Nr. ?§! Zweites Aatt \ Erschein 1 täglich mit AuSnahine des Sonntags. ^ Die ..Gieftener Kamillenblatter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das ..Xreisblatt f»r den Kreis Stehen- zweinial wöchentlich. Die „Landwirt,chaflllchen Zeil- sragen" erscheinen monatlich zweiinal. 166. Jahrgang ener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Krettag, 36. Juni §M Rotationsdruck uitd Verlag der 53rüf)(v m U niversitäts - Blich- und Steindruckerei. R. Lang e, Gießen. Schristleitung, Geschäftsstelle n.Druckeret: Schub strafte?. Geschäftsstelle u.Verlag:S^K51,Schrut« leitung: ^^D112. Adresse für Drahtnachrichten.' Airzeiger Gießen. Die Seeschlacht vor dem Skagerrak am 5*. Mai-l. Juni t9{6 aus Grund amtlichen Materials. I. - -rlcich der überraschend aus dem tieten Dunvck des .Nackt»,mmÄS hervorbE, erschien in deutschen Landen am Lsoit ötc)Eä Wahres die Nachricht vom LMM nnsever Flotte .'stvet Jahre fast hatte nufere Marine, hatte das deuts'che Volk auf das große Ereignis vergeblich gewartet, mancher hatte die Hoffnungen, die er an das Wirken nuferer Streitmacht zur See cn semen Phantasien über den drohenden Weltkrieg gefetzt und genährt wohl schon in das Reich der unerfüllbaren Wünsche der-- »lElcu. Nu» war vlötzlich das «wh- s-schchon, so dag. «. kann- glaubltch schien. Ueber das Tun und Treiben unserer Flotte hatte sich mit Artegsbegrnu der Schleier des Gehernrnisses gesenkt. Wochen und Monate btteb es ttilf und es war begreiflich, wenn man den Eltr- druck gewWin, daß- das Gros unserer Streitmacht zur See int allgemeinen MM Nichtstun verurteilt sei. Nur ganz vereinzelt, und ohne daß der Außenftthends in der Lage gewesen >väre sich 'über die Zusammenhäuge unter sich und mit den Ereignissen in der Welt ern klares Bild zu machen, kanten Meldungen über kurze Operationen und Gefechte, sei es, daß der bisher- nicht wiederholte engtt,che Vorstoß in die deutsche Bucht oder eine Aiisklärungschhrt nnfercr Kurzer-, wie die nach der Doggerbank in: Januar 1915, innzelnen Verbände Gelegenheit gaben, sich mit denn Fern de m messen, ,ei es, daß unsere Geschütze tm der OstMste Englands vor Great Mrrmouth, Scarbovough, Lmrtlepv-ol und Lowes tost donnerten. unsere Lust flotte die Insel heimsuchte oder unsere Torpedo- boote auf Nachtstreifen feindliche Fahrzeuge trafen nnd oerscnkten Allgemein verständlich, weil sich als fori gesetzte Handlung nüt greifbaren Erfolgen darstellend, blieb lediglich die Tätigkeit unserer tt-Boote. Ihnen wandten sich begreiflicherweise und oerdienter maßen dre Stnufchathien unseres Volkes zu. Was die große Flotte tat. blieb epstodenhcht. dunkel. Dieser Eindruck Hirt nur zu einem sehr gerrngen Teile tatsächliche Ilnrerlagen. Es liegt in der Eigenart des Böseres als Operations- und Kaurpffeld, daß die Gegener nicht dauernd in Fchlnng bleiben, daß es fortgesetzte Kampshandlungetr, ivre sie ?em Landkriege argen stnd, nicht gibt. Zu ganz falschen Vorstellungen aber muß es führen, wollte Man leddiglich cats den bekannt gewordenen Sutt-rnehmungen unserer Flotte Rückschlüsse auf 'Art und Wesen m^exer Lriegstihrnng zm See zreh«i. In Wirklichkeit sind natürlich die an das Licht der Oeffeicklich-- keit geraschen Erergnrfse nur errrzelwe Glieder einer langen Kette von Operattonen, die ttt durchaus gewolltem, ursächlichent inneren Zusammenhänge miteinander stehen. Ihr Grundgedanke uird ihr letztes Ziel ist es dabei nttttelbar oder unmittelbar stets gewesen die feindliche Streitmacht zu stnden und m. Schlacht zu stellen Laß dies in vielen Fallen überhaupt nicht, in anderen nur mw vollkommen gelang, ist zum Teil Folge der Zurückhaltung unseres Gegencrs, zum Teil liech eS in ber Eigenart der See, die, soweit sie offertmst, örtlich überhaupt nicht und strategisch nur soweit eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit kennt, als ihr die Sseaus dauer der Streitkräfte und Rücksichten auf die rückwärtigert Ver Hindu ngslinien eine Grenze setzen. Tsazu kommt in nnsercu Ge wässern das häufig unsichtige Wetter. Ein gegenjettiges Sich- umgehen und ergebnisloses Suchen sind die -natürliche Folge Eine so geartete Tätigkeit mußte Offiziere und Besatzungen aus eine harte Probe ihrer Ausdauer und Geduld stellen. Daß ab uud zu cür kühnes Unternehmen zum erstrebten Ziele führte, war ihnen ein schöner, wenn auch seltener Lohn. In dieser Stimmung zimschen Zweifel und Hohen verließ unsere