Nr. 164 Der «tfentr Lvzech« afd&mt täqüch, archer Sonntaqs. — Beilagen: viermal wöchentlich GichenerLamiliendlätler; zweimal wöchentl.Ureir- lüait svrden Ureis Gietzen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zcitfragen Fernsprech - Anschlüsse: iür die Schriitl eitung 112 Berlag.G eschm ts stellebl Adresie lür Drahtnachrichten: Anzeiger Sieheu. Nn«ch«e van Anzeige, sür dre Tagesnummer bis zürn Abend vorher. Erstes Blatt m I k IJ 166. Jahrgang ietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oderhessen 5amrtag, 15. Juli 1916 '& c h u a o 9 r c t i: monatl. 90 Pf., viertel- jäbrl. Mk. 2.65-. durch Aohoke- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk.2.45 oiertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf. — Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- richtssanl: Fr. R.Zenz; Notgtionrdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Buch- und Steinöruderei R. Lange. Schristleitung. SeschSstrftelle und Druckerei: Schulstr.7. Beck?,äm-ttchm"mch-§ Nene deutsche ll-Vootersolge. vie amerikanische Entscheidung über die „Deutschland". (WTB.) Grobes Hauptquartier, 14. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Beiderseits der S o m m e ist von neuem heftiger Kamp entbrannt. Die Engländer griffen heute früh im Abschrift Wald von Mametz-Longueval an und wiederholten ihre Anstrengungen am Wäldchen von Trones, wo sie gestern abend bereits durch einen schnellen Vorstoß unserer Reserven empfindlich getroffen waren. Nachdem die ersten Versuche blutig abgeschlagen waren, sind neue Angriffe im Gange. Die Franzosen fügten mit ihren gestrigen vergeblichen Angriffen in Gegend von Barleur und westlich von Estrees den zahlreichen Mißerfolgen der letzten Tage eine neue E n t t ä u s ch u n g hinzu. Weder sie selbst noch ihre schwarzen Freunde haben auch nur einen Schritt Gelände gewinnen Dnnen. Oestkich der Maas sind französischeWiederero- berungsversuche gescheitert; sie wurden in der Gegend der Feste S o u v i l l e durch unser Feuer unterbunden und bei der Feste Lauffee glattabgewiesen. Zahlreiche feindliche Patrouillen oder stärkere Erkun- dungsabteilungen wurden auf der übrigen Front zurückgeschlagen; deutsche Patrouillen brachten bei Oulchcs. Beaulne und westlich von Markirch Gefangene ein. Oeftlicher Kriegsschauplatz. HeeresgruppedesGeneralsvonLinsingen. An der Stochodlinic warf ein G e g e n st ob bei Zarecze (nördlich der Bahn Kowel—Sarny) über den Abschnitt vorgehende Rüsten zurück. Einhunoertsechzig Mann wnrdeu gefangen genommen, zwei Maschinengewehre erbeutet. Unsere Flugzeuggeschwader wiederholten mit Erfolg ihre Angriffe östlich des Stochod. Bei der Armee des Gcnerals Grafen von Bothmer drang der Feind gestern abermals in die vorderste Verteidigungslinie ein und wurde wiederum durch Gegenangriff mit erheblichen Verlusten geworfen. Balkan-Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. ' Oberste Heeresleitung. * Berlin, 14. Juli. (WTB. Amtlich.) Am 11. Juli hat eines unserer Unterseeboote in der Nordsee einen englischen Hilfskreuzer von etwa 7000 Tonnen vernichtet. An demselben Tage wurden an der englischen Osttüste durch U-Bootsangriffe drei bewaffnete englische Bewachungsfahrzeuge versenkt. Die Besatzungen derselben wurden gefangen genommen und ein Geschütz erbeutet. Der Chef des Admiralstabs der Marine. * * *' In England haben die Minister Asquith und Lloyd George sich wieder einmal mit Reklamereden vernehmen lassen. Die Firma ist! ja so groß und ihr Arm reicht so weit — aber was sie an wirklichen Kriegserfolgen bisher erreicht und auszuweisen hat, ist höchst mäßig. Die Waffe der Reklame, mit der England den Krieg gewinnen wollte, ist im Laus zweier Jahre recht stumpf und schartig geworden. Welch große Worte und Prophezeiungen waren erklungen? Wir brauchen kaum daran zu erinnern; ist doch gestern erst wieder im Unterhause .Herr Asquith in sehr peinlicher Weise an Mesopotamien und Gallipoli erinnert worden! Das Wort „Schaffe, Künstler, rede nicht", kann man heute auch den englischen Kriegsmachern wieder Vorhalten. Die englische Offensive sollte doch die umwälzenden Wunder verrichten, warum gesellt man zu dem Donner der Artillerie an der Westfront schon nach wenigen erfolglosen Tagen diese Offensive mit Worten, mit Reklame? Mit einigem Spott uns danach zu erkundigen, sind wir berechtigt, obgleich wir es gerne zugeben, daß England rüstig gearbeitet hat, um Muni- ttons- und Waffenvorräte aufzuhäufen. Asquith und Grey scheinen uns mit ihren neuesten Reden durch die Blume einige Mahnungen zur Bescheidenheit an ihre eigenen Bun- ^.^nossen zu richten; Wo wäret Ihr heute ohne unsere Hilfe? Was hattet ^zhr erreichen können vor Verdun, und was hattet ^hr Russen im Jahre 1916 ohne unsere Lieferungen überhaupt noch machen können? Ganz unrichtig sind diese Vorhaltungen nicht, nur gewährleisten sie eben nicht D£ii Endsieg, auf den es uns doch einzig und allein an- kommt. Die Generaloffensive bleibt stecken^ und die englische pteklame verliert immer mehr ihre Zugkraft. Die Hinweise auf die großen technischen.' Leistungen Eng- lands-vernwgeii den Rühm deutscher Arbeit und Erfindung nicht im mindesten zu schmälern. Die Schaffung unserer Handels Unterseeboote leuchtet auch durch greifbare Erfolge! Wie jämmerlich nchmeir sich die Versuche der Entente aus, durch Vergewaltigung der Theorie des Völkerrechts der neuen deutschen Erfiiidung das Todesurteil zu sprechen, die Entwicklung der Technik zurückzuschrauben! Man kann doch nicht entgegenhalten, die „Deutschland" und die „Bremen" seien Teufelswerkzeuge des blutigen Herolds Krieg! Im Gegenteil, sie sind ja geschaffen, den Schrecken der Seekriegsgefahren auf eine gang unblutige und friedliche Weise entgegenzuwirken. Die leuchtende Menschlichkeitsfackel des Präsidenten Wilson kann gar keine willkommeneren Objekte seines Völkerversöhnungsgedankens sinden als diese neuen Schiffstype, über die sich der Kapitän der „Deutschland", wie wir an anderer Stelle näher mit- terlen, in amerikanischen Blättern so schwungvoll ausgesprochen hat. Die neuen deutschen Sendboten müßte Wilson mit tiefer Sympathie begrüßen. Er hat es bisher nicht getan, und sein eisiges Schweigen war uns etwas auffallend. Aber er hat, auf englische und französische Beschwerden hin, die „Deutschland" durch drei Seeoffiziere untersuchen lassen, die jetzt, wie die „Times" meldet (siehe Blatt), die Entscheidung gefällt haben, daß „Deutschland" ein unbewaffnetes Handelsschiff ist, das nicht auf hoher See in ein Kriegsschiff verwandelt werden kann. Die weitere kurze Berichterstattung der „Times", die