nr. lblr Ter Sietzvur rur Verkürzung der Verteidigungslinie und ohne Belästigung durch den Gegner hinter die Lipa zurück- gewiesen ani * ren stellen sind die Russen glatt ab Armee deS Generals Grafen von Bothmc? Dre Lage ift unverändert. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. § ur Offensive gegen die Zentralmächte soll lückenloser wirtschaftlicher Abschließungsring ge- sellen, und nun schließen uns die Herren Boselli und das italienische Psörtchen zu. Wie gestern von ^ustQndlger deutscher Stelle durch das Wolff-Burenu mit geteilt worden ist, waren die Vorhaltungen der „Acrenzia Ä 1 ! 1 / ^ te keutfcfje Regierung habe amtlich angeordnet, dre Italiener wie Angehörige feindlicher Staaten zu be- handeln, einfach erfunden Man hat in Rom nur einen < b ! e fd) c! ua t le Handelsbrücke, die noch nach Deutschland führte, abzubrechen. Wir werden nicht allzu viel daber verlreren denn Deutschland war von der Apenninen- Halbinsel m keiner Weise wirtschaftlich ab- hangrg, dagegen wird Italien fortan sein wirtschasttiches Hans von Grrtnd aus neu aufbauen müssen, oder es wird vielmehr bei fernen jetzigen Freunden, besonders England Der Weltkrieg hat uns von dem ilnlicui j^eu SBoXfc eine vielfältige Offenbarung verschafft Der dem Dreibund gegenüber verriet seine moralische Armseligkeit; die militärische Kraft Italiens hat der Welt bisher wahrhaftig nichts Rühmliches gezeigt; hat doch Ca- dorna noch in seinen letzten Berichten von „glänzenden Waffenersolgen" gesprochen, bei denen 50 Gefangene ge- machl worden seren. Und nun wird sich auch in wirtschaft- lichen Dingen zeigen, daß die südliche Schöne, deren Geldbeutel immer leer war, unter einen: glitzernden Oberae- wande irur armselige Lumpen verbirgt. Ein Berliner Mitarbeiter schreibt uns: -vic halbanttlich,cn Erklärungen Deutschlands über unser V e r- ^! ö - \ a J V- n in Rom keinen Eindruck gemacht, ^ellt sich dre rührende italienische Presse so, als habe uu^A.^tlg, von lenen Feststellungen auch nur Kenntnis zu >-? lc emTad) dre glatte, rasche Lösung des italie- ?^-d«rtichen Vandc svertrages und aller sonstigen mit dem Deut- schen Reiche noch bestehenden Verträge und sie frohlockt über deii Zui am mm tritt des Ministcrrats, der je^t die gegen Tenlstbland Represtalien berate. Das nnebrliche ^-piel ähnelt sehr dem Zrptand kurz vor Ausbruch des Welrkri^L- heimlichen Rüstungen der Gegner, durch die treulosen Machen- jchasten unter Umgehung bestehender Verträge wurden imr gezwungen, deni Feind die Maske vom Gesicht zu reißen und den r-eehdehanchchuh hinzuwerfeu. Kanin war daS geschehen, so zetert die ganze gegen uns verschworene Gescllsckmft, wir hätten ange fangen, wir feien der Störenfried. Glücklicherweise ist aber de HNtorpche Beioeis, wer aiisangen ivill, wer die Feindschaft wünscht, Italien gegenüber diesmal sehr leickst zu erbringen. Durch alle Gasten rufen es ja die eigenen Leute'dem italienischen Volk zu, daß man ,ich aus der Pariser WirtsckMstskonferenz gebuiideu habe und ^aß es nun kein Zurück inehr gebe. Boselli habe, so schreibt der „Corriere della Sera" ganz offen, den vollen wirstchastlichen und sinanziellen Anschluß an die Ententemächte ourw-das soeben amtlich bestätigte Londoner Abkommen lind durch emeii besonderen englisch-italienischen Finanzveistrag besiegelt. Vor «2 d Wachen schon war der Handelsbeirat der italienischen Bvtschast m Paris, G r a s S a b i n i, so unvorsichtig, den Vertretern der italienisthen Presse den ganzen Feldzug gegeli Deutsch- vvrauszusageu. Noch sei nicht alles fertig, verkündete er, aber me ^trape für_ die hundertjährige ökonomische Allianz sei geevnct. wichtigste Resultat für Italien sei, daß von nun an icoc »virstchastliche Verbindung mit Deutschland aushöre. Er verrate kein diplomatisches Geheimnis, wenn er mitteile, daß das K'ab ine tt ö a I a itbra bereits beschlossen häkle, den HandelS- venrag mit Deutschland zu kündigen. Nach der Pariser Konferenz habe dreier ausgehört zu existieren. Italien sei frei von allen! -eerpslichluttgeii gegenüber den Ientralmächlen und könne auch keine neue niehr. eiugelxeu. Es könne jetzt nur seine wirstchastliche Politit enstchlosteii an die Verbündeten a.nlehnen. Die Tatsache sei nnividerruslich. Aus die Frage, ob man nicht fürchte, - &011 t 1 , 5 lt . m beL ' rlalienischz'ii Interessenten Kritiken einer Politik zu erwarten seien, erunderte Labiui: Die Kritiken werden nicht fehlen, aber man inuß bedenkeir, daß grauen das, was es bei Deutschland verliere, bei den Verbündeten gewinne. Diese werden Italien ihre Märkte öffnen, flußci-bem fei es noch nicht sicher, daß Italien den deutschen »..lartt verlieren lvcrde. Dentschland brauche die italienisckx'u Pro» Mkte wahrend die italienische Industrie alle Vorteile von einem Ausschluß der deutschen Fabrikate haben lvürdc . . Um gleich bei diesen Worten einzusetzen: hier eben steckt die surchtbare Luge der unglanst'üe Selbstbelrua des italienischen Schrittes. Die Vorteile des Vertrages, den Boselli jetzt zerschnei- det^ uiw wozu, ivic nian sicht, Salandra bereits die Schere gezullt batte, Zagen gerade unter den Kriegsvcrhältnisscn derart aus seiten Italiens, dgß der Riß Nun mitten durch das Herz deH italiemichen Wirtschastskorpers geht. Ein Beispiel nur für ^ble. ü.