Nr. 122 Der «irtzener Anzei-er erscheint täglich, «»per Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SietzenerZL^ilienbiütter; zweimal wöchentl.Krels- blatl für den Ureis Giehen (Dienstag und Freitag).' noetmat monatl. Land- wLttfchaftttche Seitfragen Fernsprech -Anschlüsse: sürdieSchrÜtleltunc;112 Verlag,Geschäitsstelle51 Adresse iür Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Amcatzme von Anze-gen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erstes 8!att 166. Jahrgang Donnerstag, 25. Mai M6 RoLüttonsöruck nnb Verlag der Vrühi'schen Univ.-Vuch- und ZteindruLerei R. Lange. Zchristtertung, Geschästsstelle und Druckerei: 7 . monatl. 90 Ps., viertel- jäh rl. SM. 2.65, durch Avhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost M.2,45 viertel- jährl. aucschl. Bestelle;. Zeilenpreis: lokal IoPh, answ. 20 Pf. — Hauptschristleiter: Aug. Goei). Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz: für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr.R.Zenz-, für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen, (WTB.) Haupt yua rtie r. 24. Mai. (Amtlich.) Westli^er Kriegsschauplatz. SSdrsefttich vsv Givenchy griffen starte englische Kräfte rnchrmals unsere neuen Stellungen an. Nur einzelne L-ertte Drangen ein und fielen im Nahkampf. Im übrigen wurden alle Angriffe unter sehr großen Verlusten für die Engländer abgewiestn, ebenso kleinere Abteilungen bei H u l - luch und Biairevill-e. Südöstlich von Nouvron, nordwestlich von Mou- lin-sous-TouvENt und in Gegend nördlich van Prunay scheiterten schwache fiaiMsischc Angriffs-Unter- nehuumgc». LinkSDrr Maas wiesen wir durch Infanterie- und MafchinsUgewehrseuer einen feindlichen Vorstotz am Südwcsr- lmnge des „Toten Mannes" glatt ab. Thüringische Truppen nahmen das hart an der Maas liegende Dorf Cnmi«res im Sturm. Bisher sind über dreihundert Franzosen, darunter acht Offiziere, gesauten. Oestlich des Flusses wiederholte der Feind seine wütenden Angriffe in der Douaumontgegend. Cr erlitt in unserem Feuer die schwersten Verluste. Vorübergehend verlorenen Boden gewannen unsere tapferen Regimenter fast durchweg zurück und machten dabei ü b e r f ü n f h u n d e r 1 - fünfzig Gefangene. Die Kämpfe sind unter beiderseits sehr starkem Artillerieeinsatz nn Fortgange. Oestlicher Kriegsschauplatz. In der Gegend von Pulkarn (südöstlich von Riga) ^vertrieben deutsck^e Truppen die Russen aus einem zwischen den beiderseitigen Linien liegenden Graben. A ch t u n d sechzig Gefangene fielen in unsere Harrd. Von der übrigen Front ist nichts von Bedeutung zu berichten. Balkan-Kriegs? ch auplatz. Die Lage ist mtverändert. QÄ^rjte Heeresleitung. " w * Der neueste Lsenffche Tagesbericht aus dem Westen enthebt uns aller Aengstlichkeit, die man auf Grund der verzweifelten französischen Angriffe auf dem Ostufer der Maas hegen konnte. Mußten unsere Truppen tags vorher einige Schritte M-rückweichen, so zeigte sich schon einige Stunden später, daß die Franzosen die Kraft und Ausdauer nicht besaßen, das festzuhaüen, was sie gewonnen hatten, .hier wie anderwärts erneuerte sich der Prozeß des Verblutens des Feindes. Unser Heeresbericht sagt, daß die Franzosen in imfexcm Feuer die schwersten Verluste erlitten. Links der Maas wurde, östlich des „Toten Mannes", das vielgenannte Dorf Cumißres an der Maas von tapferen thürirusischen 'Truppen erstürmt. Der Fortschritt ans dem westlichen Kriegsschauplatz wird noch Wertroffen durch die neuesten Erfolge an der Grenze von Südtirvl. Dort krachen die Widarstäude zusammen wie bei cntberfcto berührnten Durchbrüchen.der verv'üudeten Mitternächte, und der tzlngriff Mischen Etschtal und Brenta dehnt sich setzt übler eine Linie von etwa 50 Kilometern aus, die also fast genau so-breit ist wie der Durchbruch von Gor- lieEarnow vor fast 13 Monaten. Nachdem, so schreibt ein Kriegsberichterstatter der „Franks. Ztg." in Ergänzung des neuesten Wiener Berichtes, gestern duÄ) die Eroberung des sechs Kilometer jenseits der Grenze in '2019 Meter höhe gelegenen italienischen Werkes am Monte Verena bereits eine Bresche in den Gürtel der Werke von Asiago geschlagen wurde, ist nun auch! das sehr starke, mit Arrschlußbatterien versehene Panzerwerk auf der 1710 Meter hohen E i m a bi C ampolongo von uns genommen worden und dadurch die Lücke in diesem Raum auf mehrere Kilometer verbreitert worden. Weiter im Süden halten die Italiener noch die höhen östlich des Val d'Assa und den befestigten Raum von Arsiero-Asiago. Die Zahl der Gefangenen erreicht bereits die Stärke eines Korps. Wir haben bereits ausgeführt, daß der Angriff sich zunächst gegen die italienische Linie Asiago— Arfiero -Schio—Recaro richtet. Dort hält der Feind nur noch die dritte und letzte Verteidigungsstelle. Die österreichisch-ungarischen Truppen stehen, wenn dies die Absicht ihrer heeressührung ist, vor dem Eintritt in die venezische Tiefebene. Die gewaltige, uumidevstchliche Offensive im Alpengebiet hat das Ansehen der Militärmacht Oesterreich- Ungarns außerordentlich gchvben. Das geht aus den ängstlichen Rufen der italienischen Presse hiervor, die lv-ir verzeichnet haben, und dem hat dieser Tage auch das Organ der deutschen Regierung, die „Nordd. Allgem Ztg." bewundernd 2Lesdruck gegeben. Die militärische Fachtritik in Deutschlmch und den neutralen Ländern schließt sich dem Lob der österreichischen Führer rückhaltlos an. So schreibt z. B. Major Morath im „B. Tgbl.: &n&j*ivma£,in der Geschichte dieses Krieges hat die öster- ^'ichrsch-uiügachche Heeresleitung es klug labwartend verstanden den Gegner gewiss er maßen reif zu wachen. Für den Ossensivgeist emes Heeres, roelches über glänzende historische Traditionen verfügt, bedeutet es hohe Selbstbeherrschung, dem langsamenOüi- sen dev Sieges nrcht ung^duMg vorzugreifen. Die Feldl-errugrös^ rmes Napoleon Bonaparte besaß in der Verteidigung nicht immer Wlche Fähigkeit des Wägens. Die Ueberlegenwit stincs Geistes über seme GüMer bewahrte seine Kampshmwlmtg hier und da vor verorenten Rüchchlägen. Und seine Kühicheit n.nd Schnelligkeit beherrschten oft die Stunde. Generaloberst Conrad v. Höhe n- do rs vereinigt in sich die Vorzüge, welche dem großen Moltke eigen waren. Er kwin seine Zeit abwarten, und er kann den Acoment blitzschnell erfassen, welcher die Morgenröte des Erfolges verheißt. Was sich jetzt an der Front des italienischen Gegners abspielt, ist nur das