8 r.W Der Gitfrwtv erscheint täglich, mcher SsnntagS. — Veilaqen: viermal wöchentlich S^tzenrTFamülenbratter; ziveimal wöcl>erltl.rrreir- dbrttfLr den Xreis Wetzen (Dienstag und Freitag),' zweimal nranatl. Lanö- wirtschaftUche Seitfragea ?. ernsprech - Anschlnffe: >u r die Schrütleitung 112 Verlag,GeschÄtsstetleöl Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Sietze«. Annahme non Anzeige« iür bte Tagesnurnmer bis zum Abend vorher. EHer VlaLL M. ZahrZaug DiMsLag. 6. Zun; Wö Geseral-Anzelger für Göecheffen 84ta weiter die Augen verschließen wollen, so müssen, so werden und so wollen wir weiterkäwpfen bis zum endgültigen Siege!" Ganz im Nebereintzttninnng mit unseren wiederholten Darlegungen au dieser Stelle fügte er hinzu: ,^Jedes Friedensgespräch, das wir jetzt beginnen würden, ist nichtig und mcfjt zu seinem Ziele führend." Das Ausland wird nun überzeugt sein, daß Herr von Bethmann Hollweg keinen schvächllchen Frieden zu schließen gesonnen ist. Und wir, im Innern des Reiches, könnten den Hader der Vergangenheit, dem der Reichskanzler gleichfalls lebhafte Worte gewidmet hat, allmählich begraben. Den Hader nämlich und die Borwürfe, die man, oft mit vielem Rechte, in der Polemik gegen unsere zünftige Diplomatie hat auspacken müssen. Es handelt sich nicht mehr um Fehler der Vergangenheit, sondern um die Ziele für die Zukunft. Daß in dem Streit um das Vergangene von den Wcher- lachern des Kanzlers viel Gehässiges, Falsches und Unzutreffendes vorgebracht wird, hat Herr von Bethmann Hollweg _ gestern schlagend dargetan. Seine neuen Bekenntnisse bei der Besprechung der Vorgänge beim Ausbruch des Krieges sind die alten, nur wirken sie gestern noch nachhaltiger durch die Wucht der tiefen Gemütsbewegung> die den Kanzler durchzitterte. Wir spüren mit hoher Achtung und lebendiger Sympathie eine gediegene, stolze und edle Weltauffassung, die sich frei wissen will von aller Tücke und Blutschuld. Das deutsche Vol k geht in die s em edlen und sch önen Drang mit fein er Re- gierung. Aber auch die Ankündigung des Kanzlers in Sachen der inneren Politik muß auf gewissenhafte Selbstpridfung im Volke stoßen. Es sind erschütternd schöne Worte gewesen, die er von der,gleichen Lieb eallerztrp deuts chen Hermat sprach, ob sie sich in der Sonne des Reichtums wohl fühlen oder mir am liebgewonnenen Herd ihre Existenz fristen. Das folgende Wort galt der Zukunft und muß bedeutungsvoll im Lande widerhatten: „Da soll ich trennen, da soll ich nicht einigen?" Uns dünkt, diese Worte haben dargelegt, ein ganz bestimmter Zusammenhang besteht zwischen der Feindschaft mancher Volksgenossen gegen den Kanzler in Sachen der ä u ß e r e n Politik und in der Gestaltung des sozialen Lebens des zukünftigen Reiches. • , * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 5. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauttzart: 5. Zum 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Der fett längerem erwartete Angriff der russischen Südwc st Heere hat begonnen. Au der ganzen Front zwischen dem Pruth und dem Styr- Knie, bei Kolke ist eine großeSchlacht entbrannt. Bei Okna wird um den Besitz unserer vordersten Stelluns- gen erbittert gekämpft. Mrdwestlich von Tarnopol gelang es dem Feinde, vorübergehend an einzelnen Punkten in unsere Gräben einzudringen. Ein Gegenangriff warf ihn wieder hinaus. Beiderseits von Kozlow (westlich von Tanwpol) schetterten russische Angriffe vor unseren Hindernissen, bei Nowo-Aleriniec und nordöstlich von Dubno schon in unserem Geschützfener. Auch bei Sa patt ow und bei Olyka sind heftige Kämpfe im Gange. Südöstlich von Luck schossen wir einen feindlichen Flieger ab. Italienischer Kriegsschauplatz. Im Raume westlich des A st i c o - T a l e s war die Ge- ftchtstätigkeit gestern im allgemeinen schwächer. Südlich Posina nahmen unsere Truppen einen starken Stützpunkt und wirsen mchrere Wiedergewmnungsversuche der Italiener ab. Oeftlich des Asttcotales erstürmte unsere Kampd- ttuppe ans den Höhen östlich von Arsiero noch den M o n t e Panoceto (östlich vom Monte Bareo) und beherrscht nun das Val Canaglia. Gegen unsere Front südlich des Grenzecks richteten sich wieder einige Angriffe, die sümtlick, abgeschlagen wurden. An der küstenländischen Front schoß die italienische Artillerie mehr als gewöhnlich. Im Doberdo-Abschuitt betätigten sich auch ftindliche Jnsanterieabteilungrn, deren Vorstöße jedoch rasch erledigt wurden. S üd ö st l i ch e r Kr itt p l atz. Ruhe. Der Stellvertreter des Chefs des Geucralstabs v. Höf er, Fewurarschatteuttmst * * « Ae ve-eMnng der Seeschlacht in -er Nordsee. Der Kaiser au Tirptt- uni» KSster. Berlin, 5. Jüni. (WTB. Nrchtcmttlichy Se. Majestät der Kaiser hat an die Großadmirale v. Trrpitz und v. Köster folgende Drahtungen gericlüet: Gwßadmival v. Trrpitz, Berlin. Nack^ dem Besuch meiner ans schwerem .Kampfe sieg.reich heimgekehrten Flotte ist es mir ein Bedürfnis, Ihnen nochmal? meinen, kaiserlichen DanG zn sagen für das, was Sie in meinem Austrage auf organisatorischem und technischem Gebiete geschaffen haben. Unsere Schiffe und Waffen habet: sich glänzend bewähtt. Der Schlachttag in der Nordsee ist auch ein Ruhmestag für Sie geworden. Großadmiral v. Köster, Kiel. Von dem mit frischem Lorbeer heimgekehrten Flottenflaggschiff aus sende ich Ihnen, dem alten Flottenchef, meinen kaiserlichen Gruß. Sie habe:: den Grnnd gelegt zu der sorgfältigen Bedienung aller Waffen und der taktischen Schulung der Flotte. Auf Jl?rer Arbeü aufbanend und den von Jhtren eingepflanzttn Geist pflegend, haben Ihre Nachfolger die Flotte weiterentwickelt zu einem lebendigen Kriegswerkzeug, das jetzt seine Feuerprobe so glänzend bestanden hat Das Bewußtsein, eine solche Saat gesät zu haben, muß Sü hoch beglücken. Auszeichnung des Siegers, BizeadmLrul Scheer. Wilhelmshaven, 5. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser hat den Chef der.Hochseestreitkräfte, Vizeadmiral Scheer, zum Admiral befördert und ihm sowie dem Befehlshaber der Aufklärmrgsstteirkrüfte, Vizeadmiral Hipper, den Orden Pourle merite verliehen. Ferner hat er einer Anzahl von Offizieren und Mannschaften, die sich in den Kämpfen in der Nordsee besonders hervorgetan haben, Kriegsauszeichnungen zu verleihen geruht. Der Kaiser hat an dem Grabe der im Kampfe für das Vaterland Gefallenen auf dem Garttisonfriedhof tu Wilhelmshavet: einen Kranz niederlegen lassen. Haute nachmittag besuchten der Kaiser und die Kaiserin die Verwundeten in den dortigen Lazaretten. Die Teilnahure des Linienschiffes „Hessen" am Kamps. D a rm stad t, 5. Juni. Mriv.-Tel., Zf.) Wie die „Darmstädter Zeitung" meldet, aing dem Großherzog vom Kommandanten des Lini-enschrffes Hessen" folgendes Telegramm zu: An des Großherzags von Hessen Königliche .Hoheit, Darmstadt. Eurer Kömglichen Hoheit melde ich untertänigst, daß S. M. Linienschiff „Hessen" cm der Schlacht vom 31. Dtai z:im 1. Juni,' teilgenourmen hat. Die Besatzung ging mit Begeisterung dem Feinde entgegen, ihr Verhalten war brav und ta^er, wie im Fahneneide gelobt. gez. : Bartels, Kapitän zur Ses. Kommandant S. M. S. ,L)efssck^. Der Groß Herzog antwortete: Kapitän zur See Bartels, S. M. S. „Heffen". Von ganzem Herzen beglückwünsche ich das Linienschiff „Hessen" zu seinem tapferen Verhalten am 31. Mai und 1. Juni. Stolz und dankbar bin ich und mein Hessenland ans die tapfere Besatzung, die beitrug zum unermeßlichen Ruhm des über alles geliebten Vaterlandes. Ernst Ludwig. Noch eine Erklärung der britischen Admiralität. L o tt don , 5. Juni. (WTB. Nichtamtlick».) Tie Admiralität veröffentlicht folgende Erklärung über die Schlacht in der Nordsee: Als die Hauptmacht der britischen Flotte mit der deutschen Hochseeflotte in Fühlung kam, genügte ein sehr kurzer Kamps, um die letztere, die schon schwere Einbuße:: erlitten hatte, dazu zu zwingen, Schutz zu suche::. Ties gelang, da infolge des. unsichtigen Wetters und des Nebels die britische große Flotte nur ab und zu in vorübergehende Berühr:mg mit dem Feinde kommen konnte und