Ur. Der &fefc«Kr A«^ger erscheint täglich, außer Sorrtttags. — Beilagen: vierrnal wöchentlich SieheuerAanririenblLtteri zweunalwöchentl.Nreir- olatt firrbrn Ureis Kietzen (DieuStag und Freitag); zweimal, monatl. Land- wirlschastliche seitfragen Fernsprech - Einschlüsse: iiirdieSchristleitu>lq112 Verlag,Geschästsstelieol Adresse iür Drahtnachrichten: Anzeige? Gicheu. Akrntchme von Anzeigen kür die Lagesnmnmer bis zum Abend vorher. Erster Blatt Donnerstag. 8 . Zmü Wb RstationsöruL und Verlag der Sriihl'schen llniv.Guch- und Zteindruckerei 8. Lange. SchriftleitAng, EeschäfLsstelie und Druckerei: LchuPr.7. V> e , a $ ö u r:. monatl. 96 Pf., viertel- ja'hrl. Mk. 2.65; durch Abhole- u. Zweigstellen rnonatl. 89 Pf.: durch diePost Mk.2.4b viertel- jährl. ausschl. Bestell^. Zeilenpreis: tokallö'Pf.. answ. 20 Pf. — Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil, und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- richtsfaal: Fr. R.Zenz; für deit Llnzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. (MW.) Arsßrs Hauptquartier, 7. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Zur Erweiterung des am 2. Juni auf den Höhen südöstlich von Ypern errungenen Erfolges griffen gestern ober- schlesische und württernbcrgischc Truppen die englischen Stellungen bei Hooge an. Der vom Feind bislang noü) gö- haltene Mst des Dorfes, sotvie die westlich urrd südlich an- schll-etzetLden Grüben find genommen. Das gesamte Höhende lande südöstlich und östlich von Ypern rin Lrner Ausdehnung von über 3 Kilometern ift damit in unserem Besitz. Die englischen blrrdti^eA Verluste sind schwer. Wiederum konnte nur tiste geringe Zahl Gefangener gemacht werden. Auf dem westlichen Maasufer gingen abends starke französische Kräfte nach heftiger Artillerievorbereitung zu dreimal wiederholten Angriffen gegen unsere Linien auf der Eauretteshöhe vor; der Gegner ist abgeschlagen, die Stellung lückenlos in unserer Hand. Auf dem Oltufe r haben die am 2. Juni begonnenen harten Kämpfe zwischen dem Eaillettewalde und Damlo^rp -weitere Erfolge gebracht. Die Panzer feste Vaux ist seit heute nacht in allen ihren Teilen in unseren Häw-eu. Tatsächlich wurde sie schon am 2. Juni durch fcif 1. Kompagnie des Vaderborner Infanterie-Regiments unter Führung des Leutnants Rackow gestürmt, der dabei durch Pioniere der 1. Kompagnie desReserve-Pionier- Bataillorrs20 unter Leutnant der Reserve Ruberg wirkungsvoll unttrftützt wurde. Den Erstürmcrn folgten bald andere Teile der ausgezeichneten Truppe. Die Veröffent- ; Ittfjuttfl ist bisher unterblieben, weil sich in uns unzugänglichen unterirdischen Räumen noch Reste der französischen - Besatzung hielten. Sie haben sich nunmehr ergeben, wodurch i-einschlietzlich der bei den gestrigen vergeblichen Entsatzver- suchrn eingebrachten über siebenhundert unvcr- wunD-ele Gefangene gemacht, eine große Anzahl Geschütze. Maschinengewehre und Mincn- werfer erbeutet wurden. Auch die Kämpfe um die Hänge s beiderseits des Werkes und um den Höhenrücken südwestlich rdrs Dorfes Damloup sind siegreich durchgeführt. Der ; Feind hatte in den letzten Tagen verzweifelte Anstrengungen gemacht, den Fall der Feste und der anschließenden Stellungen abzuwenden. Alle seine Gegenangriffe sind unter schwersten Verlusten fehl geschlagen. Neben den Paderbornern haben sich andere Westfalen. Lipper und Ostpreußen bei diesen Kämpfen besomders hervortun können. Seme Majestät der Kaiser hat dem Leutnant Rackow den Orden Pour le inörite verliehen. Oestlicher und Balkan-Kriegsschauplatz. Die Lage bei den deutschen Truppen ist unverändert, l Oberste Heeresleitung. Fm Westen steht die deutsche Sache nach Me vor gut. Es zeigt sich, daß die engliscl)en Verstärkungen, während wir die Hcruptbenrühmrgerr auf Verdien konzentrieren, im Norden nichts zuwege bringen können, im Gegenteil, das deutsche Heer hatte die Kraft, auch um Ypern einen Angriff einzuleiten, der, wie auch der letzte englische Bericht zugibt, zur Wegnahme englischer Stellungen um das Dorf Hooge geführt hat. Die deutsche Stellung bei Verdun ist durch einen großen Erfolg verbessert worden, der in ganz Deutschland auch um deswillen große Freude hervorruft, weil das Fort Vaux in den ersten Märzlagen schon einmal von posenschen Truppen vorübergehend genommen worden war, dann aber wieder prcisgegeben werden mußte, weil es unmöglich war, Verstärkungen heranzubringen. Besonders die sorgfältig aus- gebauten Steinbrüche am Hange des Rückens von Hardau- mont zum Teich von Vaux flankierten die rückwärtigen Verbindungen von der steilen Kuppe, und so vermochten die Franzosen sich wieder in den Besitz des Forts und der abschließenden Batterien zu setzen. Erst durch planmäßiges , Vorschieben unserer Front und Beseitigung der in sie hineinspringenden feindlichen Stützpunkte wurden die Vorbedingungen für einen neuen erfolgreichen Angriff auf die Feste gegeben. Eine Stellung westlich wie östlich davon wurde nackseinander dem Feind entrissen, nachdem am 2. Juni bereits die 1. Konrpagnie des in Paderborn stehenden Infanterie-Regiments Nr. 158 in das Werk eingedrungen war und es mit treuer Hilfe der 1. Kompagnie des Res.-Pionier- Bataillons Nr. 20 genommen hatte. Leutnant Rackow, dem die Heldentat den höchsten preußischen Kriegsorden Pour le meinte eingetragen hat, steht, so lesen wir in der „Köln. Ztg", in der Rangliste von 1914 noch als fünftjüngster Offizier seines Regiments und ist Leutnant vom 16. Juni 1913. In den werten unterirdischen Gelassen eines heutigen Panzer- werkes kann eine tapfere Besatzung sich lange halten, wenn es dem Stürmer nicht gelingt, durch Handgranaten, Gase, Rauch usw. ihren Widerstand zu brechen. Anderseits ist sie aber auch zu tatenlosem Dulden verurteilt und kann nicht mehr in den Kampf eingrerfen. Dem französischen Major, der sie befehligte, war nach den französischen Berichten für sein Ausharren das Kömturkreuz der Ehrenlegion verliehen worden. Ihm und seinen Soldaten Entsatz zu bringen, die verlorene Stellung wieder zu gewinnen, machten die Franzosen die größten Anstrengungen. Immer wieder gingen sie zum Angriff vor, doch jedeSmat zerstoben ihre Menschenwellen an der eisernen Mauer unserer Truppen. Dorf Damloup am Abfall der Cötes Lorraiues war seit dem 2. Juni ebenfalls unser, daran schloß sich die Erstürmung der Fuminwäldchens und -Rückens südlich von Dorf Vaux und seinem Teich, die westlick von der Feste liegen. Die Ostpreußen hielten hier jedem französischen Gewaltstoß stand. Jetzt ist der Raum um die Feste in Mserem sicheren Besitz auf den Hängen zu beiden Seiten wie werter nach Südosten vor Damloup. Die amtliche Meldung spricht von schwersten feindlichen Verlusten bei diesem Ringen, an dem außer Paderbornern und Ostpreußen noch andere Westfalen und Lipper beteiligt gewesen sind. Wir haben damit Fuß gefaßt irr dem unmittelbaren Vorgelände der Fortlinie, dre von der Straße Verdun—23am: sich im Bogen nach der Straße und Bahn