Nr. 132 Der StttzEr Aszetzer «fchettck täMch, archvr E-»M7^g§. - Beilag«:: otemtaC wöchentlich «etzeNerZÄDijjenbrätter; meimal rvöü)e!ttl.!Lreis- •teöfMr^cn Kreis ©tegeu (Drezlstng nnd Freitag), gmrimcl monall. Land «ietfchafüiche Settfragrn Fernfprech - Anfchlüfle: sürdieSchriitleitung112 Verlag,Geschästsstelle51 Abreffe iiir Drahtnachricht«:: Anzeiger Giesse«. Umuchrnc von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erstes Blatt M. IsWang MAVsch. 7. Zuni IW RstütissLdrvS md Bern qssre^ monatl. 90 Pf., viertel- fährt. Mk. 2.65-. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk. 2.45 viertel- jährl. ausschl. 2)estellq. ZeilenpreK: lokalb5Pf„ cmsw. 20 Pf. — Haupt- schriitleiter: Aug. Goetz. Aermttwortlich für den polithchen Teil und das Feuilleton: Aug. Goey; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- Verlag drr BrW'schen U«:v.-V uch- und Lteinöruckerei 8. Longe. Lchristleiwng. Geschäftsstelle und Druckerei: Schnlftr.7. Gemral-Anzetzer jir Oberheften fMh Aiichener mit feinem Stabe auf dem Panzerkrenzer „hRMpfhWe" vRierßegüKgeK. Jum. WTB.) Trohes Hauptquartier, 6 , (Aurtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Auf dem östlichen Maasufcr wurden die Stel- .lun^n tapferer Ostpreußen auf den Fuminesrücken im Laufe oer Nacht nach erneuter, sehr starker Artillerievorbereitung wiederum viermal ohne den geringsten Erfolg angegriffen. Der Gegirer hatte unter unserem zusammenwirkenden Artillerie-Sperrfeuer, Maschinengewehr- und Jnfanteriefeucr besonders schwere Verluste. Im übrigen ist die Lage unverändert. Orstlicher und Valkan-Kriegssch auplatz. l Kn deutscher Front keine besonderen Ereignisse. P Oberste Heeresleitung. . London. 6. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Die A d- m 1 * ö l 1 \ä t teilt amtlich mit: Der Obcrkommandierende der grotzen Flotte meldet, er müsse zu seinem großen Bedauern berichten, daß das Kriegsschiff „Ha m v s h i r c", das sich mrt Lord Kitchener und seinem Stabe an jBord nach Rußland befand, letzte Nacht westlich der Orkneymseln durch eine Mine oder vielleicht durch ein Tor- Mdo versenkt wurde. Die Nacht war sehr stürmisch, und obwohl sofort alle-möglichen Schritte unternommen wurden, um rasche Hilfe zu leisten, besteht, wie man befürchtet. >wenig Hoffnung, daß irgend jemand mit dem Leben da vo »gekommen ist. Anmerkung: „Hampshire" ist ein 1903 vom Stapel ge lauLner-Panzerkreuzer von 11 000 Tonnen. London, 6. Juni. (WTB.) Amtliche Meldung. Lord Kitchener befand sich auf Einladung des Zaren und im Aufträge der britischen Regierung auf dem Wege nach Rußland, um Gelegenheit nehmen, wichtige mili tärische und finanzielle Fragen zu besprechen. Er hatte :rur den ihn: PersSnlich zugeteilten Stab mit sich sowie erneu Beamten des Auswärtigen Amtes und zwei Vertreter des ^Idnntionsministeriums. Das Reutersche Bureau meldet weiter: Der Tod Kit- chmrers verursachte in den Kreisen der City eine, große Sensation, hatte aber keine besondere Wirkung auf die Börse. — Der Balticmarkt wurde beim Empfang der Nachricht für den Rest des Tages geschlossen. Ern ^außerordentliches Ereignis folgt dem andern auf dem Fuße. Es klang beinahe unglaublich, daß Englands berühmtester Heerführer und Organisator in den Fluten des Weltmeeres seinen Tod gefunden Haiden sollte, und doch 'ist es so; der Oberkomnrandierenide der eirglischen Motte hat es amtlich gemeldet. „Zu seinen: >großen Bedauern." .Wir wissen dieses Bedauern, diese, ungeheuere Berlegen- )heit der englischen Marineleitung jgianz zu würdigen. Roch litt sie an schwerer: Gesichtsverrenkungen ob des Schmerzes der Niederlage in der großen Seeschlacht — da klatscht noch einmal ein deutscher Hieb, so laut und! derb, unter Verhälttrifsen, die wie ein schweres Verhängnis, wie ein «bitterböses Omen auf dem Insellande liegen, so daß die Welt gar nicht aufhören wird, den Niedergang der englischen Seemachtstellnug anzustaunen. So sehr'beherrscht England die Meere, daß es nicht einmal eine militärisch-diplomatische Mission heil und ungefährdet nach Rußland entsen den kann' MaüMUl über den Tod eines Menschen, auch eines Feindes, jubeln, und die gestrige Nachricht ist denn auch nicht" mit Juüelgeläute ausgenommen worden. Aber nut einer hohen Genugtuung, mit jener herzlichen Aufwal- | U ^'cm aus unserem Kaiser bei seiner Rede an die siegreiche Marine in Wilhelmshaven sprach, haben wir den neuen Beweis der Schneidigkeit und Sicherheit unserer Waffe zur See entgegengenomineii. Ein feindliches Panzerschiff ist gesunken, ncher durch den Torpedoschuß ein^s deutschen Unterseebootes, und wenn wir auch die Existenz eines Kitchener keineswegs überschätzten und feine Rolle im Weltkrieg uns Nicht nnt Bangen zu erfüllen brauchte, so wissen wir es -doch, daß sich der Feind nahe am Herzen getroffen fühlt. r n€ L! Dar immerhin einer der fähigsten, wenn nicht der ! fähigste Mann unter unseren Gegnern. Was seine Reise be- zweckt hat, vermögen wir nicht mit Deutlichkeit zu erkennen; seine Hauptaufgabe dabei war wohl, den Russen neuen Mut ^zu macheri, sie zu neuen Opfern, zu neuem Anrennen gegen dre Zentralmachte anzuspornen und die Friedenssäfte im russischen Holz abzuzapfen. (Sin trübes und melancholisches Lächeln wird über Väterchens Züge gehen, wenn er vernimmt, aus welchen Gründen der Gast fernbleiben muß. Aber die russische Philosophie, in der die