Nr. 128 Erster Blatt Der Stetze««r Lnzet-er erscheint tätlich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich HietzenriHamUlenbüttter; zweimal wöchentl.Nreir- dlallsürden Ureis Girtzen (Dienstag unb Freitags zweimal monatl. Land- mirlschafHiche Zcitsragen Fernsprech - Anschlüsse: snrdieSchristleitungll^ Verlag,Geschäftsstelleöl Adresse dir Dralitnach- richten: »nzeigerSietzrn. Annahme von Anzeigen für tue Tagesnunnner bis zum Abend vorher. M. Jahrgang Hreitag, 2. Jum 1916 mchener mzei General-Anzeiger für Oberhessen Kotatiousimtd und vei-lag der Srühi'schen Unio.Such- und Steindruckcrei R. Lange. Schriftieitung, Geschästsstelle und Druckerei: Schu!str. 7. atuäeiflmtcil: ö •ü c \ u a & o t c. inonatl. 90 Pf^ vierte- jährl. Mt. 2.65-. durch Ab hole- n. Zweigstellen nwnatl. 80 Pf.: durch diePost Dtt.2.45viertel- jährl. ansschl. Bestellg. Zcilenpreis: lokalloPf., ausiv. 20 Pf. — Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für de,, politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz i für Stadt und Land. Vermischtes und Ge- richtssnal: Fr.R.Zenz-, fälntitchm Gießen Erfolgreiche seeschlachi unserer Hochseeflotte. Arsiero und Asiago genommen. (DTB.) Ysi'vtzeiS HÄUptftuarticr. 31. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Feindliche Torpedoboote, die sich der Küste näherten, wurden durch Artilleriefeuer vertriebeil. Die rege Feuertätigkeit im Abschilitt zwischen dem Kanal von La Bassöe und Ar ras hält an. Unternehmungen deutscher Patrouillen bei Neuve Ctzapelle und nordöstlich davon waren erfolgreich, achtunddreißig Engländer, darunter ein Offizier, wurden gefangen genommen, ein Maschinengewehr erbeutet. Links der Maas säuberten wir die südlich des Dorfes Cumi6res liegenden Hecken und Büsche vom Gegner, wobei drei Offiziere, achtundachtzig Mann in unsere Hände fielen. Beim Angriff am 29. Mai erbeuteten wir ein im Caurette-Wäldchen eingebautes M a- rinegeschütz, achtzehn Maschinengewehre, eine Anzahl Minenwerfer und viel sonstiges Gerät. Auf beiden Maasufern blieb die Artillerietätigkeit sehr lebhaft. Oestlicherund Balkankriegsschauplatz. Keine Ereignisse von besonderer Bedeutung. Oberste Heeresleitung. OT.) UrvtzeS, Hauptguartier. 1. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nördlich und südlich von Lens herrschte auch gestern Lebhafte Artillerietätigkeit. Links der Maas setzten die Franzosen abends erhebliche Kräfte zum Angriff gegen den „Toten Mann" und die Cau- rettehöhe an. Am Südhange des „Toten Mannes" gelang es ihnen, in etwa 409 Meter Ausdehnung in unserem vordersten Graben Fuß zu fassen, im übrigen sind die mehrfachen feindlichen Anstürme unter den schwersten Verlusten abgeschlagen. Rechts der Maas wurden die Artilleriekämpfe fortgesetzt. Oestlich von Obersept drang eine deutsche Erkundungsabteilung in etwa 350 Meter Breite und 300 Meter Tiefe in die französische Stellung ein und kehrte mit Ge^ fangenen und Beute zurück. * Ein englischer Doppeldecker wurde westlich von Cambrai im Lufttampf abgeschossen. Die Insassen (Offiziere) sind verwundet gefangeri genommen wowen. Im französischen Tagesbericht vom 29. Mai 3 Uhr nachmittags wird behauptet, am 28. Mai seien fünf deutsche Flugzeuge durch die Tätigkeit der ftanzösischen Flieger und Abwehrgeschütze vernichtet worden. Wir beschäftigen uns seit langem nicht mehr mit der Richtigstellung ftindlichcr Berichte, möchten in diesem Falle aber, wo er sich um die Leistungsfähigkeit der jungen Fliegerwaffe handelt, doch bemerken, daß weder an dem genannten Tage, noch in der vorhergehenden Woche überhaupt irgend ein deutsches Flugzeug durch feindliche Einwirkung verloren gegangen ist. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Balkan-Kriegsschauplatz. Ein schwacher feindlicher Angriff an der Südspitze des Doiransees wurde abgewiesen. Bei Brest (nordöstlich des Sees) wurden Serben in englischer Uniform gefangen genounnen. Oberste Heeresleitung. : . » . * Seeschlacht zwischen Skageral untz yorns Kiff. Berlin, 1. Zum. (WTB. Amtlich,) Unsere Höchste- flotte ist bei einer nach Norden gerichteten Unternehmung am 31. Mai auf den uns erheblich überlegenenHaupt- terl der englischen Kampfs!otte gestoßen. Es entwickelten sich am Nachmittag zwischen Skagerak und Horns Rrff nue Reihe schwerer für uns erfolgreicher Kampfe, die auch während der ganzen Nacht andauerten. In diesen .Kümpfen sind, soweit bisher bekannt, von uns vernichtet worden: Das Großkampfschiff „Wor- spite , die Schlachtkreuzer „Quen Mary" und „Jn- oefatlgable" zwei Panzerkreuzer, anscheinend der Achrllesklasse. ein kleiner Kreuzer, die neuen Zerstorerfuhrerschiffe „Turbulent", „Nestor" und „Alcaster", sowie eine große Anzahl von Torpedobootszerstörern und ein Unterseeboot Nach einwandfreier Beobachtung hat ferner ei n e große Relhe englischer Schlachtschiffe durch die Artillerie unserer Schiffe und durch Angriffe unserer Torpcdo- bootsflottillen während der Tagesschlacht und in der Nacht schmere Beschädigungen erlitten. Unter anderem hat auch das Grohkampffchiff „Ma lbo ro ugh", wie Gefang- genenaussagen bestätigen, Torpedotreffcr erhalten. Durch inehrere unserer Schiffe sind Teile der Besatzungen untergegangener englischer Schiffe aufgefischt worden, darunter die beiden einzigen Ueberlcbenden der „Indcfatigablc". Auf unserer Seite ist der kleine Kreuzer „Wiesbaden' während der Tagesfchlacht durch feindliches Ar- tillcriefeuer und in der Nacht S. M. S. „Pommern" durch Torpcdoschuß zum Sinken gebracht worden. Uebcr das Schicksal S. M.S. „Frauen lob". die vermißt ist und einiger Torpedoboote, die noch nicht zurück- gekehrt sind, ist bisher nichts bekannt. Die Hochseeflotte ist im Laufe des heutigen Tages in unsere Häfen eingelaufen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Englische Verluste. Vernichtet: Großkampfschiff Warspite, 28 000 Tonnen, 182,9 Meter Länge, 28,7 Meter Breite, Besatzung unbekannt, erbnut 1913. Schlachtkreuzer Qu een Mary, 30000 Tonnen, 213 Meter Länge. 27,1 Meter Breite, 1090 Mann Besatzung, erbaut 1912. SchlachtkreuzerJndefatigable, 19050Tonnen, 169 Meter Länge, 24,4 Meter Breite, 780 Mann Besatzung, erbaut 1909. 2 Panzerkreuzer der Ächillesklass e. Tie Panzerkreuzer der Achilles klasse haben 14 800 Tonnen, 146 Meter Länge, 22,4 Meter Breite, 700 Mann Besatzung und sind erbaut 1905. Ein kleiner Kreuzer ohne nähere Angabe. Die 3 neuen Zerstörersührerschiffe Nestor, Turbulent, Ale asto r. Eine große Anzahl von Dorpedobootszerftvrer. 1 Unterseeboot. Schwer beschädigt: Großkampfschiss M a l b o r o u g h, 28 000 Tonnen, 178,8 Meter Länge, 27,4 Meter Breite, 950 Mann Besatzung, erbaut 1912. Es sind dies alles durchgehend Schisse modernster Bauart, deren Bestückung hier nicht angegeben ist. Deutsche Verluste. Vernichtet: Linienschiff Pommern, 13 900 Tonnen. 