Lr.M Der St^ener Dezet-er erscheint täglich, sicher Sonntags. — Belagen: viermal wöchentlich OKH««rFmE mbkatler; zweimal wock^entl.Ureir- blattfiiröen Ktefs Giehen (Dienstag und Freitag): zweftnal monatl. Land- «kychaftlicheZeilftagen Fernsprech - Anschlüsse: sürLne Schriitlci1ung112 Verlag,Geschästsstelleöl Adresse Nir Drahtnachrichten: lwzeiger Siche«. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erster Blatt f M. Jahrgang Bamztag, 2 \. Juni *916 Bezugs » v c monatl. 90 Pf., viertel- jährl. Mt. 2.65-. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 60 Pf.: durch die Post Mt.2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf.; ausw. 20 Pf. — Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr.R.Zenz: Rotationsdruck und Verlag der Vriihl'schen Rniv.Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Zchristleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: §chulstr.7. Beck, sämtlich m Gießens ener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Erfolge der Heeresgruppe rinfiUen mßlich von £tt£ (DTB.) Großes Hauptquartier, 23. Juni. (AvMch.) Westlicher Kriegsschauplatz. Oeftlich von Ypern wurde ein feindlicher AngrisfÄrer- such vereitelt. Bei deutschen Pattonillemmternehmuiigen, so bei Lihons, Lafsigily und bei dem Gehöft Maisson de ChamMgne (nordwestlich von Massiges) wurden einige Dutzend Gefangene gemacht und mehrere Maschinengewehre erbentet. Drei französische Angriffe gegen unsere westlich der Feste Vaux genommenen Gräben wurden abgewiesen. Wir hoben hier am 21.Juni vierundzwanzig Offiziere und über vierhundert Mann gefangen genommen. Gestern wurden Karlsruhe und Müllh eim in Baden, sowie Trier durch feindliche Flieger angegriffen. Wir haben eine Reihe von Opfern von der bürgerlichen Bevölkerung zu beklagen. Nennenswerter militärischer Schaden konnte in jenen Orten nicht angerichtet werden und ist nicht verursacht worden. Die Angreifer verloren vier F l u g z e u g e. Je eines mutzte bei dem Rückfluge bei Nicder- lauterbach und bei Lembach landen. Unter den gefangenen Insassen befinden sich zwei Engländer. Die anderen beiden Flugzeuge wurden im Lustkampf erledigt. Dabei holte Leutnant Höhndorf den 6. Gegner herunter. Außerdem wurden gestern feindliche Flieger in der Gegend von Ypern, östlich von Hulluch (dieses als fünftes des Leutnants Mulzer), bei London (südlich von Grand Pro), Merrheim (östlich von Dettweiler), südwestlich von Sennherm abneschoften, so daß unsere Gegner im ganzen neun Flugzeuge eingeb ü tz t haben. Unsere Fliegergeschwader haben die militärischen Anlagen von St. Pol. sowie feindliche Lager und UntrrLinste westlich und südlich von Verdun angegriffen. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindepburg. Bei einem kurzen Vorstotz bei Beresina (östlich von Bogdanow) fielen fünfundvierzig Gefangene, zwei Maschinengewehre, zwei Revolverkanonen in unsere Hand. Heeresgruppe des Generalseldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nordöstlich von O s a r i t s ch i gegen die Kanalstellung vorgehende schwächere feindliche Abteilungen wurden blutig abgewiesen. Heeresgruppe des Generals von Linsingen. Trotz mehrfacher feindlicher Gegenstöße blieben unsere Angriffe westlich und südwestlich von Luck im F o r t s ch r c i t e n. In der Front vorwärts der Linie Beresteczke — Brody wurden russische Vorstöße glatt abgeschlagen. Von der Armee des Generals Grafen v.Bothmer nichts Neues. Balkan-Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Oberste Heeresleitung. ZU der Presse der feindlichen Länder, neuerdings wieder in der „Nowoft Wrenrja", lesen wir öfter die Vermutung und Besorgnis, Deutschland befolge zurzeit eine „Taktik des AbniartenS", es stelle sich scheintot, um plötzltich vieder auszuholen wie im vorigen Jahre. Das ermuntert uns in dieser Zeit geduldigen Harrens, und wir wissen es ja aus näherer Anschauung, daß unsere Kraftquellen noch nicht versiegt sind. Demgemäß ist die allgemeine Stimmung im Innern drrrchaus ruhig und zuversichtlich. Scheide manu- der sozialdenrokratische Führer, ist, wie er in, großen Versammlungen in Schlesien mehrfach ausgeführt hat, mit der großen' Mehrheit seiner Partei, noch immer für kraftvolles Durchhalten, da die Feinde für die Herbeiführung des Friedens sich nicht rühren wollen, auch die sozialdemokratischen Gruppen eingeschlossen. Heute liegt uns nun eine kurze Meldung der „Voss. Ztg." vor, die von einem Gewährsmann aus London wissen will, daß die Friedenspropaganda in ganz England im Wachsen begriffen sei: „Die unabhängige Arbeiterpartei veranstaltet überall öffentliche Friedensversammlttngen und fast täglich Umzüge unter starker Beteiligung der Arbeiterbevölkerung. In London sieht man allenthalben große Friedensplakate, die nicht mehr wie früher beschmutzt, abgerissen oder verboten werden, wie überhaupt allen diesen Bekundungen weder von der Polizei noch von den anderen Behörden etwas in den Weg gelegt wird, während früher Verbote, Zusammenstöße und schwere Strafen an der Tagesordnung maven." Wir wollen