Nr. M Der Giebencr Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich GletzentrSamilienbliMer; ziueunalivöchentl.Nrei?- blattsürdenUrcüÄictzev (Dierwtag und Freitag): zweimal monatl. Lcmd- wirLschastttche Zftlsragen Fernjprech - Anschlüsse: ü"rrdieSchristleitung1l2 Verlag,Geschästsstelleöl Adresse ü'ir Drahinach- richten: Anzeiger Siehcn. Annahme von Lnze^rn ü'ir die Tagesnummer brs zum Abend vorher. 5. Zum M Rotationsdnick sn» vertag Ser Srühl'schen Unio.Guch- md Lteindrnckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschästrstelle und Druckerei: Schulstr. 7. B c; h r? monatl. 90 Bi» Vierteljahr!. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pi.: durch die Post Mk. 2.45 viertel- jährl. ausjchi. Beitellg. Zeilenpreitz: lokal 15Pr., ausiv. 20 Pi. — Haupt- schriitleiter: Ang. Goeg. Berarttwortlich für den volinschen Teil und das Feuilleton: Aug. GoeK; ii'tr Stadl und Land, Dermisthtes und Ge- richtssaal: Fr. R. Zenz: für den Anzeigenteil: p Beck, sämtlrch m Gießen Re« Ersolge mt Verdun und in Tirol. Die wachsende Bedeutung k$ deutschen 5eesrege§. CmX.) Trohes Hauptquartier, 3. Juni. (Amtlich.) ^ , . Westlicher Kriegsschauplatz. Gestern mittaa eroberten Württembergs che Regime lter im Sturm den Höhenrücken südöstlich v«n Zil lebet e (südöstlich von Yprrn) und die dahinter liegenden englischenStellungen. Gs wurden ein leicht verwendeter General, ein Oberst und dreizehn andere Offiziere, sowie dreihundertfünfzlg unverwundete und einhundertachtundsechzrg verwunde t-eEnglandergefan gen genommen. Die Gefanqenenzay! ist gering, weil die Verteidiger besonders schwere blutige Verluste erlitten und außerdem Teile der Besatzung aus der Stellung flohen und mir dura; unser Feuer eingeholt werden konnten. In der Nacht ein- setzentze Gegenangriffe wurden leicht, abgeschlagen. Nördlich von Wrras und in der Gegend von Albert dauert der Artilleriekampf an. In der Champagne südlich von R i v o n t brachten unsere Erkundungsabteilungen bei einer kleinen Unternehmung über zweihundert Franzosen gefangen ein. Westlich der Maas wurden feindliche Batterien und Befestigungsanlagen mit sichtbaren, Erfolge bekämpft. Oestlich der Maas erlitten die Franzosen eine weitere Niederlage. In den Morgenstunden wurde ein starker Angriff gegen unsere neugewonnenen Stellungen südwestlich des Cailleltewaldes abgeschlagen. Weiter östlich haben die Franzosen auf dem Rücken südwestlich von Vaur gestern in sechsmaligem Ansturm versucht, in unsere Gräben einzudringen. Alle Vorstöße sch ei - tertenunterschwerstenfeindlichenVerlusten. In der GegerS südöstlich von Vaur sind heftige für uns günstige Kämpfe im Gange. Am Osthange der Maashöhen stürmten wir das stark ausgebaute Dorf Damloup. Fünfhundertzwanzig unverwundete Franzosen (darunter achtzehn Offiziere) und mehrere Maschinengewehre fielen in unsere Hand. Andere Gefangene gerieten bei der Abführung über Dieppe in das Feuer schwerer französischer Batterien. * MewarMlerie hotte Wer Vaux einen Fannan-Doppel- decker herunter. Der im gestrigen Tagesbericht erwähnte westlich von Mörchingen abgeschossene französische Doppeldecker ist das vierte von Leutnant Höhndorf niedergekämpfie Flugzeug. Oestlicher und Balkan-Kriegsschauplatz. Außer Patromllengefechten keine Ereignisse. Oberste Heeresleitung. (WTB.) GrsHes Hasptquartier. 4. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Gegen die von uns gewonnenen Stellungen südöstlich von Ypern richteten die Engländer mehrere Angriffe, die restlos abgeschlagen wurden. Der Artilleriekampf nördlich von Arras und in der Gegend von Albert hielt auch gestern an ; englische Erkundungsabteilungen wurden abgewiesen-, mehrere Sprengungen des Feindes üdöstlich von Neuville—St. Vaast waren wirkungslos. Auf dem linken Maasnser wurde ein schwächlicher Angriff westlich der Höhe 304 leicht zurückgewiesen, ein Maschinengewehr ist von uns erbeutet. Auf dem Ostufer sind die harten Kämpfe zwischen dem Caillettewalde mS Damloup weiter günstig für uns fortgeschritten-, es wurden gestern über fünfhundert Franzosen, darunter drei Offiziere, gefangen genommen und vier Maschinengewehre erbeutet. Mehrere feindliche Gasangriffe westlich von Mar- kirch blieben ohne die geringste Wirkung. Bombenwürfe feindlicher Flieger töteten in Flandern mehrere Belgier-, militärischer Schaden entstand nicht-, bei Hottebeke wurde ein englisches Flugzeug von Abwehrkanonen abgeschossen. Oestlicher und Balkankriegsschauplatz. Es hat sich nichts von Bedeutung ereignet. Oberste Heeresleitung. * Berlin. 3.Juni. (WTB. Amtlich.) Um Legcndenbil- dungen von vornherein entgegenzutreten, wird nochmals fest- gestellt, daß sich in der Schlacht vordem S k a g c r a k am 31.5. die deutschen Hochseestreitkräfte mit der gesamten modernen englischen Flotte im Kampfe befunden haben. Zu den bisherigen Bekanntmachungen ist nachzutragen, daß nach amtlichen englischen Berichten noch der Schlachtkreuzer „I n v i n c i b l c" und der Panzerkreuzer „Warrior" vernichtet worden sind. Bei uns mußte der kleine Kreuzer .,E l b i n g". der in der Nacht vom 31.5. zum 1.6. infolge Kollision mit einem anderen deutschen Kriegsschiff schwer beschädigt worden war, gesprengt werden, da er nicht mehr eingebracht werden konnte. Die Besatzung wurde durch Torpedoboote g c b o r g e n bis auf den Kommandanten, zwei Offiziere und 18 Mann, die zur Sprengung an Bord geblieben waren. Letztere sind nach einer Meldung aus H o l l a n d durch einen Schlepper nach Ymui- den gebracht und dort gelandet worden. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Berlin, 4.Juni. (WTB. Amtlich.) Am 31.Mai hat eines unserer Unterseeboote vor dem Humbcr einen modernen großen englischen Torpedobootzerstörer vernichtet. Nach Angabe eines der durch uns geretteten Mitglieder der Besatzung des gesunkenen englischen Zerstörers ..Tippe r a r y" ist der e n g l i s ch c P a n z e r k r e u z e r ..E u r y - alus" von unseren Streitkräftcn in der Seeschlacht vordem S k a g e r a k in Brand geschossen worden und vollständig ausgebrannt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. * W * Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien. 3. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbarti 3. Juni 1916. R u s s i s ch e r K r i e g § s ch a u p l a tz. An der bessarabischeu Front und in Wolhynien dauern die Geschützkämpfe unvermindert heftig fort. An einzelnen Stellen wurden auch russische Jnfauterievorstöße abgeschlagen. JtalienischerKriegsschauplatz. Unsere Truppen wiesen einen starken Angriff und mehrere schwächere Vorstöße der Italiener gegen den Monte Barche ab. Ebenso scheiterten wiederholte Angriffe des Feindes auf unsere Stellungen bei Crnezeck östlich der Gehöfte Mandriele. S ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz. Ruhe. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r. Feldmarschalleutuant. Wien, 4. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart.- 4. Juni 1016. ~ Russischer Kriegsschauplatz. Der Feind hat heute früh seine Artillerie gegenüber unserer ganzen Nordostfront in Tätigkeit gesetzt. Das russische G e s ch ü tz f e u e r wuchs am D n j e st r. au der unteren S t r y p a. nordwestlich von Tarnopol und in W o l h v n i e n zu besonderer Heftigkeit an. Die Armee des Generalobersten Erzherzog Josef Ferdinand steht bei Olpka in einem Frontstück von 35 Kilometer Breite unter r u s s i s ch e m T r o m m e l f e u e r. Ein russischer Gasangriff am D n j e st r verlief für uns ohne Schaden. Ueberall machen sich Anzeichen eines unmittelbar bevorstehenden Jnfanterieangriffs bemerkbar. Italienischer Kriegsschauplatz. Da die Italiener ans dem Hauptrücken südlich des P o - sinatales und vor unserer Front Monte Ccngio — Asiago mit starken Kräften hartnäckig Widerstand leisten, begannen sich in diesem Raume heftige K ä m p f e zu entwickeln. Unsere Truppen arbeiten sich näher an die feindlichen Stellungen heran. Oestlich des Monte C e n g i o wurde beträchtlich Raum gewonneu. Der OrtCefuna liegt bereits in unserer Front. Wo der Feind zu Gegenangriffen schritt, wurde er ab- gewiesen. Der gestrige Tag brachte 5 600 Gefangene, darunter 78 Offiziere, und eine Beute von drei Geschützes, 11 Maschinengewehren und 126 Pferden ein. Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der unteren Vojusa zersprengte unser Artilleriefeuer italienische Abteilungen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höser, Fcldmarschalleutnant Alles tritt plötzlich zurück hinter dem gewaltigen Ereignis auf der Nordsee. Der erste Bericht unserer Marineleitung, der so schlicht und sachlich gefaßt war, erinnert uns heute an die erste amtliche Kunde von Hindenbnrgs Sieg bei Tannenberg. Damals, als cs von dem unbekannten General hieß, er habe 30000 Russen zu Gefangenen gemacht, horchte man wohl auf. aber die ganze Bedeutung di-esei- Schlacht stellte sich erst später heraus. So steht es auch jetzt mit der Seeschlacht vor dem Skagerak. Während von deutschen Schiffen, die uns verloren gegangen sind, nur noch die „Elbing" genannt wird, ern Fahrzeug, das keinen gvoßen Gefechtswert hatte, sondern wegen seiner Schnelligkeit für den Aufklärungsdienst gut geeignet war, wird uns bekannt, daß die e n g l i s ch e n Verluste viel größer waren, als zuerst angegeben werden konnte. Die britische Admiralität, die int wesentlichen die Angaben der deutschen Marinelcitung bestätigt hat, wird wissen, warum sie sich zu dem Eingeständnis dieses Maßes der Verluste bequemt hat. In Wahrheit wares größer. Aus englischen Einzelmeldungen erfährt man, daß von einzelnen, bisher nicht als verloren gemeldeten Schiffen nur wenige Mann gerettet worden seien; also sind diese Fahrzeuge doch versenkt! So I ist es jetzt sicher, daß das Großkampsschifs „Marlborough" (28 000 Tonnen), das zuerst als schwer beschädigt betrachtet wurde, in Wahrheit gesunken ist. Der englische Panzerkreuzer „Euryalus" ist nach einer neuen amtlichen deutschen Meldung ..vollständig ausgebrannt". Man kann heute noch keine vollständige Liste der englischen Verluste bei der Seeschlacht aufstellen; sie ist länger, als der deutsche Bericht zuerst annahin. und das Verhältnis der beiderseitigen Verluste hat sich noch mehr zuungunsten der Engländer verändert. Und darum erscheinen jetzt die Ab schwäch ungen in der englischen Presse, die Kommentare, die unseren Sieg verkleinern sollen. Nicht alle Londoner Zeitungen geben sich dafür her; einige gestehen offen die Niederlage der'englischen Flotte zu. Da ist es nicht verwunderlich, daß der alte Maulheld Churchill auf der Bildfläche erscheint, um in einer öffentlichen „Erklärung" Britanniens Ruhm zu retten. Er ist ja der Mann, der, mit seiner lauten Stimme, alles kann! Er besitzt auch den nötigen Mut zu plumper Polemik, aber er kommt um ein paar Tage zu spät. Wie soll er noch Eindruck machen, wenn die amerikanische Presse bereits dre Niederlage der Engländer mit großer Flammenschrift verkündet hat! Die Wahrheit war diesmal zu. offenkundig, zu deutlich, als daß man sie hätte wenden Uiid verdrehen können. Es war allzu auffällig, daß die britische Admiralität zwei Tage lang schwieg, und es ist heute noch auffälliger, daß auf der Oberfläche englischer Stimmnnos- mache, die den schlechten Eindruck des Ereignisses in der Welt verwischen soll, ausgerechnet der unvernreidliche Chkrr- chitl herumzappelt, der nachgerade überall da mit seiner Rede Schwall in den Vordergrund tritt, wo etwas faul im Staate ist. Es soll der König mit dem Schwätzer gehn, so scheint man in England zu denken, denn zur llebernagelmig der schweren englischen Schlappe mit lustigen Brettern hat man den König Georg einem Telegramm an den Admiral Jellicvc veranlaßt. Es ist zwar kein Glücklvunschtelegramm, allein der König wendet sich dafür mit einigen billigen Vorhaltungen an die deutsche Marine, Vorhaltungen, die so schülerhaft, so hilflos sind, daß sie sich allerdings neben dem gröberen Redegeschütz Churchills niedlich ausnehmen Die deutsche Flotte soll der englischen ausgewichen sein, soll nicht lange gering gewartet haben, dis das englische Gro^ herangefahren sei! Man braucht keine Marinetaktik, keine höheren strategischen Kenntnisse als diejenigen, die man schon bei Wettkämpfen auf Schulspielplätzen erworben hat, um diese „Vorwürfe" zu würdigen. Wie die Dinge in Wirklichkeit lagen, dafür haben wir heute von zuständiger deutscher Stelle die zusammenfassende Darstellung des Herganges der Seeschlacht. Unsere Flotte war in die Nordsee ausgelaufen, um, wie so häusig, den Feind aufzusuchen. Erinnert sich König Georg denn nicht mehr der kühnen deutschen Flottenzüge an die englische Küste? 17 Stunden lang hat die große Seeschlacht gewütet, von der einige Ueberlebende der „Elbing" berichten, daß die deutsche Artillerie der englischen weit überlegen gewesen sei: Die „E l b i n g" z. B. lvar lange Zeit dem nn unterbrochenen heftigen Feuer von englischen Dreadnoughts ausgcsetzt, ohne daß sie nur ein einziges Mal getroffen wurde. Ein einziger Treffer aber hätte genügt, um die „Elbing" zu erledigen, di übrigens kein Schiff von großem Ge- fechtswert, sondern infolge ihrer Schnelligkeit in für dm Auf- klärungs- und Patrouillendienst nützliches Schiff gewesen ist. Während das englische Feuer im allgemeinen .außerordentlich schlecht lag" (das heißt die Schüsse lagen ziemlich weit vom Ziel), war fast jeder unserer Schüsse ein Treffer. Auch ist die englische Behauptung, daß die deutschen Tauchboote die Schlacht entschieden hatten, unrichtig. Das Meer war von Granaten derartig aufgewühlt, daß es von toten!Fischen nahezu besät war, mrd irr einem derartigen Wasser war an ein erfolgreiches Arbeiten der Tauchboote kaum zu denken." Die lange Dauer des Kampfes — die Kämpfer bei' „Elbing" berichten, daß sie 17 Stunden lang gefachten hätten — beweist allein schon, wie närrisch der Vorwurf ist, die Deutschen hätten dem Gegner nicht die Stirn bieten wollen * * * Die Bedeutung der Seeschlacht in der Nordsee. Berlin, 4. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Von zuständiger Stelle wird uns über den Verlauf der Seeschlacht gegen die englische Flotte vor dem Skagerak im Anschluß an die bisherigen Bkrw te noch folgendes mitgeteilt: Die deutsckden Hochseestreitkräfte loaren vorgestoßerr, um englische Flottillen, die in der .letztian^ Zeit mehrfach in der Nordsee gemeldet loorden waren, zur Schlacht zu stellen. Ter Feind kam am 31. Mai, 4 Uhr 30^VLiMcten, etwa 70 Seemeilen von denr Skagerak zunächst in Stärke von vier kleinen Kreuzern der Ealliope-Klasfe in Sicht. Unsere Kreuzer nahnren so- fott die Verfolgung des Feindes - auf. der mit höchster Fahrt nach Norden fortlies. Um 5 Uhr 20 Minuten sichteten unsere .Kreuzer in westlicher Rchttmg zwei feindliche Kolonnen., die sich als seckis feindliche Schlachtkreuzer und eine größere Zahl kleiner Uäruzer und Zerstörer herausstellten. Der Feind enttvrckelte sich nach Süden. Unsere Kreimer gingen lns aus etwa 13 .Kilometer heran und erösfneten auf südliären bis südöstlick>en Kursen ern sehr wirkungsvolles Feuer auf den Feind. Jni Verläufe dieses^ Kampfes wurden zwei englische Schlachtkreuzer mid ein Zerstörer vernichtet. Nach einhalbstÜTrdigen^Gefecht kamen nöii>- lich des Feindes weitere schwere feindliche Stteitkräste in Sicht, die später als fünf Scküffe der Qneen Elizabeth-Klasse ausgem>ick>t syorden sind. Bald daraus griff das deutsche Gros in den Kamps ein. Ter Feind drehte sofort ^ nach döorüen ab. Die fünf Schiffe der Oueen Elizabeth-Mai>e hingen sich an die engtischeil Schlachtkreuzer an. Der Feind suchte sich mit höchster Fahrt und durch Abftasfeln unserem äußerst wirkimgsvotlen Feiter Al entziehen und dabei in östlichem K'urs um unsere Spitze herum- Wholen. Unsere Flotte folgte den Bcw-egungen des Feindes mit Wehster Fahrt. Während dieies Gesechtsabschnittes wurde ein Kreuzer der Achilles- oder Shannon-Klasse und Awei Zerstörer vernichtet. Das hinterste unserer Linien- schiffsgeschwader konnte zu dieser Zeit wegen der rückwärtigen Stellung zrnn Feinde nicht ins Gefecht eingreffen. Bald darauf erschienen von 9äorden her neue schwere feindliche Streitkräfte. Es waren, wie bald festgestellt werden konnte, mehr als 20 feind 1 i che Linienschiffe neuester Bauart. Da die Spitze unserer Linie zeitweilig in Feuer von beiden Seiten geriet, wurde die Linie auf westlichen Kurs Hw umgeworfen. Gleichzeitig wurden die To r- pedobootsslottillen zum Angriff gegen den Feind angesetzt. Sie haben mit hervorragendem Schneid und sichtlichem Erfolge bis zu dreimal hintereinander angegriffen. In diesem Gefechtsabschnitt wurde ein englisches Großkampfschifs vernichtet, während eine Reihe anderer schwere Beschädigungen erlitten haben muß. Die Tagesschlacht gegen die englische U-eber- Nracht dauerte bis zur Dunkecheit. In ihr standen, abgesehen von zahlreichen leichten Stteitkräften, zuletzt mindestens 25 englische Großkamvfschisfe, sechs englische Schlachtkreuzer, Mindestens vier Panzerkreuzer gegen 16 deutsche Großkampfschiffe, fünf Schlachtkreuzer, sechs ältere Linienschiffe, keine Panzerkreuzer. Mit enrsetzender Dunkelheit gingen unsere FottillenI Samt Nachtangriff gegen den GeMer vor. Während der nun folgenden Nacht ran.den Kreuzer kämpfe und zahlr eiche Torpedo- bootsangriffe statt. Hierbei wurden ein Schlachtkreuzer, ein Kreuzer der Achilles- oder Shannon-Klasse, ein, wahrscheinlich aber zwei kleine feindliche! Kremser amd wenigstens 10 feindliche Zerstörer vernichtet, davon durch das Spitzenschiff unserer Hochseeflotte Eern sechs. Unter ihnen befanden sich die beiden hochneuen Zer- ftoresiührer-Schiffe Turbulent" und „Tipperary". Ein Geschwader älterer englischer Linienschiffe, das von Süden her herbeigeeilt war, kam erst am Morgen des 1. Juni nach bserrdeter Schlacht heran und drehte, ohne einzngreifen oder auch wrr in Sicht unseres Gros gekommen zu sein, wieder ab. Der Bericht der britischen Admiralität. Haag, 3. Juni. (WTD. Nichtamtlich.) Reuter meldet aus London: Die Adnriralität teilt mit: beieittgt. ^ie schnelle Decision ivr ,/Queen Elizadetir "-Schi sie Ichemt alle an sie gestellten Anforderungen gerechtfertigc zu baden. Unsere tapferen Matrosen haben sich ausgezeichnet und di Hlftziere ge-rorben, wie sie sich es gewünscht haben zu sterben, rm blauen Wasser. Wenn dos Gefecht studiert wird, wird sich mehr und mehr Herausstellen, daß es ein defenitiver Schritt zur Er tO- AOrtirTi fr »(V „Am 31 Mai fand ein Seegefecht statt ans der der Küste von Jütland. Die englischen Schiffe, die am meisten im Feuer standen, waren die Schlachtkveuzerflotte, einige .Kreuzer und leichte Kreuzer, die durch vier schnelle 'SMachsichiffe unterstützt wunden. Die Verluste waren ffchwer. 