Bl yy toc&tmt kSHÜch mit Ausnahme des Sonnt«--. Die „Gietzener S««EabWtter" werden dem .A«zerger" viermal wöchentlich beiqelegt. das „Xreisdistt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Die ..cendwirtschaftlichen Seit, fra-e«^' erscheinen monatlich zweimal. Mettes Blatt M. Jahrgang General-Anzeiger für Gberhcsten Sreitag, )<>. Juni »W Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchea Universitäts - Buch- und Sterndruckerei.^, R. Lange, Gießen. Schriftleitung,Geschäftsstelle u.Druckerei: Schul» straße?. Geschäftsstelle u.Berlag: Schrift» leitung: ^W112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. , Eine neue Keöe Asqmthr. Jauri. lWTB. Nichtanftlich.) Meldung des hielt gestern in sttnem Wahl- ^ ^rLad tfbaur i-schotklond) eine Rede, in der er zuerst des Todes Wü^esg^achtr imb falte, memkmb werde im nationalen Leben ^latz vollrg ersetzen können. Daß das gesamte Millionen Mann überschritte, Kttchencrs zu verdanken. Ascmitt ver- ^ W^rpslicht, die zwar den brittschen ab.er einzig praktisch wirksam war. Er und stmmrten m Anbetracht der erwiesenen Notwendig- SL*“: SSi ^M^raftdent sprach von dem imssisrhar der französischen Tapfer- vor Verdun und sagte: Die ^ orbcn - Dre Schritte, die man ^^^^en werde, wurden durch eine gesunde Feldherrnkunst vor- Dtzrfgabe unserer Ffrotte war eu ^ r ^Ednng m schützen und unsere Verschiffung ^ nmchestMs so -vichtig war die Ausgabe, tur die Frechert der Meere für dre Handels flotte der- Berbündtteni zu wrgeu^d die ME>e ch^zusetzen. Der Borstoß der Flott? Listen-ges'chätzten Ueberli-eserunq der F^tte umrdtzg gewesen. Ter Feind sei in seine Düsen vhne auch nur den Versuch zu einem Fu- ber Hauptmacht unserer großen Flotte zu machen L L L^L^Mffwlglrch die Drei ftigkei t L'verkLL lE^§ Wahrheit eine Nieder- ISLjbon der deutschen Flott« ^!?isSSS^& wert wäre, daß man davon spreche. £* bux ^' ^rber ihre volle Ausdehnung oder gewürdigt worden. f,?f»rfc ^?a>e tn Irland zar svrechen kam Ererguffse in Irland hätten ihn dorthin ^*§2^ 5ül ^.Ordnmrg der Angelegenheit #11 versuchen Er ver- E^^bnmng von d^n Richtern und Bischöfen bis stecken: überall habe er die Weiche Sollte den hervorragend^' Verkennung und führte dann sewer Berantrvortung bewußten Iren ge- ni cht s fee Dorhctt öwr fruchtlosen Erhebung gefühlt •*?; l^^^rpmd rn fern Wunsche nmh einem Erfolg der letzt rm Inge befindlichen Verhandlungen einig Unsere per- gangen«! Bezrehimgen Zu Irland haben sich in einer tragischen wicherla^ner oder schlecht benutzter Gelegenheiten er- 1^1 Mfe jt tefrer^ Zw hl von Fehlern keinen weiteren HKv- zufug«r. Was ^ gewünscht wttd, ist eine vorläufige Ordnung als m - (&lb ? lft ' UEn wir die Aufgabe Men, dierch unsere inneren Bezrchungen zu regeln Nie- Ttm ^ bat es TTt urfferer Geschichte ein so herzbewegendes Schauspiel ^geben, tro fern Eller, dre Anhänglichkeit und sElosiHtz^img ^ ^Eunous ihre Kräfte einsetzten, um uns zu heften' ^lotz wrt der Anerkennung der Dienste der Domchions und Kolonien auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen ^.nenr Hilfskreuzer und einigen bewaffneten Fr sch da mp fern begleitet wurden, hei der Insel Haef rrnge, südöstlich Ankoe, etwa 10 Distanzminuten von Land von erner russischen Fl 0 t t e n a b t e i l u u n anqe- Bestand aus Zerstörern, Torpedobootem. ^^l^^?oten. Tw deutschen Dampfer suchten am ^ande Schutz. Zwei deutsche Damvser, die bei dem Angriff von den Beglerrschlffen getrennt worden waren, riefen heute ^° r u 9 22 trt ^koefund ein; sie hatten in der Finsternis nichts beobachten können. Die deutschen Fischdcrmpfer patrouillier- ten wahrend des Vormittags außerhalb der 5) 0 heitsgrenze und fuhren dann südwärts. In das Lazarett von Nyköepina ftnd pcht 6 d«Ltsche Matroschr übergeführt worden, von derreii _ sehr schwer und die übrigen leicht verwundet sind. Ern Verlvundeter wurde in Arkoesund gelandet 15. J^uni. (WTB.) Meldung des Schwe- drschen Telegraphenbureaus. 