Pen: Dauergefecht möglich n>ar. Die Verfolgung wurde fortgesetzt, bis es ganz finster wurde. Aber die britischen Zerstörer vermochte.! auch währetch der Nacht erfolgreiche Llngrisfe cmszusühven. Nachdem Jallicoe den Feind in den Hasen getrieben hatte, kehrte er zurück und ffchr den Hauptfach- tichsten Schauplatz des Gefechts aus der Suche nach 'l^parürtew Schiffen ab. Donnerstag mittag, als es klar war, daß i-ichts mehr zu tun übrig blieb, kehrte die Flotte nach ihrer 400 Meilen entfernten Basis zlurück, ergänzte die Heizvorräte und war Sonntag abend wieder bereit, in oee zu stechen. Dü britischen Verluste wurden in vollem Umfange verösftuMcht. Es scheint alle Ursache zu der Annahme zu bestehen, daß die Deutschen zwe: Schlack)tschisfe, zwei Treadnought-Schrachtkret:s/er größten Tvps, zwei von den neuesten leichten Kreuzern, nämlich „Wiesbaden" und „Elbing", einen leichten Krvtzer vom Rostock-Typ, den leichten Kreuzer „Fraaenlob", mindestens neun Zerstörer und ein Unterseeboot verloren haben. Renterlügerr und Verwrrndstenphantkfien. Amsterdam, 5. Juni. (WTB Nichtamtlich.) Das^ Reuter- sche Bureau meldet, offenlmr überttiebene, Berichte von brittschen Verwundeten, die in verschiedenen Häfen angekomtwen sind. Vach diesen Schilderungen von Episoden aus der großetr Seeschlacht ist der Zerstörer „Shark" miüen zwischen zwei Kolonnen deutscher Zerstörer vorgedrnngen und hat diese angegriffen. Zwei davon wurden torpediert, ehe der „Shark" selbst infolge des überlegenen Feuers sank. Der Kommandant bediene, nachden: alle Offiziere getötet worden waren, selbst die Kanonen. Von der „Qucen Mary" wird erzählt, daß sie ans kurzen Abstand gegen ein SchlachtscM kämpfte und zu gleicher Zeit auch gegen einen Z e p p e t i n , der auf sie Bomben abwarf. Sie schoß den Zeppelin herab, ehe sie selbst durch zwei Breitseiten von dem feindltck)«: Schiss zum Sinken gebracht wurde. Der „Lion" und der „Tiger" ivaren ebuffalls in ein heftiges! Gefecht verwickelt. Der ..Lion" wurde wiederholt getroffen, während der „Tiger" 10 Mitvtten lang dem Feuer von etwa 20 Schiffen arrsgesetzt geivesen sein soll. Ter „Lion" will sechs deutsche Zerstörer in den Grmrd gebohtt l-aben. Weiter wurde erzählt, daß die britischen leichten Kren- zer sich denen des Feindes überlegen erweck«:: diese seien sofort Mttrckgeschlagen Word«: und in dem Durcheinander 'ollen drei von ihnen ans Minen gestoßen und veröorev aegang-m sein. Das Lege:: der Minen wird <üs die getvaltigste mtat der Brita: in dieser Schlacht geschildert. &ui engliscyr'. Zerstörer will ans der Verfolgung ein Schlachtschift lorpediett uno vtrsenkt haben. Als der Kommandant >desselberr Zerstörers, der sich sMennchst in Sicherheit zu bringen versuchte, aut der .^ommnedobrücke die Offiziere beglückwünschte, traf eine Grana.e die Brücke, wodurch er und vier andere Offiziere getötet wurden. Vom Schlachtschiff ^iii^ denbnrg^' wird erzählt, daß es von Tcküpiedos getroffen w,rrde, sich zve Seite neigte, bis das Mrffer seine Schornsteine errrühü^ Sufi» faul. Der fefll zSM deLlZHe ffisanet itt bet fcffib 5«. Dsvr t wirb fcernftfei, htfj^er schW^t!_fcS|pülÄgt VwÄL mö> tnrb t»£Ä in fflirmmm stDV. 8an \> 0 k , 5.Ami (WDB. NdchtanMch.) MckdaMg be$ Reu- terschen Bureaus. UckerlebttüL vom „Marrior^b die in Devon-- Port interviewt wurden, erzLWezr, daß ihr Schiff kurz nach 6 Uhr ins Gerecht kam. ,J3kl rrior" rM „D ese n c e" gerieten zwischen 5 wei Linien denHcher SchlschtsiEe. Die „Defence" flog in die Luft. Der „Warrün^^ wurde mir Kugeln dnrchsiebt. Der Feind gebrauchte Gasbomben. Nach 17 Mirmten dampften die deutschen Schiffe, verfolgt von €3ftBte?t%er britischen Schlacht flotte, weg. Der „Wirrrivr" begann Waff«r zu machen, so daß. die Besatzung an die Pumpen gestellt wurde, bis schließlich ein Hilfsftchrzeug hinzu kam. Die Verwundeten wurden nach diesem Hilfsfahrzeng gebracht. Der „Warrior" wurde 48 «Äunden geschleppt. Dann stellte sich heraus, daß däs Schiff verloren war. Das Schlepptau wurde gekawtt und der Panzer sank. In Itumouch erklärte einer der Geretteten, daß der „Warrior" ein gewaltiges Feuer von fftttf deutschen Schiffen der Dreadnvu-ghd-Mrffe und von 20 Zerstörern auszuhalten hatte. Eine englische Darstellung. 5. Juni. (Zf.) Rerrter meldet aus Ednn - Haag bourg'h: Bereits früher hat Beattp mehrmals an der Stelle gekreuzt, wo fetzt die große Seeschlacht stattgefunden hat. 9Kber es war ihm niemals gettmgeic, die Deutschen aus ihnen Gewässern und Minenfeldern heranszülockeii. Lün letzten Mittwoch merkten die Seeleute, daß dieser Tag endlich angebrochen sei. Es war ein wunder-, barer Morgen. Die Mannschaften gingen äußerst frohgemut in den Kamps. Dm MÄcha» um 4 Uhr, als sich das englisch Geschwader etwa 100 Mekken von der Westküste von Dänemark be fand, signalisierte intferc Borhut den Feind, der ungefähr hundert Schiffe zählte, darunter mindestens zwanzig große Schiffe und Schlachtkreuzer. In der Borhut des Feindes fuhren zahlreiche Geschwader leichter Kreuzer rack Torz»cdvbootszerstörer. Tie ganze Armada danffffte in nordwestlicher Richtung. Tie Verhältnisse waren zrrm Vorteil der Deutschen, die das günstigste Licht hatten, und die sich in der Nahe der Küste hielten, wodurch sie sich einen glücklichen Abzug sicherten. Auch das BZetter änderte sich zu ihrem Bortei!, denn ein leichter Regen verhinderte das klare Erkennet der Schiffe, wäAerck die britischen Schiffe bequem am Horizont zu unterscheiden waren, tzserz-u kam rroch, daß die Deutschen unter. Deckmrg der Küste Jütlands ihre Starke bequem verbergen konpten Trotz dieser ungünstigen Verhältnisse zögerte Beatty, getreu den Neberlieferungen der englischen Flotte, keinen Augenblick und ließ angreffcn. ?lls die Schiffe mit ihren schweren Geschützen ungefähr 15 Mecken voneinander entfernt waren, wurden die ersten Schüsse abgegeben. Roch den vuffpritzenden Wassersäulen zu urteilen, war kein DugenMck daran zu zweffeLr, daß die besten deutschen Schlacht schiffe Salven abgaüen, und obZldrch die berühmten neuen „Hinden buvg^^-Schiffe nicht in dem vfffziellen Bericht erwähnt werden, so besteht doch Grund zur Annahme, daß sie zahlreich vorhanden waren. Bon 15 Meilen sank der Abstand rasch auf 10 und 5 Meilen. Zuerst waren die britischen Kanoniere unbesttittene Heven Md nicht lange nach dem Beginn des Kampfes sah man, daß ein großer deutscher Kreuzer schwer getroffen war. Einen Augenblick später siykngen die Flammen aus dem Schiff, Und es sank beinahe fofcrt. Ärrrn näherten sich die deutsckien Schlacht- schrffe, und ihre Artuse rie verschaffte den Deuts ch e n eine an herardentl'i^he V Überlegenheit. Am fürchterlichsten für die Engländer war das deutsche- Minenfeld, das das britische Geschwader an volle Freiheit der Bewegungen hinderte, während die ZHHEne und die deutschen Tauchboote imstande waren, mit günstigem ErfaSg zu ebeneren.' Beatty, dem es entzsich gMrngen war, die deutsche Flotte ans ihrem sicherer Aufentbalt herrrusMocken, hielt sich, obwohl er stark iS frrc Minderheit war, Mhe an dem Feind fest, der in voller Starke war. Mit Hartnäckig^ert kämpften unsere Kreuzer, ob-, wohl die BerhW ttriffe un güniÄg waren, denn sie hatten das feste BerttMN, daß Verstärkung rm Anzug waren. Ms das Gefecht ein v«rr Sttuck«r gckrraert hatte, kam ,^?nvicibl^, „In d^mitable" und ^nfs-ex-ible" in Sicht. Trotzdem war die größere GefechtMärfe rwch immer bei den Deutschen. Das Licht war so, daß dre engMhen Schiffe deutlich! gesehen werden kcrmcken, wahrend die deutsche Flotte hinter einem Minensetde im Schatten der Mfte Lra, wo auch der Nebel die deutschen Schiffe zu einem schwierigen MkpunS mwchfe. (Der „Niemve Rotter- damfche Courant" fWvt Her mL Recht folgendes aus; „Es scheint uns eine törichte Bshanpttrng, daß die deutschen Schiffe im Schatten der Küste weniger deutlich zu sehen waren, denn die Küste von J ü tla nd ist hier viel zu niedrig. Änd überdies im Schatten der Küste, während die SmeW im Westen stcnck!) . In diesem Auaentckick des Geffckfes farck hanpffächkich