Ar. \\b Der tttfrncx UejeSfa erscheint täfliid), anßer Sonntags. - Beilagen: viernral rvcxbenlliet) KirhenergamAienblStter; aiueimat lUÖcIieull.Kf^ts* blau für den Ureis Sietzen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl- tand- wii stchaftliche Zeilfragen Fernfprech - Anschlüsse: stirdieSchrlltleitung 112 Verlag,Geschäftsstcllebl Adresse iür Drahtnachrichten: Anzeiger Netzen. Annahme von Anzeige« für die Tagesnummer bis zum Abend vorher. Erst« vka stit. Zahrzcmg vminerrtag. ^ 8 . Mai M iger für Rstatioksönl« »nd Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindrmkrei 8. Lange. Lchrlstlettong. Geschästssteklc und Druckerei: Schulstr.7. C \ II 4 9 P V C t . inonatl. 90 Pf., üicrtel- jährl. Mk. 2.65; durch Ab hole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch diePost Me.2.45 meictcl- jährl. ansjchl. Bestelch. Zeilenpreis: lokal 15P'.. ausio. 20 Pf. — Haupt« schristleiter: Ang. Goetz Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadl und Land, Vermischtes und Ge- richtssaal; Fr. R.Zenz-, für den Anzelgentest: H. Beck, sämtlich in Gießen. MTB.) Grobes Hauptquartier. 17. Mai. Amtlich.) ^Estlicher Kriegsschauplatz. Südwestlich Lens fanden im Anschlutz an Minen- prengunqen lebhafte Handgranatcnkärnpfc statt. Aus beiden Maasufern steigerte sich zeitweise die lfgenseitige Feucrtätigkeit zu grober Heftigkeit Ein Angriff »er Franzosen ge gm den Siidhang der Höhe 304 brach rn mserem Sperrfeuer zusammen. Die F l i e g e r t ä t i g k e i t mar auf beiden Seiten rege. Oberleutnant Jmmelmann schob westlich von Donar das 17) feindliche Klmzeug herunter. Ein englisches Flugzeug unterlag im Lustkampf bei Fournes, die Insassen, zwei englische Offiziere, wurden unverwundct gefangen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Balkan-Kriegsschauplatz. Eine im Wardargcbiet gegen unsere Stellung vorgehende schwache Abteilung wurde abgewiesen. Oberste Heeresleitung. Die österreichisch-ungarische Offensive in Südtirol geht erfolgreich vorwärts. Auf der Linie vom Etschtal bis zum Suganertal sind die Italiener aus den Vorstellungen geworfen, und in zwei Tagen erreichten die Truppen unseres Bundesgenossen die Säuberung eines Raumes, den zu besetzen der Feind Monate gebraucht und blutige Opfer gebracht hatte. Noch ist die Reichsgrenze nicht erreicht, aber die bisherigen Kämpfe haben den Siegern bereits eine sich steigernde Zahl von Gefangenen und Beutestücken eingebracht. Von 65 Offizieren und über 2500 Mann, die am Dienstag gemeldet wurden, ist die Einbuße der Italiener auf 141 Offiziere und 6200 Mann vergrößert lvorden, von 11 Maschinengewehren die Beute auf 17, von siebm Geschützen auf 13. Daß im Gebirgskrieg, so schreibt die „Köln. Ztg.", dem geschlagenen Feind soviel Leute abgenommen werden konnten, darf man. ahne baß EmZelhecken der Operationen bekannt sind, ans die sorgfältige Anlage uitb Ausführung! Kurückführen, bei der vor allem r-as richtige Infam nrenwirkmr der verscknedenen Kolonnen eine entscheidende Ralle spielte. Das österoeickstsch-ungarische Heer hat in diesem Sonder^weig der KriegsÄhrung durch lange Friedens- 'chulnng schon eine große Gewcmdtheit erlangt, die es in den letzten zwei Fahren vor dem Feind noch vermehren konnte. Der Chef des Stabes der Feldarmee Generaloberst Conrad von H ö tz e n d o r i gehört darin M den bewährtesten Lehrmeistern, und seine Hebungen in Tirol haben bahnbrechend und grundlegend gewirkt. Der Armenterrarücken aus der Südseite des Suganertals ist in werterer Ausdehnung besetzt worden, ans der Hochebene von Bielgerenth, wo die deutschen Dörfer liegen, deren Bevölkerung sich in hartem Ringen ihre Nationalität bewahrt hat, wurde eine Stellung erstürmt. Ebenso gelang es im Abschnitt des engen Tcrragiwtals, durch das eine Fahrstraße nach Rovereit geht, in die Dorsscbaften von Piazza und Valduga einzwdringen, während südöstlich von Rovereit der Feind ans Moscheri geworfen lonrde, so daß der unterste Teil des Vallarsatals von den Italienern gesäubert ist. Oestlich der Strecke nach Ala wurde nachts die Zngna Torta gerwmmen, die zwischen Etsch und Vallarsatal zu 1257 Meter anssteigt. So große Einzelerfolge, in zwei Tagen erkämpft, sind bisher an der italienischen Front überhaupt noch nicht zu verzeichnen gewesen, weder auf der einen, noch der anderen Seite. Ohne über die Tragweite des Sieges unserer Bundesgenossen ein Urteil abzugeben (dies zu tun, vermessen sich auch militärische Beurteiler rticht) bür feit wir uns doch von ganzem Herzen über die kraftvolle Initiative unserer Waffenbrüder freuen, die noch heute die Front südlich der Pripetsümpfe bis zur rumänischen Grenze gegen die Russen halten und es daneben fertig bringen, den Italienern das Gesetz ihres Handelns vorzuschreiben. Der Berner „Bund" macht in seiner Mittwoch-Nummer zu den.Vorgängen an der italienischen Front folgende Bemerkungen : Der zunehmende Kanonendonner schallt auch von Dixm'uiden >luo aus den Ärgonnen, ist aber am deutlichsten auf dem italie- n if che lt S ch aupl a tze erklungen, wo die Grttppierung der Jta- taliener an der Trent in er Front immer stärker wird. Ist doch am rechten Flügel der Is onzo fron t schon italienische Kavallerie eingeschyben worben. Im Trentino sind allerdings italienische Gegenmasnahmen dringcach nötig, denn mm hat nach der Znrück- werfimg der Italienei: im Snganatal der österreichische Stafsel- a lgrifs a»i d'in Plateau von Fulgaria eingesetzt und die Italiener unter Verlusten in breiter, bis zur Etsch (Rovereto) reichender Front zurückgelvorstn Tic Oesterreicher gewannen durch die kräftige Aktioh Raum zum Aufmarsch und stelzen mm, ans der Deisensive hervorgetreten, drohend von Borgo bis Rovereto. Ob cs sich nur um Gegenstöße aus der Verteidigung oder um die erwartete Angriffsbewegmrg großen Stils handelt, wird bald klar werden. * * ' Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 17.Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 17. Mai 1916. Russischer und s ü d ö st l i ch c r Kriegsschauplatz. Unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Artillerie kämpfe dauern an der ganzen Front kort. Auf der Hochfläche von D o b e r d o wurde unsere neue Stellung westlich San Martino durch Minensprengun- )/rffno oCad/m ’Castetb tV.r.029f7 fenlrq foncqgno^ '-pbCdayind* i h ypMadt'azaRm'jcfPA ( Ql 9S/no ßarniqm [ bStrot'/m o J ’ Ckeed/ne €Hmon^W£ V79 / evico; Wldondzzo Confdo, p^zeZ/no o Büff/ho Termine LßpseneHo ‘Cat/fono 'osei/ari /vfnna Cefdanv Rival} ref O o Serrnda £ 'M/enyJic^ _ _ o Terr i* Ch/e/tisfr Jser* fam/o)\ °flafzo Storu XoTczreccb/o hÄrr lvaptyfaimorb/o 'aSt./foryfier/fo ■riernni RatTäsiA PrsdB° r rkmosrnp y ßsffrono Halle de/ r Pano^2^or/ Stor&Q 9 gen erweitert. Hierauf folgten von feiydlicher Seite Trom- melfeuer i'.nd ein Angriff, den unser Infanterie-Regiment 34 im Handgranatenkampf abschlug. Im Görzcr Brückenkovf, im K r n - Gebiet, bei Flitsch und in mehreren Abschnitten der Kärnlner- front war das Geschützfcuer zeitweise äußerst lebhaft. In den Dolomiten wurden ftindliche Nachtangriffe gegen den Hexen-FelS (Sasso d'Jstria) und den Sattel des Sicf-BergeS atzgeiviesen. In S üd t i r o l breiteten sich unsere Truppen auf dem Armenterre - Rücken auS, nahmen auf der Hochfläche von Vielgereuth die feindliche Stellung Soglio — d'Ajpio —Coston—Costa —d'Agra —Maronia, drangen in den Tcrragnolo-Abfchnitt, in Piazza und Valdnga ein, vertrieben die Italiener aus Moscheri und erstürmten nachts die Zngna Torka (südlich von Rovreit). In «diesen Kämpfen ist die Zahl der feindlichen Gefangenen auf 141Offizierc, 6200Mann,dre Beute auf 1 7 Masch i n engem ehre und 13 Geschütze gestiegen. Im Abschnitt des L o pp io -Sees unterhielt der Feind heute nacht ein kräftiges Feuer gegen feine eigenen Linien. Starke Geschwader unserer Land- und Seeflugzeuge