Nr. 153 Der SietzLüer Anzeiger erjchcuck liuikd,, aufcer ^oMLiWgD. — Beilagen: ui« r r»ä1 1 v ödjentfid, Äicfeena^ÄJnöiaifelödtr, Rumi suaiu t> ot&ciü L.KrÖs^ blnit ffcr beit Kreis Sieftcn (TüeaisL u.g uni) Frri t n o): ftiwcimüH mLmUl- £(infc DirHchsMche Abfragen ^eruiPmech - Aiisclüüsic ^ < ü r die Schräck e iru ptq Uä Verta^i^eschLi I eöi %fri£M£ üix DvahLiurch- rMtyteac AnzLSHerSL«tze^ Anmchme von Anzeige« ^ür di« Taq^snunruior bis jiiifi iltcHii oorhei. Erstes Blatt 166. Jahrgang Montag. 3. Zull Mb '-L* e i it <\ j * luflnad. 90 Bi., uierrel- Mt. 2.65 bucct; Ab hole- u. Zweigsteüen r.ionati. M 'Bi-: durch die Post Mk.2.45 viertel- jäMi. ailsschl. Bestell^, ocilenpreis: lokalloPf., ausm. 20 Pf. — Haupt- schriitleiter: Aug. Gaetz. Verxmtivörtlich für den poliüflÄeu Ted und das fteuifLcion: Aug. Gserz; für Stadr und Land, Aeiauhckßes und Ge- - - richtsfaal: Fr.R.Zeriz: «orvie ein solches Schichtcngcbildc mit Erfolg durchstoßen werden kann. Ter Durchbruch an sich erfordert überdies ungeheures Material und peinliches Zusammenarbeiten, sowie rücksichtsloses Einsetzen der lebendigen Kräfte. Material und lebendige Kraft sind aut leiten der Engländer zweifellos in lstjchstem Maße Vorhänden, und an opserwülrger Angrifsslnst fehlt es wohl nicht. Man kann aucl) annehnien, daß das Zusarmnenarbeiten der Stäbe und der Gruppenführer und der verschiedenen Waffen sich seit Neuve- mapeltr und Loos sehr vervollkommnet hat, aber ob man damit rer Feucrteclmik und alllen unvorhergesehenen Wendungen, vor allevk ancy den operativen Gegenmaßnahmen des Bertei- diger'? gewachsen ist, das bleibt eine Frage, die nur durch die -rTenittic ielb)t beantwortet werden tarnt. Wäre die französische Armee nicht >o stark bei Verdun verwickelt und dort so einvfindlich geschwächt worden, wie dies umrstö er sprachen der Fall ist, so stünde dw eugilsch-^anzöstsche Offensive I-eute jedenfalls besser da, so ala- bleibt zu fragen, was die Franzosen ihr an .Kraft nritgeben xuneu. Wß sre selcht starke deutsche Krane bei Verdun binden, tst klar, ipricht aber erst mit, wenn der Gegner die defensive Bewegungsfreiheit verliert, denn die Verteidigung von Verdun ist ln die engsten Schranken verwiesen. Seine Majestät der .Kaiser hat dem Leutnant Wintgens. der gestern südwestlich von Chateau Satins einen französischen Doppeldecker abfchotz, in Anerkennung der hervorragenden Leistungen im Luftkampf den Orden Pour lc mente verliehen. Durch Geschützfeuer wurden ein feindliches Flugzeug bei Bras. durch Maschinengewehrfeuer ein anderes in Gegend des Werkes Thiamnonr außer Gefecht gefetzt. Feindliche Geschwaderangrifte auf Lille verursachten keine militärischen Verluste, wohl aber haben sie. besonders in der Kirche St. Sauveur, erbebliche Opfer unter der Bevölkerung gefordert, die an Toten und Verwundeten fünfzig übersteigen. Ebenso wurden in den Städten Douai Ba- paume, Peronne und Neste durch französisches und englisches Feuer, sowie Fliegerbomben zahlreiche französische Einwohner gelötet oder verwundet. Oestlicher Kriegsschauplatz. - Heeresgruppe des Generals v. Lin singen. Westlich von Kolki, südwestlich von Sokul und bei Wiczynn wurden russische Stellungen genommen. Westlich und südwestlich von Luck sind für uns erfolgreiche Kämpfe im Gange. An Gefangenen haben die Russen hier gestern fünfzehn Offiziere, eintaufcnd- drci hundertfünf und sechzig Mann, seit dem 26. Juni sechsundzwauzig Offiziere, dreitausendcinhundert- fünfundsechzig Mann cingebützt. Bei der Armee des Generals Grafen von Bothmer har der Feind vergeblich südöstlich von T l u m a c z geführte Kavallenc-Attacken mit schweren Verlusten bezahlen müssen. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. (WTB.) Großes Hauptquartier, 2. Juli, (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. In einer Breite von etwa 4 0 Kilometern begann gestern der seit vielen Monaten mit unbeschränkten Mitteln i orberettete große englisch-französische M a s s e n - angr.iff nach siebentägiger stärkster Artillerie- und Gas- l orwirkuug. Auf brtbeu Ufern der Somme, sowie dem Ancre- Bach von Gommecourt bis in Gegend von La Bm'sfeles errang der Feind keine nennenswerten Vorteile erlitt a b e r sehr schwere Verluste. Dagegen gelang es ihm. in die vordersten Linien der beiden an die Somme stoßenden Divisionsabschnitte an einzelnen Stellen einzudringen, so daß vorgezogen wurde, diese Divisionen aus den rüllig zerschossenen vordersten Gräben in die zwischen erster und zweiter Stellung liegende Riegelstellung zurückznnehmen. Das in der vordersten Linie fest eingebaute, übrigens unbrauchbar geivordene Material ging hierbei, wie stets in solwen Fällen, verloren. In Verbindung mtt dieser großen Kampfhandlung stände,! vielfache Artillenefeuerüberfälle sowie mehrfache kleinere Angriffsunternehmungen auf den Anschlutzfronten und auch westlnh und südöstlich von Tahnre. Sie scheiterten überall. Links der Maas wurden an der Höhe 304 .französische Grabenstücke genommen und c,n französischer Handgranaten- angriff abgeschlagen. Oestlich der Maas hat der Gegner unter erneutem starken Kräfteeinsatz gestern mehrmals und auch heute ,n der Frühe die deutschen Linien auf der Höhe Kalte Erde besonders be,m Vonzerwerk Thiaumont angegriffen Oberste Heeresleitung. ,Der lcnige erwartete Tag-der großen U-eberraschu.no im Wecken ick gekommen, die Engländer haben in Gemeinschaft mtt den Franzosen endlich ihre große Offensive begonnen, und die Welt eravartet davon die Entscheidung dieses Krieges. Uur uns niederzuwerfen und die Ziele zu verwirklichen, die die feindlichen Staatsmänner verkündigt haben, dazu bedürfte es des Durchbruches der detttselren Front, der Ansrotluug der deutschen .Heere inib der Zurückeroberung der von den Deutschen besetzten Gebiete. Es scheint jedoch, daß so große Ereignisse sich nicht an die siebentägigen, mit gewaltigen Mtteln unternommenen artillcrislischeu Vorberei- tungeii knüpfen werden, denn überbtickt man beu deutschen Heeresbericht und die am'tlick)en feitückicheu Meldungen über den Verlauf des ersten SturmtLvges, so gervinnt man das berührende Gefühl, daß an dem denffchen Wall zwar einige Blöcke losgerissen worden sind, daß aber die „Ueberraschung" untere Tapferen nicht überkvältigt hat. Sie werden vielmehr nach dein ersten wütenden Ansturm der Feinde ihre Kräfte verdoppeln, um den Herren Engländern die rechte Antwort zu gebeu. Auch bei der großen Septe,ubei>Offensive dev Franzchen und Engländer im vorigen Jahre wurde sonwhl iil der Champagne wie.im Artois die deutsche Front in einer Breite von etwa je 20 Kilometerri in die zweite Verteidigungslinie zurückgenommen. Was wir also bisher von der „mit unbeschränkten Mitteln", wie die deutsck)e Heeresleitung sich ausdrückt, unternommenen Offensive vernehmen, braiicht uns keine Sorge cinzuflößen, wenngleich man sich keiner Täii schung darüber hiuzugeben braucht, daß man es jetzt mit einer Kraftanstrengnng des Gegners zu Lun hat, die alles bisher Dagewesene überjüngt. Die „Köln. Ztg." saßt die Ergebnisse des ersten Sturmtages mit folgenden Worten zusammen: Von der großerl Chauepagueschtacht des vergangenen 5)erbstes kennen wir du großartige Vorbereitmtg, mit welcher der sran- zock,che Geueralstab derartige