ivc. m Ter 2«zeig« erscheurt täglich, cuchee Lorurtags. - Beilagen: viermal wöchentlich S etzttr«rFan«!ievblLtter; ftiorunal roÖd>cnU.Kfe»’ b l attffir teil Kreis ©tefecn (Dienstag und Freitag).' j^DCtmöI möKoil. Laad- wirtfchaMche 3cttfra$en Fernsprech - Anschiüsse: lü rMe<ÄchriMertnngH2 Äeriag,Geschäftssteüe61 Adresse lür Drahtnach- rlchten: Lvzeiger Metze«. >'invahme vs« Anzeigen für die Tagesnunnner bis zum Abend vorher. *66. Jahrgang Montag. *0. Juli W6 Erster Blatt I Bezugspreis: monatl. 90 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.65; drrrch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch diePost M. 2.45 viertel- ,ährl. ausschl. Bestellg. Zcilenpreis: lokcrllLPf.. nusw. 20 Pf. — Hauvt- schriitleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goeß, für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R.Zen^ 8otatlo»sörM mb Verlag der Yrnhl'säM Umv. Vuch- uab Sieiubruierei H. Lauge, öchrtftlettuug. Seschästsstelle und Druckerei: Zchuiftr. 7. BeckZämMch m^Gießen Sistzeser Anzeiger i General-Anzeiger für Oderhessen Die fruchtlose Offensive der Zeinde in West und Ost. (TO.) Großes H^uplyuarlier. 8. Juli., (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Beiderseits der Somme hat der Heldemnut und die Ausdauer unserer Truppen dem Gegner einen T a g v o l l c r Enttäuschungen bereitet. Die zahlreichen, immer wieder neu einsetzenden Angriffe wurden blutig abgewiesen. Die Unzahlder gefallenen Engländer vor dem Abschnitt OmllerS-Contalmaison- Bazentin-lc-Grand und der Franzosen vor der Front Bia- ÄeS-Soyecornü geben Zeugnis von der Masse der zum Angriff eingesetzten feindlichen Kräfte, sowie von der verheerenden Wirkung unseres Artillerie-, Maschinengewehr- und Jn- fanteriefeuerS. RechtSderMaaS opfert der Feind fortgesetzt seine Leute in starken, vergeblichen Anstürmen gegen unsere Stellungen auf der Hohe ,.Kalte Erde": er hat kcinenFuß - breit Boden zu gewinnen vermocht. Mehrere hundert Gefangene fielen in unsere Hand. Schwächere Vorstöße gegen die „Hohe Batterie von Damloup" wurden leicht abgewiesen. Die Artillerie- und Patrouillentätigkeit auf der übrigen Front war teilweise rege. Der Angriff etwa einer französischen Kompagnie im Priesterwalde scheiterte. Ocstlich-er Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Gencralfcld marschalls von Hindenburg. Bei Abwehr erneuter Angriffe südlich deS Narocz- SeeS nahmen wir zwei Offiziere, zweihundertzehn Mann gefangen und schlugen an anderen Stellen schwächere Vorstöße ctb. Heeresgruppe deSGencralfeldmarschallS Prinzen Leopold von Bayern. Mit vollem Mißerfolg endeten die feit gestern wiederholten Anstrengungen starker russischer K r ä f t e gegen die Front von Zirin bis südöstlich von Gorodischtsche sowie beiderseits von Darowo. Die vor unseren Stellungen liegenden Toren zählen nach Tausenden, außerdem verlor der Geg ner eine nennenswerte Zahl Gefangener. Nene Kämpfe sind im Gange. Heeresgruppe deSGetteralS von Lin singen. Südwestlich von Luck haben wir einige Vorteile errungen. « Armee des Generals Grafen von Bothmcr. Nordwestlich von Buczacz sind russische Angriffs- Unternehmungen erfolglos geblieben. Balkau-KriegSjchauplatz. Artilleriekampfe zwffchen Vardar und Dojran-See ohne besondere Bedeutung. Oberste Heeresleitung. no zum Antransport bereit gestellte russische Truppen wurden ausgievig mit Bomben belegt. Am 7. Juli wurde ein russischcSFlugzeug östlich von Borowno (am Stochod) im Luftkampf ab g e s ch o s s c n. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. * * * Im deutschen Tagesbericht vom letzten Samstag spiegelt sich die freudige Zuv-ersicht wieder, mit der^rustere oberste Heeresleitung die weiteren Ergebnisse der Schlachten erwartet. In sieben Schlachtlagen, :nit Anfbietnng unerhörter Mittel mtb Kräfte, vor allem mit schwersten Verlusten, haben die Engländer und Franzosen nur eine kleine Einbeulung unserer Front erreicht, aber keinen wesentlichen Geländegewinn und an keiner Stelle einen Durchbruch durch die deutsche gcout. Unsere strategische Lage ist die gleiche geblieben. Vielleicht wird sich demnächst eine Veränderung vollziehen; von verschiedenen Seiten, namentlich in neutralen Blättern, wird eine solche angedeutet, aber sic bezieht sich nicht auf Erfolge der feindlichen Offensive, sondern auf die immer schwieriger werdende Lage der Franzosen iu Verdun. Schon heißt es, daß d ie schwere deutsche Artillerie die Junenbefestiguirgen unter wirksames Feuer genommen habe. Der bekannte Tagesbefehl Joffres an feine Tavferen im Gebiete der Maasfestung war vielleicht das Zeichen für eine:i vorbereiteten Rückzug. Der Berner „Bund" zieht diese Möglichkeit ebenfalls in Frage, indem er u. a. schreibt: Es bleibt nun abzinvarten, ob Joffres Tagesbefehl erlasten wurde, uni die auf dem rechten Maasuser in engster Umklammerung kämpsent-en Truppen za weiterem Widerstand anzuwuerü, oder ob er nach ehrenvollem Kampfe den Rückzug hinter Verdun auf .das linke Maasnfer einlcitcn soll. ^ Jedenfalls kcünprt der Verteilig-'r zwischen Laufee mrd Froide Terre io eng znsammengedrängr. daß die konzentrische deutsche Artilleriewirkung den Widerstand sehr verlustreich gestaltet und die Bewegungsfreiheit nahezu unterbunden ist. Anderseits kann sich die französische Heeresleitung sagen, daß die als Entlastungs- offensive notwendige und als Gencraloffensire bezeichnet? Verwicklung an der Sontmc so weit vorgeschritten in, dass eine Zurück- nahme der Verduner Kniestellnng ins strategische Geiamtbild passen und nicht mehr so schmerzlich emvsunden würde wie vorher. Wie dem auch sei — man wird die Entwicklung dieses Problems im Rahmen der englisch-französisch-russischen Geiamtoperationm betrachten und das Urteil nicht vorausnehmen dürfen. Während die Lage im Westen die deutsche Heeresleitung zur gespanntesten Aunnerksanrkeit zwingt und die deutsche Front, abgesehen voin Kampfräume von Verdun, zu einer nervenverzehrenden defensiven Bereitschaft nötigt, sucht die russische Offensive mir neuer Kraftanstrengung räumlich und operativ weiterzugreifen. Wie vorauszusehen war, sind die Kämpfe nördlich des Pripjet zu größeren Aktionen gediehen, die sich besonders im Raume Smorgon gegen Hin- denburgs rechte Flügelgruppe und im Raume Baranowit- schi gegen die Gruppe des Prinzen Leopold richten. Ter Berner „Bund" kannte noch nicht die beiden letzten deutschen Tagesberichte, die den „Zusamurenbruch" und „vollen Mißerfolg" der russischen Angriffe feststellen, als er in seiner Sonntagsnummer schrieb: Die Russen gehen letzt überall, so auch hier, nrit einer Rücksichtslosigkeit zum! Sturm vor, die Beivunderung erregt, wre man auch über die Ziveümäßigkeit dieser Taktik denken mag. Da bereits eine Reihe von Generalen und zahlreiche Regimentskommandeure an der Spitze ihrer Truppen gefallen find, ist leicht zu erkennen, dass- es sich hier um das Fort reißen der Mannfck>asten ms fürchterlichste Feuer bandelt. Operativ ist die Sachlage südlich des Pripjet noch schärfer durch die Eriolge der Rüsten am linken Flügel bestimmt morde::. nülhEM) ihre w nh nisch' Sl: mpst.r i pre immer r-a>i? zw:icke i S ochod und Styr seststecrt. Wie es scheint, versucht Brugtloiv jetz: dort durch Verlängerung der 9lngriffsfront