Ül. M Erster Blatt M. ZahrgMlg Ter Mz^-rr erscheint tägkch, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich Kietze»erZ«mr!ie«blL1 ter : zweimal wöchentl.Ureir- blaUfüröenrrreisSiehen (Dienstag und Freitag): zweimal stnonall. La«-- wirtschafüiche Zeitftagen Fernsprech - Anschlüffe: sürdie Schristleilnng 112 Verlag,GeschästssteNeöl Adresse fitt Drahluach- rlchten: Anzeiger Sietze«. Annahme von Anzeigen us zum Abend vorher. Kotatlons-ruck Md vertag -er Vrühl'schen Univ.-Vuch. UN- Zteinöruckerei R. Lange. Zchristleiturig, GeschaftLftelte UN- Druckerei: 5chutftk.7. Mittwoch, 2z. )Mi Mb eneral-Anzeiger sür Oberhessen Bezu gsvc. monatl. 90 Pi., viertel» jäbrl. Mt. 2.65: durch Aohsle- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost Mk. 2.45 vierte!» jährl. ausschl. Beftellg. Zeilenpreis: lokallöPf., ausw. 20 Pf. — Haupt» schrfftleiter: 2lug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz: für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R.Zenz; für den Anzeigenteil: v. Beck, sämtlich in 6)ießen Erfolge in der Abwehr der russischen Offensme. «TB) Trotzes Hauptquartier, 20. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist im allgemeinen unverändert. Deutsche Patrouillenunternehmungen bei B c u v r a i g - nes und Niedrrasp^ach waren erfolgreich. * Unsere Flieger belegten die militärischen Anlagen von Bergen bei Dünkirchen und Souilly (westlich von Ver dun) ausgiebig mit Bomben. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hin^enburg. Vorstütze deutscher Abteilungen aus der Front südlich von Smorgon bis über C ary hinaus und bei Tano cz y n brachten an Gefangenen einen Offizier, einhundcrtdrciund- vierzig Mann, an Beute vier Maschinengewehre, vier Minenwerfer ein. Ein russischer Doppeldecker wurde westlich von Kolo- dou (südlich des Narocz-Sees) zur Landung gezwungen und durch Artilleriefeuer zerstört. Auf die Bahnanlagen von Wilejka wurden Bomben ab geworfen. Heeresgruppe -res Generalseldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Die Fliegerangriffe auf die Eisenbahnstrecke Ljachowit- schr-Lumniec wurden wiederholt. Heeresgruppe des Generals von Linsingen. ^ S^.rke ru-fsischc Angriffe gegen die Kaimtstellung südwestlich von Logischin brachen unter schweren Verlusten im Sperrfeuer zusammen. Die fortgesetzten Bennihungen des Feindes gegen die Styrlinie bei mW westlich von Kolk: blieben im all gemnnen ohne Erfolg. Bei G r u z l a 1 y n ist der Kampf be sonders heftig. Zwischen der S/ratze Kowel-Luck und der Turya brachen unsere Truppen an mehreren Stellen den zähen bei Kisrelrn besonders hartnäckigen russischen Wwerstand und d r a n g e n kämpfen d w eit e r vo r. Südlich derT u ry a wurden feindliche Angriffe abgeschlagen. Die Russen haben ihr Vorgehen in Richtung auf Gorochow nicht fortgesetzt Die Lage bei der Armee des Generals Grafen von Bothmer ist unverändert. Balkan-Kriegs sch auplatz. Feindliche Bombenabwürfe auf Ortschaften hinter unserer Front richteten keinen Schaden an. Berlin, den 20. Juni. (WTB. Amtlich.) Am 19. Juni hat eines unserer Marineflugzeuge im Rigaischen Meerbutsen bei Arensburg zwei russische Zerstörer mit Bomben angegriffen und auf einem derselben ernen Volltreffer erzielt. Oberste Heeresleitung. In cmott Teil der Presse waren vor einigen Tagen heftige Anklagen gegen die Geschäftsführung ver Zentral- einkanfsgesellschaft gerichtet worden. Besonderes Aussehen hatte ein Brief des Freiherrn v. Broichs an den Oberb ärger- meisber ivon Wln hervorgernfen, worin Klage gesühnt wurde, datz dre Zentraleinkaufsgesellschaft den freien Handel völlig ausschlosse und dessen Bezugsquellen sin Auslande unter Ablehnung der Einftchrerlaubnis versiegen lasse. Mehrere auf den ersten Blick allerdings sehr befremdende Fälle waren dabei ungefähre worden. Die Zentraleinkaufs gesell )chaft sucht in einer längeren Zuschrift diese Vorhaltungen rrchtrgzustetlen und zu. widerlegen, indem sie schreibt: 1- Frhr. von Broich versucht den Anschein zu erwecken, daß durch die Verweigerung einer Einsuhrerlaubnis für rumänisch: u g e rste an den Brauerewerband Schultheiß-Patzenhofer 1000 Waggons der besten Ware dein deutschen Import verloren ßZOvngen^ seien. Diese Annahme ist hinfällig und irreführend. Die ZEG hat nnt der Rumänischen Maatlickstn EinfnhrkomMission, dem ernzrgen Organ, das über die Ausfuhr aus Rumänien zu! vesttmnren hat, einen Vertrag geschlossen, durch den der ganze Braugersten beschuh der Ernte 1915 an unsere Gesellschaft verkauft worden ist. ..Tie Abnahme dieser Ware imd die Verladungen nahmen einen so günstigen Verlaus, daß das gekaufte Ouantum bereits zum größten Teil der Gerste-Berwersirngsgesellschaft überwiesen werden, konnte. Gegen die Erteilung von Einftchrerlaub- wissen an einzelne Braueveiverbände sprechen folgende zwsiigende Gründe: 1. Würde der Branereiverbwid in Rumänien keine Aus- gälten, 2. würde durch die Betätigung einzelner! Aufkäufer nur eine mmötige Preissteigerung hervorgeruftn werden, dadurch würde auch die weitere Abwickelung der deutsch-rumänischen Exportgeschäfte vor nerre Schwierigkeiten gestellt werden, da die von den Brauerewerbänden bewilligten Preise ans Gründen, deren EinzellMen an dieser Stelle nicht erörtert toerden können, erheblich höher fern würden, als die von uns bewilligten. Zst >reichen Konsequenzen die Zulassung des sreieir Handels beim Einkauf rumänischer Cereallen führeii würde, zeigt die Tatsache, dap der Magi,trat einer der größten deutschen Städte uns vor kurzer Zeit um Erteilung einer Einsuhrerlaiibnis für Ware ersucht hat, deren Preise durchschnittlich 40 Proz. über den von mis gezahlten. liegen. Es ist auch nicht richtig, daß die MG seinerzeit bereit gewesen wäre, dem Brauereiverband die Einftchrerlaubnis zu gewähren Soweit erinnerlich, ist seinerzeit nur darauf hingewiesen worden, daß zunächst die Einfuhr von Futtermitteln aus Rumänien zu fördern sei und daß zu diesem! Zweck sämlliche Transportmittel, die zur Verfügung ständen, Verwendung finden müßten. Sobald die dringendsten Bedürfnisse befriedigt seien, solle auch der Einfuhr von Braugerste Aufmerksamkeit zugewendet werden. Dies ist, wie be- reits erwähnt, inzwischen dadurch geschehen, daß der ganze, sür den Export verfügbare Ueberschuß von uns erworben worden ist. 2. Es ist nicht ivahr, daß, Wie Frhr. v. Broich behauptet, durch -Verweigerung einer vmr chm nachgesuchten EinftchrerlaubUis für 15 Waggons bulgarischer Eier -die deutsche Lebensmittelversorgung um "biefcnt Betrag geschnrälert wurde. Zu der in Frage stehenden Zeck war die beschlagnahnlefreie Einfuhr von Eiern nach Deutschland noch gestattet. Dagegen bestand damals, wie auch heute, in Bulgarien ein Ausfuhrverbot für Eier. Im Februar ds. Js. haben wir das ausschließliche Ausfuhrrecht für ein Kontingent von 100 Wagen erhallen. Dieses' Kontingent ist von uns voll ausgenntzt worden. Der Einkauf bot keinerlei Schwierigkeiten. Er ^föchte zu den gleichen 'billigen Preisen, von denen Frhr. von Brorch spricht. Ein Anlaß, ihm! zu gestatten, ans Grund der uns ertellten Ausfuhrbewilligung Eier einzukaufen und einzuft'ihven, lag nicht vor, da hierdurch lediglich die Preise unnötig getrieben worden waren. „„3. tS wahr, daß, wie Frhr. von Broich behauptet, der ZEG cm Antrag Vorgelegen hat, für das Rote Kreuz 88 000 Zentner bestes doppelt raffiniertes bulgarisches Schmalz zum Preise von Mk. 2,25 für das Pfund, franko Berlin, frei- zngebest. Eine derartige Menge dürfte in Bulgarien überhaupt mcht zu beschaffen sein, außerdän kann in Bulgarien kein Schmalz raffiniert werden, da Vorrichtungen hierfür nicht bestehen. Wenn ein Angebot für die Lieferung größerer Mengen von ausfuhrfreiemi bulgarischem Schmalz bei uns Vorgelegen hätte, so würden wir in Anbetracht der Marktlage dieses Angebot in jedem Falle eingehend und wohdoolleick geprüft haben. In keinem Falle ist die Ablehnung einer Einsuhrerlaiibnis mit Rücksicht ans die Valuta- Verschlechterung begründet worden. 