Kr. (bv Der «Kaftfeer erfrag t i rt töqüch, mcher Btfnntag«. - De Nagen: v iermal ivöchentticli SietzenerZavMievdläNer; zioermal wöchentt.Nreis- blattfür-euNreiL Hetzen (Dienstag und Freitag): zroeimal motuiil. Land- wttffrvLstllche Zeitfragen Ferüjprech - Anschlüsse: UirdieSchrNtleitungilZ Verlaq^AeschättsstelleSI Adresse iilc Drahtnachrichten: Av-eigerHiehen. Annahme von Anzeigen iür die TageÄnumner bis zum Abend vorher. Erster Blatt #6. Jahrgang vonnerrtag, 6. Juli $16 Vez» qSvrcr >. monatt. 90 Ps.. viertel- jährl. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen moiratl. 80 Pf.: durch die Post Mk.2.45viert-l- jährl. ausschl. Bestellq. Zeilenpreis: lokal 15Ps., ausw. 20 Pf. — Hauptschristleiter: Aug. Goey. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz: für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R.Zenz; Rotationsdruck und Verlag der Srühl'schen Univ.Such- und Steinürnckerei R. Lange. Schnstleitung. Seschästsstelle und Druckerei: Schulstr. X f,u ' öcu ail,}cm ' n ‘ c ' 1: *■ Beck, fänitlich IN Gießen Die semdliche OffeHve stsK. Reue Taten tinferer ll-voste. (WTB.) Großes Hauptquartier, 5. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Von der Küste bis zum Ancre-Bach. abgescbcn von kleineren Erkimdungsgefechten. nur lebhaft'.- Artillerie- und Miuemverfertätigkeit. Die Zahl der in den letzten Tagen auf dem rechten Ancre-Ufer unverwundet g e f a n g e n e n Engländer betrügt achtundvierzig Offiziere, acht- h u u d e r t s i e b e n u n d s c ch z i g M a n n. An der Front zu b e i d e n S c i t e n d e r S o m m e sind seit gestern abend wieder schwere Kämpfe im Gange. Der Feind hat bisher nirgends e r n st e Vorteile zu erringen vermocht. Auf dem linken Maasufer verlief der Tag ohne besondere Ereignisse. Auf dem rechten Ufer versuchten die Franzosen erneut mit starken Kräften, aber vergeblich gegen um serc Stellungen nordwestlich des Werkes Thiaumont vorzukommen. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Die Kurkändischc Küste wurde ergebnislos von Sec her beschossen. Die gegen die Front der Armeen des Gcncralfeldmarschalls von Hindenburg gerichteten Unternehmungen des Gegners wurden besonders beiderseits von S mo r g o n fortgesetzt. Unsere Fliegergeschwader warfen ausgiebig Bomben auf die Bahnanlagen und Truppcnansammtungcn in Minsk. Heeresgruppe des Gcneralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Die Russen haben ihre Angriffstätigfeit auf der Front von Zirin bis südöstlich von Baranowitschi wieder aufgenonr- me«. In zum Teil sehr hartnäckigen Kämpfen wurden sie abgewiesen oder aus Einbruchstellen zurückgeworfen. Sie erlitten s ch w e r st e V e r l u st e. HeeresgruppedesGcneralSvonLinsingen. Beiderseits von Ko st i u ch n o w k a (nordwestlich von Czartorysk) und nordwestlich von Kolki sind Kämpfe im Gange. lieber den Styr westlich von Kolki vorgedrungcnc russische Abteilungen werden angegriffn. An vielen Stellen nördlich, östlich und südwestlich von Luck bis in die Gegend von Werben (nordöstlich vonBere- steezko) scheiterten alle mit starcen Kräften unter nommenenVersuchedesFeindes, uns die gewonnenen Vorteile wieder zu entreißen. Die Russen haben, abgesehen von s ch w e r e n b l u t i g e n V e r l u st e n. an Gefangenen elf Offiziere, eintausendcinhundert- neununddreitzig Mann eingcbüßt. Bahnanlagen und Truppenansammlungen in Luck wurden von Fliegern angegriffen. Armee des Generals Grafen von Bothmer. Südlich von Barysz hatte der Feind vorübergehend auf schmaler Front in der ersten Linie Fuß gefaßt. U n s c r e E r - folge ßü dö ft l ich von Tlumacz wurden erweitert. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. • «erlitt, 5. Juli. (WTB. Amtlich.) Am 4. Juli hat eines unserer Unterseeboote in der südlichen Nordsee einen feindlichen U n t e r s e e b o o t s z e r st ö r e r versenkt. S. M. Unterseeboot „U3 5", das ein Handschreiben Seiner Majestät des K a i s e r s an Seine Majestät den K ö - nig vonSpanien und Arzneimittel für die in Spanien internierten Deutschen nach Cartagena brachte, ist nach erfolgreicher Losung seiner Aufgaben zurückgekchrt. Das Boot versenkte auf der Fahrt unter anderem den bewaffneten französischen Dampfer „Hcrault" und erbeutete ein Geschütz. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Dank und Bewunderung für unsere tapferen Kämpfer an der Westfront »müssen jetzt die Herzen aller derer erfüllen, die an der Hand der einlaufenden Berichte sich auch über die Gründe Gewißheit verschaffen, warum der große Ansturm der Engländer und Franzosen gleich im Anfang so erfolgreich aufgehalten werden konnte. Die Feinde selbst berichten uns mehr darüber als die deutschen Quellen. Der amtliche deutsche Bericht ist kurz und bestimmt: er kennzeichnet mit wenigen, oft sehr markanten Sätzen die allgemeine Lage, z. B. wenn er vorn Feinde sagt: „Dem hohen Einsatz an Menschen entsprachen seine Verluste" — aber er verzichtet auf Selbstlob und hebt sich charaktervoll von den amblichen Verlautbarungen der Feinde, besonders der Russen, ab, die sich neuerdings darin gefallen, die tapferen Obersten und die tapferen Rittmeister Soundso besonders hervorzu- heben, auch wenn sie im Gefecht nur verwundet worden sind. Die Tapferkeit unserer Streiter wird aber vonl Feinde ins rechte Licht gesetzt. Die Engländer haben uns mehrfach Schilderungen über die Schwierigkeiten ihres Vordringens gegeben, womtt das Heldentum der Deutschen sehr lebhaft widergespiegelt wird. Sieben Tage in ununterbrochenem Trommelfeuer, ohne Nahrung, ohne anderen schütz als Gräben und Erdhaufen, so haben unsere Soldaten ausgeharrt. und als die feindlichen Sturmkolonnen heranrückten, da standett^die Ausgehungerten aus und kämpften und hielten ihre Stellungen! Die Engländer erkennen diese Leistungen bewundernd an, und in den nachstehenden Meldungen erneuern sie ihre Urteile über deutsche Tapferkeit. Wir aber können nicht genug danken für dieses treue, über alles Lob erhabene Ausharren unserer '^cre. Die ganze Welt kämpft gegen uns in diesen Tagen. Was heißt das? Die „Rhein.- Westfäl. Ztg." deutet dies mit einigen Ziffern an: Tie Mittelmächte einschließlich der Kolonien bergen 133 Millionen Menschen, die feindlichen Länder 700 Millionen, ebenfalls einschließlich der Kolonien. Oder, die Mittelmächte einschließlich der Kolonien umfassen 4 Millionen, die feindlichen Länder 64 Millionen Quadratkilometer. Dabei sind unsere Kolonien so gut wie verloren. Gewiß rönnen die 700 Millionen d"r Feinde nicht in demselben Maße ausgenutzt werden, wie di? 130 Millionen der Mittelmächte, aber unermeßlich sind die Hilfsquellen der Feinde air Metallen, Lebensmitteln. Rohstofsen. Und damit nicht genug, ^arbeitet Nordamerika unablässig im Dienste der Feinde, sendet Südamerika seine Reichtümer unablässig und ungehindert nach England, wir aber stehen einsam wie der Fels im brandenden Meer. Im Osten wird im Kampf mit den Millionenhorden der Russen nicht weniger Großes geleistet. Auch dieser Gegner wird den deutschen und österreichisch-ungarischen Verteidigern gerecht, wenn es auch nur die Petersburger Presse ist (nicht der amtliche Heeresbericht), in der solche Wahrheiten zum Ausdruck kommen. Besonders auch aus die an der äußersten Südsront kämpfenden österreichisch-ungarischen Truppen muß eine gerechte Würdigung ausgedehnt werden; sie haben einer gewaltigen Uebermacht sich erwehren müssen. Major Morath macht dazu in seiner neuesten Besprechung der Lage im „Bert. Tagebl." folgende Aufzeichnungen: Der Widerstand der Armee des Generalobersten v.Pflanzer- Baltin hat nördlich von Jakobeny an Kraft Angenommen. Das erinnert an die Lag?, wie sie schon einmal in der Bukowina! bestand, kurz bevor die Russen längs der rumänischen Grenze über Kimpolung und über