nach ^öorden über K o l k i und durch umfassenden Angrist von Czartvrysr her zu wirken, um sich von dem Drucke LinsingeuS zu befreien. Gelungen ist ihm das noch nicht, und da die Deustchen jetzt dort so viele Divisionen haben, nüe sie bei Beginn ihres rettenden Gegenstoßes Bataillone einsetzeri konnten, so wird es Brussitvw kaum gelingen, trotz der Heran-, tührnng stnmer neuer Reserven einen S-ch lacht ent scheid zu seinen Gunsten zu ergingen. Anderseits ist es fraglich, ob Linsingen in Wolbnnien noch eine Entscheidung herberführen kann, nachdem sich tue Lage der Oesterreicher am recksten Flügel kritischer gestaltet hat. Leschitzki ist in der Tat ins Gefüge der zurückgebogenen österi-eichischen ^ssront ein gedrungen nnd*gefährdet den Jablonikapass, indem er zugleich frontal und umfassend angreift, im Stirnkanrpf nordwestlich Kolomea Boden gewönne:: und nach rirssischer Meldung südöstlich Kolomea Mikuliczyn, eine Station halbnx'gs Delattm KöröSmezö, an der Passstraße erreichte. Da die Oesterreücher in diesem Falle gegen die Strbmba zurück nristsen, stt auch das bis jetzt Unerschütterlich geblicberrc Zentrum links des Dnjestr im Raume Tarnopol — Buczacz miwtigt. die FvoM zurückzunehmeu. Bothiuer Ixxt seiuen rechten Flügel hinter den Kpropü'cbach zuriickgezogen und wird je nach der Elttwicklung auch hier nicht stehe:: bleibeit können. Werden dis Russen in: R-mrme Kotonrea-Radwonra-Stanisl'au Meister, so bleibt den Oesterveichern und Deutsck)en nichts ilbrig, als auf der ganzen Linie zwischen Radziwilow und Koropiec den RüHug anzutreten und eine neuverbundene Front aus den alten Schlachtfeldern von .Halicz, Brzezanb und Zlvczow hcrzustellen. Es ist klar, daß dadurch auch die Lage in Wolhynien stark beeinflußt tvürde. Ob es zu einer solchen strategischen Rückbcwegung und Reugruppierung kommt, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen ^Herausstellen. Die österreichffch-ttngarifchen Tagesberichte. Wien, 8. Juli. (WTB. NichlomlUch.- Amtlich wird nerlautbart: 8. Juli 1916. Russischer Kriegsschauplütz. In der Bukowina haben unsere Truppen den Feind in dem Tale der oberen Moldawa geworfen. Am oberen Prulh und südlich des Dnjestr war gestern die Kampftätigkeit gering. Westlich und nordwestlich von Buczacz scheiterten mit großer Heftigkeit geführte russische Angriffe. Südwestlich von L u J wurden die feindlichen Linien abermals zurückgedrängt. Die aus dem Styr- bogcn nördlich von Kolki zurückgenommcnen Streitträftc haben die ihnen zugewiesenen Räume erreicht. Der Gegner drängte nur an einzelnen Stellen nach. Gegen die österreichisch-ungarischen und deuffchen Truppen nordwestlich Baranowitschi stürmte der Feind gestern odermals unter Aufgebot großer Massen an; alle Angriffe zerschellten. Unsere sicbcnbürgischen Regimenter kämpften in völlig zerschossenen Stellungen und schlugen die Russen mehrfach in erbittertem Nahkampfe zurück. Tausende von toten Russen bedeckten das Vorfeld. Italienischer Kriegsschauplatz. An der Isonzo front dehnte sich das Geschützfeuer auch auf den Görzer und Tolmeiner Brückenkopf aus. Gegen den Rücken von ^Ronfalcone setzten die Italiener nachts nach starkem Artillcriefeuer mehrere Angriffe an, die blutig abgewiesen wurden. Südlich des S u g a n e r - T a l e S dauerte der Angriff des italienischen 20. und 22. KorpS gegen unsere Front zwischen der Eima Dicci und dem Monte Zebio fort. Diese sechs Infanteriedivisionen und mehrere Alpini-Grnppen starken feindlichen Kräfte wurden auch gestern allenthalben unter schwersten Verlusten zurückgewiescn. Jm Ortlcr-Gebiet scheiterte ein Angriff deS Fein SeS gegen unsere Stellungen auf dem Kl. EiSkogele. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des GencralstabS v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Wien, 9. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 9. Juli 1916. Russischer Kriegsschauplatz. In der B u k o w i n a erkämpften unsere Truppen, ihnen voran das Wcstgalizische Infanterie-Regiment Nr. 13, bei Breaza den Uebergang über die Moldawa. Südwestlich von Kolomea fühlen russische Abteilungen über Mikuliczyn vor. Sonst in Ostgalizien bei unveränderter Lage keine besonderen Ereignisse. In Wolhynien und bei Stobyckwa am Stochod wurden russische Vorstöße twgcschlagen. 1 )Nordöstlich von Baranowitcze brachen vor der Front der verbündeten Truppen abermals starke russische Angriffskolonncn zusamnren. Unsere Flieger warftn nordwestlich von Dubno auf eine erwiesenermaßen nur von einem russischen KorpSstab belegte Gehöftcgrllppe Bomben ab. Der Feind hißte auf den bedrohten Häusern ungesäumt die Genfer Flagge. Italienischer Kriegsschauplatz. DaS Geschützfeucr an der Iso nzo front hält an. Görz und Ranziano wurden in dem Abschnitte heftig beschossen; bei letzterem Orte wählte sich die feindliche Artillerie das deutlich gekennzeichnete Feldspital als Hauptziel. Kleinere Angriffsunternehmungen der Italiener gegen den Görzer Brückenkopf und den Rücken östlich von Monfalcone miß langen. NachtS belegte ein Geschwader unserer Seeftugzeuge PicriS, dann Eanzirno, Bestrigna und die Adriawerkc mit Bomben. Unsere Front südlich des S u g a n e r t a l e S stand unter starkem Artilleriefeuer. Zu Jnfanteriekämpftn kam es gestern in diesem Abschnitt nicht. Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der unteren V o j u s a seit einigen Tagen wieder erhöhte Artillerietätigkeit. Stellenweise Feuer aus schwerer Geschützen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f c r. Feldmarschalleutnant. * . ' ' ' Der Kamps um Verdun. Berlin, S. Juli. i Priv.-Tel.) Ter „Berliner Lokalanzeiger^ meldet aus Gens: Die Abschnitte des Verduner I nnentovti sind üitDaim-itö dem I) eilig st e n den: s ch e n fch we r e n G c - schntzseuer ansgesetzt. Durch die Bekanntgabe, dass auch im Laufe der Rach: das Fort Tavaunc bmubardiert wird, gesteht die Jofsreuote den französischen Verzicht aus dü BÜickewl'critug der fest in deittschem Besitz gebliebenen Batterie von T a m - loup zu. Eine englische Ehrung FmmclmanuS. München, 8. Juli. :zf.) Uebcr eine Ehrung J mmel- nranns durch den Gegil^c wird der „Münchner Zeitung" aus dem Felde berichtet: Am 30. Juni warf ein englisches Flugzeug für Jmmelmam: einen E r a n ' aus frische:: Blumen mir einer schwarzen Schleife nieder. T-as Ganze war wasserdicht^ verpackt und :u einer Blechhulse cingefchlosseu. Dabe: lag ein Schreiben in englischer Sprache, das in der Uebersetzung chlgenden Wort- lernt hat: „Abgeworfen am 30. Jimi 1916 über Schloß F. für, Herrn Oberleutnant Jmmelmann, gestorben tu der Schlacht am 18. 3mm. — Zinn Andenken an einen tapferen irnd ritterlichen Gegrwr. Vom kämpfenden Geschwader." Ein deutscher Luftaugrisf auf Düuaburg. Stockholm, 9. Juli. (F.) Die „Rjeffch" schildert einen furchtbaren Angriff acht deutscher Aeroplane auf den Düna bürget Festungsbereich. 