Ergebnis des Abwartens, das ruhige (Kewährenlassen des sich im Angriff selbst mordenden Italiens, und des sofortigen UeHergangs zum Angriff, als die Zeit gekommen war. Das einzig, was man dagegen an Cädrornas Feldhennrschaft anerkennen kann, ist seine Weigerung, das .Heer auch mir nm etwas zu schwächen. Die geistige Ue verlegen heit seines Gegners hat ihn das ganze rühmlose Kriegsjahr bedrückt Nun muß sich zeigen, ob Cadorua Führersühigkeiten besitzt, welche sich den. neuen Aufgaben, geschaffen durch den siegreichen Vorstoß, anzupasseu verstehen. Morath' berechnet die bisherigen Gesamtverluste der Italiener in der ab gelaufenen Woche auf über 80 000 Mann. Die Gefangeuenzahl sei mrgewöhnlich hoch, weil die Entscheidung infolge des gebirgigen Charakters des Kriegsschauplatzes aus zahlreichen Einzelsiegen sich zusammensetze. Der Geschützverlust (jetzt bereits 251) wiege schwer, weil es sich um wichtige und während dieses Krieges nicht ersetzbare Kaliber handelt. . * * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 24. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauttmrtt 24. Mai 1016. Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Nördlich des S u g a n a t a l e s nahmen unsere Truppen den Höhenrücken von Salubio bis Vul-gen (Borgo) in Besitz. Aus dem Grenzrücken südlich des Tales wurde der Feind vom Kempen-Berge vertrieben. Weiter südlich halten die Italiener die Höhen östlich des Val d'Assa und den befestigten Raum von Asiago und Arsie ro. Das Panzerwerk Campolongo ist in unseren Händen. Unsere Truppen gingen näher an das Val d'Assa und das Posma-Tal heran. Seit Beginn des Angriffs wurden 24 400 Italiener, darunter 524 Offiziere, gefangen genommen. 251 Geschütze, 101 Maschinengewehre und 16 Minenwerser erbeutet. Im Abschnitt der Hochfläche von Doberdo waren die Geschützkümpfc zeitweise recht lebhaft. Bei Monfalcone wurde ein feindlicher Angriff abgewiesen. Eines unserer Fliegergeschwader belegte die Station Per - la - Carnia mit Bomben. Bei der Räumung von Ortschaften unseres Gebietes Wltensdes FeftlÄes scheint auch die italienischeBevöl- k e r u>n g teilweise mitzugehen. Leute, die so ihr Vaterland verlassen, werden ihren Anschluß an den Feind sttafrechllich zu verantworten haben. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleuttiant. Der französische Bericht. Baris, 24. Mai. Bericht vom 23. Mai. 11 Uhr abends: In der Gegend von Verdun nahmen die deutschen Gegenangriffe aus der ganzen Ausdehstung unserer Front einen Charakter von äußerster Heftigkeit an, ohne daß es noch möglich ist, die beträchtlichen Effektivbestände, die dabei beteiligt waren, genau zu bestimmair. Aus dem linken Ufer werfen die Deutschen nach.eurem Bonrbardement mit grvßkatibrrgrA Granaten, das den ganzen Morgen andaiverte, ihre SturmMrsseiz gegen unsere Stellungen östlich und westlich vom Mort Honrfeie Der erste Angriff, der durch mrser Artillerie- und Maschinen gewehrfeuer niedergemäht wurde, ist mit blutigen Verlusten abgervÄsar worden, ohne daß der Feind unsere Lürien erreichen konnte. Der zweite Angriff, der gleich erbittert rvar, und gegen 7 Uhr abends ausgeführt wurde, führte dazu, daß der Feind in einem Graben Fuß faßte. Unser unverzüglicher Gegenangriff trieb den Feind völlig zurück. Aus den: r c ch t e n User war die Gegewd 'H a v - d r o nt o n t—D ouaumont dm ganzm Tag der Schauplatz em^ mörderischen Kampfes. Tie Deutschen vervielfältigten ihre Anstürme, denen fcdesmal sehr heftige Mtillerievorb-ereitungen voraus- gingeu. Trotz all dieser Anstrengungen wurden die von uns gestern eroberten Stellungen, insbesondere in dem Fort Donau- mont unversehrt behauptet. In dieser Gegend blieben mehr als 300 Gefangene in unseren Händen. Gewöhnliches Bombardement aus dem Rest der Front. Flugwesen. In der Gegend von Fournes fiel ein deutscher Llpparat, der von einem der nnsrigen Unter Maschmen- gewehrseuer genoinmen wurde, in unsere Liniert nieder. Bet Beaumont siel ein im Laufe des Luftkampsts ernstlich getroffenes Flugzeug in die feindlichen Linien nieder. In der Gegend des Linge schoß einer unserer Flieger, der von drei feindlichert Flugzeugen angegriffen wurde, einen seiner Gegner ab und friefc die beiden anderen in die Flucht. Bericht vom 24. Mai. 3 llhr nachmittags. Iär der Champagne versuchten die Deutschen gedeckt durch Gaslvckten gegen unsere Linien in der Gegend westlich von.Navarin vorzurücken.- Unser Sperrfeuer jedoch trieb den Feind in seine Schützerrgräben zurück. Auf dem link e n Ml a a s u s e r haben die Deutschen im Verlause der Nacht eine heftige Ofsensivakriou im Osten des Tote:: Mannes durchgeführt. Nach einein -Kampfe Mann gegen Mann konnte der Feind unter starken Verlusten in das Dorf Cumieres eindrin-gen ebenso wie in einen unserer Schützengräben unmittelbar westlich von dem Dorfe. Unsere Erkundungen haben ergeben, daß die in der Gegend des^ Toten M'anmeA seit dem 11. Mai verwendeten seirrd- lichen Streitkräfte mehr als! drei Divisionen betragen. Aus dem rechten Ufer der Maas folgten sich die Llrtrllerievott-ereitungen und die Angriffe in derselben Heftigkeit in der Gegend von Hau - d r o nt o n t—D ouaumont. Obwohl der Feind mit Z^clusten au Menschenleben nicht rechnet, konnte er nur an einigen Punkten im Osten des Forts Fuß. fassen. Alle Ängrifssversuche gegen unsere Stellungen int Westen des Forts und aus das Fort selber wurden durch unser Feuer vereitelt. In der Wo evre Beschießung der Abschnitte von Eix und Mäularnville. Die Nöte Italiens. Bern, 24. Mai. (WTB.) Lcrnt einer Meldmrg des „Corriere della Gercv' hät der Senator Mazziottr Sa- lcrndra und Sonnino unter .Hirrweis auf die g-ew-crktigctt Truppen- und Artillerieverschiebungen nach der Tiroler Front über die Tragweite der in Paris getrvffetren rnilitärischen Abmachungen zwischen deit Alliierten interpelliert. Der italienische Bericht. Lugano, 24. Mai. Bericht vom 23. Mai. 5 Uhr abends. Zwischen dem Gardasee und der Etsch meldet mün feindliche Tru pp enko nzentratio-nen in der Zone von Riva nutz Fliagertätikffeit düs' Gegners aus dem Monte Baldo. Von der Etsch bis zum Astico einfache Scharmützel von ErkundiguNgsäbteilungen. Zwischen dem Astico und der Brenta und im Suganatale wiesen wir am Tage des 22. die feindlichen Angriffe gegen unsere vor-wsckkobe-- nen Linien ab. Geste rnzogensrchunsere Truppe n n a ch und nach auf ihre H a u p t wider standdlinieu