Kr. m Ter Eietzcner Luzei-er ! erscheint lchrlich. cmtzer Sannt«gS. - viermal wöchentlich §k^wtr5«i»j?kiHvlGttcr; zwnmal rv«elxnll.Krat das Abgeordnetenhaus freilich bereits der Vertagung vom 9. Juni ab zugestimmt, aber es scheint bei Schluß des Berichtes, daß es in der Woche vom 19. zum 25. Juni nochmals wird zusammentreten müssen. Denn dann erst will die Erste Kammer den schriftlichen Bericht ihver Kommission entgegen- nehmen. Inzwischen betätigt sich das Herrenchans nicht bloß in solchen Nadelsticheil, sondern auch in größerem' Stil. Zwei bedeut samt,' Anträge, der des Geireralgouverneurs Frhrn. v. Bissing ans Ausdehnung der Sexualpädagogik, und der des Pros. Dr. Hille- brandt Brestau aus Vermehrung der Auslandskeiiutnisse an höheren Schulen wurdeir beraten. Den Antrag des derzeitigen Beherrschte cs von Belgien hat ein Ausschuß auf ellvas vereinfachte Linien zurück - «führt, und tut dieser Form legen Am der Generaloberarzt Dr. Nerm ver-Kiel und der Antragsteller selbst dem) hohen Hanse n>arm ans Herz als ivichtigen Hebel für eine Vermehrung der Volksgffundheit. Der Kultusminister v. Trott zu Solz aber schüttet, obnwhl er den Zielen des Antrages zusttmimt, eine Menge Wasser öl seinen Wein. Die Schule sclnnnt ihm incht geeignet als Stätte sexueller Aufklärung; nur den schulentlassenen Schülern höherer Lehraniwlten wünscht er diese Aufklärung zu geben und alles andere den Eltern zu überlassen. Das freilich ist nicht der Zweck des Airtiuges, der gerade Sexualpädagogen heranzubilden wünscht. Aehnlich äußert sich der Fürstbr'chos von Breslau, Dr. Bertram, der^Nachsvlg^ des an dieser Stelle so viel gehörten Kardinals Kapp. So ist zu türm- ten, daß aus der groß gedacht«' Aikr^uÄg nicht viel herauskommt, und in der Abstimmung wird der Eintrag in der Tat iwch wiener verwässert, so daß nichst mehr viel von ichn übrig bleibt. ^Antrag auf Vermehrmrg der Lluslandskenntnifse an höhernr -^cku- len regt in erster Linie die Zulassung anderer moderner Sprächen als Französisch und Englisch an einigen geeigneten Anstalten mt, und die Notwendigkeit dieser Reform wurde von Professor 'Dr. Klein-Göttingen als Berichterstatter des Ausschlusses und von dem Antragsteller selbst eingehend begründet. Indes auch) bier erhoben sich Bedenken, die der Kultusnrinister teilte. Der Ausschußbericht wurde angenommen. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 8. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 8. Juni 1916. Russischer Kriegsschauplatz. In Wolhynien haben nufere Truppen unter Nach- hutkämpfcn ihre neue Stellung am Styr erreicht. An der Jkwa und nördlich Wizniowczyk an der S trypa wurden mehrere russische Angriffe abgewiesen. An der unteren Strypa greift der Feind abermals mit starken Kräften an. die Mmpfe sind iwch nicht abgeschlossen. Am Dnjestr und an der bessarabischen Front herrschte gestern verhältnismäßig Ruhe. Italienischer Kriegsschauplatz. An der Hochfläche von Asiago geivann unser Angriff an der ganzen Front südöstlich Ccsuna-Gallio weiter Raum. Unsere Truppen setzten sich auf dem Monte L e m e r l e (südöstlich von Cesmw) fest und drangen östlich von GaUio über Ronchi vor. Abends erstürmten Abteilungen des boSnffch-herzcgo- winischen Jnfanterie-RegimentS Nr. 2 und des Ma^er Jn- fanterie-RegimentS Nr. 27 den Monte M e l e t t e. Die Zahl der seit Anfang dieses Monats gefangen genommenen I t a l i e n e r hat sich auf 12 400, darunter 215 Offiziere, erhöht. An der Dolomitenfront wurde ein Angriff mehrerer feindlicher Bataillone auf die Croda del Ancona abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Genemlstabs v. H ö f c r. Feldmarschalleutnant. * . * Der französische Bericht. Paris, 7. Jiun. 6 Uhr nachmittags: Westlich von Soissons wurden zwei b«rtsck>e Patrouillen, die die Aisnv zu iwerschrMteu versuchten, dickst bei Fontenn» zerstreut. Unser Artillerieseuep hat mehrere sciudlichc^ Beobiulitmi-gsposteu westlich von Nvuvron zerstört. In den ArgoNntM ließeir unr bei Fille Morte mit Erfolg drei Minen aufsliegen. Ans dem linken Ufer der Maas AxtiUerie- kämpsc rnr Abschnitt des Punktes ,>04 !und dos Caurattenmldes. Auf denl rechten User der Maa,s wunde ein mä chtrger deutscher Angriff, der gegen 6 Uhr luben-ds gegen das Fort Banx gerichtet wurde, durch uttscr Mchchiiumgewcch'rst'uer gebrochen. Der Feind zog sich in Unordnung zurück und ließ zahl reiche Leickstn aus dem Kampfvla». Die d^tfck>»e Artillerie, der die unsrige energisch autuwrüste, fährt oluw llnterlaß fort, die Front der benachbarten Mschuitte zu beschießen. In den Vogesen heftige Beschießung unserer ersten Lini-' am .Hartlwannsweilerkops. 11 Uhr abends; Auf dem linken User der Maas grüße Tätigkeit der Artill-erre iu der Gegend der Höhe 304. Aus tx'm reä>teu Ufer dauert das Bonibardenistut aus unserer ersten nno zweiten Linie von der Gegend fwn Doucrumont bis Damloup sehr heftig son. Die Deutschen meldeten heute, das Fort von Baux sei am 6. Juni in ihre 5) ände g es alten. Am 7. Juni um 3Uhr früh war das Fort von Baux noch immer in unseren Händen. Seither hat infolge der heftigen Beschießung keine Verbindung mit dem Fort durchgesührt . werden können. Der deutsche TagesberichL vom 7. ds. Mts meldete; „Die Panzerfeste Baux ist seit heute nacht in allen Teilen in unseren Händen." Das ist deutlich genug auAgedrückt. D. RLd.- Jn den Vogesen lvurden ^deutsckx ErticirdimgsabteUungen. die ihre Richtanra gegen unsere Stellung 'üblich von Celles nahmen, durch unser Feuer r»urückgesckrlagen. Gesckchtzfeuer mit Unterbrechungen aus dem Reste der Front. Ruhe aus der Front der belgischen Armee. Ter englische Bericht. Amsterdam. 7. Juni. Gestern abend und heute schwere beiderseitige Befcksteßuckg östlich von Pbcrn. Ter Feind eroberte gestern unsere vordersten Grab-en ber den Trümmern des Dorfes Hooge. Seine Angriffe aus mw-ere Teile der Linie mißglückten. Ein anderer kleiner Angriff westliche von 5>voge wurde heute mor.>en abgeschlagen. Australier drangen in der Nackt in deutsche Gräben östlich Bois Grenier ein, fügten dem Feinde Verluste zil und bracksteu Gefangene beim. i)luch wir unternahmen eine erfolgreiche Streife östlich Quinchv. Der italienische Bericht. Rom, 6. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Auülicher Bericht; Im oberen Val Telino dehnten unsere Mpentrupven die Besetzung des O r t l c r g e b i r g c s aus die Pässe Canosot (3199 Meter Dolorrtart >3042 Btoter), Orller (3359 Vdetrr), und aus die Hochjocb-Hütte >3530 Meter) aus. Im Ehre fatal griff eure feindliche Abteilung unseren Posten bei Soorzade oberbalb Daone au und wurde im Gegeuangriss zersprengt. Im Gebiet des Et sck tales Artillcriekampf. Feindliche Geschütze schweren Kalibers bc> schossen gestern unsere Stellungen südlich deS Eamara-FluffeS und ans dem Pasubro. Unsere Batterien zersprengten feindliche W- teilungen nördlich. Marco (im Lagarffratav und im Brandbal. Wir beschossen erfolgreich!, die feindlichen Batterien von Poz-Eo. An der Front von Posrne bis Llz auch zeitweilige Tätigkeit drn- Artillerie. Auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden nmtcl die Sä,lacht an der ganzen dlnsdebnung der Front. Abends erneuerte der Feind narb starker artitleristisckwr Vorberrittmg die Angriffe gegen unsere Stellungen südwestlich und südlick von Asiago. Der Kampf wurde mit Erbitterung die ganze Narbt zum 7. Juni fortgeffibrt und endete morgens mit der- Niederlage der angreisenden Kolonnen. Gestern nachmittag erneuerte der Feind seine Anstrengungen gegen das Zentrum und den rechten Flügel nuferer Linien. Nach der üblich«: heftigen Beschießimg warfen sich starke Jnf nrehr als 40-000 SoDaten ein. Ferner sind 77 Geschütze. 