Ar.M Der «fe^err erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SlcheL-rFamilienblartcr; -weimalwöchentl.Ureir- blatt snr Un Kreis ® iefeen (Dienstag und Freilag): rweinml monatl. Land- VirlschafNicheSeilfraßeu Ferujprcch - Anschlüsse: iürdieSchristleitung112 Verlag, (Äeschästsstelleöl Adresse für Drahtnachrichten: »nzriger Sichen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erstes Mit , 166 . Zahrgang Montag, 22. Mar M6 General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindrnckerei R. Lange. LchrtftleiLung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchnlstr.7. BezngSvre'. ,. monaÜ. SV P(., viertel- jäürl. Mk. 2.65-. durch Aohole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk. 2.45 Vierteljahr!. aitsschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokallSPf., ausw. 20 Pf. — Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr.R.Zenz-, für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen leie Erfolge am „Toten ftotf. Oesterreichische Stege und wachsende Gefahren für die ILüliener. (WTB.) Großes Hauptquartier, 20. Mai. (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. In den Argonnen drangen deutsche Patrouillen nach eigenen Sprengungen bis in die zweite feindliche Linie vor. Sie stellten beim Feinde starke Verluste an Toten fest und lehrten mit einigen Gefangenen zurück. Gegen unsere neugewonnenen Stellungen beiderseits der Straße Hmrrourt—Esnes wiederholt gerichtete Angriffe wurden wiederum glatt abgewiesen. Fünf feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen und zwar eines durch Jnfanteriefeuer südlich von Vailly, die anderen vier im Luftkampf bei Aubreville, am Südrand des Hessenwaldes, bei Avocourt und dicht östlich von Verdun. Unsere Flieger griffen feindliche Schiffe an der flandrischen Küste. Nnterknnftsorte. Flughäfen und Bahnhöfe bei Dünkirchen, St. Pol, Dirmude, Poperinghe, Amiens, CHL- lons und Suippes mit Erfolg an. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. In der Gegend von S m o r g o n brachte ein deutscher Flieger nach Luftkampf ein russisches Flugzeug zum Absturz. Balkan-Kriegsschauplatz. Keine beso,Heren Ereignisse. Oberste Heeresleitung. (WTB.) Großes Hauptquartier, 21. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Auf den Süd- und Südweschängcn des „Toten Mannes" wurden nach geschickterArtillerievorbereitung unsere Linien vorgeschoben. Einunddreißig Offiziere, e i n 1 a u s e n d d r e i h u n d e c t s ü n f z e h n M a n n wurden als Gefangene cingebracht, sechzehn Maschinengewehre und achtGeschütze find außer anderem Material erbeutet. Schwächere feindliche Gegenstöße blieben ergebnislos. Rechts der Ntaas ist, wie nachträglich gemeldet wird, in der Nacht zum 20. Mai im Caillettewald ein französischer Handgranatenangriff abgeiviesen worden. Gestern gab es hier keine Jnfantcrietätigkeit, das beiderseitige Artillerieseuer erreichte aber zeitweise sehr große Heftigkeit. Kleinere Unternehmungen südwestlich von B e a n m o n t und südlich von Gondrexon waren erfolgreich. * Bei Ostende stürzte ein feindliches Flugzeug im Feuer unserer Abwehrgeschütze ins Meer. Vier weitere wurden im Luftkampf abgeschosscn; zwei von ihnen in unseren Linien bei Lorgies (nördlich von La Vassee und südlich von Cha- teau Satin, die beiden anderen jenseits der feindlichen Front im Bourrus-Walde, westlich der Maas) und über der Cöte östlich von Verdun. Unsere Fliegergeschwader haben nachts Dünkirchen erneut ausgiebig mit Bomben angegriffen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Balkan-Kriegsschauplatz. Die Lage ist im allgemeinen unverändert. Behinderungen, die durch erhebliche Uebcrschwemmungen im Wardar- tale eingetreten waren, find beseitigt. Oberste Heeresleitung. * Berlin, 20. Mai. (WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 19. zum 20. Mai hat ein Marineflugzeuggeschwader von der flandrischen Küste aus die Hafen- und Befestigungs-Anlagen von Dover, Deal, Ramsgate, V r o a d st a i r s und Marga te ausgiebig mit Bomben belegt und dabei an zahlreichen Stellen gute Brand- und Sprengwirkung beobachtet. Die Flugzeuge wurden von feindlichen Landbattcrien und Bewachungsfahrzeugen heftig beschossen. Sie sind sämtlich unversehrt zurückgekehrt. Der Chef des Admiralstabcs der Marine. * i • Am gestrigen Sonntag schrieb der Berner „;öuub", daß „die Ereignisse ins Rollen kämen", denn die keine Opfer scheuenden Gegenangriffe der Franzosen bei Verdun vermöchten nicht, ihnen eine Erleichterung ihrer strategischen Stellung zu verschaffen. Da war dem Schweizer Blatte der neueste deutsche Tagesbericht noch nicht bekannt. Das zermalmende deutsche Rad ist inzwischen wieder ein Stück weitergedrückt worden, und zwar ein beträchtliches. Am „Toten Mann", bei den Höhen 265 und 295 westlich von Cumiöres ist die deutsche Linie erbeut vorgeschoben worden, und unsere Truppen, die in die feindliche Artilleriestellung am Süd- und Südwestabhang des „Toten Mannes" eingedrungen sind, haben nicht weniger als acht Geschütze erbeutet, 31 Offiziere und 1315 Mann gefangen genommen. Dais oeutsche Heer ist damit der Straße Esnes—Cumiöres näher gerückt. Im übrigen sind im Westen, an den Abschnitten südlich der Somme, der Aisno, der Champagne, der Argonnen und der Vogesen zwar örtliche Kämpfe im Gange; aber sie lassen, wie der Berner „Bund" sich ausdrückt, „nur erkennen, daß bis jetzt ans französischer Seite noch keine große Offensive zur Entlastung der Verduner Armee und auf deutscher Seite noch keine sekundierende Offensive zur Unterstützung der Verduner Operation gereift ist". An der englischen Front sind Minenkämpfe im Gange, die von den Engländern mit viel Geschick und Ausdauer, man möchte sagen, gewissermaßen als Sport betrieben werden, auf die Entwicklung der strategischen Lage aber keinen Einfluß haben. Die Deutschen erwidern mit derselben Waffe und haben auch hier die strategische Verteidigung beibehalten. Es zeigt sich mit jedem Tage deutlicher, daß die Offensive imferer Verbündeten in Südtirol nicht nur Augenblickserfolge erzielt hat, sondern aus ein großes Ziel drängt. Fassen wir an der .Hand einer Darstellung im Berner „Bund" noch einmal zusammen, was bis zum Siamstag, also vor den Ereignissen, die in dem neuesten österreichischen Bericht dar gestellt werden, erreicht worden ist. Den Hauptstoß haben nufere Waffenbrüder zwischen Brenta und Etsch gegen den Raum Schio gerichtet. Alls einer Front von vierzig Kilometer sind die Italiener ins Wanten gebracht, im Zentrum sogax in zehn Kilometer Tiefe auf eigenes Gebiet znrückgeworfen worden. Der Feind mußte das Etschtal bis etwa Chizzola räumen. Ferner sind die österreichischungarischen Truppen bis südlich von Piazza vorgerückt: sie haben durch Besetzung des ColsantoMassivs die Schlüsselstellung des dortigen Raumes an sich gebracht. Noch weiter nach Osten hat eine andere Abteilung unserer Freunde den Feind üb>er Monte Maronika imt> Coston d'Ärsiero nach Süden zurückgedrängt und die höchsten Erhebungen (1900 Meter) der nach vorn gelegenen italienischen .Hauptverteidigungslinien an sich gerissen. Bereits stehen, so erklärt der „Bund", die Oesterreicher vom Toraro bis Soglio auf den 'A n m a r s ch l i n i e n v o n A r s i e r o und nicht mehr weit von den Zugängen zur Talsenke von Sch io. Auf dem linken Flügel haben sie den Angriff über den Ar meutere a vorgetragen und die Italiener dadurch über Borgo hinaus zum Wanken gebracht. Nun muß sich zeigen, wo Ca- dorna den Angriff stoppt. Weiter darf er diesen Flankenstoß unter keinen Umständen kommen lassen, sonst greift er ihm in der Richtung S ch i o und A s i a g o ins Leben. Die Frage ist, ob er rasch genug gewaltige Verstärkungen herbcischaffen und Artilleriesperren anlegen kann und wie die Moral der italienischen Infanterie die Prüfung übersteht. Das beigegebene