6 bewaffnete deutsche o^^o^urpfer fuhren vorgestern abend vor Davringe in nördlicher Richtung. Man nimmt an, daß sie auf dem Rückwege mit feindlichen Kriegsschiffen in einen Kampf geraten sind. Das Gefecht dauerte ungefähr 45 ^ er drnd kam vom Lande, daher wurden die Knalle nicht gehört. Doch sah man Feuerblrtze. Der A u s - K.auS des Kampfes ist unbekannt. Der deutsche Fischdampfer „John Wester" ist heute früh in Nyköpina ein gelaufen, er hatte 5 Verwundete an Bord, die nach dem Krarrkenhause der Stadt gebracht wurden. Die Besatzung des Dampfers verweigerte jede Auskunft über den Kamps E s b j e r g, 15. Jttni. (WB.) Bei Ringstedt muröe eine Lerche an Land geschweinmt, die als der englische Ma- E. Sj- M. S. „Carysfort" erkannt lvorden ist. ^ttz: ,,Carysfor1" ist ein ganz moderner kleiner englischer Stockholm, 15. Juni. (WB.) „Stockholm Tid- nrngen meldet aus Helsrugborg: .Ein schwedischer Dam p f e r ist bei -Oeland von einem r u s s'i s ch e n T a u ch- boot beschossen worden, aüwvhl er die schwedische 0 'lagge führte und die Nationalitätabzeichen ttug. Der Kapitän des schwedischen Dampfers mußte dem Ko'mtnan- danten des Tanchbootes die Papiere zeigen. Er beobachtete, daß das Tauchboot außergewöhnlich groß war und drei Kanonen auf Deck ftihrte. Nach.Prüftrng der Papiere durfte der Dampfer weiterfahren. jdes Lehrervereins nach dem Kriegs bült Paeßl-er- perlm. o?r u. a. ausfühtte: Nach wie vor must-der Lehrerverein! nn -rrenstc des Bottes stehen. Der Lehrerverein must Stetlunp nehmen zu der ^räqe: Wie behaupten wir uns als Staat und Volk ^ - uwt r' Dazu ist notwendig, dast man erwägt, ob die Zcr'we Rerchssache werden soll und daß man den (Gedanken einer .üelaslämlbehorde bearbeitet. Die Forderunq der irationalen Ern- £ f u 0 ^! c -5 lu!: Gemeingut aller Lehrer werden. Der Standpunkt der Lehrerschaft zu den Fragen der Bevölkerungspolitit','der inneren Kolomsatwn, der Wehrkraft der Jnge-.w und anderes mehr muß festgelegt werden Die Fülle dieser Arbeiter! kann der Lehrerverein nur dann bewattlgern wenn alle Lehrer Mitarbeiten. In der ansckliestenden lebhaften Aussprache, die sich überwiegend imt inneren Fragen des Lehrervereins beschäftigte, er- rtarte Schulrat Scherer-Worms, der wichtigste Punkt o\ - nn .“ onaie Eanhecksschule mit einer gemeinsamen Welt- und Leoensans chauung auf sittlicher Grundlage .Es folgte dann die Beratung über den Kriegerdank des deutfchen Lchrerverems. Rosien- Berlin gab eine kurze geschicht- ttche Enttvi alung des 5lriegerdanks, der nur Angebörigen des Lehrer,taubes zugute kommen soll. Er beleuchtete die Sehwierig- kIu' ' c Durchführung dieses edlen Werkes ent gegen- stellen. Bor allen uungen muß man über die Frage entscheiden', ob bMcr,Krregerdank Sache des Allgemeinen Dmtschen Lecherverems 1 ^ wlst oder ob es besser dem Landeslehrewerein überlassen blewt. s n bn Ausiprache kommt mehrfach die Ansicht zum Aus- ' . te osuzelnen Landesverrine eine .Kriegerdankkasse und der Allgemeine Lehrerverein eine Ausglcichkasse schaffen sollen. ü!e Bertt?eterversammlung des Allgemeinen Deutschen Lehren Vereins beschlof' nach langen Verhandlungen die Gründung eines Allgemeinen Deutschen Lehrerkriegerdanks. ** Ams Stcstzt LMrv. Gießen, 16. Juni 1916. Der 5eekneg. Sin «efecht deutscher Fischdampfer mit russrfchen Kriegsfchiffeu. Norr-xep ing. 15. Juni. (WTB.) Vach Zeitunqswel- kinrg«r wuchsen 13 deutsche Handelsschiffe die stckwarts fuhren und von 2 oder 3 Torpedo b o o t e n Deutscher Lehrertag. Ei/enach, 13. Juni. Standesorganisation der dewtschfen Lehrerschaft, der Deutsche Lehrerverem, tvat heute hier zn seiner 26. Vertreterversainm- ^ig zusammen. Dre^Verhcwdlüngen leitete der Vorsitzende R ö h l- -i^lrn, der die Erfch'ienenen, darunter Vertreter aus Oesterreich willkommen hiefz. Den inneren dlusban des Lehrer- vereuis sollle diese Kriegstagung in die Wege leiten. Fünfzig Bro- 'Sent der ^ Mitglieder des Vereins ständen im Felde. Mit Stolz konnten dw deutschen Lehrer auf den Anteil der Schule an den ^e^s^ Erfolgen^wmckblicken. Auf der Tagung waren 128 408 Lehrer durch 476 