Nr. Y3 Erstes Dran Der Gietzever RnzÄger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich Kr«henerL«uiiliciibM1te7; zwennal ivöchenil.Nreir- blottfiirden Ureis Gießen lDic'.istag und Freitag); zweimal rno'natl. Land- wirtschafiliche Zeitftagen Fernsprech - Anschlüße: sürdieSchriftlei1una112 Verlag,Geschättsstelle51 Adresse iür Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe«. Annahme von Anzeigen für tue Tagesnummer bis zmn Abend vorher. X66. Zahrgang Mntag. \5. Mül \%6 2$ c \ u ft 4 y r c i .. monatl. 90 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.65-, durch ' Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk.2.45 viertel- jäl)rl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokalloPf., ausw. 20 Pf. — Haupt- schristleiter: ?lug. Goetz. Verantwortlich für ben politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz. sür Stadt und Land, Vermischtes und Ge- «statt»«,»m« an» Verlag der vrühl'schen Aniv.-Vuch- und §teirr-rnckerei R. Langr. LchrWrituna. Keichästrstelie und Druckerei: Kchulstr. 7 . Beck^mÄÄEn' (WTB.) Großes Hauptquartier. 13. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen Argonnen und Maas fanden an einzelnen Stellen lebhafte Handgranatenkanipfe statt. Versuche des Feindes, in den Wäldern von A v o c o u r t und Mala n- court Boden zu gewinnen, wurden vereitelt. Ein feindlicher Nachtangriff südwestlich des „Toten Mannes" erstirb in unserem Jnfantcrieseuer. Auf dem östlichen Maasufer erlitten die Franzosen bei einem mißglückten Angriff am Steinbruch westlich des Ablain- waldes beträchtliche Verluste. Ein deutscher Kampfflieger schoß über dem Walde von Bourgoignon (südwestlich von Laon) einen feindlichen Doppeldecker ab. Südöstlich von Ar- rneutieres wurde durch unser Abwehrfeuer am l. Mai ein englischesFlugzeug zum Absturz gebracht und vernichtet. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nördlich des Bahnhofes Selburg wurde ein russischer Angriffsversuch gegen die kürzlich genommenen Gräben durch unser Artilleriefeuer im Keime erstickt. Mehr als hundert Russen wurden gefangen genommen. Balkan-Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Oberste Heeresleitung. (WTB.) Großes Hauptguartier, 14. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Ein Erkundungstrupp drang am Plocgstecrt- Wald (nördlich Arrnentiens) in die feindliche zweite Linie «in. sprengte einen Minenschacht und kehrte mit zehn gegangenen Engländern zurück. In der Gegend von G i v e n ch y - e n - G o h e l l e fanden Minensprrngungen in der englischen Stellung und für uns erfolgreiche Kämpfe am Graben und Trichter statt. Auf dem westlichen Maasufcr wurde ein gegen die Höhe 304 unternommener französischer Hander« naten an griff ab gewiesen. Die gegenseitige Artillerietätigkeit auf beiden Maasufern war Lebhaft. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Balkan-Kriegsschauplatz. Feindliche Flieger, die auf Mirovca und Dorr an Bomben abwarfen, wurden durch Abwehrfeuer vertrieben Oberste Heeresleitung Unsere Marineleitung teilt uns heute die Tauchboot- Erfolge während des Monats April mit, und cs ergibt sich daraus, daß wir in Gemeinschaft mit Oesterreich-Ungarn nicht weniger als 96 feindliche Handelsschiffe mit rund 225 000 Bruttoregistertonnen versenkt haben. Fast scheint es als wollten die amtlichen Stellen dem Mißverständnis Vorbeugen, als hätten wir uns den amerikanischen Forderungen Hauptsächlich darum gefügt, weil wir unseren U-Booten die -Erfüllung ihrer großen Aufgabe, England bezwingen Zu helfen, nicht mehr zutrauten. Sollte Amerika noch einmal besonders darauf hingewiesen werden, wie groß der Verzicht ist den wir in seinem und der Neutralen Interesse geleistet haben? Wenn ernst die Stunde wliederkehren sollte, wo wir, mach dem Wortlaut der deutschen Note, unsere Entschluß- Freiheit wieder haben werden, so wird niemand sagen können, wir. hätten^ aus eine stumpfe, nur wenig wirksame Waffe Zurückgegrifsen. Die deutsche Regierung hat ja auch selbst Herrn Wilson erklärt, sie betrachte die U-Boote als eine harte, aber wirksame Waffe. Nun, ganz ist ja auf ihren Gebrauch nicht verzichtet worden, und wir werden mit Interesse sehen, ob unsere Marineleitung uns auch die Ergebnisse künftiger Monate Mitteilen wird. Die „Köln. Ztg." bringt in einem Rückblick ans die .-internationalen Kriegs Wirkungen" unseres letzten Schrittes Amerika gegenüber noch eirrmal Gesichtspunkte zur Geltung, dre zwar.mit Recht angeführt werden, aber doch wohl nicht M hoch eingeschätzt werden dürfen. Das Blatt schreibt u. a.: ~ . ? n . der ■abgdkurfeneit Woche ist den Vierverüandsmächten die ^sEauschnng widerfahren, daß der Abbruch der Beziehungen zwi- wpen den Vereinigten Staaten und Deutschland, sür den England ft Arbeit eingesetzt hat. nicht zur Wirklichkeit geworden a P •^ n 9' c wü> wieder einmal nicht so gegangen, wie man in gewollt hat. und enttäuschtes Geschimpfe in den engtrimeu und französischen Zeitungen bildete das Echo der AuSein- «anoeri^ung zwischen. Berlin und Washington. Die Enttäuschung r? +?25° n <^ ^l>PPelt, denn der Ausbruch eines Streites zwischen j^eupchlMD und den Verewichen Staaten hätte in die furchL- [r”. 1 !' y u 11 ^ •ein Stunden, die das französische ??' 01 \ durchlebt, einen H-offmmgsschiinnrer fallen lassen, hätte ri'm tnciuciatf die seelische Belebung und Erhebung gebracht, die es go -ormgeno nötig hat imd die es aus den englischen Zeitungs- -arttrcln und Ministerveden und aus dem englischen Wehrpflicht- Gesetz mm einmal nicht zu schöpfen vermag. In einer Zeit, in 7 er . 6tle lnternattvnal-en Beziehungen vergiftet sind, von denen, Dre m L-moon, Petersburg und Paris jahrelang die Gistt'aat aus- gestveut haben —- eine Giftsaat, die aus den bekannten Gründen lewer auch in den Bereinigten Staaten stärker aufgegangen ist, ivrr auf Grund unseres bisherigen Verhaltens Amerika gegen- uver hättm erwarten können —, hat Deutschland ein Aktenstück «•er Offenhert und des internationalen Vertrauens nach Washington geiandr, wie es in r Völkerverkehr selten ist. Die Antwort hat Grundsätze entwickelt, die keinen politisch Geschulten überraschen konnten. Sie läßt ebenso wie Lansings heute mitgeteilte Erklärung. die an den ameritamsch-elrglisthen Schieosvertl nq an- ^tupft, amrehmen, daß die amerikanische Regierung mit England entweder schon verhandelt oder demnächst verhandeln wird. Es ist durchaus begreiflich, daß die amerikanischen Erklärungen solche Verhandlungen als ganz frei und nnabhängig hinstellen. Wir würden im gleichen Falle dasselbe betonen. Tie deutsche Note zeigt, daß die deutsche Regierung volles Verständnis dafür hat. i? ie spricht von ,,Erwartung" 'und beweist damit ihre hohe Lohalität in einer solch heiklen und schwierigen Angelegenheit. Ben dieser Erwartung verbleibt es zunächst. Altes Weitere hängt davon ab. ob sie erfüllt werden wird, wie der Völlerrochtstehrer, der Columbia-Universität Stowell, in der New Pork World sagt: Wenn Tienttchland sich jetzt offen bereit erklärt, sich denr Völkerrecht anzubeguemon, so sind die Bereinigten Staaten cnft ihre Ehre verpflichtet, alle vernünftigen Maßnahmen zu treffen, nm sich auch von der .andern Partei die Anerkennung ihrer Rechte zu sichern. Uns dünkt, solche stimmungsmäßigen Wirkungen kommen erst in zweiter Linie in Betracht. Die deutsche Regierung hat wohlabgewogene reale Gründe und Tatsachen im Auge gehabt, als sie sich mit Wilson in friedlichem Entgegenkommen auseinandersetzte. Wir dürfen die Hoffnung hegen, die dunklen, bangen Stunden, die jetzt das französische Volk durchmacht, die eiserne Hand des deutschen Äeeres größere Folgen schaffen wird, als es Erwägungen. Betrachtungen und Stimmungen je vermögen. Wenn es in diesem Sommer gelingen sollte, die Franzosen so niederzu- werfen, wie wir im vorigen Jahre die Russen besiegt haben, dann wird sich vielleicht zeigen, daß der Reichskanzler in feiner Politik Herrn Wilson gegenüber doch nicht kurzblickend gewesen ist. Darum wollen wir uns die Freude über die friedliche Erledigung der deutsch-amerikanischen Streitfrage für eine gelegenere Zeit aufsparen. Auf dem Kriegsschauplatz im Westen bereiten sich Dinge vor, denen die größte Bedeutung beizumessen ist. Der bekannte Befehl Josfres, den er zu seiner Rechtfertigung