Rr. 125 Der Stetzruer Anzeiyer erscheint täglich, außer Sonntag?. - Beilage,!: viermal wöchentlich OirtzenerLamil ienbiätter; uveinml wöcheull.rrreis- blatt für den Kreis Giehen (Dienstag und Freitag): zweinial monatl. Laud- wirtschastliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchristleituugI12 Verlag,Geschästsstelle51 Adresse lür Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeige« sür die Tagesnurnrner bis zum Abend vorher. Lrft« Slatt (66. Jahrgang iehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Montag, 29. Mai IW BeLNftSvrri. monatl. 99 Ps., viertel- jährl. Mk. 2.65-. durch Aohole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch diePost Mk. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellq. Zeilenpreis: lokallöPf.. ausw. 29 Pf. — Hauptschriftleiter: Aug. CZoetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz: für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr.R. Zenz- notamwsbmdmb Verlag der vröhl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Schriftleitung. Geschaft§ste!le und Druckerei: Zchulftr. 7 . BeckImüEnEeß-n mm.) (Amtlich.) Neue Zortschritte bei Asiago und Arfiero. Vormarsch der Vulgaren im Ztrumagebiet. Eine neue Rebe wslsons. tt H f rtitui r f v r the Advancemeip of Peace > in den Zähren l.313 und 1914 abgefchlossen., von denen allerdings nur 19 oatifizrert wfien sind. Unter den Vertrags möchten finden wir Frankreich, RnUand, Eirgland, Italien (nicht aber Japan); dagegen fehlen das Deutsche Reich, Oesterreich-Ungarn, die Türke! und Bulgarien. * 'e?"^ordentlich wichtig ist für uns jene englisch-ameri- kanyche Abmachung, auf die der Staatssekretär Lansina in erneu Aeußerung vom 9. Mai hingewiesen hat. Sie ist am 1914 abgeschlossei! und am 10. November desselben Jahres rechtsMtig geworden. Prof. v. Liszt faßt ihren Inhalt nrit folgender Darlegung zusammen: ^xc vertragsmäßige Rechtslage zwischen Groß- britanmen und den Vereinigten Staaten ist in ithin die: l Streitigkeiten rechtlicher Natur sowie Streitfrageix, die sich auf die Auslegung von Verträgen beziehen, sind dem ständigen Schiedshof im Haag zu überweisen. Ausgenommen sind Streitigkeiten die dre ^Lebensrntevessen, die Unabhängigkeit oder die Ehre eines tet , beiden Staaten berühren. 2. Für alle anderen Streitigkeiten rechtlicher Nne tatsächlicher Natur ist die Untersuchungskommission Mständig: also auch dawi, wenn es sich . uni reine Rechtsfragen hwrdelt, bei deneü die Ehre, dre Unabhängigkeit ^ oder die Lebensinteressen des Staates dabei auf dem Spiele stehen. Die Ueberweisturg der Streitsache an den Schiedshof bedeutet deii endgültigeit Verzicht auf die kriegerische Erledigung. Die Ueberweisung an dre Untersuchungskommission hat diese Bedeutuug nicht: die beiden Streitteile behalten vielmehr die volle Freiheit ihrer Entschließung. Aber die Erklärung des Krieges oder die Eröffnung der Feindscligkeüen darf erst nach Vorlegung des Kommiffionsberichtes stattfinden, während steilich militärische Vorbereitungen während dieser Zeit durch, den Vertrag nicht ausgeschlossen sind. Jede zwischen den vertragschließenden Staaten auftauchende Streitigkeit muß mithin unter einen der beideir Verträge falleii. Es ist sogar Möglich, haß dieselbe Streitigkeit zuerst der- Untersuchungskommission überwiesen nnrd, und daß es daim, auf Grund des von ihr erstatteten Berichts, zu der Ueber Weisung an das schiedsrichterliche Berfahreir kommt. Man wird, so bemerkt Liszt, nicht in Abrede stelleix können, daß durch das Jneinandergreisen der beiden Verträge die Gefahr eines Krieges zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten, ja auch nur die eines Abbruches der diplomatischen Beziehungen in die äußerste Ferne gerückt ist. Wir iverden uns auch' darüber klar sein müssen führung sorgsam vermieden werden, den Schein zu erlvecken, als erlahme unser Siegeswillen unter dem Wunsche nach Frieden. Dringend not tut vielmehr, daß ans allen Sti'-nmnngsäußerungen in ^eutichlcmd unsere Gegner nur das eine herauslesen körn' . Der FriedensWille unseres Volkes ist identi mrt fernem Sie ge s wi llen. * . * Die österreichisch-urrgarrschen Tagesberichte. W ien. 27. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 27. Mai 1916. Russischer Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Das zur Befestigungsgruppe von Arfiero gehörige Panzerwerk Easa Ratti, die Straßensperre unmittelbar südwestlich Baccarola, ist in unserer Hand. Leutnant Albin Mlaker des Sappeur-Bataillons Nr. 14 drang mit seinen Leuten ungeachtet des heftigen beiderseitigen Feuers in das Werk ein, nahm die feindlichen Sappeure, die es sprengen wollten, gefangen urü) erbeutete so drei unversehrte schwere Panzerhaubitzen und zwei leichte Geschütze. Nördlich von Afxago bemächtigten sich unsere Truppen des Monte M o s cy i c c e. Auf dem Grcnzrücken südlich des S u ga n e v raleö drangen sie bis auf die Cima Maora vor. Die Vor Angriffsraum erbeuteten Geschütze hat sich aus 284 erhöht. Am Monte Sief urrd Krn wurden feindliche Angriffe abgeschlagen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Bei Fe ras versuchten die Italiener die am Norduftr der Bojusa Liegenden Ortschaften zu brandschatzen. Sn wurden durch unsere Patrouillen vertrieben. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Wien. 28. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amrlich wird verlautbart: 28. Mai 1916. Russischer Kriegsschauplatz - Nichts von Bedeutung. Italienischer Kriegsschauplatz. Unsere Truppen bemächtigten sich des Panzerwerkes Cornolo (westlich von Arsiero) und im be- festigten Raume von Asiago der beftärrdigen Talsperre Val dAssa (südwestlich des Monte Jntcrrotto). Südöstlicher Kriegsschauplatz. An der mxteren Bojusa Geplänkel mit italienischem Patrouillen. Lage unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generasstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. ~ ~ ~ 1 i V- i w .. —' ~ - v “ “ ^ 1 U U t II, VH.UU.UJl erst nach Beendigu n g des Krieges, eintreten wird. Ob die amtliche deutsche Unterseepolitik auch mit diesem Umstande gerechnet hat. muß die Zukunft erweisen. Die deutsche Presse hat auf die letzte Rede Greys einen bestimmten festen Standpunkt eingenommen: es muß weiter auf die Gegner getrommelt werden, bis sie zum Frieden geneigt sind. In der „Post" warnt Frhr. v. Zedlitz und Neukirch, theoretischen Schuld- und Friedenserörterungen zu viel Nachdruck zu geben, indem er folgenden Grundsatz aufstellt, dem wir nur voll beistimmen können: Ebenso wertlos sind zurzeit «Erörterungen über Friedens- Möglichkeiten: denn unsere Gegner süxd immer xwch in dem Wahne befangen, sie könnten imS die Bedingungen des Friedens diktieren. Die jetzt niehr als sonst ixx nranchen Organen der Presse hervortre- tendcn Erörterungen von Friedensmöglichkeiten fircb unter Umständen sogar geeignet, die D-mxer deS .Krieges zu verlängern. Die Hoffnungen unserer Gegner aus einen günstigen Ausgang des Krieges beschränken sich angesichts der Sieglosigkeit ihrer Wüsten uuchgerade in der Hauptsache auf die Auuahme, daß wir mit unserer kriegerischen und wirtschaftlichen Kraft l>ald am Corde seien. Mit dieser Vorstellung wird von den leitenden Geistern bei unfern Gegnern du Kriegstust der Völker immer auss neue künsllich wie- der an gefacht. Es muß also im Interesse unserer eigenen .Krreg- , Sine neue Rede WilsonS. W a s h i n g t o n , 28. Mai. (WTBü Meldung des Reuterschen Bureaus. Präsident Wilson hielt gestern die erwartet- Rede vor der Fri edeusliga, in der er sagte, die Ursachen de-- europäischen Krieges seien gegMwärckg unwesentlich Die großen Nationen der Welt müßten ein Abkomnren über die Grundlage ihrer gemeinsamen Interessen erreichen. Erstens sei jedes Volk berechtigt, seine eigene Souveränität zu wählen, z'.oeitens härten die lleinen Staaten ein Recht aus gleiche Achtung ihrer Souveränität und Integrität wie die großen Staaten, und drittens habe die Welt Anspruch darauf, von jeder Störung des Friedens befreit zu iverdcn, die von einen: Angrist ausgehe. Wilson sagte schließlich, die Vereinigten Staaten seren berüt, sich jedem Birnde von Nationen anznschließen, der sich zur Benvrrllichung dieser Ziel.- und zu ihrem Schutze gegen die Verletzung bilde Präsident Wilson erllärtc loeiter: Recht und Eigentum der Vereinigten Staaten seien durch den Krieg sehr in Mitleidenschaft gezogen wvrdexi. Je länger det Krieg dauere, desto tiefer wr'irden sic davon betroffen. Er sollte ein Ende nehmen. Sobald er beendet wäre, wären die Vereinigten Staaten ebensosehr wie di- Kriegführenden daran interessiert, daß der Friede eilt dauernde'- werde, looferrt cs überhaupt ein Vorrecht der Vereinigten Staaten sei, einen Vorschlag zu machen, oder eine Friedensbewegung unter den kriegführenden Völkern .anzuregeti . Er sei ficfrr, daß das Volk der Vereinigten Staaten den Wunsch hege, das; di- Regierung folgende Richtlinien mnehalte: 1. Beilegung des Zwistes znnschen den Kriegführenden. Was die Interessen der Vereinigten Staaten beträfe, so verlangten sie nicht Wesentliches für sich selbst S>e seien in keiner Weise Partei im Streite. 2. Allgemeine Vereinigi'ng der.Nationcit, um die Sicherheit der .Hvchstraßwx der See für den gemeinsamen und unbehinderten 'Gebrauch aller Völker der We«t unverletzt aufrecht zu erhalten und um zu verhindeim daß ein Krieg begonnen werde entweder gegen diese Verträge oder ohne Warnung und ohne volle llntenoersung der Ursachen unter die Mermmg der Welt. Das sei eine tatsächliche Bürgschaft für die territonale Integrität und politische Unabhängigkeit. Die Rote Amerikas an England. Köln, 28. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Köln. Ztg." meldet aus Wash-ington: Die Note gegen die bri tische Postr ix ub-eret ist nach zuverlässigen Angaben sehr entschlossen im Ton, besonders infolge der in letzter Miirute hinzxrgefügten Aendernngen. Die vlbsendnng einer Note über die Rote-Kreuz-Blockade gilt noch als unsicher, wird aber erwartet. Selbst die sonst rabiate Presse ändert den Ton. Die Aenßernngen des Reichskanzlers mach ten hier einen sehr girten Eindruck. England und die „Karte der Welt". London, 28. Mai. (WTB.) Die „Westminsrer Ga- äette" schreibt: Deutschlands Anstwuch darauf, daß die militarisck>ar ^Miallwu z-u fernen Gunsten sprcct-en, ist absurd. Wenn Tentsclü.md die Karb' von Europa mit ferner Armee um Ludert, so färben die. Verbündeten 1 iwc Karte der Welt mit ilxreu Flotten und Armeen neu gezeichnet. Wir tömieu tue Blockade aufrecht erhalten und Teusichlands Ueber- see'taudet erdrrg'sein, sowie die deutict-eu Besitzungen se,tbalten. und dar' alles um einem geringeren Preis, als den, den Deutschland für dr- Behauptung Belgiens und des französischen Gebiets, das es letzt besiwr. halt, befahlen mich. Wir können uns keine bessere Let tion für den wahnsinnig .reMordenen Militarismus vorstellen, als daß er erfahren muh, das; alle seine auf Eroberung und 'liaub gc- richdeten Plane schließlich durch den von ihm übersehenen Faktor der Secherri chast rureitclt und in eine Niederlage verkehrt werden. Mer dir Flotte tm iwch nrehr als das, sie gibt uns Zeit, um neue Stpcitiräftc zur Niederwerfung der vorübergel)end siügnnck^l. Ar- nreen vorzubereiten. Wir müssen daraus achten, daß dieser Vorteil von uns ausgerrützt ivird. ^ ^ Daß die Entscheidmrg in diesem Kriege auf den Schlachtfeldern Europas fallen muß, hat unsere Regierung schon am Ausairg des Krieges gesagt. Feiertsgsgefahren für die MunitionSlieserungen Englands. London, 27. Mai. (WTB. Mchtamtlich) Lloyd George hatte im Mlllnttron.s'Ministerium eine Konferenz mit den Arbeitgebern vom Maschimmborr.Und Schiffbangewerbe vom Ciyde und Tyue>Bezrrk. Lloyd George wünscht zu erreichen, daßdie Arbeiter auf die P fingstferien verzichten, und sagte, daß die Osterfeiertage eine beklagenswerte Wirkung aus die Produktion der Nüuuitivn gehabt Hütten. Es sollten zwei bis drei Tage frei sein, aber tatsächlich mirri>e die ganze Woche nicht gearbeitet und die Fabrikation ging in beiden Wochen aus die Hälfte herunter. Gegentmirtig ist der Wunitionsb edar s sehr groß. Der Kamvf ist in einigen.Teilen s-chr heftig und wird auch an der britischen Front heißer und heißer. Feiertage seien undenkbar, da die VÄmitionslieferung darunter leiden würde. Wenn zwei oder drei Tage als alhgeminee Feiertage freigegeben würden, würde es uicmäglich, daß die Arbeiter pünktlich nach Ab- wLf der Frist Mr Mbeit kamen. Die Mrmitionsarbeiter nrüßten io viel Patriotismus baden, daß sie sich in den nächsten paar Monaten um ieden Preis besonders an- str engten Es handele sich dabei nicht allein um Mrmition, sondern auch uan Geschütze. Schwere Geschütze würden dringend verlangt, außerdem fehle es an Hunderten von Maschinengewehren. London, 27. Mai. l'WTB. Nichtamtlich.) MeL-ung des Neuterschen Bureaus. Die Ar bei 1er führ er unterstützen die Forderung Lloyd Georges, daß die Munitionsarbeiter auf die Pfingstferren Verzicht«! solkn. Ein englifcher Versuch, die spanische Neutralität zu brechen. Bern, 28. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Der Madrider Vertreter des „Ech!^ de Paris" verzeichnet in der spanischen Hauptstadt umlausende Gerüchte, die er aber als falsch bezeichnet, wonach England die ausdrückliche Förderung, oder wie andere behaupten, eine einfache Anfrage wegen eines eventuellen Durchmarsches portugiesischer Truppen durch spanisches Gebiet nach Frankreich an die spanische Regierung gerichtet hätte. Die Erfolge in Tirol. Wien, 28. Mai. (WTB.) Der Kriegsberichterstatter des „Fremdenblattes" meldet: Bisher sind von den österreichisch-ungarischen Truppen über 250 Quadratkilometer italienischen Bodens besetzt worden. Versuche der Italiener, unsere Offensive aufzuhalten, sind erfolglos. Unsere Angriffssront gehl der Befestigungszone knapp der Befestigungszone, der italienischen Hauptstellung im Gebiet von Asiago und Arsiero. Der italienische Bericht. Rom, 27. Mai. .WTB.) Amtlicher Kriegsbericht vom Fr-eittrg: Jur Lagarmatal erlitt der Gegner, der sich auf seine wn- ade 240000 Tiann betragen, hiervon seien 20 000 dliann krank, 40000 Mann für den Traindienst abgegangen. 30000 Ätann, meist Australier und dceu- seeländer, seien in le&tec Zeit nach Frankreich zurückbet ordert worden. Die Nachricht über die Bersamullung von 100 (XX) oder mehr Serben in Saloniki sei gleichfalls unwahr. Alles in allem leren nur 6000 Serben von Kvrsu nach Saloniki ab gegangen. In Korfu stünden heute noch 100 000 Serben, wovon aber nur 39 000 kampffähig seien. Der türkische Bericht. Kvnstantinopel, 27. Mai. (WTB.) Das Hauptguartier meldet: An ber Iraksront keine Veränderung. Arr der Kaukasus fron t unbedeutende örtliche Feuer- gesechte und Kämpfe zwischen Erkundigungsabteilungen. Zwei Flugzeuge, die Sedd-ül-Bahr und die Meerenge überflogen, wurden durch das Feuer unserer/Geschütze in Richtung aus Jmbros verjagt. Unsere Artillerie beschoß in wirksamer Weise die seffMichm Fliegerschluppest auf der Insel Ke u st en und Ada, und die gedeckten Unterstände feindlicher Beobachtungsposten, die sich dort und aus der Insel Hekra befinden. Fast überall, wo unsere Geschosst einschlugen, brachen Brände ans. In den llnter- standerc kam es zu Explosionen. Bon den übrigen Fronten ist nichts Wichtiges zu melden. Daö serbische Heer. Mailand. 27. Mai. (WTB. Nichtamtlich.)' Nach einer Meldung des „Seoolo" wird oie Verschiffung der Serben nach Saloniki, die olstre Zwischenfälle erfolgt ist, nächstens beendet sein. Das reorganisierte serbische Heer zählt danach 10 0000 Mann, wovon 50000 nicht mehr selddiensttauglich sind und hinter der Front arbeiten. * * * Gallien i i. 'Paris, 27. Mai. (WTB.) Der frühere französische Kriegsminister General G-allieni ist heute früh ge- torben. Ein russisches Kriegsernährungsamt. Kopenhagen, 27. Mai. (WTB.) Das Pressebureau des russischen Ministeriums des Innern berichtet, daß der Rat im Ministerium des Jnneru, Kowalewski, zum Bevollmächtigten für die Lebensmittelangelegen- heiten für ganz Rußland ernarrnt worden ist. Er habe weitgehende Vollmachten erhalten. Ein Brand in der Petersburger Admiralität. Berlin, 29. kNai. In der Petersburger Admiralität brach, wie der „Berliner Lokalanzeiger" meldet, am Donnerstag mittag ein gefährliches G r o ß f e u e r aus. Der M a r i n e m i n i ft e r Grigorowitsch entkam mit knapper Not, indem er aus dem dritten Stock- werk sprang. Der Ministergehilfe M u r a d j e w erlitt schwere Brandwunden. Der Schaden sei außerordentlich bedeutend: unersetzliche Akten seien verloren gegangen. In der Gesellschaft spricht man von dem Racheakt eines sehr hach- tehenden Beamten. Russische Bersprechnngerr bezüglich der Alandsinseln. Kopenhagen, 28. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die Petersburger Zeitungen veröffentlichen folgende von dem Pressebureau des Außenministeriums versandten Notizen: In unseren diplomatischen Kreisen erhält mau die Ueberzeugung, daß nach dem Wortlaut der Antwort des chwedischen Ministers des Aeußern W a l len b e r g auf )ie Interpellation wegen Befestigung der Alands- ins eln und nach der Gutheißung dieser Antwort durch beide Kaminern diese Frage ihren akuten Charakter verloren habe. Gleichzeitig, versichern unsere gut unterrichteten diplomatischen Kreise, die demnächst beginnenden Verhandlungen wegen der Mandsinseln würden die Besorgnisse Schwedens noch mehr zerstreuen. Rußland werde Schweden gegenüber gerne die Bürgschaft dafür übernehmen, daß alle auf den Alandsinseln im Hinblick auf die Kriegsverhältnisse getroffenen Maßnahmen auch mich dem Kriege liquidiert werden. Ueberdies dürfte nach dem Kriege überhaupt die Frage wegen der Jxyelu im Interesse beider daran, interessierten Parteien neu erörtert werdem * »: * Schwierigkeiten Englands im Sudan. London, 27. Mm. (WTB.) Das Kriegsamt meldet: Ae Haltung das Sultans von Darfur gegenüber der Regierung das Sudans war in letzter Zeit unüefriedigerrd und urrgeberdtg gewesen. Fn den letzten Tagen des Monats Februar begann er an der Grenze Kordorfans bei Jeb-el-Elhella eine Streittnacht zusanrmen- zuziehen. Eine auZ Truppen aller Waffengattungen zusammengesetzte Abteilnng unter dem Oberst Kelly versammelte ftch in Nahud und besetzte Ende MürK NmshcmM und Ieb-elMhrKa. Fn der Folge rückte sie ans Abial vor, wo Borberettungen zu einem Vormarsch auf El Fasher, der Hascptsüidt Ali Dirmrs, getroffen NTurden. Am Id. Mai begann der Vormarsch. Der Bericht des Oberbefehlshabers vom 25. Mjai meldet, daß die Streitntacht Kellys den Feind nnt Erfolg schlug und El Fasher am 23. Mjai um 10 Uhr morgens besetzte. Das Gefecht