von Verdun nach Metz zieht. Während die neue Entlastungsoffensive der Russen, obgleich Unsere Bundesgenossen im Raume des wolhhnischen Festungsdreiecks einige Kilometer in die bessere Linie bei Luck zurückzogen, erst noch zeigen muß, ob sie dauernd Vorteile erreichen kann — die Gefangenenziffern, die der russische Bericht nennt, firtb nach alter Erfahrung sicherlich übertrieben — macht sich erfreulicherweise eine kräftige Gege.nbewegu.ngj bei den Türken bemerkbar. Langsam werden die Russest aus den im Kaukasus eroberten Gebieten wieder zurückgedrängt. Nach bci% heute vorliegenden amtlichen Bericht aus Konstantinopel stehen unsere Bundesgenossen in breiter Front ttur noch ca. 50 Kilometer westlich von Erzeruru und haben den Feind zum Rückzug getrieben. Auch in Mesopotamien und an der persischen Grenze haben die Türken Erfolge errungen und gezeigt, daß ihr Heer nach 20nronatiger Kriegsdauer noch l'ampseskrästig und angrrfssnnltig ist. Wir sind überzeugt, daß sie, nachdem sie sich an den Dardanellen und in Mesopotamien Luft gemacht haben, auch den russischen Gegner bezwingen werden. Die türkischen Parlamentarier, die in diesen Tagen Deutschland bereist haben, sind nach all ihren Begrüßungsreden und Kundgebungen bei ihrer Abreise degüstert von dem Erschauten und ber Bewunderung voll für Deutschlands ungebrochene Kraft. Die gestrige Rede des neuen Staatssekretärs des Reichsschatzamtes, Grasen von Rödern, hat in ihrer Offenheit, Klarheit und ruhigen Sachlichkeit im Reichstag Beifall gefunden und im Lande neues Vertrauen geweckt. Auch die Ernährungsfrcvgjen sürd jetzt in guter Hut und wir glauben, däß Herr v. Batocki, der gestern den Reichstag in guter Laune erhalten hat, bald denjenigen Ueberblick über die verschiedenartig gestalteten Verhältnisse im Reiche gewonnen haben wird, der es ihm erst ermöglichen kann, mit durchgreifenden Maßregeln die Lage zu bessern und die Uebel air der Wurzel zu packen. Dafür werden dann die englischen Kümmernisse wachsen. Unser Reichsmarineamt widerlegt heute in einer ausführlichen Erklärung, die manches Neue bringt, noch einmal alle englischen Verschleierungsversuche, die aus der Niederlage in der Nordsee einen Erfolg aufputzen wollten. Aber ebenso wirksam in Aufklärung und Kritik ist jene grimmige Aenßc- rung der „Daily Mail", die wir nachstehend wiedergeben, die der britischen Admiralität den Mantel der Hilflosigkeit, gänzlich herabreißt lutb uns bestätigt, wie mißvergnügt/ und ärgerlich auch die neueste Schwätzerei Churchills wieder gewirkt hat, der zum Hanswurst der gvoßen Zeitgeschichte sich heraugebildet hat. w m m Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 7. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 7. Juni 1916. RussischerKriegsschauplatz. Von stark überlegenen Kräften angegriffen, wurden unsere in Wolhynien an der oberen Putilowka kämpfenden Streitkrüfte in den Raum von Luck zurückgenommen. Die Bewegung vollzog sich ohne wesentliche Störung durch den Gegner. An allen anderen Stellen der ganzen Nordostfront wurden die Russen blutig abgewiesen, so nordwestlich Rasa- low ka. am unteren Styr bei Berestiany, am Kormin- bach. bei Sapanow, an der oberen Strypa bei Jaslowice. am Dnj-rftr und an der bessarabischen Grenze, dkordwcstlich Tarnopol schlug eine unserer Divisionen an einer Stelle zwei, an einer anderen sieben Angriffe zurück. Seßl- schwere Verluste erlitt der Feind auch im Raume von Okna und Dobronoucz, wo seine Sturmkolonnen vielfach in erbittcrtcmHand- gemenge geworfen wurden. Italienischer Kriegsschauplatz. Südwestlich von Afiago setzten unsere Truppen den Angriff bei Eesuna fort und nahmen den Busibollo. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert ruhig. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö i r r, Feldmarschalleutuant. vTurs» IxHiht/n lowno Mto/r* 'Osfrvg. öasß'vK )Krrmenez tOtrotvwH i Sternen iTN \r tare/zery*" 4\oIomea'—> >. > Czemowißw— ■efasov Pcrftorml Zarfuss/scfren Offenste to Woftynisn tmtf Os/gBfe/eff Der russische Bericht. Petersburg, 6. Juni. Westfront: In der Veg«» .n Tün-abura nördlich der Bachr von Ponieivez ergr-.inm die rutschen die Offensive. Sie wurden durch unser Feuer zurrlckge- Äagen In der Nacht vom 5. zum 6. kamen die Deutschen sud- b von Smoraon aus ihren Drahtverhauen heraus, um sich mnes tjerer vorgeschobenen Gräben zu bemächtigen, aber das es&itt tferer Maschinengewehre und unsere Gegenangriffe zwangen ste n. Flucht oder zum Rückzllgc in ihre Gräben. Am 5. versuchten e Deutschen südlich von Kreuw nach einer Artillericvvrberertung ite Offensive gegen unsere vorgeschobenen Gral^enteile bei der rtschaft Kvtschanp. Sie wurden durch unsere Reserven zurilckge- orfcn. Auf der Front vom P r ipj e t bis an dre r u m anr- ü c Grenze fahren unsere Truppen fort, den enrungerken Er- lq zu entwickeln. Bis jetzt beläuft sich dre Zahl der gew-ac^terS efanaenen auf 480 Offiziere und mehr als 5000 Soldaten. Wir haben außerdem 2< Geickrche und über ) Maschinengewehre erbeutet. a- > Kaukasus front: In der Rrchtrmg Barburt—Erzmgian lben die Türken, untersti'itzt durch Artillerie, arrf mehreren Ab- mitten unserer Front die Offensive ergrifferr. Sre wurden über- l zurückaeschlagen. Bei Hcmekm. 130 Werit nordostlrQ- von Bag- Der türkische Bericht. K o n st a rr t i n o pc l, 7. Juni. (WTB. Nrchtamtlich.1 Haupt- auartiersbericht: An der Irak front im Abschnitt Mich von Mastrich erbeuteten unsere dldudjahido und lmsere Truppen- Abteilungen auf denr Euphrat drei große mit Lebensmitteln für den Feind beladene Segelschnic lfftb machten die Besatzungen nieder. Im Abschnitt von Felcchie^keine Veränderung. Die seit einiger Zeit in Kasr-i-Schirin in Sü d- pcrsren versammelten russischen Streitkraste rückten aus einem Nachtmarsch in der Nacht zum 21. Mai in Richtung auf Msr<- Schirin rnrd Khankin vor imt> griffen in drei Kolonnen wpere- vorgeschobenen M'teilungen bei Khankin an. Wül>rend ilwe Truppen am rechten inti> linken Flügel unsere Abteilungen zu mn- gehen versuchten, wurden sie dirrch unsere Reservetru»Mn von hinten und in der Flanke angegriffen. Die Flügcltnlppen und zwei andere feindliche Einschließarngskolonnen wurdkrr zeritreut unb zu regelloser Flucht gezwungear, sie wurden einige Zeit von den unserigen veriolgt. 