4 M. \ 2 (} Erstes AM Der Hletze«er Anzeißer er^kherrÄ täqtrch, außer SovntaqS. - Beilagen: v ie*r m a l wöchentlich Hi«he»er§S8LLlieEätter; zweimal wöck>eutt.Ueeis- ö^ttsürdrn Xreis Gretzen (DienÄng i,nd Freitag).- zweimal manack. Lawd- wrrtschaftüche Zeipragen Ferisiprech - Anschlüsse: st'irdieSchristlei1ungI12 Verlag,Geschättsstellc51 Adresse l«r Drahtnachrichten: Anzeiger GZehen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer ~ bis zum Abend vorher. !»Sr6USN§drM Mlö Verlag der ML. Jahrgang $ Dienstag, 30. Mai Mb jv«,v» s »r Vveryepek Umv.-Such- unr LteikSruckcrri 8 . ränge. 5 christ!ettung. ßeschäftLstette und Druckerei: Schulftr. 7 . Ä C'tit^frcu. monatl. 9 ) Pi., viertel« jährl. Alk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen moitatL 80 Pf.: durch die Post Mk.2.45 viertel« jährl. ausschl. Bestellg. Z ei ler wreis: lo k al 1 5 Pf., ausiv. 20 Pf. — Haupt« schriftleiter: Aua. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermachtes und Gerichtssaal: Fr. R.Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen, » Großes Hauptquartier, 29 . Mai. (WTD.) (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. «KfSi'ö &B.*“ -- ■ÄBa*'™' ‘"' ta »>«'*' w» H fcr i? i ! n ' Maas dauert der Artillerickamvf ^Deftigkeit an. Zwei schwächliche fra n - L.« An«r!ffc gegen das Dorf Cumitzres wurden mühelos abqcwiesen und Balkan-Kriegsschauplatz. ncrcylv lirrues. Oberste Heeresleitung. * * * Die österreichisch-ungarischen Truppen haben ihren Bor- nrarsch mit überraschender Schnelligkeit fortgesetzt und an S?f'\L eTltJH ^ n Dage auf einer großen Frontbreite reichlich .lande gewonnen. Um es gleich hervorzuheben: nicht nur auf dre Lrnre Asiago—Arsiero haben sich die Bemühungen -Sum)e§genoffen beschränkt, sondern sie ziehen all- nnrhlich auch ihre Flügel heran, und besonders der heute ge- nietdele große Erfolg im oberen Postnatale erschüttert manche Hofsnun^n der Italiener. Westlich und südlich von B e t t a le hatten, die Italiener „hartnäckigen" Widerstand geleistet, wohl wissend, was für sie im Zentrum auf dem Spiele stand. Sie mußten weichen, mrd die österreichisch-ungarischen Truppen marschieren auf Arsiero nicht mehr nur von Norden her, sondern auch von Westen. •t. s ^- r ^ ero und Asiago ist bei Roana das Assatal uberfchritten worden. Das ist der befestigte Raum von das im Tagesbericht genannte Canove liegt südwestlich von Miago, und die Lage ist hier fast die gleiche wre btt der Schwesterstadt Arsiero: der Feind, das österreichisch-ungarische Heer, driiigt von Westen und von Norden J* 6 * ***-• die Front unserer Bundesgenossen zieht sich nach den neuesten Erfolgen, der Besetzung wichtiger Berg- tMwen, von Asiago in gerader Linie nördlich; also auch der ImEe Flügel der Oesterreicher bleibt nicht zurück. Die Ber- br^urrg Asragos mit Arsiero ist bereits gestört, und heute wohl schon nicht mehr zu, was der Berner „Bund" gestern noch als Voraussetzung für einen weitereii Wider ftand^ der Italiener hingestellt hat: So lange indes die Oesterreicher die Flügel nicht vollständig konnten, ist die strategische Lage der Italiener nur örtlich, also tm Zentrum, stark gefährdet und können sie immer noch davaus beacht sein, dos Becken von Schio, wenn auch weiter mim, abzunMesteu. Dringen aber die österreichischen Flügel kolmrnLN im (ßtschtal, im westlichen Lewodal und im Suganatal iveck gering vor, um neuerdrngs als Ächtützung neuer Staffelati- grlstc zu wirken, danri wird Cadorna unter Umständen gezwungen werden, m die Poe bene zurückzugehen und die Verteidigung an die Fürsse zu verlegen. Welche Folgen das für die Iso n z oar- mee haben konnte, haben wir bereits angedeutet. Die Meldungen Dernachsten Tage sind daher mit größter Spannung entgegenzunehmen, da sw vernnMchi aus diese Fragen Antwort geben dverden. . . schweizerischen Blättern wird hervorgehoben, daß dre Offensive die Oesterreicher und Ungarn bereits in die Nahe der Ausläufer der oberitalienischen Ebene gebracht habe. Allerdings ist, so schreibt die „Köln. Ztg.", Vicenza nur o5 Kilometer Bahnstrecke von Asiago und 32 Kilometer von Schio entfernt, während von Vicenza bis zur Fsonzo- ,ront etwa 180 Kilometer zurückzulegen sind. Das Vorgehen unseres Bundesgenossen ist danach ein Stoß in die Flanke der an der Ostgrenze seit einem Jahr vergeblich sich am Durchbruch versuchenden italienischen Heere. Es liegen keine raueren Nachrichten darüber vor, ob Cadorna unter diesen Umstanden stärkere Kräfte von der bisherigen Kampffront und aus dem Operationsgebiet losgelöst und nach Westen in Mar,ch gesetzt hat Die große Straße im Etschtal ist durch dw ausgedehnte Lagerfestung Verona und die gegen die Tiroler Grenze vorgeschobenen Sperren gedeckt, dann fthlen moderne Befestigungen in der Ebene bis zum oberen Taglia- mento, dessen Oberlauf einige Gruppen von Werken hat. Die Festungen des berühmten lombardischen Vierecks außer Verona, Mantua, Legnago und Peschiera entsprechen nicht mehr den Bedürfnissen der heutigen Kriegsführung. In italienischen Blättern spiegelt sich zunehmende Besorgnis wider Die „Tribuna" schreibt: „Wir haben die Oesterreicher letzt eine kleine Strecke weit ans imserem Gebiete und haben einige Verluste mlxtten. Dabei muß matt sich aber daran erivmern, das' Oesterreich, das diesen Schlag führte, in dem ersten Abschnitte des Krieges es