a*. m Der «rtzMier Mqebger erfdjein* Ägkch, außer SülUlLaqL. - Skftagen: n 1 c m a 1 wvchcrrklich ^eörnt^nafilefi^altn*; öro c imat Joödjcmi.K3n5i bUäMäctott&cüsgkftttt (T iensrag imt^-xexiatO; zlveimsl mdtwil. Land- v^trLjchsßüche äeitfrsgrn nerufprech - 2Urschlüfle: für die Schriftleitung 112 Verlag,Geschästsstelleol Adresse ffir Draytnach- rrchie«: AnziigerGietzeU. A««ch»e ven AnzcML für die TagLsrmrnmer bis zunr ALerrd vorher. Erster Vlatt lüb. Jahrgang Mittwoch, 5. )ul: W6 Mlger für Gverhessen «owüonrörusk mi» Verlag üer vrühi'schen U«iv.Giich. u«4 äie^i drucket« 8. Lauge. SchrWeiiung. GeschW-stelie ««i> Druckerei: Schutstr. 7. ^eiUflöHVC. monntt. 90 Pf., vrertel- jährl. Mk. 2.65; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost Mk. 2.45 viertel- jährl. «ilsschl. Destellg. Zeilenpreis: lokalloPs.. answ. 20 Pf- — Haupt- schristleiter: Aug. Goei;. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz: für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- richtssaal: Fr. R.Zen-; für den Anzeigenteü: H. Beck, sämtlich in Gießen, Günstiger Stand des Kampfes in West und Ost. (VTB.) Großes Hauptquartier. 4. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Während nördlich des Aucrr-Baches der Femd seine Angriffe nicht wiederholte, setzte er starke Kräfte zwischen Aucre und Somme gegen die Front Thievval—La Boissel- les—Wäldchen von Mametz, südlich der Somme gegen die Linie Barleur—Belloy ein. Dem hohen Einsatz an Menß schen entsprechen seine Verluste in myerein Artillerie- llnd Jnfanteriefener. Die Angriffe sind überall abgeschlagen. Um den Besitz des Dorfes Hardccourt (nördlich der Somme) wurde erbittert gekämpft. Die dort eins- gedrungenen Franzosen sind hinausgeworfen. Llordöftlich von Ypern, westlich von La Bassäe. und in Hegend südwestlich von Lens wurden örtliche feindliche Vorstöße, östlich der Maas kräftige Gegknangriffe ge gen die Hohe Batterie von Damloup g la t t a b g c w r e s e n. Die wiederholten aurtlicherz französischen M i.t - tcilnugcv über die Zurückeroberung des Wcr- r e s Th i a u m o n t und der B a t t e r i e non D a m l o u p sind ebensolche Fabeln, wie die Angaben über Gcfange- nenzaAen bei den Ereignissen an der Somme. Deutsche Patrouillen brachen östlich und südöstlich von Ärmentisres in die englischen Erknndun^abteilungen. bei Exbrueckc (westlich von Mülhausen) in die französischen Stellungen ein . hier wurden ein Offizier, sechzig Jäger gefangen genommen. * Neun feindliche Flieger wurden a b g e s ch o s - sen. davon fünf im Luftkampf ohne eigenen Verlust, vier durch Abwehrfeuer. Sechs der außer Gefecht gesetzten Flugzeuge sind in unserer Hand. Oeftl iche r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Ge neralfeldma rschalls von Hrndenburg. Im Anschluß an die vielfach; gesteiKu?te Fenertätigkeir haben die Aussen abends und nachts auf der Front Naroez- See—Smorgon — östlich von Wischnew an mehreren Stellen angegriffen, mit erheblichen Kräften beiderseits von Smorgon— Birguczc (rwrdöMich von Krewo) und bei Sloi- kowschtschisua (südöstlich Wischnew). Sie haben k e i ne Vorteile errungen, wohl aber schwere Verluste erlitten. Heeresgruppe des Generalfeld marsch alls Prinzen Leopold von Bayern. . Die kräftigen Gegenstöße unserer Trimpcn haben an den Stellen, wo es den stluflen gelungen war. anfänglich Fortschritte zu machen, durchweg zum Erfolge geführt. Au Gefangenen wurden hierbei dreizehn Offiziere, ein- tausendachthundertdreiunbachtzig Man n eingebracht. Heeresgruppe desGeneralsvonLin sin ge n. Auch gestern itmercn sich die Russen mit starken, zmu Teil neu herangeeilten Truppen unserem Vordringen in Massen entgegen. Sie wurden geschlagen. Unser Angriff gewann weitcrBoden. Armee des Generals Grafen von Bothmer. Südöstlich von T l u m a c z haben unsere Truppen in schnellem Fortschreiren die Aussen in über 2b Ki lo- Meter Fron tbr eiten ndbisüberlbKil ometer Tiefe zurückgedrängt. Ba lkan-Kricgsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Oberste Heeresleitung. Ein ruhiger Ernst geht durch die deutsche Stimmung in diesen Tagen. Die Anfänge der großen seiniblichen Offensive haben die Zuversicht in der Heimat wicht zmn Wanken gebracht. Geduld zu predigen, wie es jetzt von Paris und London aus so übereinstimmend geschieht, ist bei uns kaum vonnöten. Wie anders, wie viel gelassener sehen wir dem' Kommenden entgegen als in den heißen Augusttagen des Jahres 1914, da der Kampf begann, der feindliche Ueber- macht uns entgegensetzte und das Verhältnis der Heeres-- stärken und Fähigkeiten noch vollständig verbarg! Heute spüren wir kaum etwas mm gepreßter Erwartung, zittern^ der Spannung: esi hat gestern in einem großen Blatte/ jemand darüber gesagt, daß manche Volksgenossen durch die neuesten Ereignisse, die uns die jetzigen denkwürdigen Tagesberichte vermitteln, so wenig in ihren ruhigen oder kritischen Erörterungen über die Einrichtung des Lebens in der Kriegszeit ge)tört wurden; da wurde^auf Philisterkreise hingewiesen, die den ankommenden Tagesbericht so würdigen, als würde ihnen ein Knopf auf beit Tisch gelegt. Gewiß,' solche simple Phlegmatiker gibt es viele, aber wir haben es in guter Erinnerung, daß sie in den Glanz- tagen der Hindeu bürgischen Schläge oder der Mackensen- scheii Ritte, sobald sie sich nur einmal an die „Richtung" gewöhnt hatten, sich nicht anders verhielten. Mer in den heutigen Stunden schwerer neuer Erwartungen ist es nicht in erster Linie dieG le i ch g ü l t i g ke i t einiger ein- rältigen Seeleil, die uns auf säst t, sondern wir sehen, wie durch das gesäurte deutsche Volk jenes vertrau eusttolls S-icherheitsgesühl zieht, das uns unsere kampferprobten Heere großgezogen haben. Daneben ist uns der Sinn für welthistorische Entscheidungen keineswegs abgestnmvft worden. Statt daß eine ungeduldige Menge sich vor die Zeitungshäuser schart, um die neuen Nachrichten frisch vom Drahte abzunehmen, geht alles ruhig seinen! Tagelverk nach. Ein Mittagskonzert, das unseren Verwundeten gestern dar- gebracht wurde, fand in der Zeit, da jeden Augerrblick der Zettel mit dem neuen amtlickfen Bericht erscheriten konnte, interessierte Zuhörer. Mer abends, wenn man die Meinungen austanscht, wenn cs sich erweist, daß die deutschen Erwartungen nicht enttäuscht worden sind, da geht doch ein Leuchten durch alür Augen. Und so undurchsichtig die Zukunft ist. so ergeben findet man sich ins Schicksal. Einmal muß es doch ent Ende nehmem HPenn diesmal der Feind erkennt, daß er uns nicht umwerfen kann, wenn alle seine Vorbereitungen vergebens waren, seine frischen Kräfte verbraucht sind, seine Sturnw ermatten, wird, d a n n nicht der Friede näher und näher kommen? Das ist die Hoffnung