Nr. 117 Erscheint tLgUch mit Ausnahme des Sonntag-. Die ^Sietzever KamiNendlStter- werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Urrirblatt für den «reir Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- treyev" erscheine» monatlich zweimal. 166 » Jahrgang General-Anzeiger für Gderheffen Frcitai,, IS. Mai ISIS Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. L an ge, G ießen. Schriftleitung, Geschäftsstelle «.Druckerei: Schulstraße?. Geschäftsstelle u.Berlag:^«51, Schriftleitung: d^112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Mb, Deutscher Reichstag. £6. Grtzung, Donnerstag, kn 18. M a i 1916. klm Tische des BundeSratS: K r a e t k e. Vizepräsident Dr. Paafchr eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 16 Minuten. ver postekal. (Zweiter Tag.) Eine Entschließung des Hauptausschusses fordert eine Erhöhung der Bezüge der nlcht etatsmäßig angestellte» Post- und Telegraphenassiftenten, der entsprechenden Gehilfen »nd der Postboten, fowie der Vergütungen der Gehilfinnen bei Postämtern dritter Klasse. Ferner sollen Strafen, die im Disziplinarwege gegen Reichsbeamte verhängt wurden, nach einer angemessene» Frist in den Personalakten gelöscht werden. Eine Entschließung der Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft ersucht den Reichskanzler, auf die Wahrung des Briefgeheimnisses hinzuwirken. Abg. Dr. Oertel (Kons.): Dem Dank, der hier den Postbeamten gezollt wurde, schließen wir mrS an. Vom Staatssekretär bis zum geringsten Postboten find alle nuferer Anerkennung wert. Sie haben Ungewöhnliches und Großes geleistet, nicht nur im Felde, sondern auch in der Heimat. Anfänglich wurden viele Klagen gegen die Feldpost laut. Die Postverwaltung mußte schweigen, weil sie die näheren Verhältnisse, die sie zu diesen Klagen geführt hatten, nicht erläutern durste- Jetzt find die Vorwürfe verstummt. In den letzten Monate» hat man kaum noch eine Klage gehört. Im Ausschüsse ist festgestellt worden, daß ich früher gegen eine allzu- weite Benützung der weiblichen Personen im P o st d i e n st gewesen bin. (Heiterkeit.) Ich muß zugestehen, daß unsere Frauen sich in einem gewissen Umfange für den Postdieuft vorzüglich eignen. (Zustimmung und Heiterkeit.) Ich werde daraus also me i ne Fo lgeru n g en zi eh e n. (Heiterer Beifall.) Der Staatssekretär hat alle Klagen mit der größten Sorgfalt geprüft. Die Reichspost schließt in diesem Jahre selbstverständlich mit eurem Fehlbeträge ab. Ich wundere mich aber, daß dieser Fehlbetrag nicht noch größer ist. Wenn die Ausgaben steigen, müssen wir auch die Einnahmen erhöhen. Im Kriege ist das ja nicht möglich. Wenn aber die Post im Orts - und Nach-- barortsverkehr 250-Gramm-Briefe jetzt zu 5 Pf., mit de» Zuschlägen, die jetzt in der Luft schweben, zu 7 Pf. befördert, so geht das zu weit, zumal entsprechende Drucksachen 10 Pf. kosten. De» Wünsche» der Abgg. H u b r i ch und Nacken stimme ich z«, soweit. sie berechtigt find. Vielleicht gibt uns der Reichsschatz fekretär h«»te schon eine Erklärung ab über die Kriegs beihLk^e», Ä>er die grundsätzliche Uebereinstim- rnrrng hier im Hanfe herrscht. Diese Kriegsbeihilfen mikssen ecaä) de» Postageuteu zuteil werden. Die berechtigten Wünsche der Landbriefträger müsse» erfüllt werde^damit die Landflucht dieser Beamten gehemmt wird. Die kinderreichen Beamten verdiene» eine besondere Förderung. Gerade als Junggeselle muß der Staatssekretär de» Eindruck vermeide», ats HÄte er rem Herz Da k«f< P*rmtrm, (Heiterkeit.) LLg. Dnch« (Deutsche Fraktion) dankt gleichfalls der Postverwaltung für die Leistungen im Kriege. Die Gewichtsgrenze der Feldpost-Briefe und -Paketche» muß erhöht werde». Warum ist das Verzeichnis der Posianstalten in Belgie» nicht auch in flämischer, sondern nur r» französischer Sprache erschiene»? Abg. Zuber! (Soz. A.-G.>2 Die ton der Post herangezogenes Hilfskräfte werden ungenügend bezahlt. Die Verletzung deS Briefgeheimnisses erinnert an die schwärzesten Zeiten der Reaktion. Der Redner bringt Klage» der Unterbeamte» vor. Staatssekretär des Reichspostamtes Kraetke: Durch die Ausführungen des Vorredners konnte der Anschein erweckt werden, als ob die Postbeamten das Briefgeheimnis nicht wahren. Sie wahren das Briefgeheimnis. 23 e « schlaguahmeverfügungen gibt die Postverwaltung im Kriege, wie nn Frieden, Folge und muß sie Folge geben. Von einer Verletzung des Briefgeheimnisses kann also gar nicht die Rede sein. In dem vom Vorredner vovge brachten Fall einer angeblichen Markenhinterziehung habe ich bereits im Ausschuß dargelegt, daß auf Grund der von der betreffenden Ober- Postdirektion eingeleiteten Untersuchung sich kein Anhalt dafür ergeben hat, daß eine Markenhinterziehuug vorliege, und daß infolgedessen nicht eingegriffen werden konnte. Ich freue mich aber, daß der Vorredner jetzt es unterlassen hat, was er im Ausschuß tat, auszufuhren, daß wir Unterbeamte urrd Beamte mit verschiedenem Maße mäßen. Unterbeamte und Beamte werden ganz gleich bebaudelt. Wenn Vergehe» Vorkommen^ so werden sie gleichmäßig verfolgt und bestraft. „ Abg. Meher-Hersord (M.):! Die Verfügung, daß nach bjähriger tadelloser Führung eine Löschung der Disziplinarstrafen der Postbeamten erfolgen soll, verdient gewiß unsere Anerkennung. Sie genügt aber nicht. Es muß noch die Entfernung oller Vermerke aus den Personalakten erfolgen. Nur eine solche Löschung ist völlig und gründlich. Die Vorgesetzten müssen tatsächlich nicht mehr in der Lage sein, weit zurückliegende Fehltritte der Beamten zur Kenntnis zu bekommen. Es ist nur menschlich, daß sich dadurch Vorurteile und falsche Meinungen bilden. Der Beamte selbst kann seines Lebens nur dann wieder froh werden, wenn seine Verfehlungen gänzlich beseitigt sind. In welcher Frist das geschehen soll, überlassen wir vertrauensvoll dem Reichspostamt. Gerade die jetzige große Zeit ist für eine solche Rehabilitation geeignet. Mancher von den hier in Frage kommenden Beamten steht im Dienste des Vaterlandes, deshalb bitte ich nochmals, die Entschließung des Ausschusses