erleben mtrßte, wie Galizien und die Bukowina, das heißt ein Gebiet vom llmsange ganz Norditaliens, vont 'Feinde besetzt wurde, une die Kosaken in verheerenden Streiszügen von den Karpathen in die ungarische Ebene hinunterstiegen. Damals waren seine Armeen zersprengt und halb aufgerieben, und zwar aus der serbischen wie auf der russi-I schen ^Front, nachdem sie 100 000 von Gefangenen und Tausende von 'Kanonen in der'Hand des Feindes gelassen hatten. Oesterreich ist vernichtet und mit seiiter Kraft m Ende, urteilten damals allzu leichtsinnig die Propheten in Italien, welche sogar befürchteten, man kontiNe mit einem Angriff auf Oesterreich nunmehr zu spät.. Oesterreich straft aber heute diese Voraussagung gründlich Lügen. Trotzdem es einer sichern nationalen. Grtcndlage entbehrt Und ein Staatswesen darstelll, das aus allen möglichen Gegensätzen zusammengesetzt ist, und Millionen von Feinden im eigenen Hause besitzt, hat es seine ganze Eirergie zuspen die Stellungen, welche das Becken von Smlegen beherrschen mrb verschanzten sich dort. Ein glänzender Gegenangriff der tapferen Viannschaffen des 151. Infanterie- Regiments (Brrgade Catanzaw) befreite ztvei ans dem Mmtte Mociagho ^mzingelte Batterien und ermöglichte es, die Geschütze fortzujchaffen. Im Sugana-Tal stellenweise Scharmützel Auf dem übrigen Teil der Fronr war der Artillariekampf in den Wschnttten von Plava und Monsaleone heftiger. Erkrankung des Königs von Italien? . ~ ? ' e .t n : 30- Mai. Der „Berliner Lvkalanzeiger" berichtet, vast, lder K o n i g v o n I ta li e n k ra n k fei und von den Aerzten vergebens ermahnt werde, sich von anstrengenden Arbeiten fern zu halten. .Gwtitti habe detr König im Hauptqnarcker besuckst. Französische Techniker in Nntzland. Hamburg 29. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Dem „Hamburger Fremdenblatt" wird unter denr 29. Mai aus New Nork gemeldet: Die französische Heeresleitung iyxt alle Regimentskommandeure und Kommandeure von selbständigen Truppenteilen zur Angabe der Zahl der irr ihren Trupventeilen befindlichen Ingenieure, Techniker trnd ausgebildeten M e t a k l a r b e i tr r ersucket. Diese Leute sollen durch andere ersetzt werden Sie iverden zitm größten Teil nach Rußland geschickt, um in der Leitung und tm Betriebe von Fabriken Berwerckung zu finden, die für die ru/- stscke Heeresleitung arbeiten. Diese Maßregel Ijat ihre Ursache in ^nem vor längerer Zeit zwischen Rußland und Frankreich ge- tvoffenen Mkvmnrcn, laut welchem fvanzösische technisch geschulte Arbeiter durch russische Trupv-m ausgetauscht rverden sollen Diesem Abkommen liegt die Absichst zu Grunde, Rußland von der Kriegslteserung Japans unabhängig zu machen, da man in Rußland und Frankreich die schtversten Bedenken gegett die Ausdebnnn^ der japanischen Waffeninidustrie hat. gnnng Eine KriegSgewinnsteuer in Rußland. Petersburg, 29. Mai. (WTB.) Meldung der Petersburger ^legraphen-Agentur. Folgende gesetzliche Befckmmunaen »verden veröffentlicht: 1. Für 1916 und 1917 wird eine zeitweilige Steuer von dem durch den Krieg erworb-ewen Einkommen erhoben werden, tratst, daß ans ÄdehreinkomtNen von 8 bis 15 Prozent eine Mgabe von 20 bis 30 Prozent >des Mohrcäckommens zu etitrichten ist. 2. Zur Abschätztmg des Schaden s, den die russischen Untertanen im Auslande durch den Krieg erlitten habet: rvird ein Ausschuß geblldet, dem gleichzeitig obliegt, pflichtmüßige Erklä- ruugen über das mrdewegliche und bewegteckze Eigentmn winolicher Amerika New Yo^rk, 29. Mai. (WTB. Nichtamt^ch) Fnnkspruch. Folgende stellen der Note werden in den Ueberschristtn der Zeitungen hervorgehoben: „In Anbetracht der unangebrachten -UcetHoden, d:e von den englischen und svanzösifchen Behörden an- gewendet werden, indem sie dir Durchfahrt der Post zwsschen den Bereinigten Staaten tind anderen neutralen Ländern und zwischen oen Bereinigten Staaten und Englands Feinden verhindern, kann die Regierung der Vereinigten Staatan nicht länger den Rochaden dulden, wÄchen die Bür^r der VeremW- ten Staatm infolge dieser Methoden erlitten haben und weiter er- teiden. Sich den ungesetzlichen Praktiken dieser Art unterwttstn, wurde die Türe für r -ederholte Verle^mgen des internationalen Recksis durch kriegführende Mächte öffnen, unter dem Hitrwers aus ore militärische Notwendigkeit, über die sie Mein urteilen würden " ±,xc Note schließt: „Nur eine vollständige Veränderung der gegenwärligen englischen und französischen 1b v l: t i k, dre^ die Bereinigten Staaten wieder in den Besch ihrer vollen Rechte setzen würde, wird die hiesige Regierung befriedigen." New York, 27. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Fnnk- lpruch von dem Vertreter des Wolfffcheit Bureaus. An den Sprecher des Re p r ä s e n t a n t e n h a u s e s ist von 21 Mit- gliedertr des Hauses eine Petition gerichtet lvorden, in der angeregt wird, e§ könnte ein großer Dienst der Sache der Menschlichkeit und der Suche des Völkerrechts erwiesen werden durch die Annahme einer Resolution Du er, in der die Hoffnung ausgedrückt lvird, die englische Regierung möge die irischen Aufständischen als Kriegsgefangene behandeln. ^ ö 1 Das 'Mitglied des Repräsentantenhauses Taguc hat eme Resolution eingebracht, in der vorgeschlagen wird, der Präsident utoge ermächtigt werden, die Post nach und von neutralen Häfen durch den Staatssekretär der Marine auf Schiffen derFlotte der Bereinigten f, * “ a ff" be or bcirju lassen. Jeder Eingriff in die Posffachen solle mrt der ganzen Macht der Flotte der ^^nigten Staaten und dem genannten Schiffe geahndet Euvcr Pascha in Bagdad. En^.