diese Meldungen nicht überschätzen, denn wir haben noch die vor einigen Tagen in die Oessentlichkeit gelangten Aeutzerungen des früheren englischen Botschafters in Berlin, Sir Goschen, im Ohre, der uns sagte, England denke noch nicht an Friede und wolle uns vielmehr seine Bedingungen auferlegen. Der Kampf muß weiter gehen. Mit Neid und Staunen mögen aber die Engländer hören und lesen, wie wenig ihre Blockadepolitik im Deutschen Reiche ans gerichtet hat. „Der Felder grüner Segen" richtet jedes deutsche Herz hoffnungsvoll auf Unb wir freuen uns dieser zwar ernsten, aber ruhigen Und zuversichtlichen Stimmung, die uns an ein gutes Wort Unseres deutschen Malerpoeten Ludwig Richter erinnert, daß gerade ernste Zeiten erst den inneren Menschen fördern. Ein in der Schweiz levender Deutscher, der Deutschland seit Jahresfrist nicht gesehen hatteJ, beschreibt im Berner „Bund" seine neuester: Reiseeindrücke in deutschen Landen, in denen wir uns und alles, w-as gegenwärtig in der Heimat vor sich geht, getreulich wiederfinden. In dieser Schilderung heißt es: Fast ein Jahr war «es her, seit ich das letzte Mal in Deutfchl- land war, und so drängte es mich, einmal wredch d:crck)! eigene Beobachtung seslzn stellen, wie das öffentliche Leben dort aussah und wie die Stimmung im allgemeinen beschaffen war im Zeichen der Brot- und Fleischtarten. Vierzehn Tage durchreiste ich Deutschland von Süd nach Nord, von Kiel nach dem Rhein, wobei sich der Reiseverkehr genau so pünktlich abwickelte wie zur Friedenszeit. Den Haupleindruck machten auf mich die vielen Soldaten, wo immer ich hinLmr. Wenn Man bedenkt, daß die ausgedehnten Kampffronten doch wohl ans allen Seiten gut besetzt sein müssen, so liegt ein Gedanke wegen, etwa eintretenden Soldat enmangels angesichts der überall in Erscheinung tretenden Feldgrauen, Urlauber, Rekonvaleszenten, Landstürmer oder Rekruten vollkommen fern. Einig ist man in der Anerkenmmg der außnwrdentlichm Leistungen der Armee-, Marine-, Reichsbank- und Eisenbahn-Verwaltungen, unzufrieden dagegen mit denen der Jmwren Verwaltung, und zwar wegen des steüemvejse archgetvetenen Ledensnättelmangels. Man ist davon überzeugt, daß bei einer richtigen Organisation solche Mängel zum großen Teil hätten vermieden werden können. Bon Nahrungsnrrttebiiangel bekommt man als Reisender allerdings nur so viel zn merken, akZ jedem im Hotel in den größeren Städten zuni ersten Frühstück ^not, Butter und Zucker in genau, abgemessener Menge vorgesetzt wird Odvch in jedem Hotel konnte man ans Verlangen zwei Eier zrrm Frühstück erhalten, und bei reichlichem Vorhandechern von Marmeladen waren die knapp bemessenen Portionen Butter und Zucker nicht fühlbar. Je weiter man sich von den großen Städten ins Land begibt, desto weniger wird jeglicher Mangel fühlbar. Man rechnet allgemein mit einer Besserung der Nahrungs- Verhältnisse in ein bis zwei Monaten, da reichlich! Futter lyexmx* wächst zu einer ausgedehnteren Viehhaltung. Fast ohne Ausnahme fand ich im ganzen Lande die diesjährigen Aussichten für Heu und Feld fruchte hervorragend dunstig, nur sehnt man dort, wie hier in der Schweiz, ein Ende der Regeuperiode herbei zur Sicherung der Ernte. Ueberall ini Lande kann man die Kriegsgefangenen (meist Russen) der Landbevölkerung bei der Arbeit helfen sehen, womit beide Teile recht zufrieden schiene«. Im Anschluß an die Verkündigungen der Pariser Wirtschaftskonferenz spricht derselbe Deutsche die richtige, von allen Lagern in Deutschland geteilte Meinung aus, daß wenn die heute sich bekämpfenden Völker sich zum Friedensschlüsse zusanrmenfinden, die Geltung anerkannt werden müsse, daß ein ersprießlicher Handel nur international sein kann, sonst wäre ein Friedensschluß kaum denkbar, sondern nur ein Waffenstillstand. „Schutzzölle und Absperrungen jeder Art bleiben natürlich für später jedem Volke Vorbehalten, wobei die betreffenden Landesvertreter je mit Geschick und Weisheit etwaige Gegenmaßregeln zu erwägen haben. Bei den künftigen Handelsvertragsabschlüssen werden Haß und Sympathien sicher nicht mehr, sondern nur wirtschaftspolitische Interessen wieder wie ftüher einzig und allein nraßgebend sein." • * ' Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 23. Juni (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 23. Juni 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Im Czerenosz-Tale sind die Russen im Vorgehen auf Kat y. Sonst in der Bukowina nnd in Ostgalizien keine Aendcrung der Lage. Gegen unsere Stellungen südöstlich und nördlich von R a d z i w i l l o w führte der Feind gestern zahlreiche heftige Gegenangriffe. Er wurde überall abgewiesen. Die unter dem Befehl des Generals vonLinsingen käinpsenden Streitkräfte drängten nordwestlich von Grochow und östlich von Lokaczy die Russen weiter zurück. Bei Lo^- kaczy brachten unsere Truppen über 400 Gefangen und vier russische Maschinengewehre ein. Im Stochod—Styr-Abschnitt scheiterten mehrere starke Gegenangriffe des Feindes. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern tvar das Artilleriefener im Nordabschnitte der Hochfläche von D o b e r d o stellenweise sehr lebhaft. Wiederholte feindliche Jnfanterieangrifft auf unsere Stellungen südlich des Mrzli Brh wurden abgewiefen. Im Plöcken- Abschnitt begannen hntte früh lebhafte Arttllcriekämpft. An der Dolomitenftont scheiterte ein neuerlicher Angriff der Italiener auf die Eroda del Aneona. Das gleiche Schicksal hatten vereinzelte feindliche Vorstöße aus dem Raum von Primalano. Im Ortler-Gebict besetzten unsere Truppen mehrere Hochgipftl an der Grenze. Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der unteren Vojusa Geplänkel. Lage unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hö fe r, Feldmarschalleutnanl. * Ereignisse zur See. Am 22. abends hat eine Gruppe von Seeflug» zeugen feindliche Stellungen bei Monfalcone erfolgreich mit Bomben belegt. Am 23. ftüh hat ein Seeflugzeug'- geschwader Venedig angegriffen. In den Forts Nicolo, Alberoni, in der Gasanstalt, besonders aber im Arsenal wurden mit schweren Bomben viele Treffer erzielt und starke Brände hervorgernfcn. Die Flugzeuge wurden heftig, aber erfolglos beschossen und kehrten unversehrt zurück. F l o t t e n k o m m a n d o. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 23. Juni. (WTB.) Bericht des Hauptt quarti ers. An der I r a k f r o n t ist die Lage unverändert. Durch Angriffe unserer Truppen wurden die Russen, die sich im Engpässe von Paitak befanden, aus diesen: in östlicher Richtung auf Kerend zurückgeworfen. Der Engpaß von Paitak liegt 80 Kilometer östlich von Kasr Schirm in einer bergigen Gegend. Wir haben festgestellt, daß in dem Treffen am 18. Juni, das nördlich Kerend zwischen persischen Kriegern und russischen Reitern stattsand, diese in Unordnung znrückgeworfen wurden. An der K a u k a s u s f r v n t kein wichtiges Ereignis. Im Zentrum schossen wir ein feindliches Flugzeug ab. Ein feindliches Kriegsschiff nears aus der Höhe von Tenedos einige Geschosse aus die bermchbarte Küste und zog stch daraus zurück. Ein anderes Kriegsschiff, das bei Phocaea und der Insel Keusten Vorgehen '.volkte, suchte in der Richtung aus Mytilene Hie hohe See auf. — Von den anderen Fronten ist nichts Wichtiges zu melden. Der russische Bericht. Vaters r 'uig, 22. Juni. 5 Uhr abends. Westfront: In der Gegend des Brückenkopfes von Uexküll eröffneten die Deutschen ein heftiges Artilleriefeuer. In der Nacht des 21. Juni ergriffen die Deutschen nach einer Artiüerievorbe- veitimg die Offensive auf der Front unserer Stellungen von Düna b n r g längs der Bahn von Poniewietz und derjenigen nordwestlich von W aftchau. Sie wurden aber üb erall ab gewiesen. In der Gegend, die sich von Buratowka, zwölf Werst vom Wischnewkoje -See erstreckt, ergriffen die Deutschen nach einer intensiven Artillerie- vorbereittmg die Offensive. Sie bemächtigten sich eines Teiles unserer Schützengräben. Herbcigeeilte Verstärkungen warfen die Deutschen. jedoch in ihre Grüben zurück. Südlich des Fleckens Krewo überschritten die Deutschen die Krewlianka. Sie wurden jedoch durch unser Feuer empfangen, konnten nicht weiter vorrücken und zogen sich ans das rechte User des Flusses zurück. Am Oginski- kcmat und an der Jasiolda Infanterie- irnd Artilleriefeuer. Im Laufe des Tages schoß unsere Artillerie zwei feindliche Flugzeuge ab, die in unseren Linien niedersielen, das eine zwei Werst südlich des Bahnhofes von Listopady aus der Strecke von Bologic nach Siedlez, das andere bei der Farnt von Zuk, 10 Werst südöstlich der Mündung des Oginskikanals. Die beiden Apparate sind zerstört, ihre Insassen tot. In der Gegend von Gruziatyn ergriff der Feind die Offensive in dichten Reihen, wurde aber zersprengt und in die Flucht geschlagen und ließ Haufen von Leiche:: und Verwundeten zurück. In der Gegend westlich von Sokol haben wir eine deutsche Offensive durch Gegenangriff abgewiesen, ungefähr 600 Gefangene gemacht und einige Maschinengewehre erbeutet. In der gleichen Gegend eröffnete die schwere Artillerie des Feindes ein Trommelfeuer aus Mylsk. In der Gegend von Rajmjasto am Stochad westlich der Ortschaft Swidniky und östlich von Worontschin geben Kämpfe von äußerster Heftigkeit weiter. Wir haben vier Offiziere und 214 Soldaten gefangen genommen. Diese schwache Gefangenenzahl erklärt siel), aus der Erbitterung unserer Soldaten, welche den Deutschen keine Schonung gewähren wegen ihres Schießens mft Explosivkngeln. An diesen Kämpfen nahmen auch die tapferen Llbterkungen der Landsttrrmreserve von Saroslaw teil, deren verwundeter Kommandant ihre Reihen nicht verließ. An der Strypa westlich von Haiworonka haben sich unsere Truppen eincher Grabenteile des Feindes bemächtigt. Auf unserem fersten linken Flügel setzen wir die Verfolgung des Feindes fort, -oft haben die Stadt Radautz besetzt. Im Laufe der Verfolgung haben wir 22 Offiziere und 1000 Soldaten gefangen genommen, 2 Maschinengewehre und 27 Ladungen Maschinengewehrmünition erbeutet. Auf dem Schwarzen Meere haben unsere Torpedoboote 5 große Segler mft ihrer Ladung nnd einige kleine Feluken besetzt nicb Gefangene gemacht. Der Dampfer „M e r k u r", der Passagiere transportierte, stieß aus eine feindliche Mine und s a n k. Tie ineisten Passagiere wurden gerettet. Kaukasusfront: Lage unverändert. Petersburg, 23. Juni. (WTB.) Ueber den Verlust des Dampfers „M e r k n r", wovon heute die Mitteilung des Grasten Generalstabs berickftct, werden folgende Einzelheiten mfthcteilt: Ter Dampfer fuhr von Odessa nach Cherson mit ungefähr 800 Fahrgästen, darunter vielen Studierenden u:id Schülern verschiedener Schulen, die für die Ferien in die Provinz zurückkehrten. 