Nr. M Der Eietzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal lvochenUich SietzeverZamirienb'.ätter; -iveimal wöchentl.Ukeis- blatlfÄrdenLreis Sietzen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Lan-r lvlrftchaftttche Zeitfraaen Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchriftteitrmg112 Verlag,Geschäftsstelle51 Adresse fiir Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erstes Blatt Ibb. Jahrgang erger Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unio.-Buch- und Zteindruckerei R. Lauge. Montag, \Q. Juni W 6 Zchriftlermng, Geschäftsstelle und Druckerei: 5chu!str.7. OCJII V'' monatl. 90 Pi., mct >.* fährl. Mk. 2.65: durch Abhole- iu Ztoeigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost Act. 2. -lg viertel- jährl. ausschl. Bestellq. Zeilenpreis: lokal 15Ps.. allsto. 20 Pf. — Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Veranttvortlich für den politrschen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz: für Stadt und Land, Verntischtes und Gerichtssaal: Fr. R.Zeuß für den Anzeigenteil: H Beck, sämtlich in Gießen Deutsche Erfolge gegenüber den (WTB.) großes Hauptquartier, 17. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Ein französischer Patrottilieuangrift bei Beaulne (nördlich der Aisne) wurde leicht abgewicsen. ImMaasgebiet hielt sich bie Artillcrietätigkeil auf erheblicher Stärke und steigerte sich in den frühen Morgenstunden teilweise zu besonderer Heftigkeit. In den Vogesen fügten wir nordöstlich von Celles durch eine Sprengung dem Gegner beträchtliche Verluste zu und schlugen westlich von Sennheim eine kleinere feindliche Abteilung zurück, die vorübergehend in unseren Graben hatte eindringen können. * Die Fliegertätigkeit war beiderseits rege. Unsere Geschwader belegten militärisch wichtige Ziele in Bergues (französisch Flandern), Bar-le-Duc, sowie im Raume Dom- baslc — Cinville — Luneville— Blainville ausgiebig mit Bomben. Oestlicher Kriegsschauplatz. Bei der Heeresgruppe L i n s i n g e n haben sich an dem Stochod- und S t p r - Abschnitt Kämpfe entwickelt. Teile der Armee des Generals Grafen von B o t h m e r stehen nördlich von Przewloka erneut im Gefecht. Balkan-Kriegsschauplatz. Abgesehen von erfolgreichen Angriffen unserer Flieger auf feindliche Anlagen ist nichts Wesentliches zu berichten. . Oberste Heeresleitung. (WTB.) Großes Hauptquartier, 18. Juni (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. An verschiedenen Stellen unserer Front zwischen der belgisch-französischen Grenze und der Somme herrschte leb hafte Artillerie- und Patrouillentätigkeit. Links der Maas fanden nachts Jnfanteriekämpfe um vorgeschobene Grabenstticke am Südhange des „Tote n Mannes" statt. Rechts des Flusses scheiterte ein durch mehrstündiges Vorbereitungsfeuer eingeleiteter starker französischer Angriff vor den deutschen Stellungen im Thiau- mont-Walde. Ein vom Gegner genommener kleiner «Graben vorderster Linie wurde nachts wieder gesäubert. Der F l i e g e r a n g r i f f auf die militärischen Anlagen von Bar-le-Duc wurde wiederholt. Im Feuer unserer Abwehrgeschütze stürzte ein französischer Doppeldecker westlich von Lassignv ab und zerschellte. In der Gegend von Bezange—la Grande (südlich von Cha- teau-Salins) schoß Leutnant W i n t g e n s sein sechstes, Leutnant H o e h n d o r f sein fünftes feindliches Flugzeug ab; die Insassen des einen sind tot geborgen. Am 16. Juni abends wurden die Trümmer eines im Lustkampf unterlegenen französischen Doppeldeckers nordöstlich des Hessen-Waldes brennend beobachtet. Oestlicher Kriegsschauplatz. Bei der Heeresgruppe des Generals vonLin singen wurden am Styr beiderseits von Kolki russische Angriffe abgewiesen. Zwischen der Straße Kowel — Luck und dem Turya-Abschnitt nahmen unsere Truppen in erfolgreichen Kämpfen den Russen an Gesa n g e n e n e l s O f f i z i e r c, d r ei t a u s e n d v i e r h n n - dert sechsundvierzig Mann, an Beute ein Geschütz, zehn Maschinengewehre ab. Bei der Armee des Generals Grafen vonBothmcr brachen feindliche Angriffe nördlich von Przewloka bereits im Sperrfeuer blutig zusammen. Balkan-Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Oberste Heeresleitung. JS [>1 *1 , * An Wolhynien 'und Ostgalizien stehen die Dinge für uns gut. Dre russische Offensive ist mit großem Erfolge eingedämmt worden. Die Heeresgruppe L r n s i n g e n, die nach längerer Zeit jetzt wieder in unseren amtlichen Heeresbericht ten anfgefnhrt wird, hat nicht nur beiderseits von Kolki am Styr neue russische Angriffe abgewiesen, sondern auch südwestlich davon, und zwar zwischen der Straße Kowel- Lnck rrnd dem Turya-Mschnitt, offenbar in kräftigem Gegen crngrifs den Feind znrnckgervorsen, denn er verlor yrer nicht nur fast 3500 Mann an Gefangenen sondern auch ein Geschütz und 10 Maschinengewehre, woraus, so bemerkt die „Köln. Volksztg", zu schließen sein dürfte, daß unsere Truppen im Gegenstoß bis an und teilweise in die russischen Artilleriestellungen gelangten. Der Schauplatz dieser Kampfe nt im allgemeinen nordwestlich von Luck zu suchen. Kowel liegt an der Turya, deren Oberlauf übrigens mit einem nördlich Luck Mündendeii Nebenflüßchen des Styr in Verbindung steht. Turya und Styr selbst strömen bekanntlich von Süden her dem Pripjet zu, ebenso zwischen beiden der im Verlauf der letzten Kämpfe auch schon mehrfach genannte Stochodfluß, dessen Quelle ganz nahe dem Ursprung der Turya nordwestlich von Luck zu suchen ist. Die Straße Kowel- Luck überschreitet etwa auf der Hälfte des Weges den stochod und läuft zuletzt am Westufer des Styr entlang. Zwischen dieser Straße und dem Turya-Abschnitt, etwa bis zum stochod, dürste also das Schlachtfeld zu suchen sein, das den Schauplatz dieser erfolgreichen Kämpfe deutscher Truppen von der Gruppe Linsingen bildete. Daß die Stadt Czernowitz geräumt werden müsse, war auch von deutschen und österreichisch-ungarischen Be- urteuern m den letzten Tagen vermutet worden. Der Brückenkopf t|t lange sehr erbittert verteidigt worden, und hoffentlich haben unsere Bundesgenossen inzwischen ihre rückwärtigen Linien so stark ausbauen können, daß die Russen nicht weiter Vordringen können. Der Berner „Bund" saßt die Lage im Osten wie folgt zusammen: X'ie nrssische Offensive hat ihren Kulminationspunkt überschritten. Damit ist aber nicht gesagt, daß sich nicht aus ihr noch werter grao-lrnig verlaufende Operationen entwickelten. Das Ergebnis der Offensive war also ein weitreichender Erfolg, ein * doppelter Einbruch in die österreichisch^-ungarische Kordonstellung, der die Oesterveicher nicht nur zum Zurückgehen, sondern auch zur .Neugestaltung ihrer Front gezwungen hat. Tie Offensive Brussi- totv-o, die, auf 350 Kilometer entwickelt, mit großem Geschick die Vauptdwickpunkte ans den Flügeln, aber nicht gegen die gesicherten Eapositivneitz sondern ins Intervall zwischen diesen und dem verlegte, hat an den entscheidenden Stellen bis zu oU Kilometer Tiefe Raum gewonnen. T r o tz de m i st bis heut«: weder e i n vollständiger D u r ch b ru ch, n o ch eine i n n e r e ll m s a s s u n g z u st a n d e gekommen. Das ist maßgebend Tür die strategische Bewertung des großen russischen Er- wlgeL, wenn man 40 n der Vernichtung