M. Jahrgang rrr. ^53 Sweites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Liehener Famittendlstter- werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt. das „Lreirdlatt für den Kreis Giehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Sett- frage«" erfchernen monatlich zweimal. General-Anzeiger für Gberhejfen §am§tag, Juni W 6 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchen Universitäts - Buch- und Sreindruckerei. R. Lange, Gießen. Schriitleitung,Geschäftsstelle u.Druckerei: Schul« straße?. Geschäftsstelle u.Verlag:e-M>51,Schrift» leitung: ^^112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Die neuen Uriegssteuern. (Schluß.) C. Der Frachturkundenstempkl. Nach dem neuen Tarif werden erhoben: Für Frachturkunden im Eisenbahnverkehr: 1. Frachtstückgnt und Expreßgrck 10 Pfg. 2. Eilstückgut 20 . 3. Frachtgut in Wagenladmrgcn: bei einem Frachtbetrage von nicht mehr als 25 Mk. 1.— Mk. bei höheren Beträgen 2.— „ 4. Eilgut in Wagenladungen: bei einem Frachtbetrage von nicht mehr als 25 Ml. 1.5O „ bei höheren Beträgen 3.— „ Utfimben über die einzelnen Sendungen im Eiserwahn-Sammelladungsverkehr der Spediteure 5 Pfg. Die Steuersätze für Wagenladungen ermäßigen sich auf die Hälfte, wenn das Ladegewicht des Wagens weniger als 10 Tonnen beträgt. Befreit sind: 1. Urkunden über Sendungen, die frachtfrei zu befördern sind. 2. Urkunden über die Beförderung von Milch, soweit sie nicht in Wr^enladungen erfolgt. 3. Fm Sammelladungsverkehr Urkunden über solche Einzel- sendungm. die aus den: Transport zum Teil im Eisenbahnstück- gutverkehr befördert werden. Soweit im Sammelladungsverkehr Urkunden nicht ausgestellt werden, ist die Abgabe nach näherer Bestimmung des Bundesrats $u entrichten. Ter Bundesrat kann die Entrichtung der Abgabe in ««derer Weise als zu der Urkunde auch noch in andern Fällen, anovdmen. D. Die Tabaksteuer. Der Tabäkzoll erhöht sich pro Doppelzentner für: 1. Unbearbeitete Tabakblätter von 85 auf 130 Mk. 2. Tabakerzeugnisse: 3 ) Tabakrippen und Stengel wie bisher 85 „ b) Tabaklaugen wie bisher 100 ^ c) bearbeitete Tabakblätter von 180 auf 280 „ d) Karotten usw. von 210 „ 300 „ e) Schnupf- und Kautabak von 300 „ 600 „ f) geschnittenen Rauchtabak von 700 „ 1100 „ g) Zigarren von 270 „ 700 „ h) Zigaretten von 1000 „ 1500 „ Der Wertzollzuschlag für Tabakblätter und Zigarren wird von -40 auf 65 Prozent erhöht, der Zuschlag für die int Reiseverkehr eingebrachten Zigarren vor: 1000 auf 1700 Mk. pro Doppelzentner. Jedoch soN die Erhöhung des Wertzolls erst dann in Kraft gesetzt werden, wenn der Wert der Tabakblätter durchschnittlich auf weniger als 180 Mk. herabgeht. Die Tabaksteuer wird für Tabakblätter von 57 auf 70 Mk. erhöht: für Zigarettentabak bleibt der alte Satz von 45 Mk. bestehen. Die Fläch,ensteuer, die für Pslanz-imgen von weniger als 4 Ar an die Stelle der Gewichtstener tritt, wird von 5,7 auf 7 Pfg. pvo Quadratmeter, ihr Mindestbettag von 50 auf 70 Pfg. erhöht. E. Die Zigarettensteuer. Auf die Sätze der Zigarettensteuer werden Kriegsaufschläge gelegt. durch wÄche die Steuer für 1000 Stück erhöht wird: 1. für Zigaretten int Kleinverkausspreise: bis zu 1 ty 3 Pfg. von 2 auf 5 Mk. üb« 1V3 ** 21/2 *fe „ 3 „ 8 „ „ fh 3Vi „ « 4'/, .. 11'/.,, " ZV- 5 .. ' 6-/- „18 1 /,,, " Z . 7 „ „ 9V, „ 27-/-,. „ 7 Pfg. 15 „ 40 „ 2. für Zigarettentabak im .Kleinverkaufspreise: über 8 bis' 10 Mk. das Kilogramm von 1,60 auf 4,60 Mk. „ 20 „ 30 „ „ „ „ 4,80 12,80 „ Q r.." q9 * " " 4, 7, ,.10. „ 3. für Zrgarettenpaprer: für 1000 HMen von 1 auf 6 Mk. Als Zigaretlentabak gilt aller feingeschnittene Tabak, der im Kleinverkauf Mehr als 8 (bisher 3 Mk.) kostet; der Bundesrat ist ermächtigt, der: Preis von 8 Mk. auf 5 Mit. zu ermäßigen: in diesem Fall landet auch die erste Staffel der Steuerskala nicht „8 bis 10", sondern „5 bis 10 Mk?'