über die Haltung der amerikanischen Regierung nach dein Wortlaut der uns vorliegenden kurzen Meldung hinzugefügt wird, ist sicher unvollständig und verstümmelt. „Die Regierung gibt zu, daß es unausführbar ist, ein Unterseeboot auf hoher See anzuhalten _ und zu durchsuchen, und erklärt, daß sie nicht protestieren würde, wenn die Verbündeten auf der ^öhe der Chesapoake-Bai, außerhalb der Dreimeilenzone, ciegsschiffe versammeln würden." Diese Sätze beziehen sich offenbar auf die Erklärung des britischen Geschäftsträgers in Wrshington. die am 3. Juli abgegeben worden ist, Unter- fee-Handelsschiffe könnten d^talb niä)4 als richtige Handelsschiffe angesehen werden, weit sie sich durch ihre G e st a l t und B a u a r t ,chen Untersuchungen, denen gewöhnliche Handelsschiffe unterliegen, entziehen können", weil sie „offensichtlich nicht im Einklang mit den Erforder nrssen der völkerrechtlichen Vorschriften gebaut sind und deshach außerhalb des Völkerrechtes stehen. Mit Recht ist darauf in der Presse cntgegengehalten worden, daß dies eine höchst verdrehte und windige Auslegung wäre. Wo steht denn im Völkerrechte geschrieben, daß dem Rechte der feindlichen Kriegsschiffe, zu untersuchen, sie Pflicht der Handelsschiffe der Gegenpartei entspricht, ich zur Untersuchung sozusagen direkt anzubieten? Was uns die „Times" über den Standpunkt der amerikanischen Regierung zu dieser Streitfrage sagt, ist so lückenhaft, daß man sich des abschließenden Urteils darüber vorläufig noch enthalten möchte. Die Hauptsache indessen ist die Feststellung, daß es sich bei der „Deutschland" um ein Handelschiff handelt, und im Grunde klingen daher die mitgeteilten und weiteren angeblichen Aeußerungen der amerikanischen Regierung rätselhaft unb über- lässig. Es ist selbstverständlich, daß sich gegen die Ver- ammlung von Kriegsschiffen außerhalb der Neutralitäts zone nichts tun läßt. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht , \}t n, 14. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart; 14. Juli 1916. Russischer Kriegsschauplatz. In der Bukowina stehen unsere Truppen nach Erfüllung der ihnen gestellten Aufgabe wieder in den alten Stellungen auf den Höhen westlich der oberen Moldawa. Westlich und nordwestlich von Buczaez haben die Russen gestern ihre Angriffe fortgesetzt. Nachmittags wurden zwei breit angelegte Angriffe zurückgcfchlagen. Gegen abend gelang cs einem dritten Ansturm des Feindes, nordwestlich von Buezacz einzubrechen. In erbitterten Nahkümpfen wurde der Gegner von deutschen und österreichisch-ungarischen Truppen wieder vollends hinausgeworfen. Nördlich der von Sarny nach Kowel siihrenden Bahn nisteten sich russische Abteilungen auf dem linken Stochod-Ufer ein. Sie wurden spät abends von unseren Trupven überfallen und vertrieben, wo bei 160 Gefangene und 2 Maschinengewehre in unserer Hand blieben. Sonst bei völlig unveränderter Lage nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Die lebhafte Gefechtstätigkeit an der Front zwischen Brenta und Etsch hält an. Nach Artilleriefeuer setzten gegen mehrere Stellen unseres Verteidigungsabschnittes zwi- sckwn der Cima Dieci und dem Monte Rasto wiederholte Angriffe sehr bedeutender italienischer Kräfte ein. Besonders hartnäckig war der Kumpf nordöstlich des Monte Ra st o wo derFeind 10Stürmeversuchte. Unsere Truppen schlugen wieder sämtliche Angriffe unter den schwersten Verlusten des Gegners ab und behaupteten alle ihre Stellungen. Unsere Linien nördlich des Posina-Talcs standen unter heftigem Geschützfeuer. Am Pasubio wurde ein feindlicher Nachtangriff abgewiesen. S ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Gencralstabs v. Höser, Feldmarschalleutnant. Ereignisse zur See Eines unserer Unterseeboote hat am 10. dieses Monats nachmittags in der Otrauto-Straße einen italienischen Torpcdobootszerstörer des Typs „Jndomito" versenkt. In der Nacht vom 13. auf den 14. hat ein Seeflug- zeuggeschwadcr militärische Objekte und Bahnhofsanlagen von Padua sehr wirkungsvoll mit zahlreichen Bomben bc- legt. Dre Flugzeuge, welche von Abwehrbatterien heftig beschossen wurden, kehrten unversehrt zurück. Flottenkommando. Der französische Bericht. ^ Paris, 14. Juli. (WTB. Nichtam.il.) Amtlicher Bericht vom Donnerstag nachmittag. An der Sommefront aussetzende Be- schictzung. In der Champagne drangen die Franzosen an den Zugängen von Prosnes in einen deutschen Borsprung ein und brachten Gefangene zurück. In den Argonnen brachen zwei deutiche Handltreiche nordöstlich des Vorsprunges von Bolante in unserem ^-euer zusammen. Auf der Fille Morte brachten die Franzosen eine Mine zur Entzündung und besetzten den Trichter Aus W 3 a a keine Jnfanterietätigkeit. Im Laufe kec Nacht heftige Be, chießung der Abschnitte von Souville Ehenors und Lauffee. In den Vogesen wurden deutiche Versuche südlich Carspach nach lebhaftem Handgranatenkampf abgeschlagen. T, vom Donnerstag abend. Außer ziemlich lebhaftem Bombardement int Abschnitt von Sou melden TeC ^ ist kein Ereignis von der Front z Der englische Bericht. ru ^ 13 -WTB. Nichtamtlich^ Amtlicher Bericht aus dem britischen Hauptquartier. Seck dem letzten Bericht kam es an gewissen Abschnitten des Kampfgebietes zu heftigen Airttldwir^ duellen. Karnpf wurde an verschiedenen PunDen fortgesetzt. U-n teurem Punfte unserer Linie veränderte sich die Lage. Deutsche ^ o auf unsere Laufgräben bei Wytschaete uno La B a s, e e m unternehmen, wurden zurückgewiesen. Die Flugzeuge waren beiderseits tätig. Wetter ungünstig. or t-f? o n ^^ n r '-(WTB. Nichtamtlich.) Die gegenseitige ckrtrtterrewtlgkelt hielt den ganzen Tag an. Drs Ergebnis der schanen ^nfanterrekämpfe bestaub darin, daß wir den feindlichen m “ ,t 1 J ur aushieltcn, sondern unsere Linien cm verschiedenen Hunnen wesentdch vorschoben. Wir erbeuteten einige deutsche vaubitzen und Munition, die gegen den Feind verwandt wurde. Portugiesische Truppe» an der Westfront? „ rn '■ 3E- (WTB. Nichtamtlich.) Nach „Temps" verlaßt rn einigen Tagen die er steportugie fische Ds- Vision von 22000 Mann das Lager in Dancos, die rweite mvijion wrrd gegenwärtig mobilisiert und soll in ;wei Monaten abmarschfertig sein. Ihr soll eine dritte Tancos ,olgen^ Der Mitarbeiter des „Temps" hebt bervor -n gewissen Kreisen die Aussicht mrf ein milttäri: fdjes Emgrcisen. das nicht znm uninittelbaren Ziele die Verteidigung des portugiesischen Bodens h«t, unleugbar mit mner gewissen Kälte begegnet Die „Neue Zürcher Ztg" meldet aus dem Haag, daß die ersten portugiesischen Truppen nach Bordeaux verschifft werden und für die Westfront bestimmt sind Von der