Ar . \\2 Der Gtehener Aryetyrr erscheint täglich, mcher Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich GiehttrerKmMieELtlrr; zweimal wöchentl.Urcis- blatt für den Ureis Bietzen (Dienstag und Freitag): zweimal inonatl. Land- roirLschrstüche ZeUfragen Ferrrjprech - Anschlüffe: sürdie Schriitl eitung 112 Verlag,GeschäitöstelleöL Adresse dir Drahtnachrichten: Arrzeiger Gießen. Umrahme von Anzeigen lür die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erstes Blatt }66. Zahrgang Vlenttag, 2«. Ml (9(6 Bezug) , r : monatl. 90 P(., vierrel- iäbrl. Mk. 2.65: durch Abhole- rr. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk.2.45 Vierteljahr!. cnlsschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps., ausw. 20 Pi. — Haupt- schrrstleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; iür Stadt und Land, Vermischtes und Ge- ^ ... richtssaal: Fr.R.Zenz; «starrsnrdruck ««& Pcriag 6 er vröhl'schen llmv.-Such- und Stsindruckrrei kl. Lange. Schriftleitung, SeschSstzjtelle und Vruckerei: Schufttr.7. NämMch m Gichm (WTB.) Großes Hauptquartier, 19. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Südlich per belgisch-französischen Grenze bis zur Somme hielt die lebhafte Gesechtstätigkeit an. Ein französischer Handgranatenangriff vor Chavonne (östlich von Vailly) wurde adgewiesen. Eine deutsche Sprengung auf der Höhe La Fille morte (Argouneu) hatte guten Erfolg. Fm Maasgebiet lebten die Feuerkämpfe erst gegen abend merklich auf. Nachts erreichten sie am Toten Mann und westlich davon, sowie im Frontabschnitt vom Tyiaumont- Walde bis zur Feste Vaur große Heftigkeit. Wie nachträglich gemeldctwird, ist in der Nacht vom 18.Juni amThiaumont- walde ein feindlicher Vorstotz abgewiesen worden. Weitere Angriffsversuche wurden gestern durch unser Feuer vereitelt. In den Kämpfen der letzten beiden Tage sind hier rund hundert Franzosen gefangen genommen. Mehrfache nächtliche Angriffsunternehmungen des Gegners im Fuminemalde wurden im Haudgranatenkompf jedesmal glatt abgeschlagen. * Fe ein englisch er D o p p e l d e ck c r ist bei Lens und nördlich von Arras nach Lufttampf ab ge stürzt. Beider Insassen sind tot. Ein französischcsFlugzeug wurde, westlich der Argonnen a b g e s ch o s s e n. Ein deutsches Fliegergeschwader hatte die Bahnhofs- und militärischen Fabrikanlagen von Baccarat und Raon l'Etapc angegriffen. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Auf dem nördlichen Teile der Front keine besonderen Ereignisse. Auf die mit Militär-Transporten belegte Eisenbahnstrecke Ljachowitschi-Lunrniec wurden zahlreiche Bomben abgeworfen. Bei der Heeresgruppe des Generals von Linsin gen wurden am Styr. westlich von Kolki und am Stochod in der Gegend der Bahn Kowel-Rowno russische Angriffe zum Teil durch erfolgreichcGegenstößc zurückgeworfen. Nordroestlich von Luck stehen unsere Truppen in für uns günstigem Kampf. Die Gefangenenzahl und die Beute hat sich erhöht. Südwestlich von Luck greifen die Russen in Richtung auf Gorochow an. Bei der Armee des Generals Grafen von B o t h m e r ist die Lage unverändert. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. Daß unsere Bundesgenossen, die Kämpfer in Tirol, angesichts der russischen Anstürme ihre Offensive keineswegs ausgegeben haben, zeigt uns auch der neueste amtliche Wiener Bericht. Zwischen Brenta und Astack sind neue erfolgreiche Vorstöße gemacht worden, die die Front vor Asiago sichern, und italienische Gegenstöße scheiterten. Es wurden wieder 700 Italiener gefangen. Cadorna, dessen Berichte mit belanglosen Einzelheiten sich gar nicht wiederzugeben lohnen, empfindet durch das Vorgehen der Russen noch keine wesentliche Entlastung. Ueber die Lage im Osten entnehmen wir der .,Kvln. Ztg." folgende Betrachtungen: ' , Die ungeheure Uebermacht, welche die Russen gegen die Stellungen der Mittelmächte ttt Galizie u und Wolhynien einzusetzen vermochten, hätte ihnen gestattet, im Raum von Luzk die österreichisch-ungarische Linie einzubeulen. An der Strypa hielt dre 'Armee des Generals v. Bothmer unerschütterlich stand, nachdem sie auf das westliche Flußufer zurückgegangen war, soweit überhaupt Streitkräfte darüber hinaus nach Osten vorgeschoben gewesen ivaren. In der allgemeinen strategischen Lage nahm sie damit dieselbe Rolle wahr, die takttsch am 18. August 1870 die große Artillerielinie der Preußen in der Schlacht bei Vionville—Mars- la-Dour spielte. Sie bildet den eisernen Rückhalt der ganzen Front, so sehr auch der Driujck des Feindes sich fühlbar macht. Auf dem rechten österreichisch-ungarischen Flügel hat er sich derart verstärkt, daß der Uebergang über den Pruth erzwungen wurde und C z e r - nowitz geräumt werden müßte. Die Russen haben dabei nicht vor einer Grenzverletzung rumänischen Gebiets zurückgescheut, sind aber auf eine kräftige rumänische Gegenwehr, politisch wie militärisch, gestoßen,, daß sie wieder in das' eigene Land zurückgehm mußten. Schon in der Mitte der vergangenen Woche hatten das russische Telegraphcnbureau in Kopenhagen und die Agence Havas in andern neutralen Staaten die Rachricht von der Einnahme von Czernowitz verbreitet. Tatsächlich ist diese erst sväter eingttreten, und wenn man auch den Bwlust der Stadt bedauern Mag, die znM zweiten Male den Feind in ihren Mauern sieht, so ändert dies doch nichts an der Lage im ganzen. Einem iveiteren Vorgehen der Russen nach Südosten legt sich zunächst die Sereth- lnne vor, und hinter ihr beginnt der Gebirgswall, auf den gestütztfrüher sehr schwache Kräfte unseres Bundesgenossen einen so zähen Widerstand leisteten, daß der Feind nicht vorwärts kam. Erst durch e m Ueberrennen der Stellungen, die östlich' von Czernowitz zum rechten Flügel der Mittelgruppe sich hinzichen, würde diese in der Flanke gefährdet sein. Dazu gehören Machtmittel, über die augenblicklich die Oberste Heeresleitung Rußlands allem Augenschein nach nicht mehr verfügt. Sie hat, was ihr an Armee- reserven zur Verfügung stand, nach Norden in den Raum von Luzk und gegen die Stochod—Styrfront getvorfen. Ihre vorgetriebene K>avallerre traf auf deutsche und österreichische Reiterei, bie ehr Vordringen über Lokaeze, südlich der Sttaße Luzk— Madimrr—Wolyusk, aufhielt. Ebenso scheiterte der Versuch, über den Stochod-Styr nach Westen hinauszukommen. Für die Operationen der verbündeten Mittelmächte-fiel besonders ins Gewicht, daß ihnen die Benutzung der Bahn von Brest-Litowsk nach K'owel, die von hier zwei Stränge nach Osten entsendet, nicht unterbunden werden konnte. >Ein indirekter Versuch, die Bewegungsfreiheit der Verbündeten zu lähmen, war der