an- zunehmen. Was ich gestern als Berichterstatter angeführt habe, entspricht auch den Anschauungen meiner Fraktion. Wir b^auern sehr lebhaft, daß der vorliegende Etat keine neuen etatsmäßigen Stellen enthält, hoffen aber, daß der nächste Etat das nachholt. Eine weitere Verschiebung ist ausgeschlossen. Die vom Reichstag heute vor zwei Jahren beschlossenen Gehaltserhöhungen bitten wir, sobald wie möglich zu genehmigen, wenigstens aber zu einer solchen Zeit, daß sie schon im nächsten Etat in die Erscheinung treten. Wir haben hier die Verdienste der Postbeamten anerkannt, wir müssen diese Anerkennung aber auch durch die Tat beweisen. Die pensionierten Beamten, die während des jetzigen Krieges Heeresdienste geleistet haben, müssen nach Beendigung des Krieges eine entsprechende Erhöhung ihrer Pension erhalten. Die KriegsbeiHilfen für die Postagenten müssen unbedingt erhöht werden, ebenso für andere Beamten. Auch die Aushilfskräfte find zu gering bezahlt. Abg. Stadthagcn (Soz. A.-G.): Das Briefgeheimnis zu wahren, ist eine Ehrenpflicht der Postverwaltung. Der Staatssekretär ist um die Sache herumgegangen. Die Verletzung des Briefgeheimnisses ist rechtswidrig. Das Briefgeheimnis ist unverletzlich. etwas anderes anordnet, macht sich selbst strafbar. Das gilt auch für den Staatssekretär. Es gibt Leute, die nichts Strafbares tun und in den Gefängnissen sitzen und Leute, die Strafbares tun und frei herumlaufen. Ministerialdirektor im Reichsamt des Innern Dr. Lewald: Ich muß die Behauptung des Vorredners, daß die Stellvertretenden Kommandierenden Generale, wenn sie anordnen, daß Briefe geöffnet werden, etwas Strafbares täten, mit aller Entschiedenheit zurückweisen. (Widerspruch bei, der Soz. A.-G.) Das ist nicht der Fall. Wie Ihnen allen bekannt, ist unter dem Belagerungszustand eine Reihe der bürgerlichen Garantien aufgehoben, darunter die Gewährleistung der persönlichen Freiheit. Ein Ausfluß dieser Aufhebung der persönlichen Freiheit ist es auch, daß über gewisse Personen die Kriegssperre verhängt ist und fest- gestellt werden kann, welche Briefe sie erhalten. Etwas Weitergehendes geschieht nicht. Es ist nicht der Fall, daß etwa die Postbehörden ihrerseits Briefe öffnen, wie der Staatssekretär des Reichspostamts bereits mit aller Entschiedenheit ausgeführt hat. Wo es geschieht, geschieht es auf Grund der Aufhebung der betreffenden Bestimmung der preußischen Verfassung oder der gleichartigen Bestimmungen unter dem Belagerungszustand. Dieses Vorgehen ist gerechtfertigt und nach reichsgerichtlicher Entscheidung gesetzlich zulässig. (Widerspruch bei der Soz. A.-G.) Abg. Stadthagen (Soz. A.-G.): Das Gegenteil ist richtig. Das Generalkommando hat kein Recht, selbständig zu entscheiden. Es muß sich an den Richter wenden. Ministerialdirektor Dr. Lewald: Der Abgeordnete Stadthagen legt die Bestimmungen des Gesetzes über den Belagerungszustand, die durch Artikel 68 der Verfassung Reichsgesetz geworden sind, zu eng ans. Es ist doch ein einfacher logischer Schluß: Nach diesem Gesetz können die Bestimmungen über die persönliche Freiheit aufgehoben werden. Das Briefgeheimnis ist ein Ausfluß der persönlichen Freiheit: folglich kann also auch das Briefgeheimnis aufgehoben werden. Abg. Stadthagen (Soz. A.-G.): Dem muß ich entschieden widersprechen. Wer das Briefgeheimnis verletzt, handelt gegen die Gesetze. Wir wollen keine -schwarzen Kabinette" haben. Die Aussprache schließt. Die Entschließungen der HnnptanSschvfseS auf Erhöhung der Bezüge einzelner Bc. amtengruppen urrd Löschung der Strafvermerke in den Personalakten werden angenommen. Die Entschließung der Soz. A.-G. über das Briefgeheimnis wnä» abgelehnt. lieber eine Eingabe um Zulassung benutzter Brief- Umschläge für die Versendung von Drucksachen und gegebenen Falls auch stir geschlossene Briefsendungen wird zur Tagesordnung übergega^gen. Damit ist der Postetat erledigt. Zum Etat der Reichsdruckerei meldet sich niemand zum Wort. Ser Elai für das Reichsam! des Innern. Zu diesem Etat liegen zahlreiche Entschließungen des Hauptausschusses vor. Einige fordern eine weitergehende Unterstützung der Kriegerfamilien, Förderung der Heimstätten für Kriegsteilnehmer, besondere Maßnahmen zugunsten der Frauen - und Kinderarbeit, Fürsorge auf dem Gebiete des Wohnungswesens, Vermehrung des Bestandes au deutschen Handelsschiffen, Aenderungen der Vorschriften der Reichsversicherungsordnung und des Versicherungsgesetzes für Angestellte zugunsten der Kriegsteilnehmer und ihrer Angehörigen. Abg. Gras Westarp berichtet über die Verhandlungen des Ausschusses. Der Haushaltungsausschuß hat in diesem Jahre seine Arbeiten in Abwesenheit des Staatssekretärs Delbrücks vornehmen müssen, und auch heute treten wir in unsere Verhandlungen ein, ohne daß Herr Delbrück diesen Verhandlungen noch beiwohnt. Ich glaube der Ansicht des ganzen Hauses zu entsprechen, wenn ich dem Bedauern über die Erkrankung des Herrn Staatssekretärs Delbrück Ausdruck gebe und wenn ich den Wunsch hinzufüge, daß er recht bald wieder vollkommen hergestellt sein möge. (Beifall.) Zunächst möchte ich Vorschlägen, diejenigen Entschließungen, die mit der Wohnungsfrage im Zusammenhang stehen, hier auszuscheiden und bei der allgemeinen Aussprache über die gesamten Wohnungsfragen mitzubehandeln. Ferner sollen d i e Zensurfragen von der Besprechung zunächst ausgeschaltet und einer besonderen Erörterung Vorbehalten werden. Schließlich hat der Haushaltsausschutz die Ernährungsfragen noch nicht beraten; der Aeltestenrat hat daher angeregt, die Beratung der Ernährungsfragen in einer besonderen Besprechung zu erledigen. Was dann weiter noch übrig bleibt, betrifft eine Sammlung von Gegenständen, die auf deu ersten Blick voneinander recht verschieden zu sein scheinen, deren Zusammenhang aber dadurch entsteht, daß sie alle zum Reichsamt des Innern gehören. Bezüglich des A r be i ter schu tz es und der Durchführung der Sozialpolitik überhaupt war der Ausschuß der Ansicht, daß die Tätigkeit des Reichsamtes des Innern und der Nachgeordneten