zurück Dre Bewegung wurde in völliger Ordnung auisgeführt und frei von • - — Höhen nordöstlich — Jf 0 /* • i:nt> ui dem Abschnitt von Monfalcone besonders heftig waren, «-eindliclie Flieger warfen einige Bomben auf eine Ortschaft der weneziangck-en Ebene. Es war eine kleine Anzahl Verletzter zu be Klagen; Schaden wurde nicht angerichtet. C a d o r n a. Die Pariser Wirtschastkonferenz Bern, 24. fOlai. (WTB.) „Corriere belta Sera" meldet au§ London: Die Pariser Wirtsch a f ts k o n fe re n z i ist endgültig auf den 5. Juni festgesetzt. Die italienische Re .grerung wünschte eine Verschiebung, da die italieni- scheu Minister Anfang nächsten Monats nicht nach Paris reiseil könnten. Deni Wunsch sei aber aus verschiedenen Gründen nicht entsprochen worden, insbesondere auch deshalb nicht, weit der australische Bundespremierminister Hughes dann Heimreise. Das englische Dienstpftichtgesetz. London, 23. Mai. (WTB.) Meldung des Neuterschen Bureaus. Das Unterhaus hat die Militärdienstbill einstimmig in dritter Lesung angenommen. London, 23. Mai. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Kitchener sagte im Oberhause zum Dienst - Pflichtgesetz: Das Gesetz ermögliche es, den Rekrutenzufluß zu regeln, so daß plötzliche Schwanttmgen, die für die militärischen und industriellen Interessen so nachteilig seien, vermieden werden würben. Generale und Stäbe würden im Stande sein, mit größerer Sicherheit die Fragen Mach den erforderlichen Einberufungen und Verstärkungen zu beantworten. Tie Leute in Reih mrd Glied würden durch den Gedanken ermutigt werden, daß alle Volksgenossen in 'der Heimat bereit seien, sie bis zum äußersten zu unterstützen. Auch Pie Alliierten würden, wie er glaube, in anbetracht, daß England Verpflichtungen übernehme, die sich so ausgesprochen von seinen natwnalen Ueberlieferungen entfernten, anerkennen, daß England bereit ist, vorbehaltlos alle Hilfsinittel gegen den gemein,amen Feind in die Wagschale, zu werfen. (Beifall) Das wienstpslichtgesetz setze England instand, die Kopf z a hl des Heeres -m atter Weise i mb in einem Mäße aufrecht zu erhalten, wie es vwher unmöglich gewesen sei, so,oie vollen Anteil an dem großen Kampf, zu, nehmen, von dem England als Nation, sowie die Zukunft ferner Raste abhänge. ^lus dem englischen NttLerhause. Rotterdam, 23. Mai. (WTB.) Der „Nieuwe Nottcr- damsche Courant^ meldet aus London: Gestern bildeten . ^ < - - > ^ - - -- .-Fischer- tayrzeuge verloren gegangen und 509 Menschen dabei um- -gekvmmen. Infolge der Kriegsgefahren ist die gefangene ^ischmenge im Verhältnis von 15 zu 6 znrückaegongen Die Preise seien so gestiegen, daß die Fischerei'trotzdem acht .Millionen Pfund gegen 9 250000 Pfund -n Normaljcchrcn ab geworfen h abe. „ London 20 Mni. (WTB0 Fin Unterhnuse saqlc Lord i l, die Regierungen Englands, Frankreichs und Italiens wurden darulier beraten, ob die Ausfuhr von Wein i bm Ländern, die an Deutschland grenzen, wetteren Beschränkungen unterworfen rvevden soll. Eis eilte eine Mitteilung über die H^chrung der Rebellen in Irland werde dem Hanse demnächst vorgele^. Srr E. Gvuld fragte, ob es Asguith bekannt s rn den Ber-- * ■ yim^emex gesunden Grmidlage des Gebens und Nehmens in wech,«! stetiger Ergänzung und in achtungsvoller Gleichberechtigung sind unsere Völker berufen, aus dem Gebiet von Wirtschaft, Kultur und Recht neue Werte zu schassen. Taniit dies Ziel erreicht wird, mögen wir uns immer besser kennen und verstehen lernen. Darum war es -ein glücklicher Gedanke, daß schon jetzt im Kriege Mitglieder der deutschen Volksvertretung nach Konstantinopel und Sie, meine Herren, nach Deutschland kamen. Ich hoffe, Ihr Be- ,ua) wird Ihnen Gelegenheit geben, sich gründlich in Deutschland unizuseyen und Ihre Kenntnis von deutschem Wesen und Leben nach allen Richtungen zu bereichern. Meme Herren! Mit klarem Blick hat Seine Majestät der Sultan, von den treuesten Patria- ten des Landes klug beraten, in "geschichtlicher Stunde erkannt, wo der Platz des türkischen Reiches in dieseni Völkerringen war. Mögen v)hrem erlaucksten Herrscher zum Segen des vsmanischen Reiches noch^ lauge Jahre ruhmreicher Regierung beschieden sein. L>eine Maie,tat der Sultan hoch!" Wilsons Bermittlurrgsgedanke. Berlin, 25. Mai. Wie der „Kceuzzeitnng" gemeldet wird, würde der bekannte Vertranensmauu Wilsons, Oberst House, abermals nach Europa reisen, um bei den kriegführenden Staaten vertrauliche Anfragen zu stellen, wie sie sich zur Erörterung von Friedensbeoinanngen verhalten möchten. Der Seekrieg. London, 24. Mai. (WTB.) Das Reutersche Bureau meldet aus Paris: Der französische Drei maste: „Myosotrce" aus Fe camp ist von einem österreichisch ungarischen Unterseeboot versenkt worden. Die Mann- chaft wurde gelandet. Berlin, 24. Mai. (Priv.-Tel.) Die „Voss. Ztg." meldet aus Kristiania: „ Sj öf fahr tsttd ende" meldet in einem Telegramm aus Aloudia: Der norwegische Dampfer "Tj oeme" (1453 Bruttotonnen), iw Jahre 1892 erbaut, der Mir 509 000 Kronen in Norwegen versichert war, ist ans der Rerse von Harrydock nach Genua mit Kohlen (also Bann wäre) von eineni U-Boot versenkt worden. Die Mann schaft wurde gerettet. L o n d o n, 23. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Der britische Dampfer „Rhen aß" ist ver lenkt worden. 2. Es empfiehlt sich, bloß junge, zarre Blätter zu pflücken, weil nur sie eineu seinen Tee liefern. Mißfarbige um> alte Blätter taugen nicht mir zu nichts, sondern verschlechtern sogar die Ernte. Es müß jedes Blatt einzeln ohne Stängel gepflückt werden. 3. Man sammle die Blätter ausschließlich bei trockner Mt- terung. 4. Ganz besonderes Gewicht ist darauf zu legen, daß keinerlei fremde Blätter usw., vor allem keine Blätter giftiger Pflon-i zeu, wie Tollkirsche und Seidelbast, in die gesammelten'. Blätter geraten. Die mit der Einsammlung betrauten Kin-- der sind daher von den Aufsichtspersonen rechtzeitig, am besten an der Hand von frischen Pflanzen, genauestens über das Aussehen der einzusammelnd-en und der nicht ein- zu lamme luden Blätter zu belehren. 5. Tie gesammelten Blätter müssen möglichst bald und mit größter Sorgfalt getrocknet werden, am'besten in der Sonne. ^z,t nian genötigt, im Schatten zu trocknen, so bewerkstellige! man dies in lustigen, staubfreien Räumen, z. B. auf dem Dachboden und womöglich auf mit Stoff überzogenen Hür- den. Je stärker der Luftzug, um so schneller die Trocknung und um,o schöner die erzielte Ware. Die in dünner Schicht ausgebreiteten Blätter sollen oft gewendet und so lange getrocknet werden, bis sie brüchig geworden sind. Bei ungünstiger Witterung kann mau mit einiger Vorsicht das Trocknen in schwachgeheiztem Backofen oder in einer Obstdarre vornehmen. 