m. M Der -Glxtextt Rnzei-er erfchewt tagkch, außer Sonntags. - Beilagen: viornral wöchentlich SüchenerKmmiünchätter; «vennal wöcheutt.Rreiä- blattsürden UreiL Gietzen (Dienstag und Freitag)' zweimal rnonatl. Qm-- Mrüchaftlicheöeitsra-en Ferrrsprech - Anschliffs«: fürdieSchristleitungUL Verlag.Geschästsstellebl Adraste iür Drahtnachrichten: AozeLger Gietzen. Annahme van Anzeigen für die Tagesnumnier bis zum Abend vorher. Erster Blatt ? (66. Jahrgang Dienstag. 27. Imü (9(6 e>er Anzeiger General-Anzeiger Kr Oberheffm uronatl. 90 Pf., olci. jächl. m. 2.65; durch Abhole- iu Zweigstellen urorratl. 30 Pf.; durch diePost Mk.2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestcllg. Zeilenpreis: LokallbPs., ausw. 20 Pf. — Haupt- schriftleiter: Aug. Goeg. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. N.Zenz; kivtationsdruck mb Verlag der Vröhl'sche« Uaiv.-Such- mb SteindrAckerei ß. Lange. Schristleünng. SeschLstsstette und Druckerei: Schulftr.r. K-d«nA>^^nM: sämtlich in Gießen Deutsche Stisrmerfolge westlich von 5okul. (WTB.s FkrotzeS Bauptyuartier. 26. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Kampftätigkeit on unserer nach Westen gerichteten Front gegenüber der englischen und dem Nordftügel der französischen Armee war, wie an den beiden Letzten Tagen, bedeutend. Westlich des „T o te n M a n n e s" scheiterten nächtliche feindliche Vorstöße rm Artillerie- und Maschinengewchrfcuer. Rechts der Maas endete abends ein Angriff sehr starker-Kräfte gegen die deutschen Stellungen auf dem Rücken ..Kalte Erde" mit einem völligen Mißerfolg der Franzosen. Sie sind unter großen Verlusten, teilweise nach Handgemenge an unseren Linien, überall zurück- geworfeu. Deutsche' Fliegergeschwader griffen englische Lager bei Pas Gastlich von Doullens) mit Bomben an. Oestlicher Kriegsschauplatz. Abgesehen von teilweise reger Artiilerretätigkeit und einigen Gefechten kleiner Abteilungen, ist vom nördlichen Teile der Front nichts Wesentliches zu berichten. Heeresgruppe des Generäls von Lin sin gen. Westlich von S o k u l und bei Z a t u r c y dauern heftige für uns erfolgreiche Kämpfe an. Die Gefangenenzahl ist seit dem 16. Juni auf einundsechzig Offiziere, elftausendsiebenundneunzig Mann, die Deute auf zwei Geschütze, vierundfünfzig Maschinengewehre gestiegen. Die Lage bei der Armee des Generals Grafen von Vothmer ist im allgemeinen unverändert. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. r v '■ 7 ! r » lL * Im Westen haben unsere Truppen, an ihrer Spitze bayerische Regimenter,' durch die Eroberung von Thiau- mont und Fleury und durch Abweisung französischer Angriffe aus diese wichtigen Stellungen die französischen Ge-- urüter arg bedrückt. Wir erkennen dies aus den Partsev Presfeäußerungen, von denen wir heute einige Proben wiedergeben, und in denen vorwurfsvoll der Blick auf die Engländer gerichtet wird. Der Berner „Bund" meint, es unterliege keinem Zweifel, daß die englische Festlarrdsarmec früher oder später — nach der französischen Anschauung je früher, desto lieber, nach englischer erst in einem bestimmten, noch nicht zu erkennenden Zeitpunkt — zu der längst erwarteten Offensive schreiten muß, wenn England den Krieg einer militärischer! Entscheidung entgeaenführen will. „Der Zeitgewinn, der zu Brnssylows OffQisive und der dadurch eingetretenen Erleichterung notwendig war, ist, so fährt das Berner Blatt fort, von den Franzosen vor Verdun erkämpft worden. Dabei darf aber nicht übersehen kverden, daß er in der Defensive erkämpft werde«« mußte und das französische Heer die schwersten Opfer gekostet hat. Diese Opfer haben dem Bierverband in seiner Gesamtheit strategischen Nutzen gebracht, Frankreichs wertvolle Kriegsmacht und damit Frankreich selbst aber auf bas empfindlichste geschwächt." Der spannenden Lage auf allen Kriegsschauplätzen (Fortschritte der Deutschen um Verdun, neue Entwicklungen an der ganzen russischen Front, wahrscheinlich bevorstehende Offensive Sarrails auf der mazedonischen Front) widmet der Berner „Bund" am Schlüsse einer längeren Uebersicht folgende bewegte Ausschau; Die allgemeine militärische Lage ist in der Schwebe. Wir stehen mr der Schwelle der größten Entscheidungen, die bis jetzt gesucht worden sind und werden, voraussichtlich in den nächsten Wochen, j«benfalls aber im Lause des Sommers, die ^Entscheidung über — seien wir vorsichtig tznj Aufdruck — über einen nochmaligen Wrntersftdzug fallen sehen. Die brave Heeresgruppe Linsingens hat in den letzten Tagen mit dauernden! Erfolg-die Russen westlich von Luck im Zaume gehalten und zu rückgetrieben. Die gestrige amtliche deutsche Meldung von über 11000 Gefangenen, die dabei gemacht worden sind, wird durch den österreichischen Tagesbericht ergänzt, durch den wir von einem glänzenden Vorgehen der deutschen Truppen westlich von Sokul unterrichtet werden. Die Lage im Osten wird von der „Köln. Zlg." in folgender Betrachtung gewürdigt: Nach der Räumung von Tschernvwitz waren die in der Buko- wma stehenden Truppen der Armee Pflanzer-Baltin in zwei Richtungen zurückgegangen. Eine .Kolonne tvandte sich nach Lüden und gewann über Radantz das Tal der Moldäwa bei Gurachrmor, dem sie nun nach Westen flußaufwärts folgte. Akst dem uachfvLge-nden Feinde blieben Nachhuten in steter 'Fühlung. Bei Kimpvlung kam es am 23. zu hdftig-en Kämpfen, die Man als' 'Gegenstoß unseres Verbündeten anffassen darf, um mrgedrängt den werteren Marsch nach Südosten zum Tat der Goldenen Bistrltz fortzusetzen. Als dreser Zweck erreicht imx, wurden Stellungen zwischen Kmrpolung.«md JaVvbemi bezogen, die fick) einem feind-, üchen Vordringen vorlegen. Die ««ördliche föofoimte hatte das Tal des von Welten dem Pruth zufließenden Ezeremoich benutzt, um auf Kuttz und werter zEckzug^hen. Auch sie ging zum Gegenangriff gegen me ochsfen vor, nahm Kutp wieder, und zog dann! chre Kräfte, soweit ,n- an] tent Süduser Ijtä 1 Mm Tal des Sereth Itanden aus der Lnire Berhvmew-Wizmb aus das Norduser. Et» feindlicher Berfuü,, die Dol-eii iwrdlrch »vn Kiitl, zu nehmLu. wurde blMm abgÄmesen. T«,« exzentrische RLckzuq zwang die S 033 #?? 4 X u trennen, zwischen denen nun säst lnmdert Kilometer KebirgKland liegen, wähwnd die österreichisüs- ungirl,chen Truppen be„cre Verbindungen nach Evärts erlangt haben und den Gegner fesseln. An der Stry pa hat die Arntee Bo thmer auf dem größ?- ten Teil ihrer Froirt in den letzten Tagen keine schweren Gefechte zu bestehen gehabt. Nur im Norden dauerten die feindlichen Durchbruchsversuche bei Tarnopol an, die aber hier wie östlich Brodh bei Radziwillow und Beresteczko abgelviesen wurden. Weiter nördlich hat die Offensive der Verbündeten sich schon in den Raum auf dem Nordufer der Lipa erstreckt. Es wurden bei Hvlatyn den Russen Höhen entrissen. Der heftigen russischen Gegenstöße ungeachtet, ist unser Angriffsflügel im Raum westlich von L u z k dauernd im Vor- schreiten begriffen. Der Feind hat dabei die schwersten blutigen Verluste erlitten, die aus seiner vollständigen Mißachtung der M-enschen- leben beim Vortreiben tief gegliederter Wellen entstehen. Die Zahl der Gefangenen beträgt bereits über 11000 Mann. Daß so wenig Geschütze erobert wurden, erklärt sich aus dem dauernden Streben der Russen, ihre Artfllerie imürer weit hinten zu halten und rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Diese Erfolge waren wesentlich dadurch bedingt,^ daß tptl Norden am Brechyunkt der Angriffs- und Verteidigungsfrorck, die nach Süden gerichtet ist, alle mit äußerster Kraft geführten russischen Angriffe völlig scheiterten. General Brussilow wollte unter allen Umständen gerade an dieser Stelle durchbrecchn und hat, was er an frischen Truppen zur Verfügung hatte, hier eingeschoöen. Westlich von Sokul am Styr nach der großen Straße von Ko w e l n a ch L u z k zu, wo um die Ilebergänge um den Stochvd so schwer gerungen wurde, haben deutsche Truppen ebenfalls den Angriff begonnen und die erste russische. Stellung rm 'öturm genommen. An dem Punkt, den der russische Oberbefehlshaber selbst als den egtscheideTideir erklärte, ist die große russische Offensive völlig zusammengebrochen und hat einer rückwärtigen Bewegung Platz gemacht, die immer mehr auf Luzk vordrängt, von der Lipa im Süden fast gradlinig in einer Ausdehnung von fast 65 Küoinetern nach Norden bis zum Stochvd. Uird in senkrechtem Winkel zu ihr läuft die Stoßrichtung des jetzt gemeldeten Angriffs unserer Truppen westlich Sokul. * « * Der öfterrerchisch-uttgarrsche Tagesbericht. Wien, 26. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlüutbart; 26.'Juni 1916. Russischer Kriegsschauplatz. > In der Bukowina kein- besonderen Ereignisse. Auf den Höhen nördlich von Kuty wurden russische Angriffe mit schweren Verlusten fiir den Feind abgeschlagen. An der übrigen Front in Galizien vertief der Tag ruhiger. In Wolhynien beschränkte sich die GeftchtStätigkeit meist nur ans Artilleriekümpft. Westlich von Sokul erstürmten deutsche Truppen die erste feindliche Stellung in etlva drei Kilometer Breite und wiesen darin heftige Gegenangriffe ab. Weiter nördlich ist die Lage unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. Zur Wahrung unserer vollen Freiheit des Handelns wurde unsere Front im Angriffsraum z w i s ch e u B r e n t a und Etsch stellenweise verkürzt. Dies vollzog sich unbemerkt, ungestört und ohne Verluste. In den Dolomiten, an der Kärntner- und an öe* kustenländischen Front dauern die Geschützkämpfe fort. Zwei unserer Seeftugzeuge belegten die Adriawerke mit Bomben. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Der Stellvertreter des Ehess des Generalstabs v. Höfer, Fetdmarschallentnant. Eine italienische Darfteüunq der Lage. Rom, 26. Juni. (WTB. Nichtamtliche) Tie „Agenzia Stefan i" verbratet folgende .M i t t.e i l u n g des italienischen, Oberkommandos: Do der Feind nicht in der Lage war, unsere Verteidigung zu brechen, diese vielmehr seit einigen Tagen in eine kräftige 'Gegenoffensive umgewändelt wurde, sehen sich die Oesterreicher gezwungen, den Rückzug anzutrcten. Die Straßenkreuzung von Vdandrielle, die Stellungen am Kastel Gomberto und Melletto sowie am Monte Longara, ferner Giallio. Asiagv/ Cesune und der Monte Eeugio wurden von ims zurückerobert. Ter Vormarsch dauert kräftig an. Unsere Truppen verfolgen den Feind. Französische Beurteilung der Lage vor Berdun. Bern, 26. Juni. (WTB. Mchtancklich.) Tie deutschen Fortschritte bei Verdun geben den militärischen Besprechungen der Parifei' Blätter euren ernsten Hintergrund. So schreibt der „Vka- tin": Berdun selbst sei unmittelbar bedroht, wenn der Weg dorthin auch noch unbestreitbare Schwierigkeiten biete. — ,,F o u r lt n l" spricht mos. nicht offen von einer Gefahr. Oberst X. weist aber am Toten Mann und an Bauz- nach, wie die Deutschen infolge richtigen Vorgehens stets ihre .Aufgaben bewältigt haben. Aus diesen Ton sind die Kritiken durchweg gestinrmt. Ber den meisten erklingt, wenn auch nur leise, der Hilferuf an England mit, indem die Möglichkeit, daß die Deutschen an anderen Stellen der Westfront Truppen abziehen, mit der dort herrsck-enben Ruhe begründet wird. Im Lettarttkel des „T emps"»wie in seiner Kritik der Lage sind die entscheidenden Stellen von der Zensur gestrickten. Der „Temps" erblickt in den Schlachte«! von 1916 zwar nützliche KamipfhialrdLmrgen, spricht ihnen jedoch einen etth schaiderlden Charatter ab. — Tie Lyo wer Blätter dürfen die Lage als ernst bezeichn-en, da das Gelände, .das die frantzosisckne Hauplwiderstandslinie vou Verdun trenne, jetzt nur noch begrenzt sei. Rvusset warnt vor einer Verkennung der schwierigen Lage. Alles zeige, daß man es mit einem sirrchtbaren Gegner zu ttm habe der noch riesige HiMguellen besitze, die zu erschöpfen er entschLossen sei, um fern Ziel zu erreichen. Rotterdam, 26. Jmn. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Nreuve Rvtterdamsche Courant" meldet: Der Korrespondent der ,.Dn^" berichtet ans P^rris vom 25. Juni: Der Vorstoß ver Verdun sei mit mehr als gewöhullcher Sorpfalt vordc-, recket worden und der Feind verfüge über ungewöhnlich viel Ar- ttllene. Tie vorbevettende Arbeit, um die Artillarü in die Kampf-, lune zu bringen und frische Truppen anzusammeln, habe 12 Tage I gedauert. Jederrncmu sehe ein, daß die Läge von Berdun seit dem Tage, an dem die Schlacht begönne«? habe, heikel gewesen sei. Es bestehe aber keine Neigung zu«n Verzweifeln. Man sehe ein, daß der Augenblick nicht mehr fern sei. in dem das Schicksal von Verdun von der allgemeinen strategischen Lage abhangen werde. Herve schreibt: Es überlief uns kalt, als wir die Mitteilung von der Einnahme von Thiaumont und dem Eindringen in F4eim« läsen. Thiaitmont ist eine wahrhaftige Festung und Fleuch liegt unmittelbar am IFußje des Forts Sauville, der letzten befestigten Stellung vor Verdun. Herve malt sich die 'Folgen des Falles von Verdun ans, der gewiß nicht Frankreichs Niederlage bedeute, aber eiii Beweijs ,eur werde, daß der deutsche Schneid «ingeschwächt geblieben sei, u«id ei«i Schlag für die Stimmung 'Frankreichs und der Alliierten, für tv-elche Verdun eiii Sinnbild der Zähigkeit. Stärke «rnd heldenhaften Widerstandsfähigkeit Frankreich' sei.' Gegenüber etwaigen ängstlichen Einwänden, «varum denn die Allsierten dem Fall von Verdun tatenlos zusehen, fragt Herve, ob das die berühmte „Einheit der Aktion" und der „Einheitsfront" sei. Man solle doch den Führern vertrauen. Wie wenig Vertrauen indessen er selbst hat, zeigt sein Schlußsatz: Die das predigen, haben reck«, vorausgesetzt, daß man sich beeilt und rechtzeitig das nötige tut, damit Verdun nicht fällt. Russische Barbarei. Berlin, 26. Jüni. (WTB. Amtlich.) Russische Soldaten der Regimenter 209 und 210 von der 53. russischen Division, die ain 22. Jüni in den Kämpfen bei der Heeresgruppe L i u s i n g e n gefangeir genommen wurden, sagten übereinstimmend wls, sie hätten den ausdrücklichen Befehl gehabt, keinen Deut- 1 che n g e f a n g en zu nehmen, sondern sie ansnaymslos nieder zu machen. Diese Feststellung erklärt es, daß die rnff fische Heeresleitung in ihren« amtlichen Bericht vom 22. Juni behauptet, die russischen Tvnppen geben kernen Pardon, da die deutschen Explosivgeschosse verwendeten. Es bedarf keiner Mr- ficherung, daß diese Behauptung, wenn sie der russischen Heeres- leckung zuging, eine nichtswürbige Lüge ist. Tie amtlich, russische Erlläruug entschuldigt somit lediglich^ die Befehle russische« Kommandostellen, die das Licht der Oefstntlichikeit scheuen. Der türkische Bericht. Konstantiiropel, 26. Ju«ri. (WTB.) Das Hauptgu-artier meldet vom 25. Juni. An der Irak front nichts von Bedeutung. In Südpersien griffen russische Truppen aller Waffengattungen im Schutze ihrer befestigten Stellungen ain 23. Juni unfere öltlich Servll beim Schanzen begriffenen Wteil«rngen au Der Kampf dauerte bis zum Abend. Die Russen kehrten schließlich unverrichteter Dinge i«« ihre Stellungen zurück, nachdem sie beträchtlich e Verluste erlitten hatten. Eine überflügelnde russische Kolonne siichte getreim! unsere Truppe«« m dieser (öegeud zu um- lajien, wurde jedoch «rack« einem Clegenangriff gezwungen, dorthin zurückzu kehren, «roher sie gekorm««en war. Unsere südllch dieser Gegend operierenden Truppen näherten sich der Umgebung von Ghilan. Die Russen «vichen dem Kampfe aus und räumten d«e erwähnte Ortschart: sie zogen sich in nordöstlicher Richtung zurück, stlnsere aus Sineh vormarschierenden Truppen begegur ten einen« russischen Reitm'rrgiment, schlugen es und rügte«« ihm grofre Verlufte an Toten mrd Ver«vui«deren zu. Auf der Verfolgung des Feindes näherten sie sich Si««eh. K a u k a s u s f r o n t: Auf de«n recht«« Flügel «rnd in der Mrtte unbedeutende örtliche Feuerkänwfe. Auf den« linken Flügel «wrdlich des Sch v rn k richten wir die den Russen geiwmil«enea Stellungen weiter gegcn den Femd her. An anderen Steller, verfolgen m«sere Mteiliengen alle fcin.dlichen Truppen, die vor dieser Front nach der Kiiste fliehen: sie nehmen die zersprengten ,geinde ii« kleinen Trupps ge sangen, oo nahm ci«te unserer Auf-- klärungsabteilungen 33 Soldaten vom 19. ttirkestanischen Regiment gefangen. Ein am 24. Juni Ari Bnrnü überflieg:ndes Flugzeug lmirbe duxch de«« Angriff eines ihin entgegen geschickten türkischen Flugzeuges geAivungen, in der Nicht« «ng auf Jmbros zu flieisen. Ein die Insel Kcusteu