20 Werst von Odessa, zwei Meilen von der Küste, berührte der Dampfer eine Mine, die de:i Vorderteil vollständig zerstörte. Er sank binnen fünf Minuten. Zwei sofort zu Wasser gAassene große Boote kenterten. Tie Insassen hielte:: sich an vcrsckffedenen schwimmenden Gegenständen über Wasser. Dreizehn zur Unglücks- stätte entsandte Boote konnten wegen der hohen See nicht am Schisse anlegen, fischten aber viele auf, welche die Wogen in ihren Bereüh brachten. Biele andere des Schwimmens kundige Fahrgäste erreichten die Küste, so daß die Mehrzahl gerettet wurde. Bis jetzt hat die See 27 Tote angespült. Man berichtet, daß der Ka- chtün des russischen Schiffes „Potemkin" die Explosion und den Untergang des „Merkur" Äffchen, M aber nicht geualiert hat aus Furcht vor einen: Unterseetwot. Die Kämpfe au der italienische« Front. Wien, 22. Junü Aus dem Kriegsp resseqUartier wird gemeldet: Der amtliche italienische Tagesbericht vom 16. Juni enthält die Behauptung!, oaß in der Nacht zum 15. Juni unsererseits ungeheuere Kräfte die italienischen Stellungen bei Ser rav alle und auf der Cvni Zug na angegriffen hätten, aber in die Flucht geschlagen und durchs Geschützfeuer verfolgt worden seien. Dieser italienischen Meldung gegenüber kann festgestellt werden, daß unsererseits dort überhaupt keine Angriffe erfolgten. Es sind gegen die feindlichen Stellungen nur einzelne kleine Patrouillen vor- gegangen. Die Behauptung über das Zurückschlagen unserer Kräfte ist daher erlagen. Italien beim Kriegsausbruch. Bern, 23. Juni. lWTB.) Das Eingeständnis, dsß Italien vom Beginn des Weltkrieges an feinen damaligen Bundesgenossen feindlich gesinnt war, bringt Hervö in der ,,Victotte" vom 13. Juni. In einem Artikel über den Sturz Sa landras schreibt Hervö wörtlich: Salandra genoß in Frankreich große Sympathien. Wir werden es ihm -niemals vergessen, daß er v o n der ersten Svunde des Krieges ab ohne Zögern uns b et v ests der Neutralität Sicherungen gab, d«artiF, daß wir in aller Rrche den Transport unserer Armee von Mgier nach .Frankreich ausführen und fast augenblicklich unsere Alpenar-- mee nach dem Elsaß schicken konnten. * * m A«S der französischen Kammer. Paris, 22. Juni. (WTW. Nichtamtlich.) Die Kummer hat mit 454 gegen 89 Stimmen eine Tagesordnung ange-- n onm ven, die der Reg-ierung das Vertrauen ausdrückt. Paris, 23. Juni. (WTB.) Meldung der Agence Havas. Nach der siebenten Geheimsitzung nahm die Kammer die ö f f e n t l i ch e S i tz u n g wieder auf. Der Präsident verlas die Tagesordnungen, welche als Beschluß auf Grund der Geheimsitzung eingebracht wurden. Briand erklärte, die Negierung nehme nur eine von den Fraktions^- vorsitzenden Unterzeichnete Tagesordnung an, welche allein ihr die zur Fortsetzung ihrer Amtstätigkeit nötige Autorität geben könne. Die von der Regierung abgelehnte Tagesord- »ung Dumont wurde durch Handerheben verworfen. Die von der Mgierung angenommene Tagesordnung der Fraktionsvorsitzenden lautet: Die Kammer äks Ausdruck der Souveränität des Volkes erklärt, gemäß ihrer Pflicht entschlossen m sein, weiter in enger Zusammenarbeit mit der Regierung der Lanoesrurtridigung einen an .^straft immer wachsenden Antrieb zu geben. Indem sic sich gewissenhaft des Eingriffes in Entnnrrf, Leitung und Ausführung militärischer Operationen enchätt, beabsichtigt sie darliber zu wachen, daß üiä Borbereitung der industriellen nnd militärischen Verteidi- gungsmittcl im Hinblick auf diese Operationen sorgfältig, eifrig und vvrausfchauend, ivie es der Heldenkraft der Soldaten der Republik entspricht, betriebe werde. Sie stellt fest, daß die Gehn msitzung es ich: ermöglicht, sich wirksam über die allgemeine Führung des Krieges zu unterrichten, und behält sich vor, falls nötig, wieder zu derselben Adaßregel zu greifen. Sie beschließt, eine '«wette Abordnung zu bilden, w-elche mit Beistand der Regie- rrmg au Ort und Stelle eine unmittelbare und wirksanee Aufsicht über'alle Betriebe ausüben wird, welche für die Heeres bedürfnisf« zu sorgen lyabtn. Sie nnmnt >denntnis von den bisherigen Be- muhuugw twn den von der Regierung überiwmmeneu. Per- Mcnschikoff über dis russische Offensive. Der bekannte Publizist Mensch i- koff, der über vorzügliche Verbindungen mit dem Hosministerium verfügt, veröffentlicht in dm „Nowvje Wremja" einen vielbesprochenen Artikel, der sich eingehend mit der russischen Offensive beschäftigt. Adenschikoff ist der Ansicht, daß