2 1 /, Uhr nachts erschienen die Aeroplane über der Stabt. Die ganze Lnck war non Ntrchterlichem Geheul erfüllt. Stundenlang kreirzten die deutschen Flieger über dem Festtmgsbcrnch. Bonibe nach Bombe fällt, das russische Mwehrfeuer ich unwirksam. Zwei russische Tauben steigen aut. vermögen aber das deutsche Geschwader nutzt w-egzujagen. Das stundenlange Bombardement war das Schlimmste für bas an den Krieg gewöhnte Dünaburg. Die deutschen Aeroplane suchten auch die Fettung Rowno ans, wo sie den Bai-nhos bombardierten und bei einem viertelstündigen Bombardement mehrfach Militärspeicher trafen. Ein srsnzösischcS ZentratcrnahruugSamL. Bern , 8. Juli. (WTB. Nichtancklicb.) Der französische Minister des Innern hat nunmehr, dem Drangen der Bürgermeister her Großstädte nachgebend, ein Zentraler nährungsamt mit der Aufgabe geschaffen, die Mittel und Bedürfnisse der nationalen Wirtschaft zu prüfen und die Versorgung des Landes wie des! Heeres sowie die Berteilmtg zu regeln. Dem Amte gehören Vertreter der einschlägigen Ministerien an. Die englische OrganisatiorrSarbert. London. 8. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Parlamentssekretär des Munitionsamtes, Kollaw ah. sagte in einer Rede in Bradford: Nichts, was die Deutschen jemals getan hätten, käme der Arbeit gleich, die England in den letzten zwölf Monaten geleistet habe. 90 Arsenale seien errichtet worden, und die Erzeugung von Kanonen und Haubitzen habe um mehrere hundert Prozent zugenommen. 660 000 Frauen seien in der Kriegsindustrie tätig. Die Gesamtzahl der Arbeiter in den Kriegsindustrien betrage 3 500 000. Schließlich teilte der Parlamentssekretär mit, daß ein Entfernungsmesser erfunden worden sei, mit dem man die genaue Höhe, in der sich Zeppeline befinden, bestimmen könne. Das englische Kabinett. London. 8. Juli. (WTB.) „Daily Chronicle" «'Nährt, daß folgende Ernennungen von Ministern beschlossen sind: Montague Munckionsnnnister, Tenna n t Sekretär für Schottland, Mac Kin non Wood Kanzler des Herzogtums Lancaster und Sekretär des Schatzamtes, Artur Lee Zivillord der Admiralität. * * Die Hitze »n Saloniki. Bern, 9. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Ter Vertreter des' „Journal" in Saloniki drahtet, daß die Hitze unerträglich genwrden fei und bis 45 Grad im Schatten beträgt. Dysen- lerie, Sumpf- und Nervenfieber geben dein Gesundheitsdienst in der Armee viel zu tun. Äst'rzte und Lazarettgehilsen. würden von Frankreich verlangt. Es sei unerläßlich, sie unverzüglich hinzuschicken. — Tie französischen Behörden haben den Kaufleuten bei Strafe zeitweiliger Schließung des Geschäftes verboten, einen Kursabschlag bei Zahlungen in französischem Gelde zu machen. Rücktritt des Kabinetts Zaimis? Bern 8. Juli. ^WTBö Nach einer Athener Sonder- Meldung in den französischen Blättern wird der Rücktritt des Kabinetts Zaimis erwartet, weck es durch die Vorfälle in Saloniki und besonders durch die Billigung des Königs für die Reservistenverbäicke, die die Entente als gegen sich und gegen die Freiheck der Wahlen gerichtet ansieht, in eine heikle Lage gebracht worden sei. Eine englische Bedrückung Norwegens. Kopenhagen, 9. Juli. (WTB.) „National Tidende" meldet aus Kristiania: Die englischen Behörden wollen jetzt auch die Salz aus fuhr nach Norwegen verhindern. In den letzten Wachen hielten die Engländer alle nach Norweger: bestimmten Salzladungen zurück und gaben sie nur gegen die Verpflichtung frei, daß das Salz nicht zum Einsamen der Fische, die nach Deutschland ausgeführt werden, verwendet würde. Im Vorsommer verhinderten die Engländer die norwegische Ausfuhr ein gesalzener Fische nach Deutschland, indem sie alle deutschen Muser iiberboten und dadurch die Preise aus eine unerhörte Höhe fteig-erten. Der türkische Bericht. K o n st a n t in o pe l, 9. Juli. (WTB.) Bericht des Hauptquartiers. An der Jrakfront war Ruhe. Unsere Erkundungsabteckungen bekamen FüUung mit den aus Kermanschah vertriebenen russischen Kräften, 25Kilometer östlich davon auf dem Wege nach Hcrmadin. Russische Kräfte in der Umgebung von Sineh wurden durch unsere Frerwckligen angegriffen, nach siebenstündigem Kampfe geschlagen und g^wun- gen, sich nach S i ne h zu flüchten, wo sie von unseren Freiwilligen b e l ag e r t werden. Der Feind hatte rvährend dieses Kampfes einen Verlust von 100 Toten, darunter 2 Offizieren. An der Kaukasusfront ist die Lage auf dem rechten Flügel unverändert, im Zentrum Artckleriekampf. Im Tschorok- Abschnitt scheiterte die Offensivtätigkcit der Russen gegen die Flanke unserer Streckkräfte, die vor: diesen seit einigen Tagen fortwährend gegen Norden in der Msicht, unseren Vormarsch aufzuhalten, unternommen worden war, vollständig. Durch eine Ge- genoffive nahmen wir einige Geländeteile von lokaler Bedeutung, die während der vorerwähnten Angriffe in die Hände des Feindes gefaUen waren, wieder und erbeuteten eine große Menge von Munition und Kriegsmaterial. Angriffe an gewissen Stellen des linken Flügels gegen unsere Vorposten wurden mit Verlusten für den Feind leicht zurückgeschlagen. „Bavus Selim" und „Midcklli" griffen eine Abteilung feindlicher Transportschiffe an den Ufern des Kaukasus an, versenkten vier Schiffe und mehoeve Segelschiffe, beschossen die neuen Hafenanlagen von Xu übt südöstlich von No- worossiski und verursachten eine Feuersbruiist in einem großen Petrolenmdepot sowie in anderen dort befindlichen Gütern. Sie trafen auf ihrer Fahrt kein feindliches Schiff. .Ein Monitor schleuderte aus Wecker Entfernung einige un- wirksame Granaten gegen die Insel Kensten und entfernte sich dann. Ein feindliches Torpedoboot, das sich Fotsche näherte, wurde durch das Feuer unserer Artillerie vertrieben. Am 7. Juli kam ein englisches Flugzeugmutterscküff und ein französisches Torpedoboot von Beirut an. Ein Flugzeug sckeg von den Schissen auf und warf Bomben auf die Umgebung des Hafens, wobei drei Personen der Zivilbevölkerung verletzt wurden. Der Seekrieg. Tle wachsende Tätigkeit unserer Tauchboote. Berlin, 9. Juli. (WTB. Amtlich Von den deutschen See st reitkr ästen witrden zwischen dem 4. und 6. d. Mts. in der Nähe der englischen Küste folgende englischen Fisch erfahrzeuge versenkt: „Queen", „Dee", .,Anil Anderson", „Pepod-ay". „Watchful", „Nancy Human". „Petuna", „Eirrel Bessy" und „Newark Castle". Von diesen mußten „Queen", „Bee", „Wätchsul" und „Pe- runa" mit Artillerie beschossen werden, weil sie trotz War- nunf^schuß zu entkommen suchten. London, 9. Juli. (WTB.) Ter Darrcpser a" aus Helsingborg ist versenkt worden. Die Besatzung ist gerettet. Berlin, 8. Juli. .WTB.> Der englische Dampser „Pendennis" aus Falmvurh, der mit einer Ladung Grubenholz von Gotenburg nach Hüll unterwegs und an der norwegischen Küste aufgebracht worden war,.hat unter deutscher Kriegs flagge aus der Reede von Borkum geankert. Berlin. 8. Juli. lPriv.