überfliegendes Fl««gzeng warf wirknngs^ los auf die Umgebii««,g Bonrben ab. Es wurde durch das FerrSr ünserer Abwehrgeschütze gez«mmgen, nach Myttlene zu fliehen. Sonjt nichts vo«« Bedeuttmg. Der bulgarische Bericht» Sofia, 26. Ju««i. (WTB.) Der Generalstab teilt mit: Die Lage auf dem mazedonischen Kriegsschauplatz ist unverändert. Es kam zu kleinen Gefegten zw'ischeu Patroirillen An der ganzen Front im Wardar-Abschnitt das gewöhnliche 'Ar- t«lle««ebener. Zwischen den Ortschaften Petka und Vllmisch! zersprengte unsere Artillerie ein feindliches Bataillon. Feindliche Flugzeuge warfen auf die Felder im Mesta-Täll «rud z«vsichen Porto Lagos und Tep-edjik erfolglos Brandbomben. Die deutschen Abgeordneten in Sofia. Sofia, 26. Juni. (WTB:) Den deutschen Abgeord« ne ten, «velche gestern abend hier ankame««, wurden an allen: Orten, «velche sie berührten, ein überall herzlicher Empfang bereitet In Tschuprija. «vo sie bulgarisck«es Besetzrmgsgebiet betraten, wurden sie vor« den« Bezirkspräfekten begrüßt, dttrch dttfck fuhren ihnen der königliche Komnnfsar, Gesandter Tschapraschikow und der Vizepräsident der Sobranje, Ri o m t s ch i l o w, entgegen, die sie mit «varnien Worten namens des Zaren, der Regierung und der Sobranje begrüßten. Abgeordneter H-epdcbrand dantte und brachte ein mrra auf den Zaren und das bnkgm.'ische.Volk aus. Namens der Armee Inuvillkonnnnete General Kutin - t scherv die Gäste ntit einer deutschen Ansprache, die «u ein Hurra auf den -Kaiser «nti> das deutsch- Volk «nid Heer ausllana Nach einer ttirzen Besichttgt«n-g der Stadt und der Zitadelle, «vo die denkwürdige Begegmnrg des deutsäfeu Kaisers mit den« Zare«« der Bulgaren galt fand, wurde die Facht mit den« Svndai:z««ge fortgesetzt. Tie gmiz-e Reise bis Sofia dichete einen Triumphzug. In Bela—Palcrntä, Pirot «u«d Zaribrod tvar die gesamte Bevölkerung auf dem Bahichose erschienen uird lnürüßte dir Gäste nsit Türchrsthwenken «urd begeisterten Z,«rufen. 2ie Ortsvorsteher hielten Nesenrpfundene Ansprackien. auf die die Abgeordneten Ota-a- nurnn «inb Tr. Maye«' mit herzlichen Worten aimvorteten. . Rasch steigerten sich die Huldigungen, um in der Landeshauptstadt einen nicht mehr zu «ibeffchrertenchm Höhepunkt zu erreichen. Hier waren auf den« Ba1>npos der Echs do> Gechü«»en Kabrnetts Dobrvwitsch uit Aufträge des Zaren. Kamincrpräsiden! Watschew, Älbgeordnete aller .großen Partien, iHinuitor dir S-Kheren Minister Malüww, LnU»ttchew und Laww, Staarsl^tterar Mosfew, Ministerialdirektor Herbst und Legadionstat Freiherr von Mchthvfen erschienen.' Bürgermeister Radew hielt die Begrü- -stungsredc, tvelche der ?lbgcvrdnete Müller-Meiningen mit ffchünuigvvllen Worten erwiderte. Hochrufe Mts die verbündeten Monarchen und Völker' wurden begeistert aufgenomlnen. woraus rdie Kapelle die Nativnalhynme spielte. Tie langen in Festschmuck Drängenden Straßen vorn Bahnhof bis zum Hotel waren von einer ifocchgeftimmten Menge ldicht umsäumt. Stürmische, immer erneute Durras begleiteten die Abgeordneten auf ihrer Fahrt. Die Aüto- -molnle wurden mit Blumen überschüttet. Tücher und .Fahnen winkten überall nnllkammen entgegen. Als hie Abgeordneten ihre Zimmer mrsgesncht hatten, zog die Jugend in endlosen Reihen AN den Fenstern vorbei und nötiate sie durch jubeliidc Zurufe, lmmer wieder auf dem Balkon 311 erscheinen. Alles nxtr so ungezwungen, daß sich jedem die Ueberzengung aufdrängte, daß der Bund nrit Deutschland int bulgarischen Volke tiefe Wurzel gefaßt Kat.und von der einmütigen Zustimmung des Volkes getragen ist. Bei der Ankunft der deutschen Reichstagsabgevrdneten auf dam Bahnhöfe cmttvottttc der Abgeordnete M ü ller - Mei - . n ge n auf den Willkommcngruß des Bürgermeisters und drückte »»an Dank der deutschen Llbordnung für den ihr in der bulgarischen .Hauptstadt bereiteten Empfang aus. Er äußerte sein unerschütterliches Vertrauen in die Unlöslichkeit der nationalen Einheit. welche das Ziel sei, dem alle Anstrengungen der bulgarischen Ration zirsttahlten, die seit Jahren Um die Sicherung ihrer Freiheit -und den Besitz Mazedoniens kämpft. Er dankte besonders für die Teilnahme der Schuljugend an dein Empfange der Mordirung des Verbündeten. einer Teilnahme, welche für die Zukunft eine noch engere Bereinigung zwischen dem deutschen und dem bulgarischen Volke im Interesse ihrer Länder verspreche. Abends gibt der Deutsche Gesandte Gras Oberndorfs zu Ehren der deutschen Abgeordneten ein Essen. IdHaö# m der Champagne, per Douaumoni mu) ui Scr^ren. Bulow war bei Beginn des Krieges Oberbefehlshaber der zwei- tc n Armee, die den Angriff auf Lüttich durchführte, nachdem der erste Handstreich auf die -Festung nicht vollen Erfolg hatte. Dann leitete Bülow als gemeinsamer Oberbefehlshaber über die 1. und 2. Armee den schnellen Durchmarsch durch Belgien, dabei die Belagerung von Naniur, die Känipfe an der Svmbre, westlich Namur (21. bis 24. August Schlacht bei Namür) gegeu die von Franzosen eilig dorthin geworfenen Kräfte. Schlug und verfolgte sie bis zur Marne, schlug dabei vom 28. bis 30. Auaust die Schlacht bei St. Quentin und besetzte die .Festungen La Före, Laon und Teile Reims. An der Marne besonders mit dem linken Flügel und den angrenzenden sächsischen Truppen erfolgreich, deckte die Armee Bülow gemeinschaftlich mit der Armee von Kluck den Abmarsch an die Ais ne. An der Aisrle-Front befehligte Bülow zunächst beiderseits Reims und leitete als Oberbefehlshaber über die Heeresgruppe des rechten Flügels die Abwehr französisch-englischer Angriffe gegen die Arsne-Stellung. Seit dem 10. Oltober 1914 Oberbefehlshaber der neu eiugeteilten 2. Armee, führte er die erfolgreiche Verteidigung dieser Armeefront durch. Ich Januar 1915 wurde er Generalfeldmarschall. am 4. März desselben Jahres mußte er wegen Krankheit zu den Offizieren von der Armee versetzt werden, unter Verleihung des Ordens! Pöur le Me rite. Beim nunnrehrigen Ausscheiden aus dem aktiven Dienst ist der Generalfeldmarschall vom Kaiser durch Verleihung des! Kreuzes der Großkomture des' Königlichen Hausordens von Hohenzollern nrit Schartern ausgezeichnet worden. Bülow bleibt Chef des Grenadier-Regiments 12 und ä la suite des 4. Garde-Regiments, zu Fuß, dessen Kommandeur er von 1894 bis 1897 war, und wird in der Tienstaltersliste der Generale weitergeführt. vre öekämpsrmg drs Kettenhandels. Der Seekrieg. Amsterdam, 26. Juni. (WTB.) „.Handelsblad" entnimmt der „Sttasts Times" folgenden Bericht, der von den Militär- -behörden in Singaporc stammt. Ein Dampfer von ungefähr 4000 Tonnen kam am 14. Mai vor Batavia an und hißte hier, als er auf der Reede von Tandjongpick die Anker fallen ließ, die deutsche Handelsflagge. Es stellte sich heraus, daß die Offiziere Deutsche waren. Der Dampfer war in den Farben der Britisch-Indischen Dampfschiffsgesellschaft ongestrichen mfo von englischem Geschützfeuer beschädigt. Es ist ein deutsches ^Schiff, das aus irgend einem Hafen, wo es Zuflucht gefunden chcckte, stüchtetc. Paris, 26. Juni. (WTB.) Meldmrg der Agencc Havas. Am 23. Juni movssens wurde de?,' italietrischc Hilfskreuzer „C i t t 0 dchMe-ssina" vrnr einem' Unterseeboot in dem Kanal von Otrantv -V«rs^enckt. Ter chn begleitende Zerstörer „Fourche" griff das Unterseeboot an, welches verschwand. Bald daraus wurde der „Forrrch^' selbst an der gleichen Stelle wrprdiert und versenkt. -Fast die ganze Besatzung ist gerettet. London, 26. Juni. (WTB Nichtamtlich.! Reuter meldet ox& Lovcstoft: Der Dampfer „A strol o g e r" (912 Register ldsmren) ist versenkt worden. 8 Mann von der Besatzung wur- Iden gelandet, der Rest ist ettrunken. Lloyds Agentur meldet aus Cartagena, daß der griechische Dampfer „Nitsa" bei Ormfon scheiterte. Die Besatzung wurde (gerettet. Ferner wird gemeldet, daß^die italienischen Segelschiffs ,^an Fvancisko", „Guiseppina", „Santissima", „Sagrados" und ,,Zämiglia", das fvanzösische Segelschiff „Chinchclla" und das '^Segelschiff unbekannter Nationalität „Jagoanssvera" versenkt ötmtben. Barcelona. 