Resignation einen warmen Wohnsitz hat, wird sich damit absinden. > 5 M Spiegel des deutschen Reichstags erscheinen die neuen Ereignisse nicht so klar und deutlich, wie sie es verdienten. Aber das Parlament mußte, nachdem es die Steuervorlagen erledigt hat, in den allgemeinem Etatberatungen nebenbei auch die üblichen Packerarbeiten verrichten, die große U-Bootfrage versiegeln und verschnüren, und da großen Endziele im Innern und in der auswärtigen Politik noch immer nicht recht übersehbar sind, so stand mancher Redner (nicht was die Länge seiner Ausführungen anlangt) mit kurzem Bindfaden da. Der Reichskanzler, der tags zuvor eine Reinigung von verbrauchter, stickiger Luft vorgenommen hatte, hatte die Parteien in einige Verlegenheit gebracht. Mehr als Vertrauen kann man ihm sa noch nicht entgegenbringen, weil vieles in dev Zeit des Krieges dunkel vor uns liegen muß und weil er erst noch durch Taten zu beweisen hat, ob er der fähige Mann ist, der in großer Zeit die Geschicke des Reiches zu führen, wirklich berufen war. Was ihm entgegnet wurde, kann rhn im allgemeinen zufrieden stellen, wenn er natürlich auch nicht darauf rechnen konnte, in sachlichen Gegensätzen überall zu überzeugen. Auf der Rechten des Hanfes gab'es, wie es iu einem Sttmmungsbild hieß, verschränkte Arme, und es wurden, besonders von konservativer Seite, noch sachte Einwendungen gegen unsere Amerika-Politik erhoben. Anch der natronalliberale Führer Bassermann hält an dem früheren Standpunkt der Partei tu der Unterseeboots frage fest- Die Fragen der inneren Politik aber wurden, wie srch's gebührt, mit zarter Vorsicht behandelt. Die konservativen Bedenken zu einer Zusammenarbeit mit der Sozialdemokratie hat der .Kanzler selbst gestern mit guten Ausführungen beschw ichtigt. Abwarten, das ist die Losung. Heute aber sollen wir uns der Einigkeit freuen, die uns im Kanrpse fördert. Auch das Zentrum, das in dieser Beziehung mne Mutter der Weisheit genannt lverden darf, teilt biefen Standpunkt. Sh, lesen wir in der „Köln. Volkszta." folgende Sätze: Jene Stimmungen und Verstimmungen knüpfen hier und da auch an an die Neuorientirung unserer inneren Politik, welche sur die Zeit nach dem Kriege angekündigt ist Wir h^ben^dreses Versprechen begrüßt, als es gegeben wurde. Es ist sicher, daß nach manche:: Richtungen hin eine Neuorientierung notwendig uiid unvernwidlich ist, daß nach anderen Richtungen hin eine solche nützlich und ersprießlich werden könnte. Allerdings können wir auch nicht leugnen, daß gewisse Anzeichen vorzuliegen scheinen, als ob diese Neuorientierung mich aus gewissen Gebiet«: zu weit gehen und tu unerfreuliche Bahnen emtenfer: könnte. Doch scheint es uns nicht an der Zeit, hier aus Befürchtungen irgend welcher Att heraus die Haltung für das Heute beeinflussen zu lassen. Was die Neuorientierung bringen wird, sollte ruhig ab gewartet werde::. Was sie gutes bringt, werden wir dankbar annehmen; was nach unserer Ueberzaugung verfehlt ist, werde:: wir bekämst» und werden dabei nicht eben schüchtern zu sein brauchen; in allem aber muß der Maßstab sach- lcher Beurteilung unverrückbar festgehalten werde::. Erfreulich ist, daß an den unsachlichen und gehässigen Uebertrerbungen in der Kritik des Herrn v. Bethmann Hollweg im ganzen Hause niemand teilhaöen wollte. Mchenerr Lnde. London, 6. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Renterschen Bureaus. Der „Hampshire" ist gestern abend 8 Uhr versenkt worden. Kitchener :rno sein Stab waren an Bord. Die See tvar um diese Zeit sttrrmisch. Zerstörer machten sich ans die Suche, auch- die Küste wurde abgesucht. Wsher sind aber nur einige Zeichen gefunden worden. Die glänzendste Laufbahn eines englischen Offiziers I seit den: .Herzog von Wellington hat, so schreibt oie „Köln. ! Ztg.", der englische General gehabt, der in der Nacht vom 5. zum 6. Juni im Alter von 66 Jahren aller Wahrschei::- lichkeit nach den Tod in den Wellen gefunden hat. Ein Soldatenkind, trat er jung in die Jngenieurakademie in Woolwich ein, die er verließ, um am deutsch-französischen Krieg in der Loire-Armee teilzunehmen. So hat er sich seine Sporen im Kampf gegen Deutschland verdient, und im Kampf gegen Dentschlchld ist er gestorbem Als Jnge- nieurlentnant kam er zu der englischen Aufnahme von Syrien und Palästina, war auch als Konsul in der Türkei tätig, bis ihm die Expedition nach Aegypten Gelegenheit gab, sich in größerem Wirkungskreise zu betätigen. Schon 1886 wurde er Gouvernerrr in SUakrm, dann General- adjntant der ägyptischen 2lrmee und 1892 ihr Oberbefehlshaber. Als solcher vernichtete er die Mahdisten bei Omdur- nran und zwang den französischer: Obersten Marchand bei Faschoda zum Rückzug. Im Burenkrieg war er anfangs Chef des Stabes des Lord Roberts, danr: selbst Oberkommandierender. Mit seinem Jtamen ist die Aushungerung der Buren durch die Blockhanslinier: und die Einrichtung der Konzentrationslager für alle Zeit verknüpft. Jedenfalls bewies er großes OrganffationstaleUt, das er auch zeigte, als er mit der Neugestaltting der indischen Armee betrant worden war. Als er nach siebenjähriger Tätigkeit wegen eines Streits mit Lord Curzon, dem damaligen Bizekönig, znrücktrat, wurde er Feldmarschall uird 1911 diplomatischer Vertreter :n Kairo. Bis zum Krieg fft.er dort geblieben und hat die völlige Knechtung Aegyptens erfolgreich durchgeführt. Der