Kt. «5 (66. Zayrgmg Der L-4etz«rer Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich GichenerLamNienblLtter; zweimal wochentl.llrc!§- dlatt für den Ureis Kietzen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. tand- wirtschafttiche Seitfragen Fernsprech - Anschlüsse: sürdie SchriAeitunq 112 Verlag,Geschästsstelleol Adresse ttir Drahtnachrichten: Anzeiger Kietzen. Lm, Mianph Sanc/schan. v ■ - ( I VffiisH'/r- Z!(5 -Pp Amofo ®ßarferi/$ck r ! I ‘ 1 1 11 ,cs/v UPSrrrhan *‘ lJTr 7\ '->/& / Z K&Uno ^4 Teheran OJfe ™ rai » f M 1 tesp ■%)- U Kj 8 i a ii o —-v, i I p Ownsor Wäsfe °Churv , Xss-chan o\/fl/hrud -v , , s*- e ‘- sd }> K Arabische /j> *** ff tiefe /HTR 290 *. Vsfef g t&fe amfiormus^ \jfidffttngra o Baba hon v. ° 0eh bitf oec^r-ü,^ \ A &9 W m £» Ibttschehr o Firusaoed SiSffflfL Dia Ergebnisse des rassischen Pormerscbes in Armenien and Persien nach nrss/sci/er amfehlich nm den /fasse# besetztes Sebief. (WTB.) Großes Hauptquartier, 16. Mai. (Arutlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Kleinere Unternehmungen an verschiedenen Stellen der Mront führten zur Gefangennahme einer Anzahl Engländer und Franzosen. Auf dem westlichen Maasufer wurden mehrere schwächliche französische Angriffe gegen unsere Stellungen auf der H ö he 3 0 4 durch Artillerie-, Jnfanterie- und Maschinengewchrfeuer blutig a b g e w i e s e n. Das gleiche Schicksal hatte ein Angriff, den der Feind nördlich Vaur-lcs-Palamcir (südwestlich von Eom- bres) gegen einen vorspringenden Teil unserer Stellung unternahrn. Oestlicher und Valkankriegöschauplah. Keine besonderen Ereignisse. Oberste Heeresleitung. In wenigen Tagen „feiern" die Italiener den Jahres- jtag ihres Treubruchs, ihres Eintritts gegen ihre bisherigen Verbündeten in den Kaneg. Aber sie werden mit Wehmut Feiern, und Herr Salandra hat es erst vor kurzem auf einer (Besichtignngsreise bekannt, daß auch er und sein Kabinett dfter von drückender Sorge heimgesucht würden. Trotzdem faselte er dabei von Ehre, die es Italien zur Pflicht gemacht habe, so KU handeln, w-ie es geschehen ist. Wir können die "ltalienischen^ Sorgen leicht nachfühlen. Wenn der Friedens- ischluß nahe sein sollte, wer wird sich um Italien bekümmern? >Es besitzt in seiner zu nichts Positivem verpflichtenden Zusage, nur gemeinsam mit seinen Freunden Frieden zu schließen, keiner^i Bürgschaft dafür, daß Oesterreich-Ungarn nicht den Rücken freibekommt, bevor es dem Gerreral Eadorna lieb rst. Im Gegenteil, wenn sich Frankreich, Rußland und Eng- totb genötigt sehen sollten, den Krieg als aussichtslos zu beenden, werden sie mit einer gewissen Schadensieude auf den großen „nationalen Feldzug" Italiens sehen, der es nicht gestattet hat, daß auch nur einzelne italienische Truppenteile an gemeinsame Fronten abgegeben wurden. Dann würde es beim Friedensschluß also einen Hilfeschrei in Rom geben, auf den die Entente schwerlich hören würde. Alle ihre Hoffnungen mußten also Salandra, Sonnino und Eadorna auf einen baldigen Sieg der italienischen Waffen setzen. Und wie kläglich sind diese Hoffnungen gescheitert! In Albanien wurde die italiemsche Aktion durch die starke Faust Oesterreich-Ungarns zerschellt, und dort liegt bereits ein fertiges Grab gestorbener Hoffnungen Italiens. Und nun ist die neue österreichisch-ungarische Offensive erfolgt, nicht im Lande Essad Paschas, sondern auf verschiedenen Abschnitten der Alpen- und Karstfront. Es nnwden dabei von unseren Verbündeten beträchtliche Erfolge erzielt, besonders bei denr Vorstoß in Tirol, wo nicht weniger als 65 italienische Offiziere und über 2500 Mann gefangen genommen wurden. Auch an arrderen Stellen der Front wurden die Italiener geschlagen, und nun wird sich die drückende Sorge des Herrn Salandra bald noch drückender melden. In der „Köln. Ztg." wird über den Sieg in Tirol folgende Betrachtung angestellt: In den letzten Wochen hieß es, daß General Eadorna das Hauptgewicht der Operationen vom Jsonz-o an die Tiroler Grenze verlegen wollte, und schweizerische Blätter wußten von größeren Truppenverschiebungen zu melden. Sollte diese Meldung richtig fein, so hat der Stoß unseres Bundesgenossen mitten in die Vorbereitungen hineingetroffep und dem Gegner das Konzept gestört. Es läßt sich noch gar kein Bild von der Bedeutung der gestern ' berichteten Erfolge entwerfen, dazu muß man die weitere Entwicklung abwarten; fest steht aber, daß unser treuer Bundesgenosse auf dem italienischen Kriegsschauplatz dem Feind noch JniTttt derartigen Schlag in der Offensive versetzt hat. *65 Offiziere^ und _ über 2500 Mann wurden gesangenge- ' mornmen, elf Mas chinen gewehr e und sieben Geschütze erobert, und diese Zahlen beweisen äußerlich schon, daß die Jtalierrer ■ J^Tte schwere Schlappe mittcrt haben, die sie aus einem großen . der Stellungen warf, die sie allmählich und teuer eriavft patten. Es ist der von beiden Seiten mit Gebirgsbesestigungen ver- ÜEte Raum östlich der Straße und Bahn Trient—Ala. die im Aichtal sich hinziehen, wo sich diese Kämpfe abgespielt haben. Viele .Deutsche wandern jahraus jahrein in friedlicheir Tagen durch das < Suganatal, das von dem blauen See von Levieo an der Bvnita , mnab nach Borgo und über den italienischen Greiizort Primolano ■ Wp„ unb die Verbindung mit Bassano herstellt. Südlich dieses ' west-östlrch gerichteten Tals wurde vmi den ößerreichrsch-rmgarischeii < ^Eresteilen eine Stellung aus dem Armcnberrarücken genonrmen. Die Angriss^front dehut sich noch weiter zur Etsch aus. Ans de^ . Hochebene von Bielgereuth, dereii Forts seit einem Fahr unter schwerem italienischem Feuer lagen, brachen nördlich des ^ ^^" 5 ?olatals, das bei Rovereit in das Etschtal mündet, i ürrd südlich von Rovereit ebenfalls Truppen unseres Bundes- I genossen siegreich in die feindlichen Linien ein. Eine ge- I &to s und warf mit Erfolg Bornben auf zwei große feindliche Schiffe, die in der Bai von Keptelos ankerten. Unser Wasserflugzeug kehrte trotz des Feuers der feindlichen Artillerie unversehrt zuriick. Ern feindlicher Monitor, der in den Hafen an der NordwesMfte der Insel Keuften ernlousen wollte, geriet in das UeberraschiLrgsfeuer unserer Artillerie: ihre Volltreffer ließen den Monitor in Flammen gehüllt und rauchend scheitern. Während der mehrere Stunden andauernden Feuersbrunft wurden deutlich Explosionen gehört, die von der in dem Schiffe befindlichen Munition herrührten. Ein feindliches Flugzeug, das inzwischen erschienen war, warf 6 Bomben auf die Gestade von Ourla, tötete einen Mann und zwei Frauen der