Nr. IN» Erscheint 1Sg»ch>mE A«mH«e dMDWWWM Die ^AdcheBer §a«Mr«»N»- mm&m tarn »Anzeiger* viermal wocherrtttch betgekr-t, da« ^«reirbkatt für den KrtU Kr-err- gwmoA wöchentlich. Die ^La«öwir1st^Mche« frage«" erscheinen mona^ich fOMiumL # LTG Jahrgang Donnerstag, 18 . Mai UND Rotationsdruck und Verlag der Br strichen Universität^ - Buch- und Sleindruckereu R. Lange, Gießen. Schrittleitimg,Geschäftsstelle u.Druckerek: Schul- strotze?. Geschäftsstelle u.Verlagi^TAöl, Schriftleitung: «-^112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. ll'üL Mb. Deutscher Reichstag. 4 8. Sitzung. Mittwoch, !►« * 17. M« i 1918. Am BundcSratStisch Dr. Helsserich, Wackerzapf. Präsident Dr. KaemOf eröffnet die Sitzung raa 3 Uhr 16 Mm. Der Gal für das DÄrtzchhehsÄ. Die Aussprache wurde schon in ernen weit über daS dinoarS, was durch die Interessen der.Heeresverwaltung geboten erscheint. DaS erregt bei der ohnehin schon erbitterten Bevölkerung neue Mißstimmung. Man muß versuchen, hier Wandel zu schaffen, sowohl im Interesse der Bevölkerung wie im Interesse der NeichSfinanzen. Auch die Beamten und Arbeiter haben mancherlei Klagen, namentlich über' die un- zureichenden Teuerungszulagen. Abg. Rnefer (Fortschr-. Vg.) bringt gleichfalls Wünsche der Angestellten vor. Namentlich die Bezüge der W c r k f ü h r e r bedürfen einer Aufbesserung. Abg. Jckler (Nall.)r Die Bezüge der Angestellten sind bei den beutigen TeuerungS- verhällnlssen nicht ausreichend. Eine Erhöhung der Einnahmen darf aber nicht in Form von Uebeestunden erfolgen. Die Arbeiter sind lange nicht in dem guten Gesundheitszustand wie in Friedens- zecken. Ein Uebcrmaß von Ueberstunden vermehrt nur dre In- Validität der Arbeiter und führt zu einer weiteren Belastung der PensionSkasseu, die ohnehin jetzt stark in Anspruch genommen sein werden. Abg. Haegh (Elsässer) bringt ebenfalls Klagen aus dem Elsaß vor. Die Zulagen sind nicht einheitlich geregelt. Die Kindcrzuiage ist unzureichend. Chef der Reichseisenbahnen Preußischer Minister v. Brrttenbach: Die Verkehrshemmungen, die in den Reichslanden sich geltend machen, unterstehen nicht meiner Gewalt, sondern werden auS- schließlich unter militärischem Gesichtspunkt behandelt. Es trifft zu, dag die W e r k f ü h r e r, die ausschließlich aus dem Arbetter- v vr ssäk kwS in da« DearntenverbälkniS hincinwachfen. in vielen Fallen cm niedrigere» MindcSgehalt haben, als der Lohn der Arbeiterklasse war, auS der stq he war g n^en. In Erkenntnis dessen bat die Verwaltung bereits häufig mit reckst erheblichen Ausgleichsbeträgen cingegriffen. Wie das Mißverhältnis künftig zu regeln fein wird, lasse ich dahingestellt, ich kann aber feststellen. daß ich wünsche, cS endgültig beseitigt zu scheu. Die Sage der Arbeiter und Beamten beschäftigt die Ber- walluug auf das lebhafteste. Der Krieg bat außerordentliche An- spräche an das Personal gestellt, das ihnen mit voller Hingebung Genüge geleistet hat. was von allen Seiten anerkannt worden ist. Damit eS seine Lebenshaltung den schwierigen Lebensverhältuissen an passen kann, sind bereits in vielen Fällen Lohnaufbesserungen vorgenommen und K rieg »geh a l tsz n l age n gch-ährt worden. DaS wird weiter in steigendem Maße geschehen. Für 1010 ist der-Betrag über daS Doppelte höher als 1015. Ich kann nur mit der Versicherung schließen, daß ich als Chef der Verwaltung der Reichseisenbahnen der schwierigen Lage des Personals Rechnung zu tragen bereit bin und Rechnung tragen werde. (Beifall.) Die Aussprache schließt. Die Abstimmung soll bei der dritten Lesung erfaigen. Gal für die Reichspofl- und TeleZraPhennmyÄluug. Eine Entschließung de» HauShaltSauSschusscS verlangt Erhöhung der Bezüge der nicht etatsmäßig angestellten Post, und Telegraphemstfisteuten, der nicht etatsmäßig augestellten Post- und Telegraphengehiffinnen und der Postboten sowie der Vergütungen der Gehilfinnen bei Postämtern TT; eine andere Entschließung verlangt Löschung von Disziplinärst ras. vermerken in den Personalakten nach Ablauf einer angemesse- neo Frist. Bemchkerstakier Meyer-Herford (Natl.): Die Klagen über die Feldpost, die ja anfangs recht lebhaft waren, sind jetzt verstummt. DaS deutsche Volk dankt der Postverwaltuirg für die Art und Weise, wie sic jetzt diesen Zweig ihrer Tätigkeit geregelt hat. (Beifall.) Auch in der Verleihung von Auszeichnungen kommt dies zum Ausdruck. 1226 Eiserne Kreuze und über 400 andere KriegSvrden sind an Airgestellte der Feldpost bisher verliehen worden. Die Leistungen der Feldpost reihen sich tvürdig den Verdiensten anderer Organisationen im Kriege an. Die deutsche Feldpost in Belgien wird stets ein Ruhmesblatt der Postverwaltung bleiben. Besondere Arrerkennung verdient eine Dame, die während des RusseneinfnllS in Memel auf ihrem Posten ausharrle und unserer Heeresverwaltung große Dienste leistete. Staatssekretär des Reicbspastamts Kroetke: Dem Herrn Berichterstatter danke ich für die warme Anerkennung. die er den Reichspost, und Telcgraphenbeamten ausgesprochen hat. Die Beamten haben allen Anforderungen entsprochen, die an sie gestellt werden konnten. In der ersten Zeit sind allerdings den Beamten Aufgaben ^»gemessen Norden, denen sie eintach nicht gewachsen waren. Von oen etwa 220 000 Beamten der Reichspost sing etwa 87 000 eingezogen. ES wird Ihnen allen verständlich sein, daß infolge der in der ersten Zeit vielfach recht mangelhaften Ersatzträfte au die Beamten in der Heimat ganz besonders hohe Anforderungen herantraten. Während des Krieges sind die Beförderungsverhältnisse nicht in dem gleichen Maße wie im Frieden vorgeschritten. Wenn erst wieder ruhige Verhältnisse eingetreten sind, werden wir versuchen, die Nachteile, die hier entstanden sind, zu mildern. Was die Entschl,esmng Ihres Ausschusses über die Per- sonalokten anlaugt, so Rn rch persönlich auch dafür, daß die Strafen gelöscht werde,!. Ein Unterschied in der Auffassung besteht nur insofern, als e» eben praktisch unmöglich ist, die 220 000 Personalakten darauf drirchgi sehen. wo etwa mit einem Vermerk ans diese Strafen znrnckgekonnnen ist. Eine solche Arbeit würde einfach unausführbar sein. ES müßte Ihnen daher ge- nügen, wenn der Chef der Verwaltung schon ungeordnet hat, daß m Personalakten leichte Bestrafungen überhaupt nicht eingetragen werden und daß. wenn innerhalb 6 Jahren nichts vorgekommeu ist, die Strafvermerkc in den Akten in Wirklichkett gelöscht werden, so daß nicht mehr auf sie znruckgekommen werden kann. Wenn höhere Verwaltungsbehörden anfragen. so ist die Behörde aber verpflichtet, Auskunft zu erteilen. Weiter können wir nicht gehen. Abg. Nacken (Zentr.)k Auch die Beamten der ;ÜeicbS-Post- und Telegraphenverwaltung haben Vorzügliches gelcrstet, wobei zu bedenken ist. daß die Arloit zum Teil mit ungeschultem Personal aufrcchterhakten werden mußte. Viele Wünsche sind nirs geäußert worden. Die Bram t e n können sicher sein, daß sic bei uns williges Gehör und eifrige Fürsprache finden. Der Reichslag bat wiederholt in Anträgen Erhöhung«, der Gehälter beantragt. Man sollte ihnen jetzt, unbeschadet einer kommenden allgemeinen BesoldnnySordnung. schon Rechnung tragen. Namentlich die Landbriefträgcr sind l^sserzustellen. Auch die nichtetatsmäßigen Assistenten und Gehilfen können angesichlS der schwierigen LcbenSverhältniffe nicht länger unberücksichtigt gelassen werden. Die Unternehmer, welche für die Postderwakkung Lieferungs- Verträge für Bekleidung der Beamten abgeschlossen hatten, haben durch die Verteuerrrng der Tuche vielfach erhebliche Verluste er- lttten. WünschenSnori ist auch, daß die Arbeitszeit verkürzt und namentlich, daß die Sonntagsruhe eingehalten wird. Staatssekretär teS Reichspostain tes Kraetke: Dir Lieferanten von Bekleidungen für die Beamten sind, so- wett wir die Verhältnisse beurteilen können, gar nicht in der Lage gewesen, die Stoffe zu verwenden, zu denen sie vertragsmäßig verpflichtet waren. 