Nr.M Zweites Blatt tbb. Jahrgang Erscheint tSzkich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Stetzever ZomMenbl-tter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „rrreirdtstt für den Kreis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeit- frsgeg" erscheinen monatlich zweimal. General-Anzeiger für Oberhefjen Lamrtag» 6. Mar Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schea Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Schrütleitung,Geschäftsstelle «.Druckerei: Schul* straße 7. Geschäftsstelle u.Berlag:e^^51, Schrift* leitung: ^sA112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Die deutsche Antwortnote an Amerika. Berlin, 5. Mai. Amtlich. Nachstehende Note ist in Bc- ontwortmrg der amerikanischen Nche vom 20. v. Mts. über dre Führung des deutschen U-Bootkrieges dem Botschafter der Bereinigten Staaten von. Amerika gestern abend übergeben worden. ' Der Unterzeichnete beehrt sich, int Namen der Kaiserlich Deutschen Regierung Seiner Exzellenz dein Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, Herrn James W. Gerard, aus das Schreiben vorn 20. v. ?Nts. über die.Führung des deutschen Unter,eeboot- kriegles Nachstehendes M erwidern: , Tie Deirtsche Regierimg hat das ihr von der Regierung der Vereinigten Staaten ch Sachen der „S n s s e x" mitgeteilte Material an die beteiligten Marinestcllen zur Prüfung weitergegebem Auf Grund des bisherigen Ergebnisses dieser Prüfung ver,chtteßt sie sich nicht der Möglichkeit, daß das in ihrer Note vom 10 v Mts erwähnte, von einem deutschen Unterseeboot torpedierte Schiff in der Tat mit der „Sussex" ideiitisch ist. Tie Deutsche Regierung darf sich eine weitere Mitteilung hierüber Vorbehalten, bis einige lisch ausstehende für die Beurteilung des Sachverhalts ausfchlag- gebende Feststellungen erfolgt sind. Falls es sich ertönen sollte, daß die Annahme des Kommandanten, ein Kriegsschiff .vor sich zu haben, irrig war, so wird die Deutsche Regierung die sich heraus ergebenden Folgerungen ziehen. ^ ^ . Die Regiernüg der Vereinigten Staaten hat an den Fach der „Sussex" eine Reich von Behauptungen geknüpft, die in dem Satze gipfeln, daß dieser Fall nur ein Beispiel für die Vorbedachts Methode unterschiedsloser Zerstörung von Schiffen aller Art, .Na- tioiialität und Bestimmung durch die Befehlshaber der deutschen Unterseeboote sei. Tie Deutsche Regierung muß diese Behauptung mit Entschiedenheit zurückweisen. Aus eine ms Einzelne gehende Zurückweisung glaubt sie indessen mt gegenwärtigen Stadium der Angelegenheit verzichten zu sollen, zumal da die Amerikanische Regierung es unterlassen hat, ihre Behauptung durch konkrete Angaben zu begründen. Die Deutsche Regierung begnügt sich mit der Feststellung, daß sie, und zwar lediglich mit Rücksicht auf die Interessen der Neutralen, in dem Gebrauch der Unterseebootwaffe sich weitgehende Beschränkungen auferlegt hat, obwohl diese Beschränkungen notwendigerwnsc auch deii Feinden Deutschlands zugute kommen, — eine Rücksicht, der die Neutralen bei England und seinen Verbündeten nicht begegnet sind. . . In der Tat sind die deutschen Seestreitkräfte angewiesen, den Unterseebootkrieg nach den allgemeinen völkerrechtlichen Grundsätzen über die Anhaltung, Durchsuchung und Zerstörung von Handelsschiffen zu führen, mit der einzigen Ausnahme des Handelskrieges gegen die im englischen Kriegsgebiet betroffenen sernd- lich»n Frachtschiffe, deretwegen der Regierung der Vereinigtes Staaten niemals, auch nicht durch die Erklärung vom 8. Februar d. I., eine Zusicherung gegeben worden ist. Einen Zweifel daran, daß die entsprechenden Befehle loyal gegeben worden sind nick» loyal ausgeführt werden, kann die Deutsche Regierung niemandem gestatten. Jrrtümer, wie sie tatsächlich vorgekvmmen sind, laßen sich bei keiner Art der Kriegführung ganz vermeiden und sind in dem Seekrieg gegen einen Feind, der sich aller erlaubten und unerlaubten Listen bedient, erklärlich. Aber auch abgesehen von Jrrtümern birgt der Seekrieg genau wie der Landkrieg für neutrale Personen und Güter, die in den Bereich der Kämpfe gelangen, unvermeidliche Gefahren in sich. Selbst in Fallen, in denen die Kampfhandlung sich lediglich in den Formen des Kreuzerkrieges abgespielt hat, sind wiederholt neutrale Personen und Güter zu Schaden gebimmen. Aus die Minengefahr, der zahlreiche Schiffe zum Opfer gefallen sind, hat die Deutsche Regierung wiederholt aufmerksam gemacht. Tie Deutsche Regierung hat der Regierung der Bereinigten Staaten mehrfach Vorschläge gemacht, die bestimmt waren, die unverin-eidlichen Gefahren des Seekriegs für amerikanische Reisende und Güter auf ein Mindestmaß zurückzuführen. Leider bat die Regierung der Vereinigten Staaten nicht geglaubt. auf diese Vorschläge eingehen zu sollen: anderenfalls würde sie dazu beigetragen haben, einen großen Teil der Unfälle zu verhindern, von denen inzwischen amerikanische Staatsangehörige betroffen worden sind. Die Deutsche Regierung hält auch heute noch an ihrem Angebot fest, Vereinbarungen in dieser Richtung zu treffen. Entsprechend den wiederholt von ihr abgegebenen Erklärungen kann die Deutsche Regierung auf den Gebrauch der Unterseebootwaffe auch, im Handelskrieg nicht verzichten. Wenn sie sich heute in der Anpassung der Methoden des Unterseebootkriegs an die Interessen der Neutralen zu einem weiteren Entgegenkommen entschließt, so sind ffrr sie Gründe bestimmend, die sich über die Bedeutung der vorliegenden Streitfrage erheben. Die Deutsche Regierung mißt den hohen Geboten der M e n s ch - lichkeit keine geringere Bedeutung bei als die Regierung der Vereinigten Staaten. Sie trägt auch voll Rechnung der langen gemeinschaftlichen Arbeit der beiden Regierungen an einer von diesen Geboten geleiteten Ausgestaltung des Völkerrechts, deren Ziel stets die