Nr. 124 Erstes Blatt 166. Jahrgang Samstag. 21 . KM 1916 Der «rtzarer »vzeiger erscheint täglich. außer S««rtags. — Vertagen: viermal wöchentlich Giche««Zgarischen Heere neuerdings erreicht haben. Ein .außerordentlich wertvoller Fortschritt ist die Besetzung eines «großen Höhenrückens nördlich von Asiago von Corno di Canrpo Verde bis Meata ist ganz besonders in die Angen springend. Bor diesem Höhenzug war die bisherige Front mnserer Verbündeten noch nach innen ansgebuchtet; ein Mick auf die Karte zeigt uns, daß hier ein weites Gebiet gewonnen worden ist. Der österreichische Bericht spricht von der Flucht des Feindes, der im „wirkungsvollsten Ge- schützfeuer" große blutige Verluste erlitten und über 2500 jGefangene verloren habe. Das ist also ungefähr die Gefechtsstärke eines Regiments. Der Materialverlust der Italiener spricht gleichfalls von einer verlorenen Schlacht. Die Truppen deF Grazer Korps stehen jetzt vor Asiago und klopfen an ein sehr wichtiges Tor Italiens. Auch vor Ar- .siero ist ein wichtiger Erfolg erstritten worden; auch dort wurde die vorgelagerte Kuppe des Monte Cimone genominen (1230 Meter), und auch westlich von Arsiero, im oberen .Postnatal sind unsere Verbündeten vorgertickt. Der „Temps" widmet seine Militärkritik ganz den feindlichen Erfolgen bei Verdun und Tirol und findet ans die Frage, w.ie sie möglich gewesen seien, nur die Antwort: Die Tlruppenva-rschiebungen sind es, welche die Stärke unserer Gegner ausmachen. „Unser Mißerfolg bei Verdun, sagt das Blatt, ist sehr bedauerlich. Man braucht indessen nicht mehr Folgen beizumessen, als er nach sich zieht, und am Endausgange zu zweifeln. Bei allen Angriffen erleidet der Gegner schwere Verluste, die er nicht unbegrenzt gut machen farm. Unsere Haltung ko mint uns auch sehr teuer und rnan darf fragen, ob nicht eine andere Kampfart uns weniger teuer zu stehen kommen würde." Weiter befaßt sich der Kritiker mit dem unaufhaltsamen Vordringen der Oesterreicher und schließt mit dem Vergleiche „Unsere Feinde bilden in Wirklichkeit nur ein Heer. Unser Ministerpräsident hat dasselbe auch von den Alliierten gesagt Aber haben die Alliierten nicht an irgend einem Punkte der Front ein paar Hunderttausend Mann, die dort gewiß nützlich . sind, die es aber wo anders noch mehr sein würden? Die Deutschen und ihre Bundesgenossen konnten Kräfte irgendwo wegnehmen, um sie zu verwenden, wo sie nötig waren, ohne daß dem irgend etwas in den Weg gestellt werden konnte. . Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautdart: 26. Mai 1916. Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. Im Sugana-Ab schnitt eroberten unsere Truppen den Civaron (südöstlich Burgen) mrd erklommen die Elferchche (Cirna-Undici). ^ r . ~ ~ Im Raume nördlich von Anago erkämpften Teile des Grazer Korps einen neuen großen Erfolg. Der ganze Höhenrücken vom Eorno di Eampo-Verde bis Meata ist in unserem Besitz. Der Feind erlitt auf seiner Flucht m unserem wirkungsvollsten Geschützfeuer große blutige Verluste und ließ über 2506 Gefangene, darunter einen Oberst und mehrere Stabsoffiziere, v i e r G e s ch ü tz e vwr Maschinengewehre, 306 Fahrräder und viel sonstiges Material in unseren Händen. Nördlich Arsiero wurden die Italiener zuerst aus ihren Stellungen westlich Bacarola vertrieben. Sodann säuberten unsere Truppen in siebenstündigcm Kampfe die Waldungen nördlich des Monte Eimone und besetzten den Gipfel dieses Berges. Im oberen Po sinotal ist Bettsle genommen. Unsere Landflieger bewarfen die Bahnhöfe von Peri, Schio, Thiene, Vicenza, unsere Marineflieger die Luft- zcughalle und den Binnenhafen von Grado mit Bomben. Nachts warf ein feindliches Luftschiff zahlreiche Bomben auf Triest ab, die jedoch niemand verletzten und auch keinen Schaden verursachten. Der Stellvertreter des Chefs des Gencralstabs v. H ö f e r, Feldmarschallcutnaut. Ereignisse zur See. Eines unserer Unterseeboote lsat am 23. morgens die bedeutenden Hochöfen von Portoferraio auf der Insel Elba feljr erfolgreich beschossen. Das Feuer wurde von einer Strandbatterie wirkungslos erwidert. Anschließend an die Beschießung versenkte das Unterseeboot den italienischen Dampfer „W rrs h i n g t o n". Flotte nkommando. Der französische Bericht.. Paris, 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom Donnerstag nachmittag: Am l in ken M aa s u f e r ziemlich heftiger Artilleriekampf im Abschnitt der Anhöhe 304 nnd an der Front Toter Mann—Cumieres. Während der Nacht machten bte Franzosen im Handgranatenkamlpf Fortschritte in den Baum beständen hart östlich vom Dorfe Cuntieres. Die Deutschen machten keinen Angriffs versuch. Am rechten Ufer konnten die Deutschen, nach einem starken Angriff in einem französischen Schützengraben nördlich vom Steinbrnch von Haudrommck Fuß fassen. Tie Beschießung ist in der Gegend von Douaumont andauernd beider eits sehr heftig, doch fand keine Infanterietätigkeit statt. An der übrigen Front verlief die Nacht verhältnismäßig rrrhig. Amtlicher Bericht von gestern abend: Ans dem linken Maasufer verstärkte sich die feindliche Artill-erietätigkeit gegen unsere Stellungen an der Löhe 304 im Laufe des Tages. Auf dem rechten Ufer unternahmen vre Deutschen nach heftiger Beschießung gegen Uhr eine Reihe von Angriffen zwischen dem Walde von Hau dromont und dem Gehöft von Thiauruont. Alle Angriffe wurden mit schweren Verlusten zurückgeschlagen, mit Llusnahme einer Stelle, wo feindliche Abteilungen sich eines Teiles des Grabens bemächtigten. In der Gegend von Douaumont dauert die Artillerie- lütigkeit mit sehr großer Heftigkeit an. An einer anderen Stelle riefen unsere weittragenden Geschütze einen Brand in einen: deut schm Materiallager bei Haudieourt (nordöstlich Mihiel) hervor. Zeitweilige Kanonade an der übrigen Front, Im Laufe eines Luftkampses sckwß einer unserer Flugzeugführer einm Fokker- apparat ab, der in die feindlichen Linim nördlich von Vaux herabstürzte. In dwser Gegend lieferte eins unserer Geschwader einer vüirppe von deutschen Flugzeugen