-eutschland l-at für 15 Millionen Farbstoffe jährlich nach Italien cmgesührt. Das soll also nun aushören: gut. Wcui.xe Framt-U-Boote nach Amerika mebr und der italienische Ausfall ut ausgeglichen. Die eigentliche Auslauschware für icue tfarbltone aber !var die italienische Seide darüber die neueste Aeußerung eines italienischen Fachmannes, dev Vandelslchriititellers Fenoglio: „Der Preisßurz der beiden, das laiigc Lagern, die notgedrungen gewährten Vergütungen, damit iu' übernommen iverdc und die großen Wechsclschwankun gen bringen den Spinnern und Webern ungeheure Verluste, da bü Ausfuhr maiigcl't und die Anfnahnlefähigkeil des inneren Konsums virminderl ist. sollte die gegenivärtige Depression al'daueru so wird dies wahrscheinlich nicht bloß den Ruin einiger Indnstricllet lonoern auch cmen uo.eemeßlich.'n Verlust für die Landwirtschaft mid die italiennische Volkswirtschaft bedeuten." Wie mit der Seide so wird es mit bm Fremdenverkehr und hundert anderen Dingen talicn schlachtet das Huhn, das ihm die goldenen Eier legte ^.können diesem bliudwüligeii Toben gegen sich selbst mit der gros ten Ruhe zujehen. Unser ^chadeil ivird es nicht sein Sollte Italien aber-, von der Entente ausgeplündert und im Stich gelassen i in r Jr u - rc be ‘ 3 deutschen Michels auklopfen, io wird ihm hostcnllich nickst so leicht wieder aufgclan. Ereignisse zur See. Ein Geschwader von^Seeflugzeugcn hat in der Nach! auf den 17. Juli die Bahnßofsantagen und mili tarnchen Objekte von Trevifo sehr wirlungsvoll mit OC schweren und leichten Bomben belegt. Ein Flugzeug wir/ vermißt. j ..! L±.i .< Flottenkommando. Der öfterreichisch-uttgarische Tagesbericht. Wien, 17. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 17. Juli 1916. Russischer K r i e g s s ch a u p l a tz. In der Bukowina blieben erneute Borstöße der Runen gegen unsere Stellungen südlich und südwestlich von Motdawa wie an den Vortagen ergebnislos. Der Feind erlitt große Verluste. Im Waldgebiet nördlich des Prislop-Sattels sind auf beiden Seiten Nachrichten-Abteilungen und Streiftom- mandos ins Gefecht getreten. „ Bei Zbic und Tatarow wurden russische Vorstöße zu- ruckgewiksen. Nordwestlich von Burtnnow vereitelten unsere Vorposten den Versuch des Feindes, sei::.: Gräben gegeii unsere Stellungen vorzutreibeK. Südwestlich von Luck griffen die Russen mit überlegenen Ki'äften an. Der Frontteil'bei Sttlin wich in den Raum östlich von Gorockiom aus. Durch einen Gegenstoß deutscher Batailwne in der West fl unke gedeckt, wurden daraufhin die südlich von Luck rämpfenden verbi'ii- deteu wruppen. ohne durch den Gegner gestört \n werden hinter die untere Lipa zurnckgenommen. Westlich von ^o r- czhn wurde ein Nachtangriff der Russen abgeschlagen. I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Das feindliche Artilleriefener gegen unsere B o r e o l a - Stellungen hält an. Auf dem anschließenden Abschnitte bis zum Astach-Tal ist der Gerchntzfamps recht lebhaft. An der Dolomttenfront standen unsere Stellungen südlich des Pelle- grnio-waies und im Marnwlata-Gcbiet, an der Kärntner front der Seebach- und Raiblrr-Abschnitt unter bcftiqem Zeuer. Italienische Iufauterie-Abteilungen, die im Seevach- Tal vorgingen, wurden zurückgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keilte besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Gencralftabs v. Höf^r, Feldmarfchatteutttaut. Deutschland und Italien. Bern. 17. Juli. IWTB.) Der italienischen Presse zusolgr erörterte der gestrige Ministerrat dieBezichnngenDeutickr- lIi n d s z u Italien. Ter „Corriere della Sera" schreibt ^onnliiv habe seinen Kollegen eine klare Darstellung über bu jüngsten feindseligen .Handlungen der Regierung ge-ieben und dab« deutlicki gezeigt, daß der Anstoß dazu ausschließlich von Deutsch land ausgehe. Bvsclli l-abe die AnSsührnngen L-vnninos bestätigt nrrd di'm Minisberrat den Vorschlag unterbreitet, die vvv weul,ck!land eingestellten fälligen Zahlungen durch eine Masprahme der italiemicheu Regierung zu regeln. Orlando und ScialvK, wllen die jursttische Seite der Frage beleuchtet Ixaben. Ferner wll iwr Vlinisterrat die gegenüber Deutschland anznwendenden Vergeltungsmaßnahmen beraten/haben. Der „Corriere della Sera^ eirvartet bei diesem Anlaß die ersten amtlichen Mitteilimgen libci bic Absichten der italienischen Regierung. B^rn, 17. Juli. (WTB. dttchtamtlichO Dem „Corriere della <^era" zufolge beriet das neue italienische Kabinett gestern zum ersteii Male die im Juni in Paris getroffenen lvirtschists^. Voll lochen Abmacknmgen. Eine Prüfung sei imerläfstich geioorden, wwchl iwu! man nicht unvorbereitet in die Friedenszeit gelangen diirse, als weil das lieuc Wirtschastsprograinni sich schon in der letzigen Kriegsbilanz fühlbar machen iverdc. Trotz der großen Verlchu'iegenhsth der amtlichen Kreise dürfe man annehnien, daß die Monster einstimmig für das W i r t s ch a f t s - u n d F i n a n z- b u ndni s, das das militärische Bündnis mit der Entente er-- ganze emgetreten seien. Dieses Bündnis, das, solange man aw cme Beendigung des Weltkrieges durch Verhandlungen glauben ronnte, zu bezweifeln war, wurde heute um so deuilickrer, da ~, c 11 O a’ ( n n 5 sein ErobernugS- und VgrherrschaflspriHErmkM wahrend zweier KricgSjahre im Grunde habe aufrecht erhalter wnncn und dadurch für, den 58ierverbanö die Fortführung liee Krieges unumgänglich mache. Damit iverde "mich ~cui enger 'Zu- lamnicmchluß in der Wirtschasts- und Finanzfrage für die ^llliierten notwendig. B ern, 17. Juli. (WTB. Nickstamtlich.) Zur Ein steklnn q v 1 ’cfr l ' n t l // lx 3 ahlnug du r ch