Kr. 129 Der Stütze««r Zkrzei-er erscheint täqttch, antzer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SichkAec^mstNenblatlrr; nvennal wöchentl.Kreis- blattfSrden Kreis Siehcn (Dienstag und Freitag): zweimal monakl. Landwirtschaftliche Seitftagen Fernsprech - Anschlüsse: iürdieSchriit1e>lung112 Verlag,GeschästsstelleLI» Adresse Mr Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. Annahme von Anzeige« iür die Tagesnmnmer bis zum Abend vorher. Erstes Blatt 166 . Jahrgang V e zn g sv - monatl. 99 Pi., viertel- jährl. Mt. 2.65-. durch Abhole- iu Zweigstellen nwnatl. 80 Pf.: durch die Post Mk. 2. ^5 viertel- jährl. ansfchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausiv. 20 Pf. — Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Berich r-ssul: Fr. R.Aenz; Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen lluiv.-Such- und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung. SeschSstrftelle und Druckerei: Schnifir.7. Seseral-Anzeiger fSr Oberhessen Der große Steg in der Nordsee. (WTD.) Trotzes Hauptquartier. 2. Funi. (AmMch.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nach heftiger Steigerung ihres Artilleriefeuers und nach ciNleitenden Sprengungen griffen starke englische Ksräfte gestern abend westlich und südwestlich von Girr e n ch y an. Sic wurden im Nahkampf zurückgc warfen, soweit sie nicht bereits im Sperrfeuer unter groben Verlusten umdrchcn mutzten. Auf dem Westufer der Maas brachen die Franzosen erneut zum Angriff vor. Sie hatten keinerlei Erfolg. Oestlich des Flusses stürmten unsere Truppen im Caillettewalde und die beiderstits anschließenden Gräben. Ein heute morgen südwestlich des Vanrteiches mit starken Kräften geführter feindlicher Gegenstotz scheiterte. Es sind bisher sechsundsiebzigOffiziere und über zweitausend Mann zu Gefangenen gemacht, sowie drei Geschütze und mindestens dreiundzwan- Fig Maschinengewehre erbeutet. * Südwestlich von Lille fiel ein englisches Flugzeug mit Insassen unversehrt in unsere Hand. Im Luftkampf würbe ein französischer K a m p f e i n s i tz e r über dem Marrerücken zum Absturz gebracht Ferner in unserem Bereich je ein Doppeldecker über Vaur und tmstlich Mörcknngen. Der gestern gemeldete, westlich Cam- brai abgeschossene englische Doppeldecker ist der vierte von Leutnant M u l ch e r autzer Gefecht gesetzte Gegner. Oestlicher Kriegsschauplatz. Ein gelungener deutscher Erkundungsvorstotz auf der Front südlich von S m o r g o n brachte einige Dutzend Gefangene ein. * Südlich de§ Drhswjaty-Sees wurde ein russisches Flugzeug durch Abwehrfeuer beschädigt. Balkan-Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 2. Funi. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 2. Juni 1916. ' Russisch erKriegsschauplatz. Die Geschützkämpfe an der b e s s a r a b i s ch e n und an der wolhynischen Front haben stellenweise den Charakter einer A r t i l l e r i e s ch l a ch t angenommen. Auch an der Jkwa entwickelte der Feind gestern erhöhte Tätigkeit. Italienischer Kriegsschauplatz. Oestlich der beherrschten Mandriele drangen unsere Truppen kämpfend bis zum G r e n z e ck vor. Im Rasme von Arsiero eroberten sie den Monte Barche (östlich des Monte Cengio) und faßten nun auch südlich der Orte Fu- sine und Posina aus dem Südufer des Posina- Haches festen Fuß. , Südöstlicher Kriegsschauplatz. Auf dem linken Ufer der V o j u s a, östlich von V l o r a (Valona) haben wir eine italienische Abteilung durch Feuerüberfall zersprengt. An der unteren Vojusa Pa- trouillenkämpfe. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. Ms der deutsche Reichskanzler die Staatsmänner der kriegführenden Länder aufgefordert hatte, sich auf den Boden der wirklicher: Tatsachen zu stellen, die Kriegslage so zu nehmen, wie sie jede Kriegskarte zeigt, suchte Sir Edward Grey diese Mähiwung ruit dem Hinweis darauf abzu- schwüchen, daß die mm einmal nicht zu leugnenden Erfolge der Mittelmächte zu Lande ausgewogen würden durch Englands Herrschaft zur See. „Doch dem war kaum das Wort entfahren, rnöcht' er's im Busen gern bewahren." Sir Edward Grey hätte jene Worte vielleicht nicht gesprochen, wenn er geahnt hätte, daß sein Gegenbeweis wenige Tage darauf so „schlugend" widerlegt werden würde, wie es jetzt die deutsche Flotte in der glanzenden, in der siegreichen Seeschlacht getan hat, die sie der stolzen englischen Armada lieferte, in dieser Seeschlacht, welche man nach der von Trafalgar, die den Ruhm Englands begründete, wohl als die größte bezeichnen darf. Damals vernichtete Nelson die .französisch-spanische Flotte. „Nach Trafalgar gab Napoleon den Kampf um die Seeherrschast ans, überall machte sich die Seemacht Englands geltend." So schrieb ein Historiker. Und das stolze Albion bemühte sich seitdem, den Anspruch darauf zu behaupten, daß „Britannia die Wagen beherrscht". Jetzt wird es diesen Anspruch wohl oder übel aufgeben müssen, nachdem es ihn moralisch schon längst verloren hatte. Hatte doch Churchill sich gerühmt, daß er die Ratten, d. h. die deutschen Schiffe, schon aus ihrer: sicheren Schlupfwinkeln ausgraben und vernichten würde. Dann aber spielte die engjlische Flotte die Rolle der Ratten; sie verkroch sich in ihren Löchern in der irischen See oder sonstwo. Hatten schm die deutschen Auslandskreuzer, allen voran die „Emden", die Mär von Englands Seeherrschast widerlegt, so erschütterten die wiederholten Vorstöße der deutschen Flotte zur englischen Küste den Glauben an Englands Seegewalt immer wieder, bis dieser Glaube sich jetzt durch den glänzenden Sieg der deutschen Seestreitkräfte als ein Köhlerglaube erwiesen hat. Vielleicht kann man es heute begreifen, daß die britische Regierung darauf bestehen wollte, d:e Flottenkräfte Deutschlands und Englands im Verhältnis von 2 zu 3 festznsetze::, das ihr zum Schluß auch noch zu bedenklich erschien. Blasse Furcht sprach daraus vor der größeren Tüchtigkeit, der größeren Bravour der deutschen Flotte. Das wird uns jetzt klar, wenn wir ans den Darlegungen des Vizeadmirals Hebbinghaus im Reichstage vernommen haben, daß „Teile unserer Flotte einer sehr überlegenen Flotte der Engländer von mindestens 3 4 modernen großen K a m p f s ch i f f e n" das siegreiche Seegefecht geliefert haben. Aber in noch weit größerem Mißverhältnis als die ' Stärke der beiden beteiligten Flotten stehen die beiderseitigen Verluste. Sind doch drei der stärksten englischen Dreadnoughts, ferner zwei Panzerkreuzer, ein' kleiner Kreuzer, drei der neuen Zer störerführerschiffe, neun bis zehn Zerstörer und ein Unterseeboot vernichtet worden, Verluste, die so ungeheuer sind, daß dagegen unsere, wenn man sie auch selbstverständlich beklagen muß wie