Kärtchen veranschcnllicht die Lage gut. Nach dem neuesten Wiener Bericht sind die Kämpfe nun auch auf die Hochfläche von Las rann ausgedehnt worden. Dieses Gelände liegt südöstlich von Trient und nordöstlich von Rovreit, bildet also das bisher noch fehlende Zwischenglied in der Angriffslinie zwischen Etsch und Brenta. Die erste feindliche Stellung wurde auch hier genommen. Die Erfolge auf dem rechten Mi-gel der Oesterreicher nnrrden wesier ausgedehnt. Von Col Santo (südöstlich von Rovreit) drangen unsere Bundesgenossen gegen beit weiter südöstlichgielegenen Pasnbto Lwr, der mit 3236 Metern die höchste Erhebung des Grenzgebietes bildet. Gs erfüllt sich also immer mehr, was der Berner „Bund" andentete. Den Italienern droht der Einfall in die Dalfenke von Schio. Der letzte Karnpstag, über den amtlich berichtet lwuxbe, hat den österreichischen Truppen über .AM) Gefangene mrd 25 Geschütze eirrgebracht. Ob Cadorna ein Besseres weiß als der „Eorrieve detla Sieva", der die Situnde ^e nr-ei n-' samen Handelns" für gekonunen erklärt und, wie wir es näher imNachrichtenteil verzeichnen,- einen höchst jämmerlichen Hilferuf an die Verbündeten ansstößt? Wenn der italienische Generalstab kein anderes „Gegengift", um mit dem genannten Blatte zu sprechen, bereithält, wird es ans den nationalen Traum der Italiener ein rauhes Erwachen geben. * - * Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 20. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wiiH verlautbart: 20. Mai 1916. Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Lage unverändert. I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz. An derSüdtirolerFront warfen unsere Angriffe den Feind weiter zurück. Jm Suganatal drangen unsere Truppen in Mnd- schein (Ronscgno) ein. Auf dem Armenterra-Rncken bemächtigten sie sich des Sasso Alto. Oeftlich des eroberten Werkes Campomolon sind die TonezzaSpitzen der Passo della Verna und der Melignone in unserer Hand. Hier versuchten die Italiener mit eilends zusammengerafften Kräften einen Gegenangriff, der sofort abgeschlagen war. Auch vom C o l S a n t o ist der Feind bereits vertrieben. Seit Angriffsbeginn nahmen unsere Truppen 257 Offiziere, über 12 900 Mann gefangen und erbeuteten 10 7 Geschütze, darunter zwölf 28-Zcntimeter- Haubitzen, und 68 Maschinengewehre. Unsere Flieger belegten die Bahnhöfe von Peri, Vicenza. Cittadella, Castelfranre, Treviso, Cassara und Civi- dale sowie die feindlichen Seeflirgstationen mit Bomben. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant. Wien, 21. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wirH verlautbart: 21. Mai 1916. Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts von Belang. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Kämpfe an der Südtiroler Front nahmen an Ausdehnung zu, da unsere Truppen auch ans der Hochflüche von Lafraun zum Angriff schritten. Der Gipfel des Armenterra-Rückens ist in unserem Besitz. Auf der Hochfläche von Lafraun drangen unsere Truppen in die erste hartnäckig verteidigte feindliche Stellung ein. Die aus Tiroler Kaiserjägern und der Linzer Jnfanterie-Truppeudiviiion bestehende Kampftruppe Seiner K. und K. Hoheit des Feldmarschallleutnants Erzherzog Karl Franz Josef erweiterte ihren Erfolg. Die Cima Vei Laghi und — nordöstlich dieses Gipfels — di Cima di Mesole fittfi genommen. Aach vom Borcola-Paß ist der Fenrd verjagt. Südlich des Passes fielen drei weitere 28-Zentimeter-Haubitzen in unsere Hände. Vom Co! Santo her dringen unsere Truppen gegen den P a s u l i o vor. Im Brand-Tal ist Langeben (Anghebeni) von u-»s besetzt. Gestern wurden über 300 0 Italiener, darunter 8 4 Offiziere, gefangen genommen, 25 Geschütze und a ch t AI a s ch i n e n g e w e h re erbeutet. Der Stellvertreter des Chefs des Gencratztabs v. Höfcr, Feldmarschalleutnant. Artillerie auf dem wirksames Feuer. Patrouillen in der Der italienische Ministerrat. Bern, 21. Mai. (WTB.) T«er gestrige italienisch Min ist errat, hem alle Minister beillwhnten, beschäftigte sch insbesondere mit den jüngsten militärischen Ereignissen und der Lage im Treuttno. Obwohl die amtliche Mitteilung an die Presse darüber nichts verlauten läßt, sondern nur von gefaßten administrativen Beschlüssen sprich,t, vertreten alle Blätter diese Ansicht Der „Corriere della Sera" schreibt, es sei klar, daß eine Prüfung der Lage an der ichlienischen Front Hauptgegenstand der Be sprechung des Ministerrats war. Kriegsminister Marone habe ausführliche Erfklärungen über die militärische Lage seit Beginn der österreichischen Offensive gegeben. Der „Secolo" schreibt, daß nach den Ausführungen Mavones der bereits gefaßte Beschluß rückgängig gemacht worden sei, zum Jahrestage der italienischen Kriegserklärung eine Gedenkrede zu halten. Kein Minister werde Rom verlassen. . I Bern, 21. Mai. (28TB. Nichtamtlich.) In einem Artikel führther „Corriere della Sera" aus, jetzt sei die Stunde des gemeinsamen Handelns gekommen.. Die Heftigkeit, mit der die österreichische Offensive losg-eb rochen sei, bestätige neuerdings den Vorteil, der den großrm feindlichen Mächten aus ihrer zentralen Stellung erwachse. Dieser Standpunkt sei. nunmehr allgemein anerkannt. Die Berbandsmächte würden einen Kreis um die Mittelmächte bilden. Sie müßten Manövrieren, sich ~ verschieben und um die äußeren Linien kämpfen, während- ihre Feinde für die inneren Linien kämpfen würden, was ihnen den Vorteil gebe, ihre Kräfte schneller konzentrieren zu können, so wohl für hie Defensive, als für die Offensive. Das Bkrtt schreibt weiter, es gebe nur ein Gegengift gegen das ölterreichisch- deutsche Vorgehen: Solidarität und Zusammenarbeit zur Wahrnehmung der höchsten Interessen aller Alliierten. 'Für den Endsieg erflehen wir das Gesetz der Solidarität und Zusammenarbeit. Es bewirh, daß die mit vermehrter Kraft und erneut besseren Zusammenwirken von dem Verband in Paris vorbereitete ^gemeinsame Aktion auf der geüirigten Front wieder aufflamMe. Wien, 20. Mai (WTB.) Das KriegspvessegUartier gibt bekannt: Der italienische Bericht vom 17. Mai meldet, daß die Angriffe ans die Zugna Tvrka zurückgeschlagen seien Und unsere Truppen gewaltige Verluste erlitten hätten. Zahlreiche Tote feieri in der Etsch abgeschwemutt worden. Hierzu wird berichtigt, daß die Gsch keine Leichen sorttragen konnte, da nur Patrouillen entlang des Flusses vorgingen und ivestlich der Linie Lizz-anella- Lizzana-Bostaviolina keine ernsthafteren Kämpfe stattfanden. Uebri- gens iwurde die Zugna Torka von uns genommen und ist trotz mehrere feindlicher Gegenangriffe, die alte glatt abgewiesen wurden, Fest in unserer Hand. Der italienische Bericht vom 18. Mai sagt: Im Abschnitt von Monfalkone eroberten die italienischen Truppen durch glänzenden Gegenangriff einen Teil des im Verlaufe des Kampfes vom 1b. Mai dem Feind überlassenen Schützengrabens zurück. Dieser itakierrffche Erfolg ist vollkommen erfunden. Es handelt sich hier offenbar um einen Versuch die italienische Oeffentlichkeit für die Mißerfolge in Südtirol durch erdichtete Siegesnachrichten von anders: AbschpittLN zu trösten. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 20. Mai. (WTB.) Hauptquartiersbe richt: Än der A r a kf r »n t nichts Neues. An der Kaukasusfront nahm unsere rechten Flügel dos feindliche Lager unter ein Oertliche Feuerkämpfe und Scharmützel von Mitte und aus best linken Flügel. Zwei feindliche Flugzeuge, die von Tenedos kommend die Meerenge überflogen, wurden durch unser Feuer vertrieben. Jv den Gewässern Smyrnas schossen zwei feindliche .Kriegsschiffe einige Granaten auf gewisse Oertlichkeiten und zogen sich dann zurück. Im übrigen nichts von Bedeutung. Kon staritti.no pel, 21. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht. Aon ferner Front ist Wichtiges zu mÄd-en. ! Zwei feindliche Flieger überflogen Sedd-n l - B a hr, wurden aber durch unser AttÄleriefeuer nach der Richtung nach J«boos xu ve rtrie b en. Am 18. Mai beschossen drei feindliche Kriegsschiffe zwei Stunden hindurch die Ortschaft Al Ari s ch. Gleichzeitig erschienen dort sechs feindliche Flieger und warfen 100 Bomben ab. Eine Person wurde getötet, fünf leicht verletzt. Englische Angriffe aus die Küste zwischen Syrien und Aegypten. Lond«n, 19. Mai. (28TB.) Amtliche Meldung : Am Morgen des 18. Mai bombardierten britische Kriegsschiffe, Flugzeuge und Wasserflugzeuge El Arisch, den wichtigen Posten der Verbindungslinie zwischen Syrien und Aegypten. Die Kriegsschiffe beschossen das Fort südwestlich der Stadt. Man glaubt, daß es in einen Trümmerhaufen verwan- delt worden ist. Der Luftangriff zerftel in zwei Abschnitte. Wasserflugzeuge eröffneten das Bombardement, später folgten Flugzeuge, die den Auftrag hatten, die feindlichen Maschinen in Gefechte zu verwickeln und dem Lagerplatz der feindlichen Truppen besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Eine 1000 Mann starke Truppenkolonne wurde südlich der Stadt auf den Marsch gesandt. Drei Bomben explodierten zwischen den Truppen. Auch die Lagerplätze wurden erfolgreich mit Bomben belegt. Me Schiffe und Flugzeuge smd wohlbehalten zurückgekehrt. General Bryan M a ho n übernahm das Kommando der Truppen an der ägyptischen Westgrenze, General M'ilner erhielt das Kommando in Saloniki. Türkischer Besuch in Deutschland Konstantinopel, 21.Mai. (WTB.) Unter Führung des Vizepräsidenten der Kammer, Hussein Dschavid Be Und sechs türkische Abgeordnete, darunter der PrasLent des Ausschusses für die nationale Verteidigung, SMmrt Betz, mit dem Balkan^uge nach Deutschland ab gereist, um den Besuch der deutschen Abgeordneten zu erwidern. Bei der Abreise waren der deutsche Botschaftsrat Freiherr von Neurath, der türkische Minister des Innern Talat Bey, der Kammerpräsident Hadschi Adil u. a. an wesend. Aus Saloniki. Amsterdam, 20. Mai. (WTB.) Ein hiesiges Blatt meldet aus London: In Saloniki sind neue Trup Pen gelandet worden. Der Transport der serbischen Armee. London, 20. Mai. (WTB.) Das Reutersche erfährt, daß die Streitfrage zwischen den Alliierten griechischen Regierung wegen des Transportes serbischen Armee befriedigend erledigt wurde. Serben werden auf dem Seewege transportiert werden. Die vierte Kriegsanleihe Oesterreich-Nngarns. Wien, 21. Mai. (WTB.) Die Bllitter erfahren, daß das Ergebnis der vierten Kriegsanleihe bereits vier Milliarden und mit Ungarn zusammen nah^ru sechs Milliarden erreichte. Sie heben nrit großer Genugtuung hervor, daß dieser glänzende Sieg des Hinterlandes in dem Augenblick bekannt wird, in dem die tapferen Truppen der Monarchie in Sjüdtttrol glänzende Erfolge gegen Bureau und der der Die die Italiener erringen. Ein Handschreiben des Zaren. Berlin, 22. Mai. Verschiedenen Blättern wird gemeldet, daß ein .Kurier des Zaren in das französische Hauptquartier abgereist sei, um dem Prä- fiocnten Porncarß und dem Generalissimus, je ein Hand- s ch ve i b-mi be&, ätacx*« achMLicheu, Grey an die Adreffe russischer Parlamentarier. London, 20. Mai. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Bei dem Bankett Ehren der russischen Parlamentarier im Mansionhouse sagte Staatssekre tär Sir Wxward, Grey in einem Trinkspruch auf die Gäste: Es ist ein beliebter Kunstgriff des Feindes, zu versuchen dadurch Mißtrauen Unter den Verbündeten zu säen, daß zu verstehen gegeben wird, die Verbündeten seien tatsächlich uneins über die Ziele. Jeder verfolge seine eigenen ^»vnoerinteressen und werde, wenn die Zeit gekommen sei, sich wenig um die Jute ressen der anderen kümmern. Das ist absolut unwahr (Beifall.) Gemeisamc Gefahr, die gemeinsame Sache und die gemeinsame Anstrengung werden uns bei per Aufstellung der Friedensbedin guugen ebenso eng vereinigt finden, wie bei der Durchführung des Kampfes. (Lauter Bisall.) Wenn -der Tag kommt, werden wir es als selbstverständlich betrachten, daß die besonderen Interessen Rußlands und anderer Verbündeter ebenso sorgfältig in vollem Umfange in Betracht gezogen, beachjtet und beftiedigt werden müssen, wie unsere eigenen. (Beifall.) Ich hoffe, unsere russischen Freunde haben genug gesehen, um zu der Ueberzeugung gelangt zu sein, daß wir in diesem Laude alles, was wir besitzen, in den Kamps geworfen haben: 9Nenschen, Schiffe, Geld und Material. Wir wünschen bä zu tragen, >oas irgend in der Macht des Landes liegt, wir wünschen so beizutragen, wie es den Verbündeten und der gemeinsamen Sache am meisten dient und hilft. (Beifall.) Während Ihres Besuches hat das Parlament etwas erledigt was wir die M i l i t ä r d i e n st b i l l nennen. Für unsere Feinde ist es vielleicht eine kleine Sache, für uns mit unseren verschiedenen Problemen ist ef eilte wahrhaft große Sache, da sie von unseren üheren Traditionen und Ideen abweicht. Es wäre mir lieb, wenn es von den Verbündeten als ein Zeichen des Beweises genommen würde, wie tief dieses Land aufgerüttelt ist, das hinter keinem Verbündeten zurückstehen wird, wenn es gilt, das Aeußerste irr -den Krieg zu tun, ob es sich darum handelt, Männer für die Armee und Flotte zu beschaffen oder für die materiellen Mittel und für die gent-einsame Sache zu sorgen. Indiskretionen des Generals Towshend. Berlin, 19. Mai. (WTB. Nichtamtl.) Me die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt, war im „Tag" vom 16. Mai in einem Artikel ,^nd iskr-etionen des Generals Townshend" ein Gespräch wieder gegeben, das dieser General vor mehreren Jahren auf der Fahrt nach Süd-Afrika mit einem deutschen Mitreisenden hatte, den er für einen Bnren hielt. Der Vorfall sei damals auch an die deutschen Konsnlarb-ehörden berichtet worden. „Diese soll es aber," heißt es in dem Artikel des „Tag", „abgelehnt Haben, der Sache irgendwelche Bedeutung beizumessen." Diese Behauptung ist unrichtig. Das Kaiserliche Konsulat in Johannisburg in Süd-Afrika berichtete im Jahve 1911 über den Vorfall an den Reichskanzler u. a.: Auf dem englischen Posidampser, der von Southampton in Kapstadt ankam, ereignete sich folgende ergötzliche Geschichte. Mit dein Dampfer fuhren unter anderen der Brigadegeneral Townshend. Infolge eines Versehens hielt er Herrn V. H. für einen Tr. V. und erkundigte sich zunächst vorsichtig, ob England jetzt auf die Politische Treue der Buren rechnen könne. Nachdem H. ihn über diesen Punkt beruhigt und dadurch sein Verttauen gewonnen hatte, erzählte der General, er sei wenige Tage vor seiner Abreise bei Lord Roberts gewesen. Dieser habe versichert, es werde best i m m t dieses oder spätestens n ä ch st e s Jahr Krieg zwischen Frankreich und Deutschland geben, in dem England sich auf die.Seite Frankreichs stellen werde. Der ganze Kriegsplan sei zwischen England und Frankreich bis ins einzelne abgekartet. Nach der ganzen Persönlichkeit des mir gut bekannten Herrn V. H. und meines Gewährsmannes kaim an der Wahrheit der Ge- sckftchte kein Zweifel obwalten, umso weniger, als ein anderer deutscher Passagier desselben Dampfers mir erzählte, der General, offenbar >ern non plus ultra von Naivität, habe im klagenden; Tones den ganzen Vorfall mitgeteitt, nackHem er seinen Irrtum erkairnt hatte. Dieser Beruht ist entsprechend der Bedeutung des Vorfalles und den Aeußerungen des Generals Toumshend gewürdigt und verwertet worden. Französische Kabinettskrise. Bern, 20. Mai. (WTB.) Im „Homme Enchaine" wird eine Schilderung des Wiederzusammentritts der Kammer gegeben, der folgendes entnommen sei: „Br iand machte gestern eine schlimme Viertelstunde durch. Er fühlte Todeswind um seine Regierung wehen. Einmal entging er ihm noch, denn es gab weder eine Abstimmung noch eigentlich eine Erörterung, aber der Verlaus der Sitzung war bedeutsam. Die Tage d e s M i n i ste - riums sind gezählt. Es