der meisten. Und es ist eine gute, niohlberechtigte Hoffnung. In d^-n feindlichen Völkern, in Frankreich sowohl wie in England, wird von zünftigen Zungen und Schreibern überspannten Erwartungen vorgebeügt. Die Widerstandskraft unserer Front hat die Feinde offensichtlich überrascht. Sie wollen nicht wieder in den allen Fehler verfallen, der sie so ofr vor der Mitwelt blamiert hat, nut großen Worten Ereignisse und Taten im voraus zu seiern, die dann nicht eintreten. Mali mahnt, die überflüssigen Schwatzaasangriffe zu unterlassen. Dagegen bereitet num die öffentliche Meinung auf die Zer- nmrbungstaktik der Herren Joffre und Haig vor: Die oeutsch? Front soll ganz allmählich und regelrecht aus Frankreich und Belgien „hinausgehämmert" werden. Wir glauben dagegen, daß der .Hammer abbricht, bevor das Ziel erreicht ist, und die Zerreiburrg der Kräfte wird sich wohl auf der Seite unserer Gegner vollzieh-en. Mögen sie drüben prahlen und prunken mit Uebermacht an Menschen, Waffen und Munition, mögen sie die Zahl ihrer .Hammerschlage in Millionen nennen: die Ausdauer wird bei uns sein, oder der Chararrer unseres Volkes müßte sich völlig ändern. Tic größeren Menschenverluste werden auf der Gegenseite sein. Und wer weiß, wenn die Waffe ^offves wacklig ivird, werden dann, wenn drüben der Mut zu sinken beginnt, die Deutschen noch einmal ihren .Hammer erfch-sen und den Rest der feindlichen Zuversicht uiederschürgen? Es ist zu früh, so weit in die Zukunft zu blicken, aber aus en-ev ungesehenen Sphäre spü- ren wir strahlen von Hvfftmng und Ermunterung, die uns mit sthweigsmner Bejahung die erwähnte Friedenslosnng zu- tragen. Wir vertraikeil.. wie in den abgelaufenen wechsel- reichen beiden Kriegsjahren, freudig und ganz unserer deut- schen Heeresleitung. Daß dabei nicht auf Saud gebaut wird, erkerinen wir besonders aus den neuen erfreulichen Nachrichten von der Ostfront. Die „Kolli. Volksztg." bespricht d-ie neuen Schlach- tenergebnisse in folgender Darstellung: Der letzte deutsche Heeresbericht bringt neue Mitteilungen über das kraftvolle Vorgehen der Armeen Lürsingen imo Bothmer südöstlich thff.it Tlumacz haben deutsche Trnvpen die Augen in über 20 Kilometer Frontbreite und bis über zehn Kilometer Tiefe zurückgedrängt. Tlumacz, südöstlich des Dn'estr, ilt Endpunkt einer von dem etlva 25 Kilo- meter lrestlich gelegenen Slanislau ausgehenden Stichbahn: es liegt etwa 40 Kilometer nördlich von dem in russischen Besitz übcrgegangcnen Ko l o m e a. so daß also der bedeutsame Erfolg ullserer Truppen in der Nähe destenigeu Fvontstückes errungen wurde, wo sich der russische Truck am stärksten und gefährlichsten fühlbar macht. Bei der Armee des Prinzen Leopold haben kräftige deutsche Gegenstöße den Rußen die bei vorausgegangenen Angriffen errungenen Erfolge wieder streitig gemacht. Neue, mit crtzeb- lü'ben Kränen unternommene russische Angriße werben von der Front oes MaaschrülS Hindeiräurg und zwar aus dem Raume östlich W-ilna gemeldet, der schon )o manchen heißen Kamch gesehen hat. Auch hier ,iub die russhchen Angvisfe unter schweren Verlusten des Gegners abgepralti. Ob es sich bei dieser Ilnternchnrung um ein Abl.-'.cküngsmanöver handelt, das die Wegnahme deutscher Truppen an anderen .Frontstellen verhindern soll, oder ob es sich um einen .Vorstoß mit selbständigen Zülen handelt, ist noch wrch c zu erkennen. Die e ng l i s ch - f r-a n z ö s i s che O f f-e n s i v e hat am dritten Tage keine diirchschlageitderen Erfolge zu erzielen vermocht, als an den beiden ersten Tagen. Die Angriffe in dem Hauptkampsraum zu beiden Usern der Svntme wurden anr Montag nach der Feststellung um eres Heeresberichtes überall abgeschlagen. Die Gefangenen- zaylen, die in dem amtlichen sranzöftschen Bericht angegeben werden und die an sich schon nicht überwältigend sind, werden von unserer Heeresleitung als falsch bezeichnet. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 4. Juli. (WTB. llktchraurtttch.) Amtlich wird vertsuÄart: 4. Juli 1916 Russischer Kriegsschauplatz. Ju der Bukowina wiesen unsere Truppen verein^ zelte russische Vorstöße ab. Bei Kolomea wird mit unverminderter Heftigkeit Wetter gekämpft. Die von den Aussen im Westen der Stadt geführten Angriffe drangen nicht durch. Im Norden — südöstlich von Tlunracz — schritten deutsche und österreichische ungarische Truppen erfotgreich vorwärts. In Wolhynien versuchte der Feind unser Vor- ormgen durch Massenangriffe aufznhaltcn, er wurde überall unter schweren Verlusten zurückgeschlagen. Italienischer Kriegsschauplatz. _ Unsere Front zwischen dem Meere und dem Vlonte Dei Sei Bnsi stand abends tmd die ganze Nacht unter dem stärksten Geschützfeuer und wurde unaufhörlich angegriffen. Du heftigsten Anstrctrgnngen des Feindes richteten sich diesmal gegen den Rücken östlich von Monfalcone. den im- sere braven Landsturmtruppeit gegen sieben Angriffe vollständig behaupteten. Vorstöße der Italiener gegen unsere Stellungen bei Bagni, am Monte Eosich und östlich von Selz wurden gleichfalls, zum Teil im Handgemenge, abge- wiesen. Vor dem Monte San Michele verhinderte schon unser Geschützfeuer das Vorgehen der feindlichen Infanterie. Nördlich des S u g a n a r a l e s scheiterttm Angriffe der Italiener gegen unsere Stellungen am oberen Maso-Bach, auch nördlich des oberen Postnatales schlugen unsere Truppen mehrere starke Vorstöße des Gegners zurück. Gestern wurden 177 Italiener gefangelt geiwmmen. * Oberleutnant Johann Foind hat sein drittes feindliches Flugzeug abgeschosscn. S ü d ö st l i ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfcr, Feldmarschalleutnant. Der französische Bericht. P a r i s, 3. Juli. 3 Uhr nachm.: Nördlich der Somme machten die Tcutschen iin Laufe dcr Nacht keinen Versuch gegen die Stellungen, welche die Franzosen erobert haben und einrichten. Tödlich der Somme setzte sich der Kampf im Lause des Tages und während der Nacht mit einem vollen Erfolg für die Fran-. zojen fort. Diese besetzten auf einer Front von mehr als 5 Kilom. g.wei Grabenstmen der deutschen Stellungen nördlich von Mereau- court, das in „ihren Händen ist, bis zu den uirmittelbaren Zugängen von Assevillers. Zwischen diesen beiden Stellungen nahmen r autc glänzender Kämpfe die zur Verteidigung ciugerichtets Ortschaft -Aerbecourt und ruckten weiter südlich gegen Assevillers ^or, detsen Nord- und Westrand in unseren Händen sind. Nörd- udi der Ortschaft Eft ree und zwischen Esttec und Assevillers erzielten die Franzosen einige Fortschritte. (Diese ganzen Ereig- upü sind im gestrigen deutschen Bericht, vom 3. Juli, bereits beruckttckstigt. D. Red.. Sie nahmen im Lause dieser Aktton wertere Gefangene und schwere Geschütze, deren Zahl noch nicht sest- gettttlr wurde. Die Franzosen haben an der Angriffssront am ^ulr etwas mehr als 39 deutsche Bataillone sestgestellt. Nach den Angaben von Gefangenen sind 31 dieser Bataillone vollständig desorganisiert, da sie bedeutende Verluste erlitten haben. T:e meisten von den Franzosen gemachten Gefangenen sind sehr lunge Leute. Aus ihrem Verhör erLich sich, daß die Vorberettung durch die französijche Artillerie äußerst wirksam war, da sie nicht allem die Verteidigungswerke vernichtete, sondern auch die sestkichen imd rückwärttgen Verbindungen unterbrach, die Verpflegung ver- hrnderte und die Kampsleirung unmöglich machte. Währeiü der Arttllerieaktion schossen die französischen Flugzeuge 13 beutübe Feltelvallmis und zwei sin Lause des 1. Juli in Brand. Wahvend des Mgrifses waren die französischen Jagdflugzeuge Herren der Front. 