Radautz auf Bojan zurückgetrieben wurden. Gerade hier befindet sich die Armee unserer Verbündeten in der Hand bester Führung. Die lleberlegenheit der Russen ist nach schwedischen Quellen zum mindesten eine sechsmalige gewesen. Daher ist der Rückzug zu rechter Zeit und am rechten Orte, der die Armee aktionIfähig erhielt, eine äu Ferst anerkennenswerte Leist un d, zumal er sich in schwierigem^ Gelände abspielte und durch die Nähe der rumänischen Grenze auch in gewissem Sinne eingeengt wurde. Bei dieser Gelegenheit soll ausdrücklich darauf hin- gewiesen werden, daß nicht allein die neutrale, sondern auch die russische Presse für die Gesamtleistung des österreichisch-ungarischen Heeres der russischen MiMonen- armce gegenüber anerkennende Worte findet, und das Organ des bulgarischen K r iegsm inisterrums würdigt es, daß Oesterreich-UugarnS Heer, obgleich es zu Anfang des Krieges den schwersten Schlag der ungeheuren russischen Heeresmassen auszuhalten hatte, noch immer imstande ist, dem neuesten! russischen Anprall entgegenzutrcccn." Die österreich-ungarischen Truppen werden mit diesem Geist, mit ihrer vorzüglichen Kom- maudoführung und einer vortrefflichen Artillerie die Russen bald dabin zurückwerfen, woher sie gekommen sind." Die russische Zeitung „Rnsskija Wjedomosti" widerspricht dem unsinnigen Urteil, daS sich zu Anfang der russischen Offensive verbreitete. Dieses feindliche Blatt schreibt: „Es entspricht nicht der Wahrheit, daß der Rückzug der österreichisch-ungarischen Truppen in Unordnung und ohne Kampf erfolgt sei.... Die Oesterreicher und Ungarn verteidigen sich sehr tapfer und nur mit großen Schwierigkeiten und Opfern gelang es unseren Regimentern, teilweise den Widerstand zu überwunden." Und dann erzählt der Feind den Ruhm der f. und k. Truppen. Sie hätten, wo nur irgend möglich, neue Schlachten geliefert: bei Chromjakow hätten Oesterreicher elf Gegenangriffe nacheinander unternommen, in den Blockhäusern hätten sie sich mit ihren Maschinengewehren bis zur letzten Minute verteidigt, und man hätte nur die Soldaten gefangen nehmen können, welche derart umzingelt wurden, so daß ihnen kein anderer Ausweg blieb. Und über die Führung und Rückzugsstrategie sagt daS russische Blatt: „Wir haben einen tapferen und ernsten Gegner." Morath fügt hinzu: „Ich wüßte nicht, wie man noch besser über seinen Feind sprechen könnte, über dessen Wert in einsichtigen Kreisen nur ein Urteil besteht." Wir freuen uns dieser Feststellungen, denn desto besser ist es dann um die Zukunft des im Kampfe stehenden Mitteleuropa bestellt. Auch wir müssen ja fortan, wie unsere Feinde, noch mehr als bisher, eine einheitliche Kriegführung erstreben. Die letzten Tage haben erwiesen, daß General Brussilow nicht den Ruhm eines russischen Hindenburg genießen wird. Ter österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 5. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 5. Juli 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Auf deu Höhen nordöstlich von Kirlibaba in der Bukowina Geplänkel mit feindlicher Reiterei. Westlich von Kolo me a wurde eine mittags zum Angriff vorstehende russische Brigade durch unsere Artillerie zum fluchtartigen Zurückgehen gezwungen. Gegen Abend griff der Feind südlich von Sadzawra mit starken Kräften an: er wurde überall zurückgcwiesen. stellenweise nach erbittertem Handgemenge. Bei B a r z y s z westlich von Buczaez drangen die Russen vorübergehend in unsere Stellungen ein. Ein Gegenangriff führte zur Wiedergewinnung der ursprünglichen Linien. Bei Werben am oberen Styr brachte ein Vorstoß österreichisch-ungarischer Truppen 11 russische Offiziere, 827 Mann und 5 Maschinengewehre ein. Seit Tagen hat sich auf diesem Gcfechtsfelde das altbewährte Theresienstädter Infanterie-Regiment Nr. 42 hervorgetan. Südwestlich und westlich von Luck scheiterten abermals zahlreiche Vorstöße des Gegners unter schweren Verlusten für denselben. Im S t y r g c b i e t abwärts von Sokul bis über Rafalowka hinaus nahmen die Russen ihre Angriffe wieder auf. Westlich von Kolki versuchte der Feind unter erheblichem Kräfteausgebot auf dem Nordufer festen Fuß zu fassen. An zahlreichen anderen Stellen wurden russische Angriffe abgeschlagen. Italienischer Kriegsschauplatz. Im Abschnitt von Doberdo hielt das hauptsächlich gegen den Südteil der Hochfläche gerichtete feindliche Geschützfeuer an. Angriffsversucht' der Italiener gegen unsere Stellungen östlich von Monfalcone und Selz wurden abgewie- sen. An der Front zwischen Brenta und Etsch unternahm der Feind vergebliche Vorstöße gegen unsere Stellungen bei Roana und nördlich des Posinatales. Bei Malborghet und im Suganertale wurde je ein feindliches Flugzeug ab^- schossen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfcr, Feldmarschalleutnant. Der französische Bericht. Paris, 4. Juli. 3 Uhr nachmittags: Nördlich und südlich der Somme war die Nacht ruhig. Der Feind versuchte keine Gegenaktion. Die Franzosen richten.sich auf den eroberten Stellungen ein. ES bestätigt sich, daß daS von den Franzosen erbeutete Material beträchtlich ist. Zu den bereits nttt- geteilten kommen drei weitere Batterien, darunter zwei großkalibrige. hinzu. Immer deutlicher stellen sich die Wirkungen deS französischen Zerstörungsfeuers heraus. In einem einzigen Unterstand wurden 40 Leichen gefunden. Die Deutschen erlitten enorme Verluste, namentlich in der Einsenkung iwrdlich von AssevillerS und auf den Abhängen nördlich von Herbecourt. Ern französisches Flugzeug setzte einen weiteren deutschen Fesselballon nördlich von Frise in Brand. — Zwischen Avre und Arsne drangen äußerst: tätige französische EickundungSabteilungcn in feindliche Schützengräben erster Linie ein. Nordöstlich von BeuvraigneS und gegenüber von Vingr gingen sie bis in den UnterstützungSgraben vor und brachten Gefangene mit zurück. Auf dem linken Ufer der Maas mißlang ein deutscher Versuch auf die Schützengräben der Südabhänge des Mort H-omme in unserem Feuer. Aus dem rechten Ufer war der Kampf in der Gegend nordwestlich des Werks Thiaumont die ganze Nacht über lebhaft. Sechs aufeinander folgende Angriffe, deren letzterer von Ausgreßen brennender Flüssigkett beglettet war, schlugen fÄhl. Die Deutschen, durch unser Gcwehrseuer und unser Sperrfeuer niedergemäht. haben hohe Verluste erlitten. Die Franzosen galten ihre Stellungen vollständig bei. Die Franzosen erzielten im Laufe der Nacht einiget Fortschritte am Südrande der Fumin-WaldeS. Sie warfen die Deutschen aus Keinen Grabentettstücken nordwestlich der Damloup- Batterie. Im Oberclsaß w-urde ein deutscher Angriff auf daS Werk westlich von ASbach leicht zurückgeschlagen. Paris, 5. Juli. (WTB.) Amtlicher Bericht von gestern abend: Wrdlich der Somme war der Tag ch dem ganzen von den Franzosen besetzten Abschnitt ruhig. Südlich der Somme dehnten wir unsere Stellungen trotz des schlechten Wetters, welches die Operationen behinderte, nrährend des Tages südwärts und ostwärts aus. Wir bemächtigten uns der Gehöre zwischen Asser- villers, Barleaup und des Dorfes Belloy -en-Sa nterre, welche wir vollständig hatten. EstveeS siel auch in unsere Gewalt, bis auf ein Jiffelchen, auf dem die Deuffchen noch Widersdand leisten. Allein in der Gegend von Estrees inachten wir 500 Gefangene. Aus dem linken Maasufer Arttlleriebrnipf in der Gegend von Cchociourt und der Höhe 304. Auf dem rechten Ufer verdoppelten die Deutschen im Laufe des 'Tages ihre Anstrengungen in der Gegend von Thiaumont, welches sie seit Mittag mit einem sehr heftigen Granatfeuer großen Kalibers belegten. Gegen 2 Uhr nachmittags wurde nach mehreren abgeschlagenen Vrrsuchen'estr feindlicher Angrfff gegen das Derf Thiaumont angesetzt, dcffen sich di e De utschen zum vierten Male bemächtigten; unsere