ein erbittertes Duell zwWen den schweren Kanonen statt. Die „J n- vicible" wurde, rurchdem sie mit größter Tapferkeit gekämpft und dem Feinde beträchtlichen Schaden beigebracht hatte, von ihrem Schicksal erreicht und sank rasch. B^attp wurde bald von seinen Befürchtungen befrett, als vier S«htach-tschiffe der großen F^lv t Le, die „Valiantt^ die „Barham", die „Malaha" und die „Warspite" am Hvrizmrtt austauchlen. Durch ihre Teilnahme am Kampf erhielt bk Schlacht einen vollständig anderen Charakter. Die .,Warspit^, die durch fünf deutsche Schlacht- Nhisfe oder Kreuzer ern^t^riffev. wurde, focht ruhmreich und beschädigte^ oder versenkte drei ihrer Angreifer. Die DRaliorrt" varmnte ein deutsches Tauchboot und brachte es zum Lanken. Schließlich flüchteten dre Deutschen. Die Marcnschasten der Schiffe waren äußerst verärgert darüber, daß die Deutschen nvcht bis zum Aeußersten kämpfen wollten. Ms es dunkel wurde, hörten die großen Schiffe mit dem Feuern auf. Aber der Kampf wurde durch die kleinen Schiffe während der ganzen Nacht fortgesetzt, bis der Tag anbrach. Ms die brffffche Flotte nach ihren verschiedenen Haien zurückkchrte, war der Feind verschwunden. Amsterdam, 5. Juni. (WTB.) „Tyd" Mfvbge berichtet der in Ynruiden emgelausene hvMndifche Dampfer „Bexsy Anna", er sei bei der Ausfahrt ans dem Haffm von Mw Dame zwei beschädigten englischem Kriegsschiffen begegnet. Das eine hatte den Schornstein verform, und Beschädigungen an Deck, bei dem anderen war das Vorderschiff zertrümmert. Der in Dmuiden anOekommene holländische Dampfer „Rynstrvonr" berichtet, daß er bei Grimsby dem «»glischen Schlachtschisf „M a r l- borough" mit schwerer Schlagseite begegnet sei. Tie Havarie rtchrte von einem Dorpeffoschuß her. Der „Marlbvrongh" war von zahlreichen Schleppdampfern umgeben, die ihm beistanden. . bahnrnagnat James Hill hinierläßt dem Kvnrg ver Belgier zurWLederherfteÜung Belgiens 25MLllionen Franken. Der $eefdeg. Paris, 5. Juni. (WTB.) „Petit Parisien" meldet, daß ein franKösischer Darnpfer in MurseiDe die Besatz»ngen der englischen Dainpfer „Maron Tw>o odmouthk^ und „J'nlia Park", 16 Offiziere und 50 Mann gelandet hat. Ferner brachte ein anderer Dampfer die Besatzung des englischen Dampfers „Sonthaard" an Land. Sämtliche Dampfer sind von deutschen llrrterseebooten versenkt worden. London, 5. Juni. (WTB.) Lloyds meldet aus Genüa, daß der italienische Dampfer „Ma tierso" (3607 Tonnen) am 27. Mai versenkt worden ist. Aus dem Reiche. Der iürVische Bericht. Konftantimopel, 4. Juni. (WTBi) Amkkicher Bericht Des Hauptquartiers: An der Jrakfrvnt keine VeränderNny. Ka u kasnsffrvnt: Aus dem rechten FLlgel nichts, aNßer Zusammenstößen zwischen Erkunbungsabttckungen. In der Mitte warfen umsere TrnspPen trotz der Ungimst der Witterung ^"^bn ^lü'ge-l des Feiges durch wiederholte Vor- stößr nach Osten zurück; sie bcffnden sich heute etwa 40 Kilometer östlich von den früheren StellungW. Me feindlichen Versuche, den Rückzug zu decken, oder die wichttgen Stellungen in den Abschnitten, die der Feind hatte raumen müssen, wieder zu nehmen, scheiterten unter ucheren Bch-nettrmgriffen unter schrveren Verlusten für den Feind. Mpexn machten wir in einem .Kampfe 50 seirchliche Sokdcrten en, b&mükjtr einen Offizier und e z bernteten zwei Mchchdnmgewehre, \o\mt eine Menge brauchbarer Waffen und vel.'chiebenes PirnierTnaterial Auf dem linken Flügel Scharmützel zwischen Erk-mhungsabteck'uTrgen. Bei nnem UeberfaL mxf eine feindlicke Erkundungsabtrilrmg vernichteten wir erneu Teil dav«i «»d wschten den Rest xu Gefangenen Unsere ( »ytMrck ver»»echtze Hnvch iDermschendes und lviEan»s> Feuer ^x ink mm n \rk% Verkoste in den feindlichen Unterkünften Im übrigen ist nichts von Bedeutung zu melden. Ein amerkkanisches Geschenk für Belgien. r- Do! te r d-a «, 5 ^Lvni. (WTB.) Der „Rotterdamsche &ouuaü" meldet aus Le Havre: Der'amerikanische Eisen- Berlin, 5. Juni. (WTB. Amtlich.) In der heutigen Sitzung des Bundesrats gelangten zur Annahme der Entwurf einer Verordnung betreffend das Verbot des A b- teufens von Schächten sowie eine Abänderung der Bekanrttmachung über künstliche Düngemittel vom 11. Januar 1916. Berlin, 5. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) In einem heute dem Reichstage zugegangenen Gesetzentwurf betreffend den Nachtragsetat für das Rechnungsjahr 1916 wird der Reichskanzler ermächtigt, zur Bestreitung einmaliger außerordentlicher Ausgaben die Summe von 12 Milliarden Mark im Wege des Kredits flüssig zu machen. Die zur Ausgabe gelangenden Schuldverschreibungen und Schatzanweisnngen sowie die etwa LUge^öreriden Zinsscheine können sämtlich oder teilweise auf ans ländische oder auch nach einem bestirnmten Wertverhältnisse gleichzeitig auf in- und ausländische Währungen, sowie im Auslande zahlbar, gestellt werden. München, 5. Juni. (WTB. Nichtamtl.) Die Tagung des Deutsch-österreichisch-ungarischen Wirtschaftsverbandes begann heute vorurittag unter überaus zahlreicher Beteiligung. Präsident Dr. P a a s ch e begrüßte die^Erschienenen und schloß mit einem dreifachen Hoch auf den König, Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Josef, an die Huldigungstelegramme gesandt wurden. 2rus Heften. Die Ablieferung des im Großherzogtnm Hessen erlegten Wildes. Der Mg. Nebel beantragt in der Zweiten Kammer, die Zweite Kammer wolle die Gvoßh. Regierurrg ersuchen, sofort Bestimmung zu erlassen, daß alles im Großherzlog- tum Hessen erlegte Wsilid vron dSm Versügiungsberechtigten gegen Bezahlung des festgesetzten Höchstpreises an denjenigen Komun-alverband abz-uliefern ist, in dessen Bezirk es erlegt wurde. „Gedenket der Scbuürtagrjpende für'z Rote Are«;"! A«s Stadt nnb Land. Dießen, 6. Juni 1916. Die Schule und die neue Sommerzeit. In der hessischen Zweiten Kammer hat der Mg. Korell, Ingelheim einen Antrag eingebracht, der wohl überall Znstrrmmmg finden wtÄ). „Die Kammer wolle beschließen, daß Grosth. Ministerium wivd ersucht, an- z-uordneu, daß her Unterricht in allen Schulen von Ppfinlgsten «an um 8 Uhr beginnt." In der Be- grirndung fuhrt Ahg. Korell zutreffend aus: Ter Beginn der Schule um 7 Uhr nach der neuen Somurer- zeit ist nach meiner Erfahrung als Lehrer und Vater zu früh. Viele Eltern stimmen hiermit überein. In den Zeitungen haben angesehene Professoren der Kinderheilkunde sich gegen den zu frühen Schulbeginn ausgesprochen. Nach der Erfahrrmg von Lehrern kommen viele Kinder zu spät in die Schule und sind im Unterricht müde. Nach> der bisher allgemein geteilten Meiirung über die für d-ie Kirwer notwendige Ruhbett können diese Erfahrungen mit der neuen Sommerzeit nicht überraschen. Tie Forderung, man! socke die Kinder früher yn Bett bringen, wird von den Elterir, aus deren Urteil ich mich beziehe, erfüllt, aber es schläft fein Kind im Sommer um 8 oder 9 Uhr, nach deur Sonnenstand um 7 oder 8 Uhr ein, so wenig wie ein Kind von 7 Jahren um 6 Uhr, nach dem Sonnenstand um 5 Uhr ausgeschlaserl hat. Höhere Schulen beginnen z. T. jetzt noch um 8 Uhr. Fangt der Unterricht nach Pfingsten um 7 Uhr an, so müssen answärttge Schüler, die mir bekannt sind, um 5 Uhr, nach dem Sonnenstand um 4 Uhr aufftehen. Wegen des Haushaltes )vbck es nicht gut möglich sein, einen Unterschied zwischen den Kindern unter und über 10 J«heen zu machen. Die Einführung der Sornme^eit hat für Re gesamte Volkswirtschaft und für das städtische Leben ihre großen Vorteckc, für das Land und ferne Acbett ist sie ein zlveffelhafter Fortschritt, worüber ich mir nähere Ausführungen bei der mündlichen Verhandlung Vorbehalte; für die Schule irr Steckt imb Land erscheint sie mir schädlich und .ich halte eine allgemeine Amckerung im Interesse der Gesundheit der Kinder ftrr notwendig. Es wäre gut, wenn die Regierung d-ie Ecgebttiffe mQ GffvhMngen der neuen Zeitrechmrrvg einmal rm einzelnen feststellen und dem Lande vorlegen würde, denn es ist in der Tat klar, daß die um -eine Stunde vorgerückte VSyc nicht etwa hen Pachtpreise vieler Bahnhofswirtschaften herabgesetzt. ** Verkehr mit