3tur neun deutsche Flugzeuge zeigterr sich. Keines uöer- fchrttt die tranzöstsche Linie: eines wurde zerstört. An der Avre m der Gegend von Beaucourt und im Walde von Loges drang emc französische Ansklärungsabteilurrg in die deutschen Schützengräben an und säuberte sie mit Handgranaten. In der Gegend, von Lafsigrm gelang ein Handstreich aus einen deutschen Schützengraben im Walde von Verlöt bei Canny-snr-Matz. Eine andere französische Patrouille machte deutsche Gefangene in der Gegend von Moulni-sous-Tvuvent. In der Champagne machte eine ftan- zömche Patrouille 'einige Gefangene und brachte ein Maschinengewehr cm bei Cruay. In der Gegend links der Maas verhält- msmäßig ruhige Nacht außer eincnl Bombardement der Stellung westlich von Punkt 304. Aus dem rechten Ufer richteten die Deut- Icheu heute gegen 3 Uhr 30 Min. früh nach eisiem heftigen Bombardement einen starken Angriff gegen das Werk Damloup dessen sie sich bemächtigten, aber ein bald daraus ausgelöster französischer Gegenangriff d-räirgte sie vollständig zurück imb nahm das Werk wieder. Der englische Bericht. London, 3. Juli. (WTB. Ni^tamtlich.) Das Hauvtguar- tier teilt mit: Der Kampf dauert beinahe an der ganzen eng- Irschen Front heftig an. Oberhalb Anerc keßre Veränderung. Wir beschossen Thieoval beittg. Bei La Boiselle ist ein schwerer Kampf im Gange. Nördlich Fricourt trieben ivir unsere Stellungeir auf einen höheren Boden vor, die Lage in dieser Gegend ist versprechend. Bei Montaubau dauert die schwere Beschießung durch dü Deutschen au, aber wir scheinen an diesem Punkt gut emgerichtet zu sein. Die Zahl der deutschen Gefangenen, die sich im Süden ;n unseren Händen befinden, übersteigt 4000. Das Wetter ist unserem Unternehnien weiterhin günstig. London, 3. Juli. 'WTB. Nichramttich.) General Haig meldet von 2 Uhr 30 Minuten nachmittags: In der Schlacht südlich Ancre wird weiter heiß gekämpft. Sämtliche von uns gestern gewonnenen Stellungen ivcrden gehalten. Bei Boiselle und AviÜers war der Kamps besonders heftig. Gütern drangetr britml,.' Truppen in das Dorf Boiselle ein, der Kamps geht noch im Dorf zweiter. Bei Millers loird mit wechselndem Erfolge ge- Durch einen Angriff am frühen Morgen eroberten wir einen Teil der femdlich-en Brrteid-igungsantagen. 400 Gefangene kamen durch^unsere Sammellager. Unsere Flugzeuge waren gestern sehr tätig. Feindliche Flugzeuge, die in großen Abtelttrngm mehrere Angriissversuche unternabnien, wurden weit hinter die eigenen Linien zurückgetrüben. Elf feindliche Maschinen wurden nieder- gemach-t. London, 4. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet aiks dem brittschen Hanptguartter: Der Feind, der durch zahlreiche Bataillone verstärkt wurde, die von anderen Tcnlen der Front herangezogen worden sind, fährt fort, unseren Truppen an allen Punkten sehr hartnäckigen Widerstand zu leist«! Während der Nacht kam es in der Nachbarschaft von La Boiselle zu erbitterten Kämpfen. Unsere Truppen kämvsen mit großer Tapferkeit gegen wuchtige Aug risse des Feindes, der einen ffeuten Teil des Verteidigungswcrkcs südlich des Dorfes znrückeroberte. Sonst ist die Lage in dieser Gegend unverändert. Werter gegen Süden wurden einige Forttcluitte gemacht. Während der Nacht eroberten unsere Truppen ein Gehölz, erbeuteten weiteres Kriegsmaterial und inachten Gefangene. An anderen Stellen der Front fanden ahne Unterbrertmng Lausgraben- kärnpse patt Es wurden mehrere Ueberfälle ausgesührr, zwei davon in dek Nach-baffchaft von Armentiercs waren besonders er- folgreict:. Em feindlicher Ueberfall. der nach einer schweren Beschießung versucht wurde, wurde mit Verlust einiger Verwundeter ' und Gefangener, die in unseren Händen blieben, zurnckgewiesen. Die „Schwierigkeiten" der Offensive. London, 4. Juli. -WTB Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Zeitungsberichierstatter im britischen. Hauptguarttetk melden, daß die Schmierigkeiten, aus die die. Verbündeten bei der Offensive stoßen, dreierlei Art sind. Sie sehen sich Labyrinthen von Laufgräben und mehreren hintereinander gelegenen Rethen von Berschanzungen und Dörfern gegen- ük ohuö) ÜÄut^raben utdjeuuncöer oerbuniwi im5. ördcr yn errxxäfm, die nt txrftörftc Plätze mit tiefen Um tnc . . _ untere rrdtfcyen Gängen imb Unterständen verändert sind, mußten die Angrerser Laufgräbenverhen ewbertt, die von Maschinengewehren, die dis zum letzten Augenblick verborgen gehalten waren, bestrichen werden. Ta die alten Lamgräben dem Erdboden gleich gemacht 'ind. Missen die vorrückenden Truppen immer neue Laufgräben anlegen. Ter Prozentsatz der LeichwerimrndeLn soll sehr hoch 'ein und ungefähr viersünttcl der Gesamtzahl betragen. Trotz der Vollkommen Herl, mit der dce artilleristische Vorbereitung durch- aenibrt worden nur, ist es vorgekommen, daß Stacheldrahtver- 'verrnngen wie durch ein Wunder vor Zerstörung bewahrt blieben. An diesen Stellen hatten die Angreifer die größten Verluste. Tie Deutschen bedienen sich zur Vereidigung preist der Maschinengewehre, die geheimnisvoll aus Erdhöhlen hervvrgcbracht und mit größer Tapferkeit bedient werden London, 4. Juli. (WTB.) Mellnmg deZ Reuterjchen Bu- ^aus. Die Abendblätter besprechen die englffch-sränzösische Offen- ltve zurückhaltend und in.sehr nüchternen Ausdrücken. . Die J25e )t m i n ft e r Ga zette" sagt: Die Offensive icnter- 'cheidet sich aller Wahrscheinlichkeit nach von den örtlichen Offen liven des letzten Jahres, wie derurn von Neuve Chapelle, Loos iind der Chanrpagne. ^ Wir können nicht kurze, entscheidendei Er^ebimie erwarten, müssen vietncohr vorwärts blicken auf die Zeit ernes in d.ie Lgnge gezogenen Kampfes, in der wir nicht nur zu einem Geländegewinn beizutragen hoffen, Indern yirr Erschöpfung der feindlichen Widerstandskraft, ter Ge lande gewinn mag in diesem Kriege- sogar von geriügerer Be wirtung