Weltkrieg rief ihn dann in die Heimat zurück und auch für eine Zeit an die Spitze des Feldheeres, bis er den Posten des Kriegsministers übernahgn. Man dachte ihn sich aü Organisator des Sieges, wie Carnot in den bedrängtesten Zetten der französischen Republik, als die Monarchien des alten Europas gegen sie ins Feld zogen. Jedenfalls hat Lord Kitchener eine gewaltige Tätigkeit entfaltet und eine Masse von Menschen auf die Beine gebracht, den Sieg hat er aber nicht organisieren können. Mancherlei diplomatisch-militärische Sendungen hatte er daneben zu erfüllen, ohne daß sie von Glück begleitet waren. Ein Feldherr großen Stils war er nie, ein kühler Rechner und nüchterner Kopf ohne genialen Schwung, die vollkommenste Ausprägung des Durchschnittsengländers in seinen Vorzügen und noch mehr in seinen abstoßenden Eigenschaften. Unter den hohen Offizieren des englischen Heeres gibt es keinen mehr, der sich ihm ttr seinen Verdiensten an die Seite stellen könnte. Jetzt hat chn ein tragisches Geschick ereilt, das in England ukn so tiefer empfunden werden wird, als Kitchener der Mann war, der die „neue Armee" aus der allgemeinen Wehrpflicht geschaffen hatte und nun zum Siege führen sollte. B e.r l: n , 7. Juni. Zum Untergang Lord Ki t chener s mit sturem Stabe ans der „Hanepthrre" sagt das „Berliner Lageöüät": England sammelt unheilvolle Tage. Zn der verlustreichen Niedei'- lage im Dpernranm, zum Niederbrnch! in der größten Seeschlacht aller modernen Kriege ist der Tod des cinztgen Mannes hinznge- kommen, der den Engländern als Autorität galt in allen Sachen des Landkrieges. Er war unser härtester und grxiusamfter Feind, der Erfinder der gegen Englands Gegrver gern angewandten Aushungerungspläne und ein Anhänger der skrupÄlosesten, auch der grausamsten Kriegsmittel. Deutschland deirkt der alten Wotte: Gottes Aäühlen mahlen langsant, aber sein. Im „Berliner Lokalanzeiger" heißt es: Daß Kitchener den Tod ans dem 'Schlachtstlde finden werde, war von jeher unwahffchünlich, denn seine Kriege hat er zumeist gegOt Lanzenträger und arme halbnackte Wilde gefühtt. Die Buren hat er in erster Linie dadurch bezwungen, daß er ihre Frauen Und Kinder in die berüchtigten Konzentrationslager steckte, wo siet tzu Tausenden zugrunde «gingen. Mit Kitchener ist jedenfalls ar, großer und geschickter Organisator, aber auch einer der bittersten Deutschenfeinde heimgegangen. Kein ernzigesmal, wenn er im Parlament das Wott ergriff, hat er es versäumt^ der deutschen Armee mit unwürdigen und gänzlich unbegründeten! Anwürfen entgegmzutreten. Sein Verlust ist für England ein schwerer schlag, so wenig Tränen ihm als Mensch auch nachge- weint werden dürsten. Wer in der britischen Armee die Erfahrungen und die Autorität besitzt, um die Stellung Kitcheners aus- süllen zu können, ist eine schwierige und ominöse Frage. Die „V o s s i s ch e Zeitung" bezeichnet Kitchener aks einen Typus des Größer-Englandstunrs mit feinen guten und seinen schlechten Eigenschaften. Die „K r e u z z e i t n n g" sagt: Da das deutsche Voll nach den Worten des Reichskanzlers die Sentimentalttät verlernt hat, so wollen wir nchig zum Ausdruck bringen, daß eine ebenso grünimige ;oie bittere Freude darüber in Deutschland ausgelöst wurde, daß wieder einmal durch unsere Marine ein Mann den Tod gefunden hat, der zu den hättesten und unerbittlichsten Schürern im Weltkriege gehötte. Wrr wollen dem toten Gegner die schuldige Achttmg nicht versage::, daß er ein Mann von großen Fähigketten war. Er war zugleich ein Mann, dem Menschleben nichts galten. Wenn st die Weltgeschichte den Weltkrieg darstellt, so muß dieser Augenblick verzeichnet werden, da das' sausende Geschoß in die Wanke des stolzen englischen Kriegsfahrzeuges fuhr, das den englischen Heerführer nach Rußland bringen sollte, wo ihm wahäscheinlich die Aufgabe gestellt worden war, den letzte:: verzweifelte:: Widerstand der Russen gegen die eiserne llmkkaMmerung Hindenburgs zu organisieren. Der Tod Kitcheners bedeutet einen schweren Schlag sitt die Sache der Alliierten. Der österrerchisch-ungarrsche Tagesbericht. Wien, 6. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautöart: 6. Juni 1916. Russischer Kriegsschauplatz. DieSchlachtenimNordosten dauern fast an der ganzen 359 Kilometer langen Front mit unverminderter Heftigkeit fort. Nördlich von O k n a nahmen wir gestern nach schweren wechselvollen Kämpfen unsere Truppen aus den zerschossenen ersten Stellungen in eine fünf Kilometer südlich vorbereitete Linie zurück. Bei Jaslowice an der unteren Strypa ging der Feind heute früh nach starker ArMerie- vorbereitung zmn Angriff über. Er tmtrdc überall geworfen, stellenweise im Handgemenge. Westlich von Tr am- bowla brach zur selben Zeit ein starker russischer Angriff unter dem Feuer unserer Geschütze zusammen. Westlich und nordwestlich von T a r n o po l wurde gleichfalls erbittert gekämpft. Wo immer der Feind vorübergehend Vorteile errang, wurde er ungesäumt wieder geworfen. Vor einer Bataillonsstellung liegen 350 russische Leichen. Auch bei Supanow fiihrten die zahlreichen Vorstöße des Feindes zu keinem wesentlichen Ergebnis. Zwischen Mlvnow an der Jkwa und dein Raume westlich von Olnka. wo sich die Russen mrtwahrwd verstärkten, ist nach wie vor ein erbttterE Wugen vtt-Ggrrge. Italienischer Krkessschsu-lStz. Die Lase ist unverändert. Mn