Deutschland schreibt rer 'lvauti : Wir verhehlen irns nicht die Schwere dieser Nach- nckst, ivelche das Von viel zu eineni neuen, größeren Kriege sei.i lann. Wir niachen heute schon di' Parteileitting hieraus ausmerk- lam, nickst weil wir glauben, den verhängnisvollen Lauf der Tinge andern zu können, sondern um aus das nahende Unglück ausmerk- 'ein zu macheii und jede Verantwortlichkeit abzulehn-en. Wir ivisser mckit. ob unsere Regierung Gegcnmasregeln ei-gr-eifen wird nnt welche Folgen diese gegenseitigen Herausforderungen haben wer- ben. Hedensalls I-alten wir es für nötig, nochmals klwp und klar zu erklären, das- die italienische sozialdemokratische Partei weder einem kleinen nock) jemals einem großen Kriege beistimnlt oder besttlmmen wird. Bern, 17. Juli. (WTB. Nichtamtlich.' Tic „Jdea Nazio- nale meoit, die d c u 1 l ch - 1 l a l i c n i s ch e n Bezrehnnger inen an eoiem kritischen Abschnitt angelangt, der in mehr'all ernem Punkte den italienisch-österreichischen Beziehungen währent ,r beiden letzten Monate der italienischen tlieutt-alilälsperiade gleiche. Lebensmittelteuerung in der Schweiz. Die oft erwähnte Tatsache, daß der Krieg auch für die neutralen Staaten Europas eine recht fühlbare Verleneruna der Lebensmittel init sich gebracht hat, findet^eine Übersicht» liche Darstellung in einer Tabelle, die deni soeben neu erschienenen statistischen Jahrbuch der Schweiz beiqegeben ist Für 13 der wichtigsten Lebensmittel sind darin die Kleinhandelspreise an 27 Orten der Schweiz vor und iväh- rend des Krieges, im April 1914 und im Mai 1916, gegen- nbergestellt. Danach sind die Preise für Brot in der Schwei; hente durchschnittlich um 11 Prozent höher als vor dem Kriege; für Ochsenfleisch 37.6 Prozent. Milch 10 6, Butte, 50.0, Eier o4.8 und Kartoffeln 104.8 Prozent. In verschiedenen Arten geht die Erhöhung meit über diese Landes, durchschiiittszählen hinaus. Natürlich bleiben die Preise \iit Erzeugnisse der Viehwiitschast in der Schweiz erheblich ! inter den bei uns gezahlten zurück; die Vertenernng in aber für den an ungleich niedrigere Preise gewölmrer Schmelzer auch recht fühlbar. Ochse'nsleisch wird Heute nii' 1.. >0 bis l.oO Franken das Pfund bezahlt, kostete jedoch vor dem Kriege dnrchlchnittlich nur I Franken: der Preis für Tafelbutter i|t heute 2.40 und 2.50 Franken für das Pfund, vor dem Kriege 1./0 bis 2 Franken. Für ein Ei sind 16 bis Id Rappen zu bezahlen, vor dein Kriege betrug der Preis dafür durchschnittlich 10 Rappen. Am empfindlichsten triff: die Schweiz ledensalls die starke Erhöhung der Kartoffel e: der Zentner Kartoffeln kostete im Mai 1916 10 btt 12 Mark, un April 1914 nur 5 Mark durchschnittlich. Eilt Sparfamtcitsvcrband in Frankreich. (WTB.) Bern, 17. Juli. (Telcgr.) In Paris hat fid ent Verband zur S p a r s a in k e i t s p v v p a g a n d a gebil det. In einem Leitartikel des Petit Parisien wird ihm Bei- fall gezollt, denn, heißt es, die Stunde fei da. Frankreichs Bevölkerung ernsthaft vvrzuhalleu, . daß mu Einsprüchen nichts getan sei. Es in notig, alle Maßnahmen zu ergrei. len, um die Teuerung zu beseitigen. Frankreichs E r n t e v o n 1916 tactbe noch rärcu größeren Ausfall auftveisen, als du des Vvrj^chres. Infolge der nnzurerckwnden Fütterung sei die Mästung des B iehes ungenügend. Die larww-rtschaftiiche Erzeugung Frankreichs zeige also einen Tiefstand, der durch den Mangel an Arbeitskräften begründet sei. Hilfsmaßnahmen, wie die Beschaffung von Italienern im ^üdosten, worüber noch verhandelt werde, dürften unzureichend sein. Man tue also ein sehr nützliches Werk, wenn man den Franzosen empfehle, .sich freiwilligeinzu schränken, und wenn man mit größter Gewissenhaftigkeit iede Vergeudung von Nahrungsmitteln überwache. Mehr Einfachheit, mehr Sparsamkeit und mehr Ordnung seien zu verlangen. Die Spavsamteirswoche in England. London, 17. Juli. (WTB.) Das Reuterfche Bureau meldet, daß gestern die Kr i e gs fp ar sa m kei t sw oche begonnen hat..Im grrnzen Lande wiesen die Prediger in der: Kirchen auf die dringende Notwendigkeit für jedermann hin, soarsain zu sein und Kriegsanleihe zjn zeichnen. Schatz sekre- tar Mac Kenna richtete an den Vorsitzenden des War Sa- viugs Committee, von dem die Bewegung ausgeht, ein Sclpreiden, in dem er erklärt, daß die Gedanken der ganzen Nation bei der Offensive der Alliierten weilen würden. Es handle sich nicht rrm eine Schlacht von ein paar Tagen, sondern um den Beginn eines langwierigen, Geduld und Hartnäckigkeit erfordernden Kampfes. Der Schatz kanzler forderte die Zivilbevölkerung auf, sich auf die größte finanzielle Anspannung in der Geschichte Englands gefaßt zu machen und Selbstverleugnung zu üben. England und Holland. London, 17. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Unterhaus. Der Unionist Hunt fragte, ob Greys Aufmerksamkeit auf den Schmuggel von Fett und anderer Konterbande von Holland nach Deutschland durch eine zu diesem Zwecke organisierte Gesellschaft gelenkt worden sei und ob bei der holländischen Negierung Vorstellungerl erhoben worden seien, uni die Fortsetzung des Schmuggels zu verhindern. Lord Robert Ce eil antwortete, die englische Regierung wisse, daß trotz der strengen Maßnahmen, die die holländische Regierung ergriffen habe, noch immer einiger Schmuggel nach Deutschland existiere, die nieder- ländrschen Behörden aber eifrig anr Werke seien, das zu verhindern. Der türkische Bericht. Ko nstant i nopel, 17. .Juli. (WTB.) Bericht des Haupt- anattiers. An den Fronten am Irak und in Persien keine Veränderung. 