57 C>efangene mrd eure Anzahl Gewehre, Bomberr und Kosaidlrlanzdu fielen^rm on ^ ^ Kilometern und jagten M 8 Kilometer werter nach Osten, wobei sie ihm Verluste von *5** "00 Mann an Toten und Verwundeten zufügten und '' ^la^tttne machten - -Um den Rückzug seines linken Flügels zu SEg*™, tz^Äle uns der Feind in Kämpfen, die bis zum Abend des 22. Mai heftig anhielten, hartnäckigen Widerstand entgegen; cl oß 11 r^ öon Zeit zu Zeit einige Angriffe, die vor den un-s gejmmcn Stürmen unserer Truppen vollständig zusammenbrachen. Unsere Truppen besetzten die beherrschenden Stellmrgen auf diesem Hügel. Namentlich dre Bergketten des Mariam-Gebirges, von denen ans unsere Stellungen auf dem Kope-Berge wirksam bc- stwhen n-erdeu konnten, ffelen gänzlich in unsere Hände. Zwei ^MellfeuergWirgsgeschütze, ein Munitionswagen, eine graste Menge Artilleriegeschosse. ettva hun^rt Waffen, ein Maschinen- gewebr und^sünf Kamellasten, darunter ein Telephonkabel, Lebens- m,ttel und ?velbfrffel Poller ganz zubereiteter Speisen wurden dem ^«rnde rm Laufe des Kampfes abgenomMen. Feindliche Auf- lltmingsabteilungen, die yerbeieilten, uin die Geschütze zu bergen, wurden völlig nre^rgemacht. Sv geht im Zentrum die auf einer u ^-°° Kilometer dnrch ge führte Offensive trotz der Unbilden der Witterwrg zu unseren Gunsten weiter. Auf dem Unken Flügel wurden die Angriffe und heftigen Ueberfälle, die der Fenrd mit ernem Teil ferner Streitkräfle unternahm, erfolgreickr urrv unter Verlusten sür den Gegner abgeschlagen. Sieben l nffc beschösse:: dmqt Zeit Kusche Ada und den llblchnrtt ottnch davon und rrefen einen Brarrd in diesem Orte hervor: außerdem rvnrden zwei Personen verwundet Von der rrbrrgen Fronten keine wichtige Nachricht. Der franzöfische Bericht. ^ ^daris 7. Juni. (WTB.) Amtlcher Bericht vom Dienstag uachmi..ag. Am rechten Maasufer richteten die Deutschen uachtb znnn Angriffe gegen^dre franzöffschen Stellungen zwischen D . 5 ?■ k und D a m l o u p. ^ie scheiterten vollständig. Keine Ber- ift berichten, das die Deutschen fortgesetzt heftig beschießen. Bericht dom Dienstag o&eitb. Von der Front nörd- .rch von Verdun wird kerne ^nsanterietätigkeit während de- Tages gemeldet. Ler Artilleriekampf dauerte in der Gegend von Vanx ^D^mlvuv Mit glmcker Heftigkeit an. Ter Bataillonskom- der das Fort Baur nrit nnverniinderter Kraft verteidig., ist zum .^-mmandeur der Ehrenlegion ernannt. r , -Sr-i- m T De Vicht: Beiderseitige Beschießung in der Gegnid östlich Perwhse und Ramscappelle. Der englische Bericht. /®m) AmÄichet B.-richr. Schwerer .ZLL5 M“» ^■rnttaooitltm AVer n. Der 'ffrirtb cröfmete gegen •fS*? 9 £?S Be,chiegung m der «egend von Sooge und -Ypern. Er drallste eine Reihe von Minen zwischen 3 und 4^4 llbr namntrttaga an verschiedenen Punkten auf einer 2000 Yards langen .^Erch Hooge zur Explosion. Hierauf folgten vergebliche ^nfa.iterieaugrlffe. Unmittelbar nördlich Hooge drang der ^ernd nach e-;wr Mineuexplogon in die vordcrsten Grä- ungebrochen^ Kamp, dauert an Unsere allgemeine Linie ist noch Die französische Kammer. Funi /WTB Nichtamtlich/. Tie Kammer hat S,.«n J bechlmien, am 16. Juni in geheimer «????? * 1ir Brechung oer Anträge über die Ereignisse bei zuwmmmzutreten. Briand erklärte, er sei bereit, dem -Varlamew alle Aufklärungen zu geben und der MSsprache einen lassen, damit sich die Regierung über alle Umstande ihrer Politik während des Krieges erlläven könne. Aus der italienischen Kammer. machen.^chpuntte tz-rr scybageu, pepr via üuuonia, u.,u^ujc ongnjche Ertläriutg, nach der Admiral Jellicoe mit^feiner großen Flotte bereits am 1. Juni in idem über 300 Meilen von dem Kampfplatz entfernten Stützpunkt ^ Seapa Flow (Ortney-Jnseln) eingelanfen sei, in Widerspruch. So haben unsere nach der Schlacht zum Nachtangriff nach Nor- oen über den Schauplatz der Tagesschlacht hinaus entsandten zahlreichen deutschen Dorpedobootsflottillen von dem eng- Gros trotz eifrigen Suchens nichts mehr angetroffen. Vielmehr hatten .unsere Torpedoboote hierbei Gelegen hert, eine große Anzahl Engländ e r von deii verschiede nen gesunkenen Schiffen in Fahrzeugen zu retten. ' Als ein werterer Beweis für die von den Engländern bestrittene Tatsache der Beteiligung der gesamten englischen Kampsflotte an der Scl)lacht vom 31. Mai wird darauf hiu- gewresen daß der englische Admiralittitsbericht selber die „Marlborough" als gefechtsunfahig beheichnet hat. Des weiteren ist am 1. Juni von einem rckrserer U-Boote ein anderes Schiff der „Jrou Duke^-Klasse in schwer beschädigtem Zustande der englischen Mfte zusteuernd gesichtet worden. Beide vorgenannten Schiffe gehörten dem englischen Um die Größe des deutschen Erfolges herabzumindern, wivd seriier von der englischen Presse der Verlust der zahlreichen englischeu Schiffe zum größten Teil auf die Wirkung deutscher Minen, Unterseeboote und L n f t - , ch i f fe zurüekgeführt. Demgegenüber wird ausdrücklich betont, daß weder Minen, welche, nebenbei bemerkt, der eigenen Flotte ebenso gefährlich hätten werden können, wie der ferndlrchen, noch Unterseeboote von unserer Hoch s e e f lott e ve r w e n d e t worden sind. Deutsche Lust- lediglich am 1. Juni und zwar ausschließlich zur Aufklärung benutzt worden. Der. deutsche Sieg ist durch 6/schickte Führung und durch die Wirkung unserer Artillerie und Torpedowasse errungen worden. Es ist bisher darauf verzichtet worden, den vielen angeblich amtlichen englischen Bchauptungeii über die Grüße der deutscherl Verluste entgegenzutreten. Die alte unmer unedler kehrende Behauptung ist, daß die deutsche % Nicht weniger als zwei Schiffe der Kaiferklaffe, öte ,,Westfalen", zwei Schlachtlreuzer, vier kleine Kreuzer und eine große Anzahl von Torpedobootszers^rern verloren „J*”’ l (UM.) Kanrmcr. Tie ^mmer nahm r ar ^ eTte Iv ^der auf. Ministerpräsident Sal a ndra iS*!*}* 1 * ^ fir fe r ? e nir Krregsinvaliden imh eTn ^ fd ^ ^ r - hefe Vorlagen durch einen vom erntenden Sonderausschuß prüfen zu lassen, fHm x tC ?, n Vertrlmen daym aus, daß die Kammer sie ein- ^^.5^°uubbmen we^>e als eine Kundgebung der Dankbarkeit demenrgen che ihr Blut uub Leben dahingeben, um die Verteidigung des geheiligten Bodens l>cs natioiiale Einigkeit zu krönen. hWW ]cgte ' bab die schnelle Annahm .beste^Lrebesbezeugung des Parlaments gegen- *£* ^ S^cllen } wurde, die fortgesetzt Wunder der Entsagung Heldennrutes vollbrachten. Der Präsident sagte wchter, ^hmrerchen italienischen Armee und dem Volke, das fE'- Bereisvon so v^vmide^ingswürdiger Gelassenheit und mn- GEA^vssenherr gebe, rm Namen der .Kamvier einen dankbaren Grün (Lebhafter, anhaltender Beifall.) , • s r 0 ^ r (WTB.) Während >der gestrigen Besprechung lA l( ^ * nc § r . crc Zwischenfälle ereignet. gegen das Volk sprach, sprang Es M d schw: Das Volk bezahlt die Rechnima Euerer Nachlaffigkeiten! Es entstand ein großer Tumult im ©aal, bei den Journalisten und auf den Tribünen. Rufe: Verräter! Oesterreicher^ wurden laut, ^urati gab Erklärungen zu der ^rnErtmfragv und EÄte sich prinzipiell mit der Jnternie- ^ anbn: einverstanden, bedauerte jedoch, daß onßer- vhne iedeir plmrftblen Grund ^ffmit mrd allerlei Kränkungen unterworfen beschäftigte sich insbesondere mit diesem Teil der ? rage und bcbancrtc, daß die Regierung die im Dezember übernommenen Verpfflchtmigen nicht eingehalten habe. Turatis Rede ^ off^E^ Lwzialisten beklatscht. Lalandra und ifjm wahrscheinlich heute. Der ÄfcÄta“' nni3¥ 0011 TE. «ufflebccta Miß f)aBc. Die Engländer bezeichnen außerdem die von uns als verloren gemeldete „Pommern" nicht als das aus dem Fahre 1905 stammende Linienschiff von 13 000 