Flotte auch in den letzten Mattagen dieses Jahres ihre Heimathäfen. Aus'der Fahrt, die sie dieses Wat nordwärts, in Richtung des Skagerraks führte, deutete nichts ans besondere kommende Evetgurffe. Es war kein Anhaltspunkt dafür gegeben, der die Anwesenheit des Feindes, geschweige denn der ganzen englischen Flotte, vermuten ließ. Plötz lich, am 31. ffkai etwa 4 Uhr 30 Minuten nachmittags, .gmg von den auf dem linken Flügel oufklärendsi Kleinen Kreuzern die Meldung ein, daß leichte feindliche Strettkr-äste in Sicht seien Wie ein Bann löste es sich von den Seelen. Es wureu Mwckeni atemloser Spannung, als von allen Setten des Horizonts Kleine Kreuzer, Torpedobootsflottillen und schließlich die ihnen zur Under- ftützung beigegebenen 5 Panzerkreuzer der I Aufklärungsgruppe, bestehend aus 5 Panzerkreuzern der „Derffling-er"- und „Mottke"- Klatw fowie „von der Tann", weiße Schaum lamme vor dem in höchster Fahrt gehobenen Bug der Stelle zustürmten, an der der Feind gesichtet war. Bald blitzte wie Wetterleuchten am westlichen Horizonte das erste Mündungsfeuer der Geschütze unserer Kleinen Kreuzer auf. Der ferne Donner rollender Salven kündete da- nahende Gewitter. ,,Klar Schiff zum Gefecht!" Wer diesen schmetternden Rns je wird den begeisternden Zauber des Augenblickes nie ver- En. Er konnte Tote erwecken. Ist wenigen Minuten waren die etzten Vorbereitungen getroffen, und nach kurzer, fliegender Hast landen die Besatzungen angetreten, wie in Rech' und Glied. Es chien, als ob in dieser feierlichen Stille vor dem Stttrm die Geister der großen Toten, deren Namen von den stählernen Flaulett der Schtffe leuchteten, sch über den Wolken zu'unierew Häuptern sammctten, um zu schauen, ob sich das späte Geschlecht auch ihrer wert zeige. Der Punkt, ans den die Streitkräfte sammielten, liegt etwa 00 ^eemecken (160 Kilometer' wefttich von Hanslholm, also von der stelle, wo die west jütische Küste von ihrer allgemeinen nordsüd- .chen Achtung nach- Osten einspringr und weiter nördlich in slachern Bogen verlachend die Jammers acht bildet. __ < 5' ie Schlacht ist daim in diesenst Gebiete' aus einem etwa 50 Seemeilen (etwa 50 Kttomeder brtüten Raume geschlagen, worden. Von der englischen Küste liegt dieses Seegebiet nur wenig werter ab als von Helgoland. Es ist notwendig, dies sestzuftellen gegenüber englischen Versuchen, das Schlachtfeld in leicht erkenn- llbstcht an die deutsche Bucht heranzuschieben. Dre Schlacht trägt den ausgesprochenen Eharakter einer Be- gcgwungsschlacht. Lnskaufllärung hatte nicht stattgesünden Die )eutsche Flottenlettmrg war ans die Meldung-i der Kreuzer und pater auf eigene unmittelbare Wcch-rnehmungen angewiesen Es darf angenonunen werden, daß auch der englische Flottenführer die Amvesenhert deutfcher Stvettkräfte in seiner Nähe erst durch seine Kreuzer erfuhr. , Aus den Kampfhandlungen des 31'. Mai heben sich dtzuttich vier Hauptgafech tsabschnr11 e heraus, die sich auf den Zeitraum von 4 Uhr 30 Minuten nachmittags bis 10 Uhr 30 Minuten abends verteilen. Tie äufjeren Verhältnisse, Wetter. Dichtigkeit, W-ritdrichtnng und Beleuchtung, die aus See die Waffenverlvtzndung in noch höherem Matze beeinflussen als aus dem Lande, wechselten, abgesehen von dem Fortschritten der Tageszett im Verlause der Schlacht nicht unerheblich. Während der erste Gefechtsabschrtttt, die Kreuzerschurcht, durch Sonnenschein imd klares Wetter be- gnnsttg war, breitete sich bei von Nordivest aus Südwest links ^ -! 1 ' lchwach«m Wurde ein allmählich! sich Verdichtenver Dunstschleier über das ganze Seegebret, der Ausblick und Uebersicht, be- sonders währe ich der letzten Phasen der Schlacht, nicht mrwesenttich erschwerte. Die See blieb ruhig. Ncur wurde durch die nach Hunderten zahlenden und stundenlang mit höchster Fahrt tmb ivechlelnden. Kursen laufenden Schisse zeitweise eine flache Dünung erzeugt, die selbst tue großen Schisse in langsame Bewegungen versetzte. chie Schckderung der Ereignisse war an deni Puntte stehen jeblleben, wo unsere Kreuzer aus zunächst fünf, dann ackjit kleine emdliche Kreuzer der Calliope-Klasse westwärts sammelten. Dev ttkind, der mehrere Flottillen modernster großer Zerstörer bet llch llchrte, wich unseren Kleinen Kreuzern der nachdr-äugenden - 'ut 11 ru^pe, zunächst in nordwestlicher Rickstung aus. o Uhr 20 Mtmtlen nachmittags sichten unsere Pcutzerkreuzer in West Rauchwolken. Bach daraus