einerr Kampf. Zwei feindliche Flugzmge, die ernstlich beschädigt warm, ivurden zum Lan- dm gezwungen. Belgischer Bericht: Ziemlich starke beiderseitige Ar tillerietätigkeit in der Gegend östlich pon Perwvse. Wir richtetm ein Vernichtmdes Feuer auf Tixmuiden und Umgebung. Der bulgarische Bericht. Sofia, 26. Mäi. (WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptauartier teilt init: Am 23. und 24. Aöcri hat sich nichts' Besonderes ereignet An der Front Doiran—Gewgheli starke gegenseitige Ka nonabe. Unsere Artillerie brachte eine feindliche Batterie südlich von: Dorfe Majadagh zunr Schweigen und trieb feindliche Schützm, die westlich von diesem Dorfe Stellung genommen hatten, aus ihren Gräben heraus. Eine unserer Patrouillm griff eine aus 25 Mann bestehende französische Patrouille an und verjagte sie aus dem am füdlichm Belasitza-Abhange gelegmm Dorfe Palmisch. Aw 24. ds Mts. tvarfen feindlick^e Flugzeuge eine Bombe auf Gewgheli und eine zweite südlich vom Dorfe Petrowe, richteten jedoch keinm Schaden an. Am Morgen desselben Tages erschienm fiinf feindliche !Flugzeuge über Danti und ivarfen auf die Stadt und deren Umgebung mehreve Bomben ab, die einige Ennvohuer vertvundeten. Unser Luftgeschwader stieg zum Angriff aus dm Feind auf urck» zwcmg M rasch zur Umkehr. Eine der Lustflottmernhertm stürzte stark be-- 'chädigt auf griechisch^ Gebiet ab. Der italienische Bericht. Rom, 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom Donnerstag: Von St. Elvio bis zum Gardasee gegenseittge Artilleriebeschießung und sehr lebhaftes Jnfanteriesmer im M- schnitt von Cevedale und Tonale. Im Lagarrnatal führte der Feind in der Nacht zum 24. Mai nach einem- schr heftigen 8wni- bardement aus unsere Stellungm aus Coni und Zugna zwei Angriffe in Richtung aus Serravalle und Col Buole aus; er wurde nachdrücklich! zurückgcworfm. Am 24. Mai rnorgens führte er mit frischen Truppm erneut einm hestigm und mbütertm Angriff gegen den Eol Buole aus; er tourde mit lehr schweren lustm zurückgeworfm und durch 'unsere Truppm verfolgt, dre nock) die Höhe Parmesan, südöstlich des BergA tutä>?x zuruck- eroberten Während des 24. Mai lebhaftes 2lrttllerr.edu ell. Unsere Batterim erzieltm Volltreffer auf ein feindliches Geschütz mrtt- lerm Kalibers, das nach Ponzacchiio gezogen wurde, und stürzten es um. Zwischen dem Brand-Tale (Vallarsa) uno Posrna rrchtete der Gegner, nachdem^ er während des 23. Mar tagsüber unsere Stellungen aus dem Pasubao unter Feuer gehalten h^ttc, wahrend der Nacht mit starken Infanterieabreilungen einm.Anarrff aus sie; sie wurden durch unser Feuer niedmgemäU und m Auflösung zurückgeschlagen. Zwischen dem Posrna- und Astachtale mtwrckelte der Feind gestern eilte starke Artillerietätigkeit längs der Lune vom Monte Maggio bis zum Toraro., Unsme Batterrm antworteten wirksam. Im ?lbschnitte von Asiago und rm tzniganertal ist die Lage unverändert. Ans dem übrigm Frontteck brszum Meere zeitweilig aussetzende Arttlberietatigkeit. Unsere Batdnrm verursachten an den jenseitigen Hängm des Monte >Lan Michele eine Explosion in einem Munitionslager^ Der türkische Bericht. Konstantinopel, 25. Mai. (WTB. NichkamSich.) Das j Hauvtguartrer teilt mit: An der Irak front keine Veränderung. Kaukasusfront: In gewisien Ge-^ndm Schar nrutze l von Erkundungsabteilungm. Am' Morgen des 24. Mm würfen zwer feindliche Flugzeuge mit Absicht 16 Boniben auf bewohnte V^^el Smymas', die einige Häuser zerstörten, drei Fraum uw) ern Kind verletztm sowie drei Persorren töteten. ^ . Von den anderen Fronten keine Nachrichtm von Bedeutung. Der russische Bericht. W e st f r o n t: Westlich der Insel Daten grifferr die Deutschm ^heftiger Arnllerievorbereckung an: sie drängten un.ere Vor- posM' zurück nahmen einm unserer vorgeschobenen Mäbm. ^n einem Gegenangriff warsm wir dm Feind wieder heraus: er zog sick aus seine Gräben zurück. Unsere Verluste smd unbedeutend. Wir wiesen einen Versuch des Gegners, gegm Karpckowka, 10 Werst nördlich des Bahnhofes Olyka, vorzugehen und un,ere ,fEht- hiirdernisse zu zerstürm, durch unser Feuer ab. Llnf der ubrrgm Front ist die Lage unverändert. , ^ Kaukasus front: In der Rach ttmg was Mosul schlugen war einen feindlichen Angriff ans Rewcmdus ab. Fn dm anderm Richttmgm ereignete sieh nichts wichtiges. Unsere rn Rrchtung Kerruanschah— Kasr—Sck^irin operierendm Truppen batten ern Zu- ammenttcffm mit mglischm Kräftm am Tigris flußabwärts Kut- el-Mrara. Am 22. Mai erreichten Kosaken das Hauptgnartter dev Dommandanten der britrschm Truppm in Mefopotamim. Die Erfvlge in Tirol. Wien, 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Strafflenrs Militärblatt meldet: Der Kaiser hat an den Erz- erzog Leopold Salvator das nachstehende5zanD- schreiben gerichtet: Lieber Herr Vetter und Feldzeugmeistcr Erzherzog Leopold Salvador: Ich ernenne Sie zum Generalobersten und beglückwünsche Sie zu den herrlichen Erfolgen, die rneinc brave Artillerie erkämpft hat. Der Kamps in Mesopotamien. London, 26. Mai. (WTBb Amtlicher Bericht aus Meso- votantien: General Lake berichtet vom 24. Mai: Der Feind hält nockr immer seine Stellungm arrs dem lnckeu User bei San- naiyat Unsere Artillerie unterhält von dem rechten Ufer aus ein wirksames Feuer auf die feindlichen Berbrndungm auf dmr linken Ufer. Ein englischer Bericht ans Aegppten. London, 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht aus Aegypten: Zur Vergeltung für den Luftangriff auf Port Said warfen vier brittsche Flugzeuge 40 Bomben aus vorgeschobene Stellungm des Feindes und zerstörten dabei einen Was arbehälter bei. Rodhsalem, wodurch sie dm ganzm Plan des Feindes zunichte machten. Es hat sich herausgestellt, daß das Luftgeschwader, das ant 18. Mai El Larisch bombardierte, aus Deutschen bestand. Eine Botschaft des Königs von England. London, 26. Mai. (WTBp Der König hat eine Botschaft an das englische Volk gerichtet, in der alleFrenst- ttnrglicheir Rtänner zwix'een 18 lind 45 Ialpm unter die Fawren berufen werdm. Der König darrkt dem Volke