Hr. U8 Der Sketz««er A«zel-« erscheint täglich, mcher Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SjetzenerKamiNendlatter; zweimal wöchcnil.Nreis- blallsürdenNrris Stehen (Dieristag und Freitag): zweimal monatl. Landwirtschaftliche Seitsragen Fernsprech- Anschlilsse: sürdicSchristleitung113 Vertag, Geschäfttstelleöl Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger «ehen. A«?rveigstelle>i monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk.3.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps., ausiv. 2O Pf. — Haupt- schristleiter: Aug. Goeg. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goeh; für Stadt unö Land, Vernuschtes und Ge- richtssaal: Fr. R.Zenz; RotatisnrdrirS und Verlag der Srühl'schen Univ.-Vuch^ und Steindruckerei R. Lange, ächristleitung. Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstr.7. BcckImiuchm'stteßkn' General-Anzeiger für Gderheffen Erfolge an der Strafe Haucoutt-Esnes. Nene Fortschritte in 5ßdtirol. (WTB.) Großes Hauptquartier, 19. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Auf dem westlichen Maasufer wurden die französischen Gräben beiderseits der Straße .Haucourt — Ssnes bis in die Höhe derSüdspitze des Cam a rdw a l- ves gerummen und neun Offiziere, einhundert- ^wanzisMannzu Gefangene »gemacht. Einer- acuter feindlicher Angriff gegen die Höhe 30 4 h ra ch u n te r sehr erheblichen P e r l u st e n f ü r d e n Keind zusammen. Auf dem östlichen Maasufer steigerte sich zeitweise die gegenseitige Artillcrietätigkeit zu großer stärke. Die F l i e g e r t ä t i g k e i t war auf beiden Seiten groß. Oberleutnant Boelcke schoß das 16. feindliche Flugzeug südlich von Ripont ab. Bahnhof Luneville, sowie Bahnhof, Luftschiffhalle und Kasernen bei Epinal wurden mit Bomben belegt. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Balkan-Kriegsschauplatz. Ein Flugzeuggeschwader griff die feindlichen Lager bei K u k u s, C a u s i c a, Mihalowa und Saloniki an. Oberste Heeresleitung. Im nordwestlich von Verdun gelegenen Abschnitt haben untrere Truppen auf der Straße Haucourt—Esnes einen nicht zu unterschätzenden Erfolg erstritten. Es wird damit den Franzosen mehr und mehr unmöglich gemacht, den Kampf um die Höhe 304 noch mit irgend einer Aussicht ans Erfolg aufzunehmen. Wieder ist die Belagerungskette um die große Maasfestung um ein Glied enger gezogen. Geradezu unheimlich müssen die Verluste des Gegners bei seinen fruchtlosen Llnstürmien gegen die deutschen Stellungen auf Höhe 304 gewesen sein, denn die .Kriegsberichterstatter ergänzen die amtlichen Meldungen mit Schilderungen, die sehr lebhaft dartun, wie der frühere Befehl Joffres auch heute noch in Geltung ist: den Platz um Verdun zu behaupten oder unter- : zugehen. Auch von der Überlegenheit unserer Bundesgenossen gegenüber den Italienern in SWtirol erhalten wir heute neue, frohe Botschaft. Südlich von Bielgereuth ist die Grenze überschritten worden, und zwei italienische Befestigungswerke sind dien tapferen Truppen des Erzherzogs K!arl Franz Joseph in die Hündie gefallen. Die Ziffer der Gefangenen ist uns über 10 000 Mann und 196 Ofsiziere gestiegen, die Beute hat sich nnf 51 Maschinengewehre und 61 Geschütze erhöht. Das ist eine glänzende Waffentat, die der Welt dartut, wie traurig der „nationale" Feldzug der Italiener sür sie enden wird. Ueber den strategischen Zweck des österreichischi-ungari- schen Angriffes macht der Berner „Bund" folgende Aiiden- tungen: Daß die Oesterreicher Grund hatten, in Südtirol einen starken^ Gegenstoß auszuführen, geht aus der «Lage der Dinge hervor. Waren doch die Italiener unermüdlich daran, die Trientiner Zentralstellung durch konzentrisch vorstrebendc Beivegungeu durch das Sw ganatal, über die Hochfläche von Vielgereuth (Folgaria), durch das Ehch- und Ledrotal und endlich auch vom Adamellogebiet her zu umfassen. Weiter als bis,in die Linie Leviev—Folgaria—Rovereto E^Zzecea und zu den Paffen, die ins Judiearien- und ins Genovatal fuhren, burfte der Verteidiger den Angreifer keinenfalls kommen laßen, ohne in der Bewegungsfreiheit stark behindert zu werden. Ruf der anderen Seite war klar, daß die Oesterreicher mit Cm ? 1 * ® c ? CTT ft°fe gegen diese konvergierenden Angriffe aus 'Trient zugleich eine Offensivaktion verbinden konnten, wenn sie s: €t ft U ^nügende Truppenmassen zur Verfügung hatten. Ist doch ore strategische Lage der Italiener heute noch ebenso ungünsttg wie zu Beginn des Krieges. Sie stehen immer noch, in einer scharf gewmtelten Stellung am J son zo und in den Südtiroler Tal engen und vermochten, wie vorauszusehen war, ihre Offensive weder 2 ZGuzo., noch irach Kärnten zu tragen. Ihre Jsonzofvont ist diirch die Südtiroler Sporn stelluirg der Oesterrcicher ständig ^..Flanke uiid Rücken bedroht geblieben, obwohl Gadorna be- müht nmr, die Ausfall stelluirg in Südtirol an sich zu bringen imd bis zu den Sperrforts vor gedrungen toar. Hier hatte er nch in starren Ausfallstellungen verankert, die durch Kunst- bauteu nach hrnten aiigeschilosfen lvurdeu irnd, weit vor beit italienischen Sperrsorts gelegen, zugleich)! den Charakter von Defcnsrv- Post tränen hatterr, dre einen Einbruch der Oesterrcicher in den Raum ^chio-Asiag>o und ins Etschital in der Richtung Verona und ms Cisnvontal iir der Richtung Cismon-Valstagna verhmdern jvlltcn Ern österreichischer Offensivstoß ans den Süd- liroler Valern fuhrt daher auch heute noch! bei gutent Gelingen ^ *2? Opecatimisslan ken des italienischen Hauptheeres, und« schau . 's oh un g^der ^-lankeir durch scharfen Druck ist geeignet, die —atigkert der ^talreirer anrl Jsonzo und Taglianrento zu lähmen und rhlren Besorgnisse für chre RüLzugslimerr emW flößen. Der östcrrerchisch-nngarische Tagesbericht. Wien. 19. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 19. Mai 1916. Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Die an der lüsten ländischen und Kärntner Front eingetrettne Feuerpause hielt im allgemeinen auch gestern an. Heute früh wurden zwei feindliche Angriffe auf die von unseren Truppen unlängst gewonnenen Stellungen östlich Monfaleone abgeschlagen. Eines unserer S e c f l u g z e u g - G e s ch w a d e r belegte die Bahnhafsanlage von San Giorgio di Nagara und die feindliche Seeflugstation nächst G r a d o erfolgreich mit Bomben. An der S ü d t i r o l e r Front gewann unser Angriff unaufhaltsam Raum. Auf dem Armcnterra-Rückeu wurden sechs italienische Angriffe abgcwicsen. Unsere zwischen dem Astach- und Laintale vorgerückten Kräfte unter Führung Seiner K. K. Hoheit, des'Feldmarschalleutnants Erzherz, g Karl Franz Josef t r i e b c n d e n F e i n d a n d e r g a n z e n Front weiter zurück und bemächtigten sich heute früh der italienischen Panzerwerke E a m p o m o l o n und T o - raro. Zwischen Lain- und Brandtal (auf Ballorso) erreichten unsere Truppen den Nordrand des Co l Santo. Im Ctschtale muhten die Italiener die Orte M a r c o und M o r i räumen. Die Zahl der seit Beginn unseres Angriffs gemachten Gefangenen hat sich aus über 16 666 und 196 Offiziere, die Beute auf 51 Maschinen- gewehre und 61 Geschütze erhöht. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Fcldmarschalleutnant. Der italienische Bericht. Rom, 19. Mai. Bericht vom 18. Mai, 6 Uhr abends: In der Zone von Adamello machten unsere Truppen eine reiche Beute an Waffen, Munition und Kriegsmaterial, das vom Feinde am Topetepaß und am Fargo ridapaß im Stich gelassen worden war. Am 17. erweiterten unsere Lllpini die Eroberung des Kammes nördlich von Fargorida bis zur Zone von Ätattarott an der Sarcaquelle. Int Ledrotale unternahm der Feind nach einem heftigen Artillcriefeuer, das während der ganzen Nacht vom 16. bis 17. andauerte, in der Morgenfrühe ein Anguss auf unsere Stellungen auf den Abhängen des Pariberges. Er wurde mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. Im Lagarinatale erneuerte er gestern mit zahlreichen und starken Batterien das Bombardement gegen unsere Stellungen an der Zugna-Torta. Er unternahm dann fünf weitere heftige Angriffe. Qrr wurde jedesmal mit blutigen Verlusten zurückgeschlagen. In der Zone zwischen dem T e r a g n o l o t a l e und dem Hoch-Astico dauerte das intensive Feuer der feindlichen Artillerie gegen die Stellungen unserer Hauptwiderstandslinie ohne Unterbrechung fort. Wir haben die darauf folgeiiden Angriffe im San Pcllegrinotale und an der Marmoladazonc, am Fedaiapaß (Hoch-Avisio) und im Hoch-Corde- vole zurückgeschlagen. Am Jsonzo Tätigkeit der beiderseitigen Artillerien. Im Abschnitt von Monfaleone haben unsere Truppen durch einen glänzenden Gegenangriff einen Grabenteil wieder erobert, der in der Aktion voni 15. M'ai in der Hand des Feindes verblieb. Cadorna. Nene Rekruten für Frankreich. Paris, 19. Mai. (WTB. Nichtmntlich.) Die Znrück- gestellben der Jahresklassen von 1913 bis 1917, sowie die ehemaligen Befreiten der Iahresklasseii 1915 bis 1917, die von der jetzigen Unlersuchungskonnnission für tauglich erklärt worden sind, werden unter denselben Souderbestim- luungen für die Ernährung, Unterbringung und Ausbildung, wie die Jahresklasse 1917, Mitte Juli eingezogen. Der türkische Bericht. Konstantinop'-ek, 18. Mai. (WTB.) An der Iraffrvnt und im Abschnitt von Hankin keine Berändening. Im Kaukasus störten wir im Abschnitt von Bitlis durch Artilleriefeuer mit Schanzarbeiten beschäftigte feindliche Truppen. Am 15. Mai griff der Feind in Stärke eines Regiments zu später Stunde unsere östlich der Ortschaft Aghnot westlich Hens auf- gestellte Abteilung an. Ter Kampf dauerte bis Mitternacht: der Angriff des Feindes scheiterte. Am 16. Mai erhielt der Feind ein Bataillon Verstärkung tmd erneuerte den Angriff. Der Kampf dauerte bis mittag: schließlich wurde der Gegner gezwungen, sich zurückzuziehen. Er erlitt schwere Verluste und hinterließ eine Anzahl Gefangene, Waffen und Munition. Angriffe des Feindes am 16. Mai an vier Punkten gegen unsere Stellung auf dein. Berge Z i a r e t T e p c, vierzig Kilometer östlich der 'Ortschaft Baiburt, sowie gegen die Stelluiigen bei Ack Dagh, zehn K'ilorueter südlich der genannten Berge, wurden sämtlich mit ungeheuren Verlusten des Feindes abgeschlagen. Am linken Flügel im Küstenabschnitt beschäftigte sich der Feind mit Befesti- gimgsarbeiten. Am 16. Mai nachmittags feuerte ein feindliches Wachltschiff in der Umgebung von Tschesine an der Küste von Smyrna einige Geschosse wirkungslos ab und zog sich dann zurück. Aus einem feindlichen an der Küste der Insel Keusten gestrandeten Monitor rief das Feuer unserer Artillerie emeit Brand hervor. Es ist nur raixfy das Wrack vorhanden. An derr übrigen Fronten keine Beräirdiwung. Ans Aegypten. London, 19. Mai. (WTB.) Amtliche Meldung. In Aegypten führte eine berittene Abteilung von Austtalicru und Neuseeländern eine erfolgreiche Operation gegen deii Feind bei Bayoud und Magcibra durch. Der Feind leistete feincit Widerstand und floh. Es wurden 36 Kamele und eine ansehnliche Menge türkischer Munition erbeutet und das Lager zerstört. Neue Wasserstraßen in Oesterreich-Ungarn. Wien, 19. Mai. (WTB.) Eine Abordnung unter Führung des Bürgermeisters Tr. Weiskirchner mrd des Präsideiiten des Zentralvcreins für Fluß- und Kanalschiffahrt, Tr. Ruß, hat dem Handelsminister eine ansfirhrliche Denkschrift überreicht, in der die Forderung vertreten und begründet wird, daß die Regierung den Bau des D o n a il O d e r -- u n d W e i ch s e l k a n a l s mit einem Stichkanal nach Brünn im Anschluß au das deutsche Wässerstraßennetz mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln fördern möge. Im Laufe der Besprechung wies Dr. Reuß auf die militärische Bedeutung des Donau-Oder-Kanals und besonders auf die Forderung nach einem billigen Verfrachtungswege für die Versorgung mit Lebensmitteln tmb für die Rohstvffbeschaffung hin. Bon besonderer Bedeutung sei die Frage auch mit Rücksicht auf die zukünftige Gestaltung des Wirtschattsverhältnisses Oesterreichs zum deutschen Reich. Der beabsichtilfle Bau des deutschen Rl)ein-Donau- Kanals würde, wenn gleichzeitig nicht auch der Bau des Donau- Oder-Kanals in Angriff genommen werde, eine große verkehrs- wirtschastliche Benachteiligung der österreichischen Sudetenländer zur Folge haben. Der Handels in i n i st e r erwiderte, daß die Kanalange- lcgcnheit bereits wiederholt seitens der Regierung eingehend beraten ivordeii sei, auch während der Kriegszeit: doch sei eine abschließende Stellungnahme der Regierung zurzett nicht nrögttch. Der Minister betonte, daß ini Kriege jede wahrhaft produktive Aktion auf die volle Beachtung der Negierung zählen dürfe: er wies aber darauf hin, daß nach dem Kriege der Staatshaushalt mit der größten Sparsamkeit geführt werden müsse. Kaiser Wilhelm und die Ungarn. Budapest, 19. Mai. (WTB.) In der b w ttige n Sitziurg der Ungarischen Gesellschaft erfolgte mtt großer Feier-! lichkeit die Aufnahme Kaiser Wilhelms in die Reihe der gründenden Mitglieder. Vizepräsident Mttrist-erialdivek- tor Doktor Desidvr C s a n k y, der in Abwesenbett des Prchldenten, Geheimrat Ludwin ThalleFP, den Vorsitz flihrte, verlas zuerst ein Schreiben des Botschafters v. Tschirschky mit der Mttwi- liing, daß Kaiser Wilhelm der Gesellschaft als grürrdendes Mttglied beigetreten sei. Csanky hielt hierauf eine Rede, in der er den Dank und die hohe Genugtuung der Gesellschaft über die Auszeichnung misdrückte, die sowohl ihr als auch der ungarischen Gesellschaft und dem öffentlick^en Leben Ungarns durch den Beitritt Kaiser Wilhelms, der der würdige Sohn der großen Zeit genannt zu werden verdiene, widerfahren sei. Hierauf steUte der Vorsitzende den Anttag, die Historische Gesellschaft möge Seiner Majestät anläßlich des Beitrittes in die Gesellschaft ihre begeisterte Hul- digiing ausdrücken und möge ihm zugleich ihren ergebensten Dank aussprechen für die durch den Beitritt zur Ungarischen Historischen Gesellschaft erwiesene Auszeichnung. Dr^r Antrag wurde hieraus einsttmmig unter Eljenriifen auf Kaiser Wilhelm angenonimeii. Abberufung des französischen Gesandten in Bukarest. Bukarest, 19. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Der französische Gesandte Blondel wird Blättermeldungen zw folge ans eigenes Ansuchen abberufen. Aus der französischen Kammer. Paris, 19. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Auf Ersuchen des Ministerpräsidenten B r i a n d hat die K a m nt c r die Besprechung der Zensurinterpellation vertagt. Bei dieser Gelegenhnt erkannte Briand die Arbeit der Kammer, deren Zusammenwirken mit der Regierung sich im GEste des Krieges vollziehen müsse, an und ft'igte hinzu: Wjiri stehen in einer entscheidenden Stunde, in der )vir alles erhoffen dürfen, (lebhafter Beifall) in der ich aber auch sagen darf, daß ein tiefes, wahres und beinahe brüderliches Vertrauen zwischen der Regierung und der Kammer nötig ist, um den Triumph des Landes zu sichern. Von der Gemeinsamkeit unserer Arbeit hängt es ab, daß morgen där Sieg unsere Fahnen bestrahlt. Paris, 19. Mai. (WTB. Nick nntlich.) In der Kammer hat,Finanzminister Ribot einen Gcietzentnmrf betreffend die vorläufigen Kredite für das dritte Quartal 1916 eingebracht: sie belaufen sich für das allgemeine Budget auf 7 891352 744 Frcs., für das ?tachttagsbudget auf 619 742 771 Frcs. In der Begründung wird die Lagte des Schatzes der Bank von Frankreich erörtert und auf die Mittel hingewiesen, den Bargeldumlau.f zu beschränken, sowie auf die Maßnahmen, einer Erhöyung des Wechselkurses vor- zubeugwi. Um den wachsenden Lasten nach Ataßgabe des öffentlichen Vermögens und der privaten Einkommen zu