lag etwas wie Sprengstoff in der Luft. Briand saß aus der Regierungsbank, flankiert von seinen Gehauen Malvy und Dalimier, links aus der Greifend an k Ribot und Mel ine. Man fühlte allgemein die Entkräftung. Ribot liest mit bebender Stimme aus einem Papier vor, das in seinen Händen zittert." Am Schluß stellt das Blatt fest, daß Briand in der Zensurbedatte seine Rede unter eisigem Schweigen der Kammer hielt, von keinen Beifallsäußerungen ermuntert; nur Msline drückte ihm die Hand. Das imt alles. Der Ministerpräsident werde aus dieser Sitzung die Lehren ziehen, die sie ihm erteilt habe. Bern, 20. Mai. (WTB.) „Temps" teilt als Ergebnis der Sitzung der H ee re s kvm missio n, der die Minister Briand und Roques beiwohnten, mit, daß zwei Anträge angenommen wurden, die einmal Verbesserungen in der Handhabung der Zensurfragen, damit Vorfälle, nüe gewisse Presse-Aeußerungeu über den Beginn der Schlacht bet Verdun, welche die Bevölkerung sehr beunruhigten, zukünftig vermieden werden. Zweitens erklärte die Heereskominission es' für empfehlenswert, ohne eine Einmischung in die Presse und die Ausführung der mflitärischen Operationen darüber zu wachen daß mit Rücksicht auf die Operationen an allen Punkten der Front der Geländebesitz, die Eisenbahillinien, der Schießbedarf mit Sorg- salt, Eifer und Bvraussickit zweckmäßig behandelt werden, wie es dem Heldenmut der zu den höchsten Opfern bereit«! .Soldaten entspricht. Darum will die Kommission besondere Abord- ^uugen in die Heereszone schicken, um sich über die Bedürfntsse und die Leistung der Truppen an Ort und Stelle selbst zu unterrichten. .* _ * die kriegs- und zivilgefangenen Franzosen in Deutschland aufgvH hoben und eine weitere Ausgestaltung gestattet. Tie in letzter Zeit in der Oeffentlichkeit häufig geäußette Besorgnis, unsere gefangenen Landsleute in Frankreich könnten durch ungenügende Ernährung gesundheitlich geschädigt werden, ist glücklicherweise hinfällig ge-.norden. Selbstverständlich wachen die zu-, ständigen Stellen darüber, daß die in den franz-ösischen Lagern angevrdnete Aufbesserung der Kost wirklich überall durchgesülM und beibehalten wird. Die Verwendung deutscher Kriegsgefangener. Rotterdam, 20. Mai. (WTB.) Der „Rotterdamsche Coü^ rant" meldet aus London: In Beantworttmg' einer Anfrage erllärte Lord Nsvton gestern im Oberhause, daß zwischen 2 0 00 und 3000 deutsche Gefangene unter englischer Aufsicht verwendet tverden, der Stauung von Waren in den französischen Häfen abzuhelfen. Tie Kriegsgefangenen werden auch benutzt, in Schottland Holzarbeiten zu verrichten. Bürgerliche Internierte würden mir dann zu Arbeiten verwendet werden, wenn sie selbst damit einverstanden seien. Ein Teil von ihnen werde in Steinbrüchen zur Anlegung von Wegen und aus Farmsen zum Dorfstechen, sowie zur Herstellung von Bürsten und Posffäcken verwendet. Es würden sowohl von den Gewerkschaften, als auch von den Arbeitgebern bn Einstellung von Gefangenen Schwierigkeiten in den.Weg gelegt. Wilson und der Friede. London, 21. Mai. (WTB.) „Mormng Post" meldet auZ Washington vom 18. Mai: Obwohl dementiett wird, daß Präsident Wilson irgend eilten Schritt in der Richtung auf den Frieden tun wolle, wird doch von einer eingSveihten Pe-rsönlichkeit versichert, daß Wilson auf die Friedensanregung eingehen werde, und »mit in die Zukunft zu sehen suche, um sich zu vergewissern, ob ein Angebot zur Vermittelung oder von guten Diensten oder, wie man es sonst nennen will, syntpathisch aufgenommen würde. Der Fricdensbund, dessen Präsident Taft ist — dessen Ziel übrigens! nicht ist, diesem Krieg ein End-e zu machen, sondern künftige Kriege zu verhindein, — wird bald in LVaflstugton eine 2Zersammlnng haben, wobei Wilson sprechen wird. Wlilson wird sich vermutlich aus Allgemeinheiten beschränken, aber man erwartet, daß die 2ki>, jammlung und Wilsons Rede die Fricdenspropagända stärken wer- den, die in Amerika jetzt vielleicht stärker ist als zuvor. Inner-,' polttpche Frageii spielen hier hinein. Der Präsident wird erbarmungslos beitürint, seine wirkliche Neutralität dadurch zu bewegen, daß er England gegenüber dieselbe Festigkeit zeigt, wie gegen Deutschland, und daß er den britischen Eingriffen m den neutralen H an bcI alsbald ein Ende macht. Es ist mcht ohne Bedeutung, daß das einflußreichste Blatt in den New England-L-taaten „Sprrngfield-Republiean", das bisher energisch, fiir die Alliierten und ebenso für den Präsidenten einttat, jetzt erklärt, daß nur die Heritellung des Friedens einen diplomatischen. Konflikt mit England verhindern könne. Mcht nur die Demokraten, sondern auch die Reprblik-aner würden eine große Erleichterung- ernpfinden, wenn diese mtbequeme Frage noch vor Beginn der Cl>ampagne für die Präsidentemvahl aus der Welt geschafft rverden könne, damit der Wahlkamp-f auf der Basis rein innerpolitischer Fragen ausgekochten werden kann. Die amerikanische Wehrmacht. Washington, 21. Mai. (WTB.) Meldmrg des Reuterschen Bureaus. Das Re pr äse n t an t en haus hat die S ch i f f a h r tsbill zur Begründung einer staatlichen Handelsflotte für den Verkehr mit dem Auslände angeirommen. Die Bill hat den Senat noch nicht passiert. Das Repräseit-^ Lantenhaus -hat auch den jBerrcht der Konferenz beider Häuser über die Armeevorlage angenommen, durch dre die reguläre Armee auf 210000 Mann gebracht wird, die Streit- krafte der Einzelstaaten, die zn Bundeskriegsdienstan verpflichtet sind, vom Präsidenten anfgerufen werden können und die gesarnte Höchststärke der Arniee auf 680000 Mann gebracht wird. Diese zweite Bill hat den Seirat bereits passiert. Der 5eekr!eg. Eine Attseinandersctznng mit Norwegen. K r i st i a n i a , 21. Mai. (WTB.) In Beantwortung des norwegischen Gesandtschaft in Verlustes der norwegischen Schiffe und „Silius" hat das deutsche Amt der Gesandtschaft folgende Note Schrittes der Berlin wegen des „Baus", „Kannik Re- Ernährung der Kriegs- und zivilgefangencn Deutschen in Frankreich. . Berlin, 20. Mai. (WTB. Amtlich.) Die ftanzösische gterung setzte bei der Jahreswende die Fleisch- und Brotportion der krre-s- und zimlgefangenen Deutschen in Frankreich herab Sie begründete dü willkürliche Llnordnung mit dem Hinweis daß die kriegs- und zivilgesangenru Fransen in Deutschland' dieselbe Portion erhalten ohne zu bernckstchttgen, daß Dnttschland infolge der völkerrechtswidrigen Mockade seiner Feinde zu einer Vermiw- derung des Verbrauches von Brot und Fleisch gezwungen war, wahrend Frankreich mne ftere Einfuhr hat. Die deutsche Reaicruna erhob sofort den schärfsten Einspruch und ordnete Geqen- maßregeln an. Der erste Erfolg ttxtr, daß die französischen Lagerkommandanten angewtessl wurden, als Ersatz für die fortsattenden Mengen von Brot und Fleisch reichlich Germ'ise zu liefern Die Derhand^ngen haben (wie wir schon kirrz berichtet haben. Tn Red.) zu dem Ergebnis geführt, daß die Bvotmenge aller kriegs- und zivilgefangelten Teutsckfen in französischer Hand auf 6 00 Gramm t a g l i ch, annähernd aus den früheren ^Satz, erhöbt Daftir hat die deutsche RsqüruUg die als (^egenmaßreM verfugte Sperre der BwtsammelseMmgen. ays Frankreich für Auswärtige zngestellt: . W die in dem französischen .Kriegshcffen Le Havre liegen- den Krt-egssthlffc und Hilfsschiffe, die den mit Deutschland kriegführenden. Machte,: gehörten, sind mehrntals von deutsck>eu U-Boo- Angriffe gerichtet worden. Deutsche Seestreitkräste hatten auch dte Aufgabe, durch Minen die Verbindung mit diesem Kriegs- hasen zu sperren. Den ^deutschen Behörden war es nicht möglich, ms Aare zu bringen, ob die genannten Schiffe infolge dieser Maß- regeln versenkt worden find. Aber selbst wenn neuttale Scknffe, bl L nd U n r nn V n sranzösischen Kriegshafen befanden, durch der- Maßregeln beschädigt sein sollten, Umrde man daraus keine Anspruckie gegen das Deutsche Reich