4. Es ist nicht wahr, daß, wie Frhr. von Bvoich in einem Bchatz 'zu seinmn Schreibeii behauptet, ho llä nd i sche Kälber, für die die Firma Happel n. Co. vergeblich ein Einfuhrerlaubnis zu erlangen versucht hat, infolge unseres ablehnenden Bescheides an England verkauft rvorden seien. Vielmehr ist das gesamte zur Emfuhr nach Deutschland freigvgebene'Kvnttngent von der ZEG voll ansgenutzt und zur Liesenrng an die damals mit großen Fleri chverforgun-gss chwierigkeiten kämpfenden westd-eickschen Städte abgegeben worden. Bender Ablehnung der Einsuhrerlaubnis ist die betreftende Firrna daraus animerttam gemacht worden, daß sie über dre Kälber, auch wenn ihr die Einfuhr erlaubt wirrde, nicht ^. verfügen könnte, sondern daß sie verpflichtet sein würdü, das ^fleisch der Reichsfteischstelle zur Bersrigung zu stellen. Es wäre asio auch m diesem Falle durchaus nicht sicher gewesen, daß die eingesnhrten Kälber zur Fabrikation der für die Intendantur bestimmten .Sülze hätten verwendet werden können. Völlig überzeugend klingen diese AuMttmngen noch nrcht, wenn man auch zugeben muß, daß vieles in einem anderen Lichte erscheint als bei dem ungestümen Angriff auf die Gesellschaft. Es scheint, als wolle die Einkaufsgesellschaft lTt der Tat jeden freien Handel mit dem Auslande als uw- Nveckmcrßig und schädlich abweisen, und Gründe da- mr laffen sich ju immer aifftreiben. Allein so leistunas- diese Organisationen arbeiten, so groß die Einfuhrpsorte sein mag, die sie für das Deutsche Rerch aitfrrchtet, so ist doch nicht recht einzusehen, warum' die vielen kleineren Pförtchen an den Reichs grenzen, auch wenn sie mitunter erst durch eine Hintertreppe zu erreichen ind, verschlossen nnd zugenagelt bleiben sollen. Es kann der Zentralernkanfsgesellschcfft entgegnet Werdern daß sie erner Ueberteuerungdes Eingesichrten ja durch Preisregulierung entgegentreten kann. Die Hauptsache ist, daß jetzt recht ^le -^ebensmittel ins Deutsche Reich eingesührt werden. Daß die Art der Einfuhr genau nach der bureaukratischen Schnur und unter der Begleitung in- utid ausländischer Obrrgkett sich vollzieht, i»st viel weniger wichtig. Wenn es wahr sst, was die „Rhein.-Westf. Ztg." heute mitteilt, daß b;e .Zentralemkaufsgesellschaft etwa 20 Millionen Mark allem für Angestetltengehälter auszubtingw hat, so wird es um so notiger und dringlicher sein, daß die Regierung und das Kriegsernährungsamt die Vorgänge in dieser Or- llenau nachprüfen. Herr v. Batocki war gestern in Dufteloorf und hat einer dortigen Versammlung, wie die ,,Franks. Ztg." berichtet, seine nächsten Ziele dargelegt. Dabei kam er auch auf die Zentraleinkaufsgesellschaft zu sprechen, und er erklärte, daß eine Aenderung in dieser Organisation zwar vorgenommen werden soll, daß ihr aber die Berant- ar?' r * un ^ Einfuhr irach wie vor überlasseri bleibe. Wrr vermuten aber, daß Herr v. Batocki die Richtschnur in cuefer wichtigen Sache nicht aus der Hand gibt und daß manches anders wird, als es bisher gehanbhabt wurde. Neben den Vorwürseii des Frhrn. v. B^roich sind noch zahlreiche weitere Klageii laut geworden, die einer Nachprüfung be- und wenn auch nicht der eiserne Besen, wie ein Blatt ich ichross ausdrückte, die Z. E. G. hinwegfegen muß, so hat )rese doch stetig Selbstprüsung urch Besserung ihrer Einrichtungen zu üben, bis die große mtö zweifellos sehr schwierige Frage einer befriedigenden Lösung zugeführt wird. Die „Frkft. Ztg." schreibt: Ter Präsident des KriegsernährimgSamtes v. Batocki hatte am Dreiistag ui Dmsseldv rs Besprechungen mit den Provinzial- und Komurmralbch-öNden, ferner nrit Vertretern des .Hanois wtb der Industrie, nrit Konsumgen^seirschaften mrd nnt Bertteterii der Presse Rheinlands! nnd WestfaLens. Ans seinen Mit- teilnngen ist hervvrznheben, daß die^ Berteilnugstätigbeit der B- G. G. volsständig artf dc^ KriegsernKhrmrgsamt über-, tragen werden soll, während die Z. E. G. sür die Einftihrfvage iwantwortlich bleibt. Die Brotversorgimg fei vollkommen ge- rchett. Die Knappheit an Kartoffeln iverde durch- die Zirsatz- lreserung von Mehl ausaeglichen und dm Indnstriebezirken im Westen und Osten werd< aridere Nährstoffe wie Reis. Graupen, Margarine, Speä als Ersa': ".geführt tw t. Tie Merwähung von Butter und Fett soll von einer Stelle aus gesche- hM, dcmrrt d« ZrEung Mi ganzen Reiche gleichmäßiger gestclll wird. Was die Anssuhrverböte in verschiedenen Bezirken' anb- lange, so ließen sich diese nicht alle beseittgen. Die Gemeinden welche ZwangslieteriMgen zu leisten haben, müßten notwendige/ wer,e auch Aussnhrverbote erlassen können. Seine Tätigkeit sei ^richtet anl die Ansimtzung der Kriegsersahrungen, die schärfere jGrfassmkg der Vorräte imd die Sicherstellung der Vorräte, mit gesichert zu fein. Ferner sei er bestrebt, die vielen LMegsgesellschafteir in straffe Organisatton zu einander zu bringen. Gegen deii Kettenhandel würdeii schwere Strafbe- stiMMilngen ellEn werden. Er sprach die Hoffnung aus, daß dre angenblicklick^ii Schwrerrgkeiten glücklich überwunden wür- Kriegserfahrnngen würde die Lage rm neuen Ernte- besier sein. Die Versammlung nahm die Mit- 7 }}™^ ^ _^Nall entgegen. Verschiedene Pressevertreter spra - baß derartige Besprechungeir in bestimmten Zeiträumen wiederholt werden möchten. Anschließend machte der,Unterstaatssekretär v. Stein Mittei- Äit^eftt^ ^/Eamkeit der Z. E G., gegen die in letzter ^Srtffe in der rheiNisc^westsalischen Presse ge- CteJI ' Ä e Aufklärungen bürften lvesent het) dazu bertragen, daß die Mißstimmung gegen die Gesellschaft Q ^ ausgesprochen, daß in ü^bie Zätigm Eär-nd- Mit teilmu,m Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. W i e n, 20. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 20. Juni 1916. Russischer Kriegsschauplatz. In der Bukowina hat der Feind unter Kämpftn nnt unseren Nachhuten den S e r e t h überschritten. Zwischen Pruth und Dnjestr, an der Strypa und im Gebiet von Rad. zrwillow verlief der Tag verhältnismäßig ruhig. In den erfolgreichen Abwchrkämpfen südöstlich und nordöstlich von dokaczynl Wolhynien brachten unsere Truppen bis jetzt 1600 Gefangen^, ein russisches Geschütz und drei Maschinengewehre ein. Im Raume von Kisielin schreiten die Angrifft der Verbündeten m dem zähen Ringen vorwärts. . ^Zwischen S 0 k u l und Ko l k i haben wir neuerlich starke ftindliche Angriffe abgeschlagen. Bei Gruziatyn, wo es der Fernd unter Aufgebot starker Kräfte zum vierten Male versucht ui die Limen der tapferen Verteidiger cinzudringen, wird erbittert gekämpft. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Kampftätigkeit an der Jso nzofro nt und in den Dolomiten sank aus das gewöhnliche Matz zurück. Neuerliche Vorstötze der Italiener gegen einzelne Frontstellen zwischen Brenta und Astieo wurden abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Bei Seras an der unteren Vojusa Geplänkel. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Der russische Bericht. Petersburg, 19. Juni, 5 Uhr abends. Westfront: Au' ber jycont der Armeen des Generals Brnssilow versuchte der Feind durch erwn Gegenangriff unser Vorgehen gegen Lemberg auszu- halten. In der ß)egend der,Ortschaft R v gvwitschi südöstlich de-' Ortschaft Lokaftchi, 6 Werst südlich der großen Sttaße von Luck nach Wladimir-Wolhynsk griffen die Oesterreicher in dichten For mattoneri unsere Truppen an und nahmen, indem sie einen Abschnitt der Kampffront eindrückten, drei Geschütze einer Batterie welche tapfer bis zur letzten Karttische Widerstand leisteten. Herbeigeeilte Verstärkungen warfen den vorrückenden Feind, nahmen chmi ein Geschütz wieder ab, machten 300 Soldaten zu Gefangenen und erbeuteten zwei Maschinengewehre. In der Gegend von Ko r yrrttz k i südöglich von^ Swiniuki unternahm eines unserer tapfe- ren Regimenter einen Gegenangriff imd schlug die Angreifer in dre flucht. .In diesem Augenblick rückte ein Zug einer unserer leichten Batterien an den Rand ettres Waldes vor und kanonierte mit einem plötzlichen Feuer die Flüchtenden. In dieser Aktion ha!>en wir vier Maschinengewehre genommen und drei Offiziere und » 100 Soldaten zu Gefangenen gemacht/ Oestlich twm Goroboros (?