/raucourf^ 4öla//r/e/g.'/t '£> ßarPnccurn ferne '° >3 O/y ■ djßo/S S. . c>- x- veuffna/re )/"u/courP me am Jfiffn//erj •jßapauime courte/ies-gt/Coia ßeaumrrf- 'r/Comtrra/ ' Cohn ca mp' ßrpm/coi/rf \r,-tancourt ■ncourr /fßarpT/p M/röijmonf iSpZ/rjcaur/ '' v . fferft/rcoWc ' 3 ß,encourt- 'fTffaaaume WarpncourL ffen/ienhturr 'eSars Wferrront /7/Ter/ ■au/ naj ive ' Parmn/j fucour/. WÄ» PCcgtfe/ts lueirfecourr /Pßaur/ße *oQu/gr/ \ ^>CjfCfre//r ’farT/n Pu/cfr [/ ps 8oeufa J/e pffsn/p/- fpnjrroua/jP vssei/p y J n-ff/coufg: McnfJtjüpn qM''POCO ort F0e court b' fr/cour/ t, , - lencourt lar/pr///* ftojs/a/nj Yfoj/,//f fpJ/r/ßrjy iP^fßncrp/n 'Herfipcoo/ \ rönne \ o ec * rr , \ganvcourr l'Pcnei floucoort *JcrmiQAß//et ‘fu/ne/^urt ^oa/npjfrre ' P/n/aTnp- \fussu \[ffSß r '//ret /rr Capgi^ fjrcount'o rarw/ff- ancourt coucauuu/rt S/f Sorfcout >r/fr,//( Hacb/nmeres \varcn‘e(ca*f Pn Sa nt er/ tf/encourt. ßorfn/l ^epnenmt VermanotyT/rrs r/ancgui ycour / Vcourf ISiePeSfnS^iri «w pTideau Tour/ - \^^enSanrpr>f ipi/erej So i> Or-: ^ r/Ph er/court ?rsai/ceurt Ppnchj > PParv///fra fres/foy - ?nchf/ Kr. *68 -cr ckietz«rer ÄyeiHer erscheint töqtich, antzrr So«nt«gS. - Beilagen: viermal wöchentlich Siehe « «La»ii Iiend1ütter. ^wetmalwöchenll.Kreir- diattfiirden Urei? Siehen (Dienstag uni) Zreiiaa); zwemml inongll. Land: wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüße: sürdreSchristleilttnql12 Verlag,Geschaitsstetlebl Adresse für Drahtnachrichten. Anzeiger Eiehen. Annalfme von Anzeigen »nr dre Tagesnuininer bis zum Abend vorher. Erstes Blatt (66. Jahrgang Donnerstag. 20. Juli m •ü c \ n o * c c i *: nwnatl. 90 Bf., viertel- w'hrl. 2?tk. 2.65. durch Vllbhole- u. Zweigstellen nwnatl. 80 Pf.:' durch die Post Mk. 2.45 viertel- idt)v(. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps., Gietzener Anzeiger Gemml-Anzeiger für Odechessen Kotafi»nt(f hw» Dcrioj der Srsil?l scheu Unio.-Such- unö Steindruckerei R. Lange Schriftleitung. Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstr. 1. |“ c , bc - ll äl, » c ' 8entciI: & schriMei.L 'ilg. Goetz. Verant.r. h für den politrschi..! Leil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Veruiischtes und Ge- iichtssaal: Fr. R.Zeuz; sänrtlich in Gießen Sin Srsolg -ege» die SnglSnder. Russische Niederlage vor Riga. Sin türkischer Sieg in Tripslis. Großes .Hauptquartier, lg. Juli. Westlicher Kriegsschauplatz. Im Sommegebiel nmrSe gestern atzend das Dorf Lo n - gucval und das südlich an das Dorf anstoßende Gehnl: Dc lvrl le non dem Ma^eburgerInfanterje.Neqr. 26 und Sem Altentzurger Regiment im Parten Kampfe den Ena landern-wreder entrissen, die neben großen tzlu- tigen Verlusten acht Offiziere, zweibundertacht- z lg M a n n an Gefangenen c i n b ü ß te n und eine beträchtliche ^Kahl Maschinengewehre in unserer .'oand ließen. Feindliche Angriffe gegen unsere Stellungen nördlich vlNerS. sonne gegen den Südrand von Pozicres wurden bererts durch Sperrfeuer unterbunden und batten nirgends den geringsten Erfolg. Bo ( m,rK heiterten französische Deilangriffe nördlich von Barleur und bei Bellon- An anderen SteUen kamen fir über Die ersten Ansätze nicht hinaus. Rechts der Maas setzte der Feind seine vergeblichen An strengungen gegen unstrc Linie auf der Kalten Erde stirt. Mrdlich von Ban^de-Sapt war eine deutsche Pa trourllenuuternchmung erfolgrei^. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe d-es Generalfeld marschalls ^ von Hindenburg südlich und südöstlich von Riga haben unsere tanke- lrüederbolten. mit verstärkten Krästen Z ünter ungewöhnlich hohen Per utten für den Feind zupnmnenbrechen lassen. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bauern. Die Lage an der Front ist unverändert. Bahn höfe Horodzieja und Pogorjclzn der mtt Truppentt-ansporten belegten Strecke Minsk Rick^ tung daranonnt^. wurden von unseren Fliegergeschwadern erfolgreich zahlreiche Bomben abgeworfen B W Heer es gruppe des Generals von Linsin gen. L^^fe lebhafte Feuertatigkeit des Gegners besonders am ^tochod. forme weWch und südweAich von Luck. Armee des Generals Grafen von Bothmer. Keine wesentlichen Ereignisse. Batkan-Kr i egsschauplatz. Nichts Neues- Oberste Heeresleitung. iL Merlin, 19. Juli 1916. snns,Än ^»zeuge sämtlich u n v e r s e k, r t zu den sic vor dem Sinnlichen Meerbusen erwartenden Secstreitkräflen mriick Lbimchl letztere infolge großer Sichtigkcit und früh »"*». »ow LanSe beobachtet und durch feindliche s na eüo waren, zeigten^ich ffg® Der Chef des Admiralstabs der Marine. ,* -- —*■ ---1- i y' c 3~rnej \ ^ ; jj c opectf/forfe zc/rff/esef7JCf7/jc/7/-j/7 rgäuqe oder als ^ >es Geistes, nne er draußen herrscht einen tnüo SwÄÄW'ÄS gch-rktvollen flwuVf übe“” bi’„ Berlauf "-r'NeMaclst ”m „W4 SS5£ Ä“» aU b °'^»'/l'fK!^gen'Anstr^ngunge^u^^^^^^ förf ^it? be u ge r 0 y n '' ^ Te uns heute durch hocherfrcillsche furchtbaren v,,b beigebracht haben ,*/ ?J."Jf n r ,€ c r l® cmüter machlvoll darauf h,„ w r eüenb, rl wie Kuksalsschwaugcr die Tage sind, ii, denen svir em leben Anschauu^a a?f b^ eb r^ C 'S?y enei '-2 ricfr ' ftie >'-"'er -lnnpauuiig all des schrecklichen aeichrieben morgen iiik8- m,1 dem Merkworl „Groß lst btc Stunde für Zfn 'sTu Ermahnungen"-»-^ Betrachtungen und alle Kraft zusammen. Die halbe Welt Nyrckt ihre Männer wider uns ins Feuer, die andere ttälite aieüt ^b«! ‘»W eine CS St' S, Z i- Ccto f 'Emen. Biele hundert «IV;,iT?' CS l nE ^E-cht if entbraout. groß über alle verleben iind^P L 0' K-negsbeban im »eberfluß chKw°che^L!C LV_'^L!.-^n->°« W°N im Osten leichterimq burt erlebt „it C9 ,e,o,r ,ic„ launt mehr zuaetraut hatte lab zwar ,eine Hoffnung auf ein Nachlchfeu uuieres Trustes bei Perdun zu «chandm werde», atnn in den, Ansturm au d« Sonnvc hat e« den zogeiuden eiiglifcheu Perbündeitw mitaerinen ^etzr ailt es deutsthH Va.N Was ist in dieser Stunde^Wche Piliebt " U ,eren, Heere brauche man sie nicht ins Gedächtnis zu rufen Es hat dae> llebermenichliche gelrfttet „nd keinen Dank m-rlangt -(ft» S*-c hc'üSTt ,?br Stimö V bi« «um endgiiltchen Lieg. Sollen Habe n b ,il l™ eC "* h ' 0b auch sie au, der voiten Hohe steht der u n.ge h e ure n Y c 11 v tm stillen ü“ncnb'cr W ßh[} S! I ,f ?! 11 ®Si d,t ^zähleger Berernlainter. Leid tiac;enoer, Entbehrender erhebt aicdi )ic nch in einem beiden G^'llnchke es noch nie l-at künde» kömren Ob aber alle d°he,u, das Sstch°, der.Stunde- so begriffe,, fob£, dm, En,st der ßa 3 e,ü verijt nn tiefsten fühlen ? Denken sic darau dast S eder Stunde Bchtsgenoilen dranste» sterlwn. dainft sie ux-iterleben e OdeSha?deSWl!! m L ^ u 'L md ' bll ' J ®« lr » Kn.-gsl.cgjA V tr: C.. \ - Alltag wieder Macht w-wmmen? Zst leder sich, dobn'rn LL daß >mr in einer Zeit stehen, wie sie^L uiema.k'stb r r.cen)ck,en und Voller oerhang-t umr? Dn.ß ickwü P1 „ r n-li-sn.