Schwader von Seeflugzeugen griff gestern nacht die Bahnanlager; von San Sana di Piave an der Livenza und von Latifana an. Unsere Landflieger belegten die Bahnhöfe von Verona, Bla und Vicenza ausgiebig mit Bomben. Seit Beginn dieses Monats wurden über 9700 Italiener darunter 184 Offiziere, gefangen genommen, 13 Maschinen Lewehre und fünf Geschütze erbeutet. S ü d ö-stlich-e r Kriegsschauplatz. Ruhe. Der (Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Me Seeschlacht in der Nordsee. Berlin^ 6. Juni. (WTB. Amtlich.) Engländer, die von der deutschen 5. Torpedobootsflottille während der S e e - schlachtvordemSkagerak aufgefischt wurden, haben ausgesagt, datz der Schlachtkreuzer ..Princetz Roval" schwere Schlagseite schabt hätte, als die „Queen Mary" im Gefecht mit der denHchen ersten Aufklärungsgruppe und fast gleichzeitig der kleine Kreuzer „Birmingham" sanken Ferner seien an dreßem Teile des Gefechts alle fünf Uebers- dreadnsugl^s der Queen-Elizabeth-Klasse beteiligt gewesen. Andere errgUfche Gefangene, welche von der deutschen 3. Torpedobootsflottille gerettet wurden, haben unabhängig von einander und unter schriftlicher Bestätigung ausgesagt, daß sie das Sinkendes „W a r s p i t e", des Schlachtkreuzers „Princetz Royal" und von „Turbulent", ,Lkeftor" und'„Al c asto r" mit Sicherheit gesehen hätten. Don einem deutschen U-Boot ist 90 Seemeilen östlich der T^MNündrmg nach der Seeschlacht vor dem Skagerak ein ÄMf der HNN-Dnke-Klafsc mit schwerer Schlagseite und mit sichtlich vmWaffer im Vorschiff mit Kurs auf die eng lifche Küste grstchtct worden. Dem Unterseeboot gelang es wegen ungünstiger Stellung zu dem Schiff und wegen schwe rer See nicht, ziM Schutz zu kommen. Der e n g l i s ch e V e r - tust an Manschenleben während der Seeschlacht vor dem Maseru? wird a u f üb er 7000 geschätzt. Kirre Ansprache des Kaisers. Verein, 0.Srimi (WTB. Anttlich.) Der Kaiser?Kit am 5. Im« in ven von Bord des Flotten slaggschiffes an die <&r Lmrd gettäitTvm Abordnung«: sämtlicher an der Seeschlacht beim Skagerrak beteiligt gttveseneu Schiffe und Fahrzeuge etwa folgende Aussprache gehalten: „Sv ost ich in den vergangenen .Jabreu meine Marine in WikhÄMshavsN besucht chrbe. Mxsmsl habe ich mich in tiefster Seele gefreut Wer den Anblick der sich entwickelnden Flotte, des sich erweiternd«: Hafens. Mt Wohlgefallen ruhte mein Äuge auf der jungen Msmffchaft, die iE^erzierfchupven aufgestellt war. bereit, den FahkMeid zu leisten. Viele Taufende von Euch haben dem obersten Kriegsherrn inS Auge geschaut, als sie den Eid leisteten Ich habe Euch aufmerksam gemacht auf Eure Pflicht, auf Eure Aufgabe, vor allen DijnMr darauf, daß. die deutsche Flotte, wenn es eivndrl mst Mssgie teÄJSR soltze, gegen eine gewaltige Uebermacht m ffou&fen haben Ewe Dieses Bewußtsein ist in der Flotte zur Tradition gmrwrdes^, ebc»rfv wie es iw Heere gewesen ist, schon von Fri^-richs des Großen Zette» an: Preußen )oit Deutschland sind stettz vBchxhen geweÄt von ü ber m ächti gen Feinden. Darum hat sich unser Volt zu ettrem Block zuiamjmenschweißen müssen, der unendliche DrTste in sich au-gespMhctt hat, bereit sie loszulassen, wenn Not an den Miann Mme. Äher fo gehoben«-. SyaaftaS wie am heutigen Tage habe ich noch nie ehre Fal^ m Euch gemacht. Jahrzehntelang hat sich die Mmruschaft der dcheWen FlÄte ans «Len deutschen Gauen zu- saMrmeugesetzt unk. zi siommengeschweißt in mühevoller Friedens- arbest, immer mit dem einen Gedsnken: Wenn es losgeht, dann wollest wir zeigen, was wir können. M> es kam das große Jahr des Krieges. Neidisch? Feinde überfielen unser Vaterland. Heer und Flotte waren berett Aber fitr die Flotte kam nun eine schwere Zeit . der Entsa-nwg. Während das Heer in heiß«: Kämpfen gegen über mächtige Feinde allmählich die Gegner niederringen konnte, einen nach dem andern, wartete und harnte die Flotte vergeblich auf den Kampf. Die vielfachen einzelnen Taten, die ihr beschiedcn waren, sprachen deukkich von dem Heldengeist, der sie beseelte. Aber so, wie sie es ersehnt^, konnte sie sich doch nicht betätigen.. Mvnatä um Monate verstrichen. Große Erfolge auf dem Lande wurden errungen und noch immer hatte die Stunde für die Flotte nicht geschlagen. Vergehens wurde ein Vorschlag nach dem andern gemacht, wie man es ansangen könne, den Gegner herauszubringen. Da endlich kam der Da-. Eine g-elvaltige Flotte des meerbeherrscheinden Albivn, das seit Trafalgar hundert Jahre lang über die ganze Welt den Baun der Welt-, beherrschendes SeettMsrnei gelegt hatte, den Nimbus trug der llnüberwindsichkeit und Nnb^isgbarkect — da kam sie heraus. Ihr Admiral war wie kaum ett: anderer ein begeisterter Verehrer der deutschen Flotte gewesen. Mn tapferer Führer an der Spitze einer Flotte, A.t über ein vorzügliches Material :cnd tapfere alte Seeleute verfügte — so kam die übermächtige englische Armada heran und die unsere stEe sich zum Kampf. Und was geschaht Die englische Floate wurde geschlagen. Der crfjjfc gewaltige Hammerschlag ift ge- hn, der Nim bus der englischen Weltherrschaft ges chwv n d m. Wie ein elektrischer Fnn.Se ist die Nachricht dnvch die Welt geeilt und hat .