werden schwere Schisse in zwet Ko- lonnm östliche Kurse steuernd erkannt. Sie entwickeln sich in südöstlicher Richtung zur Lurie und ,rnd dann mit ^icherheit^ als das I. englifckie Schlachtkreuzer- gefchwader, unter dem Befehl des .Vizeadmirals Beatty, birst eh and aus 4 Schrssen der Lion- und 2 Schisfein der Jndesattgable-Klafs-e, festzustellen. Unsere 5 Panzerkreuzer werden von Vizeadmiral Hip- per mit lsöchster Fahrt an die feindliche Linie herangesührt und mrf ^ungefähr gleich gerichteten Kurs gelegt. Tie Gegrrer. üe* ' -4. Januar 1915 stehen zu neuem Ritigen einander gegenüber. Urkgsbriefe aus dem Westen. Telegramm unseres Kriegsberichterstatters. lUnberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Schweres Mngen vor der inneren Beneidigungslinie von Verdun. Großes H>auptquartter, 28. Junr Die Franzosen haben gestern außerordentliche Anstren- anitgen gemacht, um unsere am 23. neugelvonnetten Stellungen östlich der Maas dort der inneretr Verteidigungslinie Verduns abzudränaen. Nachdem sie die gMlze Nacktt vvn vorgestern gegen Abend arr bis gestern früh ihre Llrtlllerie- entfaltung in diesem Abschnitte bis zum Höchstmaß gesteigert hutteu, begantten sie mit großenteils frischen ausgeruhten gruppen den Massenmtgriff uud zwar hauptsächlich vom Westen her gegen unsere Stellungen ztoisck)en dent ThiQnnront--Walde, Fleurts und von Süden her gegen unsere südlich dem Dorfe Fl-eury vorgelagerten Steltttngen bis Fumimvald. Entgegeji der unzutreffenden französischen Darstellung, die von noch im Besitz der Franzosen befindlichen Teilen des Dorfes Fleury spricht, Runst, rviftenschait rend Lobe«. — Ein M'u st erb erspiel ländlicher W o hl fahrtS- vflege. Ter ländlichen WoUfcchrtA- und Heimatspflege, die das Leben und bic Kultur des Torfes als fciit Gegengewicht zu der immer steigeitt^en Bedeutung der Stadt in unserem sozialen Leben fördern wlll, erwachsen jetzt im Kriege und lverden nach dem Kriege bedeutende Aufgaben erwachen, denn die Gesundheit und Kraft unserer ganzen Kultur beruht nun eimnal Mm großen Teck aus der Erstarkung und Erhaltung der ländlichen Siedlungen Wie Mustergültiges da durch eine zielbewußte und großzügige Wohlfahrtsarbeit geleistet werden kann, das beweist das Beispiel des ostpreußischen Kirchspiels Muschakeu, von dem Prchßsor Heinrich Svhnrey, der Begründer und Vorsitzende des „Deutschen Vereins für ländliche Wohlfahtts- und Hettimtspfbegc", in dem demnächst erscheinenden Heft der von Eduard Kenket hera-nsgell ebenen „Ostpreußischetr Heinrat" Näheres erzählt. Hart an der russischen Grenze gelegen, umfaßt das Kirchspiel sieben Dörfer dessen Bevölkerung größtenteils Landarbeiter und Eigeikkätner bil den, die zwischen einzelnen Bauern mit größten Gehöften wohnen Die Verhältnisse in diesenr masurffchen Kreise waren außervdeutlich, ärmlich uud so strebten denn die Söhne und Töckster von der dürfttgeu Heimat fort in bessere Erwerbsbedingungen. Bei der Volkszählung von 1895 war die Zahl der Bevölkerung von 4800 auf 4600 zuttickgegangen. Ta begründete der Pfarrer Ebel einen Spar- ünd Darlehnskassenverein, dein sieh nach anfänglichem Widerstreben alle selbständigen männlichen Bewohner des Kirchspiels an- ^ Durch diesen Verein wurde allmählich ein blühender Wohlltaud geschafsen, der ViuschatLN zü einem Musterbeispiel länd- ltcher Wohlsahttspflege werden ließ. Tie Spareinlagen, die bei den Landarbeitern tm ersten Geschäftsjahr 18 Mark und bei den Bauern 6000 Mark betrugen, ivarcn im 15. Jahre aus 600 000 Mark gesttogen, zu denen die Landarbetter und Eigenkätner 296 000 Mark und die Bauern 270 000 Mark beisteuerten. Ern GeldiLer- fluß war tfmt tn dre früher so arme Gegend gekomniien. Der Warenverkehr wurde durch die votr Pfarrer Ebel begründete An- und Verkaufs-Genossenschaft des Kreises Neidenbrrrg gefördert, die im 15. Geschäftsjahr erneu Warennmfatz in .Höhe von 1% KNfllionen Mark erreichte und über ein Geschäftsvernröchn von 202 000 Ntark verMgt. Der Mujchaker Verein sucht den in ^drängnis geratenen ländlichen Besitzern zu Hellen, urdem er ihnen in allen angebrachten! fallen,Entichullnmgsdarleheu gewährt, die regelmäßig zu mnorti- sleren Und. Wo Hose oder Stellen dem Besitzer nicht mehr zu er, halten tvareu wurden jre durch die Orgauisation ungeteilt oder m Teilen verkauft, und der erzielte Erttag kam nach Mzug vnr 3 Prozent Prodrsron dem Verkäufer in vollem Maße zugute Wie i