D. H5 Erstes Blatt Ter cv&emt a«ßer BflWitegg. - Beklagen. viermal wöchentlich ziveinral w«»eheutl.UrelL- bUMMrdcnRrriä Siesten (Tr«rs«artstp«ch - ArstchLiffe: > ü v hie-Sdjti J t i-stung 1H Verlag,SeschäitsstelleSL Astreffe l«r Drahtnach- richteu: Aszeiger^ietzen. U makfm wn Anzeiger: tut dze Lagesnu innrer bis zuin Abend vorher. 166. Zahrgang y BTontag, 17. Zllli m Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen R«iütio,.Ä»r»ck kbc veriag Her SrLHI'schrn Univ.-Vuch und Steinüruckelei«. Lange. SchrifkleitMg. SeschäftriteN« »nd Srmierei - Schniftr. r. &Ät»S V e 4 n qsa r e i - . mKnatl. 90 Df., viertel- jährl. Mk. 2.65. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mt. 2.45 viertel- jährl. ausfchl. Bestellg. Zeilenvrers: lokallvBf., ansio. 20 Pf. — Haupt- ichristlerter: 2lug. Goetz. Beramwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goey für Stadt und Land Vermischtes und Ge richtssaal: Fr.R.Zenz Nene Angriffe der Engländer, Franzosen und Russen abgeschlagen (WDB.) Großes Hauptquartier. 15 Juli. (Amtlich.) . r Kriegss^ÄUplap. Dre w*Z} der ersten blutigen Abweisung fortgesetzten Luglchhrrt Angriffe nördlich der Somme haben zu schweren Kämpfen geführt. Zwischen P o z i e r e s und L o n a u c = val gelang cs dem Gegner mit hier massierten Kräften trotz stärkster Verluste in unsere Linien cinzudringen und zunächst Boden zu - gewinnen, sowie sich im Tr6nes-W äldch e n festzusetzen. Der Stotz ist aufgefangen. Der Kampf wird lseute fortgesetzt. Südlich der Somme keine Jnfanterietätigkeit. Don der übrigen Front sind, abgesehen von ergebuis- loien Nnrernchmungetl kleiuercr englischer Abteilungen süd ssttich von Arrvrntiöres, in der Gegend von Angres. Neuville und nordöstlich von Arras, kerne Greiqnrffe von Bedeutung zu berichten. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls wo n Hindcnburg Lsfftsche Abteilungen, die bei Lennewaden (nord- wrstlich von-Friedrichstadt) die Düna zu überschreiten versuchten. wurden adgewiescn. Auf die mit starkem Verkehr belegten Bahuichfe an der Strecke Smorgon—Mowdeczno wurden zahlreiche Bomben abgeworfen. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. In Gegend von Skrobowa wurden Teile der vom Gegner seit seinem ersten Anlauf am Morgen des st. Juli iwch gehaltenen Stellen der ersten Verteidigungslinie im Angriff zurückgewonnen und hierbei elf Offiziere, über fünf zehnhundert Nkann gefangen genommen. Heeresgruppe des Generals von Linsin gen. Die Lage ist unverändert. Gegen Truppentransportverkehr auf dem Bahnhofe Kiwerpy (nordöstlich von Lust) erzielten unsere Flugzeuggeschwader gute Treftergedniste. Armee des Generals Grafen von Bothmer. Keine wesentlichen Ereignisse. Balkan-Kriegs sch-au platz. Eine feindliche Abteilung, die einen vorgeschobenen vul- garlschen Posten südwestlich von G s e v g j e l i angriff. wurde abgewiesen. Durch Feuer auf Gülemenli (nordöstlich des Toiran-Sees) wurden sieben griechische Einwohner, darunter vier Kinder, getötet. Oberste Heeresleitung (BTB.) Grsst^s Hauptquartirr, 16. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz Beiderseits der Somme starke Artillerietätigkeit. Im Laufe des Nachmittags brachen vier starke englische Angriffe im Abschnitte Ovillers-Bazentin-Le-Pent vor unseren Linien ebenso r est l o s z u s am m e n . wie am Vormittag ein östlich von B-azentin angesetzter Angriff Südlich der Somme entivann sich abends ein lebhaftes (Gefecht bei und südlich von Bi ach es. Ein Teil des Dorfes ist wieder von uns besetzt. Es wurden über hundert Gefangene gemacht. Französische Angriffe wurden bei Bartenr. sowie in Gegend von Estrees und westlich davon, dieser bereits im Sperrfeuer, unter großen feindlichen Verlusten ab- gewiesen. Oestlich der Maas setzten die Franzosen nachmittags starke Kräfte gegen die Höhe Kalte Erde und Fleury an. Sie hatten k e i n e E r f o l g e. Bei ihrem abends wiederholten Anlauf drangen sic südwestlich des Werkes Thiau mo n t in kleine Teile unserer vordersten Linien ein. um die iwch gekämpft wird. Auf der übrigen Front wurden feindliche Patrouillen unternehmnngcn. nördlich von Ouichcs-Eraonelle auch der Angriff größerer Abteilungen, abgeschlagen. Nördlich von Ehilly brachte eine deutsche Patrouille vicrundzwanzig Franzosen unbein Maschinengewehr ein. * Westlich von Loos wurde ein feindliches Flugzeug durch Infanterie abgcschost'en. ES stürzte in unser Hindernis ab. Ein durch Abwehrfeuer beschädigter Doppeldecker ftel bei NeSle in unsere Hand. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Ge neralfeldmarschalls von H i n d e n b u r g. Keine besonderen Ereignisse. Heeresgruppe des Ge neralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Ülussische Gegenangriffe gegen die von uns wieder- gewonnenen Linien in Gegend von Skrobowa blieben ergebnislos. Sechs Offiziere, einhundertvierzehn Mann steten in unsere Hand. Heeresgruppe de^ Generals von Li Ufingen Südwestlich von Luck sind deutsche Truppen im Gegenstoß gegen angreifende russische Kräfte. Bei der Armee d e s G e n e r a l s G r a f e n von Bothmer ist die Lage unverändert. B a l ka n - K r i e g ss ch a u pl a tz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. * * * Herr Poincars hat zum französischen Nationalfesttag ferne Kricqszrele und Friedensbedingungen in die Welt ge- ru-en. uno da Verdun noch nicht gefallen ist, durfte er es noch einmal in stolzer Sprache tun. „Je mehr wir die schrecken des Krieges Erleben, desto mehr müssen wir mit Terdenschaft daran arbeiten, ferne Wiederkehr zu verhindern, desto mehr müssen wir wünschen und wollen, daß der Friede uns NNt völliger Wiederherstellung der gestern oder vor stb Zähren geraubten Provinzen die Wiederherstellung der 0 - ll 3'^ankrerchs oder feiner Verbündeten verletzten ''rechte bringe, sowie die iwtwendigen Bürgschaften für eine endgültige Bewahrung unserer nationalen Unabhängrgkeit." -S ijt bemerkenswert, daß der Präsident angesichts der üzvhen ..Generaloffensive" gegen die Zentrulmächte den l.LUiid Nicht so voll genommen hol, wie man cs bei feinem bekannten Wesen hätte erwarten können. Er sprach nicht vom grotzeii Lieg der Engländer und Franzosen und malte auch ^T ÜU JJ! Ulcht wieder aus, daß demnächst die Berbüiideten Arni in Arm unter den Linden spazieren gehen würden. Er Venvres sogar nachdrücklicher aus die Meeres-- als auf die ^audkriegslarre und will die geographische Lage der Schützengraben nicht als ausschlaggebend betrachtet wissen. Wir Rutsche und unsere Bundesgenossen sollten, so erklärt er un *'Jr. ltt ^ clt ' wir die Entente nid)t aus die Knie zwingen konnten. Wenn er in solcher Bescheidenheit auch seine .