. Betriebe, die in der Zeit vom 1. Full 1916 bis zum 31. Dezember 1916 mehr Zigaretten versteuert haben als in der Zeit vom 1. Oktober 1915 bis zum 31. März 1916, haben, soweit die Mehr- Versteuerung 15 v. §>. überschreitet, für die mehr verßei-erte Menge einen erhöhten Kritzgsäufscmag zu entrichten. Der erhöhte Kriegs- aufschlag beträgt bei einer Mehrversteuerung von über 15 bis 20 v. H. das Zweifache, bei einer Mehrversteuerung von über 20 bis 25 v. Jo. das Dreifackze und bei einer Mehrversteuerung von über 25 v. H. das Vierfache des vom Betriebe im Kontingentabschnitt durchschnittlich gezahlten Kriegsausschlages. Der Bundesrat kann zur Vermeidung von Härten für einzelne Betriebe die znm einfachen Kriogsausschlag zu versteuernden Mengen anderweit sestfetzen. Für die Zeit nach dem 31. Dezember 1916 bestimmt der Bundesrat, für welche Mengen der einfache Kriegsaufschlag zu entrichten ist. Die darüber hinaus versteuerten Mengen unterliegen dem erhöhten Kriegsaufschlag nach vorstehenden Sätzen. F. Der neue Postlaris. Ein Zuschlag als Reichsabgabe mit zweijähriger Befristung, sofern der Reichstag seinerzeit darauf besteht, belastet: 1. Briefe im Ortsverkehr mit 2y 2 , irrt sonstigen Verkehr mit 5 Pfg.; 2. Postkarten mit 2y 2 Pfg.; 3. Pakete bis 5 kg Gewicht: a) auf Entfernungen dis 75 km 5 Pfg.; b) ans weitere Entfernungen 10 Pfg.; über 5 kg Gewicht: a) ans Entfernungen.bis 75 km 10 Pfg.; b) auf weitere Entfernungen 20 Pfg.; 4. Briese mit Wertangabe aus Entfernungen bis 75 km 5 Pfg.; aus weitere Entfernungen 10 Pfg.; 5. Postauftragsbriefe 5 Pfg.; • , 6. Telegramme für jedes Wort 2 Pfg., Mindestbetrag für jedes Telegramm 10 Pfg.; 7. Rohrpostsendungen 5 Pfg.; 8. Telephon-Anschlüsse und Gespräche 10 Prozent. Für dringende Gespräche wird die Abgabe nur nach dem Satz der einfache Gespräche berechnet. Befreit sind: Militärische Sendungen, Sendungen ins Ausland, soweit Verttäge entgegenstehen, gewisse Pakete, die nur Zeitungen oder Zeitschriften enthalten, sowie Pressetellgrarmne. Friedenzvorarbeit im Etappengebiet. Aus dem Felde wird uns von befreundeter Seite geschrieben: *Das Landsturrnbataillon Gießen sichert einen Teil der Etappenlinie nnd -orte unserer vor Verdun kärnpfenden Truppen. Ununterbrochen grollt Dcrp und Mccht das Gewitter im Westen. Unsere fleißigen Flieger ziehen einzeln und geschwaderweise nach der Front, und nachts kommen die andern — die „Indianer" — und machen viel Lärm um nichts, denn die im französischen Tagesbericht gemeldeten Erfolge sind, wie wir uns mit eilgmen Au-gen immer wieder überzeugten, nicht vorhanden. Der fette Boden, dem eine rationelle Bewirtschaftung, Drainage und Kunstdünger weit höhere Erträge abringen könnte, ist v>on den Fuhrparkkvlvirnen bebaut, und der Stand des Getreides berechtigt zu guten upd besten Hoffnungen. Daneben treiben alle Formationen Schweinezucht und Gemüsebau, wobei besonders unsere Sachsenhünser, in meiner Kompagnie der „Feldwebel" Wilhelm D. zu Ehren kommen. Die Dörfer, die nicht unter dem Krieg gelitten haben, tragen den Stempel bäuerlicher Behaglichkeit und Wohlstandes, freilich Lothringer Art, die nach der Größe des Misthaufens vor der Tür den Wert des Besitzers schätzt und auch sonst mit Straßenreinigung und Hygiene auf dem Kriegsfuß steht. Hier Ordnung zu schaffen, 'war die erste Aufgabe der Ortskommandanten, damit in Unterkunft und Ruhestellungen kommendeTruppen v orAn sie cknngsgie fahr und Seuchen bewahrt blieben. Die Misthaufen vor den Türen, die Hauptfliegenbrutstätten, sind verschwunden, und die Straßenreinigung wird scharf ,gehandhabt. Aber damit nicht genug, wo sich Gelegenheit bietet, werden Schmuckplätze und Pflanzungen mit Tischen und Bänken zur Erholung der Leute angelegt. So war in 3c., wo wir lagen, eine prächtige Dorflinde und neben dem Schulhof eine hervorragend schöne Kästaniengruppe inmitten wüster Steinhaufen. Beide wurden in stillem Wettbewerb der beiden Koinpagnien zu Schmuckplätzen ausgebaut mit Terrassen, Naturholzgittern, Bänken und Anpflanzungen, daß sie die Zierde eines ländlichen Luftkurortes bilden könnten. Die alten Franzosen staunen, wackeln wohl einmal am Geländer und bringen ihre Bewunderung mit: Ires beau, tres solide! znm Ausdruck. Dem in der Knabenschule quartierenden Kvmpagnie- führer war aber mit der Pflege der äußeren Kultur nicht genügt und ein. Landstürmer, Lehrer K_r aus Wetzlar, trat neben die französische Lehrerin ziur Erteilung des deutschen Unterrichts. Seitdem wurde der deutsche Gruß für Offiziere eingeführt und, als vier Wochen nach Beginn des Unterrichts der Lindenplatz eingeweiht wurde, sangen die Jungen zur freudigen Ueberraschung