Abgeordnete vertreten. Ans die Schrift von Tews De deutsche Einheitsschule'' wurde besonders anfmerffam gemacht. Den ersten Vorttag über das Thema „Die 2lufgaben Ntinft mt» Wissenschaft. . ~ Wer hat die Bntter erfunden? Wenn bei uns ein st> beliebtes Nahrungsmittel ist und iu Eere Rvlle sviell als bei den romanischen Völkern, st hangt das vrAleicht damit zusammen, daß die Butter Erfindung gellen tarnt. Ter römische ^chttftsteller Plrnrus, dem wir rn ferner Naturgefchichte mit die -Ä^Egehenden Nachrichten über die Butterberellimchverdankeu schreibt namlrch den alten Germanen die Erfindung der Butter zu. Wern gstenswollen viele Evläuterer in den „Barbarenvölkern" n O? erwähnt, die DMffch^ erkennen. Darüber ftnd sich ja chle lateinischen Schriftsteller, die uns von unseren Altvordcren bung, daß die Germanen vornehmlich von Milch bestes" Zweifel, ob sie mehr Käse oder b^eitetQi Plmrus spricht ganz deullich von Butter, wenn f r J >em r er ?' ^wß das Buttern bei der Kälte einige Erwärmung der Milch Ordere, die im Sommer nicht nötig sei, und das Butterfaß da,-- ^ooschrerbt, muß mit den heute gebräuchlichen schon eine ^hnli^eit^ gehabt haben. Eine Streitfrage, die den Ge- lehrttn bes17. und 18. Jalwhundetts viel Kopfzerbrechen bereitete ist es, ob Tacttus unter „lac ooncrettrm", der Milchform die er gewöhnliche Speist der Germanen bezeichnet, Mst oder Butter gemeint habe^ Ter Göttinger Professor Johann Beckmann, ^r im 18. Jahrhundert st wichtige Beiträge zur Geschichte der Erfindungen gegeben hat, widmet auch, der Erfindung der Butter eine umfangreiche gelehtte Abhandlung, iu der er sämtliche Stellen m«,-Älken Mtoren über die Butter zusammenbringt. Nach seiner llnficht haben die Römer die Butterbereitung von den alten, ^eickschen gelernt. Den Griechen aber ist diese Kunst wahrscheinlich durch die S cy then vermcktelt worden. Ob die Butter im Alten T estam e n t,beretts vorkommt, darüber ist viel Tinte verschrieben worden. Eftoße Gelehtte des 16. und 17. Jahrhunderts, wie Eonrad Gesner mrd Eonrmg, haben sich damft beschäftigt. Das hebräische Wort „Ehamea" wird aber wohl dicke Milch oder Sahne BEer pÄ^et Hab ^ daß es sich um E^^tter handle, ist durch dre lleb'rsetzung der Septuaginta ver- ^ bebräische Wort durch das griechische ^outyron ^wiedergab. Auch eine viel angeführte Stelle in den Sprüchen ^alomonis, in der man sogar einen Hinweis auf die ^utterbereittnig durch Schlagen zu finden meinte, wird> sich Wohl nur aus ''"ichber^itnng beziehen. Nach deii zweifelhaften Bemühuu- §5N , .m der Bibel dw Butter nachznweisen, hat man als ihre älteste o<^Erzahlling des Hero d o t von den Setz then an- gefuhtt. ü'iests Nomadenvolk soll Pserdemilch in hölzernen Gefäßen stark gefchutttlt und dasfenige abgeuommen lwben, „das sich oben miffetztz weil fw dieses für schmackhafter und schätzbarer halten, alv da!o, was sich darunter sammelt." Noch deutlicher redet von der Butterberer^ng der Scythen Hippokrales, und er gibt auch der aus der Mllch gewonneneu Substanz zium erstenmal den Namen „BUtvron , der rns Laternische überging und auch noch rn imserer deutschen B^eichuung fortlebt. Ae Grieck>en haben die Butter nicht lelbst erfunden, son-deim von den Scythen oder Thrakiern übernommen. Der grrechffche Dichter Auaxandrides erzählt, frei ^LEirat des JMcEes mit der Tochter des' thEfchen Königs nzO^^vatten dre Griechen zum erstenmal Butter gegeffen, denn die Thraller hätten ihnen diese ivunderliche Speist vorgesetzt. Aber auch nachdem dre Griechen und^ Röiner die Butter kennen gelernt batteik, haben sve sie doch nicht als Speise verwendet, ^^-..