üriegsziele festgesetzt hätte, könnte man sich's am Ende noch gesauen lassen, obgleich ja unser Reichskanzler deutlich genug eruart hat, daß u n s e r e Bedingungen sich in erster Linie doch nach der Lage der Schützengräben richten müssen. Herr Poincarö bat uns nichts neues gesagt. Aber die Erörterung der Kriegsziele hat sich in den'letzten Tagen auch iiuierhalb des Deutschen Reiches ivieder erweitert In der „Lägl. Rund'ch." reitet der Abg. Paul Fuhrmann eine neue Attacke für die bekannten Kriegsziele der Wirtschaftsver banoc, während der freikonservativc Abg. Frhr. v. Zedlitz und loeunrch in der letzten Nummer des „Dag" um eine Ber nuttiung zwischen bestehenden Gegensätzen sich bemüht. Herr v. Zedlitz meint, und inan kann ihm dabei nur lebhaft zustim men, vom vaterländischen Standpunkte könne man die Er rmchung dieser Kriegsziele der großen Wirtschaftsverbände nur nnt den Hertzesten Wünschen begleiten. Dazu würde, so fMsvr er fort, freilich eine so vollständige Niederwerfung unserer Gegiier gehören, daß wir die Friedensbedmqunqen glatt diktieren tonnten. , Hier aber erhellt die schwach? Seite jener Kricgsziele. (Aanz ocheriach.. von dem Gedanken des Erreich niswerten vernachtässioen ne, allzu,ehr die Gesrchtsvmikte des Erreichbaren. Wie wenig die Knegsiage, die der Reick>?kanzler mit Recht als maßgebend für me N'Nedensbedingnngen bezeichnet hat. von dieser 'Seite voll berumM:igt nt. geht aus der Tatsache hervor, daß, soviel bekannt, wne Sknegszcele an leitender Sielte mitgeteilt n'urden, als die .Kuiien crus der Höhe der Karpathen standen und ihr Einbruch m Ungarn drohte, unsere Heere im Westen aus bekannten Gründen zmik Sttllstehen verutteitt ivareii und inarr mit dcni Eintritt Stauens in den Krieg rechnen mußte. Datz bei dieser Sachlage der Zcnchsranzlcr sich mit icnen Kriegszielen nicht identifizieren konnte, wird oer an befangener Beurteilung nicht zu verkcn neii sein Der Reichskanzler hat bekanntlich Führer der Fraktionen erneut zu sich berufen, vernrutlich um mit ihnen dre oUgemerne Lage zu besprechen, und wenn man sich davon, eine Klärung der Absichren unserer Reichsleitung und eine Beseitigung der bisherigen Verstimmungen versprechen tonnte, so lvärc dies hoch-erfreulich. E s i ft eine N o t w e n o i t, da ß in diese n F r a g e lt et w a s q e s chieht. Es bestehen zwei veffchiedene Verbände im Volke dre sich die Vorbereitung der Kriegsziele zur Ausgabe gesetzt haben, und rvenn nicht eitle klare Grundlage für ihre Ar beiten geschaffen svird, so drohen uns Gefahren Die beste Grundlage für die Aufstellung von Zielen bietet, darin hat Frhr. v Zedlitz gaitz recht, eine sichere Kriegslage Nun ist es heute aber, bei allenr Optimismus, den man hegen darf, noch ilicht ausgemacht, wie groß unser Sieg über die Feinde sein wird. Frhr. v. Zedlitz ist vorftchtig in der Beurteilung dieser Frage, und er meint, wir könnten am Ende nicht nur einfach diktieren, sondern wir müßten auch verhandeln. Von diesem Gesichtspunkte heraus stellt erden Wunsch auf, die Wrrtschaftsverbände möchten ihre bekannten Leitsätze revidieren: Kne^ziele, »velck>e m d-Heftr keine feste Stütze fänden und die Grenzen des fermeßbaren überschritten, sind, wenn dahinter eine solche Fülle völkischer Kirnst steht, >m-e sie die Wirttchaftsverbände repräsentieren, geeignet, nach zwei Richttmgen schädlich zu wirken . üß*' 1 i>cn Drahtziehern des Vierverbandes Mittel in die Hand die Kriegsüist der Völker immer wieder austupeitschen. und wirken daher, ioemr auch liicht entfernt so stark, aber doch in derselben Rich- tuirg wie das Friedensgelmimncr der Männer der soziald-mokrati- scheil Arbeitsgemeinsc!,ast. Wer sich ans solche Kriegsziele verbissen hat, wird ferner selbst .günstigen Friedensbedingungen mir Unzufriedenheit gegen überst eben. Es verdient bei dieser Sachlage sicher ernste EttoügiUig, ob me irirtschastlichen Verbände es nicht für ihre vaterländische Pflicht erachten sollten, jetzt in eine sorgsame Nachprüfung ihrrr Ziele unter dem Gesichtspunkte -einKulveten, ob diese noch der Kriegslage entsprechen und sich in. den Grenzen des Erveickubavai halten. Ergibt sich, ivas kaum zu bezweifeln ist, dabei, daß jaio Voraussetzung nicht mehr zntrifft, so würde'die EmfchvcmÄmg dieser Kriegszicbe auf das erreichbare MÜH die unabweisbare .Konsequenz sein. Von ..... V . .. n- L-iv JWIll-LMUrilT» HUI. Ovn einer schären NaäwrüftUlg ihrer KnegSziel-e habeii die Wirtschnfts-- verbänide abt'r zweifellos auch eine nicht lUlbeträchlliäx' Förderung, ihrer eigenen St-ellnirg zu erwarten. Die Bedenken,- »ueldu k bisher einer engen Fühluirgnahme mit ilmen in Saä>en der Friedens- bedingen gen eittgegvnstairden. tverde». alsdann hinfällig geworden fein, und es wird so die Aahli frei für eine frnästbare Mitwirkung der Wrrtschastsverb'ände bei der Vorbereitung der Fricdensbedm- gnngen. Auch wir glauben, daß man es unterlassen sollte, mit dem Reiclsskcnizler darüber zu hadern, wenn er sich weigert, ganz bestimmte, weitgehende Ziele sich öffentlich cnd- gültig zu eigen zu mau-en. ALan muß damit zufrieden sein, wenn er sich zu dem Grundsätze bekennt, so viel zu nehmen, als er auf Grund der Kriegslage und der Möglichkeit, diese zu verbessern oder zu verschlechtern, erreichen kcnru. In dieser Beziehung wünschen wir vonr Kanzler Wahrheit. Die Wirtschastsverbände und alle diejenigen, die einen machwollen Frieden wünschen, sollten, ohne Angriffe irutz- los fortzusetzen und ohne ein völl-/i abgeschlossenes Pro- gramm unbedingter Forderungen nritzubvingen, nochmals in Beratungen mit der verantwortlichen Reichsftelle ein- rreten. Den Willear, viel zu erreichen und den Mut, kraftvoll durchzuhalten, wird man dabei am besten fördern können. * * * * Tie österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien. 15. Juli. (WDB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 15. Juli 1916. ^ R u f s i s ch c r K r i c g s f ch a u p! a tz. Südwestlich von Moldawa wurden russische Abteilungen, die sich gegen unsere Stellungen vorwagren, zersprengt. Bei Jablonica, südöstlich von Zabie, brachten wir in erfolgreichen Streifungen 299 Gefangene ein. Bei Delatyn erhöhte Gefechtstätigkeit. Feindliche Vortruppen, dre in die Stadt eingedrungen waren, wurdet an den Sstdrand zurückgeworfen. Ein von den Russen nifc*- ranttidi von Delatyn versuchter Angriff brach in unserem Feuer zusammen. Sonst im Nordosten nichts Neues. Z t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Der gestrige Tag verlief auch au der Front zwischen B re nta uud Etsch viel ruhiger. Im allgemeinen üe- cyrankte sich die Kampftätigkeit auf Geschüyfeuer. Verein 'tH: Vorstöße des Feindes gegen unsere Stellungen nördlich des Pofina-Tales und ein größerer Angriff gegen den Bor eola-Paß wurden abgewiesen. S « d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r. Fcldmarschalleutnant. Wien. 16. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtftch wird verlautbart: 16. Juli 1916. Russischer Kriegsschauplatz. In der Bukowina griff der Feind gestern mrsere Stellungen aur der Höhe Caput und beim Gestüt Luczimr neuerdings an^ Er wurde im Handgemenge geworfen. Die Zahl der bei Jablonica cingebrachten Gefangenen hat sich aus 3 Offtziere. 