sein, vorausgesetzt, daß es uns gelingt, die Initiative zu gewinnen, zu behalten und am Ende der Operationen Verhältnis^ mäßig stärker zu fern aG der Feind. Bor allem dürfen wir troffen, daß jetzt ein enges Zusammenarbeiten zwischen allen Alliierten, auf allen Kriegsschauplätzen besteht^ Im gegenwärtigen Augenblicks haben wir das willkommene 'Schauspiels daß die Alliierten bereits überall die Offensive ergreifen. _ Tie „Pall Mrall Gazette" spricht sich in ähnlichem -piirne aus und schreibt : Die Politik, die wir fetzt verfolgen ist eine Politik des methodischen Angriffes. Tie Kenntnis dieser Tatsache sollte alle Urteile über die Ergebnisse bestimmen. Wir haben seit Vvern, Neuve Chapelle und Loos sehr an Erfahrung oewmrnen. Tie neue Politik wird wahrscheinlich nicht zu schnellen dramatischkn Wechselfallen führen, sie wird nur langsam Vorgehen^ aber wir hoffen auf beständige Erfolge und die gänzliche Erschürfung des Fenwes Schritt für Schritt durch unsere Ueber macht an Metall und Explosivstoffen. London, 4. Juli. lWTB. Nichtamtlich.) Tie „Times inell»et aus Paris vom 2. Juli: Die Offensive wurde in Irans teüb mit Ungeduld erwartet. Wir waren schon lange bereit, zu be -Tinnen. Der T-ag des ersten Jnfanterieangriffes wurde von Ioffre festgesetzt. Die Engländer und Fran wsen gehen vollkommen einheitlich. Die Belgier übernahmen ein« nntzltche Rolle, indem sie einen größeren Abschnitt der Front besetzten als bisher und die deutschen Stellungen bei der den An- gtrffell vorangehenden Beschießung unter Artillcriesouer nahmen Das GÄmcke, das für den Angrfff der Engländer und Fran zvsen gewählt wurde, ist günstiger als die Strecke, in der die Fran zoien letztes Jabr die Offensive unterirahtnen. Es ist ein Ackerbau nebiet, kein Bergwerksgebiet. Keine ausgedehnten Dörfer, die da letzte Mal den Deuticlnm nützliche Stützpunkte boten. liegen im KarMckgebiet. Das Gelände ist offen und leicht gewellt, es bietet ein besseres Schußfeld für die Artillerie und mehr Raum für die Entfaltung einer militärischen lieber macht. Tie Artillerie spielt eine wichtige Rolle. Die Infanterie hat diesmal geringere Ver lichte als bei den Angriffen nach der alten Methode. Trotzdem ist die Aufgabe der Infanterie noch immer schwer. Wir müssen ziemlich viele FeWchläge erwarten, ehe wir erreichen, was wir wollen. Bern, 4. Juli. ^WTB. Nichtamtkich.) Durch die Be. 'Werbungen der franzöffsch-englffchen Offensive in den Pariser Blättern llingt als Leitwvrt überall Geduld. Die Militärkritiket "ellen sämtlich fest, daß die Deutschen mit äußerster Erbitterung Widerstand lechten. Von einigen Blättern, wie „L'Homme E n char n e" wird betont, daß bei aller Tapserkett der Engländer doch die Phpssogwomie der Schlacht auf dem linken Mgel und im Zentrum weniger bestimmt sei als auf dem rechten Flügel. Man müffe indessen die Entwicklung ohne Nervofftät und in Geduld ^ Der „Temps" stellt fest, daß die Angreifer gegen iect 18 Monaten beteiligte Stellungen Vorgehen. Tie gegenwärtige Schlacht, sagt das Blatt, ist der letzte Abschnitt einer langen Belagerung. Nur sprungweise und mit großer 2lusdaner wird man vorgeyeck können Jede Verteidigungslinie muß erst durch Gra natar zermolirtt werden, von denen die Engländer und wir so viel wrr brauchen besitzen. Der türkische Bericht. Konstairttinopel. 4. Juli. iWTB.) BericA des Haupt- auartiers. An der Irak front keine Veränderung. In Südpersten zogen ffch die Russen am 28. Juni von Kosfrevabad zurück. Sie zogen nachts durch Haruybad und flohen eilig mit ihren Hauptkräften in Richtung auf Mähedeehtz Eine in Harunäbad von den Russen zurückgelafsene starke Nachhut konnte sich am 29. Juni vor der Verfolgung unserer Vorhut- abteilungen nicht halten. Die Russen räumten Harunabad und wurden gezwungen, sich in Richtung ihrer Hauptstreitkräft» zurückzuziehen. An der Kau ka sns front auf dem rechten Flügel keine wichtige Kampfhandlung. Lagerstätten und Ansammlungen des Feindes wurden wirkungsvoll durch unsere Arttllerie beschossen» Auf dem linken Flügel sind unsere Truppen nördlich Tschoruk damit beschäftigt, die dem Feinde in den letzten Tagen abgenom- menen Stellungen zu befestigen. In dem Abschnitt, der den rechttn Flügel dieser Truppen, die nach Norden zu stehen, bildet, verlachte der Feind eine Offensive, die scheiterte. Wir machten einig« Gefangene und Beute. UeberaschungsUnternehmungen, die der Feind auf einzelne Stellen des Küstenabschnittes unternehmen wollte, wurden mit Verlusten für den Feffrd zurückgeschlagen. Sonst fft nichts zu bemerken. Die mazedonische Front. Bern, 4. Juli. (WTÄ. Nichtamtlich.) Der Berichte erstatter des „Journal" bei der A r m e e S a r r e i l s befaßt sich in einer längeren Sondermeldung mit der Lage des Orientheeres der Alliierten, die nicht so rosig scheine wie sie sein müßte, um dem Drängen der Pariser Blätter allen Schattierungen nach aktivem Eingreifen nachzukom- men Den Gesundheitszustand der Truppen bezeichnet der Verfasser als im allgemeinen befriedigend, trotz der herrschenden Gluthitze, die die Mannschaften erschöpfe, sowie trotz der Lchwierigkeffen in der Verpflegung, zumal in Wasser, du fich ganz allgemein auf der gesamten Frontlinie schwer fühlbar niachc. Indessen scheint es nicht übertrieben, tröstet der Mitarbeiter des „Journal", wenn ich sage, daß wir gegenüber dein Feinde Herr der Lage sind. Jedenfalls sind wir sicher, die ^treitkräfte fest an ihre Stellungen zu fesseln, die uns gegenüberstehen. Zusammenfassend sagt der Berichterstatter, es sei von Interesse, diese wirkliche Lage der Orientarmee zu kennen in einem Augenblicke, in dem die Dinge auf allen Fronten eine neue Wendung nehmen. Ein feindlicher Flieger über Sofia. Sofia, 3. Jgtli. (WTB., Rodung der Bulgarischen ^elegraphen-Agentur. Heute früh gegen 8 Uhr erschien ein ferne, leche? Flugzeug für kurze Zeit über der Stadt acht Bomben auf verschiedene Stadtteile ab, unu ,-'ooch -chaden anzurichten Bon den Abwehrgeschützen bei ch oifen, ergriff cs sogleich dre Flucht. Ern russischer Flreger auf rumurmchcm Revier. Berlin, 4. Juli. (Prw.-Tel.) Der „Bcrl. Lokalanz. meldet aus dem Haag: Nach einer Meldung der „Times aus Bukarest llcudete ein verirrter russischer Fliege im Dunkeln auf rumänischem Gebiet in der Nähe von Botofani. Die rumänischen Behörden ließen den Offizier frei, utteriyerten jedock) das Flugzeug. Kundgebungen in Rumänien. • Bukarest, 4. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Unter Teilnahme T und durch die Bekanntmachung vom 28. Januar 1915 für die Krankenkassen durchgeführt ist und dahin geht: niemand^ soll durch die' Leistung von Kriegsdiensten hinsichtlich dev Anwartschaft geschädigt, die ganze Kriegsdauer also insoweit hinterher als nicht vorhanden bettachtet werden. Der Verkehr mit Grünkern. Berlin, 4. Juli. Eine Bekafrntmachmrg vom 3. JuK 1916 regelt den Verkehr nrtt Grünkern. Dre Herstellung vmr Grünkern aus Sipelz, Dinkel oder Einkorn, die in Süä>" deutschland gebräuchlich ist, ist den Landwirten durch ein« Bestimnrung der vor kurzem erlaffenen Verordnung über den Verkehr mit Brotgetreide und Mehl gestattet. Nun- nrehr wird vorgeschrieben, daß der Absatz lediglich durch eine vom Reichskanzlch: bestimmte Stelle (es wi.rd dies di« Reichsgetteideftelle sein) erfolgen darf. Die Einzelbesttm- nrUngen entsprechen denen der Verordnung über Hülsenfrüchte und über Buchweizen und, Hirse. Die Grünkenw-» mengen für den Selbstverbrauch sowie für die Lieferung an Naturalberechtigte sind von der Absatzbeschränkung ftet* können aber vom Reichskanzler ratunriert werden. Derr Nährnrittelfabriken kann freihändiger Ankauf gegen Be« zuasscherne gestattet werden; Absatz und Preis der hergestellten Erzeugnisse kann der Reichskanzler regeln. Wir Grünkern selbst ist ein Höchstpreis von 80 Mark fiir den Doppelzentner festgesetzt. Die Verordnung ist iw noendig geworden, weil im Vorjahre die Preise für Grünkernpro-< dukte ungebührlich gesteigert wurden. Für dre Gesanttrrnäh- rung ist die Grünkerner^ugung übrcgens nrcht von großer Bedeutung; sie hat im Jahre 1915 40000 Zentr«r nicht überstiegen. * Bert in, 4. Juli. (WTB. Nichtmntlich.) Das „MMtäv- wochcntblatt wäldet: Prinz Wilhelm von Vreußeir^ der älteste Sohn des .Kronprinzen, der heute das zehttÄ Lebensjahr vollendet, ist zum Leutrrartt im ersten (Äarde-- Regiment zu Fuß ernannt worden. Autzerdenr wird der^ Prinz beim zweiten Garde-Landwehr-3kegiment k la suite geMrt. Berlin, 4. Juli. (WTB.) Die Zentraleinkanfs- ge se llscha f t stellt angesichts der in verschiedeirenS^ädt- verordnelenversaTMnl'ungen, neuerdings in Hannover, er-- hobenen Klagen fest, daß die Verteilung von Butter,. Fleisch, Getreide, Hülstnrsrüchten, Zucker und Reis überhaupt! nicht in ihren .Händen liegt. Die BertellUng der genannte' Waren erfolgt teils auf Grund von Anordnungen der bekannten Zenttal stellen (Reichsgetreidestelle, ReickB^ucker- telle, Reichsfteischstelle, behördlicher Bntterbeirat), teils auf! Grund besonderer von der Reichsleitung festgesetzter Ber- teilungspläne (Hülsrnffrüchte und Reis). Hinsichtlich der auch in der erwähnten Versammlung vorgebrachten Klagen über! angebliche Verringerung der ^bensmittel^rfuhr durch die! ttaffe Durchführung der Einfuhrzentralisierung verweist die Gesellschaft auf die von dem Staatssekretär Dr. .Helffe-, rich gemachte Feststelllrng, daß diese Klagen teils auf Jrr- tümern über die Tatsachen selbst, teils aus falscher Beurtei- luirg der Zusammenhänge beruhen. Nach den gemachten Erfahrungen würde die Gestattung der Einfuhr durch einzelne Gemeinden nicht die Gesanrteinftchrmenge vermehren, wohl aber die gleichmäßige Verteilung der Lebensmittel durch die zuständigen Reichsstellen verhindern und zur Benachteiligung der übrigen Landesteile führen. Berlin, 5. Juli. Im 86. Lebensjahre ist ver langjährige frühere Gesclstiftsführer des Zenttalverbandes deut- cher Industrieller, H. A. Bueck, gestern morgen in Steglitz gestorben. Bis zmn 40. Lebensjahre hatte er seine Kräfte der Landwirtschaft gewidmet, dann wandte er sich an der Seite seines Freundes Kardorff gegen den Strom der damals herrschenden Wirtschattsrichtung und verfocht den Gedanken des Schutzes der nationckleir Arbeit und das Zusammengehen von Industrie und Landwirtschaft. A«» Stadt und Land., Gießen, 5. Juli 1916. ** Amtliche Persona 1 nachrichten. Der Groß»- herzag hat am 21. Juni den Kreisbauinspektor des Kreises Mainz, Baurat Paul Lucius, aus sein Nachsuchen unter Airerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste mit Wirkung vorn 1. Juli 1916 in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigem verliehen. ** Landwirtschaftliche Sonntagsarbeit Bei der ^ außerordentlichen Bedeutung, die der rechtzeitigen und trockenen, Einbringung unserer Futter- und Getreide-Ernte für unsere Volks- ernahrung gerade in diesem Kriegsjahre - znkomntt, ist die Ausnutzung der Sonntage unter Umständen nicht zu umgehen. Aller Verumtnng nach ist die Lau döe Völkern mg von der Geistlichkell bereitsj darüber belehrt ivorden, daß das Gebot dm- -sonntagsHeiligung für diese ganz außerordeilllichc Zeit nicht unbedingt bindend, ia daß die Ausnutzung des Sömttags für unai^sschredliche Arbeit sogar eine driirgende ssttliche Pflicht sei. Gleichwohl verhalten sich iu numdrtt Gcgeirden die Landleute der Arlregung zur Ausnutzung des Sonntags für Erntearbeiten auch jeut noch völlig ablehnend, ungeachtet des llnfftands, daß nahezu die ganze beioohnte Ende Tag und Nacht, Werktags und Sömttags fieberhaft an der .Herstellung von Kriegsgerät aller Att zu unserer Vernichtung arbeitet. Da zudcnu. die Wetterknndigen eine längere _ Fortdauer des unbeständigen und wissen Sormnerivetters in Aussicht stellen, so loürden sich die Land- geistlichen ein außerordentlich hohes oaterländisches Verdienst erwerben, lmim iie ffch bemühen wurden, durch ihren Zuspruch die Landbevölkerung von ihrer grulwsäLlichcn Ablchamng der lanb,- wirtschaftlichen SonntagAarbeir abzubrlmvm. ** Der nächste Städtische Seefischrnt«r^t findet Donnerstag, den 6. Juli 1916, vormittags 8 Uhr beginneird, in den Marktlauben statt. ** Lande sbrotmarken. Angehörigen der Vertrags-' saalen, die nicht in Hotels, Wirtschaften, Pensionen und dergleichen ihr Brot beziehen, solcher:: bei Privaten Wohnung und Beköstigung nehmen, kann bei den Markenausgabestellen gegen ihre Landesbrotmarken die deren Grammgewicht entsprechende Anzahl.von Komrnunalvcrbandsmarken abgegeben werdet:. ** Der weitere Verkauf von Rinderkrast- s lei sch 'Büchsenfleisch) und Lebernmrst in Dosen an die Einwohner der 'Stadt erfolgt am Donnerstag, den 6.: Freitag, den 7.: Samstag, den 8. und Montag, den 10. Juli jnvells vormittags von 9 bis 12 und nachmittags von 3 bis 6 Uhr in dem Städtischen Schlachthof, Schtveineschlachthalle Es können auch größere Viengen und ganze Dosen abgegeben werden. ** Laßt die Beeren im Walde reifen. Diese Mahnung erscheint in diesem! Jahre besonders dringend geboten, zu- Trial jetzt mehr denn je unvernünftige und unerfahrene Beerensucher die Wälder absuchen und dort erheblichen Schaden anrichten. Kauiri sind die ersten Heidelbeeren oder Walbbeeren reif, so sieht man auch schon an Sonntagen namentlich ganze Säxrre'n mit riesigen Büscheln von Beerensträuchern daherlansen. An einem einzelnen Strauche kann man dann oft 5—6 unreife Beeren neben 1—2 reifen Heidelbeeren oder Erdbeeren hängen sehen. Hunderte von Beerei: gehn dann an einem einzigen großen Büschel mit zalsllosen kaun: abgeblühten Fruchtansätzen Valoren. Dieses rücksichtslose Verhalten ist gerade heute besonders frevelhaft, da nicht :rnr einer fleißigen Bevölkerung, die van der Beerenernte wochenlang lebt, das Geschäft zum Teil verdorben, sondern auch eine reiche Quelle des Segens für unsere Bolksernährnng zum Teil zerstört wird. Landkreis Gießen. ga. Grünberg, 5. Juli. Musketier Georg Sdjomfaec, bisher in einem Infanterie-Regiment im Osten, wird feit dem 15. Juni vermißt. — Dem Krankenträger Friedrich Bock im Res.