Zivilbevölkerung und verletzte ein Kind. Kon st an tin o p el, 16. Mai. (WTB. Nichtarntlich.) Mel- duirg der Agenve Milli: Nach soeben eingelmffenen amtlichen Meldungen ist ein Teil der mnselmarri scheu Bevölkerung, die in den Dörfern des Distrikts E h i t a, deir die Russen besetzten, zurückgeblieben war, durch den IFeind niedergemetzelt worden. iCs wurden hauptsächlich die Dörfer E r k e n i s und H a s s i s angezündet und die Einwohner in den genannten Dörfern, ungefähr 500 Personen, Frauen, Kinder und Greise darin einbegriffen, lebendig verbrannt. Der russische Bericht. Petersburg, 16. Mai. (WTB.) Amtlicher russischer Bericht: Wie st front: Auf der Front der Truppen des Generals Evert an mehreren Orten lebhafte Fenertätigkcit der femdlichen Artillerie. Kau kasnsfront: In der Richtung von Mam'achatum für uns günstige UirternehmNngen unserer Anfklärungs-dlbtei- lnngen. In der Richtung Diarbekir wiesen wir durch Feuer einen Angriff von Kurden ab. In der Richtung M assul drangen unsere Truppcai in die Stadt Rewandns (135 Kilometer östlich Masnll) ein und erbeuteten ein Munitionsdepot. Der Feind trat überstürzt den Rückzug an und ließ die Zufuhr mit Begleitung, sowie Kriegsmaterial zurück. Unsere Kavallerie bleibt dem Gegner auf den Fersen. vie österreichisch-ungarischen Erfolge gegen Italien. Berlin, 17. Mai. Unter der Ueberschrift: „Ein wichtiger Erfolg!^ schreibt illdafor Morath im „Berliner Tageblatt": Ssit einiger Zeit ist der Kampf Oe st erreich- Ungar ns gegen Italien lebhafter geworden, und es ist nicht unmöglich, daß bei längereut Andauern der Erfolge auffeiten unserer Verbündeten man davon sprechen ftmu, daß der nunmehr einjährige Krieg in ein neues Stadium >eingetreten ist. Die erste feindliche Stellung ist in den H ä ubeit n nser cr Verbündete n. Wenn man die Schwierigkeit der Kriegführung in Südtirol richtig zu würdigen versteht, so muß man diesen Erfolg für bedeutend halten. Aeußerlich kennz-eichuet er sich in der für das gebirgige Gelände hohen Giefarlgerrenzahl. Daß auch gleutWeitig A^a schirren gewahre kund Geschütze erbeutet werdor konnten, zeigt für die schnelle und $$g5**?* te . rnt imftm I tvtfnm «WMüifrttcn freuen nur w:s tneses Erfolges ausgefülM: In dem ganzen ^^.^u^schbale brs subluh Rovereto, über das Terra gnolo tat, h?e 55? ^^"Onnatales ruarrbcn mit starkem Schlag A Riegel der Sperre der oberitalieni ^ schmettert. Die Zahlen der Gefangenen re* , ^e B-eute smd für ©jrfnrgs l ämpfe aus-er ordentlich zu nennen. ^^Ü^enaturllch verfricht sein, dem Vorgang in Tirol eine allzu b^mressen, aber das Gesamtbild der Ereignisse vom 15 Mar berechtigt uns zu der Annahme,, daß die Lage für eine Sietet ^ ^ 3'tolicner jedenfalls sehr wenig Aussicht «• 3 n *** „Vossischen Zeitung" widmet ein militärischer Mit m !! Opferen Wrndesger: offen einen Artikel, in dem es yerm: Die Rollen 'werden getauscht. Italien ist nicht mehr * ' ln nteifen5e y sondern der. Angegriffene. Am lrratean von Doberdo lugte der Landsturm voii Eger neuen Ruhm zum alten. Den Haupt schlag führten unsere Borbürrdeten in dem vorsprmgenden Teil ihrer Front in Südtirol, südlich und östlich ^nenrs. Der Hochgebirgskrieg schien in den letzter: Monaten mehr und mehr zu emer Art Sport zu werden. In Schnee und Eis auf Vemfenpfaden konnten nur kleine Abteilungen operieren und oemgemäß auch nur kleinere, örtliche Erfolge errungen werden. Umso hoher ist der jetzige, besonders der ausgezeichneten schweren ojterrerchrsch-ungarischen Artillerie zu verdankende Erfolg einzu schätzen. Der italienische Bericht. Rv m, 16. Mai. (WTB.) Amtlicher 5driegsbericht: Im Adamellv-Gebiet vervollständigten unsere Älpenttuppen die Besitz- irahme des 5tzcrmmes westlich der Fargottda-Laresgletscher und besetzten den Teil zwisck-en dem Fargorida- und Laresgrat. Äußerer ewberteu sie eine gegnerische Stellung am Teufelsgrgt in ^015 Meter Hohe und machten etwa 20 Gefarrgxne. Arrs dem Ledvotal werden weitere Fortschritte bei imserem Vorgehen aus idem Monte Sperone gemeldet, diach einem heftigen Artillerie- feu»er aus alle unsere Stellungen im Norden des Tales versuchte der Feind einer: Angriff gegen den Ci um del Cvste, nördlich von Lenmxmv, ier wurde aber sofort zurückgetviesen. Ans der ganzer: Front vom Lagarina-Tal lns zum oberen Erde des Assa-Talcs ImttcrTnelt die feindliche Artillerie gestern ein lebhaftes Feuer, aus loelches imfecc Batterien wirksam antworteten. Einige Geschosse großen Kalibers fielen auf Asiagv, Uro sie geringen Schaden unter der Bcvoltermrg anrichdcten. Gleich heftig war das Feuer an der Ifonzofront vom Monte Neero bis zum Meere. Ih!M folgten in der Nacht kleine feindliche Angriffe in der Gegend von Plana und San Nöartinv 'und auf dem Karst, die jedoch sofort, abgeschlagen wurden. (gez.) Eadorna. Der Wiederaufbau Galiziens. W'rrn, 16. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Einladung des Ministerpräsidenten Grafen S t ü r g k h fand gestern eine ! K o n fe r e n z in der Angelegenheit des Wiederaufbaues in Galizien statt, an der sämtliche beteiligte ^ Minister, .der galizische Statthalter, Vertreter des Landes I Galizien, sowie der Obmann des Polenklubs mit mehreren l Klubmitgliedern teilnahmen. Anknüpfend an die .Konferenz vom 10. Oktober 1915 wurden die seither eingeleiteten und ausqefilhrten Maßnahmen zum endgültigen Wiederaufbau ^Gasi^iens endgültig besprochen und die Grundsätze fiir das wertere Vorgehen seftgelegt. Die Errichtung einer Landes zentrale für den Wiederaufbau Galiziens steht unmittelbar '-bevor. Die eingehenden Erörterungen ergaben Richtlinien »die ein gedeihliches Zusammenwirken aller Kräfte verbürgen Die Frage eines Waffenstillstandes. würde. W gehe wicht -an, daß tmm vom Kvmmwrüxrnteu tm Felde verlange, daß er die Beweggründe von Soldaten, die nngehonam feien, imterfuche. Alle Sollten müßten gleich behandelt werden Hierauf folgte eine Szene, b*e von der „Daily fol gendermaßen geschildert wird: Als es klar war, daß das Leben der 17 Männer mit Gewissensbedenken so gut wie verwirkt sei, sprang der Arbeiterparteiler Snowden auf unb fragte in verärgertem Tone: Werden die jungen Leute erschossen werden oder nicht Die Ättnister L o n g urtb Cave schwiegen. Es war ein Sttllschwei gen, das einer Bejahung gleichkam. Hierauf rief Snowden mit drohender Stimme: Laßt nur den ersten Schuß losgehen. C a v erhob sich nun ebenfalls und sagte, daß Soldaten au der Front er schossen locrden könmm, toem: sie sich der Desertion oder der Feig heit vor dem Feckwe schuldig nhachen. Bor dem Feinde bedeute im ersten Laufgraben. Diese Mäimer mit Gewissensskrupeln seien jedoch niemals vor den Feind gestellt worden. (Beifall.) Sie seien mit Arbeiten usw. beschäftigt worden. Die Regierung habe das Versprechen, das sie dem Hause gegeben liabe, auf den Buchstaben genau emgehalten. Sodann :ourde der Antrag Harvey mit 154 gegen 82 Stimmen abgelehnt. Die Kohlenförderung in England. Amsterdam, 16. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Wie das Reutersche Bureau meldet, fand hellte in London eine wichtige Besprechung zwischen den ausführenden Ausschüssen der Z e che n b e s i tz e r v e r e i n i g u n g und des B e rgarbe i ter v erda u des statt, um Maßnahmen zur Vermehrung der Kohlenförderung zu ergreifet: Unter den Vorschlägen, die besprochen wurden, befandet: sich: Vermehrte Arbeitsstunden, Herabsetzung der Altersgrenze der beschäftigten Knaben, erweiterte 'Beschäftigung vor: Frauen über Tage und Maftrmhlmen zur Erzielung einer regelmäßigen Tätigkeit der Arbeiter. Haag, 16. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die Post des ampsers „Rondo", von Amsterdam nach Batavia unterwegs, mußte in Englarw ausgeschifft werden. Die Sommerzeit in England. London, 16. Mai. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Das Unterhaus hat die Sam merze it b il l in dritter Lesung einstimmig angenoimnen. * * 16. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) „Demps" bringt Antworten der kriegführenden Staaten auf den Vor KUag des Roten Kreuzes, 'es möchte jeweils ein Wafsen- sttllstand verabredet werden, während dessei: die Sanitäts- nranrrschtaften die Toten «ufnehinen urrd identtsizieren können. Deutschiland ^antwortete, daß es die Frage von der i^tzritmüve der Gtogener abhängig mache. Derngegenüber stehen die Antworten Rußlands, Frankreichs, Belgiens urtzd Italiens, die sämtlich aus militärischen Gründe::' glatt ab- Lehnen. Trotzdem bringt „Demps" es serttg, zu behaupten, idaß offenbar, wernr Deutschlands Antwort günsttg gewesen wäre, die gewünschte Vereinbarung hätte besprochen und Mm gilben Ende geführt werden können. Unser Abkommen mit Rumänien. Stockholm, 16. Mai. (WTB. Nichtarntlich.) „Svenska Dagbladet" bespricht in einen: Leitartikel das deutsche Han- 'delsabkommen mit Rumänien. Das Blatt nennt es einen bedeutungsvollen friedlichen Sieg und schreibt: Jedermann sieht ein, welch großen Sieg Deittschland hier errilngen hat, auch wenn Rumänien sich nie mit einer militärische:: Mtion den Mittelmächten cmschließt. Mil dieser großer: Zufuhr vor: Getreide und anderen notwendigen Waren aus dem reichen Rumänien wird Deutschlands Aushungerung noch mehr vereitelt. Zugleich bekomml'die deutsche Induftrie ein Absatzgebiet für ihre Erzeugnisse. Die englische Blockade gegen Deutschland ist, wie die „No- woje Wremja" sagt, hiermit durchbrochen. England und der Luftkrieg. London, 16. Mai. (WTB. Nichtanttlich.) Die „Times" meldet: Die Regierung hat beschlosien, kern Ministerium für den Luftdienst zu errichten. Der Beschluß toird heilte im Unterhanse bekannt gemacht. Die Regierung will einen gemeinsam-en Rat für das marittme und mili- tärrsche Lufttvesen cinsetzen m:ter der Leitung mit einem Munster, der nanrens des Rates im Parlament austreten soll. Das englische Dienstpflichtgesetz und die Leute mit „GewiffenSskrttpeln". Rotterdam, 16. Mai (WTB. NiäMmtüch.) Der „Rvt- terdamsche Courant" meldet aus London, daß bei den Berhlmd- lunge:: über das Dienstpflichtgesetz im Unterhause die Frage der Gew issens skr upe l aestem :«-nerlich zur Spraä-e kam. Der Unionist Banbury hat einer: Zusatzantrag. eii:g:bra.cht, daß Männer mit Gewissens skriweb: nur dann best eit werden sollen, wem: sie am 1. Jilli 1914 Mitglied von religiösen Sekten waren, die gegen de:: Militärdienst sind. Der Arbeiterparteiler Thomas schlng vor, daß man Männer mit Oiewisseirs- skrnpeln für irgend welä»e Arbeiter: im nationalen Dienste ver- wendm solle, anstatt sie einznstellen. Lord Hngh Cecil glaubt, daß Menschen mit wirklicher: Gewiffensskrnpeln nur eine sehr kleine Gruppe bildeten, und daß man von ihnen den Beweis verlangen müsse, daß ihre Bedenke:: tatsächlich auf nrvralische und religiöse Gründe zurnckzNführen seien. Die Entscheidung darüber sei von den Gcriclstslwfe:: zu fällen. Hieraus wurde der Antrag Barrbury Kurückgezogen und Harvey (liberal) beantnrgte, daß Männer mit (!öervisiensskrupeln in der Armee, die sich ioeigern Befehle:: zu gehorchen, vor ein Kriegsgericht gestellt lverden sollen, und daß die Verbnchlung geger: sie, lvem: ihr Vergehen wirtlich eine Folge von Gewissens bedenke:: war, einem bürgerlichen Gerichtshof übertragen werden soll, der zu entscheide:! habe, ob die Angeklagte:: in: nationalen Dienste zu verweudcn oder zu (^efängnisstvasen zu verurteilen feie::. Er verlangte, daß der von ihm bearckragte Gesetzesattikel auf 17 Soldaten mit Gi'wiffens- skrupeln angewendet werden solle, die bereits nach Frankreich geschickt ivorden seien, denn es sei die Jfiebe davon gewesen, daß j:e erschossen werden solle::. Der Solicitor tvcneral (Äeorge Eave sagte, daß durch eine solche Bestimmung Männern mit Gervissenslkricpeln eine bevorzugte Stellung cingeramnt werden Freigabe von Farbstoffen an Amerika. Nach tierfd)iebenen Mitteilungen ans englischen und amerikanischen Blättern hat die deutsche Regierung sich nunmehr bereit ^erklärt, 15 000 Tonnen Farbstoffe an )ie Bereinigte:: Staaten abzug-eben. Bedingung ist, baß die Farben in Amerika verbraucht und nicht nach England ausgeführt werden. Bisher waren nur ganz kleine Mengen von De::tschland für den Gebrauch der amtlichen Druckerei in Washington frei-gegeben worden. Das „Fimrncial Chro- nicle" schätzt den Wert der 15 000 Tonnen auf über 12 Mill. Dollar. Die Schweiz und der Krieg Bern, 16. Mai. (WTB.) Der B u n d e s r a t hat heute den dritten Bericht an die Bundes Versammlung über die von ihm aus Grund von Vollmachten getroffenen Maßnahmen politischer und wirtschaftlicher Natur fettig ge stellt. Der Bericht erinnert vorerst an den Aufruf des.Bundesrats vom Oktober 1914, in dem die Bürger aDs ge fordert werden, in der Beurteilung der Ereignisse und 'in der Äeußerung von Sympathien für die einzelnen Nationen Mrückhältend zn 'sein, sowie alles zn Unterlasten, was die rn den Krieg venvickelten Staaten und 'Böller verletzt. Was die Achtung! der Schweizer Neutralität durch die 'Kriegführenden betrifft, stellt der Bnndesrat fest, daß z-war eme Reihe^ vyn 'GrenzMnschensällen stattgestmde:: haben, daß diese aber, a'gesellen von