Unlernehnmngen einleitet, und nmii kann sicher lein, daß an deii technischeii Mitteln zum Durchbruch durch un,erc Linien beim Gegner mchts schien wird Ms Oaurl alles geordnet war, setzte als Auftakt wieder die nrchrtätige Beschießung unserer Stellungeii ein, unterbrochui gelegentlich durch Ertundungsvor,töße von Abteilungen verschiedener Stärke, die sich voii der ^Wirkung des Geschoßhagels überzeugen sollten. Sicben- taglges p-euer ergoß sich diesmal über unsere Gräben, und als Erlösung werden unsere braven Truppen es begrüßt haben, als endlich du feindlichen Sturmrolonnen anfetzren. Ucber 'l0 Kilonreter dehnt sich die Angriffssront. südlich von Ar ras, zu beiden Seiten der Ancrc und der Somme. Tie Ancre kommt aus der Gegend von Avesnes und zieht nach Südioestcn über Albert nach der Somme, tu die ne bei Eorbie uründet. In dem Raum zwischen Goinmecuurt, das etwa Io Kilometer nördlich von Albert liegt, und ^La Boisclle, etwa vier Kilometer nordöstlich von Albert, au ba- Straße nach Bavaume, hü der feindliche Gewaltslos; nur geringe Vorteile zu erringen vermocht. Rittlings der Somme mussten iinierc Truppeti, bereit Gräben von der Wucht des feindlichen Ar- tillcriefeuers eingeebnel ivarm, zurückgenommen werden, doch nur ms tu die zwischen den beiden Uärfcrcjt Stellungen liegenden sogc- naimtcn Rreget,tellungen. Was an Geschützen und sonstigem sckc'ate- rtal emgebaut war, wurde unbrauchbar gemacht und ging verloren Laniit mutz ,tets ge rechne iverden, da im entscheidenden Anaen- dlra diese durchweg älteren Stirrmabwehrkanonen nickik inech fort- zubrnrgen sind. Daß die feindlichen Berichte schm von großen E'-- liKäen spreänn. darf nicht täusctren, es wird erst m der nächstes Je« sich ül>ersehen lassen, wieweit der attgennmie Angriff den Gegner geführt hat. Auch der ruhig abwägeude, alle Wgliclfteiten tu Betracht ziehende Berner „Bund" schätzt die 'Aussichten der Engländer tind Franzosen gering ein. Welche Schwierigkeiten und Hindernisse sie zu üherwitiden hätten, wenn sie sich c r ii ft f t ch mit dem Gedanken tragen, die deutsche Front zu durchbrechen, pavon sagt der Berner „Btmd" nicht zuviel, wenn er u. a. schreibt: Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, I.Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: I.Juli 1916. I l l ö » , Ul ll U {) l u ß. Bei Tlumac z c wurden österreichisch-ungarische Truppen der Armee des Generals Grafen von Bothmer von einer dre, Kilometer breiten und sechs Glieder liefen Reiter- maste attackiert', der Feind wurde zersprengt und erlftt schwere Verluste. Sonst in Ostgalizien und in der Bukowina mchts von Bedeutung. In Wolhynien schreiten die Angriffe der verbündeten Armeen vorwärts-, sie drängen den Feind südlich von Ugruion, westlich von Torczyn und bei So>ul zurück. Seit Mang Juni sind südlich des Vripiat 158 russisthe Offtziere, 23 92a Mann, mehrere Geschütze und 99 Ma-fchinengewehrc eingebracht worden. I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. Auf der Hochfläche von Dobcrdo ließ die Gefechts- tangteit im nördlichen Abschnitt nach den heftigen Kämpfen ln denen unsere Truppen alle ihre Stellungen behauvteten' wesentlich nach. Im südlichen Abschnitt dagegen setzten die Italiener ihre Angriffe und. nachdem diese abgeschlagen waren, das sehr lebhafte Gcsthützfeuer fort. An Gefangenen wurden 5 Offiziere. 105 Mann abgeschoben. An der Kärntner-Front griffen Alpini-Adteilunqen nördlich des Seebach-Tales vergeblich an. Zwischen B r c n t a und E t s ch scheiterten feindliche Vontoye gegen unsere Stellungen im Raume von Cima ^i'-ei und des Monte Zebio, dann gegen den Monte Jnterrotto am Pasubio. im Brandtal und am Zugnarücken. Arro stand unter dem Feuer italienischer Geschütze. Unsere Sceslugzeuge belegten die vom Feinde belegten Ortschaften San Canziauo. Bestrigno und Staranzano sowie die Adrimverke ausgiebig mit Bomben. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Der Stellvertreter des Ehefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Wien, 2. Juli. (WTB- Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 2. Juli 1916. Russischer Kriegsschauplatz. In der B u ko w i na bei unveränderter Lage keine besonderen Ereignisse. Nordwestlich von Tarnopol eroberten österreichisch- ungarische und deutsche Bataillone die vielumstrittene ^öb- von W o r ü b i j o w k a zurück. Sieben russische Offiziere und 982 Manu, sieben Maschinengewehre und zwei Minenwerfer wurden erbeutet. Der Angriff der unter dem Befehl des Generals von L i n j i n g e n stehendei^verbündeten Streftkräfte wurde auch gestern an zahlreichen Stellen beträchtlich nach vorwärts ge tragen. Zahl der Gefangenen und Beute erhöhen sich. Russische Gegenangriffe scheiterten. Italienischer Kriegsschauplatz. Im südlichen Abschnitt der Hochfläche von Doberdo setzten die Italiener das heftige Artilleriefeuer rmd die An griffe gegen den Raum östlich von Selz fort. Diese amt' nachts andauernden Anstrengungen des Feindes blieben dank dem zähen Ausharren der Verteidiger ohne Erfolg Zwischen Brenta und Etsch wiederholten sich die fruchtlosen Vorstotze gegen zahlreiche Stellen unserer Front. Zur Marmolata Gebier wiesen unsere Truppen lmehrere Angriffe italienischer Abteilungen ab. im Ortler- gebiet erkämpften sie einige der Crystall-Spitzen. Gestern wurden über 500 Italiener, darunter zehn Offiziere, gefangen genommen. S-uböftlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Generatstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. Der französische Bericht. Paris, I.Juli 3 Uhr nachmittags. Auf den beiden Ufern Ler Maas unternahm der Feind gestern gegen Abend und im fLaufe der Nacht wiederholte und sehr heftige Jufanterie-Akttcmen. Auf dem linken Ufer war in der Gegend östlich und westlich des -Punktes 304 der Kamm ganz besonders lebhaft. Tie Deutschen.rich- »taten nicbt weniger als vier Angriffe gegen die verschiedenen Abschnitte. Ern erster Angriff, der, begleitet von Ausspritzen brennender Nüssrgketten. sich gegen unsere Stellungen zwischen dem fPunkt 304 und der Straße Esnes—Haucourt richtete, wurde gegen -Ende des Tages mit bluttgen Verttfften für den Feind abgcwiesen. Ein zweiter Angriff mit Handgranaten im Westen der Sttatze ^snes—Haucourt erlitt das nämttche Schicksal. In der Nacht gelang es einem mächtigen deuttcl^en Infanterie-Angriff, im Osten des ^Punktes 304 uns das befestigte Werk, das wir gestern bereits wieder- genommen hatten, sowie einige Grabenstücke auf dem Ostabhaug des Punktes 304 zu nehmen, aber unsere sofort einsetzenden Gegenangriffe brachen uns wieder in den Besitz des Wertes und des verlorenen Terrains. Schließlich wiesen mir diesen Morgen einen deutschen Angriff, der versuchte, an die Redoute von Avocourt. heranzukommen, zurück, indem wir den -Deutschen ernste Verluste bei- brachen. Auf dem rechten Ufer der Maas nahmen dre gestern im Abschnitt von Thraumortt begonnenen Kampfe um den Besitz des Werkes ihren Fortgang. Nach einer Reche von Jnfan- , lerie-Dngriffen, denen eine Besckveftung vorausging, gelang es den ' Deutschen, von neuem in das vollständig zerstörte Werk, att dessen Zugängen wir uns festgesetzt haben, einzuorinqen Die Tätigkeit W&rtäßem Hieb sehr stark in der Gegend des Waldes von