormnt, umso besser wird der Ettrag sein. Für leichte Böden kommt als Nachfrucht Senf, Buchweizen. Spörgel und Oelrettig in Rttn- oder Gemengesaat in Bettacht, für bessere Böden noch Erbsen, Wicken und Hafer. Auch der Anbau von Stoppel- oder Wasserrüben ist dttngend zu empfehlen. Kann man den Boden vor der Saat noch abjauchen oder ihm etwas Sttckstoff geben, so wird der Ertrag auch diese Mühe lolmcn. Der Anbau von Stoppelrüben ist da nichts zu empfehlen, wo der betteffcnde Schlag im nächsten Jahre Sommergerste ttagen soll, weil diese dann häufig weniger gut gerät. Auch müß man die Spätfrüchte etwas dünner sähen, wie man es bei der Hauptfrucht gewöhnt ist, denn zu dichter Stand schädigt den Gesamtertrag. Die gut ausgefallene Futterernte darf uns unter keinen llmständen von der intensivsten Ausnutzung desj Bodens abhalten, denn wir dürfen nicht vergessen, daß wir un- tjegflptte Zentner Kraftfutter, dir wir ütt Giäedcn auS dem Auslände bezöge,', durch das Erzeugnis der eigenen Scholle zu ersetzen haben. Landkreis Gießen. e. Oppenrod, 22. Juli. Wehrmann Ludwig Rüster vom jJnfMrterie-Regiiment 353, seil Anfang des .Krieges im Felde und vor einigen Monaten mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, hat jetzt mich^dic Hessisck)e Tapferkeitsmedaille erhalten. e. S t e i n b a ch, 22. Juli. Ten Heldentod starb Sanitätssoldat Philipp Horn von hier. Er erlag seinen an der Westfront erlittenen Verwundungen im Kriegslazarett. Horn hinterläßt eine Witwe mit zwei kleinen Kindern. Kreis Büdingen. dn. Büdingen, 22. Juli. Die Haussammlung für bie deutschen Gefangenen im feindlichen Ausland ergab hier rund 1000 Mark. e. Bü ü i n g e n, 22. Juli. Vor einiger Zeit brachten wir die Nachricht, in Büdingen sei der Brotpreis um 2 Psg. herabgesetzt worden. Die Gießener Backerinnung iveranlaßte uns unter Vorlegung einer Mitteilung ihres Fachblattes unsere Nachricht dahin zu berichtigen, der Brot- preis sei um 2 Psg. erhöht worden. Nunmehr geht uns vom Kreisamt Biidingen folgendes Schreiben zu: „Ihre Mitteilung ans Büdingen" im'heutigen Blatte ist unrichtig. Wirer-, suchen ergebenst mn Richtigstellung Ungefähr in folgender Weise: Der Brotpreis in Büdingen betrug nach amtlicher Auskunft vor 3 Wochen 68 Psg. für den Vierpfünder und !wurde infolge der Bereitstellung von Weizcnschrot als Beimischung statt des teuren Kartoffelmehls auf 66 Pfg. herab- 'gesetzt." — Der Brotpreis in Büdingen, auf de:: sich die Gießener Bäckermeister beriefen, um gleichfalls eine Brotpreiserhöhung in Gießen durchzusetzen, ist also doch herabgesetzt worden. 4- Ortenberg, 22. Juli. Schon wieder ttaf unser fürstliches Haus ein Unheil. Kaum war Prinz Hans von Stol- Perg-Roßla-O rtenbergvon der Beisetzung seines Bruders', des Fürsten Jost Christian zu Stolberg-Roßla zurückkommend wieder an der Front eingetroffen, als er nach einer Nachricht seines Regimentsführers durch Schenkel schuß ver:omck>et wurde. As ist bereits das zweitemal, daß der Prinz verwundet ist. — rötto Bra un, Schütze bei einer Maschinengewehrabteilung, der ickwn einmal verwundet war, wird seit den schweren Kämpfen im Dsten vermißt, doch besteht Hoffnung, daß er sich in russischer Gefangenschaft befindet. — Der Vizefeldwebel August Werner erhielt wegen besonderer Auszeichnung in den Kämpfe:: vor Verdun das Eiserne Kreuz 2. Kl. Kreis Alsfeld. oz. Groß-Felda, 22. Juli. Dem auf dem westlichen Kriegsschauplatz befindlichen Artilleristen Karl Müller von hier, der seit Kriegsbeqinn im Felde steht, wurde die Hessische Tapfer- keitsmedaille verliehen. Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 22. Juli. Auf Anregung von Stadtpfarrer B o e ck n e r haben sich in den benachbarten kleinen Dörfern Uetzhausen, Nieder-Stoll, Bernshausen 15 Bauern- familieu bereit erklärt, bedürftige Bolksschüler aus Offenbach a. M., deren Väter im Felde stehen, während der Ferien unentgeltlich in Verpflegung zu nehmen. Diesem guten Beispiel sind einige Familien im nahen Willofs gefolgt. Wenn rechtzeitig von den größeren Städten aus die nötigen Schritte getan werden, so könnte zweifellos in den September—Oktober-Ferien unter bereitwilliger Mithilfe der Pfarrer und Lehrer noch viel mehr bedürftigen Stadtkindern die Wohltat eines unentgeltlichen Landaufenthalts verschafft inerden, als es diesmal in Hessen der Fall sein dürfte. Vorbildlich bann hierin das Vorgehen der Stadt Kassel sein, der es gelungen ist, 2500 Volksschüler während der Ferien auf dem Land unterzubringen. — Für die Klüegs- gefangenenspende gingen im Schlitzerland rund 1600 Mk. ein. Kreis Schotten. *• Stumpertenrod, 22. Juli. Musketier Heinrich M c v t'e l von hier, im Reserve-Regiment Nr. 224, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. U l r t ch st e i n, 22. Juli. Die Zeit der Abhaltung des .hiesigen weit und breit bekannten Ulrichsteiner Jakobimarktes kommt heran. Er dauert jedes Jahr 3 Tage. Kommenden Dienstag, den 25. Juli, findet Schweinemarkt statt. Ter alljährliche Rindviehmarkt am 24. und 25. Juli d. Js. wird diesmal nicht aögehalten. Mittwoch, den 26., ist Krä,netmarkt. — Der Unteroffizier und Offiziersaspirant Ferdinand Psnnnstiel, Sohn des Ferdiiiand Pfannstiel, Besitzer des Tarmstädter Hofes, ist in den letzten schweren Kämpfeii verwundet worden. Er liegt jetzt in Aurich a. d. Nordsee 'in: Lazarett. « Kreis Friedberg. nt. Friedberg-Fauerbach, 22. Juli. Dem Pionier Bernhard Meyer von hier, in der 30. Baukourpagnie, wurde das Kriegs-Ehrenzeichen verliehen. bz. O st h e i nt, 22. Juli. Der hiesige Landwirt Karl Räder verkaufte der hiesigen Gemeinde einen 13wöchigen Ziegenbock für den seltener: Preis voti 140 Mark. nt. S1 a m m h e i m, 22. Juli. Unteroffizier Heinrich Jakobi aus Stammhttm, Kreis Friedberg, welcher dein 5. Land- Wehr-Jnfantette-Bataillon Darmstadl angehört, und mit ihm iu's Feld rückte, trat dott als Gefreiter ein, wurde zum Unteroffizier befördert und jetzt .mit der Hessischen Tapferkeilsmedaille ausgezeichnet. o-o Vilbel, 22. Juli. Dem Pionier-Gefreiten Gottfried Lehr von hier, bei einer Minemverferkompagnie, wurde die Hessische TapserkütsMedaille verliehen. — Bei dem am ergangenen Som:tag unter Beteiligung von etwa 4800 Jmrgmaunschaften auf dem Fe/dberg abgehaltenen Wetturnen wurden vom hiesigen Turnverein in der Oberstufe 4 Mann und in der Unterstufe 2 Mann Sieger. — Der Voranschlag für unser Städtchen für 1916 balanciert mit 407 114,76 Mark Einnahme und Ausgabe. Die zu erhebenden Umlagen nlußten um 8000 Mark erhöht werden und betragen für 1916 128 000 Mark -- 178 Prozent. — An Kriegskosten mußten bis jetzt 177 000 Mark verausgabt werden. — Zur Bekämpfung des in bedenklicher Weise zunehmenden Feldfrevels dahier mußten zwei weitere Flurschützen bis zum 15. Oktober l. I. angenommen werden. Kreis Wetzlar. Wa. Wetzlar, 22. Juli. In