l^erleften können, da dieser Schaden als me unmittelbare Folge einer berechttgten mili- tanschen .Kri-egshandlung ersännen würde, deshalb also als eine unabwendbare, notwendige Folge des Krieges erduldet werden mußte. Die norwegische Gesandtschaft erwiderte im trage des uorwegischeir Ministeriums des Aeußern: Die norwegische Regierimg glatckt nicht, die deutsche Regierung verantwortlich machst zu dürfen für einen Schaden, welcher norNkegtfchen Schffen zugefügt wurde, als immittelbare Folge einer berechtigten, imlttärischen Kriegshandlung, sei es, daß diese m einem deutschen U-Boot-2lngriff auf die Seestreitkräfte des' Gegners oder in Auslegung von mit den Völkerrechtsmaf-regekn übereinstimmenden Minen bestände. Aber die norwechsche Regie- Mf- staatsangehörigen Rechte rung behält sich vor, ihre und ihrer Mltend zu machen, Irarn es sich zeigen sollte, daß die genannten! Schiffe durch emeu direkten Aitgrisf deutscher Seestreitkräfte ver- Uichtet wurden, welche sie trotz der sichtbaren Neuttalitätszeichen für feindliche hielten. Die norwegische Regierung bittet desl>alb die deutsche Regierung nm Mitteilung, sofern weitere Auskünfte über den Verlust der drei Schiffe eingchott werden können. * . Toulon, 21. Mai. (WTB.) Meldung der Ltzenoe Ha- vas. Ein g riech i sche rKo h le n d am p fe r ist am 18 . Mai von einem österreichisch-ungarischen Untersee- bootversenkt worden. Der Kommandant ließ den Dampfer halten und schickte einen Mann an Bord, der ihn in die Lust sprengte, nachdem die Bemannung in die Boote gegangen war. 27 Mann wurden von einem Torpedoboot aufgenommen und nach Toulon gebracht. London, 19. Mai. (WTB.) Nach einer Meldung von Lloyds Agentur aus Grimsby ist das Motorsischerbovt „Hüll" von einem Unterseeboot versenkt worden. Dü Besatzung ist gerettet. Aus Stadt «nd Land. Eietzrn, 22. Mai 1916. Freiwillige Krankenpflege und Heeres-Sanitätswesen. Man schreibt uns: Zu den von der freiwilligen Krankenpflege schon in Friedenszerten übernommenen Aufgaben zur Unterstützuno des Miliwir-Sanitätswesens im Kriege aeliört auch die Ausl bllmrug von männlichem und weMiü>e,n Pfleae-. prrs.vit-al. J f Wffcgt$er$mmT tritt, soweit eS weibLch ist, als gvetterht, Hilsssschiwe-ster oder Schwester in era Vertrags- verhÄttrS mit ber Mlitäv-Berwakttrng, fofotrii) t>te B^ fchäftimaMT in einem imliiarifd)cn Reserve-Lazarett in ber ÄTOKfcnpfle^ erfolgt Diesen Pflegekrästen stM anch der Airsprnrt» ans eine von seiten der Militär-Ber- waltUng, zu. zayteildc Vergiktnng zin, die jedoch nur im Falle dev mrsdumcklichen Anforderung, der einzelnen Pfbegemn zur 'Anszahrung gelangt. Der (^Z-mnüffatz der Frerwrllrg'kert, der sonst für das Personal des Roten Kreuzes unbedingt maßgebend ist, wird hiervon nicht weiter ferufort, da die in den Bereins-Lazn- retten vom Roteil Kreuz beschäftigten Helferinnen und Hilfs- schwesbern keinerlei Entgelt für ihre Dienste erhalten, wie find» fovst von seiten des Roten Kreuzes keinerlei Bezahlung sur adeiflete dtrbett für das Personal erfolgt. gtefow!' muß nochmals ausdrücklich betont werden, daß die cm militärrschen Reserve-Lazaretten beschäftigten Pfle- aerttmeu stets nur von militärischer Seite ans Vergütung erhalten, da die ans freiwilligen Spenden und Liebesgaben sich zusammen setz enden Mittel des Roten Kreuzes unter keinen Umständen für solche Zwecke verwendet werdeir können oder dürfen. Zur Grünfutterung. Infolge des Herannahens der Grünsütterung erscheint es angebracht, auf die wohltätigen Folgen dieser Fütterung wie auch auf die Begleiterscheinungen hinzuweisen, die gewisse Vor- sichtsntaßregeln bedingen. Tie bayerische Molkevei-ZtttUng schreibt lnerHrtt Das Grün- ßltter hat einen günstigen Einfluß auf die Gesundheit oer Tiere nur, solange es sich in jugendlichem saftigen Zustande befindet. Tie g-aten Gräser, unwmttscht mit eirrzelnen, feinen, gewürzsaftigen Kräutern sind den Klsearten weit vorzuMehen. Bei der Grünfütterung «halten die Säfte und Gewebe eine bessere Zusammensetzung, zugleich wird der Stoffwechsel lebhafkr. Die Kuochen- brüchi^eit verschwindet, desgleichen die Rachitis der saugcmden Tiere, sobald ihre Mütter gutes Grünfutter erhalten. Schafe, die neben schleckfter Nahrung durch Erngeweüvewürmler gelitten haben und vkichfüchtig geworden sind, erholen sich bald, \vam sie auf eine gute Frühjahrsweide kommen. Das leicht« Laxieren, das sich nach der Aufnahme van jungem Girünftrtter zunächst einstellt, veranlaßt besonders durch, pflanz-ensaure Salze, ist nicht nachteilig. Wenn stärkerer Durchfall erntritt, hat man sich die Schuld selbst .?uAuschrttben, weil man den Uebergang von der Dürr- zur Grünfüttenmg zu rasch vornahm. Man gebe bei der Grünsütterung nur einmal am Tage kleine Mengen, nachdem die Tiere sich zuvor mit Dürrfutter teilweise gesättigt haben, und gehe dmm allmählich zu größeren Quantitäten über oder schneide den jungen Klee mit Stroh mrd HAffel. Eine Fäbrlichkert, die bei der Grünfütterung anftritt, ist das Aufblätzcn. Ten eigOttlühen Grund für das Auftreten dieses Garung^vorganges kennt man nicht. Man weiß mir, daß junger gell waMeuder, etwa hcmdhoher Klee vor dem Blühen leicht Aufblähen veranlaßt. Solckwr Klee fit sehr reich an Amiden (Verbin- dimg von .SückstoffiE Wasserstoff) urw Etweißstoffen, die sehr leicht ' ^ ^ch^mA Schneen auf Hansen gelegtes mW erwärmtes Grünfütter ruft leicht Aufblähen hervor, ebenso nasse Pflanzen, die nochOrüht von: der Sonne abgetrocknet find. Rotklee u nd Luzerne verursachen das Ausbißen weniger, wenn sie mit Kümmel vermengt sind. Es witt» daher empfohlen, 2—3 Pfund Kümmel au den Ädorgeu unter den Äee zu säen. Nach allen bekannt gewordenen ErAHrnugSsZtzen über Grün- üfttrrung kann man schLnßen. daß in den Begatten und Hülsen fr ächten ein giftiger Stoff enthalten ist, der sich in den Pflanzen, die im Aufblühen begriffen find und deren Samen zu reifen be- qrmren, in fochmders großer Menge entwickelt. Vorsicht während dieser EntwüLMsSPeriode der Pflanzen Aeibt also geboten. * ** AuL-eichnung. Offizier-SteLvertreter Kern im Inf- Rgt. NL »«de mü dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. — Finuland-Dortrag. Di«Vereine der Baltenvotträqe haben für Hre» 3. Abend Herrn Proststor Oehquist. Helfinqwrs gewonnen. Er wird am Donnerstag, 25. Mai, im großen Horsaal der Universität über das kulturelle, wirtschaftliche und politische Leben seines Heimatlandes sprechen und dessen Schönheit und Eigenart m Lichtbildern vorstihren. ** Erneute Erhlcburr^ Kartvffelvor- räte. Nachdem die Aussaat beendet ist, sotten für Zwecke der Reichskartoffelstetle die Konto ffekvorräle am 27. Ma b. I. erneut festgestellt werden. Zu ermitteln sind sämtliche Vorräte (Speise-, Saat-, Futtevkarloffeln und Kartoffeln für gewerbliche Zwecke). Es soll nicht ermittett werden, wieviel der Besitzer nöttg hat oder verwenden darf, sondern es ist lediglich der bei ihm am 27. Mai vorhiandeire Vorrat im ganzen anzugeben. Die Erhebung soll durch Ber trau eu suränner erfolgen, die durch die Gememdever ttettrng zu bestimmen find. Die AuzeigepfUchttgen haben die Richtigkeit ihrer Arrgaven durch ldnterschrist zu bescheinigen Dre ErhebrengsvorfchrLf-en gehen den Großh. Bürgermecstr- reien in den nächsten Tagen zn. Sollten sie bis zum 23. Mai nicht eingetroffen sein, so find sie bei der Großh. Zentral stelle für die Larrdesstatisttk anzufordern. Es ist kaum nötig bervorzuheben, daß die Aufnahme von ganz besonderer Wichtigkeit ist, lund daß aus sorgfältigste Tmrchfichrtmg gehalten werden muß. Anzeigepflichtige, welche unrichtige An gaben machen, setzen sich den bei der^Erhebnirg vom 26. April d I. angedrohten Strafen ans. Sie sind von den Ver- ttcruensmannern ausdrücklich davanf hinMveifen, daß Stichproben und polizeiliä>e Nachprüfungen stattfinden werden. (Na-ckchruck erwünftht.) ** llnentgettli che