Truppen ^«ben in unmittelbarer Berührung mit dem Werke. Heftiger Tätigkeit der feindlichen Artillerie gegen die Batterie von Dam- l v uDe und Segen La. Äaufee. Auf der übrigen Front kein Ereignis. Luftkrieg. In der dtacht zum 4. Juli bewarfen unsere <5ulgzmg den Bahnhof mm Longuyon, die Sa.jrr bei Challerrrnge 4rnd Savigny, sowie militärische Anlagen in Laon. Belgischer Bericht: .Bon der Front der belgisck>en Armee rft nichts zu melden. Der englische Bericht. London, 4. Juli. Ter durch zahlreiche von anderen Abschnitten seiner Front iveggenommenc Bataillone verstärkte Feind Wrt überall fort, unseren Truppen einen sehr h a r t n ä ck i g cii Widerstand entgegenznsetzen. Während der Nacht setzten sich die liestigen Kämpfe m der Nähe von La Boisselle fort. Unsere Truppen wiesen mit großer Bravour die heftigen Gegenangriff- der Deutschen ab. Die Deutschen nahmen einen kleinen Teil der Verteidigungswerke südlich der Ortschaft wieder. Abgesehen davon ist die Lage in der Nähe von La Boisselle unverändert. Weiter südlich wurden während der Nacht einige Fortschritte erzielt. Unsere Truppen erbeuteten Kriegsmaterial und Gefangene. Auf den anderen Abschnitten der Front dauert der Schützengrabenkrieg stets mit großer Tätigkeit fort. Mehrere Raids wurden ausgesührt. Bei Armentieres versuchte der Feind einen Raid, wurde aber mit Verlusten abg-ewiesen. Einige verwundete Gefangene blieben in unseren Händen. Nachmittags 5 Uhr: Unsere Offensive war etwas gestört durch ein _ heftiges Gewitter, das von wolkenbruchartiqcn Regengüssen begleitet war. Südlich der Ancre bleibt die Lage unverändert. Die Operationen des Tages bestanden lwuptsächlich in kleinen lokalen Aktionen, die dazu bestimmt waren, uns in. den eroberten Stellungen zu behaupten. Die Gesamtzahl unserer .Gefangenen übersteigt jetzt 5000. 5. Juli: Die Kämpfe dauerten gestern den Tag über an. Wir machten leichte Fortschritte. La B o i s s e l l e s ist vollständig in unserer Hand. Ein deutscher Angriff im Süden von Tlffepoal wurde zmTückgeschlagen. Es fanden viele Luftkämpfe statt. Hinter den feindlichen Linien wurden sieben deutsche Flugzeuge herunter- aebolt. Wir erlitten dabei keine Verluste. London, 5. Juli. (WTB.) General Haig meldet vom 4. Juli Der Kampf dauerte auf unserer Südfront den ganzen Tag an. Wir machten an einigen Punkten einige Fortschritte. In der Nahe von Fri c ourt ergab sich der Rest eines ganzen Bataillons. Heftige Gefechte mit Bombenkämpfen fanden in den letzten 24 Stun-, sden in La Boisselle statt, das jetzt vollständig im Besitz unserer Truppen ist. Ein starker deutscher Bombenangriff am Nachmittag auf ihre ursprüngliche Front südlich T h i e p v a l wurde leicht mtt Verlusten für den Feind zurückgefchlagen. Zwischen Thiepoal und dem Anere-Fluß bombardierte der Feind energisch unsere, neue» Laufgräben. Unmittelbar nördlich der Ancre ist die Lage unverändert. Heute beträchtliche Arlillerietätigkeit bei Loos und der Hohenzollerschanze. Gestern nachmittag brach ein deutscher Ueberfall südlich Armcntiöres ultter unserem Gewehr- und Maschinengewehrfeuer vollständig zusammen. Der Feind hatte schwere Verluste. Unsere bombenwerfenden Flugzeuge griffen gestern erfolgreich die wichtigen Eisenbahnzentren Comines, Combkes und St. Quentin an. Unsere offensiven Flugzeugpatrouillen drangen weit in feindliches Gebiet vor und stießen auf eine große Menge feindlicher Flugzeuge. Es wurde lebhaft gesochten. Vier deutsche Flugzeuge wurden zum Niedergehen in ihren Linien gezwungen, ebenso drei andere, die beschädigt wurden. Wir hatten keine Verluste außer den gemeldeten. Englische Stimmen zur Offensive. Bern, 5.Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Zur englischen Offensive schreibt der Londoner Berichterstatter des „Cor- riere della Sera": Es liege nicht in der Absicht der Engländer, große GÄüetsstrecken zu besetzen, sondern die Widerst and straft des Feindes, die so gewaltig sei, »ne man sie eben nur von Derrtschen erwarten könnte, zu zermalmen. Bei Montauban z. B. sei das Scharsschützen-Regiment Gordon beinahe ausgerieben morden. — Der Londoner Korrespondent des „Se- cvlo" meldet, die Engländer hätten bei den letzten Angriffen dadurch überaus beträchtliche Verluste erlitten, daß sie glaubten, verlassene Schützengräben zu stürmen, aus deren Unterständen jedoch plötzlich ein höllisches Maschinen- gewechrfeuer in ihrem Rücken eröffnet worden sei, das alles niedermähte. Der Berichterstatter hebt hervor, daß die Deutschen wiederum im Schützengrabensystem ganz neue Verteidi g un gs m öglich keiten cingesührt hätten, das in vielen Fällen die anstürmenden Angreifer habe in Verwirrung bringen können. London, 5. Juki. (WTB. Nichtamtlich.) Reuters Berichterstatter beim Hauptquartier in Frankreich schildert in einer Drahtung vom 3. Juki den ersten Angriff auf'den vorspringenden Abschnitt der Front bei Gommecourt. Danach begannen die Deutschen, als die Engländer mit der Arftllerrebeschießung ansingen, sofort ihrerseits ein entsetzliches Sperrfeuer vor ihre eigenen und vor und hinter die englischen Laufgräben zu legen, um die Hinzuziehung von Verstärkungstruppen zu verhindern. Der Raum zwischen den beiderseitigen Laufgräben ist hier ungefähr 300 Dards breit, eine ungewöhnliche Breite für einen Stnrmlauf. Trotzdem verließ die englische Infanterie, als der Befehl zum Sturm gegeben wurde, ruhig wie bei einem Manöver die Laufgräben und rückte in einem höllischen Feuer vorwärts. Da ver- richleten dieDeutschen eine besanders'große Heldentat. Sie betraten selbst die von englischen Granaten bestrichene Zone, brachten ihre Maschinengewehre in Stellung und richteten ein mörderisches Feuer aus die Engländer, obwohl sie selbst durch die englische Artillerie wegg-emäht wurden. London, 5. Juli. lWTB. Nichtamtlich.) Der militärische Berichterstatter der „Times" meldet aus Paris vom 4. Juli, daß der größere Teil der deutschen Truppen im Angriffsraum au der englischen Front stehe. Es werde von vielen L-eiten bedauert, daß der Feind die Richtung, aus der der Angriff kornmen würde, feit langem vorher sah, und daß ihm reichlich Zeit gelassen lvar, um "Gegeninaßregeln zu treffen. Das fei icher kaum zu vermeiden gewesen wegen der gewaltigen Truppen- massen, die aus Seiten der Verbündeten in Bewegung gesetzt wurden. Man habe lange Zeit gebraucht, um die Vorbereitungen, zu vollerrden und es sei auch eine langwierige Beschießung notwendig gewesen. Beim ersten Angriff hätten die Engländer viele wichtige Punkte erobert. Aber bei einigen stark verteidigten Dörfern in der deutschen Linie sei die Vorbereitung durch die englische Artillerie weniger wirksam gewesen, als man gehofft habe, und die deutschen Massen seien rechtzeitig in Bewegung gesetzt worden, um Gegenangriffe auszuführen, ehe es den Engländern gelang, den Widerstand ihrer kleinen Feldbcsatzun- gen zu brechen. „Times" schreibt in einem Leitartikel: Die große Krast- ampanuung des Feindes sei vorausgesehen worden und habe ganz mit der Erwartung übereingestimntt. Es seien drei Gründe vorhanden, warum die englische Offensive langsam unb methodisch vor sich gehe, wobei heftige Angriffe und manchmal unvorhergesehene Gefechte nötig seien. Die Deutschen hätten gewußt, daß dce Offensive bevorstehe und seien andererseits auf eineu Angriff der Franzosen nicht so gut vorbereitet gewesen. Außerdem besitze, der Feind nördlich der Somme bessere Verteidigungen und das Gelände nördlich dieses Flusses sei schwieriger als das südlich davon gelegene. „D a i 11) Chrvnicle" schreibt: Man könne erwarten, daß ebenso wie bei Verdun eine sehr langwierige Schlacht geliefert werden würde, wobei Tage mit heftigen Angriffeii und großer Kraftentfaltung mit Tagen abwechseln würden, die zur neuerlicher Konzentration