26. Jirni. (WTB. Nichtamtlich. Meldung ches Reuterschen Bureaus: Der britische Dampfer „Canford- Mchinc" (2398 Registertonnen aus Cardiff ist versenkt worden. Der Kapitän und 12 Mann von der Besatztcng wurde« gerettet Line amerikanische Note an Mexiko. Washington, 26. Juni. (WTB.) Meldung des iReuterschen Bureaus. Nach einer Unterredung zwischen 'Wilson und L a n s i n g , die am 25. Juni stattfand, wurde feine Note an Mexiko geschickt, in der die sofortige Ent- klnssring der bei C a r r i z a l gefangenen amerikanischen Reiter «verlangt und gesagt wird, daß die Vereinigten Staaten eine baldige Erklärung Mexikos darüber verlangen, welchen Weg «s in Zukunft einzuschlagen gedenke. Ferner wird in der Mote gesagt, daß die Vereinigten Staaten den Befehl an 8die mexikanischen Soldaten, den Amerikanern das Vorrücken -in irgend einer anderen als nördlichen Richtung zu vcv-, rvehren, nur als das formelle Eingeständnis einer vor-- sätzlich in dse tilgen Handlung gegen die jetzt in Mexiko befindlichen amerikanischen Truppen betrachten Annen, zumal die Mexikaner diese ohne Herausforderung anzugreifen beabsichtigen, wenn sie in Verfolgung der Absichten, derentwegen sie abgesandt seien, sich vorwärts bewegten und obwcchl damit nur der mexikanischen Regierung gewissen werden solle, sich und die Vereinigten Staaten vor unverantwortlichen Banden und räuberischen Rebellen zu beschützen. Der lvcchttampf in Amerika. Amsterd-crm, 26. Juni. (WTB.) Einem hiesigen Blatt zufolge erfährt die „Times" aus New Borst vom 25. Junp:> Aoo seve l 1 wird morgen einen Brief veröffentlichen, in dem er es ablehnt, die Prasidentschaftskandidattrr der fortschrittlichen Partei anznnehmen und die Mitglieder der Partei auffordert, für -Hughes zu stimnten. Roosevelt ist überzeugt, daß die Niederlage Wilions im Interesse des Landes gelegen wäre. Die Mehrzahl der Fortschrittler witt> den Rat Roosevelts befolgen. Seneralfeldnrarschall von Sliiow ^ir Disposition gestellt. Berlin, 25. Juni Generalfeld marsch all v. Bülow ist durch Allerhöchste Kabinettsorder vom 22. Juni 1916 in Bewilligung seines Abschiedsgesuchs in das Verhältnis der zur Disposition stehenden Offiziere übergetreten. Generalseldmarschall von Bülow begann seine militärische Laufbahn beim 2. Garderegiment, in das n am 21. Oeimbex 1864 ernttat. IW Verbände düses Regiments nahm er am Ksriehe 1866 teil, 'Mächte die Schlacht bei Königgrätz mit und wurde in: Gefecht bei Soor leicht verwurrdet. Im Kriege 1870/71 nahm er an der Be- ■lagerunq von ParM und der Schlacht am Mont Valerien teil. Nach dem Kriege wurde er in den Generalstab versetzt, dann ins Wriegsminssterinm In diesen! war er als Direktor des Zenttal- depattemenrs und später als General-Quartiermeister des Großen 'Generalüabes an maßgebenden Stellen für organisatorische und strategische .Kriegsoorbereittinga? tätig. Nacksdem er Kommandeur der 2. Garde-Division war, wurde er 1903 mit der Führimg des 3. Armeekorps beauftragt 1912 wurde er Generalmspektor der 1. Armeeinspektion untei Beförderung zum Generalobersten. Während 'einer Tätigkeit als Kommandierender General des 3. Armeekorps ttat er, wie sein Vorgänger Prinz Fttedrich Karl, als taktischer ./phrmeister der Armee hervor. Er schuf Hebungen im Divi- swnsa> rbande aur den Truppenübungsplätzen und lehrte das Zu- scmrm"nwirken der Waffen, besonders von Infanterie und Artillerie in größeren Verbänden Die mehrtägigen Uebungen auf räumlich beschranf'.-)' Truppeirübungsplätzen brachten der Trtippe kriegs- mä'chn ' : wwen. Tie Landeszentralbeborden bestimmen, welche Behörden zur Ent- scheidung über die Beschwerde zuständig sind. Ist der Vorsitzende der zunächst entscheidenden Stelle mir der Entscheidung nicht einver- »standcn, so kann er dte Entscheidung der Beschwerdebehörde berbei- sühren. Tie zur Entscheidung berufenen Stellen und Behörden können die Vorlegung der .Handeisbücher sowie anderer Beweismittel über die gech äftliche Tätigkeit des Antragstellers verlangen. Tre LandcLzentralbelwrde.n bestimmen das mähere über die Zusammensetzung der Stellen und des Verfahrens. Mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mark oder mit einer dieser Strafen wird bestraft, met ohne die ersorderlictie Erlaubnis entgegen einer nach § 1 Abs. 2 erfolgten Untersuchung mit Lebens- oder Fultermittellt Handel treibt. Ein weiterer Paragraph befaß: sich mit Vtttteilungen in periodischen Druckschriften, die auch mancherlei Beschränkungen unterworfen sind. Dir dem Reiche. Neue Perlaufsprcisc für hottändischen Käse. .Berlin, 25. Juni. (WTB.' Tie Zcntral-Einkaufs- gesellschaft m. b. H. (Warenabteilung 13, Käse, Berlin W 8, Vlohrcusttaste 54/55) hat ihren Grundpreis für frischen holländischen Käse ,gleichmäßig für Gouda mrd Edanter) dent Rückgang der holländischen Marktpreise entt'prechend bis auf weiteres wie folgt ermäßigt; Dreiviottelfett-Käse vvn mindestens 30Proz. 1,34 das Pfd. Vvllfett-Käse von windestens 40Proz. 1,54 Mk. Dveiviertelfett-Käse von mindestens 30Proz. 1,34 Mk. .Halbsctt-Käse von mindestens 20Pvoz 1,22 Mk. Spczialsorte (sog. Geheimratskäse) 1,74 Mk. für das Psd. Tie Grundpreise verstehen sich frachtfrei Niederlassungsort der Ab- nchmer der Käseeinfuhr-Gesellschaften. Ter den init der Verteilung der Ware beauftragten Käseeinsnhr-Gesellschaften ^gestandene Zuschlag ist von 2 Mk. auf 1 Mk. für 50 Kla. ermäßigt worden. Der Ladenpreis darf daher gemäß den Bedingungen, für den Vertrieb mit holländischem und dänischem Käse vom 31. Mai 1^16 die Grundpreise der Zenttal-Einkaufsgesellschaft nur noch um höchstens 46 Pfennige für das Pfund übersteigen. Mithin ergeben sich als höchstzulässige Ladenpreise für Vollfett-Käse 2 Mk. Treiviertelsetit-Käse 1,80 Mk. Halbfett-Käse 1F8 Mk. Spezialfvrte („Gehetnrratskäse^O 2,20 Mk. für das Psd Diese Preisermäßigung gift für alle Kchentengen, die seit dem 11. Juni d. I. von Holland abAesandt sind. Ihre Bekanntgabe erfolgt erst setzt, weil bei einer srühereil Gelegenheit die vorherigS Ankündigung erner Preisermäßigung bei dem Absätze der von dein Handel noch zu höheren Preisen erworbenen Bestände zu Unzuträg- lichkeiten geführt hat, deren Wiederholung im Interesse einer gleichmäßigen Käseversorgung vermiede:! werden muß. Der Fall Kapp. Berlin, 26.Juni. (Priv-Tel.) Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Wmgsberg i. Pr.: Nach einer von dem Generallandschaftsdirektor Ka pp in Königsberger Mättern erlassenen Bekannt- wachung, hat das Stoatsministerinnl der Wiederwahl Kapps zum Generallandschasts'drrektor die B e st ä t i g u n g versagt. * Berlin, 26. Juni. (WTB.) In der heutigen Sitzung des Bundesrats gelangten zur Annahme: Eine Aende- rung der Bekanntmachung' betreffend die Regelung des Verkehrs von aus dem Auslande eingeführten Schmalzes (Schweineschmalz) voni 4. März 1916, der Entwurf einer Verordnung gegen die irreführende Bezeichnung von Nahrwngs- und Ge n u ß m i t t e l n , der Entwurf einer Verordnung über fetthaltige Zubereitungen, der Entwurf einer Verordnung betreffend die Veräußerung von Binnenschiffen an Nichtreichsangehörige, der Entwurf einer Verordnung betreffend die Verwertung von Speiseresten und Küchenabsällen, eine Aenderuug der Bekanntmachung über den Verkehr mit O e l- früch te n usw. vom 15. Februar 1915 und der Entwurf einer Bekanntmachung über die Mrtoffelversorgung. Berlin, 26. Juni. (WTB.) Der Gesamtverband deut- cher Krankenkassen, defs-en Sitz sich in Essen (Richr) und dessen Geschäftsstelle sich in Köln besindet, begann heute vormittag im Reichstagsgebänbe seine für zwei Tage anbe- raumte Kr ie gs s i tz u n g. Der Vorsitzende des Gesamtverbandes, Reichstags.abgeordrrcter Franz Behrens-Essen er- asinete die Tagung mit herzlichen Worten^der Begrüßung; erschienen waren über 100 Delegierte, die "aus alle:! Teilen des Reiches herb ei geeilt waren. Senatspräsident Steiri- wand begrüßte namens des Reichsversicherungsamtes die Llnwesenden, drückte seine Freude aus, daß durch die Reichsversicherungsordnung die Beziehungen zwischen der von ihm verttetenen Behörde und dem Gesamtverbande immer engere geworden seien imd hoffte, daß die Verhandlungen zum ^oegeti der Krankentassenmitglieder gereichen würden. Zunächst nahm das Wort Reichstagsabgeordneter Johannes Becker-Steglitz, der als Geschäftsführer des Gesamtver- bandes den Geschäftsbericht erstattete und mitteilte, daß dem Verbände