Behörden aus dem Gebiete der Sozialpolitik auch während des Krieges nicht erlahmen dürfe, und der Vertreter des Staatssekretärs gab uns im Ausschuß die bündigsten Zusicherungen hierfür. Was die Tätigkeit der Gewerbeinfpektoren betrifft, so wurde zwar bedauert, aber doch anerkannt, daß die üblichen Rechte der Gewerbeinspektoren während des Krieges nicht durchgeführt werden können. Das gilt namentlich für die Beschäftigung von Frauen und Kindern, und es kam im Ausschuß der Wunsch zum Ausdruck, daß nach dem Kriege über die Frauen- und Kinderarbeit während des Krieges besonders eingehend berichtet werden möge. Die Regierung erklärte es als während des Krieges kaum möglich, eine Uebersicht über die Tätigkeit der Gewerbeinspektoren zu veröffentlichen. Verhältnismäßig wenig Gewerbeinfpektoren sind aber eingezogen, so daß die Gewerbeinspektion nach wie vor vollkommen durchgefuhrt werden kann. Die Beschäftigung der Frauen und Kinder hat einen Umfang angenommen, daß vielfach eine Gefundheits- schädigung für die Frauen und eine Hemmung der Ent- Wicklung für die Kinder zu befürchten sein könnte. Aber wir befinden uns hier während des Krieges in einer Zwangslage. Bei 193 Werken der Eisen- und Stahlindustrie bestand ein Achtel der Arbeiter aus Frauen, ein Zehntel aus Jugendlichen und ein Neuntel aus Ausländern, also etwa ein Drittel aus diesen drer Kategorien. Die Beschäftigung der Frauen in größerem Umfang ist nicht zu umgehen. Die Frauen haben Wertvolles geleistet. Die Einschränkungen der gesundheitlichen Bestimmungen des Arbeiterschutzes müssen so bald wie möglich wegfallen. Ueber die Verlängerung der Patente gehen die Meinungen auseinander. Den ausländischen Arbeitern werden große Schwierigkeiten beim Wohnungswechsel gemacht. Das Zwangs sparen der In- g endlichen ist nicht so einfach durchzuführen. Vielfach mag es günstig wirken. Die Mindestgrenzen für die Fa mihe n- Unterstützung haben sich als wohltätig bewahrt. Die arbeitslosen Textilarbeiter verlieren das Anrecht auf Unterstützung nur wenn sie sich weigern, andere Arbeit anzunehmen. Wichtig ist die Beschleunigung der Erteilung der Ausfuhrerlaubnisscheine. Die geschäftliche Behandlung ist aber nicht leicht, da täglich fast 3000 Eingänge zu erledigen sind. Der Hausbesitz befindet sich in einem schweren Notstand. Gewisse Sicherheiten müssen ihm gewährt werden. Der Uebergang in die Friedenswirtschaft erheischt große Vorsorge. Im Reichsamt des Innern werden Maß- nahmen getroffen, daß er so schnell wie möglich erfolgen kann. Einzelheiten können nicht bekanntgegeben werden. Die Beschaffung der nötigen Verkehrsmittel ist die wichtigste Voraussetzung. Das Land wird den größten Varsprung haben, das mit Schiffen und rollendem Material am besten ausgestattet sein wird. Auch unsere Reedereien müssen sich für den Friedensbeginn rüsten. Schon während der Kriegszeit müssen zum Aufbau der Handelstonnage Mittel bereitgestellt werden. Zunächst müssen die Verluste der einzelnen Unternehmungen ermittelt werden. Beizeiten muß eine Zusammenstellung der Maßnahmen, gegen den Handelskrieg unserer Feinde nach dem Kriege gegeben werden. Uebermäßig zu fürchten haben wir ihn nicht. "Die Tüchtigkeit des deutschen Handels, der Industrie, des Gewerbes und des Verkehrs werden dafür sorgen, daß diese Be- strebungen unserm Vaterland nicht zum Schaden gereichen. (Beifall.) Lrrf Vorschlag des Berichterstatters werden die W o h « » » g 8% Zensur- und Eruähr»ngSfrage» tui£ der Säufrr spräche anSgeschiede». . _ Abg. Gicsberts (Ztr.): Die Kriegsindustrie hat gute Geschäfte gemacht. Erfreulicherweise hat das Kriegsministerium die Preise vielfach drücken können. Der Notstand der Textilindustrie erfordert unsere besondere Aufmerksamkeit. In ihr und den von ihr abhängenden Industrien droht vielfach Arbeitslosigkeit. Die Aussichten unserer Industrie nach dem Kriege sind gut. sofern wir nur die nötigen Rohstoffe hereinbekommen. Zum Schwarzsehen liegt kein Grund vor. Die Versuche unserer Feinde, uns nach dem Kriege wirtschaftlich lahmzulegen, sind eigentlich ein Geständnis ihrer eigenen Schwäche. Sie zeigen unS aber die Notwendigkeit einer handelspolitischen Annäherung Mitteleuropas. Die durch den Krieg bedingte starke Heranziehung weiblicher und jugendlicher Arbeiter bedingt unsere ernsteste Aufmerksamkeit und darf nicht zu falschen Schlüssen für die Zeit nach dem Kriege führen. Die Angestelltenversicherung steht großen Schwierigkeiten gegenüber, die aber durch das System der Kapitalansammlung gemildert werden. Viel schlechter ist e3 um die Landesversicherungsanstalten bestellt. Die Heimstätten- bewegung verdient auch von Reichs wegen weitestgehende Unter-' stützung. Ministerialbirettor Caspar:: Den Ausführungen des Abgeordneten Giesberts möchte ich hinzufügen, daß die Unterstützungen für dre Textilarbeiter auf Grund eines Bundesratsbeschluffes auch kleinen selbständigen Gewerbetreibenden, Konfektionsarbeitern und Hausgewerbetreibenden zuteil werden sollen. Das Reichsversicherungsamt für Angestellte hat _ während deS Krieges auf allen Gebieten der Wohlfahrtspflege sich in gleicher» Maße betätigt, wie die Landesversicherungsanstalten. Hierauf vertagt das Haus die weitere Beratung auf Freitag 2 Uhr; außerdem Zensur, Kolonia la mt, Schutzgebiete. Schluß 6 Uhr. va§ Ziel der schwedischen Politik. Am 2. ptai brachte als eine rein schwedische Angelegenheit. Das weiß man in Stockholm, und so blieb der Regierung nur übrig, an die Spitze ihrer Politik die Forderung strengster Neutralität zu 'setzen. Um so erfreulicher aber ist die Kühnheit, mit der das ganz auf sich selbst gestellte Schweden erklärt, daß es das .Alandsproblem als eine schwedische Lebensfrage ansehe und nichts unterlassen werde, um sein Recht und seine Interessen Mr wahren In Petersburg, London und Paris mag man erstaunt aufgehorcht haben. Denn wenn Minister Wallen- tbem auch „aus leicht begreiflichen Gründen nähere SErttarrrngen verweigerte, so wird der Entente doch voll kommen klar sein, was man jetzt in Stockholm vor Hat. Schweden