Nr. 1ÄÄ Erscheüü tLgsick mit Ausnahme de« Sonntags. Die „Gtetzener KamMenblStter- werde», dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das ..Urelrblatt für den Urei» Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fr«gen" erscheinen monatlich zweimal. Jahrgang iehener» Eeneral-Anzeiger Gberhejjen Donnerstag, 25* Mai Y\Y<* Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universiräts - Buch- und Steindruckerri. R. Lange, Sieben. Schriitleitung,Geschäftsstelle «.Druckerei: Schul- strafte?. Geschasisstelle u.Verlag:b-r-A51 .Schrist- leitung: e«U2. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen« Mb. Deutscher Reichstag. VS. Sitzung. Mittwoch, den 24. Mai 1916 ttm Tische des Bundesrats: Dr. Helfferich. Dr. Michaelis, Caspar Präsident Dr. Kaenchs eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 16 Minuten. Bor Enrtritt in die Tagesordnung erhalt der neue Staatssekretär des Reichsamts des Innern Dr. Helfferich da» Wort. Ich habe heute gm» ersten Male die ^re, in meinem neuen Amte hier vor Ihnen zu erscheinen. Das hohe Haus hat vor einigen Tagen die hohe Wertschätzung zum Ausdruck gebracht, die der Reichstag und das deutsche Volk meinem hochverehrte» Herrn Amtsvorgänger bezeigt. Der scheidende Staatssekretär har mich beauftragt, Ihnen hierfür seinen herzlichsten, aufrichtigsten Dank auszusprechen. Ich brauche nicht hinzuzufügen wie hoch die verbündeten Regierungen die Verdienste nreines Herrn Amtsvorgängers einschätzen, und wie sehr ich selbst die Verdienste des Staatssekretärs v. Delbrück würdige. Nur wer während der Kriegszeit ununterbrochen und unmittelbar in fortgesetztem Verkehr mit dem Staatssekretär v. Delbrück gestanden hat, kennt das hohe Matz der Verdienste, die der Staatssekretär während des Krieges seinen hohen Verdiensten hinzn-gefügt hat. Was Herr v. Delbrück unter Änsefzmug seiner vollen Kraft und seiner Gesundheit und unter Aufopferung seiner Person im Kriege geleistet und getan hat, dafür fehlt denjenigen, die nicht ganz nahe bei den Dingen stehen, der richtige Matzstab. Die wenigsten in unserm Volü haben eine volle Auffassung aller der Schwierigkeiten, die zu überwinden und zu bemeistern waren, um die wirtschaftliche Durchführung der Krieges zu ermöglichen. (Sehr richtig!) Erft die Geschichte wird zu einer gerechten und vollen Würdigung kommen können; in der Geschichte wird der Name Clemens v. Delbrück unter den ersten Namen der grotzen Zeit stehen. (Beifall.) Das Vertrauen Sr. Majestät des Kaisers hat mich zum Nachfolger dieses Mannes berufen. Es war für mich nicht leicht — Sie dürfen es mir glauben —, es war für mich ein schwerer Entschluß, die Fortführung seiner Arbeit zu übernehmen, schwer wegen dessen, waS vor mir liegt, schwer auch wegen des Arbeitsfeldes, das ich verloste. Wenn mir etwas den Abschied von meinem bisherigen Amte erleichtert, so ist es das Bewußtsein, daß die Reichsfinanzverwaltung in gute unb star 1 e Hände übergeht und daß dem neuen Manne neben meinen bisherigen bewährten Mitarbeitern auch die Mitarbeit des ReichSbaukprästoenten Havenstein zur Seite steht, eine Mitarbeit, deren Bedeutung für die unter mir erzielten Erfolge bei den Kriegsanleihen gar nicht hoch genug veranschlagt werden kann. (Beifall.) Unsere.fr»anzielle Sicherung bewegt sich in sicheren Bahnen. Bei uns sind 90 Prozent der gesamten bisherigen Kriegskoste» durch langftüstige Kredite konsolidiert, während in England mehr als die Hälfte, in Frankreich drei Viertel der Kriegsausgaben auf kurzfristigen Krediten beruhen. Auf der erweiterten .Grundlage, wie sie die Arbeiten ihrer Kommission ergeben haben, haben Sie einen weiteren festen Block in das Fundament eingefügt und meinem Nachfolger die Arbeit erleichtert. Trotzdem wird eS mir hart, mich von dem lieb- ewonnenen Wirkungskreis und den grotzen Aufgaben zu trennen, ie meiner noch auf dem Gebiete der Reichsftnanzen harrten. Noch schwerer wird mir der Entschluß unt Rücksicht auf d i e Höhe uno Wucht der neuen Ausgaben. Ich gebe mich keiner Täuschung hin, ich weitz aus der täglichen Berührung mit dem Arbeitskreis des neuen Amtes, was ich aus mich genommen habe. Ich weitz auch, datz ich nur daun haften darf, diesen Aufgaben einigermaßen gerecht zu werde», wenn Sie, meine Herren, mir Ihre Mitarbeit und Ihr vertrauen in dem neuen Amte im selben Maße wie in dem alten Amte gewähren. Um diese Mitarbeit nnd dieses Vertrauen möchte ich Sie. herzlich und eindringend bitten. Im einmütigen Zusammenwirken wird eS uns mi^ Gottes Hilfe gelingen, den Krieg durchzuführen, den Frieden dorzubereiten und im Frieden ein weites geftcherteS Feld für die Wiederaufnahme der Arbeit zu sichern, die nnS in der Vergangenheit groß gemacht hat urch uns die Zukunft sichern soll. (Lebh. Beifall.) Darauf tritt daS HanS in die Tagesordnung et». SikschristeA zum Aeichsami des Zuueru. An erster Stelle stehen eine ganze Reihe von Eingaben verschiedenster Art. die zum Reichsamt des Innern gestellt sind. Eine Eingabe der sozialdemokratischen Frauen Deutschlands bittet um Aufhebung des Not- gesetzes, durch welches die Schutzbeftimmungen für Frauen und Kinder ausgehoben werden können. Der Ausschuß beantragt, diese Eingabe zur Berücksichtigung zu überweisen. Die deutsche Seidenbaugesellschaft in Berlin wünscht eine Beihilfe zur Erreichung ihrer Ausgabe, die deutschen Seidenfabrikanten in ihrem Rohstoffbezuge dom Ausland unabhängig zu machen. Die Gemeinde in Misdroy ersucht um ein Notstandsdarlehen. Der Ausschuß schlägt vor, diese beiden Eingaben zur Erwägung zu überweisen. Zahlreiche Bittschriften fordern eine Er- Höhung der Familienunterstützungen. Mehrere Handlungsgehilfenberbände und technische Verbände schlagen soziale Demobilisierungsmaßnahmen vor. Weitere Eingaben empfehlen besondere Berücksichtigung der aus dem Felde heimkehrendcn Krieger. Diese Bittschriften sollen nach dem Beschlüsse des Ausschusses als Material überwiesen werden. Die Pyrophor-Metall-Gesellschaft in Esten (Ruhr) bittet um Aufhebung des Ausfuhrverbots auf Cereisen. Eine andere Eingabe ersucht, zur Behebung der Papiernot alle unnötigen Zeitungen und Zeitschriften zu verbieten. Der Ausschuß schlägt vor, über die beiden letzten Bittschriften zur Tagesordnung überzugehen. Abg. Hoch (Soz.) berichtet über die Ausschußverhandlungen. Abg. Jaeckel (Soz.) weist auf die schwierige Lage der Textilarbeiter hin. Damit schließt die Aussprache. Die Abstimmung über die Bittschriften findet später statt. Die Zensur. Der A u s s ch u ß hat sich eingehend mit den Zensurfragen beschäftigt und legt e i ne Re i h e von Entschließungen vor. Er schlägt vor, die seinerzeit an den Ausschutz zurück- verwiesene Entschließung: den Reichskanzler zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, datz das Verbot einer Zeitung nur mit Zustimmung des Reichskanzlers er- folgen darf, nunmehr unverändert a n z u n e h m e n. Ebenso schlägt der Ausschutz vor, die ihm zur Berich., erstattung überwiesene Entschlietzung: den Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstag bei Beginn des nächsten Sitzungs- abschnirtes einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen die auch während des Krieges unentbehrlichen Sicherheiten hin- sichtlich der Eingriffe der M i l i t ä r g e w a l t ist das bürgerliche Leben geschaffen werden und die Ver- antwortlichkeit für diese Maßnahmen geregelt wird, unver- ändert anzu nehmen. Der Ausschuß hat auch einige neue Entschlre- ßun gcn gefaßt. Die erste geht dahin, den Reichskanzler zu ersuchen, dafür zu sorgen, datz das Vereins - und Versammlungsrecht und die Preßfreiheit nur so weit eingeschränkt werden, als dies im Interesse siegreicher Kriegführung un- bedingt geboten ist, datz eine gleichmäßige Handhabung der Zensur sichergestellt wird und datz, wo von Zivilbehörden auf die Handhabung der Zensur ein