6. Das Einpacken der getrockneten Blätter geschieht am zweck- zweckmäßigsten in der Frühe oder an feuchten Tagen, weil ,ie zu dieser Tageszeit etwas geschmeidig sind und nichlt so leich: brechen. Feucht dürfen sie aber keinesfalls sein, beim dann schimmeln sie leicht und werden dadurch unbrauchbar. 1' m-S Blätter sind in Säcken oder Kisten zu verpacken. 8. Nicht sorgfälttg getrocknete oder gar ftische (uugetrocknete) Blätter zu versenden, ist zwecklos. 9. Soweit die gewonnenen und getrockneten Blätter nicht an Ort und Stelle benötigt werden, sind sie in 5-Kilo-Paketen mit der Post, bei Mengen von 25 Kilo an mit der .Bahn unfrankiert nach vorheriger Anfrage an die Adresse , öeirtrid} Kaufmann, Ludwigshafen Zur werteren Verarbeitung zu senden. Es werden von der genannten Fabrik 50 Psg. für das Kilo nach Gutbeftmd in ber Fabrik gezahlt. , 10. Me leeren Kisten und Sacke können nicht vergütet und nicht zurückgestellt werden. * Gemeinden und Kettenhandel. v Zlht mehren sich in den Anzeigeteilen der Zeftungert Der d ä n i s ck e D a in v f p ® n r i iff cm - ! ? ie (Verkaufsangebote für Gemüftkonserven und Dörrgemüse- häufig - o a n 1 1 -cye Bampfer „Kar re rst auf eine Mine hudelt es sich um viele Waggonladungen. Diese Erscheinung ist gestoßen und acht Meilen vom Leuchtschiff Almagrundet g e - nt en. Die Besatzung wurde gerettet. Aur dem Reiche. Tie Regeluna der Lebensmittel Volksernährung (sogenannte Lebensmittel-Diktatur) Llüic. heit dafür gegeben worden, daß die Rechte und berech nicht befremdlich. Das alte Verbrauchzjahr geht zu Ende und die Befürchtung, die Ware werde bei der Uebersommerung leiden oder die Preise wurden unter dem Druck der neuen Ernte sinken, ist Ver- anlaftung genug, alte Bestände abzustoßeu. In Hinsicht auf die Gefahr des Verderbens und die Tatsache, daß je länger diese Waren im Verkehr schweben, sie desto mehr Spekulationsobjekt werden., ff m , höchstem Grade wünsä-eustvert, sie recht schnell in den . . , l'Elch zu bringen. Die Gemeindeverwaltungen würden gut tun, die Wen Angeboten ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. Der Komntunal- I der verband ist heute m großem Umfange mit der Versorgungsvegeluno cher- betraut: seine Nachftage1,t dNassennachfrage und entspricht iirsofern. - > den hauflgcn Maf'.euangeboten der Verkäufer. Mit der Ueberuahmc der Kon)erden auf die Gemeinden ist die Möglichkeit gegeben, Preis- ! tigten Interessen der B u n d e s st a a t e n von seiten der neu , . . -- achtung^fiichen ^vctden^^^ - ic '^ i,en »ukommende Be-1 SÄSÄÄ'oT |, 14 der Bekanntmachung, über g u n daß insbesondere in Verlor- & ^^^'vvguugsregelung vom 25. September bietet die Handhabe ■ — ,0n - - tn 45 e r ’ 0 r ' I ba-u-- ferner daß) die Wttre dahin gelangt, wohin sie gehortzin Mt C filn ( J tCn ' j den Verbrauch, unb zwar schnell und unmittelbar. Das' hier Ge- nzvb-n zwingenden Grund cingegriffeti sagte gilt nicht nur für Gemüse, sondern auch für di'e großen i—? '°"^S«r.G-«Eönde »glichen L-bensbLa-sS L „. l Bereinigten Staaten eine wachsende Mißstimmung ^ 25 r Verordnung ist nach dc . ^ . .. _ über die Hmrichtungeii bestehe. Asguith erwiderte, daß er eben aus I l ^ cr Bestimmungen vorgesehen, daß in dringen- Die Gemeinden kömien für ihre Bezirke anordnen, , daß wer diesem Gamd dre Vorlegung des Berichts beschleunigeu ließe, Fallen unmittelbare Anweisungen der Reichsstelle an Gegenstände des notwendigen Lebensbedarfs in Gewahrsam'hat „ .EP ?e r.Beratung des Etats des Lnnvwirtschastiamies führte ^ Landrsbehorden ergehen können. Hiervon abgesehen wird . vorhandenen Mengen getrennt nach Arten und Eigentümern Etterstaats^emc Aeland aus: Wenn günstiges Wetter an- der Verkehr der Reichsstelle mit den Bundesstaaten und * , mttl PS ^ letzteren binnen einer zu bestimmenden Frist so »mrcke dre E^eugung der hauptsächlichsten Lebens-^ rhren. Behörden durch Vermittelung der Landeszentralbebör- at 1 —^ !^"el nicht vollständig versagen. Das sei aber nur dadurch den vollziehen. ^ll.ioeszenrraweyor- ,.mogircy, oaß dre Farmer härtere und längere Arbeit leisten N p r f \ n 9/1 /w \ r , r v ^ ^wurden als je zuvor. T«ic Landwirtschaft liabe vor aem Kriege Mai. «WTB.) Der Hauptausschuß rwch eine Million Menschen beschäftigt die Farmer einge- i chvt a g e s. begann heute die Beratung der Er- i-Wosse^, <^lt dom .«VK h-v- sie 250000 — 300000^rte »«- Itll ftagen. Untrrstaatssekretär Frhr. v. Stein y-f 1 W* ^lur einige zehn jausend Frauen erhalten, von denen m P Tcitterlungen über das neue Kriegs-Ernäh P fT\rfr\'<> r>or%> r . . - c - r u n a ^ a ^ ♦- oi — j r * ^ i c • r ^ •• - viele ohne /ede Effahrung seien, sowie du paar tausend Soldaten, Nindea und Fenenarbeiter. Dem Ministerium sei mitgeteilt wor- f TTt ^ n Feldsrüchte, die mehr Arbeit machen, zu Gunsten weniger Arbeit erfordern, so das; die Produktion Der Lebensmittel zurnckgehen werde. Wemi die Landwirt- llfFJ* ^ die Armee abgebm müßte, könnte man ^durch die Zufuhr vom Auslande >cntgeyen. aber die Schiffe wurden dauernd für deii Trans- Munition gebraucht. Die Preise der Lebens- ?El seienhoch genug Lambert sagte, die Farmen seien gefahrlichein Maste v»>ri Arbeitern entblößt. Wenn der Krieg noch lange dauere, werde die Ausgabe von Lebensmittel- betonte, daß man anqe- -° * bei bet^ber hohe^ f bat : ^ ^ w t. Der Präsident dieser Behörde erhalte volles -oersugungsrecht über alle in Deutschland vorhandenen ^ebensmtttet, Rohstoffe und Futtermittel. Ihn: seien sieben ^ueunberatendeMitgtieder beigcgeben, er entscheide aber selbständig. In oen grundsätzlichen Fragen solle der Beirat etwa monatlicy einmal gehört werden. Als erste Aufgabe des neuen Amtes komme eine Prüfung bezw. Auf- ^b sperrmaß rege ln gegen die Lebens- einzelnen Bezirken in Betracht. Bericht- Ät^r G^f Westarp führte aus, aus den vorliegenden Bestandsaiifnahmen gehe hervor, daß wir für die nächsten ^^Ä^^^uhrungsmitteln versorgt seien, wenn sparsam gewirtschastet werde. Unter,taatssekretär Dr. Michaelis teilte mit, erne Nachprüfung der Brotgetreidebestände vifa ^^ootgefah-r. Zwar sei die Hungersnot ?ber man muffe sehr sparsam mit den Vorräten iSK srvste Schwierigkeit liege auch in dem Mangel an ^ C a bemerkte, daß die Anbaufläche für Weizen int letzten ^zahre um 20 Prozent vermehrt worden sei. Englauv und J«pan. »».Wien 24 Mai (WTB NickMmtkich.) Dem „Neuen Wiener Journal" zufolge wurde her Rücktritt Sir Nicolsons ^rdnrch veranlaßt, duff sich der englisch-japanische 2h£Z2JZ& ff der chinesischen Frage verschärfte, wagend die Annäherung Japans an Rußland K^s^lte machte. Die,e Entwickkiing sei eine persönliche Dchlappe für den fanatiscyen Russenfreund Nicolfo-ir * * * Der Reichskanzler an die türkischen Abgeordneten 24' Mai. (WTB.) Bei dem Empfange der turknchen Abgeordneten hielt der Reichskanzler folgende An- Sprache: i^unsere Kreuzer im Mittelmeer beim stAusbruch oes Krieges nach einem erfolgreichen Vorstoß gegen frcnt= W Weg mitten durch die Ä .nrustten, bangte bei uns manches Herz um ihr Schicksal. Wir wuß- !'