■, üdlich von Swiniuki, haben wir uns nach erbitterdenr Widerstand eines Waldes bei der Ortschaft Boj-esf bemächtigt und 1000 Soldaten mit vier Maschinengewehren gefangen genommen. Bei den An grigen in der Grenzgegend südlich von Radziwilow empfing der Gegner unsere Truppen mft Strahlen brennender Flüssigkeit ^n dieser Gegend haben wir gestern 1800 Gefangene gemackü Unsere Truppen rücken, nachdem sie Czernowitz besetzt und ai- manchen Stellen den Pruth überschritten haben, energisch gegen den Sereth vor. Es ist sestgestellt, daß wir bei der Befttzung des Brückenkopfes von Czernowitz durchs die Truppeir des Generale' Letzchitzkp 49 Offiziere und 1500 Soldaten gefangen genommen haben. Wir haben bei der Stadt 10 Geschütze genommen. Bei der Verfolgung -des Feindes l-aben wir bei der Ortschaft und dem Fort Chourare 400 Soldaten gefangeir genommen usd zwei schn-ere Geschütze, zivm Lafetten, zahlreiche Mnnitvviisdepvts iuid 1000 Karren mit Lebensimttteln und Futter erbeutet. Bei der Ortsckiasr S t 0 r 0 - zynetz habcii imr zwei Offiziere und 85 Soldaten gefangen nud zwei Maschinengewehre genommen. Die (Gesamtzahl dt'r Gefangenen ftii Laufe des 18. Juni beläuft sich auf et'oa 3000 Mann. ?lnf dem Bahnhof von Zutschka, nördlich von Czernowitz, haben wir uns eines Depots mit Geniematerial beniachitigi. Auf der Nord- front, in der Waldgegend und an der Düna dauert das Artille r iedüell fort. K a u k a s u s f r 0 n t: In der Richtung von Gümuschhane, in rer R tch tmig der O ttschast Bazardj ik, haben wft eine Offen sitze der Türken abgewresen. Vom riif?!frf;cit Heer. Berlin, 21. Juni. D-er russische General st ab soll, wie von verschiedenen Seiten gemeldet tvird, sämtlichen General- "iEamuraubos j>cr Feldarmee wiederholt zur Kenntnis bringen, da/ die Familien derjenigen Soldaten, die sich srei- Willis gefangen nehmen lassen, der gesetzlich ihnen Ankommenden dauernden Unterstützung verlustig gehen. Der Druck ans Griechenland. B c r I i n, 21. Juni. Verschiedenen Blättern zufolge soll der V i e r v e r b a n d neue d r a ko n i s ch e Forderungen an Griechenland stellen und die Auflösung des . Parlaments, Neuwahlen und die endgültige Beseitigung der Minister Gunaris und Skuludis verlangen, außerdem noch die Besetzung aller griechischen Häfen zur Ermöglichung einer Kontrolle, sowie das Recht der Ausübung der Polizeigewalt und die Besetzung der Bahnen zu strategischen Zwecken. Aus Czernottntz. Wien. 20. Juni. (WTB.) Anläßlich der Räumung von Ezernowitz erhält die „Neue Freie Presst" aus Czernowitzcr Universitätskreisen folgende Mitteilungen: Als sich seinerzeit das Bedürfnis nach Wiedererössnung der Universität Czernowitz geltend machte, begaben sich der Rektor und Porektor der Universität ztrm Armeeoberkonunan- danten, um bei ihm wegen Wiederabhaltung der Vorlesungen vorstellig zu werden. Der Armeekommandant erklärte sich bereit, gegen die Eröffnung kerne Emwände zu erheben, falls die Professoren nicht einer eventuellen Räumung Schwierigkeiten entgegensetzen würden, wenn sich eine solche einmal als notwendig erweisen sollte. Dre Professoren erklärten sich bereit, ohne il>re Angehörigen nach Czernowitz zu dm men. Der Land.es Präsident der Bukowina gab hierauf die Einwilligung zur Eröffnung des ttommersemesters. Man ersieht aus dieser Vorsichtsmaßregel, die schon vor fo vielen Wochen ergriffen morden ist, ganz deutlich, nne sehr sich unsere Armetttttung die Möglichkeit einer eventuell notwendigen Räumung von Czernorvitz immer vor Augen hielt und wie wenig mau auch damals daran dachte, daß eine solsche ans die ganze Kttegsbrge Einfluß haben kömite. Pvbelkrawotte Ln Padua. B-erlin, 20. Jtzari. (Priv.-Del.) Das „Berl. tcfleM." meldet aus Lugano: In Pa.du«, sind wüste Pöchelkra- walle gegen Dainen der besten Gesellschaft vorgekommen, die beschuldigt werden, im Aufträge der O esterreich er vergiftetes Konfekt rrnter die Kinder verteilt zu haben.. Mehrere Damen wurden schruer mißhandelt und konnten nur mit äußerster Mühe der Lynchjustiz entFogeri werden. Britische Truppen in Archangelsk. London, 30. Juni. (WTB.) Das Reutersche BureuLt erfährt, daß eine selbständige und vollständia ausgerüstete britische Dvuppenabteillrirg in Archangelsk angekorw- men ist. „Daily Graphik" bemerkt dazu: Dies sei ein neuer Beweis für das enge Zusammengehen der Alliierten, und, Deutschland werde auf diese Weise erinnert, daß Großbritannien trotz der Prahlerei Deutschlands rnit seinem See- si'ieg nach wie vor die Meere beherrsche. Der wirtschaftliche Druck der Entente auf die Schweiz. Bern, 20. Juni (WTB.) Dü „Nene Züricher Zeitung" .beklagt sich über dü Nichtinne Haltung eines Lieferungsversprechens der Entente. Die Verhältnisse, unter welchen die schweizerische Textilindustrie zu leiden habe, seien geradezu unerträglich geworden. Baumwolle, Baumwollzwirn und Gmme kämen entweder so spärlich oder mit so großen Vevzogerungen nach der Schweiz, daß trotzBewillignng ,'Äer S. S. S. Monate vergehen, bis die Waren eintreffen, so j&fifc eine Menge von Arbeitern nur teilweise beschäftigt rverdett !. können und seit Monaten vüle Maschinen füll stehen. Der Bundes- flrat wird aufge fordert Schritte zu unternehmen, rmr die Berbands- | staaten davon zu erinnern, dcch trotz der Erfüllung aller vwg- sichen Formalitäten die Zensur große Stockungen erleidet. Es i fei die höchste Zeit daß in der schweizerischen Versorgung aus ^lden Verbandsländern eine rasche Besserung eintrete. Dü Schweiz, dü im Interesse der Menschlichkeit alles tue, um den. Verüb r mit Gefangenen und Verwundeten aller Nationen Mi ermöglichen, . erwarte als ein Zeichen der Anerkennung «dum höflichen Watten nun auch einmal Daten in der Farm eines Entgegenkommens der zustmllngen Regierung. Enthaltsamkeit von Alkohol in Norwegen. K r i st i a rt i a, 19. Juni. (WTB.) Der Slaatsrat hat eure Gesetzesvorlage eirrgebracht betreffend dü pflichtgemäße Enthaltsamkeit während des Dienstes für gewisse, näherbe zeichnete Personen. Das Gesetz verpflichtet Mililärpersonen, Offiziere und Mannschaften während des Dienstes und sechs Stunden vorher zur Enü- haltsamkeit von alkoholischen Getränken. Weiter umfaßt die Gesetzesvorlage Passagiere befördernde Eisenbahnbeamte, Straßenbahn- und .Kraftwagen führen Dem König wird dü Ausdehnung des Gesetzes auf die Offiziere und Mannschaften der Passagierschiffe anheim gestellt. Das Gesetz bestimmt, was als Dienst aufzufafsen ist, und setzt Geldstrafen und Gefängnisstrafen für Uebertretungen fest. Die Auseinandersetzung zwischen Amerika und Oefterreich-Nngarn. W a sh i n g t o n , 30. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die zweite Rote an Oesterreich-Ungarn wegen des Angriffs ernes österreichischen Unterseebootes ans- den Tankdnmpfer „Petrolite" fordert dem Vernehmen nach Entschuldigung und Schadenersatz. Oesterreich hat auf dü frühere Mitteilung darüber geantwortet, daß der Kommandant des Unterseebootes den „Petrolite" für ein markiertes feindliches Schiff hült und daß der Kapitän des Tankdampfers freiwillig Vorräte Pur das Unterseeboot geliefert habe. Das Staatsdepartement erhielt aber einen Bericht des Kapitäns des.„Petrolite", nach welchem das Schiff durch Granatenfeuer zum Halten gebracht und zur teilweisen Abgabe seiner Vorräte gezwungen wurde. England und Amerika. .Hamburg, 20. Juni. (WTB.,. Dem „Hamburger Fremden- lrlatr" wnd aus New Borker Schisfahttskreffen berichtet, daß in letzter Zeit dü Einkäufe der englischen Regierung tu Amerika fast von allen für dü Industrie und die Muni- ttoiwhesttttlimg Egen Rohstoffen erneu auffallend großen Umfang arnühm-en. In Zusammenhang bannt behauptet man. daß von englischer S-iü alles verflicht wird. dü in Amerika irgendwie versügbavon schiffsEume zu schartern, damit eine schleunige BerörderMkg aller Rohit-offt von Amerika nach England sichergestellt wenden feist. Dicht nur in Schfffahttskreism, so adern auch in v&itftwiüen Meisen Amerikas werden diese Bestrebungen 8er englischen Regierung dahin aas gelegt, daß sich. England für den Rost der .Kttegsdauec um jeden Preis wirtschaftlich u nabhämgig von Amerika machm möchte, damit sich die Regiemmg für dan Fall eine* enevgischecn Auftretens «et-etmaten Staaten nicht im geringsten gebunden zu fühlen vvauchi. Man scheint in England mit der Möglichkeit „u rechnen dü Ummenke Präsiden tenwa h l - ' Amerika zu un- basten ber englischen Interessen aussalüu ft , und England oauu Nicht mehr auf die bisherige umfangreiche wirtschaftlichst Unterstützung Ä.necitas rechnen dc.rs. Wie lu s jteiu Joii- ern nutet, ist matt im Weißen Hause in Wajhtngton gegetr diese eigenartigen, charakteristischen, englischen Bestrebungen Englands keitt-eswcgs gleichgültig. Denn erstens werde damit kein großes Vertrat um aus den Sieg der Wilsonschen Partei bekundet, und zweitens wäre es der Wilsonsären Regierung selbst für der: Fall eines für sie. güngi- gen Ergebnisses nicht erwünscht, sich des wirksam et t wirtschaftlichen DruäeS beraubt zu sehen, der die einzige Waffe gegen die englische Willkür sei. Besanntlbch verkündet jetzt auch Wilson mit wahrnehmbarer Entschlossenheit den Willen seiner Regierung, die Freiheit des amerikatiischen .Handels und der amerikanischut^ stn- dustrie gegen jeden kriegführenden Staat ohne Ausnahme in Schutz zu nehmen. Diesem Versprechen kann er aber narr dann Nachkommen, tvenn t: r in der Lage ist, auch feinen; in dieser Beziehung an England zu stellenden Anforderungen dett nötigen Nachdruck zu gebet:. Man ist sich in New Bork völlig bewußt, daß die Aussichten Amerikas, seine Rechte geachlet zu sehen, sich im gleichen Verhältnis vermindern würde, wie England irr der Lage in, sich von den Bereinigten Staaten wittschaftlich unabhängig zu machen. Die japanische Politik. Berlin, 21 .Juni. Der „Lokalcrnz." berichtet aus Tokio: Die Leiter der drei großen politischen Parteien von Japan hätten die H a u p t l inien der ja p an ischen Politik festgelegt, nämlich Annäherung an China, Ausbreitung der japanischst Interessen daselbst und Verstärkung von Heer und Flotte. Der Seefrkg. Die Sperrung englischer Häsen. Berlin, 20. Juni. (WTB.) Wir werden von zuständiger Stelle darauf aufmerksam gern acht, da.