trotz der Erfolge der russischen Offensive die deutsche Heeresleitung noch immer eine Taktik des Zuwartens verfolge. Es ist der deutschen Heeresleitung gelungen, die österreichisch-ungarische Front zum Stehen zu bringen und einen Durchbruch, der nt völliger Desorganisation ende, zu verhindern. Man vermisse bisher aber immer noch den großen Gegenschlag, der sich erstens gegen Petersburg zu oder gegen Bessa- r ab ie n, Rußlands größter Kornkammer, bewegen könne. Die zurzeit ein geleiteten Gegenoffensiven der Deutschen sind keine aus starkem Offensivgeist geborene Unternehmen, sie sollen anscheinend nur verhindern, daß aus dem russischen Schlag in die Weich^- teile, ein Schlag ins Mark des Feindes werde. Deutschland scheint abwarten zu wollen, bis sich der russische Angriff verblutet, mn dann ^ähnlich wie 1.915 zu einem großen Schlage auszuholen, der wahrscheinlich eine der beiden genanntem Richtungen nehmen dürfte. Es müsse davor gewarnt werden, die letzten Kräfte zu erschöpfen, denn die amtlich fest gestellte W- ziehung deutscher Kräfte von der sianzösi- schen Front spreche eine beredte Sprache. Rußland beging schon einmal einen schweren Fehler, als es im vergangenen Winter seine Reserven guter Truppen gegen die Hindenburg-Armee anrennen und nieder- mähen ließ, ein zweiter derartiger Fehler könnte gegebenenfalls ärger werden und weit größere Folgen haben. Die Militärkritiker müssen nunmehr zu- geden, daß ans der Offensive der russischen Armee eine stehende Schlacht geworben sei, die nur in der (Arg ein, von Czernowitz Fortschritte für die russische Armee gezeitigt habe. Hinter Czernowitz haben die Oesterreicher nunmehr vorbereitete, starke Gebirgsstellungen bezogen. Die Einnahme der .Hauptstadt der Bukowina habe beträchtliche moralische Bedeutung, aber keineswegs militärische. Man dürfe von der Einnahme der Stadt keine besonderen militärischen Ereignisse erwarten. Oberst S ch u m s k Y findet, daß die Armee Scherbatiew nach den neuesten Unternehmungen der Armee des Generäls Lin singen unsicher geworden sei. Sie werde von der genannten feindlichen Heeresgruppe und von der Armee Bo th- mer eingekeilt, so daß unter Umständen eine Rücknahme der Front geboten erscheine, da man sich andernfalls einer doppelseitigen Umfassung aussetze. Die Deutschen scheinen mit besonderer lieber- legnng ihre Driickprmckte geltend zu inachen. pftichttmgen. Sie spricht der Regierung das Bert rauen aus, damit diese aus Gnmd der ErfalMmgen der Vergangenheit fort- fähre, in Ausübung ihrer Autorität über alle Organe der Landesverteidigung ihre ganze Energie einznseten, um die Leitung des Krieges zu starken. Die Kammer verzeichnet mit Genugtuung die durch Frankreich und seine Miierten dank der enZeren Vereinigung ihrer Anstrengungen erreichten Ergebnisse. Sie begrüßt voll Bewegung den bewundernswerten Eif-er der Armee und Flotte der Republik .und erklärt laut, daß ihr Glaube a n d e n Sieg des Rechtes ämd der Freiheit der Völker gewachsen ist. Diese Vertrauenstagesordnung wurde, wie gemeldet, mit 444 gegen 80 Stimmen angenommen und die Sitzung aufgehoben. Am Freitag nachmittag soll über die provisorischen Budgetzwölftel beraten werden. Ncber den letzten Fkng FmmekMannS wird in verschiedenen Blättern aus Briefen von Augenzeugen einzelnes mttgeteilt: Iw einem Berichte heißt es: Leicht hat er es seinem Feinde nicht gemacht, ihn zu Fall zu bringen. Drei feindliche Flugzeuge hatte er schon abgp- fchofsen, immer in Witzeseile feine Opfer unttreisend, in jähen Sturzflügen sich unter sie bergend und dann rasch und rascher ihnen in Schraubenflügxn folgend. Bei seinem Todesftm^ war er im Kampfmit zwei feindlichen Flugzeugen, deren eines er anschoß. Mährend er es lveiter verfolgte, wirrde fein Fockker von. ei-nem der feindlichen Flugzeuge am Schwanzteil getroffen. Wahrscheinlich brach eine Stahltrosse. Aber Jürmelmann hatte sich jo fest in dem Kampf verbissen, daß er dessen nicht achtete. Er ver- - folgte sein Opstw weiter. Dann brach der Schwanz ab und flog in weitem Bogen aufs Feld. Jinmelmann uno sein stenerlofer Fokver stürzten, sich heftig und unregelmäßig über schlagend, aus großer Höhe in den Tod. Der halb vernichtete Gegner wurde dann von JmmelnnMns Kameraden ebenfalls auf Fokker zur Strecke gebracht. , Ein deutsches Tauchboot in Cartagena. Bern, 23. Jüni. (WTB. Nichtamtlich.) Laut Mailänder Blättermeldungen ist das deutsche Unterseeboot „II 35" am Mittwoch morgen im Hafen von Cartagena eingettoffen. Es hatte 30 Mann Besatzung und schiffte .30 Kisten mi^ Arznennitteln und chirurgischen Instrumenten ans. Das Unterseeboot begrüßte die Stadt mit 21 Kanonenschüssen. Der spanische Panzerkreuzer „Cataluna" und die Küstenbatterien antworteten. Der Konrmandant besuchte den Bürgermeister, den Militärischen Gouverneur, den Kommandanten des Zeughauses, den Hafeickdmmicntdanteu und die anderen Behörden. Er lud die Offiziere der Garnison und des Hafens zur Besichttgnng des Unterseebootes ein. Am Nachmittag ging von Madrid ein Sonderzng mit dem Sekretär