und Vorbereitung verwendet werden würden. Eine Geheimsitzung des französischen Senats. Baris, 5. Juli. MTB.» Der Senat beschloß gestern mit allen gegen eine stimme, eine Geheim sitzung abzuhalten, um Wer me Richtlinien der nationalen Verteidigung und über die Gefamtpolink zu beraten. Alle Minister ivarrn anwesend. Die Wirtshäuser in Frankreich. Berlin, 6. Juli. Wie verschiedenen Blättern berichtet wird, müssen jetzt in ganz Frankreich alle Cafes und Al kocho l aus fchänte um 10 Uhr abends und in Paris um 10V 2 Uhr schließen. Kermanschah von den Türken besetzt. Konstantinopel, 4. Juli. (WTB.) Meldung des Korrespondenz-Bureaus. Nach einem erbitterten Kampfe westlich von K e r m a n s ch a h am 30. Juni zogen sich die Russen zurück. Sie konnten sich in Kermanschah nicht behaupten, worauf die Türken am 1. Juli die Stadt besetzten. Kermanschah ist eine größere Stadt nordöstlich von Bagdad in dem Grenzgebirge zwischen Mesopotamien und Persien. Sie liegt genau auf der Grenze zwischen den Provinzen Ardilan und Luristan. Der türkische Bericht. Konstantin opel, 5. Juli. (WTB.) Bericht des Hauptquartiers. Von der Jrakfront keine Veränderung. Nachdem unsere Truppen die Russen in einem Kampfe geschlagen haben, ber in ihren befestigten Stellungen westlich von K e r m a n s ch a h am 30. Juni bis in die Nacht dauerte, d r äuge n 1 ic morgens in die Stadt ein. Die Ereignisse haben sich seit dem 29. Juni folgendermaßen abgespielt: Am 29. Juni war festgestellt worden, daß die 8vussen entschlossen waren, sich mit allen Kräften in der Ortschaft Mahidescht zu verteidigen. Aber infolge der Verfolgung unserer Truppen und der schnellen Wirkung unserer Umfassungskräfte konnte der Feind sich.dort nicht halten. Er trat unter dem Schutze seiner Nachhut, die er dort ließ, den Rückzug in vorbereitete Stellungen westlich Kermanschah an. Als am 30. Juni die Nachhut des Feindes zurückgewichen war, zogen unsere Truppen in Mahidescht ein und nahmen alsbald die Verfolgung der russischen Streitlräfte auf. Am Nachmittag wurde der in befestigte Stellungen westlich Kermanschah haltende Feind in der Front und in der' Fläni'e bedrängt und in einen Kampf verwickelt, der bis in die Nacht dauerte.. Schließlich mußten die Russen in der Nacht zum 1. Juli ihre Stellungen vollständig ausgeben und sich in die Stadt Kermanschah zurückziehen. Am frühen Morgen drangen unsere Truppen, ohne dem Feind Zeit zu lassen, einen Straßenkampf zu liefern, in drei Abteilungen in die Stadt ein, woraus sie dem Feind zwangen zu fliehe n. So brachen unsere Truppen trotz des sehr schwierigen Geländes, auf dem sich die Ereignisse abspielten, und trotz einer Entfernung von 200 Kilometern von der Grenze bis Kermanschah, ohne Straßen mit Verpflegungsmöglichkeiten, ohne dem Feind einen Augenbli.'k Ruhe zu gönnen, den l>art- näckigsten Widerstand, den er an jeder Stelle leistete, die nur die ge- ringfte^Aussicht auf Erfolg bot. Sie boten mit großer Ausdauer ollen Schwierigkeiten, die sich vor ihnen austürmten. Trotz und verfolgten mit Erfolg das eine Ziel, der Willkür des Feindes in diesen Gegenden ein Ende zu machen. Aus der Kaukasusfront in den Abschnitten des rechten Flügels und im Zentrum kein Ereignis. Im Tschorokab-, schnitt örtlicher Feuerkampf. Im Abschnitt nördlich des Tscho- rok wurde der Feind infolge eines glücklich ausgesülTtten Ueber- raschungsangriffes -eines Teiles unserer Truppen auf sein Zentrum aus seinen Stellungen hinausgeworfen. Wir erbeuteten dabei zwei Maschinengewehre und sechs Geschütze, Sonst nichts von Bedeutung. * * * Eine französische Anleihe in Amerika. London, 5. Juli. (WTB.) „Daily Telegraph" meldet aus New Port vom 4. Juli: „Tie Verhandlungen über einen französischen Kredit von 100 Millionen Dollars in den Vereinigten Staaten sind zum erfolgreichen Abschluß gebracht worden. Es wurde eine Fin a nz ge s e l l s ch a f t von kapitalkräftigen, den Ententemächten angehörenden Banksirmen hier gegründet. Diese Gesellschaft wird dem Vernehmen nach als nichtamtliche Stelle ihre Tätigkeit ausüben. Durch sie kann die französische Regierung ihre flüssig gemachten Sicherheiten neutraler Länder verwerten. Die Finanzgesellschaft wird nach Empfang der erwähnten Sicherheiten als Unterlage für ihren Kredit sich selbst bezahlt machen durch den Verkauf ihrer eigenen Schnldverschrek- bungen, für die eben dieselben Sicherheiten ein Unterpfand bilden werden. Der Umstand, daß die englische Regierung die flüssig gemachten amerikanischen Wertpapiere ohne ernstliche Storung des hiesigen Marktes abgestoßen hat, bildet in Bankkreisen den Gegenstand sehr günstiger Besprechungen." Die italienischen Finanzen. Jft om, 5. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenzia Stefani. Der Senat erörterte die Regierungserklärung. S ch a tz- minister Carcano führte aus: Am 30. Jimi habe ich gesagt, daß die Steigerung der Einnahmen für den Etat 1915/16 ungefähr eine halbe Milliarde betragen habe. Jetzt, wo ich auch die! Ziffern für den Monat Juni besitze, kann ich genau angeben, daß die Steigerung der Einnahmen 529 Millionen Lire erreichte. Tie wirtschaftliche und geistige Lage des italienischen Volkes ist so beschaffen, daß die Mittel nicht fehlen werden, um den Krieg inimer entschiedener bis zu einem völligen Siege zu führen. Die Kriegsausgaben, die sich anfangs aus 450 Millioneu monatlich beliefen, erreichen gegenwärtig 600 Millionen und werden bald 1 Milliarde übersteigen. Aber wir machen kerne Schulden, ohne uns der finanziellen Mittel vergewissert zu staben für die Zahlung der Zinsen. .Für den Augenblick gestatten uns die getroffenen Maß- nahmen, die Zinsen mehrerer Milliarden zu bezahlen. Andere Maßnahmen werden ohne Zweifel nötig sein. Aber die italienischen Steuerträger werden mit der gewohnten Tugend die neuen Opfer tragen, die man rwp ihnen verlangen nstrd. Die Regierung wird es sich angelegen sein lassen, besonders die Reichen zu treffen und die Armen zu schonen. Italien und England. Bern, 5. Juli. (WTB.) In der gestrigen Sitzung des italienischen Senats betonte Marconi die "Notwendigkeit einer stärkeren Propaganda bei den Alliierten und den Neutralen, da Italiens Anstrengungen in dem gegenwärtigen Kriege noch immer nicht voll anerkannt würden. Das englische Volk kenne die Opfer Italiens, aber das englische Heer wisse nicht, was die Marine und die Industrie Italiens für England und alle anderen Verbündeten täten. Marconi fuhr fort: Obgleich -vir über nur wenig Sch i f f s r a u m verfügen, haben wir England in nicht geringem Maße unterstützt, worüber dieses aber ein feierliches Schweigen bewahrt hat. Ich möchte auch- daran erinnern, daß im letzten Herbste Italien, ebenso wie Frankreich, einem unserer großen Verbündeten Waffen und Munition lieferte, der jetzt - zeigt, daß sie ihm zustatten kommen. Frankreich rühmte sich dessen, während Italien darüber schwieg. Was Miseren Krieg betrifft, so sind der Jnsormatrons- btenft und die Auslands Propaganda absolut ungeirügend, was besonders während der ö st c r r e i ch i sch e u Offensive zu bedauern .war. Tie Bewertung unserer Hilfsquellen ist unvoll- kvmrnen: in Rußland, England nnd Frankreich wird Italien noch immer als eine arme. Nation angesehen! Unter dem lebhaften Beffall des Hauses rief Mareoni: „Nur eine Macht hat unser« Verl-ältnisse vollrommen begriffen und hatte die Hoffnung, ja hat sie wohl nockf heute, tue wirtschaftliche Herrschaft über uns nicht zu verlieren!" Seine Rede schließend, bemerkt Marconi: Unser Heer ist tapfer;, wenn auch noch nicht sehr stark, unsere Handelsflotte ist jedoch ungenügend. Der Seekrieg. Berlin, 5. Juli. - Priv. Trlff Ter „Berl. Lokalanzeiger" meldet aus Gens: Nach einer Meldung des „Temps" betrug nach dem letzten dNonatsbericht die Zahl der durch Minen zerstörten Handelsschiffe der Alliierten 60 mit ungefähr 160000 Tonnen Gebälk als stärkste MorratsZiffer. Amerita und Mexiko. Washington. 