für die Erhaltung des gesunden ländlichen Besitzstandes sorgte der «-iSetem auch für die Verbeflerung der Wohiumgeu, indem lwgienisch erwoandfreie Häufer gebaut wurden, wobei die Nachbarn nach alttr - öorflrcher' ^ttte einander Inlßreich zur Hand gnrgen. Trotz drefer Reformarvett von Grund auf Ivurden auch noch jährlich große ^ettage für Wo hl j a hr t sein ri ch t urrge n auf sozialem und geistigem Gebiet ansgegeben, entstand im Jahre 1906 das Gemeindehaus von Mujchakeu, das eine Volksbibliot1)ek, ein besonderes Lese- zimnier und einen ^aal mit Bühne enthält, und um diesen Mittelpunkt gruppierten sich das SiecheiihMis, drei K naben st)rtbi ldungs - schulen, erne Haushältvngsschule für junge Mädchen, Gesangvereine. Handserttgkettsschulen, ü>andarbeitsvereine und eine Kleinkiuder- E^'^cach 10 Jahren war die Bevölkenmg des Kirchspiels von 4600 Seelen auf o200 ge,tlegen: es war der einzige Fall eines oltpreutzileveil Greirzvrtes, in dein eine Bevöllerungszunahme zu verzeichnen war. Auch in den Nöten und Schrecken des Krieges ^ Jlr } r iei Tljeatergebaude wurden teils erhöht, teils wieder voll ausbezahlt 2Sährend in früheren Friedensjahren stets mindestens ein Berliner Theaterunternehmen tm Laufe einer Spielzeit einen sogenannten Krach zrt erleben pflegte, wurde das allmählich solider geworden^ Theatergesthatt rn den Reichsl-auptstädten Dewschlands und Oesterreichs im zwecken Kriegswittter nicht dttrch einen einzigen 3n- jammenbruch gestört. Es ist im Gegemteil eine Konsolidierung fest-, zustellen die allem Uttjdrein nach auch weiterhin sortschretten wird. Wenn einige ernste Bühnen darüber llagen. daß ihre Einnahmen hinter denen im Frieden zurückftehen, so darf man in den mepteii gatten annehmen, daß cs sich hierbei nicht um einen Berlnst an ftch, stnidcrn meijt nur um eine Berringertlng des Ge- ^mtes handelt, ^ast mrch die Aussichten für den Sommer nicht chlecht fein können beweist die Tatsadn, daß fast sämtliche Thetcker ich entschlollm ljaben, weiter zu ivieleu oder von Somme! Pächtern sprellen zu lasjett. ^.er stetig gute Theaterbesuch während des vtc ^e- erklärt, daß er die Geselligkeit ersetzt, die unter ander- weittgen Verfcharnmgcn der Lebensbedingungen eingeschränkt im - llCQt a -i lc ^ ^hl der Grund daflir. daß die groß- stadtiichen Theater von den Begleilerscheinimgen des Krieges chpf weniger betroffen wurden, als die kleinen und kleinsten Bühnen nr der Provinz. Von Berlin kann man sagen, daß die guten ^heater nn allgeinnneu gut die ,chlechien mäßig gingen, daß allst die Entwicklung des Buhnenlebens diesmal "äußerst gerecht war — Unbekannte Racburn-Porträts. Da es aus dem Londoner Ktuffttnarkte infolge des Krieges zurzeit recht still zugeht, ,o erregen die wenigen bedeutenden Werke, 'die zur Ver' stetgerung kommen, verdoppelte Aufimrksamkeit. Dazu gehören drei bisher noch ganz unbekannte und in keiner Arbeit über dm Kunjllct oerzeiduKtte Porträts des großen sckwttisckun Bildni«- nwler» R^bnrn, die dre,er Tage bei Ehristie zum Verkaufe ge L n Ä ^ weitem das bedeutendste dieser drei Werke war Ls Bildnis des Andrew Dalzeh eines geschätzten klassischen Plnlo- LM der .zwecken Hälfte des 18. Jahrhunderts, das der Enkel des Targestellteii, der Oberstabsarzt D T- H -^aluck *0? ^attlicheS Porträt in ^dreiviettel Lebensgröße, das den Projiessvr in dunkler .Beidmm aus einem wt^i Sttthle neben einem mit Michern bedeckten TMic zecht. D^.VWerz«ye enteit Preis von 15 750 Mark, der nur als ein leidlicher Durch,chmttsprers Ur einen guten Raobttrn zu bezeichnen ^ 8r*tt i • Umschwung, den die Schätzung dieieS .n'diegc- Meisters tm Laufe eines halben Jahrhunderts erfahren lxrt ist es bezeichnend, daß eine Wiederholum? dieses Bilde - oder eine Studie dazu, dre sich jetzt in der schottischen nationaleBstd^'r. ft alerte befindet, tm Jahre 1877 nidit mehr als 1000 fff g rt er - zielen konnte. Erheblich weniger l^edeickend waren die p-üden anderen Raeburn-Bildnisse. die gleidipettiq zur Versteurernng ce laugten und die nur mtt 8000 imd 4000 Mark bezahlt nnwfcen besitzen wir dieses Dorf nLnckich resktos, so daß wir lffer -auf ettva 1000 Meter in die taatsarbeitern und den Hinterbliebenen solcher Beamten TeueriMgsMaqen und llnder- stützmigen nach folgenden Gesichtspunkt Hi zu gewähren sind: 1. Beamte. Leiter imd Stvatsdienltarwärter mit einem Gesamteinkommen von weniger als 2300 Mark mit Einschluß der Nebmbezüge und des außerordentlichen Privateinkvmm'ms sonne des M. il i i ärdiensleinko mm cn s der zum Heeresdienst ein gezogenen Beamten — jedoch abzüglich der Ortszulagen — erhalten, wenn sie einen eigenen .Haushalt zu unterhalten haben, eine einmalige Zulage von mindestens 100 Mark, die sich für jedes Kind unter 18-Jahren ohne eigenen Erwerb und für jedes sonstige erwerbsunfähige Familien-Mitglied ohne eigenes Einkommen um 20 Mart, jedoch um nicht Mehr als 100 Mark im ganzen erhöht. Die Zulage wird gekürzt, soweit sie das vorbezeichnete Gesamteinkommen über den ^Ätrag von 2400 Mark hinaus erhöht. 