jeden Verlust im Kriege, als ganz außerordentlich gering erscheinen, um so mehr, da außer den vernichteten englischen Schiffen auch auf anderen zahlreiche schwere Schädigungen festgestellt werden konnten. Die englische Admiralität, von der noch kein Bericht über den Verlauf der Seeschlacht vorliegt, gibt amtlich den Verlust folgender Schiffe bekannt: Gesunken: Schlachtkreuzer „Queen Mary", 30000 Tonnen, Schlachtkreuzer „I n d e f a t i g a b l e", 19 050 Tonnen, Panzerkreuzer „Juvicible", 20 300 Tonnen, Panzerkreuzer „D e f e n c e", 14 800 Tonnen, Panzerkreuzer „Black Prince", 13 750 Tonnen, Torpedobootszerstörer „T: p p e r a r y", 1900 Tonnen, Torpedobootszerstörer „F o r t u n e", 980 Tonnen, Torpedobootszerstörer „S p a r r o w h a w k", 970 Tonnen, Torpedobootszerstörer ..Ardenl", 980 Tonnen, Torpedobootszerstörer „T u r b u l e n t", ? Andere Schiffe werden noch vermißt. Zu diesen vermißten Schiffen wird das Großkampfschiff „Warspite", 28 000 Tonnen, gehören. ,^Jnv icibl e", „D efen c e" und „Black Prince" werden sich mit den im deutschen Bericht angegebenen zwei Panzerkreuzern der Achillesklasse und dem nicht näher bezeichneten kleinen Kreuzer decken. Als vernichtete Zerstörerführerschifse sind von der deutschen Admiralität noch ausgeführt „Nestor" und „Al- c astor". Die englische Admiralität bemüht sich also bisher, der Wahrheit die Ehre zu geben. Ob sie dies aber nicht schnell bereuen ober glauben wird, mil der Angabe der erste:: Verluste genügend eingestanden zu haben, bleibt dahingestellt. Ganz hätte die britische Admiralität die schwere Niederlage ja auch nicht verschweigen können. Und wenn sie noch soviel vertuschte und uns nach dem Muster der „Pommern", die von den Engländern schon zweimal vernichtet wurde, bevor sie ruhmreich unterging, uns Verluste hinzudichtete, so müßte doch die Wahrheit auf dem Wege über die Neutralen zum Schluß auch nach England dringen. Denn bei den Neutralen genießen die Berichte unserer Heeres- und Flottcnleitung sicheren Kredit. Können wir es uns doch leisten, in erfreulichem Gegensatz zu unseren Feinden auch die Berichte unserer Gegner zu veröffentlichen. Und wenn zunächst das Märchen von der englischen Seeherrschaft nur bei den Nieutralen zerstört wird, so ist auch das schon ein großer Erfolg. Jetzt müssen diese doch einsehen, daß ihre Furcht vor England eine Wahnvorstellung war, und daß Deutschland nicht nur den Willen, sondern auch die Macht hat, in Zukunft die Freiheit der Meere zu sichern. Im Britenreiche aber muß endlich, wie es auch schon in Italien der Fall ist, die G ö t t e r d ä m m e r u n g anbrechen, nachdem die Hoffnung auf Englands stärkste Waffe mit einer so schweren Enttäuschung geendet hat. Das Planchen war so sein, die britische Flotte bis zum Schluß zuj schonen, damit sie beim Friedensschluß den Ausschlag geben könne. Aber der Plan wurde durchkreuzt dadurch, baß der Glaube an Englands Seemacht bei den Neutralen schwand und die Verbündeten unwillig den Einsatz der britischen Seestreitkräfte forderten, wobei bereits im Hintergründe die Drohung mit dem Kriegsstreik stand. So ließ man sich, der Not gehorchend, nicht dem eigenen Trieb, zu einem Waffew- gang verleiten, aus dem Englands gewaltige Flotte als Besiegte hervorging. Der stolze Union Jack ist geschlagen, aber „stolz weht die Flagge schwarz-weiß-rot von unseres Schisses Mast" — als Wahrzeichen von Deutschlands Stärke und des perfiden Albions Ohnmacht! * * Die amtliche englische Meldung. London. 2. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Die englische Admiralität gibt amtlich bekannt: In der Seeschlacht sind folgende Schiffe unser"r Flotte gesunken: „Queen Mary". „Ind efatig able". „Juvicible", „Defense", „Black Prince", „Turbulent", „Tippte rary", „Fortun", „Sparrowhowk". „Ard ent". Andere Schiffe werden noch vermißt. * * * Ein deutscher Bericht. Berlin, 2. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) In Ergänzuna der heutigen Meldung des Chefs oes Mmiralstabes wird uns von zuständiger Seite mitgeteilt: An der Schlacht vor dem Skagevack waren auf unserer Seite unter dem Befehl des Flottenchefs Vizeadmiral Sche er beteiligt: Unser: Hochseeflotte mit ihrer: Großkcrmpffchisfen und älterer Linienschiffen und Schlachtkrentern, ferner unsere sämtlichen in bex Nordsee befindlichen leichten Streitkräfte, Torpedoboote uitd Unterseebootsslottillen. Auf der feindlichen Seite stand uns dier größte Teil der englischen modernen Schlachtflotte gegenüber. Befehlshaber der Aufklärnngsstrcitkrästc war Vizeadmiral .Hipper. Die letzteren sind mit der: feindlicher Schlachtkrenzern und leichten Kreuzern als erste gegen 5 Uhr nachmittags ins Gefecht gekommen, in welches dann nacheinander "auch die beiderseitigen Gros eingriffen. Die Taaesschlachit, in deren Verlauf unsere Torpedoboote mehrfach, eine unserer Flottille:: allein dreimal, Gelegenheit hatten, erfolgreich einzugreifen, währte bis etwa 9 Uhr abends. In ihr verlor der Feind das Großkampsschifs „Warspite", den Schlachtkreuzer „Queen Mary" und einen Panzerkreuzer, -anscheinend der Achillesklasje. sowie mehrere Zerstörer. Während der Nacht erfolgter von beiden Seiten erbitterte Torpedo bootsaugrtffe und 'Kreuzergefechte, denen'die übrigen gemeldeten feindlichen Schiffe zum Opfer fielen. Unter anderen hat allein das deutsche Spitzen schiff sechs englische moderne Zerstörer vernichtet. Alle bisher eingegangenen Berichte der vereinigten deutschen Streitkräfte stimmen überein in der Feststellung der von: Feinde in fast nnunterbrochenem zwölfstün. digen Kampfe bewiesenen Tapferkeit. Mit dem Verlust von S. M. S. „Frauenlob" muß endgültig gerechnet werden. Das Schiff ist anscheinend in der Nacht vom 31 Mai zum 1. Järni wahrend eines der Teilgefechte gesunken. Bon den Tiorpedo-Hochseestreitkräften sinj fünf Boote nicht zurückgekchrt, ein großer TeÄ chre: Besatzung ist aber geborgen worden. Trotz der für die Luftaufklärung unguEgen Witte rungsverhältnijse während der beiden Kampftage Haber die Marin eluftschi sie und Flieger durch ihre Auf- klärungs- und Ddeldetätigrert zu -dem Ersotge rarerer Hoch seestrertkräfte wesentlich beigetragen Rentrale Darstellungen. Berlin, 2. Juni. (Priv.-Tel.) Die „B. Z. a. M." meldet aus Kristiania: Nach Blättermeldungen hat das Seegefecht nachmittags westlich Jäsderen ftattgesunden. Um 6 Uhr war eine gewaltige Kanonade hörbar, doch war vom Kampf selbst nichts zu sehen. Sogar tief im Hoegefjord hörte man den Geschützdonner, der ununterbrochen mindestens zwei Stunden lang dauerte. Nach anderen Meldungen wurde die Kanonade bereits von 4V-Uhr an nachmittags gehört und nahm erst nach 8 Uhr allmählich ab. Wie die „B. Z. a.M." ferner hört, steht die Hochseeflotte unter dem Kommando des Vizeadmirals Scheer, der erst seit kurzer Zeit als Nachfolger des Admirals o. Pohl diesen Posten innehat. Kopenhagen, 2. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) „Politiken" verüssentlicht eine Reihe Einzelheiten über den deutschen Seesieg, vom Mittwoch. Das Blatt erklärt, es sei kein Seetreffen gewesen,, sondern die größte Seeschlacht der Weltgeschichte. Die Besatzung des dänischen Dampfers „Fjord", der Donnerstag in Frederikshavn eintraf, berichtet „Politiken" zufolge, sie sei in der Nordsee Zeuge des Seckampses zwischen den deutschen und den englischen Kriegsschifstn gewesen. Der Dampfer „Fjord" wurde Mittwoch nachmittag um 4 Uhr etwa 30 bis 35 Meilen von Eianstholm von zwei englischen Torpedobooten angehalten. Der Steuermann des Dampfers begab sich mit den Schiffspapieren an Bord des eng. lischen Schiffes. In demselben Augenblick tauchte am Horizont eine mächtige deutsche Kriegsflotte aus. Tie englischen Torpedoboote machten klar zum Kamps, während der Steuermann zu denk Dampfer zurückkehrte. Tie deutsche Flotte, welche die Engländer jetzt entdeckten, näherte sich mit Volldampf. Sie bestand ans fünf Linienschiffen, mehreren Kreuzern und 20 Torpedobooten. Es war ein imponierender Aiwlick. Tie deutschen Schiffe eröffneten ein heftiges Feuer gegen die Engländer, die sich in voller Fahrt nach Norden zurückzogen, verfolgt und beschossen von der ihnen folgenden deutsche:: Flotte. Die Kanonade verstummte eine Zertlang, begann aber wieder nach 5 Uhr mit erneuter Deftig-» feit uit: uhu: dann bis 9 Uhr hörbar. Iu der Nähe von Skaoen begegnete der „Fjord" zwei Zeppelinen, die in voller Fahrt zum Kampfplatz eilten. — Nach einer Meldung der „Politiken" aus Kristiania erzählten der Kapitän und der Steirer mann des gestern in Stavanger eingetroffenen norwegischen Dampfers „Ulq r i k k e", daß, als sich der Dampfer Mittwoch nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr bei 56,50 Grad nördlicher Breite und 3,10 Grad östlicher Länge befand, plötzlich Geschützdonner gehört wurde, der bis 7 Uhr an Stärke zunahm. Nach 8 Uhr war amtfKz „(5e in der Rede Wft'ons enchatlencn Möglichkeiten wieder. * N e w D o r k. 29. Mni. (DTB. Nichtamtlich.) Funkspruch Vvn dem Vertreter des Wolff-Bureane. Der Leitartikel der „Sun" über die amer: ko nisch e Note gegen die Postbeschlagnahme besagt: Die schroffen Vorftellump n Lansings über die gerechten Beschwerden der Amerikaner gegen die Beschlagnahme der neutrale:: Post auf holder See werden di? Unterstützung eines jeden Landes finden, das> die gleich? Unbill erfährt. Ls ist gut, da das Staatsdepartemeiit eche ebenso feste Haltung gegen die Verletzung unbestreitbarer neutraler Rechte d'nrch Eiigland eiunimmt. — „Wvrld" sagt: Amerika hat das» Recht, zu verlange:!, daß England anfbört. seine Seeherrschaft zu mißbrauchen. England wird den Krieg nicht dadurch gewnmen. daß es Briefe liest, die die Bürger neutraler Staaten miteinander wechseln. Es wird auch nicht die deutschen Truppen aus Belgien und Frankreich vertreiben. — „N e w 2)ork Times" meint: Es könne kaum angenommen werden, daß England und >Frankreich dem Einspruch Lansings und den Fällen, mit denen er die den amerikanischen Interessen geschehene Unbill erläuterte, keine Beachtung schenken werden. ... Der Kaiser im Osten. Berlin, 2. Juni. (WTB. Amtlich.) Der Kaiser hat sich aus dem Bereich der Heeresgruppe des Fekdmarschalls von Hiitdenburg zu anderen dei'ttschen Heerosgrllppen der Ostfront begesieu. Am 31. Mai ist er in dem' Gebiet der Heeresgruppe des Feldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern ein getroffen. Der Seddeg. London, 1. Juni. (WTB.) Lloyds Agentur meldet: Der Dampfer „Baron Tweedmonth" (5007 Tonnen) nnd „Julia Par ft' (2900 Tonnen), beide unbewaffnet^ sind gefunken. Wie berichtet wird, ist auch der Dampfer „Lady Ninian" (4297 Tonnen) nntergvgangen. Aus dem Reiche. Die vereinfachte deutsche Speisekarte. Be rl in, 31. Mai. (WTB. Amtlich) Der Bundesrat ha.t am Mittwoch abend den längst erwarteten Eingriff in den Betrieb der ösferrtlichen Speise- und Gastwirtschaften vorgenommen in Gestalt einer „Verordnung über die Vereinfachung d-er Beköstigung", wie ihr amtlicher Name lautet. Die Neuregelung der Dinge ist das Ergebnis langwieriger Beratungen zwischen den'Behörden auf der einen und den Sachverständigen und Interessenten auf der anderen Seite. Sie bezweckt weitere Ersparnisse in den Hotels, Restaurationen und sonstigen Speisennrtfchaften, und zwar Ersparnrfle, die sich nicht'nur in einem Mci:rder- verbrauch von Fleisch und Fett, sondern auch an Leine::, Seife und Svda (diese letzteren beim Geschirrabwaschen) zeigen sollen und loerden. Bisher waren die Wirte vielfach trotz der Schwierigkeit der Beschaffung der nötigen Fleisch mengen, aus Gründen des Wettbewerbs gezwungen, ihren Gäste:: eine mehr oder minder reichhaltige Auswahl der verschiedensten Fieischspeifen zur Verfügung zn stellen. Die Bundesratsverordmtng scigiltet diesen Wettbewerb aus, indem sie ganz einheitlich die Answahl der Fleisch oeffen, sowohl bei der Berabfolgimg nach der Karte, wie bei der Aufstellung fester Spersefolgen, beschränkt. Nach dem Wortlairt der neuen Verordnungen dürfen in Gast-, Schank- und Speisennrtschaften, aber auch in M- milienhesinen, PeTtsionaten, Kasinos, Vereins- :rnd Er- rischungsräurnen aller Art, an den Tagen, an denen die Berabfolgmrg von Fleisch urtb Fleischwaren überhaupt zulässig ist, zu citwr Mahlzeit nicht mehr als zwei Fleischgerichte zur Wahl gestellt und an den einzelnen Gast zu jeder Mahlzeit nicht nrehr als ein Fleischgericht abgegeben ivrrden. Alle anderen Gerichte bleiben von der Regelung unberührt. Feste Speisenfolgen dürfen nur eine Suppe, ein Fisch- oder Zwischengericht, bei dem Fleisch nicht verwendet ist, und dann einen Gang aus Fle:scd und Beilage sowie Süßspeisen oder Käse odeck Dunstobst oder Frückte entlMlten. An fleischlosen Tagen ist ein weiters Fisch- oder Zwffche:rgericht, zu dem Aeisch nicht verwendet worden ist, erlaubt. Zur iveiteren Fetterspar- nis dürfen warme Speisen, zu deren Bereitung Fen ver- ivaiwt ist, nicht mehr auf besondere:: Borlegeptatren oder -Schüsseln serviert werden, es sei denn, daß es sich um gleitt> zeitige Verabfolgung an zwei oder mehrere Personen handelt. Die Berabsolgultg von roher oder zerlassener Butter zu warmen Speisen ist verboten. Ms Fieisck im Sinne der Verordnung gelten Rind-, Kalb-, Schaf-, Sävveine-' und Ziegenfleisch, sowie Fleisch von Geflügel und Wild aller 2lrr, a u ß e r de m Kops und den inneren Teilen. Im übrigen bleibt es den: Wirt oder Betriebsinhaber