-Tel.» Die „B. Z. a. M." meldet aus Kristiania: In Bergen eingetroffene Schisse berichte^ daß sie auf ihrer Fahrt von England ab 4. Juli oft größere und kleinere Tauchboote unbekannter Rationalität, sowie große Massen von Frachtgut, besonders Bauholz, passierten, das wohl von versenkten Schissen stammt. ' Berlin 10. Juli. Die Meldung, daß deutsche Seestreitkräfte in der Nähe der englischen Küste nicht weniger acht englische Fischerfahrzeuge versenck haben, gibt den Blättern Veranlassung zu fragen, wie es nrck der englischen Seeherrschaft in der Nordsee stehe. Das „Berliner Tageblatt"^sagt: Die englische Presse behauptete emkje Zeck nach der Schlacht vor dem Skagerrak, die deutsche Flotte wäre für Monate außerstande, die Häfen zu verlassen, weck die arg zusammeugeschossenen Schiffe der Reparatur b^mrsten. Die neueste Tat unserer Flotte, das Versenken von acht Fischmdampfern, sieht nicht danach aus, als ob die gesamte deutsche Motte außer Gefecht gesetzt sei. Eher ist ein Verwundern darüber am Platze, daß sich ganz nahe der englischen Küste kein englisches Kriegsschiff zeigte, um die Fischerfahr zeuge zu beschützen. — In der „Bossischen Zeitung" heißt es: Während sich Admiiral Iellscoe bemüht, seine Niederlage am Skagerrak in einen Erfolg umznwcrten, erscheinen deutsche S^- sttcckckräste mehrere Tage hintereinander an der englischen Külte und versenken im Angesicht des nieerbeherrschenden Britannien, acht Fischersahrzenge, um die Berüchtigkeck der englischen Nordsee- blockade darzulegen. Auch die Aufbringung der „Pendennis", die unter deutschen: Schutz die Fahrt in einer: deutschen Hafen antreten mußte, ist ein weiteoer zwingender Berveis dafür, daß die Seeschlacht am Skagerrak doch etwas anderes bedeutet, als Jellieoe der Weck eckrreven will. — Der „Berliner Lokalanzeiger" schreibt: Die letzten Vorkommnisse ergeben , mit eindeutiger Marbeck, wie die Seeschlacht vor dem Skagerrak die englische Seeherrschack gefestigt hat. Stockholm, 8. Juli. (WTB.) Meldung des Schwedischen Telegraphenbuveaüs. Der Stettiner Dampfer ,öDorita" wurde heute nacht außerhalb des Fischerdorfes Trysunda in den Oern- skoeldsvikfchäven von einem Tauchboot versenkt. Der Kapitän Friedrichfen wurde von dem Kommandanten des Tauchbootes gefangen genommen. Die 23 «Mann starke Besatzung der „Dorcka" rettete sich in daS Fischerdorf. Sie sagt aus, es seien insgesamt 50 Schüsse gegen die „Dorcka" abgeseuert worden. Das Tauchboot trug den Namen „BulongD Es führte keine Flagge, sondern nur 'Signalflaggen. Man glaubt, daß es sich um ein Tauchboot russischer Nationalität handelt. Die Fischer behaupten, daß die Versenkung nur 2% Seemeilen außerhalb Trysunda erfolgt sei. Die Aufhebung der Londoner Deklaration. Paris, 8. Juli. 'WTB.) Meldung der Agence Havas. Das Amtsblatt veröffentlicht einen Erlaß, durch den die früheren Erlässe betteffend Anwendung der Regeln der Londoner Seerechtserklärung vom 25. Februar 1909 außer Kraft gesetzt werden. Ter Bericht erklärt, daß die Erfahrung zu der Feststellung geführt habe, daß diese Regeln nicht imstande sind, den Kriegführenden die Anwendung der Rechte zu sichern, die sich für sie aus den allgemeinen Grundsätzen 'des Völkerrechtes ergeben. Es erscheint angemessen, bie in London festgesetzten Regeln in ihrer Gesamtheck aufzuheben und sich zukünftig an die Grundsätze des Völkerrechtes zu halten. In dem darauffolgenden Memorandum erklären die Alliiertet, feierlich, daß sie sich vor allen: au die Bestimmungen der internationalen Abkommen hacken werden und daß sie den Gedanken weit von sich abweisen, das Eigentum von Mchtkämpfern^zn bedrohen, daß sie neutralem Eigentum keinen unberechtigten schaden antun werden, mxb daß, wenn durch die Tätigkeck ihrer Flotte den Handelsleuten guten Glaubens ein Schaden verursach: würde, die Alliierten immer bereit sein würden, die Magen zu prüfen und berechtigten Klagen Genugtuung zu gewähren. Nus dem Reiche. Wünsche der deutschen Bauernvereine. Berlin, 7. Juli. (WTB.) In der cmr letztem Dierestcrg abgehcklteueu Sitzung der Bereinigung der sechzehn deutschen Bauernvereine, die eine Mitfftiederzahl von 390000 auftveist, wurde einsttnrmig nachstehende Entschließung angerwmnreu: Die „Bereinigung der christlichen deutschen Bauernvereine"' richtet in 2knbetrmht der gesteigerten Knappheit an Nahrungsmitteln der verschiedenste!: Arten, die bis zur nächsten Ernte noch! bestehen wird, an die deutschen Landwirte die dringende Bitte, alles auszubieten, um möglichst viel Nahrungsmittel zu erzeugen und ffch auch für sich u:ck> ihren ganzen Hausstand in dem Verbrauch in noch vermehrtem Maße ein- zus chr an den, um ans diese Weise der städtischen und Jn- difftriebevölkernng die gegenwärtige Kriegsnot möglichst zu erleichtern. Die Reichsleckung möge dahin trachten, daß^ als Grundprinzip unserer KriegswirffchastsPol:tik^ plann:äßige shste- macksche Vocratsansammlung in . den Ueberschußgebieten angesehen wird. Soweit Regulierungen notwendig sind, ist es zu empfehlen, diese möglichst gleichzeckig für alle Teile des Reiches vor- zunehmer:. Besondere Schwierigkecken herrschen zurzeck in der Fleisch- und F^ttversvrgung, weshalb es dringend erivünscht ist, daß dieienigen Landwirte, die noch von cksren Vorräten durch, vermehrte Sparsamkeit etwas erübrige:: können, möglichst bald eine entsprechende Menge an die städtckche Bevölkerung zu angemessenen Preffen abgeben. Hinsichtlich der Getrerdeversor- gung ist es dringend erwünscht, daß bte Selbstbewckffchastung der Ko m munal verbände in möglichst weitem Umfange durchgefuhrt wird. Die Feststellung der Qualität des' abzuliefernden Getreides muß auf den Verladestationen erfolgen, da sich nur auf diese Weise die unangenehmen Differenzen mck den Rcühlen vermeiden lassen. Es tft dararck zu achten, daß die M ü h l e n die aus dem an- gelieserten Getreckt' er^rckenen PvodEc vollständig wieder ab- lieflern, wobei eine erhMirbe Herabs-etznng der Staub- und Schwund- pwzente möglich sein dürste, um zu verhindern, daß nicht die aus deutschem Getteide gctvonneiten Produkte als LluslandsmeW und Auslandskleie in den Handel kommen können. Ten für die Kommunalverbände und das Reich mahlenden Mühlen tft jeder Handel mck Mehl und Kleie zu verbieten. Die Versorgung mit Eiern. Berlin, 10. Juli. Die Versorgung nrck Eiern einhecklich für das ganze Reich zu regeln, wahrichünckch durch Einführung von Eierkarten und Festsetzung von Höchstpreisen, fft, wie die „Kölnffche Zeitung" erfährt, jetzt beabsichtigt. * Bonn, 9. Juli. (WTB.) Prinz Adolf ^-u Schanm- burg-Lippe, der Schwager des Kaisers, tft heute nacht infolge 5perzckih!MNUg sanft entschlafen. Der Prinz war seit einigen Tagen an Lungenentzündung erkrankt. Aus Stabt uitfc €ait$. Gießen, 10. Juli 1916. . 1816 — Rheinheffen — 1916. ** Mainz, 8. Juli. In der heutigen Sitzung des Provinzialtages der Provinz Rhein Hessen gckb der Provinzialdirektor Geheirnerat B e st folgenden Erlaß des iÄroßherzogs bekannt: i.i . -' r tiil/v iiii/c j i tu . Heut, vor r Ja-.ren har Mein in Gott ruhender Ahnherr, Großhcrzog Ludew'.g I, Bnitz von Rheinhessen ergriffen. Sem intz Patent vom 8. Juli 1816 abgelegtes Gelöbnis, daß „alle Emwohner dieses Landes" in Seiner „landesoätcrlichen Huld und^Gnade ruhen" sockten, daß Er „der Beförderung ihrer Wohlfahrt Seine unermüdliche Sorgfalt widmen lverde" hat Er ck: langer, segensreicher Negierung ttenlich gehacker:. Wie meinen erlauchten Vorfahren, ist auch Mir die Pflege der Wohlfahrt des schöner: Rheinlandes, mit dem Ich Mich von Jahr zu Jahr fester verbunden fühle und das Mir ganz ans Herz gervachsen ist, ein heckiges Vermachckcks gewesen. Das von der Fremdherrschcist mißhandelte und ausgesogene Land hat sich in langer Fciedenszeit zu neuer Blüte erdoben. Wie im Mittelalter, jener stolzen Zeit Eurer Gesch:chte, von deren Herrlichkeit die Dorne vor: Mainz und Worms zu uns redei:, so wetteifert der gesegnete Landstrich zwffchen Rhein, Nahe und Donnersberg