Tonnen, ,onde-rn als ein modernes Großkampffcküff desselben Namens. ' Demgegenüber wird festgestellt, daß der Gesamtoer l n -t der deutschen H o chse e str e i t k räf t e während der Kämpfe am 31. Mai und 1. Juni sowie in der darauf folgenden Zeit beträgt: Ein Schlachtkreuzer, * ein älteres Linienschiff, vier kleine Kreuzer und fünf Torpedoboote. Bon diesen Verlusten sind in den bisherigen amtlichen Bekanntgaben als gefunken bereits gemeldet: S. M. S. „Ponrmern" (vom Stavel gelaufen 1905) S. M. S. „Wiesbaden", S. M. S. „Elbing", S. M. S. „Frauenlob" und fünf Torpedoboote. Aus m ilitärischen Gründen ist ^bisher von W Belannt- $£* bes Verlustes S. M S. „Lützow" und .Rostock" Ab statu) getrommen worden. Gegenüber falschen Deutungen die;er Maßnahme und vor allem in Abwehr englischer Legendenbildungen über ungeheuerliche Verluste auf unserer vielte müssen diese Gründe nunmehr zurückgestellt werdend Beide schiffe surd auf deni Wege zu ihrem Reparaturhafen verloren gegangen, nachdem die Versuche sehlge sch lagen waren, dre schwerverletzten Schiffe sckpvimmend zu erhalten. Du Besatzungen beider Schiffe, einschließlich sämtlicher Schwerverletzten, sind geborgen wokden. Während hiermit die deutsche Verlustliste abgeschlossen tU, liegen sichere Anzeichen dafür vor, daß die tatsächlichen eiiglischen Verluste ivesentlich höher sind, als auf unserer ^eite auf Grund eigener Beobachtungen sestaestellt und bekanntgegeben worden ist. Ans dem Munde der englischen Gefangenen stammt die Bekundung, daß außer 'War ' » 1 *£" auch ,,P rineeß Ro y ci l" und „B irmin gh am vermch.et smd. Auch ist zuverlässigen Nachrichten zufolge das Großdanipsjchiff „Malborough" hör Erreichung des Hafens gesunken.- ^ Die Hochseeschlacht vor dem Skagcrak war und bleibt ein deutscher Sieg, wie sich allein schon aus der Tat- lache ergibt, daß selbst bei Zugrundelegung nur der von amtlicher englischer Seite bisher zugegebenen Schisfsverlustc einem Gesamtverlust von 60 720 deutschen Krieasschiffs- tonncn ein solcher von 117 750 englischen gegenübersteht. Der Chef des Admiralstabes der Marine. r V ud a p c st, 7. Juni. (WTB. Hlichtamtlich.) Abgeordneten.^ hau^.^ In einem Rückblick auf die' Kriegsereignrss>e ftit Senwnsschluß gedachte der Präsident der Vorgänge an der Westfront mit svlgenden Worten: Wir sehen, daß die Armee oe^ ^.euffcheft Reiches mit deutscher Kraft, deutscher Gründlichkeit, deutzcher Koniequenz und Planmäßigkeit und deutscher llnerschro5- renyLit an mehreren Punkteli der Westfront, besonders aver um -beroun. zum /Angriff übergegangen ist. Langsam zwar, Schritt W. C Y ^ritt aber unaufhaltsam nähert sie sich dem vorgesteckten Ziele, vor dem, selbst. im Feinde Mitgefühl auslösend, die Söhne imtel1 Frankreich zu Haufen fallen, französische Nation lelber geht blind im Dienste fremder Inter-- eften der ^erolmung uiid Effchöpfung entgegen. .Zustimmung.) ^ lc deutsche Flotte, von den Engländern N Ratten genannt, die aus den Löchern nicht hervor und der mglischen Flotte kem Treffen auf offener See zu' liefern! Flotte über die auf ihre llebermacht . emcrt r überlegenen Sieg davon' 'tragen pat (Beifall) rhr dadurch^ -einen so empfindlichen Schlag zutügend, zu tragen laben wird. S? 1 ! 9 gestattet auch einen Wrsblick auf bic lünftiga ^« ^^, abeo in dieienige, die mir uns voStellen, d^-satt.) Es ist natürlich, daß das ganze deutsche Volk und das ganze Deutsche Reich, das auf Anregung fernes genialen Kaisers rn.beu letzten Jahrzehnten ungehmve Opfer gebracht hat um ferne Flotte zec^entwickeln und über den errungeeren glänzenden Lneg ein Freudenfest zu feiern. Nichts ist also natürlicher als daß auch lmr als treue Bundesgenossen in treuer Freundschaft die ^stesfteude der deutsck)-en Nation teilen. (Zustimmung. > Unter lebhaftem Beifall gab das Haus seine Zustimmung zu der Absen- dung eines Telegrammes axt den Vorsitzendem des deutschen Reichs- tages. . ^er Praiident gedachte auch in rühmenden Worten der siegreichen Offmswe gegen Italien und beantragte die Ab- uldigungsdepesche an Seine dRaj-estät, ferner von Glnckwmischdepefchen an den Hochstkomniamdierenden, Erzherzog aa ^ ThvonßKger als Korpskonimandanten, dessen gruppen Merft dre ftattenische Grenze überschritten, und ferner an den Arm eekom Mandanten der Südwestfrvnt, Erzherzog Eugen. Zum Tode Kitcheners. Nichtcnmlich.) Meldung des Reu- terschM Bureaus. Der Kourg hat emeu Armeebefehl e'-- bm die tiefe Trauer Über den Tod Kircheners aus- 5™ und feine dem Staat in einer Zeit unvergleicklicher Schwierigkeiten geleisteten Dienste anerkannt werden Die Offiziere zulegen^ ^ beginnend mit dem 7. Juni, Trauer an- 7. Juni. (Zf.) Ministerpräsident Briand richtete an As q n i t h folgendes Belleidstelegramm: 'Lebhaft bewegt von dent schmerzlichen Verlust, welcher die bri- ^^Negierung und das britische Volk betroffen hat, bitte ich 0 w. Exzelleuz den Ausdruck der Gefühle tiefen Velleids der Regierung der Republik entgegennehmen zu wollen. Ganz Frankreichche- dauerr :n tiefstem Herzen den Verlust des großen Heerführers, wel- flyy verstand, auf dent englischen Boden eine prächttge Armee hervorzubringen^ Mein Land wird niemals vergessen, daß der tapfere und fruchtbar Organisator, dessen frühzeitigen Verlust es wft dem englischen Volke bewgint, vor 46 Jahren in der Rechen der französischen Armee kämpfte." Die irische Frage. . Rotterdam, 7. Juni. (WTB. Nichttmftlich.) Der ,Rotterdams che Gourant" meldet aus London: Der uuionistffche Rat xxn Ulster hat sich gestern in Belfast versamftvett, um über die Vorschläge der Regierung zu beraten. Diese laufen dar- ff .-• hinaus, baß in Dubliu ein Parlament eröffnet lverden (oltt von dessen Machtsphäre sechs Grafschaften von Ulster ausgeschlossen werden sollen. Die anderen Graffchafben mit Namerr -Egal, Gavan und Monaghon, die zum größten Teile katholisch und nationalistisch sind, sollen dem Dubliner Parlament unter- stellr werden. Dieser Plan ist günstiger für Ulster, als der vor dem Uriege entworfene Plan, wonach jede Grafschaft, das Rvllit ' .er frereri Wahl gehabt hatte. Nach diesem Plan wären zwei Grafschaften mehr und die Stadt London Derry unter Hmnerule cm* tonwnJen.N Englands Cm- und Anssnhr. London. 7. Juni. iWTB. Nichtamtlich.'» Meldung des Reu- terschen BureauS. Anftlich. Tic Ei n f u hr im Mona-t Mai betrug 33 d14 53l Pfund Sterling, was eine Zunahme gegen den Mai 1915 von 12 213 636 Pfund Sterling bedeutet: die Ausfuhr ^ ^bl Pfund Sterling, was eine Zunahme vor 13 405 410 Pfund Sterling bedeutet. Seeschlacht in der Kordsee. Noch eine amtliche dentfche Darftettrrng. B e r l i n 7 Juni. (WTB. Amtlich.) Bon englischer Seite wird rn Etlichen und nichtamtlichen Pressetelegrammen ,Mrd m ÄuslLiiungen, die m>7, den en-Mchen Missionen AuSlWrde verbrmtet werden, in systematischer -Werse der Bersnch «enmcht, die Größe der enqlischen .