2ln der Kaukasus front eröffnet en unsere vorgeschobenen Tnrpven an einigen Abschnitte nächst dem Zentrum Kämpfe, die für irns glücklich verliefen. Im Zentrunc nahm die ' Schlacht die Form eines zeüwerlig aussetzenden Artillerreg efech^tes' an. Oettliche .Kämpfe dauern hier und da fort. Nördlich von Tschornk wurden auf dem linken Flügel alle in dichten Massen unternommenen feindlichen Angriffe zum Scheitern gebracht. Tie Russen erlitten beträchtliche Verluste. Ein feindliches Bataillon wurde bei einem dieser Gegenangriffe unrzingelt und vollständig --ernichket. Sonst ist nichts zu melden. Deutsche Ritte in der türkischen Regierung. Ko n st an tino p^l, 17. Juli. (WTB. Nichtamtlrch.) Wie die Blätter melden, sind die zu Räten im Justizministerium bezw. im Ministerium für Handel und Ackerbau ernannten Reichsdeutschen Dr. Heinze und Rahl in Komtantinopel erngetroffen Sie haben gestern! ihr Amt angetreten. Der zirm Generaldirektor der Landwirtschaftlichen Bank ernannte Geheime Ober ft r nrnz rat Kautz kommt morgen an. Ans Griechenland. Bern, 17. Juli. (WTB.) „Petit Journal" berichtet aus Athen: Zwischen General Sarrail und den griechischen Militärbehörden ist ein Einvernehmen getroffen worden, uad) dem die wegen ihres Angriffes auf einen Redakteur in Saloniki verpesteten griechischen Offiziere in dm Ruhestand versetzt und disziplinarisch bestraft werden sollen. Amsterdam, 17. Juli. h.mann W Ehrendoktoren der Staatswffsenschaften ernannt. Be r l i n, 18. Juli. Die Blätter veröffentlichen ein Stirnnmngsbild über einen Be such des Kaisers im Frühling bei den Feldgei stlicheu Der Kaffer hielt dabei, wie Felddivifionspfarrer Dr. Ott mrtteilt, eine Ansprache, in der er sagte: Wir bwuchen praktisches Christentum. Mit Spazierengehen in die Kirche alle acht Tage einrnat ist es nicht getan. Man muß sich täglich mit denr Herrn beschäftigen. Der .Kaiser sprach auch von den;, was das deutsche Volk um den inneren Gewinn des Krieges bringen könnte, von der Paffion zum Nörgeln und Kritisieren. Er habe den Eindruck, daß die Menschen, die jetzt im Schützengraben liegen, zu Hause anders sein werden. Die Geistlichen sollten ihnen ernpragen, sie sollten das, was ihnen jetzt durch. Kopf und Herz gegangen ist, in die Zukunft mitnehmen. A«s Stadt ttttfc Land. Gießen, 18. Juli 1916. Die neuen Postwertzeichen. „Die in der dcacht vorn 31. Iuli^zu.m 1. August mn 12 Uhr 1 Minute und später eingelieferten Lvendungen nsw. unterliegen der R e ich S a b g a de." So hat unbarmherzig der Staatssekretär des Retchspofttmus in seinem Ausfü!>vungserlaß zum Gesetz über ^ ! ! 1. . ( 0i‘lH‘11 il M" . • iVU«JuUv wti 4ü>n' ^ ~LX-iX^ c- v;.Lnfii::.:.'. deutschen Bruefschreiber ist, so schreibt die „Vossstche Z>.ttuil.g", aiw keine Zeit gelassen, sich im Lause des 1. August in die Notivendigkcit, die Pöstkartt mit 7^ch Psg- WM den Brief mit 7stz Pfg. oder 15 Pfg. sreizu-inacheu, zu finden s mit dem Glocken schlage 12 Uhr,^ der den 1. August 1916 cinlertetz muß er sich, auf die Ha lbe-Pfennig-Wirt schuft einstellen... Ilm jeinem Dekret n>och besonderen Nachdruck zi: verleihen, l)at der Reichspoftsekretär serncr bestimmt, daß alle HntSbriefkasten der Postanstalterl und die Briefkasten der Bahnposten, soweit Unterbeamte in Dienst sirrd, um 12 Uhr nachts allster gewöhnlich zu leeren find. Wer also bis dahin seinen Brief nicht in den Kasten, gesteckt und seine Sendung nicht Ircuch der neuen Ordirung^ srei- gemaclch hat, der vertraue seinen Briet nicht den Hansbrieskasten eines Postamts oder der Bahnpost an: es must sonst die Strafe, für ll.rzureichende Frankierung gezahlt werden, die allerdings itt den Moriaten August rrrrd September iin Freimachen nach den alten Sätzen irur das fehlerrde^ Porto unter Wrundung etwaiger Bruchpfennige nach oben umfaßt. Da jedoch lricht alle Briefkasten des Reiches am 31. Juli unk 12 Uhr nachts geleert tverden können, so sind Sendungen aus! Briefkasten, ans denen um Mitternacht die Briefe und Karten nickjt genommen sind, bei der ersten Leerung am 1. August liicht alsk unzureichend frei gemacht arczusehen, wemr das der Reick)sabgabe entsprechend erhöhte Porto auf ihnen sich nicht befindet. _ Die nenen Po st Wertzeichen werden, wie schon knr^ mitgeteilt wurde, vom 28. .Juli ab an den Schaltern z^rnr Verkauf berei. gestellt Von diesem Tage an kann man somü die grane 2h?-Pfennig-Marke, die rotgetbe 71^-Pfennig-Marke und -Katts und die gelbgraue 15-Pfennig^Marke ermatten. Auch die im Verkehr gut erngefühtten Freimarkenhestchen werden für die neuen! Wertzeichen heransgsgeben werden; das für die 214-Psennig-Marke,, das emen grauen Umschlag! fjat, ist alsbald für 75 Pfennig zu haben: di? für die beiden anderen Werte werden später hergestellt werden. Inzwischen iverden die bisherigen 2-Mark-Heftchen aus^ gebraucht. Um den Bestand an Katterlbttefen und Postkatten aufzn- brauchen, ist bestrmntt tvorden, daß die jetzigen Muster unter Nach- klebnng einer 5- oder N/L-Psennig-Marke werter verbraucht werden können. » '* Amtliche Personalnachrichten. Der Groß- Herzog hat am 21. Juni dem Bürgermeister Philipp Z i m m et* man n zu Schwabenheim a. S. aus Anlaß seiner 25jährigen Tätigkeit als Bi'irgermeister das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipp des Großmütigen verliehen. — DaS Ehrenzeichen