der letzten Kreistagssitzung, an welcher außer dem Vorsitzenden, Landrat Tr. Sartorius und dem Kreisansschuß-Obersekretär Wieser als Protokoll- sichrer 20 Kreistagsabgeordnete tellnahmen, wurde beschlossen, die Rechnung der Kreiskommunalkasse für das Rechnungsjahr 1914 in Einnahme auf 625 324,26 Mk., in Ausgabe auf 619 484,87 Mk., der Kasse der Herberge zur Heimat für das Rechnungsjahr 1914 in Einnahme und Ausgabe auf 5265,96 Mk. festzustellen und zu entlaste::: den Kreis Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1916 in Einnahme und Ausgabe auf 873 500 Mk., den Haushaltsplan der Herberge zur Heirnat für das Rechnungsjahr 1916 in Einnahme und Ausgabe auf 4700 Mk. festzustellei:; der Handelskammer für den Kreis Wetzlar die bisher gezahlte Beihilfe von 1000 Mk. auch für das Rechnungsjahr 1916 zu bewilligen: die Pauschalvercrütung für Untersuchungen in dem staatlichen Medizinaluntersuchungsamt zu Koblenz auch für das Rechnungsjahr 1916 zu zahlen. i Hessen-Nassau. 0 Fronhausen, 22. Juli. Bei dein gestrigen Gewitter fuhr ein sog. kalter Schlag in das Wohnhatls des Bahnarbeiters H o ß, z e r t r ü m in e r t c das Dach und richtete auch sonst großen Schaden an. [] Marburg, 22. Juli. Heute früh fand ein Bahnwärter in der Nähe von Sarnau bei seinem Strcckenbegat:g auf dem Schienetiwege ein neugeborenes Kind. Der Mann fuhr mit dem nächsten Zuge hierher und brachte feinen Fund in die Universitäts-Frauenklinik zur Aufnahme in das Sänglingsheint. ][ Marburg, 21. Juli. Ein Gerücht, daß in den Kellern des Landgrafenschlosses aus früherer Zeit. stammende herrenlose Weinvorräte lagetten, veranlaßtc eine Anzahl jimge Burschen, dieser Sache auf den Grund zu gehen. Sie gerieten dabei in den Weinkeller eines hiesigen Einwohners und benutzten die Geleg enhett, sich bei mehreren Besuchen dort an dem Weine gütlich zu tun. Die heimlichen. Zecher hatten auch garster:: wieder eine Zusammenkunft und zwar diesmal nicht im Burgkeller sondern im Gerichtssaal, wo sie über chr T:mr Auskunft geben mußten. Der Hauptübeltäter erhielt einen Tag Gefängnis, fünf kamen n:it einem Verweis davon und drei erzielten Freisprechung. —> Auf Veranlassirng des Kaufmännischen Verein werdeU von: Montag, den 24. Juli ab bis zum 30. November die offenen Verkaufs st ellen, mtt Ausnahme Sonnabends, um 71/ 2 Uhr geschlossen. hl. Treysa, 22. Juli. Die Metzger hier haben aus freien Stücken den Kalbfleischpreis um 30 Pfg., auf 1,50 Mark, herabgesetzt. — Frankfurt a. M., 21. Juli. Mit Unterstützung des Kriegsministeriums findet im Holzhanseupark von Mitte August eine Kriegsaus st ellung größeren Utnfanges statt. Die Reineinnahmen sind für das Rote Krem», das Veranstalterin der Ausstellung ist, bestimmt. — Der Frankfurter KriegshilfSverein für den Kreis Lätzen überwies dem Institut für ostpreußische Wirtschaft in Königsberg 8000 Mk. X H a >i a n, 22. Jiili. Auf dem Main bei Dietesheim ging das vom Obermain kommende, mit 5000 Zentnern Bohnen be^ ladene Schiff „M a i n g o l 5" unter. Der entstandene Schaden ist beträchtlich, da ein Teil der kostbaren Ladung verloren sein dürfte. Baggerinascbinen finb daran, die Bohnen aus dem Schiff zu baggern. (Zens. Frkft. a. M) g. Fulda, 22. Juli. Der 18 jährige Bahnarbeiter M i h m aus dem ^benachbarten Rhöndorfe Hofbieber fuhr gestern in einem rasenden Tempo mit seinem Fahrrad eine steile Böschung hinab. Er kam hierbei zu Fall