mazedonischen Front. ^ 14 ; J"li. (WTB, Nichtamtlich,) Der Sonder- berichterstatter des „Corriere della Sera" drahtet nßSa. ® ef l eT £ lft etn großer Transport englischer Kavallerie, aus Aegypten kommend, hier eingetroffen, um General Sarrmls Heer zu verstärken. Trotzdem die Alliier- teil letzt über sehr bedeutende Streitkräfte in Mazedonien verftigten, sm ,ed« O ffe nsiv ab si cht gegenwärti g bEschvben worden. An der Grenze fänden nur Ar- illeriescharmntzel und Nugzeugstreifzüge ohne Bedeutung Der türkische Vericht. Konstantin vpel, 13, Juli, (WTB, Nichtamtsickli Dos Hauptgnartier teilt mit: An der Irak- und an der p cVf t s * c n Front ferne Unternehmung von Bedeutung ^ 1 1 m c n Saiifafug front: Aus dem rechten Nügel haben intim- vorgeschobenen Mteilungen starke feindliche ä-rkundungÄrb^ln^ aut du- Ire stießen, zuruckgetrieben und nach ihren Sauvti'w hS ^ f-rft'i iwt S l£ mWC tnl ■^ c J trunt hoben an emim-it Abschnitten an Heftigkeit nbsencmrtnni, ohne leiwch vu einem endgült nu Er- fnlfl für einen der Gegner zu führen. Die Kamvse dauern wils zu .unseren Gunsten fort, teils zugunsten des Feindes, indem dü Bar stellungen, die ,ehr °,t nur einen taktischen Wort haben, bald noimnen werden, bald wieder verloren gehen. Aut dem lins.-n Flügel hat sich die Lage nördlich des,-uciwi»f ebenfalls nicht geänderter wurden überraschende Angriffe, die der Feind von Zeit zu Zeck wrwrnrnnwt, lercht Mrückgeworsen. Eiinqe Versuche sftndlickiv Kriegsschisse, pch q^wqsen >lüstenabschvitd'n in der Höhe der Dardii - neuen und den^Gewässern von Smyrna zu nähern, wurden durch unser ckrtuleneseuer verhindert. Ein feindlicher Dvvpelrvcker wurde vvn emem unserer Flieger versolqt und mußte bei Tenedvs landen. In der Nvcht vom 11. zum 12. Juli fand ein Zusammenstoß \\m - 'ston einer vor vatia gesichteten seindliäien Kavallerieabteilung und einer Unserer Kamelreitcrabteilungen statt. Da der Feind sich rum aUen Seiten überflügelt sah, verzichtete er darauf, sich in einen, wetteren Kampf einzulassen. Er flüchtete nach twrsck«ede,reii Ritt», tungen und erlitt in unserem Feuer Ärlrrstrc. Sei* „Temp»"über die KriegSziele Bethmann Hsktwegs B c r it , 14. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Zu den yslbamb- lichen Aenserungen der deutschen Reichs regierung über die Frie- deusziel? b.'-aerti „Tom PS", sie schallten zioar keine Klarheit über die Söfirng des europäischen Konfliktes aus teni einfachen Grunde, weil Deutschland und Oesterreich besiegt würden und ixtnmt keine Frieder,!>bedingungen zu diktieren hätten, aber sie verdienten doch ernsthafte Aufmerksamkeit, weil sie über die Stimmung der politischen Kreise jenseits des Rheins Aufschluß, gäben. Der Widerstand des Kanzlers gegenüber den cnmekttonistisäi-en Forderungen, so heißt es weiter, entspringe keinen Gewissensbissen, sondern der Furcht vor der Zukunft, die, wie er wisse, voller Sorgen und Angst sein wird. Trotz harter Worte für persönliche Gegner bewegt sich der Kanzler, was das Prinzipder Annektionen ffelbft an geht, in sehr unbestimmten Aeußerungen, die vers ch >e den a u s g e l e g 1 werden können. Ist es nicht seltsam, festAustellen, daß Bethmauns Formel „die Einsallstore dem fremden Einfluß, zu entziehen und Rußland hinter die Ströme tzurückzuwerfen usw." mit ihrem getrollten Mangel an jeder Genauigkeit ltod) Begriff sich allem anpaßt und den Wünsckxn der Annektionisben in dem Maße entsprechen soll, wie die Umstände es erlauben werden? Heute wie ün ersten Kriegsmonat ist das offizielle Deutschland auf Eroberungen versessen. Wenn Ihm Gelegenheit würde, den Finedensschluß zu beraten, währeird es noch im Osten und Westen Pfänder besetzt hält, so würde cs seine Lürsprüche sogleich in diesem Sinne stellen. Nur der Sieg der Alliierten wird es sich bei der harten Wirklichkeit bescheiden lassen. Ruhmredigkeiten englischer Minister. London, 14. Jnli. (WTB. Nichtamtlich.) Asguith kündigte im Unterhau.se an, daß die Regierung wegen des Bedürfnisses des Heeres und der Motte den.Arbeitern die Aufschiebung aller Feiertage allgenreiner oder örtlicher Art bis zu einem späteren Zeitpunkte vorgeschlagen habe. Die Unterhandlungen über diesen Vorschlag seien im Fortschreiten. Im Anschluß daran erklärte Asguith, die Offensive sei erst im Beginne, sie bedürfe zu ihrem Erfolge großer Ntu- nitionsnvengen. Sie müsse nicht nur für die unmittelbar bevorstehenden Wochen, sondern bis zur vollkommenen Erreichung ihres Zieles aufrecht erhalten werden. Der Feind nrüsse wissen, daß die gegenwärtige Schärfe des Artillerie- ßeuers und der Jnfanteriesrürme, wenn es^ nötig wäre, bis ins Unendliche fortgesetzt werden würde. (Beifall.) London, 14. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Im Kriegsamt hat die erste Sitzung der neuen Munitionskonferenz stattgefunden. Lloyd George führte den Vorsitz. Außerdem sind Frankreich, Rußland und Italien vertreten. London, 14. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterscheu Bureaus. In einer Konferenz der Verbündeten ivr britischen Kriegsamt führte Lloyd George u. a. aus: Jetzt hat die gemeinsame Offensive im Osten und Westen dem Feinde dieJnitiative entrissen, die er, wie ich hoffe, nie wieder zurückerhalte,, wird. Wir haben die Wasserscheide überschritten, wo der Sieg sich uns zuzuneiigen beginnt. Es gehört zu den Aufgaben dieser Konferenz, zu untersuchen, warum die Aussichten sich gebessert haben. Die Antwort ist, daß die Ausrüstung unserer Armeen enorm verbessert ist und fortfährt, verbessert zu Vierden. Lloyd George erklärte sodann: Bis vor kurzein hat die Aäarine mlähr alssi die Hälfte der Metallarbeiter dieses Landes in Anspriuh getrommen. Die Aufgabe, n e u e S chi f f c für die riesige Flotte zu bauen und die alten zu reparieren, beschäftigt eine Million Mann. Zu Beginn teK Krieges zählte die Armee wenige Hunderttauferch Mann, unsere Arsenale und die Ausrüstung für die Armee hielten sich in entsprechenden Grenzen. Wir mußten mit fast nichts emfan^en und die Arsenale errickften, die die Munition für die riesige Armiee, die jetzt im Felde steht, beschaffen rnüssen. Die meisten unserer nreuen .Fabriken sind jetzt fertig. Hundertraufende von Männern und Frauen, d«e vorher von der Metallarbeit und der chemischen Arböt nichts verstanden, sind in der MUnitionserzeugung gxschrÄt. Jeden Monat werden Hunderte von leichten, Mittleren und schweren Kanonen und Häubchen herdestellt. Die Zahl unserer schweren Kanonen nrMmt rasch zu. Unsere Artillerie-verschießt in einer einzigen Mache bernochie zweimal soviel Munition und fast dreimal soviel schwere Geschosse, wie bei