jetzt 430 Land- und Ortsttatikenkaffeu angehören. Danii erstattete der Schatzmeister des Verbandes, Verwaltungsdirektor Gustav Meyer-Essen, den Kassenbericht. Den ersten Vortrag hielt Verwaltungsdirektor Meyer-» Essen über die A r z n e i v e r s 0 r g n n g. In einer einstimmig angenommenen Entschließung wird eine gründliche Aendernng der Arzneipersorgung der Kassenmitglieder verlangt. Dazu ist notwendig: eingehende Zusanrmenarbeit zwischen der Aerzteschaft und den Kassenvorständen, ferner fabrikmäßige Herstellung häufiger Arzneien, andererseits Ablehnung von Arzneimitteln, die unter Aufwendung hoher Reklamekosten in den Handel kommen. Im übrigen darf aber den Kassenärzten in der Verordnung von Arzneimitteln keinerlei Beschränkung auferlegt werden. Mit Nachdruck soll dahin gewirkt werden, daß Spiritus zur Herstellung von Arzneimitteln von der Steuer befreit wird. Das zweite Referat hatte Reichstags abgeordneter Becker-Steglitz über das Berliner Aerzte ab kommen. Nach seinen Mitteilungen setzen sich die Schiedsämter m den Entscheidungen mit dem sogenannten Berliner Aerzte- abkommen vielfach in Widerspruch. Deshalb wird ein Zen- tralschiedsarnt für das gesamte Reichsgebiet verlangt, wozu das Reichsversicheruttgsamt Beisitzer stellen soll, die der Staatssekretär des Innern ernennt. Der nächste Berichterstatter war C r e v e von der Altgeineinen O rts t ranken lasse in Essen, der das Verhältnis der Zwangskassen zu den Ersatzkassen beleuchtete und die Beseittgung der letzteren forderte. Den letzten Vorttag des heutigen ersten Tages hielt Rechtsanwalt Halereder, Vorsitzender des bayerischen Krankenkassenverbandes Passau über die Einstellung Kriegsbeschädigter bei den Krankenkassen. — Es folgte eilt Rund gang durch das Reichstagsgebäude. Berlin, 26. Juni. (WTB. > Dem Vernehmen nach tritt das Gesetz betreffend di.e Mit den. Post- und Telegraphenge- b ü b x c n zu erhebende außerordentliche Reichsäbgabe mü dem 1. August 1916 iit Kraft. Aus SiaQt smfc Land. Gießen, 27. Juni 1916. Obfthöchstpreise. .Wir verweisen ausdrücklich auf die Bekannttnachunaen Wer Obsthöchstpreise in unserem heutigen Blatte, da in den festgesetzten Preisen kleine Verschiebungen eintrate«. Gleichzeitig geben wir eine Aiislassung der Darmst. Zttr. m den Obsthöchstpreisen wieder: Durch die Betauntmachung des Großh. Ministeriums des Innern vom 22. b-. Mts sind Erzerrger- und Verbraucherpreise für Obst festgesetzt. Weiter ist vorgeschrieben, daß der Versand und bos Verbringen von Obst nach außcrhcssischen Orten rrnr mit Genehmigung des Kreisamts bezw. des Oberbürgermeisters auf besondere Versandscheine zulässig ist. Es versteht sich von selbst, daß die Ausfuhr von Obst nach nichthessischen Orten, nmjttittad) solchen, die auch früher aus Hessen Obst erhielten, grundsätzlich nicht unterbunden werden soll Es Ware« jedoch bei der Erteilung der ÄussuhrgenehmigurWen besonders zwei Punkte zu berücksichtigen. In erster Linie waren die Kreisämter anzuhalten, dafür Sorge zu tti^en, daß diese Ausfuhr sich in Grenzen hält, die zu dem in Heffeu selbst bestehenden Bedürfnis in entsprechendem Verhältnis stehen, daß also nicht etwa durch übermäßige Ausfuhr von Obst die Versorgung des eigenen Landes in Frage gestellt wttd. Ferner mußte naturgemäß verhütet werden, daß Obst, das zu den nunmehr herabgesetzten Preisen in Hessen auf- gekaust wird, nach außerhessischen Orten ohne Höchstpreise ausgeführt und alsdann von den Händlern nrit noch erheblich höherem Gewnm als seither zum Nachteil der hessischen Produzenten und der Versorgung der hessischen Bezirke weiterverkauft wird. Zu diesem Zweck hat das Großh. Ministerium des Innern zur Ausführung der obenerwähnten Vorschriften bestimmt, daß die ^Lusfuhr von Obst nach anßerhessischen Orteu tu der Regel rmr dann zrMlassen ist, wenn l 1. der Kornntunalverband bzw. die Stadt- oder Gemeindeverwaltung, nach deren Bezirk Obst ausgeführt iverden soll, dem Kreisantt des Ausführortes gegenüber allgemein oder im Ei^elfall die Verpflichtteng überninnnt, dafür Sorge pi tragen), daß bei dem Weiterverkauf des Obstes die für .Hessen ststgesetzten Verbraucherpreise nicht überschritten werden:' 2. der für die Ausfuhr des Obstes auszustellende. Versa ndschein (Frachtbrief u. dgl.) als Lldrefsaten den betteffenden Konmrnnalverband bezw. die Stadt- oder E^emeiirdeverwaLtUiig oder die von denselben besonders mmrhaft gernachten Stellen an ftveist. Diese Maßnahme dürfte auch für die nichthesfischen Gebiete ohne .HvckKpreise, nach derven hessisches Obst aus- gesührt wttd, den Vorteil zeittEn-, daß die dort zum Teil gezahlten Plnmtasiepreise in günstigem Sinne beeinflußt werden. Durch diese Anordnungen ist den ungerechtfertigten Pveistteibereien auf denk Obstnrartt ein Ende berettet. W steht nun zu fyoffen, daß die Entwicklung der Verhältnisse auf dem (Kenlüsebau nicht zu ähnlichen Auswüchsen ftihrt, da die Regierung andernfalls auch dort preisdegelnd ettigreifen müßte. * ** Amtliche Person aln ach richten. Der G r 0 ß h e r« zog har am 9. Juni den evangelischen Pfarrer Friedrich H e l l - w i g zu Kirch-Göns ans sein Nachsuchen unter 'Anei:kennimg seiner lcmgchhrigen ttenen Dienste mit Wirkung vom 1 September 1916 an in den Ruhestand versetzt. — Der Großh-er zog hat am 24. Juni den Schulamtsaspiranten Auaust Spieß aus Dieburg zum Reallehrer an der Tanbstmnmenmhdalt zu Bensheim ernannt. — Der Gro ß he r zo g hat am 7. Juni der Berufsttankenpsle- gerin des Alice-Frlruenvereftis, Zweigvereins Mainz, 'Friederike Maier zu Mainz das Silberne Dienjdauszcichn ungskreuz für Krankenpflege verliehen. ** Auszeichnung. Der Saintäts-Unlerosstzier Heinrich L a v a l vön Gießen beim Res.-Jns.°Regt. 223, Inhaber der vess. Tapserkeitsmedaitte, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. st Die Gemeindest e u erzetteI für 1916 werden den Steuerpflichtigen in den nächsten Tagen zugestellt. Diejenigen Steuerpstichtigen, die bis zum 10. Juli leinen Steuerzeitel erhallen haben, werden aufgefordert, hiervon aus dem -städtischen Steiler- bureau, Stadthaus, Zinuner Nr. 8, Anzeige zu erstatten. Das bereits im Mai fällig gewesene 1. Ziel muß alsbald, spätestens bis zum' 10. Juli, gezahlt werden. ' Sie sieben heiligen Schläfer. Daß es sieben Wochen hintereinander jeden Tag etwas Regen gibt, wenn es ani Siebenschläfertag, dem 27. Juni, regnet, ist ein alter Volksglauben t>l der gesamten ländlichen Bevölkerung Deutschlands. Rach welcher alten Sage aber der Name Siebenschläfer entstanden ist, das ist recht vielen nicht bekannt. Als einst im Jahre 261 sieben christ liche Sklaven des Kaisers Decius mit Namen Maximianus, Malchus. Martinianus, Dionysius, Johannes, Serapion und Constantinus, in einer Höhle bei Ephesus vor einer Lhristenverfolgung Zuflucht suchen mußten, verfielen sie in einen liefen Schlaf, während dem die Christenseinde die Höhle zumauerten. Dieser Schlaf dauerte annähernd 200 Jahre; erst als im Jahre 446 die Höhle wieder geöffnet wurde, wachten sie auf und zeugten von den Verfolgungen, denen sie so lange Zeit vorher ausgesetzt waren. Aber sie lebten nach dieser Wiederauferstehung nur noch kurze Zeit und wurden dann als Heilige begraben. Einen Tag im Kalender aber nannte man nach ihnen den Siebenschläfer. ^ f ■ ** Bezirks sparst«sse Gießen. Am 23. d. M. fand sin Anwescnhttt des Vertreters der Aüfsichtsbehörde, RegierungS- 'ratS Dem werde, Hie diesjährige ordentliche M-ttgUedervers a mm - lnng der hiesigen Bezirksfpvrkasft statt. Aus dem von dem Vorsitzenden, Direktor Zacheis, erstatteten Geschäftsbericht geht herkor daß bei einem Jahresumsatz von über 24 Millionen Mark im Rechnungsjahr 1915 sich ein Einnahmeüherichnß von 426 977,81 Mark ergibt, während der Reingewinn 106 527,16 Mk. lgegen ♦92 504,58 Mk. in 1914) beträgt. Infolge der starken Inanspruchnahme der Kasse durch die KriegSanleihezeichnungen ist der Einlagebeftand um 1093 582,74 M. zurnckgegangen: er beträgt Ende 1915 = 21258167,82 M7. (gegen 22 351750,56 Mart in 1914), angelegt ans 25 164 Sparbücher, davon in 1915: 2684 neue Bücher. Ans ein Buch entfallen durchschnittlich! L37 Ml. Dagegen weisen ohne Berückftchttgung der Abhebungen Kn den Kriegsanleihen die Einlagen gegen das Vorjahr eins Steigerung um 2659839,46 Mt. auf. Die a ns ge l i e h e n e n Kapitalien bettagen nach Ä^ngi der Rückeinpfänge Ende 1915: •23 334 411,43 Mt. (gegen 22 930 689,75 Mk. in 1914), somit wehr: 403 721,68 Mk. Mi den vier Kriegsanleihen Kat sbch die Sparkasse mit insgesamt 9 326 000 Mk. = 41,8 % Lhres Einlagebesiandes vom 1. Januar 1915 beteiligt. Dem An- ttage des Vorstandes und Aufsichtsrates entsprechend, bewilligte die Versammlung zur Verteilung aus dem Reingewinn zu gc- weimrutzigen und wohltätigen Zwecken: 39 225 Mk., darunter u. a >6000 Mt. dem Zweigverefti Gießen vom Roten Kreuz. 