aller Anwesenden das Lied: Alle Vögel sind schon da! Heute erhalte ich von dem Lehrer den folgenden Bericht, der von weiterem guten Fortgang und gutem Geist der JNgend zeugen und vielleicht weitere Kreise, insbesondere wohl die Jugend, interessieren dürste. „Von meiner Tätigkeit in der Schule tarn ich nur Gutes berichten. Ich wundere mich manchmal selbst, daß die Kinder meinem Unterricht so viel Interesse entgegenbringen. Gegenwärtig übe ich in deutscher Sprache die Deklination der Hauptwörter. Anfangs glaubte ich, daß ich mir damit eine Aufgabe igestellt habe, die zu vollbringen mir nicht möglich sein werde, aber siehe da, sie begriffen ganz gut und jetzt stellen sie zu den vier Fällen schon selbst Fragen und geben ^ganz richtige Antworten in vollstä-ndigen Sätzen. Auch im Singen haben sie gute Fortschritte gemacht. In der vorigen Woche war ich oft mit meinen Zöglingen im Freien, um, auf Wunsch des Herrn OrtslommMldanten, Maikäser zu fangen, die 'hier so massenhaft Vorkommen, daß von ihnen die großen Eichbäume ganzer Wälder kahl gefressen sind. Untertvegs wurde fleißig gesungen. Ich habe mich nur imnrer ergötzt, wenn wir singend an Sotdctten vor- überkamen, die mrs bann ganz erstaunt ansahen, als vb wir aus einer andern Welt kamen. Als wir gestern im Gleichschritt das Lied: „Ich hatU einen Kamerc^en" singend von B. nach M. marschierten, ries ein Soldat: „Das sind wohl die neuen Rekruten?". Der Gesang ist das liebste Ltter- richtsfchh der Kinder geworden. Bei Beginn- einer jeden Unterrichtsstunde sagen sie mir: ^,wir haben heute noch nicht gesungen". Madame W... — die französische Lehrerin — ist immer noch nicht ganz, hergesteltt. Der ArFt Hai ihr das Schul- halten verboten. Infolgedessen blieb mir nichts anderes übrig, -ckls zu versuchen, auch in anderen Fächern zu unterrichten. Ich arbettete mir meine Lektionen in französischer Sprache schriftlich .aus, ließ sie von Madame W... Nachsehen und machte mich dann ans Werk. Meine schwere Zunge bildete wohl einen großen Gegensatz zu dem Redefluß und der Zungenfertigkeit der Madame W..., aber es schien mir, als ob gerade das Eigenarttge meiner schwerfälligen pfingstbrief einer Großmutter an ihr Enkelkind. Pfingstabend 1916. Liebe Maria. Dein Brief ist so voller Weh und jFragen, daß ich erst Herz und Hand zur Ruhe zwingen mußte, ehe ich Dir antrvorten konnte. Möchte es mir gelingen, aus den Erfahrungen der Zeit heraus die ersehnte Antwvtt für Mch zu finden. Durch den Verllrst des Gatten ist Dir das Liebste genommen, Dein iunges Leben ist Dir zertrümmert und Dir ist, als starre Dir die Zukunft leer und ohne Inhalt entgegen. Und nun zermartert sich Tein armes Hirn mit Fragen, die wohl kaum unsere Weisesten ganz zu beantworten wüßten. Mußte denn dieser unselige Krieg überhaupt sein, fragst Du und wer sind denn letzten Grundes die Schuldigen, die vielleicht in langer: Jahren durch Fehler und Versäumnisse aller Art den Ausbruch des Krieges hch:beigesührt haben? Letzten Grmrdes liegt hinter diesen Erwägungen die bittere Frage: wer sind in Wahrheit diejenigen, die meines Lebens' Glück und Frerrde zerstött und mit mir zugleich tausende und abertausende in nie zu stillendes Elend gestürzt haben? Du Liebes, li^ enrnial das merkwürdige Wort Offenbg. 6, 4 „GZ zog aus ein anderes feuerrotes Pferd i:nd dem, der darauf faß, rvard gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen, daß sie einander schlachteten und ein großes Schwert lonrde ihm! gegeben." oder Matth. 13,8 „Volk wird sich gegen Volk erheben und Reich gegen Reich." oder Matth. 24,7 usw. ,,'(§s wird sich erheben Volk wider Volk und Reich wider Reich uvrd es wird Hungersnöte geben und Erdbeben hin und wieder." — Sind diese Verheißungen rricht wahr geworden auch für unser deutsches Volk in mancher harten Zeit? Denke nur an den 30 jährigen Krieg; niMn: den wechselvollen Sieberhcchrigei: Krieg oder versetze Mch in die furchtbaren Röte und Entbehrungen der.Freiheitskriege. Und doch, wenn Du imi Geiste durch die schwerste Not aller Zecke:: und Völker wan- dettest, nirgends fänbeft Du etwas, das dem Hatz, den Greueltaten, dem Herzeleid und dem Blutvergießen dieser unserer Zeit gleich- käme. dllrgcnds^ ttäsest Du damben wohl auch so viele