emz-elneu FIiegerangtt?sen, keineswegs' ernster Natur waren. Bezitglich der Post- und Telegrammz'-ensirr bemerkt der Bericht, daß Frm:kreich und spattr auch England dem völkerrechtlichen Grm:dsatz der Transitfreiheit tzum gvoßen Schaden der Neuttalen entgegenhandelten. Wie die franz-öfische Regierung aus diese:: Einspruch geantwortet habe, sei dies im Hinblick ans die Vermittlung von KvrrespvrchenM: der Mittelmächte durch die Schweiz geschehen. Der Bmü>esrat bemerkt, daß dieser betntfhrrcbelc Bermittlungsverkehr heute so gut wie verschwunden sei, und daß die Folgen der von den fremden Zensurbehörden gettvfse::en Sperr-- maßnahmen in keinem Verhältnis stehen zn dent dcrmit verfolgten Zwecke. Der Bericht erörtert sodann die Tätigkeit der Schweiz in Bezug ans den An stau sch von schwer v er wnndeten Kriegsgefangenen, die Heimschafsnng Zivil-Inbermerter imd die Unterbringung kranker Kriegsgefangener. Bis Ende März 1916 si::d in 50 Zügen 8166 ftanzösische und 2201 deutsche Schwer vett nun de te durch die Schweiz befürdett wvrden. Mit dem Anstausch österreichisch-nngattscher und italieirischer SäMerverwun- deter werde twranssichtlich in nächster Zeit begönne:: »verden. Der Bnndesrat stellte auf Gn:nd der zwischen der französischen und der deutschen Regiettrng erzielten Verständigung über die Nnterbringnng« in der Schweiz sich anch der belgisck)en, brittschen, österreichisch- ungarischen mW italienischen Regierung zur Verfügung. Die vorlä 2 :ffg znm Llhschlnß gelangten Beförderungen von. Gefangenen und Ansgesiedelten umfaßten in den: Zeitramne vom 24. Oktober 1914 bis 31. März 1916 111499 Personen, wovon 97 753 Franziostn, 10581 Deutsche und 3105 Oesterreicher und Ungarn waren. lieber die finanztielke Lä^ge der Schweizerischen Eidgenossenschaft hebt der Bericht im Hrnblick ans die innere Anleihe hervor, daß stÄher niemand geglcrubt habe, daß die Schweiz kapitalkräftig genug sei, so große Summen (280 Millionen innere Mob:- lisationsanleihen :cnd 82 200 000 Franken Valutaanleihe in '-lme- rika) ans eigener Kraft mifzubringen. Diese Tatsache beweise, daß die Schhoeiz an dem wittschaftlicben Auffchwtung der letzten Jahrzehnte einen girten Anteil gehabt habe, :md daß es möglich sein lverde, noch weitere Anleihe:: im Jnlande anfzarnehmen. Ter Bericht wird im Lm^e des Döonats von der NeuttalitätÄ- kommisswn beider eidgenössischen Räte und dann rm Sitznngs- ab schnitt im Juni von der Vollsitzung der Räte behandelt werden. Ein AnschlnKSvcrsnch gegen den König von Schweden. Güstrow (Mecklenbirrg), 16. Mai. (Privattelegramm.) Wie die „Gnsttoiver Zeitung" auV zuverlässiger Quelle erfährt, war gegen den König von Schweden in den letzten Tagen ein Attentat geplant. Der König wollte sich gelegentlich des ConcourÄ Hippigne in den Zirkus im 'Körriglichen Djurgarten in Stockholm begeben. Wenige Tage vorher waren sowohl an den König, wie an den Polizeinrörisber Warnungen ergangen, welche dahin lauteten, der König mäge die Pferdeschan niäst besuchen: es sei gegen sein Leben ein Attentat geplant, das bei Gelegenheit dieses Besuches zur AusftWmng komnren sollte. ES gelang, den Wnig von seinem Borhaben abzubringen, und die mit der Angelegenheit betrauten Behörden entdeckten tatsächlich eine Ber- chrv-örnng, die nach den bisherigen 'Feststellungen mif eine von englischen und russischen Agenten v-orb^rei tete Da t Mute. Mehrere Berhaftunae» Nnrwen vongenommen. Die in das Komplott Verwickelten versuchen jetzt, den Attentats^ersuch den Anarchisten in die Schulz zu scküeben. Da die schwedische Presse über diesen Vorfall nichts- veröfseittlickien sollte, und nur „Aftm:bladet" des Komplotts mit wenigen Worten Erwähnung tat, so gelang es, infolge der Nnkenntnis der Oesfenllichkeit weitere Ei7t-ebungen an- ,u stellen. Unsere Kameruner in Spanien. Berlin, 16 . Mai. (WTB.) Die gesamte spanische $ reffe widmet den Kameruner Truppen Worte der Begrü- zuu-g. Die deutschfreundliche Presse gibt lange Schilde- runMl üher den herzlichen Empfmtg, den die Truppen geftcttden haben und begttttttEnscht Spattven, deffen Neu-- tralität gestatte, diesen Helden Aufnahme intb Gastfrermd- sch-aft zu gewähren Besoitters eiudrucksvoll war der Empfang in Pamplona, wo die Bevölkerung zu Txuisende:: die Kameruner erwartete. Der Staatssekretär des Reichskolonialamts Dr. Solf, der die Kameruner schon telegraphisch zu der Ankunst auf spanischem Boden begrüßt hatte, har an den Go:wemeur Ebermaier folgenden E^laß gerichtet : Nachdem Euere Exzellenz nunmehr nach lveldenhafteni harren in Kamerun während 17 Monate::, auf neutralem paischem Boden an gelangt sind, ist es mir ein auftichttges Beoürf> nis, zunächst der lebhaften Hoffnung Lllisdruck zu gebe::, daß Ihr GesuntHeilszustand nach den großen körperlichen und seetischen An streng unge:: der letzte:: Monate erttäglich ist. I-ch hoffe, daß das aua. bei allen denen der Fall ist, die in treuer Pflichterfüllung m Kamerun durchgehalten haben und nun mit Euerer Exzellenz ,:n Spanier eingetrvffe:: find. Ich habe die volle Ueberzeugung, daß es lediglich die äußerste Not gewesen ist, die Sie bewoger: hat, von roeiterem Widerstand gegen die Uebermacht der Feinde Abstand zu nehmen. Ich möchte oesl>alb diese ^Gelegenheit bemitzte::, um Ihnen, sowie dem Kommandeur der Schutztrichpe meine volle Anerkennung ausznsprechen. Anerkennung gebührt aber auch Ihren Mitarbeitern, den Offizieren der Schutzrruppe und nicht zuletzt den braven Unteroffizieren und den zahlreick^en zur Schutz- ttuppe Einberufmen aller Kreise, Bearnten aller Klassen, die in treuester Pflichterfüllung auf den: Posten ausharrten. Der zähe, durch eine Reihe glcn:zender Erfolge aiwgezeichnete Widerstand wird in der deutschen Kolonialgeschichte stets ein ruhnrverches Kapitel bilden. Die deutsche Presse feiert das lange Ausharren der Kameruner anläßlich des glücklichen U-ebertttttes Eurer Exzellenz aus spanisches Gebiet in Worten hohen Lobes und rückhaltloser Be- wutcherung. ver Seekrieg. Berlin, 16. Mai. (Priv.