überall, wo deutsche Herzen schlagen, und auch in den Reihen unserer kavßeren Verbürrdeten beispiellosen Jubel 'ausgelöst. Das ist der Erfvlg der Schlacht in der Nordsee. Ein neues Kapitel in der Weltgeschichte ist von uns aufgeschlagen. Die deutsche Flotte ist imstande gewesen die übernkächtige englische Flotte zu schlag«:. Der Herr der Heerscharen hat Euoe Armee gestählt, hat Euch das Auge klar gehalten. Ich' aber stehe hstte hier gks Euer -^erster Kriegsherr, um tiefbewegten Herzens Esich meinen Dank auszusprechen. Ich stehe hier als Bettreber und im Namen des Vaterlandes, um Euch mein«: Dank anszusprechen. Ich stehe Wer als Vertreter und im Namen des Vaterlandes, um Mach seinen Dank, und im Aufträge mid im yt-ocmen meines ! e noch fühlbarer. * * * Dev frttnzösffchs Bericht. Paris, 6. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom Montag nachmittag: Oesttüich der Maas setzten die D^eutschen abends und nachts ihre Angriffe gegen die französischen Stellungen in der Gegend von Bau-x und Damlvup fort. Sämtlnlfe Angriffe scheiterten, sowohl nordwestlich vom Fort Vaux auf den Abhängen des Firminwaldes, wie zwischen dem Fort und dem Torfe Tamlonp. Wahrend der Nächst fand ein erbitterter Kampf zwischen der Besatzrcug des Forts und deutschen Abteilungen statt, die unter VerwendMrg von Strahlen brennender Flüssigkeiten versuchten, dort einzrvdrrngen. Trotz reichlicher Antvendung dieses Verfahrens verhinderten die Franzosen alle Fortschritte ihrer Gegner. Auf den: linken Maasufer Beschießung mit Unterbrechjungen. In den Vogesen n ahmen die Deutschen bei eine in Hand st reichdreiGrabe nabschnitte westlich Carspach. Durch einen fast sosvtt imternommenLN Gegenangriff wurden alle diese Grabenstücke toieder eüobett. Amtlicher Llbcndbericht vom 5. Juni: An der Front nördlich von Verdun verhi:st>err schlechtes Wetter die Operationen. Man meldet kein Jnfanteriegestcht. Während des Tages dairwte das Geschützfeuer zien:lich heftig in der Gegend von Vaitt, Damlonpi ::nd der Feste Vairr fort, too die Lage unverändert blieb. Aus dem link«: Ätaasuser Artilleriekampf mit Unterbrechungen im Abschrütt von Avocourt. Auf der übrigen Front verlief der Tag ruhig. Belgischer Bericht: Es herrschte Rithe an der Front der belgischei: Armee. Cirr belgischer Bericht über den Kampf in Afrika. Le Havre, 6. Jw:i. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher belgischer Bericht über die Kolonien: Nachdem die Truppen! des Generals Tombeur au: 8. Mai Kigali und am 11. Ma: Nhanza besetzt WtLen. setzten sie ihren Marsch zur Verfolgung der feindlich«: Stteltkräsie, ^velche sich schnell südwärts zurückzogen, fort. Ende Väai war die Lage folgende: Unser linker Flügel lehnte sich an den Kageva-Fluß. Im Zentrun: hatte eine Kolonne den Akanjauu-Fluß östlich von Jtuvura überschritten, wo 'nach einer Nöeldung dve seitlichen Streitkräft« zufammen- gezogen waren: die rechte Kvlonne nrherte sich der Stadt Usum- bura. In Kirmrda ist «ine vorläufige Vennalttmg cinges'etzt. Der Akanjaru-Fluß ist der hauptsächliche rechte 'Nebcnfülß dos Kagera. Tie Stadt Usunürura ist der 5?aupksrt der deutschen Provinz, Urundi und liegt am nördlichen Ufer des Tanganjika-Sees gegenüber Uvira. Hieraus ergibt sich, daß di« belgische Truppen seit Mitte April etwa zweihmcherl Momleler weit ans dem feindlichen Gebiet vorgtzdrungM sind. Der Druck Englands auf die Neutralen. Kopenhagen, 6. Jnin. (WTB.) „Politik«:" meldet aus Bergen: Infolge der Weigerung ^Englands, dimwrwegische Fischerei- fkvtte mtt Kohlen zu versehen, konnte diese ::rcht an der Fischer« bei Jslaich teilnehm«:. Dadurch ist Kr Nottvegen ein Verlust von vielen Millio:v«: Kronen entstand«:. N.mmeyr veröffentlicht der norwegische Fischereidirekdor die Mitteilung, wonach England zur Lieferung von Kohlen unter der Bedingung bereit sei, daß Norwegen den gesamt«: Fang mit Trauplnodukt«: Englmü) verkauft. Die Konttakte mit Ei^land sind jetzt geregelt. Die Kohlen beginnen bereits einzutteffen. Somit haben sich die Norweger der englischen Bedingung unterworfen. Die holländische Ausfuhr. Haag, 6. Jttni. (WTB. NichtamAich.) Tie Erlaubnis zur Ausfuhr von Zucht st irren , Milchkühen und tragenden Kühen ist tvied« aufgehoben worden. Ans Griechen:r»nd. Bern, 6. Juni. (WTB.) Der Mailänder „Secolo" meldet aus Salonik: Nach einem chiffrierten DelegrmNm cars Athen wurden König Konstantin an seinem Namenstage auf der ^Fahrt nach der Kathedrale, als die Bevölkerung und die Mitglieder der Regierung von der BerhängUirs dos Belagerungszustandes über Salonik noch niMs wußten, große Kundgebungen dargedacht, 'bei welchen aus der zahl-reichen Volksmenge, in der sich auch viele Offizvere befanden, auch Hochrufe auf Deutschland ausgebracht wurden. Der Wagen des deutsch«: Gesandten wurde ebenfalls laut begrüßt. Die Mindgebung wiederholte sich pater vor der deutschen Gesandtschaft. Der Berichberstatter des „Secolo" in Salvnük beällkcket, daß die griechischen Beamten in Salonik fast alle int Amt geblieben seien. Die russische Kriegs^ewruusteuer. P-eters bmr g, 6. Juni. (TO) Der Reichs rat lehnte sie von der Rechtzen vbrgeschlagene KrieHsgewinn- teuer mit 70 «gegen 43 Stt:nMeu ab. Der §eMeg. London, 6. J:mi. (WTB. Ni-chttmEich.) MoiM meldet, daß der nvrweg ische Dampsier „Sigrnmon^, der von London nach Amsterdam mtterwegs war, dicht bei der Themsemün- dimg gesunken ist. Die BesatzE wurde in Sheerneß gelandet. Ter Koch ist ertrunken. Kopenhagen, 6. Juni. (WTB. NiÄMtlich.) „Berlingske Tid«lde" berichtet aus Ä m ö: ^jgfM| lf Bro-r Posten- chiff verfolgte gestern