Beschränkung des Land- und Seekriegs aus die bewaffnete Macht der Kriegführenden und die tunlichste Sicherung der Nichtkämpfenden gegen die Grausamkeiten des Krieges gewesen ist. Für sich allein würden jedoch diese Gesichtspunkte, so bedeutsam sie sind, ft'ir die Deutsche Regierung bei dem gegenwärtigen Stand der Dinge nicht den Ausschlag geben können. Denn gegenüber dem AppeU der Regierung der Vereinigten Staaten an die geheiligten Grundsätze der Menschlichkeit imd des Völkerrechts muß die Deutsche Regierung erneut und mit allem Nachdruck feststetten, daß es nicht die deutsche, sondern die britische Regierung gewesen ist, die diesen furchtbaren Krieg unter Mßachtung aller zwischen den Völkern vereinbarten Rechtsnormen auf Leben und Eiaentum der Nicktkämpfer ausgedehnt hat, und zwar ohne jede Rücksicht auf die durch diese Art der Kriegführung schwer geschädigten Interessen und Rechte der Neutralen und Nichtkämpfenden. In der bittersten Notwehr gegen die rechtswidrige Kriegführung Englands, im Kampf mit boß Dasein des deutschen Volkes hat die deutsche Kriegführung zu dem harten, aber wirksamen Mttel des Unterseebootkrieges greifen müssen. Bei dieser Sachlage kann die deutsche Regierung nur erneut ihr Bedauern darüber ausspreästn. daß die Humanitären Gefühle der amerikanischen Regierung, die sich mit iso großer Wärme den bedauernswerten Opfern des Unterseebootkrieges zuwewen. sich nicht mit der gleichen Wärmeauchanfdie vielen Millionen von Frauen und Kindern erstrecken, die nach der erklärten Absicht der englisck^n Regierung in den Hunger getrieben werden lind durch ihre Hnugergualen die siegreichen Armeen der Zentralmächte zu schimpflicher Kapitulation zwingen sollen. Die Deutsche Regierung und Mit ihr das deutsche Volk hat ft'ir dieses ungleiche Empfinden um so weniger Verständnis, als sie zu wiederholten Malen sich ausdrücklich bereit erklärt hat, sich Mit der Anwendung brr Unterseebootwaffe streng an die vor dein Krieg anerkannten völkerrechtlichen Normen zu holten, falls England sich dazu bereit sindet, diese Normen gleichfalls seiner Kriegführung zugrunde M legen. Die verschiedenen Versuche der Regierung der Vereinigten Staaten, die Großbritamrische Regierung hierzu zu bestimmen, sind an der strikten Ablehnung der britischen Regierung gescheitert. England hat auch weiterhin Völkerrechtsbruch auf Volke crechtsbruch gehäuft und in der Vergewaltigung der Neutralen jede Grenze überschritten. Seine letzte Maßnahme, die Erklärung deutscher Buukerkoche als Bannware, verbunden mit den Bedingungen, zu denen allein englische Bunkerkohle an die Neutralen abgegeben wird, bedeutet nichts anderes als-, den Versuch, die Tonnage der Neutralen durch unerhörte Erpressung" unmittelbar in den Dienst des englischen Wirtschaftskrieges zu zwingen. Das deutsche Volk weiß- daß es in der Hand der Regierung der Vereinigten Staaten liegt, den Krieg im Sinne der Menschlichkeit und des Völkerrechts auf die Streitkräfte der kämpfenden Staaten zu beschränken. Die amerikanische Regierung wäre dieses Erfolges sicher gewesen, tvenn sie sich entschlo,sen hätte, ihre unbestreitbaren Rechte auf die Freiheit der Meere England gegenüber nachdrücklich geltend zu machen. So aber steht das deutsche Volk unter dem Eindruck. daß die Regierung der Vereinigten Staaten von Deutschland rn dessen Existenzkampf die Beschränkung im Gebrauch nner wirk,amen Waffe verlangt, und daß sie die Ausrechterhaltung ihrer Beziehungen zu Deutschland von der Ersüllung dieser Forde- rung abhängig macht, während sie sich gegenüber den völkerrechtswidrigen Methoden seiner Feinde mrt Protesten begnügt. Auch ist dem deutschen Volke bekannt, in wie weitem Umfange unsere Feinde aus den Vereinigten Staaten mit Kriegs mitte ln aller Art versehen werden. Unter diesen Umständen wird es verstanden werden, daß die Anruffing des Völkerrechts und der Gefühle der Menschlichkeit im deutschen Volke nicht den vollen Widerhffll finden kann, dessen ein solcher Appell hier unter anderen Verhältnissen stets sicher ist. _ Wenn die Deutsche Regiermrg sich trotzdem zu einem äußersten Zugeständnis entschließt, so ist für sie entscheidend emmal die mehr als hundertjährige Freundschaft zwischen den beiden großen Völkern, sodanu aber der Gedanke an das schwere Verhängnis, mit dem eine Ausdehnung und Verlängerung dieses grausamen imd blutigen Krieges die gesainte zivilisierte Mensch!- heit bedroht. Das Bewußtsein der Starke hat es der Deutscher Regierung erlaubt, zweimal im Laufe Idker letzten Monate ihre Bereitschaft zu einem Deutschlands Lebensinteressen sichernden Frieden offen und vor aller Welt zu bekunden. Sie hat damit zum Ausbruch gebracht, daß es nicht an ihr liegt, wenn den Völkern Europas der Friede noch länger vorenthalten bleibt. Mit umso stärkerer Berechtigung darf die Deutsche Regierung aussprechen, daß es vor der Menschheit und der Geschichte nicht zu verantworten wäre, nach, 21 monatiger Kriegsdauer die über den Unterseebootkrieg entstandene Streitfrage eine dem Frieden zwischen dem deutschen und denr amerikanischen Volke ernstlich bedrohende Wendung nehmen zu lassen. Einer solchen Entwickelung will die Deutsche Regierung, soweit es an ihr liegt, Vorbeugen. Sie will gleichzeitig ein letztes/ dazu beitragen, um — solange der Krieg noch dauert — die Beschränkung der Kriegführung ans'die kämpfenden St reit kr äste zu ermöglichen, ein Ziel, das Nie Freiheit der Meere einschließt und rn bem sich die Deutsche Regierung mit der Regierung der Bereinigten Staaten auch heute noch einig glaubt. Bon diesem Gedanken geleitet, teilt die Deutsche Regierung der Regiermrg der Bereinigten Staaten mit, daß Weisung an die deutschen See streitkräste ergangen ist, in Beobachttmg der allgemeinen völkerrechtlichen Grundsätze über Anhaltung, Durchsuchnng und