29enn sie aber Ersatzstoffe liefern, so müssen wir mit ihnen neu verhandeln, denn für diese Ersatzstoffe müssen andere Preise zugrunde gelegt werden. Nach der Richtung der Entlastung bcr Beamten ist schon alles mögliche gescheiten. Schon im Dezember v. Js. erging eine Verfügung, welche den Oberpost- direktionen Anhaltspunkte gab, Nne sie den Dienst so viel als möglich einschränken könnten. Die Schalterdienststunden sind um 23 bis 24 Prozent verkürzt worden, im OrtSbcstclldieust ist eine Vernrindcrtlng von 17 Prozent der Bestellungen eingetreten, un Landbcstclldicnst sind 22 Prozent der Bestellungen ausgefallen. Auch am Sonrstag soll die 3ttrhezeit möglichst beolochtet werden. Nbg. Tanbadel (Soz.): Wir erckennen gern au, daß unsere Postbeamten im Felde und daheim Vorzügliches geleistet lwbcn. AuS den Kreisen gerade dieser Beamten gehen alor dem Reick>Stagc dauernd Klagen über mangelhafte Bczahlirng Beförderung zu. DaS war schon im Frieden so. Jetzt sind TernTrungSzulagen unbedingt gelolcn, die nach der Kinderzahl der Familien abgestust sein können. Die ?lushilfSbemnten der Post werden durchaus ungenügend bezahlt. Wegen der unzweckmäßigen Portogrenzen für Fcldvostpalete haben Soldaten vielfach ihre Wäsestücke zertrennen müssen, um sie rvoblfeil nach Hause schicken zu könnon. Die Verletzungen de-s Bri-efgeherm-nisis^^ beklagen wir. Der Reichstag sollte arrfs Schärfste da.^egen Widerspruch erheben. Unser Ansehen im Ausland wird dadurch nicht gehoben. Abg. Hubrich (Fortschr. Vp.): DaS ungünstige finanzielle Ergebnis der Reichspost erklärt sich zwanglos auS dem Kriegszustand. Die Aufgabensteigcrung ist ans die Vermehrung deö Personals durch Aushilfskräfte zurück^ zuführcn. Ob eS bereckstigt ist, auch allen Offizieredes Heeres und der Marine Portofrei heit zu gewähren, möckste ich bestreiten. Diese Generosität paßt wenig zu der jetzt sonst gehandl)abten Pfennigfuchserei. Sehr zu Unrecht wurde zu Anfang des Krieges das angebliche Versagen der F e l d p o st getadelt, obwohl ev auf militäriscko Maßnahmen zurückzuführen war. In einer Woche leistet sie so viel wie 1870/71 im ganzen Kriege. (Beifall.) Ausgezeichnet find die Leistungen der Tele- graphcnarbettcr im Felde. DaS ständige Personal mrch ohne be^ sondere Vergütung erheblick^c Ueberstunden machen. D i c bleierne Sorge um die Ernährung ihrer Famüien beeiuträcht^t die Dienstfreudigkeit der Beamten. Die Verschlechterung der Dienstzeit bat z»- genommen. Der Staat erschwert seinen Beamten die Gründung einer Familie. Ein Postbote wird 31 Jahre, bis er fest, aber immer noch kündbar, angestcllt wird. Weitere e t a t. nlätzige Stellen müssen geschaffen werden. Die verspätete Anstellung schiebt auch den PensionSansprnch hinaus und beeinträchtigt ihn dadurch. Auch die Einschränkung hat ein Ende, wenn daS Gehalt schon in FricdenSzettcn zur Einschränkung nöttgt. Viele Beamte leiden bereits an Unterernährung. DaS Haus vertagt die Wetterberatnng auf Donnerstag 2 Uhr. Schluß 6 Uhr, Die neue tüttische ,?rau. Das Erwachen der türkischen Frau ans dm- Unbewealirbkeit, Tn der tlrr Geist unb Leben jahrhunoertelang verharrt haben, steht unmittelbar mit dem nationalen Aufschwünge der modernen Türkei nn Znsanrmeirhang. Bey O g h l n, der in diesen Tagen im Delvhttt-Verlage in München ein fessetnedes und inhallreiches Buch . über türusche Frauev veröffentlicht, lwbt hervor, daß schon der Kanonendianner von Tripolis ein Echv int Harenk fand. Hinter den hol',vergitterten F-enstern wurde es lebendig, und die Hanums, die bisher allen Ereignissen der großen Welt fern und teilnalimsbvs gegen übergestanden liatten, besannen sich darauf, daß auch sie deni L>aterlande nützlich sein tonnten. Do die trivolrtanische Tragödie spielte sich iit weiter Ferne ab. Die Hauptstadt selbst blieb davon unberührt. Als dann aber der Donner der Geschütze von Tscha- taldschr nach der Hauptstadt herrüberrollte, als die venvundeten Soldaten nach der Stadt gebracht wurden, da ließ auch die scl^euc Hanuin sich nicht mehr z-urückhalten. Sie besuchte öffentliche Frmlenv-crsa'nml'ung'cn, in denen patriotifche Rc^den gehalten tvur-- den, trug ihre Schmucksach^l hin zum Besten der Verwundeten ^d ging selber im .Kleid der Krmrkenschwesden durch die Säle der Hospitäler. Die Not des Landes brachte chr Beffeinng. Und tr>er da glaubte, dieser freie Zug iverde nach den kriegeristhien Ereignissen langsam wieder ein schlafen, der konnte siiclii täglich von de,- Irrig- lcrt dieser B^einung überzeugen. Frauenvereine sehossan wie Pilz-e aus der Erde. Frauenz-eitschriften hielten die Bewegung fest, die ermnal eingesetzt hatte, und trugen die neuen Gedanken twn Haus M Haus. Der nationale Geist fnmeu Schönbeitsfinn entfalten lönnen. Korbslechtschnl^m werden nwhl hie Ed da entstehen, und da mag als -ein Vorbild ein segensreiclues, tt-efslüh heran ge blüh chs Unternehmen dienen, das die kürzlich irr storbene Gräfin Marie von M i r backi-Sor g ni tt en ins Leben gerufen hat. Es ist die Korb f l echt schiule zu Geh land in Ostpreußen, von der Maria Schade in der von Eduard Kenkel gut geleiteten Zeitschrift für die Gesamtinteressen dc^s Ost Preußentums „Ostpreußische Heimat" eine fesselnde Schilderung entwirft. Durch -einen Zufall kam die Gräfin, eine loerktätige N'censchcufreundin, auf den Gedanken. In Sorguitten trieb sich eilt Landstreicher und ehemaliger Zuchthäusler lwrnm. der aber ein Näeifter- im Korbflechten war, und ihm solltt ein Feld der Tätigkeit geschaffen werden, um ihn an Seßhaftigkeit und nütz licke Arbeit zu gewöhnen. So entstand aus kleinen Anfängen her aus im Jahre 1884 die Korbflechtschule, deren Arbeiten lieut weit über Deutschland hinaus einen guten Ruf besitzen. Es ist ein stat! lich.es Haus in denl malerisch zwischen Wald wld Scw gelegenen Dörfchen Gehland bei Sorguitten, in denr sie heut ihre Stätte Hot Während zu Anfang nur alte und schlvache Leitte, Arme und ß. rrippel hier hier Brot twrdienten, besuchen ietzt auch junge cp" Uinde Lelwlinge die Schnl-e, nur hier eine Ausbildung in lalpwndrr Xrttttrfoit zir erhalten. Nach dreijähriöror Lehrzeit legen sie eine Prüfung ab und gellen dann als Geiallan mit tüchtigen Kennt« nisten in die Welt, um dankbar das zu verwerten, lvos sie in denr friedlichem Hans anl Seeabhange gelernt Iiaben. Geleitet wird die Schule von einem rlMinländiscinm Korbslechtmeister, der durch sein reu4.es Können und seine lirngen Ersalwungen hier eine hob- Blüte der bescheidenen Kunst geschaffen bol. Segensreich erivres sich das Unternehmen zunächst ffff die Bewohner ix^ umliegenden Landes, denn sie fairden bier im Winter, der sonst eine Zeit der Not und Entbehrung gewr-fen war,, gute Arbeit. Die Arnien konnten sich an^ch das Flechten der Binsen, die mr den masurischen Seen gewonnen wurden, ernähren, rnrd