-Del.) Die „B. Z. er. M." meldet aus Kristiania: Die aus Bergen eingettosfene ManTrschaft des norwegischen Dampfers „Terzeviken" berichtet, daß der Dampfer mck einer vollen Ladung Weizen von Galveston für Portugal am 17. April vor Lissabon auf drei Minen gestoßen und g e- s u n k e n sei. Tie frühere Meldimg, daß das Schiff oly'.e Warnung von einem deutschen Tauchboot versentt worden sei, ist also :mwahr. Aus dem Reiche. Deutsch-spanische Vereinigung. Aus Frankfurt wird uns geschtteben: Die zahlreichen und uneigennützigen Fremrdschaftsbeweise, die Deutschland während dieses Krieges aus Spanien erfahren hat und insbesondere die unvergleichliche Kundgebung von über 15 000 spanischen Persönlichkeiten aus allen Ständen imd Berufen für Deutschland haben in verschiedenen deutschen Städten den Wnnsch wach werden lassen, durch die Gründung deuftck>-span:scher Vereinigungen eine Grundlage für späteres engeres Zusammenarbeitei: der beiden^Nationen aus geistigem nnd :virtsck>aftlichem Gebiete zu bilden. Solche Bereinigungen sind bisher in Nttinchen und Stuttgatt ms Loben getreten. In F r a n k f u r t war die Grundlage für eine solche Verbindung der beiden ^Nationen schon seit Kriegsbeginn durch den dort bestellenden ,,Nachttchtendienft für die Länder fpani- sä)er und portugiesischer Zunge" vorhanden, dem auch bereits eine große Anzahl Persönttchkeiten der Wissenschaft, des Handels und der Industrie als Mitglieder en Dom, und unter Führung des greifen Domprobstes Dr. Berlage die Sehensw'ürdigkeiten des Gotteshänfes. Darm irhren sie, lebhaft von der Bevölkerung begrüßt, zunr Rathmrse. Nachdem sich die Gäste in das Goldene B:ich der Stadt Wln eingetragen hatten, verbreitete sich Geheimer Bmrrat Heckwann über die Geschichte des Kölner Rathauses. Darauf folgte eine Besichttgung der städttschen Gemüsedörr- und Küchenab falk-Berwertungsanlagen rm Klingelpütz, woran sich eine Rundfahrt durch die Stadt schloß. Essen (Ruhr), 16. Mai. (WTB.) Wie wir erfahren, hat die Firma Friedrich Krupp A-G. in der Nähe vmr München umfangreiche Grundstückserwerbungen vorgeTwmmen. Aus Stadt und Land. Silben, 17. Mai 141«. ** Am tliche Per so na lnachrichten. 'Xex Gro ß- Herzog hat am 29. April dem Bürgermeister Winkel zu Dreittchenhain das Silberne Krery. des Verdienstordens Philipps des Gvosmrütigen verliehen. — Der .G rv ßherz.o g hat am 29. Apiül den Seminarlehrer an dem Lehrerseminar zu Fttedberg, Adolf Muth, aus sein Nachfuchen unter dlnerkennung feiner lang, ähttgen tmven Dienste mck Wirkung vom 1. Mai 1916 an in den Rulwstand versetzt ,mb ihm anläßlich seiner Versetzung in den Ruhestand die .Krone zum Ritterkreuz, 2. Klasse des Verdienstordens PWippS des Großmütigen verliehen. — llebertragen wurde am 10. M>ai dxr Schulamtsaspirantin MaMde Naumann aus Tarmstadt eine Lehrerinstette an der höheren Bürger s chu l e zu Groß- Bieberau, Kreis D ieburg. — Ueberttagen wurde am 13. Mai dem Lehrer Peter Heiser ans Haßloch wm 1. April 1916 ab eine Lehrerstelle an der Vvlksschnle zu Bndenheim, Kreis Mainz. ** A :: 8 z e i ch n u n g. Dem früheren Lehramts-s)lffefior am hiesigen Gymnasium Dr. N a s s u a tOberlehrer am Evang. Pädagog: un: zu Godesberg a. Rh.), Leutnant im L.-Inf.-Regt. 349 wurde die Hess. Tapferkeitsmedaille verliehen. ** Der Kriegs^russchu ß für Berbraucherinter- s s e n, Vertretung von 21 wittschafllich tätigen Vereinen tagte am verfbossenen Samstag abend im Hotel Köhler. H.a. wurde beschlossen, eine Eingabe zu richten, wv- naef) genuinscht wird, flür den ganzen Korpsbetzirk einheitliche! Höchstpreise für Lebensmittel festzusetzen, damit endlich die Gieryz- streitigkecken aushöre::. Das Aichtäufen von Landbutter und Eier sollte nur den mit Aus:oeise:: der Einkaufsgenossenschaft zu Mainz versehenen Händten: gestattet fein. Diese sollten nach Weisung Ser Ernlaufsgenosfenschaft Landbutter nnd Eier ajt drc Konmnw«ckv«> A D MtküS Wo« Wo bkrtöt bte WckHße Veckckvrngj ri ** Pa ke t eü »saurM-lin-ng durch die Post. Es rst noch nicht genügend bekannt, daß die Bost abznsendende Pakete auf BestÄ-krng aus den Wohnungen abholen läßt. Man braucht nur ein offenes Schreiben, eine Karte oder einen Zettel mit den Worten: ..Paket abholen bei (Name und Wohnung;" unfrankiert m den nächsten Briefkasten $n werfen oder einem Briefträger mit- zugaben, «ü> die Sendung wird bei der nächsten Paketbestellsahrt gegen eine Gebühr von 10 Pfg. vom Hause des Absenders abgeholt. Das Verfahren ist einfach und bequem und besonders solchen Personen zu empfehlen, denen kern Tienstbvte zur Verfügung steht. ** Die hessische Lazarett-ertung Nr. 20 enthält in ihrem allgemeinen Teile folgende Beiträge: Der Hirtenknabe von Joh. Gottft. Herder, Ein Aufflärungswort zum Tröste rmd zur Vckhnnng von Prof. Dr. Mesalski, Die Arbeitsgemeinschaften ider .MTiecBbeschÄügtenfLrsorge, und Die Ehe und Sittlichkeit rn Bulgarien von Dr. Kurt Floericke. Ferner enthält der allgemeine Teil die Abteilung: Fürsorge für .Kriegsteilnehmer. Arbeitsmarkt, Bückerschau, LaMrettberatnng und die Rätselecke. Die Gießener Beilage bringt: Die blinden Krieger, Gedicht von Remhvld Braun, 'Größerwecken von R. Strecker, Die Schlacht bei Hanau II. von H. Berger, Lazaretterftchnrngen, Soldateicheim und Ver- wunder enun t e rr ich t. ^ ^ ** BahnenLa« xM B^r g'ürlen. IN den meisten Vorgärten, aus Brachland, ja aus Balkons «in Küsten, könnte leicht ein außerordentlich wertvolles Nahrungsmittel gezogen wecken: die Stangen- oder Turkenbvh^e. Anpflanzung und Wege erfordern wenig MKhe und Kosten. Die Bvhnenpfbntzen können' jedem Vorgarten außerdem noch Hur Kecke gereichen, indem man sie girlandenarttg auf starkem Draht oder Bindfaden in der Nähe des Hanfes sich ranken läßt. Ja, jeher große Ast kann in einen blühenden und ftücht e troge nd eN „BvhMnbaun^^ verwandelt werden. Wan läge die Bohnen ansang Mai. Ern paar Worte über die Verwendung dieser Gemüseart. Man verbrauche fte in jungen Tagen als grüne Schnittbohnen, und zwar Mindere mtm die Pflanzen imnochsichttg: um so mehr blühen sie. Im Spätsommer aber lasse man genügend Bohnen reifen, um sich mit einem der gesündesten Nahrungsmittel für den Winter M versehen. Die große, prächtig farbige Bohne kann M allen vegetarischen Gerichten, wie zu Bratlingen, Würstchen usw. verwendet wecken. Ern einfacheres Gericht ist das folgende: die Bohnen werden 12 bis 24 Stunden eingewäsftrt, im selben Wasser angeßocht, Satz, klein- geschnittene SelleriesttÄe, etwas Fett hinMgedan und in die Kochkiste gestellt. Das Gericht wick mit einer Einbrenne oder saurer Milch mit Mehl bindig gemacht und gehackte Petersilie Und Sell erie- blätter beigefügt. Schlägt man die Bohnen durch ein Sieb, so versäume inan nicht, die Hülsen noch einmal M überkochen und so eine Grundlage für eine Suppe zu gewinnen. ** Das heutige Kreisblatt enthält eine Anzahl De- kairntznachangen zur Fleffchversorgung, vornehmlich über den neu- gegründeten „Metzg e irrer band für den Landkreis Gießen". ** Mainzer Kopfsalat pro Stück 6 Pfennig soll heute nachmittag 2 Uhr in den Marktlauben verkauft werden. *• S t-ä dtis eher S-ee fischmarkt findet morgen Donnerstag vormittag von 6 Uhr ab in den Markttauben statt. Landkreis Gießen. e. Alb ach, 17. Mai. Der Gefreite Ludwig Weber, der seit Anfang deS Krieges bei einer Munitionskolonne im Felde steht, erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille. e. H e u ch e l h e i m, 17. Mai. Dize Wachtmeister d. Res. beim Nes.