^oße,-lrzt Eastir, der ihre Heilkräfte genau anseinandersetzt, e mp fiehlt f re als Salbe; auch Plinins hält sie für besonders heilkräftig, wenn sie mit Honig vermischt den Kindern beiin Zahnen ober auch Erwachsenen bei Viuudgeschwüren ansgesttimstrt lvird. ^ ^ ^ ' o e - F r a u e n v e r e i n hat die Absicht, sich tätig der Klndcrfurforge.anzunehmen. Zunächst will er Kleider und tvafche onrch frclwllliae Hilsskräite aniertigen laffcn. Llnschaffung ooit Neumaterlal ist eben ausgeschlossen, folglich bleibt der Verein auf ^mvendung von Stoffen, altem Weißzeug, getragenen und unmodernen Herren--, Damen- und Kinderkleideru angewiesen. Es wäre dem Verein eine große Arbeit gespart,. wenn die Sachen in fauderem moglicküt gewaschenem Zustande kämen, um st mehr, als ver der Reichswollwoche die Erfahrung gemacht wurde, daß Desinfektton oie Stoffe recht verdorben hat. ** Keine Geheimschrift bei Mitteilungen an ttr regs gefangene in Feindesland. Der SchriftveiTkeHr ijet rn Gefangenfchaft geratenen, deutschen Soldaten unterlagt in Fenweslaud einer scharfen Prüfung, auch ans das Vorchmdenstm unncktbarer ^chnft. Tie aus den Briefen (befangener gelegentlich hervorgehendeu Anregungen, dem Antwortbriefc ZMittmüngen in ^^. ^^^urten unsichtbaren Schrift beizuftigen, scheinen zuweilen ^I^Ä^K^bvanstaltungen des Feindes zuttickzusühren zu stiu. Auf diese Wene vermchm, unsere Gegner, die Mitteillrngen über Vorgängeimd Berhältnffse in Deutschland zu Schlüffen zu bemrtzen mü> zuunstremNackteil zu verwerten, für sic wichttge ''Icachrichten zu er- hatten. Umsomehr ist damft zu rechnen, daß Miüellungen in ge- henner Schrift entdeckt und daß durch ihr Bekanntwerden die In- leresfen des Reichs gefährdet werden. Der Ges^angene selbst wird.d«r lA^'^^chtellw in Bezug auf seine BehaiMung und seinen Briesvettehr ausgesetzt fein, sobald er überftchtt erscheint, unficht- - bar ^schriebene brachrichten aus Deutschland heimlich zu bezsthen. Deshalb muß dringend davor g ewa r nt tver.den, bei Mft- tzEigen an die, rn der Kttegsgestngenschaft besindlichen Deutschen Geheimschrift anzuwenden. Ueberhaupt wurden bei den Römern die Kinder mit Butter gesalbt' frmteben kommt die Butter zum Ersatz für Oel als Bvenmnaterial für Lampen vor. Bei Speisen wurde die Butter nur in Ermangelung von Oel verwendet. Ter Klassiker der seinen anttken Küche Api crus erwähnt sie überhaupt nicht. Und andere Schriftsteller beme^en mm st nebenbei, daß rnttn beim Zubeveften von Gemüsen und Venn Backen in Ermangelung von Oel auch ftiscfre Butter verwenden könne. Di« Tastlbutter war völlig unbekannt. Auch heute noch, lebt ja in den südlichjen Ländern die Schätzung des L>peistöls fort, während wft Deutschen an unserer „Erfindung!", der Butter, ststhalten. . DZ Ein neuer Schallschreiber. Zur Unversuchlung der Schwingwrgsstrm öon Tönen und Klängen werden fast immer dünne Häutchen benutzt, die nach dem Vorbilde des Trommelfells tm menschlichen Ohre gebaut frnfr und die man an den Schall- schlmii gung en tellnehmen läßt; ihre Bewegungen werden auf kleine G!Eammen übettragen oder mittels Zeines Lichtzeigers vergrößert und durch emen rotierenden Spiegel auseinander gezogen. Mlein eine getreue Wiedergabe der Schwingungsform ist in vielen Fällen schwierig mft drestm Hftfsmittel zu erreichen. S. Gatten hat nun, E btt Julius Springer in Berlin erscheinenden „Natur- wisfenschasten ' berichten, einen neuen Schallschreiber hergestellt, der rn verschiedenen Punkten übettegen ist. Als schwingende Membrane drent dabtt ttn Seifenhäutchen. Ae Schsllivellen werden Mrrch emen Trichter und ein Rohr auf diese klttne Seistnlamelle übettragen. In ihrer Mitte wird durch einen Magneten ein sehr seines ^ Epen stäub chen fest gehalten, das an den Schwingmlgeu oer Lamelle, terlnrnimt. Das Eisenteilchen wird- hell beleuchidtt und durch rare Linsenvorrichtung auf einem senkrecht zu sttner ^chwmg»mgsrichtung bewegten photographischen Film abgebildtt. ^as ^effenhälitchen hat die Gestalt eines Rhoinbus, desstn Ecken abgerunt-et und dessen Kanten nach innen stark eingebuchtet sind. oi C * >er Membrane ist drei Mlllimeter läng, bk kleine 2,5 totb Die llftzeste Entstrnimg zwtter gegenüberliegender Punkte Mfchen großer Und «-einer Achse beträgt nur einen Millimeter, fahrend die Lamelle in einer entsprechend geschnfttenen Oeffnung einer tvandung eines kleinen Kastens sitzt, dient eine andere seit- liche Oeffnung zur