125.9 Meter Länge. 22,2 Meter Breite, 743 Mann Besatzung. Erbaut 1905. Kleiner Kreuzer Wiesbaden. Die kleinen Kreuzer der Städteklasse haben 3250—4900 Tonnen, 300—370 Enn Besatzung und sind zwischen 1903—1912 erbaut. Vermißt: Klemer Kreuze Frauen lob, 2700 Tonnen, 104,4 Vdeter Lange. 12,3 Meter Breite, 281 Mann Besatzung. Erbaut 1902. Einige Torpedoboote. Die kriegerischen Ereignisse haben sich in den letzten beiden Tagen überstürzt uno die politischen vorerst weiter in den Hintergrund treten lassen. Selbst die Mise des Reichskanzlers nach Süddeutschland, die ihn auch nach Darmstadt geführt hat, erscheint uns fürs erste weniger beachtenswert, als die herrlichen Waffen taten, mit denen der neue Kriegsmonat, der 22. des Weltkrieges, anhebt. Arsiero und Ariago, die bei Begann der österreichischer Offensive als Hauptverteidigungslinie bezeichnet wurden, find non unfern Waffenbrüdern aus ihrem Siegesläufe genommen, der Weg nach Benetien ist dadurch zwar noch nicht vollkonnnen frei, aber es ist eine breite Oesftrung entstanden, durch die italienische Militärkritiker schon jetzt in der verschleierten Angst ihrer Besprechungen den Furor teutonicus auf sich hereinbrechen sehen. Und während das erste Stadium der österreichischen Offensive sich langs.am und sicher auswirkt, überrascht uns heute morgen die Nachricht einer gewaltigen Seeschlacht in der Nordsee, der ersten nach dem ruhmreichen Gefechte an der Doggerbank, deren für sich verlustreichen Ansgang dchs bedrängte 2Wiou heute noch nicht einzu- gesteh-en wagt. Man darf daher auch diesrnal gespannt sein, wie Reuter Geivinn und Verlust der Seeschlacht zwischen Skagerak und Horns Riff in englischer Buchführung auf den Tafeln der Geschichte eintragen will. Mit kurzen knappen Worten hat der Chef des ')Ldnnralstabes das Ergebnis einer Seeschlacht mitgeteilt, die jedenfalls die ungeheuerlichste Kraftentfaltung darstellt, die bisher auf See erlebt wurde, tlnd der Erfolg ist unser. Auf englischer Seite waren die Verluste überall schwer, auf unserer hingegen im Verhältnis zu den errungenen Erfolgen außerordentlich gering. Nach dem Bericht des M- miralstabs ist unsere Flotte glücklich wieder in den heimi- scheu Hafen erngelaufen. Sie hat in offener Seeschlacht ohne jede Unterstützung der .Küstenbefestigungen der mächtigsten Flotte der Welt eine siegreiche Schlacht geliefert. Ihrem Führer, wie allen Kommandanten und Schisfsvesatzungen sagt ganz Deutschland seinen Dank. In der „Deutschen Tagesztg." heißt es: Die größte m o d e r n e S e e s ch l a ch t ist mit dieser Begegnungsschlacht in der Nordsee ausgcfochten worden. In Anbetracht der gewaltigen neuzeiligen Kriegsmittel und der Tatsache, daß unsere Blaujacken die Hauptmacht der englischen Kampfflotte vor sich hatten, geht ihr Rahmen weit über den aller anderen Seeschlachten, jedenfalls seit Erfindung des Schrffspanzers, hinaus. Unsere. Flotte hat dabei überaus glänzend abgeschnrtten. Gewiß sind auch unsere Verluste au sich st^nerzlich, aber dem Verlust der drei stärksten englischen Dreadnoughts steht kein entsprechender deutscher Verlust gegenüber. Dabei ist dieser Erfolg erfochten worden gegen eine erhebliche englische Ucbermacht. Uirser-e junge Marine hat eine gewaltige innere Ueberlegenheit über die erste und größte Flotte der Welt gezeigt. Sie hat einen Erfolg glänzendster Art errungen und ihre Flagge mit un-i sterblichem Ruhm bedeckt. Die österreichisch-ungarischen DageSveMhte. Wien, 31.Atai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 31. Mai 1916. RussischerKricgsschauplatz. Die erhöhte Gefechtstätigkeit an der besfarabischen Front und in Wolhynien dauert an. Italienischer Kriegsschauplatz. Die unter dem Befehl Seiner K. und K. Hohett des Generalobersten Erzherzogs Eugen von Tirol aus operierenden Streitkrüfte haben Asiago und Arsiero genommen. Im Raume nordöstlich von Asiago vertrieben unsere Truppen den Feind aus Gallio und erstürmten seine Höhenftellungen nördlich dieses Ortes. Der M o n t e B a l d o und Monte Fiara find in unserem Besitz. Westlich von Asiago ist unsere Front südlich der Assa-Schlucht bis zum eroberten Berg Punta Corbin geschlossen. Die über den Posina-Bach vorgedrungenen Klüfte nahmen den Monte Priafora. Neuerliche verzweifelte Anstrengungen der Italiener, uns die Stellungen südlich Bettale zu entreißen, waren vergeblich. In dem halben Monat seit Beginn unseres Angriffs wurden 3 0 3 8 8 I t a l i e n e r, darunter 6 9 4 Offiziere. gefangen genommen und 299Geschütze erbeutet. Heute früh belegten mehrere eigene Seeflugzeugc den Bahnhof und militärfiche Anlagen von SanGiorgio d i N o g a r a mit zahlreichen Bomben. Im Bahnhofsgebäude wurden vier Treffer beobachtet. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nördlich der unteren B o s u s a haben unsere Truppen italienische Patrouillen verjagt. Lage unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstads v. H ö f e r, Feldmarfchallerttnantt Wien, 1. Juni. (WTB. NichtmntUch.) Amtlich wttL verlautbart: 1. Juni 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Unsere Stellungen in Wolh-ynien starken gestern wieder mehrere Stunden unter dem Feuer der feindlichen Artillerie. Nachtsüber mehrfach heftiges Vorfeldgeplänkel. Auch an der befiarabifchcn Front hält die Tätigkeit des Gegners an. Jtalieni scherKriegssch-a uplatz. Unstre im Raume nördlich von Asiago gegen Osten vorrückenden Kräfte haben die Gehöfte Mandrielo erreicht und die Straße östlich von Alante Fiara und Monte B a l d o überschritten. Oestlich von Asiero wurde der Monte Congo sowie die Höhen südlich von Cava und Tresche erobert. Bei Arsiero selbst faßten unsere Truppen auf dem südöstlichen P o s i n a - U f e r Fuß und wiesen einen starken Gegenangriff der Italiener ab. Ebenso scheiterten feindliche Angriffe auf die Stellungen unserer Landesschützen bei Chi eso (im Brandtal) und östlich der Pafi'o Puolc. Die Nachlese im Angriffsramn ergab eine Vermehrung der gestern gemeldeten Beute auf 3 1 3 G c s ch ü tz e Unsere sonstige Gcsamtbeute ist noch nicht völlig zu übersehen. Bisher wurden 148 Maschinengewehre. 22 Minenwerfcr, sechs Kraftwagen. 