-Dragoner-Regt. Nr. 4 Otto Hofmann, Sohn des Stabsarztes Dr. Hoimann hier, ist am 29. April zum Leutnant d. Res. befördert worden. «. Rödgen, 16. Mai. Dem Garde-Dragoner Wilhelm Bals er beim Dragorur-Reqt. Nr. 23, der seit Kriegsbeginn im Felde steht und an allen Waffentaten seines Regiments teilnahm, wurde zu Ostern die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. tt. Treis a. L., 15. Mai. Unteroffizier der Landwehr H. Will VIII., der Präsident des Kriegervereins Germania dahier, 3t. beim Landst.-Inf.-Bat. Gießen 1 im Felde, ist zum Bize- feldwebel befördert morden. Kreis Büdingen. # Büdingen, 17. Mai. Das Eiserne Kreuz und die Hessische T a p f e r k e i t s m e d a i l l e erhielt der Gefreite Limpert, das Eiserne Kreuz der Bruder des Vorigen, Morinearlillerist Karl Limpert. Kreis Lauterbach. -ü- Oder -Moos, 17. Mai. Aus unserer Gemeinde sind bis- jetzt 43 Männer dem Ruse des Vaterlandes gesokgt. Verwundungen trugen 7 davon: vermißt sind 2: Hornist Io Harmes Oe streich und Wehrmann Heinrich Weitzel II.; gefallen sind 5; Unteroffizier (Lehrer) Richard Vogel, Res. Heinrich Karl, Wehrmann Heinrich Klug. Wehrmann Paul Klug und Wehrmann Karl Schäg. Mit Abzeichnungen bedacht wurden: Sergeant Heinrich Wahl, Eisernes .Kreuz und Hessffche Tapse^eits- medaille, Gefreiter Karl Weitzel, Eisernes Kreuz und eine Sanität s-Auszerchmmg, Unteroffizier Richack V o ge l t, Hessische Tapfer keitsmckaille. — Durch Windbruch wurden im vergangenen Winter in den hiesigen Gemeinde-Waldungen rund 1000 Festmeter Fichten niedergelegt. Nachdem nun mit Hilfe von Gefangenen der Wald gesäubert ist, Konnte sofort die Neuaufforstung begonnen werden. _ ir. Schlitz, 16. Mal. Im nahen Hetz hausen geriet " von Massenet. Man darf dem Abend mit gespannten Erwartungen entgegensehen. Q. Bai>- Nauheim, 17. Mai. Landsturmmann Walter Neuendorff und das Mitglied der Kurkapelbe Hermann Bückowitz wucken mit dem Eisernen Kreutz ausgezeichnet. — Ein undankbares Geschöpf lvucke in der Person der fünfzehnjährigen St. aus Friedberg durch die hiesige Polizei verhaftet. Die St. stahl und bettelte in verschiedeneir Billen und Wohnhmffcrn, was sie Irnrr zusammenbringen konnte; wenn sie ihren Zweck erreicht hatte, beschmutzte sie die Wohnräume ihrer Wohltäter in nicht Iviederzugebender Weise. Starkenburg und Rheinhessen. — Von der Bergstraße, 17. Mai. Reichlich zwei Wochen friiher als sonst sind in diesem Jahre die Kirschen zur Reife gekommen. Bei Zwing>.-nberg ist in geschützten sonnigen Lagen die Reife der Kirschen soweit vorgeschritten, daß noch im Laufe dieser Woche mit der Ernte der Früchte begönne werden kann. Hessen-Nassau. [] Marburg, 16. Mai. Die Vermutung, daß der jeU dem 5. Mai von einem Gang nach! hiesiger Stadt incht wieder zurück gekehrte 80 Jahre alte AnSzüger Seibert Becker ans Schwarzenborn seinen Tod im Wasser gefunden, hat sich leider bestätigt. Die Leiche des alten Mannes wurde zwischen Bürgel und Colbe, da wo die Ohm in die Lahn stießt, im Schlamm gefunden. — Die Preisprü- f n n^g s ste 1 le des Kreises Marburg hat sich der Absicht des Mcsgistrats, den Butter- und^ EierverKanf ganz auf die Stadt zu übernehmen, angefchloffen. Ebenso sprach sie sich auch firr die Einführung der Ueischkarte aus, da sich ohne diese nicht ermöglichen taffe, daß bei den knappen Vorräten auch die Minderbemittelten Meisch erhalten. Als wünschenswert mtarbe eine allgenreine Ausnahme des Bestandes an Neischwaren aller Art, einschließlich Speck, Fett und an Schmalz, sowie an Eiern in den Einzelhaushal-- tungen und Gewerbebetrieben im ganzen Kreis empfohlen. '---Bad Homburg v. d. H., 17. Mai. Nach hier ein- gegaugenen Mitteilungen der Düsseldorfer Kriminalpolizei wurde dort der Einbrecher kt d i e Kirdorfer Gedächtnis- kirche verhafte.t. Im Besitze des Verbrechers befanden sich noch verschiedene goldene kirchliche Geräte mit der Eingravierung: Homburg v. d. H. Ueber die Personalien des Mannes konnten noch keine Angaben gemacht werden. = Fu l d a, 17. Mai. Zu der Errichtung einer Trocknungsanlage im Kreise Fnlda bewilligte der Kreistag einen vorläufigen Betrag von 20000 Mark. In der Anlage soll alles im Sommer irgenkvie verfügbare und überschüssige Grünfutter getrocknet werden, um im Winter dem Mangel an Futtermitteln begegnen zu können. — Für die Unter st ü tz u n g von Familien der Krieg s- ieilnehmer ^hrelt der Kreistag die Errnächttgung zur Aufnahme von Darlehen in Höhe bis zu 1 673 900 Mark. --Frankf ur t a. M., 16. Mäi, Oberlmrdrsyerichtsprändent Dr. Spahn begeht am 22. Mai seinen 70. Geburtstag. Dr. Spahn war ftüher KanrmevgeirchtsrQt in Berlin, ttratöe 1898 Reichstze- richtzsfttt, 1905 OberlandisgerichtspräsDent in Kiel, von n® er Ende November 1910 als Nachfolger Dr. v on H affend an das Frankfurter Oberlandesyericht übersiedelbe. In der kurzen Zeit seines hiesigen Wirkens hat er durch sein schlichtes Wesen und seine juristischen Fähigkeiten sich große Sympathien erworben. ul. Limburg, 17. Mai Gegen däe Klatschsucht wendet sich die hiesige Polizeiverwaltung mit folgender Mahnung an die Biftgerschaft: Seit einigen Tagen sind hier die phantasrereichften und abenteuerlichsten Giftüchte im Umlauf über Bvrratshäufirngen und Haussuchungen bei Bürgern unserer Stadt. Demgegenüber wick fest-gestellt, daß überhaupt keine Haussuchungen in Privab- häusern stattgeftmden haben, somÄ auch diese für die Betroffenen recht peinlichen und verletzenden ttnwcchrlieiten und Sematwns- nachrichten leere Phantosiegebilde sind. Hiergegen ist es sehr bedauerlich, daß in unseoer ernsten Zeit noch Muße und Sirm für solch häßLiches unwahres Gerede herrscht.