Anbttngung des Tttchterrohres, das die Schallwellen zufühtt., Der Hohlraum des Kastens ist so klttn, daß ge- ^llende Dämpfung ttnttitt. Das Effenstäbchen wird durch ttuen! Elektromagneten iu feiner Lage gehalren, dessen Sttomstärke durch Widerstande geregelt werden kann. Zur Beobachtung dient ein Mikroskop mft 140facher Bergrößerrmg. Das Festhalten der Kurven, die das Eisenstäubchen unter dem Einflüsse der Töne und Mange beschreibt, geschieht auf -einem Film, der mft ttn er Ge-- schnnndigkeft von 2 bis 3 Meter in der Sekmide läuft. Die Eisen- staubcheil, die Garten verwandt hat, sind außerordentlich klttn, bis zu erneni Fünfzigtausendstel MWgvamm herab. Ehe man mft diesem SHallschrttber Klänge und Tone untersucht, Mußl die Eigen- schwmguug der Lamelle unterf'uckst werden; daraus läßt inan, um die Genauigkttt der Wiedergabe zU prüfen, das Eisenstäulnhen Schwmgungskurven aufschrttben, die genau bekannt sind. Versuche ergaben, daß etwa der Zufammenklang zweier Stimimfabttn. die Done emer verschieden stark angeblasenen offenen Orgelpfttst oder dre Schwebungen beim Zusammeuklange zwtter kurzer Glas- Pfeifen gut tvftdergegeben iverden, so daß die Zuverläffigkeft des neuen Schallschreibers erwiesen ist. Garten hat mit stt-ner Hilfe schone Wrfnahmen erhalten, die Asuffchluß geben über die Schnün- gimgsforin beim Knall des Funkens einer ZnfLueuzmaschine oder eines Induktors mit Leydener Flaschen. Laßt man den Funken nicht vor dem Schalldichter udeftpringen, dann zeigt das Bild ttne ^chwyWvlg, pft M großer Anstnssampkrttrde sehr stark ^mpft^ist, st daß dre dritte Schwingung kaum Wahrnehmbar ist Bei größerer Entfernung tritt nur eine .HalbschwMgWrg aus Ae erste ankommende Halbwelle drückt die Lamelle stets nach innen ist also^erne^Verdichtung. Jeder Resonator, einerltt, welchen Eigen- r£V r einen KUaN an; das BiW zeigt einen ersten ^ Reihe von Scküvrrryimgen mft allmählich abnehmender Amplitude. Auch die Kurven, 'die die Vokale ergeben, hat Garten mit sttnem Schallschreiber untersucht, und dabei hat er sehr schöne Aufnahmen des Vokals A erhallen A'te «chwingungskurven der Vokale E und I, die ebenfalls mit dem neuen Schallschreiber untersucht wurden, zeigen dagegen die llmplitudenverhillttiisse guantitativ nicht richtig. Ties liegt daran, chver Obertönc ttne höhere Frequenz, in der Nähe von 2 000, habem T^ese Freqrrenz liegt in der Nähe der Eigenfrequenz der Membrane, und sobald dieser Fall ernttitt, tttten Storungen der getreuen Wiedergabe der Schwingungsform ein, genau wre bei anderen Membranen, die ältere Schallschrttber verwenden. * ~J$°n ältesten französischen Be o b q ch t e r b a l- lon. ^ Luftballons, Frei- und Fesselballons, sind heute als Nillttarischer Beobachter an allen Fronten des Krieges ttne alltägliche Erscheinung. Den Ahnherrn dieser Beobachterballons ' die heute io wettvolle Dienste leisten, finden wir in der sranzö- fil'chen Geschichte der Revolutionskriege, wo am 26. Juni 1794 m der Schlacht bei Fleurus zum ersten Male ein solcher Ballon in Anwendung kam. In dem neu eröffneten Aäusemn Carnavolet in ^ans sind fetzt in der Abtttlung fiir Lustschiffahrt einige be- mattePorzellanvaiei' und ein Kupferstich ausgestellt, die die Schlacht von Fleurus zum Gegenstände l>aben und sich großer Beliebtfrttt bei den Besuchern des Museums erfreuen. Das gibt dem 'Bericht- erstattdr des „Temps" Gelegenheit, wenig bekarmtc Eiuzelh'iten aus der Baugeschichte des ersten Beobachkungsballons zu erzählen In den Zttten der höchsten Not, als die Franzosen in dem ilan- dmchen Feldzuge des ersten Koalitionskrieges sckmvre Niederlagen erlitten hatten, da meldete sich zuerst ein gewisser Bürger Paul Lamanon und erllärte der Konvention, daß er ttn Mittel gefunden habe, um ohne Gefahr das Manöver der Feinde zn beobachten daß er imstande sei, einen Luftballon zu lenken. Mer die nötigeu^ Mittel wurden von der Konvention verweigert, da mau die tech- urswen Schwierigkeiten fift unüberwindlich hielt. Nach der un- glücklichen Schlacht bei