'Die deutsche Schlachtflotte hatte, durch dos reichuug des Sieges gewesen ist. (Nach Mister Churchill ist also ter überzeugendste Beweis der Ueberlegcnheit eine Nick>erlage. Der König von England an Admiral Jellicoe. Qf . udo n, 4 Juni. (WTB.) Nichtamtlich.) In seiner Antwort aus ern Telegramrn des Admirals Jellicoe, in ^cm $ö n i 9 Mm Geburtstage seine ergebenenGlück- wunsche ausspricht, sagt der König: Ich bin tief gerührt c k- e m * r d?amen der Kampfflotte gesairdte Bot- lchaft, die am läge nach der Schlacht zu mir gelangte. Der Kamps beweist wiederum die glänzende Tapferkeit der Offi- zrere und Leute unter Ihrem Kommando. Ich betrauere den 45er!uft der tapferen Männer, von denen viele meine persön- ttcoen freunde waren, die für ihr Land gefallen sind. Ich bedauere redoch noch mehr, daß es der deutschen Hochseeflotte ! er Verluste durch den Nebel ermöglicht wurde, sich dem legenden Zusammentreffen zu entziehen, das sie in ihren ständigen Erklärungen herbeiwünscht, für das sie aber, als die Gelegenheit dazu kam, keine Neigung zeigte. Die Ereignisse vom letzten Mittwoch rechtfertigen mein Vertrauen in die Tüchtigkeit und Wirksamkeit der Ihrem Kommando unterstellten Flotten. Englische Stimmen über die Seeschlacht. H ^ 9, 4. Juni. (Zf.) Reuter meldet aus London: Der „Associated Preß" wurden durch die Admiralität die letzten Berichte Jellicoes über die Seeschlächt mit geteilt, die ein Gefühl der Erleichterung geben. Sie können folgendermaßen znsancmengeftrßt werden : /-Wir begaben Uns in die feindlichen Gewässer, um den Kampfs zu suchen. Ein kleiner Teil unserer Flotte geriet mit der gesamten deutschen Schlachtflotte in Kampf und zwang f, nach ihren Häfen zurnckzutähren Und jede beabsichtigte Unternehmung anszugeben. Die gesäurte britische Schlacht- flotte mit Ausnahme der „Marlborough" wurde einige Stmrden, nachdem sie in die Häserr zurückgekehrt war, mit Kohlen versiehen und wieder für den Seedienst bereitgestellt/' Haag, 4. JUni (zs.) Die englische Presse setzt nun mit Ueb-er- rmi- .t.. CYX„; je.* • jr_i r . - « r . < neblige Wetter begünstigt, einen lang anhaltenden mit ^chdruck ihren Beschwichtigungsfeldzug fort, da - 0,9 9 7 - ~ 1 fte wohl begreift, daß das Prestige der englischen Flotte noch niemals so erschüttert worden ist, wie durch die Schlacht am Skager M, „Sbennig Standard" geht sogar soweit, aus der Schlacht einen hervorragende englischen Sieg zu machen. -pre „W e st m in i st e r Gazett e", deren Auslassung durch Reuter verbreitet wird, sagt, ein derartiger Kampf darf nicht nur allein nach den Verlusten aus beiden Seiten beurteilt werden. Das Publikum möge sich sagen, daß'-der Kanrpf einer Flotte, die überraschender Weise in der Norsee erscheine, unvermeidlich die schlwäche- reii Kräfte während einiger Stunden iii ein Gefecht verwickeln rönne, bis die Hauptmacht angekommen sei. Sei aber diese an-i gekommen, ,o bleibe dem Feind nichts anderes übrig, als zu fliehen oder sich vernichten zu lassen. Und so ist es auch am Mittwoch gewesen, daß der schwache Teil der englischen Flotte Verluste erlitten habe. „Wir haben den Deutsche:i beweisen wollen, daß istc Er ich erneu in der Nordsee mit großen Gefahren verbunden ist; wir wollten sie daran erinnern, daß, obwohl wir in einen! beson- Kampf mit unseren hcmpsiächlichsteii Kräften vermieden. Kurz nachdem unsere Schi sie, cruf dem Kampfplatz erschienen, kehrte die deusiche Flotte nach dein Hafen zurück. Sie batten jedoch zuvor durch unsere Schlachtschiffe schweren Schaden erlitten. Die Schlachtkreuzer „Queen Mary", „Fnd e sa ti g a b l e", „I n v i c i b l e" und die Kreuzer „D e f e n s e' und „Black Pr in ec" wurden in. den Grund gebohrt. Der Panzerkreuzer „W a r i o x" wurde g e f e ch ts u n klar geschossen und mußte, nachdem er erst eine Weite geschleppt worden war, von seiner Besatzung verlassen werden. Weiter ist bekannt, daß die Torpedojäger „Tippe rary", „Turbulent", „Fortune" und „Sparrow- hawk" und „Ardent" verloren gegangen sind, während noch sechs weitere vermißt werden. Es ist kein englisches Schlachsichiff oder leichter Kreuzer in den Grund deren Falle so, etwas erzielen flmuen, was sie für eiwcm ^gebohrt worden halten, wenn sie einer schwächeren Macht gegenüberstünden, doch! Die f kindlichen Verluste sind schwer, mindestens Gefahr besteht, daß sic es dann mit der ganzen Flotte zin ein Schlachsichiff wurde vernichtet und eines schwer be- p,^aben, b^ior ihnen gelingt, nach ihren Häfen zurück- sichädigt. Ein Schlachsichiff muß durch unsere Torpedojäger ^ wir unsere große Flotte nxtt allen strMrend, der Nacht in den Nrund gebohrt worden sein. sur^lhre Slcherhmt. Dre deutsch« Matter mchern sich. Zwei leichte Kreuzer sind unklar geschossen und wahr xfcheinlich gesunken. Die genaue Anzahl der feindlichen Tor PÄ)ojäger, die außer Gefecht gesetzt wurden, kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden, sie muß jedoch sehr groß sein." London, 3. Juni. (WTB.) Die Äldmiralität teilt mit: Mir haben insgesamt acht Zerstörer verloren. Ein feindliches Schlachsichiff Der Kaiserklasse flog bei dem An 'igriff durch britische Zerstörer in die Luft. Man glaubt, daß als ob am Mittwoch der Tag eines großen Sieges gewesen sei. ^siwll-cn nun einmal als Erfolg ihres Sieges ihre Kauflahrteiflotte ausschickeir und wir werden sehen, was geschehen wird. Ein Sieg zUr See ist nur dann errungen, wenn.die Kaufsahrteiflotte aus ihren Häfen fahren kann, aber nicht, wenn die Kriegsflotte dahvn.' zurückkehrt. Ter Manchester Guardian" veröffentlicht ^ebenfalls eine lange -Betrachtung über die Seeschlacht. „Die Deutschen haben," so schreibt das Blatt, „seit einiger Zeit kleine Fahrten in der Nord- jmoch ein Dv^nouM-Schlachtschiff der KaiseMüsse durch Erbich der englische Flotte irM ver- mim ÜnSen nefnaifrt. Winiw». «J Kwi hrt/HA«, Soffmaig. etn Gefecht *w«uS(od»nt ».Geschützfeuer zunt Siuben gebracht nmrde.,Pon drei deutschen Dchssachttreuzern, von welchen einer „Derfflinger" und einer zu können, fuhr die englische Flotte, vermutlich unter Befehl Bvat- ths nach der Küste Jütlands, selbstverständlich, nachdem gemein .>,LutzorV aewchen iem durften, flog enter m die Luft. Es schaftlich mit -der großen Flotte ein Plan vereinbart worden war chnrrde wahrgenommeu, daß ein anderer, der von unserer Wenn etn solcher Pllm bestanden hat, dann muß es die Absicht ge- Wchlachtflotte in einen Kampf verwickelt und kampfunfähig wesen sein, die deittsche Flotte -auf die offene See herausznlocken und geinacht wurde, stoppte Ein dritter wurde, wie beobachtet, P te 1° _^uge in ein fortdauerndes Gefecht zu verwickeln, bis die ^errsittich beschädigt. Ein deusicher leichter Kveuzer und sechs ' ' or '" r ' ‘ m orrr ‘ J 'ta| r r ' .deutsche Zerstörer wurden versenkt. Mindestens zwei weitere ^leichte deusiche Kvenzer wturden, wie beobachtet, tamps- Mchä'hig gemacht. Auf drei anderen deutschen Schlachsichiffeu Mrrden wiederholte Treffer wahrgenommen. Schließlich wurde ein deutsches Unterseeboot gerammt und versenkt. (Die amtliche Veröffentlichung des deusichen Admiral- stabes straft die Behauptung der englischen Adiniralität Lügen.) Eine Evrlävuttg Churchills. große Flotte ein getroffen war. Auch kann man die Absicht gehabt haben, die Deutschen mrsfahren zu lassen nnd sie darnach einzu- schlreßen ^und mit Eintritt der großen Flotte in den Kampf abzli- ickinerden. Wie dies auch sei, die Pläne mißglückten. Die Deusichen kannten unsere Schlachtorlnrnng und Stärke viel besser, als^ nur die ihrige, und wahrscheinlich haben sie dies ihrem Zeppelin zu verdanken, der für die Ausllärung bei wertem am besten ist. Auch wurden sie, wie ch scheint, durch den Nebel begünstigt. Zur rechten Zeit wurden sie informiert, und so haben sie ihre ganze offene Seeflotte in ^Schl achtordnung gegw unsere Linienkreuzerflotte 'chiffe verstärkt gewesen 'erungen Gleiten kön gebracht, die jcdoch durch einzelne M sein scheint, wie wir ans bestinrmten London, 4. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des! ^ ^ naheskhewbe Matt zu, daß Reuresichen Bureaus. Das Pressebureau veröffentlicht solaende! ^allern^eine schwack-e Vorhut der englischen Flotte ge- .Erllärung Churchills, die sich auf Berichte der Admiralität K- 6 ]! der deutschen Flotte in Kampf kam. T. Red.) sistützon. Churchill sagte, folgende Tatsachen schienen festzustehen: 1. Die Ueberl-egenheit der britischen Flotte hängt von den lieber-1 X?IL ' sH-reodn-oughts ab. die mit 13,5- und 15 zölligen Kanonen be-1 ? T ^ C 'wafftret sind. Diese sind an sich ausreichend zur Erhaltung der ;Herrschaft über die Meere. Bon dieser Einheit, auf die es an- ..kommt, verloren wir nur eine, die „Q uee" ™ _JLie deutsche Flotte muß Wohl in einem bestimmten Augenblick u n sere Linienkreuzerflotte vollständig umzingelt haben. Diese sah sich plötzlich von der großen Flotte abgeschnitten. Hätten die Engländer auf Grund eines bestimmten Plaues gehaudett, dann hätte die große Flotte in diesim n M a r v". Es scheint vorhanden sein müssen, dlber Nicht zuni ersten Male in außer Zweifel zu stehen, daß die Deusichen mindestens ein damit! ru 4 r Ü 9e ^ ^ ohnmächtig war, daß die eng vergleichbares Schiff verloren. Sollte das die „Lützow" oder die cflotte näht rmsAnde war, zur reaOeir Zeit zu esicheinen- „Derfflinger" sein, so ist w ovei oie| rt w w. w ^-. M " die „Queen Airry" für uns. -verlören wir den „Jndcsattgable' 'wärtig nicht als erstklassige Einheiten rangieren. __ .Schlachtschiff der „Wessialen"-Klasse nmr dem Verluste eines ieden, - c o- rr - r „ , r - -. der beiden Schiffe vergleichbar. Tie Panzerkreuzer Black Swan" 'Olcrem r^alle erwarten können, daß unsere geiamte Flotte ver- ,Defence" und „Warrivr" gehören zu den Schifseu dritter Ord-4 und daß der Feind mit einer großen Anzahl Eg, die aber den deusichen gleicher Art weit überlegen sind IÄÄ* ^ fett hing von zwei funkelnagelneuen deutschen' leichten Kreuzern I ^vcrlor en^ h aben, UTenn unsere große Flotte sic zu nämlich der „Wiesbaden" und der „Elbing" ist für den Feind ^Echerdenden Kampf hatte zwingen wnnen. aber sie konnten ein viel unangenehmerer Verlust (Sic! Rur sind leider von diesen Kreuzern sckion eine Anzahl vorweg auf den bvtten vf the sea geschickt). Tie Ber V ftJUUiyvu luiulch, uLf.l HC rounren He Äerluste "der"Äer-s^01 nach ihrem Lasen zuruckkehren. Wenn diese .Konstruktion der Tat- eil wir die . .. 1% . w .haben wir auch gewonnen. Unsere Flottillen suchten seit langem Zerstörer I - u '‘ ,u “ nsvcjc .uvafi scheinen ungefähr gleich zu sein,' und weil wtt 'di^Stärkeren sind g'entspricht, dann haben die Deutschen ihren baben wir au-cd aewonnen U-nb»i-o _ l! st rate g i j ch en ^icg dem besseren Aufklärun gs nach einer solchen Oielegen heit. 3. Das Verhältnis unserer Ueber- t?nnt Zeppe legenhett ist in keiner Weise verändert. Die Entsendung von, I ^ berührt unsere Herrschaft zur See nicht Tsruppen nach dem Kontinent kann mit der größten Freiheit fort gesetzt werden, ja, der erschütternde Zustand der deutschen Flotte bietet uns um so größere Sicherheit. 4. Das unsichtige Wetter .der Einbruch der Nacht und der Rückzug des Feindes vereitelten die hartnäckigen Bemühungen unserer vorzüglichen Kommandanten Jellicoe und Beatty, eine endgülttge Ensicheidung zir er- -pmngen. Obwohl es unmöglichl war, die deutsche .Hautztslotto ^dazu zu zwingen, eine Schlacht anzunehmen, so sind die Schlüsse rn nennenswerter Weise, aber sie zeigt deutlich die Csifahr der deutschen Luftschiffe. Wir haben uns die ganze Zeit über allzusehr mit Zahlen einschlafern lassen, aber die E-ofahr liegt nicht bei den Zahlen, jondern in dem^ besseren Ausllärutrgsdienst und in der besseren Gelegenheit zur Ueberrumpelung. Eine sofortig-- verständige Vorsichtsmaßregel gegen eine solche Gefahr ist die Konzentration unserer Streitkröfte, selbst wenn dies mit einiger Gefahr für die Häfen der Ostküste verbunden wäre. Im Grunde ist also das Gefecht für Jellicoe auch keine große Ueberraschung gewesen Abxu denen man gelangt ist, doch von allergrößter Bedeutung Es \foi5wh 'v£r 12 Sl, Mvejen Ab- !rind icfct fiuf beiaen Seiten alle ■ >. I Ucttlidt tvar die ^iglilche Flotte geteilt worden, gerade um das zu D ^r a.afotKm ma& nach dem Kriege sofort ^ die l^e Itnsnhechert »er s^ defÄrL UnLle^lhÄt I näZich^in EZ ?n» dÄ"^Änd! ^ 'J o ;i ö p !i, 3. Juni WTB.: AlNiüch wird gemetv^'i: ?-Ller - e? negs.'chiffes „M a r l b o r o u g h" wuroen ge- rettet, alte anderen Offrziere sind verloren. Der Kommandant d.'s Schiffes n v i n c i b l e" und ein Leutnant wurden gerettet* a^Ic anderen «ind verloren. Alle Offiziere der Schiffe „Jndcscrti- l e". „Defence" und „Black Prince^ sind verloren Jxi\t Offrzrere des Schiffes „Warrior" wurden gerettet.- Tie amerikanische Presse. < ®' jk-JÖ 1 ™ /WTB. Nichtamtlich.) Funkspruch von dem Vertreter des WTB. Die Zeitungen roidmen dem deutschen 'l k g e, der das ganze Latid elektrisiert fort, tnehr als drei Volke Seiten, sie machen keinen Versuch, den furch! varen Stoß zu verkleinern, der dem englischen e e ,t o l z v ersetzt Word e n s c i Die Ueberschristen, die über die ganze Breite der Seite laufen, laiiten: „Tie Deutschen zcr- Flotte!" „England verliert die größte See- lcrlacht der Welt!" Die „New Port Times" sagt: Bei dem ersten großen Zusammenstoß zwischm den Seestteitkräitcn Deutich- tarros um. Englands erlitten die Ettgländer eine Niederlage. Vcr- antworllich dafür ist die Sttategie, die Taktik und die Ausbildung rlr im,t1 ^s Glück. Das Ereignis muß den Englischen See- gotz dampfen und die Deusichen ermutigen. Dies ist die erste große ?Ür in diesem .Kriege und sie ist kxm Engländern schlecht bekommen. Das Blatt erinnert weiter an den Ausspruch L hur chiills, die EnglÄrder würden die Deusichen, wenn sie nicht aus dem Kanal von Kiel heraus kämen, gleich Ikatteii ausgraben. T>re „p r t b u n e" nennt das Ergebnis "des Kampfes einen^ k l a r e n S i e g von noch nicht« bzusehender Größe und jagt werter, das Ereignis würde in England größte Bestürzung Hervorrufen . GS sei klar, daß die brittsche Flotte nicht überrascht worden ser. - r _J* e e lo Bork World" sagt: Die Deutschen haben die größte Seeschlacht der G?sckstchte gcwotmen. Die deusichen Bcrllsite ^Estststg im Vergleich zu der englischen Flotte. Es ist Har, daß Die orttische Flotte von ihrem (siegelter iüedermanöveriert, zusammen geschoffen und niedergefochiten wurde. „S u n" sagt: Die deutsche Flotte ist heransgekommen und hat emen glanzenden Sieg esittitten. Glückwünsche. Berlin, 3 Jstni. (WTB.) Wegen des Seesicges unserer Msttte an der iütlcrndischen Küste hat zwischen dem österreichischen Minister Baron v. B'urian und dem Reichskanzler folgender Telegraurmwechsel stattaefuuden: Semer.Exzellenz dem ReiMkanzler v. Betbmann Hvll- weg Berlin. Ich bitte Eure Exzellenz, anläßlich des herrlichen' Elften ^die deusiche Flotte mit wuchtigem Schlage gegen überlegene englische Stteitkräfte erfochten hat, meine fteudvollen gno aufrichtigsten Glückwünsche, sowie den Ausdruck meiner Bewunderung entgegennehmen zn wollen. Burian. Seiner Exzellenz dein Minister Baron Burian in Wien. Eurer Exzellenz danke ich von Herzen für die gütigen Glücttoünsche ^ ll^listen Ruhniestat der deutschen Marine, die das gesamte deutsche Volk mtt Stolz und Freude erfüllt hat. Gott schenke der Wehr unserer verbündeten Reiche zu Lande und zu Wasser weitere ^bga Bet hm an n Hollweg. . Berlin. 3. Juni. (WTB.) Wie die „Norddeusiche Allge- meine^ Zeitung" mitteilt, richtete der 'Reichskanzler an Heu Chef der Hochseeflotte folgendes Telegramm: Euere Exzellenz bitte ich, die herzlichen Glückwünsche zu dem herrlich.eu Erfolg der Hochseeflotte zu empfangen. Stolz und Begeisterung erfüllt ganz Deusichland, daß es nunmehr auch unserer olotte vergönnt war, dem überlegeueti Feinde, der sich für unüberwindlich hielt, mit wuchtigein Schlage zu zeigen, was Deusichlands Seemacht ist und kann. _ Das Vaterland sichelt Dank. Der Chef.der Hochseeflotte erwiderte: Euere Exzellenz bitte ich, den wärmsten Dank der Hochseeflotte entgegenznnehmen, für die an uns gerichteten erbebenden Glück- wunsckiworte. Die Freude des Vaterlandes, der Euere Exzellenz Ausditick versieben haben, gibt 'uns die Hoffnung, ein Stück haben beisteuern zu düsien, zn Deusichlands Geltung in -der Wett. Diese Hoffnung ist unserer Flotte Inhalt und Ansporn für die Zukunft Dresden, 3. Juni. (WTB.) Auf das bereits veröffentlichte Telegramm des Königs an den Kaiser ist folgende Antwort, ein gegangen: Seiner Mafestät dem König von Sachsen, Wachwitz. §>erzlichen Dank für Dein Telegramm anläßlich der schönen Erfolge der Flotte in der Nordsee. Ich soeiß, wie Du mit mir empfindest bei diesem Ereignis. Hast Tu doch imnrer der Enttvrckluug unserer Seemacht das wärmste Interesse entgegeug-ebracht. Wilhelm. * Ein deutsches Dementi. Berlin, 4. Juni. (WTB.) Jin ausländischen Zeitungen ist die Nachricht verbreitet worden, daß zwei deutsche Zeppeline durch Brand beziv. Absturz im Anschluß an die Seeschlacht im Skagerak verloren gegangen seien. Wie wir hterz-u von zuständiger Stelle erfahren, ist die Nachricht flei erfunden. Es ist kein deusiches Luftschiff verloren. Kundgebungen in Oefterreich-Ungarn. Wien, 4. Juni. (WTB.) Aus Anlaß des deutschen Sees ie^es haben die öffentlichen und viele Privatgebäude FlaggenschiMick angelegt. Aus demselben Anlaß fand in Reichenberg Zapfenstreich dm: dortigen Militärkapelle statt, wobei es zu begeisterten