und flog in hohem Bogen auf die Hörner eines im Gespann entgegenkommenden Ochsen. Der Bedauernswerte wurde a u f g c s p i e ß t und verschied nach kurzer Zeit. g. Melsunge n a. d. Fulda, 21. Juli. In einer unweit der Stadt befiiidlichen Lehmgrlibe wurden gestern der 40jährige Fahrbursche Riemenschneider tnid ein Weißbinderlehrling von hier beim Herausschaufeln des Lehms durch eine plötzlicü einstürzende Lehm- w a ii d v e r s ch ü t t e t. Während der Lehrling mit qcrinqeit Verletzungen davon kam, erlitt Riemenschneider eine schwere Kops- verlctzimg und fand deii Erstickungstod. Er war verheiratet und hinterläßt eine Witwe und sechs unmündige Kiiider. oz. Berfa, 22. Juli. Von ;ben Schülern der hiesigen Schicke wurde Kriegstee gesammelt, bestehend.aus Heidclbeer-, Brombeer-, Himbeer- und Erdbeerblättcrn, sowie Waldmeister. Die sorgfältig getrockneten Blätter ergaben die schöne Meinte von 54 Pfund, die in 5 Säcken an die Firma Schneider u. Gottfried in Kassel ein gesandt wurden. Tie Firma zahlte den fleißigen Sammlern pro Pfund 30 Psg., in Summa 16,20 Mark. was Dr. heim in Berlin erlebte. Der bayerische Bauernführer Dr. Heim hat au Herrn von Batocki einen mit dem Untertitel: „Quo usgue tandem" versehenen Attikel gerichtet, dem folgende Einzelheiten zu entnehmen sind: „Ich war im Laufe der Kriegsjahre wiederholt in Berlin. Ich ttank in meinem Stammkasiee einen Kaffee nicht mtt gestreckter kondensierter Milch wie in München, sondern mit Vollmilch. Ich aß meine Butterstulle ohne Butterkarte. Mein Nachbar, ein bayer. Stadtoberhaupt, leifttte sich drei 'Eier ohne Eierkarte. Das ist in Bayern die Ration für 1V 3 Wochen. (In Berlin ebenfalls. T. Red.) In meinem Stcrmmkaffee in München erhalte ich ein Stückchen Zucker; in Berlin hätte sich n:ein Gaumen, wenn er das Süße liebte, wieder einn:al erfreuen können. Man ißt dann in Berlin Geflügel unb Wild ohne Fleischkarte. Die Stadt Berlin hat fiir sich die Fleischtatte wohl eingeführt,' aber mit weit weniger Einschränkungen als wie Bayer::. Wild und Geflügel ist frei, ebenso eine ganze Reihe von Fleischteilen, Zunge, Kopffleisch, Wilrstwaren kann man kaufen ohne Fleischkarte. Dabei ist aber Berlin noch ein Ort strengerer Observanz, dem: im übrigen Königreich Preuße:: kennt man keine Fleischkarte. Eine ganz eigene Fleischgattung aus den Speisekarten ist iinportierles Fleisch, z. B. Pökelfleisch, angeblich amerikanischer Herkunft. Mlerdings muß man ja'in unserer jetzigen Zeit mtt außerordentlichen technischen Fortschritten rechne::, denn sonst hätte ich in meiner Naivität angenommen, daß dieses Fleisch erst jüngst eingepökelt w:rrde. Selbstverständlich zahlt nran derartig N^either ko mmen de Produkte mit entsprechend höherer Trangabe von Bargeld, und es wäre fast zu vermuten, daß die Umwandlung von inländischem Schweinefleisch in derattige Anslandsprovenienzen, die sich ja rascb vollziehen läßt, für manchen ein lohnendes Geschäft sein könne. Was kann man in Norddeutschland noch erleben? In Dresden erhält man Brot mit oder ohne Brotkarte. Ter Unterschied besteht darin, daß das Brot mit Brotkatte 3 Pfg. kostet und schlecht und klein ist. Man erhält aber auch Brot ohne Brvttatte. Da kostet die Semmel 15 Pfg. und ist vorzüglich. Das Ostseebad Binz, Insel Rügen, ladet zum Besuch ein mit dem Bemerken, jeder Kurgast erhalte ftir die Woche ein Kilo = 1000 Gramm Fleisch. Wenn der Fremde an