sirr die patriottsüie Haltmrg, die es ernrüglicht habe, mittelst freiwilliger Rekrutierung eine .Armee yon 5 041000 Mann aufzustellerr. Aus dem englischen Unterhaus. London, 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich^ U Ji t c r h a u s. Run ciman sagte auf eine Anfrage: Im Kalenderjahr 1915 sind insgesamt 13 200 britische Damvfer wü einer Gcsanrttonnage non 22 632 000 Tonnen und 12 500 ausländische Dampfer mit einer Gesamttonnage von 9 900 000 Tounerr mit Ladung aus dem Auslande in engliscl^eir Häsen crngettrusm Die .nuckändischeu ! Dampfer würdm somit der Zahl nach 48,7 Prozent, dmr Tontten- ^ gehalt nach 30,4 .Prozent bckdm. Mvntayy fette ent eme Krage: Döe «digWgar Siffem über die englische Staatsschuld liegen nvch nicht vor. Der gesamte mmrrnelle Betrag der Schuld habe am 31. März 2 140800 000 Pfund Sterling getragen., der Betrag der Schatzwechsel am 20. Mar 66 069 800 Pfund Sterling. Ans der Budgetrede von Ascnrity ist nachOrtragen, daß die letzt zur Bewilligung stehenden 300 Millionen Pfund Sterling bei dem 'hitzigen Tempo der Veransgaüiuteg Uä Mitte der ersten August- Woche reiche» sollen. Der Seekrieg. §aag, 25. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Halbamtlich wird gemeldet, daß das holländische Ministerium des A^uß.ern durch den niederländischen Gesandten in Berlin der deutschen Regierung eine Protestnote über die Versenkung des Dampfers „Berkelstrve nt" gesandt hat. Der Text der Note wird dieser Tage in einem Ovangebuch veröffentlicht. London, 26. Mini. (MZ7B. Nichtamtlich.) Lloyds Agentur meldet: Nach ltodj nicht bestätigten Berichten sind der französische Dampfer „St. Corentin" (216 Tonnen) und der italienffche Dampfer „Cagliari" (2322 Tonnen) versenkt worden Letzterer dtrrch einen Torpedo. Bern, 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich) Der italienffche Dampfer ,L e v a n z o" (3713 Tonnen) ist versenkt worden. London, 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Der italienische Dampfer „Ercole" (122 Tonnen) ist im Mittelmeer von einem U-Boot versenkt worden. London, 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des RLuterschen Bureaus. Der spanische Dampfer „Aurora" (2845 .Tonnen) wurde versenkt. (Der spanffche Dampfer wird also woU Bamnoare an Bord gehabt haben.) Drs dem Reiche. Aus beut Hnuptansschuß des Reichstags. l i n, 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) In der heutigen Sitzung des Hauptausschusses des Reichstags wurde die Erörterung der Ernährungsfragen fortgesetzt. Es wurden Höchstpreise auch für Seefische gefordert. Staatssekretär Dr. Helfferich erklärte, er habe bei dem Aufbau des Arbeitssyftems der Zentraleinkaufsgesellschaft als Reichsschatzsekretär mitgewirkt. Das System scheine ihm richtig zu sein. Beim Getreideeinkauf in Rumänien hätte anfangs der Handel völlig freie Hand gehabt, sich aber trotz hoher Aufwendungen und Spesen um die Versorgung Deutschlands nur unzureichend betätigen können. Die Zentraleinkaufsgesellschast habe zweifellos eine wesentliche Besserung herbeigeftihrt. Die Valutafrage habe bei der Versorgung mit Lebensmitteln niemals eine 'Rolle gespielt und die Einfuhr von Lebensmitteln niemals behindert. Das neugeschüffene Krtegsenrährungsamt Berlin, 26. Mai. (WTB. Amtlich.) Der Reichskanzler berief zum Präsidenten im nengefchaffenen Kriegsernäh- rungsamte den Oberpräsiden ten der Provinz Ostpreußen, Herrn v. Batocki. Außer Herrn v. Batocki wurden in den Vorstand des Kriegsernährungsamts berufen: der Chef des Kldeifenbahmoefens, Generattmsior Grüner, der Unterstaatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten Freiherr v. Falken hausen, sowie der Ministerialrat im Königlich bayrischen Ministerium des Innern Edler v. Brann, ferner der Oberbürgermeister von Planen imtßZo-gtlarcd, Dr. Dahns , Kommerzrenrat Dr. ing. Memsch in Oberchmsen, Generalsekretär Stegerwald in Köln, Kommerzienrat und Generalkonsul Manasse in Stettin und endlich Herr August Mstller in Hamburg. Diesen Heroen, die den Vorstand bilden, wird im Kriegs- ernährungsamt eine Reihe von Referenten für die Arbeiten der lauseichen Geschäfte sowie ein Beirat beigeordnet weiden, wie dies in der Bekanntmachung des Reichs kanz- levs über die Errichtung des neuen Amtes vorgesehen ist. Die neuernannten Vorstandsmitglieder hieltet: eine vorläufige Besprechung ab. Dqs Kriegsernährungsamt wird seine Geschäfte am kommenden Montag aufnehmen. nicht gar M schön gewesen wäve, den ttafirifcontteit zu ea> fr euen . Ich Hmdenburgs Name selbst wäre, meine ich, manchem Hans nicht so vertraut geworden, wenn nicht Kinderlippen von i^u gesungen und Kinderaugen ihm zugeleuchtet hatten. Wen haben nicht Kindergeschichten in all dreser Zeit im Innersten erfreut! Aber all das sproßt doch aus ttefer Seelenwurzel auf. Grane Sorge hat die Kindesseele noch nicht beschlichen; erst wenn das Ende nahe ist, tritt sie an heran. Ich wüßte aber nicht, daß Sorge besonders geeignet wäre, die Kraft in Herz und Hand zu mehren. Einfach, unverworren sind die Ziele, deneit die Kindesseele entgegenstrebt. Sie kann nicht mehr ttagen, als der kleine Kopf umfaßt. Aber an dies begrenzte Gniße glaubt und darauf hofft sie mit noch Ungebrochener Zn verficht. Der Vater draußen im Felde, und der Kaiser, und Htndenburg, die werden es" ja sicher schaffen. Ich wüßte aber nicht, daß urrser, der Erwachsenen, zersplittertes Denken und Wollen mit all feinem Wenn und Aber, immer am Scheidewege, immer voll Bedenkerr und verspäteter Weisheit, erne größere Gewähr zu Sieg und Frieden bietet, als dieser einfach-starke, unbeirrbare Krnderglaube. Ich meine aber das in vollem Ernst. Die Völker bis heute, und ich denke, auch das deuffche Volk heute, habeni tu den Wettern der Weltgeschichte noch immer ewige Macht uch ewrgen Willen am Werk gesehen. Sie mögen sich diese ewige Macht gedacht haben, wie sie wollten, mögen in der Deutung wunderliche Wege und Irrwege gegangen fern, in Einem werden sie immer Recht behalten und wird die Wahrheit immer auf