-Nrederlage rn der Seeschlacht vorn 31. Mai in Abrede M stellen und den Glauben zu erlvecken, als sei die Schlacht Mr ore englr,chen Waffen er^lgreich -gewesen. So wird u. a. steyauptet, daß tne deutsche Flotte das Schlachtfeld geräumt fr 1 « /he Flotte es da»geg.en behauptet habe. Hierzu wird ^: Das e n!glr, chc G r o s ist Ivähren-d der Schlacht >w« Tbend des 31. Mar durch die wiederholten, wirkunqs. fvallen Angrrsfe unserer To r p e d ohp o t s fl o t t r l ° k? en z,u m Jhb rehen gezwungen w-orden und seitdem unseren Streitkräften nicht wieder i.n Sicht gekommen Cs hat trotz ferner überlegenen Geschwindigkeit' und trotz des Anmarsches em<* englischen Linienschlffsgeschwaders twm 12 Schrsfen aus der südlichen Nordsee weder den Versuch gemacht, die Fühlung mit unseren Streitkräften wieder- Npgewinnen und die Schlacht fortznfetzen, noch eine Ver- errngumit dem vorgenannten (^eschwadier zu der an- .gestrebten Vernichtung dcr deutschen Flotte herbeizuführen ^Et der weiteren englischen Behauptung, van die ovvgeLUch versucht habe, die fliehende veurieye Flotte err^icholen, um sie vor Erreichung der hei- - - lWLB Amtlich.) Nach der Seeschlacht beim Ska^errckk find von de u t f ch e n Se e flft e 1 1 { r ä f t e n ein gebracht: Von der „QueenMary" 1 Fähnrich, IMann, von „Jude fattgable 2Maim von „Tipperary" 7 Mann, davon 2 verwundet, vom „Nestor 3 Offiziere, 2 Deckoffiziere, 75 Mann, davon 6 Mann verwundet, von „Namad" 4 Offiziere, 68 Mann, davon 10ffizier und 10 Manu verwundet, von „Turbulent" 14 Mann, alle v-er- nmndet Diese i nsgesaMt l 75Engländer ivurden von unseren fleuum Kreuzern und unseren Torpedobooten gerettet. Die englische Kritik. ..London 7. JAM er griechischen Hauptstadt fei krittfch. Die Minister beraten fast ununterbrollwn. Die veniselistts-che Presse greift die Regierung aus das Heftigste an. Beuiselvs beschuldigt im „Kirtk" den Generalftab offen, den Bvden für ein däutsch-grie- ch i s ch e s Bündnis vorbereitet zu haben. Benffelos fügt hinzu, da jedoch die Regierung über ein inobilisiertes Heer verfüge, sei sie Bereit, all« Aeuherungen des Bolkswillens zu miterdrücken Petersburg, 6. Jmri. (WTB.) Die Petersblurger Tele- graphen-Agenttrr meldet aus Piräus: Die griechische Regierung. bcabsichttgt, den Belagerungszustand über Griechenland zu verhängen und Vcn.iselvs sowie ferne liervor- ragenfften politischen Anhänger zu verhaften. Athen, 7.Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu- terschen Bureaus. Sarrail^Forderung, daß Oberst tfl c f - sala und zwei andere Offiziere aus Saloniki abberufen >oer- den sollen, wird als unstatthafte Einmischung eines ausländischen Offtziers in die Angelegenheiten der griechischen Armee betrachtet und die Regierung nintmt in dieser Angelegenheit eine sehr feste Haltung ein. Skuludis besullfte heute, wahrscheinlich im Zusammenhang mit Sarrails Forderung, den britischen Gesandten. Der §eekrieg. London, 7. Juni (WTB.) Lloyds meldet aus Licata vom 30. Mai: Die Segelschiffe „Redenfore" (228 Tonnen) und „Valsesia" (248 Tonnen), mit Schwefel auf der Fahrt von Licata nach Marseille, wurden am 20. Mai von einem feindlichen Tauchboote versenkt. Dasselbe Tauchboot versenkte, wie berichtet wird, noch eiu mit Schwefel beladenes, von Porto Empedocle nach Südfrankreich bestimmtes Segelschiff. Paris, 7. Jmri. (WTB. Nillstamtlich.) Meldung der Agenee Havas Der französische Dampfer „Dulde Bvogance" hat 29 ie>t Be^ rtalrenischen Dampfers „Heutersder g", der rm Mrttelmeer versenkt worden ift in Marseille gelandet. Die Ernte. i eßen , 8/Juni Wer w unsere Wiesen durchwandert, freut sich sicher über den reül^n Gra'smM. den dos in jeder Hinsicht günstige Wetter ^-rvoraebracbt Wir konnten beobachten, wie aus erner Wiese ^kaum Platz zum Äusbrettendes geschnittenen^Grases- vor- tomhai war Mer dn Freude über den rerchen Ertrag WuxM gedämpf: durch du schon snt vielen Jahren gemachte Wahrnehmung, da^ mit dm: H e n m a he n der uns v : e I z u spat b e aonnkn wird: es scheint, als ob sich die Wiesenbesttzer, vor allem ober die Gemeinden, mehr nach ddin Kalender, als nachdem Stande des Graswuchses selbst richtcm. Erfahrene Landwirte müf-'en doch längst M der Erkenntnis gekomnren sem, das; :w hinein Jahre der Graswruchs früher oder spater schüttren wird als in Änem anderen, und der Unterschied bis z'u vierzehn ^agen IdxZcnlmm. Trockene und fühle Witterung oder- FeuchttcMt undWärrne in der Zeit des Wachstums stellen sich doch nicht miedem tabre zn derselben Zeit ein, was zur r5vtge li-at, das; auch dre Seit der Ernte sich verschieben must. Wenn das L)engc<^ zu spat geschnitten Wirb, verliert es bedeutend an Nährwert, es wrrd chot^ reif" hart utld strohartig, und wirst den -Samen ab, der wertvolle Nährstoffe enthält, wenn er vor der völligen Reise geerntet wwd Ist der Samen erst keimfähig, so besteht die Gefahr, dast er mrt dem Dung aus die Felder kommt unö dort Unkraut egeugt. — Gegenden mit weniger günstigen klimachchen und Bodencerhal^ nss«n als i B. in der nördlichen Wetterau. rmrd mit der vei..^ l itt 8—14 Tage srülser begonnen, umd die Landwirte rn Thn- ingcn, Provinz mw Königreich Sachsen ns w. imfien auch, wa» ür sie wrteilhaft ist. Das rechtzeitige Emernten btSÖms^ ■'üufliot auch den Grummetertrag, dem: rn normalen Jalsren treten i bk »e bis Ende Juni Niederschläge em die mr das noch stehende oder noch nicht eingefahrMe Den nachteilig, für abgeerntete Wiesen aber vorteilhaft sind. Wre anderwärts, must auch rn ' iesiger Gegend mit alten lleberlieferungen aufae- rächüt werden, die den Fortsä^tten ^f bmdwrrtschaftlichem Ge- b sste nicht mehr entsprechen. — Das Einernten des K or nes l at mit der in den letzten Jcchven fast allgemein erngepchrten Dreschmaschine eure WenLvmg zuin Besseren erfaßen .Schreiber dieser -feilen kann sich erboteru, daß die Kornhmrfen früher bis in den Oktober hinein auf den Feldern standen: das Stroh wurde ganz^ Wwarz, nnd daß sich die Korner nicht vermehrten, dachr sorgten) die Mause und die Spatzen. Nach dem Werte- di^es Berfah^nZ o fragt, wußten die Feldoesi^r keine andere Auskmist zn geben, als die daß ihre Väter und Großväter es auch so gemacht hätten. Leute !mrd wohl allgemein das Korn fowrt rmchder ^mtrmg gedrvjchen, und das ist gut so. — Auch auf dem Gebiete des K a r - f v ff e lb au«-s loird vi-Ä gesündigt. Jeder trachtet danach, möglichst früh Kartoffeln heimMtraFen und anderen zu zeigen was für ein tüchtiger Kartvffelzüchter er ist, aber den Schcch«rM er doch. Denn was er anscheinend für ferne Frühkartoffeln inehr erlöst, geht ihm an der TSenge sowie an der Gute verloren. Je ■• ach Lagearnd BodeubeschaGenheit können 14 /Tage schon den !E^ag bedeutend steigern, abgesehen davon, daß eine ausgewachsene Kartoffel aulL besser ist, als eine vorzmüg ausgerissene Knolle. Alles hat seine Zeit, und wer diese richtig- wählt, hat Vorteil, sei es auf der Wiese, dem Koru- oder Kartoffelacker. Du an Sonn- und Feiertagen wird nach Fahrplan mit Anschluß uu die Stams-EiKrbahn gefahren; an Wochentagen Fahrten nach Herzhausen und zurück zur Sperrmauer nach vorheriger Bestellung, desgleichen zwischen Waldeck und Sperrmauer. . ^ . . ** Die Goldankaufs stelle für den Kreis toicBcn hat ihre Tätigkeit am Dienstag begonnen. Ter Zuspruch war sehr rege. Es kamen Goldgegenstände im Goldwerte von rund 1000 Mk. zur Einlieierung. Von emer Dame ivnrde der Erlös sur die eingelieserten Goldsacben dem Ehrenansschuß zu Gunsten des Noten Kreuzes zur Verfügung gestellt. Ter nächste Antauistag findet Samstag, den 10. ds. Mts. von 10 Uhr vormittags ad statt. 