der Nordgrenze von Bayern an der Rhön, im nächsten preußischen Städtchen, ist, kann er im .Hotel essen, daß er glaubt, es wäre kettr Krieg. Vier Stunden jeusetts der Grenze, im bayerischen Städtchen Bischofsheim, da beginnt die Einschränkung/' Daß Tium in Berlin nur 200 Gramm Fleisch pro Nase und Woche zugeteilt bekommt, daß n:an Wild und Geflügel hier nur vom Hörensagen kennt, scheint, so bemerkt der „Lokal-Anzeiger" zu dem Brief, Herr Dr. Heim nicht zu wissen. Zum Schluß sagt Tr. Heim: „Wir haben Einschränkungen aus cfllen Gebieten und haben nicht diesen Ueberfluß, von dem der Norden träumt. Bereits geht dieser Traum in die Brüche. Ein Mitglied des Beirats in Berlin, ein liebenswürdiger Hamburger, hat mir gesagt, daß seine Frau über ihren Sommerausenthalt in Bayern sehr enttäuscht sei und ihm nach Hause berichtet habe, er habe recht gehabt, als er sagte: „Bleibe im Lande und ernähre dich redlich," daß er recht gehabt habe mtt der Bchmrptung, daß man noch eher m Hamburg als in Bayern sich noch etwas verschonen kö:me; und so liegen die Dinge." vermischte». * Naumburg a. d. Saale, 21. Juli. (WTB.) Gestern nach- tnittag hat der vor einigen Tagen von dem Landwirt Schöppel entlassene Knecht K a m y f e k dessen Schwester, die Frau dec Schmiedemeisters Priese in Flemmingen, und die Magd Klara Rottau, mit der er ein Liebesverhältnis unterhielt, diirch Beilhiebe anscheinend aus Rache ermordet. Der Mörder ist noch nicht ergriffe»:. * Was ein Kitchener-Wort wert ist. Der seit einen: Monat zum öffentlichen Verkauf ausgeletzte Brief von Lord Kitchener, in dem er dreihunderttausend Mann für neue Armeen verlangte, ist jetzt, wie die „Times" melden, endgültig für die Summe von 120 000 Mt., die in die Kaffe des Roten Kreuzes fließt, verkauft worden. Da der Brief imgefähr 70 Wörter enthalt, so wurde jedes Wort von Lord Kitchener mit über 1700 Mk. bezahlt. Die 'letzten Augenblicke der Versteigerung, der ungefähr 50 Leute beiwohnten, wäre:: recht spannend. Es war festgesetzt worden, daß derjenige de,: Brief haben sollte, der am 30. Juni, noch ehe die Uhr sechs schliig, das letzte Angebot machen werde. Fünf Minuten vor 6 war der Brief noch für 60 000 Mk. feil, stieg rasch auf 80 000 und schien sich dann bei 112 000 gn halten, als gerade in dem Augenblick, in bent Uhr zum Schlage 6 ansehte, ein Mr. Harrison rlnter dem großen Beifall der Anwesenden 120 000 Mk. bot. Der „glückliche" Be>ltzer des Kitchener-Brieses hat erklärt, daß er dieses geschichtlich interessante Schriftstück der englischen Nation schenken wolle, unb daß es im ganzen Lande, immer zum Besten des Roten Kreuzes, gezeigt werden würde. Gerichtssaal. Fc. Wiesbaden, 22. J^li. In der Nacht vom 3. aus 4. April tvurdc aus dem Gehöft des Tircttor Dücker in Niederjosback eine hochträchtigeKuhgestohlen. Der Besitzer hatte eirren Wächtev in dem Stall, doch dieser schlief so fest, baß, als er crns- wachte, der Stall leer war. Dags braus fand bie Gendarmerie die Kuh im nahen Walde abg.es chlachtet vor. Vorbetteil, Haut und das so seh^lichst ermattete Kalb waren da, das ganze Httttettefl jedoch war verschwunden. Der Verdacht lenkte sich sofort mtt Hilfe des Polizeihundes auf den mtt Zuchthaus erheblich vorbestraften Küfer Johann Kvrbay, von diesem auf die Maurer Johann Morgenstern und Peter Widmann alle aus Bremthal. Kein-er von den dreien ist Metzger, es kommt also noch dazu, daß die .Kuh auf ganz brutale Weise von ihnen getötet und zerschnitten nn:rde. Das Uttell lautet: Kordav, der als Anstifter in Betracht kommt und schwer belastet ist. wird sreigesprochen, da sich seine physische Mittäterschaft incht ncnb- weiscn läßt, ähnlich steht es bei Widmann, dagegen gilt Morgenstern üverstihtt als Schlächter und Täter. Wegen schweren Diebstahls wurde auf ein Jahr Gefängnis erkannt. F. C. Aus Niederhessen, 21. Juli. Wegen Milchverwässerung wurde die Haushälterin Brüne aus Obervellmar iinter Annahme iottgesetzter, vorsätzlicher Nahrungsmittel verfälschiinq zu eint all send Mark Geldstrafe verurteilt. Der Landwirt Regenbogen, in dessen Betrieb sich die Mckchvantschereier ereignet hatten, kam wegen fahrlässiger NahrungSmittelverfälschunc mit einer Geldstrafe von 350 Mk. davon. Die Milch war mil 8 — 10 Prozent Wasser vermischt. Sptelplait des Grotzh Nurhavschealers Sad-Narihelm. Sonntag, den 23. Juli: „Der Gatte des Fräuleins." Diontag. den 24. Juli: »Zwei Wappen." Mittwoch, den 26. Juli: »Herrschaftlicher Diener gesucht." Freitag, den 28. Juki: „Unter der blühenden Linde " (Neuheit!) Ein fröhliches Spiel in 3 Akten von Kästner und Tesmar. Musik von Fr. Geliert. Sonntag, den 30. Jiili: „Der Bnrsche des Herrn Oberst." Spielplan des «öNgi. Rurcheaterr Bad-Ems. Dieiistag, den 25. Juli: Gastspiel von Mitgttedern des Neuen Theaters Frailksurt a.M.: „Die Schulreiterin." „Der dritte Kopf." „Die Hasenpsote." Samstag, den 29. Juli: „Unter der blüherBden Liiide." Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wette-rdienA- Gießen Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 23. Juli ISIS: Heiter, trocken, ivarm. Letzte Rachricht«. Ein deutscher Gegenstoß im Westen. Kopenhagen, 22. Juli. „National Tidende" meLdtt aus Patts: Die Deutschen waren aus den neuen gemeinsamen französisch-englischen Angriff gut vorbereitet, der vor- gestenr nachmittag mtt vorbertttendem Attillettejeuer entgleitet wurde. Seit gestern früh, wirkte auch bie Infanterie mtt. T^e!^t- scheffttts kam man dem neuen Vorstoß ber Alliietten zuvor daburch, daß man einen heftigen Angriff gegen den rechten Flügel der Engländer rrchtete. Die Angttffsstelle war Mlßerst klug gewählt, da sich dott die Verbindung zwischen der französischen und englischen Linie befindet. Der Angttff der Deutschen erfolgte nur auf einer Front von zwei Kilometer mit mächtigem Artillettefeuer. Das Ergebnis war, daß bie Engländer sich wieder zurückziehen mußten, aber btt Deutschen außerstande waren, ihren Vormarsch fottzusehen. Heftiger Artilleriekmnpf bei Mga. Basel, 22. Juli. Ein Telegramm aus Riga an btt Petersburger Börsenztttung besagt: Sttt 8 Ulw morgens.ist dtt ganz e ruslsische Front von ttnem heftigen Artillerie- feuer belebt. Die Stadt zittert förmlich. Die russische Offensive. Bon der russischen Grenze, 22. Juki. In den letzten Tagen trafen laut Bettchjten von der russischen Front zahlreiche Ersatzformationen aus sibirischen Depots bei den Armee:: Kuropatkins, Ewerts und Brussilows ein. Es haben sich lairt Ausiuf des Kriegsmftttstettums sofort sämtliche noch vor-- haube::ei: Wehrpflichtigen der Jahrgänge 1872, 1873, 1898 unb 1899 an ihren Gestellungsotten einzusinben. Sämtliche Truppen, die in Depots in der Krim und Kaukasien aus gebildet werden, sind zum türkischen Kttegsscharrplatz abgegangen, nur btt tatattschen Formationen wrcrben zum erheblichsten Teil