sür Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde vom Großherzog Peter Anton Gabel zu Bretzenheim verliehen. ** Kri e gsWahrzeichen der Stadt Gießen. Das Preisgericht, bestehend aus Geh. Oberbanrat Professor Hofmann, Geh Bcncrat Professor Walbe in Darmstadt, Bau- rat Becker. Professor Rauch, Stadtverordneter Winn, beschäftigte sich in seiner am 10. d. Mts. unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters ab gehaltenen Sitzung mit den eingereichten Entwürfen. Es M>urde besch'kosschr, 2 Entwürfe ttt Gestatt von Ehrenurkunden auszUzeichfnem un-d zwar in erster Linie den Entwurf des Bauirffpektors Kn hlman n und in zweiter Linie den Entwurf des Architekten Hans Metzer, beide in Gießen. Die von dem Preisgericht mit eiTvem Preis ausgezeichneten Entwürfe können am Mittwoch, den 19. und Donnerstag, den 20. Juli im Stadthaus, Zimmer Nr. 11 von 8 bis 12 Uhr vormittags besichttgt werden. ** Verkauf von Marrparine unä Rvchfett. Die der Stgdt zugewiesenen Wengen an Margarine rmt> Rvtzfett sollen bezirksweise in den Verkaufsstellen der Molkerei Gebr. Grieb zum Verkauf gelangen. Aus jede Fettmarke wer- den je nach Vorrat 1/4 Pfmtd Margarine oder Roh-fett abgegeben. Die Preise sind in den Verkaufsstellen angeschlagen. Es stehen genügende Mengen Fett zur Vewüguna. so daß ein Andrang gänzlich zwecklos ist. Die Abgabe geschieht nach Brotmartenbezirken. Die Reihenfolge ist im Anzeigenteile ersichttich. ** Ein Liustfchiff hat heute morgen 4.40 Uhr unsere Stadt in schnellem Muge in der Richtung nach Marburg überftogen. ** Betreffend Beschlag na hm e und Bestandserhebung der deutschen Schafschur und des Wallst e f ä l 1 e s ist am 18. Juli 1916 eine neue Bekanntmachung bei den deutschen Gerbereien (W. I. 1640/6. 16. K. R. A.) erschienen, die an Stelle der früheren Bekanntmachung W. I. 3808/8. 15. K. R. A. tritt. Durch diese neue Beckanntmachurrg wird ebenfalls der g e- s a m te W 0 l 1 er t r a g der deuffchen Schaffchururrd das gesamte W 0 l l g e fäll e bei den deuffchen Gerbereien (auch das Wollgefälle von ausländischen Fällen), gleichviel, vb die Wolle sich am den Schafen, bei den Schafhaltern oder an sonstigen Stellen befindet, beschlagnahmt. Trotz der Beschlagnahme bleibt ievvch das^ Scheren der Schafe erlaubt, sofern es nicht zu einer früheren als der in den Jahren üblichen Zeit geschieht. Ebenso bleibt das Einliesern der Wolle zum Was chen und dos Waschen selbst gestattet, sofern die Ablieferimg der Wolle zum Waschen innerhalb 12 Wochen nach dom Scheven oder Fallen «erfolgt. Während aber bisher das Waschen der beschlagnahmten Wolle in einer großen Anzahl von Wäschereien zulässig war, wird nach den neuen Anordnungen die Einkieserung der Wolle zum Waschen nur noch bei vier Wollkämmereien statthaft sein. Im einzelnen bleiben die für das Waschen früher gegebenen Vorschriften fast dis gleichen. Die Veräußerung der befchlagtrahmten Wolle ist vor ihrer Einlieferung zum^ Waschen oder innerhalb 10 Wochen rrach ihrer Einlieferimg allgemein erlaubt, mit Ausnahme der Veräußerung oder Lieferimg an Verarbeiter der Wolle. Auch die bisher von der Kttegswollbedarf-Aktiengesellschaft in Berlin bezalsttrn Uebe-rnahme preise, die auf dem Höchstpreise für Wolle mrd Wollwaren vom 22. 12. 1914 ruhen, bleiben die gleiche;: wie bisher. Die Kttegswvllbedarf-Akttengesellschaft wird auf die zu gewährenden Preise bereits vor endgültiger Regelung Abs chlagszahlungen gew'ähren. Sowftt die Wollen jedoch innerhalb der festgesetzten Frist nicht zum Wascheneingeliefert oderandie Zftüegswollbedarf-Atticn- gesellschaft veräußert worden sind, werden sie enteignet werden. Zu diesem Zwecke ist eine besondere Meldepflicht eingefühtt worden. Eine Freigabe von Wolle kann auf Anttag nur erfolgen, wenn es sich um genüge Wengen aus eigenem Besitz von Schafhaltern bis zum Höchstgewicht bis zu 5 Kilogramm Röhgewicht handelt und die Wolle im eigenen Haushalt des Schafhalters bearbeitet, versponnen und vestivendtt werden soll, oder wenn es sich rm: Wollnvengen hai:dett, deren Ankauf durch die KttegswoUbedarf-Aktiengesellschaft abgelehnt worden ist. Es ist die wichtige Uebergarrgsbestimmüng getroffen worden, daß die bei Inkrafttreten der Bekanntmachung v 0 r h a n d e n e n Wollvorräte ohne Rücksicht auf die im übttgen für die Einlieferung zum Waschen oder für die Beräußerring bestimmte Fttst innerhalb eines Monats nach Jnkraftttelen der Bekanntmachung in ;edem Falle zum Waschen abgeliefett und veräußert werden dürfen. Hierdurch ist es Besitzern vor: Woll- vorräten, die itjrc Wolle nicht innerhalb der in der früheren Be- kanrrtmochrmg festgesetzten Fttst veräußert haben, möglich, dies jetzt noch innerhalb eines Monats zu tun, ohne daß 'die Wolle enteignet wird. Der Wottlacck der Bekanntnmchnng. die ttlje Anzahl von Einzelbestimmungen enthält, ist im heutigen Anzeiger abgedrnckt und an dem Bürgenneitterttgebäude anqejckstagen. ** Die hessische Lazarett-Zeitung Nr 24 hat folgenden Inhalt: Nächtlicki-e Wache, ein kleines Stimmungsbild von Armiernngssoldat H. Bnrck. Ist der Verww:deten-Unterttchr den Kttegsbeschüdigten von Nutzen? Ansiedlung von Kttegs- inrmliden und Kriegerwitweu, von Landeswolwnngs Inspektor Gretzschel-Darmftadl Vom Soldatengesang von Unteroffizier Katt Werner. Tie Kttegshilfskassen für '.Kriegsteilnehmer de- Mittelstandes. Lazarett-Beratnn^r Vom deutschen Geiste. Rätsel-Ecke. Die G i r e > e r Beilage enthäl W n einst der letztSchuß kt* hallt Gedicht von Grcn. Werner Fischlcr. Geduld von R Streiter. Sprichwörter aus der Wetterau von Oberattuar Stein-Friedberg^ Ar bei t smattl. Verwundeten- Uuterttcht. ** S 16 fand mir 10. Jüli 1916 hier in OVicta üctt Xer >> .',chäftÄ-ericht ermahnt, ba& sowohl die Mrneral- Nxiiser- uh'.' M: Kohlensäure-Jndjustvie unter den Einwirkungen des Krieges erdeblich zu leiden haben. Der Vorjahrsverfand konnte nicht gan'i erreicht lverdcn. Die gestiegenen Unkosten wachten erne Preiserhöhung für Mineralwasser und Ko lflert säure erforderlich. Ein- schließlich 6298,71 Mk Bortrog stshen 47 957,22 Mk. Reingewinn zur Be.!