49 Mirrenwerfer. chenso Scheinwerfer. Fernspreckrgerät. Feldkrichen, eine Menge anderes Kriegsgeritt ruw WNr-«ä>lliäke Munitwilswngen in unsere Hände gefallm ^ne Batterie, würde von rrnservr Jnffurterie mstkständig mit alleri Gesäüchen und Mmritions!vagen rveg ge nommen. Dr- hltfru .wnii't, zeigen dem Frmd tatsächlich, -vrs Amv-räven nnstw^ >Vneg-.ana. tlwials. Die Mmpff TwIh'u dazu bei getragen, das ^^ettranen zv stärken, das mit dein iveitel-en Ammnisteu des Amtenale und du ZerstöLmrg ftn- stftMichen Anlagen luDentend nurnmgsvslle; sein wird Die to&breitb Nu- drei letzten Züampstage eronchten folge beweisen die Tapfeibüt und AngnM ^id,-t' ett nuferer L rnv yen. Seine Ntajestat der oberste >lrisgsherr sandte noch geslern abend um 10 Uhr ans dc'm vaulstguartier fel.^nde Tepeube worin die 7rappen des Generals Brufsilow^zu den erzielten Erchlaen b^mlückürünscht werden. ..Uebermitdttn Sic nrernen deüß- jöseßfi&tert Miypen eMpZ!" schreibt über diebevorstehendeWirt- s cha frZkkon ferarrz unber anderem i Die Hauptfrage wird sein, welche Handelsbeziehungen mit Deutschland "die Msietten am Tage nach dem' FriedenHchlnffe haben tocrirat. Zu dieser Frage haben sich die Meisten Kabinette der Miierten bisher merkwürdig zurückhaltend verhakten. Sie haben e§ sorgfÄtig vermieden, sich für die Zu-- kunft xu binden. Den entscheidenden Ginfluß, wird die englische R egiewung suMbar. Obgleich sie bisher in allen ihren Erklä- ruage« stchr vorsichtig war, scheint sie heute in der Tat entschlossen zu sein, viel radikalere Maßregeln zu ergreifen, als Man noch vor einigen Wochen erwarten durfte. Die Erkrankung des Handelsmusters Runcinmn wird sicherlich nicht rffysz lZnnürkuny ans das Ergebnis der Konferenz bleiben. 'Der Vkrttüer des „Temps" erörtert des längeren Englands Blaue, die in ihrQi Hauptzügen auf eine nationale Handelspolitik nach deniH.Kriege abzielep würden mit dem Zwecke, dein Eindringen der Deutschen eine Schwanke zu ziehen. Man könne es als sicher anfthan, daß Emfland nach, dem Frieden seinen alten Gwund-sich.- Lmssez Faire, laissez paffer? nicht wieder aufstellcn w-erLe. Demnach müßten ^ sich die alliierten Mlächbe auf der K'ou- sevenz über die zsEänffigen Zvkffchranken schlüssig lverden, die sie Von den feindlichen Mächten trennen sollen. Sie würden eine -Art riesiger Zollunion bilden müssen, welcher alle Staaten an- j gehören würden, die für die Freiheit und das Recht die Waffen i ergriffen hätten. Der Berichterstatter fragt hier allerdings zwei- fsÄnd: Oder würde diese Zollunion vielleicht nur teilweise sein -nck» nur eine kleine Zahl dieser Staaten umfaff'en? Für d«r Augenblick sei es indessen nüchttg, zu wissen, daß England, bevor es sich in eine wirtschaftliche splendid isolation zurückziehe, bereit ser, die Vorschläge zu erwägen, welche die Miierten ihm machen würde». die viel zu sehr vernachlässigt wurde, und vor allem ihn anve^ trmrt t|t, das Publikum über die Fragen des Tages aufzuklären Milner wäre noch der beste Staatssekretär für . den Krieg. Wir können uns aber schwer vorstellQi, daß er in das ' gegenwärtige Kabinett von Parleimäunern ausgenomnleil tverdm i owborett wird sich jedenfalls für die Uebernah'we des smcegsamtts durch Asguith einsetzten. — Ter Korrespondent von „Itteuwe Rotterdamsche SouroHt" bemerkt, daß diese Auslassungcii ^ folge der eiigan ^Ziehungen, die das Blatt zu George unterhält, von Wichttgküt seien. Die „Maßregelung" Griechenlands. (v ^ cJ 1 ^ 3ckm. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Das Foreign Office teilt mit: Die Haltung der griechischen Regierung gegenüber der ^ ö # e ' V r l 5 W 0 ^ der Üebergabe griechischen Gebiets an die bulgarischen gruppen ergeben hat, hat es für die Alliierten notwendig gemacht, gewisse vorbeugende Maßregeln zu er greifen Dre britische Regierung trifft gewisse Vorsichtsmaß regeln bezüglich der Kohlenausfuhr der griechischen Schiss- fahrt in britischen Häfen, um zu verhindern, daß Vorräte den Femd erreichen. Die Alliierten beraten über e i n suirankende Bestimmungen für die griechi schenHafen. Der deutsche Leesieg. Berlin, !9. Juni. Auf ihren Glückwunsch z-um ^eesreg antwortete der Kaiser der Prinzessin Marie Sachsen-Meiningen in einem Danktelearanrni: ^Brn ttef bewegt rn stolzer Fr ende, daß meine Schöv^- fung ; fine mein Leb^enswerk.gewesen, sich mit Gottes Hilfe als starke, gute Waffe bewährt hat. Die deutsche junge flotte hat den Nrnckns von der Unzerstörbarkeit der britischen Seemacht hercchgemttckwrt. Gott helfe so weiter." . Teilnehmer an der Seeschlacht konttnen bereits in vcr- chiedencn BlätternM Wort und geben Schilderungen, aus denen hervorgeht, daß am 31. Mai Leine Zeppeline bei den Deutschen waren. Sie hatten wegen des schließlich einsetzenden Regens überhaupt nicht viel nützen können. Sie kamen erst 1. Juni, nachdem alles erledigt war. ^ Ins hm Reiche. Der tsirMche Bericht. , Konstaut8. Juni. (WTB.) Das Hauptrmartür teckt mtt: An der Jra^vnt ist dir Lage wwerändett. An der Kamkasnssrvwt Scharmützel gegen Erkundnnqsabtttümgen. Im Zentrum versuchte der Femd eine Höhe M nehmen, dir sich rn nriseren HLnd«n befand. Unsere Reserven nud unsere Kavallerie weriagten ihn durch einen mit dem Bajonett imd Säbel unternommenen Angriff gegen die feindliche Aanke und trieben ihn in ferne alten Stellungen zmrück. Dü Rns,en, die sich unseren Sttt- j langen auf dieser Hichd aut'MO Meter genähett hatten, erlitten .gwße Verluste an Toten und Berwnndettn und ließen 25 Gefangene 'in unseren Händen zurück. Auf dem lütten Flügel irud im Küften- zerstreute unsere Artillerie feindliche Trappen, die mit Be- festtgungsarbeiten beschäftigt waren. Eines mfferer MasserNu«zenge griff ein feind-kiches Fli^eug am dESadd-ül-Bahr überflog, und verjagte es in ttttchtting aus Jmvvos. Wtr verjagten ein anderes feindliches r«tth das Feuer unserer ArtDerie und zerstörten ein feindliches Lager ans der Insel Keicstxn, in dem eine große Bev- wrrrung hervorgerufen wurde, durch Attilletteftner. Sonst nichts Neues. Die öfterrei^sche Derwattnng des ereSeeten polnischen Gestietes. ^Wi e n, 8. Nrni. (WTB. MchttmrMch.) Ans dem Krieas- ^esseqamrtrer wird gemeldiet: MirverleMmg der Kreise .Cholm, HrubisAow und TowasUvw tn die Gebiete ^des Generalgouvernements Ludlin. Durch Ver- ,m&mnwbe§ MrmeeVderLommaaMmten vom 5. Jüni laufen- Dw Jahres wird das MlitürgoAverne-ment Lublin auf die ^chvlm, Lwubrstzow und TvnvasWw auSgedehtztt, und hrernrtt das Gebiet des ehemallgen Gouvernements Chvtm inet den übrigen, vvn österreichisch^Mgarischen Truppen besehen Teilen Kongreß-Polens zu einem einheitlichen Ber- woltrrngsgxbiete vereinigt. Durch ditzse Verfügung hat ein Hemenswunsch des polnischen Volkes', das die durch Ruß- jeafo erfolgte Abtrennung des Chslmer Gouverrrements von P^n ckts ernen FaustMag empfand, seine Erfüllung ge- sMwen. Die „Times" über Kitcheners Nachfolger. ^ Rotterdam, 8. Juni (WTB. Nichttmrtsich ) Der Nieuve RottN Äamsche bmmart" mxckdet aus London: Me , Times" schveM m emem LeitcnE, daß man sich mit der Erneununa Krtcheners Nachfolger nicht zu beeilen brauche Ter Vveunermmrster habe das KrieMmt bereits übernommen gehabt. ™ Bericht von Kckcheners DÄ> Sam. Es seien alle Maßregeln s^uen worden, um die Arbeit während Kckcheners 9lusentlw.lt rn RuAand^^ksetzen, und diese Arbeck sei fast ganz admnsistta- ttver Art gSvo^err. Das Blatt fähtt fort: Die strategisch« li A : ^F bs war seit langer Zeck in den Händen des Generalstabsche^, der Zutrrtt zum Kriegskonrckee des Kabinetts hat. Auch dreAuf^ff« zum Eirckritt in die Arnwe, bei denen Kitcheners IcaM mw Anschen mffchatzbar waren, sind infolge der endgültigen Dlenstpstrckü gegenstandlos geworden Die Aufgabe des Sttllttssekretars für den Kckieg läuft gegenwärtig auf die Ber- ne ^ l ? cn J Ä S T ^.F! t JftÜK' ihre Ergänzung durch neue Mannschaften und auf die Beschaffung twn Lebensmitteln und Aus- rüchmg hmmrs. Ferner hat er dem Publikum gegenüber die Ber- *£. Äilssguellen des Landes an Meffchen mÄ Geld aus vemünfttge Weise verwendet werden. Es be- swht a LeUttaclie, zu erwarten, daß K i i ch « n e r s R a ch s o l g e r ein !3wiL««mter )tm ^ eii mürnm Robertsons von der Seckung des GencrEck^unddie Uobertragung des Kriegs- amtes an chn w«deuwems Erachttms sehr- .rachteiliac Folgen haben Sane Xmfied m snnm geflemo artigem Stellung tft außerordant- <£***' ,und er hat alle . aut in der .Hand. Er ivürde Wert vertteren, wenn er plotzllch ms Parlament versetzt würde nennen auch Lloyd George und Mitner Gaben nicht in cinein sotck-en Amt' i;^ t^? TW ® rtot r tft G m MAnisionsministenunl viel nütz- lecher. Außerdem «ß er für ch« Aufgape frciLchchchn werden^ Die Arbeit des Kriegsernährungsamtes. Berlin, 8. Jwck. (WTB.) Das Kriegsernährungsamt brachte am Montag tmd Dienstag die ottentterenden Verhandlungen mit Vertretern der verschiedenen Berufsgruppen $ttm Stb- schluß. Mit den Verttetern der Industrie wurde neben der Förderung der Schweineschlachttmgen schnelle Fürsorge für die Schwerarbeiter durch, Massenspeisuug beraten, ferner mck den Vertretern des Großhandels, dessen Verhältnis zur Einfuhttätigteck der Zentralemkaufs-Gesellfchaft, mck denen des Kleinhandels dessen Heranziehung zur Nahrungsmittelvetteilung durchl che Kom- UEuuverbänöe und seine MittvirLung. bei den Preisprüfungsstell-en und Maßnahmen gegen den Handel durch, unlautere Elemente, vor allem den Kettenhandel. tKn scharfes Emgretfai zur Ausmerzung unlauterer Händler wurde dabei von hen Handelsvertretern gefaxtvert. Mck den Vertretern der Landwirtschaft, netnererx und größeren Landwirten aus verschiedenen Lecken des RKes, smd dre Fragen wegen Milch- und Butterlieftrmrg, ^ Sch^chtv^hbeschafftmg, Hansschlachtungen, Kartoffelversorgung, Ern^erhebangen und eines verstärkten Anbaues der ^Oelfrüchte er- ottert worden. Lan Schluß bildete am Dienstag nachmittag eine erngehende Beratung mck den Vertretern der Konsumvereine und sonsttger Kvnfum«iten-,O rganisationen über Fleisch- und Fettversorgung und über das Verhältnis der genannteir Organffationen M den Gememdelr und der ZenttaleinLmfs-GeseNschaft, sowie Er twtHige, das Konsnnnmtencküeneffe besonders berührende Fra-- Dre Vorstandsmckgkveder, MinffiernckdivÄtor v. Braun und Tr. Müller hatten vorher über ihre Teilnahme an der Kmr- fumententa^mg am letzten Sonntag berichtet. Äüald es die Zeit glaubt, sollen rwch Besprechungen mck den Verttetern anderer ^ encn ^ NaheungÄu itdetgewerbes, folgen 'Ln*?*. 1 Smrs durch che Besprechrmgen gewonnenen lleber- Vorstand eine Reihe von Maßregeln beschaffen oder d«n Abschluß nahe^gebracht. So neben der schon früher erwähnten Jtairegelumj der Butterversorgung röte Verordnung wegen eines ^ VersLtterung zur menschlichen Nahrwrg ge- I Kartoffeln rmd wegen der Mr Vermehrung für den ^ menschlichen Berbranky und zum Einmachen zur Versüguna ge- st ellten Zuck ermengen, ferner .Zuweisung beftinderer Brot- und siemnmgen an t*£ unter Tage und pox Feuer arbeitenden Personen. ^ abgeschloffen sind die Beratungen über ein- gr«Pwve Maßnahmen gegen den unlmrteven Handel. Weitere Ar- veckM^d^ schon m Angriff gewannen sind, tverden in den neuen ^^nt Krie^ernährungsamteS begibt s«h heute N. Behandlungen auf «men Tag nach M ü n chen. Tie anderen HmELte der größeren Bundesstaaten sollen, sobald es die Geschäftslage Maßt, gleichfalls besticht werden. Nach Psingsten 8" J I ^LS CT ? finL L brr rbeinisch-westfälischen ' Re- 22m; besonders wichtigen ge- durch emyelne Vorstandsmitglieder aus gebucht werden sollen. «- ^^^ ' 8. ZMN lWTB.) In der heutigen Sitzung ? c lt !‘ b a e r ä ? nt§ getaugten zur Annahme: die Vorlage ^ Militürtarifs für Eisenbahnen und dre Entwürfe von Bekanrümachungen 1 über Geltend machung von Htzpotheken, Grundschulden und Rentenschul von Zahlungsfristen an Krieqsteil- ÄKiE m«' Aenderungen der Verordnungen über Mrrchtllche B«vrll,Mng von Zahlungsfristen und über die Folgen der mcht rechtzertrgen Zahlung einer Geldforderung ^?J Tl L n V 9 ' S ' ,ati - Der „Vorwärts" gibt eine Zu- schrrfs des Vorstandes der sozraldemokratischen Reichstags- fraktwn wieder, m der zur Vermeidung von Mistverständ- mNn erklärt wird daß der Genosse Lentsch auf der Ber- anstaltung zur Aussprache der Rcichstagsparteicn über Deutschlands Kolomalpolitik nicht im Aufträge der Fraktion sondern nur für seine Person gesprochen Habe, u-cr .van'; klar machen wollte. Madame Fournier rvar sehr inter- efitert, ebrr sic verstand nicht ganz, und ich wollte nicht erngreifm, um dre Stimmung nicht zu stören. ^ '^ampijong, tuschur lampiiong. Sckolie!" pries Krause die Sawnherten des märkischen Kieferrrwaldidylls...Tütemong für >^. r . ~ “ 7 ~ y/ da fehlte wieder die verdammte Vokabel, und zum Rachleien im Sprackislrhrer war es sclion zu dunkel. Krause macht mrt beiden Händen drohende Bewegungen. Tann sagt er hilflos „Wagen". Madame Founrier pe-csteht nicht. „Wagen", wiederholt er und deutet nach erner Remise gegenüber. Madame Founrier glaubt zu begrersen. Tort drüben befindet sich die öffentliche Wage mit entsprechenden deutschen rmd ftanzöfischen Aufschrift der Ott^rommandantur. „Bascule?" fragte die alte Frau uird sucht den Srnn zusammenzureißen. hü "‘’fytil" -b^Äill," antwortet Krause. ,',Schewall awang, "fty' i e ^ou^s eomprends, ime voiture avec un cheval devant?" ftagt dre alte ^z-rau. , . "f*f a l .Boitüre Beaucoup Lampijvng!" setzt der Märker beharclrcl) lerne Ausklärrorg über die letzte heimatliche Himnrel- fahrrferer fort, -ine alte Lothringer in lauscht ilfm weiter gespannt ^ orc ^ 8v?ei noch lange plaudern, während ich schlafen gehe. * „Wenn das Wetter hält" — das bedeutet heute, daß am frühen Morgen epn entscheidender Angriff am rechteir Mäasufer im Ab- stattsinden wird, dem ich eben zugeteckt bin. tvahrend cwr Nacht hött das Dröhnen der Geschütze nicht auf, es ttrngt vrel starker, als Man eS noch gestern hätte, aber das bedeutet wemg p dünn das Gehör täuscht sehr. Mim vernimmt die Luft- erschutterungen des AttcklettekaMpfe's hier, wohin der Feirrd mit wertttageiroen Geschützen noch reichen könnte, manchmal viÄ weni- ger, als etwa drüben auf den