neuerdings zum Krttgs- Ichairplatz in der Bukowina gebracht. Lluch ttr den letzten Kampfe, vornehmlich in der Gegend von Luck und ttn Styr-Abschnitt waren die russischen Verluste toieder ungeheuer. Nach dem AuÄveis der Listen des Zentral-Erkennungsdienstes in Kielv sind neuerdings^ wieder zwei Korpstommcmdeure schwer vettmrndet worden, ferner sind 5 Tivisions- und Bttgadebefehlshaber als tot oder ver-^ wunbet aufgefühtt. Die Zahl der nunmehr gefallenen und vor- wrmdtten Generale ist auf insgesamt 29 geftiegen. Die Lüsten weisen bis zum dlbschluß nrnd 348 800 Mann und Offnere aus. Kaufen Sie »«» in den Preislagen Mk. 2.00, 1.50, 1.25, 0.95 Jetzt noch sehr gutes Lager in schwarz u. farbig öchulsiraße 5242a Z igaretten direkt von der Fabrik zn Originalpreisen 109 Zigarett. Kleinv. 1,8 ^ 1.30 ISO .. .. 3 „2.00 10Ö .. .. 3 „2.20 100 .. „ 4,2 „3.00 IGO „ „ 8.2 „4.63 ohneweiter.Znschlag' f.neue Mener-u.ZoIlerhtthwiiK Zigarettenfabrik haus e ™ KÖLN, Ehrenstrasso 34. Visitkarten billigst BrUlil'sohe l>r«iekerei. Weissbinder-u. Lakierarbeiten werden prompt und sauber auSaesührt. 6188 Iritz Bauderer, Maler- u. Lagergeschäft Irenen Bänc 17. UlWge 8 . Men aller Art werden vromvt auSgeführt. Helnr. Renting, Brandgaffe 7. 1010769 Privatunterricht und Nachhilfe in Griechisch, Lateinisch,Deutsch und Geschichte für alleKIass., Englisch und Französisch für Unter- u. Mittelstufe. Priv. 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Juli, 8 Uhr findet aus der Freilichtbühne, Licher Landstraße, Eingang gegenüber der Heil- und Pslegeanftalt eine = Vorstellung — Danach Zusammenkunft ans der Liebigshvhc. Die Herren Dozenten, und Studierenden werden dazu eingeladen. Der Rektor der Landesuniversität: ssrk' Dr. S i e v e r S. 8oliutr. Unser lieber Vbr. Johann Schmitt, stud. theol. Leutnant im I.-R. 115 ist am 3. März gefallen; 5308D unser lieber Vbr. August Beck, stud. theol. et phil. Yizefeldwebel erlag am 18. Juli seiner schweren Verwundung. Der Akad. Theol. Verein Gieße n I. A. K. Rheinfarth Ach gar zu schwer traf uns die Kunde, Die schrieb dein Kamerad; Sie riß uns eine tiefe Wunde, Die bleibt bis in das Grab. Du warst des Vaters einz’ger Sohn, Der Mutter größtes Glück. Doch Gott der Herr bestimmt uns schon ln der Wiege das Geschick. Der Vater ging Dir schon voran Vor einem halben Jahre, Nun gingst auch Du die gleiche Bahn, Der Mutter bleichts die Haare- Auch die Geschwister trauern sehr Um den geliebten Bruder, Sie sehen ihn nun nimmermehr Und leiden wie die Mutter. Du sollt’st der Mutter Stütze sein In ihren alten lagen. Doch nun ist sie so ganz allein Und will fast ganz verzagen. Doch Gott der Herr so heißt es ja, Verläßt die Witwen nicht. Dies soll nun unser Trost auch sein Und unsre Zuversicht. Schwer betroffen wurden wir von der Nachricht, dass mein lieber Sohn, unser treuer Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Theodor Seipp Musketier im Reserve-Infanterie-Regimenfc 221, 6. Kompagnie am 10. Juli im Alter von nicht ganz 23 Jahren, infolge eines Lungenschusses den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. Hattenrod, Oher-Bessingen, den 21. Juli 1916. In tiefer Trauer: Anna Marie Seipp, geb. Menz Familie Theodor Seipp Familie August RinKer Wilhelm Launspaeh nebst allen Verwandten. Wiedersehen war die Hoffnung aller, die ihn gekannt. 