Zerstörung von Handelsschiffen auch innerhalb des Seekriegsgebietes K a u f f a h r t e i s chl i f f e n i ch t o h n e W a r n u n g u n d Rettung der Menschenleben zu versenken, es sei denn, daß sie fliehen oder Widerstand leisten. Än dem Daseinskampf, den Deutschland zu führen g^wungen ist, kann ihm jedoch von den Neutralen nicht zugemutet werden, sich mrt Rücksicht auf ihre Interessen-im Gebrauch einer wirksamen Waffe Beschränkmigen ausznerlegen, wenn seinen Gegnern gestattet bleibt, ihrerseits völkerrechtswidrige Mittel nach Belieben zur Anwendung zu bringen. Ein solches Verlangen würde nrit dem Wesen der Neutralität unvereinbar sein. Die Deutsche Regierung ist überzeugt, daß der Regierung der Bereinigten Staaten eine derartige Zumutung fernliegt: dies entnimmt sie ans der wiederholten Erklärung der Amerikanischen Recherung, daß sie alten Kriegs führenden gegenüber die verletzte Freiheit der Meere wieder- herzu stellen entschlossen sei. Die Deutsche Regierung geht demgemäß von der Erwartung aus, daß ihre neue Weisung an die Seestteitkräfte auch in best Augen der Regierung der Vereinigten Staaten jedes Hindernis für die Verwirklichung der in der Note vom 23. Iüli 1615 angebotenen Zusammenarbeit zu der noch während des Krieges zu bewirkenden Wiederherstellung der Freiheit der Meere aus sdem Wege räumt, und sie zweifelt nicht daran, daß die Recherung der Vereinigten Staaten nunmehr bei der Großbritannischen Regierung die alsbaldige Beobachtung derjenigen völkerrechtlichen Normen mit allem Nachdruck verlangen und durchsetzen wird, die vor dem Kriege allgemein anerkannt ivaren und die insbesondere in den Noten der Amerikanischen Regierung an die Britische Recherung vom 28. D^ember 1914 und vom 5. November 1915 dargelegt sind. Sollten die Schritte der Regierung der Vereinigten Sdaaten nicht zu dem gewollten Erfolge führen, den Gesetzen der Menschlichkeit bei allen krieg-führenden Rcationen Geltung zu verschaffen, so würde die Deutsche Regierung sich einer neuen Sachlage gegenübersehen, ftir dre sie fvch die volle Freiheit der Entschließungen Vorbehalten muß. Der Unterzeichnete benutzt «uch diesen Anlaß, um dem Herrn Botschafter die Versicherung seiner ausgezeichnetsten Hochachtung zu erneuern. gez. von Ja-gvrv. Seiner Erzellenz dem Botschafter der Vereinigten Staaten von iltmerika Herrn James W. Gerard. Lin Hemd unserer Landwirtschaft und seine Bekämpfung. Der Lehrmeister Krieg, der mrs in so vielen Dingen des wirtschaftlichen Lebens heilsame Erkenntnis gebraßt hat, lenkt die Aufmerksamkeit auch auf ein bisher noch nicht genügend beachtetes Gebiet der Landwirtschaft, das jetzt mit dem Herannahen des Sommers und der Ernte wi^>er besondere Bedeutung gewinnt. Es handelt sich um die Bekämpfung der landwirtschaftlichen Schädlinge aus dem Insektenreich, die bisher in Deutschland noch: nicht mit den notwendigen umfassenden Maßnahmen in Angriff genommen ist. Allenthallen hat Man in jüngster Zeit darauf hingewiesen, daß in dieser Hinsicht rwch sehr viel geschehen muß, um -gewaltige Werte unserm Lande zu erhalten und es vom «Ausland immer unabhängiger zu machen. Hätte man früher bereits den Jnsektenschäden wirksam entgegengearbeitet, so könnte % B. von einer Futternnttelnot, wie sie sich in letzter Zeit so fühlbar machte, nicht die Rede sein. Andere Staaten, vor allem die Bereinigten Staaten von Nordamerika, sind uns in dieser Beziehung weit voraus: man hat in Amerika die Wissenschaft, die allein die Waffen zum Krieg gegen die Jnsektenschädlinge in die Hand geben kann, die „angewandte Entomologie" großartig aus gebildet und schöne Erfolge erzielt. Auch bei uns mu'ß einer erfolgreichen Arbeit auf diesenr Gebiet eine nähere Erforschung der Jnsekterl- welt vorangehen, denn die Biologie vieler solcher Schädlinge ist noch nicht genügend bekannt, und der Landwirt kennt überhaupt die meisten der Feinde noch gar nicht, deren zerstörendes Werk er so schmerzlich verspüren muß. Zunächst ist es notwendig, der Entomologie besondere Lehrstühle an den Universitäten zu verschaffen, damit geschickte Entomologen zur Bekämpsnng der Schädlinge ansgebildet werden können, und so hat man in Königsberg, wo man jetzt auf die Förderung der schwergeschädigten ostpreußischen LandwirtschasL besonders bedacht sein muß, die Gründung eines sotcheil Lehrstuhles angeregt, mit dem ein Laboratorium für Jnsektenforschung verbunden sein soll. Ein weiteres. Ziel wäre, „fliegende Stattonen" einzurichten, die rasch bei der 5pand wären, in allen Teilen Deutschlands, wo plötzlich Schädlinge auftreten, diese zu erfor- scheu und Mittel zu ihrer Vernichtung anzugeben. Welch ungeheure Schäden durch Insekten angerichtet werden, weist einer der bedeutendsten deutschen Entomologen, der Münchener Professor K. E scher ich, in einem Aussatz der „Monatshefte für den naturwissenschaftlichen Unterricht" nach. Von der Höhe der Summen, die auf diesr Weise verloren gehen, hat man sich bisher noch keinen rechten Begriff gencacht. Den jährlichen Schaden, den die Landwirtschaft durch den Maikäfer erleidet, schätzt man in Frankreich allein auf 250 Millionen Frs. und mehr. Der Schäden, den der Borkenkäfer und andere Insekten jährlich in den Vereinigten Staaten anrichteu, wird mit 240 Millionen Mark berechnet. Der Barrmwolllapselkäfer, der die Barlmwoll- felder heimsucht,- bringt den Pflanzern in Louisiana und Texas'jährlich einerc Verlust v on mindestens 100 Millionen Mark, und die Gelreideschädlinge richten in Nordamerika ein jährlichen Schaden von gegen 800 Millionen Mark an. Der durch die Obstschädlinge verursachte Verlust wird in Nordamerika rnit 120 Millionen Mark jährlich angegeben. Die Gesamtheit der Jnsektenschäden, die bei dem Pflanzenbau der Vereinigten Staaten jährlich angerichtbet werden, berechnet Escherich mit 3 