Ügung, aus dein nach ordnungsgemäßen Abschreibungen und gesetzlicher Zuwendung an den Reservefonds 5 Prozent Dividende (wie im Boriahrei verteilt werden. ** Das Heu t rg e Kreisbla 1 t enthalt Bekanntmachungen über Rübensaft, über den Verkehr mit Oelsrmchten, über Preise für Obslnrus kmrd sonstige Fettersatzstoffe zum Brotaufstrich, über die Regelung des Verkehrs mit Web-, Wirk- und Strickwaren für die bürgerliche Bevölkerung, über Verkehr mit Fett, über Beschlagnahme und Bestmchsausnirhme der dentschen Schafschur und des ,Wol!gefälles bei §>en deutschen Gerbereien, über den Handel mrt Lebens- und Futternttneln und die Bekämpfteng des Kettenhandels und über den Verkehr mit Obst. Auf diese Bekanntmachung machen wir besonders aus merk» am., da für böswillige Zurückhaltung von Obst zwangsweise Uebernahme des Obstes und Verlaut auf Re chnrrng und Kosten des Besitzers an gedroht wird. Landkreis Gießen. e. G r o ß e n - L i n d e n , 18. Juli. Bernhard Gaßrnann, 19 Jahre alt, Sohn des Weder,neislees Gaßrnann, der von Anfang an im Felde steht, sich die Tapserkeitsrnedaille erwarb und zweimal verwundet ist, wurde am 16. wiederum ausgezeichnet, indem er sich in dem großen Feldbergturnen den 2. Preis erwarb. Gaßmann steht soeben in Bonames beim Ersatz-Bataillon. ga. Grünberg, 17. Juli. Hier ist ein Arbeitskommando von — Landsturmleulen eingetroffen, um den Landwirten bei der Einbringung der Ernte zu helfen. ga. Lauter, 17. Juli. Die durch Schüler am vergangenen Sonntag vorgenommene Sammlung zugunsten der deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen ergab den Betrag von 94,30 Mk. e. S t e i n b a ch, 18. Juli. Aus hiesiger Gemeinde wurden dieser Tage verwundet Sanitätssoldat Philipp Horn, im August 1914 ins Feld gekommen, und Musketier Karl Haas, Sohn von Landwirt und Fuhrmann Philipp Melchior Haas, ausgerückt Herbst 191b. Horn besindet sich in einem Kriegslazarett m Nordfrankreich ; über den Verbleib von Haas, der in Galizien stand, ist eine Nachricht noch nicht eingetroffen. Kreis Büdingen. G Dauernheim. 18. Juli. Nach 23monatlicher treuer Pflichterfüllung starb den Heldentod im Westen der Sanitäts- gesreite Reh. nt. Echzell, 18. Juli. Dem Musketier Karl Michel, im Rescrve-Jnfanterie-Regnnent Nr. 116, wurde die Hessische Tapfer- keitsmedaille verliehen. Die beiden Landsturmmänner Otto Holler, verheiratet, und Fritz S ü ck e l, ledig, sind auf dem Schlcichttelde geblieben. ^ Listberg, 18. Juli. Abermals fvrd-ertc der Krieg ein Opfer Mts unserer Gemeinde. Der in wetten Kreisen bekannte und beliebte Bann nt er nehmer Hermann Geller wurde als Land- sturvt-Rekrut in den schweren Kämpfen des Ostens durch Bauch- schust verivundet und erlag seinen Verletzungen im Lazarett zu Stryj. Die Beisetzung soll, falls möglich, in Listberg stcrttftnden. - Heftern fand dahier die Beerdigung trat Weigand Mann 4., eures in der wetteren Umgebung sehr bekannten Mannes, statt. Mann bekleidete vrele Eh-renänrtxff, u. a. das eines Giemeindevates und Kirchen Vorstehers. Seine Verdienste, besonders um die kirchliche Gemeinde Lrtzberg. würden am Grabe noch einmal hervorgehoben. Gemeinde, Kirche rrnd Beveine legten Kränze nieder. 2i O r ten berg, 17. Juli, Gestern fand hier die kirchliche Gedächtnisfeier für die auf dem Felde der Ehre .gefallenen Elevreirrdeglieder Otto Eistner und Lndwig Süst statt. Der Ortsgeistliche gedachte einleitend awch des Heldenttüxs und der Teisc tzuugs seierlrchbnten des F ü r st e n Jost C h r i st i a n z n S t o l l be r g -Rohla. Die Verein« irahmcn geschilossen wir rnrmer an der Gedächtnis irier teil. Wolf, 18. Julr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Wagner im Res.-Jnf.-Regt. 80. — Auf dem Felde der Ehre starb der Musketier Schulz. Kreis Alsfeld. oz. Alsfeld. 8. Juli. (Kreisamtlühc Nachricht.) Im Anschluß an bie bereits gemeLete Beschlagnahme von Fleisch und F l e i s ch w a r e n am vorigen Freitag auf dem Bahnhof Alsfeld sind Feststellungen eingelettet. Sie werden Strafverfahren gegen den Käufer wegen Ausfuhr von Fleisch, aus dem Großherzogttun- und wegen Ueberschrettnng der Höchstpreise und gegen die schuldigen Metzget wegen Abgabe von Fleisch an einem Freitag und wegen Ueberichrcitung der Höchstpreise zur Folge haben. Es wird auch, (mit der Schließung des einen oder anderen Geschäfts wegeu Unzuverlässigkeit des Inhabers zu rechnen sein. Um bis dahin das Prrblikum gegen das mwevcmtwo etliche Gebahren der schuldigen Menger zu schützen, wird ihnen bei der wöchentlichen Viehausgabe kein Vieh zugewiesen. Die Namen der MAger, denen Vieh überwiesen wird, wecken noch bekcmntgegeben. Schon jetzt ist fest gestellt, daß außer dem Hotelbesitzer Wüsthosen in Salzschlirf als Aufkäufer noch andere Persönlichketten in Betracht kommen, die in ihren Einkäufen bedauerlicherweise von Alsfelder Einwohnern unterstützt worden sind Auch die letzteren werden ohne Unannchmlichkecken nicht davonkommen. oz. Wahlen. 