auch nach der neuen Verordnung überlassen, muh frier Wahl roveisen nach der .Karte oder festen Speisenfotc^ anzubrer-n. Auch die Neuregelung sichert, wie man sieht, der auf den Gasthausbesuch angewiesenen Bevölkerung bei aller Lauch die^ Verl/ältnisse gebotenen Verernsachmig die Möglichkeit ausreichender Sättigung und die erforderliche Abweä^eluug. Do bei besonderen Anlässen (Festlichkeiten usw.) ein Bedürfnis nach größerer Reichhaltigkeit der Speisekarte v. liegen sollte, können die Beltzirden Ausnahmen zulassen. Tie>8erort>uung tritt am 7. Juni in Kraft. Die Butter- und Fettversorgvn-. B c r l i n , 2. Juni. (WTB.) >'lm Dtittwoch vormittag führte der Boruaiid des Kriegsernä sirun gs« m tes dve Ber»tu:> gen^über die Regelung der Butter - und Fettvers^rgung zu Ende. Es wurde die Errichtung einer dem Amt an gegliederten biese ^lmpckegenbeit e: nheitl. ich bearbeiten soll, beschlossen. ^xhon vor ihrer Errichtung soll eine .Reihe vm: Br- Mmmungen dem Reichskanzler zur liMirtigeu Einführung cmv- wylen werden, um die^ Butter- nnk» Jettversorgung, vor allem in den größeren Städten imd Jndu st riebe zirken, siii,er und gleichmäßiger zu gestalten: Beschiagnadme des größten Teils aller Molkerciburter ffir die Zentralernkausi^eiettse^itt: der Zwam: zur Einführung von Fettkarten m rwertmäßiger mi und Begrenzung für alle Gemeffwen nüt mehr als 5000 Ernnwffner. Beschränkung des Bntterversandes an Private ans das ihnen nafr der Fetttarte zustelrende QuanMm. Drrbei soll Vorsorge getroffen werden, daß die Erzeugung von Mück und die Zufuhr m den Molkereien durch jene Eingriffe nicht leidet. Eine umfaugreich- Verteilung von Kraftfutter gegen die Bervffichtunq zur Mil- und Bmterlieierung fall erstrebt werden. Di'- anschließende Be> ratung der Zuckerkrage hatte das erfvuliffv Ergebrns-, bas. aus den zur Verfütternng bestimmten Zuckerlxffänden erhebliche Mengen — sofort .prm Einmachen von Ob st — frcige geben werden können. Die Verwendung von Saccharin als Zuckercriatz soll möglichst weit ausgedehnt werden. — Die Beratungen über Gemüse, Kaff« und Toeverfargung kamen noch nicfa »um Abschluß. Dringend emofahlen iuurde die möglichst reich li.ckj- Gewinnung eines einheimischen Mättertees, für welche jetzt die höchste Zeit ist. Eine besondere Mteilung des .Kriegsernäln'ungsaTntes soll sich mit der svstematischeu Bekämpffmg der verschieo-men Arten von Warenwucljer, Schiebungen :md unlauteren Anzeigen '-»urä Einwirkung ach eine schnelle und wirksame Bestrnftrng dfafar Ber gehen beschien. Nachmittags fand eine längere Beratung des Verstandes mit Vertretern der Bergarbeit^norganisationar statt, wobei die Bssuirbe der von ihnen verttetencn Kreise besvrvchen wurden und praktische Vorschläge zur Befeittguny von Mißstrmden gemacht worden sind. w. Frankfurt a. M., 2. ^>rmi. Gemeinden und Fabrik- unternebmimgen wenden sich vielfach in Sachen der Ernäsirun g der Bevölkerung siczw. Arbeiterschaft an vas .Krfaqsministerivm beM. an das Generalkommando. Das Generalkommantw weist da rach hin, daß derartige Einaaben für die Folge stets an das neugefchaffene „Kr ic gsernahrnng samft" in B«-lrn zu ' len sind. v Dir Lebensmittelversorffrmsi gesichert. B e/rftin , 2. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Der Präsihient des Kriegs/rnährungsiimtes, von? B a to cki, stellte sich frnrtr imStaatS- hausHbltsaus)chusse des Abgeordnetenlxrufa:' vor und führte dalvi u .a. aus, er habe schon jetzt die fafte lsicherzerrgung gsvonnen^ daß die Versorgung der Bevölkenmg mit LÄensrnsircktt durchaus gesichert sei, so daß n«m mit vollem Vert rau e n der Zukunft eMgegcnsehen könne. B?rhandene Mißstände örtlicher Natur könn. ten durch geeignete Maßnahmen beseitigt werden. D«s würde voraussichtlich bereits in den nächsten Tagen geschehen, denn es müsse in dieser für die Botksernährung kr i t isck je u Zeit alles %m Befriedigung der Bedürfnisse der Dcrbrmicher getan werden. — Ter Landwirtschaftsminister wies darmtt hin, daß man jetzt über die letzten Schwierigkeiten tnfolge der Mißernte des Vorjahres, be- souders über die gegenwärtige Fleischlliap ph e i t hffn o e g kv nu n « : müsse, wobei es sich mrr um eine Uebergvngszeft l>mdele, da bn günstigen Eruteaus sich ten später eine wesentliche Erleichterung ein- tretcn werde. Bis dahin müsse namentlich der Fleischverbrauch eingeschränkt werden. — An Frühkartoffeln erwrrte man für Deutschland einen Ertrag vvn IVk Millionen Zmttner. _ Airs Stadt und Land. * G: eßen , 3. Juni ISIS. Sonntaqssfedanke». „Und Fluch Vvn allem der (ftefridfc!" Sie fbPÜfc uns wirklich alle auf harte Proben. Immer neue Gefbast nimmt sie an, ein gar versckffedenes Gesicht kehrt sie den Einzelnen zu. Und ist doch immer dieselbe unerbittliche, die den Schlag der schnellen Stunden nicht beschleunigt und uns warten heißt, warten von einem Tag zum andern, bis das Ende ercklich kommen wird, siegreich, herrlich, wie wir hoffen und vertrauen. Bis dahin: GeduL! Aber doch, sie bewährt sich, für ÄdvpenbNcke lichtet sie den Weg imd Mgt, daß wir uns ihr nicht umsonst gebeLgt haben. Im Lazarett erzählten Verwundete vmr den ersten Tagen vor Verdun. War das herrlich, als die feindlüche Frönt in der Woevreebene Msammendrach. Der Stellungskrieg, der endlose, war zu Ende, der Sturm brach los, und vorwärts ging's in unaufhaltsamem Drang. Sie meinten wohl: durch, dem Feinde bis ins Herz! Aber wenn's auch anders kan:, ein Entgelt halten sie doch: die Geduld, die sich bewichrt hatte, die wird es auch ferner tun. Nicht arrders wird's gewesen seü: aus den Tiroler HShen. Wie hatten sie da ansgeharrt, einen Sommer, einer: Wrtrter durch, in Eis und Feuer, den Unversöhnlichen, hie Ver ehrt am Werke lvaren, den Tapferen das Leben sauer zu machen. Und sie lvarteten in zälier Geduld der Stunde, da den Barb aren ver gönnt sein würde, über die trerllose Kultnr des Südens berzufallen. Sie warteten, und die Sturrde kam: wie don- irern die Gesclchtze, nun bald schon bis in die Ebene hinein. Ziehst nicht Georg von Fqnrndsberg mit hinab, und attenauhe Landsftncchtlieder' über tönen tnächtig die tveicheu Laute Italiens? Und sie, unsere geliebten blauen Jungen, denen in diesen Tagen stürmisch unser Herz entgegenschlägt! Wie haben sie Geduld üben inüssen auf. ihren stölzen Panzern, ihren kleinen Wachschiffen fl: der Nordsee. Wenn sie auf kurzen Urlaub beim kamen, auf weiter Lairdfahrt, ich könnte sagen von Wilhelmshaven bis Freiburg in Baden, man merkte, wie es in ihnen brodelte über dem ewigen Stille- liegeu, die einen fast wie in wenig verschärftem Friedeus- dienst, die andern in aufreibendem Ausguck nach dem Feind P PlSgokand fjtx 4bcc an VchkSMtzs SBEfte Tfbt Me hatten