-» Unterbrechung des ge.oahu.eu Dain,.sbetnebet über m,7 gc kommen ist, ,ond<-rn die Schickfalssvind,- unsere« Baterlande- die für Jahrhunderte das Ilrrci, sprechen kann» ^kertandes. du Deutsche Art ist es, daß ,eder Deutsche srerwülia die Pilittu Mn das Vaterland auf sich nimmt. Wer ivolltc^itt, auSsMreßen^ Anteil zu gewinnen an der .verrlachkeck des ? ' b'c .mnzc Mlt? Wer sich da«' RE g^egen eü'st Iieiliiskehreu mit Wunden und frubenm*? ilt nneS jebat Vflicht? Daß er Mitkämpfer wird Alle müssen mitkämpsen - Alle. Jeder kopfhänge- ^/^»aftte Gedanke ijt jetzt Verrat Fedes MftSrn Söbn^' bor v"tmutigung,m .-in, Verbrechen an unseren ftbrlw nchn ^ Größe,-deutsches Volk! Me mb tu, i ' y ™ cr ^ 1 r °B r Ganze, das Leben -L""ch" ledes VolkSgenopeu. Einer trage des andern Lob nittu Sf' ,t . arfc a, ! bont ' kleinlicher Eader tdjlueiqe Es ift K?lL ‘" J 'ÜM. daß >r,r zchamm»" Veranüan„ki-^v,,,i den letzten Rest von Belagen oder aar trm xJ! 9 entlchlosseu. irendia .in verzichten Wer möchte BökkerhardeS^chc b Stini.^Es''gSit''uin s afrikanischer schweb Lasten C -IV?" Hcimak etwas spüren von den miwtten o.tin, dti letzt unseren ^rrntmt drönnen ans ^ nn ^ ri)auer des Todes, der durch blm holder geht. Nicht eine sorgenvolle Mine ein angst vollem Zusammenkauern in halbdnnkier x ßZW« ÄHSslS ÄwwJ? r ^benSmut und Zuversicht von UN" ad schütteln, sondern nur den Becher unwürdiger Nerann Zungen von miS weisen. Bor einiger -zöil l"Ä wir tn eine, deutlckien Zeittchrift eine jener schon.n 3fi>,u ~u, mit denen ftV ft^ftlden? da'^kV!l" s' aV'--no«r,iq „ns öfter über,«schein ne mmotrte öa‘o hollifche ^ romme teuer des Feinde" m enngei-.En!ternnng eines Cff«icr«umerftmSfT ^ rrtüiifr 1 ^ n,n ’ ,n - 1 ’ n,r cnu '’ i! < lgreifenden Ernst der Stmude erfüllte. Da grifs der .^auplmann nird führende ^fftun m btc Tasten des Klaviers, um in weihevollen Beethoven Wd-gen seine Kameraden auf das Tieftte zu erschüttern. Hab der Schreiber jubelte auf im Erleben dieses hohen Mages: hei, das war etwas anderes, als der müde Gleich- ^Lang, das müßige Freudegefühl in den Friedens,ahren! 'Es lag in diesem Bekenntnis etwas, Mas uns an das i Wallenste inert ied erinnerte: „Und trifft es morgen, so laßt -nns heut noch schlürfen die Neige der köstlichen Zeit." Nur ungleich edler und stolzer noch sind die Empfindungen 'als die höllische Iägerlust, die das Reiterlied erfüllt. Wir in ber Heimat sollen unis auch nicht ins Klagehaus zurück- ziehen. Und so heißt es in unserem Brief ans dem Felde: ,Zä)er kopfhängerische, verzagte Gedanke ist jetzt Verrat." Also schon der Gedanke: und wie viel verderblicher vAUtfr trauriger ist es, wenn solche Gedanken müßig herum- gellatscht werden. Da ist es noch besser, sein Empfinden an harmlosem Schauen, an der Natur und ihren mannigfaltigen Schöpfungen und Wundern zN erfrischen, und wenn es auch ein Zirkus ist, der uns diese Beschäftigung vermittelt. All unser Ergeben aber muß der Gedanke beherrschen, wie das unmenschliche Ringen draußen den Ernst und die Größe der-Zeit predigt. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 19. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautüarl: 19. Juli 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Keim Aenderung. Südwestlich von Moldawa wurden wieder einige russische Vorstöße abgeschlagen. Im Berg- und Wawgebiet von I a b l o n i c a und Z a - bie loste sich der Kampf in zahlreiche Einzelgefechte auf. Südwestlich von Delatyn trieben unsere Truppen russische Abteilungen, die auf das Westufer des Bruch vor- gedrungen waren, über den Fluß zurück, wobei 300 Gefangene und zwei Maschinengewehre erbeutet wurden. Weiler üördlich nichts von Belang. Italienischer Kriegsschauplatz. Nach neuerlicher heftiger Artillerievorbereitung griffen die Italiener unsere Stellungen südöstlich des B o r c o l a - Passes dreimal mit starken Kräften an. Diese Angriffe wurden mit Handgranaten. Maschinengewehrfeuer und Steinlawinen blutig abgewiesen. An der Kärntner-Front hält das lebhafte Geschützfeuer im Fella- und Raibler-Abschnitt an. Ein Nachtangriff von Alpini-Abteilungen im Gebiet des Mittagskofels schefterte nach hartnäckigem Kampf an der Zähigkeit der Verteidiger, die ein feindliches Maschinengewehr in Händen behielten. Tarvis stand abends unter Geschützfeuer. An der Isonzo-Front wirkte die italienische Artillerie vornehmlich gegen die Hochfläche von Doberdo. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. ^ Der Stellvertreter des Chefs des Generalftabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der türkische Bericht. Konstant in vpel, 19. Juli. (WDB.) Da? Hauptauartter meldet: Aus den neuen Nachrichten über dir mit Erfolg ausgeführten mckitärischen Operationen gegen die Italiener in Trivolis ' loib gegen die Engländer im Westen von Aegypten geht hervor, daß NuryBey Pascha, derdie Operationen der ottoinv nischen ^Fwiwilligen in diesen Gegenden leitet, sich entgegen dem englischen Bericht, der seinen Tod in einer der letzten Schlachten meü>et, am. Leben befindet und glänzend seine Ausgabe erfüllt In den: letzten Gefecht, das er den Italienern in der Umgegend von Misrata geliefert hat, und das mir einer Niederlage derselben endete, nahm er den Italienern 200 Offiziers, 6000 Soldaten und 24 Geschütze ab. Die Ortschaften Misrata und Dsedahie befinden sich in: Besitz der Freiwilligen Zwischen den beiden Ortschaften und der Küste sieht kein Italiener mehr. Unsere Freiwilligen befinden sich im Westen Aegyptens in Für sie siegreichen Kämpfen, über welche wir noch keine Einzelheiten erhalten haben. An der Jrak^Front bat sich im Abschnitt von Felahie nichts geändert. Am 15. Juli griff eines unserer Kampfflugzeuge ein englisches Flugzeug an und beschoß es. Dieses wurde be^ schädigt und stürzte hinter den feindlichen Linien ab. Im Euphrat-Abschnitt machten unsere''Freiwilligen . und fliegenden Abteilungen gelungene Ueberfälle auf feindliche Lager und Etappenlinien. Sieben vollkommen mit Lebensmitteln beladene Schiffe wurdet: von uns auf den Etappenstraßen erbeutet Nach den letzten von Jban Sud Reschid Pascha erhaltene:: Nach, richten, der als Oberbefehlshaber unsere Hauptstreitkräfte und Freiwilligen befehligt, die in den Gegenden von Nedjd und Zubair ' operieren. sind die in d^r Umgegend von Bassovah angetrvffenen englischen Abteilungen besiegt worden. Außerdem wurde ein eng lisches Flugzeug abqeschossen und erbeutet. Bon der persischen Front keine Nachricht. An der Kaukasusfront fanden aus dem rechten Flüge Scharmützel unserer vorgeschobenen Abteilungen und Angriffe der ltzeiverseingen Erkundungsabteilungei: statt. Auf dem linken Flügel "kerne Veränderung. Ein feindliches Flugzeug warf wirkungslos . dvei Bomben auf die Umgelnmg des Bahnhofes von Bulaix. Es . nmrde durch das Feuer unserer Artillerie in die Flucht gejagt. Unsere an der persischen Front