5. Juli. WTB., Meldung des Reuter'scheu Bureaus. Tie mexikanische Antwortnote auf drc zwei letzten Noten der Vereinigten Staaten ist hier eingegangen. Es heißt, daß sie im versöhnlichen T o n e gehalten ist und als Grundlage für eine gütliche Beilegung dienen kann. _ Aur dem Reiche. Berlin, 6. Juli. Die Beförderung der Frühkartoffeln auf der Eisenbahn ordnet ein Erlaß des Eisenbahnministers an. Bei der außerordentlichen Wichtigkeit der Verwertung der Frühkartoffeln für die Boltsernäh- rung müsse mit der großen Empfindlichkeit und Leichten Verderblichkeit dieser Sendungen ^rechnet werden. Berlin, 6. Juli. Für Unterstützung der Kriege r f am i l i e n einschließlich Mietsbeihilfe sind in B e r l in seit Ausbruch des Krieges bis Ende Juni 1916 zusammen 150 Millionen Mark, davon im Juni 10y 4 Millionen Mark, aus bezahlt worden. Auch der „Vorwärts'" erkennt an, daß es für die Steuerkassen wie si'rr die Unterstützungskommissionen eine nicht beringe Leistung gewesen sei, in den ersten Wochen nach Kriegsausbruch eine Flut von 37 254 Anträgen über sich ergehen zu lassen. Berlin, 5. Juli. Die „Voss. Ztg." meldet aus Berlin: Die Witwe des Generaldirektors Dr. Emil Rathen au, Mathilde Rathenau, hat der Universität Berlin eine Schen- kung von 200 000 Mark zur Errichtung einer Erich- Rathenau-Stistung gemacht. München, 5. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Die Korrespondenz Hoffmann meldet: Morgen kehrt der König von Bayern vom Kriegsschauplatz hierher zurück. Auf der Fährt nach dem Westen begrüßte ihn in Stuttgart der König von Württemberg, in Karlsruhe der Großherzog und die beiden Großherzoginnen. Die Reise ging zunächst ins Große Hauptquartier zum deutschen Kaiser, welcher seinen Besuch nach einigen Tagen in dem Standquartier des Königs erwiderte, sddann zum deutschen Kronprinzen und zu den vor Verdun käntpfendeu bayerischen Regimentern, denen der König seinen königlichen Dank sowie seine ganz besondere Anerken- nung für die heldenmütige, sieggekrönte Tapferkeit in dem Ringen vor Verdun aussprach. Weiter besuchte der König den Kronprinzen Rupprecht und die seinem Oberkommando unterstehenden bayerischen Truppen und besichtigte die Stellungen der sechsten Armee, an denen sich in den letzten Taqen Angriffe der Engländer entwickelten. Er zeichnete, wie bei Verdun, Offiziere und Mannschaften mit Orden aus. Den Kronprinzen Rupprecht ernannte der König zum Inhaber des ersten bayerischen Feldartillerieregiments; er stellte die kommandierenden Generale von Tylander ü la suite des 1. Infanterieregiments, von Gebsattel ü la suite des 1. Ula- nenregimentS und v. Fasbender ä la suite des 1. Jägerbataillons. Zuletzt besuchte der König von Metz ans die bayerischen Truppen an der Front von Lothringen. Den König begleiteten der Kriegsminister Frhr. Kreß von Kressenstein und der bayerische Gesandte in Berlin, Graf Lcrchenfeld. Aus Stadt und Land. Gießen, 6. Juli 1916. Die Kartoffelversorgrrug 1916/17, Die neue Kartoffelverordnung hat, wie der Nachrichtendienst für Ern äh rungss ragen schreibt, den organisatorischen Aufbau der Versorgung bekanntlich nicht geändert. Die' Beschaffung der Kartoffeln wird wie bisher den Ueberschußverbänden, die Verteilung an die nicht,'elbsterzeugenden Verbraucher den Komniimalverbänden und Gemeinden obliegen: die Vermittlung zwischen Ueberschuß- und Bedarssverbänden wird die Reick>skartosfelstelle, zum Teil mit Hilfe der Landes- und Provinziatkarwfselftellen übrnehmen. Wo solche Landes- und Provinzialstellen, die sich bewährt haben, noch nicht' bestehen, sind sie einzurichten. Ncöglichste Beschleunigung der Lieferungen, ihre zeitliche Zusammendrängung vor Eintritt btx den Verkehr hindernden Frostperiode, Anlage ausreichender, für die Verbrauchsmittelpunkte sofort verfügbarer Reserven werden die Zeü- gesichtspuntte der praktischen Durchführung der Versorgung sein. Zunächst wird der Bedarf für die menschliche Ernährung (Bedarf der Kommnrralverbände) sowie für die übrigen Stellen zu ermitteln sein, deren Verbrauch von der Reichskärtosf'elstrlle gedeckt wird. 9?ach welchem Rationssatze der Bedarf für die Ernährung berechnet werden wird, wird schleunigst durch Umfrage sestgestttlt iverden. Die Bedarfsverbände werden im, Juli ihren Bedarf für das neue Wirtschaftsjahr anmelden, im allgemeinen bis zur Höhe von V /2 Pi und pro Kopf und Tag, aber vorbehaltlich der durch örtliche Verhätrnisse bedingten Abweichungen. Jedenfalls wird die Kopfquote so hoch, als zur vollen Ernährung nötig ist, festgesetzt werden. Mißistände, wie sie nn Augenblick bestehen, müssen ftir das neue Jahr unter allen Umständen ausgeschlossen sein. Der endgültig ermtttette Bedarf wird dann auf die Produktionsbetriebe umgelegt: die ganz kleinen Betriebe werden dabei naturgemäß ausscheiden. Der notwerünge Eigenbedarf wird den Erzeugern belassen rverden: roas als solcher anzusehen ist, ,vird sobald als möglich genau bestimmt werden. Die nmgelegten Mengen, die zur Deckung des Winterbedarss (bis Mitte April) erforderlich sind, wird man den Landesvermittlungsstellen mid Bc- darfsverbärrden — darin liegt die Hauptschwierigkeit für die Lieferer und ff'tt die Behörden —- s 0 r a s ch a l smö g l i ch zmübren müssen, während sich für den Frühjahrs- und Sommerbedarf wohl die Lagerung der — der freien Verfügung entzogenen — Kartoffelvorräte bei den Erzeugern selbst empffehlt. Tie Bedarfsverbände sollen die Kartoffeln für den Wiitterbedarf ihrer Bevölkerung einlagern. Wo sich die Haushalttmgen iw Herbste für die gesamte kalte Jahreszeit selbst mit Kartoffeln zu versorgen pflegen, können und sollen ihnen die Kommunal verbände folcfye Eindeckung ermöglichen; die Lagerungs- und Verteilungssrage wird dadurch erheblich vereinfacht. Rattonierung des Kartoffel Verbrauchs wird auch in der kommenden ^^rntepe^^iode nicht zu vermeiden sein: doch ivird inan, wie gesagt, das Verbrauchsmaß so ausgiebig gestalten, daß jeder Mangel, wenigstens an diesem Nahrungsmittel, ausgeschlossen bleibt. Auch die Preisfestsetzung, über welche die Bei- Handlungen in nächster Zeit zum Abschluß kommeu werden, soll den begründeten Wünschen der Verbraucher soweit entgegenkommen. als es sich mit dem Hauprzicl der rechtzeitigen Anlieferung des vollen Bedarfs an die Verbraucher irgend vereinigen läßt. * ** Amtliche Personal»ächrichten. Ter Großherzvg hat am 5. Juli ds. Js. dm Finanzanirmann bei dmi Finanzamt Offmbach I Theodor Franz zu Offenbach a. M. in gleicher Menstcngmschast an das !Finanzamt (Reßm versetzt, deni Finanz- amtmann Wilhelm Ploch zu Offmbach a. M., zurzeit im Felde, die Stelle eines Finanzamtmanns bei dem Finanzamt Offen buch I und dein Finanzamtmann Wühelm Ohl zu Bingen die Stelle eines FinanElmtmanns bei dem Finanzamt Worms I überttagm semer dem Finanzamtmann bei dem Finanzanit Offenbach I Wilhelm Geis zu Offenbach a. M. und dem Finanzamtmann bei dem Finanzamt parmstadt I Start Lindenstrut h zu Darm- Üadt den Charakter als Finanzrat verliehen. — Der Großherzig hat um 5. JE ds. Js. ben ständigen technischen Hilfsarbeiter bei der SÖneituup für Bauwesen des Nttnisterirrms der Finanzen Oberbaurat Adam Paul aus Darm fmdl sum Vortragenden Rat bei dieser Abteilung mit dem Amtstitel „Oberbaurat" ernannt. ** Personalnachrichten der O b e r - P o std i r ek- tio n in D a r m sta d t. Verliehen wurde das Eiferne 'Kreuz erster und zweiter Klasse dem Leutnant der Reserve Poftreferendar Fischer aus Gießen, das Eiserne Kreuz zweiter -Klasse und die Hessische Tapferkeitsmedaille dem Etappen-Telegraphensekretär Frey aus Michelstadt, das Eiserne ° Kreuz zweiter Klasse dem Feldpostfekretär