Nr. M ErMs BIß« 166. Jahrgang Dar «etzsDer Ättze^er t-ffcheiM tägLrch, «nßer - Beitagen: uterotöl wöckeuklich öLch»«^E^aL>MLer; Kwe muckavöch euttlttL^S- b'LttfÄ^eLRreLsG ietzcn (D.enstag und Freitag)' zioeunak inonail. LanÄ- w üchchaMche äettfcLtzen l ernjpL-ech - Anschlüsse: 'ürdieSchriitleltnug112 Aettaq,Gftchästs stell e51 Adresse iür Drahlnach- richteru Anzeiger -ktzen. Amuchme von Anzeigen iür dre Togesnurmner ^ . . . bis zum Abend vorher. Mtö Verlag Ser vruhl'scherr Univ.bnch- und Zteinörnckerei R. Lauge, öchriftieimug. Geschäftsstelle und Druckerei.- Lchrüstr. GietzemrAnMer Montag, 26. Zun; W6 General-Anzeiger für Oberheßen Be zu qd p rc\ monatt. 90 P;., men,-'- jä^cL Mk. 2.65; durch Ab hole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch diePost Mk. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestetlg. Zeilenpreis: lokal 15Ps., ausw. 20 Pf. — Haupl- ichristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goeg; für Stadt uud Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr.R.Zenz; für den Anzeigenteil: £>. Beck, sämtlich tu Gieß Bekiff am« Erfolge vor Verdun. Befriedigende Lage im ©fielt. (WTD.) Großes Hauptguartier. 24. Juni. (AnttttchH Westlicher Kriegsschauplatz. Rechts der Maas bracheu unsere Truppen, an der Spitze das 10. bayerische Infanterie-Regiment König und bas bayerische Jnfanterie-Leibregiment, nach wirksamer F-enervorbereitung auf dem Höhenrücken ..Kalte Erde" und östlich davon zum Angriff var, stürmten über das PLNz^rwerk Thiaumont, das genommen wurde, hinaus, eroberten den größten Teil des Dorfes Fl^en ry und gewannen auch südlich der Feste Dam GeNßlde. Bisher sind in die Sammelstellen zweitausend- sech^undrrtd reinndsiebzig Gefangene, darunter sechzig Offiziere, eingeliefert. Arft der übrigen Front stellenweise lebhafte Artillerie-, Patrouillen- und. Fliegertätigkeit. Bei Maumont wurde ein französischer Kämpfeindecker im Luftkampf zum Absturz gebracht: Leutnant WintgenS schoß bei Blamont sein siebentes feindliches Flugzeug, einen französischen Doppeldecker, ab. Oestl ich er Kriegsschauplatz. Mrfirsche Teilvorstößc wurden südlich von I l l u x t und nördlich W i d s y abgewiesen. Ein deutsches Fliegergeschwader griff den B sh «Hof Poloczany (südwestlich von Molodeezno) an, auf dem Truppeneinladungen beobachtet waren : ebenso wurden auf die Bahnanlagen von Luuinice Bomben geworfen. Bei der Heeresgruppe des Generals von Linsingen wurde der Angriff bis in und über die allgemeine Linie Zuibilno — Wolyn — Zwiniaczc vorgetragen. Heftige feindliche Gegenangriffe scheiterten. Die Zahl der russischen Gefangenen ist ständig im Wachsen. Bei der Armee des Generals Grafen von Bothmer fanden nur kleinere Gefechte zwischen vorgeschobenen Abteilungen statt. Balkan-Kriegs sch auplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. (WTB.) Großes Hauptguarricr, 25. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Der Feind entwickelte im Abschnitt südlich des Kanals von L a B a s s et und über dieSomme hinaus auch nachts schattende rege Tätigkeit, belegte Lens und die Vororte mit schwerem Feuer und ließ in Gegend von Bearnnont-Hamcl nördlich von Albert) ohne Erfolg GaS über unsere Linien srveichen. Links der Maas erreichte das feindliche Feuer gegen Abend besonders am ..Toten Mann" große Stärke. Nachts fanden hier kleinere, für uns erfolgreiche Jnfanterie- unternehmungen statt. In unseren östlich der Maas gewonnenen neuen SteÄungen entspannen sich unter beiderseits dauernd starker Artrtterieentfaltung mehrfach heftige Jnfanteriekämpfe. Alle Versuche der Franzosen, das verlorene Gelände durch Gegenangriffe wieder zu gewinnen, scheiterten unter schwersten blutigen Verlusten für sie: außerdem büßten sie dabei noch über zweihundert Gefangene ein. Oeftlüh von St.Die wurden bei einem Patrouillenvorstoß fünfzehn Franzosen gefangen eingebracht. Oestlicher Kriegsschauplatz. Auf dem nördlichen Teile der Front kam es an mehrereü Stellen zu Gefechten von Erkundunqsabteilungen. wobei Gefangene und Beute in unsere Hand fielen. Heeresgruppe des Generals vonLinsingen. Unserem fortschreitenden Angriff gegenüber blieben auch gestern starke russische Gegenstöße, besonders beiderseits von Zatnros, völlig ergebnislos. Südlich des Plascew- ka - Abschnittes (südöstlich von Beresteczko) wurden mit nennenswerten Kräften geführte feindliche Angriffe restlos abgeschlagen. Bei der Armee des Generals Grafen von Bothmer kerne besonderen Ereignisse. Balkan-Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Oberste Heeresleitung. gürtel und die von Norden nach Süden sich erstreckenden Befestigungen der Cote de Lorraine, deren flankierendes Feuer den Angreifern oft hinderlich war, wirksam unter Attälleriefeuer gehalten werden konnten. In einem breit angesetzten Angriff, der sich etwa westlich von Thiaumont bis zum Fort Baux erstreckte, wurden, so faßt die „Rheinisch- Wests. Big." die letzten Ereignisse zusammen, am '24. Juni die starken Stellungen von Thiaumont, so das Panzerwerk selbst, überrannt und der größte Teil des Dorfes F len r y in Besitz genommen. Der deutsche Tagesbericht gibt nicht genau die neuen Gewinne an; so weiß man noch nicht, ob die Höhe 321 in deutsche Hände gekommen und wie weit der Angriff auf die Cote de Froide Derre vorgetragen ist. Trotzdem kann jetzt schon gesagt werden, daß dieser letzte Einbruch bis Fleury die Lage ganz bedeutend zu unseren Gunsten verändert hat. Immer näher drücken sich die deutschen Gräben an die letzte Fortlinie heran. Durch die neue Stellung bei Fleurh ist der französische Stützpunkt im Chapitrewald, der den Deutschen im Ca.il lette- wald den Weg versperrt, stark gefährdet, da er jetzt auch von Westen aus flankiert wird. Allem Anschein nach sind die Kämpfe noch nicht vollständig abgeschlossen. Die volle Bedeutung des Erfolges ist erst dann ganz zu überblicken, wenn die neue Lage der vorgetragenen deuffchen Linien genauer angegeben ist. Auf der Kampffront vor Verdun traten in den letzten Wochen, nachdem eine Zeitlang das linke Maasuser, der Abschnitt von Cumiöreö—Toter Mann bis Avocourt, die Blicke aus sich gezogen hatte, immer mehr die Kampfhand- lungen aus dem rechnen Ufer der Maas in den Vordergrund der Ereignisse. Hier waren die deutschen Truppen schmr bald uachj den ersten großen Einbrüchen! in den Verdniv- ring Ende Februar an die pernraneulen Werke der Festung gelanch; !und hatten deren Eckpfeiler, das Fort Doiranmonl, genommen. Lange Wochen schwankte dann der Kamps hin und her. 'In em entscheidendes und neues Stadium trat der Kampf erst nach der Eroberung des Dorfes D a m l o u p und des Forts Vaux am 2. Juni. Die Bresche, die durch dre Wegnahine des Forts Douaumont sich gebildet hatte, erweiterte sich jetzt ganz bedeutend und legte den Zugang Lu dem innersten Fortsgürtel (Tavannes, Souville, Froide Derre) offen. Die Lucke konnte von den Franzosen, die ja bekanntlich im Raume vor; Verdun über gewaltige Masten verfügen, zur rechten Zelt noch mit Men'schenmaterial zu gestopft werden, trotzdem aber wurden die deutscl>en Linien Schritt für Schritt weiter nach Süden geschoben. ., .Die Fortnahme der .Kuppe des Forts Vaux war ent- pherdeud für du letzten Kämpfe, weil jetzt der innere Fort- Herr v. Batocki hat einem Atttarbeiter des „Bert. Tagebl." sehr beruhigend klingende Mitteilungen über die Maßnahmen für das neue Erntejahr 1916/17 gemacht. Das Kriegsernahrungsamt wird die jetzt bestehende Organisation nicht Umstürzen und keine neue schossen. Nur einzelne Abschnitte der Lebensmittelfragen sollen durch-neue Verordnungen geregelt werden, und es ist bezeichneud, daß Herr v. Batocki durch Herausgabe eines „Leitfadens" in dovpel- ter Fassung, für Juristen und Verwccktungsbeamte, sowie, m allgemein verständlicher Form, für andere Praktiker die Orientierung und Einheitlichkeit fördern will. Wir geben einige wichtige Stellen der AenßerungenBatockis hier wieder. Eine Weni>e rNuad-erBrotgetreidepreiseiftLns- gc 1 a) I o n c rt, Hafer und Gerste werden Niedrigere Preise er- halteir. Die Höhe steht noch nicht fest. Dagegen sollen, um int August 'und Etembec die Brotration für Arbeitende e r l) ö heu zu können, angemessene Zuschläge als Druschpräuien für Augiist bewilligt werden. Es soll dadurch eine uröglchchUchnlle Ablieferung