Milliarden Mark. In Deutschland, wo diese Verhältnisse viel weniger erforscht sind, hat rnan für eine Berechnung der Jnsettenschädeu keine so sicheren Anhaltspunkte. Wenn man aber bedenkt, daß der Heu- und Sauerwurm 1897 au der Bäosel und Saar einen Verlust von 40—50 Millionen Mark brachte, daß die Nonne in Bayern in -den Jahren 1890—92 für etwa 100 Millionen Mark zerstört hat und die Getreidefiiegen 'den Ernteertvag um 50, 75, ja 100 Prozent schmäleim, so muß das jedem Deutschen zu denken geben. Im gmrzen muß man für Deutschland einen jährlichen Insekterffchaden von 150—20 0 Millionen Mark annehmen. Daß die In- fetten trotz ihrer Unscheiübarkett so riesige Werte vernichten^ liegt in der großen Zahl ihrer Arien, von denen 250000 beschrieben sind und bve wahrscheinlich eine Million betragen, und in der ungeheuren Schnelligkeit ihrer ^rmehrnng, die sich ins Unglaubliche steigern kann. Man denke an die Wanderheuschreckenzüge, die ununterbrochen 1—2 Tage dauern, an die wandernden Raupenmassen, die ganze Eiserrbahnzüge zum Stehen gebracht haben und nach Milliarden zählen können, dtun sorgt die Natur für die Erhaltung des organischen Gleichgewichtes, indem sie den Jnsettenschädlingen Feinde, zumeist ebenfalls aus der Jnsettenwelt, entgegenstellt, die sie verzehren und so ihre allzu große Vermehrung verhindern. Wird ein Schädling irgendwohin verpfkanzt, ohne daß die ihn in Schach haltenden Jnsetten ebenfalls hinkommen, dann breitet er sich ungeheuer aus, lvie die Einschleppung des Schwannnspinners in Amerika beweist^ den ein Franzose im Jahre 1868 in ganz wenigen Exemplaren hinbrachte und der sich dann zu einer entsetzlichen, das ganze Land- überflutenden Landplage auswuchs. Aufgabe der arlgewandten Entomologie ist es, dafiir zu sorgen, daß die Schädlinge durch die sie vernichtenden Parasiten und Raubinsetten bekämpft werden. Rri§ rb. Darmstadt, 5. Mai. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer trat heute vormittag unter Vorsitz des Abg. Dr. Osann zu einer gemeinsamen Sitzung mit der Großh Regierung zusammen, die durch, die Herren Staatsminister Dr. v. Ewald, Minister des Innern v. Hombergs, Finanzminister Dr. Becker und eine Anzahl Re- gierungskommissare vertreten war. Die Vorstellung der hessischen Bauamtsaspiranten bezüglich ihrer. Dienstverhältnisse nmrde dahin erledigt, daß bei Anstellung von Banamtsasviranten seitens der Kreise nach Anftcht des Finanzausschusses das staatliche Dienstalter berücksichtigt iverden müsse, damit nicht eine Bevorzugung jüngerer gegenüber älteren Anwärtern statt finde, roie sich das in der letzten Zeit in drei Fällen ergäben habe. Die Vorstellung der Gerichtsvollzieher über die Sickerung ihres Diensteinkommens hat die Regierung dahin beant-, wortet, daß sie von Fall zu Fall prüfe, ob und iiüoietveit eine Zulage denjenigen Gerichtsvollziehern, die durch den Krieg an ihrem Einkommen geschmälert worden seien, erstände Bisher habe sich diese Zrllage nicht ülrer einen Betrag des Gesamteinkommens von etwa 2500 Mark erstreckt^ und es iverde auch von ihr für richtig gehalten, nur trq Ausnochmefällen über diesen Betrag hinanszugehen. Aus dem Ausschuß wurde darauf hin gewiesen, daß die Mindereinnahme wohl auch eine Abnahme der Tättgkeit der Gerichtsvollzieher zur Folge gehabt habe und es sich deshalb empfehle, für deren anderweitige Beschäftigung gegen De-- zahlung im Gerichtsdienst Sorge zu tragen Die Beratung über diese Frage konnte nicht abgeschlossen werden, weil die Regierung noch einige Nachweise zu einer erneuten Vorstellung der Gerichtsvollzieher geben nnfl. — Die Regie- rrmgsvorlage bezüglich der Umgestaltung der Bau- Verwaltung im Nttnisteriurn der Finanzen dadurch, daß ständige Hilfsarbeiter, die bereits in vorgerückteren Jahren stehen, in die Klasse der vorttagenden Räte anftücken sollen, faüd in Anerkennung des Umstandes, daß darin eine 9teu- organisation nicht liege, sondern dasr sie lediglich dem Be- burfnti? des MirnsterrumZ entspringe, Annahme. Zu dem Anrrag der Abgg. Köhler und Dr. Osann, betr. Not- standskredite für zurückkehrende Kriegsteilnehmer, forme zu dem Antrag des Abg. Reh in Zeichen! Betreff sagte die Regierung eine Vorlage zu, die bald an die Kammer gebracht werden soll. Der Umfang dieser Kredite und die daran Beteiligten wurden in einer eingehenden Besprechung sestgestellt, und es wurde im Finanzausschuß ein Antrag dahingehend angenommen, die Regierung zu ersuchen, die dorr ihr jetzt zugesagte Vorlage im Sinne der Anträge Köhler, Dr. Osann und Reh baldig den Land ständen zugehen zu lassen. A«s Stadt rrnd Land. Gießen, 0. Mai 1916. Die Verteuerung der Warerrsinfuhr. .Jeder Besi tzer von Golds achen kann siebekämpfen helfen. Sm Frieden entstehen für uns durch Warenausfuhr, durch i Frachtleistung, für Zinsen aus dem Besitz au ausländischen Wertpapieren, aus Erträgen ausländischer llntcrnelmrungen Guthaben im Auslände; sie können wir zur Bezahlung unserer aus dem Ausland kommenden Einfuhren verwenden. Das ist jetzt im Kriege anders. Die Ausfuhr ist stark ver- ■ mindert, diejenige über See fehlt natürlich ganz. Wir brauchen zu- j dem die Rohstoffe selbst und haben nicht genug Kräfte für die Herstellung von Ausfuhrwaren frei. Frachtgebühren entstehen nicht, hbie ausländischen Guthaben in feindlichen Staaten können wir -nicht greisen. Unsere Einfuhr — und damit die Wicht, ans AuÄau m . zahlen — ist aber nicht im gleichen Mähe zurückgegangen. Wir » beziehen vom (neutralen) Ausland einen Teil unserer Lebensmittel 'Und auch Rohstoffe. Für die ausländischen Warenverkäufer haben jetzt die Forderung^! in deuffcher Reichsmark au den deutschen Warenkäufer nicht den gleichen Wert, den sie hätten, wenn im Ausland umge- kehrt mehr Verpflichtungen für Waren aus Deutschland bestünden, damit auch mehr Nachfragen nach deutschen