en^n enpwnt Da mchfe r durch den Smrd in nördlicher Richtung. Der Dampfer entkam jedoch nach Helsrngbvrg und setzt« später die Fahrt auf schwedischem See- gebret fort. Der schwedische Dampfer „Garm" wurde gestern südlich vom Sund von den Derttschen msigebrcvcht und nach Swmemüicde gechhrt. SchatttgHai, 6. Jmsi. fiEG. MchtzarrrMch.) DÄ«n- chika i ist Montag frKh! Lm hm Mche. Stuttgart, 6. Juni. (WM UZhiWMsch.) Wie Staatsanzeiger meldet, hat Mn n i sie«pr äsiD ent v. W e i z sri ck e r den: ReicLMkanzler aus Anl gen Rede im Reichstage ein yerzlich-es t e l e tt-r a m m ge-sinttrt. .Kommunale Maffenspeisrms. Der Gedanke, der Massenspeisung den Ehcrvakter der KriegswohltätigkeiL zu nehmen und sie zu einer Waffe im Aushungerungskrieg Umzuschmioden, kvird bereits von eir:- zelnen Genkeinden in die Tat umgesetzt. So hat die Stadtverwaltung von Hannover 5e- schlossen, in Schule:: n.nd anderen g-eeigueten Mnrmen Großküchen einzurichten, in denen jeder Speisen gegen ange- n:essene Bezahlung erhalten kann. Mit der Erriclsiung der Großküchen ist bereits begonnen morden. Der Magistrat der Stadt C^arlvtten.burg beabsichtigt in allernächster Zeit die Massenfpeisirng zu zentralisieren. Bisher wurde in Charlottenburg schon seit Kriegsbeginn bedürftigen Kreisen der Bevölkerung Mittags- sf>eisung gewährt. Die Stadt überivies diesen Speiseanstalten Unterstütz ungsbedwrstige und bot auch der minderbemittelten Bevölkerung Gelege-.cheit, auf Eigene Kosten ein billiges Mittagsessen einzunehnreir. Monatlich wurden bereits rund 50 000 Portionen a?rsgegeben. Die Stadt hat für die Zeit vom 1. April 19*5 bis 30.'April 1916 ^und 150 000 Mark aufgewendet. Der MagDwirt von Char- lottenburg plant nun die Errichtung einiger großer Zentralküchen, die die über die gmrze Stadt vertellren Ansgabe- stellen, von denen die Speisen abgeholt :md in der ^Löhnung verzehrt werden können, mit Speisen zu versorgen haben. Düsseldorf plant die Bergrötzerurkg seiner ebenfalls schon seit Kriegsbeginn bestehenden Schul- und Kriegs- küchen. Im August 1914 wurden diese stark benutzt. Der Besuch ließ abler bald wieder nach und stieg erst in der letzten Zeit, so daß jetzt werktäglich etwa 5000 Drettsiertel- lrterportionen Gerichte abgegeben werden.^In den Schulküchen w^erden die Kind>er, die bedürftmen unentgellllch, an Ort und Stelle gespeist. Eine erhebliche (ÄIvLiterung dieser Speisegelegenheiten soll mm durchgefährt Werdern Man hofft m drei bis vier Wochen das drei- bis vierfache und nach Bedarf mehr leisten zu Lönneir. Der Bezug dep Sveffeu soll aber vprläufig noch auf den bedürftigen Teil der Bevölkerung beschränkt bleiben, da erst abgewartrt werden soll, ob die technischen Voraussetzungen nrr eme allgemerne Massenspeisung durchjührbar sein werden. Infolgedessen betont der Düsseldorfer Magistrat, daß die be- stehenoen Sperseanstalten der industriellen Werke usw., wie auch die Einkaufs- und Verlaufsgenofs^rschaftzer: auf alle Falle ihren Betrieb ausiecl-techalten und erweitern sollen. Berlin, 6. Juni. (WTV.) Der Rechnungsaus-, schuß des Reichstags :rahm heute das Kriegs- k o u L r o l lg e s e tz an und dazu eine fortschrittliche Ent- schlußung zur Prüfung aller Leistungen und Lieferungen für Kriegszwecke sowie der eiuscblägrgen Verträge, einen Ausschuß zu - berufen, zu dem vom Reichstag zu wahLende Mitglieder des Reichstages urrd^ Sachverständige zuzuziehen such, und dem Gericht des Ausschusses der ghostgobendeu. Korperschafteu mit Vorschlägen zur Beseitigung etwaiger Mrßstände nntzuteilen. * folgeude Anfrage eingeöracht: Im „EDerfelder Tägllchei Anzeiger", Nr. 146, 1916, wird folgendes mitgeteilL: ß** I.^^Vitungen der Berliner Börse. D: Berliner Bors« hat bekanntlia? vor einigen Tagen ans die yazisist Aeußemmg«: des Präsidenten Wklspu mit einer allgemeine Bame geantwortet. Durch diese Tattache ist erneut die Aüfmett famk«t leitender Kreise darauf hingelenkt Verden, daß der s p-e kr 1 at: v e Handel in Krie gswerten emeii fäcl)en Umfmt angenommen liat. daß dadurch, die vaterländisch«: Interessen i 0 -rage gesteckt werden, die -auch auf dem GcldinarLe wie auf alle ander«: voMwrttlchcrftlick-«: (^bieten Be«,cksichsigwn verlarrgen. W:e rms von wohlinpoemierttr Sette mitgeterlt toick schweb«: Erwägungen darüber, eine ernste Bervmnrung an d betreff«wen Börsenkreise ergehen zu lassen. Sollt«: diese nick «ne sofortige Abstellung -der erwähut«: Mißstmü^ im Gefolc haben, so wird nöttgenfalls eine Vollkvmmsirc Mtterdrückrmg dc Sperulatwn an der Börse sorvvhl wie an anderen Orten mrtt schwerer Sttafandrdhung die Folge stirr. Treffen die hier behaupteten Dinge zu, und ist de Herr Reichskanzler bejahendenfalls bereit, entsprechend Maßnahmen gegen die Spekuluttou der Wrse anzuordnen Mir genügt eine schriftliche Anttvvrt. Aus Hessen. Darmstadt, 6. Jmsi. (Prid.