verlies sotgenderumßeu: Der Hanptkampf er- eiguete sich in der Nähe des Dorfes, Benngdr, 12 Mellen nördlich der Hjauptstadt, wo der Feind 2000 bis 3000 Mann stark eine verschanzte StÄlung am Morgen des 12. Mai irate hatte. Das Kainel- reiterkorps veöanlaßte chn mit Erfolg, diese Stellung zu verlaffen: er griff dann unsere Truppen mit äußerster Schnelligkeit und Verzweiflung an. Der feindliche Angriff begegnete unserem vernichtenden Feuer. (W gebuvg nur wenigen, bis aus 10 Vards an unsere Jffrieu heranznkommrn. Unsere Truppen unternahmen eine» Gegenangriff und schlugen den Feind vollständig, dessen Verluste auf min-- bestens KXX) Mann geschätzt werden. Der Sultan von Ali Dinar floh, wie berichtet wiro, frühmorgens am 23. Mai mit einem kleinen Gefolge. Wir hatten 5 Tote und 23 Verwundete Vor dem Gefecht und während desselben führte ein Offizier vom Königlichen Fliegerkorps eine wichtige Erkundung durch. Es gelang ihm, mit Bonchen und Mttschinengewehcstner eine große feindliche Streitmacht aus Rettern und 2000 Mann Infanterie zu einem ungeordneten Rückzug zu zwingen. Der Offizier selbst wurde durch ein Geschoß am Oberschenkel verwundet, konnte aber nach Abial zurückkehren. Kriegszustand i« Irland. L o ud o n, 27. Mai. Fn D u b l i n wurde heute bekannt gemacht, daß wegen der in gewissen Teilen Irlands noch immer andauernden Unzufriedenheit und Unruhen das Kriegs recht in ganz Irland bis auf weiteres in Kraft bleibt. Der Zeekrieg. Berlin, 29. Mai. @m (Gewährsmann der „Bosfffchen Zeitung" meldet aus London, daß dieFurchtvorderU-Boots- gefahr erneut gestiegen sei, so daß ein Teil der englischen Flotte ans dem Aermelkanal nach dent Mittelmeer beordert worden sei, um die englisch-französisck-en Transporte nach Saloniki und Aegypten zu beschützen. Ae Engländer benutzen jetzt vielfach für die Truppen- und Muntticmstransporte im Mtttelmeer griechische und spanische Dampfer. London, 27. Mai. (WTB.) Lloyds Agentur meldet: Der britische Dampfer „El Argentino" (6806 Tonnen) und das italienische Segelschiff „Australia" (1586 Tonnen) sind in den Grund gebohrt worden. London, 27. Mai. (WTB.) Lloyds Agentur meldet, daß der Dmnpfer „Herku les", dessen NatioualiW noch nicht feststeht, versegrLt maMu fft. V ? r l tji. 28. Mai. WTB.) Ein deutsches Tauchboot l>at am Vormittag des 26. Mai vor der Themsemündnng den belgischen Leichter „V a l h a r d i n g" versenkt. London, 28. Mai. .'WTB.) Lloyds meldet: Der ttallenyche Dampfer „Mora via" (3506 Tonnen) ist im Mittelmeer tor> p e d i e x t worden und gesunken. Der neue Staatssekretär von Elsatz- Lothringen. Berlin, 28. Mai. (WTB. Anrilich.) Der Kaiser uni König hat den Regierungspräsidenten Frhr. v. Tscham^ mer'unb Qnaritz in Breslau zum Stuen, um die Wünsche und Bedürfnisse der betreffenden Kreise lernten zu lernen. Eingehender wurde weiterhin die Frage der Massenernähruna in den großen Städten beraten. Am Dienstag der nächsten Woche wird der Vorstand erneut zusarrrmentreten. Mü n chen, 28. Mai. (WTB. Mchtamtlich.) Fn den reichen Zimmern der Residenz empftng heute vormittag II1/4 M)r der König, der die kürzlich ihm vom Sultan verliehenen Auszeichnungen angelegt hatte, die türkische Parlamentsabordnuug und die f ie begleitenden Herren des Auswärtigen Amtes 'in einstündiger Audöenz. Der Mnig zog jeden der Gäste, die von dem türkisck)en Generalkonsul vorgestellt wurden, ins Gespräch. Die Türken wohnten alsdann der IParademusik von der Feldherrnhalle aus bei, dtlrch die türkische Nationalhymne und Hochrufe des Publikmns begrüßt. München, 28. Mai. (WTB.) Ae türkischen Parlamentarier trafen heute vormittag um i^10 Uhr aus dem Bahnhof ein. Am Schlosse wurden sie vom türkischen Generalkonsul Kemmerich empfangen. Im Fürstenfalon be. grüßte alsdann Staatsrat v. Hirschberg die Gäste namens der bcryerisck-en Staatsregierung und die ebenfalls anwesenden Vertreter der Kammer der Abgeordneten und der städtischen Behördeir mit einer Ansprache, die mit einem Hoch auf den Sultan, sein tapferes Heer und das tapfere Heldenvolk der Osmanen schloß. Hieraus erwiderte der Vizepräsident der osmcmischen Kammer, Hussein Diahid Bey, in türkischer Sprache, wobei er den Wunsch ausdriickte für das weitere Gedeihen des Deutschen Reick)es und mit einem Hoch auf König Ludwig schloß. Am Schllrsje beider Reden spielten die Militärkapellen die entsprechenden Hymnen. Auf dem Wege n-ach dem tzrotel wurden die Gäste jubeltrd begrüßt. Stuttgart, 28. Viai. (WTB.) Der Staatssekretär des Michskolonialamtes Dr. S 0 l f hat heute in Tübingen das feiner Vollendung entgegengehende 'Tropen-Genesungs- heim, sowie das dortige Deutsche Institut für ärztluhc Mission besichtigt. Er begibt sich morgen vormittag 9 Uhi 8 Minuten nach Frankfurt a. M. Att» SSnicht richtig erkannt. Wie lder Schüler in der Schule nicht für die Schule, folgern für das Leben leritt, so ivird der jlunge Mann in der /Jugendkornpagnre nicht nur ft":r das Heer, sondern auch für das «ganze Leben zu einein förderlich! tüchttgen und geistig regsamen Mann erzogen. Wenn sich Eltern von Söhnen im Alter von 16—20 Fahren diese Bedeutung der militärischen Vorbereitung «richtig überlegen, müssen sie zu dem Gedanken kommen, daß sie beiit Unrecht gegen ihr Kind begehen, wenn sie es von der Jugend- INompagnio fernhalden, wenn sie es nicht dazu veranlassen, sich Lhr anzuschlreßen. Der Beginn der besseren Jahreszeit, welche ^Turnübungen im Freien und Geländeübtmqen begünstigt, möge deshalb für Ettern und junge Leute der Anlaß sein, die militärische Vorbereitung so zu bewerten, wie sie es verdient und wie sie bewertet rverden muH im Interesse des einen Zieles, das wir heute alle haben: der Größe und Starke.unseres Vaterlandes. * ** Hü te t die Kinder. Fn der vergangenen Woche ^srnd wieder «einmal zwei Kinder im Alter von 4 und 8 Jahren jimrch die Straßenbahn verunglückt. In beiden Millen hatten «die WagetrsAhver nicht die geringste Schuld, im Gegenteil ttst durch'ihre Aufmerksamkeit ein größeres Unglück verhütet worden. Der vierjährige Bub spielte mit seinem ein Jahr Äteren Brüderchen crnf dem Bürgersteig noch abends um ft/38 Uhr an der Marburger Straße. Nachdem der ältere ßFunge kurz vor dem heranrollenden Wagen das Geleise Wettlaufen halte, wollte der kleine Bruder hinterher, wurde ^lber von dem Wagen gefaßt, kam zu Fall und mußte mit itzebrvchenem Arm und Bein in die Klinik gebracht werden. 