patriotischen .Kundgebungen und zu Kundgebungen für das Deusiche Reich und dessen Marine kam. Budapest, 4. JUni. (Zf.) Zu Ehren des ruhmvollen Seesieaes der deusichen Flotte hat Budapest Festgewand angelegt. Die ganze Stadt, alle Straßenbahnwagen sind dekoriert. Abends durchzogen mehrere Militärkapellen, begleitet von ei,rer großen Menschenmenge, die Straßen und brachten Hochrufe auf den deutschen Kaisei und den Bundesgenossen aus. Französische Beurteilungen der Lage vor Verdun. B e r n, 3. Jwn. (WTB.) Die Mititärkrittker der P a r i s e t Blätter weisen sämtlich aus den ungestümen Vorwärtsdrang der deutschen Sturmkolonnen vor Verdun hin. General Bertheau warnt davor, etwa ein Mchlassen der deutschen An griffe zu erhoffen. Tie Deutschen würden ihr Ziel verfolgen und ihre Energie, wenn das noch möglich sei, noch furchtbarer verstärken. Man inüsse auf eine Verdoppelung ihrer Angriffe gefaßt sein. Tie 'Deutschen gäben einen neuen Beweis ihrer Zähigkeit, und das alles unter einem Geschützfeuer, das trotz der voran- gegangenen schon schrecklichen Beschießungen ohne Beispiel dastehe — Oberstleutnant Rousset hebt die U ebe r le g e n h e i t des deutschen Materials l)ervor und vergleicht die Offensive bei Verdun mit desienige?! in Südtirvl, um dann festzustellen, daß bei den Gegnern völlige Einheillichkeit in der Lcittcng bestehe. D ie Lage sehe ziemlich ernst aus. — „Ecko de Paris" unterstreicht die Beobachtung, daß unter den deusichen Hammerschlägen, die sich täglich mit ivachseiider Heftigkeit wiederholen, die französische Linie habe zurückgenomnreit iverden müssen. Geduld sei vonnöten. Tie Vorbereitungen zur Offensive seien bet Russen, Engländern und Franzosen im Gange. — „Petit Journal" fordert die Russen wieder deutlich auf, mrs der Schwächung des Gegners Nutze,« zu ziehen. Italienischer Ministerrat. Bern, 4. Juni. (WTB.) Dem „Corrieve dellcr Sera" zufolqe ist Dalandra gestern früh 10 Uhr nach Rom zurück gekehrt. Er rief sofort für 1/26 Uhr einen Minister- rat zusammen, in dem fast ausschließlich Salandra svrach. Nach einem Ihsstündigen Ministerrat besprach sich Salandra besonders noch mit S 0 n n i n 0 , C i u f s e l l i, D a n e 0 und Carcano. Einem an die Messe gegebenen Bericht Molge ist Salandra imd> einer Rücksprache mit bem Wnig lrnb Cadorna, sowie den wichtigsten Führern des italienischen Heeres voll Vertrauen in die militärische Lage. Während man hier und da in der italienischen Bevölkerung Anzeichen von Unsicherheit nnb Mutlosigkeit antveffe, sei dies in der Knegszone nicht der Fall. Der türkische Bericht. Konstantinsp.el, 3. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von gestern: Von der Jrakfrvnt keine Nachricht von Bedeutung. Au der Kaukasus front auf dem rechten Flügel keine Veränderung. <>m Z e n t r u nt wurden die Ortschaft Bashekeuy und die Höhen, die nördlich und östlich davon, die 50 Kilometer südöstlich von Mamahatun liegen, sowie die Höhe 2650, die in den Mariambergen- 16 Kilometer nordöstlich Mamahatun liegt, von uns besetzt. Auf dem link eu Flügel wurden starke feindliche Erkundungsabteilungen durch unsete Er- kunoungsabteilungen z u r ü ck g e s ch l a g e u. O e st lü ch von Samos wurde ein Motorboot des Feindes) das eme Barkasse schleppte, von unserer Artillerie unter Feuer genommen. Ane Ba rkassewurde versenkt imd das Motorboot schwer beschädigt und zur Flucht gezwuiigen. Unsere Flugzeuge führten vor vier Tagen einen glück- Uch^i Angnft gegeri ein feindliches Lager bei Rumani, in der Nahe des Suez kanals ou£ und verursachten Schaden an Leuten und Tieren. Konstantinopel, 4. Juni. (WTB.'> Amtlicher Bericht: Bon der Jrakfrvnt wichtige Nachricht c An der Kankasusfront unbedeutendes Infanteriefeuer auf dem rechten Flügel. In der Mitte wurden feiiidliche 9lbtei- lungen, die in den Dörfern südöstlich der Gegend Bashe Keuy rm Tale Elmalider standen, gegen Osten zurückgeworftw Wir machten hier ernen Unteroffizier, der zu dem Bataillon Tnrngina Fehort uiid 5 Soldaten zu Gefangenen. Der Feind, der nowvstlich von M a ma ch« tum in den Bergen von Mairan halt wurde von dort mfvlge eines heftigen Angriffes vertrieben - die beherrschenden Höhen fielen in nnsere Hände' Wir machten dort 10 Gefangene. In. den Mschnitten von Kope und Vschoruk Scharmützel. Jni Küstenabschnitt setzt der Feind energisch die Befestigungsarbeiten fort. Bei einem Zusammenstoß der bei Katia zwischen feindlicher Kavallerie in ungefährer Stärke eines Regimentes und einer unserer Kavallerie-Schwadronen statt- fand^wnrde der Feind m Unordnung nach Westen zurückgeworfen Bon den anderen Fronten keine Nachricht von Bedeutung. Aus Saloniki. Saloniki, 4. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu berschen Bureaus. Die Alliierten besetzten gestern die Telegr ap hen am ter unö das Hauptzollamt. Auch wurden Vorsichtsmaßnahmen in der Um- gebung der Stadt getroffen, um der Möglichkeit eines Widerstandes vorzub^ugen. Die Befehlshaber von Gen darmerie und Polizei wurden ihres Amtes enthoben und der Belagerungszustand verkündet. Die amerikanischen Fkottenrnstungen. Washingtons. Juni. (WTB.) Meldung des Reu,er- schen Bureaus: Die ergänzende M a r i n c v o r l a g e , die den Bau von 50 Schlachtkreuzern, vier Aufklärungs- kreuzern, 10 Zerstörern, 50 Unterseebooten und 130 Ae'ro- planen vorfieht, wurde vom Repräsentantenhaus an- g e n o m m e n. Der 5eekrieg. London, 4. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Die Dampfer „Dewsland" (1993 Tonnen) und „L» a l m o n p o o l" (4900 Tonnen, sind versenkt worden. Beide warben unbewaffnet. Rriegsbriefe aus dem Osten. Von Mstwem MM Ostheer entsandten Liriegsberichterstatt«. lunbereckstigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Erfolgreicher Erkundungsvorstoß südlich Smorgon. Ostfront, den 2. Juni. Die lebhafte Patrvuillentättgkeit an der Front südlich von Smorgon dauert an; immer wieder sind es die zwischen dm Stellungen gelegenen Ruinen des Dorfes Suzkow und des Gutes TyntfchiN, die dre Russerr als vorgeschobenen Stützpunkt zu halten und auszubaum suchen. Nachdem sie in der Nacht vom 20 Mai durch einen kühnen Patrouillenvorstoß ans dem zu einem kleinen Werk ausgebauten Gute TYntschiu mit blutigen Verlusten herausgeworfen waren, suchten sie ftch in den Trümmern des Gutes und dem, kleinen Laubwaldstück, in dem das Herrenhaus licat wieder f^tzusetzen Das Anwesen liegt in einer tiefen Mulde so daß man nur die Wipfel der Bäume her ans ragen sieht und nur vom Hochstand aus das zerschossene weiße Herrenhaus durch das Wäldchen hindurch schimmernd erkennt. Am 1. Juni setzte des Nachts um 11 Uhr, genau wie bei dem üin 20. Mai, die Artillerie ein und belegte das Gut eme halbe Stunde lang ausgiebig mit Granaten, daun wurde! da- Sperrfeuer hinter das Werk gelegt und gleichzeitig die russische Hauptlime unter Feuer gehaltau, um die Heranführung von, Hnk ^sstutz img zu _verhindern. Teilweise die gleichen Kompagnien erften Unternehmen traten zum Sturm mi und drangen 11? ^ 1 t - om ^ tc Züge Nlssischer Infanterie und 20 Grcna- ^ere (BombenWerfers bildeten die Deckung für eine arbeitende Zoom vag me, die. den Stützpunkt ansbauen sollte. Es entspann sich heftrges Handgemenge, bei dem die Russen 20 Tote verlöre,u ...chre blutigen Verluste durch das Artftleriefeuer scheineii noch er heblich geivesen zu fern. Ein paar Dutzend Russen wurden ge- ümgen zuruckgebracht, nachdem die Anlagen wieder gründlich zer- ftvrt worden warm. Das Artilleriefeiwr hinderte die Russen irgend etwas zur Unterstützung ihrer vorgeschobenen Kompagnie M unternehineii, so daß unsere Verluste erstaunlich gering blieben. 5 Leichtverwundete kostete der schneidige und erfolgreiche Erknn- wrngsvorswß der den Russen wieder aufs Neue bewies, daß das Gelände zwischen den Stellungen vo-u uns beherrscht wird und unter unserer Aussicht steht, ein Gewinn, der bei der Unruhe f T P!™ er hoch an diesem (Frvntteil an7M, keineswegs klein ernzuschatzen ist. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter. Zeitung) seine 21. Hauptversammlung ab. Es wurde u. a. folgende Entsch1ießun,b g^f-aßt: Die \am 4. Juni im Sitz ungs s,aale des Herrenhauses tagende, von mehreren Hundert Zeitungsverlegern aus allen Veilen des Deutschen Reiches besuchte ordentliche Generalversammlung des Vereins deutscher Zeitungs- verleger faßt folgende Entschließung!: Die dem deut- 'chen Zeitungsgewerbe ang-ekündigte weitere Steigernna des Papierpreises stellt eine ungeheuerliche Verteuerung der^ Herstellungskosten dar, die weder auf die Oeffent- üochi von dem durch den Krieg wirt- schastlich schwer geschädigten Zeitungsgewerbe aus eigenen Mitteln getragen werden kann. Eine weitere Stei- tgerupg des Papierpreises muß zur Folge haben, daß u e Rettungen gezwungen werden, ihr Erscheiuen ein- zustellen. Hlerin besteht eine schwere Gefahr für unser ganzes politisches und nationales Leben, da gerade viele in ihrem Wirkungskreis bodenständige Heimatblätter von dem Zusammenbruch ereilt würden.' Die Versammlung ermächtigt daher den Vorstand,- den Herrn Reichskanzler unter Hinweis aus die hohe Bedeutung der Presse für eine siegreiche Durchführung oes Krieges dringend zu bitten, unverzüglich alle Maßnahmen veranlassen zu wollen, die geeignet sind, durch ein Eingreifen der Staatsgewalt die drohende Katastrophe vom deutschen Zeitunasaewerbe ab- zn wenden. Ä ru 5r e ' Jüni. (WTB.) Wie der „Staatsanzeiger" meldet, hat der G r o ßher z o g dem R e i ch s k a n z l e r Dr. von B et h m ü nit H o llw eg das Gros kreuz mit den Schwertern des Ordens Bertholds I. zum innehabenden Hausorden der Treue sowie dem kaiserlichen Legattonsiekretär Dr. Grasen von Zech- Burkers rode das Ritterkreuz erster Klasse mit Schwertern des Ordens vom Zahringer Löwen verliehen. Aus Stadt und Land. , Gießen, 5. Juni 1916. ** Amtliche P e r s o n a l n a chr i cht e n. Der G r o ß h e r - zog hat am 31., Mli den Oberlehrer an der Eleonorenschule zu Varmstadt Prosessor Wilhelm Zimmer zum Direktor der Eleo- norenschule zi, Worms mit Wirkung vom 16. Juli 1916 an er- nannt.. — Ver Großherzog hat am 3. Juni ds. Js den Vorstand des Finanzamts Ofsenbach I, Finanzrat Heinrich V i nden str Uth , ziirzeit in Tarmstadt, vom 1. Juni 19L6 ab zum staudigen Hilfsarbeiter im Ministerium der Finanzen, Ab- teiiilng für Steuerwesen, ernannt. , **, Der einjährig-freiwillige Militär- ^ - ^^ßLsichts der entstandenen Schwierigkeiten hat oav Grosch. Ministerium des Innern die fernere' Abhaltung von Prüfungen gemäß § 91 der Wehroronung bis ans weiteres wieder eingestellt und bestimmt, daß die notwendig werdenden C r s a tz v r ü f u n g e n nunmehr wieder an den loheren Lehranstalten des Landes vorgenommen werden, was Großh. Ministerium des Innern zieht daher sein Ausschreiben zu Nr. M. d. I. I. 6012 vom 13. April 1915 zurück und setzt gleichzeitig seine Anordnungen zu Nr. M. d. I. L ö ? in “*• August 1914 („Darmstädter Zeitung" Ja\ 19 n imeber in vollen. Umfang mit der Maßgabe 'in Kraft, oaß das zeitliche Abkürzen der Prüfung nur einzu- tieten hat, wo besondere Verhältnisse dies ausnahmsweise geboten erscheinen lassen. ** Gieße iic r Freilicht-Bü h n e. Auf vielfachen Wunsch h,n wird eme Wiederholung von „WaUensteins Lager" an einem der beiden Pfingsttage slattsinden. Näheres wird noch be- kaiiiil gegebeii iverdeii. . ** e . r / o n d u n g ton Paketen während d e r 5 ? h -i l c'. ^- e Ursendung mehrerer Palete mit einer iafetfarie i,t lur btc Zeit vom 5. bis einschließlich 10 Juni auch rm inneren deutschen Verkehr nicht gestattet Aus dem Reiche. .^ues Palais bei Potsbmn, 4. Juni. (WTB. Nicht- haven be^b^n^^ ^ h^ube a&enb nach Wilhelms- Marienbura, 2 . Juni. (WTB., Der Kaiser traf nachnrittags um 4y 2 Uhr im Automobil von Elbina kom- mend h-rer am und begab sich sofort jum Schloß, wo er von den- Gechnmen Baurat Stei nbr e cht empfangen wnroc. .^er ÄAtser blreb rm Schloß bis 7V» Uhr Und bieglw sich dann, von einer inbelnden Menschenmenge begrüßt, ?um Babn- üon J® 0 llm . b Uhr dre Abfahrt im Hofsonderzug« ersolgte Der heutrae Kaiserbesuch in Maricnburq mar der erste fert Beginn des Krieges. Trotzdcni er vorher nicht bekannt gemacht worden war, hatte sich eine große Menschenmenge vor dem Schloß und in den Zufahrtsstraßen angelegt^ ^^«sammelt. Die Stadt hatte Flaggcnschmuck Berlin, 4. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Der Verein deutscher Zertungsverleger hielt heute im Herreuhause unter dem Vorsitz^ von Dr. Faber (Magdeburgische übriges Drenstj uSiläiim. Ter Bergmann Vuowlg Bender aus Grüninaen feierte heute sein 40jäh- nges Dienstjubiläum auf den Gießener Braunsteiuv?rq- werkeu. Seine Arbeiterkollegeu uuo Vorgesetzteu beglück- ^üschten ihn zu seinem Ehrentag und die Direktion uber- reichte chm als äußeres Dankeszeicheu für seine langjährige E^d^chbersüllung ein größeres Geldgeschenk, i ■ r ^ gSsvar k a s s e b ü ck e r und' 4. K r i e g s a n - Ul 1 >'urä öit bei Zeichnung bei 4. Kriegsanleihe von dem ^.'iimstennm des Innern einheitlich für alle Schulen des Landes i l ß 9 iß o5 e 2 ^Knegsspariassebücher" ist der stattliche B e t r a g v o n JJ ^; n r k znsammengebrackt worden Wenn das Ministe- m deni Ausschreiben an die Schulen, das die „Kriegssvar- aussprach, daß es ebenso wie aus dem Gebiet der Goldsammlung dem Eifer des Lebrerpersonals gelingcni werde, auch dabei Erfolge zu erzielen, die Hessen neben den anderen deutschen Bundesstaaten mit Ehren bestehen lassen werde, fv hat sich diese Erwartung somit glänzend erfüllt; handelt . bet ^. m genannten Betrag in der großen Hauptsache um Geld, das, in kleinen Betragen zwam men gebracht, olpie die .Kriegs- »E den Weg zu der Reichskasse gesunden hätte. Vas Mrmlterrum hat daher den -schulen feine be so n d c r e A n er ke n nun g ausgesprochen. Auch die Schüler werden in den Schulen darauf Angewiesen werden, daß sie aus das durch ihren wiederholt erprobten, vaterländischen Eifer erzielte überraschend günstige Evgebms mit Recht stolz sein können. Landkreis Gießen. -n- Groß e n - Linden, 5. Juni. Rudolf Krause, der Semor der werchm bekannten hiesigen Firma Krause & Co., ? ^sir, ist rm 76. Lebensiahrc m Gießeii gestorben. Ter AAA? ber Fl.rma, die sich besonders auck) mck der Brewnerm des echt hesrsschen Stemhäger besaßt, ist Rudolf Gntermuth. ^um Ter Unteroffizier Heinrich Bp t t, oes Johs. B)tt von hier, erhielt kärglich die ^riod-rlfs'- August-Mebaille. .Bott ist seil Kriegsbeginn im Felde. Er war zuerst rn Frankreich, und ist fetzt rm Osten. Im vorigen Jalwc ^fördert ^ Gkh:eiten unb ant h April d. I. zum Unterofsizür 11 l- e n r ü ' 3. Juni. Ter Dragoner Heinrich E ck ft ö .*v b i ■! TOn brer, Trag.-Regt. 24, wurde mit der .Hessischen Tapserkeitsmedaille mrsgezeichnet. wem,man Kreis Büdingen. in ehr zahlreich war der Besuch, besonders aus oen Gemeinden Buomgen, Gelnhaar, Bergheim, Usenborn Den herrlichen Platz hatte die sürftlrche Familie in Büdingen zur Verfügung gestellt, dw auch 2 Prinzessinnen zur Teilnahme au der r5eier entsandt hatte. Als erster Redner sprach Pfarrer Dr. Busch K^ksurt a. M„ der mit seinem ganzen Lazarett erschienen war. E 0 J* c Hermen berichtete.sodann in sehr iuteressan- - Ä? blc Mftswu und fernen eigenen Aufenthalt in Suo- Pfarrer Bogt sprach das Schtußgebet. r, - Ä e F l: 3. Ötoti- Das (5dM\al der geistesge- ft oit : cn Familie W. wird mit sehr viel Teilnahme verfolgt Nach ihrer Uebersuhrung rn die Heüaustalt zu Gießen, in einem Galle mck Gewalt, wurde vom Amlsg^icht und durch den bestellten Vormund die Inventur aufge.nvmmeu. dabei wurden in einer alten Truhe, forgsaltig verpackt, 180 INark in Gold ges,mden- -Kaiwiibucher und sonstiges Bargeld fehlten; 2 Pferde, 1 Bulle ttul>e unb Hühner sollen in den ersten Tagen versteigert werden" chw mst im Urzustand^ gelassenen lGruiidstücke sind verpachtet uni' von den Pachtern mit Hackfrucht ausgestellt worden. ^ Ortenberg, 4. Juni. Hier fand die Versteigerung des Heugrases der Fürstlich-L-tvlcherg.rsch-.^o ßlan schen Wiesen statt. Bei sehr starker Nachftage wurden für deissc ouorgen Heu dürchschnittlich 50—60 Marf! gelüst, ein Zeichen, wse Mt das Heu sowohl der Quantität wie der Qualität nach geraten r>l und welche Steigerung im Wert die landwirtschaftlic^u. Produkte m den letzten Jahren erfahren haben. Kreis Schotten. ^Herchenhain, 5. Jwü. Erneut hat der Krieg wieder ein Opfer aus unferer Gemeinde gefordert. Musketter Louasj Winter, im Kaper-Wckhelm-Regiment Nr. 116, fiel am 24. Mai im blühenden.Alter von noch nicht ganz 20 Jahren. Sein älterer Bruder Heinrich, Rewrvist im Reserve-InsanteiTie-Regiment 116,. fiel ebenfalls rm Kampf fürs Vaterland schon bereits am 25. Oktober 1.114. ^;m ganzen find bis jetzt 11 Söhne unserer Gemeinde den Heldent-od gestorben. Es sind dies die drei Brüder; Karl Appel, gefallen am 15. September 1914, Louis Appel on ä e ? am imt «nb Otto Appel, gefallen am ^bruar 1915. Weiter sind es die genannten Brüder Winter. Ersatz-Rewrvrst Heinrich Komp, gefallen am 18. Februar 1915, Getteiter S ch ä f e r, gefallen am; 2. Pssngstseiertage vorigen Jahres, Landwehrmann Karl Bernhard, gefallen am 28. August 1914 Heinrich Adolp h, gefallen im November 1914, Reservist Ernst W in t er, gefallen am 25. Oktober 1914 und Ersatz-Reservist Heinrich Schäfer, gefallen bei der Herbstossensive in der Chom- pagme. Vier von den gefallenen Helden sind verheiratet nnb hinterlaßen Werb und Kind. Kreis Friedberg. ^ Friedberg, 5. Juni. Der Kanonier Karl Dietrich im Feld-Art.-Regt. Nr. 213, Sohn des Gastwirts Kaspar Dietrich b^r, erhielt die Hessifche Tapferkeitsmedaille. Samt- Dem Oberstabsarzt Dr. flli beffische Militär-Lanitäts-Krenz am Bande der Tapferkeltsmedaille veklieh en. m Niedcr-Weisel. 