für Aufträge war gesorgt, da die Anstalt Bcsenlieserungen an die Eisenbahn übcrrio in irren hatte. Auch dre Anferttgimg twn ßrobrmatten nmrde zur .Heimarbeit ver geben: danach n>ar immer Nachffage. nwil sie zu Gipsdecken ver lvertet n>erdeu, mrd Rxchr ;vben die masurischen Seen reichlich her. Bald aber wagte man sich amh an bessere und knnstpollere Sa>4m. Da kvnrden Reise-- und Waschkorbe her ge stellt, und besondere Ans Mertsamkeit wandte man den Korbmöbeln zu. Heute i-aben die S v r g n i t te r Kor b m ö be l einen guten Ruf und genießen hohes Ansehen auf denr Markte. „Denn gar schöne und liiusl volle Sachen werden zu Gehland gefertigt, die eine Zierde sind sür (tzartensäle und Balkone und auch sür nranches herrschaftliche Zimmer. Machte doch die Gräffn mit eigener Hand Enttvürfe, die aufs Beste von denr trefflichen Meister ausgeführt lonrdeu Der grase Farbensinn, der ihr eigen war, hüllte diese Möbel in ein geschmackvolles Gellend. Und so war es kein Wunder daß so mancher nur in einem Mirbachsessel sich auSruhen uwllt'e." Für solche Arbeiten Ivanen edlere Ralwarten vonnöten, und so führte denn die Grjisin die Kultur der edlen Korbweide iir Ostprenlwn em. Ans Pacht!äirdcrn baute sie die Bandstockioeive (salix vimnialisl und die Fleckstimäde (anwgdalinal an Dadurch erhielten wieder viele Leaste Arbeit. Ancli ausländische Rohre werden viel verlvendet, und so kanien nach dem fernen Masuren! Teestauden. Lvngoaichen und Peddigrohre. Während deo Krieges haben Invaliden und Verwundete in der ttUlstnuder Kubflecht- schule Ausnahme und Arbeit gefunden. Mancher li.st ein Glied seines .Wrpers hergeben müssen, aber die Kraft und Geschicklichkeit seiner Hände ist ihm geblieben, und so findet ep liier eine stille, fwundlichr, friedliche Tätigkeit nach den blutigen Wirren des Krieges. Htcolfon und hardinge. London, 17. Mai. -WTB.) Meldung des Reuterschen Bu vsarrs. Die „Mvrning Post" erfährt, baß sich Sir Arthur Nicolson, Mntnger Untersekretär des Auswärtigen Amtes, wegen Kränklich- rert -aus dem öffentlichen Dienst zuräckzieht. Sein Nachfolger ist LordHardinge. England, das sein Ansehen, mit jedem Tage deutlicher fdßhwnbeii sieht, sucht neuerdings, da sachliche Erfolge fichken, durch persönliche Aktionen Eindruck zu machen. Eine solche Aktion waren die in alle Welt posaunten Friedens- jKiele Greys, eine solche ist der Wechsel im ständigen Unter- stacrtssekretariat des Auswärtigen Amts. Sir Arthur Nicolson, dem während des Weltkrieges so ziemlich alles, 4vas er einfädelte, mißglückt ist, der die Brüder Buxton mach dem Balkan schickte, Bulgarien nicht auf die Seite des Wierverbands ziehen konnte, falsche Hoffnungen auf Rumänien gesetzt und mit Herrn Eleirtherios Venizelos Verspielt hat, Sir Arthur muß gehen. Um die trüben Gründe ldieses Rücktritts zu überstrahlen, wird der durch Lord E^elmsford abgelöste Vizckönig von Indien, Lord H ar- dinge an den stillen Schreibtisch Nieolsons gesetzt. Zufall rft es, daß Nicolson und Hardinge sich nun jeoer schon Meimal ans einem der wichtigsten Posten des diplomatischen .Dienstes folgten. Absicht, volle Absicht ist es, daß gerade im jetzigen Angenblick Hardinge in den Souffleurkasten der S c schlupft, auf der Grey im Schweiße der Angst seine zu einem guten Ende ztt spielen sucht. Denn erstens Kilt dieser Souffleur, der unabhängig von den Wechsel- f äXlen des parlamentarischen Lebens bleibt und herkom- iniensgemäß ein ständiger Reisebegleiter des Königs ist, als Mertraueusinann der Krone. Was er flüstert, gilt als Ein- stgxbung einer unantastbaren Stelle, nach der man sich in •bet Stunde der Gefahr allein noch zu richten habe. Und lKv>eitens ist eben .Hardinge der Mann, der die Tradition Der Eduardschen Politik verkörpert. Hardinge im Auswärtigen Amt soll bedeuten: Georg V. krönt und vollendet das Wert, das Eduard VII. begonnen. Ein Ring soll sich schließen von den Uranfängen der Einkreisungsidee zu dem Abschluß des Weltkrieges. Hardinge bestätigt nicht nur die 'Arbeit Nieolsons, er soll sie vielmehr heiligen und bengalisch Deleuchten. Derrn so verschieden im Wesen auch Hardinge, Der „Halbgott von Simla" und Nicolson, der weltscheue ^Stubenhocker, sein mögen, in einem Punkte gleichen sie sich .wie ein Ei Hem andern : im Haß gegen alles Deutsche, in der Feindschaft gegen die gefürchtete deutsche Weltmacht, in der Schulung der Mittel, die der Niederringung Deutschlands Dienen sollen. Beide kennen Berlin und den „Feind", was man ja von Grey nicht behaupten kann. Nicolson hat 1873 -eine Geschichte der deutschen Verfassung geschrieben und war Hann (bezeicchmndertveise nicht etlufd vorher) wiederholt in Deutschland tätig, und zwar 1874—75 als dritter Sekretär 'Des damaligen britischen Botschafters Lord Odo Rüssel, l sodann 1878—79 als zweiter Bo ts chafts se fr et a r. Hardinge hat, als er zum ersten Male Unterstaatssekretär des Auswärtigen Amtes war, König Eduard auf allen seinen Meisen begleitet, und so war er mit dem britischen Königs- Paar auch nach Berlin gekommen, als dieses im Februar 1909 dem deutschen Kaiserhos in der Hauptstadt des Reiches einen Besuch abstattete. Auf dieser Reise, die einen durchaus politischen Charakter trug, vertrat Lord Hardinge die britische Regierung. Unserem Kaiser war er bereits früher be- !gegnet. Es war dies im Sommer 1908, als .König Eduard ivad) Hombrrrg kam, um der Enthüllung des der Landgräfin Elisabeth gesetzten Denkmals beizuwohnen. Damats hatte der englische Staatsmann eine längere Unterredung mit unserem ^Kaiser, der ihn durch die Verleihung des Roten Adlerordens -erster Klasse auszeichnete. Aber diese persönlichen Erfahrungen haben nicht verhindert, daß Hardinge in allem, was er über Deutschland denkt und sagt, genau denselben verbohrten .Stockengländer-Standpunkt emnimmt, wie Nicolson, wie !Grey und alle diejenigen Männer, die zurzeit noch im Steuerhaus des englischen Staatsschiffes stehen und einen Kurs ein- -halten, der zur Katastrophe führen muß. Diesen Kurs als [das „heilige Vermächtnis" Eduards VII. in Erinnerung zu Dringen, die Bedenken und Vernunftgründe unbequemer Marner aus dem Felde zu schlagen, das ist der Sinn und ^Zweck des eigentümlichen Personenwechsels auf dem Posten iides permanenten Unterstaatssekretärs. Man sagt, Sir William Tyrrell, Greys Geheimsekretär, der in nahen verwandtschaftlichen Beziehungen zu einem ehemaligen hohen deutschen Würdenträger steht, fließend deutsch spricht und deutsches Wesen wenigstens begreift, sei in manchen gefährlichen Momenten noch der gute Geist gewesen, der seinen Chef an allzu großen Mißgriffen hinderte, während Nicolson, der offizielle Sekretär, wo er konnte, zum Bösen hin den Aus- >schlag gab. Nun, da Nicolson durch Hardinge ersetzt und übertrumpft ist, wirb sich Grey ganz und endgültig dem Bösen verschreiben. Die Schlußszene des großen Dramas beginnt. __ Kriegsbriefe cu$ dem westen. Telegramm unseres Kriegsberichterstatters. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten^ Feindliche Angriffstätigkcit längs der Westfront. Großes Hauptquartier, 16. Mai 1916. Die jüngsten Tage waren durch eine stattliche Anzahl von feindlichen Unternehmungen an verschiedenen Stellen unserer Westfront gekennzeichnet, die durchweg nur in beschränkten Abschnitten und unabhängig voneinander unternommen wurden und ausnahmslos ohne jeden Erfolg blieben. Die Engländer haben, nachdem dort vorher ziemlich lebhafte Minenkämpfe sich abgespielt hatten, im Abschnitte von Lens einen sich kräftig gebärdenden Angrisf versucht, der sie für einen Augenbliä bis zu unseren Vorgräben brachte, aus denen sie sofort wied er h inaus geworfen wurden. Unternehmungslustiger waren die Franzosen, die in den letzten Tagen ihr Glück an verschiedenen Punkten vergebens versucht haben, so südlich der Somme, ferner irr der Champagne und gestern zum ersten Male nach langer Unterbrechung in den südlichen Cokes Lorraines bei Vaux-les- Palametx. Diese Angriffe scheiterten restlos und unter zum Teil sehr bluttgeu Verlusten. Am regsten waren die Franzosen im Verdun-Gebiete, uird ihr beständiges opferreiches Aurerrnen gegen unsere dortigen Fortschritte sind die beste Erläuterung zu dem Verlaufe der Verdunschlacht. Die Franzosen scheuen kein Opfer, u.m ihren Akttonsradius um Verdun durch Zurückdrücken unserer Klammerstellungeu zu erweitern, imb da alle ihre An griffe vergeblich sind, hat ihre Tätigkeit den Anschein einer nachgerade verzweifelten und hoffnungslosen Menschen Opferung. Vor drei Tagen griffen sic unsere Stellungen bei der Südwestecke des Ma- lancourt-Waldes stark an, kamen bis zu diesen vor und mußten daun unter schweren blutigen Verlusten wieder in ihre Ausgangsstellungen zurückwerchen. Ebensowenig Erfolg hatten sie am selben Tage gegen die Südostecke des Avocourt-Waldes, am Toten Mann und gegen die Steinbruchstellungen bei Vaux. Gestern erwies sich ein Ansturm gegen unsere neuen Stellungen am Westhange der Höhe 304 als ganz -aussichtslos. Trotzdem wurde er im Laufe des Nachmittags viermal wiederholt. V- S ch e uerman n, Kriegsberichterstatter. tzeereszahleu in alter uni* neuer Zeit. Gegen die Millionenheere der Gegenwart verschwinden die Heere der Vergangenheit — so nimmt man allgemein an, denn viele der Angaben alter Schriftsteller über die Riesenhoere ihrer Zeit haben sich als Phantasiegebilde erwiesen. Tie Frage, welche Größe die Heere in alter und neuer Zeit hatten, behandelt in anziehender Weise Tr. H. M r o s o im nächsten Hefte der „Grenzboten". Der erste Militärstaat der alten Welt, das assyrische Reich, hatte ein stehendes Heer von ansehnlicher Grösse, das Friedrich Delitzsch auf etwa 150 000 Mann schätzt. Sehr interessant ist cs nun, diese Zahl mit den Angaben des alten Testaments zu vergleichen, wobei man immer an die geringe Große Palästinas denken muß. Ms König David auf der Höhe seiner Macht stand, ließ er sein, Volk zählen und ein Bericht darüber spricht von 800 000 waffenfähigen schwertgerüsteten Männern in Israel und 500 000 in Inda. Einem der Nachkommen Davids, der über die Stämme Benjamin und Juda herrschte, gibt der Chronist sogar ein Heer von 1600 000 ohne die Festungsbejatzung. Aber aucb sonst ist von Ritten Heeren die Rede; Saul zieht mit 330 000 Mann gegen die Ammoniter, Ieroboam von Israel verliert im Kampfe mit Abia von Juda von seinen 800 000 Leuten eine halbe Million. Zur Erklärung der israelitischen Massen Heere wird geltend gemacht, daß es sich um Volksaufgebote gehandelt habe. Wenn diese Zahlen richtig wären, könnte man auch die Heereszahlen des persischen Weltreiches glauben, etwa die 700 000 Mann des Darius, die über den Bosporus kamen, oder die Millionen seines Sohnes Lerxes. Das Riesenheer -des lerxes berechnet Herodot auf 5 Millionen Menschen: die Inschrift des The rmopylendcnk m als spricht von 3 Millionen. Die Fachgelehrten freilich veranschlagen die Zahl der persischen Streiter auf 50 bis 100 000 Mann, und die Bewegung und Verpflegung einer solchen Menschenmasse in großer Entfernung muß als hervorragende Leistung für jene Zeit Ungesehen werken. Tic größte Hoeveszahll, die die geschichtliche Ueberlieserung überhaupt kennt, findet sich in der Lübecker Chronik der polnisch- litauischen Uebermacht, gegen die im Jahre 1410 bei Tannenberg der deutsche Orden erlag: 5 100 000 Streiter sollen es gewesen sein! Delbrück schätzt in seiner Geschichte der Kriegskunst dieses polnisch-litauische Riesenheer auf 16 500 Mann, das Ordeusheer auf 11000 Mann. Wenn von waftd-ernden Völkern die Rede ist, gibt die Ueberlieserung auch gewöhnlich Riesenzahlen an. Plutarch z. B. berichtet, der Zug der Zimbern und Teutonen hätte 300 000 streitbare Männer in Waffen gezählt, und dre^ Masse der Weiber und Kinder soll noch viel größer gewesen fern, Zahl der Floren, die im Jahre 267 Griechenland verheerten und Athen eroberten, wurde auf 320 000 Bewaffnete angegeben. Von dem Heere AttnaS, das 457 in der VöllerscÄacht ans den katalaunnchen Feldern kämpfte, gibt eine [Überlieferung die Zahl auf oOO OOO, ettt« arUvre gar auf 700 000 an. Noch in viel späterer Zeit finden M solche Angaben von Ricsenzahlen, die maßlos übertrieben sein durften. Das erste Kreuz Heer, das von Konstantinopel aus die anailiu)c Küste übersetzte, soll mit Weibern und Kindern,, Mönchen und Knechten 600 000 Menschen, darunter 300000 erlesene Streiter zu Fuß und 100 000 wohlausgerüstete Reiter gezählt haben, wahrend eine andere Quelle sogar von 600 000 streitbaren Scannern spricht. Die normannische Ueberlieserung behauptet, im Jahre lUbb seien bei Hastings 1 200 000 9Nann des Königs Harald besiegt vwrden. Noch in der Neuzeit finden sich solche Uebertteibungen, sreilicb nicht im gleichen Maße. Tie Türkenheere des 17 -Jahrhunderts werden nach 200 000 oder 300 000 Mann gezahlt Wallenstein soll 100 000 Mann vor Stralsund gel-abl haben. 1/00 sollen der Pultawa 120 000 Russen gegen die Schweden gekämpft haben. Es ist aber sicher, daß in den ersten drei Jahrhunderten der Neuzeit die Turchschnittsgröße normaler Heere zwischen ^»0 und dO 000 Mann betrug, wie vor nrehr als 2000 Jahren auch. Von den 150 000 Mann, über die Friedrich der Große zu Beginn des Sreben- jährigen Krieges verfügte, hatte er allenfalls 60 000 Mann auf einmal zur Verwendung. Die größten Heere des Altertums hat wahrscheinliecb die Doppel schlackst von Philipp! gesehen, wo an die 100000 Mann aus jeder Seite gekämpft haben mögen. Noch rn der neuesten Zeit sind die Angaben über Rkesmheere unzuverlässig; es ist nicht sicher, ob im russisch-japanischen Kriege dre ^nzaht der Teilnehmer an der Schlacht bei Mukden 300 000 oder 400 000 auf jeder Seite betrug. _ Kircfrc Mitö Scbufe. 