600 Fahrräder und sehr große Munitionsmengen, darunter 2250 schwerste Bomben eingebracht. Südöstlicher KriegsMauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. '' . * * * Vom mazedonischen Kriegsschauplatz. Paris, 30. Mai. (WTB5 Meldung dcr Agenoc HavaZ^. Der Marineminifter Laoaze hat dem Mmiswrratc mügtteüt, daß die Ueberfiihrurrg der serbischen Truppen von Korfu nach Saloniki beendet *sei. Er verlas einen Brief des serbisck^en Kronprinzen, der die französische Marine dcrzn beglückwünschte Athen, 31. Mai. (WDB. Nichtamtlich.) Von dem Vertreter des Wolffscheri Bureaus. Der neue Chef der englischen 9Narinemission Palme-r ist hier in Begleitung des Kapitäirs ^Nells und des Scknffslei i tncrnts Charell ein getroffen, um für ein Jahr Dienst bei der griechischen Regierung zu nehmen. Die Einzelheiten des Dienstver träges werden zivischen denr Marinenrinister und denmeuen Instrukteuren in nächster Zeit festgesetzt und unterschieben. Saloniki, 1. Juni. (WTB.') Meldung der Agencc Havas. Die Frurrzo seu haben gestern uachlnittag P o r v - besetzt. * * . i . Der türkische Bericht. Konstantinopel. 31. ALai. i.WTB.) Amtlicher Bericht; An der I r a k f r o n r keine Veränderung. An der K a u k a s n s s r o n t vertrieben ivrr eine GrkuudvNqK' abtnlung, mit der der!Feind gegen unsere Swllnmr twebrn wollte. Ans dem linken Flügel kamt es nur zu örckrchen Am 29. Mai nxirfen feindliche Flugzeuge 31 Bomben auf einige Stadtviertel von Smyrna, wobei sie mehrere Personen teils Löteten, teils verletzten und einige Däuser beschädiglcn Am 27. Mai Wingen ein ferndtickies Torpedoboot und feindliche Flieger gegen »Kl Arisch vor. Tie von einem Flugzeug geschleuderten Bomben !»erl^teu sieben Personen. Zwei unserer Flugzeuge griffen das pSchiff und die Flugzeuge des Feindes vor El Arisch an, warfen mit Erfolg Bottcken und feuerten aus Viaschinengewehren. Ko n fta n tino pe l, 1. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amt- Mchcr Bericht. An der Jrakfvont keine Veränderung. ^ An der K a u k a s u S s r o n t auf den: rechten Flügel kein Ereignis, abgesehen von imbedctrteudem Jnfanteriefeu-er. Tie O f f e n- sive , die wir am 20. Mai morgens aus der allgemeinen Richtting 'Tu s l a d e r s und Mamachatun gegen die russischen ^-tel- t'Luugeu 8 Kilometer westlich, 6 Kilometer südlich und 18 Kilometer .südöstlich Mamachatun in einer Ausdehnung von 30 Kilometern -Ämternaymen, war von Erfolg gekrönt. Da diese Operationen säst überraschend durchgeführt wurden, waren die Russen gezwungen, sich in diesem Abschnitt zurückzuziehen, teils jmach Osten, teils nach Nordosten, ohne daß es ihnen an mehreren ^Stellen gelang, irgeitdwelchen Widerstand zu leisten und mit dem s Ergebnis, daß die Ortschaft Mamachatun von uns besetzt wurde. sDie Angriffe, die die Russen mit einem Teile ihrer Streitkräftg als Erividerung aus unsere Offensive im Abschnitt von Tschoruk 'und auf dem linken Flügel unternahmen, wurden nach heftigem Artillerie-, Infanterie- und Bombenkcrmps zurückgewiesen. Ein Monitor und zwei Torpedoboote des Feindes bombardierten aus einiger Eittfernung mehrere offene Dörfer aus dem west- . lichen Teile der Insel Keusten. Einige Däuser wurden dadurch leicht (beschädigt, ein Bauer verwundet. Aus den übrigen Fronten kein wichtiges Ereignis. Die Kämpfe in Oftafrika. London, 31. Mai (WTB.' Meldung des Reuterschen Bureaus. General Nor t Hey, Oberbefehlshaber der von Süden her gegen D e u t sch - O st a fr i ka vorrückencen britischen Streitkräfte, drahtet, daß seine Truppen den Fund gezwungen haben, Neu-Langenburg zu räumen. Sie besetzten die Stadt und er- beutetcn große Mengen Munition und Lebensmittelvorräte aller Art. Die feindliche Besatzung, die Name Ma <23 Meilen ostnord- wärts Abercrori' besetzt hält, ist ein ge schl ossen. (Notiz: Diese Meldung ist die, Fortsetzung der gestern ^einge- * troffenen, über das Vordringen der englisch-südafrikanischen Lrtreit- jfräftc über die Südwestgrenze DcuLsch-Ostafrikas zwischen dem ! Nyasja- uitd Tanganjika-See. Da die dort stehenden deutschen ! Gvenzschutzabteilmigen infolge der Anspruchnahmc der Schutztruppe saus'sürtt verschiedenen Kriegsschauplätzon dem Gegner an Zahl und ^Hilfsmitteln sehr unterlegen sind, muß mit der allmählichen Räu- nnmng des Grenzgebietes gerechnet werden. Es scheint jedoch wenig wahrscheinlich, daß bei der Räumung von Neu-Langenburg, das '-übrigens keine Stadt, sondern nur eine Rgierungsstation ist, dem Gegner große Mengen Munition und Lebensmittel in die Hände '^gefallen sein sollten. Bei dem über kurz oder lang zu erwartenden . Angriff und der grenznabcn Lage der Station dürften wohl alle 'Vorräte schon vorher in Sicherheit gebracht worden sein. Tie englische Berichterstattung hat es offenbar für nötig erachtet, durch diesen Zusatz der Besetzung der Station eine erhöhte Bedeutung anzudichten. Der in der Meldung genannte Namen ist hier unbekannt, es kann sich also nur um ein unbedeutendes Negerdorf (handeln.) - * * Englische „Hilfe". A m st e r d a m , 31. Mai. WTB. Nichtamtlich.) „Nieuwe van pfem Tag" bemerkt zu dem Bericht des Generals Haig, in dem als Einzige Tat der englischen Armee an der Westfront ßznüscken dem 19. Dezember 1915 und heute gemeldet wird, daß die f uglander es tzden Franzosen ermöglicht hätten, Truppen Dorr esem Teil der Front znrückzüzichen und brm Druck der Deutschen i Verdun Widerstand zu leisten. Dias Kunststück erscheint uns als ^einziges Resultat und die Tätigkeit der Millionenarmee in mehr kals 5 Monaten recht armselig. Wenn wir englische Bürger wären Mnd mit dem Verträgen, aber auch urrgeduldiger Spwmnng einem sl u m e n s ch m u ck an. Am Bahnhof umsäumten riesige Flaggenmaste den Zugang zur Stadt, welcher durch eine stattliche Triumph- Pforte führte. Im Abendsonrienschein lief der Hofzug unter K a n o n e n d o n n e v ein. Ter Kaiser wurde voir dem Generalfeldmarschall v. Hindenburg und dem Stabschef Generalleutnant Ludendorff empfangen. Eine Land- sturmlompagnie erwies die Ehrenbezeugungen. Ein Truppenspalier säumte deit Weg vom Bahnhoß bis zum Sitze des Oberkommandos. Hinter ihm drängte sich die Bevölkerung, welche den Kaiser mit lebhaften Kundgebungen empfing. Airs nisS Land. Gießen, 2. Jilni 1916. Die Natur iru Juur. Tie Sommer herrlich reit begimil und es blüht nickft nur mehr, sondern es reift auch schon. Viele Pflanzen bekommen bereits reifen Sameii und die Kinderwelt freut sich der ersten Kirschen. Ihr böses Gcgcnbild, die Tollkirsche, blüht erst und mit ihr im Walde Mid aus Wüstland Ginster und Wegericharten, Ochsen- und Hundszunge, ^ gelblich-rveiß das windende Geißblatt, Kugelblume und Leimkraut, Tausendschön, Hartriegel ^igustrum), Geraniumarten, die Rapunzeln oder Spikel. von denen Phyteuina spicatum in ihren jungen Blättern den sogenannten Wi-esenkohl liefert, Glockenblume und Nelken. Eu,e Unmenge Gräser entfalten ihre zarten Reize, unter deiren Briza media, das zierliche, überall wachsende, aber kein anderes Grqs verdrängende Zitter- oder Liebesgras d-en Städter Mm mindesten ans den „Makartbuletts" schauderhaften Andenkens bekannt ist. Tie Disteln