5. Juni, Dem Pionier Moritzi fl ? R ??? iyin wurde das Eiserne Kreuz verliehen reickt Feldlazarett, wo er sich als Verwundeter befindet, über- IW U ’J- Pionier AÄcun Jv st im Pwnier- g™'™ |5, [ett B-mmr des Krieges im Felde, erhielt das Eiserne Starkenburg und Nheinftessen. Der Verband deutscher Kinderborte. w. 4 arm' ftadt, 5. Juni. Der L rband hat gestern seine zweite Kriegstagung abgehalten, zu der eriva 150 Teilnehmer ans en verschiedensten Gegenden Deutschlands herbei gekommen waren ÄVrÄrjf 1 a! d^rumng waren schon am Tag zuvor im Saal ue_ Howls „Zur Trauoe zahlreiche Vertreter erschienen, die zuerst namens des Ortsaus,chusses von Frau Oberssnanzrat B a l) c r Dann namens^ der Großherzoglichen Regierung durch Gch Ober- mcdizinalrat LwHa u se r und namens der Stadtverwaltung durch Müller^tmllkommen geheissen wurden. In der ..lirgliemrocriammlung, die der Verbandsvorsitzende, Paul H e u s- mann - Barnien leitete und der auch Finanzminister a D Tr ^ 11 u, Ceneralftaatsauwalt Tr. P r ä t o r i u s, Landgerickts- Dr. T h eoba l du. a. beiwohnten, wurde beim Jahres- bencht pes Ge.chafti-fnhrers festgestellt, daß sich die Zahl der an- ge,chlossenen Verbände von früher 125 zu Beginn^des vorigen \ 66 + U,Ü> Abschluss des jetzigen Rechnungsjahres mf nr-pf ?ifir? : nn H r l angefchlossenen Organisationen werden bälttu ® P 2° und Jugend-Horte unter-^ brgab infolge der ungünstigen ?^6sverhaltmne einen ^ehlbettag von 1936 Mark In einer h rr Geb' R . ^suchten Versammlung hielt alsdann ° H M Lrosmor ®r. Ziehen» Wiesbaden einen V' 5ic ~ Stellung der Kinderhorte in der T?p C r,? ln >l 0r9 :> e "pädagogischen Standpunkl aus." Tw Samstagsverhandlung-en begannen um 10 Uhr mit einer all- m ^°^ n^r die^Einordmmg des Kinderhortwesens GesamtorgQMd,mns der ^^ugendssirsorge. Während den Vertändlungen war fertens des Staatsministers Dr. v Ewald ein angegangen, worin dieser wegen Behinderung durch ^ e rn^ Cr|amm ^ ng schriftlich freundlich begrüßt Mit einem ge,elligen Benammeusun und Abendessen im ,Fasee Oper" fand die Tag,mg ihren Llbschluß P r>: b-ie Schlnssprüftmg und Ent- laßung der Schulermnen der hiesigen K au s ha ltu n gs schule dEm Fruhiahrskurms statt. Mit der Schlnßfeier war wieder eme Ausstellung der Schülerarbeiteu verbunden, die sich, eines q5. 1 * j rci 5^ €rt Huches von hier und aus der Umgegend ersreute. Alle Befuawr waren des Lobes voll über die vielen schönen, lanbereu Arbeiten, dre von dem Geschick und dem Geschmack dw ?A^rmnen beredtes Zeugnis ablegten Auch aüs der Prüfung »elbst konnte man er,eben, wie sleiw'g und verständnisvoll g^ arbeitet, worden war. Ter anwesende Regierungsoertreter, Geh ^^o^'Uierat Müller aus Darmstadt, sprach sich sehr Iofont über das Ge,ehene unö Gehörte aus. Der Kursus war ^st.I.^chulerrimen besucht. Weitere Anmeldungen kormten nicht berück,ichtigt ,verden. Auch zu dem neuen Kursus, dem 50, der am 1 mli ,einen Anfang nimmt, sind- bereits wieder zahlreiche Anmeldungen emgelaufen. Daraus ist zu ersehen, daß die Eltern numer mehr den Wert der hauswirtschaftlichen Ausbildung ihrer Tochter erkennen. Wre recht sie damü haben, das lehrt uns der gegenwärtige Krieg. (Denn die Hausfrau wird am besten über die stpwere Jett der Nahrungsmittelknappheft und der erhöhten Lebens- ^"kelpreise hmwegkommeu, die eine tüchtige bauswirtschaftliche Au^blldimg geiwßen I-at. Hessen-Nassau. .. M a r b u r g , 4. Juni. Die Gattin eines im Felde bessndlichen bieftgen Einwohners wurde gestern früh, von einem bei ihr seit einem lmlben ^ahre e^uartietten Jäger, der der Genesnnqskompagnie angehort, durch Messer,ttche so verletzt, daß sie in die Klinik gebracht werden musste Der Täter hat sich bald danach erschossen. Me man Hort, ,oll der Jager, der über ein Jahr im Felde uwilte und nerven- lerdend war, aus Eifersucht gehandelt haben f x fJ p em r Burgwald, 3. Juni. Wie seit Jahren, so fand auch diesmal an Himmelfahrt wieder im Beisein einer aus ganz Oberhes,en zusammengeströntten Menschenmenge unter den mächtigen Buchen des Cch r t fte n b c r g §, wo so manche Sage an Bvnlfatius, der vor 1200 Zähren den Deutschen das Christen- tum gepredigt erinnert und wo dieser an der Stelle des aus dem V- Jahrhundert stammenden noch heute erhaltenen Kirchleins Petnis geweilße Kapelle errichtet haben soll ein Gottesdienst statt. Viele der Andächttgen fanden auf den dort ff'“'" Banken Platz, fcer »eitau« A Setf) Cn,™ au* kfonbers viele Marburger Studentinnen, lagerten in zwanglosen Gruppen fauchen der He„en,ngend ans dem gttmen Waldboden ein maleri,ches Bild, wie man es leiten zu sehen bekommt ^ feixt!* Welt Vfarrrr Balzrr aus Mxinchbaüjra. au* wxrktr tin Posaunenchor bet dorn GotteMmst mit. Ter uralte Waldirirdlm* wo noch heute die Münchhäuser usw. ihre letzte Ruh' finden dn- dabei stehende Kirchlein und andere Punkte, die in der Geschichte dmer alten christlichen Kulturstätte eine Rolle spielen fanbm pater eingehende Beiichtignng. ' unwen, ~7~i ^ ^ 9 ' Fünf. Der von der Staalsaiiivaltfchaft noch bin^Ebender sollte bei Saarbrücken sestgenommen em. Es begab sich ein hiesiger GerichtSbeaniter zur Feststellung der Persönlichkeit nach dem Am.Sgeri*,sacsä'n«..j, in Eaarl-ri.e-.,,. wo er ,-doch s- istellle. daß ^der Verhaftete nicht der Ebender war. - IniV ^?' Amtlichen Ermittlungen zufolge ^15 ans dem! Main rund 174 000 Tonnen 1914: 258 000 Tomreil) Holz rn Flößen aus Bapern aupgeführt worden, darunter 171000 Tonnen weiches und 3000 Tonnen hartes Holz.. Von diesem Holze gruben 32 000 Tonnen (1911: 13 000 Ton- uen) nach ^Rhemplätzen zwischen Frankftrt und Köln, 81000 c-t /■jonnn n€ S m ^ ü ' niederrheinische JndiNtriegebiet und 61000 '38 000) Tonnen nach Holland. Unter devi gesamten, von wttnnz rheinabwarts verschifften Floßholz ist Bayern mit 89,8ra ntfurt a. M„ 4. Jmii. Eure unerwartet starke Be-^ rettigung fand die vom Freftag bis heute hier abtn-hattewo ^ 3. Jahres-p^rssammlArmg Elektrotechniker. Statt bcr ertwrcfietoi 250 Xdliteä>mctf hatten sich, meijz als GOO ebtcjefimben.. Die Ta-MlW wurde durch eine BegrLßnngsstäer im Römer cingekitet, bei der Bürgermeister Dr. Luppe den Gästen den Gruß der Gaftsradt oirtbot. Mir die Frankfurter Elektrotechnische Gesellschaft sprach Pros. Tr. R u p- pe l, der in fesselnder Wiäse den SicgesMg der ElektwtockMik seit der gwßen Frankfirrter Ausstellung 1891 schilderte. Ten Donk der Gäste erstattete Prof. Tr. Klingcuberg .Berlin). Ten Hauptversammlungen in der Universitätsaula wohnten !regen der Wichtigkeit der Tagesordnung z ahlreiche Regierungs Vertreter bei, u. a. .Handels minister Sydow, Regierungspräsident Tr. von Meister, dann Mguordnete des Reichsmarineamtes, der bayerischen, 'hessischen, württemdergischen und badisck>en Ministerien und viele Offiziere aus den verschiedensten militärischen Aemtern. An den Kaiser wurde ein Hnldigungstelegramm geschickt. Nach den üblichen Begrüßungen .sprach zunächst Universitätsprofessor Dr. Epstein (Frankfurt^ über „Die elektrische Ausstellung zu Frankfurt a. M. 1991". Svdamr hielt der Verbands Vorsitzende Prof. Klingenberg (Berlin) einen Vortrag über „Elektrische Großwirtschaft unter staatlicher Mitwirkung". Des Redners Ausführungen gipfelten in folgenden Forderungen und Merksätzen: Weiterausbau der wirtschaftlich ungleich besser arbeitenden großen Elektrizitätswerke zu Jntevessengeinein- schäften unter staatlicher Beihilfe. Für Preußen kämen etwa 30 Großbetriebe, die durch Hochspannungsleitungen verkuppelt iver- den, in Betracht. Für diese Werke sirrd besondere Normen aufzu- stellen, namentlich für die Verkupplungen, die eine Fülle neuer Probleme bergen. Die Werke würden jährlich 10 Milliarde^ K.-W.-Stunden liefern und bei einer Kapitalanlage von 900 Millionen Mark 41 Million-en Mark Reingewinn abiverfen. Jede unmittelbare Besteuerung des elektrischen Stroms muß aber ver- mreden werden, eine kleine Besteuerung der Lichtelektrizität sei jedoch angängig. IN einer geschlossenen Versammlung sprach Generalsekretär Dettmar über „Ersatz von Sparstof,en in der Elektrotechnik für Kupfer und Gummi." Eine Ausstellung solcher Spar- bezw. Ersatzstoffe vervollständigte das Referat, das der Ueberzeugnng Ausdruck gab, daß die im Kriege .geschaffenen Stoffe in Friedenszeiten auch Geltung und Wertung behalten möchten. Der Sonntag führte die Versammlungsteilnehmer durch eine große Anzahl chemisch-technischer Betriebe von Großfranffurt und Umgebung. W. Frankfurt a. M, 4. Juni. Der Stellvertretende Kommandierende General des 18. Armeekorps hat angeordnet, daß Militärpersonen, die von ihm mit der Ausübung des EisenLahn-Ueberwachungsdienstes beauftragt sind, die Rechte und Pflichten eines Polizeibeamten haben, und daß Militärpersonen, die von einem anderen Kommandierenden General mit der Ausübung des Eisenbahn-Ueberwachungsdienstes beauftragt sind, im Bezirk des 18. Armeekorps zur Ausübung dieses Dienstes berechtigt sind. ra. Biebrich, 5. Juni. Am Freitag hielt die aus ihrer bisherigen Garnison Jülich hierher verlegte Unteroffizier- B o r s ch u l e ihren Einzug in unsere schöne Rheinstadt. Fleißige Hände hatten den an der Hindenburgstraße errichteten Neubau vrcichtig geschmückt. Mit Rücksicht auf die gegenwärtige Kriegszeit hatte die'Stadtverwaltung von einer großen Feier abgesehen. X. .Hanau, 4. Juni. Der Magistrat der Stadt Hanau hat dem Vizeadmiral Scheer folgenden Drahtgruß stberinittelt: „Dem siegreichen Admiral