Wirth, Feldwcbelleutnant Postassistent Ka del aus Mainz nnd dem Bizefeldwcbel d. R. Postassistent Ludwig Weber aus Groß-Gerau; die Hessische Tapserkeitsmedaille dem Feldpostsekretär Lampe ans Gießen: das Allgemeine Ehrenzeichen für Kriegsverdienste am Kriegsbande dem Vize-Postdirektor Abt aus Mainz, zurzeit bei der Deutschen Post- nnd Telegraphenverwaltung in Brüssel: has österreichische goldene Ber- dienstkrenz mit der Krone am Bande der Tapserkeitsmedaille dem Feldpostsekretär Karl Bonarius aus Darmstadt; das Hessische Mlgemeine Ehrenzeichei7 mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste den Ober-Briefträgern L a u t h in Eudorf bei Alsfeld (Hessen) und Liebig in Pfungstadt aus Anlaß des Scheidens aus dem Dienste. — Ferner der Charakter als Poftsekretär den Ober- Po staffistenten Sein in Alsfeld (Hessen), Die me r in Alzey und Bungert in Bingen Rhein) und der Titel „Ober-Post- assistent" dem Postassistent Naumann in Friedberg lHeisen). Zu Offizieren des Beurlaubten st andes befördert Wiarden Postsekretär Kling er in Mainz, Telegraphen- sekvetär N e u m a n n in Darmstadt, die Ober-Postassistenten N e s - sel in Oftenbach (Main). Schlenvogt in Mainz und Schl io in Gießen, die Postassistenten Michel in Bingen (Rhein' und Sa hm in Seligenstadt (Hessen) und der Posteleve Herbst in Darmstadt. Etats mäßig ange stellt nnrrden die Postassistenten F a ß h a u e r aus Berga (Elster) und Emil Steinacker aus Babenhausen (Hessen) in Tarmstadt. die Telegraphengehilsin Brenning in Osfenback) (Main). Ernannt wurden zum Mze-Postdirektor der Postin sp.cktor Stahl in Worms. Uebcr- tragen nnrrde eine Postserretärstelle dem Poftsekretär Loos in Worms und eine Telcgraphensekretärstelle dem Telegraphmsekretär R ö h r i ck ans Berlin in Darmstadt. V c r s e tz 1 wirrden die Postsekretäre Linker von Worms nach Pfalzburg unter Ernennung» zum Postmeister und Ed. Schmidt von Groß-Gerau nach Gebweiler unter Uebertragung einer Vostsekretärstelle Ober-Postassistent Rössing von Opvenheim nach Mainz. Angenommen wurden zu Telegraphengehilftnncn Anna Kolbe in Bad-Naul?eim und Erna Böhm in Worms, zum Postagent Landwirt Runkel in Mittelgründen, zur Postagentin Frau Marie Pohl in Brensbach. Freiwillig ausgeschieden ist Postagent Meininger in Mittelgründen. Ge stv rh en ist Postagent Pohl in Brensbach. Vor dem Feinde .gefallen ist Öber-Pvstassistent R o q s in Wornts. * Auszeichnungen. Der Bankbeamte Gustav Knaus aus Gießen, zurzeit im bayr. Jnl.-Rgt. Nr.. 22, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet, nachde:n er im Februar 1^1B zum Gefreiten befördert worden ist. — Sanitäksieldwebel Max Wide mann, alte Klinik, erhielt das Kriegsebrenzeicheu. — Der Oberheizer B. Kraushaar aus Gießen erbielt bei der letzten Seeschlacht das Eiserne Kreuz. — Der Gefreite Robert Chambre von hier, beim Res.-Jns.-Rgt. 223, erhielt die Oesterreichische Tapferkeitsmedaille. ** Inhaber ober R itter d cs Eisern en Kreu zes? Der Frankfurter Kreis-Kriegerverband hatte kürzlich — wir (berichteten darüber — sich in der Frage, ob ein Besitzer des > Eisernen Kreuzes Ritter oder Inhaber des Eisernen Kreuzes ( .fei, da bin entschieden, daß es nur Inhaber des Eisernen Kreu- j^es gibt. Eine von privater Seite in der Angelegenheit gerichtet« Anfrage an die General-Orden stommission zu Berlin wurde von dieser dahin beantwortet. „daß eine Wlerhöchste Bestimmung darüber, ob die mit dem Eisernen Kreuz beli ebenen Personen als „Ritter" oder „Inhaber" zu bezeichnen sind, bisher nicht ergangen ist". ** Reines Roggenb rot? Wir lesen in der „Täglichen -Rundschau": „Das Vorhandensein größerer Reserven von Roggen und Roggenmehl und aus der anderen Seite die Knappheit an /Kartossein soll zur Wiedereinsührrmg eines reinen Roggenbrotes Einlaß geben. Mitteillrngen darüber wurden bereits in den Kreisen tLer Berliner Bäckernrnungen gemacht. Jetzt liegt aber auch eine Auslassung des Kriegsernährungsamtes in dieser Angelegenheit vor. Auf eine Beschwerde eines Hermsdorser Bür- :gers über zu starken Kartofietzufatz im Brot eines dortigen Bäckermeisters hat das Kriegsernährungsantt folgenden Bescheid erteilt: „Aut Ihre Eingabe vom 22. Jyni erwidere ich ergebenst, daß Erwägungen schweben, den Kartogelzusatz zum Brot demnächst in Wegfall kommen zu lassen, so daß damit die von Ihnen erhostme Klage erledigt sein dürste. Der Präsident des Kriegs- ernäbrnngsamtes." Ferner wird nach einer Bekannttnacchmg des Magistrats für den Bezirk der Stadt Berlin angeordnet, daß bei Der Bereitung von Weizenbrot vom 3. Juli ab an Stelle von Kartoffeln auch Weizenschrot in derselben Menge wie Kar- ckofselmehl verwendet werden kann." — Hoffentlich bleibt das reine Roggenbrot nicht nur aus Berlin beschränkt. ** Die Erhalt-unF der Geflügelbestände. Wie mitgeteilt wird, hat in letzter Zeit in einzelnen Landesteilen Die Abschlachtnng von Hühnerrt in bedenklichem Maße zu- ^eitommen, so daß hierdurch die künftige Eierproduktion gefährdet wird. Die Verminderimq der Geflügelbestände wird vmr den Haltern meist mit der seitherigen Knappheit .an Geflügelfntter begründet. Demgegenüber ist darauf hrn- -ANweisen, daß dieser Mißstand in aller Kürze als behoben »anzufehen sein wird. Schon jetzt sind von der Landesver- 't-eilnn gs stell e für Futtermittel wjeder 2000 Zentner Mais, znm Teil Perlmais, etwa 400 Zentner Hirse und 400 Zentner Kanariensanien durch ihre örtlichen Vertei- Lungs stellen den Geflügelhaltern zur Verfügung gestellt worden. Es sind auch bereits Bestellungen lflerauf in .größerem Umfang eingegangen. Damit ist fürs erste die Durchbaltung der Geflügekbestände gesichert, nnd es steht iauch weiter mit Bestimmtheit zu erwarten, daß bei dem wormrssichtlichen Ausfall der diesjährigen Ernte mit einer (Futterknappheit für Geflügel in absehbarer Zeit nicht mehr zu rechnen ist. An alle Geflügelhalter ist deshalb die »dringende und nachdrückliche Mahnung zu richten, bei der Wichtigkeit der Geflügelhaltung nicht voreilig mnd zum Nachteil unserer Volksernährung ihre Bestände weiter abzuschtachten. Es ist vielmehr im Gegenteil zu empfehlen, namentlich auch bei der Rentabilität der Geflügelhaltung, auf eine möglichste Vermehrung der Geflügelb e stän de schon jetzt Bedacht Zu nehmen. ** Sammelt das Fallob st! Das Obst, welches imreif von den Bäumen fällt, ist in der Regel von irgend einem Insekt oder von einer Pilzkrankheit befallen, in seltenen Fällen wird Mangel an Bodenfeuchtigkeit die Ursache sein. Das Jnsett ist bei iAchseln meistens die bekannte rosafarbene Made der Apfelwickler- motte. Bon Pilzen bewirten Fruchtabfall Schlwarzfänlc, Schimmel, 'Mstflecken und andere. Die im Innern der Früchte sich aushaltenden Insektenlarven kriechen bald nach dem Abfallen aus und verpuppen sich in der Erde. Hier überwinte^ sie und beginnen im folgenden Frühjahr mit vermehrter Nachkommenschaft von neuem ihr Zerstörungswerk. Deshalb soll inan das Fallobst fleißig anssanmreln, alle Tage Nachsehen nnd. sogar die Bäume leicht schütteln, damit das befallene und kranke Obst absältt. Reiferes Fallobst läßt sich in der Küche verwenden, aber sonst geschieht die Verwertung am zweckmäßigsten durch Bersütterung an Vieh. ** Da s heutige Kreis bla t t enthält folgende Bekanntmachungen: Einschränkung der Arbeitszeit in Betrieben, in denen Schuhwaren hergestellt werden, Ausführung der Verordnung über den Verkehr mit V-e rb ran ch s z ucke r, Absatz von Kalisalzen, Preise für Süßwasserfische, Spcisekccr- aosjelversorgung im Frühjahr und Sommer 1916. Kreis Büdingen. A Büdingen, 6. Juli. Das Eiserne Kreuz erhielt der Assistenzarzt der Res: Dr. H o f s m a n n. Kreis Aisfeld. up Ruppertenrod, 5. Juli. Das sechzehnte Opfer aus Unserer Gemeinde hat jetzt der Welttrreg gefordert. Ter Musketier Karl Blöser im Res.