Verbrauchszucker. Im Anzeigenteil der heutigen Nurnmer befindet sich eine Bekannt- mackMng des Oberbirrgermeisters über die Regelung ' des Zuckerverbrauchs in Gießen. Darnach darf Verbrarrchszucker im Meinhandel nur gegen Aushändigung von Attckerkartear abgegeben werden. Vorlänsig ist die auf jede Person cmt- fallende Menge auf 750 Gramm für den Monat festgesetzt. Ju Kaffeehäusern, Konditoreien, Gastwirtschasien usw. darf Zucker nur als Zugabe zu den bestellten Speisen und Getränken abgegeben werden. ** Die Ferien in den Gießener Volks- \ A u le n sind wie folgt festgesetzt: Pfingstferien vom 11. bis 17. Juni, Sommerferien vom 13. Juli bis 9. August, Herbst- serien vom 28. September bis 11. Oktober, Wechnachtsferien vom 24. Dezember bis 7. Januar. Päckchen mit Butter, Fettund Honig. Seft dem Einsetzen der wärmsren Jahreszeit Mehren sich wieder die Magen der Truppenteile, daß Päckchen mit leicht schmelzbaren Stoffen, wie^ Butter^ Fetten, Honig usw. infolge mangelhafter Verpackung beschädigt eingehen. Solck>e Sendungmr sind für den Empfänger nicht nur meist ivertlos, soickern sie beschmutzen auch viele andere Päckchen, Briese und Zeitungen sowfe Me zur Versendung der Feldpostsendungen dienenden Beutel. Es wird daher erneut darauf hingewiesen,, daß Lebensmittel aus leid# schm^z- witen Stoffen während der warmvn Jahreszeit nur in Blech- b e h a l t e r n mit fest schließenden Deckeln verschickt werden dürfw, nnd daß Serckungen solchen Inhalts, wenn sie nur in Pappküsten odn dergleichen verpackt sind, von den Postanstalten unbedingt zu- ruckgewresen werden müssen. Von der Versendung von Butter u n d F et t ins Feld währmck der Sommermonate kann, wogen der leichten Vererblichkeit dieser Stoffe selbst bei ausveichendec Ber- packuug, nicht dringend genug abgeraten werden. '^ Geflügelzucht in der Kriegszeit. Um dem wcangel an Fleisch zu begegnen, muß zielbewußt von allen Seiten vorgegangen werden.^ Wer schnell liefert, liefert dorwelt. Der Vermehrung der großen Schlachttiere sind von dm Natur gewisse Grenzen gezogen. Monate und Jahre iverden vergehen, üye. der alte Bestand wieder erreicht ist, und mich die mft Recht emp^hfene Kleintierzucht nimmt Teil an dieser durch die Zeit verursachten Begrenzung. Nur die Geflügelzucht kmm schnell und mckegvenzt zur Fleisch Produktion in der Gegenwart ^übergehen; hfer sollte man mcht vergessen einzrrsetzm und der Not der Zeit Rechmmg tragen, indeni man die Geftügelhalttmg vermehrt. An einem Absatzgebiet wird es nicht fehlen, und Hobe, sehr hohe Preise fordern geradezu hierzu auf. Wenn bei der Geflügelzucht brüten empfohlen werden, so erwäckK dem Geflügelzüchter dev Vorteil, daß die Kosten für die Anzucht sich verbikligmr. Küken laufen unter den Erntewagen und verlangen fein. Futter. Es ist van Wichtigkeit, daß man brn Grundsatz, tu diesem Jahre f*Pötbrutcn ztl erzeugen, mit allem Nachdruck zur Geltung bringt. Jede Bruthenne muß genutzt werden, wenn sie sich ztmu Brüden meldet. Unsere Geflügelbestände fönnen sich leicht verdreifachen lassen. Die klerrren Züchter in der Stadt rmd auf dem Lande stehen heute zagend vor der angvdeutefen Aufgabe. Wir beschaffen wir!nns das Futter? KomiMb Zeft, kommt Rat. Der Sommer bittet manche Stoffe, manches Futter, rack vor dem Winter firckeu alle Produkte der Geflügelzucht gut zahlende Käsrser oder Dermrntmvg im eigenen Hcnrshalt. Demnach können in dieser Krier^ül Spät- bruten in der Geflügelzucht aufs wärmste empsichifen werden. ** Eine Unsitte, die besonders gerügt M wecken ver- drent, rst das Ecfenaöschnerden beim SvaWerrngehen durch die Fluren. Um ein paar Schritte zcu sparen, sieht mau uNbedacht- same Menschen die Ecken an sich kreuzenden Weyen äbschtrecken und Richtwege ^ einschlagen. Wenn ein solches Verfahren schmt früher sehr zu mißbilligen war, daun erst recht in der jetzigen Krirgszeit. Uckberdies machen sich die Urhcker des UrchulgS wegen Sachschaden strafbar. ** P v ft k r e d i t b r i e f. Zn Beginn der Reisezeit w-rck aus die durch den Krieg in den Hintergrund getretene neuere postalische Ernrtchttmg, den Postkreditbrief, auftn.erksam gemacht. Die- str ermöglicht es dem Inhaber, sich mtterwegs jederzeit bequem mit Geldmitteln zu versorgen, so daß er nur einen für kürzere Zeit erforderlichen baren Betrag mit sich zu führen braucht. Tie Postkreditbriefe, die eine Gültigfeitsdauer von vier Monaten haben, kört- nen lauf Bettäge bis 3000 Mark lauten. Wer die Ausftettnag eines Kreditbriefs tvünscht, braucht mrr den Betrag, über den er ausgr- fertigt werden soll, mit Zahlkarte bei einer Postanswlt des Deutschen Reiches an das für den (ßinzahluatgsort zuständige Postscheckamt einzuzahlen oder von seiner Postscheckrcchcung auf die bei demselben Postscheckamt anznlegende Pyftkreditbrief-Rechmtng zu überweisen. Dabei ist auf dem Vschnitt der Zahlkarle oder der Ueberweisung die Person, für die der Kreditbrief bestimmt ist, genau nach Nanren, Wohnort und Wohnung zu b^eichnen. Das Postscheckamt Tenbct den Kreditbrief der als Inhaber bezeichnten Person unverzögert portofrei zn. Aus Grund des Postkreditbriefs können bei allen Postanstalten des Deutschen Reichs an einem Tage Bettäge bis zu 1000 Mark abgehobcuc laerben. Dabei mnß der Llbheber seine Berechtigung zur EmpfangMchme von Bettägeu durch eine auf ihn lautende Postanslveiskarte Nachweisen. Tie Kosten eines Postkreditbriefs sind nur gering, curßer d-er Zählkarten-- oder der lieber* weiftmgsgebühr (10 Pfg. oder 3 Pfg.) wecken erhoben: 50 Psg. für die Llusferttguug icrck 10 Pfg. für jede Rückzahlung bis 100 Mt., 5 Pfg. mehr für je IM Mk. bei höheren Bettägen. ** Postscheckverkehr. Die durch den Krieg geschaffnen Verhältnisse haben mit aller DrmgLchkert dargttan, daß der Uuckanf an Barcktoten und sonstigen baren ZahkungÄnitteln auf das ge- ttngste Maß beschränkt und der bargeldlose Zahlungsausgleich in weitem Umfange gefückert rverdcni r.nch Diffem Ziele dient auch der P o st s ch e ck v c r ke hr, der zugleich das Zahlungswesen vereinfacht, verbilligt und b e s ch l e u n r g t. Im Deutschen Reiche nehmen jetzt gegen 140 000 Minden am Post- scheckverfahren teil. Der Teilnehmertteis' ist aber noch viel zu klein. Erst wenn die Beteiligung sehr groß ist. kann sich der bargeldlose Ueberweifttngjsverkehr, dessen Pflege die .Hauptaufgabe deS Postscheckwesens bildet, recht' entfalten. Die Gebühr für eine Ueberweisung von einem Postscheckkonto aus ein anderes' ist sehr niedria; sie bettägt ohne Rticksicht auf die Höhe^ des Betrags mrr 3 Pfg. und wird vom Aussteller der Ueberweisung erhoben. In den nächsten Tagen werden die Brieftträger ein Merkblatt über den Postscheckverkehr nebst Vordruck zuMAntragaUsEröffnuug eines Postscheckkontos verteilen. Men denen, die dem Po'ischeckv^wkehr noch fern'lehrn, bietet sich hierdurch eine bequeme Gelegenheit, sich ein Postscheck- kottto eröffnen zu lasten. Bom Reichs -Kursbuch ersiheint Anfang Juli eine neue Ai^gabe zunr Preise von 2 Mk. 50 Pfg. Bestellungen nehmen sämtliche Postanstalteu und Buchhandlungen entgegen. Der bezug für mehrere aufeinander folgende Ausgaben ist zltrzeit auf« gehoben. B a n k e n f ch l n ß in Gießen am P f i n g st f a in 8 t a g. Wie die hiestgeu Banken und Bankiers in der nächsten Nummer deS A/ bekannt mache», werden, bleiben am PfingstsamStag, den 10. Juni, alle Kassen und BurearrS geschlossen. Landkreis Gießen. ** 2 ich, 5. Juni. Der Gefreite Lehrer Ernst Fischer au- Lich im aktiven Jnf.-Regt. Nr. 87, welcher vor dein Krieg alR tMy w«r raib ftch zurzeit in einem Lazarett in Hmdeldevg befindet, ist mit dem Eisernen Kreuz onlZgezeichnet Kreis BüdMgrrr. j - Büdingen, 5. Juni, heute begann am hiesigen Gym- nast»»r das Maturttättexamen für solche Primaner, die sich als Fechnenftnrker zinn Heere gemeldet haben und angenommen worben find. Der PrÄinnq unterziehen sich 10 Schüler; die Ober-Prinia MhK im ywyp 19 Schüler. # Büdingen. L. Jtmü Daß Eisern« Kreuz erster ETnsse erhielt der Oberleutnant bei einer Fl ie gerafft eillmq Otto E'kauH. früher Schüler des Wolfgang-Er,?ft-Gymnasiums. A t b b a, 5. Juni. Weitzbiudermeister Karl Walther von hrer, der als Unteroffizier bei einer leichten Munittonskolonne im Westen steht, hat das Eiserne Kreuz 2. Klaffe und die Hessische Tapferkeitsmedaille erhalten. Kreis Alsfeld. H- Gchadenbach. b.Juni. Zum Leutnant d. Res. befördert wurde der Lehrer Martin Weber. ** Schadenbach, 4. Juni. Dem Musketier Heinr. Erb im Jnl.