gegen die Russen fortschreitenden Bewegungen entwickeln sich unter der Beihilfe der 'persischen Mudjahids zu unseren Gunsten. Die letzteren surd dank ^der Bemühungen Niza Mel Saltanes, der sie unter seinen: Ober. üestA vereinigt hat und einen ausgezeichnete:: Generalstab besitzt . vortrefflich organisiert und operieren erfolgreich gegen den ge- . Einsamen Feind. Sie leisten unseren Truppen durch ihre Beihilfe i sehr syettvolle Dienste. Wenn dank der Gnade des Allmächtigen dieser allgemeine Krieg durch unseren vollständigen Sieg gekrönt i fein wird, iverden diese wertvollen Anstrengungen der Mudjahids '»ur Befreiung Persiens von der russischen und englischen Gewalt ' Herrschaft in goldenen Lettern aut den Seiten der ottomanisch-en und ' persischen Geschichte verzeichnet rverden Was unsere bei dieser (^e .legenheck gemachten Anstrengungen betrifft, so haben sie nur den einen Wunsch mm Ziel, unseren mohammedanischen Nachbar Persvm ',nh inrmer im Genuß voller und unbeschränkter Freiheit zu sehen ’öte sind begründet durch die auftichkige Ueberzeugung, die wir inbetrcff seines glücklichen und künftigen SchickialS hegen. Konstantinopel, 19. 3uli 'WTB > Meldung der Aaenee Mill: Zur Bewhnung iür dre Treue gegenüber dem KhaitsiU unv für me Dünste, die er, wre gemeldet wurde, dem Ottonrarrischen Reiche erwiesen hat, :ft Emir Resch:d ^ bau Hause Sud, der mit Erfolg gegen die Engländer in den Gegenden von Bassorah und Zubair operiett, zum Oberbefehlshaber der Truppen und Freiwilligen von Nedjd und Zubair ernannt worden. Ter Sultan sandle ihm außerdem einen mit Tiamanren ge- schnüickten Säbel und verlieh ihm die Diamantenplakette des Medschidieb-Ordens, sowie Idie Goldene und silberne Kwgs- medaille. Bei dieser Gelegenheit sandte der Emir an den B:ze- generalissimns Enver Pascha Depeschen, in welcher er für die kaiserlichen Gunstbezeigungen dankte und von den Erfolgen der Freiwilligen in dev Umgebung von Bassoratz und Zubair, sowie von der Unterbrechung der feindlichen Verbindungslinien! zwischen diesen beiden Orten und von der Wegnahme eines Flugzeuges und einer Menge Akaterial und Vieh berichtete. Aus Italien. Btenlin, 20. Juli. Das „Berk. Ta gebt." berichtet aus Lugano über stürmische Kundgebungen in ganz Italien für den von den Oesterreichern als Hochverräter Hingerichteten tiroler Abgeordneten Bvttisti. Die Kriegsparteien verlangten Denkmäler für ihn in Rom, in Trient und Triest. England und Amerika. Washington, 19. Juli. (WTB.) Meldung des Reu- terschen Bureaus. Grey hat an die Vereinigten Staaten eine Note gerichtet, in der er die Zustimmung zur Lieferung amerikanischer Rote-Kreuz-Artikel und medizinischer Artikel an Deutschland und Oesterreich-Ungarn verweigert. Grey stellt in Abrede, daß die Blockade der Verbündeten gegen die Genfer Konveütion verstoße, an deren Bestinrmungen sich England immer genau gehalten habe. Es bestehe kein Grund, anzunehmen, daß in Deutschland und Oesterreich-Ungarn Not Artikeln herrsche: man habe eher Ursache _ daß das Gegenteil der Fall sei. Wenn doch einiger Mangel in solchen Artikeln herrsche, müsse das dem Umstande zu an Rote-Kreuz zu der Annahme geschrieben werden, daß die Mittelmächte das in Frage stehende Material zu anderen Zwecken benutzen, und wenn man neue Vorräte an sie gelangen ließe, würde das nicht den Kranken und Verwundeten zukommen, sondern man würde dadurch den Mittelmächten nur Material für Kriegs zwecke in die Hände spielen. Die englische Regierung sei deshalb nicht in der Lage, einen solchen Präzedenzfall zu schaffen, wie ihn die Ausstellung eines Aufsichtskomitees, dir das amerikanische Rote Kreuz vorschlug, darstellen würde. erstreckte sich bis in die Abendstunden. Den Vorsitz' führte teilweise der Oberbürgermeister von Berlin, 23er-« muth, teilweise der Oberbürgermeister von München, Dr. v. Borscht. Neben zahlreichen anderen Verhandlungsgegenftan- den, besonders Fragen der Familienunterstützung und der Realkreditschwierigkeiten, standen im Mittelpunkt Nahrungsmittelfragen. In diesem ganzen, für die städtische Bevöle kerung jetzt wichtigsten Gebiet wurde die vollständige Ueber- einftimmung der Auffassungen aller Mitglieder sestgeftellt. Nachträglich gefordert wurde die alsbaldige Einführung einer Reichssleischregeckung und zwar so, daß die jetzt noch bestehenden Ungleichmäßigkeiten und Beschasfungsfchwierig- keiten beseitigt werden. Hinsichtlich der bevorstehenden Lettre ge lung wurde gefordert, daß im unmittelbaren Anschluß an sie auch die Mi lch v er so rgun g sichergestellt werden müsse. Bei der Erörterung der Kartoffelsrage siel das.Hauptgewicht aus den für die Städte so wichtigen Punkt der vom Verbraucher im Kleinhandel zu zahlenden Preise und die Qualitätsfrage: nach der letzteren Richtung wurde betont, daß es außerordentlicher Anstrengungen bedürfen wird, um auf der Grundlage des nunmehr gesetzlich beschlossenen Systems die Lieferung stets guter Speoekav- Löffeln für die Städte zu gewährleisten. Weiter wurden die Eierversorgung, Gemüseversorgung, eine zweckmäßige Verwertung der Küchenabfälle zur Herstellung von Futter und die Frage der Be st and s erheb ung in den Haushaltungen eingehend erörtert. Zu mehreren ganz dringenden Punkten wurden drahtliche Eingaben noch während der Sitzung abgesandt. Der Seekrieg. Neue Erfolge unserer U-Boote. Amsterdam, 19. Juli. (WTB.) Nach einer Meldung des Reuterschen Bureaus ist der englische Dampfer „W i l ton halb 3387 Tonnen) versenkt worden. Nyborg iFünen), 19. Juli. WTB.) Meldung des Ritzau- schen Bureaus. Ter schwedische Dampfer „O nsal a" landete heute die Besatzung des schwedischen Schooners „Bertha" und des niederländischen Eisenschiffes „D e n u l a", die von einem deut- chen U-Boot versenkt worden sind. London. l9. Juli. >WTB. NichlamlliM Lloyds melde:, daß man vermutet, daß der Dampfer ,,E v a n g e l i \t r: a" versenkt wurde. Ter italienische Dampfer „A n g ei s" >'?) wurde von einem U-Boot versenkt; die Besatzung wurde gelandet. London, 19. Juli. (WTB./ Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Kapitän des britischen Ta mp' fers .Lecocq" (3419 Tonnen) berichtet über ein Gefecht mit einem feindlichen Unterseeboot am 18. Juni: Das Unterseeboot wurde in vier Meilen Entfernung, gesichtet. Es eroffnete sofort das Feuer, anscheinend aus einem, vierzölligen Geschütz. Nachdem es drei bis vier Granaten abgeieuerthatte, die ganz dicht einschlugen. näherte es sich schnell. Wir eröffnten das Feuer aus unseren: Geschütz. Der fünfte Schuß schien es getroffen zu haben, aber es setzte das Feuer fort und kam nach und nach näher. Eine feindliche Granate traf uns backbord und durchbohrte das Dampfrohr, so daß eine große Dampfwolke l>crvorqnoll. Ich ließ das Schiss langsamer gehen und befahl, die Boote herabzulassen. In diese ging die Mehrzahl hinein. An