der lebendigen Kräfte des Verteidigers bei den takrifchen Zusammenstößen absieht und die Entwicklung nicht neue Perspektiven aufschlägt. Tier Uebergang zuni Bewegungskrieg ist noch nicht erfolgt. Zn Beginn des Krieges war die österreichisch-ungarische Heeres- niacht, die nicht defensiv sondern offensiv kämpfend um Lemberg auf- marichiert stand, von doppelseitiger Umfassung bedroht und mußte damit rechnen, daß die starke polnische Weichsellinie in ihrer linken Flanre lag, daß also ein Hervorbrechen der Russen über die Weichsel ihre in Ostgalizien verstrickte Armee in die gefährlichste Lage brachte, -^cute dagegen können die Oesterreicher ruhig nach Südosten Front machen, denn sie sind im Rücken durch den eroberten polnischen rßeyungsraum gesichert und können aus diesem Nachschub und Verstärkungen in Empfang nehmen. Sie flankieren also jede russische ckrmee, die die Dnjestrlinie und die Karpathenpässe forcieren will, aus der Grundstellung. Woran wir mit England sind, das geht aus einem Briese Sir Edward Goschens, des früheren Gesandten in Berlin, der in der „Neuen Züricher Ztg." veröffentlicht wird, etwas deutlicher hervor, als aus den Verlautbarungen eines Churchill oder Asquith, die wir als Schwätzer zu betrachten genötigt worden sind. Sir Goschen, ein Mann von ruhigerer, besonnenerer Denkungsart, machte folgende Ausführungen: Tie Wiederaufnahme der Tätigkeit zugunsten des Friedens ist m England nicht unbemerkt geblieben, hat aber hierfür weniger Interesse geiveckt als in den neutralen Ländern oder in Deutschland, aus dem einfacher! Grunde, weil England zurzeit nicht an den Frieden denky Die kleine Gruppe von Leuten, welche hier den: Frieden geneigt i|t, ist heute nicht zahlreicher als vor einem Jahre. Sie ist un, Parlament fast gar nicht vertreten, und man kann behaupten, daß die Regierung in der Praxis keine Rücksicht auf sie zu nehmen braucht Das Hindernis, an dem sich alle Bestrebungen dieser Art unfehlbar, brechen müssen, ist die Tatsache, daß das englische Volk weiß, daß die Ziele, nrn derentwillen Großbritannien in den Krieg zog, noch nicht erreicht sind. Man kann sicher sein, daß das englische Volk solange kein Friedensgerede dulden wird bw Aussicht ans Erreichung dieser Ziele besteht und daß jede britische Regierung, welche es zurzeit wagen würde, die riedensstage zu erörtern, sofort gestürzt werden würde Wenn zur Beurteilung der Lage der beiden kriegführenden Gruppen, wie der Reichskanzler dies stets betont, lrur die Größe der besetzten' -eindlichen Gebiete in Frage komint, daim kann die Entente daraus Hinweisen, daß die Zentralmächte 110 000 Quadratmeilen feind lichen Gebietes, die Mächte der Entente hingegen 676 000 Quadratmeilen besetzt haben. Aber dies>en Vergleichsmaßstab haben die Regierungen der Entente niemals gelten lassen, und sie werden ihn auch nie gelten lassen. Jeder verflossene Monat zwingt Deutschland und die Neutralen sozusagen automatisch, die Lage nach einen! anderen und richtigeren Gesichtspunkte einzuschächen. Selbst wemr durch irgendein Wunder der Entente die letzte Kanone und das letzte tziewehr verloren ginge, so wäre die Entente- 'l o 11 e noch imstande, nach Belieben zu bestinunen, ob ein einziges deutsches Handelsschiff Helgolcx den Kämpfen schlvere Bei'löste zu. Es liefen folgende Meldungen über Kampf-Einzelheiten in mehreren Abschnitten ein: In der Gegend westlich und südwestlich von Luck bestand unsere Kavallerie auf der Verfolgung des Feindes mehrmals erfolgreiche Kämpfe Nordweltlich von Krzmieniec warfen unsere Abteilungen, die zu den tapferen Truppen des Generals Sacherolv gehören, nack erbitter- 1 cm Kampf den Feind in energischem Stoß ans feinen befestigten Stellungen zwischen Kozin und Tarnowka l3 .Alometer südöstlich Kozin) an der Plaszewka. Eines unserer jungen Regivienter, ge führt von Oberst Tatarow, überschritt nach l)eftigcm 'Kampf einen Bach, bis ans KLrrn rm Wa,7er. Eine Kompagnie geriet 111 eine tiefe Stelle und v er s a n k. Die Tapferkeit von Soldaten und Offizieren zwang den Feind zur Flucht. Wir erbeuteten zwei 6 >e- chütze, viele Maschniengewehre und Tausende von Gewehren und Patronen, sowie riesige Drahtvoi-räte. Unsere Infanterie bemächtigte sich, durch Artillerie mächttg unterstützt, in einem heftigen Angriff des Waldes von Rvstoki (10,5 Kilometer« südlich von Notvv Pocz-ajew. Es wurden Gefangene gemacktt und Maschinengewehre soww Bomlx-mverfer erbeutet. Infolge der I>eldenhaften Angriffe der TruppenZ>es Generals Tscherl>atsclioN' räumten die Oefjen'eichcr gestenl ihre Stellungeil in der Gegend von Hgjivoranka und Gnilo- wody (8,5 Kilonietcr südwestlich von Hajnwranka). Lluf dem ivest- lichen Ufer der Strypa dauerte der Kampf mit Oesterreichern und deutschen Unterstützungstruppen an. Ein fevrdl»ck«r Uieizer warf über Tarnopol Boml>en ab. SfcwrivtowrftfTtfnt: 2üi der Düna unl> lucitn: südlich blS zur Pvtzeßje Infanterie- mid Artill«iesv«r. Unsere Artillerie beschoß geste,m heftig die seürSlickien Stellungen in Gegend von Dünaburg. In mehreren Abschnitten mtternomniene Angriffsver- ff«he des Feindes brachen sämtlich in unserem Feuer zusammen. Kaukasus: Im Küstenabschnitt griffen die Türken wieder^ holt an, sie iiwrbett durch unser Feuer ab gewiesen. Am 14. Juni griffen die" Türken aus Richtung Bagdad an, besetzten die Stadt Saarpol (41 Kilometer östtrck) Kasr-Schirin), sie lvurden jedoch durch unsere Truppen wieder herausgeworsen und gezwungen, in ihre Mrsgangsstekttnrgen zurückzugehen. Petersburg, 17. Juni. Bericht vom 17. Juni. Westfront: Um den 3Ä>rmarsch unserer Armee aus Lemberg auszuhallen, fuhrt der Feind, der durch Truppenteile von anderen Fronten verstärkt ist, cur manchen Orten w ü t e n de G e g e n -- ^ angriffe gegen die Truppen des Generals Brussilow aus. Westlich des Fleckens Kolk, am Styr ergriff Jur Feind gestern abend unter einem heftigen Feuer unserer Artillerie bei dein Dorfe Godomicze die Offensive. Der Angriff wurde abgeimesen. Hierbei machten unsere Truppen, die dem Feind auf den Fersen folgten, einen Vorstoß in seine Stellung am ddordufer des Styrs, wobei hie 15 Offiziere und mehr als 800 Mann zu Gefangene,t machten. .Nordwestlich von Rvzycze, nordwestlich von Lnck am Stochow, bemächtigten sich unsere von Oberst Kislyj befehligten Sibirier im Laufe eines heißen Kainpfes mit den Deutschen durch einen glänzenden Angriff des Torfes Swidniki und machten vier Offfziere und 450 deutsche Soldaten zu Gefangenen. Die berittenen Husaren von Weiß-Nußland, die durch das Feuer der Artillerie unterstützt wurden, unternahmen einen glänzenden Angriff durch drei ausgedehnte Linien des Feindes nnd säbelten mehr als zwei österreichische Kompagnien nieder. Gestern mittag besetzte unsere Kavallerie Radziwillow, nachdem sie den Feind daraus Vertrieben lullte. Sie fuhr fort, ihn auf Brodi zurück-zällreiben. Der Feind wurde von Stary und Nvwy Pvtezajew, sowie aus dem Kloster Rotezajew Krenjenjez verdrängt. Nach den. Aussagen ernes Armeekorps kommandanten, der Augenzeuge der gestrigen Kämpfe cm der Strypa war, wurde das ganze Lager des Feindes, das Deutsche und Oesterreicher umfaßte, durch das Trommelfeuer unserer Batterien in größte Uudrdnung versetzt. Die Feinde fielen zu Hun- betten. Abteilungen unserer Batterien, die im schnellen Galopp l.