4- Büdingen, 18. Mai Am Montag den 29. Mai veran-» staltet „die hessische Land es gruppe der Konferenz für evangelische Gerne indearbeir' ihren diesjährigen oberhessischen Kirchengemeindetag in Büdingen. Die Stadtverwaltung stellte den Rathaussaal für die Verhandlung zür Verfügung. „Lebendige evangelische Gemeinden", diese Forderung des bekannten Vorarbeiters aus diesem nächtigen Gebiete, des bekannten Pastors v. Sülze, hat sich ja in diesem Kttege erst recht als die Grundbedingung für eine gedeihlicl-e Weiterentwicklung der evang. Kirche herausgestellt. Die Arbeit der Konferenz ist deshalb mit Freuden zu begrüßen und es ist rmt zu wünschen, daß sie auch von seiten der Laien eine recht lebhafte Unterstützung vor allen Dingen durch recht zahlreichen Besuch der diesjährigen Tagung erfährt, wobei gewiß das herrlich gelegene Büdingen im Frühjahrsschmuck seiner Wälder scl>on rein äußerlich seine altbekannte Anziehungskraft ausüben wird. Im Mittelpunkt der diesjährigen Verhandlungen stehen zwei sehr zeitgemäße Vorttäge bekannter Redner. Ter Direktor des Hessischen Predigerseminars, Professor I). Schöll und Pfarrer G ö b e l - Büdingen werden sprechen über „Deine Kirche und du" und „Du und deine Kirche". Anfang der Beratungen pünktlich 3^4 Uhr, Ende 6 Uhr. Abends findet dann noch ein Familienabend im Rathaus um 8 1 f 2 Uhr statt, auf dem voraussichtlich Professor v. Sch ia n- Gießen über ein zeitgemäßes Thema sprechen wird. Eine Anzahl Freiquartiere für auswärtig' Besucher stehen in den gastlichen Häusern Büdingens zur Verfügung. Nähere 9luskunft erteilt Dekan Schäfer-Büdingen. Briefkasten der Redaktion. Muorrtzme Anfragen bleiben unberücksichtigt^ $. B. Es handelt sich im vorliegenden Falle um eure vorgeschlagene Maßnahme, die nicht vorn Hessischen Landtag, sondern, vom Reichstag beschlossen werden muß. Der vom Abgeordneten Hauck gestellte Antrag konnte deshalb auch nur dahin gehen, beim Reichstag daraus hinzuwtrken, daß auch den Angehörigen derjenigeir gefallenen Kriegsteilnehmer, die vor dem Eintritt in den Kriegsdienst weniger als 1500 Mk. Einkommen hatten, eine Zuwendung gewährt wird. Ein .Beschluß ist in dieser Angelegenheit vom Reichstag noch nicht gefaßt rvordeir. Märkte. fc. Frankfurt a. M. , 17. Mai. Kartosselmarkt. Kartoffeln per 100 Kilogramm in loser Ladung ab Versandstation 10,60 Mk. bei Abnahme von mindestens 500 Kilogramm. Meteorologische veobachtungen der Station Gietzen. Dtai 1916 srr = S s c ^ ft •— 6V O *&> “ CJ3 o ft, J3 ft a>'S> z% ft ft ft ft * z tx> -5 II U o J-» •C yo i - /O Io ^ 5 !!#» CO.O Wetter 17. 2” 20,5 8.8 49 _ 8 17. — 14,8 9,2 73 — — 0 18. 7 ” i " H/7 8,2 80 0 j Verschiedene j MersmgM.Zt. H-Zimmerlvobnung m. Zu behör ver 1. Jnli od. früh, zu Vermieten. 9iäh. Zigarren- «eschäft Sonntag. <3329 5 Zimmer 2108 Neuburger. B-Z.-Wohn. sofort z.verm Bleichstr. 28 1. 5-Zimmer-Wohnunq soforc zn vermieten. 3343 Babnbofstraße 52 s. f 4 Zimmer -09012! Mamarde (4 fl. Zim.j mit Zubehör zu vermieten. Wolsstraße 15 p. { 3 Zimmer "] iatcDciivi tut 21 WmnaWchiM!, zu vermieten. 12935 Kaiser-Allee 8 .Htm geb.inde, eine 3-Zlm- mer-WoImang ni.3 ttaOinetten, neuhergerichtet, nebstGarten ,n. Dleichplatz per 1. Juni ob. i'oäter zu vermieten. Preis: M k. 23 — __ 3809 38121 Säiöne L Z.-Wohn. z. o. Gebr. Weil, Neustadt 10. 2 Zimmer j (icr. Wiic-WM. jjet* 1- «uni oder svnter zu veraneten. 1 Näheres Steinitrane 73508 Liebigstraste 15 p. Bill. möbl. 2i»mer i. 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OrtSgericht 384161 S i m o n. Q 19 J. 8 ! /,.tSM(Oil 9 . Krjlli. 140c) | V.C.-V.H.C. Sonntag, 21. Mai, Allendorf — vlordeck — Roßberg — Holzhausen — Marburg. Abfahrt 9 17 nach Allen- dors a. d. Lumda. Zur Saal in den Sorten Mepiinjeitafüsfe, Riesen - Schlachtschwert, Phänomen, rhein. Speck, türkische? Prunk o. s, w. offeriert in bekannter Qualität 13830 ftemrich Hahn Samenhandlung, Neustadt? Niemand fiat gesunde iZptnp jetzt nötiges als die Da- kisjkiKxj heimeebliebenen, welche den wipt»chaftlichen Kampf durchzuhalten haben- Schwere Leiden |ij d vernachlässigter Krampfadern- Bei Beinfeescluviiren, Aderbeinen, Oescnwnpd.Bnt- zündang.uass f-'lechte, Salzfluss, trockener Flechte, ^(iclenkver- dicku-g, Steifigkeit, Piattfuss, Rhtuma/Jicht, r ^ S s»- Ischias, tiüfl- weh^ßlcfanti- asis verlangen Sie Qr x itisbroschüre: .Lehren u. Ratscnijlge für Beinleidende v. Sauiuitsrat Dr. R. weise & Co., Hamburg C. 0. Bekanntmachung Nr. W. IV. 950/4. 16. St. R. St., betreffend Höchstpreise für Lumpen und neue Stoffodsälle Mer Art. Vom IC. Mai Auf Grund des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 24. Juni 1854 — in Bayern out Grund des bayerischen Gesetzes über den Kriegszustand vom 5. November 1912, in Verbindung mit der Allerhöchsten Verordnung vom 31. Juli 1914 — wird nachstehende Bekanntmachung mit dem Bemerken zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß.jede Zuwiderhandlung gegen die Anordnungen aus Grund des Gesetzes, betreffend Höchstpreise, vom 4 Lliugust 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 339) in der Fassung vom 17. Dezember 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 516), der Bekanntmachungen über die Aenderung dieses Gesetzes vom 21. Januar 1915 «Reichs-Gesetzbl. S. 25), vom 23. September 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 603) und vom 23. Mürz 1916 (Reichs-Gesetzbl. S. 183) bestraft wird, soweit nicht nach allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt sind *).. § 1. Von der Bekanntmachung betroffene Gegenstände. Von dieser Bekanntmachung werden betroffen sämtliche vorhandenen und noch weiter anfallenden, in der beigefügten Nebcr- sichtstafel verzeichneten Lumpen aller Arten (auch karbonisierte) und neue Stoffabfälle, die aus pflanzlichen oder tierischen Spinnstoffen oder deren Mischungen bestehen. Ansgenommen sind alle nach dem! 1. Mai 1916 aus dem Ausland (nicht Zollausland) eingeführten Lumpen und neuen Swffabfälle. Die von .der deutschen He-eresmacht besetzten feindlichen Gebiete gelten nicht als Ausland im Sinne dieser Bekannt- inachung. ^ Höchstpreise. Die von der Kriegs-Wollbedarf-Aktiengesellschaft in Berlin oder der Aktiengesellschaft zur Verwertung von Stoffabfällen in Berlin für die im 8 1 bezeichneten Gegenstände zu zahlenden Preise dürfen die ist der beifolgenden Preistafel für die einzelnen Normal- sortiermrgen von Lumpen und neuen Stossabfätzen festgesetzten Preise nicht übersteigen. Die Kriegs-Wollb^xrrf-Aktteugesellschaft und die Akttengesell- schaft zur .Verwertung von Stoffabfällen sind ermächtigt, im Einzel- falle Kr den Ankauf von besonderen Sorten (Spezialsortierungen) der im 8 1 bezeiclmeten Gegenstände, die bei Inkrafttreten dieser 5^efmcrttmachung vorhanden sind, die in der Preistafel festgesetzten Preise bis zur Höhe von (10 v. H. zu überschreiten. Die Kriegs-Wollbedarf-Aktiengesellschaft und die Aktiengesellschaft zur Verroertung von Stoffabfällen sind ermächtigt, bei dem durch sie erfolgenden Verkauf der Lmnpeu und Stoffabfälle entstehende Unkosten den festgesetzten Höchstpreisen' unter Kontrolle der KriegS-Rohstoff-Abteilung des Königlich Preußischen Kriegsministe- riums zuzuschlagen. Anmerkung: DaS Angebot der Lumpen und Stoffabfätte ^oird gemäß den Anordnungen der Bekanntmachung W. IV 900 4. 16. K. R. A. durch die von der Kriegs-Wollbedarf-Aktiengesellschaft und der Aktiengesellschaft zur Verwertung von Stoffabfällen ge- mttnschaftttch gebildete ^mpen-BerwertungS-Zentrale in Berlin SW 48, Verl. Hedemannftr. 1—6, entgegengenommen. Es ift axnan zu beachten, daß die festgesetzten Höchstpreise diejenigen Preise sind, die die Kriegs-Wollbedarf-Aktiengesellschaft und die Akttengeschaft zur Berwerttrn-g von Stoffabfällen höchstens bezahlen dürfen. Bei den gemäß der Bekanntmachung W. IV. 900/4. 16. K. R A. erlaubten BeräußerurvgSgeschüften über Lumpen und neue Stoffabfälle müiffen deshalb die Preise entsprechend niedriger unter 29 bis 32 nicht aufgeführt sind b) Neue wollene Tibetlumpen. 34. Neue bunte wollene Tibetlumpen, alle Farben und Qualitäten .außer weiß und Musselin 200 35. Neue weiße wollene Tibetlumpen außer Musselin 600 36. Neue helle und buntfarbige wollene Musselinabschnitte, außer weiß ' 300 37. Neue weiße wollene Musselinabschnitte 700 38. Sonstige neue wollene Tibetlumpen, soweit solche unter 34 bis >37 nicht anfgeführt sind — 39. Tibet- und Weichwolltaillen 55 40. Tibet- und Weichwvllnähte 36 C. a) Alte wollene Flanell-, Lmna- und Weichwollumpen. 