vor ungerechten Vorwürfen hinterher hat veröffentlichen lassen, zeigte uns, daß der Gegner um jeden Preis, auch um den Preis fürchterlicher Verluste, bei Verdun standhalten wollte. Wir dürfen daraus für uns günstige Folgerungen ab leiten. Ueber die letzten Truppenverschiebungen und Aende- riurgen in hohen Kommandostellen der Franzosen stellt der Berner „Bund" folgende Befrachtungen an: „. Unterdessen gehen an der englijch-svlvAösischien Front weitere Ber- .anebnngen vor sich, die auf die Verduner Operation zurückzuführen find und nun in der Heranführung englischer und a u st reI i sch er Konting ente aus Aegypten gipfeln. Da die französische Heeresleitung an der 'Vkaas 'rund fünfzig Divisionen einsetzen mußte, also nahezu die Hälfte ihrer Streiter in eine Winkelstellnng gelegt hat, -die !nnr noch ein Rochieren bis Belfort einerseits und Compiegnc anderseits gestattet, ist sie nicht mehr in der Lage, sich ftn der Verteidigung des von Nieuport über L)pern, Arras und Albert nach Süden ziehenden Frontabschnittes zu beteiligen. Es i,t denkbar, daß die Engländer jetzt auch den Abschnitt füdlich der Somme besetzen müssen, daß die Franzosen nur noch die Aisne-Ehompagne-Argonnan- und Maas-Front ern- nehnlen und daß bei Chülons eine Konzentration alliierter Kraftreserven stattfindet. Ob mit dieser Neugnrppierung nur der Lage vor Verdun und den dort erllltenen Verlusten Rechnung getrage^r oder ob damit zugleich -OffeTrswabsichten gedient wird, muß die Entwicklung lehren. * ^ * Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 13. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 13.Mai1916. Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. Am Nord hange des Monte S an M i che l c wiesen unsere Truppen mehrere AnMnfft ab. Die Italiener erlitten fchwere Verluste. Sonst keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feidmarschalleutnant. Wien, 14. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 14. Mai 1916. Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts von Bedeutung. I t a l i e n i s ch e r K r i e g § s ch a u p l a tz. Auf der Hochfläche von Doberdo wurde nachts ein heftiger Handgranatenangriff der Italiener westlich von San Martins nach hartnäckigem Kampf abgewiesen. Sonst war die Gefechtstätigkeit gering. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hö fer. Feldmarschalleutncmt. * * * Generalfeldmarschall v. Moltke über die Kriegslage. Ueber die Unterredung mit Generalfeldmarschall von Moltke, die der Berliner Berichterstatter eines ungarischen Blattes mit dem Chef des Stellvertretenden Generalstabes hatte, wird, wie das „Berliner Tageblatt" mitteilt, u. a. berichtet: Moltke habe gesagt,^ die militärischen Leistungen Oesterreich-Ungarns sprächen für sich selber. Am Anfänge labe die militärische Ka:aft der Monarchie der großen russi- chen llebermacht Trotz zu bieten gehabt, dann sei das ruhmreiche Standhalten in den Karpathen gekommen, an dem sich russische Offensive brach, der siegreiche Feldzug in Serbien und schließlich die Kämpfe an der italienischen Grenze, wo die österreichisch-ungarischen Truppen wie eine eiserne Mauer 'tandhalten. An dieser Mauer würden auch künftig die An- türme der Italiener abprallen. Was die allgemeine K r i c g s l a g e b e t r e f f e, so müßten rvir bedenken, daß wir ftner sehr großen Uebermacht gegenüberftehen. Wir müßten in erster Reihe nicht fragen, was wir in diesem Kriege bisher erreicht haben, sondern was unsere Feinde mit der großen Uebermacht erreichten. Darauf können wir kurz und bündig antworten: Sie haben bisher nichts erreicht! Mit Menschen- material sind wir versehen und wir brauchen noch lange keine L^orge um Reserven zu haben. Die allgemeine Wehrpflicht in Ouglaird kann die allgemeine Kriegslage ganz und gar nicht beernflussen. Ganz unabhängig vom Auslände können wir wviel eigene Munition Herstellen, als wir immer brauchen. Die Rüsten haben wiederholt versucht, die Offensive zu er- grerfen.und unsere Linien zu durchbrechen. Unsere Lrnien im ^.ften und aber so stark ausgebaut, daß nicht daran zu denken rft, daß die Russen hier durchbrechen können. Eine Friedensvcrscrmmlttng tu London. London, 14. Mai. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus, ^m Ethischen Institut faird gestern eine geheime K e f r 1 a ru m lung zugunsten des Friedens statt. Die Polizei schützte die Versammlung und verhinderte d ie w u t e n d e B o l k s m c n g c, sich den Eingang zum Ver- lammlungslokal zu erzwingen. Als die Teilnehmer der Versammlung aber oas Gebäude verließeii, wurden sie angegriffen und mehrere von ihnen verletzt. Rumänien und Mitteleuropa. Köln, 14. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Köln. Zig" meldet aus B u k a re st: Das kürzlich aiigekündigte A b k o m- m e n zwischen O e st e r r e i ch - U n g a r n ui'.d R n m ä n i e n i)t vor einigen Tagen abgeschlossen worden. Es bestimmt ini wesentlichen, daß die Doncru-Monarcbie dem deutsch-rnmäui scheu Abkommen beitritt, so daß aus Mitteleuropa fiir Ru- mäiiien bestimmte Warenzüge unbehindert durchlaufen können. Aus Griechenland. Athen, 14. Mai. (WTB. Nichlanrtlich.) Den Blättern zufolge haben die griechischfen Gesandterr in Paris und London ihrer Regierung mitgeteilt, daß die Regierungen der Alliierte7i n^cht auf dem Transport serbischer Truppen durch Griechenland bestehe n. Vsniselos. Berlin, 14. Mai. Tie „B. Z. a. M." meldet: Athener Meldungen Posten rar seinem Hause aufgestellt toorb-en. * . * * Eine Reise des russischen Finanznnnisters nach England und Frankreich. Kopenhagen, 13. Mai. Nach Meldungen Peters- birrger Zeitungen tritt Finauzmiuister Bark tu'der nächsten Woche die angekündigte Reise riach England und Frank- r e i ch an. , Die russisch-japanische „Freundschaft". Kopenhagen, 13. Mai. Die Petersburger Telegraph en-Agentur meldet aus Tokio: Im Zusammenhang mit den umlaufenden Gerüchten über ein bevorstehendes russisch-japanisches Abkommen erklärte der Vorsitzende der Zweiten Kannner Simida in der Presse: Das Hauptziel der )llliierten ist der Widerstand gegen die Mili türpläne Deutschlands. Daher ist der Weiterbestand de? englisch-japanischen Abkommens notwendig. Der Frnanz- unterstaatssekretär sprach sich über die Wichtigkeit größerer russischer Bestellungen in Japan zur Kräftigung der'russisch- japanischen Beziehungen aus. Tie bevorslehende neue russische Anleihe in Japan werde ini Verhältnis zur Verrechnung der Bestellungssummen realisiert. — Wegen des Initiativantrages in der ReichSduma wegen Erlaß eines Einfuhrverbots von Galanterie-, Leder-, Manufaktur, Apo Waren ans drei Jahre, beginnend mit sich Tokioter Zeitungen dahin, solche theker- und anderer Juli 1916, äußern Maßnahnren würden großen Einfluß aus Japans Handel haben. In Japan werde die weitere Enllvicklung der Angelegenheit in der Reichsduma mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. — Der japanische Legationsrat in Washington Miura wurde zirm Gesandten in der Schweiz ernannt. Amerika und der irische Aufstand. New Aor k, 12. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Funkspruch des Vertreters des WTB. Im Repräsentantenhaus hat Dher, Vertreter von Missouri, eine Entschließung eingeb rächt, welche der Sorge des amerikanischen Volkes wegen der Hinrichtung der irischen Aufständischen Ausdruck gibt. Sie ging den gewöhnlichen Weg in den Ausschuß und wurde nicht in der Vollversammlung verhaiidelt. Eine Depesche der „Nerv V-ork Evening Post" aus Washington besagt: Nur werrig ist hier über, diesen Gegensvand laut gesprocheii morden. Aber wenn die englische Negierung sich überhaupt um die Meinung Amerikas kümmern will, so scheint das Urteil innerhalb imd -außerhalb unserer Regierungs kreise das zu sein, daß die llnterdrückungsmasregeln gegen die irische.: Aufständischer durch aus zu wett getrieben sind, um den Alliierten ans die Toner nützen zu können. Wenn England den Ansstand lvirksam unterdrückt und ein oder zwei Rädelsführer hätte hinrichten lassen, so hatte es alles getan, was die rechte mrparteiische Meinung hier für nötig gehalten hätte. England hat sich in wenigen Tagen viele ihm günstig Ge stimmte Mtfremdet. Eine große Anzahl Amerikaner, auch solche, die nicht von irischer Geburt oder Herkunst sind, ist offensichtlich de-" trübt über das Ereignis da draustm. Wie denken nun die amtlichen Kreise der Regierung der Bereinigten Staaten? Können sie sich mit ihrem Gefühl von ihren Landsleuten unterscheiden? Es macht nichts aus, ivelche Ansichten Wilson und Lansing über die gesetzmäßige Rechtfertigung jener 5)iurickitungen haben. Sie können und wahrscheinlich wollen sie ihre Augen nickck vor einem Gefühl verschließen, welches von Tag zu Tag größer und düsterer anwachfen und die Bereinigten Staaten zwingen muß, gegen England zu handeln auf Grund seiner völkerrechtswidrigen Blockade und seiner Konttebandcbesümmungen. Amerikanische Heeresverstärkung? London, 14. Mai. (WTB.) Das Neutersche Bureau meldet 6'. ? Uork: Am Samstag nachmittag fand ein Demo n st x a t i o n su mzug von 160 000 Menschen zu- »runflcn der Vergrößerung der amerikanischen Armee statt. Der türkische Bericht. KoN stan ti n o pei 1t. Mal (WTB.) Amtlicher Kriegsbericht vom 30. ^lpril (türkische Zeitrechnung). An der Cs raff r o u t keine Veränderung. Lln der Ka u k-a s n s f r on t unternahm der Feind, nachdem er im Zeni' um im Abschnitt von Koche aus seinen Stellungen verjagt worden war am 29. 