8 )er andere Fall ereignete sich in der Nahe des Kirchen- chlatzes. Der achtjährige Knabe lies nnnrittelbar in den zufällig ohne Strom laufenden Magen hinein, slo daß dev KVagenfiihrer sofort halten konnte und das Kmd nur unerhebliche Hantabschjürfnngen davontrng. Diese Unglücksfälle lehren, daß die Eltern nicht oft genug den Kindern das Gefährliche der Straßenbahn vor Angen führen tonnen >Wor allen Dingen ist dies nötig in den Familien, die in der tee der Straßenzüge wohnen, welche von der Straßenbahn kbenntzt werden. Dann sollte man überhaupt auch dafür !>Sorge tragen, daß Kinder abends nicht mehr mif der »Straße herum! außen, 'um sie nicht nur vor dem Ueberfahren üdnrch die Straßenbahn, sondert: auch vor anderen Gefahren cher Straße zu behüten. Kncker gehören nun einmal frühzeitig ins Bett. ** Ein wichtiges Mittel zNm T«:rchhalten der K)i e Hb est än de. Der durch dei: Krieg und die Trockenheit 'des Jahres 1915 hervorgerufeue Futtermangel hat zur Folge ge-^ «habt, daß das Stroh int weitesten Umfange für Futterzwecke Ver- - l Wendung finden nach. Dorfftreti, die sonst in strohknappen Jahren ^Ersatz bieten konnte, steht zurzeit nicht in hinreichender Menge lzur Verfügung, weil die Erzeugung wegen Mangels an Arbeits- skräften izurückgegangen war und die Heeresverwaltung außerordentlich starke Anforderungen cm den Dorsstteuvorrat stellt. Wenn icmch für das bevorstehende Wirtschaftsjahr die Stellung einer die Erzeugung vor: Torfstreu siäierstellenden ZaU von Kriegsgefangenen. an die Torswerke veranlaßt worden ist, vermag dies für die nächste Zukunft an dem bestehenden Streumangel nichts zu ändern. Durch die Benutzung von W aldprodu kten zur Weide und zur Gewinnung von Fickter kam: wesentlich zur Linderung des Futtermangels beigetragen werden. Von den staatlicken Forstverwal- !tungen ist Waldstreu in: inertesten Umfange zur Verfügung gestellt ch»rden. Von anderen Waldbesitzern scheint dies aber zum Teil noch nicht in dem ioünschenswerten Umfange geschehen zu sein. Der Bundesrat hat deshalb durch Verordnung über Streu-, Heide- und Weidenutzung auf nicht landwirtschaftlich genutzten Grundstücke:: vom 13. April d. I. die Besitzer von Forsten und .anderen nichtlandwirtschaftlich genutzten Grundstücken auf Anordnung der höheren Verlvaltungsbehörde ver- «pflichwt, den von dieser benannten Personen, Gemeinden oder Kom- munalverbänden die Gewinnung von Stteumaterial jeder Art, von Heidoa ufwuchs zu Futterzwecken oder sonstige Futtermittel, ferner das Beweiden der Grundstücke mit Schwein«: :md Rindvieh und die Herrichtung der hierzu erforderlichen Hürden und Unter- kunftsräu:ne zu gestatten. ** Ein schönes Geburtstagsgeschenk hat einer unserer Mitbürger, ein edler Menschenfreund, seinem 13 jährigen Töchterchen in diesem Kriegsjahr gemacht. Er ^schenkte ihm ein Kriegsschwcsterchen von 14 Monaten, dessen Water im Kampf fürs Vaterland gefallen und dessen Mutter nicht lange darauf verstorben war. ** Silberne Hochzeit feierten am 27. d. M. Werkstätten- Vorsteher Rupert und Frau. Obwohl das Fest in aller Stille begangen werden sollte, ließen es sich feine Kollegen und Untergebenen nicht nehmen, dem Jubelpaare ihre herzlichsten Wünsche warzubringen. t ** Der Anbau von Sonnenblumen und Mohn. Der Kriegsausschuß für Oele und Fette macht darauf aufmerksam. daß die Aussaatzeit für S o n n e n blu m en u u d Mohn bereits v e r st r i ch e n ist. Weitere Bestellimgen auf Saatgut sind deshalb zwecklos. Dan? dem lebhaften Widerhall, den der Aufing des Kriegsausschusses im ganzen deutschen Volke gesunde:: hat, sind die Bestellimgen von Saatgut aus allen deutschen Gauen « Zahlreich eingelaufen, daß bereits zu Beginn dies^.Monats über das gesamte Sonuenblumensaalgut verfügt war. D:e Ablieferung der Sonnenblumenernte regett ftck m einfacher und zwcckentftweckender Weise wie folgt: Jede Station aller deutschen Eisenbahnverwaltungen nimmt Sonnenblumensamen gegen ein Erttgelt von 40 Pfennig für das Kilogramm entgegen. Möge dem ausgewendeten Eifer im Herbst durch eine reiche Ernte ern schürver Erfolg beschieden sein. ' , , r r . *' Kaninchenzucht der Ei sen b a h n a n g e st e l l t en. film dem ministeriellen Wunsche, daß. die Eisenbahnbeckensteten d:e ^Kaninchenzucht irr größerem Umfange pflegen, ausgiebig nach- i-ukommen, ist jetzt die Einrichtung getroffen worden, daß ans den 'Stationen selbst größere Behälter erbaut werde::, die für die Kaninchenzucht bestimmt sind. /r . ** Warnung vor B u t t e r e r s a tz m i t t e l n. Es kann nicht eindringlich genug vor den in letzter Zeit wiederholt zun: «Verkauf gelangten Ersatzmitteln für Butter gewarnt werden. ^:e Können nicht nur Butter in: Nährwert in keiner Weise ersetzen, son- idenn werden auch zumeist zu einem so hohen Preise feilgeboten, daß dieser zu ihrem wirklichen Wert in gar keinem Verhältnis steht. ** Landwirtschaftliche <£r ut&arbeiten im Be- |£j f 7 e 1 8. Armeekorps. Nach einer Mitteilung der Kafscler Landwirtschaftskammer hat das stellvertretende General- rcmmnaudo des 18. ArmjsekorpÄ in einer soeben erlassenen Verord- nuw; darm:f hingewiesen, daß die für die Frühjahrsbestellung ge- rropenen Be,ammung«r über Beurlaubung von Unteroffizieren und ..'cannschLften sinngemäß auch für die gesamten Erntearbeiten aufrecht erhalten bleiben. Ties gelte insbesondere für die Dauer des zu erteilenden Urlaubs und für das zur Behandlung der Ur- raittrogt vorgeschriebene Verfahren. Zugleich wird die schon früher ausgesprochene Bitte erinnert, mit allen Mitteln darauf hinzuwirken, daß nur wirklich begründete Urlaubs- ? 1 yy ^^tzlbiortet und weitergegebeu werden, da andernfalls die beteiligten Stellen, insbesondere diejenigen im Felde, nicht :n der Lage seien, den an sie gerichteten Anttägen auch nur annähernd zu «ttsprechen. Auch sei es zur sachgemäßen Behandlung .