des Getreides von den in dieser Zeit stark mWArbeit belasteten landwirtschaftlvchen Betrieben erreicht werden. Tie Kar- Lofselvcvordmrng wird am 'Grund eingehender Beratungen im Vorjtande des KffegsernährungsamtS und in der Bersamuilnng der bundesstaatlichen Vertreter nchhster Tage erlassen werden Sodann schweben Enoägmigen nn Ktiegsernährnmgsamt über eine allgemeine Rationierung des Fleischbedarfs der Zivübevölkermig (Reichssleischtarte'. Ein starker Anbau der Oel- srüchte >oll durch, Festsetzung eures gteichblerbende!l lohnendeir -breges schon für die Errrte 1917 unter Einräumung des Rechts arif Rücklreserung eines Teiles der Preßrückstände für Kleinbetriebe dre Haushaltsöl selbst auszuschlagen gewohnt sind, gefördert werden. , .Kri-Lgs.ernährrrngsamt beabsichtigt ferner, in einer Rerchsfetrstelle Aöaßnahmen zu treffen, rnn eine bessere Bwteilung von Bntter, Margarine und Fetten herbeizuführen. Wir werden voraussichtlich eine ReichÄbutter- und Fettkarte erhalten. Ueber den Fleffchmangel beftagt, erklärte Batocki, der jetzige Mangel an Meisch fei aus die beinahe völlige Futternot zurückzuführen. Das Vieh inüsse buchstäblich durchgehungert tverdeu: Eine Besserung der Verhältnisse steht in Aussicht, da wir mne gute Futterernte zu erwarten haben. Erschtverend konnnt hinzu, daß die Heeresverwaltung ganz bedeutende Fleischansprüche stellt. Millionen tarn Soldaten, die im bürgerlichen ^.eben gar nicht an einen regelmäßigen Fleischgenuß geivöhnt waren, erhalten setzt ihre täglichelr Portionen. Ferner hat die Mapenabichlachtüng der Schweine 1914/15 zu Konservierungs-, zweien unseren Viehbestand stark verringert. Die Zuchtviel)- bestände werden, soweit irgend anhängig, geschont, so daß die Werterzucht gewährleistet wird. Tatsächlich hat sich die Zahl des Jungviehs gegenüber dem Vorjahre gchoberr. Demgegenüber ist die Zahl der Schloeine erheblich geringer geworden, doch wird der der schirellcren Aufzuchtrnögliclsteit ein Ausgleich von selbst ein- treten. Urn die Versorgung der Großstädte mit Milch mrd Fleisch stcherzustellen, werden dre sogenannten Schweinemast- und Müch- l re fe rungs v er trag e, die sich iur Vorjahre au^rordentlich beroährt haben, werter ausgedehnt. Es werden seiterrs der Schweinemast- gesell! chast und der neu einzurichtenden Reicks fettste llc durch die Kommrrnen und Molkereien Futtermittel an die Iic> kernd en Lawd wirte gegen die Verpflichtung verttagsmäßiger Lieferung von Schweinen in besttmmtern Gewicht und besttmmterr ÄLengen gegeben werden, so daß eine zwecknräßige Regelung damit gewährleistet wird. Eine W r e de r e i n f ü hr u n g allgemeirrer Ha u s s ch l a ch t- v erböte ist a u f keinen Fall zu erwarten. Gegerr eine übermäßige Erndecknng sorgen die Anmelde- nird Genehnngungs- best immun gen, durch welche die Kominunalverbairde immer die Ueberstcht über die für den einKÄnen Haushalt eingeseblachtetc l'ienge behalten. Wenn eine Rattonierrrng des gesantten Fleisch- bedarfs erutritt, müssen selbstverständlich die durch .Hmisschlachtung gelvomwnen Vorräte in mrgemessenem Umfang angerechnet werden. Derr Jichabern von Hausschlachttvaren muß ein ^kl^ner- Teil der Flerfch-marken belassen wevderr. unr ihnen einen Einkauf von fri- schem Fleisch gelegentlich zu gestatten. Zusammensassend sagte Herr v. Batocki: „Die Fleisch- kilappheck ist unleugbar sehr groß. Daß man aber, um mehr Flersch für den Winter zu haben, ira Juli und August den Fleischgenuß völlig verbieten wird, ist nicht zu befürchten, t Zn einer Zeitspanne, da das Fett und auch die Kartoffeln Iho knapp sind, kann man der Bevölkerung mrmöglich auch iwch das Fleisch, so gering die Menge für den einzelnen I auch sein mag, entziehen. S>eltsamerweisc sind diesbezügliche j Vorschläge wiederholt gerade aus städtischen Kleisen dem Kriegsernährungsamt gemacht worden. Anders liegt die Frage, ob man imSeptember, wenn man eine zuverlässige Uebersicht über die neue Ernte hat, dazu schreiter soll. Ein fester Beschluß darüber kann natürlich zurzeit noch Nicht gefaßt werden." Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 24. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautdart: 24. Juni 1916. NussischerKriegSschauplatz. Bei Kimpolung in der B u k o w i n a wurde gestern heftig gekämpft. .... Jur Ezercmosztal drängte umfassendes Vorgehen osterreichrich-ungarischer Truppen den Feind aus der Stadt ^uty zurück. Nordwestlich von Tarnopol brach ein nächtlicher rnssrkcher Angriff unter unserem Geschützfeuer zusammen. Bei R a d z i w i l o w wurden gestern vormittag abermals russische Anstürme abgeschlagen. Bei den vorgestrigen Kämpfen nördlich dieser Stadt hat die aus Niederösterreich, Oberosterrcrch und Salzburg ergänzte Landsturmbrigade wwdcr Proben ihrer Tüchtigkeit abgelegt. Die in Wolhynien fechtenden deuffchen und öster- reichttch-ungarischku Streitkräfte ringen dem Feind nördlich der Lipa, nordöstlich van Go^ochow und westlich und nordwestlich von Toroczyn schritt für Schritt Boden ab. Alle Gegenangriffe durch zum frische russische Kräfte blieben für den Feind ohne Erfolg. Italienischer Kriegsschauplatz. . Im P locken-Abschnitt setzte der Feind nach höchster ^Steigerung seines Geschützfeuers Jnfanterieanqrifft gegen nnme Stellungen auf dem Lahner-Joch und am Kleinen Pal an. Beide Angriffe wurden abgeschlagen. Sonst Lage unverändert. Der Bahnhof von A l a stand unter dem Feuer nuferer schweren Ge,chütze. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstavs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. . Ereignisse zur See. Einige unserer Torpcdofalirzeuge beschossen am 23. ftM an der italienischen Ostküste bei Giolianova eine Fabrikanlage und einen fahrenden Lastzug. Durch die Beschießung erplodierte die Lokomotive des ZügeS: vier Wnggcms gerieten in Brand, mehrere Waggons beschädigt. Die Fahrzeuge sind, vom Feinde unvelüstigt, Furückgekehrt. Am 23. abends hat LinienschiffSlcutnant Banfield acht Minuten nachdem er gegen einen zum Angriff auf Triest heranfliegenden feindlichen Hpdroplan aufgesttegen war diesen über dem Meere im Luftkampf hernntergeschossen. Beobachter (Italiener) tot, Pilot (Franzose) gefangen. Das Flugzeug „F. B. A. 12" wurde nach Triest eingebracht. ^in 24. Juni früh hat eines unserer Flugzeuqqeschwader Eifenbahnbrucke und Bahnhof von Ponte di Piave, sowie Hafen von Grado mit sehr gutem Erfolge bombardiert, in die Brücke vier Volltreffer erzielt. Alle Flugzeuge trotz heftiger Beschießung unversehrt eingerückt. ^ Eine Stunde später wurde ein französffches Seeflugzeug, Typ ..F.B.A/', im Golf von Triest von Linienschiffsleur- nant Banfield im Luftkampf hernntergeschossen. Es fiel vier Kilometer von Grado ins Meer. Unter dem Schutze der feindlichen Batterien gelang es einem feindlichen armieNen Panzernwtorboot, das Flugzeug zn bergen, dessen beide Insassen schwer verwundet sein dürften. Flottenkommando. Wien, 25. Juni. (WTB. Mchtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 25. Juni 1916. R u s s i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. In der B u k o w i n a bezogen unsere Truppen zwische.1 Kimpolung und Jakobenp neue Stellungen. Die Höhen südlich von Berhometh und Wifhnitz wurden von uns ohne feindliche Einwirkung geräumt. An der galizischeu F r o n t gewohnte Artillerietütigkeit, iwrdwestlich von T a r - n o p o l auch Minenwerfer- und Handgranatenkümpfe. Südöstlich von Beresteczko wiesen wir mehrere Kindliche Angriffe ab. Bei Holatyn-Grn. wurden die Höhen nördlich der Lipa erstürmt. Der Feind hatte hier schwere Verluste an Toten. Westlich von Toczyn drangen unsere Truppen in die feindliche Stellung ein und wiesen lzeftige Gegenangriffe ab. Am Styr abwärts Sotul ist die Lage unverändert. I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. An der küstenländischen Front standen unsere Stellungen zwischen dem Meere und dem Monte Savottno SeiüDctft imtei ieüQaftm üviiumertua. OestUch von Po - lazzo kam es zu Handgranateukämpfcn. Nachts versuchten drei Torpedoboote und ein Motorboot einen Handstreich raffen Pirano. Als unsere Strandbattericn das Feuer ev- öffnetcn, ergriffen die feindlichen Schiffe die Flucht. An dcr Kärntnerfront beschränkte sich die Ge- fechtstätigteit nach den von unseren Truppen abgeschlagenen Angriffen im Plocken-Abschnitt auf Geschützfcuer. In den Dolomiten brach ein Angriff der Italiener bei der Rufreddo-Stellung im Sperrfeuer zusammen. Zwischen Brenta und Kt sch war die .Kampftätigkeit gering. Im Ortlergeüiet scheiterte ein Angriff einer feindlichen Abteilung vor dem Kl. Eiskögele. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Ruhe. Ter Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. *• * Ereignisse zur See. Am 28. vormittags hat eines unserer Unterseeboote in der Otranto - Straße einen von einem Zerstörer, Typ „Frmrchc", begleiteten Hilfskreuzer, Typ ,,Principe Umberto , versenkt. Der Zerstörer verfolgte das U-Boot mit Bombenwürfen, kehrte zur Sinfftelle zurück und wurde dann dort vom U-Boot ebenfalls versenkt. Flottenkommando. Der türkische Bericht. Konstantin opel, 24. Juni. (WTB.) Anttlicher Bericht. An der I r a k f r o n t kein wichtiges Ereignis. In Südpersien drängten unsere vorgeschobenen Abteilungen die Nüssen bis in einer Entfernung von einer Stunde östlich der Stadt S-er mit zurück. Die Nüssen bemühen sich mit allen Mitteln, sich östlich von Sermil zn halten und verstärken sehr rege ihre im voraus vorbereiteten Beftstigiu.nasli.nien. Kaukasus. Auf dem rechten Flügel herrscht Ruhe. Im Zentrum fanden nur örtliche Jnfanterie-Feuergefechte statt. Am linken Flügel wurden die gegen bk feindlichen Stellungen auf dem nördlichen Mchstttt des Tsch-orvk begonnene Offensive und die Eroberung der von uns zum Ziel genommenen feindlichen Stellungen vervollständigt. Die von rms eroberten Stellungen befinden sich 25 bis 30 Mometer südlich der am Meere gelegenen Ortschaften Ofi und Tvapemrnt, sowie auf der 2300 Meter hohen Gebirgskette, die sich von Osten nach Westen in der Gegend hinzieht, wo die Flüsse, die zwischen den beiden Ortschaften rm Meere münden, entspringen. Bei dieser Offensive, die mit größter Heftigkeit seit zwei Tagen auf einer Frontbrartck von 50 Kilometern andauect, schlagen sich unsere Truppen mit der graten Tapserbnt. Sie zeichnen sich besonders in den Nahkämpsen mit dem Bajonett aus, bei denen sie in jeder Hinsicht ihre Ueberlegenheit beweisen. Die Flucht d-es Fern des, der an gewissen Stellen seine Zager im Stiche Leß, ließ mrsev' Soldaten alle Strapazen des Kampfes vergessen. Ohne den BeftU zur Verfolgung abzuwarten, schickten sie sich fröhliche zum Angriffe gegen die Neste des Feindes an und dehnteir hierdurch den. von ihnen besetzten Abschnitt aus. Bei diesen Kämpfen machten wir eine reiche Beuckc, bestehend aus versthiedenen Arten von Ausrüstungen, Kriegsmaterürl sowie 1^ Millionen Patronen und sieben Maschinengewehren, die wir gegenwärtig gegen den Feind benutzen. Wir machten 65 2 Mann, darunter 7 Offiziere, zu Gefangen-en. Trotz des schwierigen Geländes, das dem Feinde günstig ist, erlitt dieser Verluste, deren Zahl sich auf fast 2000 Tote bÄÄrft. Unsere eigenen Verluste sind vergleichsweise äußerst gering. Bon den übrigen Fronten keine wichtige Nachricht. Die Beisetzung des GeneralfeldmarschattS von der Goltz. Konstantinvpel, 25. Juni. (WTB.) Gestern nachmittag fand die Beisetzung Gener-Meldm-arschaM Freiherrn von der Goltz unter Entfaltung grvßeu «MtSrischen Gepränges und unter allgemeiner Deibnahmr der Armee, der Flotte, der RegierungK- krerse und der Bevölkere mg von Konstantinopel statt. Der Sarg war aus- dem historischen, höchst nralerisschen BajazLd-Platz vor dem Kriegsministerium aufgebahrt. Gr stand zwischen Geschützen unter hohen Llkazien und war bedeckt mit der deutschen und der vsmaNischen Kriegsslagye. Auf dem Sarge lag der deutsche Helnr und der türkische Kalpak. In der TrauergeiiteiNde erschienen neben den Verwandten und Lesttragenden im Austra-ge des SnlttmS deffen Sohn, Prinz Sia Eddin Gffeydi, sowie die Mqutanttn nrrd Zercmonien- Meister, als Vertreter Kaiser Wilhelms Botschafter Gras Wolff- Metteryich, als Vertreter Kaiser Franz Josefs der M-litärbevoll- müchtigte Graf von Pvntziowkvwskr Den Sarg umstanden ferner außer den osmcmischen, deutschen urrd ö sterreichi sch-ungarischen Ehrenwichen Mitglieder der Deutschen Kolonie und eine Abordnung der Pfadfinder. Diese legte einen Kranz dos Deutschen Pfrchffnder- bundes zu den prachtvollen MumMffpenden Oesterreich-Ungarns und der Türkei nieder. Die Predigt der Herrscher und der hohen Würdenträger Deutschlands hielt Marinepfarrer Berbe über den Text: Sei getreu bis in den Tod. Damus hielt der KrieWmivister E n v e r Pascha eine Ansprache. Gr widntete dem unvergeßlichen Lehrmeister der osmanischen Arntee, dessen Geist bei ihr bleiben werde, ernen letzten Gruß. Die Musikkapelle der „Göben" stimmte das Zred: ,Jch hatt' einen KäMeraden" an. Der Sarg wurde ans eine Äffette gestellt und ein langer Trauerzug, dein sich Hunderte von türkischen Osftziereu anschloffen, bewegte sich durch die dickstbesetzten Straßen, in denen aller Verkehr ruUe, nach der Serail-Spitze. Bon bort »ourde der Sarg in blumjengeschmuckter Barkaffe unter dem Ehreiyalut des Militärs und der Feuerwehr und unter dem Ehren- geleit von Torpedobooten durch die Fluten des Bosporus nach denü Park der Botschaft in Therapia ackbvacht. Auf dem! Kriegs- fnedhof, m der Nähe des MoltkedeicknvM fand in stiller Feierlichst die Versetzung des Generalseldmiorschal^ neben den Gräbern des Botschafters Freiherrn tum Wangenheim und dss Militärattaches von Leipzig und in unmittelbarer Nähe von Offizieren und Mann- schaften des MitteVweergeschwadevs, die in den Kämpfen im Schwarzen Meer gefallen sind, statt. Da- Kabirrett Zaimi-. Ath^n, 24. Jrrni. (WTD. NichtaEich.) Meldung der Agerree Havc^. Za iuris bestätigte schriftlich in einer Note, dre den Vertretern der Schutzinächte schon mündlich gegebenen Zusicherungen, wonach die königlich griechische Re- grerung sich verpflichtet, die in ihrer gemeinsamen Note 21-Lmn mitgeteilten Forderungen in ihrer Gesamtheit Au erfüllen. Bern, R./Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Die griechischen ^urm'b'r-Neuwahlen sind aus den 7. August festgesetzt Oesterreich-Ungarn und Rumänien. . ^J tn : ^ 3üni. (WTB.) Der jüngst zustande gekom- ra i 1 ? eT gegenseitige Erleichterungen des Handelsverkehrs forschen Oesterreich-Ungarn und Ruin an re n legt nur die allgemeinen Grund zu ge fest. Die Ausarbeltnng der praktischen Einzelheiten blieb dem in Bukarest arbeitenden gemischten Ausschuß überlassen Wie die „Neue Freie Presse" erfährt, hat der Ausschuß seine Arbeiten abgeschlossen. Der Handelsverkehr dürfte sich bereits ab 1. Juli auf den neuen Grundlagen abspielen Jmmelmanns Beisetzung. -k§IEsden,24. Juni. (WTB.) DieZeicheJ m mel ma n n s 'mchmittag auf dem Neustädter Güterbahnhos der durch des Grenadierregiments ,M.iser Wilhelm" 1 abgesperrt tixu., erngerroffeu. Vor der Bayudoisrvuunanbautur hatte sich eine große Menschenmenge eing-efunden, die in ehcfürch- ligem Schweigern verharrte. In den Amtscäumen der Bahnhoss- kommaudantirr hatten sich zahlreiche hohe Offiziere, namentlich der Fliegertruppe, vereinigt. Auf einem.Kissen lagen die sämtlichen Orden Jmmelmanns. Nachdem die Mutter, die keine Trauer angelegt hatte, imd die nächsten Angehörigen eintraten, hoben Mannschaften deschJägerbataillons 43 den schmucklosen hellbraunen Sarg aus dem Güterwagen. Eine Fülle riesiger Kränze in den Farberc der verschiedenen Bundesstaaten bedeckte den Sarg. In einigen warerc Bruck)stiicke von Jmmelmanns Flugzeug einge- ftochlen. Neben dem vierspännigen Leichenwagen schritten Jäger. Tie Menge, die dem Zuge folgte, wuchs von Straße zu Straße in die Zehntausende. Pfadftnder bildeten Spalier. Kurz vor 6 Uhr ttaf hex Zug im Johannisfriedhofe von Tolkewitz ein, wo nrorgen die Einäscherung stattfindet. Dresden, 25. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Unter gewaltigem Andrang der TreÄ>ener Bevölkerung erfolgte heute nachmittag 5 Uhr die Beisetzung des Oberleuttrants Max Jmmelmann in der Feuerbesiattungsanstalt Dresden-Tolkewitz. In der Halle fanden sich unter anderen ein: Der Vertreter des Kaisers, Gene- S* 7 . ^ Jvfantefte Freiherr von Ltincker und der Vertreter des Königs von Sachsen, General der Kavallerie Freiherr von Müller, die in allerhöchstem Aufträge Lorbeerkränze niederlegten. Auch vom Prinzen Heinrnch von Preußen war ein Blumengruß ein- gcttosfen. -Ferner waren zugegen Generaloberst von Hausen, der Sächftsche KftiegsMrnister voic Wilsdorf, Kulttcsminifter Dr. Beck, stellvertretender kvlnmmid irrenter Gen-eväl von Bvoiz-eir, sowie Ab- ordmingen sänttlick)er Dresdener Truppenteile, aller Fliegertrilpperc rn Sachserc und Abordnungen .preußischer, bayerischer und' sächsischer Fliegertruppen ans beml Felde, von denen sämtlich Kränze rmdergelegt nmrdeu. Nachdem die Kapelle des SchützenregimeTtts bas Nftdertandisck^ Dankgebet gespielt hatte, hielt Pastor Dr. Kautz s ch die Gedächtnisrtt>e, in der er auf Grund des Bibel- ^mkes Joh.