^+ Xe Uvbevmadyt auf sie lauerte, wie aus eine Schere Beute nwel ging durch unser Volk, als die Botschaft kam ^aß unsere schiffe nach einem geümgeuen Durchbruch r.l dln Ge- von 5bonstauttnopel bei Freunoeu geborgen waren Mo- harten Kampfes folgten ivo Deutschland und Oesterreich-Un- ^^'uraulttchseldst gejtelttvem, Ansturm der Feinde ätzten, ^a trat der Freund als Wrudesgenoste an unsere Seite, der erste **? ^uns bst Sieger erkannte und entschlossen ferne Sache mit fbev unfrigcn Verbano uno abermals ging eine Woge der Freude ^ ggr uße yb lt l /Thnen, meine Herren Seien Sie Ler^ich willkommen auf deutschem Boden, lvillkommen im Hause fff Jtafrfmtaf. Wi^er flattern im deutschen Winde ttirftsche JKSL” 1 «EE/? 1 ^ 7 U, ^ageu, da an osmanischer Tapiericit bas Unöe.reglmrlett zerschellte. Ter Ruhm von Ga l- fipol^, ver Ruhm von Kut-el-Amara begleitet sie Aber .«QW t&emi, tu BedeMmg unseres Bundes erschöpft sich nicht m über hinaus noch 102 000 Tonnen gesichert seien Deshalb wuckren 100 000 Tonnen besonders bedürftigen Bevölkerung^ zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Einem * Nattonalltberalen und des Zentrnnls entspre ^llte der Unterstaatssekretär in Aussicht, daß Wald und Walzwerkarbeitern die erhöhte Brotration belassen be^w. gegeben werde. Auch inerde es möa- a B * ik E'""--» -- * or .Berlin, 25. Mai. Unter dem Namen „Ostdeutsche Ansiedlerhilfe wurde in Königsberg, wie verschied^ie BaS&Ss ifty” mill<;lii 5ltis Stadt tt,rd Land. Gie ß en , 25. Mai 1916 Blätter der Brombeere, Erdbeere, Himbeere, schwarzen Johannisbeere, Heidelbeere und Preiselbeere als Tee-Ersah. Ein wichtiges Geuußmittel, dessen Einfuhr die Feinde nnttr- bundlen haben, rst der Tee. Glücklicherweise verfügen wir über einen chr oraoLborm Ersatz noi, p-zu Mimischen Ursprungs. nämsZ den Tee aus jungen Blattern der Rrombeere. ^ t .. r r :n . bec Brombeere, Erdbeere, Himbeere, schwarzen Johannisbeere, Heidelbeere und Preiselbeere . Mg Emsammeln der genannten Blätter wird zweckmästia die Gemeinden und SäMen besorgt. Wo die bettstfende^ p^lttaucher häufig Vorkommen, möge die Schuljugend nach vorher emgeholter Zustimmung des bettcffenden Grundbesitzers an Aulfreien Tagen das^Pflückeu unter Aufsicht uub fi IttjrpLrfon besorgen, r-a die jungen Blatter einen besseren Tee liefern, als die Sommer- und Herbstblätter, so empfiehlt sich be- rClt * L^ruhfahre mit dem Einsammelu zu beginnen. lnr b:i b?r " weiteren Behanolung der gesammelten Blat.er hat nun folgende Regeln zu beachten: •L. Xae ^.aller jcocr Boecenart jmd für sich getrennt zu sammeln, m trocknen und zu verpacken. " . , . :y-> “‘»uu! tuia -u uriuitrarcnocn tyntt • daß .Handel- und Gewerbetreibende verpftickstet sind ihre Vorräte aus Verlangen käuflich zu überlasten". Widrigenfalls kann Enteignung Platz greifen. Daß von diesen Bestimmungen. LÄ Bekanntmachung vom 25. September) seitens unseren Kommunen viel Gebrauch gemacht worden ist, ist uns nicht bekannt., andernfalls wäre Kelten- und Schieberhandel nicht so üppig in die olutc gefchoffen. Die Stadt Köln hat neuerdings einen Schritt getan der die inobile Freizügigkeit der Ware von Hand zu Hand hcmint: die Kölner Preisprufungsstelle bestimmt: „Wer Gegenstände des nollvendigen Lebensbedarss. insbesondere Lebensmittel, Heiz- und Leuchtstoffe, Seife und Kleitmngsstticke durch Preislisten anzubieten beabsichtigt, muß spätestens am Tag vor Beginn der Versendung oder sonstigen Verteilung der Listen ein Stück jeder ^iste einreichen Zuwiderhandlimgen gegen diese Verordnung wer- 1 ^^/cmMNs bis zu sechs Väonaten oder mit Geldstrafe bis zu » beltraft. (Dre Strafmaße sind übernommen aus den Sttafbestimmungen des § 17 der betr. Bekannttuachung.) Die er Vorbildung die Fungmcmnschasten bei der Musterung Wünsche aus Ein- stellnng in einem Truppenteil der -Waffe äußern dürfen »ur die sie ausgehoben sind. Es dejtimmt dabei aber ausdrücklich, daß Austveise in ddestnn .Sinne nur an Jnua« mannen erteilt werden dü/rsen, dre unmrrtdonla' > mehr eeUjftcmbinfttt mb Autonomie ui VoUtt- scker Md wirtschaftlicher Umsicht Finnland in Zukunft orl>ulten kann, um so besser für- Schweden und Deutschland." Ohne Zweyel ist Finnland mit ferner gcrrramifcheji Mbur und seiner außerordentlich, dentschsreimdlichen Gesmnung, seinen uralten und groben Handelsbcrichungcn zum Deutsck>en Reiche und dem maßlosen Nussenbrsse in der ungeheuren Entwicklung, rn der Nur leben von lvoder BeRurtmig für Deutschland: leider wein nwn ober von tfiiuy Itmb in, Reiche 'im allgemeinen noch Mel ioenrger wie von den baltischen Provinzen. Prof. Jvh. Oehq ui st, der heitte abeick) ,n der Universität über Fmnland spvocksien wird, erwirbt sich sicher durch die Verbreitung umfassender Kenntnisse über sein Heimatland ein Verdienst ,iM unsere Zukunft. ** Gold ankauf stelle in Großen. Um eine lvei- tere Verstärkung des Goldsck>ahes^der Reichsbank herbeizu- fM'ren, wodurch unser Auslandskredit erhöht Und unsere ^eberrsrnitteleinfuhr verbilligt wird, hat die Reichsbank beschlossen, alles Gold, das ihr freiwillig zur Verfügung gestellt wird, zum vollen Goldwert gegen sofortige Barzahlung anzukonfen. Der zur Umsetzung dieses Beschlnsses rn die Tat zusammen getretene Ehre ni festzusetzen. Es werden jetzt bis zu 25 Pfennig für das SMck bezaM nnd da wundert man sich, wenn in den Städten von den Händlern noch höhere Preise verlangt werden. An diesen Preisen sind aber, wie man vielleicht vermuten könnte, keineswegs die Landwirte oder sonstige Eierprvduzenten allein schuld, sonderii dre aus dm benachbarten preußischen Gebieteii kommenden Händler uberbieten sich gerade in den Preisen beim Eieraufkauf. Selbstverständlich wird imm auch der Produzent durch die hol>m Angebote vom Geldwucher angestcckt rnd iyält ferne Eier so lange zuruck bis ihm ern gebotener Preis hoch genug erscheint. , Im Kreise Alsfeld ist der Höchstpreis für ein Q>H auf 13* 2 Pfmnig festgesetzt. Kreis Schotten. ö Laubach, 25. Mai. Dem Landwehrmann im Jns.