Zahlmittelu. Bestünden .im Ausland mehr Nachfragen, dann könnte der ausländische Wa- ^ rcnperkäuser seine Forderung zu höherem Preise verkaufen. Dies hch: mit dem Wert der deuffchen Reichsmark in Deutschland natürlich gar nichts zu tun und gilt nur für den Zahlungsverkehr mit dem LLusland. Dort ist die Wirkung zeitweise recht stark, Holland .gegenüber z. B. zeitweise derart, daß der deutsche Käufer den dritten Teil mehr für die gleichen Einfuhr-Waren in Mark auf- wenden muß, als er aufwenden müßte, wenn wir nicht als Folge des Krieges den gestörten oder vielmehr erschwerten Zahlungsausgleich hätten. Oder umgekehrt: Ter deutsche Kauflnann, der Waren vom . Ausland einffchrt, hat 'e§ jetzt nicht so leicht wie in der Friedenszeit, Forderungen anderer Deuffcher für Lieferungen an das Ausland auszukausen, um damit die Bezahlung seiner Waren schuld vornehmen zu können; aus dem einfachen Grunde nicht, weil solche Forderungen an das Ausland nicht so häufig mehr entstehen. Äkso mutz, der deutsche Kaufmann für die Erlangung ausländischer »Zahlmtttel notgedrungen mehr aufwenden. Eine Ursache der Teuerung liegt sonach darin, daß wir — j ganz naturgemäß! — augenblicklich nicht reichlich genug ausländi- sche Zahlmittel haben, womit wir die nötige Einfuhr den ausländischen Verkäufern bezahlen könnten. Ein Zechlmittel von internationalem, ziemlich unverrückbarem Wert ist-bas Gv ld. Zahlen wir mit Gold, dann fällt die Wirkung des fetzt gestörten Atzrlverhältnifses zwischen ausländischer und deutscher Währung fort. Aber wir mMen es auch in ausreichendem Maße haben, ' b. h. dahin schaffen, wo es allein für diesen Zweck des ausländischen l Zeffstun gsverkehrs verwendet werden kann, nämlich zur 'Reichsbank. Der Zufluß an Gößdmünzen wird begreiflicher- iveise mehr und mehr Zurückgehen. So müssen wir beizeiten Vorsorgen, den Geldvorrat der Reichsbank zu stärken, die einen stolzen Bestands—er beträgt zurzeit 2 1 / 2 Milliarden Mark! — aus Rücksicht auf die mrsgegebenen Banttwten greifbar halten muß. Jemehr wir der Reichsbank Gold zusühren, desto mehr setzen wir sie in die Lage, ihre Dienste zum Wohle der Allgemeinheit zur Verfügung zu steklen. So gelangt man dazu, an die Ein liefern ng v-on Gold fachen zu denken, die aus der Bevölkerung hLMs angeregt worden ist. Diese Einlieferung soll jetzt planmäßig geregelt werden. In den größeren Städten werden vaterländischeGvldankaufsstellen errichtet, die unter einem örtlichen Ehrenausschuß arbeiten. In kleineren Städten • werden Hilfsankaussstetten genügen. Wo diese Ankaufsstellen ihren i Sitz haben, wird für jeden Bezirk bekannt gemacht werden. Für die ein gelieferten Goldsachen wird von einem vereidigten Sachverständigen der Goldgehalt sestgestellt, der so ermittelte Wert- betrag — also ohne Herstellungswert und Gewinnauischlag, der bei dem seinerzeitigen Kauf auszuwenden »var — alsbald bar aus- bezahlt, der Opfersinn durch ein Gedenkblatt geehrt. Tie Goldsachen gelangen sodann an die iNünze zum Einschmelzen und von da in den Bestand der Reichsbank, wo sie den Zwecken dienen, die Weiler oben dargestellt sind. Diese zu fördern, sei jeder (Hofbesitzer aufgerusen. Er hilft der Teuerung der Lebensmittel entgegenarbeiten, er hilft dem deutschen Volke das Durchhalten im großen Völkerringen erleichtern und den wirtschaftlichen Sieg erringen. Die nöffge Aufklärung in die weitesten Kreise zu tragen, werden Vertrauensmänner und Damen, wie überhaupt jeder Vaterlandsfreund, sich angelegen sein lassen. So mögen alle mithelfen im Wettstreit vaterländischen Sinnes, indem sie in dieser großen Zeir dem Gold entsagen bis zu besseren Friedenstagen. Goldene Ketten ersetze man jetzt durch stählerne, die als geschütztes Muster von hem Ehrenausschuß zu beziehen sind. Ter schönste Schmuck aber sei der Opfersinn, das Bewußtsein, beigetragen Zu hauen zur Stärkung unserer gesunden deutschen Gelowirffchast, einer wichtigen' Grundlage für das Bestehen der Prüfung, die uns auserlegt ist. Es gilt, eine Bewegung zu entfachen, auf deren Fahne stehen soll: „Tie Goldsachen aus vaterländischen Gründen zu den Ehren ausschüs sen — für die Reichsbank und damit für die Allgemeinheit!" L. * ** Amtliche Personalnachrichten. Tie Großherzogin hat am 5. April d. Js. dem Bahnmeister in der Preußisch--Hessischen Eisenbahngemeinschaft, Leonhard Steiger zu Bad-Salzschlirf, die unkündbare Anstellung verliehen. — Am 29. März d. Js. wurde den Lokomotivführern Bernhard Schäfer zu Frankfurt a. M. und Heinrich Schmidt zu Gießen, sowie dem Zugführer Wilhelm Klee Zu Frankfurt a. M.. sämtlich in der Hessisch-Preußischen Effenbahngemcinschast, die unkündbare Anstellung verliehen. — Ter Großherzog hat am 12. April d. Js. den Kassenvorsteher in der Preußisch^Hessischen Eisenbahngemeinschaft, Heinrich Schilling zu Frankfurt a. M., aus sein Nachsnchcn vom 1. Mai d. Js. an in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen mit der Krone verliehen. — Am 1 Mai d. Js. wurde der Finanzaspirant Otto Gabriel aus Ilbeshausen zum Bankbuchhalter bei der L-andes-Hypothekenbank ernannt. ** Höch st Preisanschläge. Einen großen Anteil Schuld an mcmd’m Ueb fl ständen auf dem Lebens mittel markt hat zweifellos die mangelnde Kenntnis der bestehenden Verordnungen und Bestimmungen aus seiten der Verbraucher wie der Geschäftsleute. Es fehlt beiden die genaue Kenntnis der herrschenden Rechtsverhältnisse, und so kommt es, daß manche Verkäufer gegen Verordnungen verstoßen unc> die Verbraucher die Verstöße nicht abwehren könn n Ter Zustand hat große Bedenken: er erzeugt beim Käufer das Gefühl, daß seitens der Behörden nichts geschieht, das Käufer- interesst Zu wahren, und er rneiiat beim Verkäufer eine gewisse Gl fl chgüit'.qkeil geaen die obriglei-lich Regelung Unbestreitbar sind da »-lwflst wilde Verhältnisse