- Jnf.-Regt. 116 wurde das Hessische S a n i t ä t s k r e u z am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Ip. Steinheim, 5. Juli. Dem Wehrmann Karl Hilbert 'm Landwehr-Regiment Nr. 116 wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Kreis Büdingen. fc. Büdingen, 4. Juli. Die Fürstin-Mutter zu Menburg und Büdingen und Prinzessin Helene sind zu der Beisetzung des Fürsten zu Stollberg-Roßla, der, wie bereits gemeldet, infolge seiner Verwundung am 1. Juli in Kowell gestorben ist, nach Roßla abgereist. Der verstorbene Fürst ist ein Enkel der Fürstin-Mutter. Kreis Sitten. Fc. Vom Vogelsberg, 4 Juli. Im Klubhaus auf dem H o h e r obs ko p f fand die diesjährige Hauptversammlung des Vogelsberger Höhen-Klubs unter dem Vorsitz des Dr. Bruch- Häuser von Ulrichstein statt. Zwanzig Zweigvereine waren vertreten, 27 Zweigvereine hatten keine Vertreter entsandt. Die Rechnung aus 191v schloß in Einnahme mit 7711,95 Mark und in Ausgabe mit 7242,77 Mark ab. Die Mitgliederzahl ist etwas zurückgegangen. Für die nächste Hauptversammlung wurde, wenn der Krieg nächstes Jahr :roch andauer:: sollte, wieder der Hoherods- kopf bestimmt, arrdernsalls Büdingen. Der Voranschlag für 1916 bis 1917 sieht in Einnahme :md Ausgabe 6100 Mark vor. Dem Protektor des Klubs, dem Großherzog von Hessen, wurde ein Begrüßungstelegramm gesandt. Kreis Friedberg. A Bad-Nauheim, 5. Juli. Zurzeit ist es hier ganz besonders schön. Ueberall, wohin das Auge schaut, blühen die Rosen in verschwenderischer Fülle. Tie hohen Bäume des herrlichen alten Parkes, deren Grün von seiner Frische noch nichts verloren hat, spenden erquickenden Schatten, und die vielen bequemen weißen Sessel und Bänke sind zu jeder Tageszeit von ruhenden, lesenden und vländernden Kurgästen besetzt, für die diese Stunden einen Teil ihrer Kur bedeuten. Tie nähere und weitere Umgebung mit den gut gepflegten Wegen und den anmutig gelegenen Dörfern dev Nachbarschaft bietet reiche Auswahl an schönen Spaziergängen. An heißen Tagen findet pmn immer in den prachtvollen Alleen, in den dichten Laubgängen, am großen Teich und an den Gradierwerken angenehme Abkühlung. Die schönen Tennisplätze und der Golfplatz werden fleißig benutzt. An Geselligkeit wird im Kurhaus außerordentlich viel geboten. In dieser Woche wird von Mitgliedern des Frankfurter Opernhauses „Ter Barbier von Sevilla" gegeben und beim Richard-Wagner-Abend der Kurkapelle wirkt Kammersänger Heinrich Hensel-Hamburg^Bayreukh mit. bz. Butzbach , 4. Juli. Gestern verstarb hier im 80. Lebens- cchre der Wagenbauer und Schmiedemeister Georg Müller. Der Verstorbene stand bis im vergangenen Jahre noch im öffentlichen Leben. Er bekleidete eine Anzahl Ehreuäntter. So war er viele Jahre Direktor der hiesigen Bezirksspcrrkaffe Mathildenstift, Äir- 1 Landsmitglied der OrtskranLn kaffe für Butzbach und Umgegend, gehörte dem Faselmarkttomitee an, und war Mitglied der L-andes- pferde-Ausheöungskommrssion. oa. Kaich-en, 5. Juli. Unfier Dorf wurde vorgestern abend gegen 10 Uhr von einem gewaltigen Unwetter heim gesucht, das von den Häusern zum Teil die Dächer ab hob, die stärksten Bäume mit der Wurzel ausriß und andere glatt umknickte, als seien sie mtt der Sichel gemäht. Das Unwetter setzte mit einem kurzen, starken Hagelschlag ern, dann brauste der Sturm daher, über das'Dorf hin alles vernichtend; binnen 5 Minute:: war das' ganze Zerstörungswerk getan. Auch auf den Feldern ist der ganze Strich, über den das Unwetter seinen Weg nahm, wie gewalzt. Unser sonst so freundlicher Ort sah gestern früh aus, als ob eine Schlacht hier gewütet hätte. c>3. Nieder - W öl l stadt, 5. Juli. Otto Käsberg, Schütze im Res.-Jnfanterie-Regt. 87, Maschinengewehrkompagnie wurde die hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Starkenburg und Rheinhessen. ma. Mainz, 5. Juli. In zahlreichen Fällen wurden Personen augehalten, die ohne behördliche Erlaubnis Obst nach außer hessischen Orten ausführen wollten. Das beschlagnahmte Obst wurde dem städtischen Verkauf überwiesen. Hessen-Nassau. H Kirchha: n , 4. Juli. Die Hoch st preise für ein Pfund Landbutter sind mit 1,90 Mk., für ein Ei mit 18 Pfg., für eiu Pfund Rindfleisch mit 1,90 Mk. und für ein Pfund Kalbfleisch mit 1,50 Mk. bestimmt worden. — Frankfurt a. M., 4. Juli. Durch Selbstentzündung entstand in dem Brttettlager der Kohleuhandlung von Bull ein umfangreicher Brand, der von der Feuerwehr nach längerer Tätigkeit auf seinen Herd beschränkt werden konnte. — Bad Hom bu r g v. d. H., 1 Juli. Die Stadtverordnetenversammlung bewilligte als Nachkredit für die .Kurverwaltung 16 215 M.. in dieser Summe sind 6000 Mk. für Mehrbedarf an Kohle:: während des letzten Winters und 3000 Mk. für Personal- Vertretungen enthalten. Ein Antrag des Magistrats um Bewilligung von 335 Mk. zur BeffcmAung der Stadttürme und Stadt- iMuern, „um das Hmnburger Stadtbild zu verschönern^, wurde c:nstimmig nrnt der Begründung abgelehnt, daß man für solche Zwecke gegenwärtig kein Geld übrig habe. Tie Rechnung des Orchester-Pensionsfonds für 1915 wurde in Einnahmen und Ausgaben mit 3 865Mk. genehmigt. Ten: Antrag auf Einführung von Fleischkarten gab die Versammlung statt. Sine bestimmte Fleischmenge wird jedoch nicht regelmäßig ausgegeben, sondern nur solange Vorrat reicht", Heber die Lebensmittelversorgung der Stadt entspann sich ein längerer Meinungsaustausch. --- Bad O r b, 4. Juli. D^ss städtischen Körperschaften beschlossen die Gründung eines „Heimatmuseums für Bad Orb". Die Sammlung, unter der sich schon recht wertvolle Stücke befinden, soll sobald als möglich der Oeffentlichkeit zugängig gemacht werden. g. Fnlda, 4. Juli. Die durch Schüler der hiesigen höheren Lehranstalten vorgenommeneSammlung zur Volksspende für die deutschen Kriegsgefangenen hat den Betrag von 2300 Mk. ergeben. g. 33 e b r a, 4. Juli. Bei den heftigen Gewittern, die gestern im Fuldatale niedergingen, schlug der Blitz in den Dörfern Brau u- h a u s e n und B r e i t e n b a ch ein und zündete. Drei landwirtschaftliche Wirtschaftsgebäude wurden eingeäschert und zwei Kühe durch den Blitz getötet. g. Bebra, 4. Juli. In dem