-Rgt. 87 Friedrich Joche m wurde das Eiserne Kreuz verliehen. — der Arbeit weg wurde der K n e ch t eines hiesigen Meßgermeisters — ein schon älterer Mann — heute verhaftet. Er steht ini -verdacht, S i t t l i ch k e i t s v e r g e h e n an einem Schulkind verum zu haben. — Dem hiesigen Metzgermeister S., der gegen das Schlachtverbot gehandelt und Fleisch nach auswärts verkauft hau , wurde von der Behörde der Laden aus längere Zeit geschlossen Kreis Friedberg. A Friedberg, 24. Mai. Zum Unteroffizier befördert wurde der Milsketier Hahn. Außerdem wurde ihm der bayerische -Ver dienstorden mit Schwertern verliehen. Bei dieser Gelegenyel schrieb der Regimentskommandeur an die hiesige Burgermeislerei, die Stadt köniie stolz sein, einen so tüchtigen Mitbiirger zil haben. ^ F riedbvrg, 24. Mai. Der Zusammmschlüß der Alice- F r a u e n verei ne ist laut Friedberger Neue ^ageszeitung auch für den Kreis Friedberg geplant. Gedacht ist dieser Zusammenschluß, zu deni auch die auf ausgesprockfen religiöser Grundlag bestehenden Frauen- und Jnngfraumvereme dringend erngeladen ind, als Verbmid, bei dem unter voller Walirnng der Selbständigkeit jedes einzelnen Vereins die Rotekrmzt 2 trgkeit m weiterem Umfang zielbewußt - - lung: Die Versammliing beschließt, daß städtische Gelder bis zmn Betrage von 100 000 Mk. auf lausende Rechmnig beim Svar- nnd Dorschußverein anziilegeii feien- — Der V e r k e h r s - K 0 in - Mission wird ein ziveiter Zuschiiß von 15OO Mk. beivilugt. Für AiisertigiNig von Hondrissen der P a r z e l l e ii v e r m e s s ii >i g werden 650 Mk.' bereitgestellt. — Die V e r k a n f s h a u s ch e n am Aliceplatz werden tutt 450, bezm. 250 Mk. vermietet. In Friedens» reiten brachten die Hänschen über 2000 Mk. ein. A Butzbach, 23. Mai. Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet und zu Gefreiten befördert wurden die Turner des Dumvereins Butzbach-: Herd körn bei der Fest.-Atasch.-Komp. des Negts. iö. iiiid Karl Jung beim Regt. U6. 0-0 Vilbel, 24. Mai. Zwei Waggons A e v f e l m e i n , von der Heeresverwaltung bei hiesigen Aepfeliveinproduzenten gekauft, gingen am Samstag voll hier. ab. — Wie in Friedberg und tn Bad-Nauheim, ist auch hier von dem Goldankauts- Ausschuß für den Kreis Friedberg eine A n k a u s s h i l f s sl e l l e errichtet worden. Starkenburg und Rheinhessen. e Darmstadt, 25. Mai. Das Präsidium der Krieger- kameradschast „Hassm" (Präsident Gmeralmajvr 3 la smte von Hehl) hat beschlossen, zum ehrenden Gedächtnis der vor oOJahren bei Laufüch-Frvhnlwfen Gefallenen eine emste, würdige Gedächtnis — Die Neuregelung der B u t t e r v e r s 0 r g n n g für dm hiesigen Kreis, die dahin geht, daß der freihändige Verkauf ^^n Butter- kartm aushört, und daß sämtliche Butter an ‘Sanmvcl[teilen ab- gegeben werden muß, tritt mit dem 29. Mai m Geltung Der Vaterländische Frauenverein hat einen Ausruf zur Sammlung von leeren Mmcralrvasserflaschen erlassen, die gefüllt und unseren Kämpfern zngcsi'ihrt werden sotten. s, Ans Dein Sl reife Marburg, 2o. Mar. Aus alle.i Teilen des Kreises kommen Klagen über das Ueberhandnehmen des Ungeziefers auf den Obstbäumen. Viele Aepfel-, Zwetschen-, Kirschen- und sonstige Bäume, welche kürzlich noch m voller Blüte standen, zeigen jetzt die Spuren der Verwüstungen, welche diese Schädlinge anrichten. Die Heidelbeeren versprechen m diesem Jahre allem Anschein nach einen vorzüglichen Ertrag zu bringen. ^ 25. Mai. Aus dem Gebiete der Volksspeisung werden augenblicklich von der Gesellschaft für Wohl fahrtseinrichtungen und 'der Kriegsfürsorge gewaltige Leistungen vollbracht. Jü 13 großen Speisehallen, die m den verschiedensten Stadtteilen liegeii, verabfolgen die Küchei.i täglich rund 14 000 Vor- tionen Essen Die.OKsellschaft für Wohlfahrtseinrichtungen fordert für eine Portion Suppe und Gemüse 25 Psg. und verkauft die Portion Fleisch, falls solches! erhältlich ist, zum Selbstkostenpreis. In dm Küchen der Kriegsfürsorge kostet eine Wochenkarte für 6 Tage für die Schützlinge der Kriegsfürsorge 1.20 Mk und für andere Personen 2 Mk. und für ein einzelnes Essen an fleischlosen Tagm 35 Psg., an Fleischtagen 45 Psg. Die in feder Beziehung vorbildlichen Einrichtungen, die teilweise bei Kriegsausbruch schon fertige Organisationen waren, werden fast täglich von .lbgeord- neteii anderer Städte zu Studienzwecken besucht. Zn den schon liestehendm Speisehatten kommen in nächster Zeit npty tmjmtixnc neue hinzu. Außerdem richtete die Gesellschaft für Wohl fahr ts- emrichvmgen noch besondere Hatten für Postbeamte, für Eisenbahner und für verschiedene Fabrikbetriebe, em. Gerichtssaal. e. Bayreut h, 25. Mai. In dem Mordprozeß D i A\ u\, über den mir dieser Tage berichtet haben, ist das Urteil verkündet worden. Dilliq erhielt wegen Totschlags die Höchststrafe von 15 Jahren Zuchthaus. Besondere Mornente ergabeii sich wahreiio der Verhandlung nicht. Der Angeklagte leugnete trotz der ilber- zeugendste.i Beweise imd Zeugenaussagen, seine Schwester ec- inordet zu habeii. _ Kreis Alsfeld. vv O b e r'° O h m e n, 25. Mai. Die B r e n n h 0 l z - V e r st e i g e r u n g aus ben Freiyerrtlch Riedesel'schen Waldungen der 'Försterei Ober-Ohmen fand jüngst in der Gastwirtschast von Heiiw. Horst zu Ruppertenrod statt. Die Verslelgerung war stark besucht fmid die Preise standen aus ungemöhiillcher Hohe. (£* wiirden be° bezahlt für 4 Dimtr. Buchenschelt 42-4o Mk., für pciiaet 42-44 Mk., für 6 Rintr. Bncheiirelstg 14—16 Mk. Spater ging der Steigerinigspreis merklich herunter. * 10 ” giu« dem Vogelsberg. 