Bord blieben nur der leitende Ingenieur, der zweite und dritte Ingenieur, der Bootsmann, ich und zwei Kanoniere. Ich unterhielt noch andauernd daS Feuer mit gutem Erfolge. Ter 26. Schuß traf das Unterseeboot an der Wasserlinie und zwang cs, unterz^itauchen. Eine dichte dunkle Rauchwolke hüllte cs ein. Ich glaubte zweifellos, wir hätten es versenkt. Kurz danach erschien ein französisches W achtboot, dem ich Mitteilung machte. Ich fuhr in die-Nähe unserer Boote zurück, nahm die Mannschaft auf, schleppte die Boote längsseits und fuhr weiter. Später wurde das Periskop eines anderen Unterseebootes in etwa tausend Pavd Entfenumg gesehen. Dieses schoß sofort einen Torpedo ab. Aber durch den rechtzeitigen Gebrauch des Steuers konnte ich entrinnen. Der Torpedo ging etwa 50 Fuß achtern vorbei. Achteraus erschien ein anderes Torpedoboot. dem ich Mitteilung machte. Wir führten drei Schuß gegen das zweite Unterseeboot, was dieses veranlaßt^, zu tauchen. Nachdem lmr die Boote in die .Höhe gezogen hatten, fuhren wir weiter. Vom Feinde war nichts mehr zu scheu. (Bemerkung des Wölsffchen Bureaus: Wie wir an zuständiger Stelle erfahren, ist die Mitteilulla des Kapitäns des Dampfers „Lecocq", er habe das U-Boot vernichtet, vollständig aus der Lust gegriffen.) Die Engländer auf der Jagd nach der „Deutschland" und „Bremen". Berlin, 20. Juli. Der „Berliner Lokalanzeiger" erhall aus Koveitbagen Londoner Meldungen über eifrige Jagden vieler feindlichen Hilfskreuzer auf das Untersee-Handels schiff „b rem e n", für dessen Unschädlichmachung hohe Belohnungen ausgesetzt seien. — Die „Mormng Post" erklärt, die Ententemächte müßten die „Deutschland" als Kriegsschiff behandeln, dem: das Völkerrecht kenne keine HandelS-U-Voote und so könne jede Regierung ihren Standpunkt zur Sache wählen. .« Berlin, 19. Juli. WTB.> Zu dem am 18. Juli veröffentlichten Angriff dreier russischer Flugzeuge an dem Eingang des Rigaischen Meerbusens erfahren wir von zuständiger Stelle, daß das abgeschossene russische Flugzeug von einem deutschen Torpedoboot geborgen worden ist. Kopenhagen, 19. Juli. (WTB.) Meldung des Ritzau- schen Bureaus: Zwei dänische Dampfer, mit Papiermasse von Schweden nach Frankreich unterwegs, find heute von deutschen Wachschiffen südlich Drogden aufgebracht und nach Swine- münde gcchracht worden. Rotterdam, 19. Juli. ''WTB.) Nach eingetroffeneu Berichten sind jetzt ungeMr 150 niederländische Fischerfahrzeuge nach England aufgebracht. London, 19. Juli. WTB. Nichtamtlich. Das Reuterfche Buveau wlckdct aus Kristimrstadt, daß der brittsche Dampfer „Adams", der aus Frnland kam, gestern nachmittag von einem deutschen Zerstörer gekapert und nach Süden gebracht wurde. Berlin, 19, Juli In diesen Tagen werden wäeder Vertreter der hiesigen Zentralbehörden nach Wien reisen, um mit den Vertretern der zuständigen österreichffchmnga- rischen Diensfftellen die seit einigen Monaten eingeleiteten wirtschaftlichen Besprechungen sorlzusetzen. Berlin, 19. Juli. (WTB. ! Dem Vernehmen nach bestätigt sich die bereits von mehreren Zeitungen gebrachte draäjricht, daß der Präsident des KriegsernähcungHamtes, B a t o ck i,. von dem Amt als O b e r p r ä s i de n t vvn Ostpreußen zurück tritt, um sich ausschließlich den großen Ausgaben seiner Reichsstelle widmen zu können. Als Nachfolger Batockis ist Landeshauptmann v. Berg, Königsberg, in Aussicht genommen. München, 19. Juli. (WTB.) Der Staatssekretär des Reichsamtes des Innern, Dr. H e l f f e r i ch , ist heute vormittag 9' .Uhr hier eingetro.ffen. Er wurde aus dem Bahnhof im Auftrag des Staatsmiuisters Grafen v. H er tlin g von dem Legationsrat-von Stengel empfangen. Im Hotel empfing Dr' Helsferich den Besuch des Stellvertretenden preußischen Gesandten, des Botschafters Freiherrn v. Sckchn. Die Korrespondenz Hosfmanu schreibt: Der König empfing vormittags 11 Uhr Dr. Helsferich-in einer Audienz, die über eine Stunde dauerte. Um ein Uhr fand zu Ehren des Staatssekretärs bei Sein^ Majestät in den Reichen Zimmern der Residenz eine Wuhstückstafel statt, zu der Botschafter Freiherr von Schön, der Attache der Preußischen Gesandtschaft, Freiherr von Goldschmidt, die Staatsminister und die Herren des Dienstes geladen waren. M ü n ch e n, 19. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Die Korree- spondenz Hossmann meldet: König Ludwig hat dem Staatssekretär des Junern Dr. Helsferich das Großkreuz des Verdienstordens vom Heiligen Michael verliehen «US Stadt und Land. Gießen. 20. Juli 1916. Aus dem Reiche. Nahrungsmrttelfragen im Deutschen Städtetag. Berlin, 19. Juli. (WTB.) Die heutige Vorstandssitzung des Deutschen Städtetages rm Berliner Kat- Die kommende Ernte und die Lebensmittclfrage. Der halbanttliche Nachrich-tenvien^t für Ernährungsftagen schreibt: Die zahlreichen Zeittuihsnottzen Über die zu erwartende gute Ernte lassen in der Bevölkerung vielfach überttiebene Hoffnungen und Erwarttmgen, andererseits aber auch gewisse Be- fürchttmgen entstehen. Zunächst sei festgestelll: Wir haben eine Ernte zu erwarten, die in: Vergleich zur letzten wirklich als guü bezeichnet werden kann, aber wie gesagt, wir haben sie zu erwarten: bis zu ihrer endgültigen Bergung vergehen noch Wochen, und es muß immerhin mit der Möglichkeit, wem: auch nicht Wahrscheinlichkeit, gerechnet mctfceit, daß eventuell bti bet Bergung noch Schwierigkeiten auftreten können. Wenn also schon jetzt das noch ausstehende endgültige Ergebnis der zu erwattenden Ernte zur - Begründung bestimmter Forderungen benutzt wird, so erken nt man wohl ohne weck eres, daß diese Forderungen reichlich verfrüht erhoben werden. Andererseits ist aber auch die Befürcküung laut geworden, daß die guten Erntenussichten dazu verleiten könnten, nunmehr die nötige Vorsicht außer acht zu lassen und mehr aus dem Vollen zu wirtschaften. Diese Befürchtungen sind natürlich völlig grundlos Die verantwottlichen Kriegsämter sind sich der ihnen gestellten Ausgaben voll bewußt und haben mit-Gründlichkeit^ und Genauigkeit' eineu Wirtschastsplan sestgelegt, der die Ernährung des deutschen Volkes unter allen Umständen sichett. Wir dürfen.selbst nach der Einbringung einer wirklich guten Ernte über diele noch nicht aus dem Vollen verfügen, denn wir können im .Kriege nicht mit den Faktoren rechnen, mit denen wir im Fried«: rechnor würden. Die Deckung des grüßern Bedarfs unserer Wehrmach?, muß im Kriege naturgemäß mit anderen Werden eingesetzt werde:: wie dies im Frieden geschieht. Eine bettächtliche Menge Wn mensch lichen und tierischen Nahrungsmitteln, die nur ans dem Aus lande bezogen, muß durch die Erttägnisse des eigenen Bodens ersetzt werden Es verbietet sick: von selbst, hier all diejenigen Faktoren aufzuzählen, loelche bei der Aufstellung des Wirtschafts- planeS für die neue Ernte berücksichtigt werden müssen. Maßgebend