benachbarten Dorfe Breitenbach stürzte gestern das zweijährige Kind des Arbeiters Beck in einen mit Wasser gefüllten Kübel und ertrank. F. C. Aus dem Rhein-Main gebiet, 5. Juli. Trotz des kühlen und etwas regnerischen Wetters geht die Heuernte ihrem Ende entgegen. Sie ist sehr gut verlaufen und übersteigt an Quantität die vorjährige durchschnittlich um 30—50 Prozent. Berühmte Hochverratrprozejse. In diesen Tagen, in denen die Ereignisse sich drängen und die Entscheidung um die Geschicke Europas für JahrhMderte hinaus fallen soll, müssen ganz besondere Gründe obwalten, wenn die Augen der ganzen Welt sich aus einen Mann richten, der weder ein führender Diplomat, noch ein Feldherr, sondern nur ein Hochverräter ist, und wenn das Schicksal dieses Mannes überall mit Interesse und Teilnahme verfolgt wird. Englaird hat mit brutaler Gewalt die Flaminen, die :n Irland aufloderten, niedergedrückt, hat barbarisches Gericht in Dublin geholten, :rur vor dem Mann, der eigentlich die Seele des irländischen Aufstandes war, machte man zunächst halt. Nun aber erscheint Sir Roger Casement vor den: Tribunal, um sich vor seinen Richtern, des Hochverrates an- gellagt, zu verantworten. Tie Sympathien aller rechtlich Denkenden sind nt diesem Prozeß aus seiten des Angeklagten, in dem das unglückliche irländische Volk selbst personifiziert erscheint. Der Prozeß Casement tritt damit in die große Zahl von Hochverrats- zessen, in denen der Richter eigentlich der Angellagte ist. AVer nicht deswegen hat man das Verfahren gegen ihn etwas umständlicher gestaltet als gegen die anderen Dubliner Rebellen- sührer, sondern mit Rücksicht aus Amerika. Es geschieht wohl deshalb, weil nicht nur die Iren jenseits des Atlantik sich für ihn begeisterten, sondern weil jedenfalls weite Kreise des amerikanischen Volkes sich daran erinnern, wie ihre Vorfahren selbst einmal sich von der Brttenherrschaft mit Gen-alt befreien mußten. Stand ja doch zum Beispiel kein geringerer als Benjamin Franklin selbst als Hochverräter vor englischen Gerichten. Er war damals — im Alter von 64 Jahren — als Vertreter von Pennsplvanien, New-Jersey, Massachusets und Georgia nach London gekommen, um Auflage gegen den Gouverneur Hutchinson und dessen gewissenlose Führung der Verwaltung zu erheben. Er verlangte die Entfettung Hutchinsons, aber Wedderburne, dem er gegenüberstand, wies in Gegenwart von 35 Lords seine Klage zurück und nannte den Greis „einen echte:: Aufwiegler", seine nach bestem Gewissen gemachten Angaben aber Lüge und Bosheit. Er kam noch glimpflich weg, denn man entzog ihn: nur das Amt als Oberpostmeister, das er innegehabt. Anderen ging es fchliminer, die gegen den Stachel lütten. Nicht selten habe:: sich übrigens Machthaber der Hochvcrratsvrozesse einfach als Mittel zum Zweck bedient, wenn cs galt, mißliebige Perosenen aus dem Wege zu schafseu. Napoleon hat darin bekanntlich Großes geleistet. Es sei mir an den Hochverratsprozcß des Henri Bourbon, Herzogs von Enghien, erinnert, der in Ettenheim in Bade:: weilte, fern von aller Politik, währe:tt> man ihn Napoleon als die Seele der orleaniskischen Verschwörung des Jahres 1804 hinstellte. Obgleich Napoleon wußte, daß jener gar nichts damit zu tun lxttle, nahm er als echter Korse Blutrache an dem Enkel des Prinzen von Condee und bei Nacht und Nebel urteilte das Militärgericht mtter General Hullin über den Hochverräter Henri Bourbon, der am 20. März 1804 ' im Festirngsgraben von Vincennes erschossen wurde, während man auch die Führer der Verschwörung, Cadondal, die beiden Polignacs und den Marquis de Riviere zum Tode verurteilte, Pichegru aber ohne Urteil erdrosselte. Napoleon hat ja, als Konsul besonders, alle,-die ihm nicht gefielen, als Hochverräter aburteilen lassen, und er stellte eigene Gerichte zu diesen Zweck auf. Die große Revolution war eine gute Lebrmeisterin für den Umgang mit tvirflichen und vermeintlichen Hochverrätern und wir Deutsche haben noch besondere Veranlassung, des „Hochverräters" Joh. Philipp Palm, des Inhaber der Steinschen Buchhandlung in Nürnberg zu gedenken, deü Bonaparte wegen seiner Flugschrift „Deutschland in seiner ttesstenErniedrigung" vom Kriegsgericht in Braunau venrrtetten und am 26. August 1806 erschießen ließ. Mehr tragikomisch erscheint der Hoctwerratsprozeß gegen Louis Napoleon, der nach seinem mißglückten Versuch, Boulogne zu gewinnen, gefangen und vor das Pairsgcricht gestellt wurde, das ihn trotz der glänzenden Verteidigung Berryers und obwohl er sich auf sein legitimes Recht berief, als Hochverräter zu lebenslänglicher Haft verurteilte, ivorauf er tatsächlich 6 Jahre lang als Gefangener aus der Festung Ham saß. Denken wir an die vor noch nicht hundert Jahren erfolgten Folterungen und Hinrichtungen „wegen Freihettssackien" durch Canosa, Ferdinands von Sizilien Polizciminister, an den „weißen Schrecken", der den Jakobtntsmus in Frankreich niederwars, an 2Ättarres Ariklagezustand, an die Geschichte Polens, so stoßen wir aus zahllose Hochverratsprozesse und in vielen sitzt echtes, edelstes Vöenschentum, reinste Vaterlandsliebe ans der Anflagebank, wie auch jetzt mit Roger Casement, der gleich dem Bostoner Volkstribun John Adams ,1765» den Briten die Worte entgegen,chleirdern könnte: „Ich habe Rechte, die älter sind als jede irdische Regierung, Rechte, die durch mettschliche Gesetze weder aufgehoben :rvch beschränkt werde:: können. Rechte, die der große Gesetzgeber des Wettalls gegeben hat." Sernrischtes. * Bern, 4. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Ueber der Gegend von Toulouse wüten seit zwei Tagen Stürme von außergewöhnlicher Heftigkeit. Durch Wolkenbruch und Hagelschlag wurde die Ernke in fünf Departements aufs schwerste mitgenommen. In Toulouse selbst richteten Blitz und Hagel große Verwüstungen an. * leütua, 4. Juli. (WTB. Nichtamtlich). Seit nachts ist der Du lkan auf der Insel Stromboli in Tätig- k e i t. Schlepper der Seewehr von Messina sind sofort zur Hilfeleistung abgegangen. NmVerfitäLs-Naebrichten. s I M a r b u r g. 4 Juli. Unter der Bezeichnimq „F r i e d h o r hat sich cm der hiesigen Universität ein katholischer Studentinnen- verein aufgetan. Hk. Frankfurt a. M., 5. Juli. Wie wir hören, hat Professor vr. jur. Ernst R a b e l in Göttingen den ait ihn ergangenen Ruf auf ein neubearündetes Ordinariat für römisches, deutsches bürgerliches Recht und Rechtsvergleichung an der hiesigen Universität zum 1. Oktober d. Js. angenommen. Seine Versetzung ist vom Minister bereits verfügt. Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzen. Juli 1916 |ol S ^ i-> c S 2" u — QJ Q> 6* S *5: SS £ = JA . 0 jo E jO i Jffc OB“ = COjd L =£ ■O —rS] , - . WeUtt 4- 2» _ 21,8 11 . 