Fumin, Chönois und Lauiee. In Lothringen ichefterten zwei deutsche Angriffe auf unsere Stellungen im Walde von Paroh vollständig. Heute morgen gab ein weittragendes feindliches Geschütz mehrere g'roMckibrige G^choffe in der Richtung von Nancy ab. 11 Uhr abends: Nördlich und südlich der Somme unternahmen die französisch-englischen Truppen in Ver- fohmng der an den vorhergehenden Tagen ausgeführten f-lrtillene- vorbevertung und AuskÜrrungen anr Santstag früh eine Offen- s-ivaktio n au f e i ner Front vo n etwa40 Ki lo me t e r n. . Vormittag und im Laufe des Nackmrittags bemächtigten sich die - Verbündeten auf der ganzen Angriffsfrortt der ersten deuticken j Stellungen. Nördlich der Somme setzten sich die französischen Trup- ^ pen an den Zugängen der Ortschaft Hardecourt und an den Rändern ! der Ortschaft Curlu fest, wo der Kampf fortdauert. Südlich der ! Somme fielen die Ortschaften Dompierre. Becquiueourt. Bufty und | j!Fav in unsere Hände. Die Zahl der allein von den französischen ^Truppen im Laufe des Tages gemachten deutschen uuverwundeteu . Gesmigenen bettägt mehr als 3500. Auf dem linken Maasufer heftig^ Bombardement der ganzen. Gegend Punkt 304—Mort Honmre. Auf dein rechten Ufer begab sich unsere Infanterie gegen 10 Uhr vormittags zum Sturm auf das Werk Thiauniout, dessen t**h' uns von neuem bemächtigten. Der Nachmittag lvar gekennzeichnet durch ein Wiederanwachsen des Bombardements in dieser Gegend, sowie auf den Abschnitten von Fumiu und Ehenois. ^F4u«g-wesen: In der Nacht vom 29. zum 30. Juni führte ycmc Gruppe unfever -Flugzeuge folgende Bombardierungen aus: 18 Granaten von 120 Millimeter wurden auf den Bahnhof von NoÄe, 6 von 120 Millimeter auf Rohe, wo ein Brand ausbrach, und 2 Granaten aut einen Automobilzug nordöstlich von Nesle geworfen. Man. sah sie -mitten unter die Wagen fallen. In der gleichen Nacht warfen 13 unserer Fttrgzeuge 60 Granaten auf eine deutsche Munitionsfabrik in der Umgebung mm Noyo u. Das Ziel wurde von einem guten Dell der (^schosse erreicht. ^ ttcyen Teste öec Front wuroen weneryui v»en-. ^ nommen. London, 1. Juli WTB. Mchtamtlich', General Haig belichtet: Den ganzen Tag dauerte der .stampf zwischen Somme und Ancre an. Nördlich der Ancre bis einschließlich Gommecvurt lvird an der ganzen Front heftig gekämpft. Wir nahmen aus unserem rechten Flügel das deutsche Laufgrabenlabvrint in einer- Frontlänge von 7 Meilen und einer Tiefe von 1000 Bords und stürmten und besetzten die kräftig verstärkten Dörfer Montamban und Maimetz. Im Zentrum nahmen wir an einer Front von über 4 Meilen verschiedene starke P unkst:. An anderen Pu litten hält der^ Feind noch: der Kampf ist noch heftig. Ebenso erbittert ist die ^Schlacht nördlich der Ancre bei Gommcoourt. Wir konnten einige Punkte in dein Gelände, das wir bei dem ersten Angrift eroberten, nicht halten, während anders Abschnitte in unserem Besitz blieben. Bisher kamen über 2000 deutsche Gefangene durch die Sammelstationen, darunter zwei Regimentsionrmandeure und ein ganzer Regiments stab. Eine große Anzahl toter Feinde, die auf 'dem Schiachtfelde gefunden wurde, weist darauf hin, daß die Verluste der Deutschen bedeutend sind, besonders in der Gegend von Fricourt. Letzte Nacht drangen Abteilungen unserer Truppen an verschiedenen Punkten zwischen Souchez und Ppern in die deutschen Laufgräben und fügten den Besatzungen schwere Verluste bei. Eine dieser Abteilungen machte 16 Gefangene. Trotz des starken Windes herrschte gestern eine lebhafte und erfolgreiche Lufttätigkeit. Es wurden zahlreiche Bomben aus feindliche Stapel platze, Erfenliahnknotenpuntte, Batterien, Laufgradm usiv. abge- worfen. Auch nnrbrend der heuttgen Kämpfe war die Lufttätigkeit beträchtlich. Einzelheften liegen noch nicht vvr. Unsere Flugzeuge griffen zwischen Donai und Cambrcu einen Zug an, ein:- ging auf 9 Fuß herab und sprengte einen Güterwagen Andere Flieger sahen erneu ganzen Zug brennen und hörten mehrere Explosionen. London, 1. Juli. lWTB.) Meldung des Renterschen Bu reaus. Britisches HauptaucEtier in Frankreil Die britischen Truppen machen große Fortschritte Im feindlichen Gebiet fen-, seits der Fronllinie nahmen sie serre und Montauban. sowie zwei wichtige taltische Punkte südbstlüch Hebuterne und nördlich) Brav. Die britischen Truppen kämpften in den Dörfern Mametz und Conrelmaison, von denen sie Teile in' ihrem Besitz haben. Die Briten sind auch im Besitz von dem Gelände nördlich von Fricourt Das Darf selbst ist noch in deutschen Händen. Tie Britten griffen B ea um ont-.Harnel an und nahmen La Bvrfelle. Unsere Truppen kämpften tapfer undd machten viere Gefangene.'Die Franz asm rücken rechts der englischen Stellungen mit großer Lebhaftigkeit und Tapferkeit vor und drangen sehr schnell nach Beginn des Angriffs vor. Jenseits der' deutschem Linien eroberen sie Curlu und den Wald von Faviere. * . * euguschen Gewinnen l i n i i>eiii p^iNiuerpraiiizenteu Bai - 'ch- Gesandte, die Berba.l.dsmächto batten durch eine gemeinsame Note die allgemeine Dem obili- sta t i o n verlangt. Sie seien daher der Meinung. daN ste uräst bl!» zum 31. Auauß verschleppt norden dürfe imd fMuge' Been diaung bis Ende Ful' vor. Zaimis wi.'s m inawi - n. auf hin, daß Griechenland, dem an rascher Demobftinerung gelegen sei, nickt genügend stöhlen urid Transporlnnttci . ' - die Heimbcförderung zil bewältigen. Tags daraus Ministerpräsidenten mit, die Alliierten würden Griechemand d e Tcmobilisatton erleichtern, worauf der König ermvftligte, daß we {pnten Reservistenklaften bis zum 31 Füll entlassen werden 'Hlen. Dem ,Tcmps" zufolge wird die grieckiscke Demobilstatwn wqar schon am 18. Juli beendigt sein. Die Neuwahlen zur gricchiichen Kammer werben im September stattsiuden. Aus der italienischen Kammer. Rom, 2. Juli. (WTB.) Meldung der Agenzia Stefmti. In der Kammcrsitzunq vom Samstag wurde die Tagesordnung mit dem Ausdruck des Vertrauens ui nauumtlicher Abstimmung mit 391 von 450 Sttmmen angenommen, -vre Mitteilung des Ergebnisses der Aüstlmnrung umrde mit lebhaftem Beifall aufgenoHinten, worauf die Sitzung geschlossen wurde. Ein englisches Gerücht über einen deutsch-österreichifchcn Geheimvertrag. Amsterdam, I.Juli. >WTB. Nichtamtlich.i Die „Tim-es^ wftl aus Budapest erfahren haben, dafr der Rei chskanzlervon Bethmann Hollweg und der österreichisch-ungarisch e B o t s ch a f t er i n B e r l i n U u t e r h a n d l u n g e n wegen eines zu schließenden G e h e i m v e r t r a g e s begonnen hätten. Der Vertrag soll auf 25 Jahre geschlossen werden und ein e i n he i t- li ches Vorgehen aus mi l i t ä ri s che m Gebiet und in den auswärtigen Angelegenheiten sichern. ^Anmerkung der Redaktion: Wie wir mi zuständiger Stelle erfahren, ist die vorstehende Nachricht unrichtig.) Die Schweiz und der Bierverband. Berlin, 3.Juli. Der vorläunge Abbruch der schweize» rischen Verhandlungen mir dem Vierverband wird dem ,,Berliner Tageblatt" gemeldet. Der Vierverbcuid lehnte, wie es heißt, jedes Entgegenkommen an die Schweizer Wünsche ah und hielt an seinem Standpunkt fest, die vermehrtt Ausfuhr schweizerischer Güter nach Deutschland mit der Blockade der Schweiz zu beantworten. Die Schweizer Abordnung habe am I.Juli Paris verlassen. Wahrscheinlich