Rechtsberatung für Ange hörige von Kriegsteilnehmern. Ueber die Ansprüche der Kriegsteilnehmer 7nnb deren Angehörigen a^ der Kranken Invaliden- und H i n terblieb enen v erfi che r u ng Kriegsversorgung, Kriegs Wochenhilfe usw. besteht in den beteiligten Kreisen noch viel Unklarheit. Tie Gemein nützige Rechtsberatungsstelle des Evangelrfchen A r b e i-t e r ve r e i n s, die seit vielen Jahren mit Erfolg bermiht ist, aus dem Gebiete der Sozialen Gesetzgebung aufklärend zu wirken und den Ratsuchenden bei der Getteudmachung ihrer Ansprüche behilflich zu sein, erteilt den Angehörigen der Kriegsteilnehmer in allen Unterstübnngs- und Versorgungsangelegenheiten unent gütlich Auskunft. Man wende sich cm den Leiter der Beratungsstelle, Bureaubeamter Kirchner, Schiffenbergerweg 16 TU bei dort den Ratsuchenden Dienstags und Freüags, abends von 8- :) Uhr. zur Verfügung steht. Für die in den hiesigen Lazaretten uiltergebrachten verwundeten und erkrankten Krregs t e i l n e h m e r , sowie für sonstige Heeresaugehörige, findet Dienstags und Freitags, nachmittags voit 2 — 3 Uhr int Soldatenh^eim (früher Casö Ebel) unent^elt l i ch e B e r a t n n g aus allen Gebieten der Sozialen Gesetzgebung statt. ^ ^ ** Frühjahrswettschreiben. Das gestern vom Be zirk Gießen Gabels berger 's cher Stenographen in der Bezirksschule (West-Anlage) abgehaltene Frühjahrswettschrciben war trotz der veränderten Zeitverhältnisse sehr gitt besucht. Es be tciltgten sich 130 Personen, wovon 1'05 mit Preisen ausgezeichnet werden konnten. Bon den Gießen er Vereinen wurden fol geude Preise errnngerr: In der Mbeilung 300 Silben 1. Prei^ Fritz Dörr, Heuchelheim, Sch. G.; 220Silbcn 1. Preis: Georg S\ och, Gießen, B. ; 1 6 0 S i l be n 1. Preis: Ottilie Karn, G. : 14 Silben 1. Preis: Karl Hammel, B.; 12 0 Silben 1. Preise Ltlli Hermann, G., Johanna Knorr, D.-V., Hugo Sander, Sclz. G Fritz Schmidt, Sch. G., Ndarie Bolland, G.. Fritz Weiß, G. Elsriedc Winzer, D.-B.: 100 Silben 1. Preis: Karl Port, G.: 2. Preise Äwonü .Löffett, (A., &erati Mrittrnger, S,; 3. Preise: Lom.se Bo eck, G. Helen- en, G., Eugenie Pascher, G., Erna Pasroc, Dutenhofen, G.: Ottilie Rühl, G., Johanna '-schlesttr, D.-V.: 2. Preise: 9Rarie Adam, G., Sophie Bepler, D.-V., Elll Bingel, G., Lina Drvschier, G., Gg. Eckel, G., .Karl Hergenrother Tillp Hofmann, G., Arma Kallenbach, D.-V., Ottilce Krebs D.-V., Karl Krause, G., Marie Krauskops, G., Auguste Lang, G., Liesel Lich, G, sTvni Ilechts, Lollar, G., Anni Rohrbach, G.. Michael Schäfer, G., Minna Schwan, G., Toni Schlehenbecker, G., Elisabeth Tränkner, G., Jda Niendorf, D.-V., Heinrich Weber, G : . Preise: Lina Lehr, D.-V., Otto Schnell, V., Emilie Schwan, G. Hiermit verbunden war eine Geschäftsstenographen- P r ü s un g, die sämtliche Teilnehmer bestanden und zwar m der Abteilung 200 Silben: Fritz Dörr, Heuchelheim, Sch. G., Georg Koch, Gießen, V.: 150 Silbetr: Lina Brasch, G., Minna Frankel, Bad-Nauheim. Ottilie Karn, G., Lina Karnbach, G., Lourse Ma- erander, Wetzlar, ^klärmrgs: Es bedeutet D.-V. — Damenvernn Gabelsberger, G. — Gesellschaft Gabelsberger und Damenverern, Sch. G. --- Schüler-Verein Gymnasium, B. = Verein Gabelsberger von 1861. , ** Bub«nstreiche. Der Aussichtsturm auf d er H o ch w a r t ist öfter der Zerstörungswut un- lekannter Bubenhände ausgesetzt. Insbesondere werden läufig die unteren Schutzdächer beschädigt, Stufen und Haud- eisten der Treppen zerstört, Bodenbretter der Plattformen ! erausgerissen und beseitigt, so daß leicht Besucher des Turmes verunglücken könnten. Im Laufe der letzten Woche wurde sogar die mit guten Beschlägen versehene innere Tür zum Raum unter der Treppe, der zur Aufbewahrung von Materialien dient, gewaltsam erbrochen und verschiedene Bretter usw. ins Freie verbracht. — Aehnliche Bubenstreiche ind in letzter Zeit auf der Freilichtbühne verübt wor- )en. Mühsam gepflanzte Farnbüsche sind bündelweise ausgerissen, die sorgsam angelegten Kletterranken sinnlos zer- kört, die Blockhäuser ernstlich beschädigt und Teile des Bühnenraumes in nicht wiederzugebender Weise beschmutzt worden. Da es sich hier um städtische Anlagen handelt, die, wie wir erfahren, nichteinmal feuerversichert sind, o wäre es notwendig, daß der gesamte Raum der Waldbühne wenigstens besser umfriedet und womöglich mit Stacheldraht bewehrt würde. Sonst ist es nicht ausgeschlossen, daß bei den immer dreister werdenden Bubenstreichen eines Tages die ganze Anlage ein Raub der Flammen wird. Leider konnten die Täter bis jetzt noch nicht ermittelt werden. Die Zerstörer I>erar1iger, dem öffentlichen Interesse dienenden baulichen Anlagen, die doch dem Schutze des Publikums nicht dringend genug empfohlen werden können, dürften einer empfindlichen gerechten Strafe nicht entgehen. Und jeder sollte dazu bei tragen, daß solche Rohlinge gefaßt werden. ** Um eine Bibti oty^x e-rnichten zu können, bittet die 1. Komp. 2. Feldvekritten-Depot 25. Fnf.-Div. 18. A.-K. nm Zusendung alter Bücher. Wir geben dieser Bitte in urrsevem Watte Raum in der bisher noch: nie ge- tärrschten Erwartung, daß die Herzen und Hände für unsere Feldgrauen noch offenstehen. ** Der nächste städtische Seesischmgrkt beginnt am Dienstag, den 23. Mai 1916, vornrttbaAs 8 Uhr, in den MurMaubeat. Verkauf von besten, frrscherr Seefischen (Schell ftsch, Eäblüru, Schollerr), Rauchfisch als Ersatz für Ikauch- fleisch, zu Selbstkosten der Stv-dt. ** Der Oberhes sische Viehhanrdels'ver band! beabsichtigt aus dem Ausbarche Zuchtvieh (Milchvreh) für dre .oberhesstschen Landwirte zu beschaffen. (Näheres siehe ArMige.) Kreis Büdingen. — Büdingen, 22. Mai. Prinz Dreiher zu Wenburg und Büdingen, Hauptinann im Königin-Angusta-Garde-Grrnadier Regiment Nr. 24, erhielt das Eiserne Kreuz er st er Klasse — Der Kreisansschuß untersagte dem Viehhändler Heinr. W o l f ll in Berstadt wegen Ueberschreitung der Höchstpreise jede weitere Ausübung des Biehhattdels. ^ Kohden bei Nidda, 22. Mai. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Fleck im Landwehr-Jnf.-Regt. 81. ckf R o h r b a ch, 22. Mai. Musketier Stern erhielt das Eiserne 51 r e u z. 4t Wenings, 22. Mai. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Schaub im Landwehr-Jns.-Regt. 116. Schaub steht seit Beginn des Krieges im Felde. # Aus der nordöstlichen Wetterau, 22. Mai Günstige Ernteaussichten eröffnen sich utrseren Lantuvirten auch in diesem Jahre. Die Winterfrucht treibt Halm und Aehren von vielversprechender Länge, ebettfo vorteilhaft entwickelt sich die Sommerfrucht. Auf nassen Grundstücken hat der Weizenhalm eine etwas rostbraune Färbung angenommen. Klee und Gras stehen üppig und reichlich da. Die Obstbätime haben zum Teil eilten guten Fruchtansatz. Auf manchen Obstbaumgrundstücken fällt die Ernte auch in diesem Herbst voraussichtlich gut aus. Die Bienen haben die Blüten der Obstbärtme fleißig benutzt, reichliche Nahrtrng finden sie jetzt an den Akazien und dem Rotklee. Kreis Friedberg. Bl. G roß-Ka rben, 22. Aöai. Am Mrttwvch fand in der Wirtschaft zur Gehspitz- eine gut besuchte sßvnsevenF des Bezirks- Lehrerverems statt. Der Vorsitzende Lehrer Will begrüßte in herzlicher Weife die Anwesenden, woraus Lehrer Flach Bericht über die Vertreterversanrmlnng des Landes-Lecheervereins zu Friedberg erstattete. Hieran schloß sich ein Referat des Schnkverwalbers Kaesser über: Das Iierhnen im 1. Schuljahr. Eine rege Aussprache folgte dem Vottrage. Bei der nächsten Konferenz, die ün Juli in Büdesheim stattsiütdet, wird Lehrer Kapesser in seiner Klaffe das Vorgetragen-e praktisch vorführen. Hessen-Nassau. sj M-a r b u r g, 22. Mai. Am Freftag abend brach un Staats walde in den Lahnbergen in der Richtung nach de,n Dorir Bauerbach ei» Brand aus, der sich nach einer Fichten dichturrg auszudehllen drohte. Die Radfahrei>Kontpagnie des Jägerbataillons war zuerst an Ort