ihrer Seite bleiben. Sie glaubet:, daß Weltgeschichte kein sinnloses Spiel blinder Gewalten rst, sre vertrauen, daß in ihr auch in tieffter Nacht und wildestem Sturm sich Ziele durchsetzen, um die es sich lohnt zu leben und zu sterben, sie bescheiden sich aber, daß das Größte über menschliche Kraft und Weisheit immer hinauszieht:: Gott sitzt im Regimerrbe Und führet alles wohl! Wie wird man rnhig in solchem Glauben, fest auch wtder alles Bangen dieser Tage in diesem guten den sichet: Gottvertrauen.... „Es sei denn, daß ihr werdet, wie die Kinder." q $ * Berlin, 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Der Staatssekretär des Innern hat die Anfrage Nr. 27 des Abgeordneten Dr. Werner (Gießen) schriftlich wie folgt''beantwortet: Auf die Anfrage Nr. 27 beehre ich mich zu erwidern, daß Verhandlungen darüber schweben, wie den Uebelständen in BeMg auf Zeitungsanzeigen über Angebote und Nachfragen von Lebensmitteln und sonstigen Gegenständen des täglichen Bedarfs im Groß- und Zwischenhandel begegnet werden kann. Es steht zu hoffen, daß die Verhandlungen in Kürze zur Beseitigung der Mißstände füfyxen werden. Berlin, 26. Mai. (WTB.') Der Reichskanzler beabsichtigt, sich demnächst für einige Tage nach Süd deutschland zu begeben. Arrs Stadt un6 £an£« Gießen, 27. Mai 1916. Sonntagsgedanken. .... „Es sei denn, daß ihr werdet wie die Kinder"... DrA Wort Jesu hat die Kinder in die Weltgeschichte eingeführt. Es ist eine jener unscheinbaren Taten, die rrw- ermeßlrche Wirkungen nach sich ziehen. Wie kaut es wohl dazu? wie zu der Stimmung, aus der es geboren ist? Er 'kannte doch die Kinder, auch wo sie nicht sehr nachahmenswert erscheinen. Er schilderte sie, wie sie am Markte fitzen, sie haben sich verz-ankt, das Spiel sich gegenseitig verdorben: „wir haben euch geflötet und ihr habt nicht getanzt, wir haben einen Klagegesang angesttmmt und ihr habt nicht geweint." Der Mann des harten Lebenskampfes, der — auch er — um seittes Volkes Schicksal ringt, kann an irndtschem Eigensinn rmd Unverstand keinen Gefallen finden. Er geht seinen Weg mit reifer Weisheit, in männ- lrcher Ensichlossenheit. Und dennoch die Kinder! Aber ihm hat sich ja alle tiefste Anschauung von der ewigen Macht, die über chm und seinem Volke, über der Menschheit, über Hnnmel und Erde waltet, in den einen lieben Vaternamen ges'Mnnrelt: Gott, der himmlische Vater! Er reicht dem k° n er hat auch für das verirrte noch treue Vateran-i« offen. Wie faßt fich's sicher tvohueu ,n sicherer vut, trotzig kämpf« unter seiner FAHruno, ja s^rben rn ftrnen Händen. „Cs sei denn, daß ichr werdet wre dte Kruder." ^ .. r ® § A. sehr viel von imfern Kindern die Rede in diesem Kriege. S« haben ja freilich recht kindisch qe° schölten, wenn chwenibie Siegesfederu verkürzt ivurden. Und es ist allerhand .Klage laut geworden über Marmel an Zucht und wüstes Wesen, das daher karu Aber sie haben wrrklich allerhand geleistet, und mit welcher Hinaebnua und ,rreude. Manch Schmeichelkätzchen hat noch ein &ob£ ftux£ für die Rerchsbank herausgcholt, das sonst wohl bis heute ,n gutem Gewahrsam geblieben wäre, ilnd immifcr Berges,«« hätte seine Liebesgabe nicht erhalten wenn's Reichsbuchwoche 28. Mai bis 3. Juni. Das Zentralkomitee der deutschen Vereine vom Roten Kreuz, Abt. 19, Gesamtausschuß zur Verteilung von Lesestoff Äus^ f " k £It veröffentlicht folg« irden Die im Juni v. I. veranstaltete Kriegsbuchwoche hat einen reichen Ertrag gebracht, Das deutsche Volk hat freudig b . ie ^S^nhett benutzt, seine Opferwilligkcit zu zeigen. Etwa eine Million Bücher ist damals für die Krieger int Felde und m beit Sctjraretten zusammengekommen. Die allermeisten dieser Bücher waren verwendbar und nur ein geringer Teil erwies sich als ungeeignet. Allen, die bei dem wichtigen Werke nntgewirkt haben, sagen wir unseren wärmsten und aufrich tigsten Dank. setzt sind di« damals geschenkten Bücher längst verteilt, ebenso vwle andere Bücher. Mit Stolz tonnen wir sagen, datz ,eit Beginn des Krieges im ganzen fast sechs Millionen Bücher und Hefte an Lazarette und Truppenteile verschickt worden ,rnd. Die Lazarette innerhalb der Grenzen des Reichs ftnd setzt im allgemeinen als befriedigt anzusehen. Auch die Schiffe der Kaiserlichen Marine, die Besatznirgen der Forts, die Landsturmer, welche Gefangene bewachen oder Eisen- bahnen und Brücken schützen, wurden nicht vergessen, und die planmäßige Versorgung der deusichen Kriegsgefangenen in Feindesland mit deusichen Büchern, die ihnen hochwillkommen find, ist in Angriff genommen. Immer dringender ist es aber geworden, den Truppen an den Fronten und in den EtlsiiPengebteten geeigneten Lesestoff zu verschaffen. Auch in dieser Richtung ist schon viel geschehen. Manche Truppenteile besitzen oeresis eigene kleine Büchereien. Zahlreiche Soldaten- herme s:nd eingerichtet worden, die einen Leseraum und zum Terl auch eine Ansleihebücherei haben. Trotzdem hat das Verlangen nach Lesestoff nicht nach- gelanen, sondern wird sogar immer stärker. Für die Truppen ist guter Lesestoff fast ebenso notwendig wie die tägliche Nah- rung. Die Größe des Bedarfs ist nicht verwunderlich; denn für d:e Mtllionenheere s'nd auch Millionen von Büchern nottg. Große Mengen von Büchern und Zeitschriften sind übrigens im Laufe der Zeit aufgebraucht worden oder sonst während des Krieges zugrunde gegangen. Da die Buchervorräte jetzt überall auf die Neige gehen, so wenden wir uns vertrauensvoll an das deutsche Volk mit der Bitte, uns nochmals mit einer Büchersammlung zu Hilfe zu kommen. Die Sammlung ist so gedacht, daß m der Woche vom 28. Mai bis 3. Juni d. I. Bücher für unsere Truppen in den durch ausgehängte Werbeblätter kenntlich gemachten Annahmestellen abgeliefert werden. Zahlreiche Buchhandlungen haben sich für diesen gemeinnützigen Zweck zur Verfügung gestellt: Von den Ortssammelstellen aus gelangen die gespendeten Bücher zu den Landes- und Provirtzial- Sammelstellen und werden von dort aus den aus dem gleichen Landesteile stammenden Trtippenteilen an der