blühn und auf dem Felde sieht es auch bimtscheckig aus. Roter Mohn und blaue Kornblume drängen sich hervor zur geringen' Freude des Landwirts, dazu Ackerveiühen und wilde ^Reseda, von Bimen und Hummeln fleißig aufgesuckne Kleearten, Schafgarbe und Vogelwicke, Kornrade und auf Wiesen die Natterwurzel mit ihren Purpurblüten, deren Kraut ein^ ganz eßbares Gemüse gibt. Iin Gartm ist dre schönste, die Rosenzeit, aber auch die sanften Schwestern der stolzen Blumen, die Lilien blühen, Robinie', gefüllter Weißdovn usw. Tie Nadelhölzer und Weißdorn blühen in: Walde und im Dorfe können die junge Wirtin und der fahrende Gesell unter der blühenden Linde sitzen. Irgend eine auch nur halbwegs vollständige Aufzählung: dessen zu geben, was in der Pftrnzeiewelt vorgeht, ist unmöglich, aber daß die 5)imbeeren reifen, Muß gesagt werden. Ebenso ist es nicht möglich, auch nur den bunderKerc Teil d^r Käser zu nennen, die umherkriechcn und -fliegen. .Der Junikäfer (Rhizotropus sol- stitialis) freilich hat ein Recht auf Erwähnung, und der Riese unter dem Käfervolk, der bewehrte Hirschkäfer, der sich jetzt an, dem süßen, ans verwundeten Eichen fkießeirden Saft labt. Und natürlichi hat das Glühwürmcheir (Lainpyris), br, die erste frauzüftfche Sprachlchrerin Frl. Luise tzve-.«7stL Haud- -..rbeitslelrcrin Frl. Karoline Henry. Außerdem erteilten Unterricht särntiiche Lehrer der Volksschule. Den Zeichenunterriäft übernahm Maler Ernst Vieler, ein Veteran von 1813, den Gesang- nnlerrid)t Kantor Schwabe. Im 10. Jahre des Bestehens chatte die Schül-erinnenzahl um 76 zugenommen. Innerhalb der ersten 25 Jahre war sie von 80 auf 196 gestiegen. Beirn 50jährigen Bestehen im Jahre 1891 betrug die Schälerinnenzahl der Gesamtschule 532, und heule am 75jährigen Iuüiläumstag hat die Höhere und Eriveiterte Mädchenschule einen Höchstbestand voll über 600 Schülerinnen. ^ Für die 1841 gegründete Höhere. M-S.chenschule wurden zwei Schulsäle im sogenannten „neuen Schul haus" in der Schulstraße hergerichtet, das aus dem Gelände des fettigen Stadtpostgebäudes lland. 1849 siedelte die Schule in ein neu erbautes Haus am „Oswaldsberg" über, das- heute der Aliceschule zu unterrichtlichen Zwecken dient. 1880 lvurde das neu erbaute Haus in der Schillerstraße bezogen, 1907 das jetzige neue Schulgebäude in der Nord- Anlage. Tie Schule umfaßte ursprünglich 2 Abteilungen: die .'igent- liche höhere Mädchenschule und eine sogenannte Vorbereitmrgs- schule mit je 4 Jahrgängen. Im Jahre 18l>1 wird sic vierklasfig mit je 2 Jahrgängen, 1869 wird sie durch Einfügung einer bis dahin nicht verbindlichen Fortbildungsklasse ftinfklassig, von 1875 bis 1880 ist sie neunklassig. Nach Trennung der Anstalt im Jahre 1880 in eine Höhere Mädchenschule mit 2 fremden Sprachen (Französisch und Englisch'» und in eine Erweiterte M ä d ch e n s ch u l e mit einer ftenttan Sprache (Französisch» erhält die höhere Schule 10 Klassen, die erweiterte Schule 8 Klassen. Beide Schulen sind in einem Hause vereinigt und unterstehen ein- und derselben Schulleitung. B. * Auszeichnungen. Dem Leutnant der Reserve un.d Komvagnieftthrer Fritz Sievers im Ins.-Rqt. 116, 11 wurde Eiserne Kreuz erster Klasse verlieben, ebenso de'.n Oisizier-Stellvertreter Margolß Jnf.°Ngt. 186 (früher Inf.-Rot Nr. 116». Margolf ist seit Oftober 1914 tm Besitz des Eisernei Kreuzes 2. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaille. — De Strnßenbahnsührer Pionier Heinrich Becker erhielt das Eisern Kreuz und die Hessische Tapferkeitsmedaille. ** Auf dem Ehr en friedh o f, den die Stadt süt in unsererr Lazaretten verstorbene Krieger errichtet hat, sind bis 31. Mai d. I. im ganzen 210 Soldaten bestattet worden. Von diesen entfallen 141 Mann an.f Angehörige der uns feindlichen Staaten, Franzosen, Belgier, Rnsssi^ und Engländer, während 69 Berstorb-ene dem deutschen Heere angehört haben. ** Gießener Freilichtbühne. Wenn infolge schlechten Wetters eine Vorstellung verschoben werden mittf, ivird dies bis spätestens um 4 Uhr des betreffenden Tages -- in diesem Falle am Sonntag — durch Anschlag an der Bürgermeisterei (Sud-Anlage) bckanntgegeben. Die Karten behalten danu ihre Gültigkeit, dlaheres werden wir tags darauf in unserem Blatte bekanntaebeu. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß die Vorsteluing schon um 5Hz Uhr beginnt. ** Der gestrige Himmels ah rtstag , der nach irebligem Morgen in leuchtendem Sonnenglanz-e erstand, hatte die Gießener in hellen Scharen ins Freie gelockt. Die Bahn hatte Mühe, die vielen Ausflügler zu befördern. ** Zur Reichsbuchwo ch e. Ein Grenadier schreibt , Die Sehnsucht nach Büchern, nach guten Büchern bei unseren Feldgrauen ist groß, aber es ist bisher noch lauge nicht genug geschehen, um ihren durchaus berechtigten Wünschen zu entsprechen. Noch schlimmer steht es in den Lazaretten. In vier Kriegs- und Feldlazaretten Frankreichs und in zwei deutschen Neservelezaretten hatte ich Gelegenheit, Erfahrungen zu sammeln. Wie war es nur möglich, daß eine solch ungeheure Menge wertloser Kram in den Lazarettbüchcreien Platz finden konnte! Ich nenne aus dem Gedächtnis: Reise führer durch alle möglichen Orte und Gegenden, ein Ein tommensteuergesetz von 1891, zweite, dritte und vierte Bände alte Roncaue, Jugeiwschrisbe-n von der berwchtigsden Sorte, die 38 oder 40 Pfennig kosten, alte Schullesebüchcr und Plato und Livius im Urtext, Schundromane und unvollständige Zeitschriftcniahrgänge, alles, was unverständigen Menschen daheim im Wege stand, findet ma nhier wieder, für die Soldaten ist es ja wohl immer noch gut genug, und dabei sind, wie mir von dem Lazarettbeamten erzählt wurde, Waschkörbe voll Schundliteratur dem wohlverdienten Feuertode überliefert worden. — Gewiß, es gibt auch sehr viele gute Bücher in diesen Büchereien, aber lange nicht genug, um den vielen Verwundeten und Kranken, die'ja sonst nicht viel zu tun haben, genügend Unterhaltung und Belehrung zu bieten. Das soll anders werden, und einem jeden ist Ge^ legenheit geboten, während der Deutschen Buchwoche durch Zuwendung guter Bücher dazu beizutragen. ** Der Ober hessische Verein für Innere Mission wird, wie so?lst, seine Frühjahrssitzung kurz noch Pfingsten, am Tiomrerstag, 22. Juni, halten. Außer geschäftlichen Angelegenheiten wird die 'Frage nach den dringendsten Aufgaben der Inneren Mission in Oberhessen mit krcrzen Darlegurrgen von Stiftsdechant K l i n g e l h ö f f c r (Licl^ mrd Pfarrer Sattler (Staden) besprochen »verden. Pfarrer Thiele aus Berlin, Vorsitzender des Verbands zur Pflege der weiblichen Jugeird in Deutsch- land, wird einen Bortrag halten über „Die Arbeit an der weiblichen Jugend" Mit Rücksicht auf diesen Vortrag wird die