-Regt. 224 hat in Galizien durch einen Brustschuß den Heldentod gefunden. Unter hen Opfern finden sich drei Vermißte, von denen jede Spur fehlt. Trotz eifrigster Nachforschung der Angehörige ist bis jetzt keine Nachricht zu er-, Mitteln gewesen. — Dem Musketier Karl Weber von hier, im aktiven Inf.-Regt. Nr. 116, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. I up Aus dem O h m t a l , 5. Juli. Die naßkalte Witterung der bisherigen Tage hat der drohenden Wespenplage den besten Riegel vorgesetzt. Die zahllosen Wespenweisel sind stark dezimiert worden. Ncur ganz vcreinz-elr sieht man solche noch auf- tteten. Man braucht also wegen der Wespenplage für die komrivende Obsternte keine Befürchtung rrrehr zu hegen. — Wie vortrefflich sich im vorigen Jahre der Vernichtungskrieg unserer Schuljugend gegen die Kohtiveißlinge bewähtt hat, das tritt so recht deutlich in diesem Somnrer in die Erscheinung. Ter Kohlweißling ist so gut wie verschwunden, er zählt zu den Ausnahmen. Dem Kohl und Gemüse droht in diesem Herbst kein Schaden durch Raupenfraß. up Vom vorderen Vogelsberg, 5. Juli. Einen wunderbaren Anblick bieten zurzeit unsere Zwetschenbäume. Die Bäume hängen so voll von Früchten, daß sich die Aeste schon jetzt biegen, obgleich die Frückste erst .halb entwickelt sind. Hier muß gestützt wer dm, sonst brechen die Aeste. Diese in Aussicht stehende Zwetschenernte ersetzt den Ausfall der Birnen, die keirren! Behang haben, vollauf. Kreis Lauterbach. rr S ch l i tz , 5. Juli. Die Heuernte ist im ganzen Schlitzer- land glücklich beendet, und hat Erträgnisse geliesett, wie sie an Menge rmd Beschaffenheit seit langen Jahren nicht zu verzeichnen waren. Infolge erfrischender Regengüsse am Montag haben die abgeernteten Fluren wieder gut angesetzt und zeigen sich in frischem Grün. Korn und Weizen -reifen nunmehr beim Sonnenschein rasch der Ernte zu. Hafer rnrd Gerste haben sich roerteTchin gut entwickelt. Kartoffeln und Erbsen stehen ans den Feldern meist schon in voller Blüte. In -den Gärten sieht man prachttwlles» F r üh - und S p ä t g e m ü s e. Erbsen, Karotten und Zwiebeln gibts in reicher Fülle. Tie Zwetschenbäume sind derart mit Früchten behängen, daß sie schon jetzt gestützt werden müssen. Auch die Aepselbäume stellen einen guten Erttag in Aussicht. Die Heidelbeerernte hat ihren Anfang gerwmmen; sie fällt gick aus und beschert schöne, gut entwickelte Beeren. Kreis Schotten. 4$: Schotten, 5. Juli. Die kiesige Bezirks-Sparkasse verteilt in diesem Jahre wieder Geldprämien an Dienstboten des Bezirks, die sich durch Treue, Fleiß nnd Sittlichkeit auszeichnen. Breungeshain, 6. Jcili. Hier starb der langjährige Bürgermeister Heinrich Fuchs im 77. Lebensjahre. chh Rainrod, 5. Juli. Auf dem Felde der Ehre starben die Musketiere Karl D a m b m a n n im Res.-Jns.-Regt. 87 und Karl Jost im Ins-Regt. 116. Kreis Fricdberg. — Fr iedberg, 5. Juli. Mit sofortiger Wirkung erließ das Kreisamt für die M a g e r rn i l ch p r e i se und den Zwischenhandelsverdienst der Sammler neue Richtpreise. Der Einkauisprcis der Magermilch beträgt beim Landwirt das Liter höchstens 15 Psg., der Verkarrsspveis imierhalb derselben Gemeiirde höchstens 16 Psg. und in anderen Gerneinden und Stävlen höck>stens 20 Psg. Hierbei ist der gesamte Händlerverdienst rnit eingeschlossen. Ter Händlerverdienst für den Zwischenhandel mit Mich (Vollmilch oder Magermilch) btträgt für Milchsarurrrlcr bei Laudttanspotten nrit Fuhrwerk das Liter 3 Psg., bei Bahnttanspotten 2 Psg. Das gegenseitige Uebettäeten beim Milchernkauf sonne das Eingreifen in den bestehenden Lunderrkreis eirier M «K s « i oder eines Händlers wird strafrechtlich verfolgt. Tie Absatzgebiete für Milchlieserung dürfen in keiner Weise ohne behördliche Ermächtiguirg geändert werden. Die Milch soll möglichst als Magermilch zum Verbrauch kommen, damit der Rahm zur Butterbereitung Verwendung finden kanm nt. Friedberg, 6. Juli. Unterossizier Schrei tz, derSohic des hiesigen Speisewirts Schreitz, starb den Heldentod. Ansangs August 1914 trat der damals kaum 17 Jahre alt gewordene ins Heer, er machte alle Gefechte nnd Schlachten seines Regiments in Frankreich, in Polen, in Galizien und den harten Karpathenwinter durch. t» 2 . Bad-Nauheim, 6. Juli. Im abgelanfenen Monat Juni wurden von der Arbeitsansgabestelle des Roten Kreuzes stir Näh- und Strickarbeiten 24-70 Mk. Arbeitslohn ausbezahlt. Die Geburtstagsspeude brachte im gleichen Monat 272,80 Mk. ein. F. C. Butzbach, 6. Juli. Der Ga st wirteverein Butzbach rmd Uncgegend hat infolge der Preissteigerung die Preise kür 0,2 Liter Weißwein auf 40 Pfennig und Rotwein aus 60 Psg. festgesetzt. bz. Butzbach, 6. Juli. Dem Lazarett-Oberinspektor-Stellv. Friedrich Ring am hiesigen Reservelazarert wurde vom Großherzog von Hessen das Kriegsehrenzeichen am Bande verliehen. nt. Vilbel, 6. Juli. Ter Landwirt Musketier Hermann Kalbhenn ist gefallen. Mit diesem Opfer ist die Zahl der in hiesiger Gemeinde Gefallenen bereits auf 69 gestiegen. Starkenburg und Rheinhessen. F. C. Wo rms, 5. Juli. Heute nachmittag verkaufte die Stadt bereits neue Kartoffeln. Zehn Pfund rvurden zu 1,15 Dlk. abgegeben. Kreis Wetzlar. а. W etzlar, 6. Juli. Mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse rvurde Oberleutnant (Gewerbeinspektor) Hockelmann, Jnsant.- Regt. Nr. 13 ausgezeichnet. ra. Wetzlar, 5. Juli. Die jüngste Hauptversammlung der H c r dbu ch g e s el l s cha f t für das Vogelsberg«r Rind erfreute sich eines guteTi Besuches. Die Zahl, der am 1. Jamrar 1916 im Herwbuch eingetragenen Tiere bettug 1026 gegen 1153 rm 'Vorjahre. Ebenso ist die Zahl der Mitglieder von 751 aus 706 im abgelausencn Jahre zuttickgegangen, ausgetttten ist die Gemeinde Greisewstein. Infolge des Ktteges, sodann auch wegen dem Austteten der Maul- und Klauenseuckw, sind alle Zahlen etwas znrückgegaugen. Für das Rechnungsjahr 1916/17 stehen insgesamt 3000 Mark für Prämiierungszwecke zur VeTfligung. ra. Br au ns e ls, 5. Juli. Die vom Vaterländischen Frauenverein mit Unterstützung der Stadtverwaltung eingerichtete Kriegsküche hat sich bisher auis beste bewährt. б. Münchholzhausen, 6. Juli. Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde der Pionier Karl A m e n d und mit der Hessischen Tapserkeitsmedaille der Wehrmann Wilh. Schimmel und der Ersatzreservist Johannes L o h. d. Aus dem Kreise Wetzlar, 6. Juli. Dem Kreis- komrnunalverband stehen stir diese Woche 32 Rinder, 67 Kälber, 25 Schweine und 6 Schafe zur Verfügung. Hiervon entfallen ans die Bürgermeistereien Aßlar 4 Rinder, 11 Kälber, 3 Schweine und 1 Schaf, dltzbach-LaunÄ>ach 4 Rinder, 6 Kälber, 3 Schweine und 1 Sckas, Braunsels 4 Rinder, 12 Kälber, 5 Schweine und 1 Schaf, (Krepenstrin 3 Rinder, 4 Kälber, 2 Schweine und ein Schaf, Haheirslolms 1 Rind, 3 Kälber und 4 ^chos. Rechten back) 1 Rind, 8 Kälber, 1 Schwein und l Schaf, SchösseTryrund 3 Rinder, 5 Kälber und 2 Schweine, und We^ar 12 Rinder, 18 Kälber rmd 9 Schweine. Hessen-Nassau. ll Mcvvhurg, 6. Juli. In diesem Jahre wurde bekannllich davon Abstand geTTominen, am 21.Juni bei der BiAmarckfeier eine studentische SoTrnentveirdieier abzuhalten. Statt dessen wurde allen im Felde stehenden Marbnrger 0tabnrten jetzt ein sauber ausgestattetes, mit einem Geleitswott des Rektors, einer Reihe Abharrdlungen seitcws Marbnrger Professoren und Mbildungen ans Marbtrrg verseberrks Buch, betitelt „Sonnenwendgruß der Mar- burger Üniversität" zugestelll. — Der 85. Geburtstag des Ehrenbürgers unserer Stadt, Mzebürgerrrveifter a. D. Siebeitt, brachte diesem zahlreiche Ehrungen. Vorgestern abend wurde der geistig und körperlich noch rüstige Jrrbilar durch ein S t än dch en der Marburg er Sangerveremignng ersreut und heute früh wurde ihm u.a. seitens der Stadt ein prächtiges