sendet die Stadt Hanau, stolz auf ihren früheren Mitbürger, zu dem gewaltigen Seesiege die herzlichsten Glückwünsche. Möge es der deutschen Flotte unter seiner Führung gelingen, Deutschlands Ruhm und Macht aus dem Weltmeere zu mehren und zu sestigeu!" Der Vater des Vizeadmirals hat als Oberlehrer von 1867 bis 1896 hier gewirkt und dann im Ruhestande bis zu seinem Tode im Jahre 1904 hier gelebt. = Au s dem T a unus, 4. Juni. Aus dem Dorfe Beuerbach im Untertaunuskreis wurde dieser Tage ein Schwein nach dem Bahnhof Eamberg gebracht, mu von hier der Stadt Idstein zur Abschlachtung zugesührt zu werden. Auf dem Wege ltacfji Eamberg brach das Schwein ein Bein. Flugs nahm sich die Stadt Eamberg des Tieres an, schlachtete es ab und verwendete das kostbare Fleisch für sich. Dadurch entstand nun in Idstein eine gewaltige Fleischnot. Man forderte das .Fleisch nun von Eamberg. Vergeblich. Man machte den ViehhandelsverbE gegen Eamberg mobil. Cantberg rührte sich nicht und hat sich heute das Fleisch' wahrscheinlich wohlschmecken lassen. Nun hat Idstein der Nachbargemeinde den Fehdehandschuh hingeworfen. Der Streit um das Schwein itrirb durch folgende geographischen Belehrungen noch verzwickter. Beuerbach liegt im Untertaunuskreis. Das Schwein brach's Bein aus der Kreisgveuze Untertannns und Limburg. Eamberg gehört zu Limburg, Idstein wieder zum Untertaunuskreis. Wenn nun jeder Kveis seine besonderen Verordnungen über das Schweineschlachten usw. hat, was wohl durchweg der Fall ist, dann dürste das Beuerbach er 220 Pfund-Schwein noch eine Quelle interessanter geographisch- volkswirtschastlich- juristisch- verwaltungstechnisch- und verfassungsmäßiger Auseinandersetzungen werden. ___ Letzte Nachrichten. Die Meinung in Amerika. Köln, 5. Juni. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Washington: In seemännischen Kreisen herrscht einstimmig die Ansicht vor, daß der Stolz Englands auf seine Seegewalt einen schweren Schlag erlitten hat. Bei der ersten Nachricht von der Seeschlacht hörte im Marineamt in Washington die gewöhnliche Tätigkeit auf. Man unterhielt sich nur über das Ereignis und war einfach sprachlos über den gewaltigen Umfang des Kampfes'. In amtlichen Kreisen war mckn namentlich von zwei Erwägungen betroffen. Zunächst stellte man fest, daß Deutschland bereit sei, für •bie Herrschaft zur See.zu kämpfen, sodann erörterte utart die Wirkungen der Seeschlacht auf die Frievensaussichten. In fachmännischer Hinsicht glauben die Sero ist ziere, aus dem Verlaufe der Schlacht die deutliche Lehre folgern zu können, daß weder Schlachtkreuzer noch Panzerkreuzer es mit den Linienschiffen aufzunehmen vermögen. Salanbra. Bern, 5. Juni. Dem „Corriere della Sera" zufolge wird S a l a n d r a in der Kammer keine Mitteilungen über die militärische Lage machen, da er die Ansicht vertritt, die Berichte Ca- dornas seien erschöpfend. Der „Secolo" dagegen glaubt, Salandra werde sofort bei der Kammeveröffmrng zur mMarßchen nage sprechen. Lugano Ter italienische Mmisterpräsident Sa l a n d r a, der von der Front nach Rom zurückgekehrt ist, erklärte im Ministerrat, die Truppen seien überall in gehobenster Stimmung. Vom General bis zum gemeinen Mann sei das ganze Heer nur von dem glühenden Wunsche nach Revanche beseelt und könne den Augenblick des neuen Kampfes nickst erwarten. Ueberhauvt seien die italienischen Linien, auch im Hinblick aus 'die Ver- teidigungsmittcl, Munition, Proviant durchaus gesichert. Kurz, die Lage werde immer besser. Wenn die Räumung einiger kteinercr Ortschaften nötig gewesen sei, so sei das durchaus nicht aus d c Besorgnis geschehen^ daß der Feind sich einiger (Ortschaften bemächtigen könne, sondern nur, um der patriotischen' Zivilbevölkerung die Gefahren einer feindlichen Beschießung zu ersparen. Landwirtschaft. Günstiger Saatenstand in Deutschland und Oesterreich-Ungarn. W i e n, 3. Juni. (WTB.) Die „Neue Freie Presse" stellt mit großer Bestiedigung die außerordentlich günstige Entwicklung der S a a t e n r n O e st e r r ei ch-U ngaru u nd D e u L s ch l a n d in dem abgelausenen Monat fest, so daß die Hoffnung begründet sei, daß in diesem Jahre Oesterreich-Ungarn und Deutschland cm reicher Erntesegen beschiedcn sein werde. Damit erscheine jede Hoffnune der Feinde, sie anszuhung ern, endgültig als vernichtet. Meteorologlsche Beobachtungen der Station (Biegen, 2» - 9 36 ,| - H - a 'S ü £ Af P a» S-« Z.A *§«• 85 S do l| ’^o" i 2 B c-5 COj- §.5'S 16,5 5,6 39 5 11,4 7.3 72 — — 0 9,8 7,8 86 9 Wetter Sonnenschein Höchste Temperatur am 3. bis 4. Juni 1913: -st 13,6*0. Niedrigste „ , 3. 9 4. , 1916: + 8,0 0. Niederschlag 0,0 mm. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 6. Juni 1913 : Trüb, Negeiställe, kühl.__ Wichtige Bettensrage bei Materialmangel. Durch das Kaiierl. Patentamt ist unter D. R. G. M. Nr. 346 946 und Nr. 646947 für Sprungfeder-Matratze „Unerreicht Bequem" und 3 teil. Matratzen „Stabil" Anfang Mai 1916 erneut das Alleman sertigungsrecht ges. gesch. worden. Bei den überall knappen Beständen an Roßhaaren und Kapok sind meine 3 teil.Matratzen „Stabil' seit 6 Jahren eingesührt zur Verwendung bllllgeren Materials nn Innern und Ueberlage mit edlerem Material ein vorzüglicher ben- bewährter Ersatz für teure Roßhaare- oder Kapormatratzen, lodaß dieselben als Auslage auf meine Sprungfeder-Matratzen „Unerreicht Veguem" ein allen Ansprüchen genügendes Bett erreicht wird, bei grösster Ersparnis. Hofmöbel- und Bettensabrtk Tb. Brück. Giesten. Verwaudtsu, Ercuudeu und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass mein innigstgteliebter Mann, unser herzensguter, treusorgender Vater, Grossvater, Schwiegervater, Schwager, Onkel, Pate und Neffe Daniel Rein II.,’ Schuhmachermeister im Alter von 62 Jahren am Samstag nachmittag 5 Uhr in der Klinik zu Giessen nach kurzem, schwerem, mit Geduld getragenem Leiden sanft in entschlafen ist. In tiefer Trauer: dem Herrn Aliendorf a. Lumda, den 3. Juni 1916. Margarethe Rein, geh. Weber Katharine Wall enteis, geh. Rein Elisabethe Weiss, geb. Rein Wilhelm Wallenfels, z. Zt. im Lazarett Friedrich Weiss, z. Zt. im Felde und 3 Enkel. und rwei (i=3_im MWgti'WtiN^W Eine 5 merwolinnngcn, Noonitr., mit allem Zubehör, der Neu zeit entsprechend eingerichtet, zu vermieten. Näheres bei Wilhelm Seipp 111., Lud- wigstraße 28. 4231 Kl. Logis 6it vermieten. 099981 Kanrlciberg Gr., leeres LiMmer m. Gas z. vermiet. Mtikl»!?. 3111. \~MöbT7Ziinm er] Pension 3i*aiißl Meoea 8ückv22 tBcllevue)Zini.ul.u. ohneBer- pflcg.s. jedeZeitdauer. Elektr. Licht, Bad. Tel. 1085. ovi<» Möbl. Zimmer z.verm. I 069 ' 1 2cäh. Balinliofstraste 2311. gesucht. »slusbokstr. 5«. 1010008 Ordentl. Manchen, da- schon i. best. Hause gedient bat, zum 10. August nach Dillenburg gesucht. Schr. Angeb. m. Bild u. Zeugnissen sind zu richten an FrauLr. Hutb, hurg (Hessen-Nassau). [4252 Mädchen tagsüber oder stundenweise gesucht. (010001 Bleichstrastc 16 Part. Wc We lebend irische Hechte, Maifische, Schollen Seefische bei M. Simon. Walltoritrastc 43 (010007 o elfarftm *— streichfertige — . Pinfel • Junges KäSedan, v. morgens | bis nachm, z. 1. Juli, gesucht. Moltkeitraste 28 I. i99999 klpn!S-Lrkvir. Parkstlvseds. StndlspLdno empfehlen: 6 sb--. Michel, Fernruf477 Walltorslr.23 Jnnges Mädchen für Haus- und Küchenarbett in kleinen Haushalt für 1. Juli gesucht. (09997 Plockttraste 131. I)ie Beerdigung findet Dienstag, den Aliendorf a. Lhmda statt. 6. Juni, nachmittags 3% Uhr, in gesucht. 3?rovinsiaI Stacken [4148 Anstalt. 010004 Erfahrener Bekanntmachung Die Holzversteigerung vom 2. !- Mts. ist genehmigt. Abgabe der Abfuhrscheine. Holzüberweisung und erster Fayrlag: Samstag, 10. l. Mts. 4253B Gießen, den 3. Juni 1916. Großh. Oberförsterei Treis a. d. Lda. T r a u t w e i n. Dienstag, Mittwoch. Donnerstag und Samstag eintrcstend: (09791 Femste Anstel-Schellfische in drei Preislagen ff.CablitLU ohne Kopf Frische Fisch-Koteletts garant. blutfrische Ware in strammer Eispackung. 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Berichterstattung, Vorlage der Bilanz und Gewinn- und Berlustrechnung über die Ergebnisse des Rechnungsjahres 1915 mit Bericht des Vorstandes und Prüfungsbericht des Aussichtsrates. 2. Beschluß über Festsetzung der' Dividende für das Geschäftsjahr 1915. 3. Ueberschreiben von Aktien. 4. Entlastung des Vorstandes unb des Aufsichtsrates. 5. Ergänznngswl^hl des Aussichtsrates und der Redisionskommisston. Der Borstand. Leicht. Kling. Happel. Buchhalter möglichst im Fabrikbetrieb erfahren, zum sofortigen Eintritt für dauernd gesucht' 'Näheres in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers, l"" Suche einen (09993 Berkäufex. BahubossbttrlrbandlttNg (Siesten. 4255 4 RatilumiialtliO Solquellen. iquei Bewährtes Heilbad bei: Katarrhen der ahnllnie Güttlnpen Bebra.:: Geschützte herrliche Laga Inmitten ausged :hnter Gablrgs- waldungen- :: Solbäder alt r Art InhaJa- tionen. Gradierwerke. Pnonma tische A ppa- rate u. Kammern Trinkkuren. 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