°"ltaNtin°v-l 2d M°i. (WTB., Der Kriegrmmister Enver Pascha der sich seit einiger Zett mit zahlreichem Ge- chlge aus erner Reise durch Anatolleii befindet, ist am 25 Mai in Bagdad atigekommcn nick mit großen Ehren empfangen worden ^,e ^tadt lfatte reichen Flaggenschmnck angelegt. De>- Minister befuchte dre Grabstätten der molfanmredanischen Heiligen nnd verteilte Koran. Im Mausoleum von Abdul Kahir .Äani wurde Fner abgehalten. Nach dem Bankett im Regierung^- gebaude fand em glänzender Empfang statt. Vor seiner Abreise di^ArmM^strück bedeutrndo Summt zur V-rteilmrg untcr fessi Italien habe während des Krieges ^Untertanen piid Korporationen in Zstußland entgegonzunehmen. Der Zeskrieg. Phagen ^29 Mai. (WTB.1 Die ..Berlingske Trdeude meldet aus Stockholm: Bei Oxeloesutid wurde vor- gestern abttrd vom Meere her heftiges Gcschützfeuer gehört, das erne Vitttelstuude audauerte. Es rührte von dem Au- i. ^bindlichen Unterseebootes auf vier deutsche Erzdampfer l7er, die vou drei deut- scp e n b e w a f f n e t e ii V o r p o st e n s ch i f f e n begleitet ? e *- , nrißgbückte. Das Uuterseeboot stellte PloHUch das Feuer ein. Siebtti deutsche Schiffe passierteii gestern vormittag -Oeland. Es ist tmbekannt, aus welchem Cwmide das Unterseeboot das Gefecht unvertnittelt abge- brochetr hat. Mai. (WTB.) Eines von zwei Leichtcr- f t ' dür die Knappheit an Fleisch die Landwirtschaft verantwortlich machen M wollen und es ist bedauerlich, ivenn rrreruhrmde Menrungen verbreitet werden, als würden die Landwirte schlachtreifes Vieh um des bei anderen Gewinnes wegen zurück- hakten. Wer eine kleine Ahnung von der Landwirtschaft hat, der weiß, datz ein solches Verfahren für den Viehhalter sehr veickust- rerch wäre, besonders in der gegenwärtigen Zeit der teueren .Kraft- guttermittel, da gemästetes Viel) täglich Futter verzehrt, ohne an Gewicht zuUvnehmen. Wir muffen im Gegenteil die Landwrrte dach anhatten, ihr Vieh doch wenigstens solange zu futtern, bis es einigermaßen schlachtreif ist. ... darf M dem in diesem Kriege so oft bewahrten Vaterlands chcn Srnn der Bevütkerimg das Vertrauen haben, daß in Ar gegenwärtigen schwierigsten Zeft des Fleischmgrktss der Lage 'Rechnung getragen wird. Wir dürfen alsdann hoffen, daß wir -vor Emtrrtr des Winters lvivder eine normale Lage des Fleisch- marktes bekommen werden. * "...^u).tliche Personalnachrichten. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Fenerwehren wurde vom Groß- verliehen dein Wilhelm W a g n e r zu Ebersheim. 2 * L an dgerichtsdirektor August Schmeckender ist, nne wir schon milgeteilt haben, am 27. Mai im „ -ebenchayDe gestovben. Sein Heinrgaiig wird in Gießen -allgemein betrauert, oa er ein Mann von ernster Lebensauffassung war mrd über sein Fachinteresse hinaus am ösfent- lichen und besonders am religiösen Leben durch Rat und Tat lerlnahm. Dres trat auch äußerlich dadurch hervor, daß er weltlichesr Mrtghed der hessischen Landessynode war und im Aprrl 1913 als stellvertretendes Mitglied in den Provinzial- ausschuy sowie als Mitglied in den Ausschuß für die Pro- vrnzralslech-enanstalt trat. Auch das Vertrauen der Bürgerschaft hatte er sich in vollem Maße erworben, so daß er 'als Mitglied der nationalliberalen Partei, 1913 in die hiesige Stadtverordnetenversammlung gewählt wurde, ohne jedoch 2*6? Amt antreten zu können. Schmeckenbecher war im ^ayre i *ob geboren, studierte Iura, bestand seine Fakultäts- prüftrng rm Herbst 1879 an der Landesuniversität Gießen, sewe ^aaksprüsuwg für den höheren und Der- WMLngsdienst im Frühxuhr 1883 und fand dann längere z-eit als Gerichtsafsessor beim Großh. Amtsgericht Lauterbach mtb als Richter bei den Großh. Amtsgerichten Nidda und Gießen Verwendung. Am 29. Mai 1'889 wurde er als Amrsrichter beim Großh. Amtsgericht Lauterbach augestellt und im Januar 1894 in der gleichen Eigenschaft an das Großh. Amtsgericht Darmstadt II versetzt. 1897 wurde er beim Großh. Landgerrcht Gießen zum Landgerichlsrat ernannt. Nachdem Schmeckenbecher nach mehrere Jahre als Oberlandesgerichtsrat beim Großh. Oberlandesgericht Darmstadt tätig war, erfolgte am 16. November 1910 seine Er- Eurung zum Landgerichtsdirektor beim Großh. Landgericht Gieß-en. Schmeckenbecher hat sich in seinen Fachkreisen immer als liebenswürdiger Kollege bewährt, und war ein Mann von makellosem Charakter, der als kenntnisreicher, tüchtiger Richter von vorbiDlicher Gewissenhaftigkeit und Pflichttreue besonders geschätzt würde. ** Die Verständigung zwischen Stadt und Land. Das Verstehen zwischen Stadt und Land hat in den letzten Jahren vor dem Kriege stark gelitteir und ist, nachdem es während der ersten Krregshälste sich wesentlich gebessert hatte, iwiedier schlechter gew-o^den. (Dfytve die Ursachen und Auffassungen untersuchen zu wollen, die dieses Mißverstehen verschuldet haben, soll nur darauf hingewiesen werden, daß sein Bestehen dauernde und unnötige Schwierigkeiten in unserer wirtschaftlichen Ordnung und Regelung schasst. Da es auf diesem Gebiet an Schwierigkeften an und für sich nicht mangelt und das Aufhäusen