25. Mar. Eme bekannte Ranernreael faqt bezüglich des Sommers: Treibt die Eiche vorder Esche - halt der Sommer große Wäsche; treibt die Esche vor der Eiche — hält der Sommer große Bleiche. Ini gegeiilvartigen Mai sind Eiche und Esche gleichzeitig i'is. Laub geschossen. Dein- nach hätten ,vir für biefeu Sonuuer ferne extrenie Wuterung zri erwarten, sondern eine solche, wie sie zu emem gnteii Jin)cgang gehört. Die Aussichten hierzu sind in allen Stilcken vorhanden. feicr am Denkmal in Frohnhofen ab^chalten und hat mit der Vorbereitung uitd Ausfühvlcng die Vereinigterl .Kriegervereine von Tarmstadt beauftragt. Die Feier wird an dem auf den GefeMstag folgenden Sonntag, also am 16. Juli, stattftnden Noch einmal habeir unsere alten, rvackeren 66er Veteranen Gelegenheit, pch an der erinnerungsreicheu Stätte zusammenznsinden und ihre EriuneriMgeri an jenen blutigen Gefechtstag und die damit zusammenhängenden Ereignisse mrffeben zu lasten. Wie erinnerlich, stand bei Larffach-Frohnhofen die Großh. Heffische Division in blutigem Gefechte gegen die preußyche Mainarmee. Am folgeiwen Tage erstürmten dmin die Preußen die Fasanerie und Aschaffen- burg das von den Ocfterreichern verteidigt wurde. Zil Ehren der Topftren, die hier in getreuer Pflichterfüllung gefallen smd, wird die 50jährige Feier stattsinden und die Behörden von Aschafsew bürg und die dortigen .Krieqervereme haben sich zu diesem Zweck mft' der Kriegerkameradschaft „Hassia" in Verbindung gesetzt. ch Schloß Johannisberg im Rheingau, 23. Mai. In Anweserrheit der Fürstm von Metteniich in eigener Person wurde beute die Wein Versteigerung der Fürstlich von Metternichs chen Domäne auf Schloß Johannisberg im Rheingcni abgehalten. Es gelangten 31 Halbstück 1912er. 191lser, 1914er und 1915er Schloß- Johannisberger Weine zum Ausgebot, die alle leicht verlauft wur- deii Bezahlt wurden für das Stück 191oer 6080, 6400, 6840, 7340, 8260 8960, 9040, 9300. 9400, 9640, 9660 10 420 10 480, 11260, 12 060, 12160, 14 020 Mark. Für 1 Halbstuck 1912er Schloß Johannisberger wurden 1110 Mark, flir 2 Halbstück 1913er Schloß Jol)annisberger 1300, 1340 Mark bezahlst Für 11 Halbstück 1914er Schloß Johannisberger wiirden 1020—2150 Mark, zusammen 16 000 Mark, durchschnittlich das .Halbstuck 14o4 Mark, für 17 Halbstück 1915er 3040 -7040 Mark, zusammen 80 6/0 Mark, durchschnittlick) das Halbstück 4745 Mark erlöst. Der gesamte Erlös stellte sich für 31 Halbstück Schloß Johannisberger auf 100 420 Mark mit den Fässern. Kreis Wetzlar ra. Aßlar, 24. Mai. Unterosftzier Hrch. P s a f s, Inhaber der Hessischen Tapserkeitsmedaille, erhielt auch das Eiserne ^ lCU A Slccbcri?, 24. Mai. Die hiesige W a l d j a g d wurde kürzlich neu verpachtet. Pächter blieb mit 1650 Mark jährlicher Pachtsumme Karl Heusoldt von Wetzlar, der Inhaber der dortigen opiischen Werke gleichen Namens. . m Hohensolms. 25. Mai. Einige Gemeinden unserer Büraeruieisterei gingen bisher über 200 Prozent Staatseinkommen steiler hinails, nämlich Bechliiigen-Hohensolms 250 Prozent, Bellersdorf 275 Prozent und Oberlemp sogar 300 Prozent. Bei Real steuern konnnen mehr als 200 Prozent überhailpt nicht vor. Die klciiiste Gemeilidesteilersiwime bat Bermoll mit 291,73 Mk. ra. St 0 ckhausen, 25. Mai. Pionier Heinz, 21. Pionier bataillon, wurde mit dein Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Hessen-Nassau. sl Marburg, 25. Mai. Graf von Rödern, der neue Staatssekretär des Reichsschatzamts, ist ein geborener Marbnrgcr Er wurde hier geboren, während sein Vater, der in Frewnrg im Breisgail als Oberstleutnant z. D. lebt, im Jahre 1870 als Osstzier des Ächrburger Jägcrbataillons nach Frankreich gezogen war. Seine Mutter ist eine Tochter des bekannten Marburger Professors Nasse. 1 M a r b u r g , 24. Mai. Tie Höchstpreis e für .K .. l b fleisch bester Ware ohne Knochenlieilage smd für ben Kaew Btar- {jurn in Stadt und Land wie folgt sestgesetzt worden: Keule und Rücken 2 10 Ml (Land 2,00 Mk.), Schnitzel und Fricandeau, mis der Keule'ohne Knochan, 2,80 Mk. (2,70 Mk.) Vorderblatt 2 00 Mk (1 90 Mk), Brust, Hals, Kani.n 1,cN Mk. (1,60 Mk.). Leber 2,20 Marl' (2 10 Mk ), Gelüng 1,20 Mk. (1,10 Mk.), Gekröse ini ganzen je nach Größe 1,80—2,00 Mk. (1,70—1,90 Mk.), für Kops mit Zunge im gmrzen 1,50 —2,00 Akk. (1,40 1,90 Mk.) das Pfund. Amtlicher Wetterbericht. Ocffentlichcr Wetterdienst, Gießen. ^ Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 26. lat 19io: Ziemlich trüb, zeitweise Niederschläge, etwas kühler. Letzte Nachrichten. Erfolge deutscher Seesiugzeuge im ägäischeu Meer. Berlin. 25. Mai. (WTB. Amtlich.) D r u t s ch e S e e- flugzeuge haben am 22. Mai im nördlichen agälschen Meer zwischen D e d e a g a t s ch und E a m 0 t h n a k i einen feindlichen Verband von vier Schiffen angegriffen und auf einem Flugzeufi-Mutterschlff zwei Volltreffer erzielt. Die feindlichen Schiffe entfernten sich darauf in der Richtung auf Jmbros. Der Chef des AdnnralftabS der Marine. * Cadornas Unklarheiten. o u in a it *0 25 Mai. Das italenische dRinisterium l>at, wie scholl gemeldet.' beschlossen, daß keftr Mnister „ans Anlaß des Jahrestages der italienischen .Kriegserllavung unnutze Reden halten solle, weil jetzt die Zeit zum Handeln sei. Die I n t e rvent 1 0 - n i st e n sind aber anderer Meinung nnd bestürmen die vregierung mit Klagen über die mangelnde Propaganda für den Krieg. Im In- nnd Auslande werde über die Langsamkeit der liebernartduna, her Berichte Cadornas und deren geringe Klarheit und Aüschbr- lichkeit geklagt, wodurch die Zunahme der Beunriihigung rm ^aiür begümliac wtwde. Cadornas Bericht war allerdtngs gerade am gesttigen Tage besonders kurz, dunkel und nichtssagend ge halten: „Zwischen Etsch und Gardasee Ansammlungen seindlicher Truppennmssen. Zwischen Etsch und Astieotal feindliche Kundschafter und im Frontteile von Asticv bis zur Brenta Zurncknahme der eigenen Truppen in die Hauptstellung" istalles, und ,^Evrrrere della Sera" hebt denn auch den Mangel an Klarheit des Berichtes hervor, der nicht erkennen lasse, welche Stellungen die italienischen Truppen aufgegeben haben. Daß jedock) dem italienischen Publikum die Wahrheit nicht ganz- unbekannt ist, geht aus den wutschnaubenden Tiraden des „Popvlo d'Jtalia" hervor. Der Arttkel gipfelt in maßlosen Drohungen gegen, die inneren Feinde, bae man überall in den öffentlichen Lokalen, m den .Kaffeehaiffern und rn den ^Versammlungen antreffe. Eine Warming richtet das Blatt Mnssolinos auch an dre Regierung, die verpflichtet )ti, dem Ilandc ben Sieg m geben. Alles habe die Nation der Regierung zur Verfügung gestellt: all llft Geld und all ihre Männer. Dafür erwarte sic den Siog! Zunehmende Beunruhigung in Italien. Zürich, 25. Mai. Die ,,Neuen ZürckM Nachrichten" erhallen folgendes