^^chlbsianttäge unerläßlich, daß die in Betracht kommenden Zivubehörden, insbesondere die Bürgermeistereien. Kreis- und Landratsümter eine bestimmte Urlanbsdauer beantragen. Als sehr zweckmäßig — so wird in der Berordnmrg betont — habe sich nach dem Berichte des landwirtschaftlichen Sachverstäickigen das stellvertretende Generalkonunando des 18. Armeekorps die für die Frühjahrsbestellung in den Bezirken einzelner Landratsämter gettoffene Enrrichtung bewährt, wonach zur gesamten Organisation der Feldbestellung in den einzelnen Gemeinden drei Vertrauensmänner von dem Bürgermleister bezw. dem ^Landrat bestellt worden seien. Die Aufgabe dieser VerttauensMänner ^stehe darin, in erster Linie dafür zu sorgen, daß alle bebanungsfähigen Flächen b eb.ru t bezw. ordnungsgemäß abgeerutet werden, daß hierzu die Beurlaubutrg der erforderlichen Leute — aber auch nur dieser — beantragt und daß vor allem die gegenseitige Aushilfe bei den landwirtschaftlick-en Arbeiten geregelt wird. Das stellverttetende Generalkommando des 18. Armeekorps gibt auch bei dieser Gelegenheit der berechtigten Erwartung Ansdruck, daß es dem einmütigen Zusammenarbeiten aller in Bettacht kommenden militärischen und zivilen Stellen gelingen werde, die für das Vaterland gerade in diesem Jahre besonders wichtigen Erntearbeiten zu einem glücklichen Abschluß zu bringen. Landkreis Gießen. -ü-. Allertshausen, 29. Mai. Aus unseren: Dorfe forderte der Krieg bis jetzt 2 Opfer. Es sind dies Musketier Friedrich H o r n: a n n und Ers.-Res. Adolf H i l l g ä r t n e r. e. Röthges, 29. Mai. Der seit anfangs März im Felde stehende 20jährige Heinrich Langwasser von hier erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. # Stockhausen, 27. Mai. Das Eiserne Kreuz erhielt Lehrer Karl Michel. Kreis Büdingen. 4ß E a l b a ch, 27. Mai. Die Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt der Sergeant B § h r. * Kreis Lauterbach. * f M. Herbstein, 29, Mai. In der Nacht von Freitag au Samstag wurde das laudwirtschastliche Anwesen des Eyrillus Tra ud hier bei einem im Vogelsberg niedergegangenen schweren Gewitter durch einen Blitzschlag eingeäschert. Das Vieh sowie der größte Teil deS Hausgerätes konnten durch das rasche Eingreifen der Bewohner gerettet werden. -ü- Herbstein, 29. Mai. Die Erörterung einer wichtigen Zeitfrage führte zu der am 25. d. M. hier abgehaltenen amtlichen Lehrerkonferenz. Von zwei Rednern, Heldmann - Crainfeld und Mnller-Ober-Moos, lvnrde das nicht mrr für die Schule, sondern auch für die Mgemein- heit interessante Gebiet behandelt: „Wie soll der Krieg unseren Unterricht in Geschichte und Erdkunde beeinflussen?" Als Gipfelpunkt drang die Forderung durch, daß das. was eben im Gedankenkreise der ganzen Welt steht, dem kindlichen Geiste unbedingt näher gebracht werden müsse. Für die uitterrichtliche Behandlung der Kriegsereignisse und Kriegsländer sei deshalb stets Sorge zu tragen. 4l Maar, 27. Mai. Zum Leutnant d. L. befördert wurde der Vizefeldwebel Lehrer Seng. Gleichzeitig erhielt er die Hessische Tapserkeitsmedaille. Kreis Schotten. 4ß Breungeshain. 27. Mai. Die Hessische Tapierkeits medaille erhielt der Unteroffizier Stein in: Jns.-Rgt. 17. § Herchenhain, 27. Mai. Gestern abend gegen 11 Uhr zog ein schweres Gewitter über unsere Gegend, begleitet von an haltenden: Blitz und Donner. Starke Regengüsse entluden sich und richteten vereinzelt Schaden an durch Fortschwemmen von Erde und Steinen. Durch Blitzschlag ist kein Schaden angerichlet worden. 6. Lauboch, 29. Mäi. Bon: Freitag auf Samstag nacht entluden sich in Lau back und Umgegend mehrere, stundenlang anhaltende, schwere Gewitter, welche von -einem ununterbrochen vierstündige:: Regen begleitet waren. Ter Blitz schlug mehrercmal ein, besonders in die elektrisch? Leitung, ohne jedoch- zu zünden oder sonstigen Schaden anzurichten, nur die elekttische Beleuchtung erlitt einige Zeit eine Unterbrechung. In dem' benachbarten Orte Ruppertsburg siel ein sehr starker, wolkenbruchartiger Regen, svdaß alle Stvaßcn: überflutet wurden. Ebenso in Wetterfelb Fversnseen, Lardenbach. Stockhausen, Sbockbäuser-Hos, Flenftmgen imb- Mücke. In Lardenbach und ans dem Stockhäuser-Hof tvurdet: durch die Wasserftnten frisch geackerte und besteckte Kartoffeläcker :nit den gesetzten Kartoffeln vollständig fortgeschwemmt, ebenso andere Aecker, die bereits mit Dickwurz besetzt waren. Am Bahnhof in Stock hau sei: ist an drei Stellen der hohe Rain an der Lahn abgerittscht, -ohne jedoch störend auf den Bahnbetrieb em-uwirkeu, denn die Eromasse ist im m:grenzeirden Wassergraben sitzen gebl:ebest. In Stockhausen ist ebenfalls hinter den: Getneiude brmrnen ein Stück von der hohen Böschung ins Rutschen gekommen Auf Mücke hat es so stark und- anhaltend geregnet, daß die Hof- reite des Zimmermanns Röhria vollständig im Wasser ftand. und er und seine Familie auf Hilfe aus Flensungen warten mußte, die ihu und sein Vieh rettete. Hofveite, Keller und Biehftälle wäre:: mit Wasser gefüllt. Die benachbarten Befvv-Hner eilten herbei, um dem sich stauenden Wasser Abzug zu verschaffen, damit Menschen und Vieh gerettet werden konnten Der Fahrweg zwischen dem Hause Röhng, Postschaffner Bend-er und der Wirtschaft Schumann war e:n See Unter dem prasselnden Regen wurden auch Kiesel bemerkt, jedoch hat man keinen besonderen Kieselschaden wahrgenommen, nur die Kornäcker liegen teilweise und stellenweise wie gewalzt da. Be: eintretetwem Sonnenschein und Wind wird sich das Korn größtenteils wieder aufrichten. Ein solch arges Unwetter hat se:t vielen Jahren unsere Umgegend nicht erlebt; selbst die älteste:: Leute wißen von so einem gewaltigen Naturereignis nichts zu melden. A Sichenhausen, 27. Mai. Das Eiserne Kreuzerhielt der Unteroffizier Kalbfleisch im Nes.-Jnf.