belegten vorgesteim nacht Bahnhöfe und sonstige Anlagen von Venedig, Mestre, CormonS, Cividale, Mine. Per-la Eaonia und Treviso ausgiebig mit Bomben. Allenthalben, insbesondere aber in Mine, wo etwa 30 feindliche Geschütze ein vergebliches Abivehrfeuer unterhielten, wurde große Wirkung beobachtet. Der Stellvertreter des Chefs des Generalftabs v. Hö fer, Feldmarfchalleutnant. * * * Der italienische Bericht. Rom, 17. Mai. (WTB.) Amtlicher Heeresüerichl: Nach einem heftigen ArMeriefeu^r am 14. Mai trieb der F-einb am 15. Mai cm der T r en tino-Grenze Infanteriemassen gegen den Llbschnitt unserer Front zwischen dem Etschtale unb dent oberere Asticvtale vor. Nach anfänglichem Mderstanb, während dessen dein Feinde sehr große Verluste beigebracht wurden, zogen sich unsere Truppen ans den am weitesten vorgeschobenen Stellungen auf die Haupt Verteidigungslinien zurück. Längs der ganzen übrigen Front bis zum Meere zeigte sich die Tätigkeit des Feindes in heftigem Artilleriefeuer und Infanterienngriffeu. die den Charakter twn Diversionen trugen. Derart waren die Gefechtsliandlungen im Su- ganatal, zwischen dem Monte Coplo unb Sanata Anna, im oberen Seebachtal, ans den Höhen iwrdwestlich von Görz unb ans den NordhängLN des Monte San Michele. Ueberall wurde der Gegner sofort abgewiesen. Erbitterter >oaren die Kämpfe im Gebiete des Monfalcvne, wo der Gegner nach wechselndem Erfolge erfolg reich angegriffen wurde und 254 Gefangene, darirnter einige Offiziere und zwei Atascbinangewelwe in unseren Händen ließ. Plan meldet Angriffe feindlicher Flugzeuge auf die L^o- capita-Ebe ne am unteren Jsonzv in der Nacht zum 15. Mai, aus Venedig und Mestre am 15. Mai abends, und aus Udine und Treviso in der Frühe des 16. Mai. Es wurden nn gairzen nur wenig Unglüeksfälle und sehr leichte Sachschäden verrffsacht. Ein Geschwader unserer Cachnniflngzeuge bewarf heute bei Tagesanbruch den Bahnhof von Ovcia Draga und feindliche Lager bei Kostanievica, Lokovic und Segeki auf dem Karst; es wurden 50 Bomben mit sehr mirffamcu Erfolgen auf diese Ziele geworfen. Von zahlreichen Batterien beschossen nud vielen feind lichen Fliegern angegriffen, kehrten unsere Flugzeuge dennoch unbeschädigt zurück, nachdem sie zwei feindliche Flugzeuge herab geschossen hatten, die in der Umgegend von Görz m die feindlichen Linien stürmten. Oestcrreichisch-ungarischc Flieger über Venedig. Venadig, 17. Mai. (WTB.) Meldung der Ageneia Stefani'? Am Montag abend kurz vor 0 Uhr meldete,: Wachtposten die An - näl-erung seiMdli.ch-er Flugzeuge'., Es wirrde sofort-Alarm gegeben. Ter feindlich-e Angriff richtete sich gegen Venedig und Mestre. Das lebhafte anl>altendc-Feuer unserer Ballonabwehr batterien erlaubte deir Angreifern nicht, aus,die angegrifienen Städte niederzu gehen, und verTnitwerte so die Wirkung der Bomben. at. Und rvo soll es enden, warn jeder andere Ort, der von der See oder aus der Luft bedroht wird-, eine lokale Verteidigung haben soll? Die Zuschrift fährt fort: Es ist unzweckmäßig, Reden oder Briefe zu veröffartlickkeu, die Drolstmgen an dai Feind aithallen. Die Umstände könnten dem Feind deniroch einen neuen Angriff ermäglick)-en. Dann sverde er die Lacher ans seiner Seite haben. Eine amtliche schwedische Erklärung über die Alandsfrage. Stockholm, 17. Mai. (WTB. Nichtamtliche Bei der Besprechung einer Negierrmgsvvrlagc über die Vermehrung der Arbeitskräfte im Ministerium des Aenßern in der Zweiten Kammer des Iieick-stcvges erklärte der Minister des Aenßern, Wal lenberg: ES ist iviederholt und in nnzuwideuftgen Worten von maßgebender Stelle auS geführt worden, das- ^Sck reden in dem gegenwärtigen Weltkrieg rntter Wahrung seine - 2 ll t - limmnngs- vechtes nach allen Seiten hm eine strenge und unparteiische Neu« tralität aufrecht erhalten will und sehr lebhaft wünscht, in den Krieg nicht vernickelt zu .verden. Fch bin in der Lage, die Er- Uunlngen, die in dreier Hinsicht von seiten der' Regierung abae- geben worden sind, völlig aufrecht zu erhalten. Die Bestrebungen der ^Regierrmg, ihrer Pflicht entsprvchard die Rechte und das Interesse Schstiebens wchveftrtrüchtiigt zu benZal/ven, dürfen nicht mtfeterftauten j>ber ntifcixartft werten tu Anbetracht der Art und Meise, in der Schweden die Fortermigen der Neutralität in schwieriger Lage stets erfüllt hat. Ich brauch? nicht hinzuzusügen, das; die Regierung während des ganzen Verlaufes des Krieges jeder lpolitischen Diskusion ferngestanden hat, die in dieser oder jener Richtung von den wiederholten Erklärungen der Regierung ab tvercht, und daß die Regierung solche Erscheinungen bedauern muß die geeignet sein können, das Vertrauen zu dem Willen, Schwedens Selbständigkeit und Neutralität zu wahren, zu vermindern. Was die vom Vorredner- besonders berührte Frage betrifft, muß jeder der die geschichtliche Entwicklung der sogenannten Alandfrage studiert hat, einsehen, daß diese Frage eine Lebensfrage für Schweden ist. Dies war auch die 2lnsicht des schwedischen Reichs tages 1908 und ist die Ansicht der schwedischen Regierung 1916. Ich bin überzeugt, daß diese Meinung auch jetzt vom schwedischen Reichstag geteilt wird. Aus diesem Grunde kann ich der Kammer in lieberem stimmung mit dem, was ich eben ausgesprochen habe, versichern, daß die Regierung es für ihre Pflicht hält, diese Frage mit unerläßlicher Aufmerksamkeit zu verfolgen, und daß sie nichts unterlassen wird, um aus diesem wie auf anderen Gebieten die Rechte und Interessen Schwedens wahr- zunehmen. Nähere Erklärungen kann ich aus leicht begreiflichen Gründen jetzt nicht abgeben. Nach der Rede des Ministers erhielt der Sozialist 'B r a n - t i no das Wort. Der Transport der Serben nach Mazedonien. 'London, 16. Mai. (WTB.) Wie das Reutersche Bureau erfährt, verhandeln die britische und griechische' Regierung über den Transport der serbischen Truppen nachMaze- donien. Eine Verletzung griechischen Gebietes werde nicht statt- finden. Brasilien und das Völkerrecht. Rio deJaneiro, 17. Mai. (WTB.) „Journal de Comer-- cio" teilt mit, die b r a s i l i a n i s ch e Negierung werde in einer an die fremden Negierungen gerichteten Denkschrift ihren Standpunkt zu den verschiedenen Fragen des Völkerrechts dar- die durch den gegenwärtigen Krieg aufgeworfen worden sind. Der Scefrfeg. Ein Seegefecht au der flandrischen Küste. Brüssel, 17. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Gestern nachmittag erschienen englische Seestreitkräfte vor der flandrischen Küste. Deutsche Torpedoboote und BewachUngs fahrzeuge liefen daraufhin aus, wobei es zu -einem kurzen Artilleriegefecht aus große Entfernungen kam. Eines der deutschen Flugzeuge warf während des Gefechts auf einen feindlichen Zerstörer Bomben ab und erzielte dabei einen Treffer im Hinteren Kommandoturm -des feindlichen Fahrzeuges. London, 17. Mai. (WTB. Nichtamtlich.') Meldung des | Reuterschen Bureaus. Die nt i r a I i t ä t teilt mit, daß gestern irachmittag in der Nähe der belgische n ,K ü fr c eine B e g c g nung zwischen einem Geschwader britischer Zer störerund Moni toren und einigen deutschen Zer 'störer u stattgefunden hat. Nach kurzem Gefechte zogen sich die feindlichen schisse nach ihren Häfen zurück. Das britische Geschwa der hatte keine Verluste. Berlin, 17. Mai. (Priv.-Tel.) Das „Bert. Tagebl." meldet -aus dem Haag- Eine Liverpooler Versicherungsgesellschaft be j zifsert die hauptsächlichen S ch i s f s v e r l u st e im April 1916 !6 500 000 Mark im April 1914. London, 17. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet In Great Yermouth ist am 16. Mai der holländisch Dampfer „Ba lavier 5", der mit gemischter Ladung von (London nach Rotterdam unterwegs war, morgens in die Luft ge -flogen. Bier Mann der Besatzung wurden getötet, der Rest wurde sgelandei. Aus dem Hag wird hierzu gemeldet! Das Rettungsschiff „Atlas" verließ den Ankerplatz, um nach „Batavier 5" Nach forschungen anzustellen. von ihm keine Rede über Kriegsziele erwarten dürfe. Seme Aigrcht sei, in dieser für die Weiterentwicklung Deutschlands so entschetten- den Zeit vereinzelt laul gewordenen Zweifeln und Bedenken gegenüber das koloniale Interesse zu sammeln, neu zu beleben und, wenn möglich, die Zweifel und Bedenken, die seiner Ansicht nach nur auf rein äußerlichen Vorgängen entstanden seien, zu zerstreuen. Zum Schlüsse faßte er seine Ausführungen ungefähr wie folgt zusammen: Ich glaube dargetau zu haben, daß die ursprünglichen Gründe für eine a k t i v e d e u t s ch e Kolonialpolitik nicht nur weiter bestehen, sondern noch triftiger wurden, daß ein neuer militärischer dazu kam, daß wir wegen der Verteidigungsfähigkeit des deutschen Kolonialbesitzes in der Zukunft nicht allzu ängstlich zu sein brauchen, daß für den deutschen Kolonialbesitz die Beherrschung der Meere keine absolut notwendige Voraussetzung ist, wohl aber, daß ein deutscher'Kolonialbesitz eine wertvolle U n- t e r st ü tz u n g der deutschen Seegeltung. bieten kann und schließlich, daß der kontinentale Wirtschaftsbund Berlin-Bag- d a d eine wertvolle Ergänzung des deutschen Kolonialreiches zu bieten vermag. Ich glaube weiter nachgewiesen zu haben, daß nicht die Erhaltung des deutschen Kolonialbesitzes den Keim zu neuen kriegerischen Verwickelungen in sich trägt, sondern daß viel eher erzwungener oder freiwilliger Verzicht aus ihn diese Gefahr mit sich bringen wird. Auf Grund dieser Zusammenfassung noch eine kurze Würdigung der Vorteile, welche gerade unsere Hauptfeinde aus ihrem Kolonialbesitz gezogen haben, gebend, zog der Vortragende das Fazcit seiner Ausführungen: Ohne aktive Kolonialpolitik ist eine gesicherte und ruhige Weilerentwickelung Deutschlands undenkbar. Graf Julius Andrassy in München. München, 16. Mai. (WTB.)-Zugunsten des Roten Kreuzes sprach am heutigen Abend im dicht gefüllten, großen Hörsaale der Ludw-ig-Maximilians-Universität Graf Julius Andrassy über die Solidarität des Deutschtums und des Ungartums. Unter den Erschienenen bemerkte mau außer dem österreichisch^ungarischeu Gesandten den ehemaligen bayerischen Gesandten am Wiener.Hofe, Ministerpräsidenten a. D. Grasen Podewils. Mit Nachdruck wies der Vortragende die von gegnerischer Seite ausgestellte Behauptung zurück, daß der jetzige Weltkrieg dem deutsch>-österreichisch- ungarischen Bündnis zur Last falle, und faßte seine Gezanken über eine engere Gestaltung der politischen und wirt- chaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Ungarn dahin zusammen, daß das auf dauernden Interessen b'e ruhende Bündnis zwischen Deutschland und Oesterreich Ungarn noch enger gestaltet werden müsse. — Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Aus drm Reiche. Eine Verständigung in der Steuerfrage? Berlin, 17. Mai. In der heutigen Sitzung des lSteuerausschusses des Reichstags gab zu Beginn Zer Verhandlungen der Schatzsekretär Dr. Helfferich folgende Erklärung ab: „Gestern und vorgestern haben rVerhandlungen mit den F-inanzministern der Bundesstaaten (nüer die schwebenden Steuerfragen stattgefnnden. Das Er sgÄurs der Beratungen läßt erhoffen, daß die bisher moch ungeklärten Fragen zu einer Lösung geführt werden kennen- Angesichts des engen Zusammenhanges der ver IWjwöKn Steuervorlagen erscheint es, bevor der Steuer- ausfchuß seine Beratungen fortsetzt, nützlich, abzuwgrten, rnwrewmt die Hoffnung hinsichtlich der verschiedenen Punkte, I^^..^'.§^E6Zltenergesetz in engem Zusammenhang iteyen, sich erfüllt. Der Hauptausschuß des Reichstages wird 2 iwvgen die zweite Lesung des Kriegssteuergesetzes vornehmen." Auf Vorschlag des Vorsitzenden vertagte sich herauf der Stenerausschuß auf Freitag, wo sämtliche 'Steuervorlagen zur Beratung gestellt werden sollen. Berlin, 18. Mai. Sämtliche Blätter berichten nach der ^Germania", daß die Verhandlungen im Bundesrate mit !den Frnanzministern der Einzelstaaten über die Steuervor Schlage zu einer Verständigung geführt haben. An Indirekten Steuern würden nach dem Kompromiß zur Erledigniig gelangen: Die Erhöhung der Postgebühren rn etwas geänderter Form, der Fr a chtur ku n de n- Stempel und auch die zunächst umstrittene Tabak-und Zigarre inteuer einschließlich der Zigaretten- steuer. Auch die vom Steuerausschuß beschlossene Um- 1 atz st eu e r sei nunmehr gesichert. An d i r e k t e n Steuern wurden kommen: erstens eine einmalige Abgabe vom Vermögen. Man gehe dabei von der Annahme ell schart Staatssekretär Dr. Sols einen Vortrag Bevor der Philh Ävlonralg säen bürg tont, ■nlT icinrii Vortrag begann, begrüßte der Präsident ter'Deut- üoloinalgfsfllichatt, Herzog Johann Al brecht zu Mecklen- -ckpoerm, die Anwesenden. Staatssekretär Tr. Solf bebak man, wie die Verhältnisse nun einmal liegen würden Berlin, 17 Mai. (WTB.) In der heutigen Besprechung über die Versorgung Groß-Berlins wurde unter dem Vorsitz des Ministers des Innern die Be Hebung einer Reihe von Mißständen in der NahrUnas Mittelversorgung erörtert. Im Mittelpunkt standen die brennenden Fragen der B u t t e r - u n d F l e i s-.ch v e r s o r gn n g. Der Minister wies unter anderem darauf hin, daß die Butterkarte und die Fleischkarte variabel zu gestalten seien, je nach dem vorhandenen Butter- bezw. Fleisch ^orrgL. Es sei unerläßlich, den Verkauf von Butter und Fletsch derartig zu regeln, daß die Käufer ihren Bedarf iit führung der Fleischkarte in allen Gemeinden Groß-Berlins gerechnet werden. Uebereinstiminend wurde die Nottvendiq- kelt anerkannt, in der nächsten Zeit den Fleischverbrauch auf das Aen ß e r st e e i n z u s ch r ä n k e n, iim die Fleisch- und Milchversorgung für den Herbst und Winter sicherzustellen. Ans Stctzdt und Lcrud. Gießen, 18. Mai 1916. Die ReichHfleifchstclLe. .Leipziger Neuesten Nachrichten" schreiben unter Die dieser Ueberschrift: „Wenig bewundert und viel gescholten, das ist das Schick- wl, das die Reichsfleischstelle in den ersten Monaten ihres Be stehens über sich hat ergehen lassen müssen. Ein Vorwurf freilich, her sie selbst zu Unrecht trifft, weil sie für die Zuj- stande, die sie bei der Aufgabe ihrer Arbeiten vorsand, nicht verantwortlich ist und naturgemäß eine gewisse Schonzeit braucht, um die Maschine in Gang zu bringen, mit der sie den Schwierigkeiten der Fleischversorgung ein Ende zu machen hofft. So ganz einfach ist das natürlich nicht, die Regierung hat auch in diesem Fall die Dinge viel zu sehr an sich rankommen lassen, als daß jetzt plötzlich von heute auf morgen ein Umschwung zu erwarten wäre. Wer also nicht unangenehm enttäuscht sein will, der tut gut daran, sich auf einige Monate der Fleischknappheit einzurichten, allerdings mit der angenehmen Aussicht, daß wir gewissermaßen nur vorhungern und dafür im Herbst mit Verhältnissen rechnen nnnen, die, wenn auch nicht wieder Friedenszustände schaffen, o doch iedem einzelnen ein beschränktes Maß von Fleisch icherstellen. Das Vieh bietet ja in seiner Bewirtschaftung für das Staatsganze insofern seine Schwierigkeiten, als es nicht, wie )as Getreide, beliebig beschlagnahmt und verschickt werden nun, daß es vielmehr bis zum denkbar letzten Augenblick nn Besitz des Erzeugers gelassen werden muß. Auf der anderen Sette aber muß dem Erzeuger auch ein bestimmter Gewinn sichergestellt sein, wenn er nicht die Neigung zur Aufzucht verlieren soll. Deshalb war hier ein ganz anderer ehr viel umständlicherer Aufbau als beim Brotgetreide notwendig : die Schaffung von Biehhandelsverbänden, die freilich bisher sehr ungleich gearbeitet haben, von denen man aber doch vielleicht hoffen darf, daß sie nach der Uebergangs- zeit ihrer Ausgabe gerecht werden. Ueber ihnen schwebt die Reichsfleischstelle, die für die Verteilung zu sorgen hat. Aber auf Grund wclcheii