unnötiger Schwierigkeiten nur störend und hemmend wirkt, so sollte endlich die Neigung, sich gegenseitig zu bekmnpfen, fallen und das Bestreben her- vortreten, einander zu verstehen. Ist hierfür beiderseitig der gute Wille vorharrden, so werden sich auch Wege finden. Erleichtert werden solche Neigungen durch, die sich anbahnenden neuen unmittelbaren Verkehrsbeziehungen zwischen Stadt und Land, durch die der Landwirt in die Bedürfnisse und Bedrängnisse des Verbrauchers und der Verbraucher in die Mül-en und die Arbeitslast des Landwirtes Einblick gewinnt. Einsichtsvoktes ^Verstehen der beiderseitigen Schwierigkeiten wird dem Verständnis der beiderseitigen Lage und Auffassungen den Boden ebnen. Die schwere Last der Kriegszeit, die das deutsche Volk in den Ernährungsfragen gemeinsam zu tragen hat, soll Stadt und Land mehr denn fe aufeinander anweisen. Ein gegenseitiges Verstehenwvllen und Berstehenlernen wird wesentlich mit dazu beitragen, die Ernährungsnöte zu mil- )ern. Gemeinsam getragene Not muß zu dauerndem Ver- tehen führen. ** Gießener HauZfrauen-Verein. Die Mit- glreder des Vereins hatten gestern Gelegenheit, eine Neuerung auf him-swrrtschaftlichem Gebiete kennen zu lernen, nänrlich; die Kühlkiste. Ihre Herstellung ist einfach und vlllrg. Ihre Verwesung ist dringend anzuraten, sie sollte in kernem Haushalte fehlen. Fräulein Moser, Gartenstr.30 hat es -übernonrmen, gegen einen mäßigen Preis geeignete Krjten von Verwundet-en Herstellen zu lassen. Aufträge werden bei Frl. Möser und in der Geschäftsstelle, Mäusburg^ 5, angenommen. ** Nur H-öchstgebvke finden Berücksichtigung. .'Jett atefex oder rnhaltlich ähnlicher Bedingung werden häuftg m den Tageszeitungen Waren angedaben. Bei klurpp vorhmü^nen WbeMnitteln oder, wie sich- daS neuerdings gezeigt hat, bei starkn Muhftage nach Klerntkeren ist die Klausel ein. stark prerssteigerndes Döomeut. Jeder, der Wert darauf legt, die betveffcnde Wäre M erlangen, setzt von vornherein das PreiSgebot h.xh an urrd der Verkäufer eriieht aus den gebotenen Preisen die Dringlichkeit der Nachfrage und den Grad der Knappheit und richtet sich natürlich entsprechend ein. Oft grmug hält er weiter zarrück, bis erhShtö Angebote eöüausen. Zweiseüvs hat diese Geschäftsllansel die Wirkung, die Preise anziehen zu lassen, umsomehr dann, wenn, wie uns von emwandfteier, mit den Verhültrüssen genau vertrauter Seit" mrtgeteilt wird, die betreffenden Verkäufer die Ware sehr häufig gar nicht besitzen, sondern nach Kenntnis des angebotaum Preises irgendwie besck-affen. Wenn dieser Tatbestand vorliegt, dürfte der 8 5 des Gesetzes über übermäßige Preissteigerung vom 23. Juli in Anwendung rammten, je nachdem auch mit der Wrkung der Un- zuläff igkeftserklärung. Obstausfuhr aus deutschen Obstgegenden. Das Bestreben, sich für die kommende Obstzeit vorzudecken, führt letzt )chon, wie aus verschiedenen deutschen Obstblaugegenpen berichtet wird, dazu, daß Händler für sick) oder im Aufträge die Ernte aufzukwrfen suchen. Es liegt die Gefahr nahe, daß 'kapitalstarke Hände in mrerlvünschtem Umfange Obstvorräte im Herbst in die Verfügung bekommen, und 'dementsprechend Verwendung und Preise von sich aus bestimmen. Ein Geschäft, das, wie die TiingL liegen, nicht so sehr risikobehaftet ist, tmc num glauben nlöchte. Es ist verständlich, daß einzelne Landesteile gegen dieses Vorgehen ailf- treten und die freie ungeregelte -^Ausfuhr unterbinden; die Interessen der Gesamtheit lassen sich dabei derart wahren, daß Versand nach Ermächtigung durch eine zeirtrale Verwaltaorgsbehörde auf'Grund von Bersmrdschernen gestattet wird. Diese 'Regelung beabsichtigt Baden durchzuführen. Es werdeir Vorkehrungen ge- ftwffen, daß zunächst der badische, eigene Verbrauch seine Deckung findet, Ueberfchüsse werden zur Ausfuhr geörackft. Gleichzeitig sollen Obsthöchstpreffc (nichjt für Frühobst) jede Willkür der Preisbewegung ausschließen. Gegen Verscmdscheine kann nach Berücksichtigung des badischen Bedarfs Obst &rr Ausfuhr gelangen; schnell verderbliches Obst wird bei den ApssuhrbidmgunMN besonders berücksichtigt. .. ^ T ® €U &S V€ Kennzeichnung von Waren. Mehrfach sind darüber Klagen laut geworden, daß der Käufer beim Einkauf notwendiger Bedarfsgegenstände, die in verschlossener Pak- kung oder in festen Behältnissen abgesetzt zu werden pflegen, übervort'eilt und durch allerhand Einlagen in die Umhüllung über Gewicht oder Maß des Inhalts getäuscht werden, da der Wert der Ware, den der Käufer infolge der Packung zu be- urteften nicht in der Lage ist, zu dem geforderten Preise in keinem Verhältms stand. , Namentliche bei Konserven aller Art, Fleisch-, Gemüse-, Obst-, Fischt- und Atilchkonserven, waren wiederholt solche Falle zutage getreten. Diesen Mißständen tritt die Bekanntmachung des Bundesrats vom 18. Mai entgegen, die den Reichskanzler ermächtigt, anzuordnen, daß bei Gegenständen des täglick^eir Bedarfs Packungen oder Behältnisse, in denen sie an den Verbraucher abgegeben werden, mit bestimmten, Herkunft und Inhalt kennzeichnenden Angaben zu versehen sind. Insbesondere können Angaben vorgeschrbckben werden über die Person dessen, der die Ware in den Verkehr bringt, die Zeit , ben Inhalt nach Maß und nach Za h l, Ma ß ode r Gewicht, den Klein ver kaufsprei s Dre Bestrmmmrg der Waren, aus die die Berechnung Anwendung ftndet und die Gestaltung der Bezeichnung im einzelnen ist dem Reichskanzler uberlassen. Tirrch die nerie Vevordmrng wird erwr Uebervorteüung des Käufers wirksam eutgeg«igetveten und die Verfolgung der Uebervo-cteilimg, die nach den bestehenden Ver- ordnungen infolge des Fehlens kennzeichnender Angaben außerordentlich scktzEig war, wesentlich erleichtert werden.' Begrüßens- wert ist ebenfalls das durch die gleiche Bekanntmachung erlassene Verbat, den Preis für Gegenstände des täglichen Bedarfs, die zu m Weit er verkauf unter Festsetzung eines Klein- verkaufspreises geliefert worden sind, nachträa- ^ich.