heldenmütige Aufopferung, so viel geduldiges .Ueberwckrden größter Schwierigkeiten, so viel sieghaftes Beharren als in dieser selben Zeit. Ist es nicht, als ob sogar alle Gemiente teilnähnien an dem Kampfe der Menschen! Feuer, Wasser,^ Erde nnd Luft, die Urelemeicke werden uns dienstbar gewacht, Helsen kämpfen nnd siegen. Und durckstienkt Man die Geschichte aller Völker bis auf die Gegenwart — da ists Mit der Abwechsebrng von Krieg und Frieden fast wie mck Ebbe und Flut, nur daß hier andere Gesetze und deshalb auch verschiede::- artige Intervalle herrschen. Und da kommt nrir, wie ivohl vielen in dieser Zeit, der Vergleich Mt den grauenhaften Katasttophen, die unsere alte Mutter Erde durchMachw: mußte, ehe sie wurde, als was wir sie heute kem:en. Die uralte Sage von der großen Flut taucht vor mir auf, ich sehe die Gletscherperioden, erlebe im Geiste die vielen vulkanischen Ausbrüche und denke: Wie viel blühendes Leben ist da vernichtet! Menschen, Tiere, Pflanzer: sind weggesegt wie welke Blätter, die der Herbsüornd fci£eft, ganze Kulturen sind verrckchtet bis aus wenige Ueberreste. Und da denke ich in meinem Großnurtterherzcn, lvir sind Kinder der Erde und werden wie sie zu unserer Entwickelung von Zeit zu Zeck furchtbarer Katastrophen bedürfen, werden sie einfach nöttg haben! Natürlich spielt in solchen, mit elementarer Wucht hereinbrechenden Geschehnissen das Gesetz von Ursache und Wirkung eine große Rolle, und je mehr unsere leitender: Führer die Ursachen llar erkennen, um so Mehr kann mar: sicher dieselben künftig vermeiden und damck den Wirkungen Vorbeugen. Schwerlich trifft da den einzelnen Menschen oder das einzelne Volk die Schuld, sondern alle Menschen und Völker des^ Erdballs, d e einen Mehr, die andern weniger, haben mit an den Fäden gesponnen, die nun unheitschwanger sich verknoteten und zum Kriege fühtten. Wer aber kann sich vermessen, alle Gründe und Hintergründe klar zu durchschauen?! Wir Müssen dies Marstellen von Aussaat und:Ernte in 'erster Linie der: Männern überlassen, welche durch ihres Gottes Gnade^und ihres Volkes Vertrauen „zum Sehengeboren, zumSchanen bestellt" sind und Müssen uns begnügen, jeder an seinem Telle das für ihn Richtige zu erkennen und z:: trrn. D: sagst, Pfingsten sei Dir immer als das lieblichste der Feste erschienen. Fm Kranze der bräutlichen Mäieu war es Dir wie i> e Braut des Jahres, die der Erfüllung und Krönung ihrer irdischen Bestimmung entgegenhartt. Und jetzt siehst Du statt des schmückenden Birkerckaubes nur Trauerflor und verzweifelt llingt Deine Frage in meinem Herzen wieder: „Wie können wir Pfingsten feiern, wie können wir vom Wklrken des Heiligen Geistes reden in einer Zeit, wo die Menscher: einander anfallen und zerfleischen wie die wilden Tiere, wo die Wisfenschaft der Natur ihre Geheimnisse ablistet, um nur immer härtere und grausamere Mittel zur Ver- nichtmrg der Mitmenschen zu ersinden?" Ich verstehe Dich in dem allen, Maria. Aber unter Umstanden ist das scheindar Härteste in Wahrheit das Gelindeste, und weiter bin ich in Beziehung auf das Fest zu der Ueberzeugung gekommen, daß wir gerade in diesem Jahre Pfingsten feiern sollten, wie wir es so tief und bedeutsam vielleicht noch nie gefeiett haben. Keinem! eckrzigeu Menschen, er gehöre denn zu den ganz ober» flachlichen, wird irrt Leben seine Golgatha stunde geschenkt. Und wie ginge wohl ein fühlender Mensch durch diese Zeck, ohne den Kelch der Bitternis zu trinken? Kummer und Herzeleid ader svirken gar verschieden auf die Menscher:. Die einen werdet: verbittert und verzrveiselt; von imterdrückten urü) vergossenen Tranen loird ihr BAck so verdunkelt, daß sie rricht irtefyc imstande sind, klar zu sehen, nnd wieder andern werden durch den eigener: Schmerz die Seelenaugen weit geöffnet für das Leid anderer und für die Lage chres Volkes. Alles Leid wirkt zunächst wohl isolierend — es richtet förmlich eine Scheidewand auf zwischer: uns nnd der übrigen Welt, dann aber lehrt es uns rveiter und tiefer blicken als je zuvor. ,^Jch habe Euch rwch viel zu sagen, aber ihr könnet es jetzt nicht traget:" spricht Christus in schwerer Stunde zu seinen Jüngern und fahrt dann fott„Wenn aber jener koMnen wird, der Geist der Wahrheit, wird er Euih ir: die ganze Wahrheit einführen!" Wann aber hat wohl Gottes (Z^ist Mehr den Menschengeist ausgesucht, um Wohnung in ihm zu nehmen, als eben in dieser Zeck?! Während ich Dir schreibe, Maria, fitze ich in der Hollunderlaube und ringsum sehe ich hinein in lauter Pfir:gstwuuder; ich sehe den Geist des Lebens förmlich airt Werke. Das kennt und sproßt, erleidet Zerfall und Umrvandlnng, — dies große Vdysterium, — damit neues kräftiges Leben entstehe. Alles blüht und setzt Frucht an und drängt der endlichen Reife entgegen durch SturM und Stille, durch Regen und Sonnenschein. Und je länger ich hineckrsehe und sinne in all dies treibende Werden, uM so ergriffener wird meine Seele. Von dem stillen Garten warrdern n:erne Gedanken weit, weit zu den Getreuen in den Schützengräben, zu den Blutseldern Verbürg, zu den schwerer: Kärnpfen im Osten und Süden, zu den Helden, die in den Weller: ihr kaltes Grab fanden' und sterberü) noch halfen, ein neues Ruhmesblatt in den Ehrenkranz ihres Volkes zu flechten. Sie wandern zu den kühnen Seglern der Lüfte, die unsevsn Kriegern Weg und Sieg bahnten. Und sie machen .Halt vor manchem einsarüen Heldengräb, vor stillen Feldern, >oo treue Kämpfer von ihren Taten ruhen, nnd der Gedanke überwältigt Mch: Wie namenlos viel hat zerbrvcher^ vernichtet werden rnüssen, wie viele edle und edelste Menschen haben ihr Leben lassen müsse::, damit Neues entstehe im Leben der Völker und vor allem in unserm eigenen gelieb t e n V o l k e. Umwandlung nnd Umgestaltung: tiefstes heiligstes Mysterium das aus Finsternis zum Lichte, vom Tode zu neuem Leber: führt. Meine Seele erschauett vor der gewaltige:: Verantwortur:g, die uns aus dieser Erkenntnis erwächst! „Wenn aber jener komint, der Geist der Wahrheit, der wird euch in die ganze Wahrheit einführen!" O Maria, möchte dieser Göttliche Geist uns Mt seinem Lichte erleuchten, damck wir alle. Führende und Geführte, aus der Zeck heraus erkenrren, was von uns gefordert wird. Haben wir a l s D e u t s che gekämpft für d e n t s ch e s Recht :md deutsche Ehre, so laß uns einen Frieden erblicken, der d i e - ses Kampfes würdig sei. Möchte unsere ivarMe Begeisterung für unser Vaterland sich auch weiterhn: wandeln in Kraft und festen Willen, daMt wir verstehen, die Güter zu wahren und zu mehren, die unsere Helden mit Drangabe ihres Lebe:^ aus den Schlachtfeldern ernwrben haben! Und hat ein segensreicher, gesunder Friede den Bau fest und neu gegründet, in dem unser Volk ungehirrdert sich entnnckeln und die ihm vvrgeschriebene Bahn vollenden kann, so durchdringe uns Gott in seiner Gnade völlig mit seinem Geiste; er läutere uns Herz umd Sinne, drrMt wir das Innere des neu gegründeten Baus ansgeftalten nach echter derckschcr Art irrt klaren Blick für das. was die Erde fordert und ir: stetem Aufblick zu dem. der unser aller Wege lenkt und lecket! Dann verrvatten wir in Treue das Vermächtnis unserer toten Helden und in diese m Sckmc wollen wir jetzt Pfingsten feiern, nicht roahr, Maria? Im festen Verttauen auf unseres Volkes Jugerü) und Zukunft Deine GwHamttor. Mache die MlsmerrsÄmreit Mid Vas Gedächtnis der Schüler schärfte. ^ Ich HM« Mndame W . auch Ihre Grüße übermittelt, wornber sie sich «nßerordentlrch freute. Auch die Jungen haben ,ui> über die Grüße sehr gefreut. Sie lassen sich be- danken nick iu-m >,Errn Auchtinmm sacken", daß sie ihn in gutem Andenken bewahren werden." S. K. «kr'chLrchs Nachrrchten. Evangelische Gemeinde. „ „ \ß sinqstf eiertag, den 11. Iuni. Kollekte für die Hessische Lntherfiiftung. G o t 1 e s d i e n st. In der Ztadtlirche. Dorm. 8 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vorm. 9'/, Uhr: Pfarrer Mahr. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam. Pfarrer M a h r. — Zn der Iohanncs- !kirche. Vorm. 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vorm. 9)* Uhr• Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r. Beichte und heil. Abendmahl für Lukas- und Johannesgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vorm. 11V« Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer B e ch t o l s h e i in e r. 2. P f i n g st f e i e r t a a , den 12. Juni. In der Stadtkirche. Vorn;. 