der deutschen Botschaft, vielen Mitgliedern der deutschen Kolonie und deren Damen nach Cartagena ab. Seit Dienstag kreuzten französische und englische Torpedo b o ote vor der Zone der Territorialgewässer und suchten nachts den Horizont mit Scheinwerfern ab, mn das Unterseeboot abzuftmgen, das Donnerstag früh den Hafen verließ. Dev Anschein nach konnte es den Sperrgürtel der feindlichen Torpedoboote durchbrechen. Die därrische Rerrtralitkt. Kopenhagen, 22. Jffmi. (WM).) Zn der Mekmng eines russischen Mattes, Mi England über die Dnrrchfahrt durch den Großen Belt mit D-änenrart direkte Verhandlungen mn geleitet habe, und daß England nicht beabsichtige d«r Dirrck^ang M erzwingert, sondern die Anl^Äegenheit freundschasllich mit Dänemark zu regeln wünsche, bemerkt die ,,Stational Tidende", daß oiese Meldung ttze an sich einen sensvtivncUcn Charakter trage, wie das Blatt an Mftändigcr Stelle ersähtt, jeder Grund lag« .entbahr e. Ein hiesiges Blatt brachte die Meldung, ein den t s che s T o r- V e d a bm o t l)abr versucht, aus dmrrschem Ssegcbiet einen schwedischen Dampfer ausinbringen, woraus der Tawpser ein dänrsäMs Torpedvbrrot herbeigernsen hebe, das seinerseits mehrere cmitere dänische Kriege schisse um Unterstützung ersucht habe. Alle Schisse hätten sich vor den schwedischen Dampfer gelegt, um die dänische Neutralität M wnhr-en. Wie die „National Dderrd^' aus bester Quelle erfährt, beschränkt sich die ganze Angelegenheit darang daß ein deulsck>es Wachschiff einen säMedischetr Dampfer ouriei. der sich dänisches Gebiet begab. Aus diesem Anlaß näherte sich das dänische Wachschiff, ohne daß es irgendwie cinznsckwcntens brauchte. Es war überhaupt nicht die Rede davon, daß das deutsche Torpedoboot den schwedisä-en Danrpscr auf dänischem -.erbiet aur- zubringen versuchte, ebenso Wenig >vie andere dänische WachtfchiÜe hinzug«ruf i S. M»^s WMrf tarrMKotoitüvCchir fr*rfr fi'r'r* Sotr ‘Üß^X' von Besonders fei jedoch dcmÄrf hinaewieseir, daß für den brauch von Wild und Geflügel der alte Satz - 600 Gramm für Kopf und Woche seine Gültigkeit behalten hat; bei Wildfleisch ist daher die d o p p e l t e Menge an Fleisch für den Nennwert der Marken äbzugeben. Die Fleisch marken werden für 4 Wochen aus-gegeben. Die Gültigkeit der einzelnen Marken ist jedoch ans eine Woche (bisher zwei Wochen) beschränkt. Metzger nnd Gastwirte haben genau darauf zu achten, daß sie rare solche Marken erhalten, die zurzert Gültigkeit besitzen; die einzelnen Wochen sind durch Ausdruck großer lateinischer Muhstnben noefy besonders gekennzeichnet. Für die. laufende Woche wurden der Stadt überwiesene 13 RrrGerx,42 Wlber, 32 Schweine. **; H ö eb st preise für Obst. Da die O bst p r ei s e in Hessen in deX letzten Tagen eine unberechtigte Höhe er- reicht haben, was u. a. auch von der LandwirtsHaftsumme r öffentlich anerkannt worden ist, hat sich dre hessische Regierung gezwungen gesehen, Obsthö ch st - reise und eine Ausfuhrbeschränkung zu erlassen. Danach werden Erzeuger- und Berbrauck-er-Höchstpreise festgesetzt, die sofort in Kraft treten. Näheres ist aus einer amtlichen Bekanntmachung im Anzeigenteile zu ersehen. **DerRaupenplagehatdas naßkalte Wetter der letzten Wachen nn rasches Ende bereitet. Die Schädlinge sind zum wätaus größten Teil zu Grunde gegangen, ehe sie an der Obsternte größeren Schaden cur richten. wnnten. , _ .. ** Gemü feans saaten nur Johanni (24. Jum), wie Grünkohl, Bntterkohl, OberkoMrabi, Karotten und' ftühe Wirstng- sorten geben bis znm .Herbst, nnnn der Nachsommer einigermaßen günstig ist, noch einen vollen Ertrag. Auch Buschbohnen können noch gesetzt werden. Bei der .Knappheit an Lebensmitteln, sollte federnder über ein Stückchen Land verfügt, sobald wie möglich icren und pflanzen. „. _ _ _. . . ** An fder Gießener Freilichtbühne findet mvrgw nachmittag 5% tthr ein Unterhaltungsnachmittag statt, der ernste und heitere Vorträge, sowie Lieder zur Laute brrngt. Der Eintritt ist unentgeltlich. Freiwillige Spenden — zu Gunsten des Roten Kreuzes — können in die am Eingang MhEN- den Büchsen eingeworfen werden. Sollte infolge ungünsttger rung die Veranstaltung Ausfallen müssen, so wird dies bis 4 ttyr durch Anschlag an der Bürgermeisterei bekannt gegeben werden. Landkreis Gießen. . a r b e n t e i ch, 24. Juni. Der Unteroffizier Heinrich W e h r u m von hier, bei einer Munitioiiskolonne, wurde mit der Hessischen Tapferkeits medaille ausgezeichnet. e. O b e r - H ö r g e r n , 24. Juni. Unteroffizier Horn erhielt bei den letzten Kämpfen die Hessische Tapferkeilsmedaille. Kreis Alsfrw. Fe. Alsfeld, 23. Juni. Wegen lleberschrertung der Höchstpreise für Fleisch wurde der hiesige Metzgermeister Peter Rausch zu einer Geldstrafe von 200 Mark verurteilt. 4P Angenrod, 24. Juni. Milsketter Bernhard von hier im Jnf.