KM 2 ö Der Oßche«er ÄszeLM erfchernt tätlich, s«Ü«r S«^nlaqs. - Deüagen: v io tc •. >; rnonatl. 90 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.66; durch Avhole- u. ZweigstelKn rnonatl. 80 Pf.; durch d iePost Dlk. 2.46 a levtel- jährl. ausschl. Besteüq. Zeilenpreis: lokal 16 Pf., ausw. 20 Pf. — Haupt- schrrstleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil unb das Fenill^v:': Aug. Go eh; für Stadt unö Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R.Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, fämtlrch in Gießen (WTB.) Großes Hauptquartier, 22. Mai. (Amtlich.) W e st l i chr r Kriegsschauplatz. OeMch von NieuPort drang eine Patrouille unserer Marirre-ZnsiMterie tu dir französischen Gräben ein, zerstörte die Verteidigungsanlagen des Gegners und brachte einen Offizier und zweiunddreißig Mann gefangen zu nick. Südwestlich von Givenchy-en-Gohelle wurden mehrere Linien der englischen Stellung in etwa zwei Kilometer Breite genomuten und nächtliche Gegenstöße akgewiesen. An Gefangenen sind acht Ofsi- ziea'e, znreihundrrtzwanzig Mann, an Beute vier Maschmengewlchre, drei Mmenmerfer eingebracht. Der Gsgner erlitt ganz außergewöhnlich, blutige Verlüde. In Gegend von Berry-au-Bac blieb in den frühen Morgenstunden ein franAsischer Gasangriffsversuch ergebnislos. Liv^s der Mnras stürmten mrsere Truppen die französischen StettuMen auf den östlichen Ausläufern der Höhe 304 lund hielten sie gegen wiederholte feindliche Angriffe. Neben seinen großen blutigen Verlusten büßte der Gegner an GesirugerLA neun Offiziere, fünfhun- der^ach-tzehn Mnnu ein und ließ fünf Maschinengewehre in unserer Hand. Die Bente ans unserem Angriff am Südliange des ^Tvten Mannes" hat sich auf d r e i z e h n Geschütze, einuuÄzwanzig Maschinengewehre erhöht. Auch hier urw ans Richtung Ehattaneourt hatten Versuche des Feindes, den verlorenen Boden znrück- zugewinnerl, keinen Erfolg. Rechts der Maas grisferr die Franzosen mehrfach vergebens unsere Linien in der Gegend des S t e i n b r u ch e s (südlich des Gehöftes Haudrrmumt) mrd auf der Vaux-Kuppe an. Beim dritten Anfturnr gelang es ihnen aber, im Steinbruch Fuß zu fassen. Die Nacht hindurch war die beiderseitige ArtMerirtätigkeit im ganzen Kampfabschnitt außerordentlich heftig. * Unsere Fliegergeschwader wiederhotten gestern nachtnittag mit beobachtetem großen Erfolge ihre Angriffe auf den Etappenhaftm Dünkirchen. Ein fenrdlicher Doppeldecker stürzte nach Kampf ins Meer. Weitere vier Flugzeuge vmrveu im Luftraums innerhalb unfern Linien außer Gefecht «rsetzt, rmd zwar in Gegend tmt Wervicg, bei Nohon, bei Mmr- court (östlich der Maas) und nordöstlich von CHLteau Salms. Letzteres durch Leutnant Wintgens als dessen viertes. Außer dem schoß Oberleutnant Boelckc südlich von Avocourt und nrdlrch des „Tuten Mannes" den 17. und 18. Gegner ab Der hervorragerrbe Fliegeroffizier ist in Anertemmng seiner Leistungen von Seiner Ätajestät dem Kaiser zum Haupt- m a n n befördert morden. Oestlicher und Balkan-Kriegsschauplatz. Die Lage ist im allgemenren unverändert. Oberste Heeresleitung. " » * > ^ Der gestrig« Tag hat «ns aufs neue von den gegen iwtärtrg wichtigeren. KriegAschEP Lätzen erfreuliche Kunde ge- > bracht. Unanfhccktftrm schreiten unsere feeeve bei Verdun fort, und WiLder sind liEs der Maas, auf den östlichen MEuftrn der Höhe 304 glänzende 'Angriffe erfolgreich! durchgesuhrt rodrden. Rechts der Maas hatten die Franzosen einen kleinen, vorübergehenden Erfolg, indem sie den Steinbruch südlich des GeWstes Handromont besetzen tonnten; im Vergleich zu unseren Fortschritten ist dieser Vorgang jewichtijg>er sprechen die präzisen Angaben bet österreichisch - ungarischen Heeresleitung. Der neueste Wwner Bericht mmht wicher glänzende Feststellungen. Die Zahl der seit Beginn des Angriffes gemachten Gefangenen ist auf nahezu '24 000, die -Zahl der erbeuteten Geschütze auf 172 gestiegen. Auch die Veränderung bet strategischen L-age mi der Grenz.e Italiens ist zum Vorteil unserer Bundesgerwssen höchst spannend, für die Italiener d-üpMnserregend geworden. Wenn der deutsche Reichskanzler du Waffenbrüder in einem freudigen Telegramm beglückwünscht hat, so wird damit unter die militärischen Erfolge auch ein kräftiger politischer Strich gemacht, und zwar nicht in der Annahme, daß der Sieg in Tirol bereits ab- geschloßen sei, sorrdern in der Bekräftigung dauernden, einmütigen und siegesgewissen Zusanrmcnhattens. Wie kümmerlich sieht es dagegen mit der Uebereinstimmung im Lager unserer Feinde aus! Die italienische Presse weiß zu den Liegen der österreichisch-ungarischen Heere nichts anderes zu vermerken, als daß jetzt die viel berufene Einigkeit in der Entente die Lage retten müsse. Und die „Agenzia Stefani" ipottet ihrer selbst, indem sie aus amtlicher Feder verkünden lägt, „das Land teile jetzt mit Frankreich die Ehre icnd Last der drückenden Militärmacht der Zentralmächte". Mehr Last als Ehre, wird, da mancher Italiener denken, und die Welt draußen wird sich darüber wundern, wie unumwunden die amtlichen Kreise in Rom die steigende Kraft des Gegners loben! Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 22. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich verlautbart: 22. Mai 1916. N u i s i s ch e r und s ü d ö st l i ch e r Nichts Neues.. wird Kriegsschauplatz. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Niederlage der Italiener an der Südtirolcr Front wird immer größer. Der Angriff' des Grazer Korps auf der Hochfläche von Lafraun hatte vollen Erfolg. Der Feind wurde aus seiner ganzen Stellung geworfen. Unsere Truppen sind im Besitze der Cima Mandriolo und der Hök-en unmittelbar westlich der Grenze von diesem Gipfel bis zum Aftachtal-e. Die Kampftruppe sturer k. und k. Hoheit des FeldmarschaLleulnanls Erzherzogs Karl Franz Josef hat die Lrnr-e Monte Tormeno—Monte Majo gewonnen . Seit Beginn des Angriffs wurden 2 3 88 3 Gesänge ne. darunter 4 8 2 O f f i z i e r e, gezählt. Unsere Beute * ft fl u t 17 2 Geschütze ge stieg e n. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant. * « * Die Liege in Tirol. Eine Anerkennung des Kaisers Franz Josef. Wien, 22. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Das Kriegs- pressequartier meldet: Feldmarschall Erzherzog Friedrich hat folgenden Armeeoberbesehl erlassen; Ihre AttrjestäL haben geruht, folgendes Tekegramm. an mich M richten: „Ich habe meinen» Großneffen, dem. FeldmarschaMent- nant Ertzh-erzvg Karl Franz Josef in Anerkennung der glänzenden Führung seines Kr>rps den Orden der Eisernen Krone Erster Klasse mit Kriegsdekoratton verliehen. Freudig teile ich Jhnen dies mit und beauftrage Sie, afteu meinen httdennmtig und erfolgreich kämpfenden Führern und Truppen nrcine vollste Anerkennung, wärmsten Tank und Gruß kundzugeben. Franz Jvstf." — Diese uns alle beglückende Botschaft rft sosvtt an die Truppen zu verlautbaren. Ei»r GLückwuusch des deutschen Reichskanzlers. Wien, 22. Mai. (WTB. Mchtamtlich.) Ter Reichskanzler von Bethmann Hollweg hat an Baron Burian gedrahtet : Eure Exzellenz bitte ich, zu den glänzenden Waffentaten der osterrerchnch-ungarischen Armeen in Tirol ineine herzlichsten und freudig>ten Glückwünsche eirtgegennehmen zu rooüert. Gott schenke den braven Truvpen, die im unwegsamen Gebirge schier