Maß- tabes? Trotz der Fülle von Statistiken, mit denen wir auch in Friedenszeiten überschüttet worden sind, scheint eine vernünftige Statistik über den Fleischkonsum der Bevölkerung nicht vorzuliegen. Der Maßstab müßte also anders geschaffen werden. Denn die Einfachheit der Verteilung auf die Kops- zahl, die \a das Naturgemäße war, hat bei der Verschieden- artigkert der Lebensmittelbedingungen im Osten und im Düften in Stadt und Land in ihren Wirkungen etmas so Oberflächliches, daß sie als berechtigte Grundlage nicht anerkannt lverden kann. Sie würde dem^ einen zu viel, dcnr anderen aber viel zu )venig zusprechen. Die Reichssleischstellc hat sich nun dadurch geholfen, daß sie den Durchschnitt der Schlachtungen der letzten fünf Jahre seststellte und dadurch den Durchschnittsbedarf der einzelnen Landesteile heraus- rechnete. Diesem Bedarf galt es nun den vorhandenen Vorrat üegenüberzustellen. Der Versuch aber, zwischeii beiden mrwn Ausgleich herbcizuführen, war deswegen nicht so eiw ach, weil mit bestimmten feststeheiiden Bedürfnissen zu rech- neu war, dre es in erster Linie zu befriedigen galt. Einmal ne Aiiforderungen des Heeres, an denen nichts gestrichelt werden darf, denn es ist selbstverständlich unsere erste Aufgabe, dafür zu sorgen, daß die Soldaten draußen im Felde gut uitb ausreichend ernährt werden, daneben die Anforde^ rungen der immobilen Truppen und der Lazarette,^ an denew auch nichts gespart werden kann. Von den drei großen Gruppen also, deren Bedarf gedeckt werden sollte, war '.iur bei der letzten, der Zivilbevölkerung, eine Beweglichkeit möglich. Und sie hat infolgedessen die ganze Differenz zu tragen, die sich herausstellle, als man den Bestand an schlachtreifem Vieh mit den angemeldeten Mengen verglich. Der Bestand an schlachtreifem Vieh ist in diesem Jahre ungewöhnlich gering, geringer vielleicht noch, als die Viehzählung erkennen läßt, die für den 15. April angesetzt war, uird deren reine Zahlenergebnissc nicht einmal zu Bedenken Veranlassung geben. Aber die Ungunst der Witterung, unter der wir im vergangenen Jahre zu leiden hatten, macht sich gerade jetzt in ihrer Nachwirkung am schlimmsten geltend, weil die Einfuhr an Futtermitteln nur sehr gering ist. Von der letzten Rauhfutterernte ist im Osten der erste Schriitt größtenteils ausgefallen, der zweite zum großen Teil durch Regen verdorben, die Haferernte war so schlecht, wie sie seit einem Menschenalter nicht vorgekommen ist, und auch die Strohernte war ganz schlecht. Die natürliche Folge war, haß viele Landwirte ihr Vieh vorzeitig abgestoßen haben, und daß jetzt die Produkte der Stallmast, die sonst um diese Jahreszeit auf die Märkte gebracht wurden, ansfallen. Eine Fleischknappheit also ist, nachdem rechtzeitig versäumt wurde, in den Zeiten des Ueberangebotes große Mengen Gefrierfleisch anzusammeln, unvermeidlich. Die einzige Aufgabe, die die Reichsfleischstelle zu erfüllen hat, besteht darin, für eine gleichmäßige Verteilung der vorhandenen Bestände zu sorgen und aufzupassen, daß, wenn schon gespart werden muß, dann auch gleichninßig gespart wird, und daß nicht gerade in den Großstädten, durch Fehler der Organisation, das Fleisch auf die Preishöhe unerschwinglicher Delikateßware heraus- getrieben wird. Geschi ht das>, dann müssen wir uns wohl oder übel mit den gegenwärtigen Mißständen abfinden, in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft und in der Gewißheit, daß zum Herbst wieder erträgliche Verhältnisse eintreten werden. * Die üereittigten Hassia-Militärvereine Gießens haben über ihr? Kciegstätigkeil Bericht erstattet, woraus folgendes zu entnehmen iü: Ti? dem Landoskriegerperband Hassia an geschlossenen neun hiesigen Militärvereine, nämlich Kviegerverein. Vetercrnenverein, Kriegcr»amieradschaft, Marine-, Garde-, . Artillerie-, Pionier-, Kavallerie- und ehemaliger 116er Verein bilden für gewisse gemeinsam? Aufgaben seit 1902 genannte Vereinigung. Die Bereinigung hat zusammen 1126 Mitglieder, davon stehen 453 ,im -Kriegöd wirst. 31 Mi tglieder starben den Heldentod. 52 Aüs- zeichnungen von Mitgliedern mit dem Eisernen Kreuz (darunter cnlch soll ' mit 1. Kl.) und 56 sonstige sind bekannt geworden. Tie Vereine haben sich während dem Krieg ganz besonders der Liebes- lä.tgieir gewidmet. So wurden an Mitglieder etwa für 2300 Mk. Liebesgaben gesandt. Ebenso haben v>erschiedene Vereine Liebesgaben für beuimmle Truppenteile gesammel., bzw. sich an öffentlichen Sammlungen beteiligt, 2 Vereine, die selbständig Sammlungen veranstalteten, hatten z. B. zusammen für ettva 1700 Mk. Gaben abgesandt. Tie Vereine wandten weiter zum Teil recht ansehnliche Summen aus dem Vereinsvermögen sowohl für Libesgaben, als auck für Unterstüsungszwecke für ihre Mitglieder auf, wie auch rcckn viele ^Mitglieder außerdem- in bar und nattrra dazu sehr wesentlich beilragen. Für die Unterstützung van alten Veteranen standen der Vereinigung noch Mittel ans früheren Wohltätigkeitsveran- stalttmgen und aus Gaben der Bezirkssparkasse zur Verfügung, von denen auch, eine Anzahl auswärtiger Mitglieder untersllitzt wurden. Auch einige iVereine haben Barunterstützungen rn reichem Maße an a l 1 e Bet e r a n e n ausgestellt. Gerade diesen alten Veteranen, t\c wtzt schon fast durchtveg durch ihr hohes Mter nicht mehr erwerbsfähig sind, wenn sie nicht Vermögen besitzen oder aus andere Weise ihr Auskommen haben, soll der Lebensabend erleichtert werden, sie dürfen durch die neuen Kviegshandlnngen nicht in Vergessenheit geraten. Darum muß an Auffrischung der bald erschöpften Mittel zur Unterstützungen, die Leine Almosen darstetten dürfen, gedacht werden. Für die Unterstützung von Angehörigen jetziger Kriegsteilnehmer- — einerlei ob letztere einem Verein angehött'en oder nicht — haben die Vereinigungen und die Vereine viele Tausende Mark aufgewandt. Die Beträge wurden meist ans den Ber- einsvermögen entnommen, aber auch die cinzslnen Mitglieder haben durch Gaben in bar und in natura sehr reichlich dazu bei- gerragen, daß Angehörigen von .Kriegsteilnehmern die dkbwesenheit oder der Verlust des Ernährers nicht so sch.wer loird. LVienu auch durch die gesetzliche:: Famliennlnterstütziimgen, sowie durch die Für- sorgetätigkeit der Stadt und des Roten Kreuzes in mierkennens- werter Weise gesorgt wird, so koimte gerade der Vorstand der Vereinigung in sehr vielen Fällen sich die besttmmte Ueberzeugung perschasfen, daß es caid) noch Notfälle gab, mo eine unauffällige Zusatzunterstützung sehr nötig war — etwa 1300 Mk. wurden dafür von der Vereinigung allein verausgabt. Lttder stehen auch hierzu weitere Mit Kl nickst mehr zur Versügmig, öffeittlickies Sammeln ist nicht mehr zülüssig. Ob die erforderlichen Mittel fernerhin Mich freiwillig gespendet werden, bleibt avzuwarten. Es wäre jeooch schade, wenn dke außerordentlich bewährte Untcrstützungstätigkeit, wie sie seither bettieben wurde, mangels der erforderlichen Mittel aushoren würde. Tie Vereine haben während der Kriegszeit rege mit ihren dr außenstehenden Mitgliedern in Fühlung gestanten, so daß reich- hattige V e re i n s chr on i ken entstehen. Tie dah?imgebliebenen Mitglieder versammelten sich in den Vereinen zeitweise nicht nur um über Vereinsangelegenheiten zu beraten, sondern auch um Erlebnisse heim gekehrter Kriegs kam erad>en und Vorträge anzuhören. Taß dabei alle Friedenmöglichkeitei: erörtert und gewünscht wurden, läßt sich denken. Die Vereinigung l-at eine Beratungstelle eingerichtet, die Mitgliedern und sonsttgen Kriegsteilnehmern und deren Angehörigen über alle Angelegenheiten kostenlos Rat erteilt, sei es in Uitterstützungs- und Rentcnsachen oder sonsttgM Rechts angelegen hei ten. Bewährte Sachverständige wirken dabei mit. ?lnfragen sind an den Letter, Bahnhofstraße 66 II, zu richten oder Sonntags, vormittags von 10—11 Uhr, mündlich vorzubringen. Die »nieder ans dem Krieg zurückkehrenden Mitglieder lverden über die Leistungen der zu Halste gebliebenen nicht zu klagen haben ** Auszeichnu n g. Dem Jäger Heinrich M e l ch e r aus Gießen, 4. Komp, des Reserve-Jäger-Batmtlons Nr. 24, seil dem Juli 1915 im Felde, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. F l ei s ch v e r s o r gu n g. Zurzeit mackst sich hier wie a\\* derwärts ein gewisser Mangel an Fleisch bemerkbar. Diese Erscheinung jst einmal eine unvermeidliche Folge des Ueberganges vom freien Verkehr zu einer Regalnilg der Versorg,mg, die eine möglichst gleichmäßige Verteilung des zur Verfügung stehenden Fleiiches bezweckt. 