8 Uhr: Psarrassistent Hoffmann Vorm. 9J* Uhr: Pfarrer Schwabe. Beichte und heil. Abend inahl für Matthäus- und Markusgeineinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. — In der Iohanner- Urche. Vorm. 8 Uhr: Siehe Stadtkirche. Vorm. 9'/, Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Aus f e ld. Mittwoch, den 14. Juni, abends 8 Uhr: Krieqsbetstunde. Psarrassistent Hoffmann. Äirchberg: 1. Pfingstfeiertag, 11. Juni, vorm. 10 Uhr. (Heil. Abendmahl für Staufenberg. Kollekte für die Lutherstütung. Nachm. l'A Uhr. 2. Pflngsttag vorm. 10 Uhr. - Danbriugen: Mitt° woch, 14. Jzrni, abds. 9X Uhr: Kriegsbetstunde. Dekan Buhmann tiJ -. • < ; i r-K; ' Rathokische Gemeinde. G o t t e s d i e n st. S a m § t a n, den 10. Inni - Nachm. 5 Uhr und abds. 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag, den 11. Juni, Pfingst-Sonntag: Vorm. 6*/, Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. 7 Uhr: Hl. Messe. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgottes- dienst. Nachm. 2 Uhr: Vesper mit Segen. Nachm. 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Montag, den 12 . Juni, P f i n g st m o n t a g. Vorm. 6 1 /, Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. 7 Uhr: Hl. Messe. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. Militärgottes- dienst. Nachm. 2 Uhr: Andacht mit Segen. Dienstag und Freitag abends 8 Uhr ist Kriegsbittandacht. Diaspora-Gottesdienst am 12. Juni: In Grünberg 9A Uhr. In Hungen 9»/, Uhr. In Lich 8 Uhr. Samstag, den 17. Junt, avenvs 6 Uhr : Der Ring des Nibelungen. Dritter Tag: „Götterdämmerung." Sonntag, den 18. Juni, abends 7 Uhr: „Amelra oder Ein Maskenball." Montag, den 19. Juni, geschlossen. Schauspielhaus. m den abends 7-/. Uhr: Z„m ersten Male „Rausch. Drama m vier Akten von August Strindberg. Alon 1^/ 2"ni, abends 7 1 /, Uhr: „Zu ebener Erde und erster Stock.' Dienstag, den 13. Juni, abends 7 1 /, Uhr: .Rausch, Mittwoch den 14. Juni, abends 7 Uhr: .Hamlet/ Donnerstag, den 15. Juni, abends ?>/, Uhri „Wie einst im Mai," Spieiptan der vereinigten Sranffurter Stadttheater. Gpervhaus. Sonntag, den 11. Juni, abends 6 Uhr: Ter Ring des jNibelungen. 1. Tag: „Die Walküre." Montag, den 12 Juni nbends 5 Uhr: „Parsisal." Dienstag, den 13. Juni, abends .77, Uhr: »Das Heimchen am Herd." Vorher: Ouvertüre: , Im ,Frühling." Mittwoch, den 14. Juni, geschlossen. Donnerstag, ,den Io. Juni, abends 6 Uhr: Der Ring des Nibelungen. Zweiter Tag: »Siegfried." Freitag, den 16. Juni, abeiids 77, Uhr: Zum Besten der Penstonszuschuß- und Unterstützungskasse des Orchesters. Gastspiel der Hofopernsängerin Frau Barbara Kemp vom Königs. Opernhaus in Berlin. Unter musikalischer Leitung des Komponisten Generalmusikdirektors Prof. Dr. Max v. Schillings: „Mona Lisa." Spielplan des Srotzh. tturhaustheaters Sad-Nauheim Sonntag, den 11. Juni (Pfingst-Sonntag): „Die selige Exzellenz." Montag, den 12. Juni (Pftngst-Montagl: ..Der Jm> baron." Dienstag, den 13. Jiini (im Köniql. Kurtheater Bad Ems): Gastspiel von Mitgliedern des Neuen Theaters Frankfurt a. Al - „Tie Liebesinsel." Mittwoch, den 14. Juni: „Zwei Wappen." Freitag, den 16. Juni: „Das Glücksmädel." Samstag, deii 17. Jniii (nn Königl. Kllrtheater Bad Ems): -Jugendfreunde." Sonntag den 18. Juni: „Herrschaftlicher Diener gesucht." Montag, den 19. Juni: Operetten-Gastspiel von Mitgliedern der Oper und des Schanspielhanfes Fraiikfnrt a. M. In bester Frankfurter Original- besetzung: „Die Schöne vom Strande." SrScfJafic« der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt»! K. A. Sofern es sich im vorliegenden Fall um einen Invalidenrenten empfänger handelt, haben die Kinder desselben bis zum vollendeten 15. Lebensjahre Anspruch auf Waisenrente. Witwenrente erhält die Witwe des Verstorbenen nur dann, wenn N.e invalide rm Sinne der Reichsversicherungsordnung ist. Ist die Witwe selbst gegen Invalidität versichert, so steht ihr beim Tode ihres versichert gewesenen Ehemannes ein Witwengeld zu; außerdem erhalten die Kinder bei Vollendung des 15. Lebensjahres eine Waisenauslteuer. Der Antrag auf Witwen- und Waisenrente usw. ist beim Verficherungsamt bezw. der Bürgermeisterei zu stellen. Handelt es sich um einen U n f a l l r e n t e n empfängcr so steht den Hinterbliebenen, sofern der Tod des Rentenempfängers mit dem U n fall