21m 13. d. Mts. (3. Pfingsttag) bleibt die Goldanknuss,teste geschlossen. Landkreis Gießen. Be ueru/9. Juni. Dem Unteroffizier Ranft, welcher seit Kriegsbeginn im J»st.-Regt. 116 im Felde steht uiid im Juni 1915 das Eiserne Kreuz erhielt, wurde jetzt auch die Hessische Tapferkeils inedaitle verliehen. . [] Watzenborn-Steinbcrg, 8. Juni. Musketier Ludwig Jung, Sohn des Jakob Jung IV. in Watzenborn, beim 116. Jnf.-Regt.. wnrde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Dem Gefreiten Wilhelm Sommerlad, Lohn de^ Pfarrers Somme^lab in Watzenborn, beim Landw.-Inf.-Regt. 11, wurde die Hessische Topferkeitsmedaille, dein Tambour .Heinrich Möckel, Sohn des verstorbenen Konrad Möckel I. m Watzenborn, vom 116. Jnf.-Regt., wurde das Eiserne Kreuz verliehen. eine starke ^xprenron nurviuinai# vor und stanv durch eine Tl?> druckfurche guer über Deutschland mit südöstlichem tiefen: Dnick v: Verbindung. Am Rande dieser Tiesdruckfurch? trat nun auch tu unser ein Bezirk unbeständiges Wetter mit zeitweisen lokalen Niederschlägen ein. Nachdenr am Anfang der Berichtswoche die Temperaturen allmählich angestiegen tvaren (in Gießen Tagesmittel am Mittwoch -V 13,75 0, am Freitag -ff 15,5.°), begannen sie von Samstag an wieder stark zii sinken, sowohl die Tages- wie auch die Nachttemperaturen. Bewegte sich doch das Temperatur-Marimum am Anfang der Berichtswoche um ungefähr -r 20° herum, während am (Lide der Berichts wo che das Temperatur-Maximum nur 4- 15 0 erreichte. Auch besonders nachts trat starke Abküblung ein iGießen -ff 5°: in höheren Lagen sogar nur etwas über 00).^ Die nördliche Depression rückt nun langsam nach Osten vor, so dar nur auch heute noch aus der Südseite dieses Tiefdruckgebiets liegen und durch Randwirbel beeinflußt werden. Das unbeständige kühle Wetter, verbunden mit zum Teil heftigen Regenschauern, hält an. Kreis Büdingen. T. Ortenberg, 7. Juni. Der Bootmannsmaat Hermann ** LimitliHe P ersonalna chri chten. Der Groß^- ü er zog hiat bat Oberlehrer an der höheren BürgersHüe zu Ober- Jngelheün, Karl Schork, zmn Oberlehrer an der Oberrealschule zu Mckiar; ernnnnt. — Der GroHherz og hat am 2R Awnl dem Lehrer Mi der VoMchule zu Offenbnch'a M., Phrlrpp Die hl, anläßlich serues 50 iahrrgen DLenstchbilamnis die Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse brtz .VerLnenstordens Philipps des Grosnnätzrgen ver- 'Lrrs.z e i ch n u n g. Gefreiter Gustav Schmidt von Gretzen, der seit Beginn des Krieges in der Front steht, erhielt die Goldene Sanitäts-Auszeichnung. . ** Gedenktage der 222er. 5. ^mtt 1915. Ber DnbrLwka wurden die Russen eingeho-lt und geschlagen, wobei 1000 Gefangene nach vier Geschütze in unsere HänAe sielen Die Höhe 303 wnrde von einem 229 Gewehre starken Bataillon gestürmt, dabei 1500 Gefangene gemacht nnd - 5 Geschütze erbeutet. — 7.-25. Funi 1915. Trotz verzweifelter Anstrengungen des Feindes gelang es den Bataillonen, bei Kuty Wer den Dnj^ter zn setzen. Das Regiment hatte in diesen Tagen sehr starke Verluste. Die deutschen Stellungen jenseits des Dniester wurden ,gegen verzwerfette Gegenangriffe igehalten. Mehrere Hundert Gefangene blre den in unseren Mnden. ** Kreiskomitee für Rvtetz Kreuz und Kriegshilfe An das KreisTomiitee sind in der Zeit vom 11. Dezember 1915 bis 19 Mai 1916 aus folgenden Gemernden des Kreises die beigcsügten Beträge an den Kreiskassenrechner Kauß abgeliefert und von diesem an den Landesverein vom Roten Kreuz in Darmstadt überwiesen worden: I. Durch die Kirchen: 1. Langsdorf und Betten- Hausen 110,22 ML.; 2. Hausen 50 M : 3^arben^rch o0 Mk 4 Qneckborn 10,96 Mk.: 5.Lauter 55,25 Mk.; 6. Hvlzhenn 125 Mark 7 Dorf-Gill 75 Mk. II. Durch die Schulen: 1. Alten-Buseck 23,50 m .; 2. Lollar 43,58 Mk. III. Durch die Ortsausschüsse und Zweiavereine vom Oioten Kreuz: 1. Hungen 2 Mk.; 2. Hungen (durch die Jugendwchr gesammelt) 84,30 Mk.: 3. Hungen (aus Lrchtbllder- veranftaltungen) 100,09 Mk.: 4. Langsdorf 306 75 Wf.j 5 TraA Horloff 140 Mk.; 6. Treis a/Lda. 10 Mk.; 7 Wreseck 100 SKI Der (5esawLbetrag der vorstehend aufgeführten Gaben belauft sich auf 1236,65 M. Unter Einrechnnng der bisher abgeliefesien Gaben ist hiernach ans den Landgemeinden des. Kreises bis letzt der Betrag von 47 959,81 Mff. an den Landesverein vom Roten Kreuz abgeführt worden. W sind seit dem 11. Dezember 1915 weiter abgeliefert worden zur Weitergabe: A. An das Bankhaus S. Bleich- rüder in Berlin für erblindete Krieger: 1. Von einem belgstchen tziroßkaufmann durch den Sanitätsunteroffizier Dr Neu mann 100 Mrrk. B. An die Reichsbank in Gießen für die Notlerdeick>en rn Ostpreußen: 1. Drrrch die Kirchenqemeinden Langsdorf und Betten- hausen 10 Mk. C. An die Mitteldeutsche Kreditbank Filiale Greßen für Lustschiffer. Unterseebootleute und dergl.: 1. Durch dre erste Schulklasse zu Lang-Göns 20 Mk. O. An die Mitteldeutsche Kredit bank Filiale Gießen auf Konto des Kreiskomitees: 1. Durch die OrtsausiscWse: a)Leihgestern 50Mk.: b) Steinbach 5Mk.; c^lltbbe 85 Mk.: ck)Inheiden 55 Mk.; e)Billingen 59,50 Ml.: §Wre)eck 71,86 Mk. 2. Durch die Schulen: a) Ruttershausen 37 Mk.; b) Steinbach 0,50 Mk.; c) Hcnchelheim 57,54 Mk.; d) Lang-Gons (erste Klasse) 15 Mk. ** ^ie Oste rhas enspende des Roten Kreuzes brachte eine Reineinnahme von 1890.76 Mk., die reft- !los für die stäldNsche Kriegsfürsorge verwendet worden sind. 1500 Mk. wurden verausgabt für die Schaffung von üon- firmationskleidern für bÄ)ürftige Mnder von Kriegsteilnehmern. Der Rest wurde von dein städtischen Kriegsfür- ^ sorge-Ausschllß im Zusmnmenwirken mit einem Vertreter !des Zweigvereins vom Roten Kreuz zu Uuterstützungen von !Familien vvn Kriegsteilnehmern benutzt. ** G i e ß e n e v F r e i l i ch t - B ü h n e. Wie aus dem Anzeigenteil in helltiger Nummer ersichtlich, ftndet anr Sonntag (ersten Pfingstfeiertag), nachmittags 5*/, Uhr, die zweite Aufführung von a l l e u st e i n s Lager" statt. Für Vernntndete ist diestual chie Vergülcktiguna getroffen, daß sie aus unnummerierteuPlätzen freien .Zutritt haben. Sonstiges Militär zahlt ans unmnnmerierten Steh- _^und Sitzplätzen halbe Eintrittspreise. Herabsetzung der F l e i s ch m e n g e u. Laut Be- X kanntmachung des Oberbürgerineisters wird die gegen Fleischmarken abzugebende, für zwei Wochen bestimntte Menge aus 600 Gramm ,anf den Kops der Bevölkerung herabgesetzt. Auf Fleischrnarken darf nur die Hälfte des Gewichts, das sich au§ dem Nennwert der Marken ergibt, abgegeben werden. ** Tie M0t0 rb00 tfahrten aut der Waldecker (Eüortal-)Sperre werden zu Pfingsten wieder ausgenommen L . 