^rbei eilten, besetzten offene Stellungen, von wo sie divette Schüsse aus die Fliehenden abgeben konnten. Der Elan unserer Truppen war unwiderstehlich. In der Gegend von Hajwavonko-Kurdwanowka an der Strypa spielt sich ein heißer Kampf ab. Ter Feind untere ' nimmt wütende Angriffe ^nff der Straße Sniathm-Kolomea, wurde iedvch über den Tscherwalla-Fluß geworfen. IN der Gegend vvn Dünaburg setzte unsere Artillerie mit sichtlichem Erfolg das Bombardement der feindlichen Stellungen fort. Kaukasusfront: Wir wiesen füir f tü r ki s ch e Offen- '' i v v e r su cke im Abschnitt Vvn TrapezUnt ab. IN der Gegend von Plcllana erzielten unsere Abteilungen Fortschritte. In der Richtung Mossrck gerieten nufere Aufklärer, 27 an der Zahl, auf eine feindliche Mteilung, die ungefähr 300 Männ stark war, lmd begann einen Kampf, der ohne Unterbrechung zwei Stnnden dauerte. Diese Handvoll Tapferer vertrieb durch ihr genaues Feuer den. Feind aus dem Abschnitt, den er besetzt hiett, und zwang ihn z u flie hen. Reiche Obsternte im Osten. Berlin, 17. Jüni. (WTB.) Für die dem Oberbefehlshaber Ost unterstellten Gebiete Rußlands steht eine reiche Obsternte zu erwarten. Es wurden in den Berwaltungsge- bieten alle Maßnahmen getroffen, UM d-ie Obsternte voll .und ganz zU verwerten. Ein Dell des Obstes Wird wahrscheinlich im Verwaltungsgebiet selbst verweiset, während ein großer Teil des Obstes aller Sorten ins Heimatgebiet abgesührt und dort verwertet werden sott. Es wird dadurch ein wertvoller Zuschuß für imsere Volksernährrmg geliefert. Das Obst soll in Waggons geladen und an die .Hauptmarktplätze Deutschlands geführt werden. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 17.Juni. (WTB.) Amtlicher Bericht: An derJrakfront versuchte ein feindliches Kavallerie- Regemierrt auf des rechte Digrösnser voLzurücken. Es ivnrde durch einen Gegenangriff einer unserer Wteilungen zuM Rückzug gezwungen und verlor einige Soldaten und Pferde, llnsere Abtei- lungen verjagten russische Kavallerie, die bei den Ortschaften Serpul und Zehab 25 KlloMeter östlich von Kasr-Schirin ouftrat. Als die Russen sich aus diesen Gebieten zurückzogen, zer- s. örteu und verbrannten sie das Gewölbe und andere Teile des Grabmales des Imam Hussein, das sich drei Stunden südöstlich Kasr-Schirin befindet, und zersetzten den Koran und die belligen Bücher in diesem Grabmal. Die bei Nrnch geschlagenen russischen Truppen wurden kräftig verfolgt und in die Gegend nördlich von den Ortschaften S a h i z und K e r d e ch verjagt. Bei diesen Kämpfen verlor der Feind 500 Mann an Toten und ließ drei Maschinengewehre in unserer Hand. An der Kaukasusfront in einzelnen MschnAten örtliche Jnfanteriefeuergefechte. Am linken Flügel Stellungskämpfe der Vorposten. Unsere Artillerie verjagte zwei feindliche Flieger und einige Torpedoboote, die sich Sefch-ül-Bahr nähern wollten. Zwei Flieger, die aus der Richtung von Myäilene gekommen waren, ivarffn wirkungslos einige BvMben auf die Insel K e u st e n und auf ihr westlich^ Ufer. Sonst Nichts zu Melden. Die Blockade Griechenland-. Bern, 18. Juni. (WTB.) Einer Meldung des „Corriere della Sera" zufolge wird die wirtschaftliche Blok- kade der griechischen Küsten immer strenger. Für Griechenland bestimmte Getreidetadnngrn werden zurückgehalten. Der griechische in Rhodos beschlagnahmte Dampfer ,„Wnig Konstantin" ist trotz der Vorstellungen cruf der französischen Gesandtschaft nicht freigegeben worden. Da- Kabinett Boselli. Rom, 17. Juni. (WTB.) „Giornale d^Jtalia" gibt die endgültige Ministerliste, die Boselli am Sams- tasg abend dem .König vorlegte, wieder. Diese Lifte lautet: Vorsitz Boselli, politischer Kommissar für Kriegsdienste B i ss ol a t i, Inneres Orlando, Aenßeres S o n n in o, Schatz Careano, Unterricht Russini, Krieg Morrone, Flotte Corsi, Effenbahn-en und Handelsschiffahrt Arlotte, Justiz Sacchi, Finanzen Meda, öffentliche Arbeiten Bononi, Post Fera, Kolonien Colosima, Landwirtschaft Raineri, Industrie und Handel de Navas, Minister ohne Portefeuille Coman- dini. Boselli behielt sich vor, dem Köniae die Ernennung eines weiteren Ministers ohne Porteseiülle vorznschlagcni. Die neuen Minister versammelten sich am Srnmtag nach- :nittag bei Boselli und werden cmt Wontmi dem König den Cid leisten. b Die Pariser WirtschaftSkonferenz. Paris, 18. Jämi. (WTB.) Die wirtschaftliche Konferenz der Alliierten beendete gestern ihre Arbeiten. Es wurde einstimmig eine Reihe von Entschlie- ffuugerl Diese Entschließungen werden am 21. d .M. in den Ländern der Alliierten vollinhaltlich veröffentlicht werden Die Mitglieder der Konferenz tourden nach Beendigung ihrer Arbeiten vom Präsidenten Poincare empfangen. Eine englisch-französische Anleihe. K r i st i a n i a , 17. Jpni. (WTB. „Morgenbladet" mel bei Wie verlautet, finden Perhandlungen zwischen cng- lli l.en und französischen Banken einerseits und skandinavischen Banken andererseits wegen Auf- nai)mc einer englisch-französischen Anleihe statt Es soll sich für die norwegischen Banken um 70 Millionen Kronen han-. deln. Ter Zweck dürste sein, Zahlungsmittel in Kwonen für englffche und französische Schuroen zu ve,cl>i,jeu. Eene endgültige Entscheidung ist noch nicht getroffen. Lebcorrm ttelmangeL in Holland. A m ste r d a m , 18. Juni. (WTB.) Gestern kam es hier infolge des L e b e n s m i t t e l m a n g e l s und der großen Teuerung zu U n r n h e n in verschiedenen Vierteln der Stadt und zu Zusammenstößen mit der Polizei, die von der Waffe Gebrauch machen mußte. Am Montag wird ein großer Teil der Gemüsehändler als Protest gegen die un? genügende Zufuhr und die hohen Großhandelspreise den Verkauf von Gemüse und' Kartoffeln einstellen. Der Seekrieg. London, 17. Juni. (WTB.) Der Zerstörer „Eden" hatte in der letzten Nacht im Kanal einen Zusammenstoß und ist gesunken. 31 Mann wurden gerettet. Der Kapitän und zwei andere Offiziere werden vermißt Ami gleichen Tage tvurde ans der Höhe der Insel Blica (?) ein großer italienischer Segler versenkt. Die Besatzung ist gerettet. - ' , London, 18. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet, daß der englische Dampfer „Gasen" (3922 Bruttovegistertonnen) versenkt wurde. Kopenhagen, 17.. Juni. (WTB.) Die „Berlingske Didende" meldet ans Malmö: Fünf große Dampfer der schwedischen Johnson-Linie, die mit Kaffee von Südamerika unterwegs waren, sind in der letzten Zeit von den Cngländern beschlagnähmt worden. Heute ist die telegraphische Mitteilung eingelausen, daß auch der Dampfer „Kronprinzessin Margarete" mit 50 000 Sack Kaffee in Ktrkwall eingebracht worden ist. Die Engländer behaupten, daß die Kaffeeladnngen zur Ausfuhr nach Deutschland nach dem Kriege bestimmt seien. In Schweden herrscht Kaffeemangel. Generaloberst v. Moltke f Berlin, 18.Juni. (WTB.) Die Deutsch-Asiatisch e G e s e l l sch a f t veranstaltete mittags im Kuppelsaal des Reichstages firr den GeneralselLmarschall v.