Einfluß geübt wird, die zuständigen' Behörden und Beamten kraft der ihnen obliegenden Verantwortung die getroffenen Maßnahmen nach Maßgabe der behördlichen Mitwirkung vertreten. Eine weitere Entschließung ersucht den Reichskanzler, alsbald die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, durch welche e r st e n s die V e r h ä n - gung der Schutzhaft auf das aus rein militärischen Gründen absolut gebotene Matz beschränkt wird, zweitens bei Verhängung der Schutzyaft dem Verhafteten ein Rechtsschutz gewährt wird, welcher mindestens nicht zurückbleibt hinter dem im Strafverfahren vor den ordentlichen Gerichten den Untersuchungsgefangenen zustehenden Rechtsschutz. Schließlich wird noch vorgeschlagen, eine Eingabe, die sich gegen die Beschlag- n a h m e d e r E i n g a b e d e § Professors D r. S ch a c f e r, betreffend den O-Boot-Krieg richtet und darin einen Eingriff, in das Petitionsrecht erblickt, dem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen. Inzwischen sind auch aus dem Hause zwei Entschließungen zur Zensurfragc eingcgangen. Eine Entschließung Dr. Ablaß (Fortschr. Vp.) ersucht den Reichskanzler, noch im gegenwärtigen Tagungsabschnitt den Entwurf eines Gesetzes vorzulegen, durch den die Handhabung der Zensur in nicht militärischen Angelegenheiten, sowie die Aufsicht über das Vereins, nnd Versammlungsrecht während der Dauer des Belagerungszustandes den Zivilbehörden übertragen und die Verantwortung dafür vom Reichskanzler übernommen wird. Die Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft beantragt die Aufhebung des Belagerungszustandes. Abg. Dr. Strescmann (Natl.) berichtet über die Verhandlungen des Ausschustes. Die Aussprache befaßte sich im weseiitlichen mit folgenden sechs Gegenständen: Zeituligszensur, Versammlungsrccht, Eingabe- recht an den Reichstag, Vcrhängiing der Brief- sperre, Pa ß s ch w i e r i gk e i t cn und Schutzhaft. Die Vorschläge erstreckten sich im weseiitlichen darauf, die Verantwortlichkeiten anderweit zu regeln. Be> der Zeitungszensur klagte man vor allem über die ungleichmäßige Behandlung von Zeitungen, namentlich der Haupt st ädti scheu Presse gegenüber der Provinzprestc. In der Provinzpresse wurde vielfach die Veröffentlichung von Artikeln, die in hauptstädtischen Zeitungen erschienen sind, verboten. In anderen Fällen hat man die weitere Verbreitung von Artikeln nicht gestattet, aber erlaubt, datz Blätter anderer Richtung diesen Artikel scharf kritisierten. Die Klagen richteten sich weniger gegen die Zensur von militärischer Seite als gegen die Zensur von p o l i t i sch e r , © c i t c. Das gilt namentlich für das Verbot der Erörterung der Kriegszielc. Man glaubte, es sei nunmehr die Zeit gekommen, diese Frage zu besprechen. Weiter klagte man darüber, daß neuerdin^ bei einem Verbot von Aufsätzen gewissermaßen ein Rezept dafür gegeben werde, wie ein- zelne Fragen zu behandeln seren. Die Unterdrückung der Erörte- rung über die Fragen der Nähr ungsmittelvcrs erst ng sei direkt schädlich gewesen; als man der Presse mehr Frei- eit gegeben habe, hat sich gezeigt, datz ihre Mitwirkung nur nützlich sei. Die Zusicherungen der verbündeten Regierungen« die Erörterung über die neuen Steuervorlagen freizulasten, sind nicht voll erfüllt worden. Die Behandlung, die der Massenpetr tion des Professors Dietrich Schäfer widerfahren sei, stelle eine Verletzung des Eingaberechts an den Reichstag dar. Die Fraktionen hätten das Recht, ihre An- sicht, die sie in Resolutionen nicdergelegt hätten, ohne Kommentar in die Presse zu bringen. Die Briefsperre dürfte nur im äußersten Falle angewandt werden und keinesfalls eine schikanöse Ausdehnung erfahren. Die Paßschwierigkeiten bei der Reise in befreundete Lander werde mit der Notwendigkeit der Ueberwachung des grotzen Verkehrs von der Regierung begründet. Jedenfalls darf man aber Geschäftsreisen keine Schwierigkeit in den Weg legen. Schließlich kamen auch noch die bekannten Erklärungen des preußischen Ministers des Innern von Loebell, die dieser im preußischen Abgeordnctenhausc abgegeben hat, zur Sprache. Namens der Mehrheit des Ausschustes bitte ich, seine Entschließungen anzunehmen. Abg. Dr. Pfleger (Ztr.): Anscheinend find die Klagen über die Handhabung der Zensur m der letzten Zeit geringer geworden. Es bleiben aber immer noch genügend Beschwerden bestehen, die uns nötigen, einmal die rechtlichen Grundlagen eingehend zu prüfen. Letzten Endes handelt cs sich darum, lvaS unter dem Schutz der öffentlichen Sicherheit zu verstehen ist. Das Gesetz selbst gibt keine Aufklärung; eine Begründung fügte man damals den Gesetzen auch nicht bei. Das bayerische Belagerungszustandsgesctz lehnte sich im allgemeinen wörtlich an das preußische an, sieht aber nicht vor, daß Artikel der bayerischen Verfassung außer Kraft gesetzt werden können. Im Jrrtcreste der öffentlichen Sicherheit lenkt marr so Ziemlich unser gesamtes öffentliches Leben. Man hat das Gefühl, daß man manche Fragen, die man im Frieden zu lösen sich scheute, jetzt mit Hilfe der Kommandierenden Generale entscheiden will. Die Gerichte beschränken sich nur darauf, ob die Militärbehörden eine Verordmnrg erlassen haben, prüfen aber nicht, ob sie zu einem solchen Erlaß berechtigt waren. Wer kann aber alle militärischen Verordnungen sm Kopse bebalten?! So sind einmal vom Zensor Handzentrifugen (Herterkert), ein andermal sämtliche fremdsprachlichen Inschriften verboten worden. (Zuruf: Sehr richtig!) Gewiß soll man Fremdwörter vermeiden, aber das muß von einer anderen Stelle ausgehen. Einenr Redakteur wurde die Zusatzbrotkarte entzogen, weil er einen Artikel brachte, der dem Bürgermeister nicht genehm war. (Heiterkeit.) Viele Zeitungen sind für zwei bis sechs Wochen einfach suspendiert und dadurch iu ibrer Existenz gefährdet worden. Manche Zensoren Manche Geschmacklosigkeiten uOd Zensor aber ruhig passieren. Den sind hyperempfirrdUch. Roheiten läzt der deutschen Katholiken werden die" unsinmgsten''Vorwürfe gemacht, ohne jede Behinderung, so in einer Veröffentlichung des Evangel rächen Bundes, die nach meiner Ansicht jetzt im Krrege. abgesehen von der Beleidigung, an Landesverrat grenzt (ZustrmmunA rm Zentrum). Die Verfügungen über btc S ch u tz hast bedürfen auch einer anderen rechtlichen Grnirdlage. De MrlrtarbefehlS- haber sind nur dem Obersten Kriegsherrn verantwortlrch, deshalb lehnt die Regierung den größten Teil der Zensurklagen ab und erklärte, nur „Gutachten" erteilt zu haben, ohne zu wrssen, wre weit die militärischen Stellen diese „Gutachten berncksrchtrge. Das entspräche doch nicht der rechtlichen Stellung des Reichs- kanzlerS. Der Reichskanzler, abhängig von der Ent,cherdung der Generale, das entspricht nicht der Würde seines Amtes. Deshalb sollte man die Rechtsgrundlage baldigst ändern. _ „Ich kenne keine Parteien, ich kenne nur noch Deutsche!" hat unser Kaiser gesagt. Das muß auch für die Anwendung der Zensur gelten. Welcher Zensor kann heute das ganze Gebiet des össentlrchen Lebens beherrschen? Die Unterdrückung der Sammlung von Unterschriften ist meiner Ansicht nach ein Eingriff in die Rechte des Parlaments. Und daß man dann nach den Verfasser dc^ Petition unter Briessperre gestellt hat, ist des deutschen Volkes unwürdig. Es waren doch patriotische Männer, die hinter dieser Petition standen! Man drängt solche Männer doch geradezu in geheime Konventikel. Dem Antrag auf Aushebung des Belagerungszustandes kann ich nicht zustimmen, weil er ein Schlag ins Wasser sein würde. (Abg. Haase: Entspricht der Verfassung!) Ter Belagerungszustand könnte morgen wieder eingeführt werden. Sie wollen doch auch nicht die militärische Zensur beseitigen. (Abg. Haase: Selöst- berständlichl) Darrn kann ich Ihnen allerdings nicht folgen. Aber die politrsche Zeni.rr muß aushören. (Zustimmung.) Der neue