der großen Offensive im Septrucker. Die neuen Fabriken und Werkstätten, die wir errichtet haben, haben noch nicht ein Drittel ihrer vollen Produktionsfähigkeit erreicht, sie stäigt Mit großer Geschwindigkeit. Die 5)aupt- fchwierigkeiten der Organisation, Konstruktion, Ausrüstung und Beschaffung von Arbeitskräften sind aus den, Wege geräumt. Wenn, die BecmQen, Arbeitgeber und Arbeiter mit demselben Eifer bei der Sache bleiben, wie bisher, so werden die erzeugten Mengen bald überwältigend sein. Die Tatsache, daß Frankreich nach Monaten des furchtbarsten ununterbrochenen Minitionsverbrauches bei Verdun noch über genügende Vorräte verfügt, unr eine selbst- ''tändige Offensive in einem beträchtlichen Umfange zu unternehmen, ist der teste Beweis! für den Erfolg der Bemühungen des Unter- strnttssekretar Thomas. Ich nehme an, das; die Verbesserung der ruslsischen Munition für den Feind eine der größten und unangenehmsten Uckerraschungen gewesen ist. Wir kennen die Anstrengungen, die Italien gemacht hat und die glücklichen Resultate dieser Anstrengungen bei den jüngsten Kämpfen in den Alpen. Lloyd George kam! dann auf die Bedürfnisse der Armeen zu sprechen intb sagte: Wir müssen einander durch eine gegenseitige Ausfuhr aushelfen. Wir müssen sorgfältig die Erfordernisse der verschiedenen ArMeen untersuchen und uns gegenseitig mit dem Nötigen aushelfen. Der Sieg an einem' Punkt bedeutet den gesamten Sieg. Peinliche Anfragen im englischen Unterhaus. London, 14. Juni. .(WTB.) Aubrey Herbert fragte Asguith, ob er einen Srtzungstag für eine Aussprache über die Leitung des Feldzuges in Mesopotamien sieigeben wolle. Asguith erklärte den gegenwärtigen Zeitpunkt für ungeeignet für eine solche Aussprache. Car son fragte, ob das Haus und die Nation niemals Berichte über die Vorgänge in Mesopotamien erhalten würden und ob diese Berichte absichtlich zurückgehalten würden. Im Lande herrsche die größte Sorge über die Art, wie die gesamten Operationen in Mesopotamien vernachlässigt worden seien. Sir Arthur Markham bemerkte, es sei schlimmer als an den Dardanellen. Asguith erwiderte, os bestehe kein Grund, die Berichte zurücktzuhalten. Niemand wünsche Mehr als die Regierung, daß eine vollständige wird gründliche Erörterung statt- finde, aber dies sei kein besonders geeigneter Zeitpunkt. Dia Gründe dafür könne er jetzt nicht darlegen. Tie Lage der Trirppen nchme die ernste Aufmerksamkeit der Regierung in Anspruch und die sorgsamsten Schritte würden getan, um den Mängeln abzuhelfen und notwendige Bedürfnisse zu mildern. Carson sagte, er werde anfangs nächster Woche 'wieder die Frage an den Premier- nrirafter richten, wenn keine Antwort erfolge, die Vertagung des Hauses beantragen und eine sofortige Aussprache herbeizuführen. Birrell fragte flluSguith, ob er eine Erklärung darüber äb^en könne, wie die Regierung den Beschlüssen der Pariser Birrlcl.'afiskousereiu Folge geben wolle. As q ui 1H erwiderte, die Regierung würde die Beschlüsse billigen. Carson antworte aut Befragen, ob und wann der Minister diese Resolution in diesem .Hause erklären wolle: Er bedauere sagen zu ^müssen, daß er vieles davon nicht verstehe. P r i n g l e y sagte: Sie sind absichtlich unverständlich gehalten. Asguith "sagte, er wisse nicht, wclche w stellen Erklärungen gewünscht würden, aber er werde selbst die nötigen Aufklärungen geben. Birrell sprach den Wunlch aus, daß dies in der nächsten Woche geschehe. Rußland und Rumänien. Bern, 14. Juli. Der Petersburger Berichterstatter des „Giornale d'Jtalia" meldet, der Z ar habe dem rumänischen Ministerpräsidenten telegraphiert, ein bewaffnetes Eingreifen Rumäniens käme zurzeit sehr gelegen später aber würde ein solches Eingreifen Rumäniens Rußland nicht mehr interessieren. Diesem Telegramm werde besonders deswegen große Bedeutung beigemefsen, da eine wettere Verzögerung der rumänischen Intervention nutzlos gehalten und von Rußland crusgeschlagen werde. Der Zeekneg. London, 14. Juli. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Fischerfahrzeuge „Flore nee", „Dal- housie", „Maryenc" und „Sucres" {mb von einem Unterseeboot versenkt worden. Die Besatzungen der drei erstgenannten wurden von dem Schiffe „Whitby" gelandet. Londons 14. Juli. (WTB.) Der dänische Dampfer „Kura" (2338 Tonnen) ist aus eine Mine gelaufen und später gestrandet. Das Schiff gilt als verloren. — Lloichs meldet den britischen Schoner „Peter James", sowie den norwegischen Dcnnpfer „Starkad" als vermißt. Berlin, 15. Juli. Dem „Berl. Tagebl." wird aus dem Haag gemeldet, daß der deutsche Dampfer Mary von der Hansa-Linie aus Deutsch-Ostafrika in.Batavia an gek omm e n ist. Die Lage in Spanien. Madrid, 14. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agence Havas": Der König hat am Donnerstag mittag die verfassungsmäßigen Garantien in ganz Spanien aufgehoben. Aus dem Reiche. Berlin, 15. Juli. Nach einer Meldung des „Berliner Lokal- anzeig," aus München ist Prinz Andreas von Griechenland, der zweitjüngste Bruder des Königs, dort eingetroffen. Der Prinz sähtt zunächst nach D a r m st a d t, von dort über Dänemark nach Petersburg! zu seiner Mutter, der Königin-Witwe Olga. Arr- Stadt twb Land. Gießen, 15. Juli 1916. Sonntagsgedanken. Krieg und Frieden! Wie Nacht und Tag stehen uns die beiden gegenüber. Wir glauben beide zu kennen. Wir haben den Krieg nun erlebt und erleben ihn weiter. Wir gedenken des Friedens, dessen Güter wir einst genießen durften. Wie lange doch ist das her! Zwischen heut und damals liegen nicht Monate nur und Jahre, endlose Strecken scheinen uns von jenen glücklichen Zeiten zu trennen. Endlose, denn in jeden Tag fast hat sich eine erdrückende Fülle von Erleb nissen, Tat und Leiden, Jubel und Schmerz gedrängt. Die Tage sind über ihr Maß hinaus gewachsen, sie haben sich weiten rnüssen, den vielfachen Inhalt zu fassen, der ihnen anfgenöttgt wurde. Der Friede liegt so weit, so weit zurück: wissen wir eigentlich noch, wie es damals war? Wir meinen es zu wissen: es' waren glückliche Zeiten, je ferner wir ihnen stehen, um so heller leuchten sie uns. Heimlich fühlen wir uns in die goldenen Hoffnungsbilder ein, die vor dem Auge und Gemüt einer kämpfenden Mensch heit immer wieder aufgestiegen sind. Wenn wir unter all dem Druck im Stillen unsere Sehnsucht befragen, so geht wohl auch sie dahin, wohin alte Dichterworte die Nationen in einer fernen Endzeit wiesen: Und sie werden umschanieden ihre Schwerter in Pftugeisen Und ihre Lanzenspitzen zu Winzermessern. Nicht hebt Volk gegen Volk das Schwert Und nicht lernen sie mehr Krieg. Ganz so golden vielleicht träumen wir