-d. Goltz- Pascha eine Gedächtnisfeier. Der Feier wohnten unter an- bereit Staatssekretär Helfserich, Staatssekretär v. Jagow, Eisenbahnminister von Breilenbach, Kultusminister v. Trott zu Solz, der Oberbefehlshaber in den Marken, Generaloberst von Kessel und Reichstagspräsident. Dr. Kampf sowie viele Abgeordnete usw. bei. Die Feier wurde eingeleitet durch einen Trauermarsch von der Musikkapelle des Reserve-Jn- fanterie-Regiment .Nr. 93. Alsdann sang der Königliche Domchor. Der Vizepräsident der Deutsch-Asiatischen Gesellschaft, Admiral z. D. von Truppel, cröffnete die Feier durch eine Begrüßungsansprache. Sodann hielten Wirklicher Ge- hermrat Dr. Fischer und Dr. V o s b e r g - Re k o w Gedächtnisreden. Nach einem abermaligen Chorgesang sprach seinem eigenen Wunsch gemäß der ftellv. Chef des Generalstabs Generaloberst von Moltke, ein Jugendfreund des Gcne- ralfeldmarschalls Freiherrn von der Goltz. Er feierte namens der Armee die Verdienste pes VerblicheMn. Als darauf der türkffche Botschafter Hakki Pascha in seiner Ansprache besonders vie Verdienste v. b Goltz' um die Ausgestaltung der freundschaftlichen Beziehurrgen zwischen Deutschland >und der Türkei hervorhob, fiel plötzlich Generaloberst von Moltke in eine Ohnmacht. Mehrere anwesende Aerzte bemühten sich um ihn. Admiral z. D. von Truppel erllärte sogleich die Feier für geschlossen, wonach die Anwesenden möglichst schnell den Saal verließen. Inzwischen war Generaloberst von Moltke verschieden. Die Leiche wurde alsbald nach dem Gebäude des Generalstabs überführt, wo sie aufgebahrt wird. Als Sohn eines jüngeren Bruders des großen Feldmarschalls, des Landrats Adolf v. Moltke, 1848 in Gers- dorf in Mecklenburg geboren, trat der Verstorbene 1869 in das Füsilier-Regiment Nr. 86, wurde zu den Liegnitzer Könrgsgrenadreren versetzt und nrachte mit ihnen den Feldzug von 1870—71 mit , in dem er sich das Eiserne Kreuz erwarb. Nach dem Frieden stand er einige Jahre im ersten Garde-Regiment zu Fuß, kam in den Generalstab und wurde als Hauptmann zum zweiten Adjutanten seines Orrkels ernannt, den er nun bis zu dessen Lebensende begleitete. Heluruth v. Moltke wurde dann Flügeladjutant des Kaisers, kommandierte als Oberst das Alexander- Regiment, als General die erste Garde-Jllfanteriebrigade und die erste Garde-Infanteriedivision, und wurde 1904 zur Dreirstleiftung beim Chef des Generalstabs der Armee kommandiert. Bald darauf erhielt er die Ernennung mm Generalgicarttermeister und galt allgemein als Nachfolger des (Grasen Schlieffien, deffen Stellung er Anfana 1906 erhielt. In stiller Arbeit hat Generaloberst v. Moltke erfolw- verch daran gearbeitet, die Mhrer der Armee und ihre d'e- rnfenen Ratgeber für die gewaltigen Aufgaben eines Weltkrieges zu schulen und die Vo-rbereittrngen zu treffen, die das sichere Arbeiten der großen Maschine rm ?lugenblick der Mobilmack-ung verbürgten. Be rli n, 18. Juni. (WTB.) Im Laufe des Nachmittags fuhr als enter der Ersten der Reichskanzler im Generalftab vor und sprach der Witwe des Generalobersten von Moltke am Sarge des Entschlafenen sein tiefstes Beileid ans. Berlin, 19. Juni. Bei Beftmechimg des plötzlichen Todes des (Generalobersten Dum,» sind die Blätter einig, daß die Zeit noch nicht gekommen ist, ein abschließeicdes Urteil über den Ailleit des jäh Dahmaeschicdenen all den kriegerffchen Gveiqniffen der letzten Jahre zu fällen. Wohl aber stehe die Beveutung Moltkes als eines der erfolgreichsten Orgmllsato-ven unserer Friederis- rüstung fest. Seine Dättgkell hat sich über jene im Jnnenr, wie im Aeußeren rampffchweren Jahre erstreckt, denen der Funke znm Wettbrand entglonim. Ein Jahr vor dem K>riege durfte Moltke in per großen Wchrvvrlage das Rüstungsroerk des deutschen Voltes gekrönt sehen, dem auch seine Räitarbeit den schweren Weg ge^ cfmet hatte. Ein schönes Gefühl imrerer Befriedigung möge es ihm gewesen sein, als in den Tagen der Mobilmachung nach'j den Plänen, die auch seinen Namen trugen, der Aufmarsch der deutschen Heere mit der wunderbaren Regelmäßigkeit einer großen Maschine sich vollzog. Eine Rede des Rönigs von Bayern. Kelheim, 18. Juni. (WTB. 9iichtanrtlich) Nach der Erledigung der Tagesordnung in der Hauptversammlung des Bayrischen Kanalvereins ftihr Se. Maj. König Ludwig nach dem .Kelheinwr Hasen, wo durch den württemberqi- fd)en Gesandten vvn Moser die Taufe des 50. Schiffes des Bayrischen Lloyd auf den Namen .König Wilhelm II von Württemberg" vollzogen wurde. König Ludwig richtete aus diesem Anlot' ein yer^nches Telegramin an den König von Württemberg An i>cu Taufakt schloß sich ein einsaäies Mahl in der Brauerei Ehrnlhaller, an dem auch der König t-cilnahm. Im Verlaufe de^- iewcn .brachte Hofrat Ringe!rucnm-Würzburg einen Trink'vruch auf ben .ttt'nig auo. ttnmittelbar darauf erhob sich der König uitW wandte sich an die Teilnehmer der Tagung mit einer Ansprache^ cn oer er einen Rückblick aus die Jahrhundertfeier vor drei Jahren wars, an der der deutsche Kaiser und die deutschen Bundesfürsten: leckgenommen hatten. Der König sagte Weller: Es war ein selten schön verlaufeire^ Fest. Daß ein Jahg daraus der Krceg ausbrechen würde, hat niemand geahnt. Aber das sollte und konnte auch damals jedermann wissen, daß, wenn das Deutsche Reuh wmals in einen Krieg verwickelt werden sollte, das ganze -reuffchland aufstehen und kämpfen würde ^Lebhafter Beifall.) Es fft ein großer Unterschied zwischen der Zell der Jahre 1813/14 und dem hundert Jahre danach ausgebrochenen Krieg. Damals nand, das kann nrcht geleugnet werden, der große Kaiser Napoleon der ganzen Welt gegenüber und die ganze Welt hat Monate ge- braucht, um chn nrederzuwerfen. Jetzt steht das deutsche Reich mit reuieil Verbündeten, der österreichisch-ungarischen Monarchie, der -lurlec und Bulgarien nahezu der ganzen Welt gegenüber, und es n "lntz daß man in sechs Monaten damit nicht fertig werden kann, ueverall haben nur gut und siegreich, gekämpft und ich freue mich, jopeit zu tonnen, daß, wo die Bayern dabei waren, sie ihren alten Ruhm bewahrt und befestigt, daß sie bei Freund und Feind einen guten Namen errungen haben, den guten Namen, den sie scholl ell vielen Jahrhunderten führen. Wenn der Krieg auch lang und schwer fft, >o pt das eben bei der Größe und Zahl unserer (^gner n W anders möglich. Da unsere Feinde uns mit Waffengewalt maji bezwmgen können, wollen sie uns jetzt durch Hunger und Not dazu zwingen, emen schimpflichen Frieden zu schließen. Es ist Auf- gm>e der Zurückgebliebenen, diese schwere Zeit der Prüfung über lieh ergehen zu laßen. Sic erdulden ja doch immerhin viel weniger ore vor dein Fellide stehen, besonders jene, die jetzt in, Frankreich vor Verdun kämpfen, die schwersten Kämpfe, die in diesem Krieg zu bestehen sind. Wir müssen und wir werden durch- halten. Das hat ja und es kann wohl nicht anders sein, seine große Schwierigkeiten, die Interessen der einzelnen! Staaten und der einzelnen Bevölkerungskreise aus zu gleichen. Aber «s wird und es muß gehen/ Es gehört •i 1 ! ? or Geduld.und Ausdauer. Cs gehört dazu, daß Nian Nicht den Mut sinken läßt, ebensowenig wie imsere vor dem Ferndi steherwen kämpfenden Kameraden. (Anhaltendes, lebhaftes Bravo?) (Nne Lehre hat uns dieser große und schwere Krieg jedenfalls! ^.racht, und das ist che, daß wir dafür sorgen müssen, daß wir in -ourunst o hne Hilfe von aufwärts uns iml Deutschen Reiche allein «fahren können. DaA fft nur möglich, wenndreLand- kyaft