Berghohen bei Longuhon und Mont- ^on der Front so loeit abliegen. Man kommt nicht recht iu ?" ^«naf, Werl während der hcllar stacht fortwährend Kolonnen ^ SU ebener Erde gelegenen Fenster vorüber- i 2 e ®? rt Hahnenschrei ist man ans den Federn, stößt me Laden cysi und steht die ttrrze Dorffttaße hinunter. Andere waren ichmr früher wach. Bor der Scheune gegenüber prrtzen die dserde erues Stabes. Daneben schirren einige Jäger ch, als der Kneg begann. Dre Meisten slüchtLttn bei der Annähmmg der Deutschen, ^etzt sind noch 69 Einwohner vorhanden, aber über "0 .d« mtsprechende Anzahl von Mannschaften hat au^ublickllch M dem Orte Quartier gefunden. Ein Bett ist est: seltsam koÄicheS Ding^, Auf Hvlztvolle schläft es sich auch ganz mit. emc Pferdedecke hat, um sich nacküs damit zuzudecken, wie ich sie zufällig durch einen alten Freund erhielt, deM ich^er als Ritt- NÄdd^ begatt-, per läuft Gesuhr. d«. * Ke erftm NachEwn von i«m Siege UvchMM geglückt, unsere Kerle sind an mehreren Stellen weck über die befohlene ^mir Bvldtuurus trifft ein höherer OffiAiar m>m K^- ^mmmlüv rat TvNh chn erfährt Man alle Unsere Berkuste sstch st^gettng r M nr die Tausende, genau konnte sie noch Nicht Mtfitftellt werden. Nach Und nach kommen Kufällig ergänzende Nachrichten an, dre eifrig ausgetauscht werden. Aber Besttmuttts weiß 7neMand. Es ist ein mÖckwürdiger Zustand- WenKc^Kilometer voül hier, aus den Höhen lensecks deS Waldes nn Süden, entwickelt sich eine große EiVcheiL, erftchtt rmrn fast Nichts von den Vorgängen. Druden beim, Kdrps- kommarckw konnte man alle Einzelheiten Höven, aber dott hat man letzt wichtigeres zu tun, als Fragen- Antwott zu fteheii rch dott alles gesagt bekorüMen und hören, ? orn l ^ rr ^- Ärr heute muß die Gewißheit genügen, daß d-er Erfolg m vollem Umfange erricht ist. Rkttgsbrrefe «l§ dem Westes. Von unserm Knegsberichterstattrr. 5SvLarech6gter Nachdruck, auch auszugsweise, fceröotek) Himmelfahrtstag. Vor Verdun, am 1 Jum „Wenn das, Wetter hält" - wie oft ist das in fernen Friedenszecken der Stoßieufzer von allen gervesen, die den Himuiclfahrtstaa ^ ernem Ausflug m den üppigen grülren Frühftmmer bnuMen ^vll^rKrems^sacht und Pickiick im Walde, Schärpmklcid^nnd Grasflecken m Hellen Anzügen, Verlobimgen und HeimttM nsit Mng^mid^Lampions Erinnerungen aus entle^ Littn ' Ich möchte l«ber mcht daran denken, aber gestern abend als ich emschlasm konntt und noch ein wenig aus dem' offanm Melodie des Kanonendröhüens Mi der nüb^ Firantlauschtt, hörte ich, wie der Sanckäts^ff^KL mrs Berlin, der rm Hause zicr Rechten einguortiett ist, der alten Frau muriner ine Herrlichkeiten eürcn Kreinserfahrt durch den! G«unttvald üvd bk kabkbaiäkkm SchchrheckeK hon Ferch, an . Ms ich M metttent Hchffe ziurücMhre, hat sich vor dem Eingangs eine Gruppe von Einnwhnern versammelt. Der Vater Graffe ba ernen Brief von seinem ältesten Sohne. erl-alten, von dem mm seck er M Beginn dkÄ Krieges sich in Berdur L Arttllerrst gestalt hat. Nun schrecht ec aus einem bayrischer Gefangenenlager, daß es ihm gut geht, und daß er auch nvch> voi kurzenr von dem jüngeren Bruder, der Husar ist, eine .Kürte erhalten habe. Der ser nicht im Feuer Md wohlmrs Es ist seit mehreren Monaten das erstemal, daß einem Einwohner dies« Ortes ern Brief rns Haus gebracht wird. Darum bildet er das all- gemente Gespräch. Jeder Satz wird vvm Vater Grasse 'mtgsam Uns feierlich verleset-, wie Worte des Evangeliums. Jeder Satz wirk dann genau durchgesprochen, und die Hörer beschäftigt das wa- nicht in dem Briefe stcht, fast noch Mehr als das, was der gefangene Arttllerrst wirklich mitteilt. „Er schreibt nicht, daß es bald ztu Ende fft. Er schveibt auch nicht, daß nur siegen werden. . bnnerken mehrere Als ob dm Lwhn des Dorfes, der mm Verdun itach dem bayerischen Gefmrge^ neillager gekommen ist, ^darüber mehr wissen könnte, als die zu Hause gebliebenen Otts bewohn er. ,LÄn Emck schreibt er nichts," sagt lreklommen eine weißhaarige fr*“' Man brmrcht nrifet » jx agen, um zu tröffen, daß sie Emils Mutter ist. Mehrere der Umstehenden ttösten sie „Er ist doch tm her Artillerie, und Emil ist ein Infanterist. Jetzt m der SchlaM, wv alle auSemanderseriffen sind, wird er keme Nachricht von Emil haben./' Jedoch die Greisin lW sich niclsi beschw-uhttgen. . "^v sie doch immer gute Freunde wäre:- und zusammen zur ersten Koimumru-n gegangen sind! Er würde ihn sicher erwähnen und viellc-lfft dazu schreiben.' leider habe ich keine Nachrichten von '»m*. daß es ihm gut geht. Da er aber garnicbts will tt Nichts schreiben. Das bedeutet ein Unglück weiß es. M ahne es schon lanye." Die Me geht Lopffttckeiw nick wM.mÄnd, gher vhue Swim* chrsu. Smk m- ..Haben Sie mm «uÄ eine Nachricht bekommen^ fragte ich Üttciitc duftrtierrairtin. eine aitlidne abgehärmte Bäuerin, die n-och jhteltte uvorgerl geklagt hat, daß sie seit den: August 1914 kein Wort Mehr von ihrem Manne gehört habe. „Ja," sagt sie bekümmert. ^Endlich eine Nachricht, aber keine gute. Bisher — so schreibt der innge Grasse um- mein Atann immer in Reserve, da habe ich mich umsonst um ihn.geängstrgt. Aber letzt — das steht da in dem — ist sein Regiment nach Verdun geschickt worden." Sic Mischt sich die nassen Augen mit der Schürze. „Ich wollte, er wäre endlich auch gefangen, dann märe er in Sicherheit." Sie must plötzlich ihre Magen unterbrechen, denn der kleine Louis, ihr Jüngster, 'der eben den ^SchäferHund Fram des Pionierhauptmanns aus einem Nachbarhause am Schwanz gezogen hat, ist von dem Tier umgeworsen worden und schreit jämmerlich. Der Hund steht wedelnd dabei und macht ein dummes Gesicht. Fram und Louis, die spielen miteinander ein Stück Dorfgeschichte, das mancher Verdunkämpfcr kennt. Der kleine Louis war genrde 4 Tage alt, als sein Vater als Territorial unter die Jahnen gerufen wurde. Da die Mutter immer das Haus voll Einonartierimg hat, so hat sich der kleine semmelblonde Bengel es- gaben mit mrd hört ihre Berichte. Alle stimmen darin üüerern, daß der Angriff über Erwarten leicht und ohne Verluste gelungen .ist, und daß die Franzosen sehr schlecht standgehalten haben. Bei Einbruch der Dunkelheit wandere ich zu meinem Quartier zurück. Der Himmel zuckt wie Wetterleuchten unter dem fortwährenden Äufblitzcn der Mündungsseuer und Einschläge. Die Erde zittert und bebt: über Donaumont und Vaur steigen Kaskaden von Lenchtraketen auf. Von Minute zu Minute wüster wird das Trommelfeuer. Jeder Schlag gilt Menschenleibern ? Doch das ist nicht auszudenken Das wäre die dlusrottung des Menschengeschlechtes. Plötzlich ertönt ein wahnsinniger Schlag, nnd über dem Wäldchen neben meinem Dorfe ist der Himmel eine Sekunde lang blutig purpurnch.berlau.fen. Der Einschlag eines ganz schweren Brummers, eine Muniüonsexplosion? Das Wäldchen liegt wieder schwarz lund erstarrt da und gibt keine Wttwvrt. Als ich an mein 5)ous komme, steht da am Torpfosten eure Gestalt und schluchzt zum Herz zerbrechen. Es ist die ältliche abgehärmte Bäuerin. die Mutter des lustig die ersten deutschen Worte krähenden kleinen Louis, die in die rasende GnrmrdmhSlle auf den Höhen vor uns hrnccusweint. Seit heute weist sie, daß ihr Mann darin ist, vielleicht mitten in der kahlen Mulde zwischen den beiden flachen .Hügelrücken, in der die