-Tll.) Die amtliche „Darm- ftadter Z«tung" schreibt unter der Ueberschrift „Zum Besuche des Re:chskanzlers": Tie kraftvollen Worte, mtt denest der Reichskanzler gestern im Reichstag Len gegen ihr: gerichtet«: Anfeindung«: «ttgegengttreten ist imb der ixrbei von ihm l'und- gegeb«:e imerschütterlichle Glaube nackft:achrida nge und Mittler in Darmstadt, B r i ck eDm a i e r in Offen- bach Main) rmd Rossel nt Mainz, die Noakschlll-er Heeb in Mkrin^ und Langohr in Friedberg (Hessen); zum Telegraphen- «chllsiik: Ghnmasiast Schneider in Offenbcvch (Main); zu Tel-e- yraphengehllsimreu: Emma .Hartmann in Alsfeld ^Hessen) und Mee Mulch in Darmstadt; als Posta gentin Anna R-uppcl in Mtrn-Barseck (Kr. Gießen). — Freiwillig ausgeschi eden: die TekegrapchengeAMnnxnc Helene Bangert in Warms, H o r n in Bad Nauheim imib L,gSb-r-chtiat°n mit den Anfangsbuchstaben A—K vormittags von 6—12 und die jenigen mit L—Z von 2—6 Uhr. ** D?r MUsterfchÄtzenF^aben auf denr Trieb, am Elllenkspf, ist tmeber he-rgeröchbet und mit verschiedenen Neueinrichtungen, wie Harchpostensappe, Harchpofteirloch, Drahtverhau vor dem Hvrchposttm und vor der Stellung, Stand zum Beschießen der Horchpofteusappe, sowie StolperdDÄchen versehen. Gegen enr Eintrittsgeld von 30 Mg. für Erwachsene und 10' Mg. für Kinder zum Besten der Kes^sDrsorge steht er täglich von 8 Uhr vormittags bis 9 Uhr cckends zur Befichttgung zur Bevfüguug. tt. Achtums VEsrpeu! In diestnn, an Ungeziefer reichen Zähre ist es besonders dir Apfelbaum-Gespi n stmo tte i^ypmiomeuta. malinella), welche die im ganzen vielversprechende Obsternte bedroht. Den Schädling, eine kleine, grünliche Ränpe, erkennt man leicht an den größere, weißen Gespinsten in der Lanb- 'krmre der Apsselbärcme. Diese Gespinste nniffen, solange die Raupen .noch Oesannweu sitzen, abgeschnitten und verbrannt werden. Andernfalls werden gMze Aeföe bis auf die Mattrippen kahl gefressen. Gmrz ebenso ist der Itvetschenspinner (Le^roprL oratne^slla) IM bekainpfen, der besonders da häufig auftritt, wo Schwarzdvrn- checken in der Mche sirQ. ** 5 °/o Zinsen fütt Slp ver anlatzt, 'hat der Borftaud der B^irksfpa tta ffe Schoten bEi losscn, ibrs auf werteres Einbyeu in jrtzer Höhe, die in Golowert geleistet werben, M 5 o/o Zinsen cmUSdehmen und diese 'b prozentige DerzinMng reicht vor dein 1. Januar 1925 berab^ ^znsetzen. Die Stzxrttaffe wird daraus zwar kcdven Gewinn ziehen. ra^ W-erdorf, 6. Juni. Leutnant und Bataillonsadjutant Hans A n t h o n i (Jnf -Regt. 9tt. 81) wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klaffe cmsgezeächnet. Heffen-Nassau. [} M a rb'Ur a , 6. Juni. AulKßlich der Grund steinte stuug des Jnvalideicheims firr Jug-er und Schützen am Beträge in 5 Kriegsanleihe angelegt werden, deren Berrinsnng bekamrtlich vvr dein Jahre 1924 keine Aendernng er fahren wich. Vt. Bohueu an G«rtomlanben und Hansstpa-- l i ew em? Dre T ü r Vr-sche oder Fon z x bo hrr-e ward von 'jeher' gern zur BegrüuWrg von Lauben rmd GartKrsPali-ereic benützt. In der fetzigen Zeit, wo Lmlstnfruchte ein gesuchter Artikel sirtd, gewinnt ihr Anbau eine erhlMe Bedeutung. Die Ferrer- odcr Blumenb-o^re nnrd auch in ungünstigen Jahren und Lagen noch reff, wenn fie nur somrig steht, und ihre Bohnen, auch die bunten, sind ebenso wertvoll wie jede andere. Nur als Grün- gemüse und zum Einfachen taugt sie nicht viel, weil sie bald l>art wird. Was crn Schoten nicht reif geworden ist, reift nach, wenn mmt die PflmMm un Spätherbst halb aus dem Boden reißt, so daß die Ranken an den Schnüren, Drähten oder Latten, an benen man sie in die Höhe leitet, etwas welken. Zerr Aussaat ist es letzt noch Zeit. beginnt um 6 Uhr vorvrittags in den Marktlauben. Zum Verkauf kommen beste, frischeste Seefische (Schellfisch, Cabliml, Seelachs, Schollen, Hettnge). ** Stenberung de r Verordnung ü b e r d e n V e r- Ikehr mit Seife, Seife np ul v e r usw. Die vom Ober- bürgermeifter erlaffenen Bestimmungen vom 10. Mai 1916 erhalten ^folgende Fassimg: Die Abgabe ist während des ganzen Monats gestattet und ist vom Veräußerer auf der Ausweiskatte für den Bezug von Brotmarken unter Bezeichnrmg der Art und Menge (Gewicht) mit Tinte oder Farbstempel zu vermerken. lt. Bohnen nachlagen? Vielfach sind die anfgegangenen :Bohnen bis auf die Samenlappen durch Erdflöhe verwüstet, j Diese Bohnen erhoberr sich iricht wittver, sondern sind sobald wie niöglich durch Nachsäen M ersetzen. Das beste Mittel gegen Erdflöhe ^ besteht übrigens im Ileberstteuen der Beete mit Oserrruß oder Sägespänrn nnd beständigem Feuchthalten durch Ueberbrausen Mt abgestandenem Wasser. Landkreis Gießen. ! Allertshausen, 6. Juni. Wehrmann Zimmer, der feit Anfang des Krieges im Felde steht, ist mit der Hess. Tapfer- kettsmedaille ausgezeichnet worden. Er ist der erste von Allertshausen, der ausgezeichnet worden ist. u. Heuchelheim, 7. Juni. Kriegsfreiwilliger Adolf Kreiling, Sohn des hiesigen Bürgermeisters, Bizefeldwebel im Infanterie-Regiment Nr. 253, erhielt das Eiserne Kreuz. l_s L a n g - G o n s, 6. Juni. Am 29. Mai starb den Heldentod der Gefreite Vh. Spies, Sohn des Käsefabrikanten und Landwen Kreuzes sowie der Württenrbergischen und Hessischen Tapferkeitsmedaille. Bl. Büld-es-cheim, 6. Juni. Otto Her get, der vor einiger Zeit mit der Hessischen Tapserkoitsmedaikte ausgezeichnet wntt>e, ist zum Unteroffizier befördert worden. Ks. B a d- R a u he i m, 6. Juni. Der ant DonnerNag, abends 8*4 Uhr, im Konzerthrms imter der Leitung des Professors Hans Mi rr d e r st e i n stattfin^eiche Richard-Wagner-Abendder Ktr r kap e ll e wird mit dem! Vorspiel zum 1. Akt aus „Lohen- g r i n" erngeleitet werden. Es folgen hierauf „Pilgerfahrt" (Ouvertüre nud Bachcmale) ans Da n n hau se r , das „Waldweben" aus S i eix f r i ev, „Siegfrieds Rheinfahtt" und „Trauermusik beim Dode Siegftteds!" aus der Götterdämmerung. ,^Jsoldetrs Liebestod" aus Tristan und Isolde bsidet