-Rq1. 224, zurzeit schwer verwundet in der Gießener Klinik, wurde daS Eiserne Kreuz verliehen. Slarkenburg und Rheinhessen. F. C. Mainz, b. Juni. Am 8. Juli findet der Provinzial- tag der Provinz Rheinhessen statt. Mit der Tagung findet eine Feier der hundertjährigen Zugehörigkeit der Provinz zum Großherzogtum Hessen statt. Hessen-Nassau. [] Marburg, 5. Juni. Dem laugjähttgau früheren Direktor der medrz'rmschen lluiversitätsklrnik, Geh. Medizinalrat Pros. Dr. Emil Mannkotftfs, wurden heute zu seinem 80. Geburtstage zaUverche Elmmgen erwiesen. Im Lause des Tages erschienen u. a. der Rektvr und der Kurator der Universität, der Dekan der medizinischen FnLchtut, Vertreter der wiss-enschastttchen Vereine, dererr Ehrrinnit-gKöd «nd MitgliÄ> der Jubilar ist, und überreichten BtzMumspendeu. Auch r»m auswärts liefen zahlreiche Glückwünsche bei dem Gehrten «m — Trotz der Krsögszait schreitet der Bau des Nni versitäts-, B^rwaltungs- und Hörsaal- Gebau des, welches gegenüber dem llittversttätsgebäude auf der Baustelle des früherer Waisen.Hauses errichtet wird, rüstig voran. Heute traf aus dem Ministerium der östmtlickMi Arbeiten der Wrrlliche E^cheime Oberbaurat Thür «us Berlin hier, ein und besichtigte in ^Gemeinschaft mit höheren Regiernngsbemnten aus Kaffer und hiesigen Herren den Fortgang der Arbeiten. h. F r a n kßu r tza. M>., 5. Juni. Jni Saale der Polytechnischen Gesellschaft fand heute die Gründung einer „Teu1 s ch - s pan r - scheu Gesellschaft" statt. Den Dorsch übernahm Geh. Kommerzienrat Dr. Leo Gams, den Ehrenvorsch Geheimrat Otto Braun sel's. Letzterer wirkte 22 Jahre als spanischer Konsul in Frankfurt und ist der Sohn des bekannten DonOuchote-Ueber-- setzers rari) PoLttschen Dichters Ludwig Braunfels. d. Frankfurt a. M., 5. Jnni. In der Gaußstraße stürzte sich heute vormittag die Frau de? eingestellten Rapp aus dem Fenster ihrer im vierten Stock belegenen Wohnung aus die Straße, wo sie mit zerschmetterten Gliedmaßen tot liegen blieb. d. G « in h a u f e n, 5. Juni. Die Freiqerichter Kleinbahn, A.-G., verteilt auch für 1915 ferne Dividende. An dem Aktienkapital in Höhe von 1 138 000 Mk. ist der Kreis Gelnhausen mit zwei Dritteln und der preußische Staat mit einem Drittel' beteMgt. ul. L i m b u r g , b. Juni. Auster Eisenbahnstrecke Dilimar — Limburg ereignete sich heute vormittag ein schwerer UnglückS- fall. AuS einem vorwiegend von Militär besetzten Zuge stürzte während der Fahrt ein' Artillerist aus dem Wagen und erlitt dabei eine» schweren Schädelbruch, so daß ec ins hiesige St. Vinzenz- Hospital gebrach« werden mußte von vrelen ferner Leute. Damit hätte für ihn die Gefahr bestanden, vvn sem«n Leuten angezieigt zu werden. Der Angeklagte erklärte, sich weder wissentlich noch fahrlässig eines Verschuldens be- wutzr zu sein. Gr habe sich bei seiner Schatzung geirrt, wie dies Mftrrtchen seiner angesehensten Berufsgenossen passiert sei. Auf Befragen des Vorsitzenden, Landacrichtsrat Wiener, gibt Oeko- nonnerat H zu, das; es richtig sei, daß man im allgemeinen die Ernte rn 1914 für geringer gehalten hrt wie die in 1915, soweit wenigstens Wetzen in Frage stand. Die Frage, warum der Ange- Mte nun bei Nachprüfung der Angaben über das Ernteergebnis für 1915 das Körnerergcbnis von 1914 pro Morgen der mit Weizen bebauten Fläche herangezogen habe, beantwortete dieser mit dem •JeE 1 - ^of-Gill in 1914 durchgängig der beste Boden mrt Weizen bestellt worden sei, während in 1915 teilweise schlechterer Boden mit dieser Frucht hätte bestellt werden müssen. Hierzu sei auch gekomUren, daß auf einzelnen Fluren das Getreide recht dünn stand, Kt aus nner Ackerfläche so große Lücken aufwies, daß man dazu griff, die Lücken nachträglich noch mit Hafer zu besäen. Er habe m bestem Glauben angenommen, in 1915 werde die Ernte soweitMäzen in Frage komme, sich durchschnittl' mcht besser stellen als das Jahr vorher. Nach dem Augenschein habere geerntete Strohmenge auch kein höheres Körnerergebnis erhoffen taffen, als wie er dem Kreisamt angegeben, wenn das Ernteergebnis nachdem der Merzen sämtlich ausgedroschen und der Körnerertrag aus der Wage festgestellt werden konnte, dock höher geworden i oi l°ri ieSlt> b«ran, daß das spezifische Gewicht der Körner in 1915 schwerer gewesen sei als bei der Ernte von 1914. entgehende Zeugenvernehmung, soweit die Belastungs- SljSi Jl l wmmen, brachte keinen schlüssigen Beweis für ein Berschuchen des Angeklagten. Eine Reihe von Landwirten, die c?horchen und noch größeren Umfang bewirtschaften wie .Vos-Gul, bezeiHgten, daß auch sie bei ihren Angaben über das Ernte- ergebnts rm Jahre 1915 sich bedeutend geirrt haben. In zahlreichen Fallen ist es den Zeugen genau so ergangen wie dem Oekonomierat, Ne konnten den Kommunalverbänden mehr Getreide abliefern, als sie bei der Ausnahme angegeben haben, ohne daß man sie des-, halb vor den Strafrichter gezogen hat. Tie Sachverständigen waren einstimmig der Ansicht, daß eine «chWlNS des Körnerertrages Vvn Getreide bhne Probedrusch unmöglich auch nur ein annäheriG richtiges Ergebnis des Körnerge- wvchts ergeben könne. Schätzen sei weiter nichts als raten und gebe keinen Anhalt über das Gewicht des Körnerertrages. Tie ganze Sttuatwn auf Hvf-Gill in der in Frage kommenden Zeit schließe es vollständig ans, daß nurn die verschiedenen Probedrusche hätte vornehmen können, um ein annähernd richtiges Ergebnis der Weizenernte festzustellcn. Die Strafkammer verneinte das Borliegen eines absichtlichen und auch eines fahrlässigen Verschuldens des Angeklagten und sprach ihn des Vergehens gegen die Kriegs getveideverordnung frei. Meßener Strafkammer. th. Gießen, 3. Juni. Am Freitag fcerfjmtfreöe die Strafkammer gegen den Oekvno- miernt V. Vvn Hvf-Mll svegen Vergehen gegeti die Kriegsgelreide'vervrdnun g. Die Anklage beschuldigte den angesehenen Landwirt, der Mitglied der Prvvmzialvenoccktung ist, im November v. I. bei der^Aufnahme seiner Kö r ne v e r üb e wrfsentlrch bei der Angabe seiner Weizen ernte c. 800 Zentner zu wenig angegeben zu haben. Tie Anklage, welche ans Veranlassung des KreiSamts erhoben ist, nnrrde vom GeriMssffeffor K naM'h vertreten, als Verteidiger war Rechtsanwalt Dr. Rvsenberg tätig. Als Sachverständige waren in der Verhandlung anwesend: Guts- und Mühlenbesitzer Schutt - Garbekheimer Mühle, üandtagsabgeordneter Brei t e n b a ch - Dorheim, Oekonomievat Witt m er - Dorttenfelder Hvf, und Gutspächter Schn ei de r-Hvfgut Neeberg, sowie Bü cher-Revffor Louis Alt hvf - Gießen. Unter den vernommenen 37 Zeugen waren über die Hälfte Autoritäten in der praktischen Landwirtschaft aus der Provinz Oberhessen, ans Rheinhessen, dem preußischen Kreise Gelnhausen usw. Der Angeklagte bestreitet durchaus nicht, daß seine s. Zt. gemachten Angaben über seine Weizenernte dem späteren Ergebnis nicht entsprochen haben. Gr habe sich wegen des Körnerertrages auf die Angaben seines Verwalters und seines Schwiegersohnes ge- t utzt, die er-in soweit nachgeprüst habe, als er die 1914er Ernte it ihrem Ertrage, pro Morgen angebant gewesenem Weizen auch für die Ergebnisse in 1915 zugrunde gelegt habe. So sei man auf das Quantum vvn 1220 Zentner gekommen. Hierbei seien gwste Mengen Weizen, die troch unausgedroschen in den Scheunen la^n, in ihrem Körnerergebnis nach der vorhandenen Stvohinenge geschätzt worden. Eine solche Schätzung sei immer .trügerisch mch sehr unsicher, um so mehr Äs der Weizen auf verschisdert bvnitierten Aeckern aewarhsen war. Nun sei ja richtig, daß man errcen Probedrusch hätte twrnehmen können, um ein einigermaßen angängiges urteU über das Ergebnis der Ernte avl