begegnen, schlägt der Minister die Erhebung von direkten Steuern und indirekten Abgaben auf geistige Getränke, wie Wein, Bier, Apfelwein und Zucker und Tabak vor, wodurch denr Staatsschatz 900 000 000 Frcs. Mehreinnahmen gesichert würden. Das Privilegium der Branntweinbrenner soll beseitigt werden. Schließlich spricht der Minister über die Erhebung der Einkommensteuer. Die ersten Erfahrungen, die man mit ihr unter günstigeti Bedingungen gemacht habe, seiey immerhin ennutt- gend gewesen. Die Finanzlage Englands. London, 16. Mai. (WTB.) Bei der zweiten Etatslesnng behandelte der S ch atzkanzler die allgemeine Fi n a n z l a ge. und sagte: Die gegenwärtige Ltige unserer Finanzen Iwt nach einer beispiellosen Störung des Verkehrs die Kttaft der Ration gezeigt. Wir steigerten die Ernnahmen von 200 auf 500 Millionen P furch. Kein anderes Larrd J)at gleiches verflicht und konnte gleich^ vor suchen. Der Minister stellte das Vorgehen Englands, das 300 Millionen Pfund ncme Steuern erhebe, dem Borgelzen Deutschlands gegenüber, das 25 Millionen Pfund erbebe. Er sagte, wenn wir unsere Hilfsquellen überanstrengt hätten, würde eine Abnahme der Steuereingänge vorhanden sein. Aber das sei nicht der Fall, da die gegenwärtigen Einnahnren den Vormischlag ipeit übcrträftu. lieber bot kommerziellen Wiederau fbäU nach dem Kriege sagte er: Niemand könne sagen, welches die Grenzen der möglichen Abkommen wären. Kein Teil des Danses meine, daß das Werk des Wiederaufbaues dem Zufall überlassen bleiben könne. Niemand glaube, daß man eine Politik des laisser faire Verfolger: könne. Es sei gemeürsame Grimdanschauung^ daß die Regierung Helfen, organisieren, unterstützen und darauf sehen müsse, daß die wichtigsten Industrien erhalten blieben, und daß die Industrien, die man bei Kriegsausbruch nicht besessen habe, die aber von vitaler Wichtigkeit seien, rricht wieder zermalmt werden dürften, sondern erhalten werden müßten. soweit sie für das volle Lebest der Nation wesentlich seien. Weder jetzt noch zukünftig werde er sich genau an die Richtlinien gebunden erachten, die er vor dem, Kriege befürwortet habe. Er forderte das Haars auf, mit neuen! Gesinnungen an die neuen Probleme heranzutreten und sie ohne Vorurteil zu erwägen. Hinsichtlich der Pariser Konferenz lehne er es ab, eine- Erklärung abzugeben, doch versichere er dem Hause, daß die Vertreter der Regierung zu der Konferenz gehen würden, nicht gebunden durch irgendwelche starre Lehren der na- tionalökorr-omischeu Schule: sie würden hingehen, frei und nur, :n - der Absicht, zu sehen, icke die gemeinsamer: Interessen am besten gefördert werden und die Alliierten und Engländer selbst in Zukunft zusammenwachsen und gedeihen könnten. Ter hervorstechendste Zug des Budgets in diesen! Zusammenhang sei die Bereittvillig- keit, mit der es im Hause und im Lande ausgenommen worden se:. Der Minister fuhr fort: Wir hatten riesige Anstrengungen fiir Ilotte und Heer zu nrachen. Aber nicht weniger wichtig als diese, nicht allein für den Erfolg unserer Operationen, sondern auch für den Erfolg unserer Alliierten, war die finanzielle Stärke und die Beständigkeit der Hilfsquellen dieses Landes. Mer die deutsche Presse verfolge, werde sehen, daß sie in den finanziellen Hilfs- guellen Englands ein Maß für die Fähigkeit des Widerstandes der alliierten Nationen sehe. Ich glaube, schloß der Minister, daß bei dieser großen Last, die zu tragen war, die Bolksstimnrung die Möglichkeit gab, die Last mit solcher Bereitwilligkeit und gutem Willen zu tragen, und daß man nach fast zweijährigem Krieg verhältnismäßig leicht eine Steuerlast trägt, die irgend einem Schatzkanzler vor verhältnismäßig wenig Ialiren unglaublich vorgekommen wäre, und daß unsere finanzielle Lage, anstatt mit der Kriegs danch! schwächer zu werden, iminer stärker wird mit der Erfahrung, die wir gewinne, mit den: Vertrauen, das wir erworben haben und mit der Achtung, die wir durch unsere An streng urigen erlangten. Neuwahlen in England? London, 18. Mai. (WTB.) Der parlamentarische Korrespondent der „Daily News" meldet: Ein Ausschuß von liberalen und unionistiscki-en Parteimännern wurde vor einiger Zeit eingesetzt, um die Aufstellung einer ne neu Wählerliste vorzubereiten. Die Aufstellung neuer Wählerlisten, die jeden Sommer ftattfinbet, wurde in einem Gesetz des letzten Jahres hinansgeschoben. Der Korrespondent der „Daily News" bemerkt, die Arbeiten des Ausschuss^ seien notwendig, weil Neuwahlen des Parlaments ün Herbst nicht umnahrscheinlich seien. England und Amerika. London, 19. Mai. (WTB.) Die „Morning Post" meldet aus Washington: Die Eingriffe Englands in den Postdienst und die Zensur der Postsacken, namentlich in die Handelskorrespondenz, haben außerordentliche Erregung urtb Unwillen herv-orgerufen. Die letzte britisckie Note hat nichts zu ihrer Verminderung beigetragen. Eine Antwort aus die Note ist in Vorbereitung und wird ohne Verzug abgesandt werden. Die Note wird in: Ton schärfer [eia: ,und auf einer Aeuderung der jetzigen Praxis bestehen. New Bork, 17. Mai. (WCB. Nichtamtlich.) Funkspruch vom Vertreter des WTB. Die den Alliierten freundlich gesinnte „New Y or ker Dribu ne" bespricht die bevorstehende amerikanische Note an England und sagt: Es besteht eine seltsame Verwirrung in der britischen Auffassung über die hiesige Lage. England ftchlt, daß Amerika mit ihm als den Werterdiger Belchens sympathisieren sollte. Aber die Wahrheit U, daß kein großer Dell des amerikanischen Volkes diese Anschauung angenommen hat. Drei völlig verschiedene Teile des amerikanischm Volkes haben die Vorstellung, England kämpfe in selbstloser Weise für Belgien und die Menschlichkeit, abgelehnt, nämlich die Jrisch- uud die Den^ch-Amerikaner, sowie eingeborene Amerikaner revolutionärer Anschauung. Obwohl die Politik, das britische Volk zu reizen, stets povulär war, lehnten sie es doch ab-, einen Angriff aus Erfand zu unterstützen, solange der Streit mit Deutschland nicht beigelegt war. Aber jetzt betrachtet ein großer Teil dieser Elemente dre deutsche Angelegenheit für geregelt, und sie bestehen darauf, daß jetzt England an der Reihe ist. Englands Freunde sehen voraus, daß, wenn Deutschland jetzt auch nur einen Schimmer von Vernunft zeigt, die Gefahr einer Verwickelung mit England eittstehen würde, weil nicht genug Sympathie für Großbritaimien vorhanden ist, um Amerikas Rechte aufzugeben. Was jetzt geschieht, wurde schon im Februar 1915 eingetreten sein, wenn Deutschland auf seinei- Unterseebootspolitik bestanden hätte. Es wurde nur durch den „Lusitania"-Fall hinausgeschoben. Jetzt ist diese Frage infolge der deutschen Verlegung oder scheinbaren Beilegung nicht mir wieder ausgetauclst, sondern hat sich infolge derHinrichtungderiri- schen Ausständigen noch verschärft, die eine Strönmng im Volke erzeugte, Wilson bei dem Angriffe auf britische Methoden zu unterstützen. „Tribüne" zollt Deutschland Anerkennung dafür, daß cs die wirklich sehr beträchlliche englandfeindliche Stimmung in Amerika zu seinem Vorteil ausnutzt, und mißbilligt die britische Widerioilligkeit und Unsähigtett, den Amerikanern diese Tatsachen zu erklären. London, 19. Mai. lWTB. Nichtamtlich.) Me „Morning Post" meldet aus Washington vom 17. Mai: Lansing wird von den Deutsch-Amerikanern und ihren Freunden heftig angegriffen. Sie erklären es für einen politischen Selbstmord, 'wenn die amerikanische Regierung nicht gegen die englische Blockade- volitik Vorgehen wolle. Wenn der Präsident das geringste Interesse an seiner Wiederwahl habe, solle er Lansing entlassen. Der .Korrespondent sagt weiter: Im .Kabinett hat es stets ein deutschfreundliches Element gegeben, das aber schwach an Zahl war und aus den wenig einflußreichen Mitgliedern .bestand. Diese missen ganz genau, daß in fast allen Wahlkreisen die demokratischen Kandidaten bei Kongreßwahlen von den Deutschen und Iren bekämpft werden. Die Haltung des Papstes. Berlin, 19. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Nordd. Mgenr. Ztg." schreibt: Nach einer Meldung des Reuterschen Bureaus hat Gr eh im llnterhause mitgeteilt, der«Vatikan habe in Deutschland Vorstellungen erhoben, um Deutschland zum Aufgeben des Unter seebootskrieges zu bewegen. Diese Mitteilung entspricht nicht den Tatsachen. Vielmehr hat der Papst, wie wir -von zuständiger Seite hören, Deutschland und den Vereinigten Staaten seine Bereitwilligkeit zu erkennen gegeben, in der Streitfrage zwischen beiden Regierungen zu v e r m i t t e l n. Der Kaiser hat dem Papst unter Hinweis auf die inzwischen an Amerika bereits erteilte Antwort für die guten Absichten gttcmkt Die Sommerzeit in Norwegen. Kristiania, 19. Mai. lWTB.) Tie Zweite Kammer hat heute die Einführung der Sommerzeit in Norwegen einstimmig angenommen. Der Beschluß wird noch heute von dem König gut- geheißen werden, woraus die neue Sommerzeit am Sonntag Abend in Kraft tritt. Der Seekrieg. Zum Untergang der „Tubantia". Haag, 19. Mai. «WTB.- Amtlich teilt das Marineministerium mit: Tie Besprechungen des Kapitänleutnants Canters in Berlin über die Ursache des Untergangs de r ,,T u b a n t i a" haben zu keinem endgültigen Ergebnis geführt. Nach der Untersuchung einiger Metallstucke, die in den Booten der „Tubantia" gesunden worden waren, gab die deutsche Admiralität zu, daß die Metallstücke Teile eines deutschen Torpedos seien, der der Bewaffnung eines deutschen Unterseebootes angehörte. Der Kommandant dieses Unterseebootes erklärte, daß dieses Torpedo nicht am 1V. Rijärz auf die „Tubantia", sondern am 6. März auf ein britisches Kriegsschiff abgefeuert worden sei, aber sein Ziel verfehlte. Die holländische Regierung wird auf eine eingehende Untersuchung dringen, mtt in die „Tnbantia"-Angelegenheit volle Klarheit zu bringen. * Stockholm, 19. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die ententefterrndliche Zeitung „Sozialdemokraten" schreibt über die Torpedi-ernng der hrei deutschen Kohlendampfer: Tie rücksichtslose Torpedierung ohne vorhergehende Warnung und infolgedessen mit Opfern an Menschenleben hat nahe her unseren Küsten stattgefunden. Diesmal waren es russische Unterseeboote, welche die von der ganzen zivilisierten Menschheit verurteilten Methoden angewandt haben. Tie gttvaltige Entrüstung, die derartige Ereignisse immer in den Ländern der Entente hervorgerufen haben mb die lebhafte Zustimmung zu den Forderungen Wilsons nach einer Menschlichen Kriegführung, die zwischen Kämpfer!! und Nichtkämpsern unterscheidet, legen eine bestimmte Ver- pflickffung auf. H e l s i n g bo r g, 19. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Der deutsche Dampfer „Tr ave" wurde gestern abend neuneinhalb Uhr auf der Höhe von Kulten von einem englischen U-Boot M- schossen, torpediert und versenkt. Die Besatzung von 17Mann wurde gerettet. Das englische U-Boot machte sich eines Flagge u m i ß b r a u chs schuldig, indem es die deutsche Kriegs flog ge hißte, um den Dampfer aus bat schwedischen Hoheitsgewässern herauszulocken. Marseille, 19. Mai. (MTB. Nichtanttlich.) Meldung' der Agence Havas: Ter Dampfer „Harmonie" ist, von Oran kommend, am 17. Mai 20 Seemeilen von Kap Gaete mit dem italienischen Dampfer „Genova" z u sam me n gesto - ß e n. Die Mannschaft wurde gerettet. Fahrgäste befanden sich nicht an Bord. Vas Uriegsgewinnsteuergesetz. Berlin, 19. Mai. (WTB. Nichtamtl.) Zum Kriegs- gew inn ste ner ges etz wurde für die zweite Lesung in der Kommission ein gemeinsamer Antrag eingebracht. § 1 erhält unter Wegfall der in der ersten Lesung beschlossenen Erhebung eines abermaligen Wehrbeitrages nachstehende Fassung:^ Die in § 11 des Besitzstenergesetzes vom 3. Juli 1914 bezeichneten Personen, deren Vermögen am 31. Dezember 1916 gegen den Stand zu Beginn des Beranla.gungszeit- ranmes einen Zuwachs oder keine Bernlindernng um nttn- bestens 10 vom Hundert erfahren hat, haben zugunsten des Reiches eine außerordentliche Kriegs ab gäbe zu leiste::. Weiter heißt es in § 7, der nrit § 8 vereinigt wurde: Eine Abgabe vom Zuwachs wird nur erhoben, wenn der nach diesem Gesetz festgestellte Vermögenszuwachs den Betrag von 3000 Mark und das Vermögen vom 31. Dezember 1916 im Gesamtwert 6000 Mark übersteigt. Beträgt das Vermögen am 31. Dezenrber nicht mehr als 13 000 Mark, so unterliegt der nach Msatz 1 abgabepflichtige Bermögens- zuw-achs nur insoweit der Abgabe, als durch ihn ein Vermögensbetrag von 10000 Mark überschritten wird. Im §3 ist dann die Skala für die Abgabe vom Vev- nrögenszuwachs, die zwischen 5 vom Hundert für die ersten 10 000 Mark des Vermögenszuwachses und 50 vom Hundert für mehr als eine Million schwankt, gegen die früheres Vorschläge abgeändert. Neu eingesügt ist hier, daß 1 vom 100 von dem nach dem Besitzfteuergesetz nach dem 31. Dezember 1916 festgestellten Vermögen erhoben wird, insoweit es vom Hundert des für den Beginn des Veranlagungszeitraums festgestellten Vermögens übersteigt und weder einer Besitz- steu-er nach einer Abgabe nach Nummer 1 (Vermbgcus- zuwachs) unterliegt. Von dieser Abgabe sind die Vermögen befreit, die 20 000 Mark nicht übersteigen. Abgabebeträge von unter 10 Mark werden nicht erhoben. Der geimeinsame Antrag beschäftigt sich noch> werter mit den inländischen A kt ie n g e s se t l s cha f te n usw., was als Mehrgewinn, als Kriegsgeschästsjahr, als Geschäftsgewinn airzusehen ist, und wie der durchschnittliche frühere Geschäfts gewinn zu berechnen ist. Die Skala der Regierungsvorlage für die Mgaben inlärrdischer Gesellschaften wurde in einer abbeanderten Form wiederhergestellt. Schließlich wird bestimmt, daß die Kriegsabgabe von Einzelpersonen M einem Drittel binnen drei Monaten nach der Zustellung des Bescheides, das zweite Drittel bis zum 1. November 1917 und das letzte bis zirm 1. März 1918 zu entrichten ist. Nach dem Schlnßp-aragraphen 42 s) ist die Einnahme aus der Kriegsadgabe ausschließlich zur Abminderung der Reichsschuld zu verwenden, sowett sie rächt nach dem Reichs- haushaltsetat für das Rechnungsjahr 1916 zum Ausgleich eines Ausfalles bei anderen EiirnahmeKapiteln erforderlich ist. Aus Stadt rin- Land. Sieben, 20. Mai 1916 . Sorrntagsgedanken. Ein Krieg, und alle, wirklich alle an ihm beteiligt. Das bleibt das unvergängliche Schauspiel dieser Zeit. Und es ist mehr als ein Schmrstsiel, es ist reife Frucht, die vom Baum der Zeit fallt, es soll sein bleibender Gewinn in die Scheuern der Zukunst. Von Kriegszielen ja sollen wrr noch nicht schreiben dürfen. Geredet, glaub' ich, wird von ihnen um so mehr im vertrauten Kreise, wo wir ohne Sorge um ernsthafte Verantwortung Gedanken und Pläne keck ansspinnen und ausplaudern dürfen. Von einem Kriegsziel, scheint mir, wird da wenig gesprochen, von dem einen, das wir längst in fester Hand halten und das kein Teufel uns entreißen soll. Arndts Lied von des Deutschen Vaterland hat neuen Klcurg mrd Farbe erhalten. Das ganze Deutschland soll es sein, ein einig Volk irr Waffen, ein einig Volk von Brüdern. Wir danken es unserer Obersten Heeresleitung, daß sie immer wieder uns die einzelnen deutschen Stämme nennt, die den letzten Schlaa im Felde führten. Sie sollen daheim ihr besonderes Ruhmesblatt an die Helme ihrer Feldgrauen knüpfen dürfen, es zum Gedächtnis für Kinder und Kindeskinder in der engeren Stammesheimat anfbewahrerr. Das ist so recht deutsche Art: das ganze, große, weite Vaterland, aber in ihm die Färben der Stämme nicht verwischt, vergessen — alles Trikolore! —, sondern sie alle zu einen: bunten Farbenbündel ohnegleichen' vereinigt: wie leuchtet's in dieser Maiensonne, wie qrüßt's in deutsche Zukunst hinaus! Und es ist so