Ueber- menschliches leisten, imwec weitere Erfolge und Si-ege. ^ ^ Bethmann Hollweg. Baron B u r i a n erwiderte: Ich bitte Eure ExzeNenz, meinen herzlichsten und aufrrchttgsten chank für dre mir anläßliH der Erfolge der österreichisch-ungarischen Waffen m Tirol übermittelten freundlichen Glückwünsche entgegeic- nehmen zu wollen. Burian * Z, * Der türkische Bericht. ^uL^u^lropel, 22. Mai. (WTB.) Amtlicher Bericht vom 20. Mar. An der I r a k f r o n t dauert die Ruhe an. Haupt- Aarm Schütz schoß einen feindlichen Doppeldecker ab, der in oOO Meter über den Flugplatz flog; es ist dies das dritte von diesein Flieger rm Irak abgeschosseue Flugzeug. An dtw au ka sus s r o u t hat sich nichts von Bedeutung er- eigrvet Dre von uns in der letzten Schlacht gemachte Beute bestebt rn 400 Gewehren, 200 000 Gewehrpatrvncu, Tragzeiten für ein Bataillon und einer Menge von anderem ^iegsmaterial. Die Kämpfe irr Mesopotamien. L o n d o n, 22. Mai. (WTB.) Nach einer Mftteilung des Kriegs am tes meldet General Lake, daß der Feind am 19 Mai Bethaiessa und die vorgeschobenen Stellungen auf dem rechten Tigrisufer geräumt hat. General Gor- ringe verfolgte, griff den Feind an und nahm die Dujailah- ^chanze. Der Feind halte noch die San-miyat-Stelluilg auf dem linken Ufer. Eine russische Kavallerieabteilung stieß nach einem kühnen und abenteuerlichen Ritt zu den Truppen des Generals Gor ringe. Flieger über Kairo. . . '5 iro ' 22 • Mai. (WTB.) Amtlich wird gemeldet: Zwei un.ndli.cke Flugzeuge warfen 16 Bomben bauptfäckckich auf das aralnscku' Stadtviertel ab. Es wurden zwei' Zivilpersonen getötet und 13 venvundet, sowie 5 Soldaten verwundet. Tie Flieger be- uutzten Scheinwerfer, ehe sie Bomben " ‘ ‘ ' Rußland und Rumänien. Bukarest, 22. Mai. (WTB.) Vintex dein Titel „Unbegründete Verdächtigungen" schreibt die ,^nDepe.ndcrnce Rournaine": In der letzten Zeit machten sich einige Petersburger Blätter, darunter die „Nowoje Wremjctttz znm Echo böswilliger Verdächtigungen gegen Rumänien. Es ist nicht unsere Sache, zu untersuchen, ob diese Haltung der: russisch-rumänischen Beziehungerc und den russischen Interessen entspricht. Solange es sich um wirtschnstliche Handelsmaßnahmen handelte, die Rumänien gut gefunden hat,' zu ergreifen, haben wir es nicht für notwendig ge- ftmden, auf die Sache znrnckzukommen. Nun aber wird Rumänien des Schmuggels mit in Rußland gekauften Waren beschuldigt. Hierzu sei üerrrerkt: Seit Kriegsbeginn hat Rurnänien aus Rußland kein Kupfer eingeführt; Pferde kauft Rumänien seit Jahren fast ausschließlich in Rußland. Wir wollen nicht glauben, dnß man sagen miu, baß die neulich ein geführten Militärs) serde wieder über die Grenze gegangen sind. Es wäre einfacher und loyaler gewesen, sich iiber den Sachverhalt vorher bei der amtlichen russischen Stelle zu unterrichten, die nicht verfehlt hätte, das Mißverstand uis zu beseitigeu. Der Nachfolger Deibmfs. Berlin, 22. Mai. .(WTB. Anitkch.) Seine Majest.Lt der Kaiser und König haben dem VizLpräsideirten des Staats minister mm s und Staatssekretär des' Innern Dr. D e l b r ü ck die nach- gesuchte En t l a s snp g aus seinen Aemtern unter Belastung des Titels und Ranges eures Staatsministers und urtter Verleihung des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler erteilt und ihn tmi der allgemeinen Stellvertretung des Rerchsbarrzlers entbunden, den Staatsmürister nn.d Staatssekretär des' Reichsschatzamtes Tr. H el f fe r ich zum Staatssekretär des I n n e rn ernannt und mit der allgemeinen Stellvertretung des Reichskanzlers beauftragt, den Staatssekretär ff'ir Elsaß-Lothringen, Wirklichen Gehemren Rat Grafen von Rödern vom 1. Juni 1916 ab> zum Staats- sekret är des Rei cksschntzamtes ernannt und bestimmt, daß bis znm 1. Juli 1916 die Geschäfte des Reichsschatzanktes durch den Steatss'ekretär des Jimern Dr. Helfferich lvetter z u führen find. ^peine Majestät haben ferner den Staatssekretär Dr. von Breitenbach zum Vizepräsidenten des SLEcksWtnißMAw^ ernannt. Gral RoOdern Staatchekretär Dr. H elsferich tritt an die Spitze des durch Dr. Delbrücks Rückttntt mwwaiften Reichsamts des Urnern und w.rrd Stellvertteter des Reichskanzlers. T^r noch nicht Viernnd- vrerzigjährige hat eine Laufbahn von seltener Vielseitigkeit und mannrgsack.'>er Betätigung in Theorie und Praxis Himer sich Doktor der Staatswffsenscbaften, Privatdozent für orientalische Sprachen, Profestor für Kolonialpolittk, Referent für wittschaftliche Angelegenheiten im Kolonialamt, Dichegierder bei Äßährungsverhand- lungen, Direktor der Anatolisckeii Balm, schließlich der Deuttcheir irVi*' ^ ac ct ec ft vor Jahresfrist R ei chsscha tzferretär, als gründlichster Kenner auch des Geldmarktes und Währungswesens, über die er gruudlegeude Bücher veröffentlicht hat. Als Organisator nuferer Kinegsanleihen neben dem Reichsbankpräsidertten Haven- stem hat er sich m seuver kurzen Amtstätigkeit nrehr als gewöhnliche Berdrenfte erworben: sie auch aus die große Neuordnung der Reichs- ffnanzeu nach dem KrieM auszudehnen, hat er über kxfeitbetv Aus- gubnt, dre chm m dem inneren Reichsamt tvirrten,' verschmäht. In - ^ Helperrch in der großen Uebersicht, mit der er dre ge- samte Lage >des Rerchs umfaßte, in der schnell gelmmneiren Fäistg- rert als ,,Sprechmrm.ster", in nrmurigsachein Eingreifen auch in die äußeren -ulgclegenheiteu gezei«rt, daß er an fülrrerrde Stelle «gehört, und sec n e U cp er) cedel.ui cg ins Reichsantt des Innern wird vorerst mehr von oveiem Gesichtspunkt aus zu mürdigerr sein als nach seiner Ergnung für idre b-esvndeoecr Aufgaben seiner neuen Stellung, die chm. wie zumal die Sozialpolitik, eiuftmeücn Neuland fein müssen. ^ FlElMwandte Mann sich aber mul) airs diesem „nx'itcn (yeloe mühelos zurecktftnden wird, steht kaum zu bezcverfeln. Helsserichs Nach so l g er als Neichsfchatzfekretär wird durch das Feaer «mW I 0-vaf clwen Er hat baä Vlmt er st l'litfaug 1914 arnjelreten: nrtt Nückstcht auf i>m bald da hciü> ausgcbrochvncn läßt sich also kaum sagen, in lpelchem Goisie er cs geführt lütt. Vorher ist er Landrat von. Niederbarnim mrd Oberpräsidialrat in Pc'tsdam güvcscn. Ans finanzieller.! Gebiet bat er sich nur in jungen Jahren, gleich nach seiner Assessorenzeit, betätigt, wo er ein paar Jahre lang Hilfsarbeiter im /preußischen Finanzniinisteriuin gewesen ist. Daß er trotzdem auf den gerade imgewölTnlich Verantwortung s und sicher bald auch dornenvollen Posten des Reichsschatzsctrctärs berufen morden ist, zeigt wenigstens den 'hohen Grad von Vertrauen, das ihm von der Spitze der Reichs- Leitung «ntgegengebracht wird. Die neue Rcichsstelle für Lebensmittelversorgung. Berlin, 22. Mai. (WTB. Amtlich.) Der Bundes rat hat den Reichskanzler ermächtigt, eine eigene, neue, ihm unterstellte Behörde, das K r i e g s e r n ä h r u. n g s a m t-, zu errichten. Der Präsident dieser Blehöroe erhält das Berfügun gsrecht über alle im Deutschen Reiche vorhandenen Lebensmittel, Rohstoffe und die Gegenstände, die zur Lebensmittelversorgung not erfassen und ihre Verwertung und Vertellmrg ohne rede Verzögerung in der zweckmäßigsten Weise dnrchznftihren. Einschränkungen, Anpassung des Bedarfs, Verpändnis^ für die Notwendig- leiten und Schwierigkeiten unserer wirtschaftlichen Lage werden selbstverständlich auch weiter vonnöten sein. Die Organisation kann nur gewährleisten, daß innerhalb der Grenzen des Möglichen das Aeußerfte für die Bcftiedi-gnng der Ansprüche des Bedarfs geschieht. Tie Vorarbeiten zur Einrichtung der neuen Behörde sind in vollem Gange. Ter Zeitpunkts an dem sie ihre Tätigkeit aufnimmt, wird durch den „Reichsanzeiger" bekannt gegeben. Der Dank des Kaisers an Delbrück. Berlin, 22. Mai. (WTB. Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser und König haben an den Staatsminister Dr. Delbrück folgendes Allerhöchstes An schreiben gerichtet: Mein lieber Staatsminister Delbrück! Nachdem ich Ihnen durch Erlaß vom heutigen Tage die nachgefuchte Entlassung in Gnaden erteilt habe, ist cs mir ein Bedürfnis, Ihnen meinen wärm sten Dank für die hingebende und au fopfterun gs Das geldliche Ergebnis des Unternehmens stellt pch Im ersten Vierteljahr wie folgt: Markensahrten-Einnahme 1916 1915 1916 1915 1916 1915 Rote Linie Mk. 22 341 Mk. 23 335 84 910 70 201 Mk. 5957 Mk. 4911 Grüne Linie beideLinien zusammen 12 752 , 11 016 ' 63 243 46 778 , 4443 35 093 * 34 341 148153 11679 9409 3278 8189 wendig sind, ferner über die Futtermittel und die zur Biehversor- «volle Treu e auszusprechen, mit der Sie Ihre hervorragende! guirg nötigen E Rohstoffe und Gegenstände. Das Verfügungsrecht I Kraft allezeit im Frieden wie im Krieg in den Dienst des Vater- 'süicßt die gesanrtc Verlehro und Verbrauchsregelung, damit er- lautes gestellt haben. Als Zeick-en meiner Anerkennung und meines fordert ichensalls natürlich auch die En tci gnu n g , die Regelung Wohlwollens habe ich Ihnen den Hohen Orden vom Schoarzen. Adder An-, Aus- und Durchfuhr, soivic der Preise ein. Der Praß- I [ er verliehen, dessen Abzeichen ich Il>nen hier neben meinen dent brnn in dringendem Fällen die Landesbehörden unmittelbar besten Wünschen für Ihre Genesung und Ihr Wohlergehen zu mit Mtwcisungen versehen Zum Präsidenten des striegsernähruugsamtes ist der Oberpräsident der Provinz Ostpreußen, v. Batvcki, berufen. gehen lasse. v.Batocki Um deck Reiche. Berlin, 22. Mai. (WTB.) Der Kai se r hat heute vormittag die Präsidenten des 'Reichstages, des Herrenhauses urid des Abgeordnetenhauses in Audienz empfangen. Das Staatsministerium war zur Tafel geladen. ' Berlin, 22.Mai. (WTB.) In der heutigen Sitzung des B undesrates gelangten zur Annahme der Entwurf einer Verordnung über die Sicherung der Volksernährung, der Entwurf einer Verordnung betreffend den Ueber- gang der Geschäfte der Reichsstelle für Kartoffelver- orgung auf die Reichskartoffelstelle und der. Entwurf einer Verordnung über den Verkehr mit Fleischwaren. «.Berlin, 23. Mai. Dem Reichstag wird, wie die „Bo s s i s ch e Zeitung" hört, noch in diesem Dagungsab- schnitte eine weit er e Krie gs kredi tv o r l a a c zugehen, die wieder Kehn Milliarden anfordern weroe. Die zuletzt bewilligten Kredite -reichten zwar noch bis in den ommer hinein. Nucrn wolle aber dem Reichstag ein nochmaliges Zusammentreten im Hochsommer ersparen. Die Vorlage dürfte in der Woche vvr Pfingsten zur Erledtguung gelangen. Berlin, 22. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Im Haupt Berlin. 22. Mai. An die Spitze der neuen Organisation Ausschüsse be§Jfte&tageS bei bevJunten Lesung ; Lebensmittelversorgung wird der Oberpräfident v. Batocki> Krregsfoeuergesetzes der Reichoschatzsekretar Dr. Hel f- f e r i ch darauf hin, daß kerne Steuern dre notwendigen Lebensmittel auch nur um «einen Pfennig verteuern, weil für treten, neben ihm der Generalmajor Großer und der bayerische Ministerialrat v. Braun. (Franks. Ztg Der.Leiter der neuen Reichsstelle für Vvlksernährung si/ diese unter Höchstpreisen stünden. Er würde, es bedauern. der „Wirtschaslsdikrator", Herr v. Batocki. der im 54. Jahre wenn versucht werde, diese Tatsache zu verdunkeln. — Im ! steht, hat seit Kriegsbeginn viel von sich reden gemacht als der Steuerausschuß wurde die Reichsabgabe zu den Post- i Mnse OberpräNbent von Onvrenken. dessen lchwerr Äutzab« -«Iund Tclegraphenqebiihre,, mit dcn Abänderun- war, bald nach Kriegsbeginn die be,,ernde Oand an die schaden' blick in £8%% d-rs'hIm Antra, ^«Eogenot Sfaftmmgai mfxx ferpefMft. ®te Steuer, unb mick omtcTjur-n. baö er di- um.^'ieuberc Uebcrsicht. bic feine 1 lal,c mr wurben bcm aintrooe ™tnrr,-rft™h erfordert, zu gewinnen verstehen wird. sätze für Zigaretten wurden dem gemeinsamen Anträge eirtsprechcnd angenommen. Berlin, 22. Mai. (WTB. Amtlich.) In der Sitzung des ts für Polkscrnährnng vom 20. Mai wurde die ch - und Kartofselversorgung und die Frage der «-S-nstelllm. Sein Em-lnh auf die einzelstaitlichm VMichungs-1 V , cI 9 cmi n « UÄ «. allS Obstkernen erörtert. Bei der Er. und aus die militärische KvmmändobeHörden, die ja ihrer- ^.rung neue schwere Aufgabe Organisatorisch wird das neue Amt -so gestellt sein, daß es der I ^ c stärksten Hemmungen Herr zu werden vermag, die sich bisher den I,2? 5 1 r f c wirtschaftlichen Anordnungen des Reichsäints des Innern ent- S * der Flcischversorgung wurde auch die Förderung des ^^diktatorische'gesic^^"W"wrÄ Vlsol W rld a b s ch u s ses in Betrag gezogen künftig in Wirtschaftsfragen nicht mehr bloß organisiert und versiegt, sondern uitter allen Umständen mich gehandelt werden. Auf diese Weise werden, in zwölfter Stunde noch, die unserer Volks Berlin, 22. Mai. (WTB.) Der Kaiser hat an den Hof- Prediger a. D. Rogge aus Anlaß seines sechzigjährigen Amts- mncchrung bisher erwachsenen ernsten Schwierigkeiten aus dem Jubiläums folgendes Telegramm gerichtet: Woge zu räumen sein, wenn endlich ganze Arbeit und voller Ernst gemacht wird. G e fie ra 1 tn aj o r.G r ö n e r Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt u. a. Ich sende Ihnen am heutigen Tage, wo Sie vor 60 Jahren Ihre segensreiche Tätigkeit für König und Vaterland im Dienste der Kirche begannen, meine herzlichsten Glückwünsche in warmer Anerkennung Ihrer Verdienste in der Militär-Seelsorge in Krieg und Frieden. Der bis auf den heutigen Tag ergreifende Gottesdienst vor St. Privat, in dein Sie die Truppen der 1. Garde- Division zum Kampfe vorbereiteten, bleibt ebenso unvergessen, wie ihre begeisterten Morte bei der Kaiserproklamattoit in Versailles. Der Dank des Königs von Preußen soll in meinem heutigen Glück- nnnrsch erneut zum Ausdruck konrMen. Der «Allmächtige segne Ihren Lebensabend. Wilhelm R. Frankfurt a. M., 22. Mai. (WTB.) Zum 70. Geburtstag des Oberlandesgerichtspräsidenten und Reichstags- abgeordneten Dr. Spahn ist vom Reichskanzler folgendes Telegramm eingelaufen: „An Ihrem heutigen Geburtstage, der Sie in das achte Jahrzehnt eines von erfolgreicher Arbeit für das Vaterland -erfüllten Lebens führt, sende ich Ihnen, sehr verehrter Herr Präsident, meine besten Glückwünsche. Ich gebe mich der aufrichtigen Hoffnung hin, daß Ihre auch! in diesen schweren Kriegszeiten stets bewährte staatsmännische Kraft unserem öffentlichen Leben noch viele Jahre erhalten bleibe, v. Beth- mann Hollweg." Berlin, 22. Mai. Der Zentralvorstand der national- liberalen Partei hat in der gestern mitgetvilten Entschließung noch folgendes beschlossen: Der Zentralvorstand mißbilligt andererseits aufs schärfste, daß in dieser Frage, die Nicht nur über den Ausgang des Krieges, sondern über die ganze zukünftige geschichtliche Stellung des Deutschen Reiches Der Bundesvat