-Rgt. 223, Sohn des Großh. Försters Kalbfleisch. Kreis Friedberg. # Rockeuberg, 27. Mai. An: 11. ds. Mts. starb den Heldentod Lehrer Ludwig Pa bst, Leutnant d. Res., Ritter des Eisernen Kreuzes. Am 12. Januar 1916 wurde er verwundet und rückte nach seiner Genesung anfangs Mai aberinals ins Feld. Er trat am 1. September 1914 freiwillig zun: Heere ein. Starkenburg und Rheinhessen. F C. Mainz ° Momba ch, 29. Mai. Durch die Witterungsverhältnisse begünstigt, wurde die S n l a t e r u t e in dieser Woche beendet. Sie hatte un ganzen nur v:ec Wochen gedauert. Die Preise hielten sich bis zuletzt aus guter Höhe und die Ware fand flotten Absatz. Gegen die Vorjahre waren nur a /a der bebauten Flächen bestellt. ch. Vom Rhein, 29. Mai. Die ZetttralbiMn:issron für die Rheinschifsah-rt war zu einer Sitzung in Mannheim zusammen- getteten, der die Vertteter bezw. Bevollmächtigtet: für die Rheinschiffahrt der Staaten Bayern, Elsaß-Lothringen, Hessen, Baden, Preußen und der Niederlande anwohnten. Den Vorsitz hatte der Vertteter der Niederlande. Vor allem wurde über eine preußisäfe Anregung, eine Llonderimg des 8 25 der Rheinschiffahrts-Polize:- ordnung vorzunehnwn, damit für die Zukunft eine so lange und folgenschwere Sperrung des Binger Loch-Fahrwassers vermieden tverden würde. Die Schiffahrt sei dirrch diese Sperrung sehr beeinttäcktigt worden. In langen Berl-andlungen vermochte man sich über diese 'Frage aber nicht zu einigen, lveshalb schließlich beschlossen wurde, diese Ängelegenhett Vertretern der Regierungen zur Erlediguim zu übertragen und dabei Vertteter der beteiligte:: Interessenten hinzuzirziehen. Ueber die Bemannung der Rhcinschiffe :m:rde ebenfalls verhandelt und schließlich Erleichterungen für die Strecke vom Niederrhein bis St. Goar den Säf-ifsern genehmigt. Anregungen zur Verbesserung der Trinkwasserversor-. gung der Rheinschiffe sollen in dem Sinne Erfolg haben, als für die großen Hastmplätze Wassertankboote eingeftihrt, für die kleineren Plätze Ventilbrunnet: am Ufer geschaffen lverdcn sollen. Die Ar beiten zur Verbesserung der Schiffahrtsverhältnisse auf dem Waal wurden beendet. Hrffen-Nassau. H M arburg, 29. Mai. Von heute an treten im hiesiger Kreise folgende Butterhöchstprcise in Kraft: Beim Verkaufe un mittelbar an Verbraucher in der Stadt Marburg für Süßrahmbutter aus Molkereien 2,50, für alle andere Butter 2,10, im Landbezirke des Kreises für Süßrahmbutter aus Molkereien 2,40, für alle andere Butter 2,00, beim Verkaufe an die Gemeindceinkaufs stellen in: Landbezirke durch. Bicktererzeuger für Süßrahmbutter aus Molkereien 2,35, für alle andere Butter 1,85. ra. B i e d e n k o p s, 28. Mai. Die S t a d t r e ch n u n g für 1914 ergab in Einnahmen 276 536,34 Mk., in Ausgaben 268 423,51 Mk.. mithin ein Ueberschuß von 8 112,83 Mk. Von diesen entfallen au das Wasserwerk 1 480,50 Mk., auf das Elektrizitätswerk 2 222,10 Mk Tie Einnahinereste betrugen 3 816,89 Mark. ra. G r ä v e n w i e s b a ch , 28. Mai. Bürgermeister Delle hier hat der Gemeindevertretung erklärt, daß er sein Bürgermeistergehalt während der Kriegsdauer den bedürftigen Krieger- f a n: i l i e n der Gemeinde zuweisen werde. Bürgermeister Belte hat selbst zwei Söhne im Felde. si Ki r chhai n, 28. Mai. Für Kalbfleisch ist im hiesigen Kreise der Höchstpreis auf 1,80 Mk. und für Schweinefleisch auf 1,60 Mk. das Pfund erhöht worden. RtndslÄ>er darf nicht mehr als 1 Mk. das Pfund kosten. ke. W i e s b a d e n , 29. Mai. Der Kreistag des Landkreises bewilligte zur Bestreitung der gesetzgemäßen Leistungen an Familienunterstühungen für 1915 nachträglich 600 000 Mark und für 1916: 2,5 Millionen Mark, welche durch eine Anleihe ausgebracht werden sollen. st- A u s d e m T a u n u s , 28. Mai. Ueber der Gegend zwischen Sode:: und Bad Homburg v. d.5). entlud sich am Freitag abend ein folgenschweres Unwetter. Das von einem prasselnden Hagelschlag begleitete etwa 45 Minuten währende Gewitter begann sein Zerstörungswerk in Soden. Hier setzten die riesigen Regenfluten die Ortsstraße:: in wenigen Augenblicken unter Wasser, verstopften die Kstnäle, überschwemmten die Gärten und Felder und verschlammten einige Kurbrunnen. Die taubeneigroßen Hagel stücke rissen die Früchte von den Bäumen. Der Hagel fiel so dicht, daß er Samstag früh noch an verschiedenen Stellen in dicken Scknchten lag. Am schlimmsten hat der hock>gelegene Ort Neuenhain gelitten. Die von den Höhen herabstürz enden Wassermengen gruben in den Aeckern und Wiesen tiefe Gräben. Vor Soden durchbrach die ^Flut die ihr im Wege stehenden Gartenmauern verschiedener Villen und riß sie weithin ein. In den Obsthainen riß der 5)agel einen großen Teil der jungen Früchte herab und knickte auch viele Bäume um. Ein Bild der Verwüstung bieten aber die bekannten Erdbeeranlagen Neuenhains. Was hier die Eisstücke nicht abschlugen, das richteten sie derart zu, daß die Haupttrute als verlöre:: gelten kann. Der Schaden läßt sich vorerst auch noch nicht annähernd übersehen, jedenfalls ist er außerordentlich l>och. — Bei Mammolshain litten unter dem Wetter neben den Erdbeerd.ilturen auch die großen .Kirschenwälder. Auch in Cronberg darf die Hälfte der gesamten — in diesem Jahr sehr verheißungsvollen — Erdbeerernte als vernichtet angesehen werde::. Fast alle der schon reisend«: Beeren sind, soweit sie der Hagel nicht abriß, angeschlagen und werden fleckig. Strichweise gingen auch die Aprikosen und Pfirsiche verloren. In Oberursel drangen die Wasserfluten in die Keller der tiefer gelegenen Hätiscr und zerstötten die hier lagernden Vorräte. Von verheerender Wirkung war der Hagelschlag in Bad Homburg, wo ungezählte Fenster in Trümmer gi:wen: auch die schönen Glasn:älereien der katholisck>en Kirche in Kirdorf sielen dem Wetter ztcn: Opfer. Verhältnismäßig gering ist der Schaden, den das Unwetter den Gettei de selber:: zuftigte. Die der Mainebme zu belegenen Gemarkungei: sind vom E^ewitter völlig verschont geblieben; ihnen wurde der Segen eines anhalte:ü)en durchdringenden Regens zuteil. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdien st, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 30. Mai 1916 Wechselnd bewölkt, meist trocken; tagsüber etwas wärmer. Letzte Nachrichten. Der neue reichsländische Staatssekretär. Berlin, 29. Mai. Die „Bvssische Zcittmg" schreibt; Der neue Staatssekretär für Elsaß-Lvthring-en trnd Nachfolger des zum Reichsschatzsekretär ernannten Grafen von Röden: Frtzr. von Tschammern und Q::aritz ist am 26. Dezamber 1869 in Brunzclwaldau lRegierungsbezirk Liegnitz) geboren, worrde :m Februar 1897 Regiert:ngsassessor und wirr als solcher bei dem Landratsamt in Tarnowitz als Hilfsarbeiter tätig. Im September 1899 mit der Leitung des Lgnbratsamtes in Lüben beauftragt, wurde er dort in: Mai des folgenden Jahres zum Latchrat ernannt. Im Jahre 1906 kam er als Hilfsarbefter ins Finanzminflterium und wurde ein Jahr später zum Geheim«: Fmanzrat und vorttag-enden Rat im September 1910 zt:m Geheimen Oberfinanzvat ernannt. Seine Berufung zum Regierungspräsidentet: in Breslau erfolgte im Oktober 1911. Die Pariser Geheimsitzungen. Gens, 29. Atai. Uebernwrgen werden die Chefs der französischen Kammergruppen den Text der Bedingungen erfahren, unter denen Briand zur Abhaltung von Gehei m si tz:: n g e n bereit ist. Briand will in diesen Sitzungen nicht fviederholcn o^ec erweitern, was er in dem HeervsicmAschuß über die Kampflage der Front bei Verdun bekannt gab oder bekannt zu geben vorhat. Aus den geheimen Sitzung«: sollen Ramien und Daten möglichst ausgeschaltet rverden. Alle posittven Reformanträge seien der Regierung zum Studium rechtzeittg zu übermitteln. tilg. SM. Frinnn, Ortsgruppe Sieles Unsere Mitglieder bitte ich, sich, soweit möglich, bei sder Reichsbuchwoche zu beteiligen. Bücher, Zeitschcisten und Geld wolle man an unser Mitglied Fräulein A. Kühne, Seltersweg 26, gesälligst bald einsenden, 'damit von seiten des Vereins eine Kriegsbücherei zusammengestellt werden kann. [^Dj Die Vorsitzende. Lackfarben über Nacht trocknend. bester Fußbabenairstrilb, vorrätig »/»-Kg.--Büchsen, empfiehlt in verschledenen Preislagen . <*>75 Kronen-Drogene Gcbr. Mickel ft-ernrm 477. Walltorstr. 29. Täglich frisch gestochenen empfiehlt in prima Qualität zu billigsten Tagespreisen. W. Hankel, 3683 Telefon 612. Neuen Baue 7 Wer wünscht Anteil an einer 4-Zimmerw- oder 1—2 leere Zimmer. Schriftl. Ang. unt. 09899 a. d.G:eßener Anzeiger. Kein Flcischmangel Schlachte heute 4101 zmi jette Wecke. K. Lvsslbr. Pter*8:aat2gQ!*. W880 J Für Fohren aller Art empfiehlt sich Beter Jakob. Bestellungen werden i. Ga sitz ans „Zum Schwanen ", W&11- Isrsir^VerrtgegeugenomWeu. Asbest in Platten und Fadem billigst. 09827 Schank, Bahnhofstraße 25. abends8—9gold.Brosche m. nein. Frauenkops verlor. Roon—Moltkestr. —Schisfen- bergert.—Schrerberw. Geg. BeU abzü. Loollstr.Am^t«»« Fluß- n. Seefische Er - ■ !AWW I. M. Schulhof Telephon 110. — Prompter Versand nach auswärts, l" EssüßtWer Arkiier-Kek§iy. W : ■■ Gestern morgen starb nach kurzer Krankheit Nach langem, schwerem Leiden wurde Herr Landgerichtsdirektor Schmeckenbecher fl unser Liebling Karl Josef Ampt in die Ewigkeit abgerufen. 1 H im 6 . Lebensjahre. In tiefer Trauer: Die Beerdigung dieses treuen Freundes fei unserer Bestrebungen findet statt Dienstag, il W Familie Ampt. den 30. Mai, nachmittags 3^ Uhr, auf Giessen, den 29 . Mai 1916 . dem neuen Friedhose. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung 408 ivi Der Borstand. Die Beerdigung findet in aller Stille statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. osss? jjig.DetM, FransnvereiB | Ortsgruppe Gietze«. | Auskunftstelle 1 für Frauenberufe. | grauen u. Mädchen er- 8 halten unentgeltlich Nat \ und Auskunft für alle 8 Berufe im alten Nathaus, 1 Lllarktvlatz 14, Dienstag £ abends von 7 bis 8 Uhr. S SvrechsteUe des Allge- 8 meinen Deutschen Ber- 8 einsfürHausbeamtinnen Fünfziger 1856—1906. Die Beerdigung unseres lieben Alterskollegen Herrn August Schmeckenbecher findet Dienstag, den 30. Mai. nachmittags 3*/, Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. 4095V Der Ausschutz. 1'3U §in prächtiger J^riegsjunge angenommen Jftorih Ksrrsr z. A. im J?cldc und Jf: {da ge6. josepfi giessen (Jxießigsfrasse 47), den 29.^ai j9j6 Bekanntmachung. ’ Der Weg zwischen den beiden Mengeshauser Deichen ist wegen Chaufsierarbeit bis auf weiteres (ungefähr Monat Juni) für Holzfuhren gesperrt. Sich, den 26. Mai 1916. 4686 Fürstliche Obersörtterei. ö Zimmer \ Gr. B-Zimm.-'Wohn. m. Zubh. 1. Sr. v. 1. Juli z. vermieten. Liebigstrafrc I. 169896 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Wettershain für 1916 Rj. liegt vom 30. Mai l. Js. an eine Woche auf unserem Bureau zur Einsicht der Interessenten offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder mündlich bei uns vor- gebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizu- Iragen Haben. Weitershain, 27. Mai 1916. Großh. Bürgermeisterei Weitershain. I. B.: Pfaff. Qewimi-AiKztig 7. PreussJscb-Süddentschen (233. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterle 6. Klass«. 19. Ziehung*tag. *7. Mai 1816 Aaf J*4« i|eil m» 1 Neauner »tsd «mal gl«!ela hohe <-». wixne g »Cblton, and swur Je einer «nf die Lose gleicher Kumt tn den beiden Abtetlnngcs I nd N (Ohne QewflhrJ (Nachdruck verboten.) ln der VonnittagHlehang worden Gewinne aber 240 Mark gezogen. 3 Gewinne « 76000 M 161263 6 Gewinne tu 6000 M 3746 113768 164107 70 Gewinne za 3000 M 7127 9860 14061 23184 29044 37905 38256 40103 49479 68164 62408 66838 89923 76320 87157 89123 96401 98256 104220 106422 107052 116770 125613 135032 137082 150540 164722 170203 ,170923 183179 186406 189153 198155 201711 213986 219012 224626 231248 140 Gewinne za 1000 M 2048 6764 0633 13260 16278 17163 19048 26140 27724 32376 36340 38788 33761 44440 62079 66228 67661 60627 63343 65718 73466 73578 73857 76318 77610 79926 87637 97396 103018 103301 106522 108592 109321 109360 110802 114958 124650 129071 134834 137625 143607 151160 156620 ,160038 163797 172690 178370 180013 180410 185661 136914 187319 187740 190662 191506 193010 198070 200408 200739 201238 202755 202925 204711 211437 218667 222694 224343 224414 226833 232977 190 Gewinne zu 500 M 10039 12276 12895 13789 18667 19500 21388 26476 20836 32355 34347 34940 36360 40303 43635 45761 55070 60002 57754 63062 66216 63096 69384 71310 73419 74425 80457 82354 86642 83642 92144 94353 94801 96297 06957 98427 104567 106386 109482 109650 110084 110913 114844 116764 117860 113003 118550 125724 132924 138973 144630 146547 147397 147516 148304 149330 156187 159201 160248 101665 161735 167290 169407 169435 180651 130936 181319 181400 182088 182310 132956 183029 185999 187681 188639 189375 191317 191334 194083 195590 195066 197062 198195 198500 201369 201409 201802 203954 206577 211243 212703 221125 224111 230264 233671 ^Verschiedene 2696] 5 n. tt-Zimmcr Wohnung mit alleni Zubehör per 1. 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