vergeblichc Angriff der Russen gegen österreichisch-ungarische Heeresteile, bif tnx Verbände der Armee des Prinzen Leopold von Bayern nördlich von Baranowitschi stehen. Daran schlossen sich ebenso gescheiterte Stoße gegen die Armee Linsingen am Styr und Stochod, die zum Teil mit frischen KUäften unternommen wurdeii und bezweckten, ein Eingreifen der Verbündeten Truppen von Norden gegen Luzk hin zu verhindern. Am Sonntag liefen nun Meldungen ein, ans denen hervorging, daß die verbündeten Armeen zum Gegenstoß übergegaugen. waren. Deutsche Truppen haben zwischen der Bahn und Straße Koivel-Luzk entspringenden und anfangs nach Nordwesten, dann ^olYnsk-Luzk entspringenden und anfangs nach Nordwesten, dann durch. Kowel nach Norden fließenden Turja die Russen geschlagen und ihnen über 3000 Gefangene abgenommen. Gleichzeitig macht sich em Vorgehen österreichisch-ungarischer Kräfte bemerkbar, sowohl ber Lokaczy, wie bei Gorochow, etwa 27 Kilometer südlich, Md ferner im Raum von Brvdy nördlich der Lepaquelle. Tie Kainpfe nehmeii einen für die Verbündeten günstigen Verlauf, wenn ore Russen auch gerade im. Begriff gewesen zu sein scheinen, selbst vorzugehen. Wieweit dabei Verstärkungen in Frage kommen, die von andern Teilen der Ostfront durch die feindliche Oberleitung herangezogen worden sind, lässt sich noch nicht übersehen. Der innerpolitische Stofs zu Auseinandersetzungen ist ziemlich ausgebraucht, aber die Wogen sind noch nicht überall geglättet. Es Ist ein Beweis für eine unruhige Gemütsverfassung, wenn Zeitungen in der Rede des Großadmirals v. Köster ans der Hauptversammlung, des Flottenvereins eine neue Störung des Burgfriedens erblicken. Eine so unbedingte Windstille inr politischen Leben ist doch nach niemandes Wunsch, daß nicht die eine oder dre andere Meinung und Stimmung frei ausgesprochen werden könnte, solange sie sich von schädlicher Kritik fernhält. Man halte sich an die Worte des Reichskanzlers, der die Unterschiede der Meinungen nicht auslöschen wollte, sondern die Bewahrung der Sachlichkeit wünschte. Durch Reibung entsteht Feuer; auch die polemische Wachsamkeit gegeilüber andersgläubigen Auffassungen kann zu weit gehen und muß beim Uebergreifen in die gegenseitige Zelle das Wasser trüben, das wir uns rein und frisch erhalten wollen. Wünscheii wir uns, daß au der einen Seite die Angriffe auf den Reichskanzler, die Unter- minlernng feiner Stellung unbedingt an schärt, so müssen, wir uns klar darüber sein, daß ans der andern Seite diejenigen, die sich allzu geschäftig zeigen, die Wäsche des Kanzleramtes rein zu waschen, ebenso schädlich wirken. Einen sehr unangenehmen Eindruck hat die Veröffentlichung des Generallandschaftsdirektors Kapp hervorgerufen, die wir gestern wiedergegeben haben. Es ist nicht richitig, daß Herr v.' Beth- mann Hollweg i n der Abrvehr der Kappschen Schrift Schünpsworte gebraucht habe; es war nur eine zwar scharfe, aber sachliche Antwort, die er gegeben hat. Wenn .Herr Kapp den Streit auf persönliches Gebiet führen will, so legt er uns damit nur oie Venwutung nahe, daß er schon vorher in der Wahl seiner Mittel, den Kanzler zu befehden, nicht wählerisch war. * * * Der öftcrreichisch-mlgarische Tagesbericht. Wien, 19. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 19. Juni 1916. Russischer Kriegsschauplatz. In der nördlichen Bukowina und in Ostgalizien keine besonderen Ereignisse. Nordöstlich von L o p u fz n o griff der Feind mit großer Ueberlegenheit unsere Stellungen an. Das bewährte Infanterie-Regiment Nr. 44 schlug, unterstützt von vortrefflicher Artillericwirkung, die neun Glieder tiefen Sturmkolonnen ohne Einsatz von Reserven zurück. Der Feind erlitt schwere Verluste. Auch ein in diesem Raume versuchter Nachtangriff ichkiterte. Bei Gorochow und Lokaczy wiesen wir starke russische Gegenangriffe ab. Am oberen Stochod wurde Raum gewonnen. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern abend wiederholte sich das sehr heftige Feuer der Italiener gegen unsere Stellungen zwischen dem Meere und dem M o n t e d e i s e i B u s i. Ein Versuch des Feindes. m Selz vorzugehen, wurde sofort vereitelt. Im Nordab- ?chnitt der Hochfläche von Doberdo kam es zu lebhaften Minenwerfer- und Handgranatenkämpfen. An der D o l o m i t e n f r o n t scheiterte ein feindlicher Nachtangriff bei Enfredda. An der Front zwischen Brenta und A st i c o wiesen Misere Truppen wieder zahlreiche Vorstöße der Italiener, darunter einen starken Angriff nördlich des Mconte Meletta, ab. Südlich des Busibello wurde der nächste Höhenrücken erobert. Drei feindliche Vorstöße mißlangen. In diesen Kämpfen wurden über 700Jtalicner,darunter 25 Offiziere, gefangen genommen, 7 Maschinengewehre und 1 Minenwerfer erbeutet. Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der unteren V o j u s a in den letzten Tagen Geschütz- kämpse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r. Feldmarschalleutnant. Der bulgarische Bericht. Sofia, 10. Juni. (WTB.) Amtlicher Bericht vom 17. Juni: Im Wardar-Tal iverden täglich wenig heftige Arttllerie- kämpfe mid TZnsai,'. men stoße zwischen Patrouillen gemeldet. Aus der übrigeir Süd front Ruhe. Seit kurze,n vernichten die Engländer und Franzosen die Ernte mittels Brandbomben. Am 16. Juni warfen vier französische Flugzeuge in der Umgebung der Dörfer Zineli jund Tarachmanli und an der Mesta-Mündung einigeBomben «on besonderer Beschaffenheit, um die Aecker in Brand zu setzen. Sie verursachten Brände, die sofort gelöscht wurden. Gestern obend warf ein feindliches Flugzeug stmf Bomben auf Bitolia. Zwei Zivilpersonen wurden leicht verwundet, der, Sachschaden ist unbedeutend. Andere feindliche Flieger warfen Bomben ans Walandowo, Tedeli und Doiran, ohne ei,r Ergebnis zu erzielen. Unsere Flieger belegten die feindlichen Biwaks bei Kara, Sinantzi, Sinol, Kälinowo und Michailowv, ferner das Lager und den Flugplatz bei Kukutsch mit Bornben. Alle unsere Flieger kehrten unversehrt z!nrück. Der türkische Bericht. K o n sta n t inopel, 19. Juni. (MLB.) Bericht des Hauptquartiers. An der Irak-Front kerne Veränderung. Kaukasus-Front. Aus 'dem rechten Flügel kein Ereignis von Bedeutung. Im Zentrum an einzelnen Stellen Austausch von Infanterie-^ und Artilleriefeuer. Auf dem linken Flügel besetzten unsere Erkundungsabteilungen einige Vorpostenstellun^n des Feindes, verttieben ihn daraus und fügten ihm Verluste zu. EM Torpedoboot 'und zwei feindliche Flugzeuge, die aus dem Meere bei der Insel K'eusten bemerkt wurden, wurden durch unser Feuer vertrieben. Zwei unserer Flugzieuge überflogen die Insel T e n e d o s , warfen erfolgreich Bomben aus die Anlagen des Feindes und kehrten unversehrt zurück. Sonst nichts Neues. Berlin, 20. Juni. Ueber die Lage aus den türkischen Kriegsschauplätzen sind, wie verschiedene Blätter melden, gute Nachrichten eingelaufen. Tfchemel Paschas harte Faust habe die englisch-französischen Versuche, Unruhen in Syrien zu erzeugen, unschädlich gemachr. Die K impfe in Mesopotamien. London, 19. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Geneval Lake, der Oberbefehlshaber in Mesopotamien, meldet: In der NackU zum 17. Juni machte der Feind einen erfolglosen Bomben- angrifs auf irnsere Gräben an der Front von SamMryat. DEe Schilderung in dem türkischen Bericht vom 17. Juni von einem -englischen Landungsversuch am nördlichen Enphrad-Ufer ist entweder vollkommen^ erfunden oder eine nnrickstige DarftÄlung der erfolgreichen Strafexpeditton, die im englischen Bericht vom 16. Juni erwähnt ist. Luftkämpfe im Weste«. London, 19. Juni. (WTB.) Englischer Heeresberichkt Gestern herrschte große FliegertättgSeit infolge be§ besseren Wetters. Zu bemerken war das Anwachsen der feindlichen Lufttätigkeit. Ein englisches Flugzeug griff aus einem Erknndungs- fluge acht feindliche Flugzeuge an und zwang zwei davon, in den feindlichen Linien niederzugehen. Es fanden zusammen 30 Luftkämpfe statt, aber ohne einen entscheidenden Erfolg. Jin übrigen herrschte in den letzten 24 Stunden Ruhe. Deutsche FeldweSelleutuants und französische Sous-LieutenantS. Berlin, 19. Juni. (WTB. Amtlich.) Vor eirrigen Monate« wurden^ die in deutscher Gefangenschaft befindlichen, aus dem Untero piziers stände hervorgcgangenen Sous-Lieutenants aus den Osfizicrslagern in Mannschaftslager überführt, wo sie als Unteroffiziere behandelt wurden. Diese Maßnahme war von der deutschen Negierung als Ge gen Maßregel für die unwürdige Behandlung der kriegsgefangenen deutschen Feldwebelleutnants in Frankreich ergriffen worden. Da mmmehr die ranzösiscbc Regierung Feldwebellentiiants in Offizierslager untergebracht hat und ihnen fjjjtr die Zukunft ihrem Osfiziersrange ent- prechende Behandlung zusicherte, so sind auch die in Mannschafts- lagern unter gebrachten kr iegsg efan genen französischen Sous-Lieute- nants ausnahmslos wieder in Ofsizierslager überführt worden. Die Teuerung in Amsterdam. Amsterdam, 19 .Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Heute kam es wieder zu großen Kundgebungen wegeir des Lebensmittelmangels und der Teuerung. Mehrfach gab es Zusammenstöße mit der Polizei. Auf dem Gemüsegroßmartt war neben Polizei auch Militär auf- geboten, um die Ruhe aufrecht zu-erhalten. Am die Karloffel- und Gemüsekarren ans dem Wege vom Großmarkt nach den einzelnen Läden vor den Ueberfällen zu schützen, lvnrde ihnen eine Militäreskorte beigegeben. Das Polizeiamt macht bekannt, daß ab rnorgen keine öffentlichen Kundgebungen mehr gestattet sind. Die Kaffeekarte in Oesterreich. Wien, 19. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Um für die Bevölkerung den Genuß von Kaffee sicher zu stellen und andererseits, um' den Käffeepreis möglichst niedrig und stetig zu halten, werden durch eine Morgen erscheinende Ministerialverordnimg die vorhandenen Kaffeevorräte gesperrt. Von dem! Mini- 'terium des Innern wird der legittmierten Kriegshilsszeutrale das Verfügungsrecht über die Kvffeevorräte eingeräumt. Der Zentrale wird der seinerzeit von der Staatsvertoaltting erworbene Valori- ättons'kaffee zuM Selbstkostenpreis überwiesen, der m dem Detailpreis von acht Kronen pro MvgraMiu in den Verkehr zu bringen ist. IM Interesse einer möglichst sparsanien Verwendung und Streckung der vorhandenen Vorräte wird eine Ka f f ee k a r t'e eiu- geführt. Der Kafseezentrale wird es Möglich sein, auch anderen von ihr erworbenen Kaffee zu dem oben genannten Preise in den Ver^ kehr zu setzen. Die Blockade Griechenlands. Bern, 19. Juni. (WTB.) Nach einer Meldung deL „Secolo" aus Athen haben die englischen Truppen die Insel Eules bei Kreta besetzt. Die lvirtschaftliche Blockade dauert an. Die italienischen B e h ö r de n verhinderten den Abgang von 2000 fiir Ottüechenland bestünntten Tonnen Schwefels. Zwei nach Italien gesandte griechische Dampfer wurden dort zurnckgehalten. In zuständigen griechischen Kreisen befürchtet man, daß infolge des Mangels an Schwefel die Herstellung getrockneter Trauben siaglich ist. Da die Transportmittel in Griechenland fehlen, kann die Demobilmachung vorerst nicht in dem geplanten Umfange erfolgen. Frankreich und England wünschen die allgemeine Demobilmachung. Griechische ministerielle Kreise erklären, daß sie sich gegenüber den Forderungen des Vierverbandes ;um Widerstande entschlossen haben. Berlin, 20. Juni. Leut „Berliner Tageblatt" fahren die Gesandten der Entente in Athen fort, alle Berührungen mit der griechischen Regierung zu vermeiden. "Im Lande herrscht große Aufregung wegen der Lage Ueber die Kundgebungen für König Konstantin wird nachträglich noch berichtet: Bei einer Zusammenkunft eines Ausschusses aller Gewerkschaften von Arbeitern wurde eine Tagesordnung einstimmig angenommen, wonach die Bevölkerung gegen die wirtschaftliche Blockade Und die Angriffe, aus die Freiheit, Ehre und Unabhängigkeit Gricchenlands protestiert. Bei den: Sportfest im Stadion hatte das Volk von Athen Gelegenheit, dem König seine Gesinnung zu beweisen. In einem Augenblick der schwersten Krise, wo laut und flüsternd behauptet worden toar, das griechische Königtum sei er schlittert, habe in dem weiten Raum die unverkennbarste Begeiste rung für eben dieses Königtum geherrscht. Paris, 19. Juni. (WTB.) Der „Matin" meldet ans Athen: Am Sonntag hat die Entlassung der de mobil gemachten Truppen in Athen begonnen. Das italienische Kabinett. Nom, 19. Juni. (WTB.) Meldung der Agenzia Ste sani. Der Körrig Unterzeichnete heute das Dekret zur NeubildungdesKabinetts,das folgendermaßen zusammengesetzt ist: Boselli Ministerpräsident, Sonnino Auswärtiges, Orlando Inneres, Colosima Kolonien, Sacchi Justiz, Meda Finanzen, Carcano Schatz, Fera Post, Mor- rone Krieg, Corsi Marine, Ruffini Unterricht, Bonomi öffentliche Arbeiten, Arlotta Seetransporte und Eisenbahnen, Reineri Ackerbau, de Nava Industrie, Handel und Gewerbe, Bissolati, Bianchi Comandini und Scialoja werden Minister ohne Portefeuille. Die Minister haben heute morgen dem König den Eid geleistet. Bern, 18. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Dem „Corriere della Sera" zufolge wird sich das neue Ministerium am 27.Juni der Kammer und dem Senat vorstellen. Neue Unruhen in Dublin. London, 19. Juni. (WTD. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des Reuterscheu Bureaus kam es gestern in Dublin h-u Unruhen, als die Polizei gegen einen Umzug einschritt, der mit einer republikanischen Fahne von der Gedä^nisfeier für zwei kürzlich Hingerichtete Sinn- feiner zurückkehrte. Drei Polizeibeamte trugen Verletzungen davon; sieben Personen wurden verhaftet. Der 5eekrieg. König Georg an die englische Flotte. London, 19. Juni. (WTB.) Meldung des Reuterschen Buveaus. König Georg hielt bei dem jüngsten Besuch der großen Flotte bei einer Parade von Mannschaften verschiedener Schiffe folgende Ansprache: Ihr habt fast zwei Jahre in musterhafter Geduld auf die Gelegenheit gewartet, der feindlichen Flotte in der Schlacht zu begegnen. Ich verstehe wohl, wie angreifend die Zeit war und wie groß die Erleichterung sein mußte, daß Ihr am 31. Mai hörtet, daß der Feind gesichtet worden sei. Ungünstiges Wetter und eintretende DunLckhett verhinderten ein vollständiges Ergebnis, das Ihr alle ettvartet hattet. Aber Ihr habt alles getan, was unter den Umstanden mögüch war. Ihr triebt den Feind in seine Häfen, brachtet rhm sehr schwere Verluste bei und fügtet den glorreichen Traditionen der britischen Flotte ein neues Blatt bei. Mehr konntet Ihr nicht tun, und ich danke Euch für Euere vorzügliche Leistung. Der König sandte zum Schluß des Besuches an den Oderkommandierenden der großen Flotte folgendes Telegramm : Ich bin dankbar, dafür, Gelegenheit zu haben. Sie und die große Flotte zu dem Ergebnis der jüngsten Schlacht in der Nordsee M beglückwünschen. Ich versicherte den Mannschaften aller Rang- rlapen, daß der Name der britischen Flotte in den Augen ihrer Landsleute nie höher dagestanden hat, und daß deren Stolz und Vertrauen auf ihre Leistungen unvermindert sind. Alles Glück und alles Gute! Mögen ihre künftigen Bemühungen mit vollem Erfolge gesegnet werden. • Falkenberg (Schwan), 19. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Das Matt „Falkenbergs Posten" erfährt, daß der deutsche Dampfer „Ems" aus Hamburg, der sich auf der Reise von Kristimria nach Lübeck befand, heute früh nördlich von Falkenberg, eineinhalb Seemeilen von der Küste versenkt wurde, wahrscheinlich von einem britischen Unterseeboot. Naivem ein Warnungsschuß gegen den Dampfer abgefchossen war, hielt dieser an, urrd die Besatzung verließ, -das Schiff und ruderte an Land. Währenddessen schoß das Unterseeboot etwa 40 Granaten gegen den Dampfer, der sich auf die Sette legte und zu sinken begann. Einige Geschosse des U-Bootes ftelen an Land. Man sah dann erneu zweiten Dampfer sich der Stelle nähern. Ter letzte Schuß des Unter- feckootes gegen die „Ems" zerschmetterte die Kommandobrücke. Ein schwedisches Torpedoboot, das den Wachdienst auf dieser Straße ansführt, war unterdessen angelangt, ging in voller Fahrt zwischen den zuletzt angelegten Dampfer und das Unterseeboot und gab einen Warmmgsschuß ab, worauf das Unterseeboot verschwand Marseille, 19. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Der kleine englische Dampfer „Sardinia" ist gesunken Zwanzig Mcrnn der Besatzung sind gerettet. London, 19. Juni. (WTB.) Lloyds melden, daß der spanische Dampfer „Mendebil" gesunken sei: die Mannschaft fei gelandet. * Le Havre, 19. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas: Das W achtboot „St. Ja au es" ist gefunken. Bon deii 16 Mann der Besatzung werden neun vermißt; sieben wurden in schwerverletztem Zustande von Fischerbooten geborgen. des General- dem der stör- 3um yinscheiden Moltkes. Berlin, 19. Juni. (WTB.) Der Chef stabes des Feldheeres v. Falken Hayn hat denen Generaloberst Helmnt v. M o l t k e folaenden Nackruk gewidmet: ' . , der stolzen Ucberliefcrllna seines Namens, waltete er des hohen Amtes, das ihm scm kaiserüchcr Herr »or zehn Jahren anverrrant hatte, in lauterer Treue. Es gibt keinen ilöbrer -m deuNchen h«r. der chm nicht Belehrungen und Anregungen der-, danken wurde. Es glbt keinen Gencralstabsaifizier, der nicht durch lerne Schule gegangen ist. Er war der Berater des Obersten Krieas- hcrrn bei Bereitstellung der deutsckien Streitkräfte und bei ihrem wmrerchen Siegeslauf im Jahr 1914. Als eine schwere Erkrankung Mn zwang in die Heimat zurückzukehren, war er bis zum letzten Ätemzuge Ar den Generalstab tätig. Das Andenken an i^n ed,^ ^,V' r !fi en 5!* »iitigen Vorgesetzten wird in unseren herzen nie ^ T°-cn. sein Wirke» srnd stir ewig in die ' ° der Geschichte eurgegraben. Der Kaiser hat an die Witwe des dahingefchiedenen Generalobersten v. Moltke folgende Depesche gerechtet: Erhalte soeben die erschütternde Nachricht vvm plötzlichen Tode Ihres Gemahls! Mir fehlen die Worte, um meinem Cmpftnden dabei vollen AuÄuuck za geben. Tief bewegt gedenke ich seiner Erkrankung im Beginn dieses Krieges, dessen glänzende Vorbereitung der Inhalt seines rastlosen Wirkens als Chef des Generalstabes der Armee war. Das Vaterland wird seine hohen Verdienste nicht vergessen. Ich werde, so lange ich lebe, in dankbaren: Gedächtnis behalten, was dieser aufrechte kluge Mann mit seinem goldenen Charakter und seinem warmen und treuen Herzen für mick uitt die Armee war. In auftichtiger Trauer spreche ich Ihnen und Ihren Kindern meine herzliche Teilnahme aus. Ich weiß, daß ich an ihm einen ivarmen Freund verlor. Wilhelm I. R. Die Beileidsdepeschc des Kronprinzen lautet: Mit aufrichtiger und herzlicher Betrübnis' höre ich soeben von dem unerwarteten Hiuscheiden Ihres von mir so hoch verehrten Mannes. Stets war er mir ein guter Freund und wohlangetaner Berater. Seien lEuerer Exzellenz m'äner tiefempfundenen Teilnahme versichert. Dein einstigen lieben Chef werde ich immer ein dankbares und ehrendes Andenken bewahren. Wilhelm, Kronprinz. ferner sind außerordentlich herzlich gehaltene Beileidstelegramme eingelaufen: von der Kronprinzessin, den Prinzen August Wilhelm und Oskar von Preußen, dem Prinzen Heinrich, dem Großherzog und der Großherzogin von Baden, dem Generalfeldmarschall Prinz Leopold von Bayern, der Herzogin von Sachsen-Meiningen, Feldmarschald v. Hindenburg, Generalleutnant v. Ludendorff, General v. Beseler, Generaladjutant v. Plessen, Staatsminister von Breitenbach, sowie von dem österreichischen Generalstabs- chef v. Conrad. — Die Kaiserin ließ ihr tiefstes Beileid^durch Hofmarschall v. Trotha anssvrechen. Ferner kondolierten der bayerische Kriegsminister im Namen der bayerischen Armee, der Admiralstabschef und der spanische Militär-Attache. Berlin, 19. Juni.. (WTB.) Bei der Gattin des verstorbenen Generalobersten v. M o l t f t sind noch, nachstehende