ß vom feindlichen Auslande immer wieder die Nachruht verbreitet wird, daß nach der Seeschlacht vor dem Skagerrak dhe deutschen Kriegshäfen, insbesondere Wilhelmshaven, gegen jeden Verkehr gesperrt worden seien. Diese Behauptttng ist völlig aus der Luft gegriffen urrd soll rreben anderen Versuchen, imr daz-u dienen, der deutschen Flotte Verluste arrzudichten!, welche sie nicht erlitten hat. Dagegen haben die Engländer Darmouth seit dem 1. Juni für die neutrale Schiffahrt gesperrt. Sie räumten die inneren Liegeplätze des Hafens von Newc a stle am 1. Juni von allen L^andelsschiffeir und sperrten den Hafen von Hüll völlig, auch für englische Schiffe, da dort mit allen Mtteln an der Reparatur von englischen Kriegsschiffen gearbeitet wird. * M a il and, 20. Juni. (WTB.) Der „Coiriere della Sera" meldet: Der vor San Reuto von einem feindlichen Unterseeboot versenkte englische Dampfer „Gaffa" hatte 6000 Tonnen Steinkohlen an Bord; die 32köpfige Besatzung wurde gerettet. An demselben 16. Juni versenckte ein Tauchboot den itMeni- schen Segler „Do l nietta", der von Porto Mauricio nach Jschi-a untettoegs war. 'Dessen Kapitän erzählt, er habe wenige S«tmeilen von San Nemo einen italienischen Schoonec und eine ftalienische Brigg versenken sehen, deren Besatzungen gerettet wurden. Am selben ?.'bend griff dasselbe Tauchboot den nach Genua be- stinrmten englischen Mchlendampser „Elyd Moore" an, der schoß und das Unterseeboot vertrieb. Nachrichten ans Sestrie in der Levante besagen, daß am Morgen des 17. Juni die italienische Brigg ,,A ttSMcf" 30 Seemeilen vom Korsischen Kap versenkt wurde. Dü Besatzung wurde von dem Segler „Nuova Carolina" gerettet. C h r i stian ia, 20. Jmü. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Ritzanschen BurEs. Das deutsche Auswärtige Amt teilte der norwegischen Gesandtschaft z>u Berlin mit, daß dü deutschen Behörde^ eine ecngehnüe Untersuchung über den Untergang des norwegischen Dampfers „P. Ham re" an gestellt haben. Das Ergebnis des norwegischen Seeverhörs würde rnit bm dünUichen Herichttn der Unterseo- bootskomnürndanten, dü Mr ftachichm Seit in dar -betreffenden Gewässern Dünst hatten, vergLichen. Kein Bericht ergab einen Anhaltspunkt dafür, daß der Dunrpfer versentt worden ist. l ift S:iU i Gber!e«tnartt Zmmetmann f. Leipzig, 20. Juni. (WTB.) Wie die ,^8eipz Neuest. Nachr." von zuständiger Seite erfahren, stürmte Oberleut- ncrrtt Jmmelmann vor einigen Tagen mit seinevr Flugzeug ab uud erlag seinen ^rletztm^en. Berlin, 21. Ittiff. An hervorragender Stelle geben alle Blatter dem Bedauern über den schmertzkichen Verlust Ausdruck, den unsere Flügerwehr durch den Tod des Oberleutnants JmMel- mamr erfahren hat. Wir alle, sagt dü ,Mossische Zeitung", das gantze deutsche Volk ttauvrn inn t lm. Er >war nns'^in Typ, er war HmÄerttanfezüen im Volke cirve Quelle der Zuversicht. Dü Feinde fürchteten chn. Sü nannten rhu den Adler von Lille, und selbst dü Engländer schrieben chm Bewundermvgsartrtel. — Das „Berliner Tageblatt" mauert daran, daß sein alü«rster Ein- deckerftng ein Erfolg war. Ter Engländer kreiste über dem deutschen Flugplatz. Der kleine Apparat Jmmelmanns schraubte sich rasch lfinaus, und der Engländer ffel ihm zur Beute. Ueber dü Gefahren der Kämpfe sprach Jmmelmann nicht. Das Machte er mit sick selbst aus. Er handelte als Flieger kühn und rasch, und er sinnch genau so wenig, als besonnene Menschen Ml «den pflegen. Seme Mienen erhellten sich, wenn er der Ehrungen, die ihm der Kaiser zuteil werden ließ, gedacht.' — In der ^Deutschen Tageszeittmg" heißt es: Mit seinem Kameraden Boelke, mit dem «er solange in der Zahl der Luftsüge in gleichmäßigem schritt und Sä,ritt miteifette, ist er längst z-unt Vvlksheld geworden. Erst im Verlause des .Krieges war der Tech-nckbr, in dem sein Zivil- bernf das Interesse für die Fliegerei geweckt hatte, zum aktiven! Osfftierskorps übergetr-eteu. Im Herzen des deutschen Volkes wird der jugendliche Sieger in den Lüften, den kein Feind zu bezwingen vermochte, mrd den mm doch so schmerzlich früh das Fliegerlos traf, fottlcben in^ der ersten Heldenreihc, in der Otto Weddigen und Graf Spee ihre von U nst e rb lichkeit nmkrärtzün Ehrrm-Plätze haben. Der Wahlkampf in Amenka. Nteiv Jork, 20. Juni. (WDB.) Funkspruch von dem Vertreter des WTB. Eine nette ErsckMnung in dem gegenwärtigen Wahlkampf ist dcvs bisher anscheinend geschlossene d eutschameri konische Votum z>u- gnnsten Hughes. Die dentschanterikanische Presse, sowie verschiedene deutschamerikanische.Körperschaften unterstützen die Kandidatur .Hughes. Es fehlt auch nicht a.n Versuchen in gewissen Kreisen, die deutschamerikonische Unterstützung .Hughes' in einem deutschfeindlichen Sintr auszubeuten. Einige Blätter behandeln das deutsche Votutn verächtlich und versuchen es als bedeutungslos hinzustellen. Es fehlt auch nicht an krassen Austvüchsen, tvie der Bemerkung in einem Leitartikel der „World", daß jede Stimme gegen Wilson eine Stimme für den Kaiser bedeuten würde. Die gemäßigten Blätter lveisen diers zurück. „Evening Post" entgegnet, dann sei desgleichen jeve Stinnne für Wilson eine Stimme fiir König Georg von England. Auf eine Anfrage bezüglich seiner Ltaltung gegenüber der Unterstützung seiner Kandidatur durch die Deutschen erklärte 5) u g he s , er trete für einen unverfälschten Amerikanismus ein, und jeder, ivelcher ihn unterstütze, unterstütze in jeder Beziehung nur die amerikanische Politik urw nichts anderes. Aus dem Räche. Berlin, 21. Juni. .Heute begeht der König von Württemberg sein vOjähriges Militärjubi- läunr. Die Blätter erinnern darmi, von welchem Wert für die Schlagfertigkeit der württenwergischen Armee und die Leistungsfährgkeit ihrer Höh:r7',i Truppenführer die vom König 1893 mit Preußen abgeschlossenen Vereinbarungen waren, durch die der Uebergang geeigneter württembergi- fct/er Offiziere in höhere preußische Kommando stellen gesichert ivnrde. Stabt und £cmb. \ Gießen, 21. Jtjni 1916. Fier^chversorgung und 5raninchenzr:cht. Neben der Geflügelzucht, dü seit Jahren in enger Zusammenarbeit der Geflügelzucht- mrd Hausftauenvereitte mit den Land- ivlttschaftstaurntern gefördett und aus einer wahllosen Luxnszucht zu einer nürklichen Nutzgeflügelzucht von hohem volkswirtschaftlichen Wette mtimcMt ist, ist plötzlich die früher so oft belächelt^ Kaninchenzucht zu großem Ansehen gelangt. Das, was einst mehr Spiel und Vergnügen der Kitrder war, ist heute ernste volksnütt- schaftlichc Arbeit. Dü lcurdnürtsä>aftlichen Fachblätter tveisen intimer tvieder auf dü Nottvendigkert der Ausdehnung der Kaninchenzucht hin, da sü, auf züchterischen Gttnrdsätzen aufgebatrt mrd hinsichtlich des Absatzes gut organiftett, einen nicht unerheblichen Teil der Fleischversorgung unseres Volkes^ leisten kann. Das Interesse für die Kaninchenzucht ist plötzlich so groß und dü Nachfrage so stark, daß heute Zuchttiere kaum noch geliefett werden können und vüle Interessenten aus spätere Zeit verwiesen werden müssen. Die Hauptjtütze rn der wittselxiftlich-cu Kaninchenzucht liegt bei der Arbeiterbevölkerung, auch der großstädttschen, sofern sie in Vororten beheimatet ist und über etwas Land verfügt, ferner bei der weniger bemittttten Bevölkerung der mittleren Meinftädte, den ländlichen Gewerbetteibend-en, bekanntlich seit Jahren mrch insibe- sondere bei den iEifenbahnarbeitern und den auf deM Lande an- läffigen Eisenbahnbeamten. Die übttge lmrdliche Bevölkerung hat sich Mit ihr verhältnismäßig wenig abgegeben. Es ist aber gelungen, dttrch Jüteresfferung der Lehrer gerade dü Kinder auf dem Lande 'ur die Kaninchenzucht zu geroinnen. Häufig haben fre Lehrer selbst Zuchtstalionen eingettchlet .und bald die größeren Schulländer zu Mttarbettern in der Kanincbenmcht erzogen. Durch Zuweisung von PraMen neben dein Schlackstpreife der abzulüsernden Tiere ist die lebhafteste >Fürsorge der Kinder für die Zucht erweckt. Wenn auch der Hauptwett der Kaninchenzucht dattn liegt, den eigenen Bedarf des Haushälters' zu decken und den Anspruch an dü sonstige Fleisch- Mhtting hevabzufetzen, so wird dennoch bei einer weiteren! Ausdehnung der Zucht auch die Beschickung des städtischen Marktes Tritt Kaninchenfleisch in nennenÄvertem Umfange erittreten. Auch tn.er haben häuftg die Lehrer vorbildlich gewirkt, indem sie für em ooer tnehrere Dörfer solche Sammelstellen für schlachtreif« Trerc etnrichten und den Versand an eine größere Sammelstelle ™ ^bMen, die später den gegenfertigen Ausgleich oder nne Be) chtcknng des grofchädttschen Rlarktes durchführen. Sehr erfteuiich ist, daß neben der Fl-eischerzeugtmg die Ber- werttmg der Felle von vornherein ebenfalls organisürt ist Es Bunde Deutscher Katrinchenzüchter die Fellnutzrmgs- geiel. «chast rn Verrrn (6. 