2. Pensionäre erhalten die gleiche Vergütung lvie unter Nr. 1, jedoch unter Herabsetzung der Einkomm-ensgrenze von 2300 Marl aus 2000 'Röark und von 2400 Mark auf 2100 Mark. 3. Staatsarbeiter und Bedienstete in staatlichen Anstalten (Kliniken, Heil- und Mlegeanstalteu' werden nach den gleichen Gesichtspunkten behandelt wie zu Nr. 1. 4. Andere Arbeiter in staatlichen Bettieben erhalten, wenn ste einen eigenen Haushalt zu unterhalleu haben, eine Zulage von 1 Mark pro Woche, die sich für jedes .Kind unter 46 Jahren um 25 Piennrg bis Mm Höchstbetrag von insgesamt 2,50 Mark pro Woche erhöht. Auf diese Zulagen werden diejenigen Lohnaufbeste- rimgeu aufgerechtnet, die aus Anlaß des Krieges bereits erfolgt sind. , , . , 5. Hinterbliebene twm Beamten und Lehrern erlMen der nachgewiescner Bedürftigkeit Unterstützung ans den hietttir be - sttmmten Forrds, die um die Summen dicher Unterstü^ungsm^uper- schritten werden können. ' \ ... — - V in Götttngen xuib Bonn, besonders unter H. Sauppe, E. Eurkms, H. Usener, O. Jahn und R Kekulö. 1868 erwarb er den Doktorgrad und habilitierte sich 1872 an der Universität seiner Vaterstadt Marburg. Hier wurde er fünf Jah-re später Exttaordinattus der Nassischen Archäologie und 1888 Ordinarius. J>n Jahre 1911 wurde Prof v Svbel von feinen amtlichen Verpflichtungen entbunden. Der Gelehrte ist ord. Mitglied des Kais. Deutschen Archäologischen Instituts und Ehrenmitglied der griechischen Archäologischen Gesellschail Seine Halivtsäcklichsten Werke sind: „Ueber Schlicmanns Troia" >1875>, „Tie Mythologie der Ilias" (1877), „Kataloa der Skulpturen in Athen" <1881), „Kritik des ägyp- tischeii Ornaments" (1883h „Platons Symposion, ein Programm der Akademie" st 888), „Weltgeschichte der Kunst im Altertum" r 1888>, „Gedanken eines Vaters zur Gymnasialsache" (1903), „die klassische Archäologie und die altchristliche Kunst" (1906), „Christliche Antike, 4. Band: Einleitendes, Katakomben" (1906), 2. Band: „Skulptur, Architektur" (1909). ' Ende Januar 1916 Eiide Februar 1916 Ende März 1916 Ende April 1916 Ende Mai 1916 Guthaben: 9 263 209,06 Mk. 11 848021,31 mt. 3 226 990,20 Mk. 4 753 978,28 Mk. 6 027 849,40 M. Hauptversammlung der hessenkasse. Daruvstuadt, 28. Jstni. Die Zentralkasse der hessischeii lcurdwirtschaftlrchen Genossenschaften hielt heute, vormittag hier im KgisersaalGhre dritte ordentliche Generalversammlung ab. die aus allen Zeilen des Landen gut besucht war; es nahmen mindestens 250 Vertreter der Genolsen- jchasten daran teil. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Bürgermeister Karl Becker- Sprendlingen ■ Rheinh.) eröfsnete dre Sitzung nack'> 11 Uhr wid hieß alle Anwesenden nullkommen, besonders -dw Ehrengäste: 2lls Vertteter des Ministeriums des Innern MH. Regierungsvat Dr. Wagner, als Vertreter des Fin an z ministe - rüims Finanzasfessor Dr. Schroth, ferner Exz. Fruanzminrlttr a. T. Dr. Braun, Oekonomierat Walter, Präsident der Landwirtschaftskammer, Geh. Reg.-Rat Bich mann für deil Verband der Hess, landw. Genossenschaften u. a. Staatskonrmissar Regie- rungsrat Tr. Michel sagte, er könne zu,seiner Freude feslstellen, daß die Entwickelung der hessischen Genossenschaften ein ungemem günstiges Bild zeige: der Kontostand habe sich über alles Erwarten ottmidclt und um viele, viele Millionen verbessert. Er hege das Verttauen, daß diese Entivickelung auch in Zukunft fortdauern werde. Geh. Regierunäsrat Tr. W a g ne r als Referat für das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen im Ministzeriunt des Innern wies auf die Wichtigkeit der hessischen Genossenschaften und die großen Ausgaben hin, die diesem auch nach dem Kriege zutallen würden T«i ausführlichen Bericht iiber das dritte Geschäftsjahr 1915, der bereits den Mitgliedern im Truck vorgelegt worden ist. erläuterte imd ergänzte Direktor Mager. Es geht daraus hervor, daß sich die Hessenkasse auch im Jahre 1916 fortdauernd chiv- sttg entivickelt hat. Es sind im neueu Jahre wieder 14 Genossenschaften beigelreten. Am Tage der Generaloersammlung waren angeschlossen: 296 Kreditgenossens d^t-cn, 21 Bezugs- imb Abwtz- genossenschaften, 4 Mollerergenossenschaften. 