Flammengarben herumsprchen, wie eine brennende Feuerwerkskiste. Das Ttxrr mein Hi mmelsahrtLdag vor Verdun. W. Schewe-rmann, Kriegsberichterstatter. A«» Stadt ««d Canft, Gießen, 9. Juni 1916. ** Amtliche Parsonaln ach r rchtan. Der Großher- tzog hat am 7. Juni den Landgerichtsvat bei dem Landgericht dar Provinz Oberhessen Friedrich Koch Mm Landgerichtsvirektor bei diesem Gericht ernannt. — In den Ruhestand' versetzt wurden am 7 Juni der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitz in Darmstadt Georg Gottfried B e r b e r t auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, am 3. Juni der Gefangenenwärter amHaftllkal in Osthofen Alexander Brehm auf sem Nach suchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom Dienstantritt fernes Nachfolgers. — Der GvvWerzvg hat am 7. Juni dem Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Darmftadt Georg Gottfried Berbert dir Krone zum Silbernen Kvcutz' des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwcklrger Feuerwehren wurde verliehen Ludwig Bohland zu Rockenberg. ** Ernte flachen-Erhebung. In der Zeit vom 9.biis 15 Juni findet eine Ernte slächen-Erhebnng statt, die sich auf nach- ^mnib verzeichnete Feldfriichte erstreckt: Weizen. Spelz, Roggen, Gerste, Menggetreide, Hafer, Mischfrucht, Luchnen, Erbsen, Lrnsen, Acker-(Sau-)Bohncn, Wicken zur Körnergewinnung, Raps- und Rüben, Mohn, Dotter, Sonnenblumen, u. a. Flachs, Hanf, Frühkartoffeln und Spätkartoffeln, Zuckerrüben, Runkelrüben, Gemüfe zur m enschlichen Nahrung. Klee aller Art. Kartoffeln, Gemüse und andere Gewächse in H a u s g ä r t e n bleiben außer Betracht. Näheres siehe Bekanntnrachung des Oberbürgermeifters m der gestrigen Nummer ^ r ^ t . , **Ansiedlungvon K r i e g s b e s ch a d i g t e n und Kriegerwitwen in Hessen. Die von dem Hessischen Zentralwohnungsverein aufgenommenen Bestrebungen zur Ansiedlung von Kriegsbeschädigten und Kriegerwitwen haben inzwischen zu umfangreicher praktischer Tätigkeit geführt. Es liegen bereits eine Anzahl Meldungen vor. Die zur Verwirklichung derselben notwendigen Verhandlungen sind im Gange. Die Kapitalbeschaffung ist dadurch wesentlich erleichtert, daß nunmehr die Kapitalisierung eines Teils der Renten möglich ist; im übrigen hat sich die Landesversicherungsanstalt Großh. Hessen bereit erklärt, Mittel zu billigem Zinsfuß bereitzustellen. Auch die Sparkassen werden die Sache nach Kräften unterstützen. Wegen der Beschaffung gut gelegener und preiswerter Grundstücke ist mit den betr. Gemeinden in Verbindung getreten worden, die überall großes Entgegenkommen gezeigt haben. Die hessischen gemeinnützigen Bauvereine stellen sich gleichfalls in den Dienst der Sache; sie werden die Erbauung der Eigenheime und die Hcrrichtung der zugehörigen Gärten in die Hand nehmen. Der von dem Hess. Zentralverein für Errichtung billiger Wohnungen in Darmstadt. Wilhelminenstraße 3, eingesetzte Ausschuß, in dessen Hand die Bearbeitung der Angelegenheit liegt, nimmt auch weitere Bewerbungen von Interessenten entgegen. ** Flei s ch verbrauchsreßelnng. Durch Bekanntmachung des Oberbürgermeisters ist die seitherige F l ei sch menge vvn 600 Gramm für Kopf intb Woche herabgesetzt worden; es er- r lten bis auf weiteres Erwachsene 300 Gramnr und Kinder unter Jahren 150 Gramm Fleisch die Woche. Diese Maßnahmen waren erforderlich, da nach den Erfahrungen der letzten Wochen die der Stadt (Resten vom Kommirnalverband überwiesenen Viehmengen diesem Satz annähernd entsprechen. Durch die Bestandsaufnahmen ist ftftgestellt worden, daß größere Mengen schlachtreifen Viehs nickt zur Verfügung stehen. Es effcheint daher im lmrtschastlichen Interesse dringend ^ebuLcu, daß das jetzt noch, nicht schlacht- x ei'f-e $-i<4 das. in ausrmchkiller Adenge vorhanden, ifc mittels! der reichlichen Grünfutterernte zu vollfteischi^en Tieren herangemästet wird, bevor es zur Schlachtung Lonrurt. Wir können deshalb erwarten, daß uns im Frühherbst ausreichende Fleischmengen wieder zur Verfügung stehen. Die Einschränkung des Fleischverbrauchs wird dazu führen, daß die Familien und insbesondere die Gasthäuser in vermehrtem Umfange 'zur Herstellung fleischloser Gerichte übergehen werden müssen. Dies wird deswegen nicht so schwer sein, da jetzt Gemüse in reichlicher Menge zur Verfügung stehen. Tie Herabsetzung der Fleischmarten wird den Vorteil haben, daß gegen die Fleischmarken auch tatsächlich Fleisch zu haben sein wird, da die ausgegebeuen Marken sich mit den vorhandenen Fleischdorräten annäherrrd decken. Es ist zu hoffen, daß der wenig erfreuliche Andrang vor den Metzgerladen aufhört, sobald jeder die Gewißheit bekommt, daß gegen die Fleischmarken aukch! ^virklich Fleisch zu erhalten ist. Weiter wird damit erreicht werden, daß die Fleischmarken von jedermann als wertvoll angesehen werden und nicht mehr wie seither, soweit sie nicht verwertet werden konnten, vielfach den Gastwirten und Metzgern airsgehändigt werden; dadurch wurde eine genaue Kontrolle über hie Art des Verbrauchs des Fleisches fast unmöglich gemacht. Hoffen wir, E daß auch auf dem .Gebiet der Fleischversorgung bald befriedigende Zustäirde eintreten. ** Wichtig für Pfingftausflügler. Das Kriegsernährungsamt weist auf folgendes hin: Die Psingsttage werden bei günstiger Witterung in diesem Jahre einen besonders großen Ausflugsverkehr bringen. Den Ausftüglern ist die Pfingst- erholung und dm Gastwirtm die Einnahmen in dieser schweren Zeit zu gönnen, (ßrstere müssen aber ernstliche darauf hingc- wiesm werdm, daß bei den bestehenden Grundsätzen für die Verteilung der Lebensmittel auf die Versorgung größerer Ausflüglermengen aus den am Orte vorhandenen Lebensmitteln nicht zu rechnen ist. Den Kurorten werdm zwar zur Versorgung von Kur bedürftigen die nötigen Lebmsmittel besonders zugewiesen werdm, aus den Massen- a u s f l u g S v e r k e h r kann diese Maßregel aber ohne die an- sässigö Bevölkerung, insbesondere die schwer arbeitenden Personen zu sck-ädigm, unmöglich ausgedehnt werdm. — Jeder Ausflügler wird deshalb gut tun, sich die Nahr un gs - mittel aus dem Heimatsorte mitzubringen. Die Gastwirte werdm sich darauf einrichtm nrüssm, gegm tzlblieierung >der eutsprechurdeil fytengcn die Speism l-erznftellen. und zu liefern. Die Regelung der Bezahlung wird bei beiderseitigem guten Willm keine Schwierig leitm bieten. Der altbewährte Brauch „Familim dürfm ihrm .Kaffee kochm" muß in jetziger Zeit auch cmf andere Lebmsmittel sürngemäß ausgedehnt iverdm. ** Das Kreisblatt der vorliegenden Nummer enthält u. a. eine Bekanntmachung über die äußere Kennzeichnung der Waren, über die Höchstpreise von Benzin, über die Einfuhr von Butler ar»s dem Auslande, das Verbot der Aus- und Durchfuhr von Strick- und Wirkmaschinen, das Verbot der Veröffentlichung von Adreffen im Felde stehender Soldaten usw. Landkreis Gießen. ** Annerod. 