23, Dircksenstr. 25' gegründet loördett, drc es ftch ^ur Aufgabe genwrlft hat, eine möglichst vrttswette Beo-« wettuirgder Felle und durch dü Zettträllstettrng dieses Kaninchen- WUmarktts auch ern möglichst gleichmäßiges Fellmäterial zu er- I^Iten. Wahrend früher für das Kaninchenfell vülleicht 10 bis Ä metev- wirrde, zahlt die Gesellschaft, natürlich je noch Att des Felles und Größe verschiedene Pveye von 50 Psg. bis Mark. Dü Gesellschaft hat, um rm Interesse der Züchber mogltchst gute Gewinne zu erzielen, eiu Merkblatt hevcMsgegchen, das dre .Haltung der Türe, die Schlachtung und das ÄMckge,i. das Kämmen .der Felle, sowie das Trocknen behandelt. ^ Hoffentlich bleibt dieser ettreulick« Aitffchw.mg der .Aininchen- zncht bestehen, so daß eine stete Schickung des Flttschniarküs mit Kanmck>enfleisch sich vvllzüht. Dü Erfolge, dü Frankreich und Belgier: ans diesem Gebiete mit einer MnrVtvecsvrgSrnq von 80 beKv. 20 Millionen Kaninchen mHftm cMch wer jchsrellch stens erreichen. Amtliche P e r so n a l n ach r i ch t e n. Der Groß- b erzog hat am 14. Juni den vom Grasen Franz zu Solms- Rodelhetm aus dü erledigte evangelische Psarrstell« zu Ossenheim, Dekanat Friedberg, präsentierten Pfarrer Heinrich Beyer zu Glittersbach für dtese Stelle bestätigt und den Pfarrer sftiedrich H e l l w i g zu Kirch-Göns auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. September 1916 in den Ruhestand verseht. ** Das von der Stadt angelauf te Büchsen- frisch soll von Donnerstag, dem 22. d. Mts., tat jetorffi* bon 8—12 llhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags im städtischen Schlachthof (neue Schweineschlachthalle) b^irks- weift an die Einwohner abgegeben werden. Es handelt sich um vorzügliches Rinderkraftfleisch ohne jede Knochen. Das Fleisch wird im Ausschitttt abgegebetl, um jedermann-seinen Anteil zu sichern. Der Preis stellt sich auf 3.20 Mk. für das Psimb, wobei die Stadt kaum ihre Unkosten deckt. Näheres stehle Bekanntmachung. ** Verwundeten-Fürsorge. Um den verwundeten Kriegsteilnehmern Gelegenheit zur Unterhalttmg zu bitten, ftnden Donnerstag, abends von 1 bis 9 Uhr im Solbatenbeim musikalische Uebungsabende für Gesang- und Instrumentalmusik unter Leitung von Musiklehver Gernhardt statt, zu denen stimm begabte und musikalische Feldgraue wrlldnnmen sind ** Angehörige verbündeter und neutraler Staaten haben sich beim Wechsel ihres Ausienthaltsottes svwo^ bei ihrer Abreise wü btt ihrer Au kt m ft bei der Pvlizttb. Horde z,i melden. Düse An- und Abmeldung muß auf deti Pässen vermerkt sein. Personen, dü gegen düse Borschttft verstoßen, machen sich nach den Bestimmungen des Gesetzes über den ^ülaaerungs^ zu stand vom 4. Juni 1851 strafbar, außerdem setzen sich Zuwider-»/ handelnde bei' Inhaftnahme bis zur endgükttgen Aufklärnng des Sachverhaltes aus. ** Lebens mittelverordn nngs bücher. Für den Bettmaucher bedeutet es oft eine große Erficheveruny, daß er über ine Beftimmrmgen, dü im .Lebensnrittttverkehr getten, nicht oder vur ungenügend unterrichtet ist. Oft lüfett ihn diese Unkenntnis der Willkür des Verkäufers aus. In ttuägleu Stadt ; hat man daher dü Einrichtung getroffen, kl-ttrve Hefte den Verbrau.chern abzugeben, in denen alles verzeichnet ist, was der Verbraucher bttm Waren- ttrrkaus wffseu mich, stt es tiber Preise, stt as über erlaubte Bo- zugsmengen, sei es über andere BestrmmnuHen. Dü Stadt Mann- httm gibt ein solches Verordtnmgsheft, verfaßt von Dr. Hofmann, Vorstand der stcidtischen PrüffrugssteKe, jestt schon in dritter Ausgabe l>eraus. ^.Das Heft enthcW die Höchst und Richtpreise in Mannheim und ttueti Bericht über dü Tätigkeit der Prttsprü- fuiigsstelle Manul-eim. ?luch dü Stadt Frankfurt a. M. gibt ein Üebensnlittelvevordtrutlgsbuch hercais, aus dem der einzelne Verbraucher sich unterttchten kann über alles, nms er beim Einkauf wissen muß. Bitte andere deutsche Städte sind in ähnlicher Weise vorgegangeu. ^Das Verfahren ist sehr zu begrüßen, wttl es dem Verbraucher em Mittel an die Hand gibt, dü Ehrenbaftiqkttt und Rschtmäßigkttt des Verkehrs in Lebensmitteln üstzuftellen: es wirkt gleichzeitig vorbeug.md, rüdem der ttnzelne Händler nicht nvehr mit i>er Gutgläubigkert des PirbWnms btt unrochtmäßigon Mächenschlaften rechnen kann. ** ^ 1 c Anmeldung neuer Fern spirecha n schln sse welche gel-egeutlul) des planntaßigen Ausbaues der Fernftnechan- lagen tm kommenden Hochsommer uuö Herbst hergestttlt werden sollen, nriffseu - abgesehen von den Orten, in denen keine Unter-. brechung der Ferusprechbauarbeitett eintrritt, spätestens bis zum 1. August dtm zustäudigeu Postattstalten vorgelegt werden _ Ver spä te ta u g e m e l d e t e Anschlüsse, die infolgedessen außerhalb des Bauplans nur rnit Abekan:tten Gemälde „Der letzte Mann" vertrieben. Durch die den Sendungen beiliegenden Prospekte wird der Eindruck erweckt, als ob der Erlös aus dem Vertriebe zu Kriegswohlfahrtszwecken verwendet wird. Es wird hiermit darauf mrftnerksam gemacht. daß die Zentralstelle für Vaterländisches Schrifttum ein Ausgesprochenes Erwerbsunternehmen ist, das zu irgend einer Betätigung in der Kriegswohlfahrtspflege nicht zu- qelassen werden würde. Die in den Prospekten genannte Gesellschaft zur Verbreitung guter Kunst befindet sich ebenfalls Link- i strafte 13. Ihr Schriftführer ist derselbe obengenannte Heinrich May. ** Pferdeversteigerung. Freitag, den 23. Juni, von vormittags IO 1 /? Uhr ab kommen auf dem Hofe des Jagdschlosses Kranichstein 40 aus Belgien überwiesene kriegsunbrauchbare A n k au f s p fe r de zur Versteigerung. An der Versteigerung j können nur hessische Landwirte teilnebmen. Die Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung. Die näheren Berkaufsbedingungeu tver- Sfccn vor Beginn der Versteigerung bekannt gegeben. ** Unübertragbarkeit v 0 n Lebensmittelkarten. Der Grundgedanke der Rationierung von Lebensmitteln des Massenverbrauchs war der, jedem einzelnen den Anteil zukommen zu lassen, den er für seinen Lebensmittelunterhalt und nach Maßgabe der vorhandenen Vorräte bedarf. In dem durch !die Lebensmittelkarte verkörperten B^ugsrecht ist die Gewähr für die gleichmäßige Zuteilung dieser Lebensmittelmengen gegeben. Wenn diese Karten auch unübertragbar sind, so liegt in dieser Uniibertragbarkeit noch keine Gewähr dafür, daß durch irgendwelche Machenschaften der Grundgedanke der Verteilung der Bezugsrechte durchkreuzt wird, denn es ist nicht in jedem Falle möglich, den Gebrauch der Lebensmittelkarte ans seine Einwand- ifretfceil zu beaufsichtigen. Es ist eine Frage der Gewiffenlosigkeit des Besitzers von Lebensmittelkarten, ob er die Karte einwand- !srei verwendet, d. h. zum direkten Bezug der ibm zugewiesensni Mengen für sich selbst, oder ob er das nicht tut. Zwei Formen^ bedenklichen Verkehrs mit Lebensmitteln scheinen sich stellen- «weise herausznentwickeln. Die eine Form, die übrigens durch jGerichtsverhandlungen häuftger an die Oessentlichreit gekommen» )ist, ist der .Handel mit Lebensmittelkarten, ob auf rechtmäßigem nobcr unrechtmäßigem Wege envvrbeir. Wo solche unerlaubte ^Uckbertragungen von Lebensmittelkarten stattftnden — sie ist !