doch anders als 1870/71. Wir haben es uns heute nerr erworben, was wir von rcnsern Vätern ererbt hatten. Und wir haben den Besitz vermehrt. Wir freuen uns über Oesterreichs Siege: steigt hinab von Tyroler Bergen in die alten Kampf- geländc Nord-Zlaliens! Wir teilen Oesterreichs wirtschaftliche Sorgen Und Hoffnungen, kühn bilden sich mitten im Krieg die Pläne fite das Mittel-Europa des Friedens. Ist es nickt, als wäre wirklich nach langem, schwerem Bruderzwist oas ganze alte Deuffche Reich uns neu erstanden?, aber auch dieses nicht in gallisch-gleichmachender Einheit, sondern in stolzer Währung von Sonderart und Eigenleben, nach deutscher Weise 'in starker Verbundenheit und Treue. Aber deutsche Geschichte soll, scheint es, immerdar die tief ihr ein gezeichneten Merkmale ihrer langen Vergangenheit bewahren. Mit uns Deutschen, hat Luther gemeint, ist nicht leichtlich etwas anznsangen, es treibe denn die höchste Not. Für alles staatliche Leben ist das eherne Wahrheit, die die Jahrhunderte bezeugen. Jrn härtester Bedrängnis ist uns der deutsche Staat erwuchsen; mit Blut und Eisen sind seine Glieder anernander geschmiedet worden. Und heute sollte es anders sein? Beinahe haben wir's uns so geträumt, als in jenen unvergeßlichen An sang s- monaten des Krieges die Welt-Entente deutsche HiÄe kennen lernte. Heute wissen wir, was Not heißt. Der Krieg hat sie heraufbeschworen, der schlaue Geschäftsmann über der See rechnet, wie er uns mit ihr bezwinge. Er soll sich verrechnet Huben. Und wenn die Not nicht Eisen bricht, Das Eisen bricht die Not. Aber hier führen wir noch anderes Eisen in den Kampf, als in den Schützenlinien draußen. Wir selbst, das ganze Volk, eisenhart wollen wir nun werden. Bon kleinem und großem Mangel lassen wir uns nicht bezwingen. Nun erst führen wir alle, alle den Krieg, jedermann zur Stelle, jedernnann kampfbereit. Wie die draußen, so wollen wir's nun halten daheim: ein großer Haushalt für das ganze Volk. Dann wird das Brot reichen für unsere Millionen, und unsere Kinder sollen ttotz magerer Kost fröhlich dreinblicken. Dann werden wir uns zu schämen lernen jeder Klage und die Not preisen, die uns erst recht zu einem Volk von Brüdern im großen deutschen Hause verbinde:: will. Das ganze Deutschland soll es sein, alle, schlechthin alle an diesem Krieg beteiligt. Eck. * . Unter dem Titel „Eine Warnung vor .Schwärzte her ei" finden sich beachtenswerte Ausführungen von dem der- ze!tigen Rektor der Berliner Handels-Hochschule, Pros. Dr. Paul Ehtzbacher, in der „Kölnischen Zeitung". 9Laä).dem der Verla ist: die Ursack-en bergegenmärtigen Ernährungsschwierigkciten untersucht hat, kommt er auf die Aussichten für ein etwaiges drittes Kr!egsjahr zu sprechen. Er ist der Ansicht, daß auf das schickerige zweite K'riegsjahr nicht ein noch schwieriges drittes folgen werde, v!elmehr alle Tatsachen auf das Gegentell hiindeuten. Allerdings werden nur, wie der Verfasser meint, auch in das dritte Kciegs- jahr keine größeren Vorräte als in das zweite mit hineinnehmen können, insofern haben wir also keine Erleichterung zu ermatten. Dagegen sind wir berecküigt, mit einer sehr viel besseren Ernte zu rechnen. Die schlechte Errrte des verflossenen Jahres bernhte auf dem Russeneinbruch, dem Adangel an Stickstoff und der ungewöhnlick)en Dürre. Wir dürfen hoffen, daß. wie im vorigen ^ahre so auch m diesem Jahre unsere Heere den Feind von unseren halten werden. Die großen Mmgen von künstlichem Stickstoff, die unsere Industrie erzeugt, haben uns bei der dies- lahrigen Bestellung .für den fehlenden ausländischen Stickstoff emigermaßen Ersatz geliefett. Die Dürre des Jahres 1915 war nn so außerordentliches Ereignis, daß wir fite 1916 nicht mit emer W:ederholung zu rcckmeu brauchen^ bis jetzt ist sogar die ^bitterung außerordentlich chinstig. So eröffnen sich die besten Aussichten. Tbe Berrchte über den Saatenstand, die aus allen Teilen von Deutschland cknlanfen. lassen auf eine gute Ernte hoffen. Von der Balkauhalbinfel werden »ckr insvlge besserer Berbindunsen im dritten .Kriegsmhr größere Zufnhren erhalten. Auch die immer i^vcb vorbandenen Mängel der Organisation werden bvffeMlick endlich .beseitigt werden. Nach dem ist also damit zu rannen, daß mir im d-rrtten Kriegs- whr reichlich m:t Brot, Kartoffeln, Zucker u,ü) Mich versorgt sein lnerden. M:t fleisch und Feltwaren werden wir uns auch künftig emrichten inulsen, aber es wird nicht mehr die Knappheit bestehn, d:e :etzt durch die schlechte >Ernte an IFutternntteln hervoweruftn wurde, w:r wetten unseren Verbrauch nur etwa auf das M-aß einschrauken müssen, wie es vor 40 Jahren üblich ,oar, und bei t^m gerrugenden Borliandensein cmderer Nahrungsürittel witt diese Einschränkung leicht zu ettragen sein. Worte? ^ et ^ eT ,eine Ausführungen mit folgenden „Während man bei Beginn des zweiten .Kriegsjahves die Zukunft zu günstig an,ah, ist man jetzt, vor Beginn des dritte:: eher geneigt, sie zu uncflinsttg zu betrachten. Man vergißt, daß die gegen- lvartigen Schwierigkeiten nicht das Ergeckris ckner ir.rmer mehr forte schreitenden Verschlechtern na unserer wittsck>aftlichen Lage sind, sondern die rttlge einer durch außerottentliche Verhältnisse l-ervor- gerufenen Mißernte. Daß wir dieses schwierige Jahr ckn-chmachen mutzteil. Ixte vielleicht sem Gutes gehabt. Erst in diesein Jahre haben w:r gelernt, wie viel !wir aus dein Gebiete der Volksernährnna leisten kömren und unter was für ungünstigen Verhältnissen mir dennoch imstande und, von dem Ertrage der einheimischen Landwirtschaft zu leben. M:r haben sozusagen unser Examen in Volksernährnna bestanden. Es besteht Nicht der geringste Grund zu der Annahme, daß die ungun,Ugen Verhältnisse des Jahres 1915 sich in diesem .mhre nnederholen und wieder eine so schlechte Grille zur Folge haben werden. In wenigen Wochen ist das Schlimmste überftcmden, und dann werden uns von Tag zu Tag reichlicher die erfottettichen Nahrungsmittel zur Versügimg stehen. In den: Augenblick, wo oberflächlicher Bettachtung die Gefahr am größten scheint, können wir im Gegenteil auf eine schnelle:md sichere Erleichterung unserer Volksernährung zählen " D:e Ausführiingeii Prof. Eltzbachers sind geeignet, in den Meiseii ivo sich btt der gegemoättigen Knappheit und Teirenma der wichtigsten LebenÄNittel eine geicksse Sorge eingestellt hat, ante klarend und beruhigend zu wirten. Gesetzwidriger Graupen Handel. Berlin, 15. Mai. Die Graupenzenttale teilt folgendes mitk In letzter Zeit mehren sich in steigendem Maße die Angebote rn sogenannten beschlagnahme- und verkehrssreien Gerstengranpcn und Gerstengrütze zu, Wucher Preisen. Die .Herstelsimg von Graupen Mid Grütze aus Gerste ist nur den von der Reichsfuttermittelstelle kontingentrerteu Graupenmühlen gestattet und der Verkaufspreis der Mühlen auf 67 Mark für 100 Kilogramm einschließlich Sack testgesetzt. Nunmehr kommen in letzter Zett Angebote großer Mengen Graupen an den Väarkt mtt der ausdrücklichen Verkaufs- betiugung: „Verkehrs- und beschlagnahmeftei"; hierdurch soll cer Anschein erweckt werden, als ob die Ware aus bem Auslande ttngesührt worden sei. Die aus dem Auslande eingesührte Ware carf aber durch den .Handel nicksi in den Verkehr gebracht roerden, da laut Bmidesratsverottni-ing vom 4. März d. Js. Fabrikate aus Gerste, welche aus dem Auslande emgesührt werden, der Beschlagnahme für die Zentral-Einvaufsgesellschaft in Berlin unterliegen. Die Verkausspreffe der sogenannten beschlagnahmefteien Graupe:! und Grütze schwanken im ffteoßhandel zwischen 220 bis 300 Mark für 100 Kilogramm, gegeii den von der Reichssutter-. mittel stelle se,besetzten und von den kvnttngentietten Graupenmühlen emgehaltenen Höchstpreis von 67 Mark. Bon den Reichs- behördtti sind schon Nachforschungen angestellt, um diesem ungesetzliche,! Handel