gefördert wird, und die Landwirtschaft kann nur dadurch gefordert werden, wenn sie auch in ruhigen Ztttell euren !Erttag brmgt und ihren Mann ernährt. Wie Sie wissen, betreibe ich selcht seit langer Zell die Landwirtschaft, und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, ivenn sie prosperieren soll, so muß sie intenpo betneben werden. Mt der Landwirtschaft allein ist es natürlich Nicht getan. Auch I n du st r i e und Handel müssen gedeihen. Wüs unsere Judusttie in diesem Kriege geleistet hat, hat memand jemals ftir möglich gehalten. Abgeschnitten von der ganzen «V."' n #»“ olle Bcdürfniffe der Industrie decken, ^o^/^^oel hat allerdings eine sehr schtvere Zeit, denn er ist airgewresen auf das Reich nnd die Verbündeten Staaten. Wir kön- nen nur wunichen, daß die alten und neuen Beziehungen zu unseren Verbündeten sich imürer inniger nnd fruchtbringender gestalten Je flÄ,,« 1 ” rn nch geeinigtes Mrtsckiaftsgebilde, desto votteilhafter fft es ftir den Handel und die Industrie. Aber ein Bllideglied brauchen wn für alle diese wirtschaftlichen Beziehungen, und nicht das geringste unter dle,en Bindegliedern ist das, was unser Verein an- strebt. Er strebt an, daß^ die alte Wasserstraße neu belebt, daß sie ^rbtmden wrrd. Durch ganz Deutschland zieht sich ein Gebirge, nJrwVv Norden scheuet und nur durch wenige Fluße dirrchbrocheii wird, vont Rhein und von der Elbe. Es be- S ^uc dringende Notwendigkeir, diesen iiördlichen und südlicheir Teil üllt^ander rn nähere Verbindung zu bringen. ^ ?rng besprach hierauf in sachkundraer und eingehender einselnnT .Kanalprmekte, besonders die zwei für Bapern des Mains mit der Weser m£ be$ der Donau. ZrrrüMrend zum allen Lndwig^Donau- Mcnn-Mnat, fuhr ^eme Mmeslät fort: . . ^^diese Wasserstraße veraltet ist, fft nur nattirkich Ist es m,? ^urde. Seitdem ist nichts oder nur wemg dafür geschehe, Was wir- alle brauchen und woKen, Mter Großschrffahttsw^. Wie er hergesteltt wird, das steht nocbnickit fest Mer das steht fest, daß in Kelheim die Donau für bat Grvßschllsahttsweg hergerichtet wird, ebenso nne der Main m, Bamberg. Wenn sich die Herren der letzten Dezenren enitnerit, so tonnen [te gewaltige Forffchritte erkennen, und ich grattisiera H^rreii, und mcch mir selbst von garyem Herzen« Ob ich dre Vollendung des .Kanals noch erleben werde, weiß ich mcht. Aber das h-offe ich noch zu erleben, daß der Main bis Bamberg von großen Schiffen befahren w \ x *\ ^or ein paar Jahren war unsere Tagung in Ulm. Damals hat oente Majestät der König von Württemberg als erster Snverän der Sitzung des Kanalvererns beigeivochll. Darüber herrschte große llvcude^ nicht minder aber auch darüber, daß mm nreh r WLtttem- verg sich unseren Bestrebungen ausckfloß. Diese Bestteb,mgen haben ffch werter ausgedehnt, und werm r>rS Schiff, das wir hellle ans deii Namen des Königs Wilhelm II. von Württemberg getanft haben, die Donau hiiiauffährt, so deutet auch das auf 'eine gute Zukunft. ^ Seren nnr froh über das, was lvir erreicht habeii und fahren w»r fort m unseren Besttebungeri. durck» Hebung des Verkehrs und besonders der Wasserwege die VolVrvirtschuft zu fördern Mnne Herren, ich danke. Ihnen, daß Sie nun schon rast 25 Jahve mrt mrr ansgehalteir haben. Ich hoffe, noch oft mit Ihnen zu- sammensein zu köimen. Dem Kanalverein aber rufe ich ein herzliches Hoch! zu. Der RÄ>e des Königs folgte lebhafter Beifall. Hauptversammlung des Deutschen Llottenvereius. Berlin, 18. Juni. (WTB.) Dex Deutsche Flotten v e r e r n hielt heute vormittag im SitzüNgssaale des Hervachmff« dre 15 Ordentliche Hauptversammlung unter dem Vorsitz de Großadmirals v. Köster ab. In der Eröffnungsrede gedacht Großadmiral v. .Köster zunächst jenes Gvoßadmirals, der sich u, die Entwicklung der Marine mit einem so gtänzendeii Erfolc unablässig benrülst. hat mid sagte, daß Tirpitz ' Geist in de Marine iveiterleben lverde. lieber die Seeschlacht am Ska ge r r a k sagte der Redner: Hier wurden der ersten Seemacht dc Welt dank der Besatzungen und der Führer, der glänzenden Tapfe, feit der Besatzungen und der Vorzüglichkeit des Schiffs material io empsindttche Verluste beigefügt, daß sie trotz seiner zahler mäßigen Uebermacht eine einpfffidttche Schwächung^ des Feindk bedeuten. Hier hat sich gezeigt, was hervorragende taktische Durck bildamg, einheilliches Handelu der Führer, harinrnvisches ZusamMer arbeiten dm- Einzelverbände der Lllllenschiffe, Kreuzer uiid %o' pedoboote, sonne eine tadellose Ausnutzung der attilleristische und Torpedowaffe auch gegen elllen erstklassigen Feind zu leiste vermochten. Im Anschlliß hieran gedachte Admiral v. Köster au der stapseren österreichisch-iungarischen Marine grge eine fast erdrückeiide Uebermacht, die Erfolge zu erzielen ve nrocht habe. Inn ivelleren Verlairf der Rede, wie^ Großadmiv v. Köster darauf hin, daß Deutschland einer ülierseeischen Kolo n i a l- und Wirtschaftspolitik nicht eittbehven könne wen es seiner Industrie die notwendige Selbständigkeit >nähren' woll Bei Bespreckmng des U -Bo o t - K r i e g es erinnerte der fstedn, daran, welche völkerrechtswidrigeil Maßnahnlen Englmid gege die lUBoots-Gefaln getroffen hat, und meinte: Ms die Verband« machte den von der' Regierung! der Wer. Staaten aemachtenVorschla^ alle HandelSdanipfer: zu erltwaffnen, zurückwiesen. raubten sie ta sächlich uuseveu lllBoots-.Wnrmandanten die Möglichkeit die ritte lichm Gesinnung sympathische Schonlma der Mmnffchasten dei' ^ torpedierenden Schiffe zur Durchfülmmg zw brffigen, da in d Feststellung der Bewaffnung ein Oiefahrenmonumt ftir das U-Bv liegt. Gerechterwerse muß deshalb Euglaud mrrd seinen Bmide- genosseu dre Schuld für das, ivas jetzt geschehen mußte, für d Gefährdung von Menschenlelum zugeschrreben werden Wenn ch Einschränkung im Gebrauch des Li ftes als nolwend erachtet, wird, fo liegen dafür sicherlich schiverwiegende polllisch Vielleicht and) wirtschaftliche Gründe vor, die sich un^r Be- »Meilunq entziehen. Wir fügen uns, tun es aber in dem Bewußten. daß die Marine danrft ein großes -Opfer brmipt. Die Lnst- schifte 'haben sich als ein besonders erfolgreiches Mittel zur sSckäöigung nnserer Feinde erwiesen. Admiral v. Köster pachte Aster in ehrenden Worten des Grasen Zeppelin und der Mannschaften der Luftflotte und erwähnte schließlich die Leistungen des flandrischen Marinekorvs unter der Führung des Admirals Sch r o- jder. An Großadmiral van T i r p i tz wnrde ein Begrüßung^ flelegramm abgesandt und ihm gleichzeitig dir Ernennung zuM ^Ehrenmitglied des Vereins mitgeterlt. Au§ dem Reiche. ' Eine Verordnung gegen den Kettenhandel Wie der Frkf. Ztg. milgeteilt wird, sind dre Verhano- tlunaen die im Kriegsernährunysamt über die Bebämpfuwg des' sogenannten Kettenhand-els stattgefunden haben, abgeschlossen Nach den Beratungen mit Sackst) erMndi gen des Wandels und der Zeitungsverleger hat das Kriegsernah- -runasamt eine den Ketten- und Lchiebehandel mit Le Densmitteln nach allen Nichtungen scharf fassende V er Ordnung festgeftellt, deren Erlaß voraussichtlich in den nächsten Tagen erfolgen wird. Danach sott der Handel -mit Lebensmitteln fortan nur mtt aus druck sicher Genehmigung zulässig sein. Von der Geneh- chngungspflicht sotten nur solche