übrigens eine verhüllte Form des^ Preiswuchers, bezw. des unerlaubten Preisübergebots — da sollten die Behörden gegen sie Vorgehen. Tie andere Form der unerlaubten llebertragung von jKartze« ist die des Eintausches oder der unentgeltlichen Abgabe oder ^ Abnahme. letztere manchmal unter Ausnutzung schlechter wirtschaftlicher Lage des ersten Besitzers, der sie nicht zu verwenden vermag. .Das Verfahren ist insbesondere dann sehr verwerflich, menn es untergebenen Personen gegenüber angewendet wird. Es mnß cm die Wahrhaftigkeit aller appeliert werden, solche Ueber- ttragungen von Vorzugsrechten nicht zu verlangen, aber auch nicht zu gewähret:. Es ist im höchsten Maße imsozial, wenn einzelne Bemittelte aus diese Weise zu Lastet: der Minderbemittelten au -der Pflicht der Einschränkung, die uns allen auserlegt ist, vorbei zu kommen suchen. * Da8 Lichtspielhaus, Bahnhosstraße 34, bietet augenblicklich ein sehr lohnendes Programm, das in der Hauptsache der heiteren Unterhaltung, der Ausspannung der Nerven durch ein befreiendes Lachen dient. Das gilt vornehmlich für den neuesten Hennp Porten-Film „Der Schirm mit dem Schwan", ein mit köstlichem Humor aufgebautes Verwechslungslustsviel in 3 Akten. Daneben gibt es eine Komödie r ßuni crf§ Männerrechtlerin*, ein Maturbild „Vom Berg ins Tal" und ein dreiaktiges Gesellschaftsdrama „Der Krwa brachte Frieden". Die Zusammenstellung füllt Zeinen anregenden Abend aus, dessen Besuch man sich nicht entgehen 4Men sollte. ** Der nächste Städtische Seefisch mar kt beginnt Donnerstag, den 22. Juni, vormittags 8 Uhr, in den Marktlauben. Landkreis Gießen. n. All e n do rf a. d. Lda., 21. Juni. Kürzlich wurden wieder zwei Kriegsteilnehmer von hier mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet, nämlich Ingenieur Stall mann utrd Johannes Merkel. Merkel war im vorigen Jahre verwundet, kämpfte -seither wieder und kam dieser Tage mit seiner Auszeichnung in Urlaub. — Heinrich Hillgärtner von hier ist im vorigen Jahre an eurer schweren Verwundung in den Karpathen gestorben, was erst )etzt von einem Kameraden seinen Angehörigelt mitgeteitt wurde. A Birklar, 21. Juni. Musketier Richard Koch im Inf.- Regt. 254 wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse aus- g^eichnel. e. Wieseck, 21. Juni. Das Fest der S i l b er n en H 0 ch z e it feiert heute Karl Ehrist und dessen Ehefrau, Anna, geborene streiling. Kreis Alsfeld. "Liederbach, 21. Juni. Der Gefreite Heinrich Pfeffer von der Pfefferhöhe bei Liederbach wurde mit dem Eisernen K r e,r z ausgezeichnet. e. W a l l e r s d 0 r f, 21. Juni. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt der Reservist Johannes Greb, Sohn des Polizeidieners Wilhelm Greb. A Windhausen, 21. Juni. Gefreiter Konrad Stumpf bei der 1. Batterie Reserve-Fuß-Artillerie°Regin:ents Nr. 3 wurde zum Unteroffizier befördert und mit der Hessischen Tapferkeit s m e d a i l l e ausgezeichnet. Kreis Friedberg. e. B a d - R a u h e i m , 21. Juni. Das vierte Sinfoniekonzert der Kur kapelle findet am Donnerstag, dem 22. Juni im Konzerthaus' statt unter Leitung'des König!. Professors H a n s W i n d e r st e i n. Das Hauptwerk des Abends ist Robert Schumanns herrliche 6-äur-Sinsonie, von welcher der Künstler selber gesagt hat, sie sei „in feuriger ^Stunde geboren". Aus Mendelssohns berühmter Sommer nachtstraum - Müls it kommen die Ouvertüre, Nachtstück und das lustige Scherzo zur Aufführung. Ten Schluß der orchestralen Vorträge bildet Li szts gewaltige Tondichtung „Präludien", bekanntlich ein Glanz stück unseres Orchesters. Inmitten des gewählten Programms spielt Hans Kehl, der tüchtige Solocellist des Orchesters, die effektvollen Sin- .sonischen Variationen von L. Boellmann mit Orchesterbeglei- kung vor. Das Konzert verspricht wiederum einem hohen Genuß. ** Griedel, 21. Juni. Dem Musketier G^org Sack von hier, im Jnf.-Regt. Nr. 116, wurde daS Eiserne Kreuz verliehen. Starkenburg und Nheinhesscn. --- Offenbach a. M., 19. Juni. Zu dem bereits erörterten Plan der Gründung eines Museums für L e d e r v e r a r b c i - >tung gibt Professor Hugo Eber Hardt die Gesichtspunkte bekannt. nach denen das Museum eingerichtet werden soll. Das !Museum soll folgende Abteilungen enthalten: Geschichte der Offen- facher Fernlederverarbeittmg, dargestellt durch alte Proben, Bilder huud Zeichnungen: die Lederindustrie im Wandel der Mode: die Lederindustrie im Weltkrieg: Lederverweirdung bei außereuropäischen Völkern: der Schuh in Geschichte und Mode; Bucheinbände aus »Leder: das Leder in der Industrie, int Haushalt und in der /Orthopädie; Technik der Lederbelxmdlung in lückenloser Darstellung : der Werdegang des Leders: Werkzeuge zur Lederbearbeitung, der Taschenbügel in Geschichte und Mode und endlich eine -Bücherei Für das Museum ist bereits ein wertvoller Grundstock vorhanden. Schließlich wünschte Prof. Eberhardt für Offenbach eine alljährlich stattfirrderrde mehrtägige Leder- und Portefeuille-Messe, in deren Mittelpunkt das Museum stehen soll. F. C. Aus Nheinhesscn, 20. Juni. Die Gesamteinnahme, .die die Gemeinde Budenheim aus der K i r s ch e 1 : e r n t e heuer Vereinnahmte, beträgt nahezu 100 000 Mark. Einzelne Landwirte erzielten über 1000 Mk. Seck Jahren sind solche Erträge aus den Kirschen nicht vereinnahmt worden. Kreis Wetzlar. ra Wetzlar, 20. Juni. Unserem Kreisarzt, Medizinalrat Dr. Braun, wurde die Rote Kreuz-Medaille 3. Klasse verliehen. ra. Bl asb ach, 20. Juni. Musketier Heinrich Keiner (Jnf.-Rgt. Nr. 131) erhielt das Eiserne Kreuz. ra. S t 0 ck h a u s e n, 20. Juni. Gardeschütze Adolf Neu tGarde-Jnf.-Rgt. Nr. 6) starb den Ehrentod. d. Aus der Bürger m e i ste rei R echt en b ach, 21. Juni. Um den Schwierigkeiten, die bei dem bisherigen Fleifchverkauf hervortraten, zu begegnen, find auch für die hiesige Bürgermeisterei Fleischkarten eingeführt. Die Abgabe von Fleisch oder Fleischwaren darf nur noch gegen Fleischkarten erfolgen. Vom Fleischbezuge ausgeschlossen sind solche Personen, in deren Haushalt außer Schweinen auch noch Rinder, Schafe oder Kälber geschlachtet worden sind. Für die vergangene Woche waren der Bürgermeisterei vom Kreiskommunalverband überwiesen: 1 Stück Großvieh, 3 Schweine und 5 Kälber. Der Verkaufspreis richtet sich nach der für dm Kreis einheitlich von dem Kreisaussch'uß in Wetzlar erlassenen Höchstpreisbekannt- maich-ung; hiernach kosten: das Pfund Schweinefleisch- mit eingewachsenen, nicht beigelegten Knochen 1,65 Mk., Kotteletts 1,80 Mk., Lenden oder Schnitzel 2,00 Mk., frisches rohes Schweinefett 2,00 Mk., ausgelassenes »Schweinefett 2,20 Mk., Blut- und Leberwurst 1,60 Mk., Rindfleisch mit 20 Prozent Kirochenbeilage 1,80 Mk. Lendenstück ohne Knochen 2,20 Mk. nnd Kalbfleisch mit 25 Prozent Knochenbeilage 1,00 Mk. Hessen-Nassau. ]f Marburg, 20. Juni. In der gestern abend abgehaltenen Sitzung der Stadtverordneten wurde der schon mehrfach verhandelte Anttag des Magistrats, den Lauf der Lahn im! Weichbild der Stadt vom Nordbahnhof znm Südbahnhof zu regeln, in namentlicher Abstimmuno mit 13 gegen 6 Stimmen mit der Maßgabe genehmigt, den Plan erst nach dem Kriege offen zu legen nnd die Arbeiten auszuschreiben. Die Kosten, die auf rund 300 000 Mk. veranschlagt werden, sotten auch dann im Wege der Anleihe aufgebracht werden. — Ferner wurde beschlossen, im! Schülerpark unterhalb des am Ortenberg zn errichtenden Jnva- lidenheims für Jäger und Schützen als Kriegswahrzeichen eine zur Nagelung eingerichtete, mit einem Kreuz versehene Säule aufzustellen und dort gleichzeitig eine Sonnenuhr anzubringen. — Ein Antrag, den städtischen Arbeitern und Hilfsbeamten weitere Teuerungszulagen zu gewähren, fand ebenfalls' Annahme. — Die studentis che B.i sma r ck f e i e r . die noch im letzten Jahr in Form eines kleinen Gedenkaktes am Bismarckturnt gelegentlich der Sonnenwende begangen wurde, fällt diesmal ganz aus. — Oberstedten, 21. Juni. Tie gerichtsärztliche Untersuchung des in der hiesigen Gemarkung tot aufgesundmcm Schülers Ernst Hacke! ergab, daß dieser durch die Kugel eines Füufmitti- metergewehrs erschossen worden ist. Man neigt der Ansicht zu, daß der Junge von einem Wilderer, der am Rehe pirschte, sür ein Stück Wild gehalten und erschossen wurde. Der Täter hat dann das Kind in ein Kornfeld geschleppt. Seine Spur ist jedoch- durch das anhaltende Regenwetter, das seit den: Verschwinden des Jungen herrschte, völlig verwischt worden. Der Täter ist noch, nicht entdeckt, doch glaubt man ihm auf 'der Spur zu sein. g. Esch Wege a. d. Werra, 21. Juni. In dem benachbarten Dorfe Mengelrode geriet gestern: beim Grasmähen ein 13 jährches Schulmädchen zwischen die Messer einer Mähmaschine. Das Kind erlitt schwere Verletzungen, die nach kurzer Zeit den Tod berbei- führten. — Zu einer eingehenden Besichtigung des hiesigen Amts- gerichtsgebäudes, in dem bauliche Veränderungen vorgenomnren werde:: sotten, ttaf gestern der Pr. Justizminister Tr. Beseler hier ein. — Durch Großfener wurde in Lispenhausen bei Bebra die Ziegelei von Wassermann vollständig eingeäschert. Englische Aussprüche über die deutsche Flotte. Der Sieg, den unsere Seemacht am 31. Mai über die er:glische Flotte errang, muß nns um so glänzender erscheinen, je mehr wir uns den Hochmut und die Verachtung