Front als Liebesgaben übersandt. — -Wer seine Gabe nicht aus dem häuslichen Büchervorrat entnehmen kann, kaufe ein Buch beim Buchhändler, der die Auswahl mit seinem Rate gern erleichtern wird. Wer nur wenig Geld ausgeben kann, bedenke, daß schon für den geringen Preis von 20 Pfennig etwas Geeignetes zu haben ist. Die Haupsiache ist aber nicht, daß einer viel gibt, sondern daß er es gerne und in der rechten Gesinnung tut. Wir sind überzeugt, daß auch diesmal das deutsche Volk unserem Ruf mit gebefreudigem Herzen folgen wird. i • Hausbesitzer- und Wohnnngsnot. Vom Hausbesitzer-Verein nstrd uns grfdnicben: Dte vor einiger Zeit im „Greßeiier Anzeiger" gebrachte Darstellung hat dte Hausbesitzer- und Wvhiiungsnvt zuteesfend ge- schildert. Dte darin beklagten schmierigen Verhältnisse bestehen aber nicht nur in Gießen, sondern sind in allen Städten Deutschlatids! anzutreffen. Deshalb haben sich die Reichsbehörden, einzelstaatlichen Körperschaften und Kommunalvettretnngen auch schon ernstlich mit der Frage befaßt, wie der inzwischen als wirklich vor- haiideii erkannten mißliche:: Lage des Hausbesitzes wirksam abgeholfen werden kann. Die Interessen des Hausbesitzes sind die Interessen der Allgemeinheit. Das Wohnen ist neben der Ernährrmg das wichtigste Lebei^bedürftns. Da die Gesamtheit des Volkes cmffs Wohnen angewiesen ist, gehen die Interessen des Benutzers! der Wohnstätte nrit frmerc ihres 'Eigentümers Hand in Hand Dazu fommsnt unzählige andere Beteiligte, dte Geldgeber, Hppotheken- lltterefsenten, Steuerbehörden, Geschäftsleute, .Hand-werker usw Sie alle ftnd unmittelbar oder mittelbar an der Lage des Haus^ befttzerstandes interessiert. Neuerdings hat. man im preußischen Parlament und auch im Reichstag an vesichredenen Punkten an gesetzt, uni die schwteriqen ^agen M lösen, mit denen man sich bisher — das zeigt sich doch letzt deutlich ^ leider Mel zu wenig beschäftigt hatte und die man «ls nti ewiges Klagelied betrachtet hatte, das nur den Hmrsbesitz migehe und mcht einmal ernst zu nehmen sei. Be: näherem Züschen überrascht dte Fälle der sich answerfenden Fragen und der Umfang der durch die Beziehungen zu vielen, wenn nicht fast den mtiftai Gebieten unseres Volkswirtschaftslebens verwickelten Aufgaben. In Gießen hat man als eine Abschlagszahlung auf Abhilfe vor kurzem wieder dte Frage der Kanalgebühren angeschnitten. Der Hausbesitzer verein hat seinerzeit vor Einsührung der Kanal- gebühren auf's lebhafteste, bis' an die höchsten maßgebenden Stellen, sich dafür — leider vergeblich — eingesetzt, daß der der Allgenrern- hsit durch die Kanalisation zukomnumde Vorteil auch durch die allgemeine Steuer bezahlt werden müsse, wiewohl man nwßte, daß gerade der Hausbesitz desienige sei, der dann erst recht in der -Londerabgabe der dann noch Heeren Grundsteuer getroffen worden wäre. Aber man war der Ueberzengung, daß auch einmal der Tag kommen werde, an dem' der bis' heute bei der Grundsteuer immer noch nicht gestattete Schnldenabzug gesetzlich möglich sein werde, ßJr ^ cmrt bte Sonderabga.be der Grundsteuer auch bei der Konrmunglsteuer in einer allgemeinen Einkommen- und Vermögens- steuer^mit zum Ausdruck kommen würde. ^Die jetzige Zeft ist aber nicht geeignet, an der Frage der Kanal- gebuhren zu rühren. Der städttsche BoranschLag darf dadurch für oreses Rechnungsjahr, nicht um gestoßen werden. Es ist kein Zwttf-el,^ daß, die Kanalgebühren Mr reichlich be- Eslen waren, daf^ sie sich bei der hohen Ainorttsatvon in etwa -.0 Zähren bis auf geringe Betriebsumlagen abtrogen, und daß dann mit einem Schlage der städtische Haushalt sich vvr erneii an- sehnlichieil Ausfall gestellt steht, daß anderseits gerade durch die Kanal gebühren dem städtischen Haushalt ein Ausgleich für allerhan d andere Zwecke und iwtleidende Gebiete entstanden war und daß dadurch vielleicht auch eine Erhöhung der städttscheu Steuer bisher wesentlich Mi wer hindert wurde. Ter Hausbesitz kann aber kein In- tcrejse daran haben, nur durch eine Herabsetzung der Am-orttsatrons- anote für länger hinaus noch mit dieser Abgabe bepackt zu bleiben, ^abei muß der Gefahr, daß etwa mit einer „Erleichterung" oder bald nach euter^ solchen das Gegenteil wieder in anderer Form durch Steuererhöhung eintritt, mit allen Mitteln begegnet werden, ^er Hausbesitz vertragt eine wettere Bekastnng nicht mehr. Die jüngsten Reichstagsverhandlungen zeigen, wie ernst die Wohirungsfrage noch werden wird. Arrch »och hem Kriege w erde t: Maßnahmen notwendig sein, die eine Erhöhung der H p poth e kz insen hintan haItm sollen, da sotist unabsehbarer schaden die Folge wäre. Wenn die Einsicht sich immer mehr durchsetzt, daß es nan mit Oer steuerlichen und sonstigen Belastung des Wohuuivgsweseus genug Ttt wenn andesieits für billigeres Hypothekengeld und Abgaben- erlcichterung gesorgt wird, und wenn endlich als Folge der jetzigen Vcremiachung aller Lebensverhältnffse dte Ansprüche an die Wohnungen in vernünftigen Grenzen gehalten werden (wobei man sich nur immer auch einmal in die Lage dessen, der dte AufwenÄungen befahlen muß, denken soll), dann können, wenn auch keine ftrgen- lreren, so doch einigermaßen erträgliche Zeiten für den Haüsbesitz kommen. * ** Amtli.ch>e Personalnachrichten. Der Groß- he czo g hat am 24. Bsiii l. Js. dem Pfarrer Wilhelm Leim- bach zu Münzenberg die evangelische Pfarrstelle zu Wahlen und dem Pfarrer Wilhelm Vogel zu Fürseld die evcmgelffche Pfarr- stellezu Wonsheim überttagen. — In den Ruhestand versetzt ivurde E 2L Aprll der Lehrer an der Volksschule zu Grebenau, im Kreise Als seid, August Merz aus sein N-aclffuchen unter Anerkemrung seiner laugtährigen treuen Dienste vom 1. Juni 1016 ab. Gleich- zeitig wurde ihm das RitterÄeuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps -des Großmüttgen verliehen. — In den Ruhestand verletzt wurde am 10. Mar der Lehrer Augustin Otto zu Obetts- Hausen, Kreis Offenbach, auf sein Nachsu-chen wegen geschwächter Gesundheit mit Wirkung vom 1. Juni 1916 an. A u s z e i ch n u n g. Fähnrich zur See Hans Metten- h e i m e r , Sohn des verstorbenen Kaufmanns Hermann Metten- hermer, ist das E i s e r n e K r e u z 2. Klaffe verliehen rvorden. — Obersignalgast Julius Baiser aus Gießen auf S. M. Schiff Rostock" wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. ** Auszeichnung. Feldwebelleutnant Karl Ritter aus Gießen, beim Landsturm - Infanterie - Ersatz - Bataillon XVHL 47. Fechenheim, wurde das,Ehrenzeichen für Kriegsfüsiorge" verliehen. ** Beförderung. Stabshornist Gefreiter Richard Goß von bier, Inhaber des Eisernen Kreuzes, wurde zum Unterofftzier befördert. ** Generalmajor z.D. Kurt von Dewitz, von 1899—1903 Kommandeur des hiesigen Jnf.