^u erhöhen. Auch auf entgegenstehende Abreden können 8urcht berufen, selbst wenn die Abvchen vor dem Inkrafttreten meser Verordmmg getroffen worden sind. Tie Preis- erho^iivg auf Lager befindlicher, M früheren, billiqev«i Preisen eingeraufter Waren ist. Mich tonnt Neu erMgfte Waren gleicher -lrt teurer werden, durck>aus ungerechtferftgt, wurde aber leider von dem Produzenten xu diesem Zwecke oft sogenannte „Ueber- llebezettel" zur Verfügung gestellt wurd-err. Diesenl Mßstand begegnet die neue Verordnung, indem sie solche Preisstergerung unter allen llnrständen verbietet und strafbar macht. Das für die lleber- trctung der Vorschriften der Verordnung angegebene Strafmaß ist Geldstrafe bis m 1500 Mark und Gefängnis bis zu sechs Monaten oder eftre dieser Strafen. Neben der Strafe kann auck) auf Einziehung der Waren erkannt werden, die nicht mit den vovgeschri-ebenen Angaben oder mit unrichtigen Angabeii ver-' sehen sind, oder bei denen die Preisangabe unkenntlich gemacht oder der Preis erhöht ist, ohne Unterschied, ob sie dem Verurteilten gehören oder nicht. Ist die Verfolgung oder die Verurteilung einer bestiinullen Perfon nicht ausführbar, so bann auf die Einziehung! selbständig erkannt werden. ** Giießeuer Freilichtbühne. Errtgssen der ersten Ankündigung der Ltufführung von Wallensteins Lager am nächsten Sonntag sei ausdrücklich darmff hingewiesen, daß Anfang und Schluß der Vorstellung um eine Stunde früher gelegt worden sind, also Beginn 57* Uhr, Ende 7 Uhr. Auf diese Werse können die Besucher der Aufführung, selbst wenn sie die Straßenbahn nicht lveuutzen, rechtzeitig zum Abendessen m Hanse sein. Ä ** Ter g ewerbsmäßige Aufkauf v4-n Butter, Käse, Eier und Milch im .Kreise Gießen bedarf einer Er- laubnis des Großh. Kreisarntes Gießen. Näheres ffche im An-, zeigenteile unseres Blattes. Die Weinversteigerung der Großherzoglich Hessischen Weinbaudomänen ver nr a ltung am 27. Mal 1916 war sehr gut besucht und erbrachte wieder em ausgezeichnete? Ergebnis. Viele Nummern wurden weit über die Schätzung zu geschlagen. Es wlirde im einzelnen erzielt: 1912er Weingut: Erlös im ganzen: Bingen: 23 720.— Mk. Nacken heim: 32 370.— Mk . Insgesamt: Erlös vre Halbstück: 778.— Mk. 1027.— Mk. 56 59ö.— Mk. 905.- Mk. Für 5 Halb stück 19!1er Oppenheimer nmrden 12 460.— Mk erlöst oder im Durchschnitt 2t 92.— Mk. Ein Halbstück 19I5ei Bodenheiiner Notwein kostete 980.— Mk. Der Gesamterlos an beiden Tagen beläuft sich auf: 133 000 Mk. ** Mahnung des 1. Zieles der S-Iaatsfteuern 19 16. Das 1. Ziel der diesjährigen Staatssteuern kann noch bi? zuni 5. I u n i d s. I s. ohne Mahngebühren an Großh. Bezirkskasse — Senkenbergstraße 7 — bezahlt werden. ** Kranken- und Invalidenversicherung d-er im Dienste der freiwilligen Krankenpflege iw Kriege tätigen Schwestern. Bisher war mau in bebei- ligden. Kreisen der Ansicht, das %ivc Niiterstützuug des Sauitäts-, dieustes auf dem .Kriegsschauplatz und im Heimatgebiet verwendete, Personal sKranknrpfteger und -Pflegerinnen) sei verftcherungsftri,. weil es sich nur freiwillig geleistete militärische DicerslleistungQr handele. Dieser Ansicht tritt nun das Neichsverftchernngsantt in einer grtnidsä tzli chen Entscheiüuiig ent Men. Danach müssen für alle Personeii, die im Dienste der freiwilligen Krankenpflege imj Kriege, einerlei ob im Etappengebiet oder imi Inland, gegen EntgÄt tätig sind,^Versicherungsbeiträge entrichtet werden. Dws wird selbst dann der Fall sein nrüfsen, lvenn es sich um Personen handelt, die nach ihrer wirtsck-aftlichim und sozialen Stellung nicht auf Ber- ricktuirg von Lohnarbeit angewiesen sind und sich der Krankenpftege nur Kr die Kriegszeit fteiwillig widmen. Als Beschäftigungsort, aii dein die BerficlMung bewirkt werden muß, gilt der Sitz der Oberleitung, der die Aussendung und die Versetzung des Krankenpfleg eperson als obliegt. Als beitroigispslichftger Arbeitgeber hat in allen Füllen die Heeresleitung zu gelten. Da nach cinvr Aufstellung des Königl. Pretrß. Kriegsministeorums über die „Ose- bnhrnisse des Personals der ftevvillÄven Krankenpflege^^ die Schv» stern in der Etappe und im Heimatgebiet neben Beköstigung ufw einen Geldbetrag voir 33^30 Mk. nronallich ereilten, wird Der- ftcherniigspflicht also wohl ausua'hnrslos vorliogen. LmrdkreiS Giktzen. ^ e. Grünberg. 30. März. Vetermärsrzt der L. Dr. Kark ^ t e i n erhielt zum Eisernen Kreuz die Hessische KriegSverdrenst-l medaille am Bande der Tapferkeitsmedatlle. 