Ver- sa^nnrluug einen etwas größeren Umfang ainrehmen. ** Für die Deutsch-Kameruner. Im Auftrag der .,K r i e g s g e f a n g e n e n h i l f e" undi des darrrit verbundenen Lie besgaben-Ausschusses, der unter dem El/renVorsitz der Frau Kronprinzessin Cecilie steht, reist ein neutraler Telegierver am Dienstag den 6. Iron nach Spanien, mic die dort befindlichen Deutsch-Kameruner zu grüßen. Es besteht für die Angehörigen die Möglichkeit, Nachrichten pertöulicher so wie familiärer Art durch diesen Telvgierten zu übernritteln und unseren Tapferen einey. Gruß der treuen Liebe zu senden, wenrr diese Nachrichterl bis Sonntag den 4. Juni unter folgender Aufschrift eingetrosfen sind: „An die deutsche Krregsgesangeuanhilse Berlin C 2, Kleine Museumssttaße 5 b" mit dam Vermerk: .,Fiir die Teutsch-Kamerimer". Alle Mitteilungen müssen in lateinische, Schrift abgesaßt sein, dürfen fertbert Worte nicht über steigen und 'weder Nachrichten über die Kriegslage noch Ernährungsfragen entl-alterr. Es kann ohne weiteres angenvirrmen werden, daß alle diejenigen Persönlichkeiten, die sich bei .Kriegsausbwuh in Kamerun aufhielten, sich nunmehr irt Spanien befinden, wofern inzwischen etwas ^Gegenteiliges bei der: Angehörigen nickt bekannt geworden ist. ** (£ t n seltenes s i lb e rne s Iub i l ä u m beging gestern der Lok-omotivsührei- PH. Dammbier, Schanzwstraße 8. Es waren 25 Jälwc verflossen, seitdem der Jubilar mit seiner Gatti.i im zweiten Stock des Hauses als Mieter sein .Heim ausgeschlage", hat. Ter Eigentümer des Hauses, Büchsemntacher Dickore, hat es sich nicht nehmen lassen, seinem' Mieter gestern mit seiner herzlichsten Gratulation entert Strauß und ein kleines Geschettk zu überreichen. Interessant ist, daß der Mieter in dem Vierteliahr- hundert im Preise für seine Wohnung nicht gesteigert wurde, daß er aber infolge treirndschaftlichen Uebereinkommens bei Ein- führung der Kanalisation sich bereit erklärte, dafür eine besondere tlbgabt von 18 Mark im Jahr zu bezahlen. Regelung des Absatzes von Verbrauchs- z u ck e r i m G r o ß h e r z o g t u m Hessen. Am 1. Juni tritt die Bekanittmachung des Großherzoglichett Ministeriums des Innern vom 18. Mai 1916 in Kr^aft, durch »velche die Verteiltl.n^ und der Ms-atz von Verbrauchszucker im Großherzogtum einheitlich geregelt wird. Der Verkehr mit Verbrauchszucker wird sich darnach folgendermaßen vollziefei. Die E i n k a u f s g e s e l l - s cha f t für das Großherzogtum Hessen m. b. H. nt Mainz, die zur ,Lande-svermittelungsstelle für Lerbrauchszucker bestimmt ist, gibt an-die KmTmrumakverbände und Gemeinden, denen die Verbrauchs-' teaciujia tiu ibceu ItbcAUl uiKuiEaseu tu, 111 ^ bei dl Ü.H l errtfattrnben Zuckermcnge L a ndesbezugsschern-e ans. Diese ^-..-osscl ' tragen den '.'Rainen tx-s betreffenden Kommunalver- ber' C^cmcinbc und lauten über 25 Klg. (wer«), 100 Klg. (blau) unb 1000 Klg. (rot). — Die Landes öl 50 Klg. vfl & 0 m m u v n Q i p e r b and e und Qkmeinben teilen die Bezugs- soweit die allgemeine Versorgung der Bevölkerung in fdretiie Frage fern nrt den Kleinhandelsgeschäften ihres Be nm und soweit es sich um die Deckung des ,Be- deri'- der Gasthäuser, Bäckereien, .Wnditoreun. Llpotheken, pell- und' Pslegoanstalten und dergleiäien handelt, diesen Betrieben selbs- zu Die Zuteilung erfolgt das erstemal nach dem Verhältnis des ml bereu Absatzes ober Bedarfs zu der im ganzen dafür zur Verfügung stellenden Zucker nrenge, später je nach der Menge der verein.ial nnen und vorgelcgtcn -Zuckerniarffm oder -Abschnitte. Die am 1 Juni vorhandenen Vorräte werden dabei ungerechnet. Die g mimiunalverbände oder die Gemeinden tragen den Namen des iieinbändlers oder des Betriebes aus dem linleu Felde des- Skrua-'ickeines ein und versehen diesen mit ihrem Amtsstempel: Bezugscheine ohne Arntsstempel sind ungültig. — Tie Klein- •?ändl er und Gasthäuser, Bäckereien usw. übermitteln iüre Bezugsscheine ihrem bisl-erigen Lieferer und erhalten als- dann von diesem entsprechend dem Betragener Bezugs!cheme Zucker ^liefert; der Name desjenigen, an den der Bezugsschein zuv Lieferung weiter ge geben wird, rnnß auf der rechten Hälfte des Bezugsscheines eingetta.fen fverden. — Als Lieferer kommen alle im Grofberzogtinn ansässigen Firmen in Frage, die bisher Zucker liefenmgeii ansgesührt haben Zum unmittelbaren Verkehr Mit der Einkcrufsgesellschaft sind indes nur deren Gesellschafter und die aemäü 8 11 der Bekanntmachung benannten Gros Händler berechtigt. Mle übrigen Lieferer lialnm fick der Vermittelung dieser Firmen zu bedien nr es bleibt ifyitai imbenonrnven, mit einer b er leiben be- ftirrmite Vereinbarungen, zu treffen. Die zum 'unmittelbaren Verkehr HUgelasseneu Firmen erhalten von der Einkanssgettllichatt gegen Vmlegnng voii .Landesbezugsscheinen, die ledcAmalun Mengen von 5000 Kilograrnlm zu bündeln sind, Zucker zugewiesen. Der Kleinhändler ist in der Auswahl seines Lieferers nnbeschrankt: er kann sich ohne weiteres nach wie vor seines bisherigen im Groscherzoatum ansässigen Zuckerlieferanten bedienen. Keine Firma ist m der Lage, chni ft^di' Belieferung dnrch sie besondere Vorteile in Aussicht zu stellen Gleichzeittgl-mit dem! 1. Juni tteten die von den Kommunalperbänden und Gemeinden zu erlassenden D er b r a uchsr e gelungen, sofern dies nicht bereits geschehen fti, ^nKraft. Darimch werdm vorerst mittels Marken oder Karten auf den Köpfer Bevölkerung nicht mehr als 750 Gramm Zucker im'Monat abgegeben Weitere 150 Grawm verwenden die Konrnwnalverbande oder Gemeinden zur Versorgung der Gasthäuser, Bäcker, Anstalten ^usw odn zur Bildung einer besonderen Rücklage oder zur Ausgleichung Ä ber 3«tcitu ng en. Die rfüto WO Gramm spart die Gesellschaft ein, um, daraus besondere einmalige Zuteilungen für bestimmte Zwecke vorzunehmen. Als solche kommen m erster Linie'Zuteilungen für die D bft ve r w ert nng im D^shblt in Frage: die Ausgabe einer derarttgen besonderen Zuüül^ng steht unmittelbar bevor. ** Ein wichtiges Mittel zum Durchhalten V iel> besta nde. Der durch den Krieg und die Trockenheit/de ftabres 1915 hervor ge ruftne Futtermangel hat zur Folge gehabt, das Stroh im wettesten Umfang für Futterzwecke Bersoendung finden muß. Torfftren, die sonst in sttohknappen Zähren Ersatz bieten konnte, steht zur Zeit nicht in hinreichender Menge zur Verfügung, weil die Erzeugung wegen VÜangels an Arbeitskräften Mrückgegangen war und die Heeresverwaltung außerordentlich starte ^Anwrdenmgen an den Torsitreuvorrat Mit. Wenn auch -r- SUeut-üuüca, 1. xjum. Dem Afftslenzarzl Dr. Boßler, Inhaber des Eiserne»» Kreuzes, wurde dasSanttaes- kreuz am Bande der Hessischen Tapserkeitsmedaille verliehen. e. L o n d o r s, 2. Juni. Am 26. Mai »varen es 20 Jahre, daß der Schaffner August Eifert hier stationiert ist. Kreis Büdingen. # Echzell, 1. Juni Das Eiserne Kreuz erhielt der Land- turmmami B i n d i n g. Kreis Schotten. # Schotten. I.Juni. Tie Hessische Tapferkeitsmedaitle erhielt der Füsilier Breun ig im Füs.