ursächlich in Zusammenhang steht, Sterbegeld sowie Witwen- und Waisenrente zu. Der Antrag ist bei der in Frage kommenden Berufsgenossenschaft zu stellen. Die Angehörigen der gestorbenen oder gefallenen Kriegsteilnehmer erhalten Witiven- und Waisengeld bezw. Kriegswitwen- und Kriegswaisengeld. Anträge sind beim Bürgermeisteramt zu stellen. Stelle angesetzt werden. Wie weit die private Berichterstatttmg, die sich der -öffentlichen Kontrolle entzieht, für Börsenvperationen empfängliche Elemente zu spekulativen Umsätzen animiert haben, ist schwer sestzustellen. Tie Versuchung dazu mag angesichts der Umstände, daß eine öffentliche Kontrolle über die jeweiligen Kurse fehlt und dem Vermittler dadurch die 9M-glich!'eit geboten ist, eine wesentlich höhere in dem Kursaus- bezw. Abschlag ausgedrückte Gebühr zu berechnen, allerdings groß sein, um so verkehrter wäre es aber, die Berichterstattung in der Presse zu beschränken/ denn diese ermöglicht immerhin noch eine gewisse Nachprüfung, wenn diese bei dem Verbot von Kursveröffentlichungen auch nur bedingten Wert hat. Was aus dm Beratungen schließlich herans- kommen. und ob der Bundesrat tatsächlich genötigt sein wird, ein- zugreifen, bleibt abzuwarten. Daß übrigens die Placierung unserer Kriegsanleihen durch die relativ regen Umsätze in Dividenden- papieren erschwert worden wäre, ist kaum anznnehmen, denn in ihrem Umfang dürften die Umsätze in Tividendenpapreren doch überschätzt werden. Mag dem nun sein, wie ihm wolle, die Androhung neuer Maßregeln gegen die Spekulation hat die Unternehmungslust förmlich gelähmt, so daß auch die günstigen Meldungen vom Kriegsschauplatz, ins besondere die Erfolge unserer Marine ganz ohne Einfluß blieben. Es vollzog sich auf fast samt- lichen Verkehrsgebieten ein Abbau, namentlich in Montan- und Jndustriepapieren, die fast sämtlich mehr oder weniger große Kursrückgänge erfuhren, well sich nur zu herabgesetzter! Kursen neue Käufer dafür fanden, trotzdem die Bericht sowohl aus der Montanindustrie sowie auch aus verschiedenen anderen Industrien günstig lauteten. Schiffahrtsaktien gingen gleichfalls zurück. Verhältnismäßig fest haben sich Bankaktien gehalten, auch festverzinsliche Werte blieben gut behauptet. Tie Ankündigung, daß die neue Kriegsanleihe erst im Herbst herauskommen werde, wirkte günstig auf Xsen/ deutschen Anleihemarkt. Geld ist recht flüssig. Privat- diskomd 4°/y. Auf dem heutigen -0,09 Mk.: Hühner« 10 Mennig, Käse« 0.00-0,00 Mk.; Börsen-Wochenberrcht. --- Frankfurt a. M., 9. Juni. Ter freie V-erkehr der Börse stand die ganze Woche hindurch unter dem Eindruck der Erörterungen über die Einschränkung der Spekulation. Um die angedrohte Erhöhung der Umsatzsteuer abzuwenden, wurden von den berufenen Organen Beralangen über einzuschlagende Wege für eine Selbsthilfe gepflm^en. Zu endgültigen Beschlüssen ist man dabei noch nicht gekommen. Die Haupt- abwchrmittel wurden in der strafferen Handhabung der Kredit- Versagung für spekulative Effekterl kaufe erblickt, fern« auch in der Einschränkung der Berichterstattung. Daß Effektenkäufc aus Kredit während der Kriegszett nicht vermittelt werden sollen, ist von den Banken früher bereits beschlossen worden, ob dieser Beschluß überall strikte,durch,geführt wurde, inag dahingestellt bleiben: jedenfalls fanden sich aber Mittel und Wege, um ihn zu durchkreuzen, So wußten sich Vermittler durch Hereinnahme täglich kündbarer holder, tue dem Geldgeber häufig länger überlassen werden, viel such Mittel zu verschaffen, um sie für den Bezug von Tividnidtm- papieren zu verirrenden. Will man also den Freiverkehr au "der -borse mehr einschränken, dann muß der Hebel an der richtigen Märkte. Gieße«, 10. Juni. Marktbericht. WckchenmadJ kostete: Blckter das Pfund 1,98- eim das Srchck 20 Pfennig (Höchstpr.); Käse nfrtte 3 Ptenuiq das Stück: Welsche Ochsenfleisch das Pfund 2,00-0,00Mk., Knhfleisch 2,00 - 0,00 Mk. das Pfund, Rindfleisch das Pfund 2,00-0,00 Mk., Schweinefleisch das Pfund 1,80-0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfund 2,20-0,00 Mk., Haimnelfleifch das Pfund 1,80—0,00 Mk.; Kartoffeln der Zenttrer 5,80 Mk.; Zwiebeln das Pfund 00-00 Psg.; Milch das Liter 30 Pfg.; Nüsse 100 Stück 00-00 Pfg.: Spinat 18-20 Pfg. das