Neertvinden aber richteten sich die 'Augen der Franzosen wieder hilfesuchend aus einen Luftballon, den der Emigrant Lallemand gebaut und e^vrobt batte. Dieser Ballon wurde für milftärischc Zwecke beschlagnahmt und Ende Okt-wer 1793 zur Nottwrmee gesandt und dort der ?lbtttllmg übergeben, ^ „Versuche imtKriegsmasch.nen" zu machen batte. Der erst- Ausstieg fand bei Meudon am 29. März 1791 statt iind der Leiter - be» Versuches Coutelle erzählt: „Zum ersten Male stieg ich in die Gondel. .Ich. war damals ungefähr 350 Doison etwa 700 Met-erft oberhall der Seine: mit einem Kttmstecber unterschied ich ganz deutlich^ me sieben Biegungen, die die Sttne bis Meudon bildet." Zwei Tage später wurde eine Lnftschiffergesellsckwft ge- bildet, deren ^erter Coutelle blieb. Nach neuen, sorgfältigen Versuchen schrrtt man dann endlich an den Ban eines Ballons, den man für „kriegsverwelidungsfähig" halten konnte. Dieser Ballen, der also m Meudon im Jahre 2 der Repnbin geschaffen svurde erhielt den vielversprechenden Naiven „L'Eutreprenant" und umrde nackf Maubeu-ge geschickt, und als dann die Franzosen mktcr Jour- dan mit den Oesterreichern imter dem Prinzen von Sachsen- Kobnrg btt Fleurus zu hartem, weckisesvvllem Kampfe sich ge um- überstauden, da schwebte hoch in den Lüften der „EnttoppmarU" und Iciftetc den Franzosen wertvollste ?lufkläruugs bormtfer auch Farbige, sind 'heute morgen gagen V«S Uhr vom Bähmhos auf fcein Welch Aliceskratze, Äwwigsstraße, Kaiser-Mee rrach bt >sigen Geftnrgenenlager überführt tmrtoen. ^ Entwendet. Am 14. Juni 1916 in der Mittagszeit tnuvde hier in Gießen eine glatte goldene Anker-Re m.- Savv nette-Herren--Uhr, 565 gestempelt, aus dem Rückdeckel in großen Buchstaben das Monogramm „W. A.", der Fabrik- rtuntm-er 420 858, mit einer goldenen femgliebmgen Panzer- Kavalier kette mit Stübchen-Güed-ereirrlage, an der sich ein glattes goldenes Medaillon und ein kleines silbernes,' Messeräzer. besuud. aus denr aus der einen 'Seite in einem Lorbeer-- Mlrauz die Zahl 50 und auf behänderen Seite die Worte „Weihnachten 1665 — 1915 " stehen, entwendet. Sachdienliche Mittei- [ lnngen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. ** Feldpostbriefsendungen werden täglich in großer Anzahl bei den Postanstalten aufgAiefert, die das Gewicht von 50 Gramm überschreiten, das für portofreie Feldpostsendungen zn- gelassen ist. Die «Lendungen sind aber nicht frankiert. Hauptsächlich t : adelt es sich um Briese mit Tageszeitungen und Zeitungen ‘Trit Bildern. Derartige Sendungen missen nach den geltenden Bestimmungen den Absendern zurückgegeben werden. In sehr dielen Fällen iit aber der Absender auf dar «Sendungen nicht vermerkt, so daß sie als un-anLringlich behandelt werden. Es ist begreiflich, daß hieraus für den Absender wie für den Empfänger manche Un- amiehmsichkeiten entstehen. Um diese zu vermeiden, ist cs unbedingt erforderlich, die Bestimmung ya beachten, daß Feldpostsendungen nur bis zum Gewicht von 50 Gramm portofrei befördert werden. Ferner muß der Absender jedesmal aus den Feldpostsen- d n n gen an-gegeben iverden. Pferdeversteigerungen. Dienstag, den 20. und eventuell Mittwoch, den 21. Juni, von vormittags 10 3/ 2 JI h r ab, kommen auf dem Hiofe des Jagdschlosses Kranichstein 100 Stück über ein Jahr alte reguirierte Fohlen zur Versteigerung. An den Berstsigerungen können nur hessische Land- 'ni'7» nu? ilnnen. Die Versteigerungen erfolgen gegen Barzahlung. ' Eü ' Rückwergutun g aus die Steigpveife wird für diese Fohlen . iviäyt gÄväbrt. Die näheren Berkaufsbedingungen werden vor ' Begrün der Versteigerung bekannt gegeben. Landkreis Gießen. «. Dllendorf a. d. Lahn, 16. Juni. Gefreiter Keiner, 'Inhaber des Aßlarer Fahrradhauses Allendors a. d. Lahn, beim Stabe der Sanitäts-Kraftwagen-Abteilung 9, wurde am 10. Juni pjum Unteroffizier befördert. wd. Lang-Göns, 16. Juüi. Eine große Untersuchung Ssegerr ttc&er$^^Teii:^;^tg der Butterhöchstpreise 1 wurde gestern unverhofft durch Wachtmeister Münch aus i Wietzen -in hiesiger