8. Juni. Dem Gefreiten Gerhard Koch von hier, bei der Munitionskolonne Fuß-Arl. Bataillon Nr. 23 wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. tz. Obbornhofen, 7. Juni. Dm Heldentod fürs Vaterland starb am 29. Mai Friedrich Groß im 36. Lebensjahre. Ein Kanierad hatte seinen Angehörigen den schweren Verlust initgeteilt. Zu Ehren des Gefallenen fand beute abend eine Gedächtnisfeier statt, woran sich fast die ganze Gemeinde und der Kriegerverein beteiligte. Groß ist das 14. Opfer, das der Krieg von unserer Gemeinde fordert. Kreis Blldingen. ^ N i d d a , 7. Juni. Mit Beginn di!s neuen Schuljahres ist die Schülerzahl an der Bürgerschule wieder gestiegen und zwar auf 133; darunter sind 34 Mädchen. Ortsangehörige sind 73 Schüler, bezw. Schüleriimen Kreis Friedberg. — Friedberg, 8. Juni. Geh. Medizinalrat Dr. Weckerling, der am 28 Mai d. I. fein goldenes Doktorjubilärun feierte, begeht heute sein övjähriges Jubiläum als Arzt im Dienste unserer Stadt. Dem 1843 hier geborenen, allseitig hochgeschätzten Arzte wurde von der Gießener medizinischm Fakultät das Doktordiplom erneuert. , -Btützb« ck, 8. Juni. Im Anschluß an die Vvn der Bürgermeisterei eürgcftihrte Fleischregelung beschloß der Genreinde- vat: Für die laufende und nächste Woche zusamnrm erhält jede Person 500 Gramm Fleisch oder Wurst, der Besitzer Vvn Dauerwaren 350 Gramm, 1 Krnd bis zu 6 Jahrm 250 Gramm und ein Kind vvn einem Besitzer Vvn Dauerwaren 175 Gramm. Die bereits in dieser Woche bezogenen Quantitäten Fleisch oder Wurst werden in Al^ug gebracht. Wer durch Bezug bei mehreren Metzgern sich mehr als die vorgchchriebene Menge verschafft oder zu verschaffen sucht, erhall in den folgenden 14 Tagen kein Fleisch. Die Metzger sind verpflichtet, Kontrollisten zu führen, die vvn einem Mitglied des Geineinderats nachgeprüft werden. Fleisch und Wurst darf durch die Metzger nicht mehr dem Besteller oder Käufer bezw. Verbraucher ins Haus gerächt weiden. Als weiteres Kvmmissionsmitglied für die Fleischversvrgung wurde das Gemeinderats Mitglied Metzger gewähll. Vom 19. Juni ab wird die Fleischvvntrvllbarte eingejührt und baff Fleisch, Wurst oder Fett nur gegen Vor zeigen der Kontrollkarte verabreicht werden. Dir Metzger haben Montags dir Fleffchbestellungen entgegenzmrehmen imb in die KontroMarte dir abgegebene Menge Fleisch usw. unter Angabe des DMrms einzntragen. Persinwn, die Dauerwaren besitzen, erhalten nur 2 /s des vorgesehenen Ouantmns und Kinder unter 5 Jahren nur die Hälfte der vorgesehenen Menge. An Wurftwarerr soll nur Mischwurst hergestellt uird verkauft werden. Starkruburs und Meruhessen. ** Darntstadt, 8. Jiuri. Der Vortragende Rat im Mni- sterinmder^Finanzen, Geh. Oberbmrrat HermannJmroth,ist gestern int Alter vmr 65 Jahren plötzlich gestorben. Der Verstorbene war ein auf dem GÄnete des Jngenieurwesens erprobter Fachmann, der sich ^sonders um den Wasserbau Hessens große Verdienste erworben hat. Sein Eintritt in den heffischeu Staatsdienst erfolgte am 1. November 1888, und zwar als Wnsserbauinspcktor des Wasserbauamts Mainz. Seine Beruftmg zum Vortragenden Rat im Ministerium erfolgte am 1. Januar 1892. Jmroth bekleidete dank seines hervorragenden Wissens eine Anzahl wichtiger Nebenämter. \ fc. Aus Rhein Hessen, 8. Juni. Nunnrehr find sämtliche drei Lehrer des Ortes Wackernheim gefallen. Hessen-dtassau. \] Marburg, 8. Juni. Tie gestrige Stadtverordnetenversammlung hatte ein schnelles Ende. Hauptpunkt der Tagesordmmg bildete das schon viele Jahve schwebende Pvojekt der Regulierung der Lahn innerhalb des Stadtgebietes etwa vom Hruwbahnhos bis zum Südbahnhof. Diese Arbeit, die einen Kostenaufwand von etwas über 300 000 Mark erfordert, bildet die Grundlage für die bauliche Effchließung des Geländes jensclls der Eisenbahn vom Hauprbahnhof bis zur Borstadt Weidenhauseu: Während der Oberbürgermeister daraus drang, daß die Lahnregulierungsvorlage sochrt genehmigt werde, tvar die Mehrzhal der Stadtverordnete,' der Änsicht, daß die Arbeiten gemacht locibeit müßten es habe aber so lange gegängelt und deshalb wolle man zur entgülti'gen Beschlußfassung dieses kostspieligen Projettes das Ende des Krieges abn-arten. Die sich sehr ausdchnelrde Aussprache und die Sitzung selbst fand plötzlich einen jähen Wschluß dadurch, daß zwei Stadtverordnete erklärten, sie hätten keüte Zert mehr und> weggingen Dadurch wurde bei der schwachen Besetzung der Sitzung deren Besch lußunsähchkeit IstrbeigesÜhrt. = Frankfurt a. M., 8. Juni. Unter dem Vorsttz des Regierungspräsidenten Dr. von Meister-Wiesbaden hielt die 1914 gegründete L andes ve reinigun g des Deutschen S chulschi ff Vereins für Hessen nndH essen-Nassau heute im „Frankfurter Hof" ihre zweite Hauptversammllmg ab. Vor Ellttritt in die Tagesordnung widmete der Vorsrtzende den gestorbenen und gefallenen Mitglroderir ehvende Worte des Andenkens Ueber die im Mvember 1915 in Berlin stattgesundeue KuMtversammlung des Schulschiffverems erstattete Hofrat ^za Bericht, dem zu im Verein unter- Nlatolski-Franksurt a. M. euren erngehenden entnehmen war. daß die Besatzuirgen der drei haltenen Schickschisfe 'während des Krieges der Mar me wertvolle Dienste geleistet haben. Ein vierres Schulfchift soll baldigst geba u t werden. Auch die Landesvereinigung lmt trotz des Krieg. ? mHr freulicher Weise in .allen Teilen des Bereinsgebietes Wiirz-elJje- schlagen und zahlreiche neue Mitglieder gewonnen. Die Vorstandswahlen hatten u. a. folgendes Ergebnis: R-egiertMgspräs ident Tr. von Meister - l. Vorsitzender', Geheimrat Dr. M e r ck - Darmftadt (2. Vorsitzendech Hofrat Sza mgtols ki-Frankfurt (Schriftführer), Geh. Kommerzienrat Be 1 1u © pc t) c r« Frankfurt (Schatzmeister), ferner Hofrat Prof. Tr. Friedländer- 5)ohemart, Reichstagsabgeordneter Bartling -Wiesbaden, Geh. Kommerzienrat H e n f ch e l - Kassel, Geh. KonAnerziammt W. G a i l- Gießen, und aus Frankfurt Oberbürgermeister Voigt, Freiherr von Goldsckprlidt Rothschild .und (Generalkonsul ^E. von Weinberg.. Nachi der geschäftlichen Sitzung hielt Hofrat 2 z a m a t o l s k i - Frankfurt einen Lichtbildervvrtrag über „Zwecke und Ziele des Deutschen Schulschiffvereins". ob. K i e d r i ch jm Rheingau, ?. Juni. Heute versteigerte der Kiedricher Winzer-Verein 56 Nlimniern 1914er und 1915er Weine, die durch-.veg zil hohen Preisen Zuschlag fanden. Dabei wurden Preise bis zu 3200, 3260 und 4160 Mk. für das Stück bezahlt. Er- löst wurden für 8 Halbstück 1914er 610—980 Mk., zusammen 6140 Mk., durchschnittlich das Halbsmck 768 Mk., für 23 Stück 1915er 1500—2130 Mk., 25 Halbstück 870-2080 Mk., zusammen 70850 Mk.. durchschnittlich das Stück 1996 Mk. Der gesamte Erlös für 23 Stück und 33 Halbstück stellte sich auf 76 990 Mk. ohne Fässer. In den deiden Versteigerungen dieses Vereins wurden fiir 55 Stück und 00 Halbstück 164 530 Mk. eingenommen. Ver»nis«htcs. ^Berlin, 8. Juni. Ter „Berliner Lokalanzeiger" meldet aus Kopenhagen: Der Nobelpreisträger der Medi- z i n für 1915, Dr. Robert B a r a n y, der seit Kriegsausbruch in russischer Gefangenschaft gehalten wurde, ist sreigelassen worden. Er tst gestern in Harparanda eingetroffen. * D i e neuen Kur- und Badeanlagen in Aachen nebst den damit verbundenen umfangreichen Bauten wurden am gestrigen Donnerstag durch den Wtinister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten Dr. Freiherr v Schorlemer als Vertreter des Kaisers eröffnet. Von den neuen Anlagen ist das monumentale Kurhaus die bedeutendste. In ihm besinden sich drei große Freskengemälde von Professor Ederer aus Düffeldors, in denen die Entwickelung des Badelebens vom klassischen Altertum bis zrrr Neuzeit geschildert wird. Die Stirnseiten des Deckengewölbes schmücken zwei hervorragende Plastiken von Professor Pfeifer aus München, Kaiser Wilhelm II. und Kaiser Karl den Großen, den Gründer und Schutzpatron der Stadt Aachen, darstellend. Die Anlagen sind eine Unternehmung der Aktiengesellschaft für Kur- und Badebetrieb der Stadt Aachen, deren Aktienkapital 1750 000 Mk. beträgt. Rischliche Nachrichten» Israelitische Religionsgememde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Sainstag, den 10. Juni 1916: Vorabend: 8.30 Uhr. — Morg ens: 8.30 Uhr. Aden ds: 10.00 und 10.35 Uhr. Israelitische Religionsgesellschast. Sabbatfeier am 10. Juni 1916: Freitag abend 8.30 Uhr. — Samstag vorm. 8.30 Uhr. — Nachmittags 4.00 Uhr. — Sabbatausgaug 10.35 Uhr. — Wochengottesdienst morgens 6.00, abends 8.30 Uhr. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 10. Juni 1916: Wechselnd bewölkt. Meist trocken. Etwas wärmer. Letzte Nachricht«. Die Wirkung des deutschen Granatftuers in der Seeschlacht. Amsterdam, 9. Jmn. Ein Bericht des „Daily Telegraph" gesteht ein, daß die yux großen Flotte gehörigen Sch iffe, der Livn-Klasse an der NordseeMacht teillrahmen und nchrt aus, daß alle größten Angegebenen englischen Schiffs- verlnste, immlich von „Queen Mary", „Jnvrncible", „Jnde- fatigable" und .LLarrwr" im feindlichen Granatfeuer erfvlgken. Ine drei erstgenannten sanken innerhall ein und der- sellen Viertelstunde. Mit der ,^Jnvineible" sank.Vizeadmiral Sir Horace Hood, der Kommandant der Schlachtkreuzerflvtte und über tausend Mann. Die Lage bei Thiamonrt. Genf, 9. Juni. Tkr Verlust des Banx-Forts bedeutet für die Pariser Presse ein als unabwendbar erkanntes Ereignis. Das Hauptangenmierk der Heeresleitung sei nunmchr der Verteidigung des Wschnittos Froid-Terve-Seusvrl le-Tevaw- nes Angchackst. Eflrige Fachkrittter hallen auch die Lage per Franzosen bei Thianevurt für ernst. Neue Lärmszenen in der italienischen Kammer Lnganv, 9. Jnni. In der am 7. ds. Mts. abgehallenenj Kammersitznng ereigneten sich überaus heftige Szenen. Ms gleich W Anfang Callengo Kitcheners Gedächtnis feierte und einen Hymnus ans Englands Heer imd Marine an- stimmte, welche die Herrschaft über die Meere besitze, warf der rtznng auf. und läßt die Tribünen räumen. Die Fleischmtt in Frankreich. Bern, 9.Juni. Auf Enuladung des Ministeriums des Innern findet am 13. Jum eine Zusammenkunft aller Bür germeister der Stadtgemcinden Frankreichs statt zwecks ^Austausches von Meinungen und Wünschen, um der immer d rohender we rd end e n Fr ag e derF1 e ischno t im Kleinhandel zu begegnen. Es ist ein Verband geplant, der die Organisation regeln soll. ........ || „ M | nnr . m M„„„ T | ,,„,.n,L t | t Lii.u^u-uui.iuuu Heute starb unser lieber Aibrecht noch nicht 4V 2 Jahre alt. Dr. Clemens Thaer, Privatdozent an der Universität Greifswald z. Zt. im Feld Gertrud Thaer, geb.. Pasch, z. Zt. in Gießen, 8. Juni 1916. Carl Ä. Hartmann asr“? beinste :: Verarbeitung Wohnzimmer- Schiafzimmer- Speisezimmer- Anfertigyng von Gardinen Bei Verwendung v. nur allerbestem Materiai :: und :: Dekorationen modernster Art ■ ©<3> ö<&■" .y * kipereio« Ms Inn, liste ßrAQQpc f AfTPr ' n: Leinenen Uebergardinen, doujo Lu. 0 ul Stores, V 2 Stores, Tüllbettdecken Messing- und Zug-Einrichtungen mit allem Zubehör. und 4353a Äliee-FraiitJH-fereia, Mn Alte Klinik, Liebigstrasse. Unsere Geschäftsräume, Auskunftsstelle, Kasse (Geburtstagsspende), Abteilung für Liebesgaben, sowie der SezirkZcmsschlch für vermißte und kriegsgefüngene Deutsche sind v»m «, tO. bis 13. Zimi einschließlich geschlossen. und Sfeii Tm.. vni riaww.nvw i nfl ; i(. i fln iii iv»:tfi 7»frtf.v.?ffnis pund um Hiefleo Frei« 1 Mark Das Büchlein kommt einem wirklichen Bedürfnis nach, wie schon eine kurze Einsichtnahme in das Inhaltsverzeichnis aufweist Es sind zasam menge stellt und in knapper Form behandelt: Wanderungen in Gießens nächster Umgebung mit Sonntagsfahrkartenverzeichnis. Weg3- bezeichnungeu Inder Umgebungvon Gießen 20 Hauptiinien des V. H. G. Wanderungen in Kurhessen, im Vogelsberg, im Westerwald und im Taunus Mehrtägige Wanderungen h'chneeschuhwanderungen im Vogelsberg und Westerwald 4051 = Karte dos WaBderongsgebietes ----- Verlag derBrlihi’schenUniversitäts- Buch- und Steindruckerei ■ R. Lange Fernsprecher 5) • Gießet! • SchulstraSe 7 Gasherde einflammig u. mehrflammig sowie tlasbratöfen in bester Ausführung und in allen Grössen empfiehlt zu billigen Preisen [1761 Edg. Borrmann Eisenhandlg., Neustadt 11 autogen geschweißt. Be ster E rsatz, f. K upfer kessel. 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Js. ab, jeweils vormittags vou 9 bis und nachmittags von ä bis 6 Uhr bezirksweise au die Einwohner abgegeben werden. Tic Abgabe erfolgt nur gegen Vorzeigung der Brot- auswelskarte und zwar entfallen aus eine Karte mit 1, 2 und 3 Personen zusammen 1 < Pfund eines Artikels. 4, 5 und 6 „ „ -/, „ „ „ M 7 und mehr „ „ s / 4 " » w Sur Abnahme find yeeianete Gefätze mitzubringen. Die Ausgabe erfolgt rn dcu Verkaufsstellen Asterweg 2 und Neustadt 61 und zwar wie folg:: Astcrweg 25. Bezirk II Niittwoch, den 14. Juni ,/ III Donnerstag, den 15. Juni n IV Freitag, den 16. Juni » V Samstag, den 17. Juni » VI Montag, den 19. Juni „ XII Dienstag, den 20. Juni Ncnstadt 61 . Bezirk I Mittwoch, den 14. Juni „ VII Donnerstag, den 15. Junl „ VIII Freitag, den 16. Juni „ IX Samstag, den 17. Juni „ X Montag, den 19. Juni „ XI Dienstag, den 20. Juni. Da die vorhandenen Mengen für alle Ausweiskaru.., genügen, sodatz jedermann seinen Anteil erhält, find Au- ammlungen vor den Verkaufsstellen zwecklos und er- schyicren nur die Abfertigung. 4361ß BklanntmaÄung. 1399727.51 1399727.51 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1914 272 In 1915 gingen zu.— In 1915 gingen ab. 7 Daher Stand Ende 1915.265 Kreiling, Direktor. Volkmann, Rechner. Gorr, Kontrolleur. 4357 tliche Bekkurntmachurrgesl der Stadt Gieheri. Bekannlmachmrg. Auf Grund des 8 2 der Satzung für die Regelung des Bieheinkaufs in der Provinz Oberhessen vom 11. Februar 11916, des 8 3 der Bundesrarsuerordnung zur Regelung ! der Preise für Schlachtschweine und für Schweinefleisch ! voni 14. Februar 1916 und der AussührungSanweisung 1 Olrofih. Ministeriums des Innern vom 25. Februar 1916 wird mit Genehluiguna Grotzh. Ministeriums des Innern vom 19. dS. Mts. mit Wirkung vom 26. Mai 1916 für den Verbandsbezirk [Provinz Oberhessen) bestimmt: 8 1. Es gelten im Verbandsbezirk die folgenden Stallhöchstpreise für den Zentner Lebendgewicht: A. Für Rindvieh. 1. Klasse: Bollsteischige Bullen, Ochsen, Stiere, Kühe und Rinder 100 Mk. 2. Klasse: Nicht vollfleischige Bullen, Ochsen, Stiere, Kühe und Rinder 75 „ 3. Klasse: Gering genährtes Rindvieh 35 „ B. Für Kälber: 1. Klasse: Unter 1 Zentner 80 „ 2. Klasse: Bon 1 Zentner und mehr 100 „ C. Für Schafvieh: 1. Klasse: Hammel und Jährlinge 100 „ 2. Klasse: Schafe und Böcke 85 „ v. Für Ziegen: 1. Klasse: Ziegenlämmer [Mutterlämmer) und Bocklümmer bis zum Alter von mer Monaten und Ziegen, die noch nicht gelammt haben 80 „ 2. Klasse: Ziegen 60 * 3. Klaffe: Blöcke 50 „ § 2. Für Schweine gelten die folgenden in der Bundesratsverordnung vom 14. Februar 1916 — Reichs-Gesetzbl. S. 99 — festgesetzten StaUhöchstpreise für den Zentner Lebendgewicht. a) für Schweine über 140 kg 135.00 Mk. „ „ von 120-140 „ ' 129.60 „ „ „ „ 110-120 „ 124^0 „ „ „ „ 100-110 „ 118.80 „ „ „ „ 90-100 „ 108.00 „ „ ^ „ 80-90 „ 98.00 „ „ „ „ 70-80 ^ 88.00 „ „ „ 60-70 „ 83.00 „ n „ „ 60 „ und darunter 78,00 „ d) für fette früher zur Zucht benutzte Sauen und Eber über 150 kg 118.00 „ von 120—150 „ 113.00 „ - „ 120 „ und darunter 93.00 „ 8 3. Maßgebend für die Berechnung der Stallhöchst- preisc nach 88 1 und 2 ist in jedem Fall das Lebendgewicht, amtlich gewogen, abzüglich 5 Prozent. 