-Regt. Nr. 20 wurde mit dem Eisernen Kreuz Klaffe ausgezeichnet. Kreis Schotten. -- Schotten, 23. Juni. Zur Deckung des großen Kartossel mangels, der augenblicklich in den GroMädten herrscht, müssen die Kreisbewohner binnen zwei Tagen zunächst 3000 Zentner Kartoffeln liefern. Falls die aiigesorderte Menge nrcht geliefert wrrd, erfolgt Enteignung und Herabsetzung der Kartosselratton aus 1 PW- sür Kopf und Tag. — Im Schlachtbezirk Schotten wurde der Preis von frischen: Rindfleisch einschließlich 20°/» Knvchenberlage auf 1,40 Mk. für das Pfund festgesetzt. Kreis Friedberg. Bl. Bad . Naubei m , 24. Juni. Der Schlitze Jean H e ß von hier erhielt das Eiserne Kreuz, während sein Bruder Friedrich Hetz mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet wurde. August Reich, in edierScmitätskolonne iinAlpenkorps, erhielt das Eiserne Kreuz. ^ Starkenburg und Rhemhessen. X Mainz, 24. Juni. Tie ersten Heidelbeeren wurden aus dem Wochenmarkt am Dienstag in größeren Mengen zum Verkauf gebracht. Der Preis stellte sich der ^Hoppen aus 30 Pfemttg. Man hofft jedoch bei der m Aussicht stehenden sehr reichen Ernte aus ein baldiges Sinken der Preise. Aus dem Odenwald wie aus dem Spessard und Taunus wrrd übereinstimmend berichtet, daß die Heidelbeerstöcke einen sehr reichen Bhemg aufm eisen Dabei sind die Beeren infolge der reichen Bodenfench- tigküt von seltener Große und Frische. Um die reiche Ernte möglichst vollständig einzubringen, wird - . die Schule schon in den nächsten Tagen auf ernige Wochen geschlossen. Kreis Wetzlar. H Wetzlar, 24. Juni. Mit dem Eisernen 1. Klasse wurde ausgezeichnet Leutnant (Reg.-Bausührer) Ruth, Rhein. Fus.-Regt. Nr. 39. Das Eiserne £ SSt ft» Mark als Dividende an die beteiligten ^«sellsthoMr Raifieisen-Vereine — gezahlt und die Reservefonds gestartt. Reservefonds betragen bis jetzt 10000 Mark. Vormrsfrchttmtwttt, sich b* Gesellschaft nach Beendigung des .Krieges Art und Weise an der beabsrchttgten Ansredttmg wm .Kri^Sd schädigten beteiligen. - Die Heuernte rm Werratäk M m vollen Gange und wird voii prachtvollem SEnen^emtEr be günstigt. Der Ertrag ist außerordentlich groß; auch me smceniie ^ ^Fc. Wiesbaden, 24. Juni. Die StadwMÄ«tt«t-Ber- sammlung genehmigte ohire Aussprache ben ^deuttrchen Etat Einnahme und Ausgabe mit 21 521940,84 Mk. und den aufect* ordentlichen mtt 3 575150,92 Mk. Die Summe des ersteren soll gedeckt werden durch 145 °/o der Einkommensteuer, 1S0 °/o^Gewerve- und Betriebssteuer, 198,95 °/o voii Grund- nnd Gebaudesteu« imü 139 o/o Realsteuer, während die Ausgaben des letzteren durch eine Anleihe von 2 140 570 Mk. und durch laufende MrttÄ aufgebracht w erden sollen._ _ ——, verinisehtes. • Berlin, 23. Juni. Ter „Berliner Lokalanzeiger' meldet aus Spandau: Ein Eisenbahnzusammenstoß ereignete sich gestern nachmittag auf der Station Spandau- I o h a n n i s st i f t, wo infolge falscher Weichenstellung ein Personenzug der osthavelländischen Kreisbahn auf einen leeren Perffonen- girq und die Rampe auffuhr. Der Lokomotivführer und der Heizer erlitten so schwere Verletzungen, daß ihre Überführung m das Krankenhaus erfolgen mußte. Zwölf Fahrgäste erlitten leichtere Verletzimgen. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 25. Juni 1913 Wechselnd bewölkt, meist trocken, mäßig warm. __ Letzte Nachrichten. Der drohende mexikanische Krieg. i. Köln, 24. Jmni. Die „Köln. Ztg." meldet aus Wasymg- ton: Das Kriegsdepartement hofft, daß der Bruch noch vermieden werden körmtt, zumal, tuerrn die enropärfchen Regierungen raren Truck aiisübten. Die Geschäftsträger der AllrierLen, deren Interessen schon jetzt durch die mexikanischen Wirren stark m Mit- , leidenschafl gezogen sind, benrühen sich sehr um die Erhaltung des / Friedens, da sie fürchten, daß die Mexikaner ihnendiirch Anzündung der Oelgnellen viel schaden können. Das Mttgtted des Kongresses, Manu, sagt: Wenn die Feststellungen m der Note Lansiugs den Tatsackien entsprechen, so bedeuten sie emc law^ sprechliche Schmach für Amerika. Die Mobilmachung schüttet Mtt Ans Schritt und Tritt trifft man Soldaten in Uniform. Bon allen Seiten werden Kriegsttauungen gemeldet r Genf, 24. Juni. Einer Meldung des „New York Herald" zufolge hat Eirrranza die allgemeine Mobilvsation in Mexiko angeordnet. Die Angriffe der Russen. tt Köln, 24. Juni. Tie „Köln. Ztg." meldet aus dem Kriegspressegnartter: Die russischen Angriffe gegen unsere F-ront haben zwar noch immer nicht aufgehört, aber sw brewen jetzt schon seit einer 'äteihe von Tagen überall mtt eurer gew is,eu Regelmäßigkeit zusammen, die iinmerhin schon euren Vewiffen Schluß auf die Grenze ihrer Stoßkraft zulassen. Begrer,ttch -ist, daß das Augenmerk der Russen dabei ,wts aufs neue auf ben Raum von Radzrwilo w gerichtet ist. Ae nene Front der -. -- - Verbündeten hat hier gestern sehr heftige Angriffe von in vielen Gebirgsorden Massen die in rascher Folge herangeführt wurden^ ausgehauen. ^ | ^ ^ f ^ t ^ dort, soweit er an unser« Stellungen herartt^tt - mit der ersten Nieder- und Öberösterreichischen und Salzburgischen Brigade zu ttm, die sich schon vor Tnkla in den Ka^athenkanttife» ausgezeichnet hat, und die genau vor eurem ^ahre rm Srnr«! ans Leinbcrg sich hervorgetan \yat. Kreilz Heinrich Kreuz 2. Klasse erhielt Krankenträger Gefreiter Veitzel, Jnfant.