verlangt nicht nach dem Besitze des Mrndffchen Jnselkornplexes. Wie sollte es auch? Durch einen ^ieg? Angenommen, es gelänge, die Inseln dem jetzt geschwächten und zurückgedämmtcn Rußland mit Gewalt zu enkeißen. so käme wähl der Russe nach zehn oder fünfzehn Jahren und holte es sich von dem kleinen Schweden mit Zinsen jirauf. Durch Kauf? Rußland hat dieses „Geschäft" bis letzt nicht angeboten und es fragt sich, ob man etwas verkaufen kann, was einem nicht gehört. Wand ist zurzeit lediglich vmr ruffischen Truppen besetzt Es ist nicht russisches Gebiet. Es lst ia politisch Finnland einverleibt und gehört zu Abos und Biornebvrgs Leben, hat also mit jenen Stüdtedistrikten erneu gemeinsamen Gouverneur. Alaird ist finnisch. Und das ist gut so. Als schwedisches Eigentum, etwa als ein — irqend- w,e erzwungenes - Geschenk Rußlands, wie z. B. der.engli- sche Skandinavienforscher Edmund Gösse vorschlug, wäre Aland für Schweden ein bedenkliches Danaergeschenk, ein Sorgmikind, das wnr Unglück brächte. Also dies alles ist nicht das Ziel der schwedischen Politik. Sondern Schweden £”£££ un j!JT a r tet von den europäischen Mächten, daß die vokkerrechtliche Servitut, die Äs auf Aland besitzt, aner- hm," wird. Rach dem Pariser Vertrage von 1856 darf Rußland keine militärischen Strcitkrüfte auf ß»«ser Inselgruppe halten, und nach dem Schleifen der dort errichteten Feste Bomarsund im Jahre 1854 war ebenfalls festgekegt wovdeu, daß diese Festung nicht wieder aufgebaut dürfe. Ueber iene Abmachungen hat sich Rußland hin- Vierverbandspresse hat ihm wäh- ^ ^r letzten Auseinandersetzungen geholfen, zu behaupten, daß es fern Fürsprechen nur gegenüber England und Frank- rerch uM nucht ge^nüber Schweden abgegeben habe. Das eine inristische Fmte. Durch den.Artikel 33 des Pariser Friedens wurde der Mandskonvention ausdrücklich der Charter eines integrierenden Bestandteils jenes Friedens gegeben, Und dadurch haftet Rnßlcord Völkervechtlich anch> Schweden gegenüber. Aus dieser diplomatisch unerschütter lichen Grundlage baut Schweden seine Forderung aus, und es geht aus der jetzigen Haltung der Stockholmer Regierung nur das eine hervor, daß Schweden von Rußland die Schlev- _CU „ ~; -w.P ßVvln.rt.s mi f Qf f /> v* S Ti o/r rx vt vt ovtz> vt NUr UUÖ CIIXU IJCLUUL/ UUft ^UJWCUCU WH yi-w D iuuy ua fung der mit Beginn des Krieges aus Aland begonnenen Befestigungen verlangt. Für dieses Verlangen setzt das Königreich Schweden seine ganze Lebenskraft ein. Nun wissen die Politiker der Entente Bescheid. Schweden wird kein zweites Griechenland sein, das sich einschüchtern und mißbrauchen läßt. Das ist der Sinn der großen Alandsdebatte in den schwedischen Kammern gewesen. Stockholm, 18. Mai. (WTB.) Der Minister des Aeußern wiederholte in der ErstenKammerdie Erklärung, die er in der Zweiten Kammer abgegeben hatte. Der Führer der Rechten >Try g ger führte daraufhin aus: Ich bm davon überzeugt, daß diese Kammer mit Zufriedenheit die Erklärung des Ministers des Aeußern gehört hat, daß an der Neutralitätspolitik, der wir zugestimmt haben, von der Regierung auch weiterhin festgehalten werden wird, und daß die Negierung bei ihrer Auflassung über den Sinn und die Bedeutung der sogenannten Alandsfrage für Schweden bleibt, die 1908 in einer von der damaligen Regierung unter einmütiger Billigung des Reichstags abgegebenen Erklärung so deutlichen Ausdruck erhalten hat. A,ie Lartex, der ich angehvre, hegt die wärmsten Hoffnungen, da^ dre Bestrebungen der Negierung diesen Standpunkt verwirk lichen und vollen Erfolg haben möchten. Dve übrigen Parteiführer, K v a r n z e l i u s für die Liberalen, a v r i n s k h für dre .Sozialdemokraten, wiederholten die von ihren Parteiführern tn der Zweiten Kammer abgegebenen Erklä rungen. Messbriefe aus dem westen. Telegramm unseres Kriegsberichterstatters. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.! Mincnsprengungcn und Gasangriff. Großes Hauptquartier, den 17. Mai. An der standrischen Front und südlich davon, im Raume meft» ji? nrF'?,^iN die Gegend südlich von Rohe zeigte sich die seind- ^t'llerie sehr rege, und der Feind nahm eine beträchtliche "Otzhl von Mmensprengungen vor. Um die Sprengtrichter ent- Nnckett« ffch sofort lebhafte Kämpife mit dem Erfolge, daß wir sämtliche Trichter besetzt haben bis auf einen. Vor Verdun rich- eten die französiMn Geschütze ein sehr lebhaftes Schießen, welches ,ich allmählich und zeitweilig bis zum Trommelfeuer steigerte, wJr*?'?! Stellungen auf der Höhe 304, indessen erstickte ein im cknschlutz daran versuchter Jnfanterieangrifs schon im Keime. Ein den der Feind , üblich von Arvas unternahm, war erfolgws. Ueber einen Gasangrtzs, mit welchem die Franzosen kürzlich eine unserer Divisionen an der Aisne zu überraschen versuchten, kann ich folgende nähere Mitteilungen machen: es war morgens, um wer Uhr, als Gasalarm die Schläfer ausschreckte, ^zn ziemlicher Breite hatten die Franzosen, auf den ihnen an- D>uid rechnend, Gas gegen unsere Gräben n begonnen welches man als dicke schwärzlich graue Nebel,chwaden herwikommen ,ah. Es stank, nach Chlor nnd wirkte zusammen schnurend auf die Atemorgane. Der Feind bUes m Abständen von je einer halben Stunde r ^^rvellen ab, und nach und nach wurde der j° är' Niemand einen Schritt weit sehen konnte Fast sämtliche Mannschatten hatten sofort die Gasmaske,i angelegt imd ltz d-eren schütz aiicy durch die dicksten Giftwolken keine Beschwerden Einige Lende, die fahrlässiger Weise ihre Masken E..ber sich hatten empfanden große Uebelkeit, wurden ohn- P^Üken sich wegen Lungenbeklemmungen in ärztliche Behandlung begeben, üver böige Wind trug übrigens die Gas- ^teilte sie. wobei man noch acht Kilo- ^ %F ont i> ? n ekelerregenden Gestank wahrnahm. Tie k>er Franzosen kehrte sich bald darauf mit anscheinend viel peinlicherem Erfolge gegen sic selbst, als ein deutscher Artillerietreffer nt ihr Gassiafchenlager schlug. Man sah stundenlang : xm dunkle Nebelwolke bei windstillem Wetter über den ranzosifchen Gräben stehen. Bei Dünkirchen sind 