-Regts. 116, ist am 12. April in Wiesbaden gestorben. Generalmajor v. Dewitz war ein vorbildlicher Soldät und Kamerad, der allgemein geachtet und beliebt war. Bis z-u seinem Tode behielt er ein reges Interesse für das hiesige Offizierkorps, dessen er auch in seinem Testamente mit einer größeren Stiftung gedachte. ** D ie Gießen er Freilichtbühne veranstaltet inorgen in -acht Tagen ihre erste Atiffichrung, und zwar wird Waller: st eins Lager in Szene gehen. Die Vorbereitungen sind von Herrn Karl R-otteck, dem früheren Mitglied unseres St^adttheaters in umsichtiger und fachmännischer Weise geleitet worden, uiid versprechen eine eindrucksvolle Aufftchrung. Wir verweisen auf die Anzeige in unserem heuti^gen Matte. '** Der Verein der Fortschrittlichen Volkspartei veranstaltete am vergangenen Dienstag im „Großherzog von 5)siftn" einen Familienabcnd, bei dem der L-andesparteiseki)eiLr Redakteur Knhlma^n aus Darmstadt einet: Lichtbildervortrag über das Thema „Deutschland im Weltkrieg" hiell. Der Vottragende behandelte das Thema in anschaulicl>er Weise und unterstützte seine Ausführungen durch eine große Reihe vorzüglicher Bilder vm: allen Kriegsschauplätzen. Neben der kriegsgefchichlliäMr Seite des Themas, das durch reichliches Karten material erläutert wurde, erörterte Herr Kuhlmann eine Reihe kriegstechnifcher Kapitel, wie der „Mnen- und Schützengrabenkrieg", „die moderne Artillerie", „der Luftkrieg", „das Untesieebootswescn" usw-, so daß der ganze Umfang des mit allen Mitteln der modernw Technik durchgesührten Weltkrieges gut zur Darstellung kam. Der Redner erntete ft":r seine Darbietungen, die in der Mahnung — durch tteues Aushalten der Dahsimgebliebenen den militärffchen Steg unserer Triippen zu vervollständigen — ausklangen, lebhaften Beiall aller Amoefenden. ** Gieße ne r Hausfranen-Berein. Ws eine be- onders zeitgemäße Einrichtung verdient dte Kühlkiste, dte an die Stelle des Eisschrankes zu treten geeignet erscheint, gewertet zu werden. Ist doch ohnehin nicht jeder in der Lage, sich, einen Ete-. ' chrank lanzusckwffen,^ und selbst da, wo eine solche Einrichtung vorhandeil ist, scheut die Hausfrau leicht die Ausgabe::, die mit der Füllimg der oft recht gefräßigen Schräiike mit Eis verbimden sind — ganz abgesehen davon, daß die Beschaffimg vor: Eis infolge der Transpvrtschwierigkeiten mü> des Personalmangels in diesem Jahre von manckiertei Zufälligkeiten abhängig ist. Es toäre nun durchaus verfehlt, iverur die Hausfrai: bei der Sorge um BesclMffting von Nahrungsmitteln auf die Bereithaltung von Eis überhaupt verzichten wollte. Im Gegenteil darf in disiem Jahre auf die Möglichkeit der Kühlhaltung von Speisen toeinger derui je verzichtet werden. Es gilt vielmehr, iei>en Speiserest aufzubewahren und auch beim Eintrftt von Hitze brauchbar zu hatten; jegliches Ueberbleibsel der Mahlzeit muß. noch verwettet werden, und dazu ist es eben erforderlich, daß es durch geeignete Borttchtungeii vor den schädlichen Eftiflüssen der Hitze bewahtt werde. Kühl genossen, wirk«: außerdem bekanntlich dte verschiedensten Gewichte, z. B. Puddings, ebenso Getränke besonders erftischend. Die Küylkiste gestattet nun, ohne größeren Aufwand und ohne erhebliche Platzbeanspruchun g dte gleichen Zwecke, wie sie der Eisschrcurk erfüllt, zu erreidKn Dabei ist es nur nötig, ihr ztvei- oder dreimal wöchentlich bescheidene Mengen Eis ttnzuverleiben. Sie ÄMelt in ihrer Einrichtung der Kochkiste und kann von jedermann ohne Mühe selbst hergeftellt tverden. Ter Vorstand will den Mitgliedern des Mreins die'Kühlkiste im Gebrauch vorführen und Anleitung zu ihrer Hcrte'llung geben. Laut der heutigen Anzeige soll dies Moittag, den 29 Mai' nachmittags von 5 bis 8 Uhr in der Geschäftsstelle, Mäusburg b geschehen. ** Ein heftiges Gewitter mit starken Regengüssen machte gestern abend gegen 9 Mr der drückendem SchttE veS WM-en Tages ein C£itbe. Das Gewitter zog nach 16Nhr lahnanswärts ab, um gegen Mitternacht wieder mehr in unsere Gegend zu kommen. Der reichliche Regen wird unserer Landwirtschaft sehr nach Wunsch gefallen sein. ** Etwa 1200 weiße und farbige Franzosen die in den letzten Tagen in den Kämpfen bei Verdun gefangen wurden, wurden heute morgen gegen V^UHr von der Bahn inS hiesige Gefangenenlager gebracht. > 1 ** Ernährungsfragen rm Reichstagsausschuß ®ci der Beinchterstattnng über Ernährungs fragen im Hauptans sMrß des Reichstages wurde ausgeführt, die vorliegende Ziffern ^Nestandsailfnahnve ermöglichten uns. bei sparsamer Wirtschaft Uh- frwnp macksten SJtoriatc mit imseren vorlMidenen Nahrungsmitteln ausrittanaen. Die erforderliche Einschränkung sei in der fcumtxtiadK l-ine ^vlae tatsächlicher Knappheit und nicht so, sehr eme Folge >!,n 7 tä»ttaer Organisation oder unrichtiger Verteilung. Bon Re- ns?rnnasseiLe nmrden dann nähere Angaben über die vorhandenen (^etveidevorräte gemacht: erfreulicherweise konnte sestgenellt wer- ,>e« daß der Bedarf für die Uebergangszeit in das neue Ernt-tyaln 400 000 Donnen vollkommen gesichert sei, mehr als ge- iiibert dcmi darüber hinaus seien weitere 102 000 Tonnen vor- s^weu Somit könne 1 Million Doppelzentner Getreide den sonders bedürftigen Bevölkerungskreisen zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Die Reichsgetreidestelle müsse die Vertilgung irber das Brotgetreide fest in der $Xtnt> bel-alten, um bis zum 15. ^ September" sicher disponieren zu können. Wenn seitens des a. . . r * M i o *.