würden neue Verhandlungen folgen. deren Wirkungen beobachtet werden konnten. In der Nacht vom 30. Juni zum I.Juli warfen 7 unserer Flugzeuge von neuem 13 Granaten aus den Bahnhof von Nesle und 6 auf eine benachbarte militärische Anstalt, wo ein Brand festgestellt wurde. Im Laufe einer Aufklärung gelang es einem unserer Flieger, der von einem Forker angegriffen und beim ersten Zusammen stoß verwundet wurde, seinen Gegner abzusckießen, der in dem« Wald von Bezange herunterfiel. Ans der RäckVehr wurde derselbe Weyer von neuem von einem feindlichen Dopveloecker angegriffen und ein zweites' Mal verwundet. Gs gelang ihm, sich loszumachen und in unsere Liniert zuruck- zukehren. Englische Berichte. London, I.Juli. (WTD.) Bericht des britischen Haupt- kmartiers in Frankreich vom 30. Juni. Bei einem von Anzac letzte Nacht auf die feindlichen Änien uitternvmmenen Stteifzug wurden 80 deutsche Soldaten, darunter 2 Offiziere, getötet, unsere Verluste find sehr gering. Der Feind unternahm nach einer heftigen Beschießung einen wirkungslosen Ueberfall auf unsere Laufgräben westlich der Strafte Lille. In der Nacht auf den 20. Juni wurden von Trittchen in der Nachbarschaft von Mjefftnes drei llebersälle gen mcht und eine Anzahl Feinde getötet. Die ShroMirre Light Jnfantery unchrnahm ebenfalls eine solche Erpedftion und brachte em Dutzend Gefangene zurück. Bericht des britischen Hauptquartiers in Frankreich, vom 1. Juli um 9 Uhr 30 Minuten morgens: .Heute ungefähr um 7 Uhr morgens unternahm die brrtische Arntee erneu heftigen Angriff über einen Frontabschnitt txm mehr als 20 Merlen Länge, nördlich der Somme. Eine fürchterliche Beschießung, dir ungefähr anderthalb Stunden dauerte, ging dem Angris voraus. Es ist noch zu früh, Einzelheiten über den .Kamps zu melden, zumal er an Heftigkeit noch zmftmntt. Aber die britischen Truppen nahmen bereits üre erste deutsche Linie und machten viele Gefangene. Soweit festgestellt, sind die brftischcn Verluste nicht schwer. London, I.Juli. ^WDB.) Bericht d^s Generals Haig vom I.Juli: Bei den nördlich der Somme von franzöfffchen und brftisckien Truppen zusammen iinternommvnen Angriffen brachen wir aus einer Arvnt von 16 Meilen in das vordere deutsche Berteidi- gnngssystkW ein. Der Kampf dauert fort. Der französisch: Angriff an dem Teile der ^Front, der sich unmittelbar an den rechten briti- schn Flügel anschließt, macht bedeutende Fortschritte. An der übrigen britiscken Front gelang es Abteftungen, die U eher fälle unter nahmen, wiederum an zahlreichen Punkten in die feindlich Ver testnqungslime einzudringen, dem Feinde Verlust» zuzufügen und eim^ Gefangene zu macken London, 1. Juli. WTB.) Bericht des brftischn Haupt- auartiers von 7 Uhr 15 Minuten nachm.: Der Fortschritt der , Schlacht wird durch beständiges Amvachsen ihrer Heftigkeit den ganzen Tag hindurch gekennzeichnet. Das Gefecht nördlich des . Ancreßlusses war besonders hefttg. Der Feind leistete in mehreren 'Dörfern unseren Angriffen hartnäckigen Widerstand, aber die Tapferkeit unserer Truppen führte zu dom Ergebnis, daß sie sich schrittweise don allen Seiten an verschiedene feste Punkte heranarbeiteten lhas resnlt^i iS a graoual working round of variaus strvng Points'. Fricourt ist fetzt beinahe euigeschlössen. Ferner befftiden sich unsere Truppen nördlich auf beiden Seiten des Vorsprungs von Gomniccourt. Das Dorf Mametz ist fetzt vollständig in Nuferer Hand. Ein deutscher Gegenangriff auf Ätonlauban wurde erfolgreich zurückgewiesen. Bisher wurden in dieser Gegend etwa 1500 Gefangene gezählt, aber ihre Zahl ist natürlich imvollständigl, ,da noch weitere cingebracht n-erden. Die Kämpfe werden durch gutes Wetter begünstigt. Im nördlichen Gebiet wurde der Bahn jhof von :rsolqreich mft Fliegerbomben belegt. Unsere Flie- ger wurven auf der RücKehr von 20 Fott'erflugzengen angegriffen^ denen zroec in brcnneTidem Zustande zum Niedergehen ge- ^onn^en wurden Die britischen Flugzeuge kehrten sämtlich zurück Cr* "Owcrkenswert, daß heute nachmittag nur sehr wenige Mnoluhe Flugzeuge in der Luft gesehen wurden. Auf dem nörd- Der russische Bericht. Petersburg, 2. Juli. (WTB.) Amtlicher Berich-t vom 1. Juli. _ Wcstfront: Unser linker Flügel drangt den Feind immer rveiler zurück. Südlich des D n j e st r wurden mehrere Orte ei- obcrt. Nach äußerst heftigem Kampfe warfen unsere Truppen den Gegner gegen die Höben von Bercez ow zurück (17,5 Älometer südwestlich Kolomea> Einige dieser Höhen wurden auch, bereits mft stürmender Hand genommen. Der nordwestlich Kimpolung angreifende Feind wurde in westlicher Richtung geworfen. In diesem Raume drückten unsere Truppen den Fein^ zurück und eroberten nach Kampf einige stark befestigte Berg-Steftungcn. Die Gefangeneuz ah! der von der Armee des Generals Lot- 1 ch i tz k i am 28. und 29. 'Juni ein gebrachten Gefangenen ist aus 305 Offiziere imd 14 574 Mann gesttegeu: dazu sind vier Geschütze, 30 Maschinengewehre erbeutet Die Gesamtsumme der vom 4. Juni bis 30. Juni gemachten Gefangenen bettägt einschließlich Offiziere 217 000 Mann. Im Raume zwischen S tochod imd Stpr unterhielt der Feind ein heftiges Artckleriefeuer. Ein besonders erbitterter Kanips geht um die Stellungen Zaturcze, wo unsere Truppen rrotz Trommelfeuer von äußerster Heftigkeit neun Angriffe nacheinander mit schweren Verlusten für den Feind äbichllugen. In einem 2lb- schnitt dieser Gegend litten die Deutschen stark unter dem Feuer der eigenen Artftlerie, das sie von rantem zmu Migriff Vortrieb. Das Gelände ist dort mit Feindesleichen bedeckt. Kolomea von den Russen besetzt. Petersburg, 1. Juli. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegrapl>en-Agentur. K o lomea, wo die wichttgsten Eisenbahnen aus der Bukowina zusammentreffen, ist in unserer Hand. Der türkische Bericht. Kvnsta nti nvtpel, 1. Statt. (WTB.) Dos Hauptguartter teilt mit: An der I r a k f r v n t ist die Lage unverändert An der persischen Grenze versuchten die aus Kerend vertriebenen rmssischen Streitkräfte westlich von .Kesrevabad zwischen Kerend und Harunabad, Mtf der Sttahe nach Kermanschah Widerstand zu leisten. Nach achtstündigem Kampfe wurden die Russe n zur Flucht in Richtung auf Harunabad gezwungen, nachdem sie schwere Verluste erlitten hatten. Unsere Truppen setzt-en die Verfolgung fort. Kaukas us front: Auf dem rechten Fkügel und im Zentrum kein Ereignis, abgesehen von einem unbedeutenden Feuergefecht. Im Zentrum wurde ein femdluher Fkveger. der den Arrgriff des ihm eittgegengeschickten Fliegers fürchtete, zur Landung gezwungen. Auf dem linken Flügel versuchte der Feind mft einem Teft seiner Stteitkräftc einen Angriff gegen einige früher von ihm verlassene Stellungen. Ter Augrfff miftgllickte. U n se re T r u p pe n besetzten im Gegenangriff die vom Feinde besetzte beherrschende Höhe. Während' des Kampfes erbeuteten wir drei Maschinengewehre. Die Zahl der dem Feinde Ivähvend der .Kämpfe auf hem linken Fllrgel alxsenvrnmenen Adafchinengemehre ist auf zehn gestiegen. — Sonst ist nichts m melden Konstantinopcl, 2. Juli. (WTD3 Das Hauptquartier meldet: An der Irak front keine Veränderung. In Südpersien setzten unsere Truppen ihre Bewegungen nach Osten fort, imbem sie die ruftischen Nachhuten versagen. An der