40 feindliche Schiffe gelichtet ivorden, gegen welche unsere Wasserflugzeuge sofort zu einem erfolgreichen Angriff aufsttegen. _ W- Scheuermann, Kriegsberichterstatter. Aus Stchichten des Gebirgsfckickes und d-re hohe Schönheit der Landschaft be- So ist ^kerm^eichntt durch kühne, zum Teil abenteuerlich Wipfel, Lne bis zu 2500 Metern emporragen, und durch Ä^ r i * l ^;'^ onc Talschluchten, zwischen denen - Dachfläche stehen geblieben ist, die groß genug ist, SÄ ^ Diese Hochflächen sind 'ganz Eefelmäßig galtet mib bangen nur durch ganz schmale Landzungen mit - ön Durchnagung die schäumenden Wild- 'JZLT'X? ^betren. Ein solches Gebilde sind die zwei bei R«ch^l (^rrk)nari) zusammenhängenden Hochflächen von Viet- gereul und Lasraun. Dre ^rnze sisckzsormige Hochfläche von Viel- ^erne Lange von höchstens 16 Kilometer und eine durchschnittliche Brette von 5—6 .Kilometer. Von ihr gehört übriges stur ein kleiner,Teil zu , Italien. Ihrem östlichen Rande finb ^ die Un fast genau nordsüdlich ver- ^itzende Wassericheide zwi,chen Etsch nnd Po und zugleich die '.Stc^engrenze bilden (Sk ist dies ganze Land deutsches Siedelungs- $et>tet «us der Hohenstaufenzeck und war bis vor nicht allzu langer Zeit ein deutsches Sprachgebiet, das in ununterbrocheiiem Zu- fanmrenhange mit dem älteren bodenständigen Deutschtum ^im stand dmem ausgedehnten ehemaligen deutschen Sprachgebm ist dre bodenständige alte Mundart in neuerer Seit vnfteht man aus der Hochfläche von s nc(b überall Deusich, aber es ist bei der eingesessenen ^evMerung nicht wehr die Muttersprache, sondern es ist beim Militär oder m den Badeorten als Landes- und Verkehrssprache Arbeit rm Auslande geradezu als Fremdsprache lreudemscheLusern hat fest zu seinem arten Voi^tume gehallen. St. Sebastian, das ansehnlichste Teil- ,k° r f ?on Viel gereut, bewarb sich 1906 beim Deutschen Schulverein Mn Gründung einer Schulvereinsschule, aber die Machenschaften der ^nßebevta jmiKtenhiejm Plan zu verhindern. Der Schulbau wu^tt dessen m Vielgereut selbst und in größerem Maßstabc Tie GroßKemeinöe Welgereut hat vom frühen Mittel-alter m t^- le ü n f- eine Art SaairernfrrilW ^bildet &*%<**£ Ite aus fünf Weilern und eurer trotzen A..zatzl von Einrelhofen. Sie um,opt ein Gebiet von etwa einer L^.uaoratmeile. Ein früherer Pfarrer von Vielaereut Ton Botte-, hat eine dankenswerte Geschichte dieser Siedelung geschrieben Er haushall möglich ist. Verschiedene Städte oder Gemeinden haben sich aus Grund nüederholter vom Minister des Innern ergangener Erlasse_zwecks Einrichtung von Speisehallen mit den Organisationen der freiwckligen Liebestätigkeit in Verbindung gesetzt, und soweit sich Organisationen zur Einrichtung solcher Hallen gegen Gewährung angemessener Zuschüsse nicht bereit fanden, selber solche eingerichtet. Mit der Einrichtung von Speisehallen oder Volksküchen sind fast überall sehr gute Erfahrungen gemacht worden, ebenso mit der Einführung fahrbarer Küchen, die es ermöglichen, ein nahrhaftes und dabei durchaus billiges Mittagessen für die minderbemittelte Bevölkerung bis an ihre Wohnungen zu bringen, nnd die insofern den Vorzug vor den Speisehallen verdienen, als bei ihrer Verwendung die an sich erwünschte Ge- ftchlossenheit des Familienlebens voll erhallen bleibt, während durch die Speisung in den Volksküchen dessen Lockerung von mancher Seite befürchtet wird. Auch mit der in manchen Städten eingeführten kostenlosen Speisung schulpflichtiger Kinder sind gute Erfahrungen gemacht worden. Wlie von der Stadt Tondern berichtet diese Einrichtung dort schon vor dem Kriege. Schon rm Winter 1912 wurde der erste Versuch xnit einer lleineren Anzahl von Kindern gemacht, die kostenlos gespeist wurden. Bei der größc- n^-?^I?^^Erzahl während des Krieges wurden die Markthallen für tae Speisung dmutzt und neuerdings werden an den Wochentagen etwa 300 Kinder in der Watteschicke kostenlos gespeist. Die Kinder, von denen die Hälfte Kriegsteilnehmern gehött, stehen im Alter von 3-—14 Jahren. Der Magistrat von Tondern weist ausdrücklich daraus hin, daß die mit der Kindersyeisung gemachten Erfahrungen außerordentlich günstig waren, die Kinder fast ausnahmslos blühend aus,ahen iind gegen Krankheit und Witterungseinflüsse viel widerstandsfähiger als früher waren. Die Kosten für die Bespeisung wa- vkn auch verhältnismäßig rnedttg, da die meisten Kräfte sich unent- ck^ltlicki in den Tpenst der Sache gestellt hatten. Die guten von der Stadt Tondern und anderen Städten gemachten Erfahrungeii werden auch andere Gemeinden zu gleic^m Einrichtungen ermutigen, die um so wehr empfohlen werden können, als -einmal eine Kinderspeifung sich viel leichter durchführen läßt eine Sponung von Erwachsenen nnd ferner durch eine derartig orgamsterte Verpflegimg einer Unterernährung der Kinder ans den unteren Schichten der Bevölkerung, !vie sie leicht bei der augenblicklichen Knappheit und Teuerung der wichtigsten Lebens- §Ä^^^^vetmi könnte, erfolgreich entgegengewirkt ioerdm kann. Schließlich auch infolge der bei einer solchen Einrichtung notwendi- gen ^entrollneimng des Einkaufs für einen größeren Teilnehmer- P-SJ** cf ft'tte Märkt von Konsumentenschichten entlastet toerden, die häufig durch unorganisierte Bedarfsdeckung Schwierigkeiten der Lebensmittelversorgung verutt'acht haben. * **, Vermeidung von Ansammlungen vor den L a den. Ern Weg zur Verhinderung einer Ansammlung von Kauferscharen vor Lebensmittelgeschäften, nämlich der, den fleisch-, Vutter-, Milchkarteri usiv., aus die an dem jeweiligen Verkaufstage ein Anteil von der einen oder anderen Ware entfällt, Nummern zu geben, so daß jedermann werß, wann seine Karte bezugsberechtigt ist, ist zuerst in einer Berliner Vorortgemeinde zur Anwendung gebracht worden, und zwar beim Verkauf des von der Gemeinde beschafften Fleisches. Der Versuch hat sich aufs beste bewährt und soll dak^r fortgesetzt werden. Die bis um 12 Uhr mittags von den Inhabern der bekanntgegebenen Kartennummern nicht in Anspruch genommenen Mengen wurden zum freien Verkauf gestellt und waren, da es sich nur um ganz bescheidene Reste ,)andelte, bald ausverkauft. Jedes Gedränge, jedes unnütze Zarten wär vermieden, und wenn auch aus Gewohnheit dre merften Käufer in der ersten Verkaufsstunde — aus Be- orgnrs, daß sre sonst doch vielleicht unberücksichtigt bleiben tonnten — erschienen waren, so wickelte sich doch dre Warenausgabe einfach, schnell und ohne Störung ab. Ein ähnlicher Weg rst hrer ijt Gießen bei der Butterverteilung beschritten worden. Dre vu.