ein Ende zu machien. Tic Käufer derartiger „beschlakNiahmesrtter" Graupen sollten eine Bescheinigung von den Verkäufern fordern, ivelckse die Ware als vom AuHlaude du* Mührt glaubest macht. Da es unmöglich ist. eine solche Bescheinigung beizubringen, weil die vom Anslande ein^'sührt« m M üöcc^flWOi ist. so haE es sich mn'HMndische Wgre, die M Wucherpreisen verkmrft wird, w iw. ^ - . Die Schlafkrankheit. Die Wase Tarn zur Katzen, In de Hand en Brief, Jin Gesicht die kläglichst Trauernnen, So daß die Kathrin rief: Ach Gott, ach Gott, was :s bafftert? Dei« Daniel iÄ doch noch am L-ewe? . er vermistt- is er blesiiett? der was hat's sonst gegewe?" Was e Kreuz, was e Kreuz, mein armer Jung! >Gr lebt noch, awwer wie! Gesuird is sei Herz, un gesund is sei Lung, Most — tvachc duht er nie." Die Wase hat's schluchzend eramsgebracht: M schläft in einemfort, Gr schlifft bei Dag, un er schläft in der Nacht, Es is de reinste Mord." Bekimmert spricht druff die Katterien: „Der schreckliche Krieg — ach du mei — Ich denk mer so in meim eifack>e Sinn, Es wird wohl die Schlafkrankhieit sei." Un se nimmt de Brief, doch beim erschte Wort Is se beinah vor Lache gebliwwc. Denn da stand zwar: ,Zch schlaf in einem Fort , Annver Fort war groß geschriwwe. Vorstehendes sskdicht ist dem 2. Heft der Hef.se - Sväß von Rrcm Doktor Mättha Frohwein- Büchner entnommen, das -imter dem Titel „Vom Fritz che" im Verlag von N. G. Eimer t - Marburg soeben erschienen und in allen Buchhandlungen erhältlich ist. Das erste Hest, das eine außerordentlich hohe Auflage erreicht hat, wird unseren meisten Lesern bekannt geworden sein und nicht nur in der Heimat, vor allen Dingen auch draustien rm Schützengraben, bei pufferen Feldgrauen, haben die Hesse-Spaß tz-rzliche Freude bereitet :md über manche trübselige Stunde h:n- ^eeaebolfen. Das zweite Heft wird sick ebenwviele Freunde ererben wie das erste. Bor der Türe steht die Reichsbuche r Woche, die vom Zentral-Komitee der deutschen Vereine vom Roten Kieuz angesetzt ist, um dem ungeheuren Bedürfnis nach Leiestoff. das sick bei unseren Feldgranen geltend macht, abzuhetten Da freut ~a wenn man einen original hessischen Beitrag Als Hemmtsarun binaussmden kann. Traute HeimatNünae werden unseren Krieaeru daraus entgegenklingen. Der Verlag .Elwert f)at_ genehmigt. Der Vorstand er- !x in seiner Zusammensetzung keine Veränderung. Sehr ein ^elieud gestaltete sich die Besprechung über die Vevaultaltungen in diesem Sommer. Es wurde beschlossen, die allgemeinen Iugend- wettkämpft in diesem Jahr auMisetzen und nur den „Hinden- burgschild" Anfang Juli zwischen den hiesigen Schulen in einfachster Form auskämpfen zu lassen. Einem Ausschuß wurde die weitere Regelung dieses Wettkampfes übertragen. ** Militärische Ausbildung der Jugend Am Mittwoch abend hielt nach den allgemeinen Uebungen Leutnant Störiko vor den Jungmannschaften einen sehr interessanten Vortrag über Kämpfe um Douaumont und Louvemenl. Mit grüßter Aufmerksamkeit folgten die fnaend lichen öftrer den sparmenden Schildenmgen nnd spendeten dem Redner begeisterten Beifall. ** Wirte und Hausschlachtungen. In letzter Zeit sind wiederholt Gastwirte, die gleichzeitig Metzger« betrieb haben, bei den Kreisämtern mt hk Frlaubnis zum Schlachten selbstgemästeter Schweine vorstellig geworden. Die Gesuche sind in den meisten Fällen als solche um Genehmigung zur Dornahme von Hausschlachtungen angesehen war den, die abgele'hnt Ivnrden, weil letztere brs zum 1. Oktober 1916 verboten sind. Das Grotzh, Ministerium hat angeordnet Latz, insoweit die Wirte das Fleisch der geschlachteten Tiere m ihren Wirtschaftsbetrieben verwenden wollen, es sich jedoch mm gewerbliche Schlachtungen handelt. Solche sind zuzulassen. Insoweit sie nach Maßgabe der von den Kommunalverbänden zuzuweisenden Schlachtungen gestattet werden können. ** Landesbrotmarken. Der Regierungspräsident zu Kassel ist einem Vorschlag des hessischen Ministeriums wegen wechselseitiger Gültigkeit der Brotmarken nicht b« getreten. Bei dieser Sachlage hat auch die hessische Regierung angeordnet, daß eine Abgabe von Brot an Angehörige dieses Regierungsbezirks gegen Brotmarken auch in Hessen zu unterbleiben hat. Dagegen ist die gegenseitige Gültigkeit der hessischen Landesbrotmarken in Württemberg und der nmrt- tembergischen Gastmarken in Hessen mit der Maßgabe anerkannt worden, daß auf die hessische Landesbrotmarke, welche auf 50 Gramm Brotware lautet, in Württemberg nur 40 Gramm Brot verabfolgt werden. ** Doch 3 ucf er für Ein ko chz wecke! Der Kriegzaus schuh für tionsumenteninteressen hatte sich kürzlich en. Es ist beschämend, dast vringeiide Erfordernisse unseres Vaterlandes das Gold nicht aus den Tascheii herausziehen, die es bei geringen privaten Vorteilen (ermäßigter Zutritt zur Rennbahn usw.) leicht heraus- bringen. ^ .. m .. . ** Patenterteilung. Der hie,igen r^rma Th. Bruck, Möbelfabrik u.nt> -Lager, wurde vom .Kafferlick.Mi Patentamt unterm 9. Mar laut „Reichsanzeiger" unter Nr. 646 946 auf Sprrlngfeder- Mattahen und unter Nr. 646 947 auf dreiteilige Matratzen, zur Verwendung verschiedenartigen Polstermaterials D. R. G. M. erteilt. Hiermit haben die schon seit sechs» Jahren von der, Firma eingeführten, auch patentamtliich geschützten Betteile eme wesentliche Verbesserung erfahren. ^ , ** Lohnhöhen weg und Gesamt-T nun usk luv. Der Hauptausschust des Gesamt-Taunnsklubs tritt mit den Abgeordneten der Zweigvereine am 28. Mai im Frankfurter Staot- garten zu einer Sitzung zusammen, in der u. a. .über den ~a pn- Hohenweg und die Sommerfrischen-Verzeichnisse verhandelt werden soll. „ , "Städtischer B u t t e r v e r k a u f. In der Woche vom 22.—27. d. Mts. werden unter Beibehaltung der für die vergangene Woche geltenden Bestimmungen au Bezugsberechiigte dieselben Buttermengen ausgegeben. Die Ausgabe nach Brotmarkenbezlrken ist jetzt aus die drei AusgabesteNen Schanzenstraße, Plockstratze, Bismarckstraße verteilt. Näheres ist im Anzeigenteile zu ersehen. Landkreis Gießen. ** Garbenteich, 18. Mai. Dem Fahrer Heinrich Röder von hier, 8. Balt. Res.-Fuß-Art.-Ngt. Nr. 3, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. . ,, u Lang- Göns, 20. Mai. Musk. Wilh. Schmidt erhielt das Eiserne Kreuz. Schmidt befindet sich z. Zt. im Lazarett Meiningen. ^ , e. Reiskirchen, 20. Mai. Musketier Wilh. Becker. Sohn des Landwirts Philipp Becker VII.. beim 116. Jnf.-Regt., seit An- ang des Krieges im Felde, erhielt das Eiserne Kreuz. Kreis Lauterbach. # Grebenhain, 20. Mai. Aus dem Felde der Ehre starb der Schulverwalter Gustav Steuernagel, gebürtig aus Windhausen, Kr. Alsfeld. Er stand seit Dezember 1914 im Felde. Kreis Schotten. = Schotten, 19. Mai. In einzelnen Orten des Kreises sind verschiedene Leute das Opfer eines gemeinen Schwindels geworden. Es erschierren dort zwei Offiziere mit ihren Burschen, um Eier für ihre Leute an der Front aufznkcrufen. Die erhielten große Mengen Eier zu außerordentlich billigem Preise, teilweise das Stück für nur 8 Pfennig. Später erfüllen dann die Ortsbewohner, dast sie es mit abgefeimten Gaunern zu tun hatten, denen in der Maske von Offizieren ihr Schwindel nur allzMut gelungen war. » , ^ # Götzen, 19. Mai. Aus dein Felde der Ehre starb der Wehrmann Lang im Landwehr-Fnst-Regt. 116. Kreis Friedberg. Bl. Friedberg. 