emporgeimichert. Soweit Unkenntnis bc; mbivngcu daran ,'chrflh iit, irgendwie gesorgt werden, daß für Verbraucher uub Geschäftsleute Möglichkeiten, sich über die geltenden Bestimmungen zu unterrichten, gegeben sind. In einem großen Berliner Blatt wurde vor kurzern eine beachtenswerte Anregung gegeben: Kommnnalverbände und Stadtgemeinden sollten verpflichtet weiden, jeden Montag öffentliche An klage zu machen, aus loanau die geltenden Höchstpreise verzeichnet wären, u. die glflch- wichtigsten anderen Bestimnrungen, z. B über ausländi- sche Waren, entgelten. Nötig sei es auch, daß die Polizei die Preise tontrolltert; sie könne schon bei der Vorlage und Abstemvelung der -schaufensterpreistafeln feststellen, ob dies- Pceise den Höchstsrflscn entsprechen. Dre Anregung fit sicher beachtenswert und der vor- ge,chlagene Weg zweckmäßig. Zu erwögen wäre, ob nicht die Stadt- vernialttnigen in den Mitteilungen an die Presse wöchentlich oder mehrwöch'kntlich eine H öchst preis Zu snnm enftie. f lun g veröfsentlichn. So gut wie jeder seinen Kalender aufoewahtt, kann er auch 8 bis lang die jetoeil^ge 5)öchstprflsübersicht aufbewahren. * Der P o st s ch ^ck v c r k e h r des Reichs-Postge- b i e t s hat sich nach W.t jetzt erscheinenden Geschäftsbericht in den Jahren 1914 und 1915 wflter günstig ent.oickelt. Tie Zahl der Postscheckkunden ist von 86 400 (Ende 1913) auf 103 068 (Ende 1914) und auf 111931 (Ende 1915) gestiegen. 70 v. H. der Postscheckknnden sind gewerbliche Unternehmungen und Kaufleute. Ter Gesamtumsatz belriig 1914 rund 38 009 Millionen Mark, d. s. gegenüber dein Vorjahre 2103 Millionen Mark oder 5,85 v. H. mehr, und 1915 rund 47 806 Millionen Mark, d. s. gegenüber dem Vorjahre 9797 Millionen Mark oder 25,78 v. 5). mehr. Bargeldlos wurden 1914 22 900 Millionen Mark oder 60,25 p. H. und 1915 29 853 Millionen Mark oder 62,47 v. H. des Gesamtumsatzes beglichen. Auf eine Postscheckrechnung entfielen 1915 durchschnittlich 1200 Gut- und Lastschriften. Das Guthaben der Postscheckkunden hat von 170,5 Millionen Mark (Ende 1913) aus 241,5 Millionen Mark (Ende 1914» und auf 273,8 Millionen Mark (Ende 1915), in den beiden Jahren 1914 und 1915 also um mehr als 100 Millionen Mark zugenommen. Das durchschnittliche Guthaben eines Postscheckrunden belief sich 1915 ans 2532 Mark, dasjenige aller Postscheckkunden im Durchschnitt des Dezember 1915 auf 307 Millionen Mark. Dieser Bettag war, bis aus die Betriebsmittel von 12,9 Millionen Mark, angelegt in Reichsschuldbuchsorderungen, in Buchst)rderungen gegenüber verschiedenen Bundesstaaten, in Reichsschatzanweis nngen, Darlehen an Genossenschaften und Wechseln, sowie durch Ucber- weisnng an die Reichshauptkasse, im letzten Falle als tägliches Geld gegen 3 v. H. Zinsen. Bon der Gesanttflnnahwe 1915 mit 19,7 Millionen Mark entfiel die Hälfte (9,8 Millionen Mark) auf die Zinsen. Aus die Entwicklung des Postsch?ckverkchrs haben die durch den Krieg geschaffenen Verhältnisse günstig eingcwirkt; sie haben gezeigt, wie notwendig es ist, mit den baren Zahlungsmitteln haushälterisch umzu gehen, nnd zur Förderung des bargeldlosen Zahlungsausgleichs beigettageu. Damit sind dem Post- scheckverfahren zur Erfüllung seiner vornehmsten Aufgabe, durch die Pflege des Ueberwflsungsverkehrs die Barzahlungen auf das iwtwendigste Maß zu beschränken, die Wege geebnet lvvrden. ** ^orhältnisse am Ziegc.n markt. Man schreibt uns: Die Preise für Milchziegen sind infolge der größeren Nachfrage ganz erheblich gestiegen. Eine gute Milchziege, die in Friedenszeiten für 35 bis 50 Mark zu haben war, kostet jetzt 100 Mark. Trotz dieser lstihen Preise bleibt aber das Angebot hinter der Nachfrage stark zurück. Sollte es sich nicht angesichts dieser Tatache für die Ziegenz lichter vereine empfehlen, zu einem Verband zu- animenzutteten, der die Deckung der Nachfrage und die Beschaffung der notwendigen Tiere zu möglichst'billigen Preisen anstrebt? Wäre es nicht eine vatlwländischc Aufgabe, neben den eigenen privätwitt- schaftlichen Rücksichten auch allgemein volkswirtschaftliche gelten zu lassm und Sorge zu ttagen stür eine billige und ausreichende Be- ckaffung von Milch — im Interesse der Säuglinge und jungen Mütter, deren Väter und Männer imvFflde st chm? ** S ch o n u ng der jungen Oclpfl amzen. In manchen Gegenden Deutschlands lverden die jungm Oelpflanzen (Raps, Rübsen usw.) gemäht, um als Futter verwendet zu werde:! Die Land- wirtscha:tskammer Berlin weist darauf hin, daß mit Rücksickst aus den herrschenden Mangel an Oelen und Fetten dieses Verfahren eine Schädigung der hflmischen Wirtschaft bedeutet und daher jeder Landwirt möglichst besttebt sein Muß. für sein Vieh anderes Grün- utter zu beschaffen. Die für die Oelsaaten bestehendeir Höchstprflse ind als durchaus lohnend bezeichnen, so daß. auch wenn sie im laufenden Jahre keine Erhöhung eflchren sollten, auch mrs diesem Gesichtsvuntte das vorzeittge Abmähen der Oelpflanzen urrwirt- ijt. Auch werden nach Verarbeitung der Saaten die Preß- rückstände der Landwirtschaft zur Verfügung gestellt werden. ** I n d e r H e r o e r g e z u r H e i in a t kehrten im Monat März nur 453 Gäste ein (gegen 904 im gleichen Monat 1915, und 1502 in 1914). Die Zahl der Wanderer, welche Unterknnst nnd Verpflegung gegen Arbeitsleistung annalnnen, betrug 75 (183 nnd 617), Celbstzahler waren 378 Gäste (721 nnd 885). Im Arbeitsnachweis der Herberge wrirden 96 offene Stellen angcnieldet, von denen 91 sämtlich in Gießen mit 11 gelernten Handwerkern nnd 80 ungelernten Arbeitskräften besetzt wurden. Nach außerhalb wurde im März das erste Mal keine Stelle vermittelt, da die Landwirtschaft sich durch Gefangene Hilst. Rettung eines Kindes i n der Lahn. Wie nutz init- geteilt wird, hat der in unserem Bericht v. 3. Mai erwähnte Friseur E. Muhl, z. Zt. Sanitätssoldat im 1. Ers.