-Evangelium Kapitel 14 ein Lebensbild Jmmelmanns zerchnete. Während der Rede kreuzte der Zeppelin IV üb«r der Halle, von dessen Gondeln zwei Rosenkränze mit schwarz-werß--roter und weiß-grüner Schleife abgewvrfen wurden. Nach dem Geistlichen widmete der Dresdener Oberbürgermeister Jmmetmann, dsm berühmten Sohn der Stadt Dresden, einen herzlichen Nachruf, während der Direktor der Technischen Hochschule zu Dresden den begabten Schüler pries, der die hier erworben sni Kemttmffe für die Ecobermm der Luft todesmutig in Daten umge- fccht hat. Sologesänge. EÄlovorttäge und Orgelspöck umrahmten dre Ferer, die auf alle Anwesenden ernen tiefergrei fanden Eindruck inachte. Zum Untergang der „Hampshire". London. 25. Juni. (WTB. Nichtamttich.) Unterhaus. Coope (Unwmft) fragte, aus Grund welcher Beweise die Admiralität zu dem Schlüsse gekommen sei, daß die „Hampshire" auf eine JJcnte geswßerc ist. Mac No nva ra erwiderbe, der Beweis liege in dar wohlüberlegten Schlußfolgerung des Höchsckomrnandierenden der großen Flotte, nachdem eine genaue Prüfung aller Umstände vorgenmnm»en war. Fab er (Unionrft) fragte, ob eine Untersuchung statt finden würde. Mac Namsra erwiderte: Ein Untenuchirngsgericht hat stattgeßrnden. Coo-per fragte, ob Mm Namara nicht bkckannt sei, daß die Ue^rlebenden von der „H'arnp- syive" nicht alle der Meinun.g seien, daß das Schiff nicht auf eine Mrne gestoßen ist. Darauf wurde von der Regierung keine Antwort gegeben. Auf eine weitere Frage sagte Mac Namara: Die „Hamp- shrve" war auf ihrer Fajhct von zwei Zerstörern begleitet, bis der Kapttän bet „Hampshire" genötigt war, wegen sehr schweren Seegangs fie zurückzu schicken. Cooper fragte, ob die See vor der Fal-rt abgefucht worden sei. Fa der fragte, was aus den Zerstörern wurde, nachdem sie die „Hampshire" verlassen hatten. Mac Na mar a erwiderte: Ich vermute, daß sie nach ihren Nationen Mrückfuhren. , Be llair ftagte, ob Mac Namara folgende Punkte aufklären könne: Die Zerstörer sind um 7 Uhr zurückgefahren. Das Wetter wurde dann bester. Die Zerstörer Und PÄrouillenbr>otc sollen dann um 8 Uhr die Stelle abges,«ht haben. Mac Namara sagte: Ich glaube, daß^ das der Fall ist: aber über das Wetter kann ich. nichts sagen. Be-llair sagte schließlich, er wolle dem- nächlt zur Sprache bringen, daß die Admiralität es unterlassen habe, ein Kriegsgericht über dar. Untergang der „Hampshire" einzusetzen. Der §ee?rieg. Berlin, 25.Juni. (WTB.) Die durch den enalischen Zettungsdienst Poldhu vom 24. Juni verbreitete Behauptung, daß der Harwichdampser „Brussels" von einem deutschen Tauchboot angehalteu und nach Zeebrügge eingebrrncht sei, rst falsch. Vielmehr ist der Dampfer, wie wir von zuständiger Stelle erfahren, durch deutsche Torpedoboote anf^b rächt. Madrid, 25. «Juni. (WTD. NichbkMtÄchü Barce- l«na wird gemeldet, daß dort Bvott nrrt der Besatzung des tvr^pedierten italienischen Segesschiffes „Chi- charra" eintrafen. Die Schiffbrüchigen erklären, es seien mehrere Schrfse torpediert worden. Die Zeittmgen veröffent- lichen eiuc Depesche Mrs Barcetzona, tvv-nach Sonnabenü früh zwei Boote mit der Bv-atzrrng dos von einem unter österreichischer Magge fahrenden Unterseeboot versenkten italienischen Segelschiffes „Satnrnrnv Fanni" in den Hafen einKeseu Andere Boote, dre glerckgalls im Hafen mrkamxn, litten den Kapitän mrd 18 Matrvseir des von «einem Unterseeboot versenkten italienischen Schv- uers „San Francisco" an Bord. Nach einer Meldung aus Ca stellen kanren in Binanoz Boote mü der Besatzung des italienischen Danrpfers „G u i s e p i n a" an, der von einem Unterseeboot unter österreichischer Flagge versenkt worden war. Aus dem Ueiche. Die Zenlralcinkaufsgesellschaft. n ^ Nkstrige Sitzung des parlamentarischen Beirats für Bolrsernährung wurde durch ecne längere Rede des Staatssekretärs des Reichsantts des Innern und Stellver-, treters des Reichskanzlers Dr. Helfferich ein geleitet. Der StaaEl'ekretar erörterte dabei in der' eingehendsten Weise die Frage der Organisation der Lebensimtteleirrfuhr und die Beschtoerden die newmdnlgs sehr zahlreich und teilweise nnt großem ^Nachdruck gegen «die Hauptträgerirr der Einfuhrorganisation., die Zentral- Einkaussgesell schuft m.b. H. ^erhoberr werden. Nicht willkürlich, sondern «unter dem Drucke zwingender Normen digkeiwn! haben wir uns zur Einschränkung der- Freiheit der Einfuhr die ja auch während des Krieges noch eine Zeitlang bestarrden hatte eutschlosien. Tre schrankenlose Freiheit der .Konkurrenz beim Einkäufe im Auslmrde schlug drrrchaus zu unserem Nachteile ergruppen zukommen zu lassen, sondern im ganzen) Reiche gleichmäßig zu verteilen. Daß dre Zentralrsation auch heftige Gegnerschaften auf den Plan rufen würde, war von vornherein setvitverstänolräi. üiccm nur prware Handclsinlcrejsen werden durch sie gesmäpigt, sondern, es weiden auch die besvuperen Vorteile eingeschränkt, über die gewisse Gebiete durch altgewohnte und feste Einfuhrbeziehungen bei der Beschaffung ausländischer Waren verfügen. Außerdem widerstreben natürlich die Misländischeu Verkäufer der Zentralisation, die es ihnen unmöglich macht, die verschiedenen deutschen Käufer gegeneinander auszu- svielm und ihre Forderungen stetig in dre Höhe zu schrauben. Ten Widerständen gegenüber, die aus olltm diesen Quellen entspringen. Muß die Wahrung des allgemeinen Interesses oberste Richtschnur bleiben. Dem Allgemeininteresse aber dient unter den obwaltenden, uns durch die Methode des gegen uns gefüllten Wirtschaftskrieges aufgez wringe neu Verhältnisseil die lfwttralisation am besten. Den „billigen" ausländisck-en Angeboten an Private — die übrigens allzuoft mir „fteibleibende" Scheinangebote sind — die Tore zu öffnen, wäre auf die Dauer höchst schädlich: denn durch sie soll in der Regel bloß in die straffe Zusammenfassung der Einfuhr eine Bresche geschlagerr werden, und die schlieMchc Folge wäre di: Wiederkehr der unhaltbaren Zustände, wie wir sie vor Einführung der Zenttali- sation hatten. Die grund«iätzliche Notivendigkeft der Zentralisation schließt freilich die Möglichkeit incht aus, daß auf einzelnen Gebieten unter besonderen Vprailssetzüngem eine gewisse Lockerung zugelassen, eine stärkere Heranziehung des privateil .Handels gestattet werden kann. Wo das nlöglich ist, soll und wird es geschehen: die beveiligven Stellen prüseii dmierild, ob und tvv solche Lockenmg prallisch drurrhsührbar Und für die Gesamteinftihr oor- teckhast sein könnte. Daß die Zentralisatton die Emfuhrergebnrsse — sowohl bezüglich der Mengeil lvie der Preise — günstig'beeinflußt hat, ist erwiesen. Ter Staatssekretär legte ausführliches, st»- tistffches Material vor, das auf allen wichtigen ImportgebittM feit der Einführung der Zentralisation eine günstige Ennvickkuug sowohl der Ernfuhrmengen wie auch der Preise der Eiusuhrwarenl belegt. Aus naheliegenden Gründen eutzäehen sich die voll dem Staatssekretär dem Beirat für Vvlksernährmrg mftgeteckten Enrzel- nachweffungen der Veröffentlichung. Der Staatssekretär gmg dann aüs eine AnzahL einzeln« ^schwerdefälle gegen die Z. E. G. ein, die in der Presse vev» öffentlicht Nwr-den sind, und wies auf Grund der von ihm ver-- mrlaßten Angehenden Nachprüfung nach, daß die Anllagen teils auf Irr. .