per gegen war tigen, mit dem sich England seit 50 Jahren über das Entstehen und Wachstum unserer Flotte geäußert hat. Hier eine Zusammenstellung dieser Aussprüche: „Die Deuffchen mögen den Boden pflügen, in den Wolken segeln oder Lustschlösser baue::, aber nie seit Beginn aller Zeiten hatten sie das Genre, das Weltmeer zu durckaueren oder auch nur schmale Küstengewässer zu befahren " (Lord Palnverston 1848.) — „Jedes Kriegsschiff unter deutscher Flagge, das in der Nordsee erscheint, werde ich als Piratenschisf beha:rdeln und zusammen schießen lasten." (Lord Palmerswn.) „Die Deuttchen sotten sich den Luxus einer Kriegsflotte sparen." (Lord Palmersdon in der „Morning Post."' „Die deuftcheu »Sch-isfe sind nichts anderes als Willys Spielzeug." (König Edrmrd VII. „Eine große Flotte ist für uns eine Notwendigkeit und für Teutschlaiw ein Lnxrrs. Unser Reichtum geht verlöre::, wemr unsere Ueberle.g«rbeit zur »See gefährdet ist. Wir sind fest entschlossen, unsere Vorherrschaft auf dem Nösere aufrecht zu erhalttni." (Lord Churchill.) „Das (Schwergewicht und Zentrum der Seemacht hat sich in Europa in den letzten Jahren verschöbe::. Wir müssen unser Auge nicht :rur auf das Mittelmeer, sondern mit »Sorge, wem: auch nicht ntU Angst, auf die Nordsee richten. Sollte es zum Kriege kommen, so muß die englische Flotte in geeigneter Werse verteilt werden und kann den ersten Schlag führen, betwr die andere Parder Zeit findet, in der Zeitung zu lesen, daß der Krieg erklärt ist." (Admiral Lee.) „Es ist nnerträg-- lich, daß England allein durch das Vorhandensein einer deutschen Flotte dazu gezwungen wird, Vorsichtsmaßregeln zu tresten, deren es sonst nicht bedürfen lvürde. Wir haben früher schon einmal einer Flotte das Lebenslicht ausgedlasen, von der wir Grund hatten, Schaden zu befürchte::, und wir halten die deutsche Flotte für die einzige und wirkliche Bedrohung des Friedens in Europa." („Armee- und Flottenzeitung." ..Wenn dre deutsche Flotte 1904 von uns zerstört lvorden wäre, so hätten >vir für 60 Jahre in Europa Frieden gehabt." („Daily Choonicle."^ „Das Wachstum ter deutsche:: Flotte ttägt nur dazu bei, den Schlag, den sie oon England erhält, noch schwerer zu machen. D-ie deutschen (Schifte werden bald auf dem Grund des Mseves liegen oder als Prisen in die englischen Häfen hinweggesührt weihen. Hamburg und Br euren, der Kieler Kanal und die Ostsee werden unter den Kanonen von England liegen :md warten müssen, bis die Ent- schädigwrg festgesetzt wird. Dann körrnen wir zu Rußland und Frankreich sagen: Sucht euch Kompensationen! Nehmt euch innerhalb Deutschlands, was ihr wollt! Ihr könnt es haben! Oermaumm 6886 ctetendam! Nieder mit Deutschland!" (§afarday Review 1897.) _ vermischtes. * Ein neuer Vorschlag zur Volksvermehrung in Frankreich. Angesichts der Massen französischer Reserven, die sich Woche für Woche bei Verdun verbluten, ist es sehr begreiflich, daß man in Frankreich eifriger als je auf Mittel sinnt, die geeignet wären, zur Volksvermehrung beizntragen. Wie verzweifelt man aber bereits nach einem solchen Wundermittel sucht, zeigt der jüngste in: „Ganlois- veröffentlichte Vorschlag, der an barbarischer Strei:ge alles bisher hierüber Geäußerte übertrifft. Die Mindestzahl voi: Kindern, beißt es hieri::, die jede Familie haben müßte, ist die Zahl 4, und das in Erwägung zn ziehende Gesetz sollte be- stiminen, daß nach dem Tode der Eltern die Erbschaft den Kindern nur dann in voller Höhe ansgezahlt wird, wenn es sich um :nin- destens 4 Kinder handelt. Sind nur 3 Kinder da, so sollte ein Vrertel des Erbes dein Staate zniatlen, bei 2 Kindern die Hälfte nnd bei einem Kind drei Viertel. Der „Ganlois" bemerkt hierzu, daß selbst der furchtbarste Krieg eine solche Strenge nicht recht- fertigen könnte, da sich ans dem Vorschlag logischerweise ergäbe, daß nn Falle des Todes eines kinderlosen Mannes das ganze Vermögen den: Staate anheiinfällt, wodurch die Neffen, die ans den Reichtuin ihres Erbonkels hoffen, zur Auswanderung aus Frankreich nnd Naturalisierung in einem weniger grausamen Lande getrieben werden könnten. * Der verwandelte Schinken. Ein ländlicher Besitzer in der Ölähe von W 0 l m i r st e d t hatte, wie der ^Franks. Ztg." aus Halle geschrieben wird, für seine Berlmer Verwandten ein Schwein geschlachtet nnd sandte nun die sorgfältig geräucherten schweren Schinken dorthin ab, nachdem er sie in die Kiste mit Rücksicht auf das Ausfuhrverbot seines Kreises als Kohlrüben angegeben hatte. Groß aber war das Erstaunen der Berliner Familie, als sie in den vom Vetter gesandten Kisten tatsächlich nur Kohlrüben fand. Briefe gingen sofort hin nnd her, aber es hat sich noch nicht aufhelleu lassen, wo und wie die Schinken ihre seltsame Verwandlung erfahren haben. Gevichtrsaal. Leipzig, 20. Juni. Das Reichsgericht hat heute die Revision der beiden Berliner F r a u e n m ö r d e r : n n e n , der Friseurin Johanna Ullmann u::d der Arbeiterin Anna Sonnenberg, die von: Schwnrgerccht Berlin wegen Mordes zum Tode und zu 2 Jahren Zuchthaus, bezw. einem Jahr Gefängnis und den üblichen Nebenstrafen verurteilt worden waren, verworfen Es ha>:delt sich um die Erinordung der Martha Franzke am 16. Mär in dem Friseurgeschäft Ullmann. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Tonnerstag, den 22. Jun: 1916 : Ziemlich heiler und trocken, tagsüber etwas wärmer. Letzte Nachrichten. Bevorstehende Abrüstung Hollands. Zürich, 21. Juni. Der „Neuen Zürcher Zettung" wird aus dem Haag gemeldet: Der hiesigen „Avond Post" zufolge wird der holländische Kriegsminister am 1. August die Jahresklasse 190 7 der Artillerie und Kavallerie auf unbestimmte Zeit beurlauben. >Falls die Meldung sich bestätigt, märe sie das erste Anzeichen der Abrüstung Hollands. Französische Stimmungen. :. Köln, 21. Juni. Wie die „Köln. Zig." berichtet, hatte ein Vertreter des Schweizerisckien Presse-Telegraphen eine Unterredung mit einem vor kurzem in der Schweiz angekommenen Politiker aus Frankreich, der (fiel egen heit hatte, in persönliche Rücksprache mit einer Reihe englischer und französischer Minister, Ver- waltungsbeamte:: :md der höheren Generalität zu tteten. Nach den Aeußerungen dieser Persönlichkeiten, die der Presse-Telegraph verbreitet, fallen die bisherigen V e r l u st e Frankreichs über 2 M i l l i s n c n Menschen, einschließlich der Gefangenen betrage::. Um Deutschland zu einen: völlrgen Verzicht auf Eroberungsbesttebunge:: zu zwürgen, ^erachteten die ftan- zösischen Staatsmänner noch V/ 2 Jahre Krieg für notwendig und unvermeidlich. Die französische Finanzwelt sei dagegen der Meinung, daß der Krieg bis Ende des laufenden Jahres beendet sein müsse. Vor dem Kriegsende erwarte die Regierung keine Revolution, aber nach dem Kriege halte sie es für möglich, daß die Unzufriedenheit des Volkes in der einen oder andern Form zum Ausdruck kommen werde. Kricgsrat im russischeu Hauptquartier. Wien, 21. Juni. Aus Bukarest meldet die „Wiener Allgemeine Zeitung": Wie verlautet, hat der russische Zar für den 30. ds. Mts. einen K r i e g s r a t in das russische Haupt- guartier einberufen, an dem neben Kuropatkin Graf Radkv Dirni- triew und Brussilow sowie auch die britischen und griechischen Ge- neralstabsofsiziere teilnehmen sollen. Unter andere::: soll auf dem Kriegsrat entschieden werden, ob die russischen Reserven zahlreich genug sind, ütm eine länger dauernde Kriegführung im Sinne Brussilows aus halten zu kmrnen. Engländer in Moskau. Rotterdam, 21. Juni. In Moskau wurde ein Panzerautomobil mit einer englischen Marineabteilung, das^ sich auf dem Wege -nach dem russisck^en Hanptauartier befindet, begeistert begrüßt. Die Soldaten wurden -mit Blumen bestreut. Abends fuhren die Engländer nach der Front weiter. Dir türkische Presse über den russischen Angriff. Konstantinopel, 21.Juni. Die türLsche Prefte steltt vn allgemeinen fest, daß die seit AÄnaten vorbeveitete russische Offensive, auf die die Vicrverbandsmächte alle Hoffnung gründeten, keineswegs jene Wirkung hatte, die die Entente von ihr erwartet hatte. Die Blätter geben der Ueberzeicgung Airsdruck, daß die russische Osfeirsive wegen ihrer lokale:: Erfolge nicht imstande, sein werde, die österreichisch-ungarische und dercksche Front z-u erschüttern. „Tanin" schreibt: Die Riesenziftern der russischen Generalstabsberichte können nur mit Lächeln ausgenommen werden. Tie Ergebnisse der vergangenen 14 'Tage haben die Ueberzaugnng verstärkt, daß die Russen nichts werden erreichen können. Wir können heute mit größtem Vertrauen in die Zukunft blicken, weil der Sturm, der von Osten her drohte, bereits überwunden ist. Die Erdrosselung Griechenlands. i. Köln, 21. Jmri. Laut der „Köln. Ztg." meldet der „Seeolo": Der Vrerverband werde seine Forderungen an Griechenland erst dann stellen, wenn die Mockadc ihren Dienst geleistet habe. Ter Vierverband erwartet angeblich die völlige De- mobilisation der griechischen Armee, Mtransport sämtllcher grie^ chischen Truppen aus Makedonien. Abdankung des Kabinetts und Auflösung der Kammer. Für die Durchführung dieser Maßnahmen sollen Bürgschaften verlangt werden. Ernstweilen zeige sich Skuludis zum Nachgebcm nicht bereit, es sei notwendig, daß der Vierverband die griechischen Ereignisse scharf verfolge. Die sogenannte Teil- demobilisierung bestehe nur in der Beurlcucbunq der zehn ältesten Jahrgänge, die nur aus ganz wenigen Leuten beständen. Äegefecht an der Westküste des Schwarzen Meeres. Ha ag, 21. Juni. Bei Suttna au der Westküste des Schwarzen Meeres fand ein kleines Seegefecht statt. Vier Schiffe der türkische:: Flotte überftelen ein russisches .Kriegsschiff, das einige Leichter in der Richtung nach Odessa begleitete. Ein lebhafter Ar- tilleriekampf folgte. Aber die Streitenden sind offenbar erfolglos auseinanderge gangen. 