an Fortschritt und Wohlstand auch beute wieder mck den bevorzugtesten Gauen unseres deutschen Vaterlandes. Industrie und Handwerk, Händel und Verkehr blühen in den. rheinhessischen: Städten, Eure fruchtbaren Gefckde bilden heute einen einzigen großen Garten. Euere Fluren und Rebenhügel zeugen von dem Fleiß und der Tüchtigkeck ihrer Bebauer. Die Kunst, das beste Zeugnis des Hochstandes der Kultur, hat bei Euch reiche Pflege gesunden. Der Rhein, so lange (vrenze und Schranke zwischen den Gauen auf seinem rechten und linken User, verknüpck heute enge das von Ludewig I. erworbene Neuheiten mit dm acken Stammlanden Meines Hanfes. Die stolzen, unter Meiner Regierung erbautÄ: Rhein- brücken sind Wahrzeichen des wachsenden Verkehrs und Wohlstandes wie des immer inniger gestaltete:: Znsanrmenhaltens der hessischen Provinzen. Fester :roch a& das tägliche Leben hat das mff den Schlacht- Tci i; gemeinsam vergossene Blut Euch mck den Söhnen der älteren hessffchei: Landesteile, das ganze Hessenvolk aber mck dem großen deutschen Vaterlande zusamimengekittet. Heute stehen Meine tapferen Rheinhessen Schulter an Schütter mck den Brüdern ans acken deutschen Gauen wieder iw Kampfe für des Deutschen Reiches Macht und Ehre. Sie haben unverwelklichen Lorbeer unt ihre Fäh::en gewunden. In heißem Dankgefühile gedenke Ich mit Euch der Helden, die draußen fürs Vaterland ihr Leben gelaffen, geblutet und gelitten haben. Sie haben geholfen, den nahm Feind von unscrm Grenzen fernzuhalten. Die Mitarbeit der gesamitm Bevölkerung an der Lösung der schwere::^ Anfgabm, die der Krieg dm Daheimgebliebmm steckt, die Entschlossmheit, mit der Ihr die Entbehrungen des .Krieges tragt, gebm mir die Gewißheit, daß wck den schweren. Kampf durchhalten bis zum siegreichen Ende. ! Den Tag, an dem Euer Land vor hu:ü>eet Jahrm he^ffsch gewordm, kann ich nicht besser begehen, als durch die Ernme- rung des Gelöbwsses Meines M>nl>errn Großherzog Ludewigs I. Mein innigster Wunsch geht aber heute dahin, daß es Mrr bald vergönnt sein möge. Mein schönes Rheinland durch die Nöte und Schädm dieses Krieges in einem! langen, gesegneten Frieden führm zu dürfen. Das walte Gott! Jagdschloß Wolfsgacten, dm 8. Juli 1916. Ernst Ludwig. * ** Amtli ch e Personal nach richten. Das Ehren- zeichm für Mckglieder freiwilliger Fmerwehrm wurde vom Großherzog verliehm Sebastian Bender .und Astgust Ritsert zu Meder-Ram'.tadt. — Der Großherzog.hat am 21. Juni ds. Js. dem Bahnwärter in der Hessisch-Preußische» Eismbahngemeinschaft Georg R a t h g e b e r zu Marimbvrn ans Anlaß seiner am 1. Juli ds- Js. erfolgten Versetzung in den Ruhestmck) das Allgemeine Ehrenzeichen mck der Inschrift „Für treue Dienste" verliehm. — Ernannt wurdm die Negierungsbaucköhrer Hermann Seeg er aus Gießen und Adolf.Hansel aus Darmstndt zu Regierungsbanmeistern. ** Auszeichnungen. Dem SanitätS-Vizefeldwebel Wrlly Engelhardt wurde das Hessische Sanitätskreuz am Bande der Tapserkeitsmedaille verliehen. - Ten: Unteroffizier der Res. Gg. Andreas aus Gießen, von der 6. Artillerie-Dlunckimis- Kolonne des 18. Armeekorps, feit Beginn des Krieges in: Fetde, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. — Das Eiserne Kreuz erhielt der Oberheizer auf S. M. Schiff „Friedrich der Große" August Goß von hier. ** Gestern. Als man es gestern morgen denn Erwachen in Strömen vom bleigttauen Himmel herabgießen sah, hätte man nicht erwartet, die Sonne später so siegreuh die Wolken durchbrechen zu sehen. Es wurde ein Tag so schön, wie wir lange keinen mehr erlebt haben und wer es erst gar nicht vor hatte, entschloß sich im letzten Augenblick zu einer Wanderung ins Grüne. Von dem herrlichen Sinnen- weiter begünsttgt, nahm der Sammeltag für unsere Kriegs- und Zivilgefangenen einen vielversprechenden Verlauf. Rührige Helfer und Helferirrnen waren scharenweise in Bewegung gesetzt und wußten mit rührenden Bitten die Herzen und Geldbeutel zu öffnen. Das Ergebnis der Büch- sensatnmlung bleibt noch abzuwarten. Auch in unserer G e - sch ä ft s stelle sind erfreulicherweise weitere Zeichnungen eingelaufen, so vom Polizeiantt Gießen für eine Sühne 40 Mark, und von Wilhelm Rudo lv h 100 Mark. Weitere Zeichnungen werden noch entgegen genvmmen. ** Gießener Hausfrauen-Verein. Der Vorstand des Vereins bezieht seit Mitte voriger Woche täglich frisches Obst und gibt es zu Verkaufshöchstpreisen an die Mitglieder des Vereins ab. Die erforderliche Arbeit leistet eine Anzahl Mitglieder unentgeltlich. Im übrigen verweisen wir auf die Anzeige im heutigen Blatte. ** Im Bereiche deS Generalgouvernements Warschau ist fortan auch der Postort Z a w i e r c i e zum Post- und Telec;rannnverkehr mit Deutschlands zugelassen. ** Ein Kursus i m Konservieren von Früchten u n d Gemüsen, der sich ans'5 bis 6 Nachnüttagc der nächsten vier Wochen erstreckt, beginnt am Freitag in der Äliceschulc Die Materialien sind vo:: den Teilnehinerinnen mitznbringen. Es ist hier eine crusgezeichirete Gele-genheck geboten, sich nrck allen Verfahre:: zur Konservierung vettraut zu niachen und zu lernen, ivas alles zu beachten ist, um eine tatsächliche Haltbarkeit der Früchte und Gemüse zu erreichen. SieO: die Anzeige in heutiger Nnmme:'. ** lieber Konservierung von Früchten und Gemüsen mck besonderer Berücksichttgiung der ZcitverhLttnisse sprach am Samstag nattMtittag unter Vorzeigung einer großen Anzahl von Apparaten Frl. Hof in der Küche der Aliceschule. Ta de:- interessante Vortrag, dem etwa 80 Persom^n beimohntei:, viel Beifall fand, soll er am Dienstag, den 11. d. ivots. nochmals wiederholt werden, und zwar zu der ällgenteck: gut gelegenen Zeit um 8 Uhr abends. Der Zutritt ist für ledermann frei. (Siehe A::zeige >. lieber den Vortrag selbst werden wck in unserem Blatte noch näher berichten. ** Die diesjährige'ordeutliche General Versammlung der Baugenossenschaft des evang. Arbeitervereins Gießen fand am 3. d. M. im Saale der .Herberge zirr Heimat unter dem Vorsitz des Prof. Dv. Krausmüller statt. Aus dern Berickst des Vorstandes ist zu entnehmen, daß auch im verflossenen Geschäftsjahre die Genossenschaft bei den im Felde stehenden Mietern eine entsprechende! Mieter Mäßigung hat eintteten lassen, daß ferner der Anssichtsrat eines seiner tüchtigsten und eifrigsten Mckglieder, nämlich Laub- gerichtsdckekto r S ch m e ck e n b e ch e r durch Tod verloren habe. Das ehrende Angedenken Schmeckenbeck>ers bezeuge!: die Anwesen- der: durch Erheben von ihren Sitzen. Der von Rechner Haas vorgettageite Rechenschaftsbericht von 1915 :vird geneh- inigt und demselben Entlastung etteilt. Von der eiffolgten gesetzlichen Revision wird Kenntnrs gegeben. Tie von der Baugenossenschaft gegründete Elisabeth K!cinfinbr. i:(;:t 1 e erfreut sich unter einer bewähtten Leitung einer segensreiche.: Tätigkeck. Ter au-^ dem Vorstand ausscheidende Louis W o l f s wird ans 'Zuruf üueder- gewählt, ebenso wird das aus scheidende Ausfichtsratsmckglied Prof. ®r. Krausmüll-er durdr ^untf mueöergcJoäSji[t mxiv d£ Ersatz für Herrn Landgerickusdireklor Schmeckendecher wählt die Versammlung einstimmig Landgerichts rat Schild t in den Äufsichtsrat. Eine ubfrafte Auosprache entwickelte sich über den Pmikt „G-e-- ländeerwcrb und Bautätigkeit für