können für die r>erantwottlichen Stellen einzig und allein diejenigen Punkte sein, welche die unbedingte Sicherlieit bieten, die Ernährung des deutschen Volkes auch für die Zukunft sicher zu stellen, mag der 5)aß und die Aushungerungspolittk unserer Feinde auch noch soviele neue Sästindlichkeiten ausllügelu. Gewiß ist der Wunsch der Bevölkerung nach einer Ausbesserung der Brotration, bezw. der Landwirte nach verstärkter Futter- Zuweisung voll berechtigt und verständlich, aber wir können das Fell nicht verteilen, bevor wir den Bären erlegt haben. Haben wir erst die gute Ernte sicher unter Dach, daun rverden die vernünftigen Wunsche befriedigt werden, bis dahin müssen wir uns aber in Geduld fassen, denn Enttäuschungen sind sel-werer zu erttagen, als^ etwaige angenehme Uebercaschungen, die uns ja hoffentlich bevor stehen. ^ ** Für die Volksspende für die deutschen Krregs-' uub ZiMgiesarrgenen gingen in der Geschäftsstelle des „Gieß. Anz." weiter ein: F. S ch n i tz f p a h n 10 Mk., Frau M. E ck- Hardt 20 Mk., Rechn.-Rat Fischer 3 Mk., Frau E. F. 30 Mk., Frau E. W. 20 Mk., Konrnrerzienrat H. Schasf- /tädt 100 Mk., Pros. Sommer 20 Mk. Weitere Guben werden mit Dank entgegengenommen. ** Das Fest des goldenen Doktor-Jubiläums feierte gestern in vollkommener geistiger Frische und in körperlicher Rüstigkeit der Geheime Kommerzienrat Dr. ph-il. ei Dr. ing. h. c Adolf Clemm in Mannheim Die Universität Gießen, an lvelcher!vor 50 Jahren der Jubilar 9 Ulil AJC* *)1)U. pU>JlLÜUlVv^, Ut-u U)Ht OiiiJ A/ÜLIDI-«^l4H4>UL erneuern und durch eine Abordnima, bestehend crws dem Dekan der Phikosovhischen Fakultät Professor Di'. Kalbfleisch und dem Vertreter der Chemischen Mteilung Geh. Hofrat Professor Dr. Hlbs, persönlich überreichen. L. U. Bon derLandesuniversität. Der ordent liebt' Professor an unserer Landesuniversität Dr. RobeW H o t tz m a n n hat den an ihn ergangenen Ruf an die Universität Breslau angenonlmen. ** G i e ß e n er Sie ger beim Fel db erg tur n e n_ Bei öem am Sonntag abgehaltenen Feldbergturnen, an dem nahezu 5000 Iugendtunrcr teilnahmcn, wurden alle vom Turnverein von 184 6 entsandten Zöglinge Sieger. Von 70 erreichbaren Punkten in der Ol^er stufe erhielten: Willi Arnold 60 Punkte, Wilhelm Blank 56, Ernst Sommer körn 55, Karl Sann 48, Georg Amend 40, Karl Schmidt 38. ** Entwiche n e Kriegsgefangene. Es ist er- wünscht, daß die Zivilbevölkerung die Militärbehörden nnd Sickwrhcitsorgane bei Wicderergreifnng flüchtiger Kriegsgefangener noch mehr nntersticht als bisher. Es wird daher darauf aufmerksam gemacht, daß Kriegsgefangene, die sich auf landwirtsclmftliclnm Arbeitskommandos' befinden, an ihrer Kopfbedeckung eine leicht sichtbare Blech marke tragen müssen, auf welcher der Name der Ortschaft ein gestanzt ist, in deren Gemarkung sie sich frei bewegen dürfen Werden somit Kriegsgefangene ohne solche Marke oder außerhalb der eingestanKen- Gemarkuirg angetroffen, dann sind sie als flüchtig anzirsehen und der nächsten Militär- oder Polizeibehörde zuzuführen Ist dies nicht aus- ftl'hÄar, dann ist wenigstens die nächstgeleqene Behörde sofort M beirachrichtigen. ** Auf der Gießen er Freilichtbühne wird Sonntag, den 23. Juli, „Unter Brüdern", Lustspiel voii Paul Hepse, daraus „Der grüne Domino", Lustspiel von Theodor Körner, gegeben. Der Anfang ist auf 4 Uhr festgesetzt. Muß die Ausführung wegen schlachten Wetters crusiallen, wird dies wie üblich bis spätestens eme Stunde vor Beginn der Aufführung durch Anschlag am Stadthanse bekannt gegeben werden. **EinführungderSr>mmerzeit. Das Grvßherzvglich Hessische Ministerium hat die Handelskammern um Aeußernng über die Bewährung der Sommerzeit unb ihre Wetterführung im nächsten Sommer, gegebenenfalls ihre Uebertragung auf den Winter ersucht. — Die hessischen Handelskammern haben in ihrer letzten Vertreter- Versammlung sich dahin erklärt, daß jedenfalls für den nächsten Winter die alte Zeit wieder in Kraft treten soll und daß man sich die Stellungnahme bezüglich der künftigen Regelung Vorbehalten müsse, his die Erfahrungen mit der diesmaligen Regelung vollständig vorliegen. Es wurde bei der Erörtermrg neben den unleugbaren-günstigen Volkswirtschaftlichei: mw sozialen Wirkungen der Sommerzeit von Vert r et e r n der Industrie iedoch auch betont, daß die Arbeiter durch längere TätigEcit nach der Arbeitszeit in der LandwirBckaft im Schlafe vrrkitrzt werden nnd insvlaedessen am anderen Tage iricht mehr so leistungsfähig sind. Insbesondere auch bei jugendliche^ Arbeitern und Schülern seien solche Folgen nicht von der Hand zu weisen. - Erhöhung der Dr'aschl öhne. Der Verband Hessen- Nastauischer Dampfdre^chereiep hat für die diesjährige Dreschzeit eine nicht unwesentliche Preissteigerung eintreten lassen. Er verlangt für das Dreschen im !Feldc für die ©hntbe 12 Mark, für das Dreschen in der Scheune 8,50 Mark. Die Preissteigerung begründet der Verband mit der allgemeinen Verteuerung der beim Dreschen erforderlichen Materialien ** Warnung vvr schwindelhaften Angeboten. „Speck. Darrst, ä 10-Pfund-PosKolll 20 Mark Versandt nur gegen Voreinsendung des Betrages. Sofort bestellen, da große ,NÄfrage." Solche und ähnliche Anzeigen kann man immer wieder ft: jetziger Zeft in den Zeitungen ftiwen. Sofort wird ans das anscheinend recht günstige Angebot hin der Geldbetrag ein- gesandt und in nicht wenige n Fallen hört man nichts mehr von dem Geldempfänger. Es sind größtenteÄs Schwindler, die hinter diesen Anzeigen stecken. Mm Teil sind es gewissenlose Ausländer. Man hüte sich, sein Geld ans der Hand zu geben, ehe man weiß, mit wem man es zu tun hat. Je günstiger dos Angebot eines Unbekannten zur Lieferung von GcbrauchSmitteln des täglichen Bedarfs erscheint, desto mehr Vorsicht ist gerade unter den jetzigen Verhältnissen am Platze. *• Städtischer Eierverkauf. Die der Stadt zugewiesenen Eier werden dieses Mal an die Bezugsberechtigten der Brotmarkenbezirke IX, X, XI und XU auSgegeben werden. Näheres stehe Bekanntmachung. "Eine neue Denkmünze sür Sammeleise r. Professor Auaust Gaul, der im Laute des Kriege« schon mehrfach seine Kunst in den Dienst des Roten Kreuzes stellte, hat jetzt eine eiserne Erinnerungsmünze geschaffen, die den Vereinen vom Roten Kreuz zur Verfügung steht, um sie zur Belohnung für Sammeleifer zu verteilen. Für die Gewährung kommen nach dem Ermeffen der einzelnen Verein« vom Roten Kreuz solche Spender in Betracht, die in Zukunft dem Roten Kreuz durch Sammeln von Gegenständen aller Art erhebliche Vorteile verschaffen oder höhere Geldbeträge zuführen. Die mit großer Meisterschaft modellierte Schaumünze zeigt aus der Vorderseite in prächtiger Anschcnllichkeit eine dem Sturme trotzende Eich«, auf der Rückseite einen Ring von Ameisen und Bienen, sowie den Goethefchen Vers: „Das Allermindeste müßt Ihr entdecken auf