6 a 8 herä 6 einflammiff u. mehrflammig sowie (»asbratöfen in bester Ausführung und in allen Grössen empfiehlt zu billigen Preisen [1764 EdgarBorrmann Eisenhandlg., Neustadt 11 Gröndl. Unterricht IN 4M2 Maschinenschreiben Stenographie u.allenHandelsfäGhern durch bewährte Lehrkräfte. Honorar Mk.10.— Anmeldung täglich. Kostenlose Stellenvermittlung. i PranzVogt&Co.,Gieflen H Goothestr- 32. Tel. 2064 ■ Visiikarten liefert billigst Brübl'übc Umv.-Drnckerei Oastksagung. Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahme während der Krankheit und bei dem Heimgänge meiner lieben, unvergeßlichen Gattm und unserer lieben Mutter Frau Luise Werther sowie für die überaus reichen Blumenspenden sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. , Die trauernden Hinterbliebenen: Emil Werther und Kinder. ■ ,V*v- Sarien-Iäbel sowie sämtliche 3629 Garten-Geräte empfiehltin großer Auswahl Edgar Borrmana Eisenhandlung, Giessen Fluß- u. Seefische Für die uns von allen Seiten ausgesprochene herzliche Teilnahme beim Heimgange unseres geliebten Entschlafenen sagt innigen Dank im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Weigel. Klein-Linden, im Juni 1916. Danksagung. Für die bei unserem schweren Verluste uns erwiesene herzliche Teilnahme, für die trostreichen Worte des Herrn Dekans Löschen und die so zahlreichen Blumenspenden sagen wir innigen Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Margarete Voip Ww. Freienseen, Friedberg, den 18. Juni 1916. [4546 D K'vfc :,y •*%$&&& Danksagung. ,Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme an dem uns betroffenen schweren Verluste sagen herzlichen Dank Hubert Zreund u. Kinder. Krofdorf, den 20. Juni 1916. 4582 Danksagung. Kür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer unvergeßlichen Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante klis-beihc Staunte Mn sowie für die Grabrede des Herrn Pfarrers und die vielen Kranzspenden sagen wir allen unseren innigen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Becker Alten-Buseck, den 19. Juni 1916. [4554 Gietzeuer Konzert-Verein. Gerrerat-Bersammlung am Freitag, den 23. Juni, v Uhr abends im Gefellfchaftsvereiu. Ordnung: Vorlage des Geschäftsberichts und der Schlußabrechnung über 1915/16. Verschiedenes ,- 7Qn Entlastung des Rechners und des Vorstandes. mD Der Vorstand. Milch-Centrifugen Buttermaschinen FuttttsAeiiicmllsisiiiltil Schrotmühlen Haferquetschen Knochenmühlen Futterdämpfer Kartoffelquetschen Vutzmühlen, Trieure Janchepumpen Fauchefäfler Dezimaltvagen nslv. einpfiehlt in neuesten Konstruktionen |3947 M. Rosenthai, Liebigstraße 13, Fernspr. 77. gute yual. für Schreib masch. jjgg .Systeme P. Stück ßlk. 1.75 b. 12 Stück 3!k. 1.50 Ernst Baiser BnreanbeßarS All. Vertretung d. Continental- und Unterwood- Schreibmaschinen IWäuMbnrg 11 Fernsprecher 615, I. M. Schulhof Telephon 113. — Prompter Versand n ach auswärts, i 9 * EptlbeeFpflaozen „Sieger“ , die srübeste und ertrag reichste Erdbeere empfehle aus meiner Spezialzucht kräftige Pflanzen, lieferbar Mitte August. 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Juni Bezirk X Bezirk XI Bezirk XII Bezirk VII Bezirk VIII Bezirk IX Bezirk IV Bezirk V Bezirk VI Bezirk I Bezirk II Bezirk III Freitag, den 23. Juni Samstag, den 24. Juni Montag, den 26. Junt Statt Karten. Gießen, den 20. Juni 1916. Der Oberbürgermeister, Keller. 4571B i i i mm ii n !■■ ■ i M ÜilM StädtischerSeefischmarfct Donnerstag, den 22. Juni 1916, vormittags 8 Ubr beginnend, m deu Marktlaubeu. 4578B Verkauf von beLen, frischsten Seefischen (Schellfisch, Eabltau, Schollen, Seelachs) zu Selbstkosten der Stadt ^/^inna ferner Ludwig fjoh ^erfoßfe (giessen, den 2j. Juni )9f6. 010 S 87 Bekanntmachung Zf Cafe Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr; Familien-Konzert Cafe Ernst Ludwig Morgen Donnerstag 241 OPERETTEN-ABEND hoxidierter Stahiblechiiessej auto ge n geschw eißt. Best er Er s atz f ür Kupferkes sel. Einziger für die L andwirtschaft brauchbarer Kessel. Ei gnet sich für alles — Zu beziehen durchäÜe größeren Eisen w aren-Han dlungen. — Lie ferungen einige n Tagen 1M0 D Heinrich Ämend G. m. b. H. Hanau a. M. Klnäcrgarten-VcreHi £. V. m\*j r* < Die ordentliche Mitglieder-Versammluna vsas»»- »r v&sm dazu emgeladcn. 4450D 1. Jahresbericht 2. NechnungSablage < 3. Vorstand 4. Verschiedenes Der Vorstand. ^».Ä^^hend bringen wir die Verkaufsbedmgungen welche für den Verkauf von ausgeschiedeuen Militä?' und von rcauiricrtcn Pferden durch die Landwirt meinen Kenntnis"" "b mailgebend Unh, zur L Darmstadt, den 17. Juni 1916. ' Landwirtschaftskammer Mr ^das Großherzogtum Heften. Verkaufs-Bedingungen für ausgeschiedene Militär- und requirierte Pferde. emr-Der Verkauf von zurückgestellten, dienstuntauglichen M"?rpferden, auch von reauirterten Pferden, darf nach Erlaß des, Herrn Landwlrtfchattsministers nur an Land! wlrte statt slnden. Außerdem gelten folgende Bedingungen: L §u den Versteigerungen werden nur Landwirte au- « G^llherzogtum besten zugelafien. 2. Die Abgabe der Pferde erfolgt ohne jede Garantie. ^s Alters der Tiere. Der Käufer kann nach erfolgtem Zuschlag nickst mehr vom Kaufe zurück treten oder wegen fehlerhafter Beschaffenheit des Pferde^ irgendwelche Entschädigung verlangen. Er beglebt sich melmehr ausdrücklich aller ihm nach dem * §?J C siL m , öte l er Uu'lcht etwa zustehenden Rechte, o- Die Abgabe der ^cere elffolgt nur gegen Barzahlung. 4. AnememVeriteigerungstagekönnendemselbenSleigerer nicht mehr als zwei Pferde zngefchlagen werden. 5l migekausten Pferde inüffen bis nach Beendigung des Kriegs im landwirtschaftlichen Betrieb des Käufers bleiben. ' 6. Weiterverkauf der Pferde darf nur im Notfall und auch dann nur mit Genehmigung der Landwirifchafts- kammer zu den von dieser im Einzeliall festzusetzenden Bedingungen erfolgen: der Käufer unterwirft sich diesen Bedingungen im voraus. 7. Wer trotzdem ohne Zustimmung der Landwirtschafts- kammer oder ohne Einhaltung der für einen genehmigten Vcrtauf festgelegten Bedingungen Verkäufe der ersteigerten Pferde vornimmt Hai in jedem einzelnen Fall eine Vertragsstrafe von Taufend Mark an die Landwirtschaftskammer zu zahlen. Die Bedingungen sind vom Käufer unterfchrtftltck anzuerkennen. Nutzholz-Verkauf. Das nachuerzeichnete, im lolzten Winter aeiällte Nnk- bolz soll aut dem Wege der Submission verkauft werden Gebole sind verschlossen mit der AusschristISbiS bis spätestens den 23. Juni l, I. ^ormfttägs M^br bei uiiterzeich,ie,er Stelle einzureichen. Ocffnung der Gebote erk-lat.am 23. Jum vormittags 10 Ubr im RalbauS zu Ll». Die Berkaussbedtngunaen, denen sich die Käuser mit Einreichung chrer Gebote unter,versen, liegen bei Grob- bcrzogltcher Bürgermeisterei stich zur Einsich, offen. Nähere Auskunft erteilen am Wunsch die Unterzeichnete Siclle sowie die Grobberzonliche Obcrfürfterei stich. Das Hol, i« aem fV*'k Wegen Vorzeigung des Holzes wolle man Hdö au den Foritwart Jindi in stich wenden. Eichcn-Stamme: 2. Kl. 1 Stiiik. Jsim 1,23 3 «l 0 Stück. Fstin. 8,88. 4. Kl. 8ö Stück Fsim. ÄL ^ ^ ^.Kwferu-stamme: 3. Kl. 2 Stück. Fstm. 2,33. 4. Kl 2 Stuck,. Fstm. 1,43. 5. Kl. 6 Stück, Fstm. 2,47. ^ ^Wcimutskicwrn: 3. Kl. 3 Stück, Fstm. 2,-. 4. Kt 3 Stuck, Fstm. 1,,2. 5. Kl. 5 Stück, Fstm. 1,43. Llch, den 12. Juni 1916. roiogB Großherzogltche Bürgermeisterei Lich: Dörmer.