Kaukasusfront trug sich auf dem rechten Flügel und im Zentrum nichts zu. Unsere nördlich von Tscho ru k stehenden Truppen drückten auf das feindliche Zentrum und drängten den Feind 8 Kftometer nach Norden in Richtung aus die Küste zurück; sie besetzten abermals beherrschende feindliche Stellungen in einer Länge von 12 Kckometeru. Unsere lSaestroitkräf te erzielten in den letzten Wochen mehrere Erfolge im Schwarzen Meere Unsere ll-nterffeaWote versenkten an der Küste des 'Kaukasus vier grofte russische Dampfer, darunterTrans-^ Porte; einer davon war ganz mit Truppen beladen. Außerdem wurde ein russisches Segelschiff versenkt. Ferner gingen ein mit Munition beladener feindlicher Dampfer und ein anderer großer Dampfer durch Aufkäufen auf erne Mine unter Am 28. Juni wurde bei Katia nach einem Lustkampf, der 15 ?Dinnten dauerte, ein feindliches Flugzeug zur Flucht gezwungen. Es landete zwischen dem Kanal und Katta, um der Verfolgung durch unser Flugzeug zu entgehen. * * * Der Ruf uad) einer kräftigen Balkanattion. Bern, 1. Juli. (WTB.) Der Sdndettb.erichterstatt'er L>es „Secolo" drahtet aus S-aloniki, die Armeen Sarrails dürften sich demnäch,st rühren. Es sei dies unbedingt not-, wendig, denn eine takkrastige und siegreiche Balkanattion der Mliierten könnte noch iymte ausschlaggebend sein. Die Orieittarmee miiiffe endlich, die Früchte der nngechenren «Opfer bringen, die sie gekostet habe, sonst fahre-nmn auch weiterhin int alten Stile fort, die Uni-ernechm 2 rngxn des Feindes zu fördern, der nrit seinen 250000 Mann bis heute mindestens 500 000 Mann zu beinah>e vollkommener llnbewegtichteir habe sestnageln können. Aus Griechenland. Paris, 2. Juli. ,WTB NichtMntttch.) „Journal" melücl aus Athen vom 30. Juni: Wahrend des gestrigen Besuches des Der Seekrieg. Das Seegefecht in der Ostsee. Berlin, 2. Juli. i WTB. Amitttch.) Nach den mzwischen ein» gsgangencn ausführlichen Meldungen der in der Nacht vom 29. zum 39. Juni mit russische n S c e st r e i t k r ä s t e n im Gefecht be- sindlich gewesenen deutschen Torpedoboote ergibt sich in Ergänzung der amtlichen Ikeldmrg vom 30. Juni nachstehendes Bild: Zunächst wurden in der genanntes Nacht etwa 20 Seemeilen südlich Haefringe von unseren Torpedobooten drei feindliche Zerstörer, anscheinend vom „Nowik"-Tvp, gesichtet und beschaffen. Der .Feind machte sofort kelirl und entkam in einem ein setzenden 9iegen- sckauer. Eine Stunde später kamen im Osten neue Rauchwolken in Sicht, auf welche unsere Torpedoboote zudrehten. Es wurden zwei feindliche Kreuzer (anscheinend einer von der Mnkaroff-, einer von der Oleg-Masfej und fiinf feindliche Zerstörer ausgemacht Unsere Torpedoboote gingen zum Angriff heran und bekämpften den Feind mit Torpedos und Artillerie. Mehrere Detoiiationen sind einwandsfrei beim Feinde beobachtet. Bei dem Beginn des Angriffs nalpn der Feind unsere Torpedoboote mft allen Kalibern heftig uttter Feuer, das uach den Detouattonen erl>eblich nachüeß. Bei aufkvMmendem Nebel kamen sich die (Gegner aus Sicht. * Stockholm , 1. Juli. (WTB.) Meldung des schwedis'chen TelegramNibureaus Untersuchungen ergaben, daß der deutsche Dampfer „Ems" am 19. Juni in den schnxHischen Hohefts- gebiet von einem e n g-l i s che n Unterseeboot durch Beschießung versentt wurde. Der schwedische Gesandte in London überreichte den Einspruch feiner Regierung dagegen London. 1. Juli. (WTB. Llovds berichtet: Ter bewaffnete brittsche Dampfer „Won der me re "und das italienische Segelschiff „Carlo Alberto" wurden versenkt. Amerika Mexiko. Wa-slh in gto-n, 1. Juli (WTB.) MeLuwg des Reuteid schen Birvecrus Das mexikanische Minist^eriU-m des Lleußemt wendet sich in oiirer Denkschrift an Gt-aLtssekretär Lansin'g gegen den aitmöBenibeit Dsm der Note der Vereinigten Staaten Es erklärt, daft die Vereinigten Staaten kein Recht haben, Truppen in Mexftko zu. nnterkfalten. Ihre Anwesenheit ermuntere räuberische UebersMe an der Grenze und trage nicht drxzu bei, sie zu verhindern. Die Denkschrift wirft dem amerikanischen Kommandanten böse Absichten vor. New Nork, 1. Juli. (3MR NichLamtkich.) MeLdsmg des Renterschen Bnreaus. Wilson sprach in einer Versammlung des Pressellubs und sagte, er würde sich nur dann zu einem Krieg« mit Mexiko entschließen, tvenn gar kein anderer Ausweg übrig bliebe, den unruhigen Verhältniffen an der Grenze efti Ende zu machen. Die Zuhörer nahmen die Erklärung mft lchhaf- tem Beifall auf. Ass dem Reiche. Sammeltage für die deutsche^ Kriegsgefangenen. Berlin, 3. Juli. Das günstige Wetter an beiden O p fert a gen für die deutschen Gefangenen im feindlichen Ausland unterstützte den Erfolg der Liebestütigkeit. 1300 Helferinnen nnd Gymnasrasttn hatten fteiwillig tmd ohne Entgelt das Sanrmelik übernornmen. Viele der Büchsen ent- lsielten verhältnis^näftig hohe Beträge. Gestern fanden sich in etwa 300 Büchsen xusirmmen 10000 Mark. Umformönderungen der Marme. Berlin, 1. Juli. (WTB. Mchtamtlich.) DaS Marineverord- uuugsblatt veröffeutlicht die allerhöchste Kabinetts o r b r e über Uuiformänderungen der Marine. Danach fällt der (5alarock der Seeoffiziere weg. Anstatt der bisherigen Ordensschnalle wird die große Ordensschnalle (mit Orden) und die lleine Ordensschttalle (olme Orden, nach Armeemuster', letztere zum Dienstonzug, gettagen. Offiziere und Beamte ttageu au Land Achselstücke auch zum Ueberzieher. Die Uniform deck^Marineinfan teric wird entsprecheud den Bestinlmungeu für das Heer vom 21. September 1915 abgeändert. Die wefentlichste Aenderung betrifft das Grundtuch aller Bekleidungsstücke. ß. München, 1. Juli (WTB.) Bei der Beratung des Militäretats in der Kamm c r der Abgeordneten brachte der Mgeordnetze Qui d de die von der Militärbehörde über ihn verhängte Briefkontrolle zur Sprache. Bei der Bemttwvrtung einer ähnlichen Interpellation von Dr. Süßheim habe der Kriegsminister erklärt, daß der Jü- landsbrie-sverkchr der militärischen Kontrolle nicht unterliege, Dchs treffe nicht zu. Die Verletzung des Briefgeheilw- nis'ses fei befonbers bedenklich, wenn man die Korrespondenz des Mgevrdneten konttolliere. lvohin sich viele Leute im Vertrauet ans seine Verschwiegenheit ivendeten Staatsrat v. Speidel erwiderte in Vertretung des Kriegsministers, in diesem Falle handele es sich unt aan^ spez.tolle Eingriffe^ gegenüber eurem einzelnen, jamt und. soubecs als ein'Aus- flaiß von SonDercrnordnungeit LutrsroULnD. oss» LrtLgs- ministerrum gegenüber Outdde im Interesse der Landesverteidigung und der öfsentttchert Sicherheit auf Grund des Kriegszustandgesetzes zu treffen gezwungen worden sei. Aidde habe eine Flugschrift in einer Auflage von 28000 Exemplaren Herstellen lassen. Diese mußte nach den während Krieges im ganzen Reiche geltenden Bestimmungen Een ihres Inhaltes beschlagrrahlnnt werden. Ihre Werter- Verbreitung sei inr Reiche wie in Bayern auf Grund des Gesetzes über den Belagerungszustand verboten worden. Ferner habe Quidde als Führer der deutschen Pazrfisten- bewegung eine mit den .KriegsverMtnisseir durchaus nicht verentbrtre Agitationstätigkeit enttvickelt, so daß ihm rm Znteresse der offentliä)eu Sicherheit jede weitere pazifistische Werbetätigkeit verboten werden mußte, trotzdem Quidde unter Anwendung einer Deckadresse das