bekommen. Aber da der Boden, auf dem das betreffende Getreide gewachst war, in seiner Güte auch verschieden war und daher auf dem Morgen auch der Mrnerertrag schwankte, so hätten eine ganze Anzahl Probedrusche gemacht werden müssen, um das Körnerergebnis einigermaßen sicher sestsrellen zu können. Mese Probedrusche waren aber nicht vorzunehmen im Kriegsjahr 1915, da es an Arbeitern fehlte, da außerdem sehr schlechtes Erntewetter war und weil mich der Kontmnnalverband während der lErnte schon auf Ablieferung von Getreide sehr drängte. So ging eben der landtvirtschastliche Betrieb auf Hvf-Gill in Rücksicht auf alle diese Verhältnisse nicht nach der Regel eines geordneten Betriebes wie rm Frieden. Oekononckerat H. bemerkte, daß die Anklage insoweit auch nicht in Ordnung gehe, als er beim Kreisamt Ende Dezember 1915, als er durch die Druschresultate sah, daß er die Menge von über 1200 Zentner Weizen schon erreicht hatte, noch 500 Zentner, welche er noch unausgedroschen liegen hatte, ange- metbet habe. Gr könne auch nicht gut einsehen, inwieweit der Staat durch den ihm unterlaufenen Irrtum geschädigt sei. Seine ganze Weizenernte sei ja für die Allgemeinheit mit Beschlag belegt, er müßte von Woche zu Woche dem Kreisamt Abgaben mackvm über die MeMe der Körner, welche er durch DvescheB erzielt habe. Einen andern Abnehmer als den Staat gebe es für PststreKe nicht. Den Weizen zu verfüttern hätte er nicht die geringste Veranlassung gehabt, deim er verfügte Ende 1914 und Anfang 1915 über 190 Zentner Kriegs getreideschrot, er hatte auch ausreichend Hühnerfutter. Er hatte bis zum 27. Dezember 1915 im ganzen 1254 Zentner Weizen durch seine Anmeldungen der Druscherg.'bnisse dein Kreisamt als vorhanden nachgewiesen und weiter erklärt, daß er noch wenigsterts 500 Zentner ungeoroschener Körnerfrucht in den Scheunen liegen habe, da er ccher rnnd wirklich 2000 Zentner Wcizenkörner geerntet habe, so könne es sich doch nur um rund 250 Zentner handeln, wegen derer er sich strafbar hätte machen können. Es ttaue ihm wohl niemand zu. daß er diese Menge hatte hinterziehen wollen, um damit Vieh zu fitttertt. Hätte er es getan, w hätte er einen Vorteil von etwa 300 Mark gehabt, und um einen solchen Betrag begibt sich, wie der Angeklagte ausfi'ihtt, ein Mann von seiner Bergattgenheit und in seiner Stellung nicht in die Gefahr, sich strafbar zu nmchen. Hätte er verbotenerweise Getreide verfüttern tvoL«n, so hatte dies mw geschehen können mit Mission vermischtes. b. A tt s F r a n k e n , 5. Juni. In W i l d e n r e u t h hat die °. oew , lssche Gutsverwaltung den Verkatffspreis für das Liter 2 oon 15 dig. auf 10 Pfg. herabgesetzl, weil sich infolge des reichlichen Grünfuttervorrats die Milcherzeugung bedeutend ver- mehrt habe. Hoffentlich zeigt das Grünfutter atich anderwärts möglichit bald die gleichen Wirkungen wie das bayerische! * Die hypnotischen englischen Krankenträger. Mangels greifbarer Erfolge im offenen Kainpfe sind die Engländer bestrebt, wenigstens auf dem Gebiete der Krankenpflege zur Linderung der Leiden ihrer verwundeten Soldaten beizutragen, indem sie die sonderbarsten Neuerungen aushecken. Unter allen Kriegs erfindunqen aber, die in England irn allgemeinen und unter den englische,! Aevzten im besonderen vorgeschlagen wurden, ist keine so phantastisch und haltlos wie die Erfindung, die, nach dem „Paris. Midi", der englffche Arzt F. Gilbert Scott in der letzten Sitzung des „Jnternatwnalen Klubs für seelische Forschungen" in London rm Bahmen eines Vortrages näher zu fcksildern versuchte. Ter erfinderische Dr. Scott hat sich nämlich schon seit langem den Kops darüber zerbrochen, wie den Schmerzen, die die Verwundeten während des ersten Transportes aus den Krankenbahren im Felde atlshalten müssen, abgehoben werden könne. Und er hat die geniale Losung gesunden: es ist die Hypnose, das moderne Allheilmittel, das auch hier seine Wrmderkraft beweisen soll. Jeder Mensch, be° hauptet der englische Arzt, sei befähigt, durch seine gesunde Nerven und Willenskraft das geschwächte Nervensystem eines anderen au die stärkste Weise zu beeinfluffen. Da nun der Krankenträger ge sund und daher seiner vollen Nervenkrast mächtig sei, der auf der Bahre liegende Verwundete aber auf jeden Fall Hemmungeii des Nervensystems unterliege, könne der Krankenträger die Schmerzen des Verwundeten während des Transportes dadurch aus der Welt schaffen, daß er ihn mit scharfem Blick hypnotisiere und unempfindlich mache. Auch beim Verbinden Verwundeter lasse dieses System sich anwenden, indem die Hypnose an Stelle etwa nicht vorhandener Betäubungsmittel, wie Chloroform, Aether usw., treten könnte. Wenn die englische Armeeleitung sich den Ansichten des Dr. Scott nicht verschließt was man bei dem englischen Oberkommando wirklich nicht wissen k"vn — wird also England die erste unter den kriegführenden Mächten sein, die über hypnotische Sanitätskorps verfügt. mngen Tagen gerade diesen Abschnitt mrsever Formt besuchtc- hatten wir schon alle Vvrkehrimgen getroffan, um den Feind wirrdr-g zn empfangen, der jetzt scheinbar mit gnoßen Kosten, seine Entlastungsattion beginnt. Gerade dieser Teil unserer Foont liegt schon im Bereich der Rvkitno sümpfe. Der Ausbau unserer Stellmigeu bereitete hier besonders große Schwierigkeiten,' int sumpfigen Terrain. Trotzdem gelang es uns, nach achtmonatiger harter Arbeit, unlere Stellungen so aufMrchten, daß wir jetzt allen Eventtl-alrtälen ruhig entgegenseheu können; ich hatte Gelegenheit, mit den Mm Mandanten in diesen Derrainabschnitten zu sprechen und habe von ihnen folgende Antwort beSommen: „Wir haben. dm harte Arbeit hinter uns. D^est Stellungen auf einem snnEssigen Ozean haben viele Mühe gekostet. Jetzt aber sind wir ruhig. Unserer Ansicht nach werden sich die Russen blutige Köpfe holen, im Falle iie gegen diese Stellung anrennen. Wir hoffen bestimmt, daß nur mit den jetzt zur Verfügung stehenden Kräften allen Angriffen standhalten werden, von welcher Richtung auch der Angriff komme." Das ist die Ueberzeugnng der Kommandanten "ud auch che Ueberzeugrmg der Truppen. Wir haben auf der be- whten Linie nicht nur starke Stellrmscen, sondern auch genügend gruppen und eine Artillerie, die sckxin l-ervorragendes geleistet hat. ^chon bei Beginn der artilleristischen Aktton konstötietten wir Truppenverschiebungen hinter bcr russischen Front. Diese Verschiebungen nahmen jetzt immer größere Dimensionen an. Das Erscheinen der großen Jnfanteriemassen hinter der feindlichen Front bestättgt die Erwartung, daß in der allernächsten Zeit auch che Jnianter,ie in großem Dtaßstabe angreiien wird. Ter gestern begonnene allgenieine Angriff brachte hefttge Kämpfe an der ganzen Front vvn Bessarabien bis nach WollMrien, wo diese abgeschlossen sind, wurden überall die Russen mit sehr großen Verlusten znrückgeworsen. Bei den Russen. Budapest, 6. Juni. „Atz Est" meldet ans Cikani (Rumänien): Nachdem die Russen einen Dell vvn Nowosileci gesprengt hatten und die Bevölkerung ebenfalls weggesckiafft liatten, zogen sie selbst ab, kehrten jedoch nach kurzer Zeit wieder- zurück Der österreichischen Leitung viel diese russische Bewegung auf. Man unterließ die Besetzung des Torfes. Wie sich nun heraus- stellte, war die ganze Actton eine Kriegslist, durch die die unmittelbar folgende russische Offensive derWltt werden sollte. IN ganz Bessarabien sin den große Vorbereitungen statt. Ans russischer Quelle Verlandet, daß eine Armee konzentriert ist, die mit entsprechender Artillerie- und Jnfanderienumittvn Versehen wvrd^en ist. Alle Llinzeichen weisen darauf hin, daß die Russen die Offensive versuchen wollen, die anläßlich dos Odessaer Aufenthaltes soon Brußliow, Alexejew und Evert einsttnrnng beschlossen wurde. Wie der Bukarests „Universul" erführt, verlegte der russische Generalstab seinen Sitz nach Chvtin. Autokanonen in Saloniki. , Genf, 6. Mai. Aus Befehl Sarrails wurde, einer Parker „Journal"-^>Neldung zufolge, ans den Saloniker Hauptstraßen verkündet, daß fortan anstatt des griechischen Generals Moskopulos General Sarrail für die Ordnung Verankwvrtti-üi. sei. Zugleich wurden in den .Hauptstraßen Auto kanonen aufgestellt. Der Zweck dieses für unbesttmmte Dauer verhängten Be- lageruugszuftaudes ist, laut „Pettt Parisieu", die Ententegegner die Mackst des Vierverbandes suhlen zu lassen. AÄchrrehtesr. Israelitische Ueligionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Antage). Mittwoch, den 7, und Donnerstag, den 8. Jnni 1916: Wochenfest. 