hat in seiner Sitzung vom 20. Mai den Reichs-! ^ut: emc freie Meinungsäußerung kmrzler ermächtigt, eine eigene, neue, ihm mimittelbar unterstellte f * cr . deutschen Presse verhindert, sondern vielmehr dem Bel-örde, das 5lriegsernährungsamt, zu errichten. Der Präsident . cirte Uitt seinem wahren Willen Nicht übereinstimmende dieser Behörde erhält das V e rf ügungsrecht über alle im Meinung künstlich aufgedrungen werden soll. Es muß er- Deutschen Reiche vorhandenen Lebensmittel, Rvh ftoff c wartet werden, daß die Leitung der auswärtigen Politik das :r:i «andere Gegenstände, die zur Lebensmittelversorgung notwendig heißt der Reichskanzler und der Staatssekretär des Auswär- nSÜ’fßfwifi 611 Iiehver- tigen Amtes die Verantwortung für alle diejenigen unserer recht^L^ i^kE^Ä^L^e^n^mii! Stettin nerb!?nß ‘“Älf t? rme ll' T crsvrderlichen.alls nattirlich ailch die Enteig--mng), die Regelung der ^^ Ä^^^^^vc^hangt, in Wahrheit in ihrer Teiidenz von Ein-, Aus- und Durchfuhr, sowie der Preise ein. Zur Silbernng I politischen Leltern des R eiches v eranlaßt worden sind. fax Durchführung können Zuividerhandelnde mit Gefängnis strafe ' ^ -zu einem Jahre und mit Gelostrase bis zu 10000 Mark bedroht werden. Ter Präsident kann in dringenden Fällen die Landesbchör eben unmittelbar mit Anweisungen versehen. Die Verordnungen faö Bundesrats bleiben unberührt. In dringenden Fällen Wunen aber — unter unverzüglick>er Vorlage an den Bundesrat abweichende Besttmmimgen getroffen werden Aus Stndt nsrd Lctnd. Gie ß en,2 3. Mai 1916 Bon der Städtischen Straßenbahn. Das Verkehrsbild unserer Straßenbahn stellt sich für die Monate Jannar-März l. I. im Vergleich zum gleichen Im Krirgs<'rnührungsamte werden bewährte Männer aus den Zeitraum des Vorjahres um rund 16 000'zurncka.eleate Fahr- nachstehendem die betreffende Zusammenstellung: Zahl der beförderten Personen: beide zusammen Zunahme 1916 1915 in 1916 137 229 130 675 6554 124 546 119 662 4884 133 323 128 271 5052 braucher mitaAreiten: die Beschlußfassung wird aber aus schließlich dem Vorsitzenden zustehen. In einem Beirat werden Vertreter der Bundesregierungen, der behördlichen Mrirgssteven und der Kriegsgesellschaften Sitz und Sttnrme haben Die Anordnungen der militäriichen Befehlshaber werden den Maßnahmen der zentralen Ernährungsbehörde angepaßt Der aus der Mtte des Reichstages! berufene Beirat für Bolksernäh- r ung bleibt neben der neu geschaffenen Einrichtung bestehen i^iec neuen straffen OrgMnsationsregelung wird es mög- M 1 m, m m Reiche grMaren Nahru-rgsvorräte vollständig zu Rote Linie 1916 1915 Jan. 87 068 89 014 Febr. 78 592 80 776 März 83 107 84 646 zus. 248 767 254 436 Grüne Linie 1916 1915 50161 41 661 45 954 38 886 50 216 43 622 14Ö 331 124 170 395 098 378 608 16 490 1916 weniger 5671, mehr 22161, mehr 16490 Fahrten. Marken- 1916Mehreinnahme752 Mk. führten- 31174 — Mk. 1211 Zunahme In der Zahl der beförderten Personen sind die Militär- Personen, welche die Einzelfahrt für 5 Pfg. fahren, je zsvei für einen Fahrgast berechnet. Bei den Markensahrten sind die städtischen Beamten und die Postbeamten, welche ebenfalls für 5 Pfg. die Fahrt znrücklegen, miteinbegriffen. Es wurden im letzten Vierteljahr im Durchschliitt täglich 4340,5 Personen gegeii 4160,5 Personen im gleichen Zeihranm des Vorjahrs oder täglich 180 Personen^ mehr befördert. Die tägliche Einnahme belief sich ans 385,50 Mk. gegen 377,30 Mt. im 1. Vierteljahr 1915 oder in 1916 8,20 Mk. tägliche Mehreinnahme ans dem Personenverkehr. _ Interessant ist, daß das erste Mal seit d-em Bestehen der Straßenbahn die rote Linie gegen die Friedhofslinie in der Zunahme des Personenverkehrs zurückgeblieben ist, ja sogar gegen das Vorjahr.einen Ausfall von 5671 Fahrten zu verzeichnen hat, der aber durch die Zunahme des Verkehrs der grünen Linie nicht nur ausgeglichen, sondern mit 16 490 Fährten noch überholt ist. Der Ausfall der Linie nach dem Trieb erklärt sich damit, daß das Landsturm- Bataillon Ende des vorigen Jahres in die Baracken am Trieb untergebracht wurde, während die Mannschaft früher in Bürger quartieren in der Stadt lag>, unidl daß diese deshglb!' stchher die Straßenbahn stark benutzten. Auch sonst ist der militärische Verkehr zwischen Stadt und Kasernen stark znrückgegangen. Hierzu konrmt noch, daß das Gefangenenlager auf Einheimische und Fremde seine Anziehungskraft verloren hat, wodurch ebenfalls ein Ausfall oes Verkehrs! auf der roten Linie sich erklären läßt. Erfreulich ist, daß dre !grüne Linie sich genracht hat und damit eine Zunahme des Verkehrs und eine kleine Erhöhung der Erunahine aus dem Unternehmen der Stadt zngeftossen ist. Die Markenfahrten haben naturgemäß wi-ü>er eine Verrnehrung gegen das Voriahr erfahren und werden, wenn mit der Einkehr des Friedens wieder Handel und Wandel in unserer Stadt stärker pulsieren, dazu beitragen, den modernen Massenverkehr unserer Straßenbahn weiter zu steigern. * r" Auszeichnung. Leutnant Karl Wiener ini akt. Jnf.> Regt. 140, o. Komp., erhielt das Eiserne Kreuz. ** Amtliche Personalnachrichten. Ter Großherzog hat dem Briefträger Philipp Mü n ft e r m a n n in Bens- heml das Allgememe Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für lang- on' U 8&' • re . ll n-eräden auf, mitzuwirken, daß unser schoerer Kanrpf uns einen ehrenvollen Frieden bringe. Sodann g>eoachte er atler Gefallenen imd Verwundeten, besonders der geftcklenen Vorsitzender G r ö l z -Rnktershänfen und Kutscher -Bersrod. Sein Vorschlag, den nn Felde stehenden Vorsitzenden weiter Liebesgaben zu senden, fand allseittge Zusttmmung. Der Bezirk zählte 1915 zusammen 2845 aktive und 135 pasiive Mitglieder. Das Veremsvermögen der 39 Vereine, .das noch. 28 665 Wk. beträgt, ist in d«r beiden Kriegsjahren durch die Unterslützungen um 9330 Mk. zurückgegangen. Während dHe Vereine feit ihres Bestehens 72 794 Mark an Unterstützungen bezahlten, wurden i,n lichten Jahre 7516 Mk. geleistet. An Beiträgen zum Verband leistete der Bezirk 853.50 Mk., erhielt aber au Rückvergütungen von Feuerversicherungen und Jahrbücheru, sowie an Unterstützungen zusammen 2032.50 Mk., also 1179 Mk. mehr, als seinen Beitrag. Der schriftlich? Verkehr wurde erledigt durch 224 Postausgäuge. Als Vertreter zum Vertretertag am 18. Juni in Tarnrstadt wurde 'Bezirksvorsteher Da ab gewählt. Das alte Schiedsgericht, die Kanieraden Leicht --Watzenborn, A. D> i ck o r 6 - Gießen und' Lehrer B u ß - Leihgestern, wurde durch Zuruf äuf weitere dr-cr Jahre gewählt. An Stelle .des Kameraden Wagner, der nach Lichi verzogen ist, übenrahin in dankenswerter Weife Kamerad C. Schie- in-angk-Lollar das Sammelwerk i:n Bezirk. Es wurde beschlossen, in diesem Jahre wegen des günstigen Standes der Bezirkskassc, an die jetzt geringe Ansorderrmgen gestellt werden, keinen Beitrag zu erheben und 60 Mk. dem Unterstützungsfonds der Krieger- kameradschaft Hassia zuzuweisen. Nach! Erledigung der Tagesordnung hielt Bezirksvorsteher Da ab einen sehr interessanten Vortrag über das Thenvaj: „Urffer Feind im Osten und sein Verschulden an diesem Weltbrande", wofür ihm die Bersanttnlnng lauten Beifall spendele, den Kamerad Dickore in herzlichen Worten noch besonders zum Ausdruck brachte. Das von Kamerad Kanzleirat Schiffnie abgesaßte Protokoll wurde gutgeheißen. Hierauf schloß der Bezirks