^en Erfahrungen, die man dabei erzielte, auch beim Ererverkauf zir verwerten, hat man leider bis jetzt noch nicht für nötig befunden. **at l er ont.ullen Kulissenreißern tyenajt ging, so urmg hing er an den wenigen, in deren Person- ?en Mten K>ern erkannt hatte. Zu btefen wenigen bövte Jtatjle, bepi er stets „ein lebhaftes Interesse, eine wobl- motivierte Vorliebe" entgegenbrachte. Bei dem Gastspiel Kahles flfr ^ Schauspielhaus engagiert wurde,' nennt Au befriedigende Kritiker seine Darstellung des Lear millendet: ..„Nur mt' ttner einzigen Stelle wurd' ich leise von der ^^.veruht, ob hier nickst nach der Sckte des Pathologischeii hin ein werug zu viel geschähe." Von Kahles 9Narinelli sagt er eckst ontanisch: „Das beste des Lebens ist ein .Kammerherrenschlüssel eur Mnz runger Kuß, ein Jeu; unter allen Spielen aber steht Spul mtt Menschen wieder obenan. Reite sie, sporne sie ^VVe.sie, vor allem malträtiere sie; aber immer ruhig Etwa Grundsttmmung heraus ist der Mattnelli des 5>errn Kahle konstruiert ... In seinem Spiel war vielleicht der vollen- deffte Moment der letzte, wo er, in Ungnade entlassen, stumm aus aus der Gegenwatt des Prinzen scheidet. Wer so abgehen kann der mnß bleiben Kahles Name hattse rasch einen so guten Klang Aowonncn, daß dieser Wunsch erfüllt wurde. Worte des höchsten §obes sindet Fontane für Kahles Franz Moor: „Vielleicht ist der nock. uremals ^ reich gespielt worden, und wenn uns eben pachdas sichere Werfen und ;^angen von drei Messern entzückte m Ä e ^ e W r V J unswettehen, aus den drei Masern fünf und ^ en sunsni s^ben. Immer neue Geschicklichkeiten, immer neue aber blaibt di- Heterogenen, das a Tempo Hervottrttenlassen der entaegengeietzte-, sten Empsindmrgen: Angst, Hofsnüng, Freude. Die^Kunst kann ^?^ber mcht hinaus. Freilich tadelt er später an ihm daß er in K 0 ;?s IIe r uachdenke: ,^ch bewundere das ganz austtchckg und werde doch der Sache nicht ftoh." Er könnte mir freilick oitt- 2-s-m kwX xrrt ^Mensch, so lang er strebt." aber erdacht v^n diesem Streben nnd Irren einen zu tvettgehenden Gebrauch c5t ^^,ist auch gut. .Herr Kahle hat L" ^ ^u gesicherten und umlorbeetten Funda- menten er ein für alle nial ausruhen könnte. Sitatt dessen ver-. bleuer in anem beständigen Wtthsel feiner Anschauungen " Trotz pnancher ttusstelllingen blieb er ihm -aber treu urrd fand für ihn so wie, selten für einen Künstler. Ihm in seiner Mttster- folgen, sei eut Genutz deri ihm sonst nur noch Döttng und. ^ >Tages, oft auch ganz speziell die ^bnds, fallt von eineni ab, und die reine Luft wirklicher erquickt den Ermüdeten und facht die alten Hoffmrngen auf goldene, schone Tage wieder an." , 1 -ksudoner „Lampentag" zu Ehren von i V c ? ce 6 hting aIe Auf ganz eigenartige Weise haben ^ aucr } Pp Wiederkehr des Gebnrtstirges von Flo- renoe Nightmgale aefE,.lener edlen Frau, die sich als eine der s^^willigen Krankcilschwestern ein bleibendes Denkmal gesetzt ^000 ^ndonerinnen haben an ihrem Gedenktage lleine Papplampen für 10 Pfennig verkauft. Mehr als 4 Mllionest dieser Lanwch^i sollen von den m.ermüdlichen Verkäufersimen die von V»5 Uhr morgens bis 7 Uhr abends ihre Ware feilbdten' abgesetzt- worden sein. Der Erlös war für den Frauendiimst ö! Kriegszeiten" besckmmt. Daß man gerade einen^ ^anit^itaa" veranstaltete,, bezieht sich auf den Beinamen von Flwnmee^Nigh- die Dame nnt der Lampe" genannt wurde, seit ff? a? eillem rührenden Bilde festgehalten hatte, s^ bei eurem schlummernden verwundeten Soldaten mackst und sorgsam das Licht der Lampe m ihrer Hand abblendet Eine Dame nnt einer Lampe lvird immer in der großen Geschichte des Landes sortleben," so lauten die darauf bezügliche Worte ^ona- fettowe, , alv ein edles Beispiel guter, heldenhafter Weiblichkeit" Die ^tatue von Florence Nighttngale auf dem Waterlooplatze war an dem Lampeutage prächtig aus geschmückt. Zwar wurde sevade an der Veränderung des Denkmalssockels gearbeitet, abe das Gerüst war geschickt .mter einer dicken grünen Lorbeerranke verborgen, die in der Mitte einen Schild aus gelben Blumen ttug 1854^bi /^ ^ lnniim sebildeten Inschrift „Frauendienst wtrvich Ernst bctmft machen nx*&err, p^ife [obafi> ch« Pw- hjjfitoii den Höhepunkt erreicht hat, wxklich so festzusetzen, daß der 6varit stickstoff-freien Nähr- toffcn enthält, und sein Eiweißgehalt, auf die Trockensubstanz be- v^hnet größer ist als der der meisten anderen frischen Gemüse. Beson^rs zu beachten beim Spargel ist aber der außerordentlich hohe Gehalt an Mineral stoffen, unter denen wieder der .Kalk und das Eisen am wichttgsten sind. Die Asche des Spargels enthält durchschnittlich fasst 11 Prozent Kalk und fast 4 Prozent Eisen. Es ist ja bekannt, wie ungemein wichtig gerade Kalk und Eisen für die (Gesundheit des Körpers, insbesondere für das Gedeihen der Mnder sind. Auch der Phvsphvrgchalt der Spargelasche ist hoch; er beträgt fast 20 Prozent. So ,i)t denn der Spargel wirttich. am Maßstab aller Genrüsenahrungi gemessen, ein außerordentlich wertvolles Nahrungsmittel. Aber wichtiger als der eigentliche -Mhrwett ist auch bei ihm nne bei allen Gemüsen der Geschmackswert. Und darin liegt auch Wohl zurzeit seine liauptsächliche Be- batfuTtg. Denn ernähren können sich auch breitere Schichten der Bevölkerung noch; aber der Kreis der so wichtigen Möglichkeit der Abwechslung in der täglichen Kost ist gerade in der letzigerr Zeit außerordentlich verringert, da gerade die wichtigsten Oenußmittel der breiter: Schichten, nämlich F-ett und Fleisch, sehr knapp sind. Unter solchen Umständen gewinnt die Bereitstellung eines