20. Mai. Der.Pionier Konrad Maser von hier, Pionier-Kompagme 225, wurde mit der Hessischen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet. — Der 17 jährige Friedrich Krug. Sohr: des Fuhrmanns Heinrich Krug von hier, verunglückte an der abschüssigen Abfahrt vom Güterbahnhof tödlich, während er einen Wagen nrir Braunkohlen vom Waggon abftlhr. Bl. B a d - N a u he i m, 20. Mai. Ter Landsturmmann Walter Neuendorf, das Mitglied der Kürkapetle, Bun ko wrtz, sowie Gefreiter Johannes H i l l g ä r t n e r im Feld-Arttllerre-Re- giment Nr. 61, nmrden mit dem Eisernen Krem ausgezeichnet. ^Bad-Nauheim, 20. Mai. Bis zum 18. Mai 1916 waren 8677 Kurgäste angekommen. Bäder wurden bis dahin 91 770 abgegeben. .. # Bad-Nauheim, 20. Mai. Das Hessische Mckltar- SanttätSkreuz am Bande der Tapserkeitsmedaille erhielt der Sanitäts-Unteroffizier Lehrer H. Oswald. # Butzbach, 20. Mai. Zum Leutnant d. Res. befördert wurde der Lehrer Rothen meier, ebenso wurde ihm die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen. Kreis Wetzlar. ta. Wetzlar, 19. Mai. Der Stadt Wetzlar wurden für die abgelausene Woche 12 Rinder, 39 Schweine und 26 Kälber durch den Viehhandelsverband zugewiesen. ra. Br a u n f e l s. 19. Mai. Werner Hillgenberg (Pionier- Regt. 2b) starb den Ehrentod fürs Vaterland. ra. Katzensurt, 19. Mai. Landwehrgesreiter Friedrich W e i d e n b a ch und Musketier Heinrich Hinkel wurden beide mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Hessen-Nassau. ta. Rodhetm ci. d. Bieber, 19. Mai. Am Mittwoch Nach mittag ereignete sich in der hiesigen Pauschen Mühle ein ernster Unfall. Auf unaufgeklärte Weise geriet der 13jährige Sohn in das Triebwerk der Mühle. Wahrscheinlich hat der Bedauernswerte außer einem Arm- und Knöchelbruch auch innere Verletzungen davonqetragen. — Frankfurt a. M., 20. Mai. An die Stelle der bisherigen PreisprüsungSstelle tritt in aller Kürze ein aus je sieben Magistrats Mitgliedern und Stadtverordneten bestehendes städtisches L e b e n s m i t t e l a m t. Den Vorsitz übernimmt Oberbürgermeister Boigt. — Zu der bereits eröffneten Ecken heimer Kriegs küche werden infolge des guten Zuspruches am 1. Juni drei weitere Kriegsküchen eröffnet. Eine fünfte und sechste Küche sind in Vorbereitung. ^ . , _ _ _ = Frankfurt a. M., 19. Mar. Professor Dr. Wilhelm Weber in Groninqen (Holland) wurde als außerordentlicher Pro fessor Kr alte Geschickte an die hiesige Universität berufen. — Pro fessor Dr. Weber wurde 1882 in Heidelberg geboren und studierte auch hier, besonders unter Professor Dr. v. Domaszewski. Seine Doktorarbeit behandelte „Untersuchungen zur Geschichte des Kaisers Hadrian". Anfänglich als Gymnasiallehrer tätig, unternahm er 1908—1909 als Stipendiat des archäologischen Instituts Studien reifen nach den Mittelmeerländern 1911 habilitterte er sich als Dozent für alte (beschichte in seiner Vaterstadt. Seit 1912 wirkte Professor Dr. Weber an der Universität Groningen. ke. Bad Homburg v. d. £>., 19. Mai. Die Kaiserin wird voraussichtlich am 1. Juni Schloß Homburg verlaßen und sich nach Schloß Wilhelmshöhe begeben, um dort den diesjährigeu Sommerausenthalt zu nehmen. .Grenadia^ zu berichten weiß: In einer Etappe knapp hinter der Front waren einige Funker damit beschäftigt, sich im Geben und Abhören von drahtlosen Nachrichten zu üben. Ein General kam hinzu und fragte leutselig: „Nun, geht es gut mit den Uebunqeu — „Ausgezeichnet," erscholl etz als Antwort. — „Und könnt ihr auch ohne Schwierigkeiten alles übermitteln, was man von euch verlangt?" — „Selbstverständlich," klang eß stolz zurück. — „ u>>, dann telegraphiert mal schnell einen langen Satz/ Die beiden Funker setzten sich sofort an ihre Apparate, und da sie überzeugt waren, daß der General von den Geheimnissen des Telegraphiealphabets keine Ahnung habe, funkte der eine dem andern den Satz: „Findest du nicht auch, da»'; der General eine alte Rübe ist?" — „Sehr gut," äußerte der General. „Aber jetzt will auch ich es mal versuchen." Und zum Staunen der dabeistehenden Funker, das sich bald in Schreck verwandelte, telegraphierte der (tzeneral in tadellosen Morse-Zeichen: „Die alte Rübe verdonnert euch zu acht Tagen Strafhait!" Angeborener Mißbildung 1 Diphtherie 1 0) Tuberkulose der Lungen 1 (1) Tuberkulose anderer Organe 2 (1) Erkrankung der Atmungsorgane 1 (1) Erkrankung der Kreislauforgane 2 (1) Erkrankung der Harnorgane 1 vermischtes. * Berlin, 19. Mai. (Priv.-Tel.) Das „Berliner Tageblatt" meldet aus D i r f ch a u: Gestern brannte das 1660 erbaute Rathaus nieder. Die Bestände, die Stadtkaffe und die Akten wurden gerettet. Die Ursache des Brandes ist noch nicht ermittelt. * Der sachverständige General. Die Funker in der französischen Armee sind sehr stolz auf die Ausübung ihrer Tätig keit und fest davon überzeugt, daß niemand archer ihren Kollegen in das Geheimnis des für die drahtlose Telegraphie verwendeten komplizierten Nlorse-Alphabetes einzudringen vermöge. Wie es einem aber ergehen kann, wenn man sich selbst für allzu gebildet und andere für allzu unsachverständig hält, geht aus dem Ge schichtchen hervor, das die französische Schützengraben-Zeitung Berlin, 19. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Wegen Der- g e h e n s gegen die Bundesratsverordnung vom 11. Dez. 1914 (Höchstpreise für Metalle) wurden von derStraskammerdes Königlichen Landgerichts Berlin die Direktoren des Hüttenwerkes Niederschöneweide, vormals I. F. üssnsberg, Berlin-Nieder- chöneweide, G. und F., zur Höchststrafe von je e i n e m I a h r Gefängnis und je 10000 Mark Geldstrafe verurteilt. Mchenü. Leberficht der TodezfSLe i. d. Stadt Ziehe«. 18. Woche. Vom 3). April bis 6. Mai 1916. Einwohnerzahl: angenommen zu 33 150 (inkl. 1600 Manu Militär) SterblichkeitSziffer^ 14,13 °l 0 ^. Nach Abzug vou 5 Ortssremdeu: 6,29 °/ M Er- E« starben an Zuf- fttnbtc tm 1.LebenS- vorn2 M* "Schiene iaör ^ gahr 1 - HD * 1 ( 1 > 1 <*) - 1 — Kl) 2 ( 1 ) - 1 — Summa: 9 (5) 6 (3) 1 2 (2) Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankhett auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Veröffentlichung des Großb. Kreisgesundhettsamts Gießen. Med.-Rat Dr. W a l g e r._ Amtlicher Wetterbericht. Öffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 21. Mai 1916 Heiter und trocken, tagsüber _ Letzte Nachrichten. Mue Erfolge bei Höhe 394. Berlin, 20. Mai. Der A-riegsverichterstatter der „Bosssschen Zeitung" nte&rt vom westlichen Kriegsschauplatz unter dem 19 Mai - Die ohne Unterlass um die H ö h e 3 0 4 tdbenden Kampfe brachte,: in de,: Nachmittagssttmden des gestrigen Donnerstag em merkwürdiges Zusammentreffen. Um 5 Uhr setzten die Franzofen einen Angriff auf die Höhe von auuewroentlicher veittgken an. Sie wurden dal*ei mtt sehr schweren blnb.gen Verlusten MrSckge- ttiefen. Zur gleichen Zeit aber, um 5 Uhr, ward weUich des Höhenrückens von mrserer Seite ein Vorstotz nnternommen, der wesentliche Gewinne brachte. Der deutsche Wrgriff bewegte sich zu beiden Seiten der Sttaste Haucoiitt-Esiies tu nordwestlicher Rich^ tung vorwärts, von unserer Linie auf dem ^erurttenhüget und seiner südlichen Fottsetzuna, der Kuppe 287, aus UnsereTrnpp» durchstießen den ganzen Cammardn^ild, der sich als Dreieck mit einer Spitze nach Süden östlich an die genannte -graste anleh^ und säuberten ih,: bis zur Südspitze von ter französische. Besatzung, die sich im Dickicht eingenistet und sorgsam verschrnzt hatte. Ebenso gelang es westlich der Sttaste, aus dem kleinen Rücken des Südausläufers, der Höl)e 287, Gettinde zu erobern. Der dott befindliche ttigonometrische Punkt 2/9 ward besetzt und ist fest in deutscher .Hand. Der Angriffsstost, bei dem 120 Mann und 9 Offiziere gefangen genommen wurden, führte zu einem doppelten Vorteil' Einmal ist nun unser Besitz auf der Höhe 304 in der westlichen Flanke geschützr und gesichert, ,oodurch er an Wert erheblich gewinnt. Zweitens aber wurde ein nach Norden gehender Bogen unserer Stellungen westlich de: Maas ausgeglichen. Unsere Front von Avoooutt über Höhe 304 bis zum Toten Mann zreht sich jetzt fast in gerader Linie fjm. Tie Technik des „Schritt für Schritts hat einen neuen Erfolg errungen. Russisch ssranzösische Fnedensgefchäste. Bonder russischen Grenze, 20. Mai. Wie sehr man in der ruffischen Gcschäftswertt