Telegramme eingelaufen: „Eurer Exzellenz bitte ich den Ausdruck herzlichster Teilnahme tiefbewegt senden zu dürfen. Gott segne den teueren Entschlafenen rn seinem Frieden. Ich verlor in ihm einen treuen Kameraden. . Feldmarschall von Hindenburg." „Tu Nachricht von dem Tode Seiner Exzellenz, die mir soeben zugeht, bewegt mich tief. In Freud uiid Leid ein treuer Verehrer des Generalobersten, trauere ich mit Ihnen um den Verstorbenen, der nur stets wohl gesonnen war. L ud e n d o r f f." Weitere Beileidstelegramme liefen ein vom König von Sachsen, der Königin von Schweden, dem Großherzog von Hessen, dem Herzog von Sachsen-Meiningen, dem Fürsten Wilhelm von Hohenzollern, dem Herzogvaar Johann Albrecht von Mecklenburg, dem Fürsten Bülow, dem Generalseld- marschall v. Bülow, dem Generalobersten Graf Bothmer, dem stellvertretenden preußischen Kriegsminister, dem sächsi- chen Kriegsminister, dem Staatssekretär Dr. Helfferich, den Staatsministern v. Schorlemer, Loebell und Lentze und dem k. und k. Kriegsminister Frhrn. v. Krobatin. Ihre Majestät die Kaiserin weilte heute nachmittag eine halbe Stunde im Trauerhause. Tafeln Aus dem Retche. Die Münchener Ausschreitung. München, 19. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Ueber die Vorgänge am Marienplatz teilt die Münchener Polizeidirektion mit: Die am Samstag abend auf dem Marienvlatz vorgekommenen Ausschreitungen, sind nach den polizeilcheu Ermittelungen ausschließlich! das Werk jugendlicher' Lärmmacher und haben kernen ernsten Hintergrund'. Abgesehen von einigen kleineren Vorfällen, lassen sich zwei Gruppen schwerer Ausschreitungen unterscheiden. Gegen 7 2 9 Uhr zog eine Rotte halbwüchsiger Burschen von der Neuhckuser Straße, mit Steinen bewaffnet, über den Mavienplatz Fegen das Cafe Rathaus (und warf dort leine;-Anzahl Fensterscheiben ein. Die Steine hatten sie aus der Muhäuser Straße, wo-, zurzeit Verlegungen der Straßenbahngeleis« stattsinden, geholt. Gegen 3/ 4 li Uhr schlug eine Gruppe 16- bis 18jähriger Burschen die Auslagefenster einer Zigarrenhand lnng am Marienplatz und einer benachbarten Bäckereisiliale ein. Bisher sind 11 beteiligte Burschen dein Gericht übergeben worden. Am Sonntag abend wurde eine größere Anzahl Jugendlicher, die sich ziellos in verdächtiger Weise auf dem Marrenplatz Herumtrieben, polizeilich in Sicherheitshast genommen. Bei mehreren wurden Steine, Messer und Gummiknüppel gefunden. * Berlin, 20. Jüni. Zu dem heute in Berlin beginnenden Handwerks -und Gewerbekammertag waren bis gestern 300 Delegierte eingetroffen, die 72 Handwerksund Gewerbekammern vertreten. Ans Stadt rrnd Land. Gießen, 20. Juni 1916. Vertilgt die Kohlweißlinge. Mit Rücksicht auf die außerordentlich große Bedeutung, die der Kohl als menschliches Nahrungsmittel bei der augenblicklichen Nahrungsmittelknappheit hat, erscheint die Vertilgung der Kohlweißlinge bezw. deren Rauven von der allergrößten Bedeutung. Die Raupen, die wie bekannt unr die jetzige Zeit- am Weißkohl, Wirsing, Rotkohl und anderen Kohlarten anftreten, müssen möglichst bald durch Ablesen beseittgt werden, oder aber es müssen die jetzt ansfliegenden Schmetterlinge möglichst rasch und in größerem Umfange gefangen werden. Es dürfte sich, um diese Vertilgung wirksam zu gestalten, empfehlen, die Vertilgung der Raupen durch Ablesen mittelst Prämien aus den Geme inde ka sseu zu unterstützen. Zu gleicher Zeit könnten im.Herbst die eingesponnenen P u p pe n des Kohlweißlings, die namentlich an Gebäuden aufgehängt sich finden, in ausgedehnterem Maße vertilgt werden, wenn auch auf ihre Einsammlung eine Prämie gesetzt würde. Ebenso muß ans die Vertilgung der kleinen hauslosen Schnecken aufmerksam gemacht werden, die sämtlich an Salat wie auch an Kohl ausgedehnten Schaden ftifReit und die, jetzt abgelesen, als V i e h fu t t er, besonders Schweinesutter, sehr gute Dienste leisten können. Es dürfte sich empfehlen, dieses Ablesen besonders durch Schulkinder in der schulfreien Zeit vornehmen zu lassen und die gesammelten Schnecken unter Zugabe von etwas Salz den ch weinehaltern, geben. die Interesse an der Sache haben, abzu- " Amtliche P e rso n a l n ach r i ch t e n. Uebertragen wurde am 15. Juni dem Lehrer Philipp Metzler zu Wohnbach mit Wirkung vom 21. Juni 1916 an die zweite Lehrerstelle an der Volksschule zu Steinfurth, Kreis Friedberg. — Uebertragen wurde am 16. Jiini dem Schulamtsaspirauten Heinrich Im be scheid aus Hoch-Weisel die erledigte zweite Lchrcrstetle an der Volksschule zu Kelenrod, Kreis Büdingen. ** Kunsthonig und Ob stnrarmalade. Die Preisprüsungsstelle für die Provirnz Ober- Hessen schreibt uns: Mit Ikucksicht auf die allgemein herrschende Zuckerknappheit ist es dringend eurpsohlenswert, die Bevölkerung vor jeder Znckeroerschwendung fx warmen, wobei ganz besoriders aus die Verwendung des Zuckers zur Herstellung von sogwianntem Kunsthonig zu verweisen ist. Die zwecks Herstellung dieses Kuufthourgs vertriebenen Präparate (Pulver, Flüssigkeit usw.) bestehen in der viegel aus ettoas Säure unb Spuren von ätherischen Substanzen; sie sind im Verhältnis zu ihrem Wert im Preise viel zu hoch nird das mit ihrer Hilfe unter Berweiidung von Zucker her- bestellte Produkt ist keineswegs dein NaLurbienenhanig in irgendwelcher Weise vergleichbar. DiePreisprüfungs- ft e l l e f ü r d i e P r o v r n z O b e r h e s s e n w a r n t d a h e r die Bevölkerung dringend vor Verwendung von Zucker zur Herstellung solcher Präparate, sie empfiehlt vielmehr mitRücksicht a ü f die gute zu erwartende Obsternte allen Haushaltung s v o r stän de n und Hausfrauen die Verwendung des Zuckers zur Herstellung größerer Mengeri O b st m arm el ad e oder O b st - sirup. Eine große Zuckerersparnis kann bei. Herstellung dieser Marmeladen und Sirup dadurch erreicht werden, daß sie unter Zusatz von Runkelrüben- oder Zuckerrübensaft eingekocht werden. Auch kann der etwa früher hergestellte Kunsthonig zur Herstellung solcher Obsttnarineladen Verwendung finden. , ** H aus s ch l a chtuu g.e n. Von zuständiger Stelle mitgeteilt, daß das Verbot der Hausschlachtungen spätestens am 1. Oktober d. I. aufgehoben wird. Jeder, der tzt noch Ferkel einlegt, kann also damit rechnen, daß er seiii selbstgezogenes Schwein im Laufe des Winters schlachten darf. Wer in der Lage ist, Schweine zu mästen, handelt deshalb im eigenen Interesse, wenn er es tut. ** Ober Hess i sch er Verein für Innere Mission. Am Donnerstag, 22. Juni, findet hier die übliche Frühjah-rsSrmfo- renz des Oberhessischen Vereins für Innere Mission statt. Um 3 Uhr beginnt eine kurze geschäftliche