die n ä ch st e Zeit". Vorstand und LlufsichtSrat baden durch Eingabe an den Oberbürgermeister um Ueberlassung billigen Baugeländes seitens der Stadt Gieren gebeten, um nach. Beendigung des Krieges sofort mit der Bantätigteit beginnen und somit an der Lösung der sozialen Wohnnn^fürsorgenüge tcilnehmen zii können. Tie Versammlung gibt zu diesem Vorgehen einstimmig ilue Genehmigrmg unter Hinweis daraus, daß außer den Mitgliederu auch in erster .Linie den h e i m ke h r e n d e n Kriegern ^Gelegenheit gegeben inerde, sich ein eigenes Heim zu verschaffen. Anmeldunsen werden jetzt schon von der Leitung der Genossenschaft eutgegengenommen. ** Das heutige Kreisblatt enthält eine Bekanntmachung, betressend E r n t e e i n schätzu n g im Juli, August und September 1910, die Bildung von Schöffen- und Schwurgerichten, die Versorgung mit Frühkartoffeln mrd die Beschaffung von Z i ege n b ö ck c n. Landkreis Gießen. = Lang-Göns, 8. Juli. Der Landwirt Anton Belte, der. wie hier berichtet wurde, vom HeuwaEN fiel und sich dabei schwere innere Verletzungen zuzog, ist diesen erlegen. e. W i e f e ck. 10. Juli. Musketier Wilhelm Mandler von hier, 8. Komp. 6. Pommerfches Inf. Regt. Nr. 49, erhielt die Hessische Tapserkeitsiuedaille. Kreis Büdingen. — Büdingen, 9. Juli In den letzten Tagen wurden bei der Berührung herabgesatlener Hochspannungsleitungen melirere Personen so erheblich verletzt, daß sie in ärzliche Behandlung gegeben werden mußten. A Nidda, 9. Juli. Heute fand in der hiesigen evangelischen Kirche die sechste Gedächtnisfeier für die seit der letzten Feier im Weltkriege gefallenen 8 Krieger ans unserem Kirchspiel statt Das fffotteshaus war dicht besetzt. An der Traueneier beteiligten sich crn.ch geschlossen die Krieger vereine von hier und Michelnau, sonne die marschsähigen Verwundeten aus dem hiesigen Larrelt. Ter erste Geistliche, Psarver Werner, sprach herzlich erbauende, trostreiche Worte und schloß mit einem turzeu Lebenslauf jedes einzelnen der Helden. Es waren dies: Wilhelm Blöcher, Landwirt, Heinrich Herzberger, Weißbindermeifter, Ludwig H o henadel, sind. med. und zitletzt Fahnenjunker, Ernst Metz, sind. jur.. Hainz Oe hl. Primaner nnd Kriegsfreiwilliger, Ehrich Mäußler, Schlosser, sämtlich aus Nidda: sowie Wilhelm Lauster, Schneider rmd Gustav Braun, Zimmermann, beide aus Unter-Schmitten. Sie standen im Alter zwischen karim 20 imd 25 Jahren. Bis jetzt hat der Krieg tiger Kranzspenden, unter denen solche des Deutschen Kaisers, des Königs von Bulgarien u. v. a. ganz besonders erwälMt seien. Auch> die Gemeinde und die Kirche Ortenberg hatten einen kostbaren Lorbeer- und Palmenfranz niederlegen lassen. Die G-e- däckstuisrede hielt Konsistorialrat Brehm über das bekannte Jevemiasworl: weiß wohl, was ich für Gedanken mit euch habe, Gedanken des Friedens und nicht des Leides, daß ich euch das Ende gebe, auf das ihr wartet." Der Redner schilderte den Fürsten als Mann des Volkes, als Freund der Kinder, als Held des Vaterlandes und als Wahrer der ftommen Traditionen des hohen Hauses und schloß unter warmen Trostesworten für die hohen Leidtragenden. Umrahmt war die s^ier von Chor- und Gemeind egesang am Anfang uud Schluß. Nach dem Gottesdienst setzte sich dann unter Bortrrtt eines Teils der Regt nveittskapelle der Gardekürassiere, der vielen AbOrdnungen und Vereine, der Geistlichkeit und unter Nachfolge der hohen Leidtragenden und einer unübersehbaren Zalst von Teilnehmern der Leichenzrug Mm Gottesacker in Bewegung, wo nach Gebet und Einsegnung die Leiche in der Familiengruft beigesetzt wurde. Chovgesang und stilles Gebet schloß die ernste Feier. Kreis Schotten. --- Groß-Gi'chen, 9.Juli Die Molkereigcitoffett schaft Bogelsberg erzielte im letzten Jahr bei einem Geschästs- mnsatz von 51095,95 Mk. einen Reffrgewffnr von 5353,58 Mk. Die Zahl der Mitglieder sank von 196 auf 132, denrentsprechend verminderte sich auch die Gesamt-Haftftmrme von 98 000 Mk. auf 66000 Mk. Der Molkerei wurden 1 152 007 Kilogramm Ntüch im Jahre 1915 zugeftihtt. §»Hart man ns harn , 8. Juü Iw den letzten Mm-Hen. stel Gefreiter Friedrich Ahlbrand, Jnf^Mgt. 132. FriedrichAhl brand wurde bei Ausbruch des Krieges als Ersatz-Reservist ein- gesoqen und war mit dem Eisernen KlruAe aUsgezeichuret. Er ist das dritte Kriegsopfer aus unserer Gemeinde. Kreis Friedberg. oa. Friedberg, 8. Juli. In. der StadtvmDrdnctenver-, sammttmg wurde im Mitteilung eines Regiments verlesen, daß. der Unteroffizier Heinrich Hahn mit dem Militärverdienstkreuz mir Schwertern nnd den: Eisernen .Kreuz ausgezeichnet morden sei. — Tü Rechnung von 1914 wird geneMigl. Sie schließt mit einem Ueberfchuß von 129 119 Mark ab. Ter Vorawchlag für 1916 wird mit einigen Abänderungen genehmig:. Tie Steuer muß um enven geringen Prozentsatz erhöht werden, und bettägt 126 Prozent für das Einkommen und 22 Prozent für das Vermögen. Der Verwcrltungsbericht der Sanitätskolonnr wird zur Kenntnis genommen imd silr 1916 100 Mark Unterstützung be willigt. Ter Voranschlag der Augustinerschule schließt in Ein nähme mit 89 850 Mark, rn Ausgabe tust 170 2*0 Mark ab. Der Zuschuß erfordert 80 210 Mark. Davon hat die Stadt 32 000 Mart zu tragen. Kaufmann C. Helbrecht hat eine Kriegsanleihe von 100 Mark gestiftet, deren. Zinsen der Klein kindcrsclpcke zufallen ollen. Die Stadttaffe soll an den Postscheckverkehr angeschlossen loerdcu. Die Amtszeit des seitlwrigsr Beigeordneten Falk ist abgelaufen, er wird wicdergetvählt. -- Butzba ch, 9.Juli. Gin schwerer Jagdunfall trug sich SxrinÄtag abend, ttirz nach 9 Uhr, im hiesigen Walde zu. Der 42 jährige Lehrer Jolef Schmidt aus Franksurt-Sachsenhausen befand sich auf dem Llnstande, als er durch einen unglücklichen Zufall 4 Meter tief vom Gerüst abstürzte. Tr erlitt einen schweren Obcrschenkelbruch, erhebliche Verletzungen rm Gesicht und am Kops und zahlreiche Hautabschürfungen. Tr lvurde heute früh mir dem ersten Zuge nach Frankfurt gebracht und dem! dorttgen Städtischen Krankenhause xugeführt. --- Ans der Wetteran, 8. Juli. Die Helrernte ist mrrt allerorts unter Dach und Füch und nun erst läßt ich ein abschließendes Urteil mitöeilen: es war eine Ernte, wie sie der Landmann im letzten Jahrzehnt nicht einbrachte, sowohl was die Güte als auch die Menge cm.belan.gt. Wenn auck) teilweffe die regnmllficfte Witterrmg die Farbe verdarb, o hat doch der Nährwert nicht gelitten. Günstig war das Wetter für den Llnsatz des Meilen Schnittes, und es läßt sich bereits darauf schließen, daß auch eine gute Grum- meternte in Aussicht stehlt. Korn und Gerste reifen im Sonnenschein nunmehr rasch der Ernte zu. Nicht nur daß der Körnercrtrag gut ausfällt, auch wird der lange Halm den Stroherttrag um ein Bedeutendes vermehren. Auch Weizen und Hafer haben sich weiterhin gut entwickelt. Kartoffeln und Erbsen stehen meistens in voller Blüte und bereits werden die ersten Frühkartoffeln, die besonders auf leichten Böden eine ausgezeichnete Ernte liefern, geerntet und zum Versand gebracht. Nur ganz vereinzelt hat die Nässe den Kartoffeln geschadet, hauptsächlich da, wo das Wasser keinen Abftuß hatte. Dort sind sie „ersoffen^, wie man landläufig sagt. In der: Gärten und auf den Pflanzstücken sieht man prächtiges Früh- und