4h L i ch , 30. Mai. Der Förster D ö r m e v - ArnSbuvg hat vor erniqen Tagen einen kapitalen Auerhahn im Gewicht von 28 Pfund erlegt. Der Balg des gewaltigen Tieres soll präparierte werden. e. M ü nster bei Lich, 30. Mai. Unteroffizier Aug. Sieg, der im Dtärz das Eiserne Krerrz erhielt, wurde jetzt im Mai mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. ts. Nodheim, 30. Mai. Der Gefreite Heinrich Kroll, Sohn des hiesigen Landwirts Heinrich Kröll VIH., ist mit dem Eiserne,r Kreuz ausgezeichnet worden. Seit Anbeginn des Krieges hat er im Feld-Artillerie-Regiment Nr. 19 an den Kämpfen in Belgien, Rußland und Frankreich teilgenommen. — Wie man allenthalben von Jagdpächtern rühmen hört, zeichnen sich die hiesigen großen Waldungen, besonders diejenigen nach dem Vogelsberg zu, durch einen besonders gute»: Wildstand aus. Darum wird vielfach der Wunsch geäußert, die Regierung möge doch an- ordnen, daß ein Teil des WildeS abgeschosfcn werde, um dadurch die Fleischnot etwas zu mindern. s. S t e i n b a ch , 29. Mai. Musketier Ludw. R e u s ch l i n g von hier, im zwölften Monat im Felde siebend, nunrnehr im Westen, erhielt für mutiges Verhalten an der Ostfront die Hessische Tapferleitsmedaille. e. Weickartshain, 30. Mai. Durch Verleihung des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde Leutnant d. R. Friedrich Tröller. Die gleiche Auszeichnung haben sich feine Brüder, die Vizeseldwebel Georg Tröller und Will). Tröller erworben. Wilhclni Tröller ist anßerdein Besitzer der Hessischen Tapferkeits- mcdallle. Krkis Büdingen. Büdingen, 30. Mar. Die Sammelzeichnungvi der Schulen des Kreises zur dritten Kriegsanleihe betrugen insgesamt 73 877 Mk. Kreis Alsfeld. o. Flensungen, 29. Mai. Der Ersatzreservift Georg Eckhardt von hier wurde mit der Hessischen TapferkeitSmedaillo ausgezeichnet. A R om r od, 30. Mai. Der seit 17 Monaten vor ^»em Feinde stehende Füsilier Ludwig WLßner von hier, Sohn des Desinfektors Wößner, wurde zuin Geireiten ernannt. Kreis Schotten. □ Laubach, 30. Mai. Nach Abschluß des ersten Schuljahres der hiesigen Gewerbeschule, die unter Leitung des Vorstandes des Ortsgeiverbevereins Schreinermeister Wilhelm Stotz steht, fand gestern mittag in der Turnhalle eine Ausstellimg von Arbeiten der teilnehmenden Schüler statt. Es waren durchweg zufriedenstellende Leistiingen, die von regem Fleiß und Streben zeugten. Den Unterricht hatte Zeichenlehrer Endres aus Nidda erteilt. — Gleichzeitig legten die Schüler Högg, Franz, Kopp von Laubach und Konrad von Ruppertsburg ,m Metzger-, Zimmer- inann-, Schmiede- und Schlosserhandwerk vor einer Prüftmgs- kommission die Gesellenprüfung ab. In kurzer eindringlicher Ansprache wies Hauptlehrer Höhn auf den bedeutenden Wert des praktischen und theoretischen Unterrichts in jedem Handwerk hin und forderte zu reger Teilnahme auch an der Gemerbeschicke von Schülern der Umgebung Lanbachs auf. — An der hiesigen Eisenbahn siel beim Abladen von Schienen dem Arbeiter Heinrich Becker eine solche auf das Bein, wodurch er schwere Quetschungen erlitt. Kreis Friedberg. M. Fri«eldberg, 30. Vöai. Karl Schrertz, Kriegsftei- williger, (.^cfvefter tm Res.-Jnf.-Rgt. 224, Sohn des Speisewirtü Karl SckMntz, ivurde zum Untevoffizftr bi-fördsot — Eftfreiter Hein- 5^ wn Faikeftbach beim Flch-Att.-Rogt. 18, die Hessische Tapiftrkmtsniedmlle. Dem Obe-rpostsck-affner Lldolf Schauermann wurde vom! Kaiser ba* Allgemeine Ehrenzeichen Dienstzeit verliel-eti. Das Ehreiizeicheft wurde ihm durch Postdrrektvr Harros hier Übersicht. V. B u tz b a ch , 30. Mai. Am Sonntag abend fand hier in lionUA* ■ .. rj - --- der autbesuchten Stadtkirche eine Vaterländische Sviuv 1 zremlich (tilgmm. 3ÄW und zwar in der Weift, daß dem Häudter stund e, Hindenburgfeier. statt. Hanptlehrer Storch dielt eiww) ^ovtanft: „Hindenkmg bm Retter Ostpre,chenS-. Der übrige Ltzff brachte mufikcrkische Darbtetltngen. 81. B u tz b a ch., 30. Mai. Der Gefreite Christian Kemper im Jnf.-Rgt. Nr. 186 wnrde mit dem Eifernen Kreuz ausgezeichnet. 81. Manzenberg, 30. Mai. Dem evangelischen Pfarrer Leimbach von hier wurde die Pfarrstelle in Wahlen übertragen. 81. Ober-Rosbach, 30. Mai. Wegen vorsätzlicher Milch» f ä l s ch n n g wurde der Hofgutspächter Reh von hier vom Schöffengericht Franksirrt a. M. zu 800 Mark Geldstrafe verurteilt. Die Mädchen, welche die Fälschungen Vornahmen, erhielten je 100 Mk. Geldstrafe. Starkenburg und Rheinhessen. 6. DÄrmftad>1, 30.Mai. 2Lm 2. rcnd 3 . Jimi findet in Dcrrmftadt die zweite Krie^stagung des Verbandes deutscher Kinderhorte statt. Da gevade dir Krregszeit dm großen Wert der Krnderhortarbeit uns täglich vo-r Äugen führt, und die Zeit nach dem Kriege an diesen Zweig der sozialen Arbeit noch große Anforderungen stellen wird, dürste diese Tagung in toeätait Kreisen lebhaftem Interesse begegnen. T-ie Än'liandttmgen finden im Hotel „Zur Traube" (großer Saal) statt und sind öffent- lich. Anr Freitag wird G^eh.