Sitzung des Vorstands und der Synodalvertreler; für die um 31/2 Uhr anfangende eigentliche Versammlung ist diesmal aus eine größere Beteiligung als sonst zu rechnen, da außer Fragen der Inneren Mission in Ober Hessen auch die wichtige Angelegenheit der Pflöge der weiblichen Jugend behandelt werden wird. Den Bericht darüber wird der Vorsitzeiide des Verbandes evangelischer Jüil.gsra.uenvereine, Pastor Thiele aus Berlin, erstatten. Daher sind alle für diesen Zweig der Arbeit Jnleressierteii, insbesondere anch Frauen, besonders dringend din- geladen. Eine Anssprache soll sich mrschließeii; in ihr wird vornehmlich die Frage behandelt werden, wie die Pftege der weiblichen Jngeud in Zukunft in Oberhessen, betrieben werden solle. Die Versammlung, bei der alle evangelischen Gemeindeglieder willkommen sind, wird im Geureiudehaus, Kirchstraßie 9, abgehalten. ** R e i ch s s a m m l u n g Vaterlairdsdank. Es' ist erfreulich, daß der Auftuf des „Vaterlarcksdanves'" einen so großen Erfolg gehabt hat. Hunderttausende sind seinem Rufe gefolgt und haben^zu Hause nachgesucht, roas an entbehrlichem Gold u n d S i l b e r ungenutzt in Kisten und Kasten unrherla-g und haben Schmuck aller Art: Ketten, Ringe, Broschen, Armreifen und dergleichen, silbernes Tischgerät, Münzen und Medaillen, goldenen! Zahnersatz, alte Uhren und dergleichen an einer der 'Zahlreichen! S a m m e l st e llen abgegeben und erhielten dafür den E rin ne- r u n g s r i u g aus dem platinähnlichen, nicht rostenden Kruppschen Eisen mit der Umschrift „V a t e r l a n d s d a n k 19 14". So reichlich flössen die Spenden, daß zur 3. Kriegsanleihe zugunsten der Witwen und Waisen der im Kriege Gefallenen 1/2 Million Mark gezeichnet werden konnte. Aber viele wissen mach nichts voii dieser Sammlung. Denke niemand, es Lonnne ans sein« Spende nicht an .st Es gibt so viele Not 'zu lindern; daß auch neben deÄ Staatshilse für uns alle noch viel Dankesschuld abMtragen übrig! bleiben wird. 1 ** O b st e i n k 0 ch e n ohne Zucker. Da in diesem Sommer nur geringe Zuckermengen zu Einmachtzwecken zur Verfügung stehen, verlieren altbewährte Einkochrezepte ihre Gültigkeit. Bei der in diesem Jahre voraussichtlich reichen Obsternte ist es die Pflicht einer jeHen deutschen Hausfrau, möglichst viel Obst und Obsttnus einzukochen. Die Landwirtschaftskämmer fiir die Rheinprovinz hat daher ein Flugblatt herausgegebeu, das praktische Leitsätze über das Obsteinkochen enthält. Die Beachtung dieser Leitsätze ermöglicht die .Herstellung haltbarer Obsterzeugnisse auch ohne Zuckerzusatz. Das Flugblatt wird Interessenten auf Wunsch von der Landwirtzschaftskannner in Bonn, Bismarck- straße 4, kostenlos übersandt. ** Kriegs g e m ü feBa.it. Der Eisenbahüminister von Breitenbach weist in einem soeben erschienenen Erlaß mit Nachdruck aus die Neubesetzung abgeernteter Flächen mit geeign-eten Feld- uud Gartensrüchten hin. Wenn im vorigen Jahre, so heißt es in dem Erlaß, diese Mahnung nicht immer befolgt wurde, so Nwchüe das f einen Grund in dem schlechten Wetter 'haben. In diesem Jahre hat sich die Witterimg sehr günstig entwickelt, so daß alle Kräfte anzuspannen sind, daß jedes Fleckchen abaeernteten Landes mtt W i n t e r g e m .ü f e zu besetzen ist. Die Vorbereitung«:! hierfür; müssen unverzüglich in Angriff genommen tverden. Dabei soll nicht imr an den eigenen Bedarf gedacht, sondern es müssen auch, möglichst große Mengen von Erzeugnissen zn mäßigen Preisen aus den Adarkt gebracht werden. ** B r i e f p 0 st se ndu>n g«N an die in neutralen überseeischen Ländern mit Ausnahme von China sestge- haltenen Angehörigen der Flotte können nicht niehr wie in Friedenszeiten durch Vermittelung des Marinepostbureans versandt werden, sondern sind nur noch mit der Bezeichnung: „Kriegsgefangenensendung" in gewöhnlicher Wseise aufzulieforn. Das Mattnepostbnreau vermittelt mrr 'noch Briessendungen an di« Fest- gehaltenen in den nordischen Königreichen und in China und Postanweisungen an die Festgehaltenen in allen Ländern. Sendungen, die unrichtigerweise auch jetzt noch dein Marinepostbureau zugehen, erfahren dadurch:iur Verzögerungen. **Ausfuhr von Fischen nach Holland. Verschieden« Zeitungen melden, die preußische und die hessische Regierung hätten einer holländischen Fischereigesellschaft die Erlaubnis erteilt, in den Sommermonaten für die deutschen Fischereipächter im Rhein von Worms abwärts die Guoßsischerei mtt Aükerknilen zu be-^ treiben; die Beute dieser Fischzüge gehe zu zwei Drittel nach Holland. — Die hessische Regierung hat, wie die „Darrnst. Ztg." schreibt, eine derartige Erlaubnis nicht erteilt:; sie hätte die Lie^ ferung der Fische nach den Niederlanden auch gar nicht genehmigen können, da die Ausfuhr von Fischen aus dem Reichsgebiet drftch Bekanntmackping des Reichskanzlers vom 31. Juli 1914 (Reichsanzeiger Nr. 178) ausdrücklich verboten ist. Cs ist in Hessen lediglick) aus 'Antrag einzelner Fischereipächter im Interesse dar Besserung der einheimischen Ernährung gestattet worden, daß int Rhein nicht wie seither erst vom 15. Juli. ab. sondern beretts vvm 22. fNai an der Fischfang mittels Ankerkuilen betrieben werdenHarf. ** R egelung des Werke hrsMitWeb-,Wirf -und S t r i ck w a r e rt. Von der Handelskammer Gießen wird uns folgendes geschrieben: Nach § 8 der am 13. ds. Mts. in Kraft getretenen Bekanntnrachuug über die Regelung des Verkehrs mit Web-, Wirk- und Strickwaren für die bürgerliche Bevölkerung muß jeder Gewerbetreibende, der Kleinhandel wttt den von der Verordnung ge-, ttosfenen Wären betreibt, unverzüglich eine Jnventnr über' die in seinem Besttze beftndlick^en Wären aufnelmr-m. Hierbei sttrd die derzettigen Kleinhandelspreise unter Zugrundelegung dm Preise einzusetzen, die den in der Bekanntmachung über Preisbeschränkurt-, Lungen bei Verkäufen von Web-, Wirk- und Strickwaren vom! 30. März 1916 vorgeschriebenen Preisen entsprechen. Die Inventur haben auch diejenigen Gewerbetteibenden aufz-nnelmi'en, die neben de!m Kleinhandel-gleichzeitig Großliondel oder Maßschneiderei oder beides betreiben. Vor Abschluß der Inventur dürfen in ihr aufznnehnmnde Waren nicht veräußert werden. Nach Absckstuß der Inventur b&rfot von jeder Art der ausgeDonttnenrn Maren biH 1. Stuomft 1916 1)9chftenÄ 20 Prozent, nach den m der In-1 dann der im SAuff fw >3 tvrtY'ofl^'mm < 'fcnhr«*£ »n^fwiwon i ~r m'nm r x<*r teitta MWesetzten Prosen bevechntt, verwert werden. Die Buck- beftenn^ten Kwgewrg^s^cknen SmS ve^Le Lrr^nL L ^ den durch Tod abberu-enen SÄ Doinl l^oinmift iqiß n f> ^ ^ eröffnet« er die diesjährige Tagung mit