'Andererfeits> ist'der Bestand an s o s o r t schlackst- ifem Vieh augeirblicklich nicht sehr groß. Es ist aber begründete Aussicht vorhanden, daß sich die Verhältnisse in den nächsten Monaten erheblich bessern werden. D r i i:ge nd e r f o rde r l i ch ist es, daß, jetzt mit dem Vi eh siparsam und haushäl teil ch um g ega n gen wird, dmmit für die Herbst- und Wintermonate auSreichemd Fleisch zur Verfügung steht. Zrirzett, wo fri,che Gemüse hinreichend vorhanden :nd, köimen sich die Haushaltungen ohne oder mit nur wenig Fleisch weit eher behelfen, als in der käSteren Jahceszett Alles, was fetzt an Fleisch erspart wind, kann später verraucht w e r d c n! „ D i e Fl e i s ch e r i n n u n g 6) j e ssc n gibt beka.mt, daß die Laden ihrer Mitglieder an den für den Füeych- und Wurstverkauf reigegcbeueu urageu, soweit Vorrat vorhanden, morgens nicht vor i Uhr und nachniittags nicht vor 4 Uhr geöffnet sind. ** Die Allgemeine *J r ts tränten fafi« Gietzen- Stadt hat trotz der durch bet Krieg geschaffenen schmierigen Ver- bältniffe auch im Jahre 1915 günstig abge.chnrtlen. Die Turnah- mm der Kasse betrugen im Voriahre 258 342.49 Mk, die Ausgaben 866 295 17 Ml'. Das Vermögen der Kasse betrug Ende 1915 806 243 97 Mk. gegen 189 084.23 Mk. Ende 1914. mithin eine Zunahme von 17 159.74 Mk. Im Hinblick aus den gegenwärtigen Stand der Kass-enverhältnisft hat der Vorstand der Ortskrankm- «asse beschlossen, beim Veriichcrungsamt die Genehmigung zu erwirke,! das; für die Folge den Mitgliedern der Kasse das Krankengeld auch für die Feiertage (soweit solche auf einen Werktag satten) oevlhlt daß außerdem das Hausgeld bei Krankenhausbehandlung rn Höhe des Krankengeldes gewährt werden kann. Diese Mebrlei- si-,innen waven bei der Kasse bereits vor dem .Kriege eingeführt. ImK ab^infvlge Notgesetz vom 4. August 1914 eingestellt werden.^ reffen de Urteilsbegründung. In einer Sckoffenaerichtssitzung in Köln machte der Vorsitzende, Amtsgerichtsrat Dr. Küppers, gelegentlich einer Strafsache den übermäßigen Gewinn bettcffend folgende Ausführungen: Ter Umfang des Begriffes des übermäßigen Gewinnes ist zu um- ^-ichnen nach der Strafandrohung der Bundesratsverordnung vom 83^uli 1915 fiür Preise, die unter Berücksichtigung der gesamten Nerbältnisse, insbesondere der YNarktlage, eineii übermäßigen Gewi m enthalten und nach dem Zivecke der Verordnung die Verbraucher vor Uebersorderungen schützen. So erhält der Richter die ^eritnug bei seinen Entscheidungen die Lage ^.euffchlands, denen tarnte Verhältnisse in diesem Weltkriege vor ungeeigneten Maßen £nb Folgen zugrunde zu legen, die gebieterisch verlangen, da» der (finulnc wie er vor dem Feinde alles l>ergibt. auch nn wirtschaftlichen Lcbcn seine das M^meinnwhl schadi- c,enden Sonderintercssen hinter die der Allgernnnheil stellt, ^.imit sind folqende in der dicsseitrgcn Rechtspreclumg «c-^cnen t^lqernnaen sieaeben: 1. Jeder über einen iwrnialcn Frieden ? t- ” < • f._ Li Arbeit der vom 23. ^nl l915 mir Fernhaltuug unMverl affig er Personen vom Handel 1 e h r wohl beizukommen. Diese zwei Bewrdmrr^i, hiernach rtmc Buchstaben-Bedenken großzügig und dem furchtbaren Ernst Zeit entsprechend angewandt. bieten neben den Bundesrats- verordmwgen, betreffend Höchstpreise, sowie betrettend unerlaubtes 'HuRückhalten von Waren ausreichende Handhabe zur ''.'kümvfung des Kriegswuchers. Ilm, der durch die -chnld einer ruchlosen Minderheit die Spannkräfte des Volkes mit. kühostrm Drucke niederhält, mit zermalmender Faust auszu- i^tten und so dem ehrsamen Handel fteie Bahn zu schaffen ist das Gebot der Stunde, und wie sehr das unserem vh*"^ dessen Erfolge in ihrer vollen Wirksamkeit er zu beeinträchtigen vermag, geschuldet wird, läßt sich diirch Worte gar nicht Ausdrücken. , „ r . *- Darf ein Kanfm ann seine Butter für seine Kundschaft zurückhalten? Diese Frage die das Recht des Publikums aut den Bezug von Butter betrifft, ist vor einigen ?xrgen vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte in längeren Aus- ft'chrmWen geprüft nwrden. Eure bekannte Berliner Bulterhand- iung hatte, 'lfm der Ansammlung von Frauen vor ihreni Geschäft «iffg^'genMrtreten, an ihre Kundschaft Gutscheine ausgegeben. gegen die aiff 6^rund der Butterkarte der Kauf von Butter gewährt .imtbc Sic lmt infolgedessen ahgelehnt. Käufern ohne Gutscheine Butter zu verkaufen. Tie Firma hat hierbei die ihr zugeteitte Menge auch stets verkauft und gegen die Kriegsgesetze nur dadurch ^Hrrstvßen. daß sie die Butter nicht jedermann, sondern mir einem bestimmten Kreis von Personen abgab. Das Gericht kam zirr Verurteilung der Firma, weil ein Reservieren von Butter für best, anntc Personen imzulässig ist. Damit hat das Gericht auch in- 'tfftf ausgesprochen, daß der auf eine Lebensmittelkarte Bezugs- 'berechtigte nicht ans einen bestimmten Händler oder Verkäufer ange- "iesen rst und daß ihm verkauft werden muß, lvo die entsprechenden Vorräte vorhanden sind. ** Fahrraddieb st ah l. In der Nacht zum 16. Mai wurde aus dem Hofe eines Hauses in der Bahnhofstraße dahier ein Fahrrad, Marke „Deutschland" von der Firma August Huckenbrock von Einbeck entwendet. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige .Kriminalpolizei entgegen. ** Die Haurau nn d die Papier ersparnis. Die städtische Preisprüfunysstelle Frankfurt gibt bekannt: ^,Bei dem bestehenden Papiermangcl und der damit verbundenen Steigerung der Papierpveise liegt es im J-ntereffe sowohl der Ersparung von Papier als auch von Geldausgaben, daß die Hausfrauen auch ihrerseits dazu beitragen, daß beim Einkauf von Waren Papier gespart wird Den Hausfrauen wird deshalb dringend angeraten, beim Einkauf größerer Mnrg-en von Lebensmitteln Körbe oder sonstige VerpackungSm'.ttel mitzubringen und die Waren Möglichst lose tm Korb anzunehmen. Auf diese Weise kann insbesondere die B-erivm- oung größerer Papierbeutel gespart werden. Den Verkäufern ivird unter Berücksichtigung der gesteigerten Preise das Recht zvgestanden, beim Verkauf von Waren über 5 Pfund in Papierbeuteln die Selbstkosten dieser Beutel besonders berechnen zu dürfen." ** Ein Mantelmarder. Am Vormittag des 17. Mai 1916 wuide ihr der hiesigen Lesehalle ein gelblich-grüner Gummimantel, in dem sich 180 Mark in Papiergeld befanden, entwendet. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. ** Di e Brennessel als Viehs utter. Neuerdings wird vielfach auf die Brennessel als aussichtsreiche Gemüsepflanze bmgewiesen, doch ergibt sich auch ein sehr gesundbütss ordern des Mehftitber, das z. B. in Dänemark viel verwandt wirb. Die Nessel kommt auch auf sästechten, schvtterigen Gründen fort und kann dort 4—5 mal gemäht und zudem ffedörrt werden. Sie ist eine dev frühesten Futterpflanzen und wiederum die einzige, die noch grün bleibt, wenn alle anderen vertrocknet oder verbrannt sind. Sie verträgt Fröste und anhaltende Hitze, besonders, wenn sie ihren! Standort gehörig eingenommen hat. Das Blatt gibt, als Trockcn- futter angewendet, ein vortrefflich nährendes und sehr grsundes Futter für Rinder und Schafe, sstdan reicht es den Tieren gebrüht oder trocken unter das ^Futter gemischt. Die so gefütterten Tiere geben viel und gute Milch. Die Samen weiterhin und ein gutes Beifutter für Pferde. Eine Handvoll, morgens und abends dem Futter beigemischt, niacht sie fleischig und haarglatt. Auch für das Federvieb ist cs gedeihlich. WaS nun den Anbau dieser Futterpflanze anbetrisft sc. geschieht er am besten^im Oktober. Ter Boden muß möglichst unkraulfrei sein. Der Same kommt mrist im September zur Reift und kann von wildwachsenden Pflanzen genommen iverden. Er muß beim Säen von Erde völlig unbedeckt bleiben. Zum Zwecke der Futterpslanzengewinnung darf auch eine starke Düngung nicht übersehen werden. Der Nährwert der Nessel ist etwa rnit dem lbes Klees zu vergleichen. ** Pferdeversteigerung. Wie die Landwirtschafts- kämm er mitteilt, kommen am Samstag, den 20. Mai, vormittags IOV 2 Uhr. im Hofe des Jagdschlosses Kranichstein acht aus Belgien bezogene Fohlen, darunter fünf Stuten und drei Wallache, im Alter von 2—2 3 /4 Jahren, zur Versteigerung. An der Versteigerung können nur heffische Lauchvirte teilnehmen, die eine Bescheinigung der Bürgermeisterei beibringen, daß ihnen Pftrde bei der Mobilmachung genommen worden sind. Die Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung Landkreis Gießen. a. H e u ch e l h e i m, 18. Mai. Reservist Ludwig Rinn von hier und Handlungsgehilfe Ludwig Schäfer von Wieseck, in Stellung bei der Firma ft tim & Eioos, wurden mit dem Ehernen Kreuz ausgezeichnet. Kreis Alsfeld. uv. Ober-Ohmen, 18. Vtai. Am letzten Sonntage wurde in hiesiger Kirche eine Gedächtnisfeier abgehalten für den fürs Vaterland gefallenen Wilhelm Unger. Der hiesige Kriegerverein nahm mit umflorter Fahne an der Feier teil. Unger^ war der Armierungstruppc zugctcill und rückte am 27. Juni 1915 ins Feld, nachdem er schon seit dem 4. Mobilmachungstage in Mainz bei der Arbeiterkrmpagnie beschäftigt gewesen war. Am 6. Januar d. Js. wurde er von einem Granaffplitter tödlich getroffen und erlag seiner Verletzung. — Am stiachmittag desselben Sonntags hielt Pßarrer Jung eine Trauerfeier zu Rupvertenrod ab: ne galt dem Heldentod des fürs Vaterland gefallenen Konrad Preiß von dort. Auch hier war die Kirche dicht gefüllt. Kreis Lauterbach. Ll. Lauterbach, 18. Mai. Bei der am Sonntag abend im Schwarz'schen Saale durch die Verwundeten des Vereiuslazarettes ^Turnhalle" bier veranstalteten Theateraufführung wurden 222 Mk. erlöst, die zrir Deckung der Kosten des am Sonntag vorher emgeweihten Denkmals, das die Verwundeten der Stadt Lauterbach stifteten, verwendet werden sollen. rr. Schlitz, 18. Mai. Die Firma Bohnekamp, deren Hauptsitz in Plettenberg in Westfalen sich befindet, hat in den Gräfl. Görtzschen Waldungen große Mengen von Holz angekaust, das hier und in anderen Orten des Schlitzerlandes zu^ Gruben holz verarbeitet wird, wobei zal-lreiche ältere und jüngere Leute lohnende Arbeit ftnden. Ta aber trotzdem die Arbeitskräfte nicht ausreichten, hat nunmehr die Firma sich genötigt gesehen, die Militärbehörde um Unterstützung zu bitten. Dem Ersuchen wurde dieser Tage entsprochen, und ein Komniandv von 12 Landsturmmännern mit Militärpferden hierher überwiesen, um den Abtransport der für Grubenholz bestimmten Holzntengen aus den Wäldern fördern zu helfen. Kreis Schotten. Wa. S cho tten , 18. Mai. Der Gendarmerie-Wachtmeister Sch. von hier erschoß vorgestern seine Frau und verübte darauf Selbstmord. Was ihn zu dieser Tat getrieben hat, ist noch unbekannt. Kreis Friedberg. LI. Dorheim, 18. Ntai. Der Hoboist Gefreiter Wilhelm Bauschmann, der schon von Anfang des Krieges an bei den 87ern im Felde, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. LI. R 0 d h e i m v. d. H., 18. Mai. Unterolsizier Karl Kunz und Fahrer Kester erhielten die Hessische Tapserkeitsmedaille. Hessen-Nassau. Der bulgarische Besuch. ch. Bingen, 18. Mai. Gestern nachmittag um 41/2 Uhr tra- fenauf dem großen Dampfer ,Lohengrin" der Köln-Düsseldorfer Gesellschaft die fünfzehn Mitgli eder der bulgarischen So-- b ra n j e unter Führung eines Vertreters des Auswärtigen Amtes in Berlin hier ein. Der Dampfer hielt knapp eine Mnute und fuhr dann weiter. In Rüdesheim nahm er ebenfalls kurzen Aufenthalt, um dann seine Fahrt durch den Rheingau nach Mainz fortzu- setzen. Ter Dampfer wies am Bugspriet die Hausflagge der Gesellschaft „rotweiß mir den drei Kölner Flammen" auf, hatte am Vormast hoch über dem Deck die bulgarische^weißgrünrote Flagge und hinter dem Schlot dreimal zwei Mächttge Flaggen, zuerst den preußischen Adler schwarz auf gelbein Grund, dann den bayerischen Löwen auf weißblauem Grund und schließlich die drei lvürttembergischen Löwen und Geweilte in schwarz auf rotem Grund. So fuhr das mächtige Boot dahin, den Vertretern des uns verbündeten Staates den herrlichen Weg weisend, den wir mit Stolz unseren deutschen Rhein nennen. ---- Franffur t a. M., 18. Mai. Die bulgarischen Abgeordneten trafen gestern abend kurz vor 8 Uhr von Köln hier ein. Sie hatten einen Teil der Reise — von Koblenz bis sstdainz — zu Schiff auf dem Rhein zurückgelegt. Auf dem Hauptbahnhof hatten sich zu ihrem Empfang Bürgermeister Dr. Luppe und die Stadträte Dr. Saran und de Neufvillc eingefunden Nach kurzer Be- griißung und gegenseitiger Vorstellung begaben sich die bulgarischen Gäste unter dem stürmischen Jubel einer großen Volksmenge durch hie reichgeschmückten Straßen nach dem Frankfurter Hof, wo sie Wohnung nahmen. * 0 Marburq, 18. 9Rai. Vergangene Nacht gegen 3 Uhr wurde in der Vorstadt Weidenhausen eine große Spiegelscheibe des Holzmannschen Schuhgeschäftes mittelst^ eines dicken Steins eingeschlagen und vier Paar Herrenschnürschuhe entwendet. Als Täter komnren zwei anscheinend jüngere Männer jit betracht, die eiligst das Weite suchten, als die Hcrnsbeivohner uird Nachbarn aufmerksam wurden. rs. Biedenkopf, 17. Mai. Pfarrer Christian in Eckelshausen wurde zum Dekan über das Dekanat Biedenkopf ernannt. [] Aus dem Kreise Biedenkopf, 18. Mai. Die vom Kreise wöchentlich aufzUbringerrde Schlachtvieh menge ist wöchentlich auf 81 Rinder, 59 Kälber, 28 Schaft und 176 Schweine festgesetzt. Davon stillen 13 Rinder, 17 Kälber und 43 Schweine im Kveffe verbleiben und der Rest an den Verband abgeliefert werden. Die Preift für Schweiuefteisch bester Ware ohne Beilagen, auch nach auswärts, sind für das Pfund ivie folgt geregelt: Schweinefleisch, frisch, 1,50 Mk., Kammstück und Kotelette 1,60 _M., Solperknochen 0,60 Mk.. Speck, srffchi, 1,80 Mk., geräuchert 2,00 Mk., Roll- und diußschrnken 2,40 Mk., Schmalz, avM. 1,90 Mk., Schmalz, ausgelassen 2,20 Mk., Wnrstfett 1,40 ML, Fleischwurst und Schloartemaqen 1,80 Mk., Blut- und Leberwurst 1. Sorte 1,80 Mk., 2. Sorte 1,40 Mk., Mettwurst 2,20 m. Ein Drittel des Schweins ist zu Wurst zu verwerten, geräuchert und gesalzen dürftn nur diejenigen Stücke iverden, welche beim frischen Verkauf keinen Llbsatz finden. Die .Höchstmenge von Fleisch ist für Erwachsene aus 750 Gramm und für Kinder unter 6 Jahren aufW75 Gramm die Woche festgesetzt. — Frankfurt a. M., 18. Mai. Auf Anordnung des Magistrats findet die-durch das Generalkommando verfügte Bestandsaufnahme an Fleisch^ uud Fleisch,varen aller Art im Stadtbezirk Frankfurt a. M. am Freitag, den 19. Mai statt. Die Bestandsanfnahme erstreckt sich auch auf Familienhaushaltungen und Einzelpersonen. Eine Nachprüfung der erstatteten Meldungen behält sich die Behörde ausdrücklich vor. — Frankfurt a. M., 18. Mai. In eineni hftsigeu Militär- übernachtungsramn trug sich dieser Tage ein ergreifende« Vorfall zu. Ein älterer Landsturmmann, der sich von der Westfront zu längerem Urlaub in seine märkische Heimat begab, kam hier fvät abends an und fand in dem Quartierhause für die Nacht Unterkunft. Als er nach etlichen Stunden noch sinnend auf seinem Bett lag, hörte er, wie der diensttuende Unteroffizier, bei der Verlesung neuer Gäste plötzlich seinen Familiennamen aufrief und zugleich einem jungen Soldaten ein Bett zuwies. Der alte Landstürmer sprang aus, fragte und sieht sich den jungen Kameraden näher an. Es waren Vater und Sohn, die sich seit 20 Monaten nicht gesehen hatten und sich icnerwartet begegneten. Am nächsten Morgen nahmen beide Abschied von einander. Der Vater reiste in die Heinvat, der Sohn ging an die Westfront — Bad Homburg v. d. H., 18. Mai. Der Einbrecher in die Kirdorser Osedächtniskirche, über dessen Verhaftung wir berichteten, ist der als Einbrecher bekannte Dreher Hans Wehn er ans Esten. Bei seiner Verhaftung ans dem Tüsteldorser Hauvt- bahnhof trug er die geraubten Kirchengeräte in einer Pappschachtel bei sich. ra. Usingen, 17. 