316 Mann erhöht. ■ ^ t10n ddowo-Poczajew scheiterte ein nächtlicher Vorstoß der Russen gegen unsere Vorposten. Südwestlich von Luck sind wieder stärkere Kämpfe im Gange. Westlich von To rezy u schlugen unsere Truppen einen nach heftiger Artillerievorbereitung geführten russischen Angriff zurück. . Italienischer Kriegsschauplatz Aus unseren Stellungen im Raume des Boreola- Passes lag andauernd schweres Artilleriefcuer. Feindliche Zlieger belegten Bielgereuth erfolglos mit Bomben. Im Gebiete von Tofana brachen wiederholte Angriffe der Italiener zusammen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der unteren Vojusa Artilleriekämpfe und G-- Planke!. Ter Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. Der englische Bericht. London, 14. Juli. (WTBtt Meldung des Reuttrscbdeltnngen ein und ewberteir met/rerc stark befestigte Punkte Dre schweren Kämpfe dauern fort. London, 15. Juli. (WTB.) Ergänzender amtlicher Bericht vom 14. Jnlr. Die Zeit vom 11. bis 12. Juli wur-de. bauptsächlütz dazu benutzt dre ungeheuer starken pveiten Stellungen des Feindes zu beschießen oder sonstige Vorbereitungen für ein weiteres Vordem gen vorzu nehmen. Der Stur man grrss begann beute früb 3 UTr r° Minuten nach einer beftrgen Beschießung der überfluteten tenrdlichen Stellungen aut der ganzen Anqrisfssront Wir machten mele Gesaugem'. Im Wald von Trones entsetzt«! wir «neu Leit des Rottal-West Kent -Regimentes, der wälTrend des lüngsten Gefechts von den anderen britrschen Trnvpen getrennt wurde, und von den deutschen umzingelt, tapfer 48 Stund«r im nördlichen ^eil des Waldes anshrelt. Das ganze Dort Bazentrn-le-Petir blrek nr unserer Hand, nachdem die Deutschen aus ihm im Lause de^ Naä/nrrltagS biuausgeworfen ivvrden waren. London, 1.>. Juli. (WTB. Meldung des Ranterschen Bureaus. Amtlicher Berrcht ans dem britischen .Hauptquartier: - ^ britischen Front rieht alles glatt Vvnstattar. An ein« stelle drängten nur den Feind nach seinem dritten BerteidigungH. lystem zurück, das mehr als vrer- Meilen hinter der ursprünglichen ersten rmksgrabenlrnw bei Frieoutt und Manretz liegt. Während der letzten 24 S dm den macksten nur mehr «rls 2000 Geiangeae, tvorundcrsrch ein Regimeittskommandenr der dritten ÖürrixüKvrsion befand. Dü' Zahl der' seit Beginn der Sckstactu genraclsten Gesäuge- neu rst jetzt aus über i0 00() gestiegen. Gi eße Mengen Kriegs^ material srnd in unsere Hände gefallen. - 0 udo n . 16. Juli. WTB Britischer Bericht vom 15. Juli. 10.50. Uhr abends: ' Tn- deftige, den ge.n n Tag über anhaltende Kampf ber Po z re r e s und Guillenurnt rm Abschnitte ber deutschen unaien Lrme siihtt' zu werteren ivrchttgen brrttsrhsr Erfolgen Dre'Bttttn ecrv^ertEÄ Wälder, drangen in bte eeutidu' tuntte Xi tute, nörd- lick t»Mt Bazentrn-1e-G«mbe ein unb erreichten die nach,re Umgebung von Pvzieves. Der türkische Bericht. Konstantinvpel, 15. Juli. (WTB.) Das Hauptquartier tCÜt Mir: - -r Cr 'S« £>er I r a f f r on t machten wir einen artillerrimchen ?>?euer- überiall aut ein feindliches Ärger und zerstörten dort eine hvdraullche Maschine. An der persischen Front keine wichtige Aenderung An der Ka u ka s u s s r o n t ist die Lage am rechten Flügel iNwerändett. Die Kämpfe im Zentrum zeitigten bisher kern endgültiges Ergebnis. Mir sdell-en fest, daß der Feind bet lernen wiederholten Angriffen schwere Verluste erlitt. Die feindlichen ckn- grrsie am linken Flügel wurden vollständig zurückgewmen. Im Abschnitt von Smyrna warf ein seindlrcher Nreger wirkungslos Bomben aus die Umgegend von L-oek. Im östlichen Teil des Schwarzen Meer tß Dcnenften rm’erc Tauchboote neuerdings dreigroße feindliche Transportschiffe und zwangen ein viertes, aus den Strand 'Karrst a nt inopel, 1b. Juli. ai> ruüchck. Im Zentrum tragen die von uns besetzten neuen Stellungen zur für uns günstigen Entwicklung der Kampfe bei. Aus dem fntfeu Flügel örtliches Gewehrseuer-Gesecht ohne Bedeutung. Sonst ist nichts zu melden. Ein russischer Bericht über die Kämpfe mit den Türken. Petersburg 16. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher russischer Bericht vom 15. Juli abends. Kaukasus: Im Raume von Erzindjan mamten uwere Truppen im Laufe der Angriffe gegen die Höhen südlick von Mamachatum 18 türkische Offiziere und ungefähr 100 Soldaten zu Gefangenen und nahmen ein Maschinengewehr. Die Kuban- Kosaken schnitten ans der Verfolgung der Türken einen ^erl des 49. Regiments ab, das sich arif dem Rückzüge befand und nahmen ihm nach kurzem .'Handgemenge Gefangene ab, darunter den Rpgrmrrttskommmckeur mit seinem Adjutanten. 29 Offiziere und 232 Soldaten ergicken sich. Außerdem fielen uns ein Maschinengewehr, der Unterstab des Regiments, Proviant und Patronen m die e Zustande herrscl)en In ununterbrochener Folge kommen von der Front Züge mit englischen Ber w unbeten. ULle öffentlichen Plätze und Anlagen sind mit Verwundeteit angefüllt. die größtenteils unter freiem Himmel liegen müssen. Beständig taufen Schiffe mit Verwundeten nach England aus. In Le Havre treffen die Verwundeten teilweise noch ohne jeden Verband, vollständig mit schmutz und Blut bedccti. ein. Um die Kunde von diesen üblen Zuständen nicht in die Welt dringen zu lassen, haben die englischen Behörden jeden Verkehr zwischen der Bevölkerung von Havre und den Mannschaften der rm Hafen befindlichen Schiffe verboten." * * Eine dänische Friedenskundgebung. Kopenhagen. 15. Juli (WTB.) Ein Kreis hervorragender dänischer Männer und Frauen, darunter das Oberhaupt der dänischen Landeskirche, Bischof O st e rr s e l d , und der Kopenhagen er Bürgermeister I ensen, fordert rn einem 'Aufruf das gesamte dänische Volk auf, sich einer großen Friedens-Kundgebung anzuschließen, die am I. August, diesem traurigsten Gedenktage des jetzigen Mei^ chfengeschlechts, in allen neutralen Ländern dura- Abhaltung öffentlicher Versammlungen, Volksumzüge, Gottesdienste und Glockenläuten veranstaltet werden soll. Der Aufruf stellt allen Vereinen und Gemeinden, der Ger'.t- lichkeit, den Sckprlen, Lehrern und dem gesamten Volke anheim, sich am 1. August eurem gemeinsamen P r o t e ü e gegen de n Weltkrieg und alle zukünftigen Kriege an- zuschließen, rpn den ernsllichen Willen Dänemarks zur Auf- rechterhaltung der Neutralität und feinen Glauben an eure internationale Rechtsordnung, wie. einen inrernationaleii Gerichtshof, sowie seinen innersten Wunsch nach einem bal- dagen, auf das Recht anstatt auf die Macht gegründeten Frieden kundzugeben. Tic MehLeinfuhr nach Norwegen. Kopenhagen,16. Juli. WTB. Nichtamtlich.) Nach einem Telegramnr der „National Tidende" aus Kristiania werden englischerseits jetzt auck der n o r w e g i f ch e n M e h l e i n r u \) x aus Ame r i k a 5) i n d e r nisse t n den Weg gelegt. Die englische Botschaft in Washington teilte ber norwegischen Amerika-Linie mit, daß für die Mehleinfuhr nach Norwegen keine weiteren Erlaubnisscheine ausgestellt werden könnten, da dre Einfuhr jetzt.unverhältnismäßig groß sei. Tie Amerika-Linie setzte sofort die norwegische Reg'e- rung davon in Kenntnis, worauf diese der norwegischen Gesandtschaft in London telegraphisch ausführliche Mitteilungen über die norwegischen Einfuhrverhältnisse übermittelte. Tcurschtaliv und Italien. Bern. 15. Juli. sich nicht um zivei sich mitc-inander im Kriege befindliche Staaten handelt. Ernster noch sei die von der .Agetizia Stcfani" verbreitete, folglich amtliche Nachricht, über Z a h l u n g s e i n st e l l u n g an Italiener. Diese Nachricht sei vvn Deutschlaiid an alle deutschen Banken gegeben worden und behandele die Italiener als Bürger eines feindlichen Staates. Diese Anordnung sei unberechtigt, da bekanntermaßen zwischen Deutschland und Italien ein Abkommen bestehe, wonach das Eigentum von Angehörigen beider Staaten gegenseitig garantiert wef-de. Italien habe sich bisher mit großer Aufrichtigkeit an das Abkomnren gehalten. Die die d'Jia.