'iJ l l t U U C L ij , I. Weiß von hier wurde ivegen besonders tapferem Verhalten vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz ailsgezeichnet. - (vetieru abeird fand die ordentlick?e Generalversammlung der hletigen P 1 e n nigsparkasse statt. Der Vorsitzende, Pfarrer Kahn, konnte in dem Jahresberichte erfreulicherweise scststellen, trotz dev Krieges l'.nd der damit zusammenhängenden Teuerung 00m Mk. von den kleinen Sparern eingelegt^ worden und 10 b0t) Ja. sür die Kriegsanleihe gezeichnet worden sind. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt und der seitherige Vorstand einstämmig wieder- gewählt. Kreis Aisfeld. ** Otterbach , 7. Juni. Der Jäger Friedrich K u t t von hier bei dem Res.-Jager-Bataillon Nr. 23 erhielt das Eiserne Kreuz. ^ ,. r . § Ruppertenrod, 6. Juni. Anr Sonntag fand rn hiesiger Kirche durch Pfarrer Jung von Ober-Ohmeii eine Gedächtnisfeier für den fürs Vaterlaird gefallenen Georg Stock von hier statt. Derselbe war anr 12. Februar 1915 ins Feld gerückt und wurde dem Jnf.-Regt. Nr. 88, der 12. Komp., zugeteilt. Jivt 25. Sept. desselben Jahres durch eine Granate schwer verwundet, kam er ins Lazarett und entschlief sanft anr 18. Okt., als gerade der Feldgeistliche in der Nähe seines Bettes stand. x Vom Vogelsberg, 7. Juni. Die Honig e x n t c hatte zu ihrem Begin'n, als der Raps so reichlich und günstig bliihte, einen vielversprecheiiden Aiisang. Die Stöcke füllten sich mit Hoiiig. Da trat das feuchtkalte Wetter ein, das jetzt zii Pfingsten noch an- hält. Dieserhalb konnten die Dienen die Apfelblüte nicht ganz aus- nützen. Die Völker setzten reichlich Brut an, wozu sie viel Homg verbraiichten. So sind die Stöcke sehr volksreich geworden und liefern Schwärme. Der Biene,ihonig wird verkauft mrt 1,40 Aik. das Pfund. Kreis Lauterbach. rr Schlitz, 7. Juni. Am Montag hielt die Spar- und L e i h k a f s e ihre diesjährige Generalversammlung ab. Der Rechenschaftsbericht ergab ein erfreuliches Bild vom Stand der Katze; es koiintcn 5 Prozent Dividende ziir Verteilung kourmen. ^ur Ostpreußen wurden 1500 Mk. bewilligt. Außerdem wurden den mr Felde stehenden Mitgliedern die üblichen Anwesenhertsgelder bewilligt. Zum Kontrolleur wurde gewählt Schuhmachermerster Maul. Kreis Schotten. -- U l f a bei Nidda, 7. Juni. Die hiesige Molkereigenoffen schüft, der 400 Mitglieder angehören, erzielte ber emenr Geschäfts Umsatz von rund 74 400 Mk. einen Reingewinn von 683a Aik. Die Gesamtmilchlieferung betrug im Geschäftsjahre 1915 19 655 45- Liter. Kreis Friedberg. 0-0. V i l b e l, 8. Juni. Dein Dragoner-Landwehrmann Wilhelin Ärmster von hier wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Der in werten Kreisen bekannte frühere Gemeinde-Einnehmer Dietz zu Büdesheim (Oberheffen), dessen Ehefrau unlängst gestorben ist und dessen einziger im Felde stehender Sohn verwundet wurde, hat sich im Anfall von geistiger Umnachtung in der Nidda ertränkt. Starkenburg und Nheinhessen. rb. Darm stabt, 7. Jmri. Der Erweiterte erste Ans schuß ber Zweiten Kammer, setzt« heute seine Beratungen mit ber Regierurrg fort, welche burchi bie Herren Staatsminister Tr v. Ewald, Minister des Innern v. Hombergk und Ministerialrat Schl iephake vertreten war. Tie Verbanblnng des Antrags Reh, welcher die Enteignung nnd Ernzre- hung des Knpferdaches auf der russischen Kapelle in Darm stabt enthielt, führte zn einer Whafterr Aussprache mit den Vertretern ber Großherzoglichen Regierung. Ter Antrag wurde angenommen. — Abg. Fulda brachte sodann verichiebene Mrßstcmde bei ber Fleisch verso rgnn g in Tarmstabt zur Sprach?. Dre Großherzogliche Regierung verwies aus die großen, fast unüberwindlichen Schwierigkeiten, tvelch« sich' einer nach allen Zeiten besiiedigenben Fleischverteiliing entgegenstellen, imll cck»er der nichtigen Angelegenheit ihre Lhufmerksamkeit weiter znwenben. DöcheM. Aebrrsichi derTsdessälle i. d. Stadt Gietzen. 20. Woche. Vom 14. bis 20. Mai 1916. Einwohnerzahl: angenommen zu 33100 (mkl. 1600 Mann Mil'.i i-' Sterdlichkeitszlffer 32,97 °/ 0 ,. Nach Abzug von 12 Ortsfremden: 14,13 °/ on . w t- Kinder es starben an 3“! wnchlene «w'Kb.n-- Aligeborener Lebeusschiväche 2 (2) — 2 (2) — Alterssch'väche 1 1 -- ~~ Diphtherie 1 (I) 1 )\\ Duberkiltose 3(3) 2(2) 1 (1> Krankheiten des Herzens 3 (1) 3 (1) — Gehiruschlag 1 Brechdllrchfall 1 1 anderen Krankheiten der Ver- dauilngSorganL 1 (1) ~ ^ Krankheiten der Harnorgane 3 (2) 3 (2) — — Krevs 3 (1) 3 (1) — — anderen benannten Krankheiten _2_(1)_ 2(1) Summa: 21(12) 16(7) 2(2) 3(3) A n m.: Die in Klammern gesetzter: Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Veröffentlichung des ö^roßb. Kreisgesundheitsamts Gießen. Med.-Rat Dr. W a l g e r. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlichcr Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 9. Juni 1916 Fortdauer der bestehenden Witterung. Kreis Wetzlar. r». W e tz l a r. 7. Juni. Apothekenbesitzer H i e p e wurde als erster Beigeordneter auf weitere 12 Jahre wiedergewahll. Major Brüning im Stal7e des Armee-Oberkommandos der 9. Armee ivurde das Eifevne Kreuz 1. Klasse verliehen. Leutnant W. Petry (Gerichtsasseffor) erhielt das Eiserne Kreuz. Hessen-Nassau. [] Marburg, 7. Juni. In der heiltigen S t a d t v e r o r d- n e t e n f i tz u n g wurden ziim Ba,i des I n v a l i d e n h e i m s für Jäger und Schützen 20 200 Mk. bewilligt Von der Baufum'ne, die auf 350 000 Mt. berechnet ist, find bis jetzt schon 140 600 Mk. gejgminelt worden, davon 10 000 Mk. irr Marburg. ra. Biedenkopf, 7. Juni. Landmesser R i c b 1 1 n q, Haupt- inctnn im Lcmdsturm-Juf.-Rat. Nr. 11, wurde das Eiserne K r eu z e r st e r K l a s s e verliehen. . ^ ra. Nodh ei.m a. d. Bieber, 7. Jum. Gefreiter Wilhelm Schlierbach (3. reitende Batterie, reit. Abt. 11, 3. Kavallerie- Division) wurde mit bem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. ^ ra. N aunhei m, 7. Juni. Unteroffizier L a m m , Jnf.-Rgt. Nr. 67, 8. Komp., erhielt das Eiserne Kreuz. Witterungsbericht. Gießen, bei: 6. Juni 1916. Nachdem am Ende der vorigen Berichtsivoche auf der Rückseite eines über 9(ord,vesldelttschland ostwärts abziehenden ^wtdruck- tmrbels Abnahin? der Bewölkung und Erivärmung nngetreten war, heiterte sich das Weiter uitter dem Einfluß emes von ^udwctttzii nach Deutschland vvrrnckendei: Hochdruckgebwts am Antang dieser BerickMwoche 31. Mai bis 6. Juni — fast voll,tandrg aus. Jedoch ivurde dieser festländisch? hohe Druck von einer :m Aord- ivesten lagernden unb südostivärts vordr:ngende,i ^eprcsnon stark zurückgedrängt, so daß iviederum aus der Grenze zwnchen der nördlichen Depression und d?