19 Wmzergenos,en- schaften, 3 sonstige Genossenschaften, 2 Zenttalgeschäftsaiistatten uitb 1 EinzelmitgliA. zm'ammen 346 Mitglieder mit 935 Geschäftsanteilen. die eine Haftsumme von 935 000 Mark bedingeii. pie mr- gescklosseneii Genossenschafteri verteilen sich miß 128 und 334 Geschäftsanteilen auf Starkenburg, 149 und 44r> Geschäftsanteilen aut Rheinheffen und 69 und 156 Geschäftsanteilen aut Ober- Hessen. Tie Genvssenichaften hatten bei der Zentralkasse; VerbinLstichBeiten: 4 803 050,— Mk. 4 266 982,58 Mk. 7 682 484,22 Mk. 6 894 770,37 Mk. 5 934 697,52 Mk. Der Unisatz bis einschließlich 26. .Juni d. I. beträgt 302 Millionen Mark und hat damit fast den Jahresumsatz des Jahres 1915 erreicht Ter Redner betvltte znnr Schluß, daß 'srch die hessischen Genossenschaften wich an den .Kriegsanleihen glänzend beteiligt hätten und wohl bezüglich der Höhe der Zerctprungen mit an der Spitze der Deutschen Genossenschaften stehen dürften. Die Genossen- schaftsfrage sei jetzt in Heften glänzend gelöst. Er ruhte n&en den 2lppell an alle Genossenschaften: Halten Sie fest mi der guten Sache des hessischen Genossenschaftswesens und pflegen Sie vor allem auch dessen invderne Fornren. Dem Geschäftsbericht folgte eine kurze Aussprache, in toelcher die Herreii Schmuck- Wendelsheim und O fe n lo ch Fftttheii im Aufsichtsrat der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank der verdienstvollen Tattgkeft des Staatskommissars Tr. Michel ganz besondere Anerkennung zollten. Der Auffrchtsvatsvorfttzende Bürgermeister Becker teilte im Anschluß darau mit, daß der Auf- sichtsral beschlossen habe, für den Staatskommissar wich) die Gehaltszahlung zu übernehmeri. Darauf erstattete Bürgermeister Becker den Bericht des Auffichtsrats, sowie über die Prüfung der Jahresrechnung und Bilanz und über seine Vorschläge zur Ber- tellung des Reingewinnes. Tie Gewinn- und Verlustrechmrng schließt mit 821985 Mk., die Vermögensbilauz mit 9 180 657 Mk. ab. Die Versammlung genehmigte ohne Aussprache die JalMsrechnuug und Bilanz und stimmte daun weiter der vorgeschlagenen Verteilung des Gewinnes zu. Darnach ivird der Nwngewinn für 1915 von 45 37375 Mark mit 17 144 Mk. als 4 Prozent Dividende auf die Ende 1914 erngezahlten Geschäftsguthaben der Genossen, mit 14 000 Mk. deni Reservefonds und mit 14 229(75 Mk. der Betriebsrücklage überwiesen. Tie Bersainmlung erteilte weiter dem Vorstand Entlastung. Aus deui Aufsichtsrat haben die Herren Lehrer Keidel- Michelstodt und Bürgerrneifter Feld mann - Armsheim durch Ablauf der Wahlperiode auszuscheidcn, während das Auffichtsrats- Mitglied Lehrer Scheu ck - St-einftrrth gestorben ist. Die beiden Erst gen minteii wurden wiedergewäblt, an Stelle des letzteren wurde Lehrer E i ch e l m a n u - Steinfurth gcüvählt. Der Vorsitzende des Auffichtsrats gab darnach einen kurzen Bericht Über das Ergebnis der gesetzlich vorgeuommeneii Revisionen. Zum Schluß der Versammlung hielt Exz. Dr. Braun nock, einm kurzen Vortrag über die Tätigkeit der Gvld- an kau ist e lle, worin er in eiiidringlichen Worden die Notwendigkeit betonte, daß im vaterländischen Jitteressc alles nicht absolut erforderliche Gold, besonders alle Goldsacheu, gegeii Vergütung des Goldivertes an die Sanrmätstelle abgeliefert wird. In 'einer interessanten Mssprache über diesen Punkt wurde namentlich das eifrige Bestrebeir des Herrn Dr. Braun mit großem Donk anerkannt und verschiedene Vorschläge zur wirksamsten Unter stützung dieser Bestrebungen erörtert. Sodann besvrach Regiernngsrat Dr. Michel nrocki die Lage und die Verhältnisse der „Landwirtschaftlichen Genossenschafts- bmik", die durch den Krieg in mancher Beziehung gewonnen habe, besonders durch beit Verkauf eines Teils der Lregen.schaften, wie in München für 600 000 Mark an die Firma Krupp Tie Bank dürfte in nächster Zeit wieder eine kleine 9lbzahluiig leisten. Der Versammlung schloß sich ein gemeinsames Mittagessen an. KMe rind Schule. 