Kleinhandelsbetriebe be ^reit sein, die Lebensmittel unmittelbar an den Verbraucher ckbgebeir. Die Kadvsche Broschirre. Der Generallandschaftsdirektor Kapp, dessen Broschüre der Reichskanzler im Reichstage einer abfälligen fextti? unterzogen hat. hat diese Kritik zum Anlaß einer persönlichen Auseinandersetzung mit dem Reichskanzler ge- chiach, Er veröffentlicht durch Rundschreiben folgendes: „Wingsbrrg i. Pr., den 14. Jum 1916. ^Jnr Versolg der Mcichstagsverhöndlungcn vom 5. Juni dieses ^rrhres sind »wischen dem Vertreter des Herrn Reichskanzlers und dem Lnernigen nach erfolglos von mir versuchter Verständigung folgende Erklärungen ausgetauscht: ' ' Der Vertreter des Herrn Reichskanzlers von Herrll Kapp verbreitete Denkschrift ist ein An strrifs gegen die Politik des Herrn Reichskanzlers^ Ans Mründen des Staatswohls ist der Herr Reichskanzler diesem 'Angriff öffentlich im Reichstag entgegengetreten. Er lehnt E s a b ' drese ihast durch die Pflichten seines Amtes auserlegte Handlung zum Gegenstand persönlicher An sern anders etzung Au machen. Darauf erklärte mein Vertreter: . Vcrt Kapp hat her Politik des Herrn Reichskanzlers den Worwurf der Unfähigkeit uno Sch>wäche gemacht. Der Herr Reichskanzler hat gegen Herrn Kapp persönliche Schimps- worte gebraucht, st^ach der Erttärnng des Herrn Reichskanzlers ist er ans Gründen des Staatswohls dem Kapp scheu Angriff öffentlich im Reichstag ^entgegenbetreten. Er lehnt es'ab, diese ihm dnrch die Pflichten fernes Amtes auferlegte Handlung zum Gegenstand persönlicher Auseinandersetzung zu machen. Demgegenüber erklärt Herr Kapp, sich ttt einem Augenblick Genugtuung verschaffen zu woNen, tn welchem dem Herrn Reichskanzler nicht lnehr der Schutz des Krieges, seine Stellung und die Knebelung der Presse zur Seite stehen." , f c . Diesen Tatbestand teile ich hierdurch ergebenst mit. Kapp, Generallandschaftsdirektor. * München, 17. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) In einem von der Polizeidirektion München ausgegebenen amtlichen Bericht über die Ansammlungen aus dem Marienplatz heißt es: Heute mittag sammelten sich aus dem Marienplatze und beim Rathaus-Torwart einige Frauen an, die auf dem Markte nichts bekommen hatten und insbesondere Brotkarten verlangten. Sie wurden an die Brotkartenver- teilungsstellen in den Schulhäusern verwiesen. Die zum Teil erregte Unterhaltung ließ Neugierige sich ansamnieln, die sich aber gegen Abend auf persönliches Eingreifen des Polizeipräsidenten wieder zerstreuten. Mit Einbruch der Dunkelheit kam weiteres Publikum, insbesondere Männer, leider auch verschiedene Soldaten, in der Hauptsache jedoch halbwüchsige Burschen. Angeblich, weil aus benachbarten Häusern Wasser herabgegossen worden war, wurden Steine gegen das Kaffee „Rathaus" geworfen. Die Menschenansammlung wurde größer, bis schließlich die Schutzmann schaft mit Militär den Platz säuberte. Ein Teil der jugendlichen Demonstranten wurde festgenommen und sieht seiner Bestrafung entgegen. Die gesamte vaterländisch gesinnte Bevölkerung und insbesondere die vernünftigen Erwachsenen verurteilen, wie man heute von allen Seiten hören konnte, diese Sorte von Leuten, die um jeden Preis ihre „Gaudi" haben müssen. _ _ im Felsenkeller" eine Hanpl-Versammürng seiner Mitglieder nebst , /, weilen Hälfte seines Bortrages schilderte Pfarrer Vilorarwr iN & Ä in iS? erster Zeit -n°^li-l>-.t interessanter pr.;önii*c «rieb«»* n»b«jtf Maßnahmen jum Dnrchhaltcn eingehend dargelegt wre er überhaupt ver.tand, den Zuhörern die Art Lltm^hms^l nmrken. Fräulein Oh-rns -ms Frankiurt ° M„ tue m Grepen ^cksvoll und m vor,en gehend zu ,»Ud^m ^-r Or^sgm,tIE. ni(ht unbekannt iit ack, einarfrate praktische Ausführungen zur Pfarrer Winter. mgie am schlüge des Bortrages plarver «vu fmfamcn Z^berttttmg nnÄ ^rttbarmachung von NalTrungsmittela, brandt für ferne Ausführungen herzlichsten Dank. 2. er Bortrag war Gemüse, Spargel, Obst und Konfervenfrüchten, zur Schüftmg von überaus park besucht. Auch von «uSwarlS waren v e Männer und Dauerwaren also Einmachen Einkochen und Trocknen usw. Frauen erschienen. Dem Evangeluchen Bund, der zu dem ^orrrag obne^N^wenduna von^teurer Apparaten, Gläsern, Gummiringen, emgeladen hatte, traten neue Mitglieder bei..nne Kollekte, die Vielmehr gab sic Hinweise aus alle möglichen, in fast jedem Ha.us-1 beim Ausgang für die Oittnrntsche Ansiedler Me erho -e halte vorhandene, einfache Hilfsmittel, bie dazu verwendbar ergab den ganz amehnlicken Betrag von 180 Mark, eien, wie auch Jucker oder Süßstoff einskweilen nicht notig sei, I Kreis Friedberg. . hr auch später nach Bedarf zugegeben werden könne, uu- I xi. Butzbach, 17. Juni. Sanitätsrat Tr. Beste. Ehefarzt ««.etert Fragen, die von den anwesenden Damen an ne gesteckt I am hiesigen Reservelazarett, wurde das Hessische Sanitätskreuz am wurden, war lähäftes Juteresse zu erkennen. Weitere Redner ve-i Bande verliehen. Metzgermeister Hermann Latz von hier bel dem handelten den bar geldlosen Ber kehr, die Beschaltung von Fuß-Artillcrie-Regiment Nr. 38 erhielt die Hessische Tapferkeits- Nahrungsmitteln und die Kleintierzucht in ausführlichen ^ar leguugen, welche die Zuhörer sehr fesselten und ledensallv zu praktischen BetätiMng anspornen werden, um auch aus diesem - biete dem Vaterland zu dienen. Regiment' Rr. 38 erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille. Starkenburg und Rheinhessen. ^c...ou 1914 und 1915 ans. ttgkeit. Manchen Hausfrauen fehlt leöochhcerzu die Ersahruug. fc Ans dem R h e i n -M a i n g eb i e t, 19. Juni. Es kann deshalb nur mit Freude begrüßt werden, wenn ^cute,! L' r maprt ist die Roaaenblüte bereits welche über reiche Kenntnisse aus diesem Gebiete verfügen und. t to«ren^ ©emarfungen i|t ® lc sie bereits praktisch verwertet haben, weiten Kreisen mtt diesen zum größten Teil beendet. Tie nasse Witterung oer ieycen zu dienen l^eit sind. Prinzessin zu Solms-Braun- Woche hat ihr nichts geschadet. Die Regengüsse traten fels als Vorsitzende des hiesigen Mice-Fraivenverems, hat des- immer nur kurze eiZt ein, und der dabei stets voryerr- halb Fräulein Gaus von Frankfurt a. M. gewonnen, am 24. Jum! schände starke Westwind sorgte für eine ausgezeichnete Beim Gasthaus zur Traiibe einen Bortrag über dw Kriegskuche zu s^puna der kräftig entwickelten Aehren. Wenn der Frucht- Halten. Im Anschluß daran wird die Vortragende^ auch ver- \ an t Q % f 0 ausaiebia erfolgt, wie ihn die Landwirte im geschiedene Speisen Herstellen, von deren Vorzüglichkeit sich> dw An- Gebiet mit Bestimmtheit erwarten und auf früh wesenden überzeugen körmen. — Ter >wgenreur Paul Heiwea: Kornfeldern auch bereits festste!lest könnten, so 5«“ 13 - 2wn 3-ut-mnt bet Kaßerlrchm beenden ^hoffen, die T sÄött« 18 Jmri. Die 40jährige Eheftau alle Ernten des letzten Jahrzehnts weit übertrifft. Selbst des Bahnwärters Go the bemng in ihrer Wohnung durch in leichtem Sandboden haben die bis über zwei Meter hohen EÄMgenSewsttnord > Halme Aehren von Lanz erstaunlicher Lauge entwickelt e. 'Lich, 19. Juni. Im Beisein des Großherzogs, der G r o ß h e r z o g i n, sowie der F ü r st l i ch k e i t e n v o n L o l m s- Lich und Schlosse ein Gießen aus Emma zu ^. und Elisabeth von -solms-Lich mitwirkten, stand '::i.oieifi: an rer vem 0^.....