Gemeinde vorgenornmen. Es stellte sich - heraus, daß Landwirte für das Pfund Butter bis zu i 2.10 Mk. gefordert und auch bekommen hatten. Der Höchstpreis wurde also um nahezu 25 Prozent überschritten? Eine - große Anzahl Verkäufer und Mufer wurden ermittelt und .werden hoffentlich zur Anzeige gebracht, so daß sie ihrer gerechten Strafe nicht entgehen. — Am 1. Pftngstfeiertaa irerübte die 40Mrige Ehefrau des Bahnwärters Gothe von hier in ihr«: Wochrung durch Erhängen Selbstmord. Ein körperliches Leid«, soll die Ursache der Tat gewesen sein. e. Lich, 15. Juni. Küsermeister Karl Jung von hier erhielt, nachdem er kürzlich zum Unteroffizier befördert und mil dein , Ei einen Kreuz ausgezeichnet wurde, »unmehr auch noch die Hess. . ' a p f e r k e m s m e d a i l l e. Kreis Alsfeld. ~ Ass bem Ohnrtal, 15. Juni. Gewaltig Regen- tn zzigz'ii Mo in den letzten Tagen niedergegangen; so daß eben^-Legene Aecke-c voüstärchig wtisx Wasser stehen. Die Ohm d . n:, Emmchen Jahren zur selben Zeit ausgetrockner ist, ist F^rall üvec die,U?er getreten. — Die Früchte des WEmersamens. (§** 4 ^ DerdeR sM. haben chmtz den vor tzsser Zeit NLedergegrurgenen Hagel sehr gelitScrr, wodurch eine gute Samen- bildnng nicht möglich war. D«.e «Schoten sind bereits abgestoitzsr und enthalten infolgedessen nur gering enüvick^te «Samr-uküoivec. VesMLschts». * G a l l i e n i-An e k d o t e n. Anläßlich deS Mblebens des Pariser Stadtkommandanten und Kriegsministers General Galliens erzählt einer seiner Ordonnanz-Offiziere im „Gaulois" eine Reihe charakteristischer Anekdoten aus dem Leben des Generals, der zu Frankreichs hervorragendsten Männern gehörte. Berühmt war die Langmut Gallienis, die ihn immer in gleichmäßiger Laune erhielt, und selbst bei Gelegenheiten, die andere in Zorn gebracht hätten, seine unerschütterliche Ruhe und gleichmäßige Liebenswürdigkeit bewahren ließ. Als er noch Gouverneur von Madagaskar war, beging einer der chm untergebenen Beamten das Versehen, ihm an Stelle eines von der Kolonialregierung eingeforderten amtlichen Rapportes einen Privatbrief zu senden, der eine Menge nichts weniger als liebenswürdiger Bemerkungen über die Persönlichkeit Gallienis enthielt. Am nächsten Tage ließ Gallieni den Beamten zum Frühstück zu sich laden und er behandelte ihn mit so bestechender Gastfreundlichkeit, daß der verwirrte Uebeltärer vor Aeußerungen der Dankbarkeit und des Entzückens überfloß. Am Ende der Mahlzeit übergab Gallieni seinem Gaste das verhängnisvolle Schreiben mit den Worten: „Hier ein Rapport, den Sie mir irrtümlich zusandten und für deffen Inhalt mir jedes Urteilsvermögen mangelt." — Unter den Soldaten war Gallieni darum besonders beliebt, well er fie, wenn die Gelegenheit es gestattete, völlig als Kameraden zu behandeln suchte. Als Gallieni bei einer Parade einem Soldaten persönlich das Militärkreuz an die Brust heftete und ihm die Hand drückte, gewahrte er, daß der von der Stimmung des Augenblickes überwäliigte Krieger in Tränen auszubrechen drohte. Um dies zu verhüten, beugte sich der alte General vor und flüsterte dem Soldaten ms Ohr: „Schnell, umarme mich, und denke dir, ich wäre ein hübsches junges Mädchen.- — Bezeichnend für die Leichtfertigkeit, mit der schon zu Begum des Krieges in Frankreich die verschiedensten Nachrichten auS dem Felde frei erfunden und in der Oefsentlichkeit verbreitet wurden, ist das folgende Geschichtchen: Im August 1914, wahrend die Deutschen in unaufhaltsamem Vormarsch durch Belgien in Frankreich eindrangen, nahm Gallieni mit zwei Freunden und seinem Adjutanten eine Mahlzeit in einem Pariser Kaffeehaus ein. Da Gallieni und seine Begleiter in Zivil gekleidet waren, fielen sie nicht weiter auf, so daß die Leute an den Nebentischen ungestört mit lauter Stimme ihre Gespräche über den Krieg fortsetzten. Plötzlich kam ein neuer Gast heran, der schon von weitem laut rief: „Wißt ihr schon das Neueste: wir haben den Deutschen das Elsaß entrissen. «Soeben ist General Gallieni mit sechzigtausend Mann in Kölmar eingezogen!" „So macht man heutzutage Geschichte!" sagte Gallieni mit halblauter Stimme, und sein Mund verzog sich zu einem bitteren, traurigen Lächeln. Öcri^tsfaöl. SrtsMffche Sabbatfeier am 17. Juni 1916: Freitag abend 8,30 Uhr. — Samstag v or« . 