den Schluß bc§ Konzerts, das einen hohen Geimß verspricht. Starkenburg und Mkinhesseir. d. D a r m st a d t, 6. Juni. Ein Feldwebel versuchte heute früh ein Dienstmädchen, mit dem er ein Verhältnis unterhielt, in deffen Zimmer zu e r st e ch e n. Das Rtädchen wurde sehr schwer verletzt^ und kam in hoffnungslosem Zustande in4 Krankenhaus. Der Täter, der en für vorliegend, bejahten aber in zwei wefteren Fällen die Shuldfrage und bewilligten der Angeklagten für den FÄl der Btthilje zu der Tat mildernde Umstände. Ter Gerichtshof verutteilte die Angeklagte unter Einbeziehung ttner von der Strafkammer gegen sie erkannte l L / 2 jährige Zuchthausstrafe Ml ttner Gchanftstrase von 5 Jahren Zuckst Haus. Von dieser Sttaie wurden drei Monate nnd drtt Wock^n der erlittenen Untersuchungshaft als verbüßt angttehen. Vtt der Sttaf- zumesiung wurde berücksichtigt, daß die Angeklagte in Not gehandelt- daß Krankhttt in der Familie die Angeklagte gezwungen haben mag, des Gelderwerbs tvegeü sich strafbar zu machen, ebenso kam das Geständnis mildernd in Betracht. Straferschwerend mußte in die Wagschale fallen, daß die Angeklagte schon wegen des gleichen Verbrechens mit drei Jahrm Zuchthaus vorbestraft ist. Vsrmzschtes. * Konstantinopel, 6. Juni. Schukri Pascha f- Der Verteidiger Adrianopels während des Bakkankrieges, Schukri Pascha, ist gestorben._ Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 8. Jimi 1916 : Wechselnd bewölkt, teilweise Niederschläge, kühl. m ." _"iLi** Letzte LachrWe». Angriffe gegen FclLiroe. Haag, 7. Juni. Aus London nstrd gemeldet: Admiral I e lll i c o e ist nach London abgereist, um einer Konferenz in der Admiralität beiznwohnen. Cs l^ißt, daß auch König Gäwg den Wunsch znM Ausdruck gebracht habe, von Jellicoe persönlich Eindrücke über die Schlacht zn erhalten. Verschiedene große Matter grttfen den AdM!ira! in heiler Weise an, weil feüt Verhalten sehlerhaft gaoefen fei. Er HDue Adackral Beatty nicht so wert in die däTrischttr Gewässer Vorschulen dürfen. Auch stt er reichlich zw» Stunden zu spät gekvMrnen. Frankreichs letztes Aufgebot. Genf, 7. Juni. Ern Erlaß des ftcmzösischen KriegsMinisters beruft alle bisher in der Etappe verwendeten HüfÄ«nsl1ähigat des Jührgangs 1902 bis 1917 zum Dienst an der Frrmt ein. Die Zukunft Calais? Haag, 7. Juni. Mit erstaunlicher Qffenheczigkttt, um nicht zn sagen mit zynischer Frechl-eir, gttteht ,.Eomwmisck' in seiner letzten Nummer, daß inan in euglicheri offi-ieüen Kreisen l-eut« berttts die frmHösische Provbrz Pas de Calais als uutrr mg- lischer Herrschaft stehend ansieht. Das Blatt schreibt wörtlich; Offenbar iisfrcbc du Fttedensschlich unmöHlrch sein, ohne daß Frankrttch das wertvolle Departement Pas de Calais wieder erhalt. Es ist möglich, daß Grv ßbrilannien in dieser Sache etwas trat körmle, ohne einen wchentlichen Teil der Macht und Größe des« btttischen Reiches zu gefunden. An ttner anderen Stelle der Erörterungen über die Fttederrsmöglichkttten, in einem Ärffsatz, worin Lord B r a s se y sich mft der Frage der Fttedensmöglichtciten und ettvaigen KompensatÄnrei! bttckKftigt, wird u. a. der Vorschlag ge^ macht, daß das Frarrzösffch sprechende Lothringen Frankreich zu-« fallen müsse, während der deutschspirechende Dell Lothringär^ Deutschland verblttben kbmtte. MW^ Ji-orq ^ur ^ der EnSwi&kllsng haben oft viel unter Blutarmut und deren Foig0©l*»G*ieinWaagen, Ä'^1GÄ lo wie Hes'zklopfen, Kopfschmerzen, blassem Aussehen, grosser Müdigkeit, zu leiden« Man versänne sicät, das Meftr von Äntcmtäieß empfohlene LECIFEURSJ sofort zn gebrauche®. Der Körper wird durch LECIFEßRIM ge3iräf'S»gt und iscm Sssäebft und demselben ne&sss, fesursdes Kost zugefö^rft. q P reis Mk. 3.— die Flasche, sehr angenehm von Geschmswik, befördert xugäeäeh fippetäi und Verdauung,, in Apotheken erhältlich. 3 '7,1 • f hervorragend im Sitz. Meine Spezialmarken « Mk. 2.53, 3-25, LfÄ 3.75, 4.25. 4.78. Im ] 5.53, 6.23 11 . M 5»!!or*w*f| W telanpet! in grosser Auswahl = empfiehlt billigst » J« TbUrsier 3 w!l.'6ejeliäfl, üidwigsttaßelö Knaben SpifWp Hvchfetucn gewässerte« Stockfisch tafelfertig. FemstScheHfische und Caliüau usw. jed.Woche mehr.Sendung. bet OM. I Bahnhofstr.66. tz«") Tel.66. , j JlMhA n^ .flrfiiT. jfj lt'-': MAe BckMtküs-hiiMü der Stsdt Sieben. Auf Grund der Bekann1mach«ng des Reichskanzlers vom 4. Mai 1916 iwer Aendernag der AusflihrungSbe- siimmuugen zur Verordnung über den Verkehr mit Eeift, SeifenprUver und anderen fettbaltiaen Wasche mirreln wird Sill der von mir erlaffenen Bemmmungen vom 10. A?ai 1916 über den Verkehr mit Seife und anderen felthaUigen Waschmitteln abgeändert und erhält folgende Fcch-uug: 2. Die Lll'gabe ist während des ganzen Wlonats gestattet und ist vom Veräußerer auf der Ausweiskarte für den Bezug von Brotmarke» unter Bezeichnung der Art und Menge (Gewicht) mit Tinte oder Farbstempel zu ver- n^erken. * 481ÖB Diese Bestimmung tritt sofort tn .Kraft. Gießen, den 6. Juni 1916. Der Oborhürgernrttster. Kekl er. Dftt Rücksicht gui die bevorstehende« Feiertage sindtt die nächste 'Ausgabe der Brot- und J-lsifchmarken FxoötaH, den 9 . Jnni und zwar für die BeKugsbercchtigten mit dem Anfangs Vii^karteii IHriari’Hchc ßrackeMi. bu«tO.,.ben Anstalreu \it für Witt zu vergelwa. Die Lre eruu i dedingnngen liegen im Stadthaus. Zimmer Nr. 16. zur O inffun ab»«. Anqevote sind mit enstwech<-nd