«-1 a |*^q Staatssekretärs wie des Berichterstatters betont wurde, unsere na hrungswirt s chchtllche Lage könne ofserr und ohrre Scheu voralllr ^welt besprochen werden, so ist das der Ausdruck der Zuversicht, mit der wir die letzten YNonate des alten Vetbramhsjahres durchleben und das neue Verbvanchsjahr herxnrtommen lassen können. Wenn wir mit einer ausgesprochenen Miherute, wie das Bormbr ne aufwies, ansgekommLU sind, ohne gröbere Vorvatsre-serven, dann berechtigt das laufende Ernteiahr zu der lErwartung, daß eine Aus- hungeru^ weniger denn je Ausfichten^hat. v^tn Nachtrag hu der Bekannlntachnng vom 23 12. 1015 — NI. 157M0. 15. K. R. A. betreffend Be schlag nahrae, Bevweudung und Veräußerung von Bastfasern (JMe, Flachs, Ranne, cnropaficher tzanf und überseeischer Haus) und von Et^ngntsten mrv, BMasern rst 5 5 1915 ans >dent Auslände und auf die Rohftoste, welche Eben dem, 25. 5. turtö 1. 9. 1915 aus Belgien, em geführt sind. Mdnach dem 1. 1. 1916 aus dem Auslande entg^üirten Rohstoffe imb Garne föetbat redoch bejchlagnahmerrer. i^Ümtgsverbot für Garn-Nmnmecn rst ausgedehnt worden Wah- ce»d die Herstellung von Nähgarnen und NcASmrnen aus Bast- sÄerwWoffen verdien ist, bleiben fertige, RaWMrne beschlag- 7 Uchmesreü Däe Bekamrtmachung enthalt eme Ret^ besonderer llchergangsvorschriften. Der Wortlaut der ^kckcurntmMhnng, der für Interessenten von .Wichtigkeit ist, D ttt unserem heutigen E^^N^ch trag zu der B e k a n n t m a ch u n g ub e r Höchstpreise f ü r B a u m w o l l s v t n n st vi s e u n d 33 9 u nv ni lt aeioinste (Nr. W. II. 1800/2. 16. K. R. A.) ist am 27. 5. 16 erschienen, durch den einige Bestimmungen der Oberen Bekanntmachung Abändsrungen erfahren hadern Insbesondere sind verschiedene der in den Preistafeln verzeichnten Preise ctnec nö » wendig gewordenen Veränderung unterzogen worden. Der Wort laut des Nachtrages ist in unserem heuttgen Blatte emzufeyen " Bindegarn und Kohlen für die Erntezert. Es ist beabsichtigt, für die Landwirte und Drefchmafchmenbelcher tzen A.ckans des Bedarfs an Bindegarn und.Kohten fur dre (Srnte zeit 1916 gemeinsam so billig als möglich 'n drc Wege zu lettem Die Interessenten i« hiesiger Gemernde werden desh^b m emer Bekanntmachung des Oberbürgerm^sters ^ he»t^gen Anzeigenterl iirseres Blattes aufgefordert, ihren Bedarf an Brndegarn uno Kohlen bis zum 1. Juni öS. Js. auf dem Stadthaus, Zrmmer Nr. 9, an- jUme, ^‘H eine Obst-uSkuhr riS . ^ • 3V. e i II c uviiuujiu*).' . .... rv rT - r\Lf* werde ähnlich wie im voriasn Jahre «uch, rn d^sem Jerk«urs von Schriften re« 50 Mark. Kreis Laulerbach. M. Lauterbach, 27. Mai. Nach dem,retzigen Stand zu schließen, haben wir in diesem Jahre rm Bogelsberg und den nördlichen Teileti dec Pro-vinz Ob^chessQi eine gute Heidelbeerernte zu erwarten. Der uberaus^veich- liche MLteiEs«tz M Ani«ng W *£«_*“**** Main^irsile bis ietet aut überst-crnden, si> daß d^ FrschrvEl imng sich vorxü-giich entwickelt hat. LeÄier cher^in 'rmn^n Distrikten inrrck, das Ernsannm-ln twn Lanbstreu und Gchünheide infolge der vochahrigen >Ätroh- knappheit sehr Noigelitten, wobei viele Mrancher m,t dem Rechen entweder vollständig mtstzens en .oder dre Mn- tenansätze rnrt dem Reck,en «bgestterst we^en ^ das Ern- sermmeln der Notstreu gerade vn Fruhiahr erf( ; -t ^ Das Gericht hielt die Fälschung für autzeroroenilno , üoer ^ erkannte auf 3 Wochen Gefängnis und 500 MartiS l^se, so^ Urteilspublikcttimi in der „Wormser Zeünn-tz „Mamzer An zeiger" - Der 48 jährige Taglöhner Jakob Pr stör insmw Jugenheim und dessen 46 jährige Frau Charlotte, beide m im UNO oeisen rayrrgr v.m'uw ivohnhäft. sind der KuvE.angeklagt. Die VechanUung^mUgte unter Am ..... iÄSiiS"*« >” -«°-- - JtÄB RfS« PMMK«- -x veidrich und Pickhardt, dre vor en.iger Z-i. der Or- ziehnngsanstalt zu 5)ardehausen im Waldeü-a-.n v - or r 9J und nachher in Herzhauscn und anderen Orten, ^-'b^ichDreLuahle begingen, aber schließlich in Fr den ^gmsfe« der letzten Tage gewillt sem wird, seine „neuen Stellungen de» Alliierten vorzuführen. . . _ — -m Meteorologrsche Beobachtungen der Station Sietzcn. Mai 1916 G C 2 o jz. to •* ™ll COä ä — cs. Wetter 2”>i - 9” - 7 26 : - 23.2 16.2 14,0 11.1 ! 52 12.7 92 10.7 94 2 j Sonnenichein 10 ! Regen u. Gew. 10 ! Bed. Hjmmel Höchste Temperatur am 25. bis 26. Mai 1916: -st 24,0^0. Sttedrigste . . 25. . LS. „ 1916: +14,7*0. Niederschlag 34,3 mm. _ Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussicktten in Hessen am Sonntag, den 28. AUai 1916; Wechselnd bewölkt, zeitweise Regensälle, Temperatur wenig geändert. ^ MMer'sche Bade-mMt. Wasserwärine der Lahn arii 27. Mai 18° R. Letzte NaHrschteu. Kronrat in Athen. mmi Nahnmgsmitdelsälschung m verantworten. Die Angeklagte hatte, von zwei Kühen die Mich! Wi mit dortige Händlerin geliefert, die sie mit anderer bezogenen Mi1ch> vermengte. Das >nutzte die Schwahn Und sttzde ihrer Milch! soviel Massier Ku, daß es kerne Milch, sondern nur noch eine weiße Wasserbrühe war. Tie Händlerin die Milch in Worms und Mamtl-eim. Die Wormser Polizei untersuchte die Milch und fand sie stets bei einer Kanne, daß es hier nicht in Ordnung ivar. Tie Polizei setzte sich mm nti± der Händlerin insgeheim in Berbfirdnng und vermengte diese die Milch an drei Tagen nich,t mehr. Es stellte sich nun hera-ns, dcch tn-e 'Milch" der Schtvatzn das pure Wasser lvar. Sie wurde mur direkt der Strafkammer zur Murteilung überwiesen. Tire Angeklagte will garnicht tvisseu, wie das Wasser in ihre Milch gekommen sti. Brös' Peters der als Sachverständiger vernommen wurde, erklärte, üaß 'ihm ein ähnlicher Fall rvve der zur Aburteilung sichende, seit langen Jahren nicht nvchr vsrgekomnten stt, ±eben, große Schwiertgklnten entgegenstm-den ^ndttm zeig« keine Nei-gimg, seinen Heewsetat in r wgrvnern. ,^^cr fehle es ihm an Offizieren. Dieser R Mangel unerd? da di er ch^gciteige rt,^ daß englische Offiziere dm indischen Ann-ee. c ie m } 1 dx*n ^ralcft imto und imstande sfird, indische Truppen mlszubilden, dte ^wlaubitu? er- lstellen, in der englischen Armee zu diene'... Es 1 ! )tjx inet schwerer- einen guten indis-chen Oifizier avszubüaen. ad? !' l-eic sur dw 9Imtße. Dazu kommen endlich Nunatnche Grunde. Die ^ ’ Endlich Nimatische Grimde. Die Indier komven es in Mesopotamien oder m Aegypten, viel lercktzer aushatten, als in Frankreich. Schliß.ich aber lupe man sich fragen, ob Werbeversuche in Indien auch den gewutschten Erfolg haben würden. General Gallirni schwer rrranft. Kopenhagen. 