Privattelegranmc aus Mailand: Nach italienischen Blättermeldungen ist die Beunruhigung über die Lage an der Front in schnellem Zunehmen. Namentlich in Süd-Italien wächst die Unzufrieden beit des Volkes, ba3 durchaus ben Frieden will Bedenkliche Symptome zeigen sich auch rm Nor- dcli wo eine Reihe von Tuchfabriken den Betrieb eingestellt bat. 411 'ber Gegend von Eomo wurden zahlreiche Hotels geschlo,sen. \n Llpülien ist die landwirtschaftliche Krise auf ihren: Höbeplmkt Die Pächiter erllären, die Felder brack) liegen zu laften, wenn die Pachtsumme nicht nachgelassen tverde. Donnerstag, den 25. Mai 1916, abends 87° Uhr pünktlich, im großen Hörsaal der Universität Hm Weil« SeÜPfl (Mfinpis) (mit Lichtbildern) Numerierte Plätze zu 1 Marli, nichtnumerierte zu 80 , ^ Mitglieder der Unterzeichneten Vereine des I. Vortrags zahlen im Vorverkauf 70 Pfg. u 30 Pfg. Vorverkauf in der Ferber'schen. Frees, schen u. Ricker'schen Universitäts-Buchhandlung. Es laden zum Besuch des Vortrags ein f 986 D D'u vereine des I. (Balten) vortrn p M Me Einwohnerschaft des Kreif es Gießen Seit nahezu 2 Jahren stehen Deutschlands wehrfähige Männer in blutigem Ringen mit den Feinden. Nur dem nicht zu erschütternden Durchhalten unserer Streiter ist es zu verdanken, daß sich der Krieg in den Ländern der Angreifer abspielt und deutsche Saue davon verschont bleiben. Aber nicht die Waffen allein entscheiden den Krieg zu unseren Gunsten. Auch die in der Heimat MückgebstebeMN MüMer und Zraueri. elnerier Welchen Stairdes, müssen mithelfen zur Erringung des endgültigen Sieges. Vieles haben dazu die Daheimgebliebenen schon getan, aber noch lange nicht genug Immer erneut stellt uns der Wechsel der Zeiten und der Verhältnisse vor Aufgaben, die zum oweck gelost werden müssen, die vielen in unserem Volk noch schlummernden Wirtschaft- nchen Kräfte zum Nutzen des Vaterlandes zu entfalten. Schon zu wiederholten Malen ist der Ruf ergangen: Mts GM gehört zur Keichsbanl. Die im Kreise Gießen veranstalteteii Sammlungen von gemünztem Gold haben denn auch günstige Ergebnisse gezeitigt. Mit der Ablieferung des gemünzten Goldes hat die Bevölkerung aber nicht etwa ein Opfer gebracht. Denn sie erhielt dafür vollwertigen Ersatz m Gestalt von Banknoten. Es wird ja immer noch Menschen geben, denen diese Einsicht versagt geblieben ist und denen im Hinblick auf ihre eigne Persönlich- eit das Zuruckhalten von Geldstücken wertvoller erscheint wie das Blut, das Deutsch- 12 * Ö I aU ! en J dt 21 ® Dnaten dem Vaterlands opfern. Solchen Leuten wird «25?^ Verständnis dafür fehlen, daß eine weitere Verstärkung des Goldschatzes der dringend nötig ist. Einsichtige dagegen wissen, daß mit dem Goldbestands der Rerchsbmnk unser Ansehen im feindlichen und im neutralen Auslande wächst Je © 2 ist, umso unerschütterlicher stehen Deutschlands Wahrung und Kredit Z? hoher aber Deutschlands Kredit im Auslands bewertet wird, umso hoher steht die deutsche Mark, und je höher die deutsche Mark in Werten steht umso billiger stellt sich die Einfuhr von Waren und Lebensmitteln aus dem Auslande.' iw- ^^^ sb . an& hat deshalb beschlossen, alles Sold, das ihr fteiMllm zur ttfAgung gchM Mrd. zum vollen Goldwert gegen sofortige Barzahlung anzrrkausen. E b en i 3 c: iv2" 9 ® e ^ Iu 5 es m die Tat zusammengetretene Unterzeichnete Bitte 2 ^ ? richte, daher an die Bevölkerung des Kreises Gießen schon jetzt die Bitte alles irgendwie entbehrliche Gold der zu errichtenden G old ank aufs stelle in f l , e “ e "4 Um darzubieten. Die Goldankaufsstelle wird demnächst in Tätigkeit treten. Nähere öffentliche Bekanntmachung über das Lokal und die Geschäftsstunden wird in Kurze erfolgen, eben,o darüber, bei welchen örtlichen Stellen in den Landaemeinden sich^ die Bevölkerung wegen der Einzelheiten des Goloverkaufs Rat bolen kann Zur ^boraen^^^ hernach eriieut Gelegenheit gegeben. In Kisten. Kasten und Schreinen verborgen negt noch mancher Goldwert, der dem Daterlande nutzbar gemacht werden ; ^ er irt Zukunft nicht auffällt, wenn er überflüssigen Gold, chmuck zur Schau tragt, wie insbesondere goldene Ketten, Armbänder und ähnliches Trauringe sind vom Ankauf ausgeschlossen, es sei denn, daß es sich um AnE"^sft licht bchchtt^^ ^ nbdt ' ^ beten ***** Bewahrung im Einzelfall Jeder, der Gold hingiebt, wird ein Gedenkblatt erhalten. Auch ist in Aussicht als be2d' “T Ü 2 tanben 5em Emtteferer nachträglich eine Künstlerisch schöne Plakette alsbesondereAner.ennung auszuhändigen. Schließlich ist beabsichtigt, denVerckißerern goldener Uhrketten als Umtauschstuck für die goldenen, eine Uhrkette geschützten Musters aus Eisen oder Stahl gegen Erstattung des Selbstkostenpreises zur Verfügung zu stellen Damm das Ggld heraus! Gießen, den 19. Mai 1916. Der Ehrenamschuß: m M n[ ~ Pwvinzialdirektor Geheimerat Dr. Mnaer, Gienen Dorlikender' Professor Dr. S’evers Rektor der Landesuniversität, Gießen,^ stellvertretender Vorsitzender > Keg-erungsrat heinmerde, Gießen, Schriftführer 9 Du,ch>..ch>, Neuk j L Durchlaucht TWirmm-rtes ^ ^ r < < Prtri3cJ}iTi zu Solms-Sraurtfels, Prinzessin Klein, Gießen,- Hauptleyrer Knoup, Gießen: Museumsdirek or Major vr Kramer Gieken N ÜN Wrunberg, ^orsl^ender des gweigverems Grunberg vom Roten Kreuz- Oberamtsrichter Naiüsch Pich Sender des Zwe.gvere ns Lich vom Roten Kreuz: Buchdruckereibe it er Koöert L Bachers, Direktor der Lezirkssparkasse, Gießen. 0 Am 13. Mai starb im Kriegslazarett an einer Verwundung unser lieber Bundesbruder stud. air. Wilhelm Germer Unteroffizier und Offiziersaspirant im Inf.-Re^t 116 . Inhaber des Eisernen Kreuzes. Ehre seinem Andenken! Der Verein Deutscher Studenten zu Giessen. Giessen, den 23. Mai 1916. Daraksapng Für die uns in so reichem Masse von allen Seiten dargebrachten Beweise wohltuender Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben unvergesslichen Entschlafenen Herrn Georg Wagner III. sagen wir unseren innigsten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Giessen, 25. Mai 1916. 04010 0 Zrmmerwobnrrng m. Zn bct)öx per 1 . Jnli od. früh, zu verinieteu. Näh. Zjgarrcn- gcschäst Sonntag. «3329 5 2im in er 21 UÜJ yteutevner. S-Z.-Wohn. sofort z.verm.Mcichstr. 281 . 5-Zimmkr-Wohnunii sofort zu vermieten. 3343 _Babnhosftraftc 52 a. •4 25immer Seh&£e *i «Zira.-Woäa. mit aö. Zlrbeh. u. Bleichpl. p. sof. od. spät. z. verm. Anzusehen nur vorm. 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