Pfund, Kopfsalat 6-8 Pfg., Karotten 15—20 Pfg. das Päckchen, Lauch 5 bis 10 Pfennig d»s Stück, Rhabarber das Pfund 20 Psg., Sellerie 10—30 Pfennig, Spargel 50—70 Pfg. das Pßmd, Nöinisch Kohl 10—12 Pfg. das Päckchen. — Marktzeii von 7 bis 1 Uhr. Für Rheumatiker und Neuralgieleidende. Jahrelange Schmerzen waren in 3Tagen verschwunden. % Herr E. Kelch. Hagen, schreibt: „Ich leide schon seit Jahren an Rlieiimalismus und Blasenleiden und konnte vor lauter Schmerzen kaum noch auflreten. Da ich mir schon öfter alle möglichen Mittel hatte kommen lassen, welche oft sehr teuer ivaren und rein gar nichts geholfen hatten, kaufte ich nur eine Packung Togab denn ich sagte mir: „wenn es nicht hilft, dann ist nicht viel verloren. Das Resultat war so liberraschcnd, daß ich es selbst kaum glauben konnte. Schott nach dem Gebrauch von 2 Tabletten konnte ich gehen und am nächsten Morgen konnte ich wie feit langen Jahren irei und unbehindert auflreten. Heute, aur dritten Tage, fühle ich mich am ganzen Körper trotz des miserablen Wetters so wohl, das; es eine Freude ist. Ich kann daher Togal allen Leidensgefährten sehr warm empfehlen." Aehnliche Erfahrungen und noch überraschendere Erfolge- erzielten viele andere, ivelche Togal nicht nur bei Rheumatismus, sondern auch bei .Kopfschmerzen. Heren- ichnß, Ischias, Schmerzen in den Gelenken, sowie bei Influenza gebrauchten. Alle Apotheken führen Togal-Tabletten. Best.: Arid. acet. salic. Chinin. Mg. Li. [419ÖSS Bilanz üft §M- Mi! ZsrM-WengkskWft Kro^eii-Büstlk um 31. Jezember 1915. Vermögen Jt Schulden J6 1. Ausgelieh. 1. Aktien-Ka- Kapitalien Pital . . 10800.— s.) auf Hypo- 2. Ausgenom- thekenund mene Ein- Schuld- lagen. .750110.16 scheine .620 899.34 3. Reserve- b) Güter- . fonds . . 10 832.11 kaufgelder 37284.— 4. Reinge- c) Wertpa- winn aus Piere . . 53032.40 1915' . . 1 934.78 ä) in laufen- der Rech- nung bei Banken . 28101.10 2. Voraus- sichtlich un- einbringl. Kapital . 2 000.— 3. Jmmobi- lien . . 10000.— 4. Mobilien 377.54 5. Unersetzte Vorlagen 116.65 6. Kassevor- rat: a) Barvorrat 19293.67 d) Ausstände 2572.15 773 677.05 773677.05 Zahl der Aktien am 31. Dezember 1915 = 24. Die Haftsumme beträgt für eine Aktie 1200 Mk.,' für 24 Aktien zusammen 28 800 Mk., davon sind voll einbezahlt 10 800 Mk. 4368 Großen-Buseck, am 8. Juni 1916. Der Borstand: Althaus, Direktor. W. Schmidt VIII., Rechner. Frank, Kontrolleur. Mittwoch, den 14. Juni 1916, vormittags von 9 Nhr an, soll das Heugras von den der Gemeinde Alten-Buseck gehörigen Wiesen an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft an der Leimenkaut. Das Heugras von den Ueberwaldwiesen kommt von 11 Uhr ab zum Ausgebot. Der Anfang ist hier am hölzernen Brunnen. Alten-Buseck, den 10. Juni 1916. Großh. Bürgermeisterei. I. V.: Rau. (4404 heugrar-verfteigermg. ! U Separate «Ms m lotet Frini Carl Offene Weine vo n 35 P fennig an Tapeten bedeutende Auswahl in neuzeitlichen Mustern RESTE sehr biBBig Linoleum noch grosse Vorräte mo in allen Qualitäten Lieferung auf Wunsch fertig verlegt Tapetenhans Hochstätter Brandplatz I — Fernsprecher 36 Heugras-Versteigerung der fürstlich Solmfischen Rentei Lich. Das Heugras von den fürAichen Wiesen wird ver- steigert: Donnerstag, de« 15. Juni 1916, vormittags präzis 8 Uhr, von den Wiesen m der Gemarkung Lich oberhalb der Stadt, zusammen ca. 50 Morgen. Zusammenkunft auf der Fürstlichen Wiese, gegenüber der Peinmüble. Es wird ausdrücklich bemerkt, daß die große Wörtswiese nicht mehr zur Verstelgerrrng kommt. Au demselben Tage, nachmittags präzis 1 Uhr, von den Wiesen unterhalb der Stadt Lich, zusammen 6 Morgen. Zusammenkunft m dem Schlougarten an der Eisenbahn- o rucke. Im Anschluß an letztere Versteigerung soll das Heu- gras trn Schlougarten versteigert werden. „ Freitag, den 16. Juni 1816, vormittags präzis von den fürstlichen Wiesen in der Gemarkung ganzen 17 Morgen. Zusammenkunft in Muylsachsen. . 44021> ÄS ä b e I Einrichtungen Einzel. Stücke j Neueste Moden in f 4371 a Herren-Anzügen Mk. 12.-, 15.- 20.— Anzahl, auf bequeme Abzahlung. Jttmann BRliHliöSsIr. 29. Größte Auswahl Wasch - Anzüge. €raff£ftciflier|: Papier-Bindfaden Rudofph's Ikdif, j Stehen . lleuenweg 9 . 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