das Geschwindeste in allen Ecken." •* Da« heutige Krei 8 blatt enthält Bekanntinachungen über Ergänzung der Verordnung von Preisprüfungsstellen und die Versorgungsregelung über Brotgetreide und Mehl aus der Ernte 1916. Landkreis Gießen. d. Li'ch, 20. Juli. Die hiesige Jugendwehr nahm in einer Stärke von 70 Jungmonnen. unter der Leitung des Wacht- Meisters Weber von hier, am verstoßenen Sonntage Ml dem Feldbergfefte teil. Die Abfahrt erfolgte einen Tag vorher, Morgend 9,12 Uhr über Gießen nnd Friedberg nach Bad Homburg v. d. H. In liebenswürdigster Weise wurde unsere Iugendwehr von der Leitung der dortigen begrüßt und zu den Sehen «würdig keilen Homburgs begleitet. Seminarlehrer und Vorsteher des Vorsenn- nars zu Lich, Dr. L o r e n tz, gab in ttusfühplicher und anschaulicher Weise die Erklärungen an Ort und Stelle. Gegen abend führte der Weg nach Dornholzhausen, wo im Hotel zum Adler Massen- guartier bezogen wurde. Am nächsten Morgen erreichten die Iung-i mannen, nach 3^ ständigem. Marsche um 9 Uhr den Gipfel des Feldberges. Um 10 Uhr begannen die Wettkämpfe, woran sich 40 Jungmannen unserer 632. Ingendwebrkvmpagnie beteiligten. 'Zwölf Preise wurden errungen. Um 4 Uhr trat unsere Jugend wehr den .Heimweg an. Herr Lorentz führte die Teilnehmer einen dreistündigen, romantiscki-en Weg, auf welchem er den Jungmannen geologische Aufschlüsse gab. Von Oberursel aus brachte die Eisen bahn die Teilnehmer glücklich mn 1/^11 Uhr abends in die Heimat zurück. Kreis Büdingen. e. Büding e n, 20. Juli. Der B r o t p r e i s ist in unserer Stadl um 2 Psg. für den Vierpfünder erhöht worden. Irrtümlich war in unserem Blatte von einer Herabsetzung des Preises um 2 Psg. berichtet. # Büdingen, 19. Juli. Die Hessische TapferteilSmedaill erhielt der Dizeseldwebel Hermann T h ü r t n g. ---Büdingen, 19. Juli. Ter Leiter deS deutschen Mädchen- tzynmasimnS lLuisen-LyzeumS in Lodz, Oberlehrer Treut, ein geborener Büdinger, bereist, wie wir 'schon kurz ^erwähnten, gegenwärtig mit einer Anzahl seiner SclMerinnen Süd- nnd Mittel« dentschland Tie jungeil Mädchen, denen sich in Berlin mehrere deutsche Schülerinnen anschlossen, sollen die schönsten Gegenden Deutschlands kennen lerneil und aus diese Weise durch eigenes H , Sehen und Erleben für das Deutschtum lvirkcn. Die Reisegesellschaft erfährt durch» die Stadtverwaltungen, deren Bereich sie be- )uat das große Pölkerrrngen den ersten hier ansässigen Bernsburger, H. Lenz, den Sohn deS Besitzers der Welfchmühlc, dahingcrafft, der infolge Berwilndung durch Granatsplitter den Heldentod erlitt. = Mücke, 20. Inli. Tie beiden Fahrp-o st v e r b i n d n n gen Mücke—Ulrichstein mtb Mücke—Bvbenhansen II haben sich in den nun fast zwei Jahren des Krieges eines bedeutenden finanziellen Zuwachses zu erfreuen, als in den letzten Frieden-si-ihren. Der Mehrerlös entsteht hauptsächlich durch den sich immer steigenden Personenverkehr War'eS in Friedenszeiten eine Seltenheit, voll ständig besetzte Postwagen der beiden Verbindungen zu suchen, so ist jetzt ger^>e daS Gegenteil fast immer der Fall Täglich sind beide Wagen, die von hier nach Ulrichstein und Babenhausen fahren, überfüllt, mittags sowohl als auch abends. Gar mancher Gebirgsbewohner, der such, im Postwagen ausrnhen möchte, findet zu seinem Erstaunen, daß bereits alle Plätze verkauft sind. Wohl oder übel, muß er dann aus Schusters Rappen in dunkler Nacht, tvie jetzt im strömenden Regen den kürzeren, oft auch drei mid vierstündigen Weg zurückleaen. Wie sehr wäre hier ein anderes Verkehrsmittel, das mehr Personen ausnchnren könnte als 5 bis 9 Menschen, dringend nötig. — In vielen Gegenden fällt in diesem Jahr zum Teil die O b st e r n t c. besonders die der Aepsel imb Birnen, nicht allzu gut aics. Tie Obstbcnnne der Kreisstraße von hier über Ruppertenrod hinaus nach Ober-Ohmen stellen eine gute Ernte in Aussicht. Sotange diese wo?)Igepflegten mtb gut gezüchteten Bäume ertragsfähig find, sind sie auch noch kein Jahr mit ihrem reichen Ertrag ausqeblieben. Einen fcksiinen Anblick bieten eben schon die Bäume nnd Früchte der Wurtergoldparmänc, der Schafnase u. a. Y t. N i e d e r -O h m e n. 19 Juli Dem Vizefeldweböl nnd Offiziers-Aspiranten Otto Becker von hier, der in der 7. Konlp. Inf.-Regt. Nr. 196 dient, wurde daS Eiserne Kreuz • verliehen. Ausserdem wurde ihm, weil er — der eigenen Gesa ln nicht achtend — mit noch einem Krankenträger einen gefallenen Kameraden und zwei Verwimdete in Sicknrheit gebracht hatte, durch Korps-Tages befehl besondere Anerkennung für die beimesene Tapferkeit ausgr- spröcheii. — DaS Eiserne Kreuz und die .Hessisckü Tapferkeits - m-edaille erhielt der Gesicite Karl Herget, 10. Konw. Res.- Inf-Regt. Nr. 253. Er war vor der Mobilmachung Postbote in Gießen. Ten Heldeiitod fürs Vaterland starb der Musketier Kart Reinhardt im Res. In). Regt. Nr. 353. Reinhardt hatte den Winterfeldzug in Galizien mttgemacht, imd war kranklieitS halber zurückgekominen. — Dem Musketier Werner lvnrdc in den Känipfen vor Verdun dnrch Granatschirß der linke Fuß '.veg- gerisfeii. np. Ruppertenrod, 20. Die H a u s s a m m l u n c\ sür die deutschen 5krtegs und Zivilgesangenen im Auslande, die hier am Sonntag vorgenommen wurde, ergab den Betrag von Mk. 128,90. np. W e t t s a a s e n , 20. Juli. Ein hiesiges, 15 Jahre altes Mädchen geriet beim Heuheimfahren unter den beladeiren Wagen. Obgleich das Gespann sofort zum Stehen gebracht wurde, drückte ihr doch das eine Rad des Wagens ern Schlüsselbein entzwei. up. Vom vorderen Vogelsberg, 20. Juli. An Beeren fehlt «es in diesem naßkalteor Somrner nicht. Nur die Erdbeeren, welche die Sonnenwärme lieben, tvaren spärlich gediehen. Umso reichlicher hängen die Himbeeren und H eidelbee rcn. Letztere gibt ed allerdings im vorderen Vogelsberg nicht. Die Gartenbeeren. Johannis und Stachelbeeren, find reich behängen. Ter so beliebte Gelee fehlt mithin auch in diesem Jahre nichjt in? den häuslichen Vorratskammern. Die Beeren sind in diesem Sommer durch den Mangel an Sonnen schein säuerlicher. Ta Muß sich schon beinl Zuckervorrat. der jetzt aus den Landvrten zur Verteilung kommt, eingerichtet werden. Kreis Lartterbach. ü Nieder-Mo os, 20. Juli. Unser Lehrer Hermann Pauli, gÄtt-rtig aus Lich, stand in Galizien bei einem Jnfanterie-RegtMewt. Da er dort erkrankte, ist er nach seiner Wiederherstellung vorlcsisiig aus dem Heeresdienst entlassen und kann sein Amt wieder versehen. ü. Movser-Grlnnd, 20 Juli. Die Hauptstengel mancher Ka rtofs el str äucher findet nran eben von einem weißen Belag umfchtossen, an dem der Strauch oftmals zugrunde geht. Hänftg konnte mlan das bei frühgesetzten und besonders buschigen und krantreichen Kartoffeln beobachten. Sicherlich haben wir es hier mit einem FäuliEspilz zu tun, der durch den anhallendar Regen entstarchen ist. Größerer Schaden ist noch nicht erwachsen. Kreis Schotten. 