1. Tag. Vorabend: 8.36 Uhr. Morgens: 8.36 Uhr. Predigt. — 2. Tag. Vorabend: 8.36 Uhr. Morgens: 8.36 Uhr. Abends: 16.66 nnd 16.36 Uhr. 2rrae!ttifche KeWonr-esellzchast. Mittwoch, den 7. Juni und Donnerstag, den 8. Juni 1916: Wochenfest. 1. T a g: Vorabend 9.66. Vorm. 8.36. Predigt. Nachm. 4.66 - 2. Tag: Vorabend 16.36. Vorm. 8.36. Nachm. 4.66 FestesauSgang 16.36. bcv Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben uuberückfichtigt.D U. Wann etwa der Jahrgang 1898 gemtlstert wird, hängt von spateren Verfügungen des Kriegsministeriums ab. Bisher ist darüber noch nichts bekannt gegeben. Märkte. Gießen, 6. ^uni. Marktbericht. Auf dem heuttaeu Wochenmarkte kostete: Butter das Pfd. 1,90-0,00, Sübuereier das Käse das Stück 10—00 Pfg., Käsematte 1 Stück 5iartoffelu der Zentner 5,80 bis 0,00 Mark, Attlch das Lrter 30 Psg., Spinat 20-00 Pfg. das Pf.d, Gelberüben 1b Pfg. das Päckchen, Roieukohl 00-00 Pfg. das Pfd., rote Rüben 0-0 Mg., Zwtebeln das Pmnd 00-00 Pfg., Nüsse 100 Stück 00 -00 Pfg. Blumenkohl 00-00 Pfennig, Sellerie 10-30 Pfennig das Stück, Zap salat 6-8 Pfg., Spargel 50-70 Pfg. das Pfund, Römisch §ahl,10—12 Psg. das Päckchen, Lauch 5—10 Pfennig das Stück Rhabarber 20-00 Pfennig das Pfund. — Marktzeit von 7 bi» i Uhr» Aintticher Wetterbericht. Oeffentlich^r Wetterdienst, Gießen. Webterausfichten in Hessen am Mittwoch, den 7. Juni 1916 Wechselnd bewölkt, teilweise Niederschläge, kühl. ritzte Nachrichten. Die molhynisch gattzifche Front. Berlin, 6. Juni. Der Berichterstatter des „Berliner Lokal- “Wf' meldet aus dem ^Ktt»gspieffegunrtter unterm 5. Juni: ,Me Armee des Geu^cckvbersten Erz'herzvgs Jvsef JFerdvmmd teht bei Olyka in einem Frontstt'ick von 25 Kilometer Breite unter russischen. Tvommelseuer", meldete gestern unser Bericht- Die Ruffeu scheinen d«her gegen diese Front einen Ailgrifs zu richtou. Ms ich hei Bsginu der russischen ArMsivaktron vor; cFranz ZReinßold 2 !enz ScßriftLeiter des gießener Anzeigers SKella %enz geö. ZRies i Vevmäßlte gießen, 6. gfuni 1916 Amtlicher Teil. Betr.: Höchstpreise für Rindfleisch. Wegen Erhöhung der Bichpreise (siehe Bekanntmachung des Overhesssichen Viehhandels Verbandes voni 22. Mai 1916, Kreis- blatt Nr. 50) wird § 2 a der Bekanntmachung vom 17. Mai 1916 (Kreisblatt Nr. 49) mit sosvttiger Wirkung dahin geändert daff ^^^kausspreis für Rindfleisch msi 1,75 Mark bis 1,80 Mark das P si tnd, und für die dort au fgesichrten Vorzugs- stücke lein Aufschlag von 10 Pfennig für das Pfund festgesetzt wird. Die übrrgen Preisfestsetzungen bleiben bestehen. Gießen, den 5. Juni 1916. Grvßherzvglicbes Kreisamt Gießen. I. V.: L a n g e r m a n n. An die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeirtden ^ ^ des Kreises. Vvrftchende Aendenmg wollen Sie ortsüblich bekannt machen und besonders die Metzger und Fleischverkäufer daraus Hinweisen. Gießen, den 5. Juni 1916. Grvßherzogliches Kreisamt Gießen. __I. V.: Langerwann. Bekanntmachung das Gesetz vom 24. Dezember 1915 über vorbereitende Maßnahmen zur Besteuerung der Kricgsgewinne betreffend. Nach ^ 1 des genannten^ Gesetzes sind die nachstehenden Gesellschaften, die im Deutschen Reich ihren Sitz haben, — nämlich: Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften aus Llktien, Vergge- werkschaften tmd andere Bergbau treibende Vereinigungen, letztere sofern sie die Rechte juristtscher Personen haben,' Gesellschaften mit beschränkter Hafttmg und eingettagene Genossenschaften — verpflichtet, fünfzig vom Hundert des in einem .Kttegsgeschäftsjahr hielten Mehrgewinns in eine zu bildende Sonderrücktage einzu- ftellen. Tie gleiche Verpftichtimg liegt uach § 6 des Gesetzes Gesellschaften der vorbezeichneten Art ob, die ihren Sitz im Reichsausland haben, in Hessen aber einen Geschäftsbetrieb imterhalten Demgemäß fordern wir nach § 2 ber ?it dem Gesetz erlassenen Ausführilngsbesttmmimgen die verantwortlichen Leiter der Gesell- chaften, die in unseren Bezirken ihren Sitz haben, auf, b i s z u m 1. Juli 1916 1. die Geschäftsbettckste und Jahresabschlüsse nebst den Gewinn- und Verlustrechiumgen der si'siif den Kriegsgeschäftsjahren vvrangegangenen Friedensgcschäftsjahre taid der Kriegsgeschästs- jahre sowie die daraus bezüglickien Beschküffe der Generalversammlungen. 2. eine Bevechwmg ihres Mehrgewinns e v Mrr e ich e n , und 3. die Bildung der gesetzttchen Sonderrücklaye nochzuweiseu, öweit sie nicht ohne weiteres aus den ein gereichten Mlanzen oder Jahresabschlüssen genau crsichtzbä, ist. Für diejenigen Kriegsgeschäftsjalwe, für welche bis zum 1. Juli . Js. Abschttffse nvck> nicht vorliegen, sind die vorstehenden Verpflichtungen spätestens 4 Wochen nach Feststellung des Abschluffes zu erfüllen. Die vercrntwortlichen Leiter können zur Erfüllung dieser Vcr- pflichttmgen durch Geldstrafen bis zu 500 Mark augehalten werden. Insoweit sich die Geschäftsbericht und Jagresabschlüsse der Friedens geschäftsjahre bereits bei den Ollten des VorsiUcuden der Ver- anlagnngskomMission besinden, kann von ihrer nochmaligen Vorlage Mstand genvmnren werden. Gießen, Butzbrrch Grünberg. Hnngcu den 24 Mai 1916. Die Vorsitzenden der Veranlagung-. !.",!nsi>sionen f. d. Finanzämter Gießen, Butzbach, t-niinberg, Hungen. I- V.: 421ÖD Be r ros. F ba th. Wemz-oft. T odes-Ärs zeige. Yerw®arl£«ai 7 Freunden und Bekannten hierdurch die s’cfeuierziiche Mittedung, dass mein innigstgehebter Mann, unser herzensguter, trcasorgeuder Vater, Sohn, Ander, Schwager und Onkel Friedrich Schwarz heute morgen 1 Uhr, nach langem schweren, mit Geduld getragenem Leiden, im Alter von 40 Jahren sanft in dem Herrn entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Schwarz geb. Neide! u. Kinder. "Wieseck, den 5. Juni 1916. Di© Beerdigung findet Mittwoch, den 7. 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Nachstehende Bekanntmachung wird hiermit veröffentlicht. Gießen, den 29. Mai 1916. Grotzherzogl. Kreisamt Gießen. I. B.: Lang ermann. BekanntmachnZrg. Es sollen in Zukunft bei der Abnahme des Schlachtviehes an unseren Sammelstellen Sachverständigenkommissionen Mitwirken, bestehend ans je einem Bertretep des Viehharrdels, der Landwirtschaft und des Metzgergewerbes. Ihre Aufgabe wird darin bestehen, sestzustellen, in welche Qualitätsklasie das angelieferle Rindvieh einzuordnen ist. und zu entscheiden, welches Vieh als noch nicht schlachtreif vom Verbände von der Abnahme zurückzuweisen ist. Die Entscheidungen der Mnahmekommission sind endgültig. Gießen, den 20. Mai 1916. Ober-Hessischer Bichhandelsverband. Der Vorsitzende: Skalweit. 42758 Bekanntmachung. Die Heugraöversteigerung von heule ist genehmigt. Ausgabe der Abfuhrscheine: Donnerstag, 15. lf. Mts., letzter Fahrtag: Mittwoch, 28. lf. Mts. Giesten, den 5. Juni 1916. 42958 Grohherzogliche Obersörsterei Schifsenberg. T r a n t w e i n. Bekanntmachmrg. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Trais-Horloff für 1916 Rj. liegt vom 9. Juni 1916 ab eine Woche lang auf dem Großhherzogl. Bürgermeisterei-Bureau dahier zu jedermanns Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder mündlich vorgebracht werden. Es wird bemerkt, daß die Erhebung einer Umlage beschloffen ist, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. Trais-Horloff den 3. Juni 1916. ftrs? Großh. Bürgermeisterei Trais-Horloff. Bornmann. M Ba hnlinie v Frifdborg-nidda T.FnnR- W lurt «.