8#30 VQß. — Rachm. 4*00 Uhr. — Sabbatausganq 10*40 Uhr. — Wochengottesdienst morgens 6.00, abends 8.30 Uhr. Wittenrugsbericht. (Oöffentlicher Wetterdien^LJ Glatzen, bat 15. 3Km fSS£. Das unbeständige Wetter der vorigen Berichtswvche hackt auch in dieser Berichtswmhe — 6. bis 13. Juni — cm. Im Südvftar über dem Festland lagerte am Anfang der Woche hkcher Tünch während von Nordwesten her eine starke Depression sich langsam ostwärts bewegte. TeiÜvirbel dieses Tiefdruckgebiets Mgen wieder> holt über unseren Bezirk und brachten uns zum Tat heftige S&gafe fälle; auf ihrer Rückseite heiterte sich das Wetter dann für kurze Zeit auf, um bald durch neue Terltiefe beeinflußt z« werden, so daß an jedem Tage mehr oder weniger starke SGÜgen* fälle nieder gingen. Die Temperaturen lagen während der ganzen Woche relativ niedrig. Zwar stiegen sie in der ersten NWr dlietzr Berichtswoche ein klein wenig an, besonders die TageÄanperatnva^ so z. B. das Terkiperattrrmaximum in Gießen von -ff 15 Gvad auf -ff 19 Grad, das Temperatnrminimnnr von uugeDhc -ff 12 Grad auf -ff 15 Grad. Von «Lxrmstag, dar 10. Juni an sieben basm wieder die Tagestemtperaturen und zwar das TemperaLmwaximum: bis ans -ff 13 Grad am Dienstag, den 13. Juni und das Tagesmittel bis auf -ff 10 o an demselben Tage. Am Samstag hatte sich der Äern der nordwestlichen Depression verhaltmsMäAg stark nach Osten (^üdsicmdinavien) verlagert, so daß wir ans die RückseÄe des Tiefdruckgebiets zu kommen schienen, zumal von Südwesten her der Druck stark anstieg und sich nach Deutschland hin ausbreikete. Auf der Grenze zwischen diesem südwestlichen Hochdruckgebiet und dem nordöstlichen Tiefdruckgebiet hielt jedoch auch noch am Sonntag, den 11., das unbeständige, wenn auch ntchr trockene Wetter an. Dre Winde an der Nordseeküste, besonders die von Helder, Vlissingen urrd Ostende ließen bereits am Samstag und Siornttag darauf schließen, daß über England und überhaupt int Nordwesten wieder ein ausgedehntes Tiefdruckgebiet lagerte, das langsam südostwärtZ vorzudringen, schien. Und in der Tat war diese nordwestliche Dv- presiion bereits am Montag, den 12., stark nach «Südosten bis nach Deutschland hin vorgedrungen. Wir lagen bereits wieder auf der Grenze zwischen dem fsstläudischen hohar Druck und dieser neuen Depression. Teilwirbel dieses Tiefdruckgebiets zogen wieder über unseren Bezirk und brachten uns neben starken RMenfDlen auch Gewitteverscheinungen mit strichweise Hagelschlag. So schnell diese Depression herannahte, so schnell zog sie auch wieder ab. Zwar steigt auf ihrer Rückseite rm Südwesten der Druck etwas an; da jedoch rm Nordwesterr wieder eine neue Depression zu lagern scheint — es fehlen zur richtigen Beurteilung die Meldungen der feind- lick>en Staaten —- so müssen wir vorläufig noch weiter mit unbeständigem Wetter rechnen. [] Marburg, 15. Juni. Das Schöffengericht verurteilte heute einen junge« Burschen, der wiederholt gegen die Bestimmungen des Generalkommandos, betreffend den Wirtshausbesüch Jugendlicher, gesündigt und schließlich einem Polizelbeamten der seinen Namen feftstellen wollte, siech entgegengetreten war. zu 60 Mk. Geldstrafe. MVchleche Aaehriehtett. Samstag, den 17. Juni, abends 8*/, Uhr, in der Stadttirche. Vortrag des Pfarrers H i l b r a n d t aus Heilsberg über Ostpreußen' .18 i Israelitische ReilglMSHememde. Gottesbierrft in der Shnirgoge (Süd-A«»«qch. Samstag, den 17. Jun: 1916: ml 8 * 30 U ^ r ‘ Morg8.30 Uhr. A b endL: 1 — a vO ^ 'S "2 8S C » -21 il a> -o i tsi «11 1 COjö A o-J WLfttfT 15. Hl - 12,8 7.6 68 mm 9 Bew. Himmel 15. 10’1 — 10,9 7L 75 — _ 10 Bed. 16. sH - I 11,3 6,1 01 - 3 SormenßHem bSchst« remporatiu: ma U. bis 16. Juni 1316: + UJ*a SHeönflße . . 14. , 16. . 1316: + 9,3*0. W«ü«rschlag 0,3