Staatssekretär des Innern würde sich ein dauerndes Verdienst um das Reich erwerben, wenn er dafür sorgen würde, daß möglichst bald ein Reichsgesetz über den Belagerungszustand vorgelegt wird. (Zustimmung.) Eine Presse, die ihre Aufgabe so hoch und einwandfrei in so schwierigen Situationen des Vaterlandes erfaßt hat, wie die deutsche Presse, hat ein Recht darauf, nicht unter eine Geistesknechtschaft gebracht zu werden, die auf die Dauer unerträglich wird. Hoffentlich haben die Verhandlungen dieser Session das Ergebnis, daß Freiheit und Wahrheit im Interesse des deutschen Vaterlandes eine Gasse erhalten! (Beifall im Zentrum.) Abg. Eurmel (Soz.)k Neben dem Versagen der Regierung in der Ernährungsfrage ist wohl die Handhabung des Belagerungszustandes dasjenige, was in bezug aus die inneren Verhältnisse die meiste Unzufriedcnhci: ausgclöst hat. Gerade wir in Elsaß-Lothringen haben unter der Art der Durchführung der Zensur besonders schwer zu leiden. Der elsaß-lothringische Landtag muß auf Grund der Verfassung alle Jahre einberusen werden. Man hat aber bei uns die Parteien erst verpflichtet, keine politischen und militärischen Angelegenheiten zu erörtern, bevor man sie einbericf. Noch schlimmer war es bei den Bezirkstagen. So hat auf einem Bezirkstage der Landrat erklärt, er sei vom 'Generalkommando beauftragt, den Bezirkstag sofort aufzulösen, wenn irgendwelche politischen oder militärischen Angelegenheiten zur Besprechung gelangtem Dabei war der Landtag auf Grund einer kaiserlichen Vcrordnurrg einberusen. Die Schutzhaft wirkt deshalb so erbitternd, weil die davon Betroffenen noch nicht einmal den Grund ihrer Inhaftnahme erfahren. Man muß ihnen die Möglichkeit der Verteidigung geben. Die Regierungserklärung, daß die Fälle nachgeprüft werden sollen, müßte hier wiederholt werden. De Paßschwicrigkeiten sind außerordentlich verkchrshemmend, mögen auch F ä l l e von Spionage vorgekommen sein. Der ganze Reichstag darf nid>t durch die Briessperre unter militärische Zensur kommen. Sogar Eilbriefe an mich wurden nicht bestellt. Das sind unhaltbare Zustände. Zur Durchsicht eines einfachen Artikels von mir brauchte die Zensur zehn Tage. (Hört! hört!) Artikel, die unsere Parteiblätter z. B. aus der „T ä g l. R u n d s ch a u" entnommen haben, wurden beanstandet. Am Schlimmsten ist e§, vienn wir es unternehmen, die Zensur selbst zu kritisieren. Infolge meiner heutigen Rede werden wir wahrscheinlich sehr schlechte Zerten erleben. AIS wir aus nich- tigem Anlaß auf 14 Tage verboten wurden« dursten wir nicht einmal den Heeresbericht als Extrablatt verbreiten, selbst ohne Kops nicht. Ein Artikel des Kölner Lokalanzeigers, der bessere Verhältnisse in der Gcmüseversorgung schaffen wollte, durfte nicht nachgedruckt werden, weil der Gouverneur nahezu sakrosant ist. Der Belagerungszustand muß ganz aufgehoben werden. Ein Vertreter des KriegSminifteriumS erklärt, die Behauptung des Vorredners, daß hinter der Front des Heeres nicht alles in Ordnung sei, treffe nicht zu. Für Elsaß-Lothringen und den FcstungSbereich Straßburg besteht, da d«rs ganze L«urd Operations- und Etappengebiet ist, das Verbot der Zureise aller weiblichen Angehörigen zum Heere. Ausnahmen werden nur in ganz besonders begründeten Fallen zugelassen. Die Behauptung, daß gewisse Damen ohne Schwierigkeit zu- und abreisen können, ist nach den cnigestellten Ermittelungen unzutreffend. Es wird ersucht, dafür tatsächliche Bewerfe zu liefern. (Heiterkeit.) Die AbMmmmigen. Gegen 6 Uhr wird die Zensurausfprache unterbrochen und es finden die zurückgestellten Abstimmungen über die Entschließungen und Eingaben zum ReichSamt des Innern statt. Die vom Hauptausschusse vorgelegten Entschließungen, die weitcrgehende Unterstützung für die Kriegerfamilien, besondere Rücksichtnahme auf die Frauen- und Kinderarbeit. Anpassung der Vcrsicherungsgcsetze an die Kriegsverhältnisse, Vermehrung der deutschen Handelsschiffe, baldrge Auszahlung von Entschädigungen für Kriegsschaden fordern, werden angenommen, ebenso eine Entschließung, die im Interesse der Schubmacher die Abgabe von Leder befürwortet. Einige A n t r ä g e, die Abänderungen der RcichSversicherungS- ordnung und der Krairkcnversicherungsordnung zugunsten der Kriegsteilnehmer verlangen, werden der Regierung als Material überwiesen. Die Eingaben werden nach den Vorschlägen des Aus- schusses erledigt. Die sozialdemokratischen Anträge auf Aushebung des Sparzwanges werden abgelehnt. Ter Antrag Dr. Hitze (Ztr.) auf Einsetzung eines besonderen Ausschusses von 28 M i t g l i e d e r n mit dem Aufträge, die verschiedenen Vorschläge zu beraten. die dem bedrohlichen Geburtenrückgarrg entgegenwir. ken sollen, wird angenommen. Ihm werden die Anträge Bern- fteta T&>$. mif reiLSgesehsichen Säuglingsschuh imb Vassermann (ntl.) cmf Einführung her Reichs- wocheuh , Ife a l s Regelleistung der Krankenkasse n überwiesen. Darauf nmrde «Ler die Anträge zum WohnnngZ. wesen ab ge stimmt. Sie verlangen im wesentlichen eine Förde- rung des Kleinwohnungswesens, eine Rcichsunterstützung für jene Kommnnalverbände, die Mietbeiträge gewährt haben, bringen eine Abänderung des Zwnngsversteigerungsgesetzeö zugunsten der Hairsbesther, wollen das Reich veranlassen, 250 Millionen Mack zu Bürgschaften auf den: Gebiete des Kleinwohnungswesens zu übernehmen und regen die Vorlage von Gesetzentwürfen an, die die Errichtung von Kriegerheimstätten zum Zweck haben iallen, eine praktische Ausgestaltung des Erbbaurechts bringen und Hausbesitzer und Mieter gegen die Folgen des Krieges sichern sollen. Die unkündbare Tilgungs- Hypothek für den städtischen Bodenkredit soll gefördert werden. Die Errichtung öffentlicher Schätzungsämter und besonderer Stadt- scyaften wird empfohlen Alle diese Anträge turbc« einstimmig an. gen o m men. Damit war der Etat des Reichsamts des Jnnern und auch die Aussprache über die Wohnungsangelenheiten erledigt. Ne Weitere Zensuraris^rache. Die Verhandlungen über die Preffezensur wurden darauf fortgesetzt. Vizepräsident Dr. Paasche terkk mit, daß ihm die Anregung auf Vertagung vorliegt. Das Haus beschließt aber unter allgemeiner Unruhe und Widerspruch mit schwacher Mehrheit, weiter zu tagen. Abg. Licsching (Fortschr. Dp.): Trotz aller Klagen sind wesentliche Verbesserungen in der Handhabung der Zensur nicht eingetreten. Das Verantwortlich- keitsgefühl der Zensoren scheint im Lause des Krieges nicht gestiegen zu fein. Im Gegenteil. (Im Hause herrscht allgemeine lebhafte Unruhe und Unaufmerksamkeit. Der Redner kann sich kaum bemerkbar machen. Der Vizepräsident läutet andauernd mit der Glocke.) Vizepräsident Dop«: Meine Herren! Sie haben sich soeben nicht vertagen wollen» nun halten Sie doch wenigstens Ruhe! — (Heiterkeit. Zustimmung und Unruhe.) Abg. Licsching: Ein Zensor hat der „O st s e e - Z e i t u n g" verboten, über- daupt noch Artikel des Abg. Gothein zu bringen. (Lebhaftes Hort, Hort!) Die Zensurbehörde hat hier nur im Sinne einer einzigen Porter gewirkt. (Sehr richtig!) Der Herausgeber der liberalen Zeitung wurde genötigt, seinen Redakteur zu entlassen. Eher durfte sein Blatt nicht wieder erscheinen. (Hört, hört! und Unruhe.) In der „Frankfurter Zeitung" war ein sehr sachlicher -und ruhiger Artikel des Abg. von Payer über die politische Lage erschienen. Als der dänische Abgeordnete Hansen ihn in seinem „Hejmdal" abdrucken wollte, wurde das verboten. (Hört, hört!) lieber die staatsrechtliche Wirkung des Belagerungszustandes herrscht bei manchem General eine merkwürdige Auffassung. So der ... , . ... Reichstag an die M 'g- Irchkeit eines solchen Krieges gedacht, sonst hätten wir rechtzeitig eru Kriegszustandsgesetz geschaffen. Die Brief sperre wird zu häufig verhängt, so zum Beispiel über ein Bankgeschäft in L °Infolgedessen trafen seine Briefschaften drei bis ftrnr Tage später als sonst ein. Dem Antrag auf Aufhebung des Belagerungszustandes können wir nicht zustimmen. Das Gesetz über oen Belagmungszustand muß geändert werden; dabei mutz man zwischen den Folgen des Belagerungszustandes auf militärischem Gebiete und auf politischem 111 unterscheiden. Es gilt nicht, gegen das freie Wort rück- NastswS vorzngehen, sondern gegen diejenigen, die das freie Wort knebeln wollen. Der neue Staatssekretär des Innern hat um unser Vertrauen gebeten: eine bessere Gelegen- hert als hier, es zu erwerben, gibt'S für chn nicht! (Beifall.) Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatuna auf Donnerstag 2 Uhr, außerdem Kolouialetat. Schluß gegen 6 Uhr. Die LauötagLsrfatzWahlen in Hessen. Aus Darm stabt wirb uns geschrieen: „Es läßt sich sehr darüber stzoeitzen, ob es zweckmäßig ober erwünscht sein kann, während der Kriegsjahre irgend eine ^ermrderung- an demjenigen gesetzgebearden Faktor im Groß- herFogtum vorznnehmen, in dem die allgemeinen Interessen des Landes dornchvrlich zum-jAusdruck 'gelangen sollen, nämlich in der Zweiten Ständekammer. Die Frage bedarf um so mehr der reiflichen Erwägung, als ja in der Zeit des Burgfriedens die verschiedenen Parteien des Landes, von denen doch jede in ihrer Ärt das Wohlergehen der Volksgenossen zu vertreten glaubt, ihre gegensätzlichen Anschauungen gar nicht oder nur in ganz beschränktem Maße zum Ausdruck bringen und auf die Massen der Wählerschaft einwirken können. Bis zur Einführung des allgemeinen, direkten Landtagswahlrechts war eine solche Einwirkung nicht erforderlich, da ja die beschränkte Anzahl von Wahlmännern als die Vertrauensmänner der Wählerschaft jederzeit mit dem berufenen Vertreter des Wahlkreises in Verbindung standen und im Falle einer unvorhergesehenen Mandatserlöschung ohne weiteres zur Neuwahl eines Abgeordneten znsammenberufen werden konnten. Eine Neuwahl der ganzen Volksvertretung oder eine gesetzlich vorgeschriebene Erneuerung der Hälfte der Mandate, wie in Hessen, ist während der Kriegszeit bis jetzt noch m keinem deutschen Staat erfolgt, vor allem deshalb nicht, weil ja ein sehr großer Teil der Wählerschaft zurzeit gegen die feindlichen Angreifer im Felde steht und gerade diese Wähler tn erster Qinit ein Recht darauf haben,'bei der Erneuerung der Volksvertretung ihre Stinrme mit in die Wagschale zu iversen. Es ist deshalb auch in Hessen schon im Herbst 1914 von den Landftärrden in Ueberemstimmung mit der Regierung eine Gesetzesändernng dahin beschlossen und im Herbst 1915 erneuert worden, daß die für den Herbst 1914 vorgeschriebene Neruvahl der Hälfte der Kammermitglieder um ein weiteres Jahr verschoben werden soll Und das mit Recht. Der Beschluß hat zweifellos auch im ganzen Lande volle Zustimmung gefunden. „ Eine andere Frage aber ist bei diesem Beschluß völlig außer Betracht gelassen worden, nämlich die, ob es richtig ist und im Interesse des Landes geboten erscheint, auch die durch Ableben oder sonstwie durch Ausscheiden des M a n d a t s r n h a b e r s fr eige wordenen Wahlkreise nun für die ganze Zeit der Kriogsldauer unvertreten zu lassen. Wenn auch nach der Verfassung der einzelne Abgeordnete nicht imr die Interessen seines Kreises, sondern das Wohl des ganzen Landes zu vertreten verpflichtet ist, so ist dock) selbstverständlich der direkt gewählte Abgeordnete auch der vornehmlichste und meist auch einflußreichste Vertrauensmann fernes Wahlkreises, an dem alle Eingesessenen mit ihren Wünschen und Beschwerden heranzutreten gewohnt srnd. Und gerade in der jetzigen schweren Kriegszeit erscheint uns der Volksvertreter ganz besonders berufen, sich der Interessen seines Wahlkreises anzunehnren mrd den notleidenden Familien der Truppen an der Front, und den sonst bedürftigen Kreisangehörigen mit Einsetzung seiner ganzen Persönlichkeit durch Rat uno Tat zur Seite zü stehen. Anderseits aber erwächst ihm auch die durchaus nicht zu unterschätzende Pflicht, soweit erforderlich, bei der Organisation der Fürsorge für die Volksernahrung und den sonstigen mannigfachen Aufgaben sozialer Art mitzuwirken. I? bissen sind nun schon seit längerer Zeit nicht weniger als fünf Landtagswahlkreise ohne chren legitimen Vertreter und zwar drei in der Provinz Starkenburg und zwei in Obcrhe,sen Im 4. Starkenburger Wahlkreis (Waldmichel- bach) wurde das Mandat des Abg, Oberamtsrichter Münze r-Darmstadt durch dessen Ernennung zum.Oberstaatsanwalt erledigt, wahrend die Vertreter des 9. und 12. Wahl- leises, die Abg. Dr. Boxhei mer- Worms und Landwirt Friedrich- Groß-Rohrheim gestorben sind, desgleichen die Vertreter der beiden oberhessischen (6. und 14.) Wahlkreise, c-E Angenrod und B u so ld-Friedberg. Diese t l * n f Wahlkreise, die bod), nebenbei bemerkt, eine Zahl von ^tbcrttaufenb Seelen repräsentieren, sind also zurzeit völlig ihres berufenen Vertreters beraubt und haben keinerlei Gelegenheit, ihre Interessen anders als auf dem Wege der verschiedenen Verwultungsinstanzen Kur Geltung zu bringen was gerade jetzt bei den vielen eiligen wirtschaftlichen Fragen mrt Zeitverlust und Schwierigkeiten aller Art ver- diesen Wahlkreisen bereits meht- fache Magen und Beschwerden zuge,gangen, und es liegt der Hand, daß das Fehlen des Volksvertreters sowohl für manche Gemeinde oder Interessengruppe, wie für Eiiizelpersonen schwere Schädigungen nach! sich ziehen kann ^aß bei dem Verlangen nach schleunigster Vorimhing der Ersatzwahlen kern parteipolitisches Interesse -obwaltend ist aus dem Umstande hervor, daß die betreffenden Wahlkreife durch zwei Bauernbürrdler und je einen Vertreter des Zentrums, der Sozialdemokraten und der National- liberalen besetzt waren, welch letztere bekanntlich noch immer die stärkste Partei im Laiidtag bilden. Daß man auch in Preußen und im Reich nicht daran denkt^ die einzelnen freigewordenen Wahlkreise während- der ganzen Kriegsdauer unvertreten zu Lassen, geht schon daraus hervor, daß jüngst für den Landtagswahlbezirk Wiesbaden- Land und für zwei erledigte Reichstagswahlbezirke Ersatzwahlen angeordnet worden sind. Es ist zurzeit noch nicht abzusehen, wie lange sich dieser Weltkrieg noch hinziehen wird, obgleich ja über seinen endgültigen Ausgang bei uns nirgends mehr ein Zweifel bestehen kann. Wir möchten daher den maßgebenden Faktoren dringend empfehlen, durch Anberaumung der Ersatzwahlen noch vor Beginn der heißen Jahreszeit dem unhaltbaren Zustand in den fünf verwaisten Wahlkreisen tunlichst schnell ein Ende zu bereiten. Anegshrieft am dem wefterr. Von nnserm Kriegsberichterstatter. ßLckerechtigter Nachdruck, auch ausxugAoeise, verboKsr.) Metzer Flugivetter. Großes Hauptquartier, am 15. Mak. Es war ein herrlicher Maientag in Metz, um die Mittagszeit. Auf der Römerstraße, zwischen den breiten blanken Schaufenstern, dre letzt fap nur Gegenstände zeigen, die der Mann im Felde gebraucht, flutete lachendes Leben auf und nieder, bis zur Ecke der Efflanade und wieder zurück zur Kleinpariserstrasze, immer dew- selben munter-gemächlichen Bummelweg. Man sieht viel elegante Tamenkleider. Es ist Geld in Massen.nach Metz, dem für euren der Front so günstig gelegenen Einkaufs markte, geflossen, namentlich im Anfänge des Krieges. Und .auch die Unzähligem Uernen Ladnerinnen und Tippfräuleins, die nur mit dem Herzen nrregsgewrnnc machen, halten aus Schick und tragen ihre netten! bunten Frühlings Hütchen, daß es eine Lttt 'hat, und wenn sie einen Feldgrauen grüßen, — Zivilisten sehen sie überhaupt nicht —• oartn rann man beobachten, daß sie den großen Damen schon viel abgeguckt haben. Und sie haben viel zu grüßen, denn es geht kein, braungebramrter Feldgrauer über die Römerstraße in Metz, dem n * .baar hübsche Fräuleins hLanke Augen machen oder die rairhe Kcregerhand schütteln, lvenn man bereits näher bekannt ist. ^as mutzte schon ein Weltfrerndling