«.i.ast- »,Wm«chr«S-Skrßchttn,k, aus Gräflichen Wiesen. I. Donnerstag, den 8. Juni 19145, von niorgenZ 8 Uhr an, in der Gemarkung Lanbach auf der Geffcnwtefe 34 Lose -- 30 Morgen, H. au demsckbe« Tage mit Beginn um 9 % Uhr vormittags auf den LcheNenderger- und Ziegerhsttterteich- wiesen lohne Los Nr. 2 und 3) ca. 30 Morgen: III. an demreli-rn Tage mit Beginn um 10 Uhr vormittags im Tiergarten und Oberlaubach am ca. 6^.Norgen. Zusammenkunft in der Hirtenbach: I V. au demselben Tage, nachmittags 4V< UHr, auf der Scbreinersmüble be, Frcieusee«. 1. von ea. Kl Morgen im Wetterauergrund 'Hartmannshaufen bis Sorgenlos); 2. von ca. 169 Morgen im Wolisgarten, Kreuzscener-, Oberseener-, Livver, nnd Mtenbainergrund; 3. von 62 Morgen — 30 Abteilungen oer vom Oberseener Hofgut äurückgeuomweuen Wiesen. V. Arcttag, den 0. Jnui 1916 mit Beginn um 9 Uhr vormittags in der „Aepfelsbach" auf ca. 192 Morgen Wiesen daselbst, am Mteukeller, in den verscMebenen Heegbrücke», Cöüe-, Herrn- und Hercnwicse: ^ VI. au demselben Tage: nachmittags von 1 Uhr an, auf dem Jägerbause von ca. 114 Morgen Wiesen in Rut- bardshausen, Haurteilen, Hablgartcn, Mulsau, Lang- INsaer Erke. Wiesenmärter StleS dahier und die bctr. Grast. Korst- warte find augewiesen, die Wiesen, die durch mnrrsr-tortc Hol ^pflöcke oder Stowe kenntlich gemacht skvb, airs Verlangen vor dem Termin Voranzeigen. 42098 Laub ach, den 3. Juni 1916. iLräflichc Forstverwaltung. Amtliche BekarrutMachÄMLer» der Stadt Gießen. Bekanntmachung. Betr.: Die 31egelung des ZuckeroerbraucheS in der Stadt Gießen. Gemüst den §§ 5, 9,19 der Bundesrattzverordu«rrg vom 10. Avril 1916 über den Verkehr mit Berbrauchszucker. den Ausführungsbestimmungen des 3teichskauzlers hierzu vom 12. Avril 1916, sowie der hessischen Ausfährungs- bekanntruachuugen vom 14. Avril und vom 18. Mai 191k wird für die Stadt Giesten bestimmt: 8 1. Berbrauchszucker darf ipi Kleinhandel nur gegen Aus« händitznng von Zuckerkarten abgegeben werden. Die Zuckerkarten werden zusammett mit den Brotmarken ausgegeben. Für die Ausgabe sind die für die Verteilung der Brotmarken getroffenen Feststellungen mahgebend. ^ 8 2 . Jede ilZerson erhält für den Monat Zuckerkarten zum Erwerb von vorläufig 750 g Zucker. § 3. Beim Verkaufe von Zucker im Kleinhandel hat der Verkäufer die enksvrechende Zahl von Zuckerkarten sich nushändigen zu lassen oder die entsprechende Zahl von Zuckerkarten selbst von der Karte abzutrcnnen und an sich zu nehmen. 8 4. Die Kleinhändler sind verf-'flichtet, die erhaltenen Zuckerkarten-Abschnitte zu je 50 Stück auf Bogen aufge^ klebt am 1 . jeden Monats gegen Ausstellung eines Be zugsscheineS über die abgefetzre Zuckcrmenge hier cinzu- reichen. Die Bezugsscheine sind dann, dem bisherigen liefernden 61rosthändler zu übermitteln. 8 5. Oeffetttliche Anstalten, wie Krankenhäuser. Siechen» anstatten, Gefängnffie, Institute und dergl.. sowie Betriebe, die sich gewerbsmästtg mit der Verköstigung anderer Personen befassen, insbesondere Gastwirtschaften, Gasthäuser, Bäckereien und Konditoreien erhalten Bezugsscheine für Zuckermengen in Höhe der Hälfte des Verbrauchs in der Zeit vom 1.—30. April ds. Jtz. Dieser Verbrauch ist durch Belege nachzuweisen. 8 6 . Die Zuweisung von Zucker an andere gewerölichi Betriebe erfolgt durch die in § 2 der Ausführungsbestim^ mungen des Reichskanzlers bezeichnete Stelle. 8 7. Bet der ernsten Zuteilung tmt Vez«kTdheinen an Kleinhändler, Anstalten und Gewerbeöettäebe genräh 8 5 werden die am Tage des Inkrafttretens dieser Verordnung vorhandenen Vorräte angerechnet. Uebersteigt der Vorrat die zugedachte Menge, so wird kein Bezugsschein erteilt und die Mehrmenge bei der nächsten Zuweisung von Bezugsscheinen gekürzt. 88 . Die Bezugsscheine berechtigen zum Eiukcmse der ent- sorechenden Menge Ztzrcker bet dem in § 4 genannten im Gros,'Herzogtum ansässigen Lieferer, der seinerseits von der Einkaufsgesellschast für das Grostherzogtum Hessen m. b. H. in Mainz als LmtdesverteAungsstelle mittelbar durch die LebensrnittelverteilnngSstelle für Oberheffen in Giesten beliefert wird. 89. In Kaffeehäusern, Konditor eien, Gastwirtschaften utt d dergl. darf Zucker nur als Zugabe zu den bestellten und in den betreffenden Rännilichkeiten zu verzehrenden Speisen und Getränken abgegeben werden. Die jeweils nur einmal gestattete Zugabe darf ein Stück nicht übersteigen. Sveiseeis jeder Art darf nur in Konditoreien, Kaffec- uvd Gaschäusern gewerbsmäßig hergeftellt werben. Die Abgabe von Sveiffeers zmn unmittelbaren Verbrauch is> mtr in Konditoreien, Kaffee- und Gasthäusern gestattet. § 10 . Die Erhöhung der mouatticheu Verbrauchs menge, die Ausgabe von ZrrckerTNrsatzkartrn und der Erlast besonderer Bestinmmngen nnd Verfügungen wegen der Versorgung von Atilttärpersonen, Ortsfremden, Binnenschiffer, Apotheken usm. sowie die Genehmigung von Ausnahmen bleibt Vorbehalten. §11. Wer den Bestimmungen dieser Verordnung zmviderhandelt, mtrd mrt Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis za 15000 Mark bestraft. 8 12 . Diese Verordnung tritt am 1. Verordtmng vom 10. Mai 1916 regelung wird aufgehoben. Giesten, den 1. Jtrrn 1916. Der Oberbürgermeister. Keller. i 1916 in Kraft. Die Znckerverbran ct> 42868 Bekanntmachung. Nack § 5 der Verordnung Grosth. Ministerinrus des Innern vom 18. Mai 1916 über den Verkehr mit Berbrauchszucker darf auf den Kopf der Bevölkerung w einem Monat nur 750 Gramni Zucker abgegeben werden. Hiernach ist auf die ausgegebenen Zuckerkarlen der Stadi Giesten, welche bis zum 15. Juli gültig sind, anstatt 400 Gramm für den halben Monat nur noch 373'Gramni Zucker zu verabfolgen. -Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimnmng werden mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark betraft. Diese Verordnimg tritt sofort, in Kraft. Giesten, den 2. Juni 1916. Der Oberbürgermeister. Keller. 42856 (6«hcrffi!d int städtischen Schlachthof. Gasthöfe, Gastwirtschaften, Bäckereien, Feinbäckereien, Fischhandlnngen, Feinkosthandlungen und Einzelverbrau- cher werden aus das im städtischen Schlachthof hergeitellte 57riitallerS hingewtesen. Dasselbe wird in Blöcken von je 25 Klg. zum Preise von 45 Pfennig täglich vom EiS- iager im Schlachthof von 5 Uhr morgens bis 6 Uhr abends abgegeben. _ 42826 Wegen vorzunehureuder Reparaturen wird die städt. Laftwage m der West - Anlage von Mittwoch, den 7. ds. Mts, ab bis aus weiteres gemerrt. _ [42808 Die Verteilung der Zinsen aus der Wolf vou Todteuwart Stiftung findet stiftungsgeinäst am Samstag, den 10. Juni l. J-s. morgens um 5 Uhr in der Stadtkirche statt. I4283Ü Die Ferien bcc Volks schule« zu Gieste« stud für das Schn nähr !99stt7 wie folgt festgelegt: 42818 1. Pstngstferien vorn 11. bis 17. Juni 2. Sormncrserien vom 13. Juki bis 9. August 3. Herbjtferien vom 28. September bis 11. Oktober 4. Weilmachtsserien vom 24. Dezbr. bis 7. Januar 1917. Stätet. W-humrgH«achweiS Giesten, Asterweg 9 . Eö nnd zn vermieten: - l4279L 1 herrschaftliche Wohnung von 7 Zimmern mit Zentral' Heizung, 1 herrschaftliche Wohnung von 7 Zimmern, 7 herrftliastttche Wohnungen von 6 Zimmern, 4 Woh nnayen non 5 Zimmern, 3 Wohnungen von 4—5 Zim- mern, 7 Wohnungen von 3 Zimmern. 1 Wohnung von 3 Zimmern, mit oder ohne Laden. 2 Wohnungen von 2 Zimmern, 2 Wohnungen von 1 Zimmer, 2 Ladenräume mit je 1 Zimmer, 3 Lagerräume mü Arbeitsraum, 15 möblierte Zimmer. 2 davon nebeneinanderliegend, 4 teere Zimmer, 2 Stallräume mit Burichenzimmer, 1 Wohnung von 2—3 Zimmern in BellerÄeftn. Zu mieten gesucht: 20 Wohnungen von 1—5 Zimmern. I« de« Wagen dev itäLtrscheu Strabeubad« wurden in der Zeit vont 1. April bis 31. Mai 1916 nachfvlgeud- (stearnftnudc gcsnndon . 42818 8 Damenschiri»e, 3 Herrenschirme, 1 Kinderschirm, 3 Paar Harchftlruhe. 1 Damenjacke, 6 Kragen. 1 Modell, 1 Kinder- handtäschchort, 1 Zevst-ttnütze, 1 Ball, 1 Helm, 1 Feld flasche. Zeitungen, 1 Buch, Zeitschriften, 1 Stück Band utrd Druckknöpfe, 1 Paar Hosenträger, Feldpostbriefe und Karten, 1 Nadel iAlice-Frauen-Bereini, 1 Kaffeebüchse, 1 Aluminiumlovf und 1 Kopftuch. D« obigen Sachen können im Verwaltungsgebäude der ftädttschxn Elektrizitätswerke mrd Strastenbahn, .Lahn- strafte 28, Ztinmer 4, in Empfang genommen werden.