8 4. Bein: Weiterverkauf darf der Käufer zu dem Stallhöchstpreis höchstens einen einmaligen Ausschlag berechnen: a) für Rindvieh, Schasvieh, Ziegen und Schweine von 3 Prozent, b) für Kälber von 5 Prozent. Diese Ausschläge schliefien sämtliche Spesen und Handelsgewinne ein. Bei Tieren, die trotz des Schlachtverüots nach der Schlachtung trächtig befunden werden, darf das Gewicht des Tragsacks mit Inhalt in Abzug gebracht werden. Anher den obigen Aufschlägen dürfen lediglich die reinen Eisenbahnirachtkosten berechnet werden, soweit sie einwandfrei nachgewiesen sind. 8 5. Die Bekanntmachungen vom 29. März, 22. April und 28. April lsd. Js. werden ausgehoben. 8 0. Uebertrelungen und Umgehungen werden auf Grund des 8 5 der Bundesratsverordnung vom 23. Juli 1915 gegen übermäfiige Preissteigerungen und der 88 5 bis 7 der Bnndesratönerordnung vom 23. September 1915 zur Fernhaltnng unzuverläffiger Personen vom -Handel unnachsichtlich strafrechUich verfolgt und haben überdies die alsbaldige Entziehung der Ausweistarte zur Folge. G i e fi e n, den 22. Mai 1916. Grotzh. Provinzraldirettion Oberhessen. E>r. Usinger. Vorstehende Bekanntmachung wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Metzen, den 1. Juni 1916. 14358B Ter Oberbürgermeister. Keller. Be,1r.: Lieferung von Schlachtvieh zur Fkeischversorgung der Bevölkerung. Die vom Viehandelsverband beauftragten und legitimierten Händler haben zunächst zu versuchen, das er forderliche Vieh freihändig anzukaufeu. Die Viehabuahmen an der Sammelstelle finden all wöchentlich statt. Schweine brauchen nicht angetrieben zu werden. Dagegen mus; verlangt werden, datz sämtliche Wiegen sch«ne aller Tiere, die zur Schlachtung geliefert werden sollen, so frühzeitig an den Vertrauensmann abgeliefer: oder abgeschickt werden, datz dieser am Tage vor der Abnahme bereits in den Besitz der Wiegescheine und etwaiger Begleitberichte gelangt. Die Tiere sind also 2 Tage vor der Abnahme zu wiegen und die Wiegescheine sofort an bei: Vertrauensmann einzuschicken. Die Landwirte find berechtigt, das Vieh, das ffe zirr Schlachtung an den BiehhandelSband verkaufen wollen oder sotten, sebst zur Sainmelslelle zu bringen. Hierdurch wird die Provision von 3% für den Händler gespart. - Die Versicherung für Transportgesahr und Währschaft ’ hat neuerdings derV iehhandelsverband übernommen. Hierdurch werden die Metzger entlastet, ebenso wie die Händler. Die Metzger haben also nur den Kaufpreis nebst 4% Provision als Zuschlag zu bezahlen, falls der erste Händler ansgeschaltet ist, was in den meisten Fällen vorliegen wird. Der Landwirt, der sein Vieh selbst zur Sammelstette bringt, hat lediglich Zlnspruch aus Ersatz der Transportkosten und Fahrtauslagen. Diese Unkosten fallen gleichfalls den Metzgern zur Last. Es wird wiederholt betont, datz der -Hächstprets nur für vollwertiges Vieh der betreffenden Wert-oder Gewichts' klaffe bezahlt werden darf, während für minderwertiges Vieh selstverständlich nur ein geringerer Preis vergütet werden kann. Letzteres gilt insbesondere für magere ältere Kühe, die ersahrungsgemätz einen sehr beträchtÜchen Ge wichtsverlust auszuweisen haben, trotzdem sie vielfach ein hohes Lebendgewicht aufweisen. Sollte ein Landwirt sich bei der Zahlung durch den Devoümächttgten des BiebhandelSverbandeS benachteili u fühlen, so ist der Grotzh. Provinzialdirektion alsbald Mitteilung zu macheu. Alle Fälle, in denen der Höchstpreis nicht bezahlt worden ist, sind der Bürgermelsterei mit zuteilen. Diese hat uns unter genauer Angabe de^ NamenS des Lieferers, Art und Gewicht des Schlacht riereS und Angabe dssPreifes berichtlich Vorlage zu machen Wenn die verlangten Viehmengen regelmätzrg ange liefert werden, ist es möglich, auch bie meisten Land gemeinden mit Schlochtvieh zu versorgen. Gietzen, den 18. Mai 1916. Grotzherzogliches Kreisamt Gietzen. vr. U s t n g e r. Vorstehenhe Bekanntmachung wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Die Geburt vo« Kä-bern ist von dem Biehhalter an' dem Stadthaus, Gartenstratze 2, Zimmer Nr. 15, zuw Eintrag in eine Liste binnen 5 Tagen nach der Geburt an zumelden. 4360 fl Gietzen. den 1. Juni 1916. Der Oberbürge rme i fte r. Keller. Die im Mai 1899 geborenen Landftnrmvftichtigcu der Stadt Gietzen muffen sich am 15. Juui ds. Js., vormittags von 8—12 Uhr und nachmittags von 2—6 Uhr im alten Rathaus am Marktplatz zur Landfturmroslc melden. Sluswärts Geborene haben bei der Anmeldung ihren Geburtsschein vorzulegen. Gietzen, den 6. Juni 1916. 4359A Der Oberbürgermeister. Keller. Die Verteilung der Zinsen aus kdrr Wolf vouTodtenwart Stiftung findet stiftungsgemätz am SamStag, den 10. Juni l. Js. morgens um 5 Uhr in der Stadtkirche statt. [4283E KohlenlicfermiH für 1916. Die Lieferung des zu 13000Zentner Nutzkohleu II. Grötze. 100 Zentner Anthrazit, 100 Zentner UnwnbrikettS und 100 Zentner Eiformbrikelts veranschlagten Bedarfs iür die Kxiegssürsorge und für die städtischen Anstalten ist für 1916 zrr vergeben. Die Lieferungsbedingungen liegen im Stadchaus, Zimmer Nr. 16, zur Einsicht offen. Angebote find mit entsprechender Aussäirist versehen bis zum 15. Juni dS. IS., vormittags 11 Uhr, einzu^ reichen. 4308 B HtMas-ZrHchi'Mg dtt AM tei'. Dienstag, den 13. Juni. Mtttvoch, den 14. Juni and Donnerstag, den 15. Juni 1916 soll daS Heugras von den städtkschcn Wiesen meistbietend versteigert werden und zwar: Dicustag, den 13. Juni, uachmtttags 4 Uhr an Ort und Stelle, bei der Aktienbrauerei, am Ohleöerg^ weg bei der Hevligenstädt'schen Fabrik und in der-Stephans- mark. Zusammenkunft an der Schönen Aussich!. Mittwoch, den 14. Juni a) vormittags 9 Uhr Zuiammcnkunst am Schlachtboi von den Wiesen im Neustädterseld und amElektrizitätswerk. b) vormittags IO 1 /» Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer Wtvc.. Kaifer-Allce 4, von den Wiesen im Heegstrauch und im Rutzkrnd. c) nachmittags 2 llhr: im Philosophenwald von den Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wieseckertal, von de» Hosvilalwiesen in der Gemarkung Wieseck. d) nachmittags 5 Uhr: cm Ort und Stelle von den Wiesen in der Schwarzlach. Donnerstag, den 15. Juri. a) vormittagO> 9 Uhr: an Ort und Stelle von den Ochsen- wiesen, von den Wiesen ün Stolzenrnorgen, am Urers- brunnen und Al^ntisch. b) nachmittags 3‘/o Uhr: an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Rödgew c) nachmittags 3 8 /, Uhr: au Ort und Skulle von den Wiesen in der Gemarkung Grotzen-Buseck. Steigliebhaber, welche die Wiesen zu besichtigen beabsichtigen, wollen sich an den städt. Wi^senwärter Beüaf, Wolsitratze 15, wenden. Die Grotzh. Bürgermeistereien der umliegenden Ge« meinden werden ersucht. Vorstehendes in ihrer Gemeinde > bekannt machen zu laffew , 4478JB