Herrkichos griieiftrt, von ersten Kriegslagen «u. Die Meere, soweit sie tl^rc Wogen wälzen, hoben bas Lieb von dentsrber Heldentat und deutschem Heldentod zU singen «gelernt. Aber mm, nahe der Heimatküsbe, ein imtcltfiger tGÄlng auf den nreerbeherrsll-enden Feind, seiner Riesen «ettiche gefallen, nnd die Wasser gurgeln über den Kolossen in der Tiefe. Ich denke, sie haben nicht umsoust Geduld geübt. Sie wissen, daß es gilt, der Stunde warten, die den laug- «nf-gesparten Siegesiohn inr Schoße trägt. Wir alle sollten das nicht lernen können? Ich weiß noch »andere, die's unvergleichlich schwerer haben als wir. Wenn t**r doch unseren Gefangenen in Feindesland das sagen könnten, was uns immer wieder das Herz stärkt, wenn das Unabsehbare uns für Aitgwblicke kleinmütig und verzagt machen möchte. Sie hören es kaum. Wie mancher, der da schon an die zwanzig lange, unsäglich lange Monate sehnsüchtig dem Tage der Befreiung entgegenharrt! Wohl sagen sie sich, es wird kommen, unfehlbar, und dann werden wir sein wie die Träumenden. Aber nicht all die Not und Schmach, die man ihnen antut, drückt sie am schwersten, legt ihrer Geduld die unerträglichste Last auf. Was wissen sie, wie es draußen, jenseits ihrer Lagermauern oder ihrer Arbeitsplätze, draußen an den Fronten und daheim im Vaterlande aussieht? Wie kümmerlich ist es, was wir ihnen schreiben dürfen. Und wenn je einmal ein Laut aus stürmisch-bewegtem Herzen ihnen dennoch, auch andeutend nur, wie im Flüsterton, von Schlacht und Sieg zu sagen wagt — es erreicht sic nicht, die Schere des Zensors schneidet den war- "men Ton heraus und läßt nur das Alltägliche stehen. Die üben Geduld, d i e führen für's Vaterland einzigartigen Geduldskampf tief in verschlossener Brust. Für sie, wenn wir's irgend für einzelne dürfen, haben wir ein Recht, das Ende dieses Ringens herbeizurufen. Ihnen möge das Schicksal einst in königlicher Freigebigkeit die Geduldsaat reifen lassen, die sie, hindämmernd in tatenfroher Jugend, in ihre eigenen Seelen gesät haben. Ihrer wollen wir gedenken, so oft uns die Ungeduld ergreifen will, wir stürmisch den letzten Sieg, das Ende fordern möchten: Glaube nur, du hast viel getan, Wenn dir Geduld gewöhnest an. Eck. * ** Auszeichnung. Dem Unteroffizier d. Res. Adolf Heyer im Jni.-Rqt. Nr. 353, früher imJnf.-Rgt. 116, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen. ** Siegesfeier. Aus Anlaß des deutschen Seesieges ist heute sir den hiesigen Schulen der Unterricht ausgefallen. ** Militärische Ausbildung der Jugend. -Am Samstag abend fand nach Exerzierübungem auf dem Trieb eine Heine Hebung über Feldwach- und Patrouillen- dienst statt. Am Mittwoch abend wurde in den Turnhallen fleißig geübt. — Die älteren Mitglieder der „JUgendwehr" find großenteils in die Jungwehr eingetteten, die jüngeren bilden eine „Jugendwehrabteilung" neben den Jugend- ** Ein neuer Sonntags zu g v on Gießen nach Frankfurt. Von Sorrntag an wird bis auf weiteres an jedem Sonn- und Feiertag der abends 9,24 hier eintreffende KKn-GieAner D-Zug bis Frankfurt durch- jgeführt. Der Zug hat t.—3. Masse, fährt 9,40 in Gießen ab, halt nur in Ncarheim (10,6) und Friedberg (10,13) lmb trifft 10,46 im HauptboDnhof Frankfurt ein. Der neu eingelegte Sonntagszng dient namentlich auch zur Entlastung des an Sonn- und Feiertagen stets vollbesetzten Hamburg- Frankfurter D-Zug 74 (ob Gießen 9,32 abends). ** D i e Goldaufkauf st elle für den Kreis Gießen wird am 6. Juni ihre Tätigkeit beginnen. Die Geschäftsstelle befindet sich in den Räumen der B e z i r k s s p a r k a s s e Gießen. Die Geschäftsstunden sind bis auf weiteres auf Dienstag jeder Woche nachmittags 3-5 Uhr und SamStaq jeder Woche vormittags 10—12# Uhr festgesetzt. In der Geschäftsstelle werden alle Auskünfte während der Geschäftsstunden bereitwillig erteilt. ** Schwurgericht 2. Dierteljahr 1916. Vor dem ürm Montag beginnenden Schwurgericht für die Provinz Oberhessen kommen zwei Anklagen zur Verhandlung. Mon- chag, 5. Juni, Beginn vormittags 9^ Uhr, gegen Ad. Krug von Gießen wegen Mftzncht, Verteidiger Justtzrat Kotz. Dienstag, 6. Juni, Beginn vormittags 81/2 Uhr, gegen Julie Drescher von Gießen wegen Abtteibun^ Verteidiger Rechtsanwalt Dr, Leop. Katz. Jü beiden Fällen wird die Anklage von Gerichtsassessor Kncrnß vertteten. " Die Hessische Laz-arettzeitung Nr. 21 bringt in ihrem Hauptteil Bismarck-Anekdoten, die Fortsetzung der Veröffentlichung des 3. Preisausschreibens „Ist der Derwundeten-Unterricht den Kriegsbeschädigten von Nutzen ?" und „Ehe und Sittlichkeit in Bulgarien" von Dr. Kurt Floericke, ferner „Die Arbeitsgemeinschaften der Kriegsbeschädigtenfürsorge", Die Fürsorge für Kriegs- teilnehmer, Arbeitsmarkt, Lazarettberatung und Rätselecke. Die ®; ßeusr Beilage hat folgende Beiträge: „Lieb Vaterland", Gedicht von Ctto Anthes, „Arbeit und Freude", „Sprichwörter und bildliche Redensarten der Wetterau" von Oberaktuar Stein, Friedberg, sowie Nachrichtenterl und Ankündigung des Verwundeten- unterrichts. ** V 0 m R 0 t e n Kreuz. Im Monat Mal wurde die Verband- und Kranken-Erfrffchungsstelle vom Roten Kreuz am Bahnhof in außerordentlich hohem Maße in Anspruch genommen. Es wurden insgesamt 31543 Mann mit Kaffee erfrischt, 782 Transporte ausgesührt, sowie in 191 sonstigen Fällen sonstige Hilfe geleistet. M Butterversorqung. Wir verweisen auf eine Bekanntmachung des Oberbürgermeisters im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes. ** Anwe isung zur Behandlung der Wäsche im Kriege. Tie Preisprüfungsstelle Nürnberg l)at im Benehmen mit dem dortigen städtischen Untersuchuugsanrt folgende Anweisung erlassen, die hier wegen des allgemeinen Interesses der Frage wiedergegeben wird. Unsere gegenwärtigen Z-eitverhältnisse bringen es mit sich, daß die Seife immer schwieriger zu haben ist und immer teurer wird: es empfiehlt sich deshalb an Seife zu sparen n.id dafür andere Waschmittel zu benützen. Als ein solches' Waschmittel kommt vor allem Soda nt Betracht. Bei ausschließlicher Verwend'img von Soda wird aber erfahrungsgemäß die Wasche gelb. Um dieses Mt vermeiden, verwendet man gleichzeitig bleichend wirkende Substanzen. Hierzu eignet sich Natrimnperoxyd ünd Natrmmperborat. Ersteres verlangt bei seiner Verwendung etwas mehr Vorsicht als letzteres, ist aber ausgiebiger. Für die Verwendung von Soda und Ratriumpervxyd als Waschmittel kann folgendes Rezept dienen: „Die Wische wird in Master eiugeweicht, dem zur EitthärttMg einige Gramm Soda zngesetzt worden sind. Nach genügendem Einweichen wird sie rnit etwas Seife vurch>- g (dürstet und alsdann gekocht. Zum ^buchen verwendet man eine Brühe, bi? man durch AustöMV von 50 (M-ranim ft'rislallsoda oder 20 Gramm calcnrierter Soda, sonne von 40 Gramm Nattium- peroxyd in 50 Liter Wasser ldas ist etwa die für einen Wasch- 'kessel notwendige Menge) erhält. Nach mindestens einhalbsttm- digem Kochen wird die Masche gerieben und in das Fleiwaster gebracht. Sie wird dadurch nicht mit sauber, sondern auch blendend weiß, und rnan hat dabei mindestens an Seife gespart." Natrium- vernxpd ist in größeren DrvgmtAnolungen zu haben. Diese geben auch .Anweisung .