von der Ansicht durchdrungen ist, daß der Krieg noch im laufenden Jahre zu Ende gehen wird, zeigt der neuerlich in grotzem llmfang zutage gettetene Geschäftsverkehr zwischen russisck>en Odessaer Geschäftsleuten und Belforter und Lyoner Geichäftsleitten. Drrrch Bernritt-. lung der russisch-ftanzösischen Handelskammer fordern zahlreiche Odeffaer Geschäftsleute französische Warennm'iersendungen „spätestens innerhalb dreier Monate" ein, damit die Bestellnngeii noch rechtzeitig erledigt werden können, damit die Odessaer Handelshäuser in der Lttge sind, sofort bei Kriegseiide mit den entsprechendes Waren versehe,: zu sein, um den: dann zu erwartenden großen Bedarf aewachsen zu sein. Ein kaiserlick)er Ukas ordnet an, daß sämt- lick^ Mustersendunge,: aus den verbündeten Staaten nach Rußland frei von Eingangsgebähren sind. In Odessaer Börsenkreisen macht sich in der Lttiffassnng der Kriegsdauer nunmehr großer Opttmis- nrus geltend. Auch hier werden bereits vielfach ,,Friedensgeschäft^ abgeschlossen. Einftrhr von Zuchtvieh in Russisch-Polen. Berlin, 20. Mai. Tie Zucht viehko m m issio n des Zenlrallandwirtschastsvereins, die von der deutschen Regierrmg ins Leben gerufen wurde, hat anfang Mai bereits den fünften Transport vo:: Sckpveinen ans Deutschland erhalten, der nach Skieniieivrece gerichtet war. Jetzt ist, wie der „M- gemeinen Fleischer-Zeitung" telegraphiert wird, der sechste Transport aus Teutscküand, für den K'reis Warsckrau bestimmt, in War- sckxru eingettoffen. Jeder dieser Transpotte bestand aus 200 Stück. Der für Warschau besttmmte Transport bestmid aus nur erst- klasiischem Zuck>material. Die Ebi'r waren in der Mehrzabl. ein Umstand, der infolge des Man-rels an gutem Matenal im Lande von bedeutendem Wett ist. Die Einfuhr ist vom ^chskmizler gestattet worden. Durch sie wird die dilvcch den Ktteg m ^)ius,vck^ Polen sckpocr geschädigte Zucht von Sckmx'ineir cncherordentlich gehoben werden, was iiachber der Ausftihc von Scknvemen nach Deutschland wieder cmsterordeiiüvcks zustatten kommen wnd. Ein Vortrag Ganghofers. Berlin, 20. Mai. Ludwig Ganghofer erzählte gestern abend nn Beethovensaale zu Berlü: von der deutschen Front: er mahnte die deutschen Bürger tntmer wieder eindringlich, sich die deutschen Soldatei: mit ihrer unverd-vossene,: zähen Pstichterftlllung als Beispiel bienen zu lassen, besonders in den ztvei. drei Monaten, hie vor uns liegen. 'Der Sieg sei erföchte::. Jetzt nulsse noch die schon beginnende Erkenntnis bei den feindliche,: .Völkein reifen, daß sie turn ihren Regierungen irre gcsühtt n^rrden seien. LEcBitspaeStia&as :: Bahnhofsfs*. Ab heute bis 22. Mai DER ZWEITE SCHUSS iLin Drama von höchster Spannung: in 2 Akten TEDDYS WERMÄLTRIIS Entzückendes Lustspiel in,3 Akten mit Paul Heidemann, Berlins berühmtester Komiker in der Hauptrolle SCHLACHTEUBILD interessante Naturaufnahme. 3802a m Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß am 14. April, nach 20-monatlicher treuer Pflichterfüllung mein lieber unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seines Böhnchens! unser braver, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Pate Heinrich Schmidt Reservist im Res. - Infant. - Kcsimeot 116, 6. Kompagnie zuletzt als Krankenträger im Infant.-Regiment 116, 8. Kompagnie im Alter von 27 Jahren gefallen ist. Leider konnte er sein Kind nicht einmal sehen. In tiefem Schmerz: Marie Schmidt, ge b. Schmidt und Kind Familie Johannes Schmidt nebst allen Verwandten. Burkhardsfelden, den 19. Mai 1916. Wiedersehen war seipe und nnsere Hoffnung. Statt besonderer Anzeige. Am 18, ds. Mts. abends 9 Uhr verschied nach drei- tägigem schwerem Kranksein mein lieber Mann, unser herzensguter treusorgender Vater, Grossvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Wilhelm Hartmann im Alter von 55 Jahren. In tiefem Schmerz: Familie Hartmann. Giessen (Schiffenberger Weg 67), den 19. Mai 1916. ssoo Die Beerdigung findet statt Sonntag, den 21. ds. Mts. nachmittags 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes. 13881 'Meä-aa 1 odes-Anzeige. Hierdurch allen Verwandten, Freunden und Bekannten die tief erschüttern de Mitteilung, daß meine innigstgeliebte Frau, unsere herzensgute Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Minna Helfer geh. Zeidler im blühendsten Alter von 29 Jahren an einem kurzen, aber schweren, mit Geduld getragenen Leiden heute morgen sanft entschlafen ist.' In tiefem Schmerz: Josef Heller, z. Zt. Im Felde Susanne Zeidler Ww. Familie Fritz Unverzagt Familie Heller Marie Gro&mann Ww. geb. Heller Gießen ISandgasse 43), Wetzlar, den 19. Mai 1916. 109719 Die Beerdigung findet Montag, den 22. Mai 1916, nachmittags 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, daß mein heißgeliebter Gatte, der treusorgende Vater seines Kindes, unser unvergeßlicher Sohn, lieber Schwiegersohn, guter Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Schlapp Fahrer Im FeMartillerle-Megimeint 205 nach 21 monatiger ununterbrochener treuer Pflichterfüllung am 7. Mai nach kurzer schwerer Erkrankung im Alter von 26 Jahren im Feldlazarett fürs Vaterland gestorben ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Elisabeth Schlapp, geb. Fuchs, nebst Kind Familie Emil Schlapp Familie Fuchs Familie Bell Familie Schmitz. Rödgen, Bersrod, Laubacb, Grünberg, den 19. Mai 1916. Heute mittag 12 1 /, Uhr entschlief sanft nach langem, mit grosser Geduld getragenem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester und Tante Frau Christine Will geb. Schwarz im Alter von 66 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen; Familie Philipp Will Familie Philipp Zecher. Treis a. L., den 19. Mai 1916. Die Beerdigung findet Sonntag, den 21. Mai, nachmittags 3 Uhr, statt. TOI©j¥ Schütz. S im i no hampoonieren (Kopfwäschen) ; mit dem neuesten elektrische» Warmluft- j Trockenapparat empfiehlt sich 1 Hermann Flank Wwo, i Spezial ° Damen - Friftep und Haar-Geschäft Selters weg 8. Nachruf. crem Leiden starl lted Philipp «ich. Nach schwerem Leiden starb unser langjähriges Mrtglied Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Kutscherverein Gießen. . Ai? bitten zur Beerdigung am Sonntag, den 21. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, auf dem neuen Friedhof um zahlreiche Beteiligung. 13902D tmmw mwu »— warne* Herzog!. Braonschw. Baupwerksßltuie Holzmindcn. '%T fjocijbau Tiefbau c .“n. Sommerunterrlcfil 2. April. Reifeprüfung, winterunterricht 15. Oktober, dlelchberechfigt mit den K6nlgl. Prcuft. Baugemerkfdiulen* Cafe Ernst Ludwig Heute Samstag und morgen Sonntag KÜNSTLERKONZERT W Unterhaltungen vom 21. bis 27. Mai 1916. Dreimal täglich Konzert, norm. i. der Trinkkur an läge, nachm, und abds. a. d. Kurhausterrasse. Sonntag nachm. 4 Uhr und abends 8 Uhr ans der Terrasse Militärkonzert. Montag das Nachmittagstonzcrt u. Samstag das Aocudkonzcrt unter Leitung deö König!. Professors Hans Wind erst ein lOvernabend). Donnerstag abends 8'/« Uhr im Konzerlhaus: Drittes Linsonickonzert der Knrkapellc unter Mitwirkung von Naoul vonKocjalski Leitung: Kgl. Professor Hans Winderstein. Ycrnnstaltongen im Knrhansüinnl abends 8 Uhr: Sonntag Theater: „Zwei Wappen". Dienstag Zaubervorstellung. Schattenspiele Bauchreden und Schnellmalerei des Herrn UiuversalkünstlerS August BeUachini aus Frantfurt a. M. Mittwoch Theater: „Am Teetisch. Freitag Theater: „Der Juxbaron". VoranKcisre. [3879 I Sonntag, den 28. Mai, nachmillags u. abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr un Kurbaussaal Theater: „Pension Schöller". Lnte ^nieiiä ^aniäta^ and Sonntag Künstler-Konzert MMMKÜUDM, HanS, Zimm. m. Pension. Mittags lisch. Reichhaltige Abendkarte. Neben derDprudelapothetc. s.,. 2860 Telephon Nr. 40 Lriedenhvpi Telephon Nr. 4l Herrlicher Wald-Aufenthaltsort für Erholungsbedürftige