Vorsteher die Versammlung mit einem Ausblick in die Zukunft und der Mahnung: „Aushalten und durchhalten!" ** Beschädigung ö e c Anlagen. Fast täglich werden die öffentlichen gärtnerischen Ll-njagen durch Abreißen von Blunren und Zweigen, durch Betreten der Rasenflächen und Beete beschädigt, durch Hinwerfeu von Papier und sonstigen Abfällen verunreinigt. Um diesem Unfug wirksam zu steuern, bedarf es neben dem Eingreifen der Polizeü organe, die in derartigen Fällen unnachsichtlich Strafanzeige erheben werden, auch der tatkräftigen Unterstützung des Publikums. Alle Besucher unserer schönen Anlagen werden dahier dringend ersucht, diesen ihren besonderen Schutz augedeih-en zu lassen. Wir tnachen es auch hier nochmals allen anständigen Menschen zur Pflicht, solche Bubenstreiche, wie wir sie gestern vom Hochwartturm und der Freilichtbühne mitgeteilt haben, zu verhindern oder zur Anzeige zu bringen. ** Rückgang der Viehseuchen in beiden Hessen. Nach der neuesten Feststellung vom 15. Mai herrscht die Maul- und Klauenseuche in Kurhessen nur noch in 3 Gehöften, welche sich auf 3 Genreiuden in 2 Kreisen verteilen, im Regierungsbezirk Wiesbaden in 14 Gehöften, welche sich auf 3 Gem-einden in 3 Kreisen verteilen. Im wrwsorvwntum Dessen wurde die Seuche Er noch in der «rovin» O b r r » e s s. „ l> »eh-fden », 2 ®™«nbmun 8 Kreisen und iv der Provinz Sturkenburg rn einem Gehöft ifcFtacftclli twilnxiiö Rheinhessen vöMg seirchenfrei tft. Was Lie Schiveineseuche anbetrifft, so Erde diese am 15 Mai >4n Kurhessei, in >1 inid im Regrerungsbezirk Wiesbaden an .»-> ml>„ösicu festgestellt, während im Grobherzoc,1um Hessen in Oberbessen' und Starkenbnrq zusammen 8 Fälle ver- reichiiet fmb. Rheinhessen weist keinen Fall auf. * **Sammclt ans ländrs ches Getb! 'Sie lange Tauer heS Krieges nötigt zu immer weiterer Ausdehnung der Liebes- tdtiaTeit Nicht mir während die Kämpfe Loben, sondern auch später, Luf lange Zeit hin. müssen noch imgel-eure Aufwendimgen gemacht werden um die Schaden, die der Krieg verursacht, zu heilen. .Hierzu das Rote Kreuz noch> großer Mittel. Diesem Zwecke gilt unsere Sammlung. Jeder, der von einer Auslandsreise ans ländisch es Geld mitgebracht hat, spende es uns. Zn großen Mengen vereinigt, hat es bedeutenden Wert. Wer umlaussähige ländische Geldstücke, auch Papiergeld, im Betrage von wenigstens Y 5 Mark einsendet, erhält zum Entgelt als Ehrenpreis eine tnn dem bekannten Tierbildhauer Professor Gaul entworfene, ?önstlcrisib schöne Erinnernngsmünze. die aus Eisen unter mSrtpenimng von Geschoßmctall her ge stellt ist. Vereine, Schulen, ^wmmtisckte und jeder einzelne werden herzlich gebeten, sich der Sammeltätigkeit zu widmen. Sam mcl stelle ist die Materialien- Mteilimg des Roten Kreuzes Tarmstadt, Altes Palais. ^ ** Ein eRei ch sgemüfestel le. Durch eine nene Bundes- ratsvevordnimg ist soeben eine „Reichsstelle für Gemüse «i n d O b ft" getroffen worden. Sie ist ttotz ihres anttlichen Charakters nnd ihres halWehördlichen Aufbaues (nach dem Muster der Meichsgetreidestelle besitzt sie eine Derwaltungs- und eine Geschäfts- vbteilung) keine Versorgnngszentrale, sondern nur eine Organisation zum Ausgleiche und zur Ergänzung des privaten Verkehrs. Mollen Ersatz des privaten .Handels durch öffentliche Bedarfs- Vermittlung macht die leichte Verderblichkeit von Obst und Gemüse «unb die mit ihr zufammeuhängende lokale Absatzzersplitterung törMöglich: cr ist auch keineswegs nötig. Dagegen ist dafür zu sorgm, daß die bedenklichen — und gegenwärtig doppelt und dreifach bedenklichen — Folgen der Absatzzersplitternng befeiticjt Serbien: die Ungleichmäßigkeit der Versorgung (Ueberschuß in den duim bevölkerten Anbaugebieten, Mangel in den Berbrauchs- nentren^ und der Vvrratsverlust durch Verderben großer Mengen »licht abgesetztcr Ware. Hier soll die neue Organisation eingreifen. Sie will einmal feste Lieferungsverträge abschließen und mit ihrer Mfe das Angebot in den Verbranchsmittelpunkten vermehren; fie will außerdem in eigene und in großer Zahl errichtete Ab- »rahmestellen bestimmte Obst- nnd Gemüsesorten auch ohne Liefern ngsv ertrage und ohne vorherige Anmeldung entgegennehm eu tzrnd zweckmäßigster Verwertung zuführen. Leitgesichtspnukt bleibt dabei, daß das, was dem Frischkonsum nicht zur Verfügung gestellt a>der von ihm nicht ausgenommen werden kann, möglichst restlos Bcmfertnert werden Muß. Damit dies Ziel erreicht werde, hat die Reichsgemüsestelle durch» die Verordnung das Recht erhalten, von allen Betrieben, die sich mit der Haltbarmachung von Obst und lGemüfe befassen, die Verarbeitung der Mengen zu verlangen, bie si- ihnen zuweist: die Betriebe sind verpflichtet, solchen Aufträgen nachzn kommen. Wenn, wie Man zuversichttick erwarten Lars, die neue Stelle ihrer Tätigkeit von vornherein in großem Stile mit möglichst ausgedehntem Wirkungskreise und dezentralisierter Sammelorganisation mrfnimMt. wird sie für die Nährversor- r g im — vorläufig unvermeidlich sleischknappeu — Sommer und die Mldung von NLHrwertreserveu für den Winter höchst Wichtiges leisten. _ . _. rr m r ** Mastanstalt in TraUnstern. Zur bestereu Regelung der Fleischversorgung hat die Stadt Traunstein nach! dem Vorbilde anderer Städte eine statische Schweinernastanstalt eingerichtet, .En der z Zt. 150 Schweine untergebracht sind. Das Futter für iftt Tiere wird ans den Abfällen der Haushaltungen bestritten, ortspolizeiliche Maßnahmen find getroffen, dre diese Abfälle der Mastanstalt zuführen. Es würde sich empfehlen, wenn vuckr andere Städte diese einfache und zweckmäßige Regelung ihrer Meischversorgung und Abfallverwertung vornehmen würden. , **Minderwer1igeSalatöleuudSalatöleriatz Nachdem in letzter Zeit "wiederholt behördliche Warnungen vor dem Ankäufe der zu hoben Preisen in den Handel gebrachten so- genannten Salatol-Ersatzmittel erfolgt sind, werden neuerdings 'riese aus gelbgefärbten schleimigen Pflanzenauszügen bestehenden wortlosen Mittel nicht mehr als Oelersatzstoffe, sondern unter W^mtasienamen wie Salat-Tunke oder dergleichen im Verkehr vnge troffen. 2luch diese Erzeugnisse sind als Salatöl-Ersatzmittel völlig ungeeignet, da sie weder den Nährwert, noch den Genußwert LesSalatöls -tu ersetzen vermögen. Vielfach stellen die neuen Er- Aengmsse lediglich künstlich gelbgesärbte und mit .Kochsalz versetzte verdünnte Essige dar, deren'Materialwert in keinem Verhältnis tzu ihrem Verkaufspreise steht. Es kann daher nicht dringend genug ftttjr dem Llnkcmfe dieser Erzeugnisse, die zum Teil als „billige eoenhett " ,nur solange Vorrat reicht" und in ähnlicher rellamc- er Weise an geboten wurden, gewarnt werden. Währeno gewöhn- i Speiseessig Mindesteiis 3,5 Prozent Effigsäure enthalten muß, Hetzen die fertigen Salattunken des Handels trotz ihres hohen Dreffes als wirksame Stoffe sestgestelltermaßen nur 1 bis 1,6 Prozent Essigsäure und 2,5 Prozent Kochsalzzusotz. Dm käuflicheir WLrwmken können daher im Hanshälte sehr leicht entbehrt iverden La die Zubereitung schmackhafter grüner Salate leicht bei Ver fctt&img der üblichen Gewürze, Salz und Pfeffer, durch Beigabe *iner gekochten und zerkleinerten Kartoffel WM Effig oder von etwas Schnittlauch bezw. Zwiebel gelingt, während , bei Kartoffelsalaten tzrchen Salz und Essig schon der Zusatz von einigen MloffelnMilch vder von etwas Gartenkresse oder Lauch wohlschmeckende Gerichte fljSert Auch die Beigabe einer auch! nur geringen Menge von in Würfel zerschnittenem und ausgelassenem Speck oder emes Eigelbes Erhöhen bekanntlich den Wohlgeschmack und Nährwert der -Ällat- jverichte. Sehr bewährt hat sich! auch eine Salattunke, die durch Küfftchen einer kleinen Mehlmenge in wenig Milche und Beimischung von Essig bis zur gewünschten Konsistenz leweüig rm Varrshalte frisch bereitet wird. ... , m * Das heutige Kreisblatt bringt mehrere Bekannt imachungen, die sich mit der Regelung des Vieheinkaufs in der Pro uinz Oberhessen und der Lieferung von Schlachtvieh zur Fleisch Versorgung dev Bevölkerung befassen. , ** Brotmarken von Angehörigen aus de mR e ^ierunasbezirk Koblenz haben in Hessen keme Gültigkeit Äacker, Gastwirte und Hotels seien besonders daraus hmgewiesen, Laß diese Marken bei der Mehlverteilungsstelle nicht angenommen werden. _ „ Landkreis Gießen. e. Alten-Bus eck, 23. Mai. Dem Unteroffizier und Fahnen schmied Ludwig Meisel von hier, Drag.