-Regt. Nr. 136, aus W.-Niedergirmes. Hessen-Nassau. Z. Z i eg enh ain, 24. Jum. Das Eiserne Kreuz wurde Unteroffizier Hans Haas, Jni-Regt. Nr. 63, verliehen. = Kassel, 21. Juni. Zur Deckung der durch den Krieg verursachten erheblichen Mehrausgaben beschloß die Stadtverord- uetenversammliliig die Aufnahme einer Kriegsanleihe von 20 Millionen Mark. . ^ r g. Eschwege a. d. Werra, 23. Junr. Der Jahresabschluß der ..K nrb'e ssis chen S iedel u n gs gesell, chaf V_ Wichtig« Bettenfragc bei Materialmmtnel. Durch das Kaiser!. Parentaint ist unter D. R.G. M. Nr. - - und Nr. 646947 für Svrungfeder-Mattatze „Unerreicht Beguem und 3 teil. Matratzen „Stabil" Anfang Mar 1916 eriumt &aS Alleirwn- sertigungsrecht ges. gesch. worden. Bei den st^rall kn«,pen ^e^ ständen an Roßhaaren und Kapok find meine 3 rerl. Matratzen „Stabil feit 6 Jahren eingeföhrt zur Verwendung billigeren Material) im Jnnerrl und Ueberlage mit edlerem Material einvorzuglicher befb bewährter Ersatz für teure Roßhaare- oder Kavokmarratzen, fodatz dieselben als Auflage auf meine ^svrnngfeder-Matratzen „ttnerrercyr Brauern" ein allen Ansprüchen genügendes Bett errercht wird, vet größter Ersparnis. Hormöbel- und Vetlensabrtk Tb. «rück, Glemm. 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Juni, nachmittags 2'/, Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Gründi. Unterricht in 45 « MascliMsiiffiibeD Stenographie u.alleUeisraebera durch bewährte Lehrkräfte. Honorar Mk. 10.— Anmeldungtäglich. Kostenlose Stellenvermittlung. Fraoz( 0 g!iC«.,fiiefleo Goothestr. 32. Tel. 2054. gereinigt und getrocknet (dis zur Herstellung von Oel- u. Oel- kuchen verwendet werden sollen)^ Annahmetage: Zeitungen Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste, der uns durch den teuren Entschlafenen betroffen hat, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen herzinnigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Emma Hengst, geb. Noll. Giessen, den 24. Juni 1916. 010331 S lrn [310 hampoonieren (Kopfwäschen) 1 mit dem neuesten elektrischen ! Warmluft. Trockenapparat empfiehlt sich Hermann Plank U we Spezial - Damen - Frisier i und Haar-Geschäft SelterSweg 8. Danksagung. Herrn Jakob Duill rr,v.r., rrSÄ-KK Äts'sr --- ~ Di© trauernden Hinterbliebenen. Badenburg b. Gießen, den 24. Juni 1916. m jeder Maschenweite und Drahtstärke, sowie in jeder beliebigen Höhe 6 inad- siöckeinfriedignngen fert an Hch. Schön & Co. s G. m. b. O, Als sehr preiswertemp^hte mit 30"/« Fettgehalt per Pfund Mk. I.»6 Heinrich Driesch Kriegerverein Gieflen Ii»y Der Aliee-Fratten-Verein und der Gieflener Hausfrauen-Verein haben SanUIielstelfen eingerichtet ■ * Obstkerne " der Geschäftsstelle d. Gießener Hausfrauen-Vereins, Mäusburg 5. wird dem Abliefernden I Pfg. gntgeschrieben. Für J Hinnd wird ein Gutschein ausgegeben, der jederzeit mit 10 Pfg eingelost wird. Wer aber zwischen dem 10. und 20. Dezember 1916 (Gutscheine zurückgibt, erhält für 9 Stück 1 Mk. Montag nachmittags von 6— 8 Uhr Samstag vormittags von 10—12 Uhr. (durch ein neues Verfahren zur Neufabrikation leicht wieder verwendbar), cf 1 - f r l ie ^begehrten Feldpostkästchen zur Nenfabrikation), Kirschenstiele (für Drogen und medizinische Zwecke) Konservenbüchsen, Blechbüchsen und Dosen aller Arten (werden ent- jzmnt; sehr wertvoll, da Konservenbüchsen augenblicklich aus Roh- stottmamgei kaum mehr angefertigt werden können), lÄu’i Zi ? n ’ AI ^ ise “> Staniolkapseln, Silberpapier, sowie alle beschlagnahmefreien Metallabtälle (werden eingeschmolzen), Korkstopfen (zur Korkstein- und Linoleumbereitung), Saubere Sack- und Kordelreste (werden aufgezupft und neu verwertet) I ^ v- nr Seltenfabn kaLon), Zigarrenabfälle zu Schnupftabak)’ KognT, ArziSV Zi ^ rette,lkästche "’ ' Champagner, in der Liebesgabenabteilung des AHce-Frauen-Vereins,AlteKlinik. Annahme: t*^. Wer regelmäßig sammelt, erhält ein Gedertkblatt. Besonderer Eifer wird am Schlüsse durch einen Preis belohnt Bei der Knappheit an Rohstoffen ist es dringend notwendig, die vor- zu^fiihw’ w £® ge ] nstande z «. sammeln, damit sie der Fabrikation zugefuhrt werden können. Wir bitten, namentlich die Kinder zum Sammeln anzuhalten. miD Alice-Frauen-Verein. Gießener Hausfrauen-Verein. A " w m LICHTSPIELHAUS "§ Bahnhofstraße 34 MT Bahnhofstraße 34 m __Bahnhofstraße 34 Ms Jnni 1916. rnwiderruflich nur 3 Taffe Eine Sensation der Lichtspielkunst! illaria Canni*PoUmöiler in ihrem großen Meisterwerk 6er Flucli der Schönheit Monatsversammlung in Anwesenheit des I. Vorsitzenden Herrn Hauptmann Trümpert Montag, den 26. Juni ab. 9 Uhr im Vereinslokal. 46500 Der Vorstand. Ortsgewerbeverein Gjeften , Souoläbe. Sfofletleäun«, Siam. ^ omn J r i‘ und'8in^Schw,,'nmbad' Sport- und Tennisplätze, Proanmnasium .vandelsschule mit einjabr. Berechlignug, Töchter-Jnstitut Forst- u. Kolonialschule. Zäheres Hausbefttzer-Berein. ^'»D' Eske Ernsl Ludwig Samstag und Sonntag KÜNSTLER-KONZERT Rhein-, Mosel- nnd Rotweine in empfehlende Erinnerung ! “ 8 ‘ Weinstnbe SeibeL