uns den Frieden nicht, wie vergangene Geschlechter sich ihre goldenen Zeitalter zu schildern und zu hoffen wagten. Aber die Ferne und der Gegensatz haben ihn wundersam verklärt. Wir sind in Gefahr, nur das Gute und Leichte-an ihm, das Schwere und Schlimme am Krieg, zu sehen. Verkleinert erscheinen uns die Nöte und Sünden, die Kämpfe und Leiden des Friedens. Ist „es Zeit, chon heute an sie zu erinnern, um vor schwerer Enttäuschung zu bewahren? Die Aufgaben des künftigen Friedens auf allen Gebieten des Volks- und Staatslebens werden riesengroß vor uns treten. Sie zu lösen, wird es derselben Kräfte bedürfen, die uns heute ausrecht halten, nur daß sie dann, wenn die Erregung des Krieges fehlen wird, schwerer zu haben sein werden. Ist nicht der Name des Vaterlands heute auf aller Lippen? wird er nicht dann bei so vielen wieder in irgendeinem verborgenen Sck)rein verschlossen werden, um nur am Festtag hervorgeholt zu werden? Was wird es nicht alles zu ordnen geben, wenn die Millionen Männer heimkehren an ihre gewohnten Arbeitstätten. Wird die Ordnung möglich sein ohne den Willen der Einordnung in das Ganze, der uns heute so selbstverständlich ist, und der doch immer wieder als lästtge Fessel empfunden wird? Unübersehbar werden die Leiden sein, die der Krieg aus Jahrzehnte hinaus uns zurücklassen wird. Wird der freudige Opfermut, die willige Hingabe zu Dienst und Hilfe uns erhalten bleiben, gesteigert werden? Das sind innere Friedensziele, die wichtiger und größer sind als alle äußeren. Ihnen nachzusinnen, alle Kraft der Seele auf sie z>u spannen, heißt den Frieden vorwegnehmen im Krieg, den Krieg in den Dienst des Friedens stellen. Wir wollen keinem die Sehnsucht nach dem Ende des blutigen Ringens nehmen. Aber nur dann wird der Friede uns wirklich Glück und Segen bringen, wenn wir ihn innerlich in uns bereiten, um alle gute, stolze Kraft des Krieges hinüberzutragen in ihn. Eck. * *• Beförderung. Zum Unterzahlmeister befördert wurde der Lehrer A. Wehrheim- Gießen. ** Oberhessiseher Kirn stverein. Die Radierungen und graphischen Arbeiten von S. Laboschin und A. Wachlmeier, sowie die beiden Sammlungen von Elisabeth Bon in und Prof. Hosfmann bleiben nur kurze Zeit ausgestellt. Der Besuch dieser Ausstellung ist rege und bereits am ersten Ausstellungstag wurden drei Radierungen „Abend im Moos", „Kanal in ZanHijk" und „Erinnerung an Bornholntt^ aus der Sammlung Laboschin verkauft. Wir oerweffen auf die Besprechung im Feuilleton der heutigen Nummer. **Jun gwehr. Heute abendiWen dieFuß-undSchtag- b allmann schäften auf den de stimmbeyr Plätzen. Morgen findet der bereits angesagte Marsch Dtticke—Schotten statt. Antreten mit Kochgeschirren, Spaten und Beilen 51/4 Uhr auf dem Bahnhofsplatz. Sollte der Marsch, der ungünstigen Witterung wegen verschoben werden, so wird dies durch Anschlag an dem Stadthause und dem Giehener Anzeiger bis spätestens 7 Uhr bekannt gemacht. ** I m Soldatenheim fand am Donnerstag ein Unterhaltungs-Abend für die Verwundeten der hiesigen Lazarette statt. Ausführende waren gleichfalls Verwundete, denen sich noch einige hiesige Herren zur Versü gung gestellt hatten. Geboten wurden Lieder der Gesangs Abteilung, Klavier-, Violin- und Zither-Vorträge. Auch der Humor eines lustigen Frankfurters fand dankbare Ohren bei der zahlreich erschienenen Zuhörerschaft. Frisch und kräftig klangen die eingestreuten, gemeinschaftlichen Lieder. Alles in aklem darf der von MusittelMer Gern Hardt geleitete Abend als wohlgelungen bezeichnet werden. ** Für die deutschen Kriegs- und Zivrl- gefangenen gingen in der Geschäftsstelle d^s Gä^ß^n^ Anzeigers weiter ein: Becker 2Mk., M. St. 30 Mk., Ungenannt 20 Mk., Ungenannt 1.50 Mk., Telegraphendrrektor Wiebusch 20 Mk., Ungenannt 2 Mk., Schäfer 5 Mk., Frau Gust. Walter für das Donnerstagskränzchen auf der Lrebrgs- Wye 5 Mk, L. Stern 100 Mk., I. Sch. o Mk., N. N. 3 Mk. Lichtspielhaus. Mit gestern abend ging ein sehr interessanter Spielplan z-u Ende, der u. a. den Meister der Schauspielkunst Panl Wegner in der Hauptvvlle erne-S Fllmlverkes „Ter Verführte" zeigte. Es ist nicht ausgeichlofien, daß es der Tirekttvn gelingen nnrd. Paul Wegners Hauptftlmschöpmng e r Golem" nach dem letzt in 100 000 Exemplaren verbreiteten, gleichnamigen Romane Gustav Meyrincks zur Au.fmpruug zu gewinnen. Von heute abend an beginnt em neuer SpaelplMr, mit Hedda Vernon in einem dreiaktigen Gesellschaftsdrama. Archer- dem sind vorgesehen Indische Kunstgewerbler, Naturauffuryme, der „Lebemann aus 'Wtien", ein Lustspiel in zwei ferner. „Im Garten", Drama, und eine Komödie „Boby . _ ** Hagen beck nnrd heute abend 8 V 2 Uhr aus dem »2s- waldsgatten seine Eröffnungsvorstellung, veranstattai ^ Unternehmen bleibt nur 5 Tage hier in Gießen Zu jeder^ Dorstel lnng »verden Hagenbecks Königstiger, vorgcsührt von ^mpreur Carl Fetdmann; die Prachtlöwen, vorgeführt von Dompteur Cowboy Christensen: die gemischte Bärengruppe vorgenihrt von Fritz Elskamp; die Eisbärengruppe, vorgcsührt von ^rlly Bebe: die Riesenelefanten von Herrn Mfous BsiuEffeld; ferner treten auf dressierte Kamele, Dromedare, Maulesel, Windhunde; Charly, der urkomische Menschenaffe, sonne Hagenbecks Aftistenstab: Patty Franktruppe, der geheimnisvolle Türke Brahim Hannd usw tt.er Umtausch eines 20 Mk.-Stückes in Gold geg«r Pacher oder Silbergeld berechtigt zum freien Eintritt aus 1. Watz, der llmtausch eines 10 Mk.-Stückes zum freien Emtrrtt auf 2. Platz. Näheres siehe Anzeige. Landkreis Gießen. ii. Allertshausen, 15. Juli. Der Musketier Heinrich Körbächer, Sohn des Zimmermannes Johannes Korbächer, wird vermißt. Er bat an der Eroberung Serbiens teilgenommen und stand nun bei einein Jnsflnterie-Regiment im Westen. - Der Pionier-Gefreite Karl F a u t l), der seit Kriegsanfang nu Felde steht und mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet ist, wurde verwlmdet. ^ Ä . r - 1 - Gr oben-Linden, 15. Juli. Gefrecter Karl Kolb den weißen Dragonern, Regt. Nr. 24, ist mit dem Eiseichen von .. . . Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet worden. Bei Ausbruch de« Krieges stand er am nahen Ende seiner dreijährigen Dienstzeit, rückte alsbald ins Feld und erhielt vor Jahresfrist die Hessische Tapferkelts- medaille. e. H a u s e n, 15. Juli. Ihre Silberne Hochzeit be° gehen beute Ludwig Müller und seine Ehefrau, Katharine, ged. Neeb. tt. Treis a. L., 15. Juli. Mit teilt Eisernen Kreuz wurde als 16. aus unserer Gemeinte ausgezeichnet der Sauitätsmtteroffizier Georg Schick im Landwehr-Jnfanterie-Regimeut 116. — Der Ertrag der Gewcindekirschbäume war in diesemJahrc gering; es nmrden bei der öffentlichen Bersbeigerung nur 60 Mk. gelöst. Die iFrüchte selbst waren eben so schön wie selten zuvor. Leider sind viele' Früchte durch den anhaltenden Regen aufgesprungen. — Das seit einigen Jahren verwaiste Amt eines zweiten F e l d s ch ü tz e n für die hiesige Gemeinde ist jetzt in der Person des Balthasar Nuhn wieder besetzt worden. — Vermißt wird seit 24. v. Mts. der Grenadier Will). D o ppner, Sohn von Schreiner Doppner. Vermutlich ist er in russische Gefangenscl>ast geraten. — Den Heldentod fürs Vaterland starb am' 4. ds. Mts. chs 21. aus unserer Gemeinte der Musketier Tobias Will in der 2. Kompagnie des Jnsanterie-Regiments 129 im 21. Lebensjahre. Kreis Büdingen. G Büdingen, 15. Juli. Die Hessische Tapferkeits- medaille erhielt der Gefreite R u l l m a n n im Fuß-Artillerie- Regt. 18. # |)t mbad), 15. Juli. Die Hessische Tapferkeits- medaille erhielt der Maschinengewehrscbütze Schädel. na. Nidda, 15. Juli. Der Unteroffizier Karl Eifer aus Borsdors erhült an der Westfront das Eiserne Kreuz 2. Kl. und dessen Bruder, der Wehrmann Otto Eifer, z. Zt. im Osten, die Hessische Tapferkeitsmedaille. — Dem Großh. OtexgÖTrtncr Becker zu Bad-Salzhausen wurde für seine erfolgreiche Bekämpfung der Sumpsffeber- und Malariamücke in dem Sumpfgebiet der Veresina- front ein künstlerisch ausgestattetes Ehrendiplom -ugestellt. , ftRohrbach, 15. Juli. Die Hessische Tapferketts- m ed aill e (früher Eisernes Kreuzi erhielt der Atusketier Stern Kreis Alsfeld. oz. Wahlen, 15. Juli. Ter Kanonier Karl Becker, Sohn des Konrad Becker II. dahier, im Fuß-Art.-Negt. Nr. 15, wurde wegen tapferen Verhallens vor dem Feinde mit der Hessischen Tapse rkeitsmedaille ausgezeichnet. oz. Grebenau, 15. Juli. Dem Gefreiten d. Res. Wilhelm G ü l d n e r wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Kreis Lauterbach. oz. L a N t e r b a ch, 15. Juli. Die Hessische Ta p f e r k e i t § . medaille wurde dem Unterossizier d. L. Christian G r e b von hier verliehen. oz. Herbstein, 15. Juli. Wegen seiner au«gezeichneten Leistungen wurde dem Sohn des Krrchenrechners Zimmermann, Osfizierstellvettreter Z i m m e r m a n n, das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen. ii. Ober-Moos, 15. Juli. Von den Ersatztruppenteilen sind vielen Gemeinden Hilfskräfte zur Verfügung gestellt worden. 2lnch hier betätigt sich eine gröbere Zahl bei der Heuernte, die man eben trotz des schlechten Wetters einzubringen sucht. Kreis Schotten. Schotten, 15. Juli. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Gefreite Eise im Res.-Jnf.-Regt. 232. Kreis Friedberg. H: Fried der g, 15. Juli. Das Eiserne Kreuz, vom Kaiser persönlich überreicht, erhielt der Unteroffizier Otto Ewald, Schüler des hiesigen Lehrerseminars. = Friedb erg, 14. Zuli. Für den Verckaus von Kernobst setzte das Kreisanrt folgende Höchstpreise fest. Beim Verkauf durch den ^Erzeuger dürfen höchstens beansprucht bzw. bez-ahlt werden für das Pftmd Frühäpfel 20Pfg., Frühbirnen 22Pfg. und für das Pfund Fallobst 5 Pfa. Im Verkauf au den Verbraucher kosten Aepfel 25 Psg-, Birnen 27 Pfg. und Fallobst 7Pfg. Die Preffe haben nur für den Monat Juli Geltung. — Airs Beschluß des Kreisausschusses währen für diesen die diesjährigen Ferien vom 15. Jtuli bis 15. September. dz. Butzbach, 15. Juli. Dem Grenadier Karl Bäck im bwrde-Gren.-Rgt. Nr. 3 Königin Elisabeth, Sohn des Postschaffners Bäck hier, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. 0-0 Vilbel, 15. Juli. Ms 71. Opfer, das der Krieg aus unserem Städtchen fordert, erlitt den Heldentod auf dem westlichen Kriegsschauplätze der Landsturm mann Feirrrich Erl en beck, Vater von 6 Kindern. Zn den Kindern gehört der Inhaber teS Eisernen Kreuzes 1. Klaffe Vizefeldwebel Franz Erlenbeck. — Hier hat sich eine Säiuhmaä)erVereinigung unter dem Namen „Freie Bei' eiuigung selbständiger Schuhmacher und Sattler für Vilbel und Umgegend" gagründet, die nächsten Sonntag ihre erste Hauptversammlung im Gasthaus „Zum kühlen Grund" abhält. — Der Voranschlag der höheren Bürgerschule dahier für 1917 findet ihren. Äusglettch mit 16 905 Mark Entnahme und Ausgabe. Der aus der Stadtkasse zu zaUende Zuschuß beträgt 5689,33 Mark. o&. Wisselsheim, 15. Juli. Der Gefreite August Schmidt von hier, im Res.-Jniant.-Regt. 80, wurde mit dem Eisernen Krenz ausgezeichnet. Starkenburg und Rheinhessen. ch. Aus Rh ei n h e s se n, 15. Juli. Die RebenbWe hat nach ungewöhnlich langer Tuner ihr Ende erreicht. Sie hat trotz des regnerischen W-etters, da/) wenigstens Jfcmc ALk-MknJ irrit sich gebirachk hatte, einen ganz günstigen Verlauf gcnonrmen, wenn auch der HenwNrm bei der taugen Zeit, die ihm zur Verfügung stand, sich in den bekannten Wurmlagen der Weinberge auszubreiten vermochte. MölHtrani'heiten haben keine Verbreitung genommen, abgesehen von verschiedenen Infektionen. Geschäftlich ist immer Leben, soweit noch Vorräte von Belang zu erwerben sind Bezahlt wurden in der letzten Zeit für das Stück 1915er 1200—2000 Mk., 1914er 1200—1500 Mk. Kreis Wetzlar. Wa. Wetzlar, 15.Juli. Durch einen merkwürdigen Intel! vorgestern abend forschen 6 und 7 Uhr der ans Betzdorf MaMmen'ee Heizer des Personenzugs 638 Köln-Gießen gerötet. Wer Zug fuhr zwischen Aßlar und Wetzlar an dem Eilgüterzng Metzen Köln vorüber. Wahrscheinlich hatte sich der verunglückte Sparer gerade zur Lokomotive hinaitsgebeugt, um nach dem Stzenal zu sehen, als sein Kollege in dem Eilgiiterz-ug seinen Schmchtcken wendete. Der Verunglückte wurde von dem Schürhaken so Mver am Kopf getroffen, daß das Gehirn austrat; er n?ari sofort tot. Er heißt Albert Böhler, ist 31 Jahre alt, und bintec- ifcfrt eine Witwe mit zwei Kindern. — Der Vorgang ist ein neuer sSeyßeis für die Richtigkeit der in jedem Bahnabteil enthaltenes §)bchMrng, fick) nicht aus dem Fenster hinauszulehnen. Wa. Burgsolms, 15. Juli. Für das Vaterland ist gestorben Kanonier Friedrich Fischer, Futz-Art.-Batt. Nr. 550. Wa. Katz enfurt, 15. Juli. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet wurde Fahrer Heinrich E m m e l i u s, Land- wehr-Feld-Art.-Regiment. Hessen-Nassau. 0 M a r bü r g„ 1'4. Juli, Bei der Sammlung für die deutschen 'Kriegsgefangenem im Ausland gingen bis jetzt im hiesigen Kreise insgesamt rund 10 712 Mark ein. Davon entfällt etwas über die Hälfte auf die Stadt Marburg. Air der Spitze der Land- gemeürderr steht Fronhausen mit 545 Mark. K Biedenkopf. 