^ Verbreiten mck Wetter- tvagen vertemnÄerischer oder mcht nachweislich wahrer Nachrichten, wenn auch, unr aus leidiger Klatschsucht, muß zur jetzigen Zeit jeden verständigen ehrliebenden Menschen doppelt widerwärtig sein. Wer aus diese Weise fremder Ehre zu nahe tritt, kann aber auch leicht mit der Strafgesetzgebung in Berührung kommen, auch, wenn er nur Klatscher ist. Darum ist eine ernste Warnung hier am Matze. NniVe^fitäts-Nochrrchten. Sic. Frankfurt a. M., 17. Mai. Wie wir hören, hat der Zahnarzt Hans Seidel in M ü n st e r i. W. den Ruf a« die Universität Frankfurt a. M. als Nachfolger des Profeffors Schaefser-Stuckert angenommen; er erhält einen Lehrauftrag für kmffervierende Zahnheilkunde, sowie die Leitung der konservierenden Abteilung am zahnärztlichen Institut. i rTu Z-Ostenboch ließ in kurzem, aber seyr klarem formdolkendeten Bortrag die Zuhörer einen interessanten Blick in die ungeheuer schwierige, weitverzweigte, aber allem Anschein nach mustergültige Kricgssürsorge ^der Industriestadt O f f e u b a ch tun. Die Arbeit der verschiedensten Anssckchsse in den einzelnen Stadtbezirken, die Regelung der Fürsorge für die Soldaten und deren Familien zu Hanse, für die Dienstboten und arbeitsloser Frauen, die Arbeit in der Haushaltnngsschule, in den Kriegsbilsskursen der lanftränni- schen Fortbildungsschulen, die „Frauenarbeit der städtischen Kriegs- fürsorge^i der Nähstuben, der Beratungsstellen, der Preisprüfungs- stellen, der Lesehallen und Mcl>cn für Kinder usw. erstand in lebendiger Weise vor den Augen der Anwesenden. Pfarrer K n ö p p - König i. O. dagegen führte in überaus warmherziger, nicht minder sesselttder Weise in die ganz anders geartete dörflicheKriegs- ftürsorgearbeit ein. Wias er von der Arbeit des oortigen Franenvereins in Verbindung mit dem Gemeinderat zu berichten wußte, was er von der Arbeit im Lazarett und dem dörftichen Gu- laschkesset sagte, war so vorbildlich, daß inan jeder Dorfgemeinde unseres Hessenlandes eine solckie „Kriegsfürsorge" wünscht. Wie eifrig aber überall von derr Frauenvereinen ans alten besprochenen Gebieten gearbeitet tvird, zeigte der auf Grund reichen, statisttschen Materials arcsgearbeitete vortreffliche Vortrag von Pfarrer G r o t h - Rödgen, der auch die sehr wiÜTtigen Fragen der Organisation näher beleuchtete. Sämtlichen Vorträgeir folgte eine reiche Aussprache, an der sich die Vorsitzende, die Fürstin Erbach- Schönberg, Frl. Desenne, die Herren Pros. Weimar, Geheimrat Schlosser, Pfarrer Lic. Dr. Bert, Kahn, G u ß - mann, Schäfer u.a. m. beteiligten. Um V27 Uhr konnte die Vorsitzende, !Fran Pfarrer S tra ck-Birkenau, die überaus anregende Tagung schließen, nachdem vorher noch sämtliche ausschei- derrden Vorstandsmitglieder einstimnmng wiedergewählt worden waren. K. vermischtes. * Berlin, 16. Mai. Das „Berliner Tagebl.^ meldet aus Danzig: Seit dem 5. Mai ist der Rendant Both von der Technischen Hochschule verschwunden. Bei einer Nachprüfung der Bücher hat sich ergeben, daß Both seit Jahren Unregelmäßigkeiten begangen hat, deren Höhe bis jetzt auf 300 000 Mk. festgestellt ist. Gerichtrsaal. X. Hanau. 16. Mai. Der Maschinenackeiter Stroh ans Mittelbnchen teilte am 20. März zwei Metzgermeistern aus Hanau mit, daß der Landwirt Friedrich Müller zu Mittelbnchen enr Schwein zu verkmffen batte. Der eine Metzgermeister begab sich zu Müller, der ihm das Schwein auch zeigte und 700 Mark dafür verlangte. Nach den Bestimmungen, die Höchstpreise bctr., hätte er aber mir etwa 400 Mark fordern dürfen. Aus-dem Kauf wurde natürlich nichts und der Metzgermeister, der über diese Ueber- sockerung entrüstet war, erstattete Anzeige, so daß Müller sich gestern vor dem Hanauer Schöffengericht deswegen zu verant- loorten hatte. Er gab die Forderung zu, behauptete aber, daß er sich mit ihr nur einen Spaß erlaubt habe und es ihm mit dem Verkauf nicht ernst gewesen sei. Das ginge schon daraus hervor, daß das Schwein trächttg gewesen sei. Er babe es nicht verkaufen dürfen und auch Nicht verkaufen wollen. Zeuge Sttoh bestätigte auch, daß der Angeklagte angeheitert ge.vesen, als Spaßmacher im Dorfe bekannt sei und schließlich zu dem Metzger auch gesagt hatte, „ich Iwill es gar nicht verkaufen". Der Gerichtshof nahm an, das ernstliche Verkaufsabfichten bei dein Angeklagten nicht bestand«: hätten und erkaimte aus Freisprechung. Dar Vorsitzende ermahnte ihn aber dringend, derartige Scherbe in heutiger Zett zu unterlassen, schon um Nicht die bestehende Abneigung gegen die die Nahrungsmittel erzeugenden Landwirte, die ja unberechtigt sei, noch mehr zu steigern. Amtlicher Wetterbericht. Oes-fentlicher Wetterdienst, Gießen.. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 18. Mai 1916: Ziemlich heiter und trocken, tagsüber warm, nachts kalt. letzte Nachrichte». König Viktor Emanuel und Giolitti. Budapest, 17. Mfti. Desr Luganoer Berichterstatter des „Budapesti Hirlap" teilt mit: Von Giolitti nahestehender Seite wick mitgeteilt, daß Giolitti in der Mlla Frascatt eine Begegnung mft dem König hatte. Giolitti war schon öfters eingeladn^ Die Begegnung wurde aber von dritter Seite stets vereitelt. Giolitti vermied stets die Reise nach Rom, weil er der inländischen und ausländischen Presse keine Gelegenheit geben wollte, als ob ec geneigt wäre, die Bestattung des^ zum Tode verurteilten skübinettst Salandra-Sonirino zu übernehmen. Der König richtete jedoch vor kurzem an Giolitti abermals einen Brief, ivorin er den Wunsch ausdrückte, mit ihan einen persönlichen Ideenaustausch zu pflegen. Giolitti unternahm daraufhin die Reffe nach Rom, umsomehr als die Sittiation sich vollständig geändert hat. Während nämlich Sa- larckra früher in Giolitti seinen erbittertsten Feind sah, scheinen jetzt die größten Gegensätze zwischen Salandra und Molitti aus - geglichen loorden zu sein. Zwischen den beiden Politikern fanden in letzter Zeit öfters Begegimngen statt, deren Srgeb- niffe sofort fühlbar wurden. Die Erkenntnis, daß der „Kriegsschauplatz nicht ausgedehnt werden darf und daß Italien sich nicht zu Hilfsdiensten, ivie die ftan^ö fischen und englischen Kolonial truppen, herabwückig-en darf, ist sicherlich dem Einflüsse Güütttis zuMschreiben. 9Lach der Begeffterung, welche der Rom-Besuch Asqnith hervorries, brachte die Pariser Wirffchaftskonserenz Italien die größte Enttäuschung. England forderte die Aftslieserimgj der deutschen Schiffe in italienischen Häfen als Vorbedingung der Ermäßigung der Frachten. Dieser Wunsch wurde znrückgewiesen, weil ein solches Vergehen Italiens Jntereffen nicht dienlich ge- wesen wäre. Würde Italien die deutschen Schiffe beschlagnahmen, so müßten diese für italienische Zwecke verwendet wecken. Ebenso wurde der englffche Wunsch zurückgewiesen, daß Italien allein einen HondÄsvertrag mit England abschließe. Dieser Vertrag würde Italien vollständig die Hände binden. Der Abschluß dieses Verttages nmcke vom Verlauf und dem Ergebnis des Krieges abhängig gemacht. Die Wirttms des öftrrwichjschen AEerrefeuers. Lugano, 17 Mai. Die italienischen Matter vermerken mit schlecht verhehltem Groll die gestrige Meldung des italienischen Generalstabes von der Beschießung der etwa 20 Kilometer von der Tiroler Grenze gelegenen Stadt Asiagv durch öfter- reichffche schwere Geschütze. Die vorgestrige Meldung Cadornas von der Beschießung der italienischen Orffchaft Ponte di Legv in der Provinz Brescia durch österreichische Artillerie wick von den Blättern ohne Kommentar gegeben, obgleich diese Meldung die wichtige Tatsache enthüllt, daß der angeblich seit Ausbruch des Kriegs von den Ibalieuern besetzte wichtige Don-cckepaß im Besche der Oesterreicher ist. ZCircbe und Schule. 