-rern über die Tatsachen selbst, teils aus falfchec Beurteilung der Zusammenhänge beruhen. Natürlick) kann ftir die Zweckmäßigkeit und Richtigkeit jeder Handlung der überaus zahl- eichen. notwendig bis zu einem gSoiffen Grade selbständigen Organe der Z. E. G. von niemand eine absoürte Gewähr geleistet lvOden; Fehle c werden hier wie in jedem anderen gwßcn Ber- wattmrgskörper oder .Betrieb vv-ckkomlnen. Im ganzen aber spveckien die Ergebnisse zugunsten der Geschäftsfübrung. Denn da und dott gegen die Ehrenhaftigkeit und llneigennü tzigkeft leitender Persönlichkeiten der Z. E. G. erhobeneil Anschuldigungen fehlt nachweislich jede Grundlage; keinen Beamten der Gesellschaft trifft in dieser Beziehung auch nur der leiseste Vorwurf. Zum Schluffe betonte der Staatssekretär noch emutal, daß stettg mtt der größten Gewissenhvfttgkeit Tlachgeprüft werde, ob in einzelnen Geschäftszweigen eine stärkere Beteiligung des privaten Handels zulässig nxrrc. Er werde für einen Abbau der Zentralffatton ein treten, sobald und wo immer dieser Abbau mit dem Allgruuftmnteresse vertväglich fei. Die Steurrgesetze in Preußen. Berlin, 24. Juni. (WD8.) Das Abgeordnetenhaus hat heute die Vorlage betrefserrd die Zuschläge zur E inkontmen- und Er günAnngs steuer nnt den Ko nrp ronriß an trägen angenovrinen. Es handelt sich dab^i unr Anträge Bockeld«rg (kons.), wonach die Zu- schlagserhohnng nnr fift zwei Jahre, also nicht über das Etatsjahr 1*917 hinaus gelten soll. Ferner beantragte Bockel- berg: „Sollte am 1. April 1918 der Krieg rnit den enropät- schen Großmächten noch sortdauern und bis dahin ein neues Gesetz über die Erhebung drm Zuschlägen zur Einkommensteuer urch Ergänzenngsstener nicht zustande gekommen fein, so v-erlälrgert sich die Miltigkeit dieses Gesetzes um ein weiteres Etatsjahr." (Das Herrenhaus hatte bellrnntlich für die Regierungsvorlage gestimmt, die Stenern fiir die ganze Kriegszeit zu bewilligen.) Der Präsident erhielt die Ermächtigung, eine neue Sitzung anzrckeraumen, falls eine lrochnralige Beratung der Steuerzuschläge notwendig werden sollte. Ein sozialdemokratischer Antrag, Dienstag die Nah- rungsmittelfrage nochmals zu erörtern, wurde abgelehnt. Berlin, 24. Juni. (WTB.) Zur B>eschlußfaffung über die vom Abgeordnetenhcrus heitte abgeänderte Steuervor- lage ftndet die rräch-stL Plerrarsitzurrg des Herrenhauses Dienstag, 27. Juni, um 1 Uhr mittags statt. * Münch en, 25. Juni (WDB. Nichtamtlich.) Die Korrespondenz Hofftnann meldet: König Ludwig empfing heute in iAudienz Dr. Krupp von Bohlen und Hal- bach, außerordellllrchen Gesandten und bevollmächtigten Minffter, ^Mitglied des Preußischen Herrenhauses, Arthur Krupp, Mitglied des österreichischen Herrenhauses, Dr. Emil Ehrensberger, Heinrich Vielhaber, Professor Dr. Rausenber- aer, Dr. Rudolf 5)artwig, Mitglieder des Direktoriums der Firma Krupp, Emil Georg Stauß, Direltor der deutschen Bank, Berlin, Josef Bvehm, Kommerztzmru^ Direktor der Bayerischen Bereinsbank, Mitruhen. Dr. Krupp von Bohlen und Halbach und die Direktoren der Firma Krupp hielten eingehend Vortrag über die Gründung des neilen Münchener Unternehmens; dessen künftige Gestaltung wurde an Hand von Plamn eingehend erörtert. Der Empfang dauerte 1i/^ Stunden. Rach dem Empfang zeichnete der König den Direktor der deutschen Bank, Emil Georg Stauß, durch Verleihung des Ritterkreuzes des Verdienstordens der Bayerischen Krone, und den Direftor der Bayerischen Vereinsbank, Kommerzienrat Joses Boehm, durch Verleihung des Ehrenkreuzes des Verdienstordens vom Heiligen Michael cnts. Berlin, 26. Juni. In der gestern abgehaltenen Hauptversammlung des Verbandes sozialdemokratischer Wahlvereine von Groß-Berlin wurden samlliche von der Opposition ausgestellten Karldidaten gewähll. Der nicht wiedergewählte bisherige Vorsitzende Ernst führte in seinein Schlußwort aus: 6Z sei intereff'ant, daß die Bezirksleiter, die gegen die Parteirichtung schimpften, in. ihren Kreisen, wo sie mit den Massen in Verkehr treten, es nicht verhindern könnten, daß die .Kinder der sozialistischen Vereinsrnitglieder in Schaven in die Jugend wehr ein- treten. Man solle doch nicht die revolutioTbäre Phrase predigen. Arrs Stadt und Lund. Gießen, 26. Juni 1916. •* Amtliche Personal Nachrichten. Der Groß'« Herzog hat am 24. Zutzi ds. Js. den Ministerialsekretär bet dem Ministerium der Filränzen. Frnanzrat Karl Lony zu Darmstadt, zum Vorstand des Finanzamts Worms I ernannt; den Vorstand des Finanzamts Lauterbach. Finanzrat Justus R e i m h e r r zu Lauterbach, rn gleicher Diensteiqenschast an das Finanzamt Heppen- heim versetzt; dein Vorstand eines Finanzamts, Finarrzrat Gustav B erres zu G >eßen, das Finanzamt Lauterbach, dem Vorstand eines Fiuanzaints, Fmanzrat Georg S t a m in I c r zu Worms zurzeit im Felde, das Finanzamt Alzey übertragen, und den Finanz- amtmann bei dem Finanzamt Tarmstadt I. Finanzrat Georg K n ö s; zu Darinstadt, zum Vorstand des Finanzamts Diebura ernannt. - u n g. Dem Gefreiten Fr G i e s l e r im Landll.-Jip.-Ngt. Nr. 10, der vor 4 Wochen die Hessische Tapserkeits- medmlle erhalten hat, wurde am 19. Juni das Eiserne 51reuz zweiter Klasse verliehen. ° ** Die Gießener Freiltcht-Bühne veranstattete tzestern eineii llnterhaltungsnachniittag jum Besten des Roten «Kreuzes. Eintritt wurde nicht erhoben. Spenden konnten fret- »villig in die am Eingang aufgestellten Buchten eingeworsen werden. Der Untcrhaltungsnachmittag, der von Mitwrrrenden der Freilichtbühne bestritten wurde. fand rn den einzelnen ^rrbn- tungen großen An Lang. Ernste und Wertere Vorträge Wechselten sich mit stimmungsvollen Lautenliedern ab. Sollte nochmals eure ähnliche Veranstaltung vorgesclwn sem, so wäre es doch 'v-ohl ratt ferm, eilten mäßigen Eintrittspreis zu erheben, oder wenigstens «noch schulpflichtige Kirrdcr, die sich recht störend bemerkbar mach ien, auszuschließen. ~ f+0+ ** D<^r Gießeuer 5) a u s f r au e n - V er ern veranstaltet Vorführungen, durch die er seine Mtglieder mit einer einfachen billigen Methode bekannt machen will, Frücht-»ohne Zuckei ballbar emznmacken. Man gebraucht bei diesem Verfahren weder Spezialgläser noch Gummiringe. Nötig ist nur. daß dre ZersetzunE' keime (Hefe, Bakterien, Schimmelpilzsporen u. dergl.) durch Erlichen getötet werden und Vorsorge getroffen ivird, dag nach dem Erhitzen nicht neue Zersetzungskeime aus der Luft in die Obstdauerwaren eindrrngen können. Weiter will der Vorstand Anl eitun- ccn zum Dörren int eigenen Haushalt geben. Dre große Zuckerknavvheit und die guten Erfolge, die viele unserer 5)aus- grauen im vergangenen Jahre mit dem Dörren der Gemüse und des Obstes gehabt haben, machen es zur Pflicht, m diesem Jahre aanz besonders darauf hrnzuweisen. Gedörrt^ Obst und Gemüse erfordert keine kostspieligen Glas'er. sondern nur etwas Zeit und Aufmerksamkeit. Gedörrte Gemüse und Früchte können nicht verderben. erfordern wenig Platz zum Aufbewahren und schmecken tm Winter, richtig behandelt und gekocht, wie frisch. (Näheres siche m der hiesigen Anzeige. , . . r A -, . f , ** Gewerkschaft Fernre Gießen. E-s ist nun mehr bekannt geworden, daß die Firma Friedrich Krupp, A. G. m Essen, Käuferin des Bergwerks ist Wre wir vernehmen, tritt die Verwaltung der Gewerkschast, Grirbenvorstand und Direktion, von ih-rem Amte zurück: an stelle des Grubenvonstandes wird ein Repräsentant treten. Mit der Werksleitirng ist Bergassessor Dr. Wimmer aus Dortmund, der bisher als Oberleutnant im Felde war, bebaut worden. Ms Syndikus hat die Firma Friede. Kwupp Justizrat Grünewald bestellt. ^ , ** Die Höchstpreise für Obst, welche am Sams tag nachnüttag bekannt gegeben wurden, lyaben wre eine Bombe eingeschlagen. Der Obsthandel ging bei den für Kirschen und Erdbeeren geforderten Phantasiepreisen von 80—490 Mennig und 1.20—1.30 Mark recht schlecht. Am Samstag nachmittag gegen 4 Uhr war plötzlich an den offenen Verkaufsständen der Stadt ein Gedränge von Fronen und Männern, die zu den Höchstpreisen Obst kaufen wollten. Zwischen Verkäufern und Käufern gab es hchige Auseinandersetzungen, die damit endeten, daß die Inhaber der Straßenstände entrüstet ihre schönen Früchte etnpack- ten und abzogen. Man drohte dabei, die Gießener bekamen nun iüberhaupt kein Obst, was natürlich bei den die Obststände Umringenden Entrüstung hervorrief. Gestern, Sonntag, wurde nun mit einem kleinen Preisabschlag, Kirschen für 70 Pfg und Erdbeeren für 1 Mk. losgeschlagen, was loszuschlagen war. Wegen der Ueberpreisforderung sind bei dem Polizeiamt mehrfach Anzeigen erhoben Die »andels- frauen berufen sich aber darauf, es fei ihnen von amtlicher Seite erlaübt, die Ware, welche fie noch zu nolwm Preise eingekauft, ohne Gewinn abzusetzen, so daß rn Gießen erst von heute ab Kirschen usw. zum festgesetzten Hocyst- preise verkauft