-Rgt. 24, Inhaber der 'Hessischen Tapferkeitsmedaille, wurde das Eiserne Kreuz 2 Klasse verliehen unter gleichzeitiger Beförderung zum Sergeanten und ber-Fahnenschmied. * _ , _ . „ r , ^ XGrotzc».Linden. 22. Mal. In der Nnckt vom Sonn jtaa zum Montag wurde in der Alte Heerstraße ein Einbruchs- dieb stahl verübt. Der Dieb hat I-inem OpIer, der Arbeiter- und Kriegersrau Heinrich Seth aus der Küche alle Wirten von Lßwaren mitgenommen. — Zu derselben Gegend wurden kürzlich Linem Eisenbahner einige Hasen gestohlen. I e Kesselbach, 23. Mai. Am 20. Mar bs. Is hielt dre Spar- und B o r f ch n ß k a f s e zu K>esselbach ihre Generalver Aämmtnng rn der Wirtschaft MerUnger ll. dahrer ab. Dre Mrt glieder waren auA nah und fern sehr zah!lreich erschrenen. Es wurde .die Rechnung für das Fahr 1915 von dem Rechner Becke r II 'verlesen, womrck trotz des zwecken KcieMahres ern gul^ Resnttat jerzielt wurde. Der Gesamttrmsatz belief srch auf 1 044 777.61 Mk. Ms konnten auf ein Stanrmguthaberr der Mrtglreder von pd 9ol,iö Mgrk 10 Prozent Dividende verteilt und der Reservefonds mck »roch mehr als dem gesetzlichen Prozentsatz erhöht worden. Daher wurde einstimmig'beschlossen, dem Hilfsverern des Roten Kreuzes N.00 Mik. zu übermitteln. Kreis Büdingen. -4 L ißber g, 23. Mar. Ta unsere alte Orgel vor kurzem so gründlich versagte, daß aus ihr nicht mehr der geringste T-on herauszubringen ivar, so mußte trotz der teuren Kriegszeit dr« Anschaffung einer neuen Orgel von dem Kirchenvorstand unfy, der Kirchen gemeinde Vertretung beschlossen werden. Tank der auch auf dem Gebiete der Kriegsfürsorge schon vielfach hervorragend be- währteir Opserwilligkeit der ffcmen Gemeinde und der regen Tätigkeit ihres rührigen Geistlichen konnten innerl)alb kurzer Zeck 2000 Mark für die Neuanschaffturg gesammelt mcd die neue Orgel bei der bekannten Orgelbaufirma Nikolaus und Förster in Lich in Auftrag gegeben werden. Tie feierliche Einweihung der neuen Orgel soll schon kurz nach dem Pfingstfest durch einen Festgottesdienst und ein Kirchenkonzert erfolgen. Auch soll die Kirche noch im Laufe dieses Jahres die schon längst von vielen als ein Be- ürfnis empfundene Heizungsanlage erhalten. . 4 Ortenberg, 23. Mai. Unsere durch den Krieg schon seit einiger Zeit verwaiste Kinderschule konnte in diesen Tagen dank des Entgegenkommens des Elisabethensttftes in Darmstadt zur großen Freude der Kleinen und zum .großen Segen unserer/ ohnedies schon vielbeschäftigten Krieqerfrauen wieder eröffnet werden. Die Schute wurde kriegsmäßig mit Frl. Arbogast aus Mainz--Kostheim besetzt. — Am Mittwoch, den 24. d. M.,^ abends 9 Uhr, hält Missionar Gsell, Pfarrer an der Weißfrauen- gemeiirde in Frankfurt a. M. in unserer Kriegsbetstunde einen Bortrag über „Die Weltmission im Weltkrieg". — Eine große Freude konnte die Einmachstelle des hiesigen Franenvercins und Zweigvereins vom Roten Kreuz in dieser ob st- und gemüie- armen Frühfahrszcit verschiedenen Lazaretten bereiten. An die Makerialienableilung des Hessischen Landesvereins pom Roten Kreuze in Darmstadt wurden für Feldlazarette 13 große Kisten mit eingemachtem Obst und Gemüse, 45 Eimer mck Latwerge und ein großes Faß Sauerkraut abgesandt, in die Lazarette Roßlas gingen als Geburtstagsspende für die Prinzessin Mathilde zu Stolberg- Roßla gleichzeittg 4 Kisten mit eingemachtem Gemüse und Obst, Obstsast und gedörrtem Obst, sowie 8 Eimer Latwerge ab. Die Gaben erregten natürlich überall! die größte (Freuds ünd Danlbarkert. Kreis Schölten. 8 H e r ch e n h a i n , 23. Mai. Wehrmann AUgifft T i e tz, im Feld-Art.-Regt. Nr. 61, erhielt vor wenigen Tagen das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Mit ihm haben nun die drei Brüder Dietz von hier diese Auszeichnung erlangt. Der jüngste machte als attiver Unteroffizier in der Leib-Komp. Kaiser Wilhelm-Regiment Nr. ,116 die Schlacht bei Anlov am 22. August 1914 miß wurde dabei so chwer verwundet, daß er entlassen werden mußte. Der älteste, Geftecker Wilhelm Dietz, nahm im Mai vorigen Jahres un Nef.- Jns.-Regt. Nr. 219 an den Schlachten in Galizien teil, und wurde dort durch Granatsplitter am linken Oberarm schwer beschädigt. Er wurde mit der Auszeichnung des Eisernen Kreuzes auch zum Gefreiten befördert. Der zweite machte schon einmal die Schlachten in Masuren im Februar 1915 mit, wurde dort leicht velMMidel und dann nach erfolgter Genesung dem Feld-Art.--Regt. Nr. bl zugeteilt, wobei er bis zur Stunde mit seinem Regiment alle Kämpfe mitmachte. Kreis Friedberg. Q. Bad-Nauheim, 23. Mai. Durch die Freigebigkeit emes ungenannten Wohltäters ivar es der Stadt niöglich, an 300 minderbemittelte Familien je zirei Psnnd ütten Speck das„Psund zu 1 Mk. abzilgeben, während sonst der Preis 2,50 Mk. beträgt. o-o D i 'l b e l, 22. Mai. Vorgestern nacht drang wiederholt cm großer Hund in die auf dem Felde eingepferchte Schafherde des hiesigen Schäsereibesitzers H a r t m a n n und zerriß zwei 5 ch a f e. Das Fleisch der zerrissenen Schafe, deren Wert nian weit über 2 00 Mark schätzt, wurde der Freibauk überwiesen. Eigentümer dieses Hundes (Wolfshund) ist Gemeinderatsmitglied Reck dahier, der zurzeit in Frankreich im Felde steht. Starkenburg und Rheinhessen. sc. Aus Rheinhessen, 23. Mai. Auf dem Markt in Heidesheim wurden vorgestern bie ersten Kirschen zum Ver kam' gestellt: bas Pfund kostete 80 Pfennig. Hessen-Nassau. ][ Kirchhain, 23. Mai. Das LandratSamt macht bekannt, daß grüner Roggen und Weizen nicht verfüttert werden darf. Wenn sich die Halme aber so gelagert haben, baß sie zu verderben drohen, kann bas Abmähen gestattet werden, wenn es das BürgermeisteraTüt bestätigt und die Bescheinigung dem An ttage beigefügt ist. ^ „ • = Frankfurt a. M., 23. Mai. Kapellmeister Pollak vom hiesigen Opernhause beffudet sich augenblicklich in Amerika, wohin er vor mehreren Monaten zur Abhaltung van Konzerteu Urlaub erhielt, auch die Zusicherung fteien Geleits für die Rückreise bekam er. Jetzt verweigert England das fteie Geleit. Infolgedessen muß die Opernrntendauz den Kapellmeisterposten neu besetzen und hat die Stelle berecks ausgeschrieben, allerdings zunächst für die Spielzeit 1916—1917. Bis dahin hofft man den seit Jahren bewährten Kapellmeister wieder „daheim" zu haben. -- Fran