27. Mai. 9tach einer Pariser Meldung er.-, litt der frühere fianzöfiscbc Krieg sm im gm Gallient, der er- kvankt war, imchdent er sich kürzlich eurer zweiten Operatton unterzogen hatte, einen schweren Riickfall. w' liegt jetzt tm sterben. Seine. Familie wurde an das Sterbelager gerufen. Statt besonderer Anzeige. Heute früh x / 2 5 Uhr entschlief sanft nach langem, schweren Leiden mein lieber Mann, unser treuer Bater, Großvater und Bruder Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Nachricht, dass gestern abend mein geliebter Mann, Vater, Bruder, Schwager und Onkel August Schmeckenbecher Landgerichtsdirektor im 60. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Schmeckenbecher geb. Stammler. Oberpostschaflner Philipp Zink nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Marg. Zink und Tochter. Giessen (Ebelstrasse 36), den 26. Mai 1916. Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittag 3 1 /, Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. [ mg Gießen (Gartenstraße 30), am 27. Mai 1916. Die Beerdigung findet statt Dienstag, den 30. Mai, nachmittags 3 x / 2 Uhr, auf dem neuen Friedhof. 4079 D Heute nacht entschlief sanft nach kurzem Kranksein unser lieber Vater, Grossvater und Urgrossvater Wir bitten herzlich, von Beileidsbesuchen abzusehen. Peter Weichsel Schneidermeister im Alter von 78 Jahren, was wir Verwandten, Freunden, und Bekannten tietbetrübt mitteilen. Todes-Anzeige. Gestern morgen verschied nach längerem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Bruder, Grossvater, Schwager und Onkel I. N. cl. trauernden Hinterbliebenen: Lina Weichsel. Giessen, 27. Mai 1916. im Alter von 61 Jahren. Wilhelm Zipp Wilhelm Zipp, z. ZI. im Felde Karl Zipp Jda Zipp und 1 Enkelchen. Giessen (Schützenstrasse 3), den 26. Mai 1916. 4029 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 28. Mai, 47 2 Uhr nachmittags, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Die Beerdigung findet Montag, nachm. 5 Uhr, vom neuen Friedhof aus statt. , Danksagung. Für die uns von allen Seiten dargebrachten Beweise wohltuender Teilnahme bei dem Heimgänge unserer lieben unvergeßlichen Mutter Zni Kathürim Bvzt M. Am 12.4.16 starb in Wiesbaden der General- Major z. D. Danksagung. sagen wir unsren tiefgefühltesten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen i. d. N.: Franz Bogt. Gießen, den 26. Mai 1916. [ 4022 Kurt von Dewitz Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unsere- lieben Kindes Oer Verstorbene war von 1899 bis 1903 Kommandeur des Regiments. Er war ein vor- bildlicherSoldatund Kamerad, dem die Achtung und Liebe aller in hohem Maße gehörte. Sein Interesse nnd seine treue Fürsorge für das Offizier - Korps bestand unverändert bis zu seinem Tode, ja insofern über den Tod hinaus, als der Verstorbene dem Offizier-Korps eine größere Stiftung in seinem Testament gemacht hat In Dankbarkeit wird dem ritterlichen Kommandeur ein treues Gedenken des Offizier- Korps für alle Zeit gesichert sein. 4035 D Elisabeths Wagner sagen wir allen Beteiligten, besonders Herrn Dekan Guß mann für die trostreichen Worte am Grabe, der hiesigen Schwester für ihre liebevolle Pflege, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumcn- jpenden unseren innigsten Dank. Zie tieftacrniien ßinterblieberM. Lollar, den 25. Mai 1916. Im Namen der Offiziere des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm (2. Grossh. Hess.) Nr. 116. Ilasge, Oberstleutnant und Regiments-Kommandeur, vanljagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem plötzlichen und unerwarteten Hinscheiden unseres lieben Sohnes und Bruders sagen wir innigsten Dank. 403t 1 Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Hrau Anna Uleinhenn ww. geb. Vogt. | Bäder • Sommerfrischen i. | Erholungsheime +*++ p jstayranlGäiiile^Ä- 6 iiuiorm/oiumumuuuuüü, Gut. bürg. Haus, Zi mm. m. Pension. Mittags- lisch. Reichhaltige Abendkarte. Neben der Sprudelapotheke. l.^D Luftkurort Miltenberg a. Main. Mod. Wohnungen, Villen, Bauplätze, Wasserleitung, Kana ltsation, elektr. Licht, Sommer- und Winter-Schwimmbad, Schlittschuhbahn, Sport- und Tennisplätze, Progymnauum, Handelsschnle mit cinjäbr. Berechtigung, Töchter-Jnstilut, Forst- u. Kolonialschule. Näheres Hausbesitzer-Verein. 3719 D 10 Telephon Nr. 40 Biedenkopf Telephon Nr. 40 Herrlicher Wald-Aufenthaltsort für Erholungsbedürftige Bekanntmachung. Alle für das am 31. März 1916 zu Ende gegangene Rechnungsjahr noch rückständigen Rechnungen für d?e Fürstlich Solms-Braunfels schc Verwaltung sind bis spätestens 6. Juni dieses Jahres bei der Fürstlichen Rent- kammer in Braunfels einLureichen. — Zukünftig wird deren Vorlage sofort uadi Fertigstellung einer Arbeit oder spätestens zum 1. Mai erwartet. Braunfels, den 26. Mai 1916. 4065 D Nürftliche Rerrtkammer. I Sanatorium Stoltenberg ! ♦ in Coden-Salmünster. Linie Frankfurt/M.—Bebra. ♦ yic ■ ' ' — ~ sta psl ^ u --- - — .» u.. V» ■ H. .U II BI. ^ J Naturheilanstalt u. Erholungsheim f. d. gebild. Mittel- X stand. Bekannt sorgsält., indlvid. Behandlung pflegung. Mätzige Preise. Beschränkte Pallen <0 Prospekt frei. ± Aerztlicher Leiter: Dr. med. K. ^rcinckmnmi. Mittel- 2 u. Ber- % .r Parientenzahü 2963 D Gießener Freilicht - Bühne (gegr. 1009) l4071e Eröffnungsvorstellung Sonntag, den 4. Juni, Anfang 6 l / 2 Nhr Wnllensteins Lager von Friedrich von Schiller. Spielleitung: C. Rotteck. kl — Vorverkauf bei C. 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