1000 Mk dem Kreistonntee vom Roben Krem und. Kriegstzilfe. Ferner 'für Belohnungen an Dienstboten 1100 Mt., ftir Badekuren armer fkrvvhulöfer Kinder 1250 Mk., für Belohnungen an Sparer 350 Mart, insgesamt 41 925 Mt., während 53 263,58 Mt. wie gesetz- Lick vorgeschrieben, und weitere 11338,58 Mt. der Rücklage zn- iqMhrt wurden. An Stelle des am 2. August 1915 verstorbenen, «ls Bettreter der'Stadt Gießen der Versammlung augehörenden Stadtvevordneten Map Fried ber ger, dessen Tätigkeit der ßZvrsitzende in ehrendes Morten gedachte, ist durch, die Stadt verordneteuVersammlung Stadtverordneter ^ Geh. Forsttat Pros Nr. Wimurenauer gewählt worden. Die durch die Bersamm flang vorcMvommene Wrchl des Bvrstandes ergab am Anttag von Oberbürgermeister Keller einstimmige Wiederwahl der aus-- -schatt»enden Mitglieder, Doslieferanten Wilhelm Rudolph m Gießen und Altbürgermeister Schaum in M-ern-Linden durch liZnruf. Ebenso wurden auf Antrag des Stadtvevordneten Loeber Säe diesmal aus dem Aufsichtsrate der Sparkasse msschewen- «den Herren: Oberbürgermeister Keller, Beigeordneter Kom- 'Merzienrat Emme lins, Stadtverordneter Dir. Ebel, Ltacck- IverorÄntter Gch. Kommerzienrat Heichelheim, Stadtverord- neter Gewerbevat L. Petri II., sämtlich in Gießen und Bittger nreister Waller in Daubringen einsttmurig durch Zuruf wiedergSväUt. Seck Anfang Juni d. I. ist, die Sparkasse dem ^keichsdantgiro angefchlossen, ebenso seit eurer Reibe von Jahren dem Postscheckverkehr. Mit Worten des Tankes für die Bewilligungen der Anträge und einigen kurzen AuSsüh- rungen, in denen er die Notwendigkeit der Förderung des bargeldlosen Dertchrs durch Einführung des Scheck- und Giroverkehrs auch für die Sparkasse betonte, schloß der Vorsitzende die Versammlung. t _ ** Militärische Ausbildung der Jugend. Am Mittwoch abend begannen nach den Pftngstferien wieder dre tllebmrgen in den Turnhallen. Am Samstag abend fanden Uednngen säm Entfernungsschätzen und Haudgrcrnatenwerfen statt. — Durch lLÄaß des Kriegsministeriums find ftir das Krregchahr 1916 „Weltkämpfe im Wehrtnrnen" ausgeschrieben worden, die von den stell v ertr e te nd en Generalkommandos in ihren Bezir ten in der Zeit vom 1.—15. September veranstaltet werden. An diesen Wettkämpfen können alle Junymannen teilnehmen, bk vor dem 15. 5. 16 in einer Jugendabteittmq eingetteten srnd, r>as 16. Lebensiahr überschritten haben und deren allgemeine körperliche Durchbildung als genügend erachtet wird.- An den vor- 'bereitenden Uebungen zu den wetteren Ausscheidungskämpfen nehmen alle Jungmwrnen teil. Die Uebungen gliedern sich in Drei - tamps (Hinderittslaufen über eine Strecke von 110 Meter, Weit sprang ohne Sprungbrett, Vorübung zum Werfen mit Handgranaten). Ein z e lwetttäm pfe lSchnellaus über 100 Meter, Anlauf aus dem Liegen, Hochsprung ohne Sprungbrett, Stab Hochsprung olme Sprungbrett, Stabfechten, Turnen am Reck und Barren), G rup p e nwe tttamp f en (Eilbotenlauf über 600 Meter, Barlouf, Schlagdalffpiel, Fußballspiel) und Entfer- Die Schule hat sich seit Ostern wieder wesentlich vergrößert: sie zählt heute 64 Schüler, davon rvohnen 31 im Schülerhettn der Anstalt. Daß diese aus allen Teilen dev Reiches (Hamburg, Dresden, Rheinland, Westfalen, Elsaß-Lothringen, Bayern usw.), einer sogar aus Konstantinopel, hierher kommen, kann unserer Stadt: nur Nutzen bringen. Ein werteres Aufblühen der Anstalt, deren Unterricht und Disziplin von Laien und Fach- \ leuten gleich anerkannt wttd, ist deshalb auch im Interesse Gießens irur zn wünschen. ^ ** Zur W crruu n g. Ein hiesiger Butterhändler fMste vor einiger Zeit an enrenr Wocheirnnrrkttage von einer aus- .Wartigeri .^ttidlerin in seinem Ladengeschäft ein großes Quantum Landbutter, die vorher zun: Markt gebracht worden war; er wurde dieserhalb auf Grund einer Verordnung des Stellvertt. Kommandierenden Generals zur Anzeige gebracht mid von der GroW. Strafkammer mit 100 Mk. event. 20 Tagen Gefängnis bestraft; auch die Verkäuferin wurde nrit einem Strafzettel bedacht. ** Der Bezirksausschuß für vermißte und kriegsgefang ene Deutsche gibt in unserem An- Keigerttei'le bekannt, daß nach Entscheidung des Reichspostamts alle Postsendungen, die an diese Stelle gerichtet.werden, portopflichtig sind. Der Bezirksausschuß bittet deshalb, alle Briefschaften und Pakete an ihn nach frem Posttarif zu frankieren. **Einmach-Zucker. An Inhaber von Brotmarken- iMusweiskarten wird Einmachzucker in bestimmten Mengen gegen besondere Einmachzucker-Karten abgegeben. Die Menge ist bis auf weiteres auf 2 Pfund für die Persnui festgesetzt. ' Vorhandene Zuckervorräte werden angerechnet. Die Abgabe erfolgt nur an solche Personen, die sich über den Besitz von einzumachenden Früchten ausweisen können; es ftndet nur eine einmalige Abgabe statt. Wer Einmachzucker zu erhalten wünscht, hat während der täglichen Sprechstunden bei seinem Brotmarken-Bez-rrk einen Vordruck zur Ausstellung einer ^Einmachzucker-Karte abzuholen, auszufüllen und dorthin zurückzuliefern. Falls die zur VerfügmF, stehenden Zucker- ümengen dies gestatten, findet eine zweite Verteilung von Einmachzucker nach dem 1. August 1916 statt. Mit Rücksicht auf die geringe Menge des für Einmachzwecke zur Verfügung stehenden Zuckers wird eine nwglichft weitgehende Verwendung von Süßstoff (Saccharin) empfohlen. Näheres siehe Bekanntmachung. ** Die Joöcf) ftp reife für Verbrauchszucker find nach amtlicher Bekanntmachung im Anzeigenteile wie folgt festgesetzt: Im Verkauf an den Verbraucher für das Pfund: gemahlenen Zucker (Konsumzucker) 0,32 Mk., Würfelzucker und Kristallzucker 0,36 Mk., Hutzucker, ausgewogen ohne Papier OJ35Mk., das halbe Pfund 0,18 Mk., Kandiszucker (braun) 0,50 Mk. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Höchstpreise werden mit Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe bis zu 10000 Mk. oder mit einer dieser Strafen bestraft. ** Im heutigen Kreisblatt sind folgende Bekanntmachungen voll allgemeinem Juteresse veröffentlicht: lieber den Verkehr mit Obst (Höchstprerse), Sammlung von Obstkernen und Obststeinen zur Oel- uud Ersatz futternrittelgewinnurrg, Kartoffelversorgung der Kcrrtof felerzeuger. r ^ , . ** Spargel-Verkauf. Die für vergangenen Sonnabend bestimmt gewesene Spargelsendung ist eingettoften nnd kommt heute zwischen 2 und 6 Uhr im Hause Neustadt 61, gegen Vorzeigung der blauen Answeiskatten, zum Verkauf. Heer mit wird der städtische Spargelverkanf geschlojsen. ^ , ** Lichtspielhaus, Bahnhvfstraße 34. Tre Direktion hat für Donnerstag als außerordenttiche Veranstättung,emen „Bunten Abend" vorgesehen, zu dem es gelang, den Sch^^c?^ ^ und Rezttator W. Rieck, Letter der Orrgmol Budapesttr (Herbst Wintergarten, Frankfutt-, Frl. Lvlla Raven, Cabaret-Diva. Eoln sowie die urkomische Typendarstelkerin Metba Werner zu einem gemeinschaftlichen Gastspiel zu gewinnen. Hierzu hat das Unternehmen einen erstklassigen Filmspielplan ausgestellt, ll. a. ^re allerneusten Kriegsberichte uüd em gewähltes Kunstfilmwerk in 3 Akten. Um den Abend besEders glanzvoll zu gestalten, sei noch erwähnt, daß^der munkalftche Jgl der Vor- stellimg durch ein gutes Ensemble (6 Herren) ausgeftillt wird. Bn dieser außevordentlichen Veranstaltung darf aus emen grtten Bei nch gerechnet werden, zumal die Eintrittspreise nur um 10 Psennrge und Loge 30 Pfennige erhöht sind. Dec Vorverkauf der Karten ftndet bereits ab Mittwoch, den 28. und Donnerswg, den 29. ^nni von 11—1 Uhr vormittags an der Kasse rm Lichtspielhaus, Bahn- hofftt. 