über die bei 1 einer Mwenduug zu beachtenden Vor- ffichtsTnaßregebn. ^ v^rtzinkter »essek zur Btxeilnvty von KebeirSnrittekn. Von berufener Seite wird darauf ans- mevffm» gemacht, daß verzinkte Kochkessel, die vielfach an Stelle beschlagnahmter kupferner Kessel benutzt werden, sich nicht oder wenigstens nicht allgemein zur Zubereitung von Lebensmitteln, wie zum Kochen von Fleisch, Mnrft, der Herstellung von Latwerge, ObstMus und dergl. eignen. Denn Teile der Verzinkung können in die Speisen übergehen und sie durch GeschMacksveränderrma ungenießbar machen oder bei ihrem Genuß Verdauungsstörungen verursachen. Solche Nahrungsmittel sollen daher in emaillierten eisernen Kesseln zubereitet werden, die jetzt nicht, nur aus emailliertem Stahlblech, sondern auch aus innen emailliertem Gußeisen qeliefett werden. Nicht emailliertes eisernes Geschirr ist beim Einkoch en von Fruchtsästen, Marmeladen, GÄees und dergl. nicht verwendbar, weil esl diesen Speisen einen unangenehmen tinten- artigen Geschmack verleiht. Beim Eindicken von Latwerge, Obst- mns und dergl. darf unter den emaillierten Kesseln nur gelindes Feuer unterhalten lverden, damit die Taille oberhalb des Inhalts des Kessels nicht abspringt. lFür den Gebrauch im Haushalt können die erforderlichen emaillierten Gefäße geliefett werden. Schwierig ist unter den gegenwärtigen Verhältnissen die rechtzeitige Lieferung großer emaillierter Kessel in genügender Zahl für die Großbetriebe oder für die Herstellung großer Miengen von Latwerge und dergl. zur Einmachzeit. Daher sollen Bestellungen auf große emaillierte Kessel alsbald ausgegeben werden. Wio es durchführbar ist. also namentlich in ländlichen Verhältnisten, sollen sich mehrere Haushaltungen zum gemeinschaftlichen Bezüge eines Kessels znsamnren- schließen oder die Gemeinden kömten auf GeMeindekosten einige Kessel für die Benutzung durch die Einwohner anschaffen. Solche Maßregeln sind heute geboten, um wertvolle und unentbehrliche Nahrungsmittel nicht zugrunde gehen zu lasten, Landkreis Gießen. e. Lich, 3. Juni. Dem Vizefeldwebel Karl Ran im bayr Jnft-Ngt. Nr. 16, 2. Komv., wurde, nachdem er jcfjon das Eiserne Kreuz erhalten, vom König von Bayern das Bayerische Militär- Verdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern verliehen. Kreis Alsfeld. V Groß-Felda, 2. Juni. Einen jähen Tod erlitt der in den 50er Jahren stehende hiesige Landwirt Kaspar Althaus, dessen einziger Sohn im Felde steht. Althaus fuhr mit zwei jungen Pferden ans den Acker. Aiü dem Heimwege scheuten die Tiere aus geringfügiger Ursache. Althans wollte vom Wagen herabspringen, um sie zu beruhigen, blieb aber dabei mit dem Fuße hängen und stürzte so unglücklich zu Boden, daß er das Genick brach. Die führerlos gewordenen Pferde rasten darauf in die Althaus'sche Hofreite. Dabei erlitt eine ans dem Wagen sitzengebliebene Tag- lohnerin einige unbedeutende Verletzungen. Kreis Büdingen. chb Büdingen, 3 Juni. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Fahrer Fritz L a m p m a n n. Kreis Schotten. Schotten, 3. Juni. Um der in Aussicht stehenden W e s p e n v l a g e zu steuern, hat Großh. Kreisschnlkommission angeordnet, daß die Schulkinder mir die Schädlichkeit dieser Tiere aufmerksam zu machen sind und ihnen ein fleißiges Vertilgen zur Pflicht zu machen ist. Eichelsdorf, 3. Juni. Die Hessische Tapferkeits- medatlle erhielt der Reservist Möser inr Jnf.-Regt. 99. Kreis Friedberg. Bl. F r i e d b e r g , 2. Juni. Die meisten Auszeichnungen OrtsaNgehöriger im Kreis Friedberg, vielleicht auch in ganz Hesten, weist ba£ Dorf Ober-Eschbncb auf. Es sind folgende Kriegsteilnehmer ansgezeiämel worden: Vizefeldwebel Lehrer Hans Dippel mit Eisernem Kreuz erster und zweiter Klasse und Hessische Tapser- keitsmedaille. Drei Söhne von Geheimrat Schwarz. Der älteste erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse, er starb den Heldentod ans der „Adolbertt' als Kapitän: der zweite und dritte Sohn, die beide als Lentnannt im Felde stehen, sind ebenfalls Träger des Eisernen Kreuzes zweiter Nasse. Das Eiserne .Kreuz zweiter .Klane erhielten ferner: Vizeseldwebel Karl B ä n m l e t n , Unteroffizier Karl S chneider , der in französischer (^Gefangenschaft war und das rechte Bein verlor, Karl Färber, in russischer Gefangenschaft gestorben, Konr. Wächtershäuser, Unteroffizier Emil F r i tz e l, Wilhelm F r i tz e 1, Wilhelm Br überle, Inhaber der Tapferkeilsmedaille, Untervffizier Friedrich De hle r, Wilh. Schäfer, Mbett Lang, der den Verlust des linken Arnr^ und linken Benres zu beklagen hat, Paul Schulz, Untervffizier August Lang, Untervffizier Hermann Glück und Unterostizier .Heinrich Griesand. Die hessische TapferkeitsMedaille erhielten: Johs. Abel, Karl Himmelreich, Ferd. Himmelreich, Georg Lang. Bl. Friedberg i. H., 3. Jtttri. Dem Sohn des Oberinspektors Koch hier, dem Veterinär Dr. Koch, wurde vas Ritterkreuz 2. Kl. mit Krone und Schwertern des .Herzoglich- Ernestinifchcn HansordenS verliehen. — Der seit Kriegsbeginn im Felde stehende Refervist Georg Schütz in einer Eisenbahnban- Kompagnie. wurde an der -Ostfront xmn Gefreiten unv nunmehr an der Westfront zum Unteroffizier befördett. /X Bad-Nauheim, 3. Juni. In der vergangenen Woche besuchte eine größere Atrzahl der in Homburg Mrr Kur weilenden blllgarffchcn Offiziere Bad-Nauheim und besichtigte die Bade- imfc> TrrnkkNrermstchtungen. — Das Ktrrkeben entwickelt sich> von Dag zu Dag lebhafter und bleibt kaum hinter dem in Friedenszeiten zurück. Zurzeit sind nahezu 5000 Kurgäste hier. Infolge des überaus starken Andrangs zu den Bädern, hat sich die Verwaltung veranlaßt gesehen, iwch einige weitere Badehmiser zu öffnen, sodaß von den aeim vorhandenen jetzt sieden in Betrieb sind. — Tie Kur- hausterrasse bietet nachmittags imd abends ein interessantes buntes Bild. Bei dem schönen warmen Wetter können die Konzerte stets im Freien stattfinden. Aarch die anderen gesellschaftlichen Vevanftalttmgen erfreuen sich eines lebÄaftrn Znspritchs. Das Knrhan stheater tmter Direktor Steingoetter spielt viermal wöchentlich: es verfügt tkber gute Kräfte und einen abwechslungsreichen Spielplan, der noch durch Gastspiele des Frank- futter Neuen Theaters, das Slvboda's „Am Theetffch" und Grune- banm-Stärks „Sturmidyll" brachte, angertelM bereichett wurde. In dem ersten PhilharmvnifckKn Konzert der Ktrrkapelle, unter Leitung des Professors Hans Winderstein, sang Fräulein Klara Musil, dir vorzügliche Wiener .Wlvratursängerin, die durch ihre hohe Gesangskunst stürnrischen BeffaN erntete. Das dritte Sinsoniekonzert brachte ims ein neues Klavierkonzert von Raoul von Kvczalski, mit dem Komponisten am Mgel, das ungeteilten Beifall errang und unzweifelhaft seinen Weg durch die namllaftesten Konzrrtsäle nebmien wird. — Staotsministcr Exzellenz von Berlepsch nebst Gemahlin, Graf und Gräfin BvDs- Wal deck und der bekannte Schriftsteller Hanns von Zvbeltitz, weilen schon seil längerer Z-eit hier, ebenso die Fürstin-Mutter zn Isenburg-Büdingen nebst Pnnzessin §>elen e , sowie Prinzessin Mathilde und Erica zu L öwen- stein-Wertheim - Freuden berg. M. Wvhnbach, 3. Juni. Dem Gefreite n Fr. Bischofs, Sohn des Bäckermeisters Bischofs, bei dem 41. Artillerie-Regiment, wurde die Hess. Tapstrkeitsmedarlle verliehen. f] Aus dem Kreise Marburg, 3. Juni. In Ron- Hausen suckfte und fand eine alte Fratl im Wasser ihren Tod. ra. B 0 t t e n h 0 r n, 2 Juni. Das Privatpersonenfllbrwerk Bottenhorn—Niedereisenhausen ist von jetzt ab durch eine ständige Boten post ersetzt, welche Anschluß an die Züge Dillenbnrg- Biedenkopf und umgekehrt nimmt. -Frankfurt a. M., 3. Juni. Im Laufe Große Fried- bergerstraße 32 eröffnete gestern die 51rieqsft"irsorge eine große Kr'iegsküche. Das Essen kostet für Angebörige von Kriegsteilnehmern die Woche und Portion 1,20 Mk.. für Fremde 2 Mk.; das Einzelessen cm fleischlosen Tagen 35 Pfg., an Fleischtagen 45 Pfg. Verabreicht werden Suppe unb ein Gang. Auf jedem Platze liegt ein kleiner Mahnzettel mit den Morten: Iß deinen Teller stets leer l r&. Naunheim, 3. Juni. Kanonier Friedrich Wagner (Fuß-Artillerie-Rqt. 236) starb infolge seiner schweren, am 26. Fe- " bruar erlittenett Berwundrrng im Lazarett in Eöthen. r*. tzvalbgirmeS, 2. J«rt. Das herrliche «ttter am HimmelfahttStag« übte große Anziehungskraft auf den Besuch des christlichen Waldfestes unter der „dicken l^che" unweit Sof Bllbenrod. Pfarrer Bech tolsheimer ans Gießen hatte sich in bereitlvilliger Weise als Feftprediger in den Dienst der Sache gestellt. Außerdem hielten die Herren V ö m e l - Wilsbach, O h l ,, - Rodheim und Braches- BlaSbach Ansprachen. Auch ein Posaunenchor trug durch Begleitung der Lieder zur Verfchönernng der Feier bei. --- Wiesbaden, 3. Juni. Die Mrafkanrnrer ver- rrrteilte den Bürgermeister Wilhelm H a h n ans Bernrbacl) (Untertcrumrskreis) und ferne beiden Tück)ter wegen Ur- kunderffälschrrng und Ehrenkränttrng ysc je einer Woche Gefängnis. Hahn hat einen Landwirt ans Wörsdorf beim Bezirks k ornm cmdo ivegen „Drückebergerei" denunziert; seine Töchter richteten anonyme Anzeigen in der gleichen Sache cm das Landratsamt und das GenerEonrmando. Der Grund zu diesen Angebereien ist eigentlich ein Racheakt der Hahnschen Töchter gegen den Wörsdorfer Lmidwrrt, weil dieser die Fvemttnn' der Angeberinnen und nicht eine von ihnen selbst — geheiratet hat. AriLvevfitäts-Nachvichte«. llb. Marburg, 3. Juni. Der Geh. Msdizinairat BvoAchsr Dr. Emil M a n n k 0 p f begeht am 5. Juni seinen 90. Geburtstag. Er leitete von J867 bis 1905 'die Marburger medizinische Klnnk. Geheimrat Mmrnkopf ist ferner Vorsitzender der Aerztlrchen und Zahnärztlichen Prüsungskommifsion in Marburg. Tübingen, 2. Juni. Der berühmte Chirurg Geheimrat Professor Paul v. Bruns ist heute im Alter von 77 Jahren g e st 0 r den. __ vermischter. — Glückliches Bauern! Für Oberbayern setzte die Regierung den Grundpreis für ein Ei auf 10 Pfg. fest. Der Aufkäufer darf beim Weiterverkarif nicht mehr als 11 Pfg., der Großhändler nicht mehr als 12 Pfg. und der Händler im Kleinverksuf an die Verbrcuccher nicht mehr als 13 Pfg. für ein Ei nehmen! * Amsterdam, 2. Juni. (W.T.V.) Der Generalprokurator hat gegen den Freispruch des Chefredakteurs Schröder vom Amsterdamer „Telegraaf" in zweiter Instanz Berufung eingelegt. * Die Riesenspargel des Generals Josfre. Der französische Oberbefehlshaber, der wegen der Enttäuschungen bei Verdun in letzter Zeit häufig von der französischen Presse und den französischen Abgeordneten mit nicht gerade himmlischen Liebenswürdigkeiten bedacht wurde, vermag sich nunmehr in diesen düsteren Tagen trotz alledem an einer Huldigung zu erfreuen, die ebenso poetisch wie von praktischem Wert ist. Das Syndikat der Gemüsepflanzer von Argenteuil wenigstens ist mit Joffre vollauf zuftieden, und es zögerte nicht, dies auf sichtbare Weise zum Ausdruck zu bringen. Da nach einer langjährigen Sitte in' jedem Jahre die Sparqelernte dadurch gefeiert wird, daß man einen Korb voll der besten und größten Spargel mit einem Preise krönt, trug auch dieses Jahr dieser Wettstreit seine Früchte und zwar in Ge° stall eines Korbes, der 31 konkurrenzlose Rresenfpargel im Gesamtgewicht von nicht iveniger als 14 Pfund enthielt. Wer aber konnte imstande sein, derartige Spargel ohne Beschwerden zu vettilgen? Eine 'Abstimmlmg unter den Mitgliedern des Gemüsesyndikates ergab, daß nur ein Draufgänger ersten Ranges hierzu fähig sei. Demgemäß wurden die Riesenspargel in das Hauptquartier des Generals Joffre gesandt. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gieße». Wetteraussichttn in Hessen am Sonntag, den 4. Juni ISIS: Wechselnd bewölkt, zeitweise leichte Niederschläge, kühl. Letzte Agchnchtes. Weitere englische Schisfsverlnfte. London, 3. Juni. (WTD. Nichtamtlich.) In einer Mitteilung der Admiralität wrttr antzer den beretts von englischer Seite zugegebenen Verlusten noch gemeldet, daß der Panzerkreuzer „W a r r i 0 r", der kampfunfähig wurde, nachdem er in Schlepptau genommen war, von der Mannschaft verlassen werden mußte. Ferner sei von sechs weiteren Torpedobootszerstörern noch keine Meldung eingelaufen. Dagegen sei kein brittsches FlaMschiff, kein Leiter Kreuzer gesunken. Ter Panzerkreuzer Wcrrrior gehört zur WMeskkasft, hatte 13 750 Donnen, 700 Mann Besatzung mtb war 1905 erbaut. * Ein Augenzeuge der Seeschlacht. i. Köln, 3. Juni. Einer Kopenhagener Depesche der „Köln. Ztg." xusvlge berichtet der Kapitän des dänischen Dampfers „Naes- welcher gestern mit einer Kvt^eirladung in Kopenhagen ein ttaf, daß er am Mittwoch nachmittag int Skagerak einer großen in westlicher Richtung steuernden Kriegsflotte begegnet sei, die sich alsbald in ein Gefecht verwickeltt. Als die Ranchmassen sich verzogen batten, habe man gesehen, wie sich die Scbirc gegenseitig mit Geschossen überschütteten. Ter Kapitän bemerkte sieben große Ferwrsänlen. die vermutlich von