'A iFram kfn r t a. M., 16. Mar. Montag f5. Mur ds. Mt fanb Mer die drEahrche Hanpwerscwrnckuwg des „Berba udeÄ evg kirchlicher Frauenve-Deine im Großhe^z-og- tum Hessen" statt. Der außerordentlich zahlreiche Besuch der Versammlung bewies aufs beste, welch glückliche Wahl der Vorgand mit der Berögnng der Versankmlung nach einem mehr im Mittelpunkt der drei Hessffchen Provinzen gelegenen Stadt gttrofftn hatte. Der Krieg stand natürlich auch hier rm Mittetpuntt der Verhandlungen Der von der Schriftführerin, Frau Wen z e l - Darmstadt, vorgettagene Jahresbericht bot ein erfreuliches Md der Tättgkeü des Verbandes aus den verschredenjten Gebieten der ,^Kr regssn r-- sorge". Auch die beiden Hauptvorttäge der Tagrmg führten noch weiter in dieses große wichtige GeMet ein. Frau Prvfeffor H«- 'tjürltteuirmefcs f' ::: I vertilgt xui>creäs3ig imjd(kmiJ^nd Flasche 135, 2,00,3JSO and 6MM, Für die uns in so reichem Masse bewiesene Teilnahme bei dem plötzlichen Tode [meines inniggeliebten Mannes, meines guten Vaters, unseres unvergesslichen Sohnes, Schwiegersohnes, Bruders und Neffen, des Ass.-Arztes der Res. Dr. med. Albert Hensel sprechen wir hiermit unseren innigsten Dank aus. Klein-Steinheim, Hirzenhain, Kirchberg, Mai 1916. 3813V) Frau Dr. Hensel 11 . Kind Familie Lehrer Hensel Familie San.-ßat Dr.üebel Familie Dekan Gussmann. Am 21. April verstarb in Posen an den Folgen seiner schweren Verwundung, welche die Amputation eines Beines erfordert hatte, der Uli i l film MH Inhaber d.Eisernen Kreuzes II. Klasse I n. d. Hessischen Tapferkeitsmedaille, eineereicht zur Verleihnne: des Eisernen Kremes I Klasse Als Einjähriger des Regiments mit ins Feld gezogen, von schwerer Verwundung genesen, zum Offizier befördert, hat er sich in verschiedenen Stellen durch hervorragende militärische Anlagen und Eigenschaften das Vertrauen und die Wertschätzung seiner Vorge. setzten im hohen Maße erworben. Infolge seines offenen, freundlichen Wesens war er bei allen beliebt. Ein tüchtiger Offizier und lieber, sonniger Kamerad, ging er von uns. In unseren Herzen hat er sich selber ein unvergeßliches Andenken geschaffen. Philipp, Major und Kommandeur des 2. Unter-Elsäßischen*Feldartillerie- Regiments Nr. 67 31.1.-Division XXI. A.-Korps. Den Heldentod fürs Vaterland starben unsere lieben Bundesbrüder Lehramtsreferendar Willi Meyer aus Friedberg; cand. neophil.Älexander Ludwig aus Bürgel; stud. agr. Richard Oswald aus Herrnsheim; stud. pharm. Franz Binkowski aus Graudenz. In stolzer Trauer: Die V. k. D. St. Hasso-Rhenania Im Felde, 4en 12. Mai 1916. [8826 D Auf dem Felde der Ehre fiel unser tüchtiger Vorsitzender und guter Kamerad Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten aus nah und fern, welche uns beim Heimgang unseres lieben Vaters, Schwiegervaters und Großvaters Herrn Mich Stumpf ihre warme Anteilnahme bewiesen, sowie für die Grabrede des Herrn Pfarrer Nies sagen wir aus diesem Wege unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Hattenrod, den 14. Mat 1916. 3794 nnm Wehrs«ans in eiaem akt. pommerisch. InS. Regt. Wir werden seiner immer in Treue gedenken. 0 3801 Kriegerverein Bersrod. Allen denen, die unser teueren Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen und für die Blumenspenden sagen wir aufrichtigen Dank. Familie Fischer Familie Peil Familie Bolz 09631 Gieften, den 16. Mai 1916. Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten, welche uns beim Heimgang meiner lieben Tochter Schwester und Schwägerin Marie Schmidt ihre warme Anteilnahme bewiesen und uns in den schweren Tagen trostreich zur Seite gestanden haben, sagen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühltesten Dank. Die trauernd Hinterbliebenen. Klein-Linden, den 16. Mai 1916. 109640 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und dein. Hinscheiden unseres teuren Entschlafenen des Hern Wilhelm Hösmiin lli, sowie auch für die zahlreichen Kranzspenden sagen wir Allen innigen Dank. ZR Rainen her tranerHö Hinterbliebenen: Familie Hofmann. Heuchelheim, den 16. Mai 1916. ..... Danksagung. ^i rocif £ innigster Teilnahme. öMrelchen Kranzspenden chei dem Hmscherden unterer gelrebten Mutter Frau Kath. Schneider sagen wir hierdurch unseren innigsten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Ludwig Schneider und Familie Ana Wahl geb. Schneider Fritz Wahl z. Zt. im Felde Wreseck, Gietzen, den 16. Mai 1916. 09634 Tieferschüttert und ganz unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, daß mein lieber Sohn, unser guter Gatte, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Jacob Rosenbaum Landsturmmann im Landwehr-Regiment 118 im Alter von 35 Jahren den Heldentod fürs Vaterland erlitten hat. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Jnlins Rosenbanm, Kirchenplatz 4. Gießen, Wiesbaden, den 16. Mai 1916. Beileidsbesuche nicht erwünscht. [09659 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer teuren Entschlafenen Frau Katharine geb. BelloDT für die liebevolle Pflege der Schwester und die trostreichen Werte des Herrn Pfarrer Maar sagen wir allen auf diesem Wege unseren aufrichtigen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Gotthardt Krug, Dienstmann. Gießen, den 16. Mai 1916. [09644 Gießener ltmöersürsorge. Junge Damen, die bereit wären, an einer Sammlung für Giehener Kinderfürsorge teilzunehmen, werden freund- lichst gebeten, sich am Samstag, den 20. d. M.. abends 8 Uhr. im Sitzungssaal der Bürgermeisterei einzufinden. Wir bitten herzlich um zahlreiches Erscheinen. § Eck. KrauEngisch. grau Gail. Mumm. Leopold Mayer. Out sitzende Weisse Damenblusen bestes Fabrikat Neuheiten apartester und geschmackvollster Art empfehle ich in üppiger Auswahl. Voile-Blusen mit f ™° d e r n Handarbeiten in allen Grössen vorrätig. Carl A. 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Ab> jachen gegen Belohnung Bleichstrafte 21 . f3807