41. Original alte wollene Flanell-, Lama- und Weich- wollmnpen, alle Farben ohne weiß 100 42. Original alte weiße wollene Flanell-, Lama- mrd Weichwollumpen 275 43. Sonstige alte wollene Flanell-, Lama- und Weichwoll- lumpen, soweit solche unter 41 und 42 nicht aufgeführt sind — b) Neue wollene Flanell-, Lama- und Weichwollumpen. 44. Neue original bunte wollene Flanell-, Lama- und Weichwollabschnllte, alle Farben ohne weiß 150 45. Neue original weiße wollene Flanell-, Lama- und Weichwollabschnllte 500 46. Sonstige neue wollene Flanell-, Lama- und Weich- wollabschnitte, soweit solche unter 44 und 45 nicht aufgeführt sind . — v. a) Alte wollene Decken-, Fries- und Filzlumpen. 47. Alte bunte wollene Decken- und Frieslumpen, alle Farben außer weiß 60 48. Alte weiße wollene Decken- und Frieslumpen 250 49. Hartwolle und Moire (Grobwolle) 80 50. Alte bunte feine wollene und halbwollene Filze 30 51. Alte weiße feine wollene und halbwollene Fllze 100 52. Alte weiße grobe wollene und halbwollene Fllze 25 53. Alte Filzhüte 8 54. Sonstige alte wollene Decken-, Fries- imb Fitzlnmpen, soweit sie in 47 bis 52 nicht aufgeführt sind b) Neue wollene Decken-, Fries- uud Filzlumpen. 55. Neue bunte wollene Decken- uud Friesabschnllte, außer weiß 56. Neue lveiße wollene Decken- uud Friesabschnllte 57. Neue feine, bunte weiche, wollene und halbwollene Filzabfälle, alle Farben außer weiß 58. Neue feine weiße wollene Filzabfälle 59. Neue bunte wollene und halbwollene Oberfilzabfälle, alte Farben außer weiß 60. Neue bunte Futterfilzabfälle 61. Neue weiße Futterfilzabfälle 62. Neue bunte grobe Filzabfälle (Sohlen- usw. und technische Filzaüfälle), alle Farben außer weiß 63. Neue weiße grobe Filzabfälle (Sohlen- usw. und technische Filzabfälle) 64. Neue Feldflaschen-Filzabfälle (Haarfilze) 65. Sonstige neue wollene Decken-, Fries- und Filzabfälle, soweit solche unter 55 bis 64 nicht aufgeKhrt sind 100 400 45 175 32 30 70 20 45 35 c) Alte halbwollene Decken-, Fries- und Filzlumpen. 66. Alte bunte halbwollene Decken- und Frieslumpen 40 67. Alte weiße halbwollene Decken und Frieslumpen . 100 68. Sonstige -alte halbwollene Decken- und Frieslnmpen, soweit sie in 66 und 67 nicht aufgeführt sind ' _ d) Neue halbwollene Decken-, Fries- und Filzlumpen. 69. Neue bunte halbwollene Decken- und Friesabfälle 60 70. Neue weiße halbwollene Decken- und Friesabfällc 200 71. Sonstige neue halbwollene Decken- uird Friesabfalle, soweit sie in 69 und 70 nicht aufgeführt sind ' — Pfennig Klasse Bezeichnung das kg E. Alte wollene Tuchlumven unsortiert, alle Farben und Qualitäten. 72. Alte getrennte wollene-Origiucll-Tuch- und Kamm- garnlumpcn aller Art, nicht mehr als 5 v. H. Halbwolle enthaltend 75 73. Alte ungetrennte wollene Original-Tuch- und Kammgarnlumpen aller Art > — 74. Sonstige wollene Tuchlumpen F. Neue wollene Tuchlumpen, sortiert. Kammgarn und Kammgarncheviot. 75. Neu hell und grau Kammgarn und Kammgarnchevwt 76. Neu schwarz Kammgarn und Kammgarncheviot 77. Neu blau Kammgarn und Kammgarncheviot 78. Neu bunt Kammgarn und Kammgarncheviot 79. Original-Neutuch ohne Kammgarn 80. Original-Neutuch mit Kammgarn 81. Sonstige wollene Neutuchlumpen, soweit solche in 75 bis 80 nicht aufgeführt sind 260 240 240 200 110 150 6. Neue wollene Tuchlumpen, sortiert (Streichgarn). 82. Neu hell Damentuch uud Flanell (Streichgarn) 200 83. Neu bunt Damentuch und Flanell (Streichgarn) 150 84. Neu schwarz Damenluch und Flanell (Streichgarn) 140 85. Neu bunt wollene Cheviots und Flausch 120 86. Sonstige neue wollene Tuchlumpen, sorttert Streich- garn, soweit solche in 82 bis 85 nicht anfgeführt sind — H. a) Alte wollene Uniform- (Militär-) Tuchlumpen. 87. Getrennte alte feldgraue und graue wollene Militärtuchlumpen 100 88. Getrennte alte blaue wollene Militärtuchlumpen 75 89. Getrennte alte, nach Farben sortierte wollene Mllitär- tuchlumpen 75 90. Getrennte alte, gemischtfarbige (unsortierte) wollene Militärtuchlumpen 65 91. Getrennte alte sch^varze wollene Militärtuchlumpen 50 92. Militärtuch" ähte 30 93. Sonstige alte wollene Militärtuchlumpen, soweit sie unter 87 bis 92 nicht anfgeführt sind — b) Neue wollene Uniform- (Militär-) Tuchlumpen. 94. Neue feldgraue wollene MilitärttlchabfLlle 240 95. Neue graue wollene Militärtuchabfälle 200 96. Neue blaue wollene Militärtuck>abfälle 175 97. Neue sortiert farbige und schwarze wollene Militärtuchabfälle - 120 98. Neue gemischtfarbige wollene Militärtuchabfälle 160 99. Neue Militärtuchlersten und -tuchenden 140 100. Sonstige neue wollene Mlitärtuchabschnitte, soweit solche in 94 bis 99 nicht aufgeführt sind — J. a) Alte Halbwolltuchlumpen. 101. Alte getrennte halbwollene Tuchlumpen, Dübel, Kammgarn und Flausch 34 102. Alte Zwiltuchnähte 20 103. Alte ungetrennte halbwollene Tuchlumpen 20 104. Sonstige alte Halbwolltuchlumpen, soweit solche unter 101 bis 103 nicht aufgeführt sind — b) Neue Halbwolltmhlumpen. 105. Neue halbwollene Tuch- und Konfektionsabfälle 60 106. Neue halbwollene Cheviots, Dübel nrll> Flansch 60 107. Neue graue und seldqraue halbwollene Müllürtuch* abschnitte (Vigognetuch) . KK) 108. Sonstige neue Halbwolltuchlumpen, soweit solche rmter 105 bis 107 nicht aufgeführt sind . ^ K. a) Alte Damenklrider-Halbwollmnpen. 109. Getrennte original alte Alpaka- und Zanekla-Halb- wollumpen, bunte, alle Farben außer weiß §5 110. Getrennte original alte weiße Alpaka- und ZaneKa-« Halbwollumpen 120 111. Gettennte alte Warp- und Beidertmrnd- (wvllreiche Ware) Lumpen . i 40 112. Alte ungetrennte Halbwolltaillen -rocke (uw-! gettennte Kleiderhalbwolle) 20 113. Alt getrennt Halbwoll-Moire 40 114. Sonstige Dameulleider-Halbwollumpen, soweit solche mtter 109 bis 113 nicht aufgeführt sind — b) Neue Damenkkider-Halbwollumpen. 115. Neue bunte Alpaka-, Lüster-, Halbtibet- und Hcllb- woll-Zanella-Abschnitte 75 116. Neue weiße Alpaka-Abschnitte 150 117. Neue schwarze Alpaka-Abschnitte 85 118. Sonstige neue Damenkleider-Halbwollabschnitte, soweit solche unter 115 bis 117 nicht aufgeKhrt sind — L. 119. Gemischte wollene und halbwollene Lumpen, sorttert und unsortiert, soweit solche unter Klasse A bis K nicht aufgeKhrt sind, beste Sorte*) 100 *) Geringere Sorten entsprechend billiger. Für diejenigen Klassen, Kr welche keine Preisbestimmung fest^elegt ift, erfolgt die Bewertung beim Ankauf durch die Kriegs-Wolkbedarf-Aktierr gesellschaft oder die Aktiengesellschaft zur Verwertung von Stoff- abfällen durch die von der Kricgs-Rohstoff-Abteilung des König, lich Preußischen Kttegsministeriums eingesetzten Lumpen-Bewev tungs-Kommissionen. Preistafel 2 (Meldeschein 4 B zur Bekanntmachung W. IV. 900/4. 16. Klasse Bezeichnung K. RAV Pfennr. das kg M. Alte baumwollene Lumpen. 120. Alte weiße baumwollene Kattunlumpen I 121. Alte weiße baumwollene Kattunlumpen II 122. Alte graue baumwollene Kattunlumpen (Schmier- lappen"! 