Spätgemiffe. Auch Zwiebeln, Karotten, Erbsen gibl's in reicher Fülle. — Einen prachtvollen Anblick gewähren die Zwe tschenbärume, die überreich mit 'Früchten behängen fini> und unbedingt gestützt werden rnüssen. Diese in Aus- saht stehende gute f^^tschenernte ersetzt den Ausfall an Birnen, die fast keinen Behang zeigen, vollauf. Auch Aepfelbämne stellen bei einzelnen Sorten, wie Schafirasc, Eiserapfel, Rheinischer Bohnapfel, Gelber Richard, teilweise auch Winter-Gwldparmäne, einen guten Ertrag in Aussicht. Starkenburg und Nheinhcjsen. h, Darm stad t, 9. Juli. Aus Anlaß des hundert jährigen Gedenktags der Zugehörigkeit der Provinz Rheinl-esseu zmn Großl^erzogtum hat Provinzialdirektor Geh. Rat Feh namens der Provinz Starkenburg folgende-. Telegramm au die Provinzialdirektion Rheinheffen in Mainz übersandt: „Der schönen Schwesterprovinz sendet die Provinz Starkei:- bürg *Ttni heutigen Tage ihre herzlichsten nnd besten Glückwünsche. Möge die Entwickelung der Provinz für alle Zukunft eine reich gesegnete fern, möge sie in kommenden Friedens zetten einen ini m er größeren Auffchwimg nehmen nnd sich im Kranze ihrer Reben in Stadt nnd Land M stets wachserwer Blüte erttsalten. An den eini genden Fluten des denffchen Rhetms gelegen, wollen unr auch weiterhin in estriger Arbeit als treue Hessen und gute Nachbarn mfamnceitfrdjett zum Wähle des (Ganzen/' tb. Darnv-sdadt, 9. Job.. Major von Pfister Sckwaigchusen i. In diesen Tagen ist Major Hermann von Mster-Sch^rghusenchker im hähen Alter scstorben., der langjährige und nnermüdliche deutsche SprachreiNiger, der mit seltener Energie und Nv.chdOkcklrchkert in Wort und Schrift für die Entfernung alles undeuffchen Wesens nnd vor allem dem Unfug der Verwendung fremdsprachlicher Z^zeichromgen in der deutschen Sprache entgegengetreten ist. Major von Pfffter war in Thüringen geboren und batte zuerst die Offftürsbarfbähn gewähll, ging aber schon Anfangs der sechziger Jahre des ooriejen Jahrhunderts zunt akademischen Studium ül^r rrnd studierte besonders ff: Jena Germa- nistik; er war auch ein Schiller Jakob Grimms. Seft vielen Jahren wirkte er an der Darmlstädter Technischen Hochscknüe als Lehrer für Germianisttk nnd Waffen künde, bis chn effi hartnäckiges Leiden zur Ausgabe seines Lehrberufs zwang. Die Beisetzung der sterblichen Ueberreste des Verewigten erfolgte gestern nachmlltag unter sehr zahlreicher Beteiligung der LeÄtragcnden. Der Lehrkörper der Technischen Hochschule, mit dem Rettor, Geh. Dcrnrat Professor Barn dt, und Geh. Rat Profeffvr Walz, der Oberbürgerrnieiiter Dr. Gl äs rng, höhere Beamte. Offiziere und die Chargierten der lstesigen Bnrfchenjchaften, deren G>renmitgKied er war, folgten denr über und über mit kostbaren Kranzspenden bedeckten Sarg. An der offenen Gruft hielt Pfarrer Klee b er ge r eine ergreifende GedächtnGvede, und namvns der Burschenschaft Germania rief Real j schul-Drrektor Ha rr s itrg - Oppenheim dem Verstoriienen Worte herzlichen AndenSeuS noch. Kreis Wetzlar. w. Metzk«r^j9. JE. Iw dm-arbgeloufenen Woche tagte die Kre-is'süTrvHe M-e tzl ar uruter deml Vorsitz! deS Srft^ intküdenten Oseibel-Dutenftosen. ^re be-gcrrrn mit einem Gottesdienst in der Hosprtalktrckie. gehalten von Setnrnar Direktor Gno th. Ans der Tagesordnung der Slfnode ist hervorzüfteben die Anßgäbe des Königlichen Kvnsistorinlns: „Franenftilfe nnd Genverndedienfttd die von Pfcrroer Köhler aus Odenftansen in onsfMttlicher Waffe behandelt wurde -r. Krofdorf, 10. Jul,. Beim Schießen nach Vögeln schoß sich ein junger Mann in den Kopf und war sofort t o l. =: Oberkleen, 9. Juli. Für den verstorbenen Gemeinde Vorsteher Reuter wr»rde der Sparkasienrendant Karl R e i n e ck zum Gememdevorsteher gewählt. Hrsskn-Rassau. = Diez, 9. Juli. Die beiden Kreisgemeinden Eppenrod und Hirschberg decken ihre gesanrten Ausgaben aus ihren umfang reichen Waldungen und ihrem — Kapitalbesitz und erheben des halb keine Gemeindesteuern. Auch die Gemeindeäcker sind infolge dessen sehr medrig verpachtet. Eppenrod zählt 459, Hirschberg 300 Einwohner — Dom Main, 9. Juli. Ein Gemütsmensch war der Dieb, der kürzlich in einem Maindorfc aus dern Stalle zwei Kaninchen stahl und dem Bestohlenen als Entschädigung dafür zwei F l e i s ch k a r t e n am Ort der Tal zurückließ. X. Kasse l. 9. Juli. Unter dem Vorsitze des Regierungs- und Geh. Baurats Niematm hat sich in Kassel eine B e r a t u n g s st e l l c f ü r K r i e g e r g r ä b c r und K rieger- denkmälcr für den Regierungsbezirk Kassel gebildet. Als Ncit- glieder gehören ihr an Museumsdirektor Tr. phil. V ö h l au, Bezirkskonservator Tr. phil. H o l t m e u c v, Archuekt H u m- m e l, Stadtbauinspektor Labes, Professor Tr. L üe r, Direktor der Kgl. Kunstgeroerbeschule. Bildhauer S a u t t er, Lehrer au der Kgl. Kunstgewcrbeschulc, sämtlich in Kassel, Dechant Jestädt in Fritzlar, Superintendent I). Wissemann in Hofgeismar. Die Beratungsstelle, tvird unterstützt durch die Gewerbehalle und bcn Bund Heimatschutz, sie erteilt jede gewünschte Auskunst über Hcrrichtung von Kriegergräbern und Kriegerdenkmälern, insbesondere begutachtet sie eingesandte Entwürfe, vermittelt nötigenfalls neue Entwürfe und entsendet Sachverständige au Ort und Stelle. verinischte». * Lübeck, 19. Juli. Die 76jährigc, in einem abseits stehenden Hanse alleinwohnende Witwe Green wurde heute inorgeu e v * mordet ausgesunden. Alle Schränke und sonstigen Behälter der Wohnung waren erbrochen nnd dnrchwühlt. Als Täter wurden zwei Haniburger Arbeiter K n e e s ch und N i e m a n n verhaftet, 'ie haben bereits ein hZeständnis abgelegt. 'Bern, 9. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Dem „Eorriere della Sera" zufolge brach in den großen Kastanienwäldern der Insel Sali na, ungefähr 40 Kilometer von Stromboli entfernt, eine riesige Fenersbrunst aus, die sich auf drei kleine Gemeinden der Insel ausdehnte. Da die Schiffahrt wegen Kohlenmangel unterbrochen ist, kann für die bedrohte Insel nichts getan werden. _ Amtlicher Wetterbericht. O öffentlicher Wetterdienst, Gießen. Welleraussichten in Hessen am Dienstag, den 11. Juli 1918 Veränderlich, keine wesentliche Temperaturänderung: Gewitter neigung. _ Letzte Nachrichten. Die Bedeutung von Thiuumont. Basel, 10.Juli. Angesichts der französischen Zugeständnisse, daß die Deutschen nunmehr im Besitz von Tftiaumont sind, erklärt der nälitärische iMtarbcitcr der „Baseler Nachrichten", wie hoch der Besitz von Tliiauniont aus französischer Seite gcsäüitzt wird, geht aus dem halbanitticften Havas-Tctegramm vom I.Juli hervor, das- nach der vergeblichen Beseymrg durch die Franzosen sagt, der Wert dieser Einnahme sei beträchtlicki, denn die^tellung von Thiamnont vctteidige den Zugmig z:ir Schlucht rwn Fleurv, durch die der Feind versuchen kann, die Höhen „Kalte Erde" und Souville im Rücken zu fassen. — Der Genfer Berichterstatter der „Neuen Zürcher Zeitung" berichtet, aus der Linie Lyon—Paris seien zahlreiche Züge mit englischer Artillerie beobachtet worden. Es handele sich um Transporte aus Mittelnreerhäsen. (Köln. Ztg.) Die englisch-französische Offensive. Gens, 10. Juli, lieber den nrißlungenen Versuch der Engländer, sich des Torfes C o n t a 1 m a t f o n zri beinächttgan. meldet der „Petir Parisieu": Die Austteugungen der britischen Truppen richteten sich zuuächist gegen die dcittsären. Verteidigungslinierr vor dem Torfe Oviller's, da? nordwestlich der' Natwncrlsttaße Rouen—Balaucrennes get«geu uud vom Feinde stark befestigt worden ist. Tier Kamps, der am Mend noch nicht beendet war, schien sich zugunsten mfferec Verbiurdeteu zu wenden. Die Engländer iwrreit genötigt, zwei kleine Gelstilze östlich der Straße Fricourt— Contalmaffön zu nehmen. Dieser Augiusf ^bezweckte, eine Aktion gegen das au dem Kreuzpunkt von fünf Straßen gelegene Dort ContalMaison vvrzuöereiteu. In diesem Augenblick griff die deutsche Garde in den Kampf ein. Sie rückte ffrdeffen in der Richtung der Engländer vor. Der Z^ammenstoß war fürchterlich. Die englischen Truppen komtteu jedaä) das Gelände behau.pten: es gelang ihnen sogar, bis E-mttatrnnisou vorzustoßcn. Ern neuer hestigew Gegenangriff der Deutschen erfolgte. Drei stunden lang wütete der Kamps mit wechselndem Erfolge. Schlreszlich ,nutzten unsere Verbündeten zurückweichen und dem ,Feinde das Gelände lvieder abtreten. Das heißnufftrittene Dorf blieb m den Hcffrderr der Deuffchen. - Die WetteruiMmst nürd in offftiösen französischen ErgänKungsbericküen als .Hanptursache des andauernden Stillstandes der französischen Somm-eoperrrtimren lvzerchnet. Alle Kritiker sind darin einig, daß das Bestreben Haigs, seine Front mit der französischen aut gleieche Höfte zu bringen, großen Schwierig keitarr begegwatt Die rrrffische Offensive gegen Hindenburg. Rotterdam, 10. Juli. Die Hauptoffensive der Russen hat, so erklärt die „T imes" nunmehr angchairgen. Der L-chbw, den Ne den Oestervkächern im Süden versetzt häben, war nicht ihr Hauptzweck des russffchen Sommerscldzuges. Dies war eme verfrühte Einleitmrg. irm die Italiener ffn Trauteno zu entlasten. Während sie dieses hier vollkommen erreichten, stielte^ sie immer die Angen auf Hindenbnrg. Wir dürsvn ffn Norden iftcht dieselben staunenrrvegenden Ereignisse wie ffn Süden erwarten. Im allgemeinen geht es mcch im Norden gut. Im Westen haben diesmal dir Deittschen ebenso wie wir einen Angriff vorbereitet. Das erklärt, daß der Kampf außerordentlich erbittert ist. Jedoch fft die letzte englffchc cmttliche ^Ritteilung ermuttgend, dem: sie bestätigt, daß die zweite Phase des Sommerfeldzuges angefangen fttt. . . Das russttch-lmmntsche Abkommen. Tokio, 9. Juli. Reuter Meldet: Das Ministerium des Aeußern erläßt folgende Erklärung: Das neue ruffisch- japanischc Abkommen rst als wichtige ErgänKorg anderer internationaler Verträge gedacht rurd soll die Stabilität m Ostcpien sichern. Das Dokmneut ist kurz gefaßt, aber von weffreichettder Brfayn\ Kl«idorl&nse m. Brut, Flöhe, Wanzen vernichtet radikal W. Z. 75198. Farb- imd geruchlos. Reinigt die Kopfhaut. Be- förd. d. Haarwuchs. Vorhüt. 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Großvater Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Gast- und Landwirt Johannes Weber Veteran von 1870/71 zweitägigem schweren Krankenlager heute nachmittag um 12Vs Unr im Alter von 67 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Ww. Weber und Angehörige. Dutenhofen und im Felde, den 8. Juli 1916. [010640 Die Beerdigung findet Dienstag nachmittags um 1 Uhr statt. msm 8 iezcstt Kmsrmi-Verti» Täglich frisches Obst: 5obannisbcereu, Stachelbeeren. Kriibbiruen, Pftrnche.Mlrabellcn, Sauerkir|chen,2rprikojen. Der Verkauf erfolgt zu Verbraucher»Höchstpreisen nur an die Mitglieder gegen Vorzeigen der Mitgliedskarte in der Geschäftsstelle des Vereins Mäusburg 5, vormittags von 10—12 Ubr. u000v Die Vorsitzende. - ia. demäseis. Beginn am Freitag, den 14. d. M. 2 l / 2 Uhr in der Aliceschule. Dauer 5-6 Nachmittage im Laufe der nächsten 4 Wochen. Material ist von den Teilnehmerinnen mitzubringen. Anmeldungen schriftlich oder mündlich an Steinstraße 10 . «saß Nachruf Tieferschüttert bringen wir unseren Mitgliedern hierdurch zur Kenntnis, dag unser lieber Kollege Herr Peter Sch and Kgl. Lokomotivführer infolge eines Unfalles als Opfer seines Berufs in Toruocz Mngarn) gestorben ist. Der Verstorbene war ein treues Mitglied unseres Verbandes und hat sich durch fein freundliches opcnes Wesen die Achtung seiner Kollegen erworben. Sein Andenken wird stets in Ehren forileben. Ortsgruppe Gießen des Berbands Künigl. Preußischer und Grohh. Hesfischer Lokomotivführer. Gtetzen, den 9. Juli 1916. [4996D Dre Beerdigung findet Dienstag, 11 . Juli nachm. 4Vr Uhr aus dem neuen Friedlich statt. Erränge!. Ardeiiewerem. Unseren Mitgliedern die traurige Mitteilung, datz unser Mitglied der Königl. Lokomotivführer Peter Schaub gestorben ist. Der Vorstand. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag ^2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Um rege ^erlnahme wird gebeten. 4999D $ Der Vortrag von Frl. Hof über tarn« m wird- in der Küche der Aliceschule, Steinstraße 10, morgen 4988D abend LLLD 8 flfir nochmals wiederholt. Eintritt frei für jedermann. ö-K-LiB.-Vyll». von ruh. Familie zum 1. Oktober gesucht. Offerten in. Preisangabe an Carigetemar, Schulstr. 5. [ 01063,J rische Zischt oivdsz heute eintreffcnd, feinste Angelschellfische in drei Preislagen, Cabliau ohne Kops, frische Fischkoteletts. Gebrüder Verdur Bahnhofstr. 27. Fernspr. 231. Photogr. Apparate grösstes Lager in allen Preislagen sämtliche Bedarfs-Artikel stets vorrätig in der | CentralDrogerie, Schuistr. Alle Photo-Arbeiten werden schnell und korrekt ausgeführt. 1760 Konkursverfahren. lieber das Vermögen des Landwirts Hermann Wilhelm Strasheim in Griedel wird heute am 8 . Juli 1916, vormittags ll */ 4 Ufjr, das Konkursverfahren eröstnet. Der Prozeßagent W. Poppelsdorf in Butzbach wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungensind bis zum 15. August 1916 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretendenfalls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Mittwoch, den 23. August 1916, vormittags JO Uhr, vor dem Unterzeichneten Gerichte, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursnmsse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird ausgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen,für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 30. Juli 1916 Anzeige zu machen. 4937 D Zugleich werden geilt. § 87 Konk.-Ordn. vor- läufig bis zur ersten Gläubigerversammlung der Landwirt Georg Wilhelm Vissel, der Ortsgerichts- vorsteher Streb und der Ortsgerichismann Strasheim sämtlich in Griedel, als Glünbigeransschußmitglieder bestellt. Großherzogliches Amtsgericht Butzbach. rr.lsmy Wofc». IN. Vrmb z. verm -974_ Boghaissar S ir. 40. Al. Wolrnnna zu vermieten. TcusekMuftaürtcftc n 20. 4M, I Näh. Löwen a aste 22 81 . Kleine Wohnung zu verm. >>106421 Sandgasfe 41. Ges. nir August kräftige, zu verlässige?ran oder KÄiledeo für Vormittags und einige Nachmittagsstunden. [4993 Näheres tu der Geschäftsstelle des _Gietzener Anzeigers. 2 Frauen ‘“ D zumKartoffelhäufeln aus 8 Tage gesucht. Zu ersr. i. d. Geschäftsstelle d. Giefi. Anz. SMe-Wltnl das schon in besserem Haufe gedient, als Hausmädchen zum 1. Aug. gesucht. Justiz intBr. Juua,Bahnhofstr.46. Ein tüdiiijjes, iloißigas, ev. 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