so hervorragenden Genußmittels, wie es der Spargel ist, einen Wert, rvie er ihn in Friedenszeiten niemals erlangen könnte. Der Spargel kann in mannigfachster Weise zu bereitet werden, aß verschiedenen Suppen, zu Puddings, als Salat usw. Aber die beste und wohlschmeckendste Zubereitung wird wohl immer die bleiben, den Spargel einfach in Salzwasser zu sieden. Es sei dabei bemerkt, daß die hauptsächlich in Norddeutschland übliche Vorstellung, man könnte gekochten Sparget nicht ohne Butter genießen, durck>ans irreführendest. Frisch gekochter Spargel schmeckt auch ohne jede,: FettMsatz so vorzüglich, daß die Butter wirklich völlig entbehrlich ist. . r . a r . ** Spargelverkauf. Infolge eines Versehens sind an Stelle der bestellten grünen Spargelbezugskarten blaue Karten geliefert worden. Hierdttrch tvurdett bisher Pllßoerständiiisse hervor- qerusen. Es sei darauf hingewnse.,, das; es lueifee, blaue und gelbe Spargelbezugskarten gibl. Künftig ivird bet Bekanntmachungen hierauf Rücksicht genottunen iverden. Aip 19. d. Mts. werden die Ailsgabetaae für Svargel nocl ^als bekannt gemacht. Meteoroiogifche Beobachtungen der^ Stat ion Giehen Mai 1916 u CJ §o.| P'~ r- a Ol u G ‘H 2- ^ « CJ CJ G cd o 3 . S G Ä 5 : es . S 5 •° E »f •G i § LL £* S öS. : c 3 — n e»t® COj» ^.5-b •° IS. Wetter 18. 2" 23,2 79 37 5 Sonnenschein 18. 9” _ 17,8 9,5 63 — ~ 0 19. r .i 12,8 7,9 71 0 Sonnenschein Höchste Teinperatur am 17. bis 13. Mai 1916: -f- 23,3*0. Niedrigste „ „ 17. „ 18. „ 1916: 4- 7,9*0. Niederschlag 0,0 mm.__ _ AirchUche Nachrichten. Israelitische Neligisnsgememde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Aulage). Samstag, d e n LO. Mai 1916: Vorabend: 8.30 Uhr — Morgens: 8.3O Uhr. Abends: 9.30 unb 10.05 Uhr. Israelitische Neligionsgeselljchast. Sabbatfeier arn 2 O. Mai 1916: Freitag abend 8.2O Uhr. — Samstag vorm. 8.30 Uhr. Nachmittags 4.O1- Uhr. — Sabbatausgang 10.05 Uhr. — Wochengottesdienst morgens 6.00, abends 8.30 Uhr. Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert - die BrüUI’scheUniv.-Oruckerel Amtl icher Teil. Bekanntmachung. In der Zeit vom 1. bis 15. Mai wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Brieffnappe, 1 kl. Portemonnaie mit Inhalt, 1 Brosche, 2 Portemonnaies Mit Inhalt, einige Papiergeldscheine, 1 Kinderspielzeug. verloren: 1 gold. Kettenarmband, 1 braunledernes Portemonnaie mit höherem Geldbetrag, 1 großes braunes Portemonnaie mit 28 Mark, 2 Zehnmarkscheine, 1 silb. Brosche mit Bernstein nebst Anhänger mit Bernsteinkügelchen, 1 schwarze Damenhandtasche (Inhalt: Portemonnaie mit 40 Pfennig, 1 Taschentuch und 2 Spiegel), 1 silb. Uhr mit langer stlb. Kette, 1 gold. Dmnenuhr mit Lederarmband, 1 schwarzer Beutel mit Taschentuch. t __ Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Tie Abholung der gefundenen Gegenstände kann an jeden Wochentag von 11—12 Uhr vormittags und 4—5 Uhr nachmittags bei Unterzeichneter Behörde, Zimmer Nr. 1, erfolgen. Gießen, den 16. Viai 1916. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hemmerde. Oewinn-Ätiszög der 7 . Prcossisch-SödcJeutschen (233. Königlich Prenss.) Klassen-Lotterie » EtMva. XL QeinmffBtaK. 18 . Mai 1910 «lud vw*A gt«tah nd nm Ja etn«r mX w ta 4ra beides Abtefloae«! h hohe Oe- 8 r die Lo*e 1 n I nad 11 I (Oha* O^rlkr.) ia 4« CNachdruck verboten.) worden Gewinne Ober JUO Mark ge«ofren. 4 O ewtm» wa 5000 M 50586 93574 83 emritme n 8000 M 10143 12849 18458 24391 28821 87117 80632 50769 53825 75829 78488 65721 97123 107807 110256 123931 143983 163728 154480 183171 184098 156448 166909 170602 171641 175753 177714 179808 186463 191289 198028 193154 201397 208106 203369 208674 212206 214263 217685 220941 162 Gewinn» SO 1000 M 2837 3782 6777 9328 I8B70 18S10 28083 27780 27864 30977 32631 35589 48881 48408 49695 54814 62048 63296 88845 70537 71067 76300 88430 84898 96823 87326 95069 100127 102123 102274 102428 100270 111126 111965 112819 1142T7 116217 110868 118798 121236 121823 126390 L32067 136314 137542 137942 139639 141163 142621 144869 150659 151273 152712 155777 167414 161438 £81923 1£1*32 161997 166780 171181 171771 172700 174787 177057 182871 193290 200079 206705 212445 217053 217483 217640 219004 221207 228252 231740 232237 232639 170 Gewinne za 600 M 8756 9209 11168 12860 15065 1S9T8 19786 20428 21801 21914 30066 30236 32653 38127 38616 39819 43389 46162 64061 54930 55506 57X69 67622 62362 62366 85071 66009 68312 08703 70104 72118 74160 80444 82840 86835 87662 91980 «311 05642 08793 07459 102228 102527 *86710 22JÖ3S4 112018 112243 117246 229296 132450 132867 130083 141474 147844 150862 150892 164817 168280 104353 171527 171991 176840 176027 177860 170307 178573 184430 126618 189117 190079 196828 197073 200X99 20842 0 209437 213097 215072 216306 817040 218310 22421 1 225298 226670 227014 232603 a Gmrtnam *rx 5000 M 90018 138380 84 Gewinne za 3000 M 3519 6702 11073 13288 15833 27X0» 29338 30327 83125 40453 44409 47830 65523 53009 64019 88402 86105 90893 91550 92013 112060 XI2504 113669 131343 136444 130137 146773 162334 150353 100600 182884 180830 167966 177912 2*1074 1*1736 210466 231172 225278 227990 228010 4649 27493 60850 77574 115011 134404 152448 169987 190441 207938 212317 Am nächsten Sonntag, nachmittags S U± Uhr: in Eberstadt bei Lich. Festredner: Pfarrer Schrimpf von Hirzenhain. Auswärtige Gäste herzlich willkommen! 3872D Der Kirchenvorstand. Bilanz oora 31. Septe 1015. 