Verbot zu umgehen versuchte. Ern in Frankfurt verfaßtes, von Quidde mitunterschriebenes pazifistisches^ Rundschreiben wurde im April auch in Bayern versandt. Unter diesen Umständen war eine Ueber- wachung der Korrespondenz -Quiddes notwendig. Eine Ueber- wachung der Jnlandspost findet nicht statt. Ausnahmsweise Eingriffe gegen einzelne könnten notwendtg werden, day dabei die Privatkorrespondenz geöffnet werde, lasse sich nicht umgehen. Die Schuld trage, wer den Befehlshaber zwinge, rum Schutze wichtiger vaterländischer Interessen derartige Maßnahmen zu treffen. Quidde erklärte, ferne ganze Pro- pagaudatätigkert habe aufgehört, als ste chm verboten worden sei. Die zweite Flugschrift fei ohne fern Wffsen gedruckt und verbreitet worden. Staatsrat tt. Speidel sagte noch, die -Briefbeschlagnahme sei eine Maßnahme, zu der sich die i Militärbehörde nur ungern entschließe und die nur statt- ,rntte, so sie «Ich ihrer UeberzMMng zwingende Griuide !bäbe Ihre Bekanntgabe sei unmöglich, weil dadurch die BeLMwftrng des- Treibens unmöglich werde. Der Militäretat wurde fchLietzlich mit den Stimnreu auch der Sozialdemokraten angenommen. . ^ . Berlin, 3. Juli. Berlins Fremdenverkehr ist im Juni beträchtlich gewachsen. Oesterreicher wurden gezählt 1l83, Schweden 480, Holländer 328, Schweizer 245, Rchsen 111, Amerikaner 158 usw. Lufceö- Verlangen, leo-oo) auxg einzeln lattex Abrundung des Nennwerts aui volle Pfennige aufwärts abgegeben werden. Die jetzigen Postwertzetchengeber für .5-Pfg.-Marlen und die Postkartengeber l sollen so eingerichtet werden, daß sie gegen Einwurs ellres Z-chir- pfennig stücks eine Marke m 7V? Mg- und eine Marke zu 2\ 2 Pfg oder cbtc Postkarte m 7V 2 Pfg. und eine Marke zu Art- Catt6* ießen, 3. Juli 1916. nu. «-/•£ 4^19- ***•«■' —— — o~ - - Vig. verabfolgen. Freimarkenrollen mit den neuen Marken zu 7> und 15 Pfg. für Portokontvollkassen usw. werden angesertigt werden, sobald die Postanstalten mit dm neuen Postwerlzeichen, von denen I nt wenig Wochen als erster Bedarf mehr als 800 Millionen Stück > her zu stellen sind, versorgt sind. * ** Amtliche Personal Nachrichten. Der Groß- herzog hat den Hofstatt-Fouragemagazrnswärter Heinrich Bo- na rins mit Wirkung vom 1. Juli an in - den Ruhestand ersetzt. — Der Großherzog hat zum 1. Juli dem Asftittnten bei der Gew erbein spektton Gießen Tr. Adolf Stöckle den E har alter als Gewerberat ertellt. — In den Ruhestand versetzt wurde: l am 28. Juni der Lehrer Georg Schal lntt zu Darmstadt auf sein Nachsuchen wegen geschwächter Gesundheit mit Wirkung vom 1. Juli 1916 an. Durch Entschließung Großh. Minrftcrtums des Innern wurde der Lehramtsreferendar Hermann Haller zu Neu-Isenburg züm Lehramtsaffeffor ernannt. ** Von der Krankenerf rrsch ungs stelle des Roten KreuzeS am hiesigen Bahnhos wurden rm abgelauienen Monat 16 791 durchreisende Soldaten, darunter 736 Verwundete ersrischt. Von der Krankentransportabteckung der Samtatskolonue wurden 570 Kranken- und Verwundetentransporte ausgesuhrt und in 213 Fällen sonstige Hilfe geleistet. , ** Der Hessische Schutzverein für entlassene Gefangene, dessen Vorsitzender Generalstaatsanwalt Dr. Preeto-rius!-Tarmstadt ist, wird morgen, Dienstag, nachmittags 41/4 Uhr im Sitzungssaale des Regieruugsgebaudes ferne Jahresversammlung abhalten Wir machen unsere Lefer hl^wauf aufnrerksam, mit dem Hinweis, daß jedermann Zutritt zu der Versammlung hat. _ . _ ** Gießener Hans Iran en-Be retn. Der Bevem hat Johannisbeeren bezogen, die er an seine Mitglieder abgibt. Näheres siehe Anzeige. Landkreis Gießen. ü. Allertshausen, 2. Juli. Den Heldentod fürs Vater land starb im jugendlichen Atter Musketter Friedrich Römer, ein Sohn des hiesigen Gemeinde-Forstwarts. — Verwundet wurde Musketier Heinrich K r i e b. r ü. Lollar, 3. Juli. Gestern ist zum erstenmal geregelt Ibte Fleischkarte bei uns ausgegeben worden. Kmder unter zwei Jahren erhalten keine Karten. Für Haus sch lach ' • 13 «. .. 1 . oft(Titi nl( Die Reichsabgab« bet Post- und Telegraphengebühren. Das Gesetz «>ni 21. Jwii 1916. betreffend eine mit den P^st- nnd DelegroMengebLbven zu erhebende Mv^ordentlichc Reichs- triüam 1. August 19 16 m Kruff. Nach dem Ge,ctz fft^im'inneren Tentschen Derkehr als Z u,'chl«, zu ge- Em G--M>eu »n Post-. Telegraphen- und Fern,prechgebu»ren eine Reichs-abgabe zu zahlen Der ÄtzMag beträgt: für Briefe im Orts-und Nachbarvrtsver- kehr sowie für Postkarten 2l /| Mg-, für Fernbriefe . 2 E'l für Pakete bis 5 kg rn der 1. iyortt Mg-, auf aÖe wetteren Entfernungen l<> Pfg, für Pakete über 5 kg m bei: 1. Zone 10 L g-, auf alle weiteren Entieruungen . -L Vlg-. für Briefe mit Wertangabe m der 1. Zone o Mg-, aaft alle weiteren Entfettungen 10 P g-, für Po stauuftragsbriefe ^ ^ pfg Är Telegramme 2 .Mg von jedem Wort, mindestens 10 P g., für Rochr^übmie-ße «wd Dohr po stk arten o Pä-. für Fern sprech^nschlüss-e,NebenLnschkuf se und Gespräche 10 v. H. der fetzrgen Gebühren. Danach kostet vom 1. August ab: n der Ortsbrref m 250 g) fveigemacht 7 1/2 BM-, b« e^f^ch?^^rrrbr:te f (bis 20 g) fvetgewacht ^5 Mg.. der d^pyäl^e°Fernbmief (über 20 bis 250 g) freigmnacht £? W ' nicht srergemacht ÖD die Postkarte fvergemwA 7| gg- nicht fvergemacht ^2 | das Paket bis 5 ^ rn der 1. Zone 30 Pfg.. auf alle wetteren Entfernungen ^ ^0 Pfg., (dazu tritt bei nicht fteigemachten Paketen bis 5 kg *, ir.R?srw. 3 .« 10 w« -<-.»w*. mrf alle wetteven Entfernungen 20 Pfg. mehr als bisher, der Brief mit Wertangabe in der 1. Zone 25 Mg., auf alle weiteren Entfernungen w 45 ig., außerdem die Dersicherungsgebuhr wie btsher und bei nicht fveigenmchden Wertbriefen der Portozib- schlag von iV ' der Postauftragsbrref 35 Mg-, das Telegramm im StLdtverkehr. bis 5 Wörter einschließlich 40 Mg-, über 5 bis 10 Wörter einschließlich für fedes Wort 2 Mg. mehr, also 42, 44, 46. 48, 50 Mg., über 10 Wörter für jedes Wort 5 Pfg., das Telegramm im sonstigen Verkehr, bis 5 Wörter einschließlich 60 Pfg., über o ms 10 Wörter einschlieUich für jedes Wort 2 Pfg. mehr, also 62, 64, 66, 68, 70 Pfg., über 10 Wörter für jedes Wort 7 Pfg., oe der Rohrpostbrref 55 lg*' vre Rohrvostkarte 30 Pfg., 5cm Fernsprechverkehr betragt , die jährliche Pauschgebühr in den kletnften Retzen ^ steigend bis IW Mk. in Netzen mtt mehr als 20 000 Anfchlutten -die tährliche Grundgebühr in Netzen von ncht mehr als 1000 Anschlüssen 66 Mk, ftcigend bts 110 Mk. tu Netzen mtt mehr als 20 000 Anschlüssen, . die Gebühr für Ortsgeivrache bet An sch l u s f en gegen Grundgebühr 5H» Mg, für f^e Verbindung, die Gebühr für Gespräche ^ ^ Verkehr vo n O r t zu Ort bei einer Entfernung von ntcht mehr als 2b km 22 Wg. für je 3 Minuten, steigend bis zu 2.20 Mk. bet einer Entfernung von mehr als 1000 km. BrmAch-rrurge. die sich bei nicht ffergEachten und unzureichend freigemachteu SenLmugeu und bei. ba -Vergleichung von Telegrammen ergebeir wei-den E volle P enurge aufwärts abgerundet. Für einen nicht fretgemachttn Qr sbrtef, von ein« Behörde unter der Bezeichnung -MiH.wp^chttge Dienstsache" abgesandt wird, und für erne folche Pofttarte ftno ft«m Empfmtgcr also 8 Pfg. zu entrichten. _ .. , ^ Unverändert bleiben die Gebühren fur^ Triukfachen. Geschäft svaviere, Warenproben, veveinigte Drucksachen, Geichans- ! paviere und Warenproben, Postanweisungen und Zeitungen, ferner alle. Gebühren im Postscheckverkehr. jedoch beträgt dte Gebuht , für fBriefe der Kontoinhaber an die Postscheckämter, wie für Ortsbrtefe, die^Entrichtung der Reichsabgabe sind, soweit die Benutzung von Marien in Bettacht kommt, Postmarken zu verwenden. Zu diesem Zwecke werden. Ende Jült neue Po ft marken zu - 2. 