-Rgt. 80. ch: AIichelbach, 1. Juni Tie Hessische Tavserkeitsmedarlle erhielt der Wehrmanu Mattes inc Landw.-Ers.-Rgt. 350. Kreis Friedberg. Bl. Friedberg, 2. Juni., Unteroffizier Wilhelm E gl y, Sohn von Gendarmerie-Wachtmeister i. P. Eglh, zurzeit, im Res.-- Jnf.-Regt. Nr. 203, Maschinengewehr-Scharfschützen-Trupp, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. — Gefreiter Heinrich Hottes, im att. Jnf.-Regt. 97, erhielt die Hessische Tapferkeit^ medaille. — Kriegsfreiwilliger Walter Hebbel, Jnf.-Regt. 117, Sohn von Postsekretär Hebbel in Nieder-Wöllstadt, wurde Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet und zum Unteroffizier befördert. Hebbel rückte als Sechzehnjähriger im Llnfang des Krieges ein. ZiBad-N anheim, 2. Juni. Das zweite Philhar- manische Konzert der Kn r k a p e ll e findet Samstag den 3. Juni statt. Als Solisten sind gewonnen Professor Oskar Brückner -Nioloncell), Walter Zollin (Deklamation). Tie Leitung hat Professor Hans Wind er stein. Das zweite Phil- harmo-nsche Konzert — das wegen des in diese Woche lallenden Himmelfahrtsfestes von Donnerstag ans Samstag verlegt wurde — vermittelt uns die Bekanntschaft zweier hervorragender Künstler aus Wiesbaden: Professor Brückner, der erste Solocellist der Hofkapelle, wird ein Konzert für sein Instrument, sowie vier klassische Stücke, letztere mit Klavierbegleitung, zum Vortrag bringen. Walter Zoll in vom Königl. Hoftheater, ein L-chausvieler mit prachtvollein sonorem Organ, spricht das „Hexenlied von Wildenbruch (mit der begleitenden Musik von Max Schillings) und „Rückblick", selbstverfaßte Dichtung, sowie „Aus dem Jahre 71" von Kießling. Das Orchester eröffnet den interessanten Abend mit dem Vortrage der selten zu hörenden „Variationen über ein Thema von Joseph Haydn" von Johannes Brahms. Q. Bad-Nauheim, 2. Juni. Eine von der Ortsgruppe des Ali ce-Eranen Vereins veranstaltete Sammlung von Altmaterial und Abfällen aller Art hat einen ausgezeichneten Erfolg gehabt. Ganze Wagenladungen von — in der Kriegszeit doppelt wertvollen — Sachen sind schon am ersten Santmeltag zur Ablieferung gekommen. — Der gestrige Himnttlfahr tstag brachte unserem — in herrlichem Natur schmuck prangenden — Bad einen ganz außergewöhnlich starken Besuch aus der Umgebung. Den Haupt sächlichsten Teil der Gäste nahm unsere Kurhrns-Teralie auf, di in dieser Knrzeit für ein Eintrittsgeld von 50 Pfennig nachmittags oder abends besucht werden kann, während früher eine ^agevkarte zu 1 Mark gelöst werden mußte. Aber auch unsere Ausflugsorte Teichhaus, Johannisberg. Waldhaus und andere waren dicht, besetzt. Starkenburg und Rheinhessen. ch. Aus Rhein Hessen, 2. Juni. Ter Monat Mai hat &urct)tta?£ 3 $cüdUijd)e Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Lüd-Aulage). Samstag, de»i 3. Juni 1916: Vorabend: 8.30 Uhr — Morgens: 8.30 Uhr. Abends: 9.50 unb 10.25 Uhr. Israelitische Religionsgesrllschast. S a b b n l i c i e t a m 3. Juni 1 9 i 6: Freitag abend 8.30 Uhr. — Samstag vorin. 8.30 Uhr. Nachmittags 4.09 Uhr. — Sabbatansgang 10.25 Uhr. Wochengoltesdienst morgens 6.00, abends 8.30 Uhr. 'für das bevorstehende Wirtschaftsjahr die Stellung einer die Er Fügung von Torsstteu sichersdellenden Zahl von Kriegsgyangenen au die 'Torfwerke veranlaßt worden fft, vermag die- für die iiachsft Zukunft an dem bestehenden Streumangel nichts zu andern, ^urch Lft Bennwmg wm WaldProdukten zur Werde und zur Gewinnung von Futter kann wesentlich Kirr Linderung des Futtermangels b^ftgetragen werden. Bon den staatlichen peorslv-erwalwn gen ist ^aldstren im weitesten Umfang zur Verfügung aestellt morden Von anderen Waldbesitzern scheint dies aber zum Dell ,nock' nicht in dem wünschenswerte Umfang geschehen zn sem. Der Buirdesrat hat deshalb durch Beiordnung über ^tten-v.n. amd WeLwnrrtzung auf incht landwtttschaftlich genutzten Grundstuckui ^m 13. ?lpril ds. Js. die Besitzer v-on Forsten und andern nicht landi wirtschaftlich genutzten Grundstücken auf Anordnung der höheren Berwalnmgsbehorde vewffichtet, ten wir btfjcvj benoiir en Personen Gemerndeti oder Kommunalverbanden du Gewinnung von Strenmaterial jeder Art. von Heideauswuchs zu Fult er zwecken ^^lstZe Futtermittel, ferner das Bewechen der Ornndstt^e mtt Schweinen nrü» Rindvieh und die Hemchtung derhierzu erforderlichen Hürden und Unterkunftsräume M gestatten ^ Wir möchten nicht unterlassen, auf die rm Kreisblatt für den Kreis Gießen Nr. 42 veröffentlichte Bekanntm^sung aufmerk, am zu machen und die Landwirtschaft treibende Bevölkerung, fnme die smistigen Biehhalter auf die ausgiebcge Ausnutzung der ihnen gebotenen Vorteile nachdrücklich hmxuwersen. ** Die Morgensuppe. Der KriegsauOschnß für Kaffee, Tee und deren Ersatzmittel G. m. b. H. hat vor einigen Wochen einen Auffatz durch die Zeitungen verbreitet m dem aus den Wert der früher in Deittschlond allgemmn Mich: Mvksenen Morgen- suppe cms Roggen- oder We^emnehl mit etwas H-ettzufatz hm- g^esen und die Rückkehr M der ata guten ^ ^aenheil empfoblen wurde. Der erwcchnte Auffatz ist viel^ch abgedruckt worden: in em^en Fallen wurde aber im Anschlüsse daran die Frage anfgewvrfen, wo denn bas forderliche Roggen- und Weizenmehl Herkommen »vurde. Daranf kann nun erfteulicherweise eirTc bestimmte Antwort erfolgen Unter Mtt- mirknng der ReichsgetrÄestelle werden in Karze durch d'.e in erster Linst dazu berufenen deutschen Großgewerbe betrübe ne ue L-uppen- mürfel in Vertrieb gebracht tver'den die emm 4 v H haben. Ein solcher Suppenwürfel wird 10 Pfeirnig kosten irrst) die Herstellung von drei reichlichen Tellern FNter Siippe er- mögliche-a. Mau darf erwarten, ^ßdreses neue brlBntttttl zur Lleberwindung der gegenw ärttg en S chwierigkeit en aus dem Gebiete der Bolksernähnwg beitragen wird. •• Gerbrinden. Am 1. 6. 