werden müßten. r „ ** Der Kaninchen- und Geflügelzucht-Verein der Eisenbähnbeamten für Gießen und Umgebung, welcher jüngst eine gut besuchte Mitgliederversammlung abgehast ten hat. beabsichtigt, am 1 Oktober d x s. eine ^offtlaii&iteUung su veranstalten, deren Lcittmg der Verbandsvorsitzende, Unter- Assistent Kl ö ß- Wieseck übernommen hat. Feiner wurde ^beschlossen. am 1. Sonntag jeden Monats, begrünend am 2. ,um T I , eine Kaninchen-Börse abzuhalten, und - zwar soll der erste Markt im Garten der Gastwirtschaft „Tamrhauscr , Frankfurter Straße, stattfrndeii. Man will mit dieser Verausta \* tima das Angebot und die Nachfrage nach Schlacht- und Zucht kamnchen regclir. Dieser Markt ist für wdermaim zugangig: es ^cmn jeder Besitzer von Tieren den Markt beschtckem Als ^taiw- geld iverden 20 Pfg. für ältere imd 10 Pfg. für. Jungtiere pra ^ Stück erhoben. Mit dem Marckt Nnrd eine Prämiierung ver- ^bmiden. ^Euevnte. Das Stellv. Generalkommando des ^Armeekorps hat angeordnet, daß zur Förderung der freu* ernte alle verfügbaren Mannschaften der ut Betracht kommenden Ersatztruppenteile mit Gebührnissen zu beurlauben sind Anträge siird von den Bürgermeisterereii direkt bei den Ersatztruppenteilen zu stellen. Wo Arbeitskommandos notwendig sind, können solche beim Großh. Kreisamt be** Im heutigen Kreisblatt ist eme Bekanntmachung üb« die Regelung dos Handels mit Kaninchen und über Regelung der Beschaffung, des Absatzes und der Preise von lebendem Vieh veröffentlicht, woraus ioir besonders^ Hinweisen. vreutzen anstatt der Betstunde einen Vortrag, rn dem er ousfuhr lich die „Not Ostpreußens und unsere Hilfe" wahrend oes Russen- einfalls schilderte.Die Kirche war sehr gut besucht. besonders von Frauen und Mädchen, denn viele Männer stehen tm Felde tm Mmpf gegen unsere Feinde. Am Schlüsse des Gottesdieiistes wurde eme Kollekte für die Ostdeutsche Ansiedler Hilfe erhoben r Ober- Lais, 26. Juni. Ter Krug hat in unserer Ge- memde ein weiteres, das neunte Opfer gefordert. Wchrmanu Kärl Kirchhof ist am 16. Juni tm Westen gefallen, mtchdem er wenige Stunden vorher seinen Eltern Mitgeteilt hatte - dieser Brief kam gleichzeitig mit der Todesnachricht — er komme in den ersten Tagen auf Urlaub. Damit ist in mrserer Genumde das dritte Brüderpaar gefallen. Der letzte Gefallene war Adolf Kirchhof, ein Bruder des Karl Kirclchos. Außerdem starben auf dem Felde der Ehre die Brüder Richard und Rudolf Bock uno die Brüder Gustav und Mdolf Niest. Die Namen der anderen Gefallenen sind: Karl König und Karl Schädel. Nach der amtlichen Liste von Frankreich' ist weiterhin auch noch Wehrmann Karl Se u m gefallen. Vermißt seit Herbst 1914 sind bje Wehrmänner Gustav Bach und Friedrich) Gütz, sowie die Garüttten Rudolf Rack und Wilhelm Haas. In russrschcu Gefangenschaft befinden sich Schütze Otto Eich und Gefreiter Karl B a k. uns unserer Gemeinde stehen jetzt nahezu 100 Mann unter den Waffe § Airs dem oberen Vogelsberg, 25. Von der ersten Brut der Schwalben sind viele Jungen aus Mangel an Nahrung zugrunde gegangen. Turchdaslang anhaltende Rogeu- wetter konnten die Mten iftcht m gemigender Menge Futter herbei, schassen uiid so nrußte manches Nest nnt Jungen lang)am verenden. Die schwarze, hier sogenaimte „Rauchschwalbe", welche meist m die Kuhstätte baut, hatte ja vorerst noch Nahrtmg an den m federn Statte oft zahlreichen Fliegen und Mücken. Doch auch dw,e auft gesparten Mengen wurden immer knapper, bis zuletzt alles auf gezehrt war und auch hier der Hungertod einsetzte. — Obwohl nun schon fast acht Tage das Wetter sich geändert hat und die anscheinend unaufhörlichen Regencmellen, versiegten, ist man hrw doch noch nicht zur Heuernte geschritten. Gar vielerlei Arbeiten mußten erst noch verrichtet werden, die, geradezu, dringend notwendig geworden waren. Bor allem hieß es: die Kartoffelfeldes gereinigt, denn durch das lange Regewvett-er war das Untraut bedeutend in die HölM gekommen und hatte die fnngen Kartwscl-. pflanzen überragt. Nachdem mm das Unkraut alles besettmt ist stehen die Kartoffelfelder in geradezu lachender Fülle und Ockwu. heit da An trüben Tagen durfte auch das Wetterv stanzen der jungen .Dickwurz, Kohlrüben und des Krautes nicht vergessen werden. Mles dies sind Arbeiten, die dem Landwirte geraoe so dringend und nötig sind, wie die Heuernte. / Vermischte-. ^ Berlin. 26. Juni. Auf dem T e g el er See d« vn dem gestrigen schönen Wetter der Tummelplatz zahlreicher $>00 war, ereignete sich am Nachmittag ein s chweres ungiua. ^ mit 9 Personen besetztes Segelboot teuierle. uno wmtliche ^ fassen, darunter em 7fahriger Knabe, nelen ms Waner. ^achout einige andere Boote zu Hilfe gekommen waren, den größten Anstrengungen, eure Person nach der anveren aus oem Wasser zu ziehen. Der Besitzer des veruugluatm, Segelbootes, der Kaufmann Tetzke aus Scholteberg, war völlig erschöpft, al s^ ec ut eines der Boote gezogen wurde: von lemen beiden Töchtern konnte nur die eine gerettet werden, wahrend die zweite den Tvo in den Fluten fand. - Laut „Berliner Tageblatt" ergaüen.dre behördlichen Ermittlungen, daß der Unfall durch eme Unvoriich- tirrfeit des am Steuer sitzenden Rtannes öexbtngeTuört nnrrDe * Burg bei Magdeburg, 25. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) 5acute früh 2V» Uhr en t g l e i ste bei der Einfahrt m den hiesigen Bahnhof der mit einstündiger Verspätung von Magdckburg em- treffende Güterz ug 6 7 9 5. Aus dem ersten Teste des Zuges fvrangen bei ein« Weiche 7 Güterwagen aus den Gleisen und sperrten die Hauptgleise. Nach siebenstündiger Arbeit waren che Hauptgleife frei. Die Strecke Möser—Burg wurde eingleisig befahren. Vom Zugpersonal wurde niemaiw verletzt. T« Sachschaden ist beträchtlich. Die Ursache des Unsalls ist unbekannt. * Köln 24 Juni. (W. B. Amtlich.) Heute vormittag um 5 Uhr 2 bMm/en tgleisten aus dem Bahnhof Kö ln-Ntpp es von dein Nachlgüterzug 6874 die Lokomotive des Zuges und acht Wagen. Der Heizer des Zuges wurde bei dem Unfall getötet Der Lokomotivführer wurde schwer und zwei Mann des Zugbeglett- Personals leicht verletzt. Die Ursache des Unfalles ist unaufgeklärt Die Untersuchung ist eingeleitet. Der Personenverkehr der Zuge wird durch Umsteigeu ausrecht erhalten. Die Schnell- und Guter- zöge werden, soweit erforderlich, umgeleitet. UttiVersitäts-NQehVrchten. -- F r a n l f u r t a. M., 26. Juni. Der Rektor der Universität Frankfurt. Professor L. P o h l e , wurde vom Kultusminister für die Zeit bis Ende März 1918 zum Vorsitzenden der Kommissionen für die kaufmännische Diplomprüfung und die Handelslehrerpru ung ernannt. Tie Mitglieder der Verbindungen Verein deutscher Studenten, Marcomannia und Teutonia konnten in die Kammer des Allgemeinen Studentenausschusses der Universtttlt keine Vertreter entsenden, da sie sämtlich im Felde stehen. Auch der Deutsche Ehrislliche Studentenverein konnte in die Kammer B aus demselben Grunde leine Vertreter entsenben. Kreis Friedberg. # Nieder-Roßbach, 26. Juni. Der Lehrer Philipp Mohr wurde zum Leutnant d. R. befördert. -- Ans der Wette rau, 25. Juni. Endlich ist das Wetter so, wie es des Bauersmanns Wunsch war. Eben macht, nie ein ländliches Sprichwort sagt, die Arbeit Junge. Alle .Hände voll sind zu tun. Bor allem ist die H eu e r n t e einzubringm. Mau kann ruhig belMupten,' daß in den letzten 10 Jahren lolmes Wiesenfutter nicht m finden war, ww heuer, testwei,eZagcrt da-s Gras gleich dem zu fetten Korn. Viele Muhe und Schweif-,verursaM das Mähen, zumal die besten Arbeitskräfte emgezogen und. DE) dü überall zwanglos geschaffeneii „Arbeitsgemeinschaften" tun das Ihre, daß keine Wiese nngemäht stehen bleibt rr man dieses Jahr zwei Wagen ermet. wo man im vorigen trocknen Jahr iiicht einen einbrach:e, wird man mm von Futtermangel nicht sprechen kömnm. Gut war die bisherige kühle Witterung den Tickwurzpflanzen, die prächtig wachsen, so daß ein Nachsetzen nicht nötig ist. Auch' die Gemüsepflanzen zeigen gutes Wachstum. Sehr zu statten kommt das gute Wetter den Kartoffeln. die bei der Nässe nicht gedeihen wollten. Nun aber ttehen die Frühkartoffeln schon teilweise in Blüte und es steht insbesondere auf leichteren Böden eine gute Ernte in Aussicht. Einen vorzüglichen Ertrag liefert auch der überall zum erstenmal emgebame Winterravs: diese Aecker werden fetzt noch mit Trckwurz- pslanzen gesetzt. Was das Obst anbelangt, so muß man sagen daß die Emtwicklung der Früchte sehr gut vorwärts geht. Vielfach tritt die Apfelbaumgespinstmotte auf, die durch Verbrenncu unbedingt vernichtet werdm mitß. Starkenburg und Nheinhessen. ^ Hoch st i. O., 25. Juni. In der Zeller Feldmark wurde das dreijährige Kind des Waldarbeiters Schlick von emer Kreuzotter in daS Gesicht gebissen. Das Kmd verstarb nach kurzer Zeit an den durch den Biß verurjachlen Verglftnugs- erscheinungen. ^ ^ ^ . , . i>. Aiainz, 23. Juni. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde vom Oberbürgermeister die Rlit- teilung gemacht, daß das K r i e g s w a h r z e i ch e n am Samstag, 1. Juli, vormittags 11 Uhr, in 'Anivesenbeit des Großherzogs em- geweiht werde. — Zum uubefoldeleu Beigeordneten ivurde wieder auf 6 Jabre Kommerzienrat Haffner einstimmig gewählt. - Tie Bonsiaziusstraße wurde in H i n d e n b u r g st r a ß e, der Bonifaziusplatz in H i n d e n b u r g p l a tz umbenannt. — Z»rr Errichtung einer H a u s b c s i tz e r k a m m e r hatte sich die Ber- sammlung gutachtlich zu äußern. Einstimmig war man der Ali» icht, daß die Errichtung solcher Kammern nicht zweckiiiaßig sei und ging dahin das Gutachte,i. — Für den Ausbau des rechten Rhein, users wurden 44 000 Mk. bewilligt. Landkreis Gießen. * Beuern, 25. Juni. Gefreiter Ludwig Ranft iin Inf.- Regiment Nr- 224, ein Sohn des Schreinernieisters Wilhelm Rmük. wurde mit dein Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Ranft steht seit Kriegsanfang mit seinen drei Brirdern vor dem Feinde und war vor seiner Verwundung aktiv im Jns.- Regiment Nr. 116. Kreis Bltdingen. 4b Büdingen. 26. Juni. 'Fürs Vaterland starb der Einj.- Freiwillige O e h l, Sohn des Großh. Kreisveterinärrats Oehl. 4 b D ü d e l § h e i m, 26. Juni. Der Lehrer Peter G e r f i n wurde zum Leutnant d. R. befördert. . ^ e> . „ m . r . (T Orlenberg, 26. Juni. Den Heldentod fürs Vaterland starb der Musketier Otto Eißner, nachdem er 6 Monate im Felde stand und in den nächsten Tagen seinen ersten Heimaturlaub erhalten sollte. Die bedauernswerten Eltern trifft sein Tod um so schwerer, als sie bereits den zweiten Sohn verlieren. - Der Fürst Jost Christian zu Stolberg-Noßla-Ortenberg, der bereits schon einmal verwundet war, wurde in den schweren Kämpfen des Ostens bei erfolgreichem Reitergefecht gegen eine große russische Ucbermacht durch einen Bauchschuß schwer verwundet und durch Exc. von Linsingen persönlich durch lieber- relchung des Eisernen Kreuzes erster Klasse ausgezeichnet. Auch feine beiden Brüder Prinz Ernst und Hans besitzen diese Airs- zeichnung. Beide waren verwuiidet und zivar Prinz Erlist sehr schwer, sie stehen aber bereits seit langer Zeit wieder im ^elde. Kreis Alsfeld. --- Alsfeld, 25. Juni. Auf der Nachbarstation Breitenbach entgleiste der Abendzug. Menschen kamen nicht zu. Schaden. Kreis Lauterbach. -tl-. Moofer-Grund, 25. Juni. Fast gleichzeitig mit Ein tritt des Sommers verließ il>»s das Regenivetter und blauer Lümmel muntert zur Feldarbeit auf. Die Dickwurzpflanzell sind gesteckt und die Kartoffeln so ziemlich gesäubert. Die Heuernte hat nun allgemein begonnen. Die meisten Schulen haben für einige Wochen Heu- und Notserien gegeben. ^ Kreis Schotten. 4P Breungeshain. 26. Juni. Das Eiserne Kreuz erhielt der Pionier Wilhelm S t e i n . ^ t 4b Herchenharn, 26. Jun,. Unser „Johannrmarkt fällt in diesem Jahre aus. ^ , . E La ubach. 26. Jnm. Am verflosiencn Donnerstag abend, am Fronleichnamstage, von 9 bis 10 Uhr abends, hielt in der hiesigen Stadtttrche Pfarrer Hildebrandt aus Heilsberg in Ost- Krei! Wetzlar. - ^ ä. Wetzlar, 26. Juni. Infolge Aenderung der Richtpreise für Schlachtvieh hat der KrersauSschuß einzelne Höchstpreise für Fleisch aeändert: es kosten vorläufig: frisches Schweinefleisch nnt eiugewachsenen Knochen 1,80 Mk., 5ioteletts 1,90 Atk., Rindfleisch mit 20 Proz. Knochenbeilage 2,20 Mk.. Lendenstück ohne Knochen 2.90 Mk. und Kalbfleisch mit 25 Proz. Knochenbe.lage 1,o0 Alk ä. Oberkleen, 25. Juni. An den Folgen emer plötzlich aufgetretenen Lungen- nnd Rippensellentzülidimg starb im sechzigsten Lebensjahre der G e in c i n d e. v o r st e h e r Reuter von hier. Das Hinscheiden des Verstorbenen wird umsomehr betrauert, als vor kurzer Zeit sein Schwiegersohn fürs Vaterland ftarb und seine Tochter nunmehr mit zwei unniündigen Kindern ganz allein steht. Hessen-Nassau. bv. Rodheim a. d. Bieber, 26. Juni. Am 24. d. M. waren es 25 Jahre, daß Andreas Dönges von hier als Werkmeister bei der Firma (^eorg Philipp Gail zil Gießen tätig ist. m. Dillenburg, 26. Juni. Der Stadtvorstand und der Ausschuß unseres Verschönerungsvereins genehmigten einstimmig den Vorschlag des Bürgermeisters, als Platz für den zu schaffenden H e l d e n h a , n die Waldpartie an der Friedrichsruhe vorzusehen. o-. E s ch w e g e a. d. Werra, 24. Jnni. Aus der Eisenbahn- strecke Niederhone—Göttingen ivurde heute vormittag in der Nähe der Station Eichenberg der 29jährige unverheiratete Bahnarbelter R i p v e l aus Hohengandern von einem Personenzuge über- fahren und getötet. Frankfur t a. M, 2o. Jmn. Eine Verordnung des Magisttats untersagt es, in Wirtschaften jeder Art, Hotels, Kaffee- Häusern ferner in Pensionen, Kantinen .und ähnlichen Betrüben! bis elf'tthr vvrmittggs Eier in irgendwelcher Form zu verabfolgen. Zuwiderhandlungen werden nnt Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mart bestratt Ferner ist die Ausfuhr von solchen Lebensmitteln aus Frankfurt verboten, die der Bevölkerung durch Berteilungsstetteu bezw. Lebensmittelkarten verabfolgt werden. Uebertretungcn des Verbots werden mit (^säuqnissttafe biS zu sechs Monaten oder nut Geldstrafe bis zu 1500 Mark geahndet. . - Frankfurt a. M., 25. Jmn. Zfmschen den Haltestellen Louisa imd Oberschweinstiege sttcßen am Samstag infolge falscher Weichmstettung und Signalgebung zwei Züge der Wald bahn zusammen. Beide Maschinen wurden schwer beschädig! und mußten außer Betrieb gesetzt werden. Menschenleben mmeii, obwohl die Züge stark besetzt uwren, nicht zu Schaden — Die un Stadtbezirk zum Zwecke des Verkaufs angebauttn F r u h k a r tos fein wurden gestern vom Magistrat zu Gunsten der Bevol kerung Frankfurts beschlagnahmt Den Kartoffeler^ugern zah.! ! die Stadt vom 1. Juli d. I. ab für den Zentner 9.50 Mk.frei Ab ^ lieserungsstelle. Börsen-Wochen-ericht. Frankfurt a. M., den 23. Juni 1916. Auch in der soeben zurückgelegten Berichtswoche blieb das Geschäft im f r ? ie n B e r k e h r an der Börse wieder außerordentlich still Angesichts der mehrcrwähnten Besttebungen die Tätigkeit der Spekulation, solange wir uns im Kriegszustand befinden,, ein zu dämmen, beobachtet diese streiigc Zurückhaltung, um der Ge- mbr zu entgehen, daß die Umsatzsteuer krasng erhöht wird, lvas, solange eine solche Verordnung Gesetzeskraft hatte, den Gefchofts- standUnterbinden würde. Tie Beratmigen über die zu ergreifenden schritte zur Buhst fe wurden von den hierbei in Betracht kommenden Instanzen diese Woche festgesetzt und dabei ift von verfchtedenen Setten auch die Ansicht vertreten worden datz eme teil weile Wiedereröffnung der Börse, wobei das Geschäft sich lediglich auf Kaisaumjätzc zu beschränken hätte, den gegenwärtigen Zustand, bei welcheni die Umsätze tm Freioerkehr sich ohne feglrche, Kontrolle der Börsenaussichtsorgane vottziehen, vorzuziehen sei. Soweit die Vorschläge für die Einschränkung der Geschäfte tn werteit während des Krieges in Betracht kommleii, hat Ue der Handelsminister als geeignete Grundlage sur wertere .^^rh^d- l un gen bezeichnet. Nun bleibt abzuwarten. ob man zu emer Verständigung gelangt. Wenn auch ^ Au^Mick Gewr^t ul^r den Ausgang der Verhandlungen noch nicht bestem, io neigt man doch überwiegend der Ansicht M. datz die angckdrohte Erhöhung der Umsatzsteuer vermieden werden wird. Du .^tung de^. Mmrtt^ war denn mich im ganzen eme zuv-ersichttiche. &me Stutze findet derselbe in der Flüssigkeit deS G e Id st an d e S ., i namentlich dem Anlagemarkt M-'aPen ^nrntt. Tw Anmg^er^.