Üi" Brücke gestrauchelt ' meldet aus Athen, auf 100 000 Hektar ertsdremtes ferner 50 Verwundete. Die ,.Agen-e d^AEkmes^. meldet-: die Königin lmbe sich mit der kleinen Pnn^iun rm - . geretter. Der Könr§ sei brs zum, letzten Augenolrck geblieben um die Löscharbeiten zu lcrteu. „Grornaie berichtel, daß der König beim Sprung über sei und sich verletzt habe. ^ , Bern. 15. Juli. >WTB.) Ter „Secolo daß der Brand in Tatio nunmehr 'ich . Pinimwälder ausgebreitet hat^ Bister und lo worden. darunter C r i s o p a 1 h r s, der Chef der Das Blatt schreibt ^ .,Drc Talwche dast die 0 -euerSbrunü fews üilomeler vom königlichen Schloß entfern! ausgeorochen iü^oeweru. deß die Zerstörung der königlichen Besitzungen auf die lluwirvam feit der Rctluilgsarvellen. nicht aber auf polrtckße Erbülerungl zurückzusühren ist." . ^ Berlin, 17. Juli Nach einer Genfer Meldung des „Verl. Tagbl." nimmt der Brand von Tatoi immer gröberen um- fang an und droht bereits Athen zu erindien xnä Eisenbahn von Athen nach Larrva lei aus lieben Küomerer -.angs zerstört. Sieben aus der Türkei geflüchtete. Griechen leren umeÄ der Beschuldigung verhaftet worden, das ^fcuer. angelegt zu ^ven^ Nach einer Meldung der „Bossiscken Zeitung' Zoll dre >-ahl Opfer meherere Hundert bettagen.' Die formelle Lntscheiöung Ameriiar über bie „Deutschland". Washington. 15. Juli. WTB. Meldung des Renterschat BureMl-'- Das S t a a t s de pa r t c m e u l hat iorme!' enNchieden, daß. die „D e u t s ch l a n d" ein Handels sch r,f f Mi. Rat int Staatsdepartement, Polk, hat erklärt, die Entschervung schaffe keinen Präzedenzfall. Zukünftige Fälle würden nach \VfCzx eigenen? Beschaffenheit encfd?iebcn werden. Loiido», 16.Juli. (WTB, Tie ..Morning Post" druckt eine Washingtoner Meldung des „New Zork Journal of! Eommerce", datiert vom 22. Juin,^ab, aus der hervorgeht, daß man in den Vereinigten Staaten sich vemnyen: will, Erleichterungen der b rä t i sch e n B. l o ck a de zu erzielen, soweit die deutsche Ausfuhr in Betracht kommt. Die Meldung sagt, daß die amerikanische Regierung eine euer--, gische Kampagne vorbereite, um namentlich solche Ansr'ihrgmer fre^ zubekomme.!, die vor der britischen Blockade er llärung angekauck simd u:rd in neutralen Hä'en lagern. Drei Männer, die zwei runerr* kanische A« misterien und private amerikanische Einfuhrinteresten vertreten, sollen Samstag von New?forr abreisen. Man nimmt an, oaß sic außerdem den Grund für wertere Verlfaud'iurqen über dre Bloäadesrage legen werdeir. Manlon W v d cll vom ^taatsdeparte-» ment ist beanitragt worden, mit dem Auswärtigen Ami in ^oiwon direil >:l verhandeln, da die Verhandlung mäl^der bnincken schaft in. Washington zu nichts geführt hat Dre Mission drefes Herrn wird atsi durchaus unoffiziell augeiehen, weil die amerika- nischc Regierung die.Handelsblockade nicht als legal anerkannt hat, da noch amerikanischer Auffannng die amerikanischen ^mvortcurck bercci tirjt sind, Güter, die nicht unter den Begriff de'- Konttcbande satten, aus Deutschland nach Amerika zu verfrachten Das .Journal of ComMerce" sagt werter, daß verschiedene amerikanische >;mpor- teure der Ansicht sind, daß das Staatsdepartement eine energr'ckere Haltung in dieser Frage cinnehmen sollte. Aut Grund ihrer Vor- stellungen habe sich das Staatsdepartement entschlossen^ Wvdell.nach London zu schicken. Hiermit hängt aucu die FraM der Färbjwfse zusammen, für deren Einsuhr naco den Veroinigteu Staaten ^ngllurd bisher seine Zustimmung noch nicht erteilt hat. Man nimmt an. das diese Frage in.den nächsten Wochen in London erörtert,werden wird. Der Bau neuer tturerseesrachtschiffe. Berlin, 17.Juli. Ter Bau von Unters eefracht- schiffen von 5000 Tonnen ist einem Telegramm- der Exchange Telegram Co aus Baltimore zufolge, das von verschiedenen Morgenülättern gebracht wird, in AnssiM av- nomrnen. Nack einer bisher unbestätigten Meldung sollen die Lake Torpedo-Gesellschaft nnb der New Yorker Vertreter der Firma Krupp übereingekorrrmen sein, zu dem geiianntenl rweck in Amerika eine Gesellschaft mit 100 Millionen Dollars Kapital zu gründen. Inzwischen wird, wie dem ..Berliner Tageblatt" aus Amsterdam gemeldet wird, die Abfahrt der „Deutsch- a n d" mit großer Spannung erwartet. In Baltinwre wimmele es von Zeitnngsbe t id>ter[tatfcemt und zugereisten Neugierigen, die das Meer mit Gläsern adsuchen, um englische Kriegsschiffe fesrstellen zu können. Demgegenüber ivird dem Wolffschen Durean von zuständiger Stelle mrtgeteill: Die Meldungen der „AgenziaStefanr" sind unrichtig, da weder in Deutschland noch in Belgien amtliche Anordnungen zum Nachteil der italienischen Prrvatrechte ergangen sind. Wenn deutsche Banken italienische Giithaven bis aus weiteres nicht mehr auszahlen, so erwidern sie damlit nur die Haltnng, die sämtliche italienischen Ban ke u seit einem Jahre gegenüber deutschen .Kunden einnehmen. Wenn ferner deutsche Berufs genossenschasten Rentenzahlungen an Italiener zu rückh al te n , so handeln sie gleichzeitig lediglich nach dem Vor b i l d e i t a l i e n i s ch e r A m t s st e l l e n , die ''eit langem Zablnn gen an Deutsche abzulehnen pflegen und sich -nsbewndere geweigert haben, für die unter Bruch des deutsch-italienischen Handelsvertrags reanirierten deutschen Schiffe irgendwelche Zahlungen zu leisten. Eine vollkommene Verdrehung der Tatsachen ist es. wenn das 'offiziöse Blatt behauptet, Italien habe sich an die bekannte,, für den Fall eines Krieges mit Deutschland getroffene Verständigung über die gegenseitige Sicherstellung der Privatrechte gehallen. Tat sächlich hat die italienische Regierung die Verständigmig ttotz fortwährender Vorstellungen von dentsäfer Seite zunächst durch Weisungen an dre Postzensur und ähnliche Maßnahmen zu umgehen gev'ußt und schließlich durch die em ZahluugSverbot enthaltende Verordnung vom 30. April 1916 offen gebrochen Aus die deshalb erho bene Beschwerde der deutschen Regierung Hai sie erwidert, daß sie sich an die erwähnte Verständicsiivg nicht weiter für gebunden halte Bei dieser Sachlage entffel für die deutsche Regierung jeder Anlaß, die von Banken und Bernisgenossenschäften schon lange als geboten erachteten Gegenmavnabmen, die sich übrigens als reine Privatakte darstellen, noch ferner zu verhindern Ebensowenig kann nach dem Wogsalt der Verständigung etwas dagegen einge- wandt werden, daß Italienern aus militärischen Gründen die Erlaubnis zur Abreise zeitweilig versagt wird Der Seekrieg. Deutsche U-Boote in den türkischen Gewässern. London, 15. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Times'" wird aus Constantza gemeldet, daß von allen Seiten die An- wesenheir neuer deutscher U-Boote ru den JurkrfchenGe- w äs fern «nneßbet wird. Zwei davon sollen je 2000 sonnen messen.. London, 15. Juli. (WTB. l Meldung des Reuterfcherr Bureaus. Der britische Dampfer „Silv-er ton" (2682 Tonnen) wurde versenkt. London, 15. Juli. (WTB.' Die Fychdampfer „B e - naben" von Hartlepool und „Recorder" von Norch- Shields sind von Unterseebooten versenkt worden. Ihre Besatzungen wurden gerettet. _„ . London. 15. Juli. (WTD.) W« Lloyds melden, wll der englische Dampfer Antigua" versenkt worden fern. L o n d o n , 16. Juli. (WTB. Nichtamtlich i Meldung des Reutcrschen Bureaus. Die englischen Dampfer „LN ops a", ^,Su 1 w ey", „Ecclesia" und „Alto" wurden versenkt. Ae GsidankauMe Ift morgen vsn 3 bis 5 Uhr geöffnet l «rrs £>**** ttnd €anb. Gießen, 17. Juli 1916. Ein deutsches Luftschiff über Konstantinopel. Ko n st a n t i nvpel, 1.6. Juli. lWTB.' Ein Schütle- L a n z kreiste Samstag nachmittag zwei Stunden über K o n stan - tinopel Die Bevölkerung folgte dem ungewohnten Schauspiel mit Staunen und Freude Das Luftschiff war mit deutschen und türkischen Fahnen geschmückt. Der Brand des .^önigsfchloffes Tatoi. Ber l i n , 15. Juli. lWTB.) Gegenüber den Meldungeri ckus- läudiicker Zeitungen, daß bei dem Brande des Schlosses von Datoi der König verletzt lvorden fei, find wir von zustälidiger Stelle ermächtigt zu erllären, daß sowohl der König tvie auch die übrigen Mitglieder der königlichen Familie aesund und wohl- behalten sind. Bei dem Brmlde in Tatoi zählt man ettva 20 Tote, daruMer den Obersten des Geniekorps und Auszeichnung. Wehrmann Hugo K a h , Sohn der Witwe Tora Katz, Jni.-Regt. 117, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. — Oberposlschafsner Heinrich Bollmanu aus Gießen, Bruchslraße, der seit Jahren als Feldpostschastner an der Osüront ist. erhielt vom Großherzog das Allgemeine Ehrenzeichen für Kriegsverdienste am Kriegsbande verliehen. ** Er höhun g der F 1eischrati on auf 400 Gramm Laut Bekanntmachung im amtlichen Teile der „Darnist. Ztg." hat die Landesfleifchstelle des Großherzvb- ttnns .Hessen sirr die Verteilungsperiode vom 16. Juli brs ZI' August die Höchstmenge des für den Kopf der Bevölkerung abzugebenden Fleisches auf wöchentlich 400Gramm festgesetzt. •** In n g wehr. Der gestern aus geführte Marsch Mücke— Schotten hatte auch unter der ivenig guten Witterung zu leiden. Von der Mücke marschierte dre Abteilung zunächst nach Ulrüchsvein und von dort, nach Besichtigung der Burgruine, über den Taufstein und den Hoherodskopf, wo eine längere Rast stattfand, .rach Schotten. Das Abkochen hatte des Regens halber unterbleiben müssen. Um 5.18 Uhr Scte 1 bi* RMs-chrt nach Gießen. -** Vaterländischer Ab- n d b er ßuivovftrirvnct- Am 14 Juli fand sich bie ©i^rncr Studentenschaft im Hotel Schütz miebeu zur Feier eine» vaterländischen Abends zusammen. Die Beteiligung an diesem ür glücklicher Weise dem Gerste der Zeit anpepaßten Kömmersabend war eine recht gute. Außer vielen Feldgrauen unter ihnen manche Lazarettangehörige, halte sich Mich ine Anzahl von Universitätsprwessoren emgesunden. Ter Retter Pro' De. Sievers er öffnete die Veranstaltung durch herzliche BeirüNiMgeworbe, worauf Gehermrat L> a u v t über die Ausgaben dc? v at e r l ä n d i f cf) en Studentenbien ft es eure Ansrre.che au die Studierenden richtete. In erster Lmick biete öie Teilnahme an den Arbeiten der I u g e n d v s l e g e ein dank bares Feld ,ur die Bctäligung der akatxnnlsckien Jugend Aber- auch die militärische Vorbereitung der Iugend verlange dringend den Anschluß und die werktätige Teilnahme der ftubie- reitben kreise. Die Ferienmonate würden den Studierenden reiche Gelegenheit geben, in ihrer Heimat dazu zu Helsen, daß die Zeit der vaterländischem Opferwilligkeit und der eiserne Entschluß he roischen Durchhaltens allen unseren Votts'chichten erlralren bleibe. Im Anschluß an den Vortrag eines Feldpostbriefes von Pros. Vogt der über die von den Akademikern rm Schützengraben geleistete soziale und Bolksbckdunasarbefi berichtete, wurde aus die im Felde stehenden 'Angehörigen der Ludoviciana ein donnernder Salammrder gerieben. Es folgte ein kurzer Vortrag des am Urlaub hi-r weilenden Professors Dr. Kocppe, der die reichen ^Erfahrungen, die er als Reqimentsarzt im Bewegungs- und Stellungskrieg über den Sanitätsdienst des deutschen Heeres gesammelt batte, in nngemeiii fesselnder Weise mitteilte imd durch zahlreiche Abbildungen erläuterte. Prosessor Knell, gleichfalls auf kurzen Urlaub hier anwefeiid, schckderte m packenden Worten den herrlichen Geist, der unsere Truppen an der Front erfüllt und der imHtreu Volkskrcuen ein leuchtendes Vorbild gibt. Den künstlerischen Teil der Unterhaltung hatten .Herr Assistent Volk, mit dem Vortrag einiger von Fräulein Mulch begleiteten Violinstücke und Herr Ltuck. tbeol. Ho eck er durch oen Vorlrag von ernsten und heiteren Dichtungen m Vers und Vroia in dankmswerter Weise übernommen. Der Rektor stellte tu Aussicht daß rwch vor Schluß des Semesters ein erneutes ähnliches Zu samnocaffern der Studentenschaft und der Lehrer der Ludoviciana aus der F r e i l i ch t b ü h n c in Aussicht genommen sei. ^ **BeiHagenbeck. Schon die Eröfsnungsvorftellung am Samstag abend ließ wenig Plätze mehr frei, an dem regnerischen Sonnrag aber, da alle Schleusen des Himmels sich ausgetan hatten, war der Zustrom so stark, daß viele umkehren mußten, weil alle Plätze ausverkaust waren. Das Niesenzelt saßr über 8000 Zuschauer und so will es sur Gießen etwas heißen, wenn bei drei aufeinanderfolgenden Vorstellungen kein Platz mehr zu finden ist. WasHagenbeck bieret, ist eine ftf außergewöhnliche Folge von Darbietungen seltenster Art, daß niemand einen Besuch des Unternehmens bereuen wird. Im Vordergründe des Programms steht das auserlesene Tier^aterial, an dem Wunder der Dressurkunst gezeigt werden. Gewaltige Eisbären, langhalsige Kamele, geschmeidige Tiger, majestätische Löwen, zierliche Ponys, fem- gliedrige Windhunde und riesige Elefanten folgen sich innerhalb der von Eisengittern abgegrenzten Manege. Als die Begabtesten treten zwei Orang-Utangs auf, die sich fast menschlich geben und sich als vortreffliche Radfahrer erweisen. Mit diesen Tiernummern ist das Programm noch lange nicht erschöpft. Duveneks Gliederspiete übertresfen jede