-Rot Prof. Ziehen-Wiesbaden über die Stellung des Kmderhvrtwesens im Gestmttorganismus der Jugendfürsorge sprechen. Die Verhandlungen am Scans tag begrünen um 97 j> Uhr unb behandeln die Euwrdimng des Kinder- lwrtshstems in die Jtrgendfürsorge und die Durchführung in der Praxis, sowie die Ausbildamg von Hortnerinnen, Schulpffege- rinnen Und .Hekferrnnen. Da hier für die Zukunft tvohl ein großes Arbeitsgebiet auch für bezahlte Frauen fräste liegt, dürsten diese Themen besonders auch bernfsuchen.de Frauen berühren. Der Samstag Nachmittag bringt die überaus wichtigen Bestrebungen zum Schutze der 12—14 jährigen Jungen und die Hortarbeit. Um 6 Uhr beschließt ein Bortrag von Stadtschulinspektor Linker- Frankfurt wird der Zugverkehr auf der Strecke Mailand--Ven eo^li für das Publikum nur bis zum Smuamcampauga bei Pescytera- rnit zwei Zügen täglich aufrähterl-alten. Strengstens verwten nr die Reise in die Provinzen Verona, Vicenza, Padua unv Benemg, und zioar gilt das Verbot nicht nur strr die Fahrt aus der Elsenbahn sondeftt aucl) aus Automobilen und allen anderen Wagen. Schweizerisch'^ Blätter berichten, daß die vollftärrdige ^chLtepwrg der italiemsckwn Grenze bei Porlez-za und Ponte T" Einstellung des Dampferverkehrs mit Lugano in atternacyfter Zeit verfügt werden wird. Die Kriegskosten Italiens. Lugano, 30. Mai. Nach einer Zunnmncrrstellrmg des Na- tionalökortoTnen Einaudi int „Evrriere della Sera", dve ank- den Veröffentlichungen des Schatzamtes beruht, betragen me Kriegskosten Italiens bis zum 30. Atwil 1916 7^0, Millionen Lire, wobei nur die Mel)rausgab«r in der ßir Heer und Adarine gegenüber derselben Periode im letzten Frledens- jahr 1913/14 und die 9Rehrausgcchen für die Kriegsvorberertmog- von August 1914 bis Ende Mai 1915 in Betracht gezogen sirrd. Die ersteren Mehrausgaben betrugen in den betreffenden 11 Monaten 5579 Millionen für das Heer und 323 Millionen für die Rcarlne. Tie Llnsgaben für die Kriegsvorbereittcngen betrugen 1616 Millüi- nen stir das Heer und 162 Millionen Lire für die Marine. In außerordentlichen -Einnahmen verschaffte sich das Schatzanrt im April durch dre Ausgabe von Schatzbonds 51,2 Millionen Lire- Einaudi befürwortet die vermehrte Ausgabe von Schatzbonds. Die englische Transportnot. K ö l n, 30. Mai. Nach der „Kölnischen Zeitung" hat, wie über London aus New Dork berichtet wird, Runciman bei dem Besuche einer Schiffahrtswerft erklärt, daß der Mangel an Sch.iffsranm sehr bedenklich für England geworden' sei und daß in der nächsten Zeit energische Maßnahmen ge-', ttoffen werden müßten. Jedes vorn! Stapel gelaufene Schiss habss für England die gleiche Bedeutung wie eine gewonnene Schlacht. Wenn kein anders Mittel gesttnden werde, so wüttre man not-^ gedrungen , zu einem staatlichen Schiffahrtsmonopol für die Dauer des Krieges kommen, um die Volksernährung uud den Bestand von Heer und Flotte sicherzustellen. Aüanschikai schwer erkrankt. Berlin, 30. Mai. (Priv.-Tel.) Die „Voffrsche Zeitung^^' meldet aus Amsterdam: Das japanffche Blatt „Ashi" berichtet nachf der „Times" aus Peking: Jüansck>ikai ist ™ Tücht. Mädchen tagsüber, ev. bis 4 Uhr gesucht, r** _Bg hnbofstrafte 2 N. Lausmä'ochcn oder Frau gesucht. f()991o Kreuzplatz 1, I. Stoek. Sofort gesucht zu günstigen Bedingungen^ Wohnungen und Schlafstellen können nachgewiesen werden. Dreher Dreher für Werkzeuge. für Spitzenbänke. Dreher für Pittler-Revolverbänke. Einrichter und Vorarbeiter für Zünderbohrerei. Härter. Schlosser. Fttsffirter DUftiuri» A.-G. vorm. Pokorny & Wittekind. 4030bv MT Dreher, Schlosser Werkzeugmacher, Mechaniker für dauernde Beschäftigung bei guten Löhnen gesucht. Bei Bewerbungen bitten wir Atter und Militärverhältnis an zugcben. Slotorenfabrik Obernrsel A.-G. Obernrsel bei Frnnkfiart a. '1 40129 Saub. Mädchen in kl. Haushalt für 1. Juli gesucht. Frau »i*. Iievy, Ludwigstratze 811. [4108 Zum 1. Juli saub. ord. [ 4083 Mädchen ges. Apotheke In örfinbtrg i. E. 09858] Ord. Dienstmädchen gesucht. Ludwigsplatz 3. Zuserl. Mädchen, welches etwas bügeln kann, für sofort gesucht. [09893 Liebigstraßc 63. AD«,WM rriilllvtll, welches d. Handelsschule besucht hat, sucht An- fnngsstelle auf einem Bureau. Schr. Angeb. unt. 09912 a. d. Geschäftsstelle d. Gieß. 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Ä7S8sho vsi-lsrsll. Gegen Bel. abzugeb. Läderslr. 13 p. 1°^ Derjenige, welcher meinen llüllü'-rarreL am 8. d. Mts. zw. 6 u. 7 Uhr abends au der LLü-Llltavs bei der Lesehalle mitgenommen hat, ist erkannt, u.iri. ers., dens. wieder dahin zu stellen, andernfalls erfolgt Anz.SvorzzSistll.Dienstm. Kluikvrs-Vekßchttit^. Mittwoch, best 31. d.M., nachmitt. 5 Uhr, versteigere ich auf dem Hose des ftüheren Postagenten Willi.Nupp zu Altcnbnfeck meistbietend: 1 vierrädr. Bretterwagen, 1 junges Schlvcin. 1 junge Ziege, 5 Hühner u. etuen Hahn, 2 Ernteleitern, z,vei . Dungbretter, 1 Dickwrlrz- mühle, 1 Regulat , 2 Tische. Versteigerung findet bestimmt statt. L. Althoff, 4121 Konkursverwalter. Versteigerung. Mittwoch, 'deu 31. Mai 1916, nachm. 3 Ubr, sollen > auf der Schreibstube des Ge- > richtsvollzieber Hehler, dahier, Bahnliofsiraße 29 II, zwangsweise gegen bar versteigert werden: 6 wollene Bettücher, 6 leinene Betttücher, 6 Handtücher und 2 Meter Blnsenstoff. LVcrtteigernng sicher. 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Mai 1916. «»>2 S^Cinder- mJfc Kirschen, Band, Blnmenranken, cr\ Auswahl mindesten* L10 Stück au Mk. 8.50 :: 6u50 :: 5.00 4.00 bis L.J\J Ungamierfce Kinderhüt© ck* , r Mk. 3.00, 2.50, 1.75, 1,50 cMode/}OUS Knabenfeüto mit Band Mk. 4.50, 3.50, 2.50. 2.00 gießen 4019a alomon /, Uhr ' Wallensteins Lafter von Friedrich von Schiller. Spielleitung: C. Rotteck. Rktiie der Wke im Vorverkauf bei G. Cballier. (NeueuwoaSund an der Waidraffe: Numerierter Platz . Ml 50 Unnumerierter Platz . . Mk'T— xJtÄ*?* 5 0'^ für Schüler Mk. oiso Studentenkarten f. 2. (umiumerterten) Platz güffg Mk. YH- Jirr die Areilicht'Bühne: vr. K. B e r n b e ck. 