sein, der hier den Anschluß an "1^ 2 x>n vird Eva.so aussichtsvoll begründete Seelengemem-' jchaft nicht fände, bk Feldgrauen passen in die Welt, das zeigen sre überall. Auf einmal gibt es ein Aussehen,in dem schtvirreinden Volk- l^n reifender SHinen, bemi oben latter den Wolken rattert Fliegerpvopeller. Zwei, drei, vier Flugzeuge kommen in niederem Zibge über die Türme und Dächer daher. Für nlicb ist das ein! schönes Schansprel, vier Riesenlibellen als schwarze feingeschnittene Schattenripe aus atlasblauem Maren Himmel. Aber für die Gruppe von Metzer Mädchen, die drei Schrttte hinter mir geht imd nicht der Meinung ist, daß der liebe Gott ihüen die Hellen Stimnren zum Stille fern gejchentt l>at, ist die Sache mehr sozusagen r eine Fachfrage. „Tomierwetter!" (Denn sie reden feldgrau), sagt die üppige Schwarze, die ich eigentlich nur auf ihr Sachverständnis in Erika- und der Adler-Schreibmaschinen eingeschatzt hätte, „der zweite ist a der Aviatik-Doppeldecker vom Leutnant S. von den . .. Feldfliegern." Irde" antwortete sckmiMkch der kleftie Balg in der chotttschen Serdenbluse, der zwar noch ein reckst sußfreies .Kleid und einen langeii Zopf trägt, aber eben zwei Offrziersst^lver- treter sehr hohertsvoll-liebenswürdig begrüßt l>at. „Das ist ja ? « <'c^' ^^^pveldecker vom Oberleutn.ant M. von der Kampftaffe l Nr . . ^.ch sehe das ganz genau." Großer Streit. Zwei Parteien, die es beide besser wissen. - ^ ^ ?ett peß aften Fritz war dies jedoch der Fall, und kaum hat ;e ern Gefandtfchaftsbesuch im Berliner Lebw größeres Aufsehen erregt als das Erscheinen der Ttttken im Oktober 1763 am Hose des alten Fritz. Gras Lehndorff, dem wir so inhaltsreiche Tage- kmcher vom Hope des großen Königs verdanken und der beim Empfang der Türken besonders tätig war, erzählt, der Staats- mmister Fmk habe ihm versichert, „daß der Dresdner Friede nicht halb io viel Arbeit genvacht habe roie die Festsetzung des Zere- moniells m diesem Fall". Der Führer der Gesandtschatt, Achmet Eff-endtz wurde m ernem Palast eatqimrtiert, der dafür ganz neu in turkifchem Geichmack scharlachrot möbliert worderr loar Beim Einzug des türkischen Gesandten „ist die gaiize Stadt in Bewegung Ein folches Schauspiel hat man hier zu Lande iioch nie gehabt. ' A r cornntt der Gesandte, ein ehrwürdiger Greis, an; er sitzt sehr gut zu Pferde, auch sind alle Türken in seinem Ge- wlge sch)ne Männer." Wer nur konnte, ivollte sogleich seine Neu- M.erde befrrÄngen und^ sehen, /f ob diese Türken auch Meuschop Graf Fehndorfs berichtet über seinen Eindruck von ihrem Leven: „Alles ist ch er so verschiedeii von unfern Sitten und Gebrauchen und scheint uns so ttaupig, daß wir deii Eindruck be- 25S& ? Iö r 'ich diese Leute recht unglücklich fühlen. Vielleicht haben sie aber dieselbe Anschauung von uns." Der alte Frch wollte zunächst von einer großen Empfarigsfeierlichkeit nichts wp en: der Oberyofzeremonlenmeister Baron Pöllnitz setzte es aber ^ ^ ans im prächtig ausgestattettnj aal statt. Las Benehmen Achmets war dabei recht sonderbar „Ltatt sich dreimal zu verbeugen, wie es die christlichen Gesandten tun, erhebt er dreimal die rechte .Hmrd, nähert sich dann dem -j?™e ^d halt ferne Ansprache, wobei er die Augen schließt. Er revtt^den König mtt „Kaiser" an und nennt ihn „Anbeter Jesudes Zitterers von , Nazareth". Nachdem Graf Fink geauttvortek hat, ersteigt der Gesandte erlig die Stufen des Thrones, faßt des ^ne Sckiutter und verschwindet mit Blitzesschnelle aus dem ^ml Dami findet ein Pnmkmahl statt bei denr alles genau daraut achtet, wie die Türkerr cffen Sie lassen drc von den .-lochen des Königs beretteten Gerichte unberührt ge- m^eu nur dre nach ihrer heimischen Art hergesteltten Speisen. uno langen ueing mit den Fingern zu. Während der alle Ackmet sehr zurückgezogen lebte, betelligten sich die anderen Türken eifrig **??■**?* KiNMevaffMichketten, und besonders sein junger Neffe inker- essierte sich für alles und amüsierte sich dabei vorttesflich. Mit w tbaren Geschenken beladen, wurde der Gesandte vom Köiiig ent- bbll Großherrn nahm ei' vier mit l§delsteinen aus gelegte Flinten mit, deren Wert auf 20 000 Taler geschätzt wurde. Es "Butlerstehen" vor 120 Jahren. „Butterpolo- Berliner Bolksmund sagt — die infolge der !p manchen Orten Deutschlands vockommeii, sind durchaus rnchts Neues': mt Gegenteil: das Butterstehen und das BZaiteil in langen Rechen fvegen der wichttgften Lebens- imd Be- darsimittel überhaupt, ist in viel schlimmer Form vor rund 120 viele Monate hindurch nöttg gewesen. ^ Schiele m ferner kleinen Ährift „Die Wirkung der Avchßchrcffe, 'ein Kapitel aus der sianzösischen Revolutionszeit", me als „Tat-Flugschritt bei Eirgen Diederichs in Jena erschienen ü ö'ottgenössischer Schilderungen ausführt, führten LLsttmmungeii über Höchstpreise und die schlecht organisierte Lebensmittelverteilung trotz ausreichend vorhandener Lebensmittel ^T^erch» der Rewlution dazu, daß^ zimächst vor den Bäckerläden sich tagtualich in aller Frühe lange Reihen von Leuten ansainmel- ten, dre Brot ttlufen ivollten, und daß dann diese Sitte des Brot- scehen.) jrch aus alles nrögliche andere ausdehnte. „In Ronen", St ^ VIC ^' "£} o „TV®* ne neue Verbesserung der Farbenphoto- Wenn auch die Farbenphotographie schon seit Jahren theorellsch als vollkommen ausführbar bezeichnet wird, so ist sie Eher stets ut Versuchen steckeil geblieben, die keine breitere praktische Verwendung gestatten. Die bisher bekanntgewordenen Versahven beruhen alle auf den Bedingimgen des sog. „Dreifarben- einzelnen Farbabstufmigen durch die verfchledenattige Vermrschsmg von drei bereits aus der Platte be- stehendeii Grundfarben gewonnen wmden. Es gibt also farbige Vhotographren, doch handelt es sich hier um eineir technischen Prozeß, und nicht -etwa um die wirkliche Aufnahine der nattirlichen Farben. U^berdves w« & bei solchen Verfohren aewvhnlich k-runi etnc brolitchbare Kopie Ui erholten. Ueber eine nene Bicthohe, die von deni Amerikaner Frederick E Jves er- wurde und eine ivesEliche Verbessermip bedeutet, wird in b?ence Mvnthly" berichtet, sic besteht haupt- sachlich in einem Ausbou der photographischen Kamera, in welchem zu gleicher Zeit drm versch -denc Platten bei der Aufnahme dem tnitch ousge,otzt werden, und iede Platte ist durch einen Schirm ^schützt, der nur dir eine gewünschte Art von StraUen durch- ladt. So laßt man z. B. entt Platte nur die gelben Strahlen- aufnclpncu, dre zwnte du- roten, die dritte die blauen. Tic Platten werden nach der tluftiahtme in der üblichen Weise entivickelt. Hierauf J/P to n l^n > Negcttiv ein Abdruck gemacht und z»var der eine ^^p^lem Papier, dre andeveir beiden auf chemisch besonders emp- siudlich gemachtem Material. Daun wird die Kopie der Platte vre mir durch rote.Strahlen beleuchtet wurde, rot getönt, die andere vlau Und die dritte gelb Hierauf werden die drei Fllms desselben Bildes aufeinander gepreßt, in einer besonderes: Löchug gebadet und auf diese Weise erhält man beliebig zahlreiche Abzüge, die das Bild in -außerordentlich notürlichess und zarten Farben wiedergeben. oi -100. Geburtstage Julius Sturms. Am 2l Jul: 1916 ist der 100. tz^eburtstag von Köstritz'S nasuhafteftcm Sohne, denk Dickster Julius Sturm, der über 30 Bücher, meist lyrische Gedichte, veröffentlicht hat, die teilweise in vielen Auflagen erschienen siiid. Trotz Krieg und Not soll seiner mit Dank und iflTren gedacht werden, und zwar vor allem durch die Gründung einer „Gesellschaft der Fremide des Dichters zu Köstritz tReuß)" die sich die Aufgabe stellt, in Köstritz ein Julius-Sturm Zimmer einzuricksten, m dem alle Erinnerungen an den Dichter aufbewabrt und ausgestellt werdeii sollen. Außerdem stellt sich die Gesell- schaff die Aiifgabe, Julius Stiirms Dichtungen im deutschen Volke • 5H verbreiten. Um weitesten Kreisen den Beitritt zu der Gesellschaft zu ermöglichen, ist der Jahresbeitrag aus 1 Mark festgesetzt rvorden.. Es Ware erwünscht, dah recht viele, nach in unserem Grosiherzogtimr Kassen, ine Sinn für Pflege der Heimatgeschichtc und für deutsche Dichtung haben, der Gesellschaft betreten würden Baldige An. E Kbrrn Direktor Professor Dr. Settegast in Köstritz, oder an Professor Tr. Rost in Chemnitz iMittelstrassc 4) aber auch an Pfarrer Äepding in .