16. ;$uii. Dem Gefreiten Konrad Geisel, Sohn des Wcklielm^ Geisel, un Landwehr-Ju saitterie-Regrment Nr. 14, wurde das Santtätskreuz verliehen. Kreis Laute rlmch. la. Lauterbach, 17. Juli. Nächsten Mittwoch, den 19. Julr, findet hier V i e h m a r f t statt. Is. Metzlos-Gehaag, 17. Juli. Bisher wurden aus unserer Gemeinde für Tapferkeit ausgezeichnet: Unterofsizier Heinr. Diehl, Hessische Tapserkeitsrnedaille und Eisernes Kreuz 2. Klaffe; Gefreiler August Eifert. Eisernes Kreuz 2. Klasse; Kanonier Karl Eifert, Hessische Tapferkeitsmedaille. Gefallen ist Ehr. B e n s e l; vermißt Andreas Eifert. Kreis Friedberg. X Büdesheim, 17. Juli. Tie aus ihrem Schlosse in Büdes- herm verstorbene Witwe des bekannten Parlamentariers Grafen von Orrvla, Gräfin Aöarre von Orrola, dre zu Lebzeiten eine groste Wohltäterin der Armen und Bedrückten war, hat ein größeres Anwesen mit prächtigem Park in Büdesheim im Werte von mehr als 100O00 Mk. hinterlassen, das nach ilyret letztwilligen Verfügung für Zwecke der Krankenpflege Herrgerichtei iverden soll. In dem Heim sollen u. a. auch geeignete wÄliche Kräfte ihre Ausbildung zu Krankenschwestern und Diakonissinnen erhalten. Wetter wies die Verstorbene der „Eleonoren-Sttftung für Säuglings- und Mutterschutz". Sitz Darurstadt, 10 000 Mk. zu und beachte auch die Kirche zu Büdesheim wie die Gemeinde i-eÜjft mit größeren Legaten. oa. O stheim, 17. Juli. Dein Tnrnwart des hiesigen Turnvereins, Karl Schneider, Gefreiter im Jnf.-Regt. Nr. 116, Sohn des hiesigen Landwirts Karl Schneider I., der seit Kriegsbeginn im Felde steht, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. e. Pohlgöns, 18. Juli. Die Volksspende für die Kriegs- und Zivilgefangenen ergab in unserer Gemeinde den Betrag von 3 8 0 Mark. Starkenburg und Meinhessen. Fc. Da r in sta.pt , 18. Juli. Vierzehnhundert Franzosen trafen vorgestern aus den Kämpfen um Verdun im Helgen Gefangenenlager ein. Meistens waren es Äkänner im vorgerückten Alter. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 17. Juli. Am heutigen Montag wurde eine Ausgabestelle der K r i e g s k ü ch e der Stadt Wetzlar eröffnet. Gegen Entrichtung von 2b Pfg. wird ein Liter Mittagessen verabreicht. Die Empfänger haben als Ausweis die städtische Brotkarte vorzulegen. Schon am ersten Tage wurde von dieser segensreichen Einrichtung fleißig Gebrauch gemacht. Wa. Wetzlar, 18. Juli. Mit dem Eisernen Kreuz zwetter Klasse wurde der Fahrer Johann Kinkler, 38. Fuß-Art.-Bat., 3. Batterie, ausgezeichnet. Wa. Burgsolms, 18. Juli. Pionier Karl Veit, 21. Pio- nierbat., erhiett das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Wa. Niederquembach, 18. Juli. Mit der Hess. Tapser- kettswedaille wurde ansgezeichnet: Leuruant der Reserve Blad im Res.-Jnf.-Regt. Nr. 99, Inhaber des Eisernen Kreuzes. Hessen-Nassau. hl. Franken borg, 18. Juli. Ein sechsbeiniges Lamm kam im Schasbestand des Weißgerbcrs W. Balz zur Welt. Das dritte Beinpaar dieses Lammes entspringt unterhalb des Halses. hl. K e tz e r b a ch , 18. Juli. Ein vernünftiges Huhn, das dem heutigen Preise entsprechend Eier legt, hat ein hiesiger Besitzer. Ein Huhn legte ein Ei im Gewicht von 98 Gramm. Es wäre zu wünschen, daß alle Landhühner diesem löblichen Vorbild nacheifern möchten. nl. Limburg, 17. Juli. Aus dein hicfigen Marktplatz veranstaltete heute vormittag der Mittclrheinische Pferdezucht-Verein eine H a u p t - S t u t e n s ch a u, verbunden mit Pferde- und F o h l e n m a r k t. Der Markt war verhältnismäßig gut befahren, besser, als man allgemein erwartete. Die Preise, zwei silberne Staatsmedaillen, zwei bronzene Staatsmedaillen, sowie eine große Anzahl StaatS-Ehren- und Pereinspreise wurden vom Regierungspräsidenten persönlich überreicht. Im ganzen kamen 2190 Mk. zur Auszahlung. fe. Nierstein , 17. Juli. Der Fischer Jakob K i s s e l VIII. von hier sing mit seinen^ Sohne im Rhein einen Salm im Gewichte von 24 Pfund. Seit dem hohen Wasserstand des Rheines in der letzten Zeit wurden beretts mehrfach schwere Salme und Hechte gefangen. fc. Neuwied, 18. Juli. Die 28. Generalversam ncknng des Western» aldttubs tagte hier bei reger Beteckigmrg. Dekan Heyn- Marienberg lettete sic. Das gesamte Vereinsvermögen beträgt 20 000 Mark. Für den pwiektterten Turm auf tan Salzburger Kops, der ein Siegesdenkmal rverden soll, sind bis jetzt 11 400 Mk. ein gegangen Für die Kriegsanleihe hat der .Klub 15 000 Mark gezeichnet. Pfarrer W a h l - Breikenan wandte sich scharf gegen die Auswüchse 'des Wanderns und der W a n d e r f l e g c l, wie solche auch auf dem Westettvald Vorkommen. Die Versammlimg protestierte dagegen in folgender Entschließung: Die Generalversammlung bedauert die Ausschrettungen. die im Gegensatz zu den mtt Freuden zu begrüßenden Jugendwatiderungen des Wandervogels und anderer Verbände, fugchrdliche Wanderer beiderlei Geschl«hts zumeist in anstößiger und lächerlick-er Maskerade begehen. Er hofft, dqß. sich Attttel und Wege finden lassen, das Jngendwandeni besser als bisher zu beauffichtigeu. Die Gcneral- versaMuttung beschloß sodann einstimmig, den Namen „Wester- wawklnb" in „Westerwaldverein" umzuändern. = Bom Feldberg, 17. Juli. Bei den vottstümlichen Wetturnen wurden von den nahezu 5000 Tettnehmern etwa 2000 mit Preisen ausgezeichnet. Tie Teilnahme an den Uchbungen war für seta rugerrdlichen Turner und jede Jungmannschast offen. In der Oberstufe wurden mtt 7 0 P u n k t e n e r st e Sieger: Karl Krieger, Marrnerrurnverern Kronberg und Hermann Rein bald, Gymnasium Wiesbaden: mtt 69 Puntten zweite S i e g sr: Ernst K r e t s ch m a n n vom Turnverein Mainz und Karl Homberger vom Turnverein Kreuznach: mit 68 Punkten dritte Sieger: Rich. Volkhardt vom Turnverein Vorwärts Bvckenhecm, Georg Braun, Turnverein Homburg v.