fantastische Vorstellung menschlicher Verrenkungen. Grausig find die Leistungen des Türken Brahim Hamid, der über eine Leiter aus scharf geschliffenen Schwertern steigt, sich aui ein Rost von Nägeln legt und mit den Füßen m.Mas- 'cherben wühlt, ohne daß die geringste Verletzung sichlbar wurde. Beneidenswerte Zähne zeigt, die Dame mit dem Sonnenschirm, die sich sestbeißt und ’iO Meter hoch tn der Manege Hochziehen läßt, sreischwebend ihr Strafzenklew ab- -egt und nachher beachtenswerte Seilkünsrlerstucke zeigt. Außerordentlich gewandt ist die Flachturnkünftlergruppe Patty-Frank und unübertrefflich an Komik der Fangkünft- ler Dietrich Klans. Bei solcher Fülle des Gebotenen war es kein Wunder, daß es an Beifall nicht mangelte und feder- mann hochbefriedigt von Hagenbecks Darbietungen sich das Wiederkommen versprach. ** DerTod aufden Schienen. Am ^anistag vormittag verunglückte auf den Anßengleisen unseres Bahnhofs, wo er mir einer Reparatur an einer Weiche beschäftigt war, der Werkmeister Becker tödlich. Er wurde von einer Maschine mit einem Packwagen Werfahren. Das gleiche traurige Schicksal ereilte den Bahnwärter Andr.Becker gestern in der Frühe. Auch er wurde von einem Zuge überfahren. ** Ueber Konservierung von Obst und Gd - müsc unter Berücksichtigung d e r Z n cke r k n ap p- heit spricht die Kochlehrerin der Aliceschnle, Fräulen Hof, morgen abend 8 Uhr znm 3. Male in der Küche der Schicke, Steinstraße 10, unter Vorzeigung einer großen Zahl von Apparaten. Nach dem Vortrag soll wieder wie das letzte Mal eine Aussprache stattfinden. Der Eintritt ist frei. ** Genreindesteuerzettel. Nachdem die Zustellung ver Genreindesteu-erzettel an die Zahlungspflichtigen statt- gesunden hat, wird der Tag, an dern die sämtlichen Ge- meindestenerzerrel als zugestellt zu gelten haben, auf den 10 Juli 1616 festgesetzt. , *" Pädagogium. Seit 1. Mar l. Js. ist Lehrer Erbin a n n aus Ruttershausen, welcher früher in Harbach angestellt war, am hiesigen Pädagogium tätig. . v „ r ** Deutsche Ausstellung für soziale Fürsorge in Brüssel, 2lu der am 15. Juli. l. I. in Brüssel zur Er- öfsnuug gekommenen Deutschen Ausstellung für soziale Fürsorge ist auch das Großherzvgtum Hessen in ma.migsacher- Werse be- teiliat So hat d« Landesversrcherm^gsanstalt und der Heck- stättenverein mehrere Tafeln, Karten, Biber uslw., die sich auf che Tuberkulose- (einschließlich Lupus--)Bekämpsung rm ^rotzherzog- tum Hessen beziehen, ausgestellt, 2luch einige Plane von modernen Ardeiterwohnungen haben dort Ausnahme gefunden K ri c gs- beschädigtenfürsorge im Gvoßherzogtum Hoffen ist eben- raüs vertreten, indem sie eine größere 'Anzahl Bcktxw aus dem Reservelazarett der technischen Lehranstalten m Offenbach a. M. und Arbeiten der verwunderen L-rMretttnsauen J 1 J'? Ausstellung bringt. Mitglied des Arbeit sausfchm, es sur die Ausstellung ist Geheimerat Tr. Dietz, Darmftadt. Landkreis Gießen. &. Göbelnrod, 17. Juli. Auch aus unserer Gemeinde nahmen zwei Söhne an den letzten Kämpfen an der Ostfront teil. Beide standen bei der Sndarmee. Musketier Heinrich Kern. Sohn der Witive Kern, geriet dabei in russische Gefangemchaft, und Grenadier Karl R ü h 1, Sohn des hiesigen Bahnwärters Ruhl, wird seitdem vermißt. m r . . -u- Heucheiheim, 17. Juli Albert Weller Musketier der 7. Kompagnie des Res.-Jnf.-Rgts. 221, Sohn des hrettgen Landwirts Jakob Weller, starb am 7. Juli an den folgen seiner vor dem Feinde erlittenen schwereit Verwundung. — Ersagreservist W. Metzler, 2. Maschinengewehr-Kompagnie, Jns.-Rgt. 110, wird als vermißt gemeldet. Kreis Alsfeld. Alsfeld. 16.Jntt. Ans dem Bahnhof wurde ein Hotelbesitzer aus Salzschlirf dabei angetrosfen, als er gerade mit etwa 60 Pfund Fleisch abiahreu wollte, die er bei hiesigen Metzgern einzeln zusammen ge kauft hatte. Das Fleisch wurde befchlagnahmt und an die ärmere Bevölkerung abgegeben. Kreis Lauterbach. M. Lauterbach, 17. Juli. Das Einsammeln der Heidelbeeren wird in diesem Jahre so eifrig betrieben, wie es bei früheren Ernten niemals beobachtet worden ist. ^llffpornend hierzu sinD die guten Verdienste, die durch die Festsetzung des Höchstpreises, bis 28Pfennig für das Pfund, erzielt werden können. Aus abgelegenen Orten kommen die Beerensanrmler in Hrckttbejetzten Leiterwagen angefabren, am sich den lohnenden Verdienst nicht entgehen zu lassen ^er Versand nach den größeren Städten wird sowohl von den Händlern, als auch anderen Personen eifrig betrieben, denn fast jed-er hat einen Verwandten oder guten Freund in eener Stadt wohnen, die mit eigenen Wünschen, auch oft für Tritte, an ihre Bekannten im HerdelbeerlanDe herantreten, in dem es in diesem Jahre eine gute Ernte gibt. Die Beeren haben jedocb durch den fehlenden Sonnenschein nicht die gewöhnliche Süßigkeit, wie in sonstigen Zähren. = Schlitz, 16 Juli. Seck einigen Wochen Machen tn oen ausgedehnten Waldungen de» nördlichen Vogelsberges und de» angrenzenden Rböngebietes Wildkatzen sich bemerkbar, Me unter den Wckdbeständen großen Schaden anrrchten. Jn amgen gebieten fand man bereit» Dutzende von jungen Rehen und Haien, die den gefährlichen Räubern zum Opfer gefallen sind rr S cp l i tz, 16. Juli. In dieiem Monai kann das ^chlitzer- länder Lokalblatt „Schlitz er BoleDauf ein bOfahrlges Bestehen ziwückfchauen. SZegründel wurde die Zeitung durch den Maschmeiimeister'Johann Ruckstuhl aus Gießen, ^-elt 18iv iu Heinrich Guntrum II. von hier Verleger des Blattes. Kreis Schotten. Betzenrod. 16. Juli. Der lnebge Bürgermeister Blei hat sciii i)lmt liiedergelegt. Tie Führung der Tienstgeschäfte wuide dem Gememderalsmitgklede Georg Mickler übertragen. ^ Ober-Seemen, 16. Juli. Das Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier Lehrer Olto S ch u l tz von hier. ^Wohnfeld, 16. Juli. Tie hessische Ta perkeil» medaille erhielt der Wehrmann Fritz im Res.-Jnf.-Regt. 2— • Kreis Friedberg. F. C. Büdesheinr, 16. Juli. Ter Grobherzog hat der von der Gräfin Marie Oriola in Büdesheim letztwillig gestntelen .Marie O r , o l a - S ! i f t u n g", Sitz Büdesheun, , die Landesherrliche Genehmiglmg erteilt. ,. ... # Butzbach, 15. Juli. Das Eiserne Kreuz erh»est Lehrer ^ 1 ^fö°ainba d), 15. Juli. Tie Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt der Lehrea Gö bel, Leutnant d. Res. Starkenburg und Rhemhessen. Y C. Airs dem Rhein-Maingebiet, 16. Juli. Die Frühkartoffeln sind trotz der anhaltenden regnerischen Witterling bisher krankheilsfrei geblieben, doch läßt sich der Ertrag noch nicht annähernd schätzen. Die' bis jetzt abgeermtete G erste liefert an Köriierii einen gliten Ertrag. Ek. Ofjenbacl), 17. Jiili. Als Nachfolger des verstorbenen Direktors Dr. Theodor Egcr imu*e Vroiefsor Dr. Jak. H e l l w i g, Oberlehrer am Realgy>nnaiimn zu Atainz, zum Direktor der hiesigen Höhereii Mädcheiischule bermen. Kreis Wetzlar. ra. Braulifets. 