123. Alte blarce baumwollene Kattunlumpen 124. Alte rote baumwollene Kattunlurnpen frei von Federzeug — 125. Alte schwarze baumwollene Kattunlumpen 126. Alte hellbnnte baumwollene Kattun- und Barchent- lumpen 127. Alte mittelhelle baumwollene Kattun- und Barchentlumpen 128. Alt Hosen zeug und errglisch Leder 129. Sonstige alte baumwollerce Kattun- urrd Barchentlumpen 130. Alte Gardinen (mit Mull und Gaze) 131. Alle weiße und 'halbweiße baurmvollgesttickte Lumpen und Trikvtagen 132. Alte hellbunte baumwollgesttickte Lumpen und Tttko- tagen 133. Alte bunte baumwollgestrickte.Lumpen urrd Trikvtagen 134. Alte schwarze baumwollgestrickte Lumpen und Triko- tagen 135. Alte baumwollene Jacken und Westen 136. Baumwollwatte «alte) 137. Sonstige alte bammoollene gestttckte und gehäkelte Lumpen, soweit solche unter 131 bis 136 nicht ansge- sührt jind 138. Sonstige alte sortierte baunrwollene Lumpen, fowell solche unter 120 bis 137 nicht aufgefichtt find 50 40 25 20 20 22 22 20 18 42 60 45 35 45 30 120 100 75 100 70 40 45 75 32 45 30 24 19 45 GO 40 25 50 Pfennig fffeffe Bezeichnung das kg N. Neue baumwollene Lumpen und Abschnitte. (139. d^cire, werßFeblcichte bcrimrwollene Absch-tttte (Schir- ttng usw.) I (140. Neue, wttßgvbleickte frtnrrmwollene Abschnitte II (auch Derbandstoff-Abs Hn itte) t141. Neue weiße ungebleichte baumwollene Abschnitte (Kaliko usw.) I i'142. Neue weiße ungebleichte baumwollene Abschnitte (Kaliko usw.) II ,143. Neue blaue bauurwoll-ene Absch n itte '144. Neue hellbuntt baumwollene Kattunabschnitte >145. Neue hellbunte baumwollene Barchentabschnitte (Bi- l berl (146. Neue mittelhelle baumwollene Kattunabschnitte (sortiert) .147. Neue bunte baumwollene Barchent- (Biber-) Abschnitte 148. Neue Original bunt baumwollene Kattunabschnitte 149. Neue dunkelbunte baumwollene Kattunab schnitte I 150. Neue dunkelbunte baumwollene Kattunabschnitte II jj()151. Neue in Farben svrtterte Segclluchabfälle 152. Neue feldgraue Köper- imd Segelttickaüfälle 153. Neue schwarze Kattun- und Clothabsälle 154. Neue weiße Mull- und Steifgaze ^155. Neue Helle Korsettabfälle (außer weiß) 156. Sonstige neue baumwollene Abschnitte, soweit sie wr- 1er 139 bis 155 nicht aufgefühtt sistd 0. Neue baumwollene Wirk- und Strick- warenochfälle (Tnkotagen). 157. Neue sottiette Mako- und Mako-Jmitat-Trikotab- fälle (gelb, gebleicht, rohweiß und creme) frei von merzerisierten Abfällen und Florttikot 158. Neue Jmitat-Trikotabfätle, normalfarbig 159. Neue Jmitat-Trikotabfälle bunt sottiert (rosa, grau, braun usw.) 160. Neue Luisiana- (Futter-) Trikotabfälle, normalfarbig 161. Neue Luisiana- (Futter-) Trikotabfälle, in Hellen Farben sortiert (grau, braun, gelb usw.) 162. Neue Luisiana- (Futter-^ Trikotabfälle, in dunklen Farben sorttett (marine, schwarz usw.) 163. Neue Luisiana- (Futter-) Trikotabfälle, gemischtsarbig belle Ware, frei von dunklen Farben 164. Neue sottiette Mako- und Ncako-Jmitat-Trikotab- fälle in Hellen Farben frei von merzerisietten Abfällen außer den unter Klasse 157 genannten 165. Neue sorttette Mako- und MaLo-Jmilat-Trikotab- fälle in dunklen Farben, frei von merzerisietten Abfällen «marine, schwarz usw.) 166. Neue sortierte merzerisierte Mako- und Mako-Jnri- tat-Trirötabfälle, in Hellen Farben einschließlich der unter Klasse 157 genannten 167. Neue sortierte merzerisierte Mako- und Makv-Jmi- tat-Trikotabfälle in dunklen Farben (marine, schlvarz usw.) 168. Neue sorttette baumwollene Ningelttikotabfälle in Hellen Farben frei von merzerisierten Abfällen 169. Neue sortierte baumwollene RinSeltritotabfälle. in dunklen Farben frei von merzerisierten Abfallen 170. Neue lortiertc baumwollene merzerisierte Ningeltri- kotaöfälle in Hellen Farben 171. Neue sorttette baumwollene merzerisierte Ringtttri- kotabfälle in dunklen Farben 172. Neue sottiette baumwollene Netz- (Filet-) Trikot- absälle (weiß, gebleicht, rohweiß und gelb) 173. Neue mrsottierte baumwollene Netz- (Filet-) Tttkot- abHäKe, burrtsarbig gemischt 174. Neue Original-StrickwareirabsWe, weiß, gelb und rohweiß 175. Neue O rigiual-StttcllnareTwLfälle, buntfarbig 176. Neue großstuckige Tttkotteste für technische Zwecke wendbar, beite Sötte*) 177. Neue arkgeschmutzte baumwollene Tttkotab fälle, beste Sorte *) 178. Neue geknüpfte TttkotaSfLllS (KrwSerr- und Knrvpf- ttikot) beste Sötte*) 179. Neue unsortierte TrikotabfälL, Original-Fabrikware, beste Sötte *) * ,180. Neue unsortierte Trikotabfälle, OttginUl-Sammel- und Händlerware, beste Sorte*) 160 160 150 160 160 150 150 140 130 125 115 120 90 110 80 80 50 160 120 350 80 80 130 Klasse Bezeichnung 181. Neuer Trikotschrenz .und Kehricht, beste Sorte *) 182. Sonstige baumwollene Wirk- und Sttickwaren- und Tttkotabfälle, soweit solche nicht unter 157 bis 181 aufgeführt sind 183. Neue baumwollene Handschuhttikotabfälle, dickgerauht, rveiß und creme (Plüsch) , 184. Neue baumwollene Handschlchtttkotabfälle, dünngerauht, weiße 185. Neue baumwollene Handsclnihtriko-tabsalle, weiß Attas 186. Neue baumwollene Handschuhttnkotabfälle (Plüsch), dickgerauht, sottiert in Farben (schwarz, blau, grau, feldgrau usw.) 187. Neue baumwollene Handschuhttikotabfalle, dickge- rauht, gemischtsarbig (Plüsch) 188. Neue baumwollene HandschuhtrrkotabfLlle, dünuge- rauht, buntfarbige 189. Neue baumwollene Hcmdschuhtrikotabsälle, gemischt- farbig, Atlas A 190. Neue baumwollene Handschruhtttkotabfälle, schwarz Atlas 191. Sonstige baumwollene HaitdschuhttikotabsLlle, soweit solche unter 183 bis 190 nicht aufgefühtt sind Mmnig das kg 50 160 130 40 110 80 55 30 30 *( Geringere Sotten entsprechend billiger. Für diejenigen Klassen, für welche leine Preisbestimmung festgelegt ist, erfolgt die Bewertung beim Anlauf durch die Kriegs-Wollbedarf-Lttttengesell- schast oder die Aktiengesellschaft zur Verwertung von Stoffabfällen durch die von der Kttegs-Rohstoff-Abteilung des Königlich Preu ßischen Kttlegsministettums eingesetzten Lumpenbewertungs-Kvm Missionen. 30 55 90 24 Preistafel 3 (Meldeschein 4 C zur Bekanntmachung W. IV. 900/4. 16. K.R.A.). Pfennig Klasse Bezeichnung das kg ?. Putzlappen. 192. Putzlappen, alte bunte baumwollene, hell, mittelhell und blau, frei von Taillen und Jacken 193. Putzlappen, alte weiße und trübweiße baumwollene 194. Putzlappen, alte weiße leinene 195. Putzlappen, alte halbwollene 196. Putzlappen, sonstige, soweit sie unter 192 bis 195 nicht aufgefühtt sind — Q. Alte und neue leinene Lumpen. 197. Alle weiße leinene Lumpur I 65 198. Alle weiße leinene Lampen II 50 199. Alle graue leinene Lumpen I 48 200. Alte graue leinene Lumpen II 22 201. Alle blaue und bunte leinene Lumpen 28 202. Sonstige alle leinene Lumpen — 203. Neue weiße leinene Lumpen 90 204. Neue rohgraue leinene Lumpen (Militärdrell)' 65 205. Neu grau Leinen, fein 60 206. Neu Futterleinen 50 207. Neu blau Leinen 50 208. Neu Segelleinen 65 209. Neu bunt Leinen 50 210. Sonstige neue Leinenabschnitte — 211. Sonstige alle und neue leinene und halbleinene Lumpur, soweit sie unter 197 bis 210 nicht aufgefühtt sind — R. Ramie-Abschnitte. 212 . Ramie-Gewebeabfälle, neue 45 213. Ramie-Trikotabfälle, neue 120 110 8. Alte und neue ftiÄene Lumpen. 