^d. H., Georg Volk von der Jugendwchr Groß - Steinhcim, Franz Schmitt, Turnverein 1817 Mainz, Ernst H a a r m a n n, Turnverein 1860 Neukirchen und Ludwig Langsdorf, Turnvereür Bad-Nauheim. In der ^ Unterstufe wurde erster Sieger mtt 70 Punkten: Wilhelm Kissel, Realgymnasium Darmstadt, zwecke Sieger mit 69 Purrkten: Theodor. K r e pp in g vom Gymnaftal- turnverein Limburg, Ritter,' Turnverein 1860 Neunkirchen, Adolf Elm von Turngesellschaft Bruchköbel, Gustav H a g e m a u n. Turn- und Fechtklub Hanau, und Leonhard K i r ch von der Turn- gesellschaft Bieber >Kreis Offenbach). .Diese Sieger erhielten einen Eichenkranz mit Widmung; später wird ihnen ein Tiplom zugestellt. „Setzeniet tzer Gebmtrtagrjpende für’s Rote Krcuf! Meteorologische Seodachtungen der Station Sieben Juli 1916 1*1 2 gjo c c *> » w 2 0*3 L« O- s~> E «u C-o W o E « O ft, ■£> ft «Z. eo -of i| -ft !o i 5 L « c B " E COji Wett« 1 1 17.! 3"! 19,8 9.6 56 _ 7 17.10“ — 14,6 8,8 71 — — 10 18.; 8“ 12,0 9,1 87 10 Höchste Temperatur am 16. bis 17. Juli 1916: -ft 20,2*0. Niedrigste „ . 16. . 17. „ 1916: + 12,3*0. Niederschlag 0,0 mm. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Attttwoch, den 19. Juli ISIS Wolkig bis heiler, trocken, tagsüber ivarm. Letzte Nachrichten. Die deutschen U-Boote in der Nordsee. Amsterdam, 18. Juli. Londoner Blätter melden von einer größeren Tätigkeit der deutschen U-Boote in der Nordsee. In der vergangenen Woche seien 18 englische zeuge in der Nordsee versenkt worden. Die Wirtschaftskonf-erenzen der Feinde. Lugano, 18. Juli. Laut einer Meldung des „Secolo" aus London empftng König Georg am 45. Juli den Minister Carcano und ta Minister Ta Llolio in Audienz. Freckag und Samstag fanden die großen ökonomischen Konferenzen statt unter Teilnahme der beiden genannten, der Schatz- und Finanzminister Frankreichs, Englands mtö Rußlands, des russischen Munckions- ministers, des russischen Gcnerabstabschefs in Rußland, General Boy ad eff, des Lordchefs der Justiz, des Gouverneurs der Bank von England und des Schatzfckianzsekretärs Mac Kinnvn Wood. Die Konferenz führte laut „Seoolo" zu einem Vertrag, der die Interessen der Entertte vereint zum Zwecke der Finanzem und Leb«nKrnitkel per sor gung sowie zn englisch- französischen und englisch-italienischen Sonder- f'i n a nz ver trä gen. Tie „Stampa" bebt hervor, daß die Bedeutung eines enaff sch-tt al ienischen Finanz Vertrages sich allerdings noch, .nicht beurteilen lasse, weck man die Gesamtheck der Bestimmungen noch nicht kenne. DaSsÄbe gckt für den Munttrvnsvertrag. Eine Mnisterkrise in Tokio. Tokio, 18. Juli. Nach einer amttichen ruMchen Metzmng aus Tokio ist dort vlstzttch eine Ministerckrisis ausgebrvchen. Ministerpräsident O knrna habe dem König sein Ab schieds- gesnck eingereicht. Dir Entscheidung des Kaisers sei noch nicht gefallen. Eine Anzahl hervorragender Politiker sei damit beschäftigt. Stimmung für General Ter au äst, den deizettigen Generalgouverneur von Korea als ?chchft»lger für Okuma zn machen, Merkwüttngerweise verlautet, der Rücktrckt Okumas stehe im Zusammenhang mit dem soeben abgeschlossenen russisch-japanischen Abkommen, da ecktflnßreichc polttische Kreise Japans gegen dieses Abkommen seien und Okuma Vorwürfen, durch dreses Abkommen Japan bei Erftillung seiner Aufgaben in Ostaffen die Hände gebunden zu haben. Der Fortschritt der HandklsunterseÄoote. Berlin, 17. Juli. (WTB.) Die Meldung der Exchange Telegraph«n-Company aus Baltimore, daß die La ke-Tor- pedo-Gesellschaft und ein Vertreter von Krupp übereingekonrmen seien, in Amerika eine Gesellschaft mit 100 Millionen Dollar Kapital zürn Zwecke des Untersee- Frachtverkehrs KU gründen, ist, wie wir erfahren, völltg aus der Luft gegriffen. 8 tü 61 i 8 <;dtzr 8 tztz 1 i 8 <;dMarstt Donnerstag, den 2V. Juli 1010 , vormittags 8 Ubr beginnend, in den Marktlaube». 51906 Verkauf von betten, frischsten Eeestschen 'Schellsisch, Labliau, Schollen, Bratfisch) zu Selbstkosten der Sradi. Nähr-uru! Kräftigungsmittel für Schwächliche und Genesende wie: Lecimalz, Blomak, Qnietamale.nulzexti’act rein, Biowon, Biocitin, Ovoinaltine, ütanatogcn, Somatose, Haeinatosren I>r. Schieffer's aromatische Eisentinktnr mit 1 Lecithin ———- IJ &tr empfiehl ‘tQ “9® "fKI iediz.-Drogerie zum Kreuzplatz /Kreuzplatz 9. Fernsprecher 706 Einige SCIO Kesselt am Lager m Guß' und Stalblech in jeder Größe A und Ausführung liefert sofort in jeder Menge J zu äußerst billigem Preis das 5pezia!§e8ciiäst W.Dürb^ckNach^. | Illdsdvr AlbQrt Holt, Dlesstrafie k. "" O Besondere günstige Gelegenheit für Wiederoerkäuser k li Für die Feldbereinigung Lich soll die Regu- ^rung einer Teilstrecke der Wetter veranschl. zu 4000 Mk. und die Verschleifung eines Rains veranschl. zu 350 Mk. vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen aus Großh. Bürgermeisterei offen, wo die Angebote verschloffen, mit entspr. Aufschrift versehen und postfrei in Prozenten des Kostenanschlags emzureichen sind. Eröffnungstermin: Mont