17. Juli. Haiivtmann Paul Beckert, ein Sohn des früheren Hauslehrers Beckert, wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ailsgezelchnet. r?i. Senn, 17. Juli. Gardefchütz^ Hermann 6 l n k, 22 Jahre alt, und Füsilier Heinrich Söhn, 23 Jahre alt, > starben beide den Ehrentod. ^ v n . 1 ra. Salzböden, 17. Jul'. Die Wall des Landwirts Jakob Rau znm Gemeiiidevorsteher ivurde durch den Landrat bestätigt. Heffeu-Nasstm. [] Marburg. 17. Juli. Wie im Jahresbericht des hiesigen » Ein poetischer und schlagfertiger "Kri gS gärtner-, Vereinen jungen Burschen beim ^lehle»i ^5 früchten ertappte, errichtete an seiiiem erpachtcten ,'eidgr s in M e n f c l »v i tz eine Warnungstafel init solgendein I , • Der erste Dieb, der hier gemaust, Ist schon bestraft durch n^ne Faust, — Uiid auch dem nächsten BÜsewicht Pflanz ich ums äug „Vergißmeinnicht^. lirrchc r»nd Schule. r Spotten. 17. Iuli^ Am letzten Mittwoch nach« miitag !t»,f auf dem nahe gelegenen L-hrerhcnn die dnne gemeinschaftliche Komerenz von Pmrrern uud^i.cheern der ^c-irk-lchrerverein Schölten u Gedern ,tett. g.ic «on,e«n, war diesmal tm-I stärker besucht als bet den zwei er,ten Wägungen Viele Pfarrer und Lehrer waren von nah und lern erschienen: auch einige Damen wohnten der Komercnz bei Ter Vorsitzende der Lersanimlung. Lcbrer L i n t .nudings- hchn. begrüßte die Erschienenen, nisbe.ondere den Re,eren- ten Professor Gunkel-Gießen. ciiiüundigeiii. vorlreitt lichem Vortrag sprach dieser über die alttestamentlichen Propheten. Der Vortragende verstand es meisterhatt, den Zu- Hörern in gemeinverständlichen Ausführungen die Erg-n- ärl des alttestamentlichen Provhetcnlums klar en machen. Es war in der Tat eine Feierstunde, die die Anweienden — wie Pfarrer Ruh l-Wingershausen in seinem iLankes- wort an Professor Gunkel ausführlc — durch den Vorlrag erleben durften. An den. Bortrag schloß sich eine wertvolle Aussprache an, an der sich u. a. die Plärrer V o l p - Zaubach, Hermann- Nidda. R ühl-Wingershausen sowie d» Vortragende wiederholt besteiligien. Gegeii < Uhr wurde die sehr anregend verlaufene Konferenz gcichlossen. it-ic naoiste Zusammenkunft soll am Mjllwoch, den 16. August - wiederum auf dem Lehrerheim — stattfindeu. ___ Kandel. (U i p Ä ß lt 15 Juli. Heute fand die außerordentliche G c w e t * kenversam'mlung der Gewerkschaft Fern,- welcher 986 Kuxe bv.zü sieben Gew-erke vertieren ivaren Den Bonrtz Wc Justizrat Grün e wa l d, auf denen Antrag die vorge- schlaaene Statutenänderung beschlossen wurde, nachdem mehrere zur Geickait-ordnung gestellte Abgikderungsantragc de-. Ver.reier v.n kw i K^en abgelehnt waren. T.r Be^eier eines Gewerken Dr Edelstein, beanstandete, daß die Statutenänderung Nicht eingehend genug vor der Mrsamminng beigmit gegeben worden ser und daß man den Gewerke,i den Kauter der Ki«mmchrh-,t. Aktien- aesellschgft Friedrick Krupp in Essen, nacht gleich von -lnsang an bekannt gegeben habe Ter Vorsitzende m ,tg demgegenüber daran hi.t daß dem Griibenvarslande und der Wcrksdirektion am 13. Mar d e'Berion des Käufers m«l bekannt geweten_ let Er legte glcach- jsciti« die Gründe dar. welche dein Grubeiw-rstand und der Lerks- direknon das Oiiert des Bankhauses Oppenheim als -m autzer- ordentlich günstiges und im Interesse der Gewerken liegendes hatten! erscheinen lassen. Nachdem weiterer Wedergpruch nicht eriolgte, wurde die Statutenänderung genehmigt ,Als Revrasenlanr wurde an Stelle des zurücktretenven Grubenvorftande» Bergwerk»dlrekwr Brockhffs aus Betzdorf gewählt und ferner wurde eme Zubuye von 1000 Attirk pro stur zum Zwecke von Verbesferungen des Betriebs und Neueinrichtungen beschlossen. (jp ar . und Bauvere ' ns mttgeteill wird, beträgt der Wert Geländes des Vereins am Schlüsse des Geschäfts- des unbebauten -"„-.t" jahres 36 250 Mt., der Wert der 12 Veremshaufer fkellt sich am 554 308,33 Mk. Infolge einiger Mietsausfälle beträgt, der Reingewinn nur 186.24 Mk. „ ra. Ans Nassau. 17. Julr. Allch an der unleren Lahn sind zwcs glückliche Gemeinden, in denen keine G e m e i n b e - ft euer entrichtet zu werden braucht: Gi'penroben und H i rsch- bera. Sie erhalten ihre Einnahmen ans ihrem großen Waldbefitz und aus Kapitalzinsen. Tie Eiuwohlier haben noch sonstige Vorteile, wie billige Pacht usw. ^ . .. , . ... ^ 0 Frankenberg, 17. Juli. Der Höchstpreis für das Liter M i l ch wurde im hiesigen Kreije auf 24 Piq. imd für Eier beim Erzeuger auf 16 Pfg-, frei ins Haus auf 18 Pfg. das Stück festgelegt. ** F r a n k f u r t a. M., 17. Jrcki. Nach einer Bekanntmachimg dos Regierungspräsidenten dürfen in den Gemeinden, in denen der Abscrtz von Fleisch und Flnschwciren durch Fleischkarten geregelt ist, also auch in Frankrurt, auch Dienstags und Frcr- tags Ncischwaren und Speisen, die ganz oder teilweffe aus Fleisch bestehen, in Läden und offenen Verkaufsstellen verabfolgt werden. Für Gast- und Schankwirtfchaftcli bleibt es beim bestehenden Verbot. X Hanau, 16. Juli. In der Verfammlung der Bürgermeister des Kreises Hanau ist angeregt worden, den K r^e g S - gefangenen jeder Gemeinde aus Gemeindemitteln eine Spende zukommen zu lassen, damit die in der Ferne, in Kriegsgefangenschaft Weilenden ersehen können, daß sich die Heimat ihrer stets erinnert. „. . , r . g Fulda, 16.Mli Diediesiöhrlge preutz.ffche Biichofs- k o n f e r e u z nimmt am 22. August hier ihren Anfang. g. Hess. - Lichtenau (Kreis Witzenhausen), 16. Juli. Durch eintt)erheer endes Gro ßf eu er wurden in dem benachbarten Niederkauf'ungen Wohnliaus und Wirtschaftsgebäude des Landwirts Leonhardt vollständig eingeäschert. --Kassel, 16. Juli. Auf dem Samstagsmarkte übten gestern die Kasseler Hausfrauen ^Selbsthilfe". Als die Heidelbcer- Verkäufer für das Liter Heidelbeeren 40 Pfg. und mehr verlangten, stürzten die Frauen zahlreiche Körbe um und zertraten den Inhalt zu Brei. g Aus der Rhön. 17. Julck Der Landrat des Kreises Gersseld macht amtlich darauf aufinerffam, daß neuerdings großer« Dünamittelfabiffken im Jitteresse der Versorgung ihrer Arbetters mit Lebensniitteln nur dmrn .Kunstdünger an die landnnrtfchatt- liche Kundschaft liefern wollen, wenn ihnen diese dafür Butter, Speck iurd Eier als Gegenleistung zur Verfügung stellen wird. Der Landrat fordert die .Kreisbewohner auf, ihm etwa vor- : kommende dercrrttge Fälle mitzuteilen. g E f ch we g e a. d. Werra, 15. Juli. Die „H e sf r 1 ch e S i e d e l u n g s g e s e l l s ch a f tt' — G. m. b. H. — beabftchttgt mit Hiffe der Sraatsregieruna. Provinzialverwaltung und den Ge- nieindebehörden eine planmäßige Ansiedelung von .Kriegsbefcha- digten und Kriegswttwen mit Kindern im Regierungsbeurk Eaf,el und im Fürstentum Waldeck im möglichst weiten llmsmige in die Wege zu leiten und durchzuführen. Zur Anschaffung des zur, Besiedelung notwendigen Geländes wird der Siedelungsge'ellichatt -besonders die Domänenabteittmg der Schaatsregierung belulstich sein die Gewährung von Tarlehnen und zweiteu Hppotheken zu einem niedrigen Zinswß und mäßigem Tilgungssatz hat die Hessische Landesversicherung zugefichert. An deni Unternehmen wrrd nch auch die Königliche Ltacttsreaierung mit einem größeren Kamtal beteiligen Voraussichtlich wird es sich bereits in Kurze ermöglichen lassen, einige Hunderte Kriegsbeschädigte an zu siedeln. 