9. ordentliche evangelische Landessynode. e. Gießen, 30. Juni. Wrr erhalten folgende Zuschrift: Das in Nr. 144 bis 146 dieses Blattes erschienene Referat über die Verhandkungen am 21. bis 23. Juni läßt einige Ergänzungen und Berichtigungen notwendig erscheinen. Sitzung am 21. Juni: Ter Anttag aus Verlegung des hessischen Buß- nnd Bettoges, resp. Aunahnie des norddeutschen (Mittwoch vor dem Totenfeste) war von dem Abg. Fritz sch und Genoffen gestellt. . ^ < Die Bedenken des Berichterstatters gegen den Voranschlag für 1916 bezogen sich darauf. daf> das Ministerium den Betrag der Umlagen von 1 687 114 Mark aus 1563 400 Mark, bezw. .von 11,5 auf 11 0/0 des staatlichen Steueraufbringens der Evan- qelischeii herabgesetzt hatte, ehe der Synode die Möglichkeit gegeben war. Stellung M der Frage zu nehmen^ Dieser Verstoß gegeir die Bestimmungen der Krrchenverfassung sei nur mit Rück- sich aul die vorgeschrittene Zeit zu erklären und künftig durch' recht- zeittge Vorlage zu vermeiden. Bezüglich der sogenannten Erziehun gsgelder wurde nicht der'Ansschußantrag, sondern eftr Antrag des Abg. BachsÄd angenommen, wonach für jedes bezugsberechtigte Kind gleichmäßig 125 Mark in Ansatz koinmen. Die Gesamtsumme der Einnahmen und Ausgaben für 1916 stellt sich liach dem Ausschußbericht . Samstag, den 1- Juli 1916: Vorabend: 8.30 Uhr. — Morgens: 8.30 Uhr. - Predigt. — Abends: 10.00 und 10.40 Uhr. Israelitische NeligisnsgeseSschast, Sabbalfeier am 1. Juli 1918: Freitag abend 8.30 Uhr. — Samstag vorm. 8.30 Uhr. — Predigt. — Nachm. 4.00 Uhr. — Sabbatausgang 10.40 Uhr. Wochengottesdienst morgens 0.00, abends 8.30 Uhr. Witlernngsbericht. (Oeffentlicher Wetterdienst.) Gießen, den 27. Juni 1916 Am Anfang dieser Berichtswvche — 21. bis 27. Juni — lagen nnr auf der Grenze zwischen einem nordöstlichen Tiefdruck- gebiet und einem südwesllichen Hochdruckgebiet. Bei Wrndeii aus vorwiegend westlichen Richtungen hielt demnach das imbeständige, dock meist twckene Wetter weiterhin an. Nachdem dieses südweltliche 5ivchdru.ckgebiet verMtnismäßjg schnell sich ostwärts der- lagert 'hatte, heiterte sich in tmserem Bezirk unter dem Einfluß hohen Trucks das Wetter vollständig auf. Die Tenipkraturen waren vom Anfang der Berichtswoche bis zum Freitag ständig gestiegen, so z. B. fti Gießen das Tenrperaturmaxlnrmn von -ft 15 Grad aut -ft 26 Grad am Freitag, das TemperattcrminimE von -ft 8 Grad aus Z- 14 Grad und das Tagesnnttel von -ft 12 Grad auf -ft 21 Grad. Auf der Rückseite des nach Osten vorrückenden Hochdruckgebiets erschien im Westen wieder neiier tiefer Druck: die Wetterlage am Freitag früh — hoher festländischer Druck, umgeben von Depressionen, die mit Randwirbeln in das Hoc^>rnck - gebiet hineinreichten — ließ auf Gewitter schließen. Und in der Tat kam es bereits in der Nacht von Freitag zu Samstog zu Ge- witterersckeinungcn mit allerdings im allgemeinen nur geringeii Niederschlägeii. Die weslliche Depression zog nunniehr nördlich von rrnsevem Bezirk nach Osten vor, so daß wir auf ihrer Südseite blieben; unbeständiges Wetter mit zeitweiscn Ragenfällen herrschte vor. Anl Sonntag erstveckbe sich von der Nordsee über Jütland, OstdeutscUemd nach dem Balkan zu eine Ticfdnlckfurche, die sick allmählich nach Westen verlagerte und am Montag von der Nordsee über Westdeutschland nach der Mcia hin reichte. Jii ihrem Bereich kam es in unserem Bezirk in der Nacht vom Sonntag zum Montag zu schwachen Gewitterentladungen mit leichten Regen- fällen. Ta jedoch das nordwestliche Tiefdruckgebiet sich iveiter verstärkte und südvstwärts vordrang, Hellertc sich das Wetter nach diesem Gelvitber nicht auf, sondern es blieb auch nock> am Montag in unserem Bezirk recht trüb und regnerisch. Nachdenr die Temperaturen nach dem Gewitter am Freitag sich etwas abgekühlt hatten, stiegen sie am Sonntag wieder ein wenig an, um dann iiach deni Ende der Woche zu stark zu fallen, so das Tages mttül in Gießen von -ft 21 Grad am Freitag auf -ft 15 Grad am Dienstag. Tie im Nordeii von tms lagernde Depression scheint sich iveiter zu verstärken und ösüvärts vorzudringen. Wir bleiben daher ferlierhin noch an der Südseite dieses fielen Druckes und werden, weiter mit unbeständigem Wetter rechnen müssen. Meteorologische veobachtungen der Station Sietzen. Juni 1916 -§ t5 ?io.S — u— ^ c w r p G ^ O-w E ** w 3 ZA » ■sf K z Ä AS E 3 ü w u •0 E i <5tO*S = 2 3 c -E COxi •° as. Wetter 29. 2 « 15,6 11.4 87 _ 5 Sonnenschein 29. 9” _ 14,4 8,9 73 — — 8 30. 