16 ist eme 95 e f a t» tt t machung betreffend Verbot der E x t r a k t i o n von G e r b- rinden erschienen. Durch diese Bekanntmachung wird es unterlagt. Auszüge (Extrakte) aus Eichen- oder Frchtenrmde »st>er Lohe dnrch heiße Flüssigkeiten, durch Dämpfe, durch, Presse.» .oder nach vorbertaer Zerkleinerung der Rinde oder -^ohe zn Alehl, sowie überhaupt unter Benutzmig anderer Mittel als kalteii Wassers, her- z, »stellen. Abdrucke der Bekanntmachung sind bei der Meldestelle der Kriegs-Rohstoff--'Abteill.ng für Leder und Lederrohstoffe, Berlin IV. 8, Behrenstraße 46, erhaltllch. Von dieser SteNe können auch Vordrucke zu Anträgen un» Bewilligung erner A.lsnalnne -von den Bestimnmnqen der Bekanntmachung bezöge,» werden. Ter Wortlaut der Beka»mtmachung ist in unserem heutigen Blatte ein ^”'|retb für Soda Der Bundesrat hat durch Bekannt k-maänmg vom 26. Mai Höckfftpreise für kalzinierte Soda bn Abgabe in Mengen bi s zu 5OO Kilogramm, sowie Fabrik-, "Wiederverkaufs- und Klein kaufs hoch st preise^ für Kristall- und Fein so da festgesetzt. Im Interesse des Klein- hand>els ist bestimmt, daß Hersteller von . Kristall- nnd ^Feinsoda .gewerbsmäßig lleinere Mengen als 100 Kilogramm Nicht abgeben dürfen: im JMereffe der Verbraucher^ ist vorgesckineben, daß verschlossene Packmgen. in denen Feinsoda abg/geben tmro, fe ,,3/2 oder 1 Kilogramm bei Füllung enthalten mufsen. Die Lundes- Itzenttalbehörden können die Höchstpreise lstr absetzen. T>er Reichs- Kanzler kann sie ändern: er kann a»ich Hochisttz^ft für alle fodahal- fttgen Waschmittel festsetzen und hat die Beftigrns, Ausnahmen von K Vorschriften der Verordnung zuzulaßen. Die Bekanntmachung tritt sofort in Kraft, die Vorschrift über den Gewichtsinhalt verschlossener Packungen jedoch erst am 15. Juni. Landkreis Gießen. 6. Beuern, 2. Inn». Ten» Architekten H. Sommerlad, Sohn von Johs. Sommerkid V., zurzeit als Unterossizier bei einem Truppenteil im Westen, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Lt). 41 UV V t UUJ M I l / - V' --- ,- — einen für die Reben günstigen Verlaus genommen. Die Reben haben sich vorzüglich entwickelt und weisen viele Güchmne auf. Aller Voraussicht nach gibt es eine früh? Rebenblüte. Bis letzt haben sich die Reben als gesund erwiesen und hoffentlich bl eiben sie dies auch. Die Arbeiten zur Bekämpfung der Redenschaolinge wurden ausgenommen. Geschäftlich herrscht fortgesetzt Leben und auch die, in der letzten Zeit abgehaltenen Welnverst.eiger»mgen haben sehr günstig abgeschlossen. Die Preise ftnd hoch Bezahlt wurden in der letzten Zeit sür das Stück 1915er m Idenheim 1250 m, Osthofen 1080 bis 1100 Mk., Guntersblum 1100 Mk Alsheim 1250 Mk., Nierstein 1200 bis 1600 Mk., Wörrstadt 950 bis 1000 Mk., Wallertheim 980—1000 Mk., Bechtheim lMf., Udenheim 1000 bis 1050 Mk , Jugenheim 960 bis 980 Mk., Ha»:x- heim 1050 Mk., Stadecken 1030 bis 1050 Mk., WaldülversbeiM '000 Mk., Partenheim 960 bis 980 Mk., Svieshe»m 960 Mk,, Nieder- uird Ober-Saulheim 950 bis 980 Mk., 1914er in ocierstem 1100 Mk. Kreis Wehlar. tu. Wetzlar, 2. Juni. Hauptmann und Bataillonsst'ihrer Ernst Raab, Res.-Jni.-Rgt. Nr. 253, wurde mit dem E i s e r n-e n Kreuz er st er Klasse ausgezeichnet. — Die oftentlichc B olks- b ü ch e r e i erfreute sich der Forderung durch die Jahresbeiträge des Kreisausschusses (200 'Mark), der Buderus'schen E» enwerke (150 Mk.), Tr. Leitz (100 Mk.), der Karolmenhutte (100 Ack.) und der Stadt Wetzlar (250 Mk.). ^ . 0 ra. Holzhausen, 1. Juni. Gardist Karl Biemer, Lerb- garde-Jns-Rgt. Nr. 115, wurde mit dem Eisernen Kreuz aus° gezeichnet. Hessen-Nassau. tu. Gladenbach. 2. Juni. Der Zweigverem Naffau des Evangelisch-Kirchlichen Hilssvereins hat soeben seinen Jahresberich t sür 1915/16 herausgegeben Die Kirchensaminlung betrug 2201 36 Mk., der Ertrag der Haiivtsammlung ist vo»l 5451 Mk. ans 631951 Mk. gestiegen. Die Dekanate Herborn mit 1057,82 Mk. und Gladenbach mit 578,63 Mk. stehen obenan. Für eigene Zwecke des Bezirks kommen diesmal 4600 Mk. zur Verteilung. - Frankfurt a. M., I.Juni. (Priv.-Tel.) Heute früh spielte in der Hanstelnstraße ein z'völkjähriger Schüler mit einer Patrons als diese plötzlich erplodierte und ihm die linke Hand zerriß. Das Geschoß drang m die Brust des Knaben ein, dessen Tod alsbald eintrat. _ Letzte Nachrichten. Der Kaiser im Hauptguartier. Berlin, 1 Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser weilte dieser Tage im Hauptquartier des Oberbefehlshabers Ost. Bei dem Bcgrnßungsmahle ergriff der Generalseldmarschall von H i n d e n - bürg das Wort zu folgender Ansprache: Euerer Majestät lege ich, zugleich im "Namen der mir anvertrauten Truppen, den ehrerbietigsten Dank dafür alleruntertänigsr zu Füßen, daß allerhöchstdieselbe nns die halft Ehre und Freude bereitet haben, einige Tage in unserer Mitte im Osten zu weilen. — Majestät! Wir sind schlichte Soldaten, denen es, nicht gegeben ist, ihre Gefühle in viele und beredte Worte zu klechen, aber das kann ich Euerer VLajestät versichern, daß der alte Wahl sprach unserer Vater: „Vorwärts mit Gott sür König und Vaterland, f ü r Kaiser und R e i ch!" fest in unseren Loldatm- herzen eingeprägt ist. Er war bisher die Richtschimr für unser ganzes Denken und Handeln und soll es bleiben bis zu unserem letzten Atemzuge, das geloben wir in dieser Stunde und bitten zugleich, alle unsere unbegrenzte Liebe, Treue, Dankbarkeit und Ehrfurcht, die wir für unseren allergnädigsten Kriegsherrn empfinden, kurz in den Ruf zusammenfassen zu üürsen: „Unser Preußenkönig, des Deutschen Reiches Kaiserliche Majestät Hurra!". Der Kaiser evwiderte daraus: Mein lieber Feldmarsch all! Ich danke Jhnen^für die soldatischen Worte, mit denen Sie mich begrüßt haben. Ich bin hierher nach der Ostfront gekommen,*>nm I hnen, und den Arnieeu des Ostens meinen Tmil für die großen Taten des vorigen Jahres, für das stille und brave Llns'harren im letzten Winter und während des heißen Kampfes der diesjährigen Herbstosfensive des Gegners, ans- zusprechen. Wir kämpfen gegen eine Ueberniacht, das ist uns Nichts Neues. Schon der große König ist uns hierin mit glänzendem Beispiel vorangegangen. Die Vorsehung hat es jetzt wieder üo gewollt, und das war gut, denn dadurch wurden wir gezwungen, uns zu ganz besonderen Taten und Leistungen anszuraffen. Ndcane Armeen werden auch jetzt siegreich durchhalten uua uns mit Gottes Hilfe einen ehrenvollen Frieden erringen, wie -wir ihn uns wünschen. Ihnen aber, mein lieber Feldmarschall, hat die Bonehung in diesen Kämpfen das Große beschießen, die Provinz Ostpreußen vom Feinde zu befreien und unsere Waffen weit in ^em^laiid hineinzutragen; das ist Ihr Verdienst und dessen wird das deutsche Vaterland sich stets bewußt sein. Ick aber, als >chr Kriegsherr und Ihr König, danke Ihnen von Herzen für diese Taten, die veVInischtes. Oberst Karl Müller +. * Bern, 31. Mai. (Priv -Tel.) Oberst Karl Müller, der militärische Mitarbeiter des .Bund", der durch seine Berichte von der deutschen Front auch in Deutschland bekannt ist, ist heuze hier gestorben. * ' Hamburg, 1. Juni. (W. T. B.) Der heilte aus der Bahn des Hamburger Sportklubs in Großborsiel bei schönem Wetter und sehr gutem Besuch gelaufene Große Preis von Hamburg (100 000 Mk.) wurde von acht Pferden bestritten. Sieger blleb der bochgewettete Gradiher „A n s ch l u fe* (Reiter Rastenberger), zweiter wurde Weinbergs ..Amorino" (Reiter Korb), dritter Baldums „Meridian (Reiter Schläske). Totalisator: Sieg: 21:10. Platz: 13, 17 29'10. ' * B e r n, 31. Mai. (W.T. B. Nichtamtlich.) Aus dem Flug- selbe E o l t a n e ist eiu M i l i t ä r d o p p e l d e ck e r a b g e st ü r z t. Der Führer. Fürst di Fräs so, und der Beobachter, sind tot. ^Lo n doii, 31.Mai. „Lloyds" meldet aus W 1 a d » w o st ok, daß am Sonntag nachmittng ein großes Schadenfeuer aus- brach Große Mengen unlängst gekauster 33aum iuoIIc und & u m m i lüurben vernichtet. Die Schätzung des Schadens ist noch ^cht^Lon^don, I.Juni. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bn reans Der „Daily Chronicle" hat ein Kabeltelegramnr von Sir Ernest S h a c l e t o n , das ans Port Stanley vom 31. Mai dattert ist, erhalten. Es lautuet: Ich bin lfter angekommen. „Enduran ce" wurde am 27. Oktober 191o mitten nn Weddelmeere zerquetscht. Es trieb hierauf 700 Meilen un Eis bis z-uw 9 April Am 16 April landeten wir auf der Elesantemnsel. Am 24. Apnl ließ, ich '22 Mann in einer Eishöhle zurück und begab mich mit fünf Mann in einem Boot von 22 Fuß Länge nach ^üd-Georgien um Hilfe. Als ich die Insel verließ, war alles wohl, brauchte aber (fgingen, 31. Mai. (WTB.) Ein heute angekommener Postdampser aus England brachte 40 deutsche Zivil- gefangene mit. Amtlicher Wetterbericht. Oesfentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetleraussichten in Hessen am Samstag, den 3. Juni 1916 . Ziemlich heiter und trocken; tagsüber warm. Ihnen für immer unvergessen bleiben sollen. Ueberall m Leutschen Landen, in Ost, West, Nord un.) Süd sieht man Verehrung für Sie Sie sind zu dem NattonalheroS des deutschen Volkes geworden. Der Name Hindenbnrg hat schon heute einen sagenrMten Klang. Wo er genannt wird, da blitzen die "Äugen und da leuchten die Gesichter von Jung und Alt uns darum fordere ich alle Anwesenden auf, sich mit mir in einem dreifachen Hurra auf een Generalfeldmarschall zu vereinigen. . . - Berlin, I.Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser begab sich nach dem Besuche im Hauptquartter des Oberbesehts- habers Ost nach Mitmi. Unterwegs ließ der Kaiser sich m Gegenwart des Feldmarsch'Als von Huidenburg und seines -LtabsckMS einen Vortrag über die Verwaltung des besetzten Gebietes halten. In Mit cm wurde Seine "Majestät von den Truppen und der E r beige sttömten Bevölkerung, begeistert begrüßt. In dem Gelände lensetts der Aa besichtigte der Kaiser Abordnungen der an der Tnnafront sichenden Truppen. Er begrüßte sie mit einer kurz-cn Ansprache und verlieh Eiserne Kreuze. Zensuründerung in Frankreich. Bern, 2. Juni. Laut „Temps" wird der Leiter der ftan- zösischen Zensur, Gautier, zurücktreten. Tie Zensurbehörde wird in eine militärische und diplomattsche Abteilung mit ie ernenn Direktor geteilt werden. Salandra zur Front. Lugano, 2. Juni. Ministerpräsident Salandra ist nach dem Hanptcmartter abgereist, um mit dem König zu konferieren. Nachdem „Secolo" beabsichtigt Salandra, sich durch eigenen 'Augenschein von der Lage an der Front zu überzeugen. Das Blatt lobt diese Absicht, obgleich der Kriegsminister vor Ivenigen Tagen ^cm der Front gewesen sei und im Ministerrat berichtet habe, salandra habe nötig, sich eine sichere Meinung aus eigener Llnsckxmung zu bilden nicht nur, um die geeigneten Maßregeln ergreifen zu können, sonderii >cmch, um in der Kammer die Erllärnngen abgcben zu tonnen, die diese erwarte. Die Anklage gegen Liebknecht. Berlin, 2. Juni. Tie Mitteilung, daß gegen Liebknecht die Anklage wegen Kriegsverrats erhoben worden sei, wird vom „Vorwärts" als unz utreffend bezeichnet. 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Ab zu oeb.b König,Steilt itv.82II. 09853 Am Mittwoch abend 9 3 A Uhr verschied sanft mein innigstgeliebter Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Hermann KaU im Alter von nahezu 70 Jahren. Die tieftrauemcfen Hinterbliebenen i. d. N. Frau Ida Katz geb. Vöhl nebst Kinder und Enkel. Gießen, Bahnhofstr. J4, den 1. Juni 1916. Die Beerdigung findet 'statt: Freitag, den 2. Juni, nachmittags 4/2 Uhr von dsr isr. Leichenhalle des neuen Friedhofs aus. Blumenspenden und Beileidsbesuche höfl. verbeten. 4180D Es werden sofort zur Bedienung einer Lokomobile 2 tüchtige Heizer welche militärfrei sind, gesucht. Mitteldeutsche Gerberei und Riemeufabrrk, G. m. b. H., Wetzlar. 4176O Dreher, Schlosser Werkzeugmacher, Mechaniker zugeben. Motorenfabrik Obcmrsel Obernrsel bei Frankfnrt a. M. 4012D Bekanntmachung^ ..Kur die Verköstigung der in unseren Betrieben be- schasttgten Krregsgerangenen suchen wir eine tüchtige Kochfran ° *SP£ ! L bu P öe £ bis zum 5. Juni d. 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ÄMsawa oon den städtischen Wiesen meistbietend versteigert werden und zwar: ^Dienstag, den 13. Juni, nachmittags 4 Uhr an Ort und Stelle, bei der Aktienbranerei, um Ohleberg- wegbel.der Heyltgenstadt'schen Fabrik und in der Stephansmark. Zusammenkunft an der Schönen Aussicht. . ^ ... a Mittwoch, den 14. Juni a) *' 9 Ubr Zusammenkunft am Schlachtbos von den Wiesen rm Neu studier seid und amElekirizitätsmerk. i" der Restauration von Melchror schaler Wwc.. Kaiser-Allee 4, von den Wiesen . , lm Heegstrauch und im Nuffland. 2 Uhr: im Philosophenwald von den Wl-esen am Furstenbrurmen, lm Wieseckertal, von den Hosmtalwiesen in der Gemarkung Wieseck. d) nachmittags 5 Uhr: an Ort and Stelle oon dev Wresen in der Schwarzlach. , _ Donnerstag, den 15. Juri. M vsrttMtLags 9 Uhr: an Ort und Stelle von den Ochsen- wiesen, von den Wiesen im Stolzenmorgen, am Uiers- .. , . brunnen und Altentisch. «achmttlags 3'/^ Uhr: an Ort und Stelle von den Wiesen m der Gemarkung Rödgen, cl nachmittags 3 8 U Uhr: an Ort und Stelle von den ^.Wielen m der Gemarktmg Groffen-Buseck. «^ e 1 911cbF;a0er, melfbe bte Riefen zu besichtigen beab- Öe " ftnöt - Scaar, ^ .Ae Groffh. Bürgermeistereien der umliegenden Ge- werden ersucht, vorstehendes in ihrer Gemeinde bekannt machen zu lassen. 41786 hotzverWigerungderStMGichen^ Montag, den 5. Juni 1916, vormittags 9 Ubr ^^nend, werden in den Waldungen der Stadt Giehen tm Beglrk des Forstwarts Geisel-Gietzen versteigert: 9 Eichen-Stamme von 17-40 Ztm. Durchmesser in Wagenholz geeignet), 4« ä'wten-Derbstangen mit 16,-99 Fstm., 4,2 Rm. Kiesern-Scheit, qc " §tchren-Scheit, .O'v // Hainbucheu-Knüppel, 19>3 „ Kiefern-Knüipvel, ooa cm „ Frchten-Knüvvel. «70 Wellen Zau,buche,i-Neisig (Durchforstung), ^o „ Eichen-S^cmg, 2 aq co " Fichten-Reisig, 1,8 Rm. Elchen-Stockholz. n J5 " Ktesern-Stockholz, 88,6 „ Fichten-Dtockholz. bntalrr rat “ !,fl ,ft “ uf b°r SicbcrftraSe antet