'l .. . . . .. ■■ ■ ■ ■ ■■■.— --' - MAeorslogiiche Beobachtungen da Station Siegen. Juli 1916 ^ oc S = .SS. li« s -"1 ^ I j I e £*5" w « «« | , a 1 p M j °'p ~ CT 1 ^ er. | -Q ^ | Le>s*g g ÜB ! SS | ZS ! 5 i C?. a. - 1^1 u ^ l w j i* | I 65 I 16.! 3" - 1 14,4 9,5 i 78 — — 10 16. 10" — 13,2 10,8 f 96 — - 10 17. 8" — | 13,5 11,2 97 - , - 10 Wetter Regen Höchste Temperatur am 15. bis 16. Juli 1916: Niedrigste „ , 15. » 16. „ 1916: Niederschlag 0,0 mm. ch- 16,0' C. -h 10,7* C. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den l w - Juli 1916 ° Veraliderlich, meist trockeli, keine wesentliche Temperaturanderung. Letzte NachrichLen. vermischter. * Berlin 15 Juli (WTB.> Der Bankangestellte Stephan der den großen Effektenbiebstah'. bei der Disdontogeselttchaft becäiig. ist irtttiamt seiner »cgletwin acitetn abendinDEchen verhallet worden. Er führte einen Bnrbetraq von über 100 000 Mark bei sich die ihm abgenommen wurden. Nach deni Verbleibe der gestohlenen Effekten sind auf Gmind seiner AiMiben zurzmitvert^e Ermittelungen im Gange. — „Berl ^ok.-cknz. Eldtt 0^- Stepban hielt sich seit einigen Tagen rmt feiner Gelrebtkn m Bad Tölz auf Iw Hotel in München trug sich Stephan als ^ntendan- tursekretär Moder nnd Frau aus Berlttrein. ^ wurdet! sofvrt erkannt und verhaftet. Bei ^tewban wurden 107 000 flRark vorgesunden Der Rest der unterschlagenen öunmtc foll stch nsch m Bad Tölz befinden; die dornge Gendarmerie ist zur Beschlagnahme dieser Wertpapiere angewiesen. Die Lage vor Verdun. Genf, 17. Juli. Zu den Angaben der „Times", woriach die Deutschen vor Verdun 2000 F e u e r s ch l ü n 0 e . darunteA großen und schwersten Kalibers, in Stellnng gebracht hätten, fagl der „Temps". die französische Heeresleitung könne diesem Ar- ttllerieaufgebot kein gleichwertiges entgegenftellen. Ferner fei dte Mumlicmssveisung einer so großen Geschützmasse sur die irran- zosen ini 'Abschnitt von Verdrm mit außerordentlichen ^chwterrg^ keiten verknüpft, da die Eisenbahnlinie Lerouville-Verdun unwn dem Feuer des von den Teuffchen besetzten Forts Camp des Romaines liege. ^ _ Italien und Deutschland. L u g an-o , 17. Juli. Ministerpräsident B v s e l l i hatte gestern eine lange Unterredung mit Sonnino, am 'Nachmittag ntü dem Justtzminister Scialoja. 'Allgemein,herrsM den italienischen Blättern zufolge die Ueberzeugung, daß die Lheie. nnt der.Bosellr m» Kabinett eintrat, ndmjidt „Kunstckt mit Deutschland". triumphiert. Der Bosellr nahestehende ,,Popolo dlJttckia" erklärt, versichern zu können, daß die äußere Politik Italiens! gegenüber Deuffckstand in eine neue Pl>aie getreten sei. zttalren^ das nimmehr die Hände frei habe, müsse die deutsche Heraus- forderlmg zunächst mit der Konfiskation denttchen Eigentums in Italien und mit der Jntermiermig der noch in Italien gebliebenen. Deutschen beantworten. Italiens Losung laute „Auge um Auge, Zahn um Zahn". Tie direkteste Lösung wäre freilich die Kriegserklärung. Die römisä^en Blätter melden die bevoritehende Zusammenkunft Bosellis mit Briand. Tie italienische Presse iäfjrt fort, Deutschland anzugreifen, ohne daß auch stur ein einziges Blatt auf den erleuchteten Gedanken käme, wo demr clgenttich der Grund der deutschen Maßregeln allein liegen kann, nämlich in der anhaltenden Schttanierung dentscher Interessen in Italien. Ein italienischer TorpedobootSjüger versenkt. Lugano, 17. Juli. In der unteren Ljdria. ist, laut Mailänder Blätter Meldungen, von einem feindlichen ltttteneeboot ,ge- trofien, der italienische T o r v e do i ä-g c r „I m v e t u o_j o gesunken. Beinahe die ganze Besatzung wurde gerettet. „Jm- petnoso" hatte 680 Tonnen Wasserverdräilgung. legte bis 30 Knoten in der Stunde zurück und war mit einer 120 Millimeter- Kanvne und vier 76 Millimeter-Kanonen bewaffnet. Die „Deutschland" in Baltimore. Kopenhagen, 17. Juli. „D a i l v lü' e w T' honen, daß es den englischen Kriegsschiffen gelingen wird, die .. r cuttMland" auf der Rückreise von Amerika abzusasi'cu Aus,racken hierfür imd nach Ansicht des Blattes günstig, da der Bau de» Fahrzeuges nacht gestatte, ehrn unterzntauchen, ai» bl» es das rlrgmnck? Vorgebirge passiert habe Die „Deutschland" brauctx. um ,purlos unter dem? Waffer fahren zu können, mindestens eme Tiefe von ü2 Verwand L . en ' ^rsunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung dass mein lieber Mann, unser guter treusorgender Vater, Schwiegersohn, Bruder,Schwager u. Onkel Werkführer Johann Becker infolge eines Unfalls im Alter von 43 Jahren plötzlich Mur noch Kiesens|iieSg 3 ia&i 2 ä IßiesenepfolgSI morgens mit i¥sutotiepfi«ttei’"i Heute nacht 2 Uhr entschlief nach kurzem, schweren Leiden unser kNNlggehebtes Sähnchen und Brüderchen um 4 Uhr* Ber Vorverkauf findet an den Ha& enbeckschen Haaptkass tm Alter von 2V. Jahren. «kS^Xidl ir* «iJtf K|>LliüSS©Il sowie im Siotichaas A. Salomion L Oe. statt. Die trauernden Hinterbliebenen ]. Faber* Zugführer. NB. Hagesibeck kauft Sdilachtpferde . - J. Der 3>üisger kann käuflich erworben werden. der Stallungen [5159D Leihgestern, den 15. Juli 1916. Die Beerdigung findet Dienstag, den 18. Juli, Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank) Niederlassung Gießen Gießen empfiehlt sich für die Anlage von Scheck-Konten zur Förderung der im vaterländischen Interesse dringend gebotenen Einschränkung des Bargeld-Verkehrs. F iir die uns erwiesene Teilnahme anlässlich de Hinseheidens unseres lieben Vaters, Schwiegervater und Grossvaters s Herrn Heinrich Geißfer VI. sagen wir unseren herzlichsten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen Lollar, den 15. Juli 1916. rA4A _ 5149D Ecke Neuen weg Johannesstraße 1 Der Bortrag von Fräulein Hof über MRderrmhrmkgsMittel . .. t n Sämtliche Hindermehle: roie ^afeke,Nestle, Mufslers, Jnfantma,Kaisers cond. Milch . t> Milchzucker, garantiert rein, den Vorschriften des deutschen Arzneibuches entsprechend. wird morgen abend um 8 Uhr in der Küche der Aliceschule nochmals wiederholt. Nach dem Eintritt frei. Teilnahme b-im Hinsch-ldtn meiner^lieben Krau° afe -u'-LeL Frau Katharine Nicolai geb. Jung ÄAE?, tJ 0 !? . besonders Herrn Pfarrer AuSfett. mr ble trostreichen Worte, sowie für die reichen Blumenspendcn unteren herzlichsten Dank. Dre tieftrmrernSen Hinterbliebenerr. Gicyen, den 15. Juli 1916. 010750 Bortr ag Aussprache M. Schulhof Telephon 119 . — Prompter , <>eriand nach auswärts. p l ferner Milchflaschen, Sauger lversch. Grützen), Ringsauge". Bertzrmgc, Betlchenwurzcl, Badethermometer, Badesalze Wuudpuder, Wuudcremc, Berbaudswattc (Friedensqualität» Verbandsmull, sämtliche Binden empfiehlt 5 i 47 g Mdizinal-Slsgerie zum kreuzplatz Fernsprecher 706 Dienstag Mittwoch. 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