kfur t a. M., 23. Mai. Die 60jälirige Ehefrau des Packers Simmedinger wurde heute ftüh gegen 4 Uhr im Hausflur ihrer Wohnung, Fahrgasse 136, tot auffgeftlnden. Der Ehemann ist mit der Verstorbenen bis gegen 11 Uhr abends in einer Sachsenhäuser Aepfelweiuwirtt'chcrft gewesen und dann gemeffl- sckaftlich mit ihr nach Hanse gegangen. Beide waren angetrunken. Nach Angabe des Mannes ist die Fran zuerst in das Haus gegangen, während er noch auf der Sttaße verweilt habe. Beim Betreten des Hauses habe er bie Frau tot am Boden liegend anfge- ftrrchen Ob >ein Verbrechen vorliegt, ist rroch nicht aufgellärt. Ter Ehemann wurde vorläufig in Lmft genommen. — Im Eschershei- mer Villenviertel überraschte ein Hausbesitzer zwei Einbrecher, vielfach vorbesttafte Zuchthäusler, als sic eine unbewohnte Villa ausplündern wollten. Mck vorgehaltenem Jagdgewehr konnte der Herr die beiden Räuber solange in Schach halten, bis Schutzleute kamen und die Burschen verhafteten. ... ^ . fc. Wiesbaden, 22. Mai. Das Ergebnis der Bein kreszcnz M Regierungsbezirk Wiesbaden im Jahre 1915 hatte in den Weinbau treibenden Kreisen des Bezirks folgendes Ergebnis: Frankfurt a. M. 80 Hektoliter, Höchst a. M. 7,20 Hektoliter, Limburg 32,30 Hektoliter, Oberlahn 152 Hettolcker, Ober- tauuus 2,20 Hektoliter, Ilheingau 55 181,18 Hektoliter. Die Gemeinde Hallgarten hatte den höchsten Ertrag, 6000 Hektoliter bei einem vollen .Herbst und guter Qualität. St. Goarshausen 6 819,30 Hektoliter. Die Gemeinde Kestert steht hier mit 1 500 Hek tolitcr, bei einem halben Herbst obenan. Unterlahn 423,40 Hekto liter- die Gemeinde Obernhof hatte in diesem Kreis die höchste Kreszenz 187 Hektolcker, bei 2/3 bis 3/4 Herbst. Wiesbaden-Land 6 137,51 Hektoliter, die Gemarkung Hochheim mit 2 858 Hektoliter bei einem halben Herbst marschiert hier an der Spitze. Wiesbaden Stadt 309,20 Hektolcker. Im Ganzen wurden geerntet bei eurem Weinbergland von 2 933 Hektar und 21 Ar im Regierungsbezirk 69 144 Hektoliter 29 Lcker. Im berühmten Weinjahr 1911 war der Ertrag im Bezirk bei einer Weinbaufläche von 2 941 Hektar 49 Ar, 64 060,64 Hektoliter. Jnr Jahre 1912 betrug die Wernkreszenz 58 014,85 .Hektolcker und 1913 9 281,70 Hektolcker. fc W ies b ad en , 23. Mai. Die Königin Don Wärt Lemberg, bie hier zum Besuch des Königs Wilhelm des Zwecken mehrere Tage geweilt, hat sich nach Schloß Neuwied begeben. fe ©ab Orb, 23. Mai. Tie hiesige Kinderhe ila n stal mar im abgelaufenen Jahre von 1913 Personen besucht, davon waren 1482 Kinder und 431 Erwachsene, meistens ans der Provinz Hessen-Nassau. Diese Besuchszisferu sind seit Bestellen der Anstalt nod} nicht erreicht worden. Von den Besuchern wurden 1472 Per sonen entlassen und zwar 635 als völlig gelieckt und 837 als ge bessert Diese Kurerfolge sind vor allem durch die allgemeine und örtliche Bestrahlung mit der Quarzlampe herbeigeführt worden. fc Aus dem Maiutal, 22. Mai. Die Heuernte hat hier bereits begonnen. Sie liefert einen sehr guten Ertrag. Wenn die Witterung günstig bleibt, rechnet inan in Anbetracht der frühen Jahreszeit auf eine dreimalige Schur. Auch der erste Kleeschnitt hat hier und da begonnen. ^ . Gerickt-saal. rz. L e i p z i g , 22. Mai. Das Landgericht Gießen hat am März den SchwemeHändler Wilhelm Kloß wegen Vergel-enü gegen das Viehseuck>engesetz und Vmutzuug einer ialschsn Urkunde, ämlich eines Ursprungszeugnisses, für eine Anzahl Ferkel zu Näouaten Gefängnis verurteilt, fenrec den Milangc'klacp'en Rausch, der Beigeordneter einer Lanogemernoe ist und das Zeugnis ausgestellt hatte, megen Beihilfe zu dem Vergehen der Urkundenfälschung zu 6 Wochm Gefängnis. Die nur von R. eingelegte Revision wurde vom Reichsgericht verworfen. — Bayreuth, 23. Mai. Am 28. Januar d. I. wurde bei Bamberg die schrecklich zugerichtete Leiche eines Mädchens, Babette D i l l i g , gesunden. Ter Hinterkopf der Toten ivar zertrümmert. Hals und Schultern zeigten tiefe Messerstiche. Als der vermutliche Täter wurde der Bruder des Mädchens, Georg Dillig, verhaftet, dessen auffallendes Wesen verdächtig gemacht hatte. Als Grund für die Bluttat wird angenommeu, daß Streitigkeiten zwischen den Geschwistern wegen Uebernahme eines Anwesens bestanden Die Getötete wollte nach dem Kriege ihren Verlobten heiraten nnd der Bruder ein Mädchen ans Törflems; es hatte darum schon mehrfach Uneinigkeit gegeben. — Der Angeklagte Dillig hat bis jetzt ans das entschiedenste die Tat geleugnet; er schwört, das; er unschuldig sei und von nichts wisse. Seit gestern sind vor dem Obersränkischen Schwurgericht die Verhandlungen im Gange, für die vorläufig eine Dauer von dre Tagen festgesetzt ist. H Marburg, 23. Mai. Der Geh. Medizinalrat Professor Dr. Mannkopff hat seine reichhaltige B ü ch e r s a m m l u n g, etwa 1300 Bände, der hiesigen Universitätsbibliothek überwiesen. Märkte. Gießen, 22. Mai. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfd. 1,90-0,00. Hühnereier das Stück 20-00 Psg., Käse das Stück 10—00 Pfg., Kasematte 1 Stück 3-0 Pfg., Kartoffeln der Zentner 0,00 bis 0,00 Mark, Aiilrh das Liter 30 Psg., Spinat 25-30 Psg. das Pfd., Gelberüben 00-00 Pfennig das Pfd., Rosenkohl 25-30 Pfg. d. Pfd., rote Rüben 0-0 Pig., Zwiebeln das Pfund 50-60 Pfq., Nüsse 100 Stück 00-00 Pfg., Blumenkohl 00-00 Pfennig, Sellerie 0-00 Pfennig das Stück, Grünkohl 20-25 Pfg., Feldsalat 10-12 Pfg. — Marktzeit von 7 bis 1 Uhr. fc. Frankfurt a. M., 22. Mai. Frucht- und Futter- m i t t e l m a r k t. Das Geschäft am Fruchtmarkt ist still. Ter Verkehr hält sich weiter in sehr engen Grenzen. Futtermittel wurden kaum beachtet. Für Steck- und Runkelrüben bestehen Nachfrage. Preise ivurden nicht genannt. fe. Frankfurt a. M., 22. Mai. Kartoffelmarkt. Kar- toffeln 10,60 Mk. per 100 Kilo, in loser Ladung ab Versandstation bei Abnahme von mindestens 500 Kilo. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 24. Mai 1916 Wechselnd bewölkt, meist trocken, Temveratur ivenig geändert. Letzte Nachrichten. Der Kaiser und die Ernährungssragen. Berlin, 23. Mai. Ueber den Empfang der ReichstagZ- und Landtags Präsidien beim Kaiser erfährt das „Berliner Tageblatt" noch, daß sich dabei, soweit politische Tinge überhaupt berührt wurden, die Unterhaltung fast ausschließlich um die Er nährungs fragen und die neuen Maßnahmen gedreht hat. Ter Kaiser soll die bcsckmmLe Erwartung ausgesprochen haben, daß es nun gelingen werde, den Mißstand — denn um einen wirklichen vder gar bedrohlickstm Notstand könne es sich nicht handln ein schnelles Ende zu machen. Eine Antwort des Kanzlers. Berlin, 22. Mai. Wie der Berliner „Lokalanz." erfährt, hat der Reichskanzler Herrn Karl v. Wiegand, dem bekannten Vertreter verschiedener amerikanischer Blätter (u. a. der „New York World" und „Washington Post") eine Unterredung gewahrt, in der er ausführlich aus die letzten durch Sir Edward Grey einem amerikanischen Korrespondenten gegenüber getanen Aen^- rungen eingeht und auch die Rede Poincares in Nancy streift. Soweit wir über diese Unterredung des Reichskanzlers mck Herrn, v. Wiegand unterrichtet sind, hat .Herr v. Bethmann> Dolllveg in weit ausholender Weise die wiederholten Greyschen Behauptungen widerlegt, als sei Deuffchland als Friedensstörer Europas zu betrachten. Im großen mrd ganzen scheinen die Ausführungen des Kanzlers in leine Aufforderung