71/0 und 15 Psg, sowie gestempelte Postkatten zu 7' -2 Mg- und Postkarten mit Antwortkarte zu 7- - und 7t^Pfg. ausgegeben^ ^te neue Marke zu 2tz> Pfg.. dte auch tn Heftchen mit 30 ^tuck für 75 Pfg verkauft wird, soll die Nachsrankierung der tm Verteyr befindlichen gestemvelten Postkarten zu 5 Psg., die auch über den 7 August hinaus gülttg blechen, erleichtern. Neue Loftwert- timq ist eine Karte in Abzug gebracht worden. Dte cruf dte einzelne Karte entfallende Menge wird entsprechend dem Mgewiesenen Schlachtvieh für jede Woche festgesetzt und tn den Metzgerläden durch Aushang bekattntgegeben. Für dtefe Woche betrug dies 150 Gramm Fleisch, Wurst oder rzett. Der Fleischverkauf findet Samstags von vormittags 8 uyr an statt und erstreckt sich auf den ganzen Tag. Durch Einführung der Fleischkarte wurde das unnötige und mißliche Stehen und Drängen vor den Metzgerläden beseitigt und die j edenr Karteninhaber zu stehende Meng e gesichert. -- Aus dem nördlichen Teil der Wetterau Inden letzten Tagen der verflossenen Woche nahm das Wetter eine bessere Wendung an. Dadurch wurde die H euer nt e allcworts vorwärts gebraM, so daß jetzt fast überall der Abschluß erfolgt l»U ULnlll» IjCl/tU U f J .» ]*■' * v 1 ~ t < \ O l Wie hött man den Landwitt die gute Heuernte loben. Lange ^ahre hitldurch hat man nicht eine solche Anzahl beladener Wagen mit 1 A-Ugllft l-tnauv ... ..»v-.., ieicfieit’ deren Nennwert auf Bruchvfennkge lautet, werden m der Regel nur in durch 2 teilbaren Mengen, sei es desselben Rcnn- wertS oder yerMedener Nennwerte, ausnahmsweise auf ausdruck- vmourcv liat inao auc f . rr v Heu heimgefahren. Das läßt auf bcffere ^uiterungSverhaltntfse tm nächsten Winter schließen. Dadurch.ivirk. der ^ünfchmangel gelm- dett tverden Wer durch die Getreidefelder wandert, futdet nicht der Verwunderung Ausdruck genug über den prachttgen ^tand der Svmmerfrüchte. besonders aber der Gerste, dte bereits tm Blühen steht. . Kreis Büdingen. ke. B ü d i n g e n, 2. Juli. Bäcker und Konditoren dürfen Kuchen nur noch gegen Brottarten abgeben. Die Kuchen dürfen nur im Gewicht von 100 Gramm hergestellt und vettauft werden. r Ortendarg. 2. Juli. Die Fahne auf unserem Schlosse weht auf Halbmast, in früher Morgenstunde erhielt unsere Gemeiltde dte schmerzliche Trauerkunde, daß Fürst J o ft Christian zu Stolberg-Roßla-Ortenberg den Heldentod fürs Vaterland geswrben ist. Bor einigen Tagen war er nach erfolgreichem Reüergefecht aus nächster Nahe von einem tm Kornhansen versteckten Feinde durch Bauch- und Blasenschtuß schwer vettmmdet morden es war jedoch die beste Aussicht auf volle Wiederherstellung vorhanden, als eine plötzlich aujgttretene akute Herzschwäche den Tod herbeiführte. Die Erbfolge geht nrmmchr an Prinz Christoph Martin über, der mit etncr Prmzefftn Reuß ä. L. vermählt ist. Kreis Alsfeld. A Groß-Felda, 3. Jull. Der Gefreite Karl Habermehl von hier wurde mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille aiEgezeichnel Habermehl hatte im feindlichen Granatfeuer mehrere Kameraden, die verschüttet waren, ausgegraben. A Ober-GleeN, 3. Juli. Dem Landsturmunterofsizrer Peter ^J^cobi von hier, der seit 1914 im Felde steht, ist das Esierne Kreu^ 2. Klasse verliehen worden. 5kreis Lauterbach. v. L a u 1 e r b a ch . 3. Juli. Musketier Clemens W , e g a n d, Sohn des Großh. Untererhebers und stellv. Beigeordneten von Herbstein, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Sein älterer Bruder erhielt vor 14 Tagen dieselbe Auszeichnung. — Dre Hessische tzapser- keilsmedaille erhielten: Schütze Adam Kimpel, Bernshausen, bet einer Festungs-Maschinengewehr-Abteilung, und Ersatzrcserotst Hetnr. O t t e r b e i n , Fraurombach, in einem Jnsanterie-Negunenl. üGunzenau, 2. Juli. Der Gastwirt Karl H os m a n n, Landsturmmanu in einem Infanterie-Regiment und Vater von fünf zum Teil noch unerwachsenen Kindern, wird als vcrmltzt oe- zeichnet. Gleichzeitig mit ihm wird auch sein Bruder, der m demselben Regiment stand, vermißt. ,. , m . ü. Nieder-Moos, 2. Juli. Im Kampfe fürs Vaterland siel der 19jährige Musketier Schmelz. — Vermißt wird der ,Drogist Sched'del. der ist einem Jnsanterie-Regunent diente. rr. Schlitz. 30. Jmti. Der Fleischmangel hat dazti gokührt daß im Schlitzet land, wie wohl auch rmdertvätts, der K lem tte^Et eine viel größere Beachtung geschenkt wird, chs es tn H-rredens- zett-en der Fall war. So hat hierznlMtd dte Kan t nche u z u ch t einen gewalttgeti Auffchiming genomnien^ ^re Zahl der in unserem Städtchen gezüchteten Tiere dürfte hoch,tn dte .Hunderte gehen. Während sie früher in dumpfen stallen sich befanden, Werden fte jetzt durchweg nur im Freren, m Höfen und Gatten m befoErrm Vericklägen groß gezogen, fvodt:rch der Wohlgeschmack de-? Fletsme^ sich bedeutend erhöht. Auch wendet man der H u h n e r z u ck> t und hier und da auch der Enteitzucht eine ganz andere Aunnerkfamkeck als früher zu. In fast allen kleineren und größeren Hofett neht man zahlreiche Glucken mit ihren Küchlem ftch tummeln. Eine sollt allgemeine Förderung der Klernmehzucht dürste geergnet fem, zur Linderung der Fleisckmvt beträchtlich beizuttagen. Kreis Schotten. S Aus dem Vogelsberg, 3. Juli. Ein Voll, das bts jetzt der Krieg an Zahl iwch nicht gesckpvächt hat, tst das H u hn er- vvlk Wenn ja auch durcd die herabgesetzte ^-uttermenge tn diesetn Jahre das Eierlegen abgenommen hat — denn haustg hott man den Ländmann darüber klagen — so tft doch dte Zahl dtefes Volkes dieselbe geblieben, wenn nicht gar noch gefttegen. Man fand es vottges Jahr schon wenig, und inan möchte sagen, dwfeS Jahr ist e* noch weniger vorgekominen. daß Bruteier von der Henne verbrültt worden sind. Ja, es ist sogar vorgekommen, daß Hennen, welche 15— l6 Stück Eier zutn Brntten untcrgelegt wurden, auch dieselbe Zahl Küchleut herausgebracht höben. Dtese nattirlrch groß zu bekommen, macht dem Landwitt bei diesen erngeschrankten Verhältnissen Erschwernisse. Hühner sollen und müssen aber groß ge ! zogen werden, wenn nicht dent deutschen Volke eine bedeutende Nahrungsquelle versiLgen soll. Zlrets Fileöverg. 