>n jestländnchen h>heii ^.ruck uiib.itandlge^ Wetter mit stellenweise erheblichen Niederschlägen antrat. Das nördlich? Tiesdruckgebiet zog nunmehr o'twärts ab; auf sc:ner Rückseite breitete sich voii Westen hoher Druck aus. )o da^ ):ch dcw Wetter ausheiterte. Auch diese Wetterlage war nur von ttirzan ^ Bestand. Schon am Mjontag, den 5., rückte von Nordwesten her krtzte Nachrichten. Der Herzog von Cumberland an den Kaiser. Gmunden, 8. Jnni. Znm Seesiege in der Nordsee sandte der Herzog von Cnmberland an dend^lgchen Kmier als dem Schöpfer und Gestalter der deuttchen Marme herzlich,^ Glückwünsche, die der Kaiser durch ein eben,o herzliches Telegramm erwiderte. , . Für unsere Flotte! Homburg, 8. Juni. Blätterstimmen zufolge wird ans Lübeck gemeldet: Anläßlich des Sieges unserer Flott? m der Norv- seeschlacht 1>at Senator P ö s ch l für die Hinterbliebenen nnd Ber^ wundeten der Flotte 100000 Mark gestiftet wid ne ihren; Chef zur Verfügung gestellt. ) Das 'Ringen bei Ypern. Amsterdam, 8. Juni. Der „Telem:aaf" berichtet von der Grenze: Bei Ypern wütet der Kampf hefttger, als es d:e kurzem offiziellen Berichte vermuten lassen. Um Kortryk ficht man abends dm Himmel über Lepelaere und Zillebeßc in Glut gÄnuchr. Das heftige Feuer wird Tag und 9!a.cht nicht unterbrochen mrd ber Hoope, Klein-Zillebeke und Veluveld regnet es ununterbrocheri Granaten. ^ König Viktor Emanuel erkrantt? i. Köln, 8. Juni. Laut der „Köln. Bolkszeitnng^ver lautet qerüchtweise, König Viktor Emanuel, sei rn errrani tem Zustande mittelst Automobil in Rom eingetroffen. Das „hilfreiche" England. London, 8.Juni. „Daily Telegraph" behauptet, daß gleick zu Anfang der Angriffe bei Verdun England das Anerbieten gemacht habe, diesem Abschnitt Verstärkungen zur Vewlgung zu stell len, was aber von Jdffre abgelehnt worden ^ . Darauf stt.ernc Ausdehnung der eiiglMen Front erfolgt, n^nrch franzcyischc Truppen für Verdw: frei wurden. Dre eng l: s che Fr n tg hrt Augenblick 140 Kilometer m der Luftlm:e, obwohl tattachlick' 180 Kilometer von den Engländern besetzt stnd Dre Lmn geht von Flandern bis z:ir Sonime, woimt dre Engländer etwa ein Drittel der »stsiont hatten. Die Lage Griechenlands. i Köln, 8. Juni. Die „Köln. Ztg." meldet aus Kopenhagen: Die „Nowoje Wremja" veröffentlichte einen äußerst erregten Anfsoch c n Griechenland, besonders gegen König Konstantin, und schlägt vor, Griechenland ein Ultimatum M überreichen mit der Drohung erner vollständigen Blockade ider griechischen Küsten. Aus dre,e Wem soll Griechenland zu der Erkenntnrs gelangen, welcher ”h)r griffe der König und die Regierung sich schuldig gemacht ^ ten Die Präsidentschaftswahl in Amerika. Haag 8 Juni. Nach Meldimgen Londoner Blätter such die Aussichten Rvoscvelts erheblich vemingert. wahrend die des Oberrichters Hughes steigen. Die übl^. Wsitm mr Roofe. velt sind von 5:3 aus 5:6 geMegen, wahrend mr Hughes von. 2 2 auf 3:1 gewettet imrb. Hughes bereits emen großerm Borsprung :md es scheint fast sicher, daß er der Kandidat der redichli kn nischen Partei werden ,oird. -lus Roofe velt. Ilmgebrmg iinid versichert, daß, falls Hughes Präsidentschaftskandidat wird. Roosevelt sich als Gegenkandidat aufstellen wird. Zu Kitcheners Untergang. (U pit f 8 Juni Die den Vierverband aufs empfindlichste treffet Nachricht von dem Tode .Kitcheners vwanlatzte Briand sofort, einen Ministerrat einzub.-runm. Hierzu wird bmck>- In der zweiten JnnihcilN?, immtttelbar nam den .Ge- beimsitzungen der Kammer und bz* Senats, nwllte Briand d^n wüste,: .Kriegsrat der' Verbündete:: zur Eroberung neuer von Kitchener persönlich zu begrünender allgemer ner- Pläne wieder vereinigen. Seine Bez:e billigen zu Jofsre waren angenehme, zu - Caitelnau korrekte -an Kitchener mit der Verteidigung von Verdun und m:r der Veinackv läffigung anderer Fronten mcht völlig einverstanden irmr, bn Castelnau wiederlwlt erklärt. Den Kanadiern^nnd 'lu'ttguern ai der französischen R'ordfront, die Mckieners E^e chl d e Nach- traue,:, wird General tza:a:n cinew eigenen Tagesbenm d e . ac dickst hcmt bekannrgeben. Noch knapp vor dem Gintrefsen der ach sich von der „Hantpshire" brachten di? Blätter, namentlich G .a H^vös „Bictoirc" die Nachricht, dan Eichener d:e von Gcmaa Sarr-ail dringend geforderte,: Verstärkungen snr di^ srankotiilr) ü Front in Saloniki nicht gutheiße. Eine Anleihe der Schweiz. -- Zürich 8 Juni. Tic Rl-giermig bcjchiotz die Aufnahme "einer neuen Vcobüisalions-Anlcche rm vorausfrcht- liehen iöeiraZe van 100 äliillioHCTt i u 4 1 /? rvieui. Danksagung. Für die uns bei unserem schweren Verluste erwiesene herzliche Teilnahme sagen wir unsere aufrichtigsten Dank. Frau Maria Olt geb. Bott Fritz Olt, cand. phil., Leutnant der Reserve, zurzeit im Felde. Gießen, den 8. juni 1916 Bleichstraße 27. Danksagung. . Für ,lie viele n Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unserer heissgeliebten Entschlafenen, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schulte, sowie für die liebevolle Pflege der Krankenschwester Schäfer und die zahlreichen Kranzspenden sao-en wir innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Wagaer und Kinder.' Grossen-Linden. den 7. Juni 1016. 0 o'fir die vieles Zeichen warmer Teilnahme- die zahlreichen Kranzspenden und dk trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Heinebach, die uns in unserem Leid so wohltuend berührten, sagen wir allen unseren herzlichsten Dank Die tieftrauernd Hinterbliebenen: Familie SohS. Becker Familie Will). Wehrum Leihgestern, den 7. Juni 1916. m2s lgcgr. 1909). ’ [433Gc S"untag,. -ei, 11. Juui fl. Pfiugstfeiertag). Anfang 5 ! / 3 Uhr: Ztveite Attsführttug von Vailensteins Laser [Spielleitung: C. Rotteck). Pl'ellt litt tSfäflC Vorverkauf Lei E. Cballier 9,'u^nericr'rr >-Gltis'^ll cn,öer!l und an der Waldkasfe: r- D -o LoO .unnumerrerter Platz wtt. 1,-, -lehpraij X d. 0,)J, nir Schüler -rit 0,30. StUücnteukarten iur 2. (murumcriertcm nun ri Bäder • Sommerfrischen i +++* Erholungsheime *♦♦♦ ll ... ^ ü 4 Radlambaltigo Solqucllon. Bewähriea Heilbad bei rrhen der Atmungsorgane. Herzleidi n Blntaruiut P raucukrankUeit. 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Gießen, Juni 1916. 4263V Carl Bfiidiratij, Mbelksbrii ; Alterwrg 47 :: Di. 2M5 :: Stttnltrghk öS,5ü, 8Ü hsitesteiie der Lleätrilchen iartine jCiitid J?ü?nBeg fHöbri, Äklwrstionen, LkMiche, Ggrdinm MerkMttm kür gelchmachvaile Aahm-ngg-Linrichtungen in Ikükr Orkisksgk nach eigenen lowie gegebenen Lnkwürken bei mahigen Krr'len.Sauernbe Augltellungoon üderMNmmrr- Liimchtungen. Streng reel! kschnänuilche Keüienung. Tfeinfr? «ekerenM. Langjährige Garantie. Fi-aalm-Lieferung Multkr-AustteUung: Lirchenplst; Kr. 8 Gewebebank zu Gießen, E. G. m. b. H. Bank für handel und Industrie, Niederlassung Gießen Mitteldeutsche Creditfaaok, Filiale Gießen Baruch Strauß Nachf. Trikot-Wäsche| jed9r . zeit aus Seide } vorrätig Leichte Netzwäsche aus fein Mako-, Zwirn- und Seidentrikotgeweben CARL BERG GIESSEN Schuhwarengschäft • Mäusburg Nr. 4 -Anfertigung nach Maß._ Lager fertiger Herren-, Damen- u. 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