ttnd Stelle, später folgten noch eine weitere Kompagrtie Jäger und zwei Züge der freiwilligen Feuerwehr. Die Gefahr konnte dann bald als beseitigt gelten. — In der Nacht vom Freitag zum Samstag wurde in der Zeißschen Gastwirtschaft hier und im Dorfe Argenstein beim Landwirt Laucht eingebrochen. In beiden Fällen entwendeten die Diebe hauptsäch lich Eßwaren und Geld. = F-ran kfnr t a. M.. 22. Mai. In der steil abfallenden Wieftnsttaße lftf der svehmjährige Sohn des Arbeiters Stark beim Spielen blindlings gegen einen Strahmbahmvvgen. Er wirrde übettahren und svfott getötet. Die Leiche konnte erst nach Hebung des Atvtorwagens durch Hebewer kzenge unter den Rödern hervor- gelzolt werden. — Der Schveiner Josef Sp-etz, ein Ctsässer, lmt ut der Trimkenheit in einer Wirtschaft dem Jüfanterie-Regimenl 119 (Königin Olga) den Vorwurf gransanrer Barbarei grmackft Vor der Strafkammer mußte er am Samsbag gestehsr, daß er nur „renomrert" habe. Für sein loses Geschwätz erhielt er vier Monate GefänMns. — Frankfurt a. M., 32. Mai. Mit der Verschiffung r u manischen Getreides auf bcm Wasserwege Donau—Main- Rhein wurde jetzt der Anfang gemacht. Dieser Tage rmssierten die ersten Schiffe mit etwa 20 000 Zeittnern Getreide Frankfurt Sie fahren deit Rhein ta-lwätts nach ihrem Bestrmmungsorb Düsseldorf. — Frankfttrt a. M , 22. Mai. In der Gemarkwas Oberroden fori Offenbach wurde dieser Abende «ruf den Privatmann Karl Kinkel von hier, während er sich auf dem Anstand befand, ein Schuß abgegeben, der aber nicht traf Kinkel gewal/rle in der Schußrichtmtg einen jungen Mann mit einem Gewehr Er schoß aus ihn, da er atrnahm, daß der junge Mann nochmals chießen würde. Der Unbekannte stürzte zu Boden tmd ries: ,Hans, ich bin geschossen". Es kam darauf ein älterer Mann ans dem nak>en Tickick)t und schleppte den Verlel.'.ten in den Wald zurück. Der jüngere Wilderer war etwa 20 Jahre alt, ist 1,60 Meter groß und trug dunkle Kleider urrd grünen runden Hut. Ter Aeltere ist 35—40 Jahre alt, etwa 1,65 Meter groß, schlank und trug dunklen AuMg mit Tellermütze. Bisher Bannten die beiden Wilddiebe, wie die hiesige Polizei^ mitteilt, noch nicht ermittelt werden. Auch der Verwundete befindet sich augenscheinlich noch nicht in ärztlicher Behandlung. — Griesheim a. M., 22. Mai. In zwei hiesigen Bäckereien beschlagnahmte die Polizei sämtliche Brote, weil sie einen höhere« als den vorgeschriebenen Kartoffelmehlzusatz entstielten. Das Brot wurde zu einem recht niedrigen Preise an die ärmere Bevölkerung verkauft. X H a n a u, 22. Mai. In der glücklichen Lage, von der Erhebung von Gemeindesteuern absehen zu kötmen, besinden sich im hiesigen Landkreise zwei Getneinden, Eicken und Marköbel, die ihre Bedürfnisse decken können aus den Einnahmen des Gemeindevermögens, den Gemeindewaldungen u. dergl. = Kassel, 21. Mctt. In einer längeren Kündgebrrrr-gj nimmt der konnnandierende General des 11. Armeekorps, non Haugwitz, ya dem Wuchernnwesen und der i Verhetzung der Mo.ssen Stellmrg. Es heißt darin u. a.: „Die durch die Schwierigkeiten der Lefoensmittelver- orgung «gesci-asferne Lage erfordert die ernsteste Aufmerk- ämkeit aller Behörden. Es gilt, KU verhindern, daß die Sttmnrung der Bevölkerung in eine Richlun^ gedrängt wird, die das „Dnrchhalten" ttn Innern des Laiches gefährdet. Im Znsarmnenhange hiermit muß es schwere Besorgnis erregen, daß die Klagen sich mehren über frechen LebensmittelWucher und darüber, daß die Behörden das Wucher- unwesen nicht üatkräfttg genug verfolgen und auch viel zu milde besttafen. Daß ein erheblickser Teil läeser Besc^verden nicht begründet ist, muß als sicher angenommen werden. Die große Gefahr aber, die in solchen Allagen liegt, kann nicht übersehen iverden, da auf dem Boden solcher Miß- timmung jene Verh>etzntrg wuchert, die schon im Frieden die Hoffnung unserer Feinde war." Zur Llowendung dieser Gefahren ermahnt der Erlaß zur Spiarsamkett, verbietet das An s speichern von Lebensmttte ln und warnt vor der Wucherei. „Bor lallem aber muß den Wucherern und denen, die die LnFufriedeitheit schüren und Hetzen, das Handwerk schnell und gründlich «gelegt wett>eu. Es muß der einzelne Wucherer öder Hetzer und> seine Tat nach Rarne, -Ort und Zeit so genau zur Anzeige gebracht werden, daß man ihn wirklich fassen und unschädlich inmben kann."_ Wetteraussichten in Hessen am Dienäwg, den 23. Mai 1916 : Wolkig, bis auf Gewitterregen trocken, etwas kühler. Heute Gewitterneigung. _ Letzte llctc&vidhtctu Zur Aemlerbefttzung. Berlin, 22. Mai. Der Reichskanzler hat lqut ,-Ber- liner Morgenpost" am Sonntag den Staatssekretär von Elsaß-^Loth- ringen, Graf vonRödern,in längerer AudieTcz empfangen. Di« Entscheidung «über die Neubesetzung der Aemter dürfte laut „Bettiner Lokalmrzeiger" gefallen «ein und voraussichtlich noch im Laufe des Montags der Oesfentlcchkeit bekannt gegeben werden. Dar Buw vesrat wird sich in seiner Montag-Sitzung nrrt den in Aussicht ge, stellten wittschastspolitifchen Maßnahmen befassen. Dir Lebensmittelversorgung. Berlin, 22. Mai. In parlamentarischen Kreisen vettautet, nach der „Frankftttter Zeitung", daß die Verordnung über ist Organisation betr. die Vvlksernühmng, die dem BunbeArat jetzt'zu geangen ist, in einem ^genannten Ermächtigung^gesetz bo- .teht, das dem ReickMmzler die Befugnis gibt, alle Lebens- undFutt ermittel samt den dazugeho.igen Rohloffen zu beschlagnahmen , zu enteignen, zu verteilen und die Preise dafür zu regeln. Mle Verwaltungsbehörden im Reiche haben den darauf bezüglichen Weisungen des Kanzlers Folge zu leisten. Dev Kanzler wird ermächtigt, diese Befugnisse einer neuen Behörde zu übettragen und deren Einrichtung und Zusammensetzung zu bestimmen. Der Eindruck der östcrreichischm Erfolge m Paris. Genf, 22. Mai. Die notgedrungene Preisgebnng des Col Santo durch Cadorna bettachtett die Pariser Beurteiler als weiteres bedauerliches Vorzeick-en der Gefälwdnng seiner Verbindungen mit der Linie Asiayo-Novarra. Die italienische Botschaft ubermittttt der Pariser Presse eine neue Bes chwichiigrmgsnote. Diese beschwött Cadorna arrgesichts der schwierigen Aufgaben, wacker cruSzuhalten. Ihm gelten gegen wattig die heißesten Wünsche des Bier Verbundes. Frankreich und die Sommerzeit. Bern , 22. Mai. Die Einführung der Sommer zei t scheint durch die Wahl des Senators Deloncle in die Senats kommiffion, eines Anhängers der Vorlage, größerer Geneigtheit zu begegnen, namentlich infolge des Beispiels Englands. Mitglieder von Industrie urrb Handel wirken auf die Gegner, denen sie Manges an Geschäftssinn vorwerfen. Die Japaner und die Pariser Fmanzkonftrenz. Kopenhagen, 22. Adai. „Bvttingsw Tiden de" berichtet ans PeteiÄburg, daß die japanische Mission, die an der Finonzklmserenz in Paris teilnehm-en soll, unter Führung des früheren Finan^ministers Baron So ko tu über Sckiweden nach Patts weitergereift sei. Russischer Handelsschiffbau. Kopenhagen, 22. Mai. Die rusiisckr' Regierung beschloß den Bau von Handelsschiffen mit Staatsmitteln zu unterstützen. Der Berbchrsntteister teilt mit, daß die Regierung lfierfür Darlehen bis 50 Prozent, außerdent Prämien bis 25 Pwzent gewähre, die nicht rüc^ahlbar sind. Namentlich soll der Segel- sckfiffbau gefördett werden. Das ohnnlächtige Griechenland. Athen, 22. Mai. Minister R hall is verbreitete sich in der letzten K a m m e r s i tzacn g mit großer Offenheit über die zwischen der griechischen Regierung und den Berbandntachten herttchenden „Mißverständnisse". Er betonte, daß es sich um fortgesetzte Rei- kncngett handlc infolge der immer nai auftrrtenben Forderungen der Berbrotdetcm. Der letzte Lbckaß zac Reibmrgrn war durch das Verlangen des Uebcnckandtrwrspottes der Sorbett gegeben, den die Regierung nicht umhin Lomrte, abz'.ttveisen. Dadurch sei eine Ber- stimnnmg der frentdeir Regürtingen gegen Griechenland herbeö gcftihrt worden, die man gedickdig lfinnehmen nttffse in weiterer Bttvlgung der von der Regierung vvrge^eickineten answattigen Politik. Rhallis schildette dann die gegemvättig ton den Verbündeten gegenüber Gttxcheitland befolgte Politik. In ilnen offiziellen Organen, wie dem „Temps" werde verbündet, daß Owiecbetr land eines der vo7r den Verbündeten befttUen Länder sei. Die Verpflegung des Lattdes würde ersckrwett durch die Festhaltung der gttechischen Datnpfer, die nach Malta. Gibraltar, ?Rudros und aicherswv hingeftcktt würden. Ebenso schlimm sei es mit der Post und dem Telographenverkehr. Zu Hunderten w irden täglich Post- säckc beschlagnahmt, ttngefck>ri>efonie und einfe.de Bttefe >rbrocket. — Die Kammer spendete den Aussi'chrnnwm do? Bttnisters lebhaften Beifall. Arft eine Anfrage erkkarte der Minister, daß nie^ mand imstlmde fern werde, die Drbmm l üomt. Der TotaLifatvnrnrsatz beim E rnn 'd R.