-öanscn bei Gießen erfolgen Das erste Vereins,ahr beginnt an, 2l. Juli 19l«l, die Bereu,s. k M^arNazn 5 Pf^BesLgAd).^""^ («If«' rirtem erregten Stimmengewirr unter. Nachher wird die 'Verhandeln.; ruhiger, und jemand von unserem Tische findet Anlaß zu einer Frage an die Naclcharinnen, zu der ich mich in angeborener Schüchternheit natürlich nie erkühnt hätte. Aber siehe da, gut Wort findet guten Ort! „ ^ A w 0 Sre müssen namlrch wrssen, mrtwortete em klemes schwarzes Mädchen mit weitm Augen, „für die Flieger, da schwärmen wir Metzerinnen alle. Die sind für uns einfach Nummer 1!" Ei ei! Und toer ist denn dann Nummer 2 ? Die Frage setzt keineswegs in Verlegenheit. „Nummer 2? Das sind die Bayern." Und die Kavallerie? „O, das war mehr vor dem Kriege. Aber schneidige JmrqenA alle. Für die gehen wir alle durchs Feuer." Wird die rauhen Reiter besonders freuen, meine schönen Damen. Und Nummer 3? „Na, das ist dann Gcschntacksache. Eigene Angelegenheit der jFeldpost-Brief-empfängerin!" ..,Aber das! mät den Fliegern steht fest. Einfach Nummer 1! Wenn ich ein Mann wäre" — und die garnicht mehr ganz junge Brünette klappt die Augenverschlüsse in Fliegerhöhen — „dann machte ich den Krieg nur als Flieger mit." * Mends verzehrt man sein karges Mahl bei Hazard, und auch da Gibt es viel zu sehen. Wie z. B. die Lothringer Bauern, die auf dem Markte gute Geschäfte in teuren Zeiten gemacht haben und nun beim Vater Hasard an dem fleischlosen Tage ihre drei Dutzend in brauner Butter schmelzende Gscargots — Verzeihung, man sagt in Metz setzt Burgunder Schnecken — mit dem Gewissensfrieden cutfö Tasc^nlampenelement-Fabrikanlen von garantiert zwölfftün- diger Brenndauer verzehren. Was nur zu loben ist. Denn selbst bei Gruff, in der lieben Reichsstadt Straßvurg, findet man -im Weltkriege kaum so gute Burgunder Schnecken wie beim Vater jHazard in Metz. Es gibt aber noch viel mehr zu sehen. Da hängt ein Plakat, schwarz-weiß-rot umrmrdert, darauf steht: „Ich bitte rmjeine Gäste, in meinem Lokale deutsch zu sprechen." Gerade darunter sitzt ein Landwehrmann mit einem blonden Spitzbart und feiert mit Frau, Kindern und Schwiegervater den letzten Tag der Jbrlaubsüpwgkeit, che er wieder an die Ostfront abreist. Ter Lcmd-- iwehrmann weiß, was er seinem feldgrauen Nnteroffiziersrocke schuldig'ist, und spricht das herrlichste, auf jeder Silbe nachhaltig betonte hochdeutsch, wenn ihn die Kinder in Lothringer Patoissranzö- sisch fragen, ob er sckpm viele schnurtzige Russell totgeschossen habe. Die Kinder aber machen erstaunte Gesichter. Nein, was Papa jetzt DTmisch ist. Früher stirach er doch wie wir! Und es gibt noch mehr zu hören. Hinter uns sitzen drei Alt- Lochringer. die ihren „Mirabelle" in den schwarzen Kaffee schütten und rote Erdpfeifen dazu rauchen. Auch sie befolgen Vater Hazards schwarz-weiß-^ot umränderte Aufforderung, wenn es auch ihnen, die wocb in französische S ducken gegangen sind, besonders schwer fallt. Was aber redeil sie? ^ „Es sck>eint," sagt der Mann mit dem graugelockten Pro-^ sefforenkopf, „daß die Franzosen ihren neuen Nieuport-Typ den deutschen Fokkern absolument imitiert haben. Aber die inv-entiou originale erweist sich m der Erprobung der Jwitiation immer als überlegen." ^.. . „Außerdem-", fügt der dicke Kahlkopf mit den Paornenwcmgen iltnd dem goldenen Zwicker hinzu, „hat das Modelt nicht so viel Wert als der Mann., der wv darfir sitzt. Der deutsche Flieger i|t dem feindlichen sehr überlegen infolge Schneidigkeit." Also auch hier, vor den in brauner Butter schwimmenden BurMrnder Schnecken 'des Vaters Hazard- sind die Flreger „Nmnmer 1". Das hätte den Altmetzern einmal jemand vor dem K-riege sagen sollen. ^ Ich War mit den befreundeten Fliegern zu einem Fernflug über die Verdmrsront aufgesttegeu, hatte vie Seligkeit ausgekostet, m Wolkenhöhen über der Schlachtfront zu fliegen urtb hatte Fort Dpummvont unter mir im Trommelfeuer liegen, sehen. Das waren Stunden, die wie M Traum vergingen, voll lauter nie Geschautem: Flieqerbegeguungen in der Luft, das SckMrsprel, wre em Natbbarflieger den Sckirapnellen der frauzöstzchen Mwehr- «eschütze entrann, die Wüste in der Schöpfung, die der Granatenhagel -um Fort Bailx geschaffen hat, die 50-Meter-Sprünge über Böen, das Feuer auf :b., der noch kurz vor dem Kriege in Amerika Automobile gebaut hat, hat mit dem Steuerrad wahre Ringkämpfe aufführen müssen, uni glücklich zum Hafen zu kommen, undsderjBeobiachter, der Magdeburger Groß- kausmann, Leutnant G., der jeden Fleck aus der Landkarte um Verdun im Schlafe zeichnen kann, sagt traurig: „Heute war es scheußlich. Nichts zu sehen. Starkes Feuer auf 304. Tann Wvlkenvorhang, Schluß des Films." Und der zähe Oberleutnant von T. hat zwar die befohlene Höhe abgeflogen, aber ist von einer Gewitterwolke in die andere geraten und bedrückt über den Mißerfolg. Nun sind sie fast alle zurück. Nur einer fehlt noch, der Führer. Tic Viertelstunden verrinnen, er kommt nicht. Man wird ernst und besorgt. Endlich, wenige Minuten vor 0 Uhr, ruft der kleine I.: „Ich sehe ihn ! Da kommt er! Hat Motor schaden!". . . Wieder bestaunen die Meister die Schönheit eiirer unübertrefflichen Gleitfluglandung. Alle umdrängen das gelandete Flugzeug ihres Staffelführers. Aber der stählerne B. ist brummig „Sämtlich schon da? Alle vor der Zeit? Na ja, Zweck hatte es heute ja keinen, die Herren französischen Kameraden sind schön zu .Hause geblieben. Aber ich habe meine Zeit doch aufgeflogest. Donnerwetter, man muß doch zeigen, daß man es kann, wenn es auch ein Saugewitter ist, wie heute, zum gußeiserne Kinder kriegen. Donnerwetter!" Die Apparate werden geprüft, die Mechaniker erhalten ihre Anweisungen. Morgen früh, wenn der Tag graut, Flug über Verdun. Dann geht eine Schar straffer, junger Prachtmenschen müde und erschöpft, zu ihrem Quartier. Könnten sie die kleinen Mädchen im Cafe Geist jetzt sehen, so würden sie die Köpfchen schütteln und vielleicht gart$ die Lust verlieren, als Flieger in den Krieg zu gehen, wenn sie als Männer aus die Welt gekommen' wären. Denn mm kommt die Abendarbüt. Vergleich der Berichte die von anderen Formationen, von Wetterstationen, von Abwehr batterien, von Fesselballons cinlaufen. Berichte über die eigenen Beobachtungen und die Feststellungen an den Maschinen. Befehls Verteilung für >den folgenden Tag. Nüchterne, ernste, sachliche Arbeit, die den Leib erschöpft nnd die Nerven verzehrt, ist aber in Wirklichkeit der ganze Beruf des Fliegers : nur ganz straffe, geraffte, frische Männer keimen diese Arbeit leisten, und auch die nicht unbeschränkt lange. Das Fliegen ist Kommis, ein wenig halsbrecherischer, ein gutes Stück selbständiger, als die Kriegsarbeit anderer Waffen. Aber ein bitter, sachliches Geschäft, ein strenger Dienst. Das habe ich überall gesehen, wo ich bei Fliegern war. Tie kleinen Mädchen in der Römerstraße erschauen nur die Romantik, und das ist ihr Recht. Sie sollen ihre Helden haben, wie sic sie wollen. Sie brauchen auch nicht darüber nachzudenken, warum die Sportflieger der Friedenswettbewerbe säst alle abgefallen sind, während der ko minisgeschulte kleine Leutnant seine Sache durchhä-lt und unsere Fliegerei der aller Feinde überlegen gemacht hat. Wenn der Himmel blank ist wie eine polierte Silberplatte, dann setzen die kleinen Metzerinnen ihre Blumen hüte auf und jubeln: Heute ist Flugwetter! Heut' steigen sic alle