Aumengebrnde überreicht. — Gestern mittag wurde am Krummbogen aus der Lahn die Lerche eines seit einigen Tagen vermißten Mädchens geländet. =: Frankfurt a. M., 5. Juli. D»e beiden Täter, die den Schisser Simon Wippel am Schillerplatz erstachen, sind von der Polizei crrnittelt und verhaftet worden. Von fünf anderen Per sonen, die den beiden Tätern bei dem Angttfs aus Wippel behilflich waren, fehlt noch jede Spur. — Höch st, 6. Juli. Die Kreise Höchst, Obertaunns und Wiesbaden-Land erließen bis zum 16.August Ausfuhrverbote für Frühkartoffeln. ke. Fulda, 6. Juli. Bei der Prüfung der Militärpapiere der hier wohneirden Zigeuner rvurde festgestellt, daß bei mehreren die Papiere nicht in Ordnung waren. Zwölf Zigenner wurden zunächst in die Kaserne gebracl)t und dann dem Bezirkskommattdo zllm Zwecke der Ausmusterung überwiesen. F. C. Braubach, 6. Juli. Die Burgverwaltung der M a r i bürg beabsichtigt, gegen die hiesige SilbErhütte am Schadenersatzklage einzureichen wegen dev großen Rauchschäden, die sich im Bnr'ggebiet bemerkbar machen und durch die Silberhntte verursacht werden. hl. Banerbach, 6. Juli. Der Bürgermeister unserer Gc^ meinde, Gölzhäuser, ist auf weitere 8Ämtsjahre gewählt und bestätigt rvordeu. er. Hatterode, 6. Juli. Der Ersatz-Reservist Konrad Schmidt von hier wurde seit Juni 1915, also über ein Jahr, vermißt. Jetzt teilt er seiner Ehesran mit, daß er s. Zt. in russische Gefangeiischasl gerateit sei und es ihm gut gehe. Vermischte». * Mailand, 5. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Der ^Eorriere della Sera" meldet acls Palermo: In Eastel Termint st ü r z t c die Schlvefelgrilbe Dazzodist zusammen. 16 Verwundete wurden geborgen. Ueber 100 Arbeiter wurden verschüttet. _ Universitäts-Nachrichten. ---- Franks urt a. M., 6. Juli. An der Universität Frankfurt habilitierten sich Dr. N i e ß e r als Privatdozent für innerc Medizin mit einer Antrittsvorlesung über „Die körperlichen Uebungen im Lichte physioloaischer und pharmakologischer Foflchnng" und vr. meä. Heiccrich Klose mit einer Antrittsvorlesung über „Erfahrungen als Chirurg in der vordersten Linie". Gevichtssaai. X Hanau, 5. Juli. Zwei Frauen aus Borgen hatten mit zwei in der Nähe arbeitenden Gefangenen gescherzt U7id gelacht, ihnen auch Zigaretten, Brot und Br m r n twein zngesteckt. Das Schöffehgericht Bergen bedachte jede der beiden Frauen nrit drei Tagen .Haft. Bei der Bemessmrg der Strafe würdigte das Gettcht die Reue, das 'Geständnis und die bishettge Urrbeschollenheit der Frauen. — Die wohlhabende Frau MMer in Fechenheim hatte ilwe znm Verkauf gebrachte Milch zu 33Vz Pvc^ent mit Wasser gefälscht. Das Schöffengericht Bergen erkanitte auf 300 Mark Geldstrafe. _ Mitterungsbericht. (Oeffentlicher Wetterdienst.) Gießen, den 4. IM 1916. Am Anfang dieser Berichtswoche — 28. Juni bis 4. Juli — lagerte über der Nordsee ein starkes Tiefdruckgebiet, das mit seinen Ausläufern sich mich Deutschland hin erstreckte. Beeinflußt durch diese RandTvirbel, hielt zimächst noch das unbestäiTdige Wetter mit zeitweifen Regensällen an, selbst auch nioch am Donnerstag und Freitag, trotzdem von Südwesten her der Druck stark angestiegen char. Erst am Samstag heitette sich das Wetter urrter dem Einfluß des von Südwesten nach Deutt'chland hin vorgedrungenen Hochdruckgebiets vollständig aus. Doch schon am Sorrntag hatte von Nordwesten her der tiefe Druck das festländische Hochdruckgebiet ostwärts zmückgedrängt. Die Wetterlage ließ aus Gewitter schließen, zumal es so sehr schwül wurde. Am Sonntag kam es jedoch rrur zu Gelvittererscheirrungen ohne Entladungen, aber mit lokalen Niederschlägen. Auch am Morrtag hatte sich die Wetterlage nur wenig geändert; das schwüle Wetter hielt weiterhin an und GeTvittergefahr blieb bestehen. Nachdem es am Nachmittag nur zu Gewitterregen gekommen war, gingen am Abend starke Gelvitter nrit lokalen heftigen Regenfällen nieder. — Von Anfang der Woche an waren die Tenrperaturen ständig gestiegen, das Temperaturmaximum in Gießen von -st 19° am Mittwock) auf -st 25° am Sonntag, das Mrnftnum von -st IP — zunächst gesunken auf -st 8° — aus -st 15° am Montag, das Tagesmittel von ca. -st 15° auf ca. -st 19°. — Nach dem Gewitter blieben wir auch am Dienstag noch unter dem Einfluß von! Tiefdricckwirbeln, die -uns auch weiterhin unbeständiges Wetter mit verbreiteten Niederschlägen brachten. Ter Druck im Westen beginnt jedoch bereits zu steigen, so daß wir mit allmählicher Abnahme der Bewölkung und Aufhören der Niederschläge rechnen dürfen._ _ _ Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen. Juli 1916 Io? § * w ~a S n . Lila. E. G. m. u. H. Bilanz am 31. Dezember 1915. GießellerHMSftliveii-Verelll Die erste Sendung Üsi^afeellen ist eingetroffen. Abgabe an die Mitglieder erfolgt Freitag vormittag von 10 bis 12 Ubr in der Geschäftsstelle Mäusburg 5. 4915G Bnreanbedarf All. Vertretung d. Continental- und Unterw od- Schreibm aschinen Hänsbnr« 11 Fernsprecher 615, (234. KdnigL Preußische) Klassen - Lotterie Die Ziehung der ersten Klasse dieser Lotterie beginnt am am II. Juli d. J. 4. Geschäftsjahr. Aktiva. JC 1. Ausgeüehene Kapitalien: a. geg. gerichtl. £)hl\$at. 114,830.— b. gegen Bürgschaft 60,045.— c. gegen Güterkaus- gelder 12,408.64 d. gegen Wertpapiere 19,044.93 2. Kassevorrat 11,400.74 3. Ausstände 947.94 4. Mobilien 36.10 Jt Passiva. 1. Aufgenomm. Kapitalien 214,240.— 2. Stammguthaben der Mitglieder 3. Reservefonds 4. Reingewinn Lose 11 18 4 1 1.5.— M. 10.- M.20. ii ui pro Klasse 2,400.— 1,093.66 979.69 218,713.35 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1914 Während 1915 gingen zu 218,713.35 25 _0 25 Während 1915 schieden aus 0 Daher Stand am 31. Dezember 1915 25 Die Rechnung liegt vom 10. Juli d. Js. an acht Tage lang zur Einsicht der Beteiligten im Kassenlokal des Rechners offen. Der Borstand: - Wagner VI., Formhals, _ Direktor. _ Rechner. 4910 Heüg ras Versteigerung Montag, den 10. Juli lsd/Fs., vormitt. 8 Uhr anfangend, wird das Heugras von den hiesigen Gemeiudewiesen versteigert. Zusammenkunft an der Ziegelhütte. Alleudorf a. d. Lumda, den 5. Juli 1916. Großh. Bürgermeisterei Mendorf a. d. Lumda. _ Rein. _ "08 Für die Feldbereinigung Langgöns soll zur alsbaldigen Ausführung die Herstellung verschiedener Grüben und Wege in mehreren Losen vergeben werden und zwar: Erd- und Grabenarbeiten 3417 Mk. Verlegen von Zementröhren 71 „ Chaussierungsarbeiten 200 „ Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei offen, wo die Angebote mit entspr. Aufschrift versehen, verschlossen und postfrei in Prozenten des Kostenanschlags einzureichen sind. Eröffuungstermin: Mittwoch, den 12. ds. Mts., vorm. 10 l / 2 Uhr auf dem Rathaus. Freie Auswahl Vorbehalten. Gießen, den 5. Juli 1916. msß Großh. Kulturinspektion Gießen. H. Steinbach, Großh. Baurat. sind zu beziehen durch die Königlich Preußischen Lotterie-Einnehmer in Gießen: Buctiacker Flünm Legier Neuen Baue II Walltorstr.63 Süd-Anlage 5 Fernsprecher 877. Fernsprecher 237. Fernsprecher 8 2. Die älteste deufidie Patent« und SpeziaMieitem=?abrife gegr. 1879 Richard Bifhorn&Co. iiiiiiitiimiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiimitiiimiiimiii liefert die leldifertenu.HdierffenLieifern | derzeit für ßaus-,Geidiäff S-, iGewerbe* u. 3nd.-Gebrauch hieterant für viele fürstliche Böte Staats« imd Itädtlfdie Behörden., Zu beziehen durch: den ©eneralnerfrieb für das Gro&herzogtum Bellen 2780ss 2oh. Wurth, Beppenheim a. d. B. Verlangen Sie Preislifte. Vertreter an allen Orten gefudiL Ä. Austerlitz - Gießen Telephon 365 Weinhandlnng Franklnrterstr. 11 AngebotvonOriginai-Abfüllungen (Schloßabfüllungen) der Graßherzoglich Hessischen Weinbaudomäne selbst ersteigert am 26. 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