2lpril, indem er seine am 23. April gescheiterte Offensive ern-enerte imd verstärkte, eine Reihe von t ätigen Angriffen, um die verlorenen Stellungen wieder git erobern. gegen den B erg Koche und den Berg Bahtli, der nördlich des Kope gelegen. Alle diese Angriffe wurden durch unsere Gegenangriffe z u r ü ck g e s ch läge n. Das wirksame Feuer unserer Artillerie räumte furchtbar in den Reihen der zurückgeheno-en feindlichen Kolonen auf. In -diesem Kampfe inachten wir mehr als hundert Gefangene. Auf den übrigen Abschnitten dieser Front unbedeutende^ Vatronillengefechtie. Drei feindliche Flugzeuge überflogen gestern die Halbinsel Gallipoli. Sie flüchteten nach Tcnedos, als die unserigen erschienen und nrck ihnen zusammenzutreffen suchten. ^ . ®fat feindliche r Kreuzer versuchte in den Hafen von Sighadjik südlich der Küste von Bourla, einzudringen, mußte ''ich aber nach Samios zurückziehen, nachdem er mit zwei wirkungslosen Schüssen auf unser Feuer geantwortet hatte. Drei unserer Geschosse erzielten Volltreffer. Auf den anderen ffrernten nichts von Bedeutung . Reue deutsche Angriffe in Ostafrrka. London, 13. Mai. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus: General Snmts meldet drahtlich: Die deutschen Truppen entfalten unter der persönlichen Führung von Leitow-F orbeck eine bedeutende Tätigkeit bei K o n d o a - I r a n g i. Sie versuchten in der Nacht des!9. Mai einen Angriff, dem ein heftiges Bombardement voranging: sie wurden aber mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. Der Feind setzte seirte Offensive am 10. und 11. Mai fort. Am letzteren Tage machte er eine letzte Anstrengung gegen den linken britischen Flügel, die aber zurückgeschlagen wurde. Unsere Verluste sind und e deutelte). In einem noch Unbestätigten Bericht wird gemeldet, daß belgische Streitkräfte in Ruanda bis Kigali vorgedrungen sind, nachdem sie auf schwachen Widerstand gestoßen Waren. London, 13. Mai. (WTB.) Wie das Reuter sch e Bureau aus Moschi in Ostafrika vom 11. Mai meldet, wiederholte . der Feind gestern seine Angriffe bei K o n d o a - I r a n g i, wobei er sich eines Geschützes vom Kreuzer „Königsberg" bediente. Er wurde infolge der vorzüglichen Haltung unserer Truppen zurückgeschlagen. 15 tote Feinde, darunter 2 Europäer, wurden von unseren Truppen aufgefunden. .Die britischen Verluste sind gering. Man vermutet, daß der deutsä)e Oberkommandierende von Lettow-Forbeck bei dem Angriff zugegen war. General van de Venterles Geschütze tatet! ausgezeichnete Dienste. Aus Studt uud Gießrn, 15, Mai 1916. Versammlung des Lahu-KanalvereinS. Der Lahnkanalverern hatte für gestern nachmittag im Groß- Herzog von Hessen feine achte ordentliche Hauptversammlung an beraumt, die bei dem Interesse, das den Bestrebungen des Vereines zukommt, gut besucht war. Verschiedene Behörden hatten ihre Teilnahme absagen müssen. Vertreten waren: das Wasserbauamt Diez, das Hess. Ministerium des Innern durch Gehermerat Wagner, dbnwesend waren ferner Pro vinz ial-Tirektvr Dr. Üsinger imd Oberbürgermeister Kel l e r. Als Vertreter der Umversität war Geheimrat Tr. Somme- Der Seekrieg. Berlin. 14.Wai. iWTB. Anttlich., Die U-Boots- Lrfolge im Monat April 1916 sind: 96 feindliche ^ a n d e l S; ch i f f c mit rund 225 Wl> Bruttorcaiitertonnen anwesend, ebenfalls erschienen npren: »g. Tr. Säumer und Br. Werne r. Der Vorsitzende Generaldirektor Bergrat Grvebler eröffnete die Versammlung und wies in seiner Be- grußungs-wde darauf hin, daß gerade Gießen bei dem Lahn- kanalprvjekt berufen sei, als Umschlagshasen eine besondere Rolle zu spielen. . A4- Rat Wagn e r hieß die Versammlung im Namen der Hessrichen Regierung willkommen und überbrachte die Grüße des Ministers des Innern. Er betonte, daß die hessische Regierung von jeher die Wichtigkeit des Lahnkanals für ganz Hessen vertreten habe und durch den Krieg in ihrer Ansicht bestärkt worden ser. Die glänzenden Leistungen der Eisenbahn hätten dem Projekte keinen Abbruch getan. Der Krieg habe unfern Mick mehr auf die Schätze im Jimrern- gewiesen, zumal auf die Eisenerze des Landes. Er glaube, daß nach dem Krieg die Verbindung nach dem Auslande sich nicht so sckgrell herstelle, und daher müßten die Wasserstraßen zur Ausschließung des Landosinnern notwendig gefördert werden. Geheimerat Tr. Usinger dankte im Namen der Provinzial- vcrwaltung für die Einladung und sagte seinerseits den Bestrebungen des Lahnkanal Vereins !7V!:kUdUNa v wendignit habe sich AMral habe die Erwattungen weit übertroffen, und sein Verkehr habe tn 1915 )'dx>tt 3,5 Millionen Tonnen betragen. Bei der Beschränkung des Eisenbahnverkehrs während der Mobilmachung habe der Rhein-Hern-e-Kanal die beste Möglichkeit zur Versorgung Abensmitteln geboten. Er sei ebenso wie der Mittellandkanal für 1000-Tvnnen-Lchiffe ausgebaut. Der Hohenzollernkanal sei noch vor denr Kriege eröffnet worden. Die. Fortsetzung der Ver- vrndung nnt den Wasserstraßen des Ostens werde letzt schon geprüft. 2rte Rhein-Main-Ton au-Straße, die Lebens-' or ^ brutschen Wesens, habe große Leistungen zutage gefördert. Auf der Donau herrsche fieberhaftes Leben. Der Eisgang sei in oretem Jahre glücklrchworübergegangen. Jetzt folge Schiff auf Schiff mw Schleppzug aus Schleppzug. Durch den Mäin-Käual seien die Schlepper gegangen, die jetzt Weizen transportierten. Die Ver- vefserung der Donaufttaße müsse mit dem Ausbau des Mittelland- tenals das,erste Werk des Friedens sein. Bon großen Entwürfen ständen noch in Frage die Schiffbarmachung des Rheins v!^ zum^ Bodcniee, dre die Schweiz in ein besseres wirtschaftliches und waßerwrttichafZiches Verhältnis zu uns bringe und die Fortsetzung des Donau-Mam-KanalS über Thüringer Wald und Werra Tte Baußrmmen der Projekte betrügen etwa E /2 .Mrllrarden. ^ie Erhebmrg von Schifffahrtsabgaben könnte damrt nrcht länger hingehalten werden. Neben den lokalen Flotten wurde sich eine Flotte über ganz Mittel-Europa bilden und so wurden die Güter des Vierv erbarrdes besser aus getauscht werden können. Der deutschen Weltwirtschaft werde der Weg nach Südvsten immer offenstehen und so werde es Deutschland ermöglicht, seine Hwhrerrolle gerecht und stark durchs führen. Ter Vorsitzende dankte dem Redner für den Vortrag, der mit reichem Bestall ausgenommen wurde. Abg. Dr. W e r n e r wünschte, daß der Vortag weiteren Kreisen zugänglich gemacht werde. Es wurde daher beschlossen, die Rede gesondert drucken zu lassen und zu Propagandazrvecken zu benutzen. Zmn Schluß gab der Vorsitzende noch einen Rückblick auf die Greignisse des vergangenen Jahres und drückte das Verttauen der Versammlung rn die Zukunft aus. An die Versammlung schloß sich ein gemeinsames Essen an. silw durch deutsche und österreichisch-ungarische Unterseeboote versenkt worden oder durch Minen verloren gegangen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. London, 13. Mai. (WTB.) Wie Lloyds Meldet, ist der britische Dampfer „Eretria" gesunken. London, 14. Mai. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Die Admiralität teilt mit, daß das britische Sk^elschifs „Galgate" am 6. Mai von einem deutschen U-Boot 50 Meilen westlich von Quessant torpediert worden ist. 12 Mann der Besatzung sind in einem Boot in Brest gelandet: ein zweites Boot mit 13 Mann wird noch vermißt. Der Maat sagte aus, daß der Segler beidrehte, als das Signal zum Verlassen des Schiffes gegeben wurde. Die Reichsbehörde für den Lebensmkttelverfehr. Berlin, 15. Mai. Alle Blätter beschäftigen sich mit der als nahe bevorstehend bezeichneten Entscheidung über die Einrichtung einer ReichSbehöiwe, der die wichtige Aufgabe der Lebensmittel- eerteütmg über das ganze Deutsche Reich übmttagen werden soll. Tue neue Behörde soll, wie der „Lokal-Anzeiger" erfährt, keineswegs mit dittatorischen Gewalten ausgestattet werden, sondern von den Beschlüssen des Bundesrates abhängig sein. An ihrer Spitze würden eine oder zwei einander n-^engeordnete Persönlichkeiten stehen, die mit unbeschränkten Befugnissen für die T^rchstihrung der Beschlüsse des Bundesrates versehen sein sotten S^lte die Leitung der Behörde doppelköpfig werden, so würde sie wohl einem General- rmd eineni Zivilbeamten zufatten. Eine in leckender Stellung stehende Persönlichkeit äußerte sich laut würden. Ter Bericht schloß in der Hoffnung, daß dies Persprechen, Mt emgelöst werde, mit der festen Zuversicht: Gebaut wird er doch. Lokal Anzeiger", daß ohne Zuhilfenahme des Belagerungszustands eine! deutschen Beziehungen nach Südosten so verstärk, daß dieser kleine Lie,E i n n a h m e n des Berettis beliefen sich 1915 auf 2174,70 Äiark, die Ausgaben auf 1378/75 Mark, so daß ein ansehnlicher Ueberschuß verbleibt. Das'Vermögen belief sich 1915 auf 4439,92 Mark. Tie Rechmmg war geprüft und für richttg befunden. Dem Vorstände nmrde daher Entlajtnng erteilt. Als Rechnungsprüfer für 1916 wurden die gleichen Herren n>i oder gewählt. Als Ort der nächsten Hauptversammlung wurde Limburg festgesetzt. Nach den geschäftlichen Erledigungen ergriff Direktor B a n s a , Limburg, das, Wort zu einem Vorttage: ,U eber Binnenschiffahrt im Kriege und die Zukunft der Lahn". Ter Redner führte etttw folgendes aus: In unmittelbarer Beziehung zur .Front sei die Bitmenschiffahrt nur in wenigen Fällen getreten. Proviant sei jedoch auf den Flüssen weck vorgeschoben worden. Lazarettschiffe seien aus der Donau benutzt worden. Das gleiche sei auch rin Frankreich geschehen. Den kleinen Abm-Z'sungen der Kanäle entsprechend seien es dort sehr kleine Schiffe mit etwa 50 Verwundeten gttvesen. Eine durchgehende Wasserftchrt von. Metz nach Gießen hätte auch für uns segensreich wirken können. Zuletzt habe man Schleppkähne notwendig gähiabt für Beförderungen auf der Donau. Es seien dies Schiffe von 58,Meter Länge und 8 Meter Breite. Besondere Schwierigkeit bigte die Garantie, daß sich der Kahn durck^ Eiserne Tor schleppen lasse. Nach, besonderem System seien gleichartige Donau schiffe im großen 'hergestellt worden, wobei die deutsche Technik die amerikanische noch überftügelt habe. Die Entwicklung gehe zum MptorschU. Die nordischen Mächten hätten ihre Motorschiffahtt verzehnfacht. 'Für die Binnenschiffahrt gelte das gleiche. Der Donau-Main-Kanal habe bis in neuere Zeit wenig Bedeutung gehabt. Durch die Verwendung von Motorschiffen habe sich seine.Leistung außerordentlich gesteigert. In 1915 verkehrten auf ihnl 13 Motorschiffe. Die Schiffe seien nur 31 Meter lang und faßten 100 Tonnen, der Tiefgang sei nur 1,02 Meter. J§ Motor sei^ftärker als beim Lahnversuchsschiff. Der Krieg habe die durchgreifendere Form einfach nicht möglich' sei. An der „Kreuzzeitung" heißt es: Man scheint sich also endlich an tnamebender Stette zur Einrichkmg einer Lebensmittel- diktatur entschlossen zu haben, in der Ansicht, daß eine solch straffe und energische Zenttalisierung die Abstellung der vorhandenen Uebelstände am ehesten erhoffen läßt. — Die „Bo ssi sch c Zei tu ng" schreibt: Der Mann, der auf diesem Posten wirklich das leisten will, was dass deutsche Volk von ihm erwartet, nniß eine H e r rennatur sein, eirrer, der den Mut hat, schnell anzuordnen rennarur fein, einer, der den wtut hat, schnell anzuordnen, und den noch viel größeren Mut, eventuell sveiwcklig zu widerrufen. Ein solcher Mann teilt weder Macht noch Verantwottlichkeck gerne mit anderen. Es würde uns nicht wundern, wem: auf der geplanten Zweiteilung der Macht sich schon bei der Auswahl der Personen Schwierigküten ergeben. Ein starker Mann tnacht keine halbe Sache. Jedenfalls ist tzs die höchste Zeit, daß ohire große Furch! vor denr Aufdruck „Diktattlr" die Sache selbst ins Leben gerufen wird, damit eirdlich die offenbaren Mißstände beseitigt werden. Das ist nicht nur eine Forderung im Interesse der Wohlfahrt der deutschen Bevölkerung, sondern ist vor allem eine äußere, polittsche Notwendigkeit. Dos Ausland blickt mismerksam auf die Entwickluttg der Verhältnisse auf dem deutschen Lebens Mittelmarkt. Aus dem Reiche. Berlin, 15. Moi Am Freitag mrd Samstag hat unter dem Vorsitz des Obermsisters Rahardt von der Handwerkskammer zu B-rlin die abschließende Verhandlung zwischen Verttetern der dncksche t Handwerks- und Gewerbekammern mit Aus- nafjme re rer von Bayern, Sachsen imd Württemberg zur Be- einer Haupt stelle für gemeinschaftliche r ks lie ferungen, ß). m. b. H., mit dem Sitz in; gesunden. Vertreter von 56 Handwerkskammern Preu- kllec Bundesstaaterl, denen preußische Armee-Korps Zunahmen cm den Verhandlungeii teil. Für die Bundes- 'igener Militärhoheit: Bar-ern. Sachsen und Württem- i gleichfalls LieserungsHauptstellen des Handiverks ge- grunvung H a n d w tzen ini geleckt si stellten - berg we grfctbct. Kanal zu einer Reichswasserstraße ansgebaut werden solle. Mo derne Technik, Lustaiittieb und Schiffe aus Beton ließen noch viel erwarten. Eine behördliche Organisation der Schiffahrt in Dentsch- land habe während des Krieges nicht stattgeftmden. Sofern man nicht den Wäg der Verstaatlichung gehen wolle, müsse man die Kahnbesitzer zu einer O.rganisatton zusammenfassen. Bon dem Bezug der englischen Kohle müßten wir uns unabhängig machen. Das deutsche Kanalnetz ermöglich; das schon beim Ausbau der aller- wichttgsten Wasserstraßen. Die großen deutschen Sttöme zögen von Süden nach Norden. Daher könne ein genügender Ausgleich landwirtschaftlicher Produkte auf ihnen nicht stattfinden. Der Rhein- Verkehr wies' im .Kriege einen erheblichen stdückgang auf, Duisburg verlor 48 Prozent. Je mehr der Rhein Binnenstrom werde, um! so weniger hätten die Rheinhafenstädte verloren. O b e r l a h n st e i n habe 44 Prozent zu genommen, gleich 118000 Tonnen. ?Für den zukünftigen Lähnverkehr seien 1 Millivir Tonnen in Anschlag gebracht. Die Zunahme von Lahnstein beruhe auf dem Abtransport von Eisen aus Nassau. Der Geschäftsbericht des Vereins zur Kana- lisatton von Mosel und Saar weise nach, daß durch die Kanalisation von Mosel und Saar große Mißstände verhütet worden wären. Die Bedeutung des Schiffahrts'n-eiges 'auf der Mosel sei im Kriege sehr groß. Wirtschaftlich biete er mit 9 Millionen Tonnen Erz auf bei Hin- und Rückfahrt bedeutende Aussichten. Die Staatsbahnen seien niemals imstande, mit einer rattonell angelegten Kanalisation in Wettbewerb zu treten. Der Widcrstteit der Interessen., der sich bei der Kanalisation der Mosel betnerkbar gemacht habe, iverde infolge des Krieges wohl beseitigt werden. Dadurch änderten sich auch die Aussichten der Lj a h n k a n a l i j a t i o n. Die preußische Regierurtg habe den Nachweis der Rentabilität erfordett. Heute könne man sagen, die Sache würde auf dem ausgeprobten Wege mangels besserer Möglichkeiten gehen. Der nassauische Bergbau nrüsse unterstützt tverden. Die Ausblicke, die das kleine Projekt gebe, würden sich bei einem größeren noch verbessern. Die Gesamtausführtmg der Lahnkanalisation müsse sich organisch in das große Wafferstraßensystem einsügen. Es würde niemals schwer sein, die Tarife der Eisenbabn^ zu unterbieten. Wenn wir hier nur mit einem 200-Tonnen-Schiff arbeiten könnten, müßten Bargeldloser Verkehr mit der Eisenbahnverwaltung. Die Königliche Eisenbahndirektton Frankfurt (Main) hat schon lange mancherlei Einrichtungen zur Förderung des bargeldlosest Verkehrs getroffen. So waren bereits fast alle größeren Kaffen des Bezirks au den Giro- bezw. Postscheckverkehr angeschlossen. Dre- Anschluß ist nunmehr vollständig. Um aber auch il/rerseits alle beteiligten anzuregen, von der Einrichtung zum Nutzen des -^a.erlandes Gebrauch zii machen, sind neuerdings folgende Anordnungen für den Direktionsbereich ergangen: 1. In allen Ausschreibnngsbedingungeri ist ein Satz aufge- nommen, daß es erwünscht erscheint, wenn der Bieter ein Bank- odcr Postscheckkonto besitzt. 