^...^ —- ------ Leitung von Ferdinand Kaufmann, und brachte SchubertsAngst und Schrecken und noch heute erzählerr die alteren unvollmdete Symphonie in H-molI, und zumal die o. Beethoven- > wie sie damals ihr Vieh in die Wälder trieben und mit ihren Symphonie in C-moll sauber und säst einwandfrei zum ^Vortrag. I Hg^^igkeitsn folgten. Sie kehrten bald zurück, denn die Preußen Ferdinand Kaufmann trug außerdem in klarem <5-prel che „igten sich ganz anders, wie man sie geschildert hatte. Ber der Gesangszene ans .dem Violinkonzert 3cr. 8 in A-inoü von Tours öligen Flucht ging es natürlich nicht ohne Unglücks fälle ab. so kam Spohr vor und erntete mit der Bearbeitung zweier Koinposrttonen > Roßdorf ein Mann, der schwer beladen mit Sveckseiten usw. rn des Großherzogs, „Heimweh" u. „Sehnsucht" aus den „6 -^Ummun- Oberwald ritt, zu Fall uno erlitt einen Beinbruch, iü Holzgen für Klavier" für Streichorchester und 2 Klamere rcrüfeu BersaU^ ^ infolge Blitzschlags eine Mühle in Flammen aus. Das zweite dieser klangschillernden Werke Debanvschen Charakter^ ^ g- n ‘ ber Praßen in den Krers uno die Stadt Marburg mußte wiederholt werden. Fräulein Lhüde W 0 l t e r - a-armstadt! ig^e näiatich während eines lange, anhaltenden Gewitters, ang mit Hellem kräftigem Organe, dem nur manchmal ^ärmere L ^ s^tveve Regengüsse mit ficöi brachte, chattigere Töne zu wünschen waren, dre )lrw „Mein gläubig^ . W e i l b u r a , 18. Juni. -— Herz frohlocke" von Bach und Lreder von Straup und Brahmv. Stück 'u 18 Pfa Somit war dem Konzert nicht nur ein weiterer finanzieller, sondern! ^ rer ^rucr zu psg. Aus Stsdt und Lsrnd. ießen, 19. Juni 1916. ** Vom Be nahm en in v-Zügen Man schreibt ttns: Der in Nr. 139 des „Gieß. Anz." enthaltene Hmweis aus die Bestinrmungen des Personenverkehrs in den Ersenbahnzügen ist ganz am Platze. Alber der Dnrchfühkemtg der Bestimmungen stehen doch atterler Hindernisse im 39eae, und man kann es den Reisenden nicht immer verübeln, wenn sie sich ans die eine oder andere Weise selbst helfen. Mit dem Rauchverb ot in den Siertengängen der v-Zügc kann man sich im Interesse der 3^chtraucher und Frauen einverstanden erklären. Indes ist es auch berechtigt, zu verlangen, daß da, wo Platz gebühr bezahlt werden muß, auch Platz vorhanden ist, denn zum Stehen bretet sich m der 4. Klasse! toeit billiger Gelegenheit. Schreiber dieses konnte wiederholt beobachten, daß die von den Männern streng zu meidenden Frauenabteile ganz oder teilweise unbesetzt waren, wahrend alleinreisende Frauen in beit allgemeinen Abteilen saßen und den dNännern die Plätze lvegnahmen. Hier könnte Wandel geschaffen werden. Der Mißstand zeigt sich nicht nur in den I)-Zügen, sondern auch in anderen Zügell, besonders den Wagen 4. Klasse. ie Hoch st preise für den Verkauf vonHpelse st ci r t 0 s s^bwan den Verbraucher in Mengen unter 500 Kilogramin (ih Kentnerlftsind für den Bezirk der Stadt Gießen wie folgt festgesetzt : 1. Bei der Abgabe durch den Erzeuger: a) bis 20 Pfund: das Pfund 7 Pfg.; b) mehr als 1 Zentner bis 10 Zentner: der Rentnet 6 00 Mk. frei Keller des Verbrauchers. 2. Bei der Abgabe durch Händler: a) bis 20 Pfund: das Pfund 7 Pfg.; b) mehr •öiä 1 Zentner bis 10 Zentner: der Zentner 6,30 Mk. frei Verkaufsstelle. Näheres siehe in einer amtlichen Bekanntmachung des Ober- bürqerineisters. — Der Kleinverkauf von K a r t.o f f e l n ,erfolgt von jetzt ab nur noch gegen Vorzeigung der Brotausweis- >karte und zwar Dienstags, Mittwochs, Freitags und Samstags, vornuttags von 9-12 und nachmitlagtz von 3—6 Uhr, in dem Ge- ! bände der alten Gewerbeschule, Asterweg Nr. 25. ** Der Allgemeine Staats-Eis-enbahu-Ber- c;n Gsieß-eu.. hielt am Sanistag, den 17, 6., abends 8 Uhr, Stadt verkauft hier folg beschau. Büdmgcn. abgabc für 1016 ist auf bic ei^etnen Steife wie folgt Bl. Sinnen bei III, 19. Juni. Der aus dem benachbarten worden: Sttidtkr^s 29*17520* ?,6<^ft am Echzell stammende Knecht Steltz, der sich gegenwartlc, wer ,u Mark, Biedenkop, lo Otl.M. ^lUlrcl- -0 .- . ^Yr 7 7 40 Urlaub befindet, wurde durch den Hustritt eines Pferdes schwer Main 111217. /9, ^rmburg ZI 699.9h, Obttlah ■ j verletzt. Er ist schon seit etwa 16 Jahren bei Fuhrunternehmer > Obertaunus 89 308,-/5, Oberwefterwald l/91.4 c, Rheinguu 39695.31, St. Goarshausen 23 725.45, Unterlahn 2c o6o.50, Untertaunus 16 394.20, Unterwefterwald 21271.20, Usingen 7288.65, Westerburg 7312.44, Stadtkreis Wiesbaden ! 299 638.26, Landkreis Wiesbaden 66 302.98 Mark._ Wilhelm Groth bedienstet und in der Umgebung ecne bekannte Persönlichkeit, da er lange Jahre die Straßenwalze und den Wasserwagen fuhr. ^ --Bad Salzhausen, 17. Juni. Das Lazurett rm hreftgen Kaufmann-ErholungSheim ist aufgelöst worden. LI. Echzell, 19. Juni. Hier, sowie in den benachbarten Orten mehren sich die Diebstähle. Insbesondere sind es Kaninchen. Hühner, Erdbeeren usw., die den Dieben begehrenswert erscheinen. — ^ ^ ^ u """ der 4. Eskadr... _ c ..... Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. M .. Ortenberg, 19. Juni Giws Kuno zu Stolberg- , Qmn ^SoO int Sommer-Semester 1915 und 10.r2 rm Wmter- Roßla, seit Beginn des Krieges zunächst als Johanntterrtttcr, 1915/16>. Bon den 1124 männlichen Studierenden stehen dann als Ordonmizoffizier beim Stabe eines Arnieekorps im Olten I - m Heeresdienst, so daß im ganzen 695 Studierende a ^"rami ftt Lrbau eriiannt. " Vorlesungen teilnehmeii. Bon den einzelnen Fakultäten __ __ , iiiiem _ziun Unteroffizier beik- Mchtswissenschastliche 215, die Medizinische 3o9, dre Philo- einer schweren Mörserbatterie befördert, erhielt die hessische Tapfer- r_pb st che 316 die Naturwissenschaftliche 207, die Wirtschafts- mid keitsmedaillc. — Wehrmann Paul. Hinkelthein bei einer Fuß- Sozialwissenschastliche 241 Studierende. Zur Teilnahme an den Arttllerie-Aiunitionskoloiine in Serbien, wilrde zum (retreiten Vorlesungen sind außerdem für das lausende Semester bis letzt befördert. Unteroffizier Jakob Dickler, beim <^dab des Komman-l^^ Gasthörer und 261 Besucher zugelassen. Tie Gesamtzahl der deurs einer Kraftsahrtruppe wurde zum'Feldwebel ernannt. — Dre ^ &n X cn von Vorlesungen Berechtigten beträgt somit gegen- größte Zahl Urlauber seit Begftm deS Krieges, 32 >soldattni, sveilteu . ■ 4 Semester des Bestehens der Uiiiversitat Franflurt zum Psingstsest bc'i uns, gewiß auch ein erfreuliches Zeichen unserer ««.*' 1690 * _ Dr Carl M u t h, dem die Obliegenheiten eures günstigen Kriegslage. — In den Räumen der, lstesigen Bezirks- ^ ^ ^lienische Sprache übertragen worden smd, begrünt jparkasse smirde eine der fturs Goldankanfshilssstellen des Krcrses F. .. < 20. Juni seine Vorlesungen und Hebungen über Büdingeir unter Leittmg eines Llusschusses, bestehend aus den '~ c 0 - - - A "“ Herren Pfr. Kahn. Gebr. Dahmer und Rechner Raab, errichtet, die Abnahmestunden sind ans Morttag Vormittag aus 9—12 Uhr festgesetzt. /fv 4 . Zwischen Vogelsberg imb Wette ran 19. Jüni. „Unser Herrgott hat uns noch, nie verlassen", so rchen. Hühner, Erdbeeren usw., die den Breven vegeyrensweri 1 ^ Frankfurt a. M., 18. Juni. Im gegenwärttgen Som- inen. — Der Gefreite Gustav Schultheiß von hier,,von« ^r-Semestcr sind cnr der Universität Franffurt a. M. 425 Stu- . Eskadron des 3. Husarenregiments, wurde mit der Hessischen st)^rendc darunter 85 Frauen) neu immat r ifuTi ert wor- n keitsmedaille ausae^eichuct. ! s pn ranzen sind zurzeit 1338 Studierende immatrikuliert n^850 im Sommer-Semester 1915 und ^j-052 im Winteraster 1915/16 . Von den 1124 männlichen studierenden stehen --- - --7 n . ,0^0 im Heeresdienst, so daß im ganzen 695 Studiermde an den rm Felde, wurde zum Kreishwtptmami ru Lrvau eriianut. 