cms! Tann schwirren die Ein- und Doppeldecker aus dem Wege zur Derdnusront über die Dächer der Stadt, in Scharen, wie die Taubeoffchwanzschwärmer ums blühende Phloxbeet. Ginge es 'Nach den Mädchen, so 'müßte allezeit Flugwetter sein. Die Flieger aber wissen, daß der Spruch von ein-er Reihe von schönen Tagen aus niemand mehr paßt, als aus sic. Manchmal sind sie es ganz zufrieden, daß der Regengott für eine halbe Woche das Regiment übernimmt. Wenn dann die Tropfen ans das Zeltdach llatschen und drüben am Horizont selbst die Fesselballons eingezogen werden, dann tönt zu Zllher> un^ Lautenkl-ang manch übermütiges Fliegerlied aus dem behagtechen Quartier. Und während die lfiibschen Spaziergängennnen m ver Römerstraße unterm Regenschirm schmollen: „Zu dumm, oteser ewige Regen! Schon seit drei Tagen ist kein Flieger mehr aus- gestiegen. .." geht der feine bloirde Leutnant G. an den meter und stellt vergnügt fest: „Es kommt immer dicker. Nächste drei Tage anhaltendes Fliegerwetter." Das hören alte gern, und es steigt als Ru'.ldgesaug 'vas schöne Lied vom Flieger wett er, welches die Vorsehung eigens ausgedacht hat, damit auch der Flieger einmal zur Ruhe kommt. Fliegenoetter, im (Gegensatz zu Flugwetter, ist nämlich dann, „wemr es Badewannen regnet, Schusterjungen hagelt und gottseidank keine Sau aufsteigen kann. W. Schenermann, Kriegsberichterjtatter. Vüchertisch. — T i r p i tz". Der nationalliberale Führer E r n st B a s s e r> mann" hat es unternommen, Tirpitz'Persönlichkeit und Werk nach einem Rücktritt dein deutschen Volke in einer Broschüre zu schüdern, die im Reichsverlag, Berlin W. 35, Lützowstraße 82/90 (Preis 75 Mg.) erschienen ist. Von Tirpitz' Werl, von den knavv um- risseuen Flottengesetzen der Jahre 1898, 1900, 1906, 1912, hebt sich die schöpferische' Person inn so lebendiger ab; d,e gelegentlich em- gestreilten Erinnerrmgen aii die Beziehirngen von Meiisch zil wrensch geben dem Bilde Farbe und Wärme, und die Sorge des Staatsmannes und Vaterla'iidssreilndes um das, ivas da kominen soll, nun der große Ulid gaiize Manii, Schöpfer und Seele iiiiserer^lolte zugleich, sich in tatenlose Muse zurückziebeii mußte, wird m Basser- männs Darstellung mehr empsimdeii als ausgesprochen._ Aischttche Nachrichten. Israelitische Religionsgesellschast. Sabbaiieier arn 2 7. Mai 1916: Freitag abend 8.25 Uhr. — Samstag vorm. 8.30 Uhr. - Nachmittags 4.00 Uhr. — Sabbatansgang 10.15 Uhr. — Wochengottesdieiist inorgens 6.00, abeiids 8.30 Uhr. Neteorologlsche Beobachtungen der Station Sichen. Mai 1916 u OJ ---« |o.| o - S j-> r: c G £ G S 2-w o A b* o " io *§ 2*0 11 • & -O E l| -G 1 § 2> GS. 5 2 2 5.5 Wetter 1 24 ! 2” 20,6 7,0 39 _ _ 7 Sonnenschein 24. 1 9" 16.8 8,6 60 — — 7 Bew. Himmel 25.' 7 ;G 15,7 12,1 91 10 Bed. Himmel Höchste Temperatur am 23 . bis 24. Mai 1916: -ff 21,3*0. Niedrigste * „ 23. , 24. „ 1916: -i- 7,4*0. Niederschlag 2,5 mm. _ __ Müller'sche Badeanstalt. Wasserwärme der L a {) n a in 2 5. M q i 1 6 0 R. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Gemäß § 3 Abs. 1 der Bekanntmachung des Gvoßh. Kreisamts Gießen, betreffend Fleischversorgung vom 15. Mai 1916 (Kreis- blatt Nr. 48) wird angeordnet: 1. Wer nach § 3 Ws. 1 der obengenannten B-ekanntmachnng Mitglied des Metzger Verbandes für den Landkreis Gießen ist, hat bis zum 1. Junc 1916 fernen Mitgliederbeitrag von 3 Mark an tzierrn Meifer, Zimmer Nr. 17 des Kreisamts Porto- und bestellgeldfrei cinzusenden. Die Einsendung kann auch gesammett durch Vertrauensleute unter Angabe der Namen erfolgen. 2. Metzger, die genräß § 3 Ms. 2 obiger BeÄnrntmachnrng ! nicht Mitglied des Verbandes sind, kömren Antrag auf Aufnahme in den Verband bis zum 1. Juni 1916 bei dem Vorstande des Verbandes stellen. Spätere Anträge bleiben unberücksickstigt. 3. Jeder Metzger muß bis f p ä t e ft e n s 1. I irn i 19 16 im Besitze eines vorschriftsmäßigen Schlachtbuches' fein, in wÄchem die erforderlichen Einttäge vom 1. April 1916 ab nachgetragen und iwm Fleischbeschauer bescheinigt find. 4. Die Geschäftsstelle des Verbandes besftrdet sich bis aus weiteres im Kreisamtsgebäude, Zimmer Nr. 17, Fernsprecher 2038. Alle Eingaben, Anffagen und Anträge sind schriftlich einzureichen. 5. Wer beit oben gesetzten Fristen nid)t nachkommt, wird nach Maßgabe des § 5 obengenannter Bekanntmachmig bestraft, nnd erhält bis znr Erledigung von dem Mlaus der Frist ab kein Schlachtvieh. Gießen, den 19. Mai 1916. Ter Metzger verband für den Landkreis Gießen. Langermann. soweit beschlagnahmefrei. Prompt lieferbar Höchste Äaszeichnung StädtisclierSeefischmarkt uJSSfcSSfäPÜSS £&& Schellfischen. uwuhu Verkehr mit Verbrmuchszucker. "aut Verordnung des Bundesrats vom 10. April 1916 tmiTeine Bestandsaufnahme von Zucker über die am >5. Avril 1916 vorhandenen Vorräte angcordnet worden. Viele Leute haben ihren Zuckervorrat erst in den letzten ^aaen angemeldet und entschuldigen sich damit, dah sie urmals verreist gewesen seien oder meine Bekanntmaaiung oom 26. Avril 1910 übersehen hätten. Deingemäß fordere ich alle diejenigen, die Zucker in Gewahrsarn haben und die Anmeldung aus irgend einem Grunde unterlassen haben, aus, dies auf dem Stadthaus, Zimmer Nr. 6, innerhalb 3 Tagen noch nnchholen zu wollen. Zuckervorräte von weniger als 10 Kilogramm brauchen Nicht angemeldet zu werden. Gießen, den 18. Mat 1916. 39976 Der Oberbürgernreister. Keller. 6esenäör0T ^|nz«tge Aie gfücklicfiG<§eßurf eines gestmden^^ädefiens zeigen an ^rofessor (gyisfav ^ofojf und Jf: giessen, 24.Jftai )9)6 rau liefert In Jeöer gewOneohten Ausstattung stilrein u.preiewert dis Briihl’sobe UaJv.-DraekaröS Papier-Bindfaden in allen Stärken, erstklassiges süddeutsches Fabrikat, Ia. gezwirnte Ware von grösster Haltbarkeit, gegen Baisse priln>ariert, empfiehlt zum billigsten Tagespreis » AstensrOtf 23 Ludwig Lazarus Fornsprech. 202 Großen-Linden Lichtspielhaus Bahnhofstrasse. Nur noch heute und morgen Henny Porten Ihr bester Schuß Tiefergreifendes Lebensbild in 3 Akten. 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SwaSUtl M Danksagung. (H Für die vielen Beweise herzlicher Teil- jegl nähme bei dem Hinscheiden meines unvergetz- W lichen Mannes Schreinermerster ß Philipp Kutscher lll. gefallen am 12. d. M., sage ich aus diesem Wege meinen innigsten Dank. Elisabschr Aiüscher ged. Döring. Bersrod, den 24. Mai 1916. 3989 Beileidsbesuche dankend verbeten. 04003 Zwerghühner, Coi. kcsrebsL, Treiaaieltasfeen verk. Sl. EZey er, Wi escsk. ^ ttnteroff.-Maulet, 9JÖcfc u. Hofen, blau n. feldgrau, für mittlere Figur, gut erhalten, billig zu verlaufen. Buch- cdev. Neuen Baue 11. i .' UrW Packstroh verkauft [4003 Möbelhaus Oßmann. 2 Scbvvsinotrüge zu verkauf. ISeicr, Braugasse 2. 09829 verkäufl. Villa, Landhaus, Wohn-, Geschäftshaus, Waren bandlvrrcr, WirtS- belrieb, Bäckerei etc. Gut, Mühle, Gärtnerei zwecks Zuführung an Käufer-Interessenten. Off. erbeten an den Verlag des Verkaufs- Markt Frankfurt a. M.. Zeit 68. Besuch erfolgt kostenlos. [3994 sl Gcwlnc - a nszag 7. Preiisslscfc-Suddenfsc&ea (233. Königlich Preuss.) Klassec-Lotterie 6. Klasse. 15. Ziehangsfag. 23. Mai 191S tat JtA* wta»* gloidr.OT K, (Oho« OcwfJrrJ Kama er alad zwei yioloh hohe <3*. Jo •**«’ dn/ die 7.0** Sa den beiden Abteilungen I und II (Nachdruck verboten.) In der V*rai4£tagBzlebung worden Gewinne über 240 Mark gezogen. 