2. Allen Bestellzetteln über Lieferungen Und Leistungen wird nu Zettel beigefügt, in dem gebeten wird, bei Vorlage oer Rech-. nungeu das Bankkonto oder die Nummer des Postscheckkontos des Einsenders anzugeben. , 3. Das Gleiche geschieht bei Ausserttgung von Schreiben an Drttte, in denen mese einen Anfttag zu irgend einer Leistung erhalten. ^ Bei Vereinbarung laufender ZäMungen an Dritte sowie voic Dritten an die Verwaltung ist möglichst die bargeldlose Zahlung vorzuschreiben. 5. Die Bediensteten sind durch Verfügungen, durch Vorttage und durch belchrende Auffätze in der Fachpresse veranlaßt worden, von der Ueberweisung ihrer Bezüge aus der Eiseubahnkasse an eine Baiik oder Sparkasse weitestgehenden Gebrauch zu machen b Bei Eirfforderung von Rechnungsbeträgen wird deri Schreiben oder Rcchmlngen ein Bordrtick mit dem Hinweis auf die bargeldlosen ZaUungsmöglichkeiten beigefügt, o v,7- U ! n . bas Abbuchungsverfahren im Postscheckverkehr allen Zahlern bekannt zu mack-eu, ist ein Merkblatt ansgearbeitet, das dazu bestimmt ist, alle Verkehrstreibende usw. — besonders die te-raci)11 timer — auf die Vorteile, dieses ve7.'ein'achten Zahlungsversahrens aufmerksam zu machen. Das Belehrungsblatt kann von den Abserttgutrgsstellen der Eisenbahn kostenlos bezogen werden. . 8. Allen Kassen des Bezirks ist ein Aushang zugestellt worden, der die Oeffentlichkeit darüber aufklärt, wie der bargeldlose Zahlungsverkehr mit der Eiscnl>abnverwalttmg erfolgt. Die Bekanntmachung ist an leicht sichtbarer Stelle in dem Kassenraum! anzuschlagen. Diese Berwaltungsmaßnahmen können jedoch ttuv Erfolg haben, ivenn das Publikum sich ihrer auch bedient und dadurch den bargeldlosen Zahlungsverkehr so wirksam fördert, daß er zum Wähle, des Vaterlandes —' in dieser schweren Zeit besonders — sich von Tag zu Tag mehr ausdehnt. Amtliche Personalnachrichten. Uebertragen wurde am 9. Mai dem Lehrer Leopold Vierh eilig in Klein- Sausen eine Lehrerktetle an der katholischen Volksschule zu Linden- telS, Kr. Beusheim. — In den Ruhestand versetzt wurde der Weichensteller in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschast Friedrich Engel zu Gustavsbnrq vom 1. Juni 1916 ab. ** Ehrentage der 2 22er. 16. Mai 1915: Luka- wicanyzna wird trotz sehr starkem Arttlleriefener erstürmt und der Oöegner Vertrieben. 18. Mai 1915: Bei Ba- nia wird eine-'feindliche Stellung trotz zäher Verteidigung genomnren; es tverden zahlreiche Gefangene gemacht. ** Militärisch e Ausbildung der Jugend. Am Samstag abend der vorletzten Woche wurden die Jung- mannschasten neu geordnet. Hierat! schlossen sich Exerzier- übungen auf dem Trieb an. Am Mittwoch abend übte die erste Abteilung mit den neuen Gewehren, die zweite bajonettierte, die dritte ttrrnte. Am letzten Samstag abend fand eine Uebung im Gelände des P'hilosophienwaldes und Trieb statt. Wr den kommenden Sonntag ist ein Uebungs- marsch vorgesehen. ** Allgemeiner deutscher Verein für Haus- beamtinnen. In neuerer Zeck schließen sich ans allen Gebieten die Angehörigen des gleichen Berufes Msammen, zur gegenfeitegeu Förderung und zur Wahrung der gemeinsamen Interessen. Einc> Vereinigung, deren Bestehen wohl noch nicht allgemein bekannt ist, die aber in den zwanzig Jahren ihres Wirkens schoti manchen Erfolg errungen hat, ist der „Allgemeine deutsche Verein ftir Hausbeamtinnen". Unter „Hansbeamttnnen" sind alle häuslichen Hilfskräfte zu verstehen, die nicht dem eigentlichen Dienstbotenstande an gehören, sondern solche, die den gebildeten' Kreisen entstammend, der Hausftau eine Stütze oder unter Umständen eine Vettretunst sein sollen. Aus eine gründliche Ausbildung zu diesem Zweck' bei seinen Mitgliedern hinzu wirken, ist eines der Ziele des Vereins, ein weiteres Ziel ist der Znsanrmenhalt, den -er in größeren Städten den Mckgliedern in seinen Heimen bietet. Dort werden Ausbil- dungs- und Fortbildmrgsmöglichkecken eingerichtet, imd gesellige Zusammenkünfte veranstaltet, auch wird vorübergehend Aufenthalt und Unterricht zu mäßigen Preisen gewährt. Die Hatlpttättgkeil des Vereins aber bildet die gemeinnützige Stellen Vermittlung für höhere Musliche Stellen. Für lleinere Städte kommt zunächst nur diese in Betracht. In unserer Stadt lmt es bisher an einer Spreck>stelle dieses Vereckrs gefehlt, nun will sich die Anskimftsstelle für Frauenberu.se des Ällgemeinen deutschen Frauen Vereins in den Dienst dieser Sache stellen mrd in ihrer Sprechstmrde Dienstag abend 7—8 Uhr im Rathaus gerne jede gewünschte Auskunft erteilen.. Mitglied des Vereins kann jeder- niann tverden, nicht allein die Hausbeaintinnen und solche, die es werden wollen, sondern alle, die dieser nützlichen Einrichtnngj ihr Wohlwollen schenken. (Siehe Anzeigenteil.) ** D i e städtische F l e i s ch v e r s 0 r a u n g. Die Bewirtschaftung unserer Viehbestände, wie sie durch die Viehlmndels- verbände in Verbindung mit der Reick>sfteischstelle geübt wird, ließ ein Stocken des Marktauftriebs mit begrnnendeni Fnihjahr er-> wir allerdings gegen «andere Wasserstraßen znrücktreten. Eine durch- watten, nachdem vor der Ausnahme der Bewirtschaftung unser« Viehbestände stärker eit auszunutzen, denn sie bietet die einzige Gewähr, auf die Dauer mit Fleisch, wenn auch nicht unbegrenzt reichlich, aber genügend versorgt zu werden. Würde heute am Biehmarkt der freie Verkehr noch herrschen, so wäre unser Fleischverbrauch bald gezwungen, auf mageres, scklachtunreifes Vieh zurückzugreifen, oder was noch schlimmer wäre, unsere Zuchtbestände in Angriff zu nehmen. Das kann im Ernst niemand wünschen. Die Viehzählung vom 15. April ist insofern günstig, als sie uns die Beruhigung gibt, daß eine mastige Fleischversorg »mg auf die Dauer sichergestellt ist. Aber es wäre unklug, nun schon voll die Verbrauchsquote auszunutzen, die auf Grund dieser Bestände verfügbar ist. Zweckmäßig werden die Tiere zunächst auf gutes Gewicht mrd gute Mastreife gebracht. Einschränkung des Fleischverbrauchs in der Gegemvart ist die einzige Möglichkeit, in der Zukunft auf Fleischverbrauch nicht ganz oder unerträglich weitgehend verzichten zu müssen. ** Statt Fleisch andere Nahrungsmittel auf die Fleisch karte. Der Stadtmagistrat Augsburg hat folgende Einrichtung getroffen: Wer für seine Fleischkarte keine Verwendung hat, iveil er kein Fleischeffer ist, oder weil ihm das Fleisch zu teuer ist. hat Gelegenheit, die ganze Fleischkarte oder einen Teil der Diarken an den Stadtmagistrat zurückzugeben und erhält hierfür Anweisung zunr billigen Bezug von Maisgrieß, Maismehl, Teigwaren usw. *• Der Jungdeutschland-Bund (Bezirk Gießen-^tadl) hält morgen abend 6% Uhr im Kaiserhof seine diesjährige Bezirksausschuß-Sitzung ab. ** Seife n bezug der Wäschereien und technischen Betriebe. Bekanntlich erhalten Wäschereien und sonstige technische Betriebe auf Antrag Ausweise, welche sie zum Befuge von Seife berechtigen. Diese Ausweise tverden auf Antrag solchen Wäschereibetrieben, welche weniger als 10 Arbeiter beschäftigen, von der zuständigen Ortsbehörde erteilt Wäscherei- betrieben 7nit 10 Arbeitern und darüber, famric allen sonstigen technischer Betrieben dagegen vom Kriegs au sschust, Seifenkantrolle, Berlin, Unter den Sinbttt 68 a. Das Bezugsrecht für Seife lmtb mir von Mvnat zu Monat erteilt. Damit Verzögerungen nicht eintreten. fst es besonders für die vom Krieg saus schuß aus mit Bezugsscheinen zu ^versehenden größeren Betriebe erforderlich, ihren Antrag rechtzeitig zu stellen. Es kann keine Gewähr dafür übernommen werden, hast die Firmeil ihren Bezugsscl>ein bis Lum 1. des mäclLten Monats in Händen haben, wenn die Anträge nicht bis zmn 15. bei dem Kriegsausschuß vorliegen. Da der Antrag auf den vvrgeschriebenen Formularen unter Beantwortung des obligatorischen Fragebogens erfolgen muß, haben die Betriebe sich möglichst bis zum 10. dieses Monats cm den Kriegsausschuß mit dem Ersuchen um Zusendung eines Antra gsormulars zu