164 Gewinn« an 1000 U 1290 2200 3679 11979 13065 13413 16476 23353 26408 •7930 436*1 47082 49284 50196 63362 53614 90*89 62508 03002 72683 74725 74762 76818 73353 87302 «746 99340 101506 108212 1X7808 1X8130 120821 128707 127266 127342 1*76X6 138536 143210 147730 151108 161106 154656 167147 189184 107323 167748 167838 176*13 178578 177030 180266 180619 180926 194353 1*7989 200512 201504 202831 203921 288827 208282 208771 209406 210056 211747 815148 220312 222120 231070 233362 ZfA Gewinne zu 600 M 1940 7461 0X49 15*32 16102 19106 20426 22878 25069 2*166 33105 34105 34274 35219 38576 48401 43607 44354 45181 49376 63243 68562 60376 60440 00641 61805 64467 64663 68020 72219 72260 81928 98511 90882 92656 06662 093S0 102804 104060 U9TO4 110072 112507 113089 114608 121638 125110 128923 727190 125960 128503 143749 158382 153373 156268 157310 159447 138363 268653 160016 ,160237 172006 17*958 17953« 183296 184285 184537 184811 187144 787585 100228 100362 193732 194654 208017 204022 213369 213457 214150 214060 828845 223221 224273 225686 226074 228128 10068 23188 10960 23766 35828 66730 62864 83988 104613 123008 145877 165695 172195 186092 201120 216568 Sensen und Siclie&n in nur bester Qualität. [3776a j&nxTeitbSutne aus Holz und Stahlrohr, Wetzsteine, SraSscheeren und Rasenmäher empfiehlt Edgar Borrmann, Eisenhandlung, Giessen. Markisanstoffe sofort vom Lager lieferbar, 3661 Asterweg 53 Ludwig Lazarus Fernspr.505 Aktiva. An ausgeliehenen Kapitalien a) gegen Obligationen u. Schuldscheine b) Güterkaufgelder c) Wertpapieren Kassenvorrat Vorlagen Ausstände Moblien37.11 5o/g Abschreib. 1.85 683163.11 12615.02 30294.— 28758.45 478.70 14195.83 35.26 769540.3' Passiva Ausgenommene Kapitalien 745696.77 Stammguthaben der Mitglieder 12500.— BaNk-Konto 198.50 Reservcsonds 4079.09 Zuweisung aus dem Reingewinn p. 1914 300.— Beitrittsgeld 5.-4384.09 Spezialreservefonds 4804.30 Zuweisung aus dem Reingewinn p.1914 300.— 5104.30 Reingewinn 1656.71 Zum 1. Juni d. I. wird zur Verwaltung der Univer-, sitäts-Augenklinik >38346 mit guter Handschrift und geübt im Maschinenschreiben gejucht. Bewerbung mit Zeugnissen- Lebenslauf und Gehalts, ansprüchen sind an die genannte Verwaltung zu richten. Bade-Einrichtnng; für Kohlenfeuerung, gut erb/ billig zuverk. Schriftl. Angeb- u. 09701 an den Gieß Anz- 1166V blauen Offiziers- Waffen- u. Interirasroek [geeignet f. Garnison-Dienst) hat im Auftrag zu verk. I 09706 Piengtsnana Blara, Brccfestr. 3. Leere Kisten abzugeben. [3863D Klinische Apotheke. % Bandagisten Spezialisten im Garnieren künstlicher Glieder finden gegen sehr gute Bezahlung dauernde Anstellung. B. B. Cassel, Fra^kfarta .M., Stistsstr. 9—17. [3866ss ScSamle«! sind Schlosser gejucht. [09709 Schön & Co. 111 Beizer sofort gesucht. Schriftl. Angebote unter 3864 an den Gießener Anzeiger. 769540.37 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1914 25 zu.— ab..- Stand der Mitglieder Ende 1915 .... 25 Die Haftsumme betrug pro Mitglied 1000 Stand der Haftsumme Ende 1915 25000 „ Die Rechnung liegt 8 Tage lang im Kassenlokal des Rechners zur Einsicht der Beteiligten offen. Der Vorstand der Spar- u. Leihkasse e. G. m. b. H. Großerr-Buseck Schwalb Schmidt Stephan Direktor Rechner Kontrolleur. Generalversammlung Montag, den 29. Mai, nachmittags 4 Uhr bei Gastwirt Karl Siegfried in Großen-Buseck. Tages-Ordnun g: 1. Rechnungsvorlage 2. Beschlußfassung über Verwendung des Reingewinns 3. Verschiedenes. Für den Aufsichtsrat Konrad,HofII. [3865 m Holzversteigernug in der Fürstlichen Obersörsterei Lich. Dienstag, den 23. Mai sollen versteigert werden: Bormiltags 97? tthr im Distrikt Meilbarl,: Knüppel. Rn,.: 8 Buchen, 100 Fichten lSvitzenholz)? Stöcke, Nm.: 287 Fichten lnicht von sänveren Stämmen): Reißholz Wellen: 8200 Fichten lBackholzj. Zusammenkunft in aus der j©trn u' Lich Hattenrod, dort, wo sie vom Birinalweg WurkliardSselden — Niederbessingeu gekreuzt wird. Nachmittags 2 Uhr in den Distrikten Mühlberg. Kiibunter, <9raudorn und Brunnenwald: Scheiter. Rm.. 23 2 stichen^ Kllüppel Rm: 4 Buchen. 7 Eichen. 13 Fichten: Stöcke Rm.: 10 Buchen, 11 Fichlett: Reisholz-Wellen: HO Buchen, 40 Eichen. Zusammenkunft ist auf der Straste Steinbach — .bet der Llbioürt aum Albacher Lok. 3867B | 3 Zimmer j 09657j3-Zim.-Wobn.iMans.) per 1. Juni zu vermieten. _ Näh. N eust adt 48 p. Kaiser-Allee 8 Hintergebäude, eine 3-23D- mor-lVohnsngm.351ahinetten. neuhergerichtet, nebstGarten u. Bleichplatz per 1. Juni od. später zu vermieten. Preis: Dlk. 23.-. 3809 j Verschiedene [ lnöfcl. Wohn., 2 Ziern., Stiche, i 'irnflfirtrocka. Baum z. verm. Näh. LiekigLtr. 61 I. 3)^1. Wohn* n.Scbiaizlmmer, sowie 1 umnöbl. Zimmer zu verm. EaUer Allee Hip. l°**° [ Möbl. Ziminer\ Pensiou Br»cril Neuen Bäne^ [Bellevue)Zim.in.u.ohneBcr- psteg.f.iedeZeitdaner. Elcktr. ^icht, Bad. Tel. 1085. 00 : 1 c 3858! Junges kinderloses Ehepaar [der Mann tstArzt) sucht in der 9iähe der Kliniken 2—3 gut einger. Zinknier. Mitbenutzurig der Küche f. abends ist erwünscht. Säiristl. 2lng. m. PreiSang. u. 3858 0 a. d. Gieh. Anz. erb. Bsisen^., w-Kolonialtvaren' gesch bes.z.Milnahmee.gang bar.KonsumartikelSgeg.hohe Prov. gesucht. 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Die Ausgabe erfolgt jedesmal nachmittags zwischen 2 und 6 Uhr im Hause Neustadt 61 Nach 6 Uhr erfolgt freihändiger Verkauf des etwa noch vorhandenen Restbestandes. Verspätetes Eintreffen von Lieferungen wird durch Aushang istehe Karte) bekannt gegeben. Zwecks Ersparung von Bindematerial wird ersucht, zum Avholen der Svargeln Körbe oder dergl. mttzubringen. [3861B Gießen, den 16. Mai 1916. Der Oberbürgermeister. Keller. Grasversteigernng der Stadt Giehen. Die Stadt Gießen läßt Samstag, den 20. Mai d. I., folgende Grasnutznngen öffentlich meistbietend versteigern : 1. vormittags 9 Uhr an Ort und Stelle die Grasnutz nng vom Friedhof ain Rodberg für das ganze Jahr; 2. v o r nt i t 1 a g s 10 7* Uhr an Ort und Stelle die Grasnutzung von den Wiescckböfchnngen für das ganze Hahr. Zusammenkunft in der Hammstraße nm Eisenbahnübergang; 3. vormittags 1 0 V 3 ’ Uhr in der R c st a u r a - t i o n von Mk e l ch i o r Schäfer Witwe, Kaiser- Allee 4, die Grasnutzung von den Waldwegen für das ganze Jahr; 4. vormittags 11 Uhr an Ort und Stelle die Grasnutzung vom Friedhof auf dem Rrrh -1 rungsberg und von den Anlagen vor dem Fiedhof für das ganze Jahr. 5. vormittags 11 1 j U h r an Ort und Stelle die Grasnutzung vom O b st v a u in st ü ck b c i der Kaserne zur einmaligen Aberntnng: 6. n a ch m i t t a g s 4 U h r an Ort und Stelle die Heugrasnutzung von I 4 Va Morgen Wie f e n Nn-. 8; bis 17 im A l t e n 1 rs ch an d er G rü N'b»e rett f S.^rLß e , f , , .