4ß D e tz e n r o d , 19. Juli. An einer schweren Verwundung starb der Kanonier L o tz in einem Fuß-Art.-Regiment. E i n a r t S h a u s e n, 19. Juli. Arck dem Fetde der Ehre starb der hiesige Lehrer Philivp Schäfer, Leutnant d. Rrf. ^ Stumpertenrod, 20. Juli. Ein weiteres Opfer forderte der Krwg in unserer Gemeinde. In den letzten schwerem Kämpfen starb der LaNdwehrTnann Heinrich Lerch im Landw.* Jnf.-Regt. Nr. 116 den Ehrend fürs Vaterland. Er stand im 33. Lebensjahre und hinterläßt eine Witwh mit einem Kind. Er war der Solw des SchichniachprS H. Lerch. — Zur Einbringung der fast noch zur Hälfte ansstehenden Heuernte sind von Gießen 23 Landsturmleute eingetroffen, die den hiesigen Landwirten znge- tellt worden sind. Außerdem sind bereits seit Frühjahr Kriegsgefangene hier in Arbeit. Kreis Friedberg. 0 - 0 . Vilbel, 80. Juli. Dem Kanonier Wehrmann Portier Appel von hier wurde die Hess. Tapferkeits medaille verliehen. 2lls 78. Opfer, das der Krieg ans unserem Städtchen fordert, starb den Heldentod der Wehrmann K n n z. Vilbel, 20. Juli. Der ehemalige Rechtsanwalt Schmitt, der im letzten Herbst von seinem Truppenteil in Vilbel entlvich, mtb später in Ulm verlmltet wurde, erhielt für diese Straftat nunmehr 5 Jahre Gefängnis. Außerdem wurde er in die z^veitc Klasse des Soldatenstandes versetzt. Starkenburg und Rheiubcssen. C. Darmsladt, 20. Juli. Ein sozialdenwkratsiches Blatt hatte laut ,,Köln. Ztg." gefragt, ob eS sich bewalnheite. daß die g r o ß h e r z o g l i ch c Hofhaltung --sicherlich ohne V o r - w issc n des GrvßherzogpaarS, fügte daS Matt allerdings hinzu mehr Fleisch v e a n s p r u ch c, als den Mr Hofhaltung ge hörenden Personen zukomme Daraus hat der zweite Bürgec- mcister M ül l er der Zeitung mitgeteilt, daß die Hoshaltnug wcder jemals mehr Fleisch zugelviescn erhalten, n o ch bemt sp ru cht habe. Im Gegenteil hätten der Grogherzog ivie auch die Groß Herzogin mehrfach der Stadtvcrivaltung gegenüber das bc st i m m t e Vertan g e n ausgesprochen, hinsichüich der Lebensmittelversorgung in keiner W e i i e ^a n d e r S behandelt zil werden wie jeder andere Bewohner der Stadt. Diesem Verlangen habe auch die Stadtverwaltung streng Rechnung getragen -- Offen bach, 20. Juli Am gegenübcr'liegcnden Fecken heuner User wurden am Trenslag die Leichen zlveier Männer und einer Frau aus dem Main geborgen. Die Frauenl-eiche wurde als dre eures gewp>n Lrescheu 'löallurga ertaunt. Die Abanner- leiden konnten bislang nicht sestgestellt lverdar. e. Mainz, 20. Juli. Wilhelm SadowSky, Mttglted des tädtischen Orchesters Mainz, zurzeit Sergeant in der Alusikabteilung des Pioiner-Regiments Nr. 25 Mainz Kastel, hat dem König von Bulgarien einen Marsch, .König Ferdinand von Bulgarien, Feldmarschall-Marsch", gewidlnet, der von dem König angenommen worden ist. Der^Atarsch wurde anr Donnerstag, den 13 . d. Mts., vor verivundete>t bulgarischen Offizieren, die zurzeit in cm:, ..... .a I». it a imh 5<»hr 1* ausgenommen. Kreis Wetzlar. W a , Wetzlar, 19. Juli. Für das Vaterland gestorben ist Unteroffizier Otto G i b b, Jnf.-Rgt. Nr. 169. W. W ehlar. 20. Juli. Mit deni Eisernen Kreuz 3. Klasse ausgezeichnet wurde Ossizierstellvertreter Hermann S t a n g l e r, bei einer Artillerie-Meßtruppe im Westen. Er ist ein Sohn des Bergoerwalters Stangier. IVkc. A l b 6 h a u s c n, 20. Juli. Für das Vaterland ist gestorben Grenadier Willi Iung, Garde-Jnf.-Regt. Nr. 6. Wa. Allendorf a. d. Ulm, 20. Juli. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet wurde Pionier Droh, Pionter- Koinpagnie Nr. 225. Wa. W e r d o r f, 19. Juli. AuS unserem Orte siel Ersatz- Reservist Heinrich H a g n c r , Jnf.-Rgt. Nr. 116. ra. Ans dem Kreise Wetzlar, 20. Jiuk. Zur Unter stützung und Fördcrmrg! der Wirtschaft!ufym Znsamnienlegnng de r Gr und stücke im Kreise Wetzlar wurde settl-er alljährlich aus deni Westfonds der Betrag von durchschnittlich 45000 Mark gewährt. Dnrch Ministerialn4aß vom Jahre 1898 sind denjenigen Kreisgenreinden, die zuerst mit der Zusamntenldgung vorgingen. ^ der Kosten bewilligt worden Höchstivahrsckieinlich iedoch wird für die Folge das übliche Beihilfenmaß auf 1 w der Auslagen, herab gefetzt. In sämtltchet^Ortsck)aften der Bürgertn eiste rei Hohensolms ist die Zufanlmcillegling der Felder zur großen Zufriedenheit der Bewohner dtirchgeführt. Hessen-Nassau. — Wiesbaden, 20. Juli. Zur Steuerung des tüglich größer werderidett Schadens, den die Wildschweine in Lorch und. sin Wispertal an richten, hat die Regierung mmmehr eftre schane Verordnung erlassen. Die Gemeindebehörden und Förstereien sind angewiesen, das Schwarzwild mit allen verfügbaren Mitteln ausznrotten. Wie groß der Wildschweinschaden in Lorch ist, er hellt auS der Tatsache, daß in bei - dortigen Gemarkung bis jetzt 84 Korn- und 92 Kartoffelfelder vernichtet wurden. — Fulda, 20. Juli. Unter Beteiligung des Kreises, der landwirtschnstlichen Vereine imb zahlreicher Landwirte wurde hier eine Gesellschaft sür das Trocknen von K a r t o s f e l n, R ü b e n b l ä t t e r n, Getreide und R u n k e l n gegründet. Die Trocknungsanlage wird in einer hiesigen Fabrik ausgestellt; sie kostet etwa 40 000 Mk. und kommt bereits in wenigen Wochen in Betrieb. g. Eschwege a. d. Werra. 19. Juli. Der Gesamtumsatz der hessischen Vorschuß- und K r e d i t v e r e i n e belief sich in dem verflossenen Geschäftsjahre in Einnahme und Ansqabe auf 688 614 875 Mark gegen 637 966 661 Mark im Vorjahre. Tie Mitgliederzahl ging von 20 936 aus 20 561 zurück. Tie gewährten Kredite betrugen 100036 308 (im Vorjahr 637 966 664) Mark. Das eigene Vermögen beträgt 12 975 734 Mark, die fremden Betriebs- lapitalien 47 282 307 Mark. g. Eschwegc a. d. Werra, 19. Juli. Der lsiesige Magistrat lmt in Verbindung mit dem Vaterländischen Franenverein eine Kriegs kn che für die minderbemittelte Bevölkerung esilgcrichtet. Der Preis beträgt für zwei Teller Suppe 30 Pfennig DaS Essen kann an Ort imd Stelle verzehrt und auch mitgenommen norden. — Die Hanssammlnng des Roten Kreuzes zur BolkSspende sür die deutschen Kriegsgefangewni ergab im Kreise Esebniege den Bttrag von 2804 Mark. X. S ch l ü ch t e r n, 19. Juli. Der 16jährige Sohn des Bürger meisters Seel in U n t e r s p i e s h e i m hatte ein junges Pferd eingespannt und wollte seinen Vater in Gerolzhosen abholen. Vor einem entgegenkommenden Fuhrwerk scheute das Pferd und Seel wurde vom Wagen so unglücklich an einen Baum geschleudert, daß der junge Mann tot am Platze liegen blieb. ch. Vom M i t t e l r h e i n, l 9. Inli. Nach amerikanischen Nirldimgen ist das Untersee-Frachtboot „Deutschland" etwa 100 Meter lang, 9,6 Meter breit nnd hat einen Laderaum von 791 Tonnen, demgegenüber unsere Rhein dumpfer in Bei gleich gebracht, ergibt sich, daß die