tvenden. — Es sei nachdrücklich darauf hingewiesen, daß technische Betriebe das Bezugsrecht für Seifen lediglich für die technischen Zwecke des Betriebes selbst, d. h. für die Fabrikation selbst erhalten. Unzulässig ist der Bezug von Seife für Reinigungszwecke des Personals, für Scheuerzwecke usw. Das Personal hat den für seine Reinigung während der Betriebs stunden erforderlichen Seifenbedarf aus dem Quantum, welches ihm auf Grarnd der Brotkarte zusteht, zu entnehmen. Anträge aus Erteilung von Bezugsscheinen zur ^Belieferung des Personals mit Seife und ftir Reinigungs- und Scheuerzwecke in den Bettreben sind daher zwecklos. Tie zuständige Orts- behördc für die Erteilung von Ausweisen zunr Seifenbezuge für Kleinbetriebe ist in Berlin der Magistrat. ** Besetzung der Gewässer mit Fischbrut. Mau schoekbt uns: Die Ansmrtzrmg der Gewässer zur Nahrungsmittel- erzeugung ist auch in diesem Jahre allgemeine Pflicht. In nicht allzu stark verunreinigten Gewässern, besonders in stehenden und ruhig fließenden, in Deichen, Dorftümpeln, vor allem solchen, die dunghälttge Zuflüsse empfangen, befindet sich eine Menge niederer Lebewesen, die Fischen zur Nahrung dienen können. Vielfach fehlt es aber an mrtzbaren Fischen, weil sie keine günstigen Vermehrungsbedingungen in dem Wasser vorftnden. Solche Gewässer sollten durch Besetzung mit Setzlingen oder Brut aus Teichwirtschaften nutzbar gemacht werden. Jedoch heißt es, mit der knapp vorhandenen „Saat" des Fischereiwirts sparsani umgehen, keine ungeeigneten Gewässer besetzen. Daher müssen alle, die nicht über genügende Erfahrun^n verfügen, Fischereisachverständige befragen. Die Beratung erfolgt kostenlos durch Fischereibvamte und Fischerei- Vereine. Wo die zuständige Stelle unbekannt ist, wird sie gerne nachgewiesen vom Deutschen Fischerei-Verein, Berlin W 10, Kö- nigm-Augustastraße 21. Man hat wiederholt die Beobachtung gemacht, daß leider die zur Verfügung stehenden Tümpel, Teiche usw. genaue wie unsere Oedländereien behandelt iverden. In der Lüneburger Heide haben wir einige Bezirke, wo jedes Wasserloch für Fischereiziveckc ausgenutzt wird. In zahlreichen Teilen des Reiches, besonders im Westen, werden die Dorfteiche, Mühlteiche, tiefe Gräben usw. überhaupt nicht nutzbar gemacht. Meist liegt es daran, daß man die wirtschaftliche Bedeutung dm Wässer nicht genügend kennt, bezw. die Erträgnisse, die man daraus erzielen rann, nicht genug schätzt. Wir möchten deshalb bitten, auch die Frage etwas näher zu Prüfen. Vielleicht ist auch hier ein öffentlicher Hinweis am Platze. ** Giestener Freilichtbühne. Wie wir hören, sind die Vorbereitungen zur diesjährigen Sommerspielzeit schon im Gange Zu Wallen st eins Lager, womit die Spielzeit voraussichtlich schon Ende dieses Monats eröfsuet lvird, sind schon Stellproben gehalten worden. ** W e i tere 800 Franzosen aus den Kämpfen- mn Verdun sind gestern morgen gegen 9 Uhr im hiesigen Gefangenenlager eingeliefert morden. ** Zum Verzeichnis der P o st s ch e ck k u n d e n bei den Postscheckämtern im Reichspostgebiet wird in den nächsten Tagen der 1. Nachtrag (Stand vom 1. Mai) erscheinen; er wird den Beziehern des Hauvlverzeicbnisses kostenfrei geliefert. ** Der nächste städtische Seefischmarkt beginnt Dienstag, den 16. Mai 1916, vormittags 8 Uhr, in den Marktlauben. Zum Verkauf kommt u. a. Rauchfisch als Ersatz für Rauchfleisch. ** Der städtische Kolonialwaren-Verkaus in der Neustadt wird einstweilen Dienstags, Donnerstags und Samstags eingestellt werden, da an diesen Tagen die bestellten Spargeln ausgegeben werden. ** Stenographie. Am Sonntag, den 31. Mai, vorm. Uhr, findet in der Stadtmädchenschule seitens des Bezirks Gießen Gcrbelsberger'scher Stenographen das Frühjahrs-- Wettschreiben in den Abteilungen von 60 Silben in der Minute auswärts (je 20 Silben fteigenb) statt. Verbunden ist hiermit eine Geschäftsstenographen- und Praktikerprüfnng (Abteilung voir 150 Silben in der Minute auswärts, 10 Minuten-Tiktat). ** Hassia. Der diesjährige Bezirkstag des Hassia-Bezirks Gießen findet nächsten Sonntag, den 21. Mai. statt. "Sein 4 0 j ä h r i g e s D i e n st j u b i l ä u m begeht morgen Philipp Zink, Ober-Postschaffner. ** Seifenverbrauch in Krankenanstalten. Der Bezug von Seife durch Krankenanstalten ist nach folgenden Grundsätzen geregelt: a) Wäschereibetriebe der Krankenanstalten: Der Wäschebetrieb der Krankenanstalten ist als technischer Betrieb zu betrachten und wird durch Erteilung von Ausweisen in die Lage .versetzt. Seife einzukaufen. Sofern im Wäschereibeirieb weniger als 10 Personen beschäftigt sind, ist der Ausweis von der zuständigen Ortsbehörde zu beschaffen. Sind im Wäschereibetrieb mehr als 10 Personell beschäftigt, so ist ein Monatlich zu stellender Antrag an den Kriegsausschust für pflanzliche und tierische Oelc und Fette, Abteilung Seifenkontvolle, Berlin NW 7, Unter den Linden 68a, zu richten, welcher für das monatlich zu beziehende Sei seng uan tum einen Seifenbezugsschein ausstellt. Zu Scheuerzweckerl ist der Verbrauch voil Seife und seifehaltigen Waschmitteln ausgeschlossen, b- Seifenverbrauch der Aerztc, Hebammen und Pfleg'epersoneu: Dec Seifeichezug für den, persönlichen Verbrauch, der ybxn ge- lraniitm Personen aus B^u^schein ist nicht zulässig. Die genannten Personen haben ihren Seisenbedarf selbst zu beschaffen, und zwar gegen Vorlegung der Brotkarte. Gegen entsprechenden Ausweis der zuständigen Behörde wird denselben auf Brotkarte das gesetzlich vorgeschriebene Zusatzquantum an Feinseife verabfolgt, c) Seisenbezug der Patienten: Diese sind mit Seife ebenfalls nur auf Grund der Brotkarte zu versorgeil. Falls die Betreffenden nicht über Brotkarten verfügen, ist der Bezug auf Gruud des nach § 2 der Bundesvatsvevordirung von der zuständigen Ortsbehörde zu erteilenden Ausweises zu bewirken. Es wird erforderlich sein, daß auch diejenigen Seifen mengen, welche zu therapeutischer Verwendung dienen, von dem lauf Brotkarten &u «erhaltenden Quantum entnommen werden, d) Seifenverbrauch für spezielle Zwecke : Sofern ein Seifen verbrauch für spezielle Zwecke stattfindet, z. B. zur Reinigung enrpfindlicher Gegenstände, welche dem ärztlichen (öc- brauch dienen, kann auf besonders begründeten Antrag au den Kriegsausschuß, Abteilung Seifenkontrolle, der Bezug der hierfür erforderlichen Seifenmenge auf Bezugsschein vom Kriegsausschuß gestattet werden. — Es sei darauf hingewiesen, daß die äußerste Sparsamkeit im Gebrauche von Seife beobachtet wird, und daß in jedem Fall, in welchem Seife durch ein fettfreies Ersatzmittel ersetzt werden kann, ein solches zur Anwendung kommt. ** Städtischer S Parg e l der k au f. Die zweite Sendung Spargel wird voraussichtlich hellte eintrefsen. Die Verteilung erfolgt Dienstag, den *16. d. Ml, von 2—6 Uhr in dein .Hause ssteustadt 61, gegen Vorzeigung der grünen Ausweiskarte. Außerdem erhalten iioch Spargel die Inhaber von weißen Ausweiskarten, die aus 4 und mehr Pfund lauten. Alle Lieferungell erfolgen in diesem Falle nur im Gewicht bis zu 3 Pfund. Landkreis Gießen. Wa. Annerod, 15. Mai. Die am 11. Mai oberhalb der Gießener Lahnbrücke gelandete unbekannte männliche Leiche war mit dem seit dem 2. Mai vermißten Landwirt Ph. Hammel von Annerod identisch. Tie Leiche wurde vergangenen Samstag von den Angehörigen itacf) Annerod überführt. )( Weickartshain, 13. Mai. Ein bedauerlicher Unfall ereignete sich gestern auf der hiesigen Erzwäscherei der Gewerkschaft Luise. ' Der jugendliche Arbeiter Ernst Trüller von hier, der damit beauftragt ist, die mit Erz gefüllten Seilbahnwagen zu entleeren, blieb mit seinem ledernen Handschüh an einem Wagen hängen. Der sich selbsttätig einknppelnde Wagen riß Trüller bis vor den Waschball mit fort. Durch das Geivicht des freischwebenden Körpers riß nun der Handschütz, und der Bedallernswerte stürzte in die Tiefe von 12 m. Wnnderbarerweise hatte er bei seinem Falle solches Glück, daß er, ohne innere Verletzungen zl» erleiden, mit dein Bruch der beiden Unterarnle davoil kam. Trüller war sogar noch imstande, den erwa ILstündigen Weg nach Hause zll Fuß zurückzulegen. — Wehrmalln Heinrich H o s m a u n von hier, der am 17. März 1915 schwer verwulldet in französische Gefangenschaft geriet, befinde! sich, wie er mitteilt, zwecks Austausch bereits zll Brunnen in der Schweiz. Kreis Alsfeld. :: S t o r n d o r f, 14. Mai. Wieder siild zwei junge tapfere Leute aus unserer Gemeinde dem Kriege zum Opfer gefatleil. Nach 20monatlichen Kämpien starb im Alter von 25 Jahren der Ersatzreservist Karl Schäfer von hier den Heldentod. Wie tapfer er gekänlpft hat rnld wie beliebt er bei seinell Kaineraden lvar, beweist ein Schreibeil seines Koinpagnieft'ihrers an die Angehörigen. — Ferner fiel Kanonier Heinrich Weisel. Er hinterläßt eine Frau und vier kleine Kinder. Tie ganze Gemeinde nimmt an diesem schweren Verluste lebhaften Anteil. Kreis Schotten. 