010855 Todes-Anzeige. Heute nachmittag 5 Uhr verschied nach langem schweren Leiden unser lieber Sohn und Bruder Wilhelm Manns im Alter von 35 Jahren. Wir bitten um stille Teilnahme. Die trauernden Hinterbliebenen. Kleinlinden, 21. Juli 1916. Die Beerdigung findet morgen Sonntag nachm. 5 Uhr in Kleinlinden statt. Groß ist der Schmerz der uns bekrönen, Aus dich, den Gatten und Vater, dürfen wir nicht „ mehr hoffen. Du ruhst m fremder kühler Erd', Kehrst niemals mehr zum heimischen Herd. Du kämpftest in Feindeslandes Au n, Konntest drum nicht dein herziges Söhnlein ^ schau'n. Gottes Ratschluß hieb dich frühe gehen, Wir aber hoffen auf ein Wiedersehen. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, datz mein innigstgeliebter Gatte, der treusorgende Vater seines Kindes, das zu sehen ihm nicht vergönnt gewesen ist, unser lieber guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder Schwager, Onkel und Pale Musketier Heinrich Ludwig Tchinitt im Infanterie Regiment 82 , 8. Kompagnie im 26. Lebensjahre am 5. Juli infolge eines Kopfschusses schwer verwundet wurde und am 6. Juli den Heldentod fürs Vaterland im Feldlazarett gestorben ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Helene Schmitt geb. Hiukler nebst Kind. Johannes Schmitt IV. Johannes Hinkler und Frau Karl Schmitt und Familie Wilhelm Schmitt zurzeit im Felde und Familie Heinrich Schmitt zurzeit im Felde Friedrich Schmitt zurzeit im Felde Georg Stühler zurzeit krank im Lazarett und Familie Georg Ktös zurzeit im Felde u. Familie. Garbenteich, den 20. Juli 1916. 0,09,7 Danksagung. Karl Zwesch Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, 21. Juli 1916. 5319 Todes-Änzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, heute früh plötzlich und unerwartet meinen lieben, unvergesslichen Gatten, unsern herzensguten Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Wilhelm Klein, Kgl. Lokomotivführer i, P. in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Teilnahme bitten die trauernd Hinterbliebenen: Kath. Klein Ww. und Kinder und 6 Enkel. Giessen (Hammstrasse 14), den 21. Juli 1916. [5315 7 Die Beerdigung findet Montag, den 24. Juli nachmittags 3 1 /, Uhr von der Kapelle des neuen Friedhols statt. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters, Grossvaters und Schwiegervaters sagen innigsten Dank. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahnke bei dem schweren Verluste meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, sowie für die reichen Kranzspenden sagen wir allen unsern herzlichsten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Elisabethe Becker geb. Wittich und Kinder. 5S01 Gießen (Rodberg 18), d. 22. Juli 1916. Gießener Freilichtbühne. Sonntag, den 23. Juli, Anfang 4 Uhr: „Unter Brüdern" Lustspiel von Paul Heyse. Darauf: „Der grüne Domino" Lustsviel von Theodor Körner. Anfang 4 Uhr. Ende gegen 6 U Eintrittskarten im Vorverkauf bei Herrn E. C b a l l i Neuenweg. 53180 Für die Freilichtbühne: vr. Bernbeck ^inna j^öfifer (§!tisfav Ljsße Terfoßte giessen, Juli ]9J6. U^näsberg a. d. ^artfie. Lichtspielhaus Bahnhofstrasse 34 Giessen Bahnhofstrasse 34 Programm vom 22. bis 24. Juli: 5323a Die silberne Kugel Großer Detektivschlager in 3 Akten ein Abenteuer des berühmten Detektiv* Engelbert Fox Verfaßt und inszeniert von Richard Oswald. Liebe kennt kein Hindernis Entzückendes Lustspiel in 3 Akten. Dazu das gute Beiprogramm. Militär nach dem Feldwebel abwärts zahlt werktags die Hülfte.