2 Gewinn ca 200000 M 3773 2 Gewinns za 300CO M 18SSE2 4 Gewinns ra 16000 M 2267 158664 4 Gewinns zu 6000 M 145518 226550 72 Gewinne zu 3000 II 3392 7822 20384 24979 2o0d3 33648 35003 44798 66173 65077 71925 73893 74023 81220 81918 87504 89506 93441 97337 102343 104182 104823 110576 116817 120671 140375 144546 144908 153632 165355 184471 199825 217284 219363 226820 231253 °° 140 Gewinne su 1000 M 4185 7800 11319 16135 S8835 28477 31264 31669 36276 41783 46908 48567 51488 60762 63425 70200 80752 84755 87743 93560 103117 106589 107117 108248 108513 109190 109589 113673 114533 115759 117915 1223J7 127320 132055 1 8587 0 136483 140468 140684 147248 149936 150639 MI509 151080 153035 158819 160362 162336 166592 172847 173080 174066 178560 179451 180704 184058 208140 2040Q9 207407 208850 210267 210497 215321 215927 2283*2 210531 221559 224529 229350 230261 218 Gewinns xa 600 M 6609 7617 8279 12830 19553 21707 23170 27173 23649 30094 38130 36005 37354 39354 39866 40703 42916 48039 48313 61236 52457 68422 61693 61944 858*9' 0SOOO 60003 67673 69139 60490 71283 78382. 70546 81010 86750 83341 33673 84233 »2479 96197 95260 07248 115166 119061 120116 120289 127na 127399 131235 133227 136940 12673 32984 45130 62708 77683 90294 120218 ----" 137771 1M7S1 142811 143776 160575 151108 161294 151773 153916 161612 171385 '.72603 189143 205037 212839 227919 152187 153684 163716 154525 155685 183579 168537 168329 169838 170210 x.iooa 172597 173289 176888 178842 133268 185493 101860 197760 193705 201916 202128 202481 206739 206286 209384 210237 210768 212387 214923 214253 220720 222162 224669 225322 2ä Ak 5B&ta&tag3xi?!iizn£ worden Gewirr»« Qms 2<0 Mark geroden. 2 Gewisse za 60000 M 103920 2 Gewinn« za 10000 H 3369 72 Gewinne zu 3000 M 19079 22104 42445 42735 57891 61780 74643 78740 86805 94058 96113 07562 109043 110811 129808 140200 141397 142853 144693 145873 149508 161906 161063 164410 177474 186829 105917 210283 210567 211411 217837 219572 220117 230043 232921 233396 150 Gewinne zu 1000 M 2484 3821 0747 13495 If 017 21650 21767 29635 29976 30486 35911 35950 88474 92913 97501 101066 102812 108680 111783 S4890 72671 73143 78651 79739 82845 84373 86848 88474 92913 87601 101063 102312 108680 111783 112104 113475 114367 117340 117736 124261 128170 128365 130597 133381 140273 140969 146264 156655 163935 166210 168519 169683 177473 178090 179409 184972 187363 190331 192196 198826 213868 215662 217799 217810 2^8003 221354 222929 225370 223402 227532 228015 228483 230624 231025 204 Gewinne zu 600 M 2319 4472 5728 6061 7014 7548 8060 8728 10484 14095 20194 21457 21853 23100 25044 26076 28429 28845 29126 34365 37364 40003 40170 43055 43659 47114 47812 61180 62102 64115 67376,68129 60772 63566 65204 73181 76488 77110 79435 87484 89590 90493 93724 98051 98235 99393 101579 101731 103528 109671 109995 127725 131830 134288 134312 137635 133843 142608 142015 146009 147029 156034 157664 100163 162508 167296 169701 171345 171858 176336 176524 179545 179712 .180493 130897 182302 135395 185528 186264 187033 187623 190689 196705 196818 198757 203544 204225 204505 204533 205462 205657 208660 208871 209128 209686 210297 218425 221944 226486 229.108 229860 232690 Gewinn-Auszug der 7. Preussiscfc-Siiddeutscfcen (233. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie 5. Klasse. 16. Zichungsfag. 24. Mai 1016 Reparaturen nn Schreibmaschinen aller Systeme führen in eigner Spezial-Werkstätte gewissenhaft aus Franz Vogt & Co, Giessen Goethestr. 32. Fernruf 1054. Aof Jede «zogen» Hammer uhid zvrcl gleich hohe Ge- wlnne gel-allen, nnd zwar je eine? oa f die Lo<« gle.fciier .Nimmer in den beiden Abteilnn-on I and II (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) In der Vormittagsziehung wurden Gewinne über 240 Mark gezogen. 2 Gewinne zu 100000 M 214317 2 Gewinne zu 10000 M 210764 4 Gewinne zu 6000 M 70956 103425 84 Gewinne zu 3000 M 3708 4312 7877 9171 17951 18849 24562 24722 31350 33320 38919 40714 48223 50248 59364 72894 77336 107933 123030 133937 136393 145453 160949 151195 152433 158417 157205 161342 166212 166347 181653 ^186436 194837 2‘‘03C4 20'992 212602 215309 216420 217961 222355 231355 231323 180 Gewinne zu 1000 M 56 676 636 2246 3697 5638 8356 16659 21443 28038 29023 35303 36403 37435 42165 43324 43327 62752 63210 60330 65198 73275 73376 73448 73533 73977 78105 81158 81174 88835 90396 90650 90793 95216 96433 95507 93465 103478 104560 107179 109116 109780 121333 125639 126190 131924 135324 141453 141694 .141729 143393 152280 153698 154265 154883 155842 155974 156455 163101 166348 167263 170206 174112 174366 174000 176050 175092 175890 180861 186055 189341 190112 190449 191455 191674 191363 192141 194384 204709 205415 207409 219481 214839 221134 221973 224615 231299 232605 232711 233393 ' 224 Gewinne zy 600 M 6600 6984 7460 9704 8763 95G0 10521 11500 13834 15048 16361 20545 24206 24958 25463 26382 27103 27351 27432 27962 32396 34697 35460 36822 37864 39722 41698 41631 50391 60989 63136 55164 65131 65558 67836 63250 68407 61335 65625 564-22 68927 70016 70088 70897 74135 76374 81110 81608 86809 89798 89903 90184 90518 914S3 100272 103976 105113 107497 103110 113434 117184 119933 130467 131231 ,132039 136071 141775 142299 148317 150146 160890 162837 154493 155008 165580 156119 161751 1X52769 164252 166069 170623 175293 176353 176738 179942 181664 181723 133743 188605 183865 190693 190732 193986 195951 200029 201128 202392 208473 209100 213199 219395 222312 224672 226412 228635 229762 229870 231191 232384 232570 233233 233984 In der Nachörfttagsziehnng wurden Gewinne Uber 240 Mark gezogen. 2 Gewinne zu 40000 M 224791 4 Gewinne zu 16000 M 46113 80641 6 Gewinne zu 6000 M 6826 173347 221231 62 Gewinne zu 3000 M 17089 22898 29526 31078 3o80o 37793 41528 55365 68536 69431 73812 83247 86174 92763 94785 98109 115071 ,115251 121323 127391 140672 152377 159306 177045 178969 181056 190694 206166 208966 229380 231695 238-7«^ Kowinne zu 1000 M 6272 7015 10269 19862 fSfino KfloSo 36 * 55 41153 41457 42774 45367 48931 63609 56273 63885 65919 69500 71095 76513 77159 loleOoTlI^^ 80 ;?^^ 803 86881 ®4223^ 97374 102383 137076 ? 113279 127349 130647 131383 132531 133363 144095 146121 148301 149349 151849 178U4 J52XS 522252 165352 171279 176452 177994 173114 179646 184079 184760 139379 139394 190537 191225 200963 204403 205799 207041 209543 211931 214764 216821. 216877 224941 229262 232334 2 gg, G . ewinne zu 500 M 2667 4116 6371 6831 M0^6 79 3 6 nfi24 O8 ?9Kii 79 Qooo 870 24832 24952 27112 27701 T? 3 ' 6 30624 32524 32903 33485 34747 36864 46207 69?23 SSI l 8 » 9 * 53436 63691 54645 53532 69010 59123 31210 61606 63312 66602 67956 71475 72583 73046 77960 78063 78087 79792 80665 80935 61870 82596 87221 90943 92292 93086 94924 95502 96^2 ®J 871 101006 102663 105464 105808 106223 109460 116339 118964 121339 124104 129604 140590 14?3fifl "Ai 146104 146772 153749 twl“ 166554 168294 163430 164788 166760 171477 173678 175235 180693 180902 182863 184530 189307 190435 190508 191563 193569 201843 210074 210787 218308 220565 22437 4 226310 226 980 227170 228161 23E Für die uns allseitig in so reicheni Maße bewiesene Teilnahme bei dem Heimgänge unserer unvergeßlichen Entschlafenen Isesb Isftph Äösif Icheph sagen innigsten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Rosa Zossph. Familie SaHi} Joseph. Mendorf a. d. Lumda, Gießen, Herborn, den 24. Mai 19 1 6. 8993 Danksagung. Für die uns in so reichem Maße von allen Seiten dargebrachten Beweise wohltuender Teilnahme, besonders für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Büchner bei dem Heimgange unserer heißgeliebten Entschlafenen Griefmarken-Sammler sucht auf seiner Durchreise für 100000 Mk. seltene Briefmarken und ganze Sammlungen bar anAukaufen. Vermittler erhalten hohe Provision. Ausführliche nur briefliche Offerte nebst Preis unter „Sammler." Hole* Z? clläfl3i&ghiBr Hoi HSa has. 3803 ss Gut erh. Vertiko z. kaufen gesucht. Schristl. An- geb. u.09772 a.d.Gieff.Anz. erb. Guterhaltene gebrauchte Möbel nnd ganze Einrichtungen kaufe u. erbitte Angebote unter 3943 an den Gi eflener Anzeiger. _ Gaterhalt. Pianino, aus erster Fabrik, gegen Barzahlung zu kaufen ges. ' Schristl. Angeb. u. 09821 an de n Gieüener Anzeiger erb. Nähmaschine für Herrenschneider gesucht. 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