7” 11,8 9,1 88 9 Niedrigste * , Niederschlag 1,4 mm. 28. 29. 1916. + i 0,7*0. Modern garnierte kleidsame in den Preislagen bitte ich jetzt meine Schaufenster zu beachten Seltersweg Musseline m VS,«« Farben wtr. 80,78,75, 68,52 pfg. BlUSetlStOtfe gestreift reiner Wolle Serie I Mtr. 1— Mk. Blusenstoffe gestreift reiner Wolle Serie II Mtr. Mk Kleiderstoffe einfarbig u. kariert Mtr. 3— 2— 1— 1— Mk. Damen-Blusen in allen Ausführungen 4— 3— I— Mk. 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Der Voranschlag der Genieinde Hungen für 1916 Rj liegt vom 1. Juli 1916 an eine Woche lang ans unseren, Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Innerhalb dieser Jrist können Einwendungen bei unS schriftlich oder mündlich vorgebracht werden. ES ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch dje Ausmärker herangezogen werden. Hungen, den 29. Juni 1916. Großh. Bürgermeisterei Hungen. Oren b t. L7«.L Versteigerung. TamStag, den I. Cliili, und,m. 2 Ubr, werden im Gasthaus »um Pfau. Ren ftnbl 55, folgende gm erhall. 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Unsere Vertrauensleute dürien Vieh, das nicht vorher angemeldet worden ist, abweiseu, wie sie auch berechtigt sind, bei wider Erwarten zahlreichen Anmeldungen, die Abnahme aus ciaen der nächsten Abnabmetage zu verschieben. In letzterem Jalle werden die Anmeldenden vor der Abnahme schriftlich davon verständigt, wann ihr Vieh abgenommen werden soll. Händler qder Landwirte, die unangemeldet Vieh an unsere Saminelstellen bringet!, lausen Gefahr, daß sie ihr Vieh ans eigene Kosten wieder zurücftransportteren müssen. Die Adressen unserer hiesigen Vertrauensleute lauten' Herr Alexander Baum. Gießen, Friedrichstraße 12. Herr Josef Stern, Gießen, Nord-Anlage 11. Gießen, den 29. Juni 1916. Oberhessischer Diehhandclsverband. Der Vorsitzende: Skalweit. 4731t Amtliche Bekanntmachungen de» Stadt Gieße»». Die Auszahlung der Namilienunterstützungerr ca dte Angehörigen der zum -Heeresdienst Einberufenen sü> 1.-15. JuU bezw. sllr Juni findet statt: n) NelchSunterstiitzung. An dieieniaen, deren Namen beginnen mit A—H J-rcilag, den 30. Juni J—R SawStag, den 1. Juli S—Z Montag, den 3. Juli, h) Weitere Unterstützung lMictSzuicbuß). An diejenigen deren Namen beginnen mit: A—H Dienstag, den 4. Juli J—K Mittwoch, den 5. Juli S-Z Donnerstag, den 6. Juli c) An Vermieter, die Mietbeträgc abbolen. J-reitag. den 7. Juli 1916. Die Auszahlungen finden von 8—1 Uhr vormittags tu Stadthaus. Biwmcr Nr. 7, statt. Die Unterstützungen dürfen nur an den vorgc- nannte» Tagen abgcholt werden. 4681B Einmachzucker. Die Ausgabe des Einmachzuckers findet in der städtischen verkanfsstellc Neustadt 61 ivöchentlich TienstaaS und JreitagS vormittags von 10—12 Uhr und nachmittags von 2—6 ttbr gegen Abgabe der Einmachzuckerkartcnj lweiß) statt.___ 47788 Die dieSiäbrtge öffentliche Jmvfnng in der Stadt klicßcn wird, beginnend aut Mittwoch, den 7». Juli, in der Turnhalle der Stadtmädrlicnichnle (Schillerstr. 6» für die nächsten 5-6 Wochen jeden Mittwoch, nach mittags 4-5 Uhr. abgehalten tverden Jntpsinlichtti: im lausenden Kalenderjahr sind die im vorigen Jahre ge borenen Kinder, sowie die Nllckifändigen aus früheren Jahren. Die hiesigen Einwohner, welche impfpflichtigc Kinder haben, werden zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken eingeladen, daß alle in denselben vor gcnonmienett Jmpsungett nncntgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muh die Jmviung seines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschlüsse aus seine Kosten bewerkstelligen lassen. widrigenfalls ihm im Januar nächsten JahrcS eine vicrwöchcntlichc Tkrist zur Nachholung der Jmviung unter Straiandrobung gesetzt wird. Außer den Bslichiigen »verden auch Kinder welche nt» lausenden Jahre geboren sind, aus Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müssen in dem acht Tage svatcr abgehaitenen Termine zur Nach» schau twchntalS erscheinen. Kinder, deren .jurückstelluna von der Impfung wegrit Kränklichkeit begnsvrtichl wird, können gleichfalle dem Impf» grzte tu drn üftenUichen Terminen vorgestellt werdEN. Die Impflinge müssen mii reiner Wasche and rein gewaschenem Körner zur Jmviung gebrackn werden. ET wird nur an einem Arme mit 1 'nmpbe ans dem Landes impiinstuin geuuvii 47788 Kinder ans Jamilleu m denen auncikende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Tcrnrmc gevracktt »verdep