14. Juli. Für den Kleinhandel und für den Versandt sind für den Hinterlandkreis folgende Fleisch- Höchstpreise festgesetzt worden: Rindfleisch 1,70 M., zum Kochen und Braten mit Knochen 2,— M., ohne Knochen, gehackt rmd Zunge 2,40 M., Leber 1,40 M., Gelünge 1,— M.. Suppen- knochen —,60 M. Kalbfleisch: mit Knochen 1,50 M., Kalbskeule mit Knochen 1,60 M., ohne Knochen 2,20 M., Schnitzel 2,40 M.. Kottclette und Leber 1,60 M., Gelünge 1,50 M. Hammelfleisch: f 1,80 M., Keule und Kottelelte 2,— M. das Pfund. ra. Bredenkopf, 15. Juli. Der Kreis Biedenkopf erklärte .seinen Beitritt zur Rhein-Mainischen Lebensinittelstelle mit einer iBeteilig«nq von 4000 Mk. — Die Nagelung des Kreuzes von Eisen iergab im Bezirk Biedenkopf 4400 Mark und im Bezirk Battenberg Mark. ra. G ka d e n b a ch , 15. Juli. Für die Kriegsgefangenen j.wurden Hierselbst 736,60 Mk. zrrfammengebracht, davon entfallen 579M Mk. auf die Stadl selber. rv. W eil bürg, 15.-Juli. Mit düM bvr einigen Tagen -uiedergebvanntan Fvrslhaus „Tiergarten" ist wieder ein historischer Bau versitzivunden. Während der Reglernngszeit des Grafen Johann Ernst von Nasiau-B^ilbuvg wurde er zwischen den Jahren 1703—1713 erbaut. In der von dem herzoglich nassauischen Bau- rat Janolcha im Jahre 1889 bearbeiteten Geschichte des Graferr Johann Ernst Vvn Nassau-Weilburg heißt es auf Seite 102: ,Jn dem aase-Stunde von Weilburg entfernten Tiergarten, welcher --mit einer Mauer umgeben ist, ließ Graf Ernst Johann zum Jagd- iauseuchäkt in einer schönen Waldpartie einen runden Pavillon mit ' zwei Seitenflügeln ausführen." — Fr ail k für t a. M., 15. Juli. Infolge der Kartoffelknappheit werden die Bäcker vorerst keine Kartoffeln mehr im Brot verbacken. Der Konsumverein und einzelne Bäcker backen bereits reines Roggenbrot. K. RÄd edhei-'W, 13. Juli. Des deutschen Stromes Wogen trugen am NachMtkteye des 13. Juli gegen 4 Uhr ein stvlzes Schiss von Biebrich bergab. -Am Bord des DaMpfers befanden sich 100 Offiziere der uns verbündeten Armeen, die im „Deutschen Genesungsheim" in Wiesbaden und Bad-Nauhenn Ausnahme gefunden. Unterhalb der Bürger .Krümme legte das Schiff gegen ^ Uhr in Aßmannshausen au. Die Zahnradbahn brachte die Offiziere nach dem Niederwald. Bon da ging es zu Fuß unter Führung des geschäftsführenden Vorsitzenden des „Deutschen Genesungsheimes", Beigeordneten B o r g mte n n--Wiesbaden nach dem National- Denkmal. Es war ein historischer Moment. Zum erstenmale, seitdem die Germania nach Westen schaut über den Rhein und die Gefilde der fröhlichen Malz weit nach Frankreich hinein, hatten sich Vertreter der bewaffnete» Macht von fünf Nationen am Denkmal versammelt, die Hand gereicht zum Gelöbnis, die Feinde ringsum aufs Haupt zu schlagen und zu dauernder Bundestreue. Und auch zum erstenmale erbrauste am Schlüsse einer von glühendem PatrivtiÄwis durchdrungenen Rede, die Landrat vvn Heimburg-Wiesbaden hielt, nicht altem ein donnerndes und dreifaches Hurra ans unseren geliebten Kaiser und König, sondern auch auf die Monarchen der uns verbündeten Mächte. Ein nicht endenwollender Jubel folgte, der sich bald in den Klängen der „Wacht am Rhein" vereinigte und eine Begeisterung unter den Vertretern des neuen Vierbundes entfachte, wie sie mancher kaum früher je empfunden hat. In dieser feierlichen Stimmung ging folgendes Telegramm an den Deutschen Kaiser ab: Am deutschen Rhein, am Fuße des Niederwalddenkmals huldigen Oesterrcichische und Ungarische, Otto- manische und Bulgarische Offiziere, die an deutschen Heilquellen in deutschen Badeorten durch deutsche ärztliche Kunst, dank der getreuen, großzügigen^ herzlichen Fürsorge des „Deutschen Genesungsheimes", Sitz Wiesbaden, Genesung suchen und fanden, Euer Majestät ehrsurchtsvollst und untertänigst und geloben Deutschland, Deutschlands Hevr und seinem geliebten Kaiser und Herrn Treue im Kamp-s und künftigen Frieden, von Csekeö, K. u. K. Major; Achmed Ehevket Bep, Kais. Oteom. Major; Dr. Senrerdjieff, Königs. Bulgar. Oberstabsarzt. da. Ans dem Westerwald, 15. Juli. Es inehren sich die Fälle, in welchen Selb st versorger Brotkarten bei den Landratsäintern beantragen, weil sie ihren Selbstversorgungs- vorrat an Brotgetreide jetzt schon aufgezehrt haben. Diejenigen Selbstversorger, die ihren Brotgetreidevorrat vor dem 15. August ds. Js., also vorzeitig aufgezehrt haben, haben außer einer zu erwartenden Strafe zu gewärtigen, sie im nächsten Erntejahre das Selbstversorgerecht wegen Unzuverlässigkeit nicht erhalten. g. Hersseld a. d. Fulda, 14. Juli. Während der vergangenen Nacht drangen in der Nähe des benachbarten Dorfes Lingelbach wildernde Hunde in einen Schafpferch und zerrissen 15 Stück Schafe. _ _ vermischtes. Das griechische Kdnigsschloß Tatoi niedergebrannl. Athen, 14. Juli. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Nachdem der Wäld Vvn Tatoi mehrere Stunden brannte, tzriff das Feuer abends auf das Königliche Palais über, das mit den benachbarten Kasernen niederbrannte. Mehrere _ Menschen, darunter Offiziere, sind umgekommen. Der König, die Königin, und die königliche Familie suchten Zuflucht in Kap Hissia, der Residenz des Prinzen Nikolas. An'rversitäts-Nachrichten. Hk. Frankfurt n. M., 15. Juli. Wie wir hören, ist zum Rektor der Universität Frankfurt a. M. für das Studienjahr 1916/17 der Vertreter der klassischen Philologie Geh. Regierungsrat Professor Dr. Hans vor: Arnim gewählt und bestätigt worden. Handel, London, 14. Juli. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die Bank von England hat den Diskont von 5 auf 6 Prozent e r h ö hl__ Börsen-Wochenbericht. Frankfurt a. M., 14. Juli. Nachdem der preußische Handelsmiuister als der letzten Instanz die Ergänzung der Börsenordnung, die der Effek- tenspckulativn künftig eine neue Rechtsgrundlage geben wird, genehmigt hat, werden die neuen Bestimmungen mit Beginn der nächsten Woche in Kraft treten und der Freiverkehr wird sein festes Rückgrat erhalten. Eine Aendernng der seitherigen Verhältnisse wird damit nicht verbunden sein, denn schon seit Wochen war der Verkehr an der Börse ans diese neue Ordnung eingestellt. Das Geschäft hielt sich schon seit Ankündigung der einschränkenden Maßnahmen der Regierung in den allerengsten Grenzen und die Tagesspekulation entwickelte rricht die geringste ei^ne Initiative in der Ausübung ihrer gewohnten Funktionen. Der Antrieb des GZchäfts geht jetzt in der Hauptsache von kapitalkräftigen Privat- kveisen aus, die hin und wieder von. den Börsenernrichtungen für Anschaffungen und Tauschvperationen von Effekten Gebrauch mache»; teren Aufträge sind es, di? die Kursrichtung bestimmen. An diesem Charakter des für chemisckze Werte wahrznnehmen, namentlick) wareniGrres he rin erstark bevorzngl. für letztere stimulierte ebenso ivre Orr L>ü)r n fahrlsaktien die Meldung von der gelungenen Fahrt des deutschen Tauch-Frachtbvotes mit Farbstoffen nach Baltimore und die Erwartung, daß es bald gelingen werde, eine regelmäßige U-Frachtboot-Verbindung mit Amerika herzustellen. B a n r e n lagen still, doch gut behauptet. Fe st verzinslich e W e r t e erfuhren unwesentliche Schwankungen. Dies gilt gleichmäpgg von den cinheimischetr und ausländischen Anleihen. Die Nachfrage überstieg aber mich auf diesem Gebiete das Angebot. Geld war lerchr. Privatdiskonten stellten sich auf 4 3 / s % und.darunter. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 16. Juli 1916 : Abnehmende Beivölkllng, meist trocken, keine wesentliche Temperatnr- äuderunq._ Letzte Nachrichte«. Die Ladung der „Deutschland". Genf, 15. Juli. Wie aus New York gemeldet wird, bot ein Amerikaner 50 000 Dollars, wenn er mit der „Teuffchland" nach Bremen fahren dürfe. Der Vertreter des Norddeutschen Lloyd erklärte, daß die „Deutschland" keine amerikanischen Passagiere an Bord nehme..Am Dvmrerstag hat die „Deutschland" ihre Ladung gelöscht und nimmt dann Freitag, Samstag und Sonntag u. a. Nickel an Bord. Am Monteg abend wird das U-Boot nach Nvrfoll abfahren und dort eine Gelegenheit zur Ueber fahrt durch den Atlantischen Ozean abwarten. Der Kanaltunnelplan. Kopenhagen, 15. Juli. Der alte Plan eines Tunnelbaues, der England und Frankreich unter Wasser verbinden soll, ist, wie „Polittken" ans London nteldet, wieder hervvrgehvlt worden. Eine Tunnel kommission hielt eine Sitzung im Unterhau s e ab, in der mitgeteilt wurde, daß sowohl Kftchener wie General Roberts Anhänger des Planes gewesen seien. Die Kommffsion, der 60 Liluuale, 60 Konservative und 15 irffche 9tetionali)ten angehören, schlägt vor, das! Unterhaus solle beschließen, der Krieg hätte England und seinen Verbündeten große Vorteile gebracht, wenn der Tunnel bereits angelegt wäre. Die Arbeiten müßten baldmöglichst nach dem Kriege in Angriff genommen weiden. Durch einen derar tigen TunUel könnten täglich 30 000 Mann und 30000 Tonnen Material befördert werden. Beleidigung der spanischen Flagge in Genua. Budapest, 15. Juli. Ter „Pester Lloyd" Meldet aus Valencia über einen Zwischenfall, der sich am 24. Juni in Genua ereignete. Nach^ den Erzählungen des Kapitäns des spauischen Dampfers ,Jodiba" hatte der Dampfer im Genueser Hafen eine Wleiladung zu löschenj, die in Almieria aufgeladen war. ^ Die Ausladung nahm ruhig ihren Fortgang, als plötzlich einige Müßiggänger und Lazzaroni auf einem Fußboden die Aufschrift „Vivat el Kaiser" sahen. Es war offenbar der Ausdruck treuherziger Gesinnung eines der südspanischeu Weinproduzenten, die gegen England wvgen der Drangsalierung und Unterbindung des Erports erbittert sind. Es brach ein Oteheule aus. Man verlangte vonij Kapitter Silvestre Niederholung der spanischen und Hr'ssung der italienischen Flagge, ja man machte sich daran, die Fässer ins Meer zu werfen, den Dampfer zu stürmen imb die spanische Flagge herunterzurerßen. Da der Mob drohte, gegen jedes Einschreiten Widerstand mit den Waffen zu leisten, machten Polizei und Militär geholt werden. Der spanische Konsul berichtete die Beschimpfung der spanffchen Flagge und des Kapitäns sofort an die spcmische Botschaft in Rmn und diese erchiob im Auf- t rage der Madrider Regierung ernste Darstellungen. Amtlicher Teil. Betr.: Kriegsgefangene in der Landwirtschaft. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Tie nach dem Ausschreiben der Inspektion der Kriegsgefangenenlager in Frankfurt a. M. vom 16. Juni 1916 erforderliche Wiederholung der Anträge auf Gestellmrg Vvn Kriegsgefangenen zu landwirtschafllichen Arbeiten (s. übersandte Drucksache) müssen sogleich hier eingeveicht werden, da sie bis zum 22. l. Mts. an der Inspektion sein müssen. Gießen, den 14. Juli 1916. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Lang-e-rmann. Haarentfettungsmittel, entfettet die Haare rationell auf trockenem Wege, macht sie locker und leicht zu ffisieren, verhindert Auflösen der Frisur, ver- ^-5 leiht seinen Duft, reinigt die Kopfhaut. 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Montag Moderner Qvernabend unter Leitung des Kapellmeisters Bruno WetzerSberg. Dienstag das Nachmittagökonzert und Freitag das Abendkonzert unter Leitung des König!. Professors Hans Wittderstein. Zöpfe Haarunterlag. Locken. Dreher sow. alle sonst. Hacrrarbeiten werden schön und dauerhaft angeferligt in dem Spei. - I>»men - Frisier* nnd Haar*Geiichätt Hermann Plank Ww. Sellerswcgd. 14939 Eissebränks ssüsgsnseiii'äliks smpüehlt Edgar korrmann, Elsenhandlnng, Glessen. [ iVM a Donnerstag, abds. 8'/« Uhr im Konzerthaus: Fünftes Philharmonisches Konzert der Kurkapelle unter Mitwirkung der Königl. Hofvianistin Adele ans der Obe, Berlin. Leitung: Königl. Professor Hans Windcrstein. Samstag, nachm. 4 Uhr und abends 8V« Uhr aus der Kurhausterrasse Militärkonzert. Teranstaltangen im Karhanssaal abends 8 Uhr: Sonntag Theater: „Die spanische Fliege". Montag Theater: „Sturmidyll". Dienstag Ein lustiger Abend von Stuart Cumber- land, Zauberkünstler, Gedankenleser, Bauchredner und Untversalkünsrler. Mittwoch Theater: „Wie einst im Mai". Freitag Theater: „Zwei glückliche Tage". Vorläufige Anzeise: Sonntag. 23. Juli, nachmittags 4 Uhr und abds. 8'/. Uhr auf der Kurhausteraffe Konzert der Kurkapelle unt. Mitwirkung d. Neumann'schen Männer-Gesangs-Quartetts auS Frankfurt a. M. 5104c Rotel-Restaorant Gaudes, “?" t p ’S«r Haus, Zimnr. m. Pension. MtttagS- lisch. Reiäihaltige Abendkarte. Neben der Sprudelapotheke. lz^D Telephon I^r.40 Riedeukopk Telephon Kr. 40 Herrlicher Wald-Aufenthaltsort für Erholungsbedürftige Rhein-, Moselund Rotweine n empfehlende Erinnerung e ’ 1 Weinstube Seibel. Hühnerfutter Schweinefutter empfiehlt Emil Fischbach. [ 50öi StnnoBnphen- Gesellschafl ^Gabelsberaer" Glossen und Damenabteilung E. V. Wir eröffnen Dienstag, den 18. Juli 1916, abends 8V, Uhr, in unserem Bereinslökal „Zum Gambrinus", Kirch- stratze 11, einen Anjililger-LthrßstH i.GabelsbergerfcherSteno aravbie für Damen nnd Herren.UnterrichtsgeldOMk. Anmeldnngen an Herrn A. Karnbach, Landgraien- ftrahe 5. oder zu Beginn des Unterrichts erbeten. Beginn des Fortbildungsunterrichts Freitag, den 21. Juli abends 9'/, Uhr. 5016cl Der Borstand. ijviov In's Lotze. Kümmel Klub, heute abend Sitzung. Fliegeufänger sehr gute Qualität gibt preiswert ab ffledlz.-Drogerie Z.Krearplatz Kreuzulay 9. 5066a Jfsr Der Landauslage der heutigen Nummer liegt eine besondere Beilage der Firma Pb. Maviarth & bo., Fabrik laudivirtschnsttidrer Maschinen, Frankfurt a. M.. über Putz-Dreschmaschinen, bei. 51441)