'Sisi-Stira ® BjJflf fi“bfhörd! |c h gtprüli; j* KjjJlJj mil„Maco“getränk- 3 le Sohlen erzielen • & f-ae.he Haltbarkeit! c tn. OO Pt. u. M.1.20, tu hob. in » Drogenen; bei Voreinsdg. (Porto U 10 Pf.) durch B.MtBMoJÄrB 17 Amtliche Brkanrrtmachuugen der Stadt Gieße«. Verordnung über die Negelrrna des Verkehrs mit Butter, Käse. ™ r n, t Erern und Milch. Uns Grund der Verordnung des Bundesrats vom 2». September 1915 in der Fassung vom 4. November 1916 über die Errrchtung von Preisprüsungsstellen und die VerwrgungSregelung und der Bundesratsr^rordnung vom 23. September 1916 über die Fernhaltung nnzuver- lasuger Personen vom Handel, wird mit Genehmigung Grotzh. Mml teriums des Innern vom 23. Mai 1916 zu Nummer >1. d. J. III 8292 folgende Verordnung für den KreiS Gietzeu erlassen: i Wer Butter, Käse, Eier und Milch gewerbsmäßig im Kreise Gieren auskausen will, bedarf hierzu der Er» faubniv des Grosch. Kreisamts Gießen. Als Käse netten auch Kasematten. D'e Erlaubnis wird widerruflich denienigeu Personen erteilt, die beretts Jett bem 1. Januar 1915 Butter, Käse, Eler und Mllch un Krei,e aufgekam't haben. Sie erbalten eine Ausweiskarte, aus der ersichtlich ist, in welchen Orten des Kretsev dem Inhaber das Aufkäufen der in der Aus- welskarte naher bezeichneten Lebensmittel gestattet ist. Die Erlaubnis kann auch anderen Personen erteilt werden. Der Wei^rverrauf ist nur an Verbraucher gebattet. .. $ L Der Inhaber des Erlaubnisscheines ist verpflichtet, diesen wahrend der Ausübung seines Gewerbebetriebs bet sich zu luhren und feine Berechtigung zum Aufkäufen v»n Butter, Kaie, Erern und Milch jederzeit auf Verlangen tomohl den Produzenten dieser Gegenstände, bei denen er auszukaiilen beabsichtigt, als auch den Polizetbehörden und der Gro^h. Gendarinerle durch Vorlage des Erlaubnis- schernes nachzuwersen. § 3. Die Erlaubnis wird widerrufen und die Ausweis^ karte emgezogen, wenn sich der Inhaber in Ausübung ferne* Gewerbebetriebs als unzuverlässig erweist. Dies ist tnsbesondere anzunehmen: 1. Wenn er an Orten, für die ihm die Erdmd«tS "Et erteilt ist, Butter, Käse, Eier und Milch auskanst. 2. Wenn, er die von Großh. Kreisamt nach Anhörunc der PrekSprufungsftelle für die Provinz Oberhesserr, aL angcmenen m den Amtsverkündiglmgsblatt verSffentlichteu Prerie überschreitet. 3. Wenn er bestehenden Ausfuhrverboten und Höchst, preissesisetzungen zuwiderhandelt. 4. Wenn er einer von Großh. Kreisamt angeordneten Verpflichtung zur Buchuchrung nicht vorschriftsmäßig entsprochen hat. Produzenten von Butter, Käse, Eiern und Milch (Landwirten) m es verboten, diese Waren an Per- tonen zu verkaufen, die sich nicht im Besitz einer Erlaub, nlskarte besinden. Ausgenommen hiervon ist nur der Verkauf unmittel- bar an solche Prwatverbraucher, die der Produzent seit- her schon unmittelbar beliefert hat. durch Privatpersonen ist verboten. * I 5 * Bestimmung des § 4 Satz 2 bereit sich nicht aus den Wochenmarkiveikauf der Stadt Gießen. Auch ist für die dortigen Verkäufe an Verbrainlier die Preisfest. O?erbürqermeisters maßgebend (8 3 Ziffer 2.1 0- Mit Geiangms bis zu 6 Monaten oder nnt Geld- zu loOO Mark noch Nlaßgabe obengenannter Bundesratsverordnungen wird bestraft, wer den vorstehend den Bestimmungen zuwiderbandelt. 8 7. Die Verordnung tritt am 15. Juni 1916 in Kraft. Gießen, den 2o. Mal 1916. Großherzogliches Kreisamt Gießen D r. U s i n g e r. ...Vorstehende Bekanntmachung bringe ich zur öffent. lkchen Kenntnis. " Anträge auf Ausstellung von Ausweiskarten sind unter Beifügung der erforderlichen Belege insbesondere einer, polizeilichen Bescheinigung darüber, daß der An tragssteller bereits seit dem 1. Januar 1915 gemerbs- manrg Butter, Kaie. Eier und Milch aufgekaust hat, ach dem Stadthause, Zrmiuer 9, zu stellen. Gießen, den 27. Mai 1916. Der Oberbürgermeister. Keller. 4119B o. Dflöi6sv8T®ta «tatelsbwaöj. Donnerstag, den 1. Juni 1916, «leibachtal — Salzböden — Staufenberg. Abmarsch M/. Uhr von der Lahnbrücke. Bel ungünstiger Witterung Zusammenkunft um 4'/, Uhr tm Postkeller 4123v iEüe Vorstände. MLiim-rm-Htttiil Sin Himmelfalprt findet Turngang statt über Dttns- berg -voheusolms, Blaßbach. tal. Abmarsch pünktlich 6 Uhr ' Lahnbrücke. holzverfteigerung der Stadt Gießet Montag, den Juni 191«, vormittags 97* Ubr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gießer im Bezirk des Forttwarts Geisel-Gießen versteigert- 9 Elchen-Stämme von 17-40 Ztni. Durchmeffer ^rn. [zu Wagenholz geeignet), 111 Ftchten-Derbstangen mit 16,99 Fstm., 4,2 Rm. Ktcfcrn'^cheit, 24 „ Fichten-Scheit, 8,6 „ Hainbuchen-Knüppel, 10,3 „ Zkiefern-Knüppel, 43.8 „ Ftchten-Knüppel, 870 Wellen Hainbuchen-Reisig (Durchforstung), 20 „ Elchcn-Remg, 20 „ Fichten-Reisig, 1.8 Rm. Eichen-Stockbolz. 4.8 „ Kiesern-Stockbolz, 88,6 „ Fichten-Stockbolz. ^j&r nt " nH iH m!f bCI ^-b^lteabe anter blc Familien derzmn Heere^8d?cnsi Echcheruferwn^schdel' st .. . . Nerchsuntecstützung. An dieiemgen, deren Namen beginnen mit A-H Mittwoch, den 31. Mai 1916. J-K Freitag, den 2. Juni Samstag, den 3. Juni „ I») Weitere Unterstützung (Mietsruschutz). An dleien.gen, deren Namen beginnen mit: f Ä^utag, den 5. Juni 1916. Uenstaip den 6. Juni „ ^ Mittwoch, den?.>Juni „ Vermieter, die Mictbcträgc abbolen. qr^.onnerstag, den 8. Jum 1916. S.a^battt Amm^Ntt'^statt" ^ --rmtttags l« Ä» Ä n «. ,,Ut °» "en vo^. .. an statt t