der Explosion von Munitton herrührten. Auch habe er gesehrnr, wie mehreve Schifte sich ans die Seite legten. Während be» Kampfes seien ans allen Nichmngen neue Schiffe hinzu ge kommen. Nach seiner Ansicht seien etwa 6 0 große Schiffe am Kamps beteiligt gewesen. Weiteres Vordringen der Bulgaren. Lugano, 3. Juni. Der Vertreter des „Secolo" depeschiert aus Demir Hissar vom 29. Mai abends: Die bulgarische Aktion wurde mit mindestens 25 000 Mann einschließlich eines deutschen Pionierbataillons eröffnet. Die Bulgaren beherrschen bis jetzt das Strnma-Tal bis Drama, in dern sie gleichzettig für den Fall eimr Ententeosfensive die Höhen von Petrovic besetzt halten. Bon der anscheinend von Oxillar nach Kavalla vorgestvßenen feindlichen Division liegen keine weiteren Nachrichten vor. Verlegung des russischen Hauptguartters. Budapest, 3. Juni. Ans Jassy wird gemeldet: Die Ruffen haben Nowvsielci zuerst beinahe ganz verwüstet, dann aber geräuntt. Das russische Hauptquartier wurde von Lipkaui nach Chotin verlegt Die Bevölkerung trachtet nach Möglichkett, mrmnnisck)es oder bukrftvinisches Gebiet zu erreichen. , Zante von den Franzosen besetzt. Budapest, 3. Juni. Nach einer Athener Meldung haben die Franzosen die griechische Insel Zante und zwei andere kleinere griechisch« Inseln sowie die Pelopvunies-HLftn Gid-no und Ata- Bofo besetzt Fnr Rheumatiker «nd Neuralgieleidende. In einem Tage von seinen entsetzlichen Schmerzen befreit. Herr Ieser Wilhelm München schreibt: „Seit 2 il-tonaten litt ich derart an Ischias, daß ich nicht gehen und nicht stehen unb das Bett nicht verlassen konnte. Ich hätte ausschreien mögen vor chmcr.wn. Kein Atensch glaubt, was ich gelitten lie.be. lllickitS half mir. brachte mir meine Iran ans der Avotbcke Toga! mit. r te Wirkung war geradezu wunderbar. Nachdem ich nur wenige Tabletten genommen hatte, war ich vollkommen ,vieberberm'>eltt. ,>.0 gebe da- . her jedem Leidenden den Rat. sich sofort aus der nächsten Apotheke das überaus billige nnd unfehlbar wirkende , Legal zu besorgen. Niemand ivird diese AnSgal^e bedaneru .'L ilt > berichten viele andere, welche Togal gegen Rbenmali.' > - .Imu, schmerzen in den Gliedern und (Gelenken, sowie bel Influenza und Kopfschmerzen gebrauchten. Es gibt nichts Benere^. Alle Apotheken führerr Togal-Tabletten. Best.: Acid. a«t salic. Chlnia. Mg. Li. 419688 Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Nachricht, daß gestern nachmittag um 5 Uhr nach langem schweren, mit großer Geduld getragenem Leiden meine liebe Frau, unsere herzensgute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin, Got und Tante geb. Seipp lm 53. Lebensjahr verschieden ist Im Namen der trauernden Hinterbliebenen •John. Becker, Metzger Math. Wehr um geb. Becker Emma Becker Marie Becker Wehrnm Leihgestern, Familie Yt'ilh. Familie Konrad Seipp. Sonntag, den 4. Juni, nachmittags 4232 Die Beerdigung findet 2 Uhr, statt. Wieseck, den 3. Juni 1916 Am 25. Mai starb nach kurzem Krankenlager unser Mitglied Oberposiscliaffner PfosSäpp Den Heldentod fürs Vaterland starb infolge einer zweiten Verwundung rm Kriegslazarett 4207D Postbote WfilSie§BM Sehwalh |f^ Gefreiter im Inrfanterie-Regircent 116, 10. Kompagnie. Wir betrauern in den beiden zwei treue, tüchtige Kollegen und sehr gute Vereinsmitglieder. Durch ihren Fleiß und ihre Umsicht war es den beiden vergönnt, sich der Gunst aller ihrer Kollegen zu erfreuen. Wir werden ihnen stets ein ehrendes Andenken bewahren. Verein der unteren Post- Ortsgruppe Gießen des und Telegraphenbeamten Verbands der unt. Post- Gießen. u. Telegraphenbeamten. Es starb den Tod fürs Vaterland infolge eines am 19. Mai erhaltenen Kopfschusses am 26. Mai unser lieber Sohn und Bruder Musketier Otto Reuter Infanterie-Regiment Nr. 142, 12, Kompagnie, im noch nicht vollendeten 21. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Karl Reuter V. und Familie. Statt besonderer Anzeige. Heute morgen 4 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden mein geliebter Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Schwager und Onkel Rttdolt Krause im 76. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Krause geb. Heinemann. Gießen (Frankfurter Straße 33)- den 2. Juni 1916. Die Beerdigung findet auf dem neuen Friedhof, Sonntag, den 4. Juni, nachmittags 4 Uhr statt. Wir bitten herzlich, von Blumen und Beileidsbesuchen abzusehen. 4192 Todes-Anzeige. Hierdurch die traurige Nachricht, dass meine innigstgeliebte Frau, unsere gute Mutter und Schwiegermutter Frau Katharina Kuhn geb. Hettche heute nacht sanft verschieden ist, was wir Verwandten, Freunden und Bekannten mitteilen. T . . _ ln tiefer Iraner: Otto Nuhn sen. Treis, den 3. Juni 1916. OttO Nuh.Il lind. Frau. Die Beerdigung findet Montag, den 5. Juni, nachmittags 3 1 /* Uhr vom Sterbehause aus statt. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein innigstgeliebter Mann, unser herzensguter Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Wilhelm Becker I. im Alter von 55 Jahren gestern abend 9 Uhr nach langen, schweren, mit großer Geduld getragenen Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Elisabeth Becher Ww. gvd. Nahgang nebst Kinder. Kesselbach (Neumühle), den 2. Juni 1916. 4240 Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 2 Uhr statt. Danksagung. Für die vielen Zeichen warmer Teilnahme, die zahlreichen Blumenspenden und die herzlichen Worte, mündlich und schriftlich, die uns in unserem Leid so wohltuend berührten, sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Marie Schmeckenbecher, geh. Stammler. Giessen, den 2. Juni 1916. 4199D ' i risM, . -. AU Heute früh 6^ Uhr entschlief sanft meine liebe, gute Frau, Mutter^ Tochter, Schwiegertochter und Schwägerin Frau Marie Wagner geb. Lang im Alter von 34 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Wagner III. Grossen-Linden, den 3. Juni 1916. 09996 Die Beerdigung findet Montag, den 5. Juni, nachm. 3 1 / 2 Uhr, vom Sterbehause Bahnhofstrasse 48 aus statt.” Für die innige Teilnahme beim Hinscheiden unseres lieben Paul sagen herzlichen Dank: Frau Auguste Wertheim Nathan Stamm Max Wertheim, z. Zt. im Felde Marta Wertheim Giessen, Juni 1916. ■ ■ . 14170 Sonnenschirme in grosser Auswahl, auch neu über* >4wSk sieben. I 3995 ßudde L Co., EKf SclierSweg SL, Gieften. i J, Lass, Lang-Göns am Babnbof empfiehlt seine Ianchefasser ans tzärchen- nnd Kiefernholz, ferner Waichmarchinen, Wasch* Hütten u. Ziiberzn billigsten Preisen. 14157 Modern |L Krag en aus solidem Macco in guter Ausführung l^und jQQ Salomon Schulstraße 40,c a 5 HpffhäussrTcchniftum Frankenhauseru Ing.-u.Workm.-Abt. Gr.Wasch.-Lab. Hoch- und Tiefbau. UJSXOBf Viktoria