- konnten denn auch ihre Preise gut behauvten Anleihen waren verschiedentlich, vom Kapita^ gefragt, während ausländische Anleihen vom neutralen^ Ausland^Ee. uchte bezüglich emer Kapitalerbölnmg. Höher waren auch Admick^ld uich Schweinftwter GuWahtkuael-Banken. schismhrts- und Ersen- bahnaktten wenig verändert . Privatdiskonw 4 Prozent. Wrtteraussichten in Hessen am Dienstag, den 27. Jnni 1S16 ' Wechselnd bewölkt, zeitweise Niederschläge, wenig warm. Letzte NachrWen. Der „bedeutungslose" Verlust von Thiaunwnt. Gens 26. Juni. Der nach jedem erlisteren französischen geschick unederkehreiidc Pariser Trostspruch von den „nnvermeiü- lichen Schivaukuligen bei so mächtigen Zmammennof-Ln wie fetzt ain rechten ^taaZufer" kehrt auch in der Ha v as no te zum Fall des «W Thiannwnt wieder. Der Mttä^ritEr des -.ZEiralde- DebatS" schrieb irorh unmittelbar vor Bekanutn^räeii tneses bederi tenden Verlustes: W sei fraglos die gegnerische Alchcht. sich m deir Besitz des KammdS, der Douaunront mit Froide Terre verbindet nnd Fleury behc-rrscht. zu setzen. Nicht mmder almungsvoll sprach sich Oberleutnant Pris im „Rappel' au», der abernrals ciklart, li>emi Verdun ttotz dos lvurrderbareii Widerstandes v erlore n gmg,. ^ S auf W® weitere Soitfekmg des Krieges kemen beiTbat Einfluß ausuben. denn dreier jet von der russischen Massen- Wirkung abhängig. - Zur richtigen Emschatzmig der Parper Zeitungsartikel muß man sich gegenwärtig halten daß deren Verfasser ausnahmslos' die erste amtliche Meldung,zum Ausgangspunkt nah- men, daß es den Franzosen gelungen sei. den deutschen Vorstoß vor Fleury anzuhalten. ^Kurz danach gcht der^amttiche ttanzosische Bericht zu. daß die Deutschen einen Test von Fleury besetzt haben) In allen Darstelluiigen wird !Flenry alG Schlüssclvunkt der Haupt- Verteidigungslinie bezeichnet. „Temps" und „Tcbats" bcwpeu sich angelegentlich mit der Möglichen Bedeuttmg der von dcn Leutschm in die Hauptverteidigungslinie geschlagenen Brefchc. Die Kampfe her letzten 48 Stunden ivcrden ättseitig als die liartn ästigsten K ainpfe ,'Zt Begiirn der Berdunsckstacht huigestellt. Der „Lyoner Refmbli- cam" zollt rückhaltlos den deutschen Angreifern die Merkennwig. brn uamnunNiiftw Sstiwankungen des Kampfes, die nur einen relativen Omflutz aus 'das Ergebnis hätten, keine übertriebene ^dautung beimessen Das Endresultat hange von anderen Eretgumcn ab, die zu gs gelieuer Zeit eintreten müssen und denen die Deutschen bem besten Wftlen nicht eiitgehen würüeru Amtlicher Teil. Bekanntmachung , ber 8en B e r k e h r ,n i t O b st. Vom 22. Juni, 24. Juni Auf Grund des HöchstpreisgeseKes vom 4 August i?14 «t der Fassung vom 17. Dezember 1914 iR -G.-Bl - i£. 3o9, 513) iritb der Buirdesratsverordnung vom 25. ' LEvlenrber 191o über die Errichtung von Preisvriisungs- stellen und die Versorgungsregeluiig in der Fassung vom 4. November 1915 (R.-Bl. S. 607, 728, >oird bestimmt: § 1 . Beim Verkauf nachstehend verzeichn ewr Obstart-m ourch den Erzeuger dürfen höchstens folgende Preise Erzeugerpreise) beansprucht, genommen und bezahlt werden: für Erdbeeren für das Pfund 40 Pfg. „ Marmeladeerdbeeren < Mus erd beeren, ohne Stiel gepflückt) für das Pfund „ Süßkirschen für das Pfund „ Sauerkirschen für das Pfund „ Iohmrnisbeeren für das Pfund „ reise Stachelbeeren für das Pfund „ Himbeeren für das Pfund „ Heidelbeeren für das Pfund in der ersten Erntewoche in jeder darauf folgenden ErnLcwoche um je 2 Pfg. für das Pfund weniger, jedoch nicht unter 12 Pfg. Beim .Weiterverkauf Mi den Verbraucher durch der Handel dürfen höchstens folgende Preise (Verbraucher preise) beansprucht und bezahlt werden: für Erdbeeren für das Pfund „ Marmeladcerdbeeren (Muserdbeeren ohne Stil gepflückt) für das Vfmck> „ Süßkirschen für das Pfund „ Sauerkirschen für das Pfnnd „ Johannisbeeren für das Pfund „ reife Stachelbeeren für das Pfund „ Himbeeren für das Pfund in der ersten Erntewoche in jeder darauf folgenden Erntewoche um je 2 Pfg. für das Pfund weniger, jedoch nicht unter 20 Pfg. * Verkauft Iber Erzeuger unmittelbar au den Verbraucher frei dessen Haus oder auf dem Markt, so darf er dft ; ° Verbraucherpreise beanspruchen. Der Beginn der Seidel- “ beerernte wird von der Ortspoliz-ibrhi de bestimmt 25 22 30 20 15 32 20 Oestsrn adsnä entschlief sanft nach schwerem, mit seltener Geduld ertragenem Leiden meine liebe, herzensgute Frau, unsere innigstgeliebte Tochter, Schwägerin, Kusine und Tante Frau C'ädiie Krotz geb. Somlermauii. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Otto Krotz Christine Soudermann geb, Strauch Familie C. F. Krotz, Freiburg nebst Kinder und Angehörigen. Giessen, Freiburg. 25. Juni 1916. 07 4674 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 28. Juni, nachmittags 3 l /o Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus,.statt. A,T> 1 n^ cl&Iö l ,lcncn »u verm. 010330J StetnstraKe 33. [ MöbL 2^iinin er ! Pension Bram!I BJsnsa SLnoLL -Bellevue) Zim.m.u. ohueBer- vsieg. f. jede Zeitdauer. Elektr. Licht, Bad. Tel. 1085 . Ein Schlaf- und ein Wohw zrmmer, möbliert, evtl, ge trennt zu vermieten. Aliceitraße 25 I 50 Pfg. .35 „ 30 „ 40 „ 25 „ 20 „ 28 .. Auf dem Felde der Ehre starb mein lieber Jiann, unser guter Vater Ludwig Bruchschmidt Oberpoftschassner In tiefer Trauer Clara Bruchschmidt u. Kinder. Gießen (Ebelstraße 32). (4638 Beerdigung Dienstag, den 27. Juni nachmittags 3 Uhr auf dem neuen Friedhof. 8Iasea, Hp.udarteiten, WJiscbe und edle Siewcbs waschen und reinigen Sie am besten mit Irls-Späuea. Ein ganz vorzügliches Waschmittel. [ ja77 a Paket GO Pfy. zu haben im .Der Versand und die Verbringung von Obst nach autzerheftischen Orten bedarf der Genehmigung des strei-- amts, in Städten mit mehr als 20000 Einwohner des Oberbürgermeisters. Die Genehmigung form and) mit öent 2wrbehalt jederzeitigen Widerrufs für täglich und wochenttich wiederkehrende Sendungen bis zu einer bestimmten Höchstmenge jeweils auf die Dauer eines Kalendermonats gegeben werden. Für die genehmigten! E-endungen werden Versandscheine ausgestellt. § 3. Diese Bekaunttnachung tritt sofort in Kraft Darm st ü d t, beit 22. Juni, 24. Juni 1916. [4643B Großh. Ministerium des Innern, gez. v. Hombergk. Betr. wie oben. An Großh. Polizciamt Gießen, die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden und die Großh. Gendarmerie des Kreises. Von der vorstehenden Bekanntmachung wollen Sie Kenntnis nehmen und darüber wachen, daß die darin getroffenen Vorschriften genau befolgt werden. Die Großh. Bürgermeistereien' der Landgemeinden werden beauftragt, den Inhalt der Bekanntmachung so- fort auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntnis zu bringen. Gießen, den 26. Juni 1916. Großh. Kreisamt Gießen. Dr. Using er. LI ©In Mitwoch. bcu 38. Juni, abends 7 Uhr Msängsr-LehrgMg in Stenographie (System Gabetsberger) für Damen und Herren. [ <6,: > Kursus 6Mk. Anmeldung, an Herrn Orgelbauer Ni kr laus. Q]7ockbous \afomon * » öjessen O Sciiutslraße SÄftJfie Makrelen, Scholleu,Le.hn- fische, bei !010379 M. S imon, Walltorstraße 43 dauernde Beschäftigung. Kohlenbandl SrcDtfünDigci BursÄc gesucht. Druckerei Klein, Seltersweg 83. ! 010376 Lauffrau Zuvc'rl. reint. für vorm, gesucht. Borzu- stellen nach 3 Uhr. B>r. KJJIer, Süd-Aul. 19. [° 10372 oxixmj Saubere Lausfrau per 1. Juli gesucht. Neustadt 4. <©. B.) Frische Zische 010388 heute emtreffend, fernste AngelschMftsche in drei Preislagen, Cabliarr ohne Kopf, frische Fifchkoteletts. Gebrüder Veröux Bahnhofstr. 27. Fernspr. 231. SriieitfL UitZlicömnMslssz Dienstag, bcu 27. Juni 1916, 8l/z Uhr, im Gswcrbehaus (Erdgeschoß). Tagesordnung: 1. Bericht. 2. Rechnungsablage. 3. Voranschlag. 4. Vorstandswahl. 5. Verschiedenes. 4598D _ Dr. Krausm üller, Vorsitzender. B e ka nutm a ch n m g. Die Oberhcssische Handwerkergenossenschaft „Oftpreußcnhilfe", E. G. m. b. H., Gießen hat sich durch Beschluß der Generalversammlung vom 26. Mai 1916 aufgelöst. Die Gläubiger werden ausgefordert, sich bei der Genossenschaft, Geschäftsstelle Plockstraße 1, zu melden. igziv Die Liquidatoren: _ Weigel. _ Bach. _ Heugrasversteigerung. Mittwoch, den 28. Juni,' vorm. 11 Uhr, ansangend sollen in der Gemeinde Ober-Bessingen 36 Morgen Heugras in den Sautenkohrwiesen versteigert werden. Ober-Bessingen, am 26. Juni 1916. Großh. Bürgermeisterei Ober-Bessingen. Kühn Büglerin in Danerstelluag gesucht. Kost u. Wohnung im Hause. 010943 Wasch - 2!nstakt „Schwan", Licd igstraße 63. 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