-Bat. Jnfant.-Regt. 116 .Kaiser Wilhelm", 2. Komp., mit der Rettung eines Kindes nun chon zum dritten Mal jemand vom Tod des Ertrinkens gerettet. ** Oeffentliche B n ch e r h a l le. Im April wurden 8502 Bände ausgeliehen. Davon kornmen ans: Erzähkende Literatur 1478, Zeitschriften 256, Jngendschriften 243, Literaturgeschichte 5, Gedichte nnd Dramen 51, Länder- nnd Völkerkuiide 57, Kulturgeschichte 24, Geschichte und Biographien 112, Kunstgeschichte 22. Naturwissenschast und Technologie 97, Heer- nnd Seewesen 13, Hans- und Landwirtschaft 17, Gesundheikslehre 20, Religion nnd Philosophie 44, Staatswissenschast 4, Sprachwissenschaft 15, Freind- prachliches 44 Bände. Nach auswärts kamen 35 Bände. W e s p e li p l a g e. Jetzt sieht man schon eine Uinnenge überwinterter Wespen umherfliegen, eine Folge der vorjährigen Wespenplage. Tötet man jetzt eine Wespe, so vertilgt man bannt eine ganze Kolonie, die daraus später entstehen und die Landwirte auf den Feldern wieder in Gefahr bringen würde. Begleichung v o n P o st a n w e i s u n g s- nnd Z a h l° karten betragen durchSchecke. Zur Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs können, worailf erneut hingewiesen wird, bei Auflieferung von Po st anweis nngen und Zahlkarten nicht nur Reichsbank- und Postschecke, sondern auch Schecke ans Banken. Genossenschaften und Sparkassen, sowie Platzauweisnngen in Zahlung gegeben werden. Tie Bank usw., auf die der Scheck oder die Anweisung gezogen ist, muß ihre Geschäftsstelle im Ort und ein Girokonto bei der Reichsbank haben. Die näheren Einzelheiten sind bei jeder Postanstalt zu erfahren. ** Ans P o st a n w e i s n n g e n nach der Türkei ist vom 5. Mai ab die anszuzahlende Sumine allsschließlich in Piastern und Para anzugeben, und zwar auch dann, wenn sie 100 Piaster — 1 Pfund türkisch und darüber beträgt. Bei der Ausführung des Postanweisungsvordrncks — insbesondere auch bei der Wiederholung des Piasterbetrages in Buchstaben — sind lateinische Schristzeichen anznwenden. Universiräts-Nachrichten. — Frankfurt a. M., ö. Ma,. An der Universität Frankfurt ist dem Privaidozenten vr. jar. A. Sa eng er für das Sommerhalbjahr 1916 ein Lehran'traq für bürgerliches Recht, Nechtsvergleichung ul,d Römisches Recht erteilt worden. kirchliche Nachrichten Lvsngellsche Gemein-e. Sonntag, den 7. Dt a t, At i s e r i c o r d i a s D o m i n i. Gottesdienst. )n der Ztodtkirche Vorn!. 90, Uhr: Psar-r- assistent H o f f m a n n. Vorin. 11 Uhr: Kinderkirche für die Markus- gemeinde. Psarrasststent H o f f in a n n. — In der Zohanneskirche. Vorin. 9)4 Ulfr: Professor v. Sch i a n. Born,. 11 Uhr: Kinder- kirche für die Johannesgeineinde. Pfarrer AnSseld. Mittwoch, den 10. Mai, abends 8 Uhr: Krieashetst,,,^« Pfarrer Ansfeld. vibrffränzchrn für Schüler höherer Lehranstalten. Für die jüngere Abteilung jede,! Mittwoch von 6 bis 7 Uhr, für die ältere "Ab-- teilnng jeden Sainstag von 6 bis 7 Uhr im Johannessaal. bibeltrmizchen für Mädchen aus drr Ishanuesgemcinde. Jeden Dienstag von 6—7 Uhr im- Johannessaal. Wartburg, eoanzel. Iünglingr- n. Miinner-vere.n, Diezstr. 15. Sonntag, den 7.2)1«!, abds. 8 Uhr: Vortrag. — Dienstag, den U. Mai, abds. 87, Uhr: Bibelstnnde. Donnerstag, den 11. Mai. abds 87- Uhr: Lesebend. Smnstag. den 13. Mai, abdS. 8% Uhr: Aeltere Abteilung. - Gäste stets willkommen. Nächsten Sonntag, den 14. Mai, vorrnittagZ 8 Uhr. beginnen in beiden Kirchen Frühgottesdienste verbunden mit Christenlehre, und zwar in der Stadtkirche für die Neukonfirmierten aus der Marknsgemeinde, in der Johanneskirche für die Neukonffrmi-erten aus der Johannesgemeinde. Die Eltern und Lehrherren tverden gebeten, die Kinder zum Besuch der Eh-flstcnlehre anzuhalten. Krrchbcrg. Sonntag, den 7. Ata,, vorm. Ui Uhr. (Heil. Abendmahl für Danbringen und RutterShallsen.) Mainzlar. Mit!- ivoch, 10. Dtai, abds. 9 Uhr: Kriegsbetslunde. Dekan Gußmann. Uatholrsche Gemeinde. Gottesdienst S a in 8 t a g, den 6. M a i: Nachm. 5 Uhr nnd abds. 8 Uhr: Gelegenheir zur beil. Beichte. S o n n t n a. d c n 7. M a i , 2. So n ntag nach Oste r n : Vornr. VU Uhr: Gelegenheit zur heilige,! Beichte. 7 Uhr: Hl. V Dteffc 8 Ühr: Austeilung der hl. Köinmllnion. 9 Uhr: Hochmut init Predigt. 11 Uhr: Hl. Aiesse >nit Predigt. Nachin. 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Nachin. 4ff, Uhr: Jnngfrnu:ii- kongregation Dienstag und Freitag, abds. 8 Uhr, ist Maiandachl. D i a s v o r a°G o t l c s d i e n st ant 7. Mai: Hungen 8 Uhr. La uh ach 10 Uhr. Lich 9'/, Uhr. Spiciplan der vereinigten Hransmrter Stadttheaier. Gpernhaus. Sonntag, den 7. Mai, abends 7 Uhr: .Ton Juan." Montau, den 8. A!ai, abends 7'/, Uhr: „Die Kaiserin." Dienstag, den 9. Alai, abends 7 Uhr: „Die Entführung ans dem Serail." Mittwoch, den 10. Mai. abends 7 Uhr: Unter musikalücher Leitung des Herrn Professors Arthur 9tikisch: „Tannhäuser." Donnerstag, den 11. Mai, abends 7 Uhr: „Alessandro Stradella." Freitag, den 12. Acai, abends 7 Uhr: Unter musikalischer Leitung des Herrn Professors Arthur Rilisch : „Die Flederinaus." Mit Einlagen: Vor dei,! 2. Alt: „Geschichten aus den! Wiener Wald", im 2. Akt: „Freut euch des Lebens", Walzer von Johann Sttattß. Sanislag, den 13. Mai, abeuds 7 Uhr: „Martha." Sonntag, den 14. -ITai, abeiids 7 Uhr: „Oberon." Montag, den 15. Mai, abends 77, Uyr: „Tie Kaiserin." Lchouspielhaus. Sonntag, dcn 7. flffai, nachrntttags 3 Uhr: „Tie deutschen Kleinstädter." Llbeitds Eff, Uhr: „Faust." Montag, den 8. Mai, abends 7'/, Uhr: „Traumnlns." Dienstag, den 9. Atai, aberrds 7ff, Uhr: „Will und Wieble." Mittivoch, den 10. Mai, abends 7'/, Ubr: „Die Hexe vol! Orleans." Hieraus: „Die Koniödie der Irrungen." Tonuerslag, den 11. Alai, abends 6 Uhr: „Faust." Freitag, den 12. Mai, abeuds 7ff, Uhr: ..Rosinersholm." Samstag, den 13 Mai.