34, statt. Näheres siehe Inserat. Glerchzerttg sei nochmals daraus hingewiesen, daß mit heute em großer Mlssührrmg gelangt. Das große Abenteuer des ^etektivs ^zac. Deebs in seinem schwierigsten Fall. Landkreis Gießen. tt Treis a. L., 27. Juni. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt Musketier Phil. Hcttche im Inf.-Regt. 116, die Hesiilche TapserkettsmedaiUe .Hornist Liü>wig Becken im Rest-^M.-Regt. Nr 87, beide von hier. Vermißt wird seit dem 8. d. MtS. Musketter H Weber voii hier, der im Landw.-Jnf.-Regt. Nr.' b i diente — Infolge der Hitze in der vorigen Woche gehen die Heidelbeeren ihrer Reift entgegen. Die Kinder bringen taglrck) ichon viele Töpft voll der schönsten Früchte heim. Diese Ernte scheint ergiebig zu werden. Kreis Büdmgen. F. C. Büdingen, 27. Juni. Das AufkaufenvonObst und Gemüse ist hier im Kreise von jetzt ab unter denselben Erlaubnis- und Ausweiszlvang gestellt wie Butter, Käse, Milch und Eier. . c ,. ^ ... D. Nidda, 26. Juni. Seit zwei Tagen sind h^r Fleisch- karten eingefühtt worden: aus den Ko Vf koyun-en 300 Gr. Fleisch. Reckt unangenehm überrascht waren aber vrele Bezugsberechttgte, als sie in einem hiesigen Geschäft, deni sie zngewiesen waren, trotz Karten kein Fleisch erhielten. Eine Untersnchimg durch dre Ottv- polizeibehörde ergab, daß etwa 70 Pfund Fleisch, das tags zuvor der Metzgerei geliefert worden war, fehlten. Ein Ausweis über be^-echtigle Abgabe konnte nicht erbracht werden. Dem Vernehmen nach wurde das Geschäft behördlich geschlossen. Kreis Alsfeld. V. G r o ß - F e I d a . 25. Juni. (Abschiedspredigt.) Nach lljähriqer ersolgreicher Wirksamkeit verläßt Pfarrer Reusch das Kirchspiel Groß-Felda-,Windhausen, um die Pfarrstelle in Sprend- liiigen, Kreis Ofsenbach, anziitreten. Im heutigen Gottesdienste verabschiedete er sich von seiner Gemeinde in zu Herzen gehenden Worten. Den wirkungsvollen und volkstümlichen Prediger, der sich auch außerordentlich großer Beliebtheit erfreute, sieht man ungern von hier scheiden. Kreis Lauterbach. Hilfen sind ailsdrücklich nicht für sachliche, sondern nur sur pettdn» liche Aufwendungen in der Jugendpflege, z. B. Gehalt, Vergütung oder Aufwandsentschädigung eines Jugendpflegers bestimmt. ^Wetzlar, 27. Juni. Mit dem E i s e r n e n K r ct u * 2. Klasse ausgezeichnet ivurde Gefreiter Albert Ebner, 2. Lands!.- Jns.-Bat., Darmstadt. e. Wißmar, 26. Juni. Eine große Freude wurde dieser Tage dem Gastwirt nnd Metzger Bierau von hier zutett, der ern alter Seesoldat ist und der den größten Teil seiner Trenitzett aus der früheren Kaiserjacht „Hohenzollern" abgedient hat. Er hcrtle dabei -das Glück, unter einem Vorgesetzten zu stehen, der heute, als berühmter Seeheld bekannt ist. Viz-e-Admiral bipper, emer der beiden siegreichen Admirale in der Skagerrakichlacht, war nämlich damals aus der „Hohenzollern" Kapitänlentnant und Navigationsoffizier. In Erinnerung an die geniemsam verlebte Dienstzeit saiidte Herr Bierau fernem chemattgen Vorgesetzten einen herzli-cheii Glücttvnnsch zn seinem Siege, Gratti- lant muß bei Vize-Admiral Hipper in grttem Andenk«i sfthen denn bald daraus erhielt er eine mtt dem Bttdnrs des Admrrals geschmückte Katte mit folgenden Zeilen: ,Actt Misrichtrgem Danr für Ihre freundlichen Glückwünsche gE See bestens im getreuen Gedenken an gemeinsame Dienstjahre Ihr getreuer Hrpper ., . ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 27. Juni. Die diessahrige Heuernte erleidet durch die fortgesetzten Regensalle eine unlieb- same Verzögerung. Die Erträge sowohl in Wiesenheu als auch in Kleeheu sind bedeutend größer als im Vorjahre. Um die,®rnte gut einzubringen, ist setzt längere Zeit trockenes Wetter erwünscht. Sämtliche Getreidearten stehen ausgezeichnet. Besonders Gerste und Hafer, die im vergangenen Jahre nur eine mäßige Ernte brachten, berechtigen in diesem Sommer zu den schönsten Hoffnungeii. Für da§ Wachstum der Hackfrüchte waren die Niederschläge äußerst günstig. Auf den Kartoffelfeldern sieht man hier und da große Lücken, an denen die Sehkartofseln nicht aufgegangen sind. Hessen-Nassau. ' & Kirchhain. 27. Juni. In verschiedenen hiesigen Schweine- beständen tritt die Rotlaufs euch e aus. ^Einigen Besitzern sind schon halb gemästete Tiere eingegangen. ' , = Groß-Auheim, 27. Juni. Bei emer Mamfahtt schlug am Sonntag ein Boot um. Zwei der Jnsasien wurden ge- rettet. Der dritte Fahrtteilnehmer erlitt einen Herzschlag und gmg unter. Die Leiche ivurde später geborgen. g. Eschwegea. d. Werra, 25. Juni. Von einem schweren Unwetter wurde gestern ein Teil des angrenzenden Thüringen- heimgesucht. Heftige Gewitter mit Sturm, Hagelschlag und wolkenbruchartigem Regeu richteten auf den Fluren großen Schaden an. In verschiedene»» Dörfern wurden die Häuser unter Wasser gesetzt und die Dächer abgerissen. _ „Gedenket der Gebmtrtagrspende fsir’s Bok Kreuf! Universitäts-Nachrichten. w. Mainz, 27. Juni. Der Oberarzt am hiesigen städtischen Krankenhaus Dr. Hans C u r s ch m a n n hat einen Ruf als Pro- fesior an die Universität Rostock angenommen. _ M. Lauterbach, 27. Juni Gestern vormittag stürzte eine hiesige Fran aus dem Fenster des dritten Stockwerks auf die Sttaße. Mit schweran Verletzungen mußte sre in die .Klinik nach Gießen verbracht werden. Man mirntit an, daß die Frau, die schon einen Sohn und Schwiegersohn im Kriege verloren hat, während ein zweiter Sohn ebenfalls schwer erkrankt entlassen werden mußte, iit einem Anfall geistiger Umnachtung gehandelt haben dürfte und der, Sturz aus dem Fenster mit Absicht ans führte, da sie durch den Kummer \n letzter Zeit schwer gelitten hat. Kreis Schotten. Hl La u b ach, 27.Juni. An hiesigem Gymnasiu»n haben sich gestern drei Schüler der mi'mdlichen Maturitätsprüfung »nit Erfolg unterzogen. Sie rreten sofort in den Heeresdienst ein. — An der Volksschule haben gestern die H e u f e r t c n begonnen. Die Heuernte ist jetzt in vollem Gange und verspricht überaus reiche Erträge. Bel der warmen Witterung konnten schon große Mengen eingesahren werden. Kreis Friedberg. 6. F r i e d b e r g , 27. Juni. Dem Unteroffizier H. Hahn im bayerischen Jnsanterie-Regiment Nr. 17, der kürzlich das bayerische Militär-Verdienstkreuz erhielt, »vurde jetzt auch das Eiserne Kreuz verliehen. e. F r i e d b e r q , 27. Juni. Zu den Pz. 4158 Nidda ab 1.58, Fttedberg (Hess.) an 3.10 und 4258 Hungen ab 3.04, Friedberg an 3.59 wird in der Zeit vom 1. Juli bis 31.-August 1916 folgender Auschlußzug nach Bad-Nauheim gefahren: Friedberg ab 4.09, Bad-Nauheim an 4.16. ^ Bl. Reichelsheim i. d. W., 27. Juni. Der Sohn des hiesigen Bahnhofsvorstehers Karl B ö n s e l, bei einer Gebirgs- Maschinengeivehr - Abteilung, erhielt die Hessische Tapserkeits Medaille. tMO. Vilbel, 26. Jmri Das Großherzvgliche Ministerium hat Pie Erhöhung der Gem-eiudehuwdesteuer augeregt. In Anbetracht der ZettverMtnrsft beschloß der Gemeinderat, von erner Erhöhung abznsehen. — Aus eine erneute Eingabe des Jagdpäcksters F i x zu Feche n heim tvird einstimmig beschlossen, den Gemeinde ratsbeschlußj vom 30. Mai 1916, inhaltlich- dessen die Ausübung der Schläftreiberechttqung aus bestimmte Feldbezrrke beschrankt wird, aus die Dauer der Restzagdpachtzeit, 31. Januar 1923, aus- zudehneu. — Die Herstellungskosten der Dienstwohnung des Ober lehrers Geck, sollen »nit zwei Dritteln, jedoch nur btt zum Höchst betrage von 100 Mark auf >die Gemerudekasse übernommen iverden Im Rechnungsjahr 1915 zahlte die Gemeinde 610 8 4,5 3 M a r k Zuschüsse zu den KriegSsamilienunterMtzungen. — Die Abnahme von 15000 Niark an den Kriegsdarlehen bei der Landesoer,iche- rungsanstritt D a r m st a d t wird einsttimnig gutgeheißeir, eben,o du weitere Abnahme von '15000 Mark, so daß das zu dieseni Zweck bis jetzt aufgenommene Kriegsdarlehen 130 00 0 Mark beträgt. — Dem Reservisten Philipp Kreiling im Reftrvo-Jnfanterie- Regiment 258 »vurde die Hessische Tcipserkeitsmedaille verliehen. Starkcnburg und Rheinhessen. & Bensheim, 27. Juni Die Stadtverordneten beschlossen, im Interesse der Förderung der S ch ,v e i n e z u ch t die Kosten für die Anschaffung von Jimgtieren vorlagsweise ans die Stadtkasse zu übernehmen. Soweit der Ankaufspreis von den Bestellern nicht sofort bezahlt werden kann, wird er gestundet. In diesem Falle ist ein Bürge zu stellen und der Betrag mit 4 Prozent zu verzinsen. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 27. Juni. Ter Evangelische Oberkirchen-. r.a t hat dem Konsistorium der Rheinprovinz auch in diesem Jahre wieder 10 000 Mk. zur Ge,vährung einmaliger Beihilfen an Kirchenge, nemden für persönliche Ausivendungen und Einrichtungen in der kirchlichen Jugendpflege zur Verfügung gestellt. Die Bei- Handel. Bayerische Geschützwerke. München, 26. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Heute vor» »nittag fand im hiesigen Regina-Palasthotel die Gründung der unter Führung der Firma Krupp ins Leben gerufenen, in der Presse schon mehrfach besprochenen Geschützfabrit unter dem Namen Bäuerische G e s ch ü tz »v e r k e Friedrich Krupp, Kommändrt- gesellschaft mit dem Sitz in München, statt. Wie der Name besagt, wurde als äußere Form des Unternehmens die Kommanditgesell- chaft gewählt. Die Firma Krupp in Effen ist persönlich haftender Gesellschafter, die übrigen Gesellschafter find Kommanditisten. An dem Gesellschattskapitah das auf 25 Millionen Mark festgesetzt wurde, ist die Firma Krupp mit 50 Prozent beteiligt. Von den Der- wandten des Hauses Krupp sind beteiligt Herr Arthur Krupv- Berndorf in Niederösterreich, der Besitzer der bekannten Metall- warenfabrik. ferner der Schwager des Herrn Krupp von Bohlen und Halbach, Freiherr von Wilmowski, Landrat m Merseburg. Die übrigen Anteile sind in den Händen bayerischer Bank- i»nd Jndustriekreise._ Markte. Gießen, 27. Juni. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Psd. 1,90-0,00. Hühnereier das Stück 20-00 Pfq-, Käse das Stück 10-00 Psg., Käse»natte 1 Stuck 3_0 Pfq., Kartoffeln der Zentrier 6,00 bis 0,00 Mark, A-ilch das Liter 30 Pig., Spinat 20-00 Pfg. das Psd., Gelberüben Ib Psg. das Päckchen, Rosenkohl 00—00 Pfg. das Psd., rote Rüben 0-0 Psg., Zwiebeln das Psnnd 00-00 Psg., Nüffe 100 Stuck 00 -00 Psg., Blumenkohl 00-00 Pfennig, Sellerie 10-30 Pfennig das Stuck, Kopfsalat 6—10 Pfg., Spargel 50—75 Pfg. das Pfund, Römisch Kohl 8 12 Psg. das Päckchen, Lauch 5—10 Pfennig das -vtuck, Erbsen 40-50 Pfg. das Pfund, Erdbeeren 50 Psg. das Pfund. — Marktzeit von 7 biS 1 Nhr. _ _ Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben. Juni 1916 5 u o'r- c a 3 a s E «u fco bi 'S C K L (X> . if JO i |w§ /»iS ’S E Ilt* COxi 1^1 Wetter 26. 2**1 16,3 12.7 92 10 Regen 26. 9" __ 16,1 11,8 86 — — 10 27. 7" 13,3 10,7 94 10 Nebel . Niedrigste * Niederschlag 3,4 mm. 25. . 26. 1916: + 14,4*0. Wettercmssichten in Dessen am Mittwoch, den 28. Juni 1913 Wechselnd bewölkt, zeitweise Niederschläge, keine Temperatur änderung. _ Müller'sche Badeanstalt. W a s s e r w ä r m e der L a h ti am 27. I u n'r 16° R. Letzte Nachrichten. Aus Areriko. Genf, 27. Jwii. Einer „New-Povk Herald"-Mrkdtmg zufolge hat Bil le ein AimiestiecrngelVt C a r ran za s angenommen im b ferne gesamten Streitkräste mit denen LarranzaS vereinigt. Wie ferner dem „Temips" ans Washington gemeldet wird, hat die amerikanische Kvlvittc der Stadt Mexiko die Hauptstadt verlassen — Ter- brasilianisclie Minister des Armßeren i»t nach Washington gereist, um mit der Regierung der Bereinigten Staaten die Lage in Mexiko zu besprechen. Der bekehrte John Burns. London. 27. Juni. „Datty Cbroniele" erfährt pon einem Bekannten von John B u r n S. daß dieser seine Ansthanungen über den Krieg geändett hat nnd minmehr bereit ist, witDe« einen Sitz in der Regiermig zu übernehmen. Burns l-at im Unter-, Hause gegen die Dienstpflicht gesttmmt. Mreise Nikitas von Bordeaur. . . Bern. 27. Juni. Dein „Temps" zufolge »vrrd der König von Montenegro Bor-dcaux nächstens zwecks eurer Kur m Brap; ^^Lliiszeichnungen der Admirale Schcer und Hippel. Wilhelmshaveni 27 Juni. Die ^>tadt RüMnngen hat >den Mmrral Schee r und den Vizeadmiral Hrppel zu .Ehren-, bürgern ernannt. Tieferschüttert erhielten wir heute die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber, einziger Sohn unser lieber, guter Bruder, Schwager und Bräutigam Lehrer Adolf Hamei Gefreiter im Infanterie-Regiment 224 am 22. Juni für das Vaterland gefallen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Sophie Hamei Ww. Wilhelm Schneider * Klara Schneider geh. Hamei Luise Weber _ . Minna Hamei Familie Heinrich Schneider Gießen und Bußfeld, den 26. Juni 1916. 4978 i % t „Herr, nicht unser, sonder» Dein Wille ge&cheke.“ Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die schmerzliche N-achticht, dass' unser einziges Kind, unser innigsrgeliebter, hoffnungsvoller, unvergesslicher Sohn, unser lieber Neffe, Vetter, Onkel und Bräutiga ram Karl Hönscheid Gefreiter der Schweren Minenwerter-Kompag’nie 12 nach 22monatlicher treuer Pflichterfüllung am 13. Juni, 2 Tage nach seinem vollendeten 24. Lebensjahre, bei einem freiwilligen Unternehmen den Heldentod fand. ö % In tiefer Trauer: Die Eltern Zugführer Peter Hönscheid und Frau Elise geh. Günther Giessen (Eichweg Nr. 7), den 27. Juni 1916. nehst Anverwandten und Ria Schmitt als Braut Todes-Anzeige. Heute morgen verschied nach kurzem Leiden unser lieber, guter, unvergeßlicher Vater, Schwiegervater, Großvater und 6nkel Altbürgermeister Heinrich Zimmer II. Grünberg und Darmstadt, den 26. Juni 1916. Die trauernden Hinterbliebenen: Emilie Ziinmermami geh. Zimmer Toni Traub geh. Zimmer Elise Hftffmann Witwe Philipp Zimmermann Jean Traub und Enkel. 4686D l! M/ Wiederum sind drei liebe Korpsbruder ; W dem Krieg zum Opfer gefallen: WM Br. M. U D i M Vizefeldwebel d„ L. 11 gefallen in Feindesland. ' || Wilhelm Reuling ,xx> ^WiW FrafMioniae München ' i Major im bayerischen Inf.-Regt. Nr. Inhaber des Eisernen Kreuzes I. u. II. Kl. \ gestorben in einem Kriegs-Lazarett. | 11 Weispolissilzer 11 Ssierl 1 Unteroffizier in ebnem Landsturm- Bat]. I RD W tödlich verunglückt. ||| W Ehr-e ihrem Andenken. [4702D ! Wö® ! ü ä>©r O. C. der Test®««!». | ^tätliche Ar//jfe finden Sie in der größienAus wähl Auswahl-Söml- ungen berert- wiiligst! r Aachruf. Den Heldentod fürs Vaterland starb unser Kollege und Mitglied Herr Oberpostschaffner Vruchschmidt Wir betrauern in dem Verstorbenen einen lieben, treuen Kollegen und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Birild deutscher NberVSstschssfuer SdSatupje Gießen. Gießen, 26. Juni 1916.' ^ Danksagung. Nir die vielen Beweise herzlichster Teil- nähme bei dem Hinscheiden unserer Lieben Entschlafenen Frau Elisabeth Krieb gcb. Bach sagen herzlichen Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, Worpswede, den 26. Juni 1916. 14697 taHeoaM Hofer» in Jeder gewünschten Ausstattung stilrein u.preiswert Äv UlitkL'svtrs Uwv.-frruofcmi BekasmtMnchung. Die Oberhessische Handwerkergenossenschaft „Ostpreußenhikse". E. G. m. b. H., Gießen hat sich durch Beschluß der Generalversammlung vom 26. Mai 1916 aufgelöst. Die Gläubiger werden aufgefordert, sich bei der Genossenschaft, Geschäftsstelle Plockstraße l, zu melden. Die Liquidatoren: Weigel. Bach. IM einen t'Kindern tn Südwcft-^frißa, dem &acm6efit3er Leutnant dev ZReferne 3Ylax SfCöfjlßatim und &vau &mmy ZKöfylßaum ge6. £ößlein wurde am 1. IMai 1916 in Swakopvmnd ein geßindes c Cöcfjtcrdjen t Hirfula, geßoren &ra u 6. SKößlßaum ge 6. &reiin v. Speßßavdt fiMpy- 99 Königsteiner Hof hS&o Bes. Eduard Stern ffUte Qua!. fürScbreibmasch. aller System© y. Stack Lik. l.ve b. 12 Sidck Hk. 1.SS Ernst Baiser SnrtanbedarE All. Vertretung d. Continental- und Unterwood- Schreibmaschinen läusburg 11 Fernsprecher 615, Vojräiäng;© tveiße, creme und bunte, werden gereinigt gespannt und gebügelt. [010035 Schlemm, Friedrichstrafle 71 ZipsWMn» werden auch in unserer Geschäftsstelle, neben Altpapier, angenonnnen, wie: Verbr. Glühbirnen, Kork u. Leder- abfälle, Blechbüchsen, Flasch., Metalle, Linoleum, Gummi, letzterer jedoch nur i. beschlag- nahmefr. Mengen, sowie alle sonstig. Gegenstände a. Woll- und Baumwollgespinsten. LiukaateLteUs L.LrtejjsksÜLrk ..vsass", viekee. Wolken- gasse27, EckeBahnhosstr. Tel. 557 «dgl.2026 d. Rot. Kreuzes). NB. Abholung erfolgt aus Wunsch sofort. Bureau ge öffnet v. 9—12 u. 3—6 Uhr. I 449 ” Stemm!,, ü. cfeeiliin. lehrt grün dl. u. schnell. Schr. Ang. u. 019250 a. d. Gieß. Anz.