7S Vorlesungen teilnehmen. Bon den ei,rze!nen Fakultäten zahlt Rechtsanwalt Holzapfel, seit kurzem, _ zum _ Unteresftzwr bn | hrp Ni>chtswissenschastlich -O tv-iIvl n , , italienische Sprache und Literatur. Vvlefkasten der Redaktion. Muonhme Anfragen bleiben uuberüirfichtist»tz 19. Jüni. „Unser Herrgott yat uns noch^ nie verlassen-, ,0 1 ph. Lhr. N. Sie haben im Falle bet A.^"^^keU^lnsP.ruch S »ach feinem Dienf1.in.iit. Regenschauer herniedersandte und es so kalt wurde, daß "nterha g g g— _ überall die Oesen wieder in Tätigkeit treten mußten. Ja. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 20. Juni 1916: wenn der Bauer dieses Gottvertrauen nicht hätte, es wäre wechselnd beivölkt, meist trocken. sür ihn in diesen Tagen zum Verzweifeln gewesen, die Sen-l ——----— fen lagen schon lange gedängelt bereit, die Kartoffeln riefen nach der H>acke, der Weizen wurde immer gelber, der Klee immer fauler, die Schnecken hatten so fette Tage wie noch nie und ohne Eftbarmen zeigte jeder Tag das gleiche, ttübe, regnerische Gesicht. Gottlob, der Bauer hat recht behalten, seit 2 Tagen lachst hell die Sonne und hat den Boden überraschend 'schnell getrocknet. Die Heuernte,hat überall begonnen, Her lange Regen hat noch nichts verdorben, ganz vorzüglich ist das Heugr^" mehr aufgerichtet und durch d als man bei dcm schweren Resten zu yosstm wastie. act i } u.»ai fe Raps hat dicke Schoten, die Dickwurz stehen üppig da. Urne 11 wfit rat?nÄt fcf>m«le Allerdings, Sonnenschein muß es jetzt bleiben, die Arbeit w - us^e ^ ^ 1 tycn smenundcii Russen trennte. Es war hat sich so gedrängt, daß sic kaum zu bewältigen £. jeber utt ^ ürfIi(J)fn Bewohnern der Stadt Jett und der nur die Arbeit versteht, ist darum verpflichtet, ««genbeit zur Wucht zu verschaffen. ,3*»S Pruth- Hand ans Werk zu legen, der Dank des Vaterlands wird t - lp , ur ^ e tzeslhalb vor und beiderseits Czernowitz mit zab letzte Nachrichten. Die Preisgabe von Czernowitz. ^ ^ Berlin 19 Juni, Der Berichterstattcr des „Berliner Tage, bwttes" Adelt, meldet aus dem St. S. .ikrieqspressemiartier imter dem 18'Junit sobald es den Russen .teglückt war aus dcnäang ^ ... .'r??.. und über ^kna hm- eS ihm lohnen. Kreis Schotten. ! steilen Lvat.oyW'i g. Ober-Lais, 18. Juni, lieber „OstPrEsche Not und I und begannen unsere Hilfe" sprach anr Donnerstag abend in der^rck>e. zu klnter- ^lsnsctzen ufersrlmuzeu und den Bahnhof, sondern auch die Lais Pfarrer Hilbrandt ajlS Wilsberg in Ostpreußen Der mcht «Unn toe Uimmanim una oeni ^an o ' , völligem Redner beftnöet sich zurzeft aus einer Vortragsreise durch Hesieu, I innere Stadt .u bombardieren, hier hielt ^er den ersten Vortrag. er die traurigen Verhältnisse in . . tetc er sich über ern großes llnternehmien, der.Evangelische I L^^M^^^^^Z^Die'schöne l^rt geprüfte Haupt- bcr « uow kurzer aX^i deutsch bleibt und nicht Rüssen und Polen anheimfallt. ^n der der ftuhere wahren wuo. Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Tochter Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante * Frau Luise Mer K Her im Alter von 38 Jahren, nach langem schwerem, mit Geduld getragenem Leiden, Samstag abend 11 1 / Uhr sanft entschlafen ist. u Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Emi{ Werther. Giessen (Walltorstrasse 51), 19. Juni 1916. Die Beerdigung findet Dienstag, nachmittag 2V' Uhr vom neuen Friedhof aus statt. 453 s Für die unsbewieseneTeilnahme bei dem Tode unserer lieben Mutter sagen wir herzlichen Dank Geschwister Scheel Gießen (Ludwigstr. 34), den 18. Juni 1916 Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Anteilnahme bei dem Plinscheiden unserer lieben Mutter Margarete Riibsamen geil. Ohler Die trauernden Hinterbliebenen. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung dass meine hebe Frau, die treusorgende Mutter ihrer Kinder und Tante Emma Freund geb. Kalilerl nach kurzem schweren Leiden heute morgen 3 Vä Uhr plötzlich in der Klinik zu Giessen entschlafen ist. Hubert Freund und Kinder. Krofdorf, den 17. Juni 1916. Beerdigung findet statt am Dienstag, den 20. Juni, nachmittags 2 1 /, Uhr. sagen wir herzlichsten Dank Giessen, den 19. Juni 1916. 14634V Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht dass mein treuer, guter Mann, mein lieber Vater, unser unvergesslicher Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel ö Herr Schneidermeister Heinrich Zeiß X. Wehrmann in der 1. Kompagnie, Infanterie-Regiment 94 am 29. Mai bei einem Angriff den Heldentod für Vaterland und heimatlichen Herd gefunden hat. Wir hätten ihn gerne wiedergesehen, doch das Vaterland hat ihn gefordert und er ruht in fremder Erde. Katharine Zeiss g©b. Schäfer und Wilhelm Zeiss II. Familie Heinrich Martin Schäfer Familie Moritz Ohly Familie Jakob Schneider Familie Wilhelm Zeiss Wwe. Kind TatJes-ßnzGigje. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nach rieht, daß am 17. Juni abends 11 Uhr nach kurzem schweren, mit Geduld ertragenem Leiden meine innigstgeliebte treue Gattin, die treusorgende Mutter ihres Kindes, unsere liebe Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin, Nichte, Got und Tante Frau Philipp Becker I. geh. Schäfer im Alter von 31 Jahren, sanft im Herrn entschlafen tat. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Pfl« Becker : 1 ,, zurzeit Unteroffizier 1/168. Reiskirchen, den 19. Juni 1916. Beerdigung Dienstag nachmittag 3 1 /* Uhr. 010249 Täglich von morgend 9 Uhr ab frische Erdbeeren empfiehlt in prima Qualität au billigsten Tagespreisen W. Hnnkcl, 4335 Telefon 612. Neuen Bäue 7 Holzheim, Grüningen, Essen. itffiffltl Bäder • Sommerfrischen ♦♦♦♦ Erholungsheime ♦♦♦♦ Sgm 4 Radi um faltige Solquellen. - - Bewährtes Heilbad bei: Katarrhen der Atmungsorgane, Herzleiden, Blutarmut, Frauenkrankheit, Rheumatismus, Gicht* Skrofulöse Rachitis, Rückstand n von Influenza. 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In tiefem Schmerz im Namen aller Angehörigen: Heinrich Hilberg und Fran Katharina Hilberg, Schwester Maria Hilberg, Schwester. Albach, dep, 18. Juni 1916. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung.' Infolge einer im Dezember 1915 erhaltenen Verwundung starb im Lazarett zu Bremen unser langjähriger Reisender He®*!» Eisgp©ü Esciike Inhaber des Eisernen Kreuzes am 10. Juni den Heldentod fürs Vaterland Mit ihm ist uns wieder ein treuer Mitarbeiter entrissen worden, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden W. & G. Sch&ishard» Giessen, den 19. Juni 1916. Unser lieber Kollege und Freund Herr Eigen ESsclike _ Inhaber des Eisernen Kreuzes L« “r°Ü e ff ä n t“be m n° Sten orhaltenen Verwundung in einem Bremer ein treues lü&tÄ Tiof6tC “ d »Jgg Das Personal der Firma 6. & W. Schuchard. Gießen, den 19. Juni 1916.