0-0. Vilbel, 3. Juli. Als 69. Kriegsopfer, auver den 12 Vermißten aus unserent Städtchen, fiel vor einigen -ragen oer Musketier Herntann K a l b h e n n. Starkenburg und Rheinhessen. -- A l z e y , 3. Juli. Das Kreisamt Mzey droht jedem O bst- erzeuget, der nach Festjetzung der Höchftpretse sein Lbft zuruck- halt, ntrt zwangsweiser Uebernahme des Obstes und Verlauf aus Rechnung und ^st-en d2s BefitzerS. ^ ^ = Seeheima. D-, 2 Juli. Im Aufträge der ^taot ^rantt futt kaufte hier die Obsthändlcrin Bitte! aus Frankfurt Körbe mit Johannisbeeren. Anstatt die Beeren der Sladt- verwaltmtg zuznschickcn, sandte die Frau die Ladung nach der Station Neu-Isenburg. Bon hier aus sollten du Beeren durch Fuhrwerke nach Frankfurt gebracht mtd zu Privatzwccken verwendet werden. Doch die Konkurrenz machte dte Absichten der Frmt zu schänden, indem inan dte Frankfurter Stadtvettvalttrstg lelcphontsch von dein Vorhaben benachrichtigte. Als das Obft tn Isenburg glücklich auf die Fuhrwette gebracht war und man damtt die.preußifche Grettze überschritt, beschlagnahmten ftädttfche ^>e- amte die 80 Körbe und ließen sie in der Mattrhatte zu Heimchen Preisen verkaufen. Für Frau Bittet hat dte -L>ache noch etn bitteres Nachspiel. Hessen-Nassau. K. granfenbetR, 1. Juli. Der 18jährige Sohn des Land- wirts Bauer, der mit seinem Vater und Bruder wahrend eines Gewitters auf dem Felde arbeitete, wurde v o m L> l i tz er- chlag en, Vater und Bruder erlitten leichte Betäubungen. g. Eschwege a. d. Werra, 2. Juli. In den ausgedehnte» Wäldern des Kreises Eschwege bejindtt sich em startet Wtld- bestand, namentlich mr Reh- und Schwarzwild. Zur Vermeidung von Wildschäden an den Fcldfrüchten und im Interesse bet sftetfch- versorgung der Bevölkerung richtet der Landrat des Kretfes an alle Jagdbesitzer und 5Z«g'dPächter die Aufforderung, auf etnen vermehrten A b s ch u ß d e s W i l d e s Bedacht zu nehmm Wenn es in einzelnen Jagdbezirken zur Verminderung von Wlldsck^dett als notwendig erscheint, kann das Abschietzen von wetbltchem Rehwild auch schon vor Beendigung der gesctzltck^n Schonzett gestatttt ^o^g^ Fulda, 2. Juli. Nach eüter Verfügung des Landrats müsseit die von den Schulkindern des Kreises ttt : ms- aevamt 440 Offiziere und 737p Mann, davon getötet 343 Offiztere mrd 4970 Mann, ettrunken 43 Offiziere und 624 Mann. GalemSckeikum GülemGolö Argaretten. Fi-asiNi 3 X 4 5 6 8 10 4 5 © 6 1012 P£d.5tück si^L-ÄüisLlrek Krie c 3etufscbla q. LOöaretten&bE^fenidzt^csden v Mieferanl SMjdKoni^svSadmL Truslfe^i! I volkzfpen-e für die deutschen Kriegs- und ßivilgefangenen r» HSrr* F-Ä«srs:‘ÄM " * ** £ “ 5 3U CrIe, « letn U"b *• N°t ä» mn. Carum -enden wir uns an All mit der herzlichen Bitte um 0 »er ffiro&Mreferat öes «reifes fflieftcn: Eeheimerat Dr. «finget. Der Oberbürgermeister der Stadt Eichen^ Keller O,c 3ot|ujenbe des diice-Fraaen-Vereins, Jweigoerem Bietzen: Frau B. Gebhardt. Der Lorjitzende des Zweigvereins vom Roten Kreuz Gießen: Wiener. —- Str"J£ srSK; tÄ»* r** Du fr Titer Sohn, du starbst so früh, Dem Platz in unserem Kreis ist leer. Du reichst uns nicht mehr deine Hand, Du starbst so früh fürs Vaterland. Wir konnten dich nicht sterben sehn Und nicht an deiner Seite stehn. Du warst so gut und starbst so früh, Wer dich gekannt, vergißt dich nie. Freunden, \ erwandten und Bekannten die tieftraurige Mitteilung d aas un ser guter, unvergesslicher Sohn, Bruder, Enkel und Neffe Friedrich Dernier Musketier im aktiven Inf.-Regt. Nr. 128, S. Komp. in einem Kriegslazarett an einer schweren Krankheit am 19. Juni im ^1. Lebensjahre fürs Vaterland sterben musste. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Ja kob lEonner II. J Schreinermeister ” r f u Marg. Könner geb. Rinn Wilhelm Renner zurzeit im Felde *W ilhelmine Renner Emma Renner Helene Qernandt Margarethe Schieferstein. Heuchelheim, den 3. Juli 1916. Annahmetage Zeitungen Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung 4838 Fluß- u. Seefische Todes-Anzeige. unsere iiede ^’unv’erscLNche’rlntter"^?^^^ dürrem Krankenlager Urgroßmutter, Schwägerin u „ r d ut rp^ te c,lwie S erm utter, Großmutter, im Alter von 77 Jahren. D , ... . Die trauernden Hinterbliebenen: Philip, Ine «... W«. J. Ä „„ ... Burkhardsfelden, den 3. Juli 1916. ' 4fi _ 0 Die Beerdigung findet Dienstag, 4. Juli, vom Trauerhause aus statt t-'-i I S* Schulhof 1 ^P fpnFirtv* Ul- . Telephon 119. - Prompter LZeriand nach aufwärts. pr LI«»«,' SsLÜLrhsttsn. und estie Kewebe waschen und reinigen Sie am besten mit Der Alice-Frauen-Verein und der Gießener Hausfrauen-Verein haben Sam mel steilen erngenci^t s-% gereinigt und getrocknet (die 1. für ifiiCmC E Herstellung von 0e l. u 0el . ^ knchen verwendet werden sollen) in der Geschäftsstelle d. Gießener Hausfrauen-Verems, Wäusbarg 5. Für jedes Pfund wird dem Abliefemden 1 Pfg. gutgesc~Tben Für Ptuna wird ein Gutschein ausgegeben der iederzeit mit in emgelöst wild W.i ™ h „ 8 SL Gutschein© zuruckgibt, erhält für 9 Stock 1 Mk. Montag nachmittags von 5— 8 ühr Samstag vormittags von 10—12 Uhr. (durch ein neues Verfahren zur Neofabrikation leicht wiederverwendbar), Pappdeckel (für die vielbegehrten Feldpostkästchen zur Neufabnkationi Kirschenstiele (für Drogen und medizinische Zwecke) ' Konservenbüchsen, Blechbüchsen und Dosen aller Arten (werden ent- zmnt^ sehr wertvoll da Konservenbüchsen augenblicklich ans Roh- stoffmangel kaum mehr angefertigt werden können) Blei, Zink, Zinn, Alteisen, Staniolkapseln, Silberpapier, sowie alle jeschlagnahmefreien Metallabfälle (werden eingeschmolzen). Korkstopfen (zur Korkstein- und Linolenmbereitunff), Saubere Nack- und Kordelreste (werden aufgezupft und neu verwertet) ,Stpari»abfalle (zur Seifenfabnkation), ZigarrenabfaUe zu Schnupftabak) Briefmarken, Zigarren- und Zigarettenbästehen, Wem-, Champagner-’ Kognak-, Arzneiflascheii. ' uu,uu I' s s n «r-> inderLiebesgabenabteilung des Alice-Frauen-Vereins, Alte Klinik. Annahme: Täglich. Wer regelmäßig sammelt, erhält ein Gedenkblatt. Besonderer Eifer wird am Schlosse durch einen Preis belohnt. Bei der Knappheit an Rohstoffen ist es dringend notwendig, die vor- bezeichneten Gegenstände zu sammeln, damit sie der Fabrikation zugefuhrt werden können. Wir bitten, namentlich die Kinder zum Sammeln anzuhalten. miD Alke- F rauen-Ver eyn. Gießener Hausfrauen-Verein* Jris-Späiiea. Jn ffanz vorzügliche Waschmittel. I" . . Osat 69 pfg. zu haben i., ij SJJTqckbous\q!owojz j | d,essen Achuhiro^L ^.icferfcfrüttcrt erhielten mit hie tmorinr» sn>»* ZTrVner 'baue l'eVS'»® Schwager^rL'Onkel""" 1,CbW e ° 6 "' Bruder, Postschaffner )oh. Ars!! Welirmann im Ref.-Jnf.-Regt. 222. 3. Komp. u.: Alter von 39 Jahren, an schwerer Bermun- km Feldlazarett gestorben ist ^rwun- Die tiestrauernden Hinterbliebenen: Frau M. Krüll. fle 6. Heß und Kinder. |48ol Gießen, lDammstr. 48), Maar, Schwar-,3. Juli 1918 » (234. I-re»S1«eke) Klassen - Lotterie besing am ehra,Sr er8 ‘ cn K1 “^® dieser Lotterie am II. Juli d. J. lose 4633 1 li ll _!»_»_ |2 ji pro !U - M, 10- M.20.- M.40- Klasse Bucaacker klimm Leeler Neuen Baue II Walltorsir c;;a « • Fernsprecher 877 . Fernsprecher 237 . FernspÄ82. Carl Stückrath, j fffitflfatirili Aktrrwrg 47 :: Lrl. 2883 Stkinltrshk 56, 58, 68 WtPÖdlf ötr Lleittrikchen (grüne linif) Afkerweg Iffiöhrl, Dekorationen, Teppiche, Gardinen Werkstätten für gelchmsckootte Woliirongs-Einrichtungen in jeuer Preislage nach eigenen lowie gegebenen Lntwürren ttei msttigen OreilenSanerndr Ausitkilung non nver 100 Znnmer-- Linrichwngen. Streng reell kachmnnmsche Seüiknung" Feüittr Krfrrentrn- Langjährige Garantie. ssraako-Lteferung Multer-Uustzeliung: Sirchenplat; Kr. 9 Papier-Bindfaden Fabrik»t St rI ken ’ er^Wassiges süddeutsche! täbrikat, Ia. gezwirnte Ware von grösster Haltbarkeit, gegen Nasse prÄpS-rtep t empfiehlt zum billigsten Tagespreis ^ Ludwig Lazaras * era ^*- Asterwen 53 Achtung.' Achtung! Hausfrane«! Dienstaa trifft auf dem Bran-vlatt eine groffeSen- bm'g ',010510 Johannisbeere» und 0:rdbeere» ein. r«nk„.