einem dreifachen -ooTtu l. .LuguU 1310 ab dürfen Gewerbetteibende tm Kleinhandel j kräftigen Hurra ans den Kaiser und den (ftro&herana in nfT<» imbtn _bcr üatSfdjttcte 1 dre von der Verordnung betroffenen' Anwesenden mit Begeisterung einstimmten ^wßherzog, Gsgerfttande nur Kllen B^ngs, chem an dre Verbraucher veräußern. Den Geschäftsbericht über das' abgelausene 42 Ber ^br rkante n und GroGandlerdursen nur an solche Abnehmer Wa- I bandsja.hr hat Hauptmann Waldecker beNschriftttch «- Beide Berichte wurden über die Rech- Rechnungsrat beantragte Ent- ö ck e l , der ^ AMSeven ^ wm umTIm fernes Heeresdienstes als^Leutnant d.! ba^ ui,*, LfULjLciuy-cu vix^iLjLanuc ta , — U1UL , -juluu 1 inmne uuci w Tenterle und die Lazarette übernommen. Ans eine Bemerkung ' Schwerin Nr. 14 erhielt die Hessische Tapfer- ^ Kam a a b - Lollar-Gießen über den Zuschußbedarf für den Unteroffizier Wilh. Schmidt iin Inf.. Kamerad wies der erste Präsident auf die bedeutenden Kosten Regt. Nr. 80 erhielt das Eiserne Kreuz. Unteroffizier Schmidt ^fvlge der Gratislicferungen nach der Front und empfahl den Ka- ist Kommandant der Freiw. Feuerwehr und Sohn des Feld- Eaven und Vereinen, möglichst viele Exemplare ins Feld zu geschworenen Kd. Schmidt. , r "WlW Kamerad" werde von den Truppen stets e. Münster, 20. Juni. Dem Landwehr-Gefreiten Heinrich I O^^nde begrüßt. Ulrich von hier, im Infanterie-Regiment Nr. 14, gegenwärtig L ueber me H a s s i a - Ster b ek a s se führte Hauptmann Wal- in einem bad. Lazarett, wurde die Hessische Tapftrk'eitsmedaille ^ r diese Kasse gerade jetzt in ihren Leistungen verliehen. lfanz außerordentlich bewährt habe. So wurden im vorigen Jahre ** Ruttershausen, 19. Juni. Dem Gefreiten Schreiner beim Jniant.-Regt. Graf Barfuß (4. Wests., wurde die Hessische Tapserkeits medaille verliehen. a 9 rr h i« h ^ c «j r or ^ . i iux«.nwiuui luuireu, ta i>uni umu, oa^ me o-arcm vereittglen .na- >kt dos Gi s ff ItVV^ff ^ August Zinn meradeu rm Felde gesund heimkehren und dann mich dies Gebiet -•» 0Q5 l I 0 IT IX 0 r 0 11 2 .ulOnl 5 . I lit IT ~x. __ V . . . r r • < 1 ^ v i v isVZs A/vluuiUAy l?UL/ lUtC .illLlIl. -CO I l l - -oudeshenn t. Oberh. beruhet, aud) im vorigen Jahre nicht entfaltet rverden können: er hofft aber, daß, die daran beteiligten Ko- . ... »fv . . f <. < ' V Y I t , , « , . Eis ern e ^reuz 2. Klaffe. " ' ~ , I zu brmMn"werbem^Ueber"den^,'.H a^Ua1"e"n- ^ rr bcm Wieseugrunde rm der" berrchtet Kam. Reallehrer Dr. M i n n i ch - Oppenheim jetzt fo^aedess-n ^en unter Wasser und verzögert sich in- zum 25 Mal, Der Kalender &abc sich hockst erfreulich entwickett; folgedeffen d,e Heuernte. sem Absatz sm von 7000 auf jetzt über 53 000 gestiegen und dem- Krers Alsfeld. entsprechend auch das Erträgnis. Präsident General v. H e y l dankt s. Erfa, 20. Juni. Der Gefreite Heinrich Klein, Sahn des benr Kameraden herzlich für seine 25jährige Mühewaltung. Tie Polrzetdieners -Hermann Klein, wurde mit dem E i s e r n e n B uch sen sa m m lu n g der „5)assia" ist erheblich zurückgegangen, Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet. I da dw Nerein«» s^» cw 6. Zeilbach, 20. Juni. ^ t v ouc^mu^.uuuua ^ üillS9 ,.™. Geisel, Gefreiter im Jnf.-Regt. 222, wurde mit ckem E r s e r n e n ^ Bum Punkt Vorstandswahl werden auf Vorschlag des Kreuz ausgezeichnet, nachdein ihm früher schon die Hessische K a b e y - Nieder-Olm der Präsident und sämtliche übrigen ^apferkecksmedaille verliehen rvorden war. Vorstandsmitglieder einstimmig unter lebhaftem Ausdruck der An- Kreis Schatten ^kennung wiedergewählt, wofür Präsident General von Hehl als ~ iTVrirftTfoin i ~ ^ Zerchw des Vertrauerrs seinen Dank ausspricht. Darrehnskasse^ G. Hu'n. H. hielt Ge^a^ersEmlung^ab^ ^ V^oat^Butzb^ck^917 berichtet Med.-Rat sL.'r.S'S-'L'S^r. Ätis «»" *» gelegenen Dörfern erscheinen. Als besonderer Punkt der Tageäord-1 Bemängelung der Adle hm mg von Unterftützungsge- rnmg stand di-e Genehmigung von 500 Mark als Zulage für den SSf 1 ' Alsseld stellt der Referent fest, daß Rechner und dessen Gehilfen. Am Abschluß des Jahves 1914!^ 1M0—1.v00 emgegangenen Gesuchm nur 9 zurückgestellt wur- mußite jedes Mitglied der Kasse auf die Dividenden verzichten • Vvi5 r ^baird habe neben den Unter,Intznngen der Kaineraden anßerdenr noch eine Summe von einhundert Mark bezahlen Dieses und deren Familien auch noch 11 000 Mark für die Kon- Jahr wurden ioieder 6o/a Dividende verteilt ' ~ I ansgabt. Der Voranschlag wird genehmigt. Kam. El Freienseen, 20. Jnni. In heimaUicher Erde fand ^^t«n:banb• 3 ur Un vorgestern mittag ans hiesigem Faiedhof in aller Stille ckwch ^ ^ ttcT ^ 1 } bakv 1500 Mark überwiesen, die hefsi Detzan Roescheu, die Beißetznng des Assistenzarztes der La^ Mgeteilt wurden. Man fet ,etzt int Begriff, mit im 1 Bat. Res.-Jnf.-Negt. Nr. 98, Tr. med. dldolf Volp, statt' ^^?^s^^o/E^^^barung ,u treffen zn gemeinsamer Tr. Adolf Volh war mit Beginn des Krieges als Freiwilliger an Sa 01 *' 7 . Zum Oberleutnant befördert Worms festgesetzt. Med.-Rat Dr. Bogt tellt noch mit, daß die wurde der^ Lehrer D r ck l e r, von hier Festlegung der Satzung über die Bogt-Jubiläumsstistung erst nach Sobn^d-s s 4 ^roPzier Wilhelm Eg ly. dem Kriege erfolgen könne. Weiter empfiehlt er große Vorsicht wi^ffsls>^ Gendarmerie-L^achtmeifters r. P. Egly, wurde zum gegenüber den vielen Neugrüridungen. Die alten Kriegervercine beordert. DaS Eiserne Kreuz erhielt der Bataillons- dürften stolz aus das sein, was sie geleistet haben. Nachdem der an cv - . Präsident namens des Präsidiums und Kam. Krämer na- r* ^0 erg, 20--v 5 UNi. Das bisherige Ergebnis der cm- mens sämtlicher Bezirke den Kam. Mi nni ch zu seinem 25jähri- bei der EloldauskaufMelle war sehr erfteulich. gen Jubiläum als Mftalied des Präsidiunis herzlichst beglück- ailrStl ^1^5komrten für über 5000 Mark Gold deni wünscht, gedachte .Kam. Krämer noch mit kernigen Worten der ~ .uaettibrt werden Dnrn ii« nnermiidlick^w STnHri'fWf h*»a fllrrrfiKtuma t.vtK si« __ ^ ^ Mürtte. Gietzeu, 20. Juni. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfd. 1,90 -0,00, Hühnereier das Stück 20 - 00 Pfg., Käse das Stück 10-00 Pfg., Käsematte 1 Stück 3-0 Pfg., Kartoffeln der Zentner 6,00 bis 0,00 Mark, Ätilch das Liter 30 Pfg., Spinat 20-00 Pfg. das Pf.d, Gelberüben 15 Pfg. das Päckchen, Rosenkohl 00—00 Pfg. das Pfd., rote Rüben 0—0 Pfg., Zwiebeln das Pfund 00-00 Pfg., Nüsse 100 Stück 00-00 Pfg., Blumenkohl 00—00 Pfennig, Sellerie 10-30 Pfennig das Stück, Kopfsalat 6—10 Pfg., Spargel 50—75 Pfg. das Pfund, Römisch Kohl 8—12 Pfg. das Päckchen, Lauch 5—10 Pfennig das Stück, Rhabarber 20- 00 Pfennig das Pfund. Erbsen ' 40—50 Pfg. das Pfund, Kirschen 50 Pfg. das Pfund. — Marktzeit von 7 bi» 1 Uhr. ^ w, “rrj l '*** *r V4 ' oemi u-cimu^ mim. Jiiumci noiy Mir rernrgen Worten der Goldschätze der Rnck^ank znaeftchrt werden. Dazu haben im hie- unermüdlichen Tattgkeit des Präsidiums, und die Versammlung )!"r Friedberg, Bad-2cauheim und Vllbel beigetragen, brachte in Heller Begeisterung General v. Hehl und den übrigen Hetzen noch auls- und dürften, sobald die Ankaufs- Vorstandsmitgliedern ein dreifaches Hoch dar, worauf der Präsi ijUMteiLßtt ms ttthen getreten sind, nicht minder erfreuliche Resul- dent mit Tank und den besten Hofftrungen auf die Zukunft die Ver ^ fammümg schloß. f 'fCo'-i XI • - o V 1WU ' U.JIU uai| U-IL, l'l/U'ULLT LHC Sn». . I m? rt ltn i’ihffvlrtffon l, ....S r* _r.. r. v .er /r GerichLsfaaL. Frankfurt a. M., 20. Juni. (MTB.) Vom hiesigen ^ ^ r .Schwurgericht wurde gestern der 18jahrige Bergmann Alfoils . > 5 UNI. Im benachbarten Dorfe Bischofs- Kirchner zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt. Er m niedrere junge Dorfburschm im Beisein hatte in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai mit deni noch nicht &n,tw»Y,h»f, Paul Kruftewrtz rrrit einen- 1 ortM1 1ft tTn "-- r: - fc -- , - 1 - noch nicht aufgeklätter Ursache -- 1 . V" f-2 J \r- c^ 1 c- 17100,1 urcyr ausgettatter Ur,ache entlud oes memners Mieor. y a y m nun eingefchlichen ui..., „ l|% . m pwtzttch die Waste und die Kugel ging dem Invaliden in die alten Mann überfallen, beraubt und durch Knebelung dessen Er ttruft. Ter Getwstene schleppte sich noch einige Schritte fort und stlckungstod herbeigeführt. Sein Komplice gelangt später zur Ab ilurzte dann tot zulairkmen. inrteiluna. während ein nieiit.,--^ nrft ia rtfl 1 Y., M v wv.n lyiuci. 511t z\u- urteilung, wahrend ein weiterer, erst 16 Jahre alter Helfershelfer zu 2 Jahren 6 Monaten Gefängnis verurteilt wurde. stürzte dann tot zusammen. m. Aus Nassau, 20 . Juni. Zurzeit sind 191 Blinde m den beiden Anstalten Frankfurt und Wiesbaden untergebracht. vlach der jüngsten Statistik gab es in Preußen 2005 g «ülinde und I ^717 i —-H—rr , —— -— : . - 3 mnr io 956 männliche und 9997 weiblicke? Mit Recht "wendet sick Meteorologische VesbÄchtungen -er Station Gießen. letzt den Kriegsblinden weitestgehende Teilnahme und Hilfe zu. ' ^ " ~~ - --— Vorhänge weiße, creme und bunte, werden gereinigt gespannt und gebügelt. 1010035 Leklvwm, FriedrichstruSe 71 Anzüge Mützen Hauben miimiiiiiii Tücher Hosen QT /odehcus Qa/omon, r kt ÖKSiCn Schuht, jße 3944 a Bürsten Besen Türborlagen Kämme «sw. empfiehlt in bester Qualität WiSheSm Leichtweis, Bfirstenfabrikailoo n. Han rüg., Sonnenstraste 18. l«" Zahresversammlung der Uriegertameradschaft ..hassia" rb. Tarmstadt, 18. Juni. rs E^Eer und würdiger Weise, wie im vergangenen! Jahve, ,wurde auch bie .diesjährige Mitgliederversammlung her' 19 jncicgeriamcMowöII ,/Hchftck am Sonntag vorniittag im Kaisersaal hierielbst ab<^halten. Fast ans allen 38 Bezirken des Landes, dw m rund tausend Krregervere-men ttüfäu 70 000 Mitglieder öCTemnt waren bie Vertreter erschienen, was um so höher an- e^amit werden mich, wenn umn weiß, daß der allergrößte Teil der Mitglieder, in manchen Vereinen bis zu Fünffeckftel sick ^auhm mr der Front befindet. Nach der herzlichen per öntichen Juni 1916 Im p’s = n r« G — £ «w TO W 4> ~ G7 ZK 55 Ä s^L 11 S L eo A S 5 1* u 'S JO i ® ^ ni ©If^ S-5-6* « US. Wetter 19. 3" _ 13,8 66 56 _ _ 7 Bew. Himmel 19. 10" —» 12,0 7,7 74 — — 10 Bed. Himmel 20. 8" 10,0 6,0 65 4 Sonnenschein liedrigste ^ „ Niederschlag 0,0 mm. 18. 19. 1916: -f 15,0* C. + 8 , 6 * 0 . m' '"V f \-jL I - - rV ueczi-npen per omiwen •■? f rU ! ,U1 I 9 V m £**** wokmenden Kameraden ^tzete der erste Präsident ^der „.Haffia", Generalmajor ß la suite ber Kavallerie Freiherr v H e h l die Versammlung und bat alle Kameraden, im Interesse der heiligen Sackxe unseres Vaterlandes n^r «veirerausficy-ten in Hesien am Aiittwoch. den L mntt^ unserer AMüppen berttageu kcmn. Nachdem der Präsident'Wechselnd bewölkt, tvocken, tagsiiher etwas wärmer. Amkkicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Alittwoch, den 21. Juni ISIS Noch vorrätig: Falzziegel II und Biberschwänze I. u. II Tonwerkeftieäen-Abendstern. Treibriemen — alle Sorten — ISaschinen*, Motor - Oel, Cyltofler- Oe!, Maschinenfett, Pntzvolle, ßnmni- sehlflnche, Asbest 13438D SMiMn Neue Mainzer Strnße 80 Frankfurt am Main. Gier-Ersatz lose und in Packungen. 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Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die schmerziiche Nachricht, dass unser lieber, hoffnungsvoller und herzensguter Sohn, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Kusin Otto Ohlemutz, Bankbeamter Unteroffizier der 12. Komp, des 4. (Jarde-Res.-Inf.-Rgt. Nr. 93 im Alter von fast *31 Jahren nach 22 monatiger treuester Pflichterfüllung am 2. Pfingstfeiertage abends sein blühendes junges Leben fürs Vaterland lassen musste. In tiefer Trauer: , Pr. Ohlemntz nnd Fra» Karl Ohlemutz, z. Zt. im Felde Emilie Ohlemntz Ottilie Ohlemutz Katharine Ohlemntz geh. Reuhl und 2 Kinder. Gatnbach, den 19. Juni 1916. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen heissgeliebten nnd unvergesslichen Gatten, den treusorgenden, herzensguten Vater seiner Kinder, unsem lieben Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Jakob Hengst, Kaufmann Unteroffizier der Landwehr im Fußartillerie-Retpment 3 gestern nacht 2 Uhr nach kurzem, schwerem Leiden im vollendeten 40. Lebensjahre zu sich zu nehmen. In tiefem Schmerz: Emma Hengst geb. Noll und Kinder. Giessen (Ludwigstrasse 33), den 19. Juni 1916. 010270 Die Beerdigung findet Mittwoch mittag 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes statt. Umgerverein Gießen Alicestraße 11 B X nc Wohnung zu ücrm. (76 Näheres daselbst 1. Stock. datz Den Mitgliedern die traurige Nachricht, unser Kamerad Jakob Hengst UsterofL 3.Iiai2f!w.i2i3.1Sran!!eEb.Fitß-ArHlI.-legt. an einer schweren Erkrankung verstorben ist. Dem Verstorbenen werden wir ein treues Andenken bewahren. Die Beerdigung Mittwoch, den 21. Juni nachm- 3 Uhr auf dem neuen Friedhof. — Wir bitten dem Kameraden die letzte Ehre zu erweisen. 4561D] Der Vorstand. 3 Zimmer m i SUrtaglal 23 Rubati ! schöne.'Z-Zimmer Wohnung ; zu vermieten. M077 ScUiSieafeernerweg 58 hübsche 3-Zimmerwobnnng zu verm. ; Näh. Hofmannstraße 14. [4219 Hübsche freundlicheWslmrmg, 3Zimmer mit Zubehör, pari., a. einzelne Person od. älteres Ehepaar zu vermieten. 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