214. Alte seidene Und halbseidene Lumpen 28 215. Neue seidene Und halbseidene Lumpen und Abschnitte 35 216. Neue seidene und halbseidene Rundstuhl-Trikotabfälle 120 217. Neue seidene und Halbseideire Haudschuh-DriLitabsälle 60 218. Sonstige alle und neue seidene u. halbseidene Lumpen — T. Tauwerk usw. 219. Alles und neues Tauwerk, Seiler, Stricke aus Hanf, Manila, Sisals Jute usw., ferner alte und neue derartige Fabrikationsabsälle, beste Sorte*). bei Wag-goir- laduugen innerhalb der Klasse (für Seilerei und ähir- liche Betttebe geeignet) 225 Meuirvss Klasse Bezeichnung das kg 220. Altes und^neues Tauwerk, Setter, Stricke was Hanf, Manila, Sisal, Jute usw., ferner alle und neue derartige Faorikationsabfälle, Veste Sorte*), bei Waggon- Ladungen innerhalb der Klasse (nur für Papiersabri- kation geeignet) 221. Alte und neue Hanfbindfäden, sorttert und unsortiert, beste Sorte*), bei Waggonladungen der Klasse 222. Alle Arten Netze, bauinwollene. leinene, Manila usw., beste Sorte*), bei Waggonladungen der Gruppe 223. Baumwollseile, Bauwo! traue, Baum wall st ritte, Baumioollschnüre, Spindelschnüre uw., beste Sorte*), bei Waggonladungen innerhalb der Klasse 224. Sonstiges Tauwerk und Seil- bzw. Bindfadenabgänge, soweit sie unter 219 bis 223 nicht aufgefühtt sind II. Alte und neue Jutelumpen. 225. Alte Jirtelumpen I, bei Lieferung von 10 000 Kilogr. 226.. Alte Juteluinpen II und Scheuerlappen 227. Alte Halbjute (Halbbast, Jute mit Leinen) 228. Neue weiche helle Juteabschnitte 229. Neue appretierte Jute- und Stciflernenabschnitte 230. Neue Halbjuteabschnitte 231. Alte Baumwollemballage (amerikanische), bei Lieferung von 10 000 Kilogr. 232. Sonstigen alte und neue Jutelumpen, soweit sie unter 225 bis 231 nicht aufgefühtt sind V. Verschiedenes. 233. Dunkel Kattun zur Pappenfabrikatton, bei Lieferung von 10 000 Kilogr. 234. Schrenz (mit und ohne Jute) zur Pappensabrika- tion bei Lieferung von 10 000 Kilogr. 235. Federstücke W. 236. Sonstige sottiette Lumpen, alte oder neue, soweit sie im Meldeschein 4 A, 4 B und 4 C nicht aufge führt sind X. 60 65 25 75 22 14 24 32 16 28 28 17 14 20 237. Unsortierte gemischte Lumpen. Sammelware, nicht nach Stoffen und Farben geordnet. OTe Lumpen und neuen Stoffabfälle sind rein sorttett, trocken, in guter rmd ordnungsgemäßer Verpackung zu liefern. Sämtliche wollenen Lumpen und neuen Stoffabfälle grundsätzlich frei von Serde und Halbtvolle, keinesfalls dürfen diese Waren an seide- und halbwollhaltigen Stücken mehr als 5 v. H. enthalten. Vorstehende Preise erhöhen sich bei Ablieferungen geschlossener Wagenladungen von 10 000 Kilogramnr wie folgt: Innerhalb der Gruppe um v. H. A a, b, c, d.! B a, b.! Ca, b.j D a, b, c, d (mit Ausnahme von Klasse 53) H a, b. Ja,b. K a, b... P.I M mit Ausnabpw von.126 und 127 N. 0 .. Q. s. U mit Ausnahme von.225 und 231 V mit Ausnahme von.233 und 234 Karbonisierte Lumpen sind gesondert anzubieten. 5 5 5 5 10 10 10 Einzelsorten der Klassen ; um Gruppe Klasse i v. H. 53 10 10 10 5 20 10 10 10 ,*) Geringere Sotten entsprechend billiger. Für diejenigen Klassen, für welche keine Preisbestimmung festgelegt ist, erfolgt die Bewertung beim Ankauf durch die Kriegs-Wollbedarf-Akttengesell- schast oder die Aktiengesellschaft zur Verwertung von Stoffabfällen durch die von der Kriegs-Rohstoff-Abteilung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums eingesetzten Lumpenbewertungs-Kommissionen. Frankfurt a. M., den 16. Mai 1916. Stellv. Generalkommando des 18. Armeekorps. 6 ifiiiiiun 9 *$ 0 (}ierfuf ürt Stadt Wen. ^ Das nachstehend verzeichnte Bau- und Nutzholz aus den Waldungen der Stadt Gießen soll im Submissions- wege verkauft werden. Das Holz ist nach den für die Domanialverwaltung gelinden Vorschriften sorliert und mit der Rinde gemessen. Die Waldungen sind 3 bis 9 Kilometer von der Eisen- vahnstatton entfernt und an chaussiette Abfuhrwege angrenzend. Das bis zum 1. Juli nicht abgefahrene Holz muß bis dahm entrindet sein. Gegen von dem Oberbürgermeister als ansreichend erachtete Sicherheit wird Zahlungsfrist bis zum 15. No- oember 1916 gewährt. •», r® c £ ot acht aus den Festmeter und ist für jede Tlasie besonders anzugeben. Me Bierenden bleiben 14 Tage an ihr Gebot gebunden. Es kommen zum Verlauf und sind bereits aufgearbeitet: L 0 s 1 4 Kiefern-Stämme 3. Kl. (39-39 Ztm. Durchm.) 3,05 Fstm. 34 . ff 4. „ (25—29 „ >17,83 „ bv „ ff 0 . „ (unter 2o„ „ >25,45 „ Los II. 1 Fichten-Stamni 1.Kl.(50Zkm.u.mehrDurchm.) L44Fsttn. 2 „ -Stamme2. Kl. (49-49 Ztm. Durchm., 2,08 Fstni. Yi " " j- » M-39 „ „ , 16,46 11 1 " 4. „ (20-29 „ „ > 98,97 „ 1Welhtanncn-Stam:noaKl.<20-24Ztm.Durchm.)0,53 „ Los III. 311 Fichten-Stämme 5a Kl. tt'0-24 Ztm. Durchm.) 170,64 Fstin. 947 or 1 v "r S )b ^ lunterÄ „ „ )249,93 „ Außerdem sind 5 . Zt. noch in der Aufarbeitung ««d komnien brer mit zum Verkauf etwa 300 bis 400 F-eirmetcr Frchtcn-Stämmc, die vorwiegend in Klaffe 5 fallen. Flchten-Bauholz Klaffe 5a und 5b kann sich l?V^ ceot auco auf Teile ves Holzes, jedoch nicht unter -50 Fettmc'.cr er,trecken. Angebote sind verschlossen und mit der Aufschrift „Subnnfiwnshol ^verkauf der Stadt Gießen"bis spätestens 20. Mai 101^4, vornkittags \ 1 UU 1 * au den Oberbürger- merster der i^tadt (Oießcn einzureichen, woselbst um die angegebene Zett die Eröffnung der Angebote in Anwesell- hett etwa erschienener Bieter erfolgt. Wegen vorhercher Besichtigung des Holzeö wende man nch an dre Forstwarte Geisel-Gießen. Arft-Hochwarte per Glenen und Brück-Rödgeu be' Gießen. Auch erteilt die Gronh. Obertörsterei nähere Auskunft. Gießen, den 8. Ntai 1916. 3664B Ter Oberbürgermeister. I. V.: (9 r ü n e w a l d LMr- mH VöHch - Verein k Mm eingetr. Gen offen schuft mit unbeschr. Haftpflicht Bilanz dom 31.Dezember 1915 Aktiva. An ausgeliehenen Kapitalien a) gegen Obli gattonen d) gegen Bürg schaff o)gcg. Güterkaufgelder Kassevorrat Vorlagen Ausstände Mobilien 49.53 50/0 Abschreibung 2.25. 764039.74 143856.22 12244.32 6563.12 122.36 26442.80 47.28 Passiva. Per Aufgenommene Kapitalien 911836.35 Stammgut- haben 13500.— Reservefonds 17884.06 Zuweisung aus dem Reingewinn pro 1914 4238.82 22122.88 Reingewinn 5856.61 953315.84 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1914 Während 1915 gingen ab. Bekanntmachung. ' ber außerordentlichen Generalversammlung Ler Spar- und Vorschußkaffe E. G. m. u. H. zü Mainzlar vom 26. Februar wurde die Annahme (der beschränkten Haftpflicht beschlossen. Die Gläubiger, welche der Umwandlung widersprechen, werden aufgefordert, sich bei der Genossenschaft zu melden. Mainzlar, 15. Mai 1916. [3791 Spar «nd Vorschußkasse E. G. m. u. H. Vogel, Direktor. Brück, Kontrolleur. 953315.84 46 _2 48 In 1915 gingen ab. 1 Stand der Mitglieder Ende 1915 .... ~~47 Die Rechnung liegt von heute ab 8 Tage lang be, dem Rechner des Vereins zuc Einsicht der Mitglieder offen. Beuern, den 15. Mai 1916. Letzte H-olzverfteigeeWsg. Tienslaa, den 23. Mai ds. Js., von Voll* Uhr vormittags ab, wird aus dem Doruanlallvnlddistrikt Heq- wald 3 und 9, sowie das Dürr- und Windfallholz aus ver- schledenen Distrikten der Forstwartei Lanad versteigert: a) Nutzholz: Stämme: Kiefer3.Kl. 5Stttck -- 4,81 Tv im., 4. Kl. 2 Stück = 1,54 Fstm. Lärche 2. Kl. 1 Stück 2,51 Fstm., 3. Kl. 2 Stück = 2,17 Fstm. (aus Forstwariei Stornfels,, 4..Kl. 1 Stück -- 0,74 Fstm., 5. Kl 1 Stück = 0,18 Fstin. Frchte 2. Kl. 2 Stück -- 4,65 Fstm., 3. Kl. 1 Stück = 1,37 Fstm., 4. Kl. 3 = 2,68 Fstm., 5 a Kl. 10 Stück - 5,31 Fstm., 5b Kl. 14 Stück — 2,75 Fstm. Terbstangcn. Fichte 3 Stück - 0,19 Fstm. ^ h) Brennholz: ScheiterRm.: 408Buche 1. Kl., 47 Bucke 2. Kl. älnüppcl Rm.: 123 Buche .1. Kl., 4 Buche 2. Kl., 50Mche (ausHailoh», 19 Fichte 2. Kl.ttReisiaRm.: 1209 Buche tc eilte Nühmasch. Größte Erfindung, um Leder, Felle, Leinwand nsw- mit der Hand zu nähen. ZumReparierenvon Schuhen, Gcjchirr., Sätteln, Segeln, “15^ Leiten usw. Preis f\ p. 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