-nnen. Berlin, 22. Mai. Btt dem gel-r!gen R ? i fr - haupt^ städ tischen Gru uewa ldr cnuc n mar ein Totali fa t or-- Umsatz von Über einer Million zu^tvrzeiämen. Damit wltrde die Million zunt tnstenmal in Ä^erlin nfowswrrtten. Vorher tvar dies inc Jahre 1912 gttegentln!' >e-.- Dnlms in »nnbnrg der Fall. Die Owldsaiirmlnug btt den Eintritt-.-gelderrr belief sich auf 30 (W Wrrk. Emem beklagenswerten Unglücksfall fiel am 16. April 1916 der Assistenzarzt der Reserve Dr. Albert Hensel zum Opfer. Das Regiment verliert in ihm einen bewährten, stets hilfsbereiten Arzt, der in vorbildlicher Weise jederzeit — an den Tagen der heissesten Kämpfe wie in den Tagen der Ruhe — mutig und aufopfernd seine Pflichten erfüllte. Wir verlieren in ihm einen liebenswürdigen, treuen Kameraden, dessen Andenken von uns stets in hohen Ehren gehalten werden wird. jachmann, Oberstleutnant und Kommandeur des Landwehrinfanterie-Regiments Nr. 39 . 3924V Unsere liebe gute Mutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante Frau Katharine Vo$*t Wwe. .geb. Euler ist am 20 . Mai, abends 6 V 2 Uhr, ganz unerwartet und plötzlich sanft entschlafen. Um stilles Beileid bitten: Johanna Voj*t Franz VoZt Martha VoHt, Leb. Köhler Giessen, Goethestr. 32, den 22 . Mai 1916. Die Beerdigung findet Dienstag, den 23. Mai, nachmittags 4i/ 2 Uhr auf dem alten Friedhof statt. 3930 Nachruf. Am 28. April starb auf dem Felde der Ehre den Heldentod fürs Vaterland unser treues Mitglied und lieber Sangesbruder August Reuschling Unteroffizier icn Rcs.-Snf.-Regt. Nr. 266 Inhaber des Eisernes Kreuzes II. Kl. and der Hess. TassforheitsmedrlUe. Wir werden seiner stets in Ehren gedenken. [09755 Gesangverein „Arien", Klein-Linden. Todes-Anzerge Plötzlich und unerwartet entschlief am 20. d. Mts. mein innigst- geliebterSohn, unser lieber, guter Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Herr Karl Kleinhenn Kaufmann im 36. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen i. d. N.: Frau Anna Kleinhenn Ww„ Leb, VoL!. Gießen, Herborn, Wetzlar, den 20. Mai 1916. [3917 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 24. Mai nachmittags 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Am Freitag abend verschied nach längerem Leiden unsere liebe Schwester und Schwägerin Frau Elisabeth Weller Wwe. geb. Kreiling was wir Freunden und Bekannten hierdurch mitteilen. Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Jak. Blrescher Wwe. Frau 19eh. Kreiling Wwe. Frau Fhil. Kreiling Wwe. Giessen, den 21. Mai 1916. Die Beerdigung findet am Dienstag nachmittag 4 Uhr von der Kapelle des alten Friedhofs aus statt. 8918 Für die uns in so reichem Masse bewiesene Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres unvergesslichen, heissgeliebten Kindes, Schwesterchens und Enkelchens Minni Baiser sprechen wir hiermit unsern innigsten Dank aus. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie August Baiser nebst Angehörigen. Wieseck, den 22. Mai 1916. . Allen Bekannten, Freunden und Verwandten die schmerzliche Nachricht, dag unser liebes einziges Tüchterchen, Enkelchen und Urenkelchen Elisabeth« Wagner beute nacht nach kurzem, schwerem Kranksein ganz plötzlich und unerwartet im Alter von 2 Jahren sanft entschlafen ist. In tiefer Trauer: Hermann Wagner, z. Zt. im Felde und Frau Lina, geb. Kaiser Familie Ludwig Wagner III. Familie Heinrich Kaiser. Lollar, den 21. Mai 1916. Die Beerdigung findet Dienstag, den 23. d. Mts. nachmittags 3 Uhr statt. S916 Sonnabend,den20.Mai, abends7y 2 Uhr, verschied nach kurzem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere liebe^ unvergeßliche Mutter, Schwiegerrnutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante IHM geb. Hofmann im Alter von 71 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, Waldgirmes, Kinzenbach, Altona, Hamburg, Barmen, Frankfurt a. M., den 22. Mai 1916. Beerdigung Dienstag, den 23. Mai, mittags 12-/2 Uhr. 09763 Statt besonderer Anzeige In der Stille getraut Kort Blumenau, Grösst, Forstassessor Bettl Blumenau geb. Müller Darmsladt, den 20. Mai 1916 > ■ ■■ 4 Ka4ltim v-: , Bewtlhrtea Heilbad bei: Katarrhen der Atraungaorgane, Herzleiden, Blutarmut, Frauenkrankheit., Rhoumatiemn«, Gicht, Skrofulöse Rachitis, Rückstand n von Influenza Lungen- und Kippenfellentz. f nhnllnle Göttinnen Bebra. :: Goschülzte herrliche Lage inmitten aueged-hnter Gebings Waldungen- :: Solbäder all r Art Inhalationen. Gradierwerke. Pneumatische Apparate n Kammern Trinkkuren. Auskunft und Prospekte durch die Badeverwaltwng. [aiiohv -Wern Am Dienstag, den 23. Mai 1916, abends 9 Uhr findet im Saale des Hotel „Großherzog von Hessen" ein Lichfbilder-Vortrag über den Weltkrieg durch Herrn Parteisekretär Albert Kuhlmann statt. — Wir bitten unsere Mitglieder lind werte Angehörige zu dieser hochinteressanten Veranstaltung recht zahlreich erscheinen zu wollen. 09757 Der Vorstand. OeMWr Wckllg 111 . Donnerstag, den 25. Mai 1916, abends 8 L / 2 Uhr pünktlich, im großen Hörsaal der Universität Herr Pnskjstt MH sSklßizsich „Zinnland" (mit Lichtbildern) Numerierte Plätze zu 1 Mark, nichtnumerierte zu 50 Pfg. Mitglieder der Unterzeichneten Vereine des 1. Vortrags zahlen im Vorverkauf 70 Pfg. u. 30 Pfg. Vorverkauf in der Ferber'schen, Frees- schen u. Nicker'schen Universitäts-Buchhandlung. Es laden zum Besuch des Vortrags ein [ :988 D Die vereine des !. (Balten) vortragr. 3'riftb eingetroffen: P rinteu V* Pfund-Paket! 80 Pfg. sJfärdiegp/GiftJO Me Ittai. Me Maifiscke, Schollen, Labn- fischc «sw. 09753 b. M. Simon, Walltorstr. 43 Fcld-Sen du ngen. Schokoladengeschäfl. Selterswat) 22. Ang. Seip. 13923 Klülsmoereill i Gießen ti. UW. Morgen, Dienstag, früh von 7-/2 Uhr ab, fr.ScfaelÖisdie und SsMIen das Pfund 65 und 70 Pfg. in den Verteilungsstellen Schanzenstraste 16, Aftcr- weg 6, Bleichttrastc 16». Neuen Baue 11 u.Wieseck. Versteigerung. Samstag, 27. Mai 1916, mittags 12 Uhr, 2906 D versteigere ich zwangsweise gegen sofortige Barzahlung in Ilbeshausen «Bahnlinie Lauterbach—Stockheim» folgende, imBafaltwerkdaselbst lagernde Gegenstände: 1 Bohrmaschine, 2 Schraub- stücke, 1 Autbos, 1 Blasbalg, 1 Fcucrtisch, 2 Kreissägen, etwa 100 Zentner Kohlenbriketts, 26 RollenDachpappe, Oelsässer, Schtaghämmer, Brecheisen, Spaten, Pickel, Schippen u. dergl. Ferner: eine Bremsbergvorrichtung u.ein. Friedrich'schen Patent- stcinbrecher nebst Flaschenzug, Maulweite 650X400. Herbstein, 19. Mai 1916. DerGerichtsvollzieher-Stell- Vertreter : Hartmann. Mittwoch, den 24. Mai, nachmittag «V, Uhr wird an Ort und Stelle, die Kleeernte lcirca 2 Morgen) anderZiegenzuchlstation, am alten Anncrüdcr Weg, versteigert. 3915 Junger Maut Kaufmann, sucht Bekannt mit junger Dame aus gu Familie, zwecks spät. Heir Angebote, möglichst mit B: unter 09758 au den Gieh.A erbet. Diskret. Ehr ensw 09751! Am 18. klolue, gritli Brosche mit drei bun Steinen verloren. Ge» Belohnung abzngeben bl Polizeiamt.