- abends 7^/, Uhr: „Des Meeres nnd der Liebe Wellen." Sonntag, den 14. Mai. nachmittags 3ff, Uhr: „Der Kaufmann von Venedig." Abends 7 1 /, Uhr: ..Will und Wiebke." Montag, den 15. Mai, abends VU Uhr: „Ernilia Galotti." Markte. Gießen, 6. Mai. Marktbericht. Ans dem heutigen Wochenmarkl kostete: Butter das Pfund 1,90—0,00 Pft.' Hühnereier das Stück 20—22 Pfennig; Käse 8—10 Pfennig, Käsematte 3 Pfennig das Stück; Welsche 0,00—0,00 Mk.; Ochsenflcisch das Pfund 2,00-0,00Mk., ZUthfleisch 2,00-0,00Mk. das Pfund, Nitldfleisch das Pfund 2,00-0,00 Mk., Schrveinefleisch das Piltnd 1,80-0;09 Mk., Kalbfleisch das Pfund 2,00-0,00 Mk., Hanunelfleisch das Pftind 2,00-0,00 Mk.; Kartoffeln der Zentner 0. 00 Mk.; Zwiebeln das Pfund 35—40 Pfg.; Milch das Liter 30 Pfg.; Nüsse 100 Stück 00—09 Mg.; Spinat 25—30 Vfg. das Pfund, Kopfsalat 10-20 Pfg., Karotten 15 Pfg. das Päckchen, Lauch 5 bis 15 Pfennig das Päckchen, Rhabarber das Pfund 20 Pfg., Sellerie das Stück 10—35 Pfennig, Spargel 50—75 Pfg. das Mund. — Marktzeit von 7 bis 1 tthr. ch. HcideShcim, 5. Mai. Es kosteten der Zentner Spargel 1. Sorte 50—55 Mk., Spargel 2. Sorte 25—30 Mk., in Nieder- Jngelbeiin Spargel 1. Sorte 50—55 Mk, Spargel 2. Sorte 25 — 30 Mk., in Schwetzingeck Spargel 40 — 60 Mk. cd. Bingen, 5. Mai. Marktpreise. Kartoffeln das Pfund 6 Pfg., Bnschsalat das Stück 5 — 0 Mg., Rotkraut daS Stück 60—00 Pfg., Weißkraut das Stück 45—00 Mg., Wirsing das Stück 35-00 Pfg., Kohlrabi das Stück 12-00 Pfg., Gelbe Rüben das Mund 20-00 Pfg., Lauch das Stück 7-0 Mg., Sellerie das Stück 12-00 Mg-, Zwiebeln das Pfund 50-00 Pfg., Aepfel das Mund 35-00 Piq., Butter das Pfund Mk. 2,10, Kafe, weich, das Pfund 70 Pfg., Handkäse das Stück 18 Pfg., Eier das Stück 20 Pfg. Meteorologische Beobach tunge n der S tation Eietzen. Mai 1916 o ■*-> 2 c S £ ~ L-o .HS- £ S S'L K 5 ckv 4? li r-> yo i E n ’S S eg-e COä 2~§. Wetter 5. 2" 26,3 10.1 40 7 Sonnenschein 5.! 9"! — 18,6 10,4 65 — — 0 5ttarer Hinunel 6.! 7" 14,8 10,0 80 _ 9 Sonnenschein Höchste Teinperatur am 4. bis 5. Mai 1916: fl- 27,0" 0. Niedrigste „ . 4. , 5. „ 1916: + 12,2* C. Niederschlag 3,0 mm. Für Rheumatiker und Neuralgieleideude. In einein Tage von seinen entsetzlichen Säunerzen befreit. Herr Josef Wilhelm, Atünchen schreibt: „Seit 2 Monaten litt ich derart an Ischias, daß ich nicht gehen und nicht stehen und das Beil nicht verlassen konnte. Ich halte ausschreien mögen vor Schruerzen. Kein Atepsch glaubt, was ich gelitten habe. Nichts Hali mir. Da brachte mir meine Iran auS der Apotbeke Togal mit. Die Wirkung war geradezu wunderbar. Nachdem ich nur wenige Tabletten genommen hatte, tvar ich vollkonnnen iviederhergestellt. Ich gebe daher jedem Leidenden den Rat, sich sofort aus der nächsten Apotheke das überaus billige und unfehlbar wirkende „Togal" zu besorgen. Niemand ivird diese Ausgabe bedauern". Aehnlich berichten viele andere, welche Togal gegen Rheumatismus, Herenschnh, Schmerzen in den Gliedern und Gelenken, sowie bei Influenza nnd Kovß schtnerzen gebrauchten. Es gibt nichts besseres. Alle Apotheken führen Togal-Tabletten. Best.: Acid. cet. salic. Chinin. M". Li. 3533flfi AmMcher Te«. Bekanntmachung. Um die Gewichtsbestinummg bfl der Biehabirasune flnhtflttich zu regeln, wird ab nächsten! Abnahnnflag, da sich die Einflihrimg von Nüchternftellcn vorläufig nicht ermöglichest läßt, alles Biey mit 5% Gewichtsabzug abgenommen. Ueberfütterte Tiere dürfen nicht angeliefert werden. Gießen, den 5. A!ai 1916. ' i, Oberheffifcl-er Bi elchnndelsverband. Ter Vorsitzmde; S k a l w e i t. ^ : .i ;H.nfen gtJt Vermeidung von Verwechselungen * fcri Hbbcftcltimg von DerTntetnngs- Anzeigen oder dgl. wird dringend nm Wngab« bcrHnrcigenmitmmr gebet. Verlag des Gieß.Anzclgers Wcestrabri at % m Wohnung zu verm. l76 Näheres da sei bst 1 . _©t o tf. j 7 Zimmer 7 '»immertbobnuna fuit all. Zubehör, herrschaftlich ein- gerichtet zum l. Jult z. verm. "1871 Ludwiaftraftc 45. U28i-KkMg8 lO 7 - Zimmer - Wohnung mit («artcttnnteil OiUta zu verm. Näb. Ludwigstr. 61. IQ'U 14 6 Zimmer j Lndwiastr. 20 6 Zimmer Wohnung zu vcrrnielcn per sofort. Näheres bei Hcrz- : rger» Vüberftrnne 8. 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Mai, vormittags SV- Uhr, sollen aus den Distrikten Hard, Höler und Konzebühl versteigert werden: Scheiter, Rm.: 31 Buchen, 12 Eichen (rund), 3 Nadelholz: Knüppel, Rm.: 46 Buchen, 113 Eichen, 12 Birken usw., 1 Linde, 3 Kiefern. 38 Fichten; Stöcke, Rm.: 60 Buchen, 79 Eichen, 1 Kiefern; Reisholz-Wellen: 3864 Buchen, 1640 Eichen, 70 Birken, 160 Nadelholz. 116 Eichen-Gartenpfosten [2,2 Mtr. lang) = 5,83 Fstm. ; 13 Eichen-Derbstangen [meist Deichseln) — 0,64 Fstm. Bon diesem Holz werden blind versteigert: a) das Holz aus der Hard iMuschenheimer Weg). 8 Rm. Eichenstöcke und 350 Eichen-Wellen, gleich bei Beginn der Versteigerung: h) das Holz int Prinzenstück (33 Rm. Fichten-Knüppel» und im Konzebühl (5 Rm. Buchen-Scheit, 5 Rm. Buchen- Knüppel, 1 Rm. Buchen-Stöcke, 14 Buchen-Wellen, lauter Anbruchholzi am Schlutz der Versteigerung. Die Zusammenkunft ist am Hölereck bei der Schuv- hütte, alter Weg von Lich nach Garbentetch bet Ankunft an den Wald. [3496c Holzversteigernng. Donnerstag, de« II. Mai 1916 werden nach Zusammenkunft um 9*/, Uhr vormittags auf der KreiSftrahc Rüddingshausen—Weiterßhain an der Abfahrt nach dem Hainerbos aus Distrikt Eibschcnbain versteigert. Scheiter Rm.: 2 Buche, 144 Kiefer (rund),- Knüvvcl Rm.: 86 Buche, 203Kiefer, 26 Fichte, Reiser Rm.: 144 Buche (hierunter76Stannnreiser);KnüPpel-ReiserRm..195Kieser, 13 Fichte,- Stöcke Rm.: 6 Buche, 217 Kiefer, 13 Fichte. Nähere Auskunft erteil: Freiherrlicher Forstwart Leyerer, Odenhausen. Londorf, den 4. Mai 1916. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. I. V. : T r a t- t w e t n, Grohh. Forstmeister. 3527 B