8 ; 61 _ 3 Sonnenschein 4.! 9" • — 19,0 13,5 ! 82 — — 10 Bed. Himmel 5.! V b 17,2 13,7 93 10 » » Höchste Temperatur am 3. bis 4. Juli 19lg: -s- 21,9*0. Niedrigste „ , 3. , 4. „ 1916: -t- 15,2*0. Niederschlag 2,2 mm. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen an: DonlierSlag. den 6. Juli 1916 ; Allmähliche Abnahme der Bewölkung, meist trocken, Temperatur wcnlg geändert. Letzte Nachrichten. Das französische Parlament und die Offensive. Kristiania, 5. Juli. Depr „Landbladet" zufolge war die große Ententeoffensive erst für den Spätherbst beschlossen. Jedoch die drohende Haltung der französischen Kammern Opposition veranlaßte schon jetzt die vorzeitige Entscheidung. Haag, 5. Juli. Londoner Blätter berichten, daß der französische General Foch zusammen mit den: brttischen Oberkommandierenden Haig die jetzige Offensive vorbereitet habe. Die beiden angreifenden frairzösischen Heeresgruppen stehen unter dem Kommando der Generale P e t a i n und F a y o l l e. In der Champagne hat General G o u r a d den Oberbefehl. Die englischen Opfer. Amsterdam, 5. Juli. Nach einer Mitteilung aus London hat das Eintreffen Tausender Verwundeter bei der "Se* völkerung einen unangenehmen Eindruck gemacht. Die Soldaten sagen, daß sie froh wären. Mit dem Leben davongekomMen zu sein. Mehrere äußerten, daß sie nicht mehr an solchen Känipsen teilnehmen wollten. Aus den: Umstande, daß die Verwundeten diesmal in- so großer Zahl nach London gebracht werde::, schließt man, daß die Verluste enorm hoch sind, da hinter der Front beretts^alle Lazarette übersültt sind und auch noch Verwundete nach Süd- franttcich befördert wurden. Englische Witwen und Waisen. Zürich, 5. Juli. Nach Londoner Meldungen wurde im englischen Unterhause mitgeteilt, daß es bis znnr 1. August dieses Jahres in England ungefähr 6 000 Kriegerwitwen und nicht weniger als 150 000 .Kriegslvaiseu geben wird. (Hierbei fft zu beachten, daß der größte Teil der brttischen Soldaten unverheiratet ist. D. Red.) Russische Ernäürungsfragen. Stockholm, 5. Juli. Auch^ dem neuen russischen Kriegsminister General Schuwajew, der in erster Linie die Er- nährnngsttagen der russischen Feldarmeen regeln soll, scheint diese: Sisyphusarbeit nicht gelingen zu wollen Soeben hat er in seinem^ Ministerium ein neues Komitee errichtet, das in sich alle Maßnahmen der Regierung bezüglich der Beschaffung von Arme^- proviairt vereinigen soll. Im betreffenden Bericht heißt cs in wörtlicher Uebersetzung: Das neue Zentralkomitee soll namenttichj zu der bisherigen Armee-Verproviantierung seitens des Semstwo- :rnd Städtebundes das Gegengewicht bilden und durch die dadurch geschaffene Konkurrenz die Preise Herabdrücken. Also zwei Behörde:: ün löblichen Wettbewerb zwecks „Herabdrückung" der Preise". Die griechische Militärpartei. Bern, 5. Juli. Eine Havasmeldung über die Verhaftung von 10 griechischen Offizieren in Salonitt ergänzt die Säboniker Melduru; des „Corriere della Sera" folgendermaßen: Der größte Teü der ii: Salmttki zurückgebliebenen griechischen Offiziere ist Nach den Ereignissen mit der Haltung der Partei von Vcnizelos und seiner Blätter unzusriede::. Der Zwiespalt zwischen der Partei von Vcnizelos und der Militärpartei, die der abgegcnrgenen Regierung günsttg gesffrnt war, wird immer größer. Ein in Salon:ki erscheinendes neues Blatt, das das venize- lfftische Pvogranlm versicht, veröfsenttichte nun dieser Tage Artikel, die das Mißfallen der Ossiziere erregten, woraus sich jüngere Offiziere eines griechische:: Artillerie-Regiments in die Redaktion des Blattes begaben, povtesnerten, die Fenstersckicibcn, Möbel und Manuskripte sowie ein Bild von Benizetos zerstörten und dem Di- rettor sowie dem Redakteur des Blattes durch Säbelhiebe einige Wunden berbrachten. Nach der Untersuchung wurde:: 10 Offiziere verhaftet, die wegen des Belagerungszustandes vor das französische Kriegsgerrchl gestellt werden. Zurzctt sind sie in dem sranzösi- : Militärgefängnis untergcbracht. Japanische Seekontrolle. Haag, 5. Juli. Der „Nic:nvc Rotterdamsche Eourant" berichtet, daß in d«: Gewässern von Nieder!ändrsch-J:ü>ien an der Küste von Sumatta holländische Paket schiffe durch ia- panische Kriegsschiffe angehalten und untersucht worden sind. fiter SnMiw würde den Abtransportvon ca. 1500 Tonnen Quarzit von uns. Grube Treis z. Bahnhof mit eigenen Leuten und Fuhrwerk übernehmen? Stveckcr & Kunz G. m. b. H, Cöln—Mülheim. Die hat in der Zeit vom 3. bis 14. Juli in den Vormittagsstunden von 8 bis 12 Uhr in den Bcrteiluugsstellen zu geschehen. Der Anteilschein oder die Anteilkarte ist mit abzuliesern. 4724 Konsumverein Giessen u. Umg. DMnaaMi SkäSüs Achtung'. Achtung: Hausfrauen! Morgen Donnerstag nochmals: großer Obst- Verkauf auf dem B r a n d v l a tz. 0105571 Iran Huhn. Heidelbeeren, das Pfund 28 Pfg., in jeder Menge, versende: gegen 9kach- nahme I010550 Zosc-h Mer, Schlitz. 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Ter Oberbürgermeifter. Keller. ganze Dolen [48808 Alice-Schul-Verein. Ueber Ko«stcvier!-ng ssir ^rüchteir uni) Smäfeu und habet mögliche Zuckerersparnis wird unsere Kochlehrerin Frl. Hof am SamStag. den 8. d. Mts., 5% U^r, einen Bortrag mit Demouftratiouen in der ALicefchule, Steinstraße 10, halten. Wir laden unsere Mitglieder zu zahlreichem Besuch dieses Vortrags ein, ebenso zu dem Besuch der Generatverfammlung, die mit der Tagesordnung: Jahresbericht, Rechnungsablage, Ausschußwahl, um 4 Uhr ebendort stattftnden soll. 4889V Der Vorstand. Die Rechnungen unserer Gemeinden liegen vom 6. bis 13. Juli in den Pfarrhäusern (die der Johannes-Gemeinde in der Wohnung des Pfarr- assistenten Hoffmaun, Wetzsteinstraße 38) zur Einsicht der Gemeinde-Angehörigen offen. ED Gießen, den 5. Juli 1916. Für den KirchenvotOand der Matth.-Gemeinde: Markus-Gemeinde: Mahr. Schwabe. Lukas-Gemeinde: Johannes-Gemeinde: Bechtolsheimer. _ i. V.: Hosfmann. Mllgemeiner Bsreirr für Armen- u. Kxanken-Pflege. Unsere diesjährige HaupIversaLtmlung nndet Freitag, den 7. -v5im d. >rs., nachm. 0 V 2 Uhr, in dem Schivcsteru- haus, Johann es strafte, statt. Tages-Ordrrung: 1. Rechnung des Vereins für 1915. 2. Erroeiterung der Volksküche. 3. Mitteilungen. 4758 Gieften, den 29. Inn: 1916. _ Der Borsihcnde: Sdiwabe. Pfarrer. Cafe Ernst Ludwig „ Morgen Donnerstag von 8 Uhr ab [^794 KUMSTLER-KONZERT Cafe Arnend Heute Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert m IST 20—30 Morgen, m. gut. Boden u. in guter Beschaffenheit ges. Offerten unt. B. G. 1146durch Ssssrvsiötu iüVogltzr-L.L.bülv rL l QrÜttt. Vovtsll k.Lprpt.!, inascl! ivov-i Ido 8 lt 2 tzi! Undr ^rea -le Absechsl». | Fortwähr.Umtaurr h. Pro..o gratis jK arl Rorbs,Bar-'in54 H ? . ua .sömgsh.38.