an die Minister der Ententemächte und besonders an Sir Edward Grey, der das JttedensbMdrfnis Enalands so ausdrüMch betont hat, auszuklingen, doch lieber endlich, wenn wirllich der Friede gewünscht wird, Anschuldigungen und nebelhafte Beteuerungen gehabter oder noch zu erringender Erfolge beisecke zu lassen und mit deutlich verständlichen Feststellungen dessen hervorzutreten, was sie von einem Frizens- schlnß erwarten, der diesem mörderischen Krieg auf der Grundlage der wirklichen Kriegslage ein Ende zu setzen imstande sein soll Nur auf diese Weise toäre es möglich,, einer Verwckllichung dm heutigen Sehnsucht aller Völker nahe zu kommen. Der volle Text der Unterredung wird voraussichtlich Dienstag früh zur Veröffentlichung gelangen. Rumäniens wirtschaftlicher Anschluß an den Vierbnnd. Bukarest, 23. Mai. Die rumänischen Verhandlungen, mck der Türkei zum Abschlliß eines .HandelsVertrages .nach dem Muster des mck den Mittelmächten geschlossenen, haben begonnen. Die 2lbgesandten der rumänischen Jmportkommission in Kon- stantinopel haben mit den türkischen Unterhändlern bereits ein prinzipielles U eberein kommen erzielt. Die rumänffche Regierung werde den Vertrag indes nicht eher unterzeichnen, ehe die Türken die Preise für die dlusftchrwarcn festgelegt haben. „Italiens Schicksalsstnnde". ö l n, 23. Mai. Laut der „Köln. Ztg." nennt das.Kopenhagen er „Extrabladet S ch i ck s a l s st n n d e. das österreichische Vorgehen Italiens Die Italiener scheinen vorläufig außer Stande, den Vormarsch des österreichischen Zentrums auszuhalten. Die italienische Presse verhehlt nicht chre Beunruhigung. Auch die „Jdea nationale" meint, die italienischen Truppen befänden sich in einer etwas krittschen Lage, wenn durch den Ve^lguf der Kämpfe auf den anderen Kriegsschauplätzen nicht bald indirekte Hilfe gebracht werde, wo zurzeit 4n Stillstand emgetreten zu sein scheine. Das Blatt fragt, wann eigentlich die Heeresleitung der alliierten Mächte sich entschließen wollte, jene g.r 0 ße Aktion aut der Einheitsfront einznlecken. Die Zeck des Zögerns sollte vorüber sein. Man müsse nachdrücklich wünschen, daß die Alliierten von Worten zu Taten übergingen. Eine griechische Stadt von den Italienern bombardiert. Zürich, 23. Mai. Die Schweizerische Telegraphenckifor- matton meldet aus Mhen: Italienische Truppen bombardierten den griechischen Ort Basar y an der Grenze des Evirus, mn die Bevölkerung zur Räumung zu zw«gen. Das Regierungsblatt „Neon Asch" meldet, die Regierung habe Maßnahmen getroffen, um eine Wiederholung unmöglich zu machen. Todes-Anzeige. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß starb am 13. Mai im Glauben an seinen Herrn und Erlöser unser lieber, unvergeßlicher Sohn, Bruder und Enkel stiid. agr. Wilhelm Germer Unteroffizier und Offiziers-Aspirant im Infanterie-Regiment Nr. 116 Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse an den Folgen einer leichten Verwundung im Kriegslazarett in seinem 22. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Familie Johannes Germer II. Klein-Linden, 22. Mai 1916. 3939 Nachruf. r. und ganz unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass am 28. April mein lieber,-unvergesslicher Mann, der gute Vater seines lieben Töchterchens, unser lieber braver Sohn, Bruder Schwiegersohn, Schwager und Pate Georg* Körner Gefreiter im Res.-Inf.-Regt. 249, Inh. der Badischen Tapferkeitsmedaille im blühenden Alter von 23 Jahren auf dem Felde der Ehre gefallen ist. In tiefem Schmerz: Frau Luise Römer, ged. Weil n. Kind Familie Römer, Familie Weil. Vetzberg, den 22. Mai 1916. Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung! 09781 «Abu Heldentod fürs Vaterland starb am fgäjS $58? LL August Hofmann MsskEr t» Res.-Juf Regt. 224, LI.Komv. im 2t Lebens fahre. 395 ß tiefem Schmerz: Sltzrckethk Hsfnwnn Ww.. gcb. Michel. Wieseck, Mannheim, Plettenberg, d. W. Mai 1916. Ihre am 13. Mai vollzogene Kriegstrauung zeigen an PAUL JUNG zurzeit im Heer LUISE JUNG geb. Hainbach Oießen o»7»o Pr die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme bei dem Heimgänge unseres unvergeßlichen Km» Louis Kolber.ii sagen innigsten Dank Für die Hinterbliebenen: Arail Mim Mmm, zeS. Sslbttg. Gießen, den 23. Mai 1916. f Danksagung Für die uns allseitig in so reichem Make bewiesene aufrichtige Teilnahme bet dem Him srbetdw unseres teuren Vaters Wilhelm Hartmann sagen wir allen unfern innigsten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen- Metzen, den 22 . „ )?H7 Ochjltltzkr Krtrilg | Donnerstag, den 25. Mai 1916, abends 8% Uhr pünktlich, im großen Hörsaal der Universität Herr «epr Steift GelftOch „ginnlanö" (mit Lichtbildern) Numerierte Plätze zu 1 Mark, nichtnumerierie zu 50 Pfg. Mitglieder der Unterzeichneten Vereine des I. Vortrags zahlen im Vorverkauf 70 Pfg. u. 30 Pfg. Vorverkauf in der Ferber'schen, Frees- schen u. Ricker'schen Universitäts-Buchhandlung. Es laden zum Besuch des Vortrags ein [ 8 » m d Bic vereine des I. (Balten) Vortrags. . . , Mittwoch von 3 bisUhr und Sicheln SlMMt imSoldlltenhelM Edgar Borrmann, Eisenhandlunq, Giessen, >- Gut sitzende Weisse Damenblusen bestes Fabrikat Neuheiten apartester und geschmackvollster Art empfehle ich in Qppiger Auswahl. Voile-Blusen mit ™„ d e T nen Handarbeiten in allen Grössen vorrätig. Carl A. Hartmann Wäschefabrik Lichtspielhaus, Bahnholstrasse Ab heute HE 1 IHY PORTEN Der Liebling aller Kino-Besucher in ihrer neuesten Filmschöpfung: IHR BESTER SCHUSS Tiefergreifendes Lebensbild in 3 Akten. Dazu ein sehr gutes Beiprogramm. Militär nach dem Feldwebel abwärts zahlt werktags die Hälfte. 8957 ' Hotel Schütz Heute abend 8 Uhr Künstler-Konzert Operetten-Abend Bei guter Witterung im Garten. L,. Klinker. Mlise«S©lmle Beginn neuer 10-Wochen-Kurse in Kochen, Wein- nahen, Handarbeiten, Schneidern, Bügeln am Mittwoch, der« ;ü. Mai ssgsrs ”• L. S ü s s Marktstrasse 9/11 — Wettergasse Schuh-Haus grosses Lager aller Sorten Schuhen und Stiefeln, schwarz und braun in allen Preislagen Sandalen . Tennisscliuhe Alleinverkauf der berühmten „HERZ“- Schuhwaren Milch-Centrifugen Buttermaschinen MtelsAeideililislsiiileil Schrotmühten Haferquetscheu Knochenmühlen Futterdämpfer Kartoffelquetschen Puhmühlen, Trieure Jauchepnmpen Fauchefäffer Dezimalwagen usw. empfiehlt in neuesten Konstruktionen >3947 M. Rosenthai, Liebigstraße 13, Forcsjir. 77. 3954 ' s Anzüge 21 08 Müt * en iimiiniiiiin Hauben "ülji" Tücher Hosen gaiomon Schuistr. 3944a Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Saasen für 1916 liegt von Freitag, den 26. ds. Mts. ab, eure Woche auf dem Amtszimmer des Bürger- mersters zur Einsicht offen. Einwendungen können wahrend dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. Zu der zu erhebenden Umlage werden auch die Ausmärker herangezogen. Saasen, 21 . Mai 1916. Großherzogliche Bürgermeisterei Saasen. S ch e p p. 3942 werden ansgebessort und ßnßde $ Go., Selterswog 52, Gießen, (1851) Zur Saat in den Sorten firafZeppelinJeisierstfick, Riesen - Scblachtseliwert, Piiänoraen, rbein. Speck, Prunk ii. s. w. offeriert in bekannter Qualität |383( moiler'fdje .... ieber Tageszeit. Für g-Mssenhaft? nüfjww'bctfens 5 °m?ge^a«en''' Cuft ’ Uni> Sonnenbäbe ''- SdjroRnmunterridjt zu »arme Der £a ,,n ,6« R . — L lÄÄ 'ein - Pb. IHfiller, Babeanftaltsbefiljer