'Mai. Für das hier zu errichtende Waisenhaus des Reichsvereins ^Waisenfrennd" stehen bisher 104 000 Mk. zur Verfügung. Der Verein wird in Zukunft auch elternverlastene und uneheliche Kinder unterstützen. ke. Wiesbaden, 18. Dkai. Eine in der vergangenen Woche von der Polizeibehörde vorgenommene Revision der Läden und Lagerräume der einschlägigen Lebensmitttelgeschäfte hat ergeben, daß Waren unberechtigterweise nicht zurückgehalten werden. versnijcdtes. * Berlin, 17. Mai. In Groß-Besten bei Königs« wnsterhansen brach vergangene Nacht in dem Wohnhause de? Besitzers Kietz Feuer ans. Als Kietz seine unter deni Dachboden schlafende zehnjährige Tochter zu retten versuchte, wurde ihn- der Weg diirch Flammen imd Ranch versperrt. Kietz selbst, sowie seine Tochter sind verbrannt. * Berlin, 17. Dia,. (Priv.-Tel.) Als Mörder der Witwe C e r v 0 m der Wassertorstraße ivnrde der siebzehnjährige Fürsorgezögling Karl von Klopothek und sein fünfzehnjährige, Bruder W i l l y ermittelt. Beide sind geständig, die Witive a>r Sonntag, den 30. Avril vormittags in ihrer Wohnung ermorde und beraubt zu haben _ _ _ Witterungsbericht. (O öffentlicher Wetterdienst.) Gießen, den 16. Mai 1916. Am Anfang dieser Berichtstvock)c — 10. bis 16. Mai — lagen wir an der Südseite einer nach Osten abzieh enden T-epression. Bei vorwiegend westlichen Winden blieb das Wetter wie am Ende der vorigen Woche zunächst noch veränderlich und kühl, und nur zeitweise gingen Rcgcnsälle nieder. )llut st)er Rückseite des ab-- ziehenden Tiefdruckgebiets stteg der Druck im Südwesten schnell an, unter dessen Einfluß sich nunmehr das Wetter allmählich ausheitertc. Tie TageSteinperatnren stiegen zwar ein wenig an, jedoch trat bei Nacht infolge der Aufheiterung starke Mkühlung ein, so daß die Temperaturen in höheren Lagen sogar unter Null sanken. Doch sckwv am Freitag, den 12. Mai erstreckte sich das Hochdruckgebiet nur noch in einem schmalen Streifen von Norwegen bis nach den Alpen, während im Osten über Polen ein Tiefdruckgebiet lagerte und von Westen.her eine neue Depression ostwärts vordrang. Die Bewölkung nahm^ daher wieder zu, die Nachttemperaturen stiegen stark an, so daß wir über die „Eisheiligen" fast überall glimpflich hinweggekommen sind. Doch auch diese ivsstlickze Depression beeinflußte uns aus ihrem Zuge nach Osten nur mit Randwirbeln: bedecktes, zeitweise ausheiterudes, doch meist trockenes Wetter herrschte vor. Bon Südivesten her ftlgte dem abziehenden Tiefdrilckgebiet hoher Druck nach, der sich allmählich über ganz Deutschland ausbreitet und uns immer mehr unter seinen Einfluß bringt. Herrscht zwar zunächst nock) bei Winden aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen wolkiges trockenes Wetter vor, so dürsten wir später jedoch mit vollständiger Aufheiterung reckmeu. die tagsüber die Temperaturen ansteigen läßt, nackits dag egen A btühlnug bringt. Wetteraussichtcn in Dessen am Freitag, den 19. Mai 1916: Heiter und Nocken, tagsüber warm. _ Letzte Nachrichten. Die Handhabung der Zensur. Berlin, 17. Mai. Der Reickishausbaltsausschuß des Reichstages setzte heute die Beratung über dicZenfur- praxis bei den dazu eingebrachtcn Bittschriften fort. U.a. wurde über eine Bittschrift L i e b i a beraten, die sich über die Handhabung der Brieszensur gegen den Petenten beschlvert. Ter Berichterstatter, ein Sozialdemokrat, führt aus, daß, wenn der Mann auch ein Buch geschrieben habe, das der Regierung nicht gefalle, so habe sie doch noch kein Recht, ihn unter Brieffperre zu stellen. Ein Vertreter des Kriegsministeriums teilt mit, daß das Generalkommando des 18. Armeekorps am 29. Dezember 1915 aus Grund des BetagerungszustaudSgefttzes die Beschlagnahme des Manuskripts des Liebig'schen Buches angeordnet und den Berfaffer unter Brief- sperre gestellt habe, die inzwischen wieder aufgehoben worden sei. Irgendwelche Ranküne habe nicht Vorgelegen, gegen diesen Vorwurf nrüsft er die heute nicht vertretene bayerische Militärbehörde in Schutz nehmeii. — Die Sozialdemokr. Arbeitsgemeinschaft erklärt solche Eingriffe wft im Falle Liebig für zweifellos gesetzwidrig. Der Berichterstatter beanttagt, die Entscheidung zurück- zu halten, bis ein Vertreter der bayerischen Militärbehörde zur .Sj^lle sei. Der Ausschuß beschließt so. — Es folgte die Beratung des Kolonialetats. Italienische Beschwichtiffungsversuche. Lugano, 18. Mai. Die militärischen Fachleute des „C 0 r r i e r e" und des „S e c 0 l 0 " sind nach Kräften bemüht, ihren L-escru frie bittere Pille des österreichischen Sieges in Süottrol zu versüßen. Der Feind würde auf dem .Hochplateau der „Sieben Gemeftlden" und aus den Bergen von Arsiero Widerstand ftnden der jede Offensive brechen müsse. Das Zurückweichen der Italiener aus die Verteidigungslinien sei „ganz natürlich", da sie hierdurch in vorteill)aftere Stellungen kämen und sich besser verteidigeir könMen. Der „Seeobi" gibt den Montent der lleberraschung zu. indem er ftststellt, daß die Offensive früher begonnen l-abe, als die Artillerievorbereitungen erw a rte n ließen. Es handle sich aber nicht um einen österreichischen Erfolg, wenn die italienischen Limen zurückgcmommen wurden, sondern um einen Akt italienischer Taktik (!), um ein Ereignis^, das in der Entwicklung der heutigen Schlachten noiTmal sei. Der.Feind habe daher nicht den geringsten Erfolg davongettagen und die tapferen italienischen Truppen würden ihm zu antworten wiffen. — Abwarten! Der Fliegerangriff airf Venedig und Udinc. Lugano, 18. Mlai. Nach dem „Corriere della Sera" erschienen die österreichischen Flieger vorgestern abend vor 9 Uhr über Venedig. Sie hielten sich aber io hoch, daß ihre Anzahl nicht festgestellt werden ll>nnte. Die Bevölkerung wurde durch Erlöschen des elekttifchen Lichtes, durch die Stimmen der Sirenen und die Schürft der Abwehrkanonen alariniert. Alle Kafsee- häußer und-öffentlichen Lokale waren sofort geleert und die Sttaßen einen kurzen Augenblick init Menschen gefüllt, die aber schnell lvieder in sichere Unterkünfte verschwanden. Die feindlichen Flieger hielten sich etwa eine Stunde über Venedig auf und vevcbwairden gegen 10 Uhr, verfolgt von den italienischen Megenr. in der Richtung aus Mestre, Ivo sie ebenfalls Bomben abwarsen, durch die zivei Personen getötet und mehrere verwundet wurden. Im Venedig seien nur einige Personen leicht verwundet worden. Ein einstöckiges Haus, deffen Bewohner sich zurückgezogen hatten, sei zerstört worden, ein mrderes in Brand geraten und einige andere hätten gestützt werden müssen. Im Theater Goldoni mußte die Vorstellung unterbrochen werden, und das Publikunr ftüchtete in sichere Räume. Nach dem „Seeolv" l>aben die österreichisch-ungarischen Flieger, nachdem sie Venedig und Mestre ihren Besuch abgestattet hatten, sich nach Trewiso begeben und zehn Bomben aus die Stadt abge- worfen. Tie Opfer sdien drei Tote und sechs Verwundete. Gesterii (Dienstag) morgens 9 Uhr ist ein österrcichisch^ungarisches Fliegergeschwader über Treiviso erschienen irnd hat weitere Bomben ab- geworfen, jedoch anscheinend ohne Resultat. Auf ihrem Rückwege haben die feindlichen Flieger nochmals Venedig besucht. „Corriere della Sera" berichtet ferner: Während die serndlick)en Flieger vorgestern abend Venedig verließen, folgten sie der Eisenbahnlinie nach Mestre in dem gleichen Momente, als der direkte Zug Venedig- Bologna, der um 9.30 Uhr Venedig verließ, die Sttecke befuhr. In dem Zuge befanden sick^ zwei Königstöchter. In Mestre angekommen, traf der Zug mit dem aus Udine eingetrosfenen Zug zusammen, in welchem die Königin Elena reiste. Sofort nach ihveni Eintreffen stiegen die Priuzessinnen in den Wagen ihrer königlichen Mutter um und während nock) die Bonrben der Flieger krachten, führ dei' Zug in der Richtung aus Padua ab. Bis Padua börtc man das Feuer der Abwehrkanonen und das Kracben der Bomben. In Rovigo traf der Zug mit IV^stündiger Verspätung ein. Amtlicher TeU. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche im Kreise Friedberg. In der Gemeinde O b e r - E s ch b a ch ist die Maul- und Klauenseuche erloschen. Die angeordneten Sperrmaßregeln sind ausgehoben. Gießen, den 13. Mai 1916. Großherzoqliches Kreisamt Gießen. I.V.: Hemmerde. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unser herzensgutes, heißgeliebtesTöchterchen, Schwesterchen und Enkeichen inni Baiser im Alter von 5 Jahren nach kurzem schweren, in Geduld ertragenem Leiden in ein besseres jenseits abzu rufen. Wieseck, den 17. Mai 1916. In tiefer Trauer: Familie August Baiser. 3847 Die Beerdigung findet Freitag, 19. Mai, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus, Möserstr. 7, aus statt. Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß nun auch unser zweiter innigstgeliebterunvergeßlicherSohn, Bruder, Schwager und Onkel Nilhelm Zchwülb Gesr. der 11. Komp., F„f. Regt. 116 an seiner zweiten Verwundung und infolge hinzugetretencr schwerer Krankheit in, Kriegslazarett am 12. d. Mts. gestorben ist. In tiefer Trauer: Familie Ferd. Schwalb Familie Ludwig Schwalb FaMilie Wilh. Klos Familie Otto Christ Alten-Buseck, Neu-Miihle (b. Grünberg,, den 18. Mai 1916. m Nach langer Ungewissheit erhielten wir jetzt die traurige Nachricht, dass unser lieber, guter, unver- • gesslicher Sohn, Bruder, Onkel, Neffe und Pate Torpedo-Oberheizer Albert Freitag im 23. Lebensjahr in treuer Pflichterfüllung am 17./10. 1914 den Heldentod fürs Vaterland gefunden hat. In tiefem Schmerz Familie Ludwig Freitag III, Heuchelheim, 17. Mai 1916. 3S4 , Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. 09681 Codes-Anzeige. Dienstag, den 16. Mai entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser lieber unvergeßlicher Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwa- ger, Onkel Mehener Amöersürssrge. Junge Damen, die bereit wären, an einer Sammlung für Gießener Kinderfürsorge teilzunehmen, werden freund- lichst gebeten, sich am Samstag, den 20. d. M., abends 8 Uhr, im Sitzungssaal der Bürgermeisterei einzufinden. Wir bitten herzlich um zahlreiches Erscheinen. Eck. Krau Cngjsch. Krau Gail. Arumm. Leopold Mayer c, cn i im Alter von 66 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an Die Hinterbliebenen: Familie Wallenfels Familie Schneider. Londorf, den 17. Mai 1916. Die Beerdigung findet statt Freitag, den 19. Mai, nachmittags 3 1 /, Uhr. Statt Karten EMMY CARLE GEORG SCHMIDT Veterinär d. R. im Leib-Kürassier-Regiment Nr. 1 VERLOBTE Gießen Breslau, zurzeit im Felde Der verehelichen Einwohnerschaft zur gefälligen Kenntnis, dasi die Läden unserer Mitglieder an den für den Fleisch- und Wurstverkaus freigegebenen Tagen, soweit Vorrat vorhanden, morgens nicht vor 8 Uhr und nachmittags nicht vor \ Uhr geöffnet sind. Die Zleischermumg Gießen. Lc?'. i 3? sA cAf§? cA A A K G: A A A D £§» tgoögö c§i cA egj D cgi Wiederbeginn der Proben Moatag, de« 22 .Mails üf in derReuen Aula Zunächst nur Damenchor (Werke v. Brahms, Schubert und llauptmann). 38o2D Um vollzähliges Erscheinen wird dringend gebeten. Oer Vorstand. iiiiMiMiiiiimiiiiiiiiiiiii |||p iimiiiiiiiiiiinmiimiiii Fernsprecher 2030 :: Giesien, West-Anlage 1 Betreff: RunWcibi'lliii! die Kleinhändler Dom 1. Mai ds. ZchreZ. In Ergänzung unserer vorgestrigen Mitteilung bemerken wir, daß &rieß und Teigwaren zunächst nur für §tadt Gießen und den Landkreis Gießen zur Lieferung an den .Kleinhandel in Betracht kommen können. [3835 Regenschirms in der soliden Ausführung. ßfofie Apswabt § ßndde s,Co., f*™- &elter«w©ff 52, Gießen. Feinster frischer Tafel-Spargel l- Aortc nur gleichmäßige, schone Stangen per Pfd. - 65 Pfg. 3844 II. Sorte, ebenfalls gute Qualität p.Psd. -55m Svrcitoa eintrcffend. Heinrich Driesch, Selterstvea 70. ^eifenpuiver-Verkauf In nur bester Onniität. hen 1Q Wrtt oon morgens 8 bis 12 Mir und FHlUllj, UIU 1». J)m V on 2 bis 6 Uhr gegen Vorzeigen der Brolauswelskarte (09678 ^tern, West Anlage 31, HikttthllUs. 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Ia der Vormitta^sziebung worden Gewinne Ober 240 Mark gezogen. 2 Gewinne zu 16000 M 9583 4 Gewinne zu 10000 M 31071 121372 8 Gewinne zu 6000 M 28608 75245 171666 21976« 64 Gewinne zu 3000 M 4074 6894 7775 8559 16622 17004 44320 54850 59618 65425 66398 80673 ? 7153 92476 101592 129251 132251 143605 160648 } 5187 f 164031 161079 170763 171969 187342 187489 188971 189575 197939 201215 204076 281207 4 130 jA ewinne zu 1000 M 606 11736 18587 24541 31379 32551 34680 36860 37508 41684 43131 43738 44802 48168 49159 51865 60106 63525 69906 74647 79955 80803 84063 93891 96769 98130 103993 107944 109869 115662 117768 120163 123632 126505 127443 H? 702 102989 139204 139905 143933 147913 164722 ;f 66632 160497 171688 173358 174164 179492 180441 16 ? 630 100109 191221 200679 203618 203933 205769 oionJ 1 213007 213281 218861 219393 223495 2Zoo59 229924 .«^?b 4 Gewinne zu 500 M 17 1825 2439 3620 4199 0150 11988 15976 18948 21071 22121 23220 24908 25366 20705 27346 30494 40921 40963 41762 } 1901 49019 ®3297 68995 67031 69141 69393 64093 ’jJ 251 «S?* 67174 70358 71626 74967 76426 85132 ^XoVGo 91 . 661 95716 964-26 97492 100890 101082 107018 106049 119793 120050 123800 124037 127458 128162 t 295 " 6 135604 136194 142334 145913 147905 148570 J^f 71 ? } 48748 150901 154806 156877 159555 186382 193272 193447 194112 195088 196129 197292 199209 202683 203714 209962 210114 210187 212648 213989 215661 215751 216796 218042 218786 219304 219812 222010 224291 226586 230003 In der Nftchmlttagsziehung wurden Gewinne Uber 240 Mark gezogen. 2 Gewinne zu 16000 M 206768 4 Gewinne zu 6000 M 161036 159332 ... 74 gewinne zn 3000 M 7917 11889 20563 25098 ^ 24 ° 31230 36466 39963 48503 53324 64773 65314 f 78 84 °22 85914 88605 99262 106344 106305 126101 13604 ? 161185 164929 166085 168192 163496 172959 216302 219234 208916 216172 197oi-"-L^031^-7^°27° 3 M 463 4 7 7 3^39^3 SI 40239 4203-5 42776 43925 45734 54^4 54367 fmf 62442 64849 66946 66721 72248 78376 81296 90212 90498 93529 96294 96808 97976 99295 105545 107973 108945 115464 122808 123461 124618 126484 127883 166238 166645 lS?2n 130604 14889 ^ 144571 154631 166233 106646 167140 169470 17664? I76?in 192288 198340 20^? » 34332 185620 187022 190036 192266 198340 28 1412 202812 209667 210776 213480 214066 216054 216642 317060 228827 232981 166 Gewinne zu 6.00 M 2817 7673 9410 17990 18979 21161 24643 24767 26044 32144 32853 33833 34190 35049 36444 38991 39592 40167 40266 43839 A 0277 61614 51901 63071 65102 68273 f.1075 61816 04964 59192 69719 69725 72144 79450 83610 87819 JE? “g» 92 ?’ 5 93837 »E-. 94130 95359 95627 96673 100377 101363 101867 104677 113740 147?86 UiIra JfSS! 13,2222 141543 146582 !4708C 147186 151068 163066 156623 156909 16ggon 16081 fi 161233 18 3372 169778 172284 172684 S?5 194501 126959 197763 198460 201838 204897 204907 205402 206271 208848 210772 212150 214664 217055 216085 218113 223715 225647 220346 226^71 229^0