größten Giiterdampfer, die zu gleich, die größten Flnßdampser Europas sind, „Karlsruhe Nr. 9". „Erbgroßherzog von Baden", „KarlSrirhe Nr. 10", „Prinz Max". „Karlsruhe Nr. 11", „Prinz Bertold" je 93 Meter lang 10,03 Meter breit sind nnd bei 2,77 Meter Tiefgang 1306 Tonmnr Ladefähigkeit haben. Der größte Rhein Seedampfer ist der Dampfer „Bingen" mit 73 Meter Lange. l0,06 Meter Breite^und 1700 Donnen Ladefähigkeit am dent Rhein. Ter größte Schleppkahn auf dem Rhein „Karl SchroerS Nr. 31" ist 123 Meter lang. 14,09 Meter breit und vermag 3591 Tonnen Ladung zu tragen Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlichcr Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 21. Juli 1916 Ziemlich heiter, trocken, tags wärmer, nacht? kühl. letzte Nachrichte». Neue Riefen-Kampf-U-Boote? Genf. 20. Juli. Wie der Korrespondent de-S „Journal de Genßve" auS Rout meldet, hält man dort dre Wiederauinahime verschärften U-DootkriegeS dnrch DeMschland im Atlantischen Ozean wie im Mittelmeer, als unmittelbar bevor stehend Man spreche von einem neuen großen Typ deutscher Kampf-U-Boote, die an Tonnage selbst den Typ der „Deutschland' übertrasen. En: italienischer Kommandant erklärte, in der Nähe von Gibraltar deutsche ll-Boote von 5000 Tonnen gesehen zu 'haben. Die Russen in der Bukowina. i. Köln. 20. Juli. Die „K. Z." meldet ans Wien: Narb ergänzenden Meldungen der Kriegsberichterstatter haben die Russen das von ihnen besetzte Gebiet der Bukowina streng auch gegen Rumänien abgeschlossen, um das Durchsickern von Nach richten zu verhindern. Ihre mäßige Tätigkeit in der, Bukowina während der letzten Tage läßt darauf schließen, daß sie für ihre rückwärtigen Verbindungen sorgen, eine große Umgruppierung gegen die rumänische Grenze vorgeiwmmen haben und außerdem mit der Auffüllung ihrer durch sckpvere Verluste entstaudenen Lücken beschäftigt sind. Rußland und die japanische Sympathie. i. Wi en , 20. Juli. Tie „Köln. Ztg." berichtet: Der Vertreter der „Neuen Freien Presse" hatte Gelegenheit, mit gesan- genen Fvanzosen. Japaner!: und Serben, die an der russischen Front gefangen wurden, zu sprechen. Interessant war das Gespräch ' mit einen: japanischen Offizier, der deittsch spricht, Sttidien iu Deutschland gentadtf lwt und in feiner Hei mat Lehrer an einer japanischen Mittelschule ist. Nach seinen An gaben sind insgesamt etwa 20 000 Japaner vor etlva 2 Monatei: in die russische Armee aingeueien. Er glaube^ daß ne den Rallen nicht mehr viel helfen würden, denn wem: auch die japanische Regierung mit Rußland verbunden sei. das japanische Volk sei mit seinem Herzen nicht auf seiten der Russen. Es habe die Grau [amfeiten noch nicht vergessen, welche die Russen im russisch japatsischei: Kriege an Japanern verübt hätten. In Japan lvünsche jeder, daß nach Beendigung des Krieges ein gutes Verhältnis zwischen Javan und Deutschland hergestellt werde. Die Opposition habe einen lebhaften Feldzug gegei: die Mnnitionslieferuugen Japans, an den Vier verband unternommen und wiederlwlt' Ein sprach erhoben. Soviel habe sie schon erreicht, daß weitere Truppen transporte nach Europa nicht stattfinden würden, obgleich Ruß" land als Entschädigung militärische unb wirtschaftliche Vorteile int fernen Osten angeboten habe. Das Bündnis zwischen Japan und Rußland werde nach dem Kriege von lehr kurzer Dauer sein, denn die Interessen Japans seien grundverschreden von denen Rußlands. Nach langem, hoffnungsvollem Warten erhielten wir am 9. Juli die traurige Nachricht, dass man lieber, unvergesslicher Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, mein unvergesslicher zweiter, im Kriege gefallener Sohn, mein guter Schwiegersohn, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Pate Wilhelm Volkmann Landwehrmann im aktiven Infanterie-Regiment 116, 9. Komp. am 9. November 1914 in einem feindlichen Lazarett an einer Verwundung gestorben ist. In tiefem Schmerz: Frau Wilhelm Volkmann, geb. Reichel u. Kind nebst Angehörigen. Todes-Anzeiae. Gestern erhielt ich die traurige Nachricht t dass mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Schwager, Neffe und Bräutigam Garde-Füsilier Georg Steuerwald am 15. Juli im 29. Lebensjahr den Heldentod gestorben ist. In tiefem Schmerz: Karoline Steuerwald, Mutter Wilhelm Steuerwald, z. Zt. im Felde Elisabeth Steuerwald, geb. Veke Luise Kunz. Giessen (Asterweg 22), den 20. Juli 1916. Heuchelheim, Montabaur (Westerwald), den 20. Juli 1916. [5250 Nachruf. Unser Buchbindermeister, der Garde-Füsilier Steuerwald Du sollst uns unvergeßlich sein, Dem Herz war edel, treu und rein, Von List und Falscheit unbekannt, Nun ruht’s in Gottes Vaterhand. Am i. Juli fiel auf dem Felde der Ehre ufiser guter, treuer Sohn, Bruder und Schwager Albert W elier Musketier im Infanterie-Regiment 221 im jugendlichen Alter von kaum 20 Jahren. In tiefem Schmerz: Familie J. Weller nebst Angehörigen. Heuchelheim, den 19. Juli 1916. Ein frohes Wiedersehn war seine Hoffnung. [5240 Tod es-An zeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsem lieben Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Anton Schaum nach langem, schwerem, mit grosser Geduld getragenem Leiden im 72. Lebensjahre durch einen sanften Tod zu erlösen. Die trauernden Hinterbliebenen I. d. N.: Konr. Ant. Schaum. Lang-Göns, den 19. Juli 1916. [010812 Die Beerdigung findet Freitag, den 21. Juli nachmittags 2 Uhr statt. [°3®[°][53[°3[n3[ä][ä]g[g][ö][nj[ä][n]{ä][5]|ä]{5J (Biefcener Freilichtbühne. Sonntag, den 23. Juli, Anfang 4 Uhr: „Unter Brüdern" Lustspiel von Paul Heyse. Darauf: „Der grüne Domino" Lustspiel von Theodor Körner. Anfang 4 Uhr. Ende gegen 6 Uhr Eintrittskarten im Vorverkauf bei Herrn E. C ballt er' Neuenweg. w #>ür die Jvreilichtöiihti? iir in der 2 . Kompagnie des Lehr-Infanterie-Regiments hat bei den Kämpfen der letzten Tage den Heldentod für das Vaterland gefunden. Wir verlieren in dem Heimgegangenen einen geschätzten Mitarbeiter, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. Brühl’sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange Giessen, 20 . Juli 1916 . m 4. L-Ä- : m mm Heute morgen entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharine Guldan geb, Gröninger im Alter von 28 Jahren. Dies teilen wir Verwandten und Bekannten statt jeder besonderen Anzeige mit. Die trauernden Hinterbliebenen: Adam Guldan und Kinder. Giessen (Kaiser-Allee 122. Schützen haus), den 19. Juli 191 g. Die Beerdigung findet Samstag, den 22. Juli, nachmittags 3 1 /* IJhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 524S I Kaufen Sie m den Preistagen Mk. 2,00, 1.50, 1.25, 0.9ö jetzt noch sehr gutes Lager in schwarz u. farbig Schutelraße 5242a Li&iaispielhaus - Bahnhofstraße IVur noch heute und morgen: l'iieipfr Mssttükii lietfia _ , . 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