'ßll L a u ba ck 14. Mai. Gestern mittag 4 Uhr fand aus hie- siogem Friedhof die feierliche Beisetzung des an schwerer Verwundung sin Lazarette in Heidelberg verstorbenen Musketiers Friedrich Kr au. bestatt. Die herzliche Teilnahme, die die Einwohnerschaft unserer ^-tadt beu Eltern, die den einzigen Sohn Ergeben mußten, entgegenbringt, bewies die überaus zahlreiche Beteiligung der sämtlichen Vereine, der verwundeten Kameraden des hiesigen Lazarettes, sowie der gefaulten Bevölkerung. Auch eine Mteilung des Gießener Regiments 116, dem der Verstorbene angehört hatte, war vertreten. Am Grabe widmete Pfarrer V o l p zu Herzen gehende Trosieswortc den Angehörigen. Die Regiments-Kameraden eriviesen durch ^Nieder legen eines ^a^e^ und die übliche Ehrensalve dem Verstorbenen die letzte Ehre. Krauß ist der dritte Krieger, der aut hiesigem Friedhof die letzte Ruhestätte fand. Kreis Friedberg. 0- Bad-Narlheim, 15. Mai. Freifrau voll Wrede, die Tochter des ehemaligen Salineninspettors Weiß, auf dessen Veranlassung im Jahre 1833 die ,S o o l b a d - A n st a l t Rauhe i in" gegründet wurde, feiert heute ihren neunzig steil Geburtstag. Denr Wunsche der alteil Dame entsprechend wurde der Tag ganz in der Stille begangen. — In einer gestern llnter Vorsitz von Bürgermeister Dr. K a y s e r abgehaltenen gut besuchten Versammlung der Vereinigung für Gold- m ü n z e n n m t a u s ch ivnrde die Errichtung einer Goldankalls- st e l l e beschlosseil. Die Verwaltlrng überniinmt der Spar - und Vorfchußverein ohne jede Vergütllng, da der Verein die ihm von der Reichsbank zugebilllgten Prozente der hiesigen Kriegsfür- sorge vom Roten Kreuz überweisen wird. Wöchentlich findet ein Ankanfstag statt. Gold jeder Art lvird an Ort und Stelle ab- geschätzt ilnd der sich ergebende Betrag sofort ansbezahlt. Hessen-Nassau. [] Marburg, 15. Mai. Wie das Landratsanlt bekannt inacht, wird der Kreis zur Einmachezeit genügende Zrecker- in e n g e n zur Verfügung stellen, ^lnßerdem lvird den Viehzüchtern bekannt gegeben, daß der Kreis verschiedene Fntternlittel, zum Beispiel Trockenschnitzel, Eilveißkraftsutter und Eiweißstrohkraftfntter abgibt. --Fulda, 15. Mai. Der Mörder des am 15. Febrrrar 1912 bei Niesig erschossenen Försters Nomanus, der Zigeuner Hermann Ebender, ivurdc am Freitag abend nach Beendignng der Auslieferungsvcl Handlungen mit Holland von der Grenzstation Sit- tard hier eingeliefert. Eine große Menge dllugiettger hatte sich am Bahnhoß eingefunden. Der Mörder ivnrde noch am 'Abend einerni läirgeren Verhör unterzogen. — Von der Mordgesellschaft Ebender find nunmehr alle Mitglieder bis ans Wilhelm Ebender, der noch nicht gefiinden ivurde, verhaftet bezw. abgeurteilt worden. --- Frankfurt a. M., 14. Mai. Die Polizei verhaftete in der H apmann scheu Mvrdsache als vierten Mitlielfer beit 19jährigen Steftldrucker Heinrich Llldwig. Ludwig hat in Ge- nleinschaft mit Münder bereits acht Tage vor der Mordtat bel Hapmann einen Einbruch versucht, der aber fehlschlug. Er führte dann bei der Firma Hartmann und Braun in Bockenheim mit Atülrzer einen Einbruch aus, bei dem ihnen eine Geldkassette mit Inhalt in die Hände fiel. Das ^ld haben die Burschen dann unter sich geteilt und die Kassette vergrabeil. -- Frankfurt a. M., 14. Mai. Zur Begründung einer „Deutschen Gesellschaft für soziale Hygiene" hat Sanitätsrat Tr. Hanauer einen Ausschuß gebildet. Die Gesellschaft soll u. a. besonders betreibeil: Jugendfürsorge, Frauen- und Mutterschutz, Bolksseuchenbekämpfuug und volksttimliche Aufklärung über Gesundheitslehre. Die Unsitte der Uriegsabzeichen in Frankreich. Seit langeur schon ivurde iil der französischen Oeffentlichkeit immer wieder der Wnilsch ansgesprocheil, daß jene Hceresangehöri- gen, die sich zur Erholung oder, iveil sie nicht inehr felddienstfähig sind, in Paris uild in der Provmz anfhaltm, durch ein besonderes Abzeichen als Leute kenntlich genmcht würden, die dein Vaterlande ini Kampse gedient liaben. Dieser Wunsäs« war auch iusosern verständig und vernünftig, ja gewissermaßen sogar eine Pflicht, da die große Zahl der in Frautreich angeblich zur AilSübung von Bureau- diensten lebeiweil unitorniierteu Drückeberger die aus bcu obeil angeführten Gründen sich, ebenfalls int Hinterlande aufhcütenden Krie-, ger hbchst unliebsamen Verdächli^ungen und Aurempelwigeu cmssetz- teil. Mehr als einmal mußte ein Soldat, der ivegen einer nicht mehr sichtbaren Wunde vom Frontdienst zuriiag-'uellt iirf und darum in der 5peiinat lebte, es sich gefalleil las,eil, als ein Drückeberger behandelt zu werden. Nunmehr hat tue französische Regierung endlich dein Drängen der Bevölkerung und der Presse nachgegeben und neue militärische Abzeichen eingeführt, um in Zukunft derartige Berweichslungen imrd Mißverstmloilisse unmöglich zu machen. Dock) wenn man früher in dieser Beziehung überhaupt nichts unternahm, so tat man nunmehr des Guten allzu viel, indem man eine Unmenge der verschiedensten, unter den verschiedenartigsten Besttm- mnngen und Umständen zu tragenden Abzeichen schuf, die den verwundeten oder beurlaubten Krieger geradezu zu einer Art Maskerade zwingen. So lwurde eine grün und goldene Tresse eingeführt, die jeder Mann, der einer össcutlich wegen ihrer Tapferkeit ae- lobten Armeegruppe angehört, auf der linken Schulter trägt. Dieses Abzeichen behält der Mann stets bei, welche Wandlungen intmec sein Militärleben auch mhmen mag. Doch da man itim einmal dabei war, Frankreich durch Abzeichen zil verherrlichen, führte man auch ein alleres Zeichen in '^01 eines V ein, das auf den linken Aermel aufgenäht ivird. Dieses V bedeutet ein Dienstjahr, und mit jedem neuängefangenen Dienstjahr wird auch ein neiles V hinzugesügt. Ein anderes Abzeichen wieder gibt davon Kunde, daß der Träger im Felde eine Verwunomrg erhalten hat. Ta arait von dem letztereil Abzeichen ebensoviele Exemplare ttägt, als man Verwundungen — und mögen es auch mir lleine Schrammen gewesen sein — erlitten bat, so mag man sich vorstellen, mit wieviel verschiedenartigen Abzeichen die Unifoim eines Mannes^ übersät sein mag, dessen Regiment mehrmals offiziell belobigt wurde, der mehrere Dienstjahre hinter sich hat und eine größere Anzahl leichter Verletzungen ettitt. Die Pariser Presse aber scheint nichts dagegen zu haben, daß die Uniformen von oben bis unten bemalt, bestickt und bezeichnet wer- ojjt, sie drückt im Gegenteil die Hoffirung ans, daß man auch für alle anderen Dinge, die deil Zivilisten all einem Soldaten inter- efiteren können, recht große und sichtbare Abzeichen finden möge. Vüchertisch. - D i e E r st ü r m u n g v 0 n F 0 r t u n d D 0 r f D 0 u a it- mont, eine der Heldentaten lmserer braven Feldgrauen, schildert in den lebhaftesten Farben ein Mitkänrpfer in den soeben erschieneneil Heften 75/77 von Bongs illustrierter Kriegsgeschichte „Der Krieg 1914/16 in Wort und Bild". (Deutsches Verlagshaus Bong L Co^ Berlin W 57, wöchentlich ein Heft zunr Prsise voll 30 Pfg.). panvel. — Gewerkschaft Gießener Braun ft einberg» werke vormals Fernie in Gießen. Dem Vernehmen nach sind nunmehr Verhandlungen, von denen wir früher sck-oil Notiz genommen hatten, zu einem greifbaren Ergebnisse gediebeil. Ein großes rheinisches Bankhaus bietet den Gewerken mit Erklä- rungssrift bis 20. l. Mts. für die Kuxe der Gew^erksckiaft 4550 Mk. pro Stück, ein Preis, der über dem gegenwärttgen Kurse des Papiers liegt. Ansck)einend stehen hinter dem Bankhause größere Verbraucher der Manganerze, die imstande find, bedeutende Bir- mittel zu investieren, um die Leistungsfähigkeit des Werkes durch Neuvorrichtungen und Bettiebsanlagen für die nächsten Jahre sicherznstellen. Es ist bekarrnt, daß das Werk für die Bedürfnisse der kriegsstahlerzengenden Industrie stark in Anspruch genommen worden ist, namentlich auch« mit unzureichenden und teilweise nn- geschulten Arbeitskräften, und daß heute Anfichlüsse und Einlagen verschiedener Art, insbesondere auch die Verstärkung der elektrischen Zentrale. von sachkundiger Seite für dringlich! notwendig erllärt worden sind Die Gewerken nrüßten wohl ihre Ansprüche aus Ausbeute erheblich herabmindern, wenn aus Mitteln der Gewerkschaft diese Verbesserungen bestritten werden sollten. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlichcr Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 16. Mai 1910 Bedeckt, zeitweise Niederschläge, kühl. Letzte Kachrichten. Dir Offensive auf dem Balkan. Lugano, 15. Mai. Der „Secolo" meldet aus Saloniki: Mit dem Vormarsch des E n t e n t e h e c r c s gegen F l 0 - rina und Scres hat die erste Phase der Osseitsive begonnen. An vielen Punkten sttinden sich die feindlichen Heere aus nur vier Kilometer Entfernung gegenüber. Gleichzeittg ivürden überall Wege fi'ir Artillerie und Train angelegt. Fortivährend kommen, wie das Blatt weiter rneldet, an Bord ftanzösischer und italienischer Schifte serbftche Truppen an, die im Norden der Halbinsel Chalkidike versammelt werden. Aspuiths Reift nach Irland. London. 15. Matz Der politische Korrespondent der „Mornin g Post" meint, A s q n i t h sei l-auptsächlich deshalb nach Dublin gefahren, damit Erörterungen der irischen Frage im Parlament vorläufig verhindert und den Nattonalisten Zeit gegeben werde, sich zu beruhigen. Rotterdam, 15. Mai. Asquith ist am Freitag in Begleitung seines Privatsekretärs im Schlosse von Dublin ein- getrofsen, wo er nnt General Maxtvell imd den höheren Berwal- tungsbeantten Unterredungen hatte, die nach Meinung der „Times" sich besonders erstrecken werden auf Erötterungen über die Not- ivendigkeit der Vollstreckung weiterer Todesurteile, über die Dauer des Belagerungszustandes und den Sä-adenersatz für die Zerstörungen durch den Aufruhr. Eine Anzahl irisck>er Lords erließ eine Protesterklärung, daß während des Belagerungszustandes die Regierung sich in die Befugnisse des Oberbefehlshabers einmische. Pie Aerate empfehlen I® Mir. 2.13 Apotheker Nennieier’s Pulver \ 'Cigarillos paAon / D. R G. M. No. 26122 und 26617. Erhältlich in d. Apotheken. lsaw33 Apotheker Äeanicier, Frankfurt am Hain. Best.: Nltr.-Brachycladus-Kraut 45, Lobei.-Kraat 5, Salpeters. Kali 25, salpetrlgs. Natron 5, .|odk. 5, Rohrzucker 15 Teile. Amtlicher Teil. Bekamrturachuug. Tie Diensträume des Großh. Finanzamts Gießen befinden sich jetzt im Amtsgerichtsneubau Ost-Anlage 11. Ter Eingang ist von der Wiesenseite. Gießen, den 9. Mai 1916. Großherzogliches Ksteisamt Gießen. Dr. Usinge r. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Walzarbeiten lvird die Kreisstraße Wieseck— Mten-Buseck", von dem Wziveig und) Trohe an, von Äontag, den 15. Mai l. Js. bis ans weiteres für den Fnhrwerks- ünd Automobolverkehr gesperrt. Die Umleitung des Verkehrs erfolgt über ^rvhe—Rödgen— Gvoßen-Bnseck und Taubringen. Gießen, den 13. Mai 1916. Grobherzogliches Kreisamt Gretzen. I. AZ.: Hemm erde. V vdcö-Auzeigc. £*iife nacht »erjeljlcb nach langem, schwerem. >»tt gras,er im'biilu cvtvunenetii vdbctt mein Heber nn. unser quicr Unter, Bruder, ' chwaaer utib Cum Herr Friedrich Fah O.-Postnssiftent i. P. im Aller von 45 sichren. Int Namen der l'ranernde>i Hinterbliebenen: Eleonore Aav nebst Kinder und Verwandten. Langsdorf, den U. Mat 1010. [0700 Die ‘‘/leerblnimn findet Dienstag, den 10. Mai, nachmittags ;i Nb», statt. ÜRKfflEffiH )rmksagung. Allan VarirnnfUttn, Frounden und Bekannten ingen wir für dln Hoho,volle Tollnnhrno an dom achmcrjsllchon VerluMto unncre* Ib iu-.u ohne.« und Jinidoru unKnrcn borzllohxlen Dank. Llfide,nftl.inf.li. den 115. Mal 1010. Die tieftranernde Familie* Ludwig Bräuning. [00002 4444*4444 Niemand Hat ijesunde Belnej Hzt nbtiaerfllidle I)*- cimirebliebcnen. wel- ....-fl; 3 che den %vlr*«« , ,i»firiilr.inrH Kampf durch/,uheltcn liah^n. Scliwerc l eiden jjj* jM* vern&chltlMljrter Krampfadern Bel Bciutfcncliwflren, nen, Oe .ctuvul t.Ent- bei- '/IJndu n;-„nai».r lechie, Sal/tlii'.ü, trockener Flechte, ^Qclenkver- cllck"' L. Steifigkeit, PlattfukB nutz., Rheuma,Hiebt, lachiüf, lltlll- wch.tiidantl- nHlaverlnnien Sie Clrntl.ibroÄchQrr: .Lehren », Rat«chlflv:e Mir Beinleidendc v. Sanltdtarat Dr. H. wr.no A U. Hamburg C. D. Dmlksastuug. Mit ble vielen Wenulle herzlicher > ciliutbttie l>ei dein Hinscheiden itnfrrco lieben unten iBninv., SchwiegeroaterS und f/hufjuntei-> Herrn Georg Wiffemann sagen wir alten Aronnden, VW»fnmiu*n und Ner- wandten unseren Ijertdirliw 'I mir. Ganz (jcfonbcib aber danken mir Herrn Pfarrer Gnjnnann il!r seine trojireiche Gral" rede, sowie alten Vereinen für ble enolefem- letzte Tb re. Hn tiefer Trauer: Familie Wisseniann. Vollar, den IN. Mai 11)1(5. 01M0 Gräserei-Berpachtung. udüllA#u ZungdeutschiaO svezirk (Sieficn=$foi)t) Vejirks-Ausschutz-Lltzlmg Dienstag, Itt. Mai, 6 '/- Uhr im K aiser hos Tagesordnung mich Satz lü der Sahnngen. !)r. Äraurmiiller, B(zirksvcd»!ii?i!Sl!ili!lt!. Stellenvermittelung für gehobene Haushaltungsdienststellen »rmo Spreoh8tundo: Jeden Dienstag, abends von 7 8 Uhr im alten Rathaus, Marktplatz 14. BefleUunaen. Auf Grieß, Nudeln und alle demnächst über Mainz gelieferten Artikel wollen die Herren Detail-Händler ihre Bestellungen an einen ihrer seitherigen Lieferanten richten. Diejenigen, welche keine Verbindung mit unseren angeschlossenen Großhändlern haben, wollen sich direkt an Unterzeichnete Geschäftsstelle wenden. . 07011 ) Lebensmittel Verteilungsstelle für Obei hoffen. nmmrm mrrr:rr:rrrmrrttrrrmrrrrrrrmrrrrnrrrrrrrrrrr:r« Bäder • Sommerfrischen Erholungsheime ♦ ♦♦♦ 0444 r«mrmrunm mrmrmmrrrnwrrttttttrrrrrrrrrrr«rtt:rru gm* 0 .■»»WI 1 II».IIII». .nlll[Hl Hnlijliwllftii ä «jTI 4 ISAA llenMirldi 11 n 11 tm• I bei; Kuttmhpn »Irr v nn(flln[ fVii AlnmiiiriMiririUH', ll« , rnlrlil' n Itlutnrima, MlUm Ir RR l'i Aii«iiKiaiilthnli. I; li.. niti >* 11 Mm um. I!! 1 , 1 . ^if Ww ^1 HUinfi.ltMMt ItnctiltlK, If llrknl.ttnd 11 von III Hfl II .. » 11>pMt fall( I ' Daballnln (initlmiaii nein Ql , < ^tehirr-H lirhn l «n n Inmiltnn «tltond »lininr f«olilrt)» MiUhHtfai 1 all l Art. Ilihttlft tlruinii Ut hiII« workr I 'nniiiii «MurIm Appn i-fttnti Kammern Trinkkuren. Auuknntl und t’raafinnl« diimh lila lladnvnrwaltunf) |.‘lllObv n mul W ippnifaitiMi,,. ^44444444444444444444444444444444^ :: Sanatorium Stolzenberg ln Cnbrd*P nlm linder, Vliile Arankfnrl/M. Bebra. Naiitrtzliinnsfait u. e 1 bolninn beim s. d aet'iib. Mittel- s«m,d Bek.mnt sormlM., tndtnid. .ckelmndlniia n. Per pfieauna ü/lnsiiae P,«'ise 'Neschrankie Patientenzabl. Pros nett frei. „ U ,„|) 4 Aerzlikber Vellev: llr. «I 14. Kfi'Uiaeltiujinii. 1)^44444444444444444444444444444444^ Dontter^lag, heu 1 dl. Mai l. IS., vormittags 1 s Ubr, soll in der Gastwirtschasl„^um Treppchen" bei Ferdinand Kreiling zu Heuchelhetm die 0 )raouutzttttg au der L.'abr» iiv den Gemarkungen Gicsien und Heuchelheim sür das laufende Jahr lvSwcife versteigert iverdeu. Maiuz, den 19 . Mai 1910 . Grosth. Wafserbauamt Mainz. Schmitt. 8707 D Papier-Bindfaden kuiißel. SiritjCii > 8 esnnmi«. Wiederdegtuu der Probell am Dienstag, beit Itt. Mai, abends H Uhr im Johannessaal, llnt vollzähliges Erscheinest wird gebeten. jot,> Der Vorstand. ln allmt Stflrkon. ciiif.k)aQftl^ri^n HÜdduuUchM Jii. fft-zwlrnlo Ware von «rksetor I lull li/irl.rdl, fl,'«*««*.» IVN»>»fa*i, etniifkdilf nun, bllllffston TaffOMpreift 5 /Irelnrwoii a Ludwig Lazaros rorua^rftsh. 009 Neuheiten in: Erstliners-Artikel wie: Kleidchen Jäckchen Mäntelchen Häubchen Schuhe Söckchen etc. CD C- I^I r- i ci CD M c: treffen töglioh ein. Erstlings-Wäsche vorrfttlg in vielon Ausffihrungon. Bei [!x(rn-Besfellung prornplosto